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Besatzungsfoto September 2017 2

Inhalt Einleitung Was den Kommandanten bewegt Der Hauptabschnitt 200 - Schiffstechnik The Bridge - Gedenken an den I. Weltkrieg NATO Einsatzverband trainiert gemeinsam in der Ägäis Fregatte LÜBECK grüßt ihre Patenkinder aus dem Einsatz Der Staffelstab wird weitergereicht Bilder aus dem Einsatz Kommandowechsel an Bord der LÜBECK Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Schiffsarzt oder SanMeister 3

Liebe Angehörige und Freunde der Fregatte LÜBECK, vor Ihnen sehen Sie den Newsletter der Fregatte LÜBECK für das zweite Halbjahr 2017. Er dient der Information von Familie, Freunden und Bekannten und soll die derzeitige Situation und die Stimmung sowie das Leben an Bord der LÜBECK widerspiegeln. Die Absicht ist es weiterhin, Ihnen zu jedem größeren Abschnitt, welchen die Fregatte LÜBECK gemeinsam mit Ihrer Besatzung bewältigt, einen Newsletter zukommen zu lassen. Insbesondere nach dem Einsatz des Schiffes im Mittelmeer von August bis November, lag es uns am Herzen Ihnen einige Eindrücke aus den Vergangenen Monaten mitzugeben. Neben dem Einsatz im Mittelmeer, kam es auch personell zu einer großen Veränderung an Bord. Am 30. November übergab Fregattenkapitän Matthias Schmitt das Kommando über die Fregatte LÜBECK an seinen Nachfolger, Fregattenkapitän Christoph Sallermann. Auch der Dienstposten des Ersten Offiziers wurde neu besetzt. Noch vor dem Einsatz übergab Fregattenkapitän Jens Schaadt die Dienstgeschäfte an Fregattenkapitän Hendrik Wißler. Wir hoffen, dass Ihnen der Newsletter gefallen wird und wir in Zukunft noch viele interessierte Leser gewinnen können. 4

Was den Kommandanten bewegt Liebe Angehörige, Freundinnen und Freunde der Fregatte LÜBECK, ein forderndes Jahr, mit vielen anspruchsvollen Seefahrten liegt hinter Schiff und Besatzung. Neben der erfolgreich abgeschlossen Einsatzausbildung und dem Einsatz im Mittelmeer, befindet sich die Besatzung nun in ihrem wohlverdienten Weihnachtsurlaub. Seit dem 30. November habe ich als Nachfolger von Fregattenkapitän Schmitt das Kommando über das traditionsreiche Schiff, die Fregatte LÜBECK, übernommen. Bereits in meiner ersten Woche war ich mit einer kleinen Delegation zum Antrittsbesuch in der Patenstadt und konnte als neuer Lübecker einen ersten Eindruck über die Stadt und die enge Verbundenheit der verschiedenen Institutionen mit ihrem Schiff gewinnen. Neben dem Besuch der Matthias-Leithoff-Schule, dem Besuch unseres traditionellen Glühweinstandes auf dem Weihnachtsmarkt und dem offiziellen Empfang durch den Lübecker Bürgermeister Herrn Hans-Bernhard Saxe und die Stadtpräsidentin Frau Gabriele Schopenhauer im Rathaus, durften wir auch an der Stunde der Begegnung teilnehmen. Es freut mich daher umso mehr, dass bereits unsere erste größere Seefahrt im neuen Jahr uns Mitte März zum 875-jährigen Geburtstag in unsere Patenstadt führen wird und die Lübecker Bürger dort erneut die Gelegenheit haben werden, ihr Schiff in ihrer Stadt willkommen zu heißen. 5

Auch das neue Jahr wird wieder viele Herausforderungen und anspruchsvolle Seefahrtsvorhaben für Schiff und Besatzung bereithalten. So werden wir beginnend im März, mit einer Ausbildungsfahrt in die Ostsee, der Teilnahme an dem Manöver JOINT WARRIOR, dem Flugkörperschießen ANDOYA und voraussichtlich ab August, mit der Teilnahme an einem Auslandseinsatz, erneut viel unterwegs sein und den Namen LÜBECK durch die Welt tragen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien schöne Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem viel Freude beim Lesen unseres Newsletters. Ihr Christoph Sallermann Fregattenkapitän und Kommandant 6

