Informationsblatt über Sicherheitsmaßnahmen

Ähnliche Dokumente
Störfall-Information der Topocrom GmbH Information der Öffentlichkeit 11 der Störfall-Verordnung (12. BImSchV)

Informationen für Nachbarn und die Öffentlichkeit nach 11 Störfallverordnung (12. BImSchV)

Informationen für die Nachbarn des Erdgaskavernenspeichers Empelde nach der Störfallverordnung

Unternehmen + Umwelt. Eine Information für Ihre Sicherheit gemäß 11 Abs. 1 der Störfall-Verordnung SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Information für die Öffentlichkeit gemäß 12. BImSchV

Informationen für unsere Nachbarn

Mit der Herstellung von Photovoltaikprodukten sind auch die Lagerung und der Einsatz von Chemikalien verbunden.

Verhalten bei besonderen Gefahrenlagen

Was tun, wenns brennt. Prävention Brandschutz

schulze Natürlich drucken wir.

Informationen für die Nachbarn der Hüttenwerke Krupp Mannesmann und für die Öffentlichkeit. nach 11 der Störfall-Verordnung

Sicherheitsvorsorge im Werk Ruhrchemie

INFORMATIONEN ÜBER SICHERHEITSMASSNAHMEN

Zu Ihrer Sicherheit. Informationen für die Nachbarn des Ruhr Oel Werkes Horst und die Öffentlichkeit nach 11 der Störfall-Verordnung

Satzung zur Regelung des Kostenersatzes für die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Ditzingen

Was Sie bei Stromausfall beachten müssen, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Sicherheitshinweise für Mitarbeiter von Partnerfirmen

Brandsicherheit in Einstellhallen

A UTC Fire & Security Company CO 2. -Feuerlöschanlagen

Verhalten im Brandfall

Brandschutzordnung. für. Teil C nach DIN für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben. Brandschutzordnung-Teil C.pdf

10.Oberfränkischer Arbeitsschutztag Bamberg

Schärfere Haftung in Sachen Umwelt.

Brandschutzordnung. Stadtwerke Düren GmbH. Wasserwerk Obermaubach. gemäß DIN Teil C. Erstellt durch: Stand: Dezember 2009 IW01

Schema Alarmierungsablauf Bund-Kanton-Gemeinde

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Merkblatt. Hinweise zu entzündlichen Flüssigkeiten

Verhalten bei Schadensereignissen und Bedrohungslagen RdErl. des MK vom * (SVBl. LSA S. 264) - Im Einvernehmen mit dem MI -

IHK-Forum Arbeitsschutz 2014

Bezirksregierung Köln

Eindeutig gefährlich.

Allgemeine Sicherheitsunterweisung. Stabsstelle Arbeitsschutz- & Gefahrstoffmanagement

Die Liste der S-Sätze mit entsprechenden P-Sätzen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

NWG2 C H E M I E. Arbeitsunterlagen. DI Dr. Daniela Seitz (SED) HBLVA f. Textilindustrie und Datenverarbeitung A-1050 Wien, Spengergasse 20

Die Liste der S-Sätze mit entsprechenden P-Sätzen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Gefahrstofflagerung im Unternehmen

Die Liste der S-Sätze mit entsprechenden P-Sätzen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Information für Nachbarn und Öffentlichkeit gemäß Störfallverordnung

Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Die wichtigsten Änderungen durch GHS

Allgemeine Informationen zu Tätigkeiten mit brand- und explosionsgefährlichen Stoffen in der Apotheke

Gefahrgutinformation. Sicherer Transport von Druckgas-Zylindern.

Lagerklassen gemäß TGRS510

Satzung zur Regelung des Kostenersatzes für Einsätze der Feuerwehr Wuppertal und Hilfe leistender Feuerwehren vom

Arbeitssicherheit für Biologie-Studierende im 1. Semester WS 2011/12

Information über Gefahrenabwehr und Sicherheitsmaßnahmen im Werk I + II der IGS Aerosols GmbH

Öl-Rückhalte-Sicherheitssystem

Brandschutzordnung nach DIN Teil A / B / C der

Oilbooster.