Der Hauptabschnitt 200 Schiffstechnik Das Aufgabengebiet des Hauptabschnitt 200 ist vergleichbar mit einem zivilen Facility Management Service, zusätzlich erweitert um die Komponenten der Stromerzeugung und der Schiffsvortriebsanlage. Aufgeteilt in drei Teileinheiten, sogenannten Abschnitten, dienen die Männer und Frauen des Hauptabschnitts 200 an Bord der Fregatte LÜBECK. Sie arbeiten dabei meistens im Verborgenen, da sich Ihre Betriebsräume unterhalb des Zwischendecks befinden und für hauptabschnittfremdes Personal der Zugang gesperrt ist. In den beiden Hauptantriebsräumen herrschen Temperaturen von durchschnittlich 45 C, welche im Einsatzgebiet schnell auf 55 C ansteigen können. Im Seebetrieb werden drei gleichstarke Seewachen aufgestellt, welche sich alle 4 bzw. 6 Stunden im schiffstechnischen Leitstand abwechseln. Im Leitstand werden die schiffstechnischen Anlagen fernüberwacht und es laufen alle Alarme und Meldungen zusammen. Die Seewache kontrolliert zusätzlich alle 2 Stunden durch Ronden, sprich Kontrollgänge, die laufenden Anlagen vor Ort in den Betriebsräumen. An Bord ist der schiffstechnische Leitstand dabei noch der einzige Raum, der rund um die Uhr / 365 Tage im Jahr besetzt ist. Jede Teileinheit an Bord einer Fregatte ist spezialisiert auf ein bestimmtes Aufgabengebiet, so auch die Teileinheiten des Hauptabschnittes 200. Die Männer der Schiffsbetriebstechnik (Teileinheit 210) sorgen für das allgemeine Wohlbefinden an Bord. Sie gewinnen mit Hilfe ihrer Frischwassererzeuger durch Umkehrosmose Trinkwasser aus Seewasser und verteilen es durch die Hydrophoranlagen an alle Duschen und Wasserhähne an Bord. Die Heizungs- und Warmwasserversorgung wird durch die zwei dieselbetriebenen Heizkessel sichergestellt. Des Weiteren müssen die Lüftungs-, Klima-, Müllverbrennungs-, Toiletten-, Abwasseraufbereitungs- und Feuerlöschanlagen an Bord betrieben, überwacht und gewartet werden. Anfallendes Bilgenwasser, eine Mischung aus Kondens-, Schmutzwasser, Öl und Kraftstoff, der Betriebsräume wird durch die stationäre Lenzanlage in der Bilgenwassersetzzelle gesammelt und anschließend durch den Bilgenwasserentöler gereinigt. Bei diesem Prozess werden Öl und Kraftstoff abgeschieden und ermöglichen unter Beachtung der geltenden Umweltbestimmung eine Einleitung des Restwassers in die See. 7

Die Schiffselektrotechnik (Teileinheit 220) ist hauptverantwortlich für die Stromerzeugung an Bord. Dazu betreibt, überwacht und wartet sie in zwei E- Werken bis zu vier 16 Zylinder DEUTZ Dieselmotoren, welche mit Generatoren gekoppelt sind und eine Gesamtleistung von 3000kW erzeugen. Des Weiteren werden die unterschiedlichen Stromnetze an Bord, 440V, 220V, 115V und 24V, eingespeist und überwacht. Zusätzlich zu den regulären Verbrauchernetzen werden für den Einsatz der Waffen- und Sensoranlagen der Fregatte LÜBECK spezielle Rotationsumformer bereitgehalten und betrieben. Für den Ernst-, sprich Stromausfall, wird an Bord eine batteriegepufferte 24V Notstromanlage bereit gehalten und gewartet, welche u.a. die Notbeleuchtungs- sowie die Seefunkanlagen mit Strom versorgt. Zusätzlich werden sämtliche an Bord verbrachte Netzgeräte der Besatzung geprüft und für die Nutzung frei gegeben, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Die Schiffsantriebstechnik (Teileinheit 230) ist hauptverantwortlich für die Vortriebsanlage an Bord der Fregatte LÜBECK. Die CoDoG (Combined Diesel or Gasturbine) Antriebsanlage der Fregattenklasse 122 besteht aus zwei redundanten Antriebssträngen, auf denen wahlweise 20 Zylinder MTU Antriebsdieselmotoren oder Gasturbinen der Firma General Electric über eine Wellenanlage mit Verstellpropeller für Vortrieb sorgen. Die zwei Antriebsdieselmotoren leisten jeweils maximal 4200kW, was ausreicht um 21 Knoten Schiffsgeschwindigkeit zu erreichen. Um die Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten erreichen zu können, werden beide Gasturbinen mit jeweils 19000kW als Antrieb benötigt, wodurch der Verbrauch auf ca. 11500l Diesel pro Stunde ansteigt. Um diesen hohen Bedarf an Verbrauchskraftstoff sicherstellen zu können, werden maximal 560 m³ Schiffsdiesel an Bord gebunkert und bis zu zwei Kraftstoffreiniger betrieben, um Wasser und Schmutzteilchen abzuscheiden und eine gleichbleibende Kraftstoffqualität sicherstellen zu können. Die Übernahme des Kraftstoffs, sprich das Tanken, fällt ebenfalls in das Aufgabengebiet der Antriebstechnik und kann im Hafen längsseits einer Pier oder auf See in Fahrt längsseits eines Versorgers mit Übernahmeraten von bis zu 200m³/h stattfinden. Dies umfasst bei Weitem nicht alle Arbeiten die durch die Heizer an Bord eines Kriegsschiffes wahrgenommen werden. Es wird jedoch deutlich, wie breit gefächert das Spektrum der Arbeiten im Hauptabschnitt 200 ist und wie sehr es dabei auf Zusammenarbeit und Teamwork ankommt. Quelle: Newsletter Atalanta vom 13.10.2014 8

The Bridge - Gedenken an den I. Weltkrieg Nachdem die LÜBECK im ersten Halbjahr die Einsatzausbildung im Rahmen des German Operational Sea Training (GOST) erfolgreich abgeschlossen hatte, stand für sie im Juni gleich das nächste Seefahrtsvorhaben auf dem Programm. Auf Einladung des Befehlshabers der französischen Marine, nahm die Fregatte LÜBECK als Vertreterin Deutschlands bei The Bridge 2017 in Brest teil. Hintergrund der Veranstaltung war das 100-jährige Gedenken an den Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 und die Ankunft der ersten amerikanischen Soldaten in Frankreich im Sommer desselben Jahres. 9

Neben der LÜBECK nahmen auch je ein Schiff aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Brasilien, Irland und natürlich Frankreich an der Veranstaltung teil. Zusätzlich zu einer Parade der Schiffe in der Bucht vor Brest, nahm eine Abordnung des Schiffes auch an einer Militärparade in der Stadt selbst teil. Die Abordnung der LÜBECK wurde hierbei durch die an Bord eingeschiffte Besatzung des britischen WILDCAT-Hubschraubers, der das Schiff schon während des GOST begleitet hatte, ergänzt. Insbesondere vor dem historischen Hintergrund der Veranstaltung, war die Teilnahme für alle Beteiligten eine große Ehre und unterstrich die Freundschaft zwischen den beteiligten Nationen. 10

Nach der Parade der Schiffe in der Bucht vor Brest, brachen die Schiffe auf entlang der französischen Küste nach Saint Nazaire. Auf dem Weg begleitete der Verband das Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2, eine besondere Geste, die an die Überfahrt der ersten amerikanischen Soldaten an Bord von Kreuzfahrtschiffen erinnern sollte. Nachdem der Verband Saint Nazaire erreicht hatte, nahm die LÜBECK Kurs in Richtung Heimat und nach einem kurzen Zwischenstopp in Portsmouth (Großbritannien), wo sich die Besatzung von ihrem eingeschifften WILDCAT- Hubschrauber verabschieden musste, ging es für die Besatzung endlich in den wohl verdienten Sommerurlaub. 11