Gut informiert. Kurzzusammenfassung über die Kennzeichnung von Gasflaschen und die Verordnung über die Beförderung auf der Strasse

Verhalten bei Bränden und Unfällen. Erstinformation und Aushänge

GloballyHarmonisedSystem

(EG) 1907/2006 (REACH)

Betriebsanweisung gem. 14 GefStoffV Stand: 02/2013. Umgang mit Gefahrstoffen

1

Ausbildung Atemschutzgerätetr

Leitfaden Biogasanlagen. Einsatztaktik bei einem Schadensereignis in der Biogasanlage

Merkblatt zum Arbeitsschutz bei "single jobs" für die Beschäftigten an der FH Köln

Einsatzstrategien für Feuerwehren in vollautomatischen

M8-DE.4.1 Mögliche Brandquellen M M8-DE.4.2 Das Feuerdreieck M _DE. Einführung

Notfallkonzept im Brandfall Kita Bäredörfli 30. September 2013

Sicherer Umgang mit Gefahrgut

Brandschutztagung 16./

Verhalten bei Störfällen

Kundeninformation Kennzeichnung von Atemluftflaschen nach CLP

Gefahrenermittlung und Gefahrenbeurteilung von chemischen Arbeitsstoffen

Tropfschulung für Patienten mit Grünem Star (Glaukom)

Diese Verordnung gilt nicht für... Abfall im Sinne der Richtlinie 2006/12/EG des Europäischen Parlaments...

GHS. Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals. Abt. Sicherheitswesen Dr. Markus Hoffmann

NETZkultur GmbH Hansastrasse Lippstadt Tel: Sicherheitsrelevante Fakten zum Rechenzentrum

Herzlich. Willkommen zum Seminar Gefährdungsbeurteilung

und Umwelt Umweltschutz Immissionsschutz, ÖKOPROFIT, Innenraumschadstoffe RGU-UW 24

Sicherungsmaßnahmen in der Wirtschaft

Nationale und Europäische Leckanzeigetechnik

WAS SIE ÜBER VERKEHRS UNFÄLLE WISSEN SOLLTEN VERHALTEN BEI EINEM UNFALL

Prof. Dr. Herbert. F. Bender BASF SE Ludwigshafen

Bündner kantonaler Patentjägerverband. Muster-Betriebsreglement für Jagdschiessanlagen im Kanton Graubünden

Brand- und Wasserschaden: Das Richtige tun!

Gemeinde Grengiols GEMEINDEREGLEMENT KOMMUNALER FÜHRUNGSSTAB GRENGIOLS

Empfehlung zur Ersteinweisung neuer Mitarbeiter 01

Institut für Organische und Biomolekulare Chemie Tammannstraße Göttingen. Notfallplan

Muster. Brandschutzordnung für. Schulen in Schleswig Holstein

Transportvorschriften für GVO/GVMO UN3245

Notfall und Krisenmanagement am Beispiel des Industrieparks Höchst

Berücksichtigung von Gefährlichkeitseigenschaften im Abfallrecht sichere Entsorgung von Nanoabfällen

5., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage

REGLEMENT ÜBER DIE ORGANISATION IM FALLE VON KATASTROPHEN UND AUSSERORDENTLICHEN LAGEN

Neue Angaben auf Packungen von Wasch-, Pflegeund Reinigungsmitteln

Sicherheitsdatenblatt gemäss 91/155/EWG

Gemeindeführungsstab Reglement

1. BEZEICHNUNG DES STOFFES BZW. DER ZUBEREITUNG UND DES UNTERNEHMENS

Kostenersatzpflicht. (1) Für die in 2 FwG genannten Leistungen der Feuerwehr wird Kostenersatz erhoben.

Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien GHS

Sicherheitsdatenblatt

CA 4 Amalgamabscheider Ersatzgerät. CA 4 Amalgamabscheider im Gehäuse enthält

Transkript:

Informationsblatt über Sicherheitsmaßnahmen gemäß 8a der Störfallverordnung (12. BImSchV) Betriebsbereich der Schenker Deutschland AG Wuppertal Deutscher Ring 30 42327 Wuppertal Tel.: +49 202 7498 400 Fax: +49 202 7498 409 E-Mail: logistik.wuppertal@dbschenker.com Kontakt, Fragen oder benötigte Informationen (gemäß 12. BImSchV) Schenker Deutschland AG Geschäftsstelle Augsburg Produktbereich Logistik Tel.: +49 202 7498 400 Fax: +49 202 7498 409 E-M ail: logistik.wuppertal@dbschenker.com Datum der Erstellung 04.07.2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Liebe Besucherinnen und Besucher, Liebe Nachbarn, auf unserem Betriebsgelände am Deutschen Ring 30 werden brennbare, gesundheitsschädliche, ätzende und umweltgefährdende flüssige und feste Stoffe gelagert, sowie auf LKW verladen und abtransportiert. Aufgrund der angezeigten Lagerung von Gefahrstoffen sind wir Betreiber eines Betriebsbereichs, der den Grundpflichten der Störfall-Verordnung (12. Verordnung zur Umsetzung des Bundesimmissionsschutzgesetzes) unterliegt. Die zuständigen Behörden sind über die von uns gehandhabten Stoffe, die der Störfallverordnung unterliegen, informiert. Es liegen für den Betrieb die erforderlichen Zulassungen vor. Sicherheit und Umweltschutz haben für uns einen hohen Stellenwert. Dennoch lassen sich Betriebsstörungen oder Transportschäden, die zu Belästigungen oder Gefährdungen der Bevölkerung führen könnten, auch beim besten Willen nicht völlig ausschließen. Daher können Sie in diesem Informationsblatt nachlesen, wie Sie sich im Falle eines Störfalls verhalten sollten. Mit diesem Informationsblatt, das Bestandteil unserer Sicherheitsvor-sorge ist, unterrichten wir Sie nicht nur über die gesetzlich vor-geschriebenen Inhalte, sondern geben Ihnen auch allgemeine Informationen und für Sie wichtige Telefonnummern. Sie sollten dieses Informationsblatt daher an einer jederzeit erreichbaren Stelle aufbewahren. Mit freundlichen Grüßen Klaus Lesselt Geschäftsleiter Schenker Deutschland AG Wuppertal 2

Unser Lager in Wuppertal Das von uns betriebene Lager dient der Lagerung von Gefahr-stoffen der Lagerklassen 3 (= entzündbare Flüssigkeiten), 4.1B (= entzündbare feste Gefahrstoffe), 8A (= brennbare ätzende Gefahrstoffe), 8B (= nicht brennbare ätzende Gefahrstoffe) so-wie Waren der Lagerklassen 10-13 (= brennbare und nicht brennbare Flüssigkeiten und Feststoffe). Die gelagerten Waren sind darüber hinaus zum Teil wassergefährdend. Die Anlieferung sowie der Versand erfolgen nach den Vorschriften der Gefahrgutverordnung Straße mit LKW über die Straße. Die am Standort Wuppertal gelagerten Mengen unterliegen da-bei Höchstgrenzen gemäß Störfallverordnung, die durch ständige Überwachung niemals überschritten werden. Die Anlage wird durch unser Personal ständig überwacht und gewartet. Im Rahmen unserer Arbeitsschutz- und Umweltzertifizierung sowie durch unabhängige Sachverständige wird darüber hinaus die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen sichergestellt. Die Pflichten der Störfallverordnung werden erfüllt, die Anzeige nach 7 Störfallverordnung liegt der zuständigen Behörde (Bezirksregierung Düsseldorf) vor. Die Behörde überwacht den Standort regelmäßig. Ein Konzept zur Verhinderung von Stör-fällen wurde erstellt und ein Sicherheitsmanagementsystem zur Umsetzung des Konzeptes implementiert. Im Falle eines Störfalles ist ein sog. Dominoeffekt in der Nachbarschaft (z.b. Recyclinghöfe) nicht wahrscheinlich. Bei aller Vorsorge und Sorgfalt kann ein Brand nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall wäre mit der Entwicklung von Brandgasen zu rechnen. Gefährdungsmerkmale von Stoffen GHS-Symbol Stoffeigenschaft Entzündbar Auf Metalle korrosiv wirkend, hautätzend, schwere Augenschädigung 3

Akut gesundheitsschädlich / reizend Chronisch gesundheitsschädlich Gewässergefährdend Mögliche Auswirkungen von Störfällen Die Auswirkung eines Brandes hängt von vielen Eigenschaften, von Art und Umfang des Brandes, aber auch von Wetter- und Windbedingungen ab. Dabei kann es zu Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser oder einer Schädigung von Pflanzen und Tieren kommen. Das Risiko, dass ein Störfall so schwerwiegende Folgen hat, ist jedoch gering. Grundsätzlich gilt: Die Auswirkungen sind umso geringer, je größer die Entfernung vom Unfallort ist. Für solche Ereignisse besteht ein mit den zuständigen Behör-den abgestimmter Alarm- und Gefahrenabwehrplan. Maßnah-men außerhalb des Betriebsbereiches werden von der Feuerwehr und der Polizei koordiniert. Störfälle Als Betreiber eines Betriebsbereiches nach Störfallverordnung sind wir verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Störfällen und zur größtmöglichen Begrenzung der Auswirkungen von Störfällen zu treffen. Diese sind zum Beispiel eine Brandmeldeanlage, Feuerlöscheinrichtungen, insbesondere eine vollautomatische Sprinkleranlage. Darüber hinaus ist die Lagerhalle mit einem flüssigkeitsdichten Boden und einem Löschwasserrückhaltesystem ausgerüstet, um eine Kontamination der Umgebung durch (verunreinigtes) Löschwasser zu verhindern. Sollte es trotzdem zu einem Austritt von Löschwasser kommen, kann das gesamte 4

Betriebsgelände von der öffentlichen Kanalisation abgetrennt werden. Nach Eintritt eines Störfalls werden unverzüglich Feuerwehr und Polizei durch die Brandmeldeanlage informiert. Die Alarmierung der direkten Nachbarn erfolgt nach Möglichkeit durch uns, auf jeden Fall durch die Feuerwehr und Polizei. Feuerwehr und Polizei leisten Hilfestellung bei der Schadens-bekämpfung und Schadensbegrenzung. Darüber hinaus leiten sie auch alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt ein. Katastrophenwarnung und Information Bei Katastrophen oder großflächigen Gefährdungslagen ist die schnelle Warnung der Bevölkerung sowie die Weitergabe von Informationen an die Öffentlichkeit oftmals ein wesentliches Kriterium, um weitere nachteilige Auswirkungen zu vermeiden. Wenn man sich auf drohende Schadensereignissen durch das rechtzeitige Vorliegen von Informationen vorbereiten kann, ist das zudem ein entscheidender Vorteil. In Nordrhein-Westfalen wurden deshalb verschiedene Verfahren und Warndienste ein-gerichtet, die zu einer effektiven Verbreitung von Warnungen und Informationen beitragen. Zur allgemeinen Warnung der Bevölkerung greifen die Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden auf folgende Mittel zurück: Amtliche Gefahrendurchsagen und Gefahrenmitteilungen über den Rundfunk Sirenen, über die auch das Signal "Rundfunkgerät ein-schalten und auf Durchsage achten" ausgestrahlt werden kann Lautsprecherfahrzeuge Smartphone-App NINA Die Rundfunkwarnung wird flächendeckend genutzt und bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben. Daneben werden zur Warnung der Bevölkerung teilweise auch Lautsprecherfahrzeuge eingesetzt. 5

Maßnahmen für den Ernstfall Wie erkenne ich die Gefahr? durch sichtbare Zeichen wie Rauch und Feuer durch Explosionsgeräusche durch Geruchswahrnehmung durch Rundfunk und Fernsehen durch Lautsprecherdurchsagen der Behörden Wie verhalte ich mich? Ruhe bewahren Schalten Sie das Radio ein Leisten Sie den Anweisungen der Rettungskräfte unbedingt Folge (z.b. Lautsprechdurchsagen, Fernsehen, Rundfunk) Behindern Sie nicht die Einsatzkräfte Nähern Sie sich nicht der Gefahrenstelle Entfernen Sie sich wenn möglich so schnell wie möglich aus dem Gefahrengebiet oder suchen Sie geschlossene Räume auf Schalten Sie Klimaanlage oder Belüftung aus Schließen Sie Fenster und Türen 6