NATO Einsatzverband trainiert gemeinsam in der Ägäis Gemeinsam sind wir stärker! - Unter diesem Motto trainierten am 07. September 2017 - nachdem die LÜBECK ihren Einsatz in der Ägäis begonnen hatte - die Schiffe des Ständigen NATO Einsatzverbandes (Standing NATO Maritime Group 2) im östlichen Mittelmeer. Angeführt durch das Flaggschiff des Verbandes, den britischen Zerstörer HMS DUNCAN, absolvierten LÜBECK und die griechische Fregatte SALAMIS ein aufwändiges Übungsprogramm. Neben komplexen Formationsfahrübungen, einem sogenannten FLEETEX, standen auch Trainings im Bereich der Speedbootabwehr, Überwasserseekriegsführung und dem sogenannten Replenishment at Sea, also der Nachversorgung zwischen zwei sich in Fahrt befindlichen Schiffen, an. Das britische Kriegsschiff HMS DUNCAN und das griechische Kriegsschiff HS SALAMIS während der gemeinsamen Übung. Der Hubschrauberpilot des Bordhubschraubers der HS SALAMIS ließ sich die Chance nicht entgehen, den Verbündeten seine Flugkünste zu demonstrieren. 12

Im Rahmen der Speedbootabwehrübung konnten die Verfahren zur Abwehr von Angriffen durch kleine Speedboote, wie sie insbesondere in einem engen Seegebiet wie der Ägäis unerwartet auftreten könnten, durch die Schiffe trainiert werden. Die HMS DUNCAN stellte dabei ihr eigenes Speedboot als simulierten Angreifer zur Verfügung. Währenddessen kam es beim Replenishment at Sea darauf an, auf der Brücke konzentriert und genau zu arbeiten, denn die Schiffe fuhren mit ca. 36 Meter Abstand nebeneinander her. Auch in diesem Fall wurden, so will es die alte Marinetradition, kleine Geschenke zwischen den Besatzungen über einen Postbeutel, welcher vom einen auf das andere Schiff übergeben wurde, ausgetauscht. Das Replenishment at Sea ist ein besonders herausforderndes Manöver für die Schiffe. Bei einem Abstand von nur 36 Metern kommt es auf viel Fingerspitzengefühl bei den fahrenden Wachoffizieren an. 13

Der Kommandeur des multinationalen Verbandes, Commodore James Morley (Royal Navy), ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Gelegenheit auch gleich die LÜBECK zu besuchen, welche dem Verband seit Ende August angehört. An Bord der LÜBECK wurde er durch den Führer des deutschen Einsatzkontingents und CTU 01 SNMG 2, Kapitän zur See Brach, begrüßt. Commodore Morley konnte sich an Bord des Schiffes ein Bild davon machen, welchen Beitrag Deutschland zur Überwachung des Seegebietes an der EU-Außengrenze zwischen Griechenland und der Türkei leistet. Zudem konnte er sich in Gesprächen mit dem Kommandanten der Fregatte LÜBECK, Fregattenkapitän Matthias Schmitt, vom hohen Ausbildungsstand des Schiffes und der großen Motivation der Besatzung überzeugen. Der Kommandeur der Standing NATO Maritime Group 2, Commodore James Morley, wurde an Bord der Fregatte LÜBECK durch den deutschen Kontingentführer, Kapitän zur See Brach, mit einem kleinen persönlichen Geschenk begrüßt. 14

Die Standing NATO Maritime Group 2 leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsbereitschaft der NATO. Sie ist nicht nur ein stetes Zeichen der Kooperation zwischen den Verbündeten, sondern auch gleichzeitig Teil der schnellen Eingreifkräfte der NATO. Gemeinsame Übungen im multinationalen Verband sind hierbei einer der Eckpfeiler der Kooperation. Das stetige trainieren standardisierter Verfahren erhöht nicht nur die Professionalität aller beteiligten, sondern es stärkt auch das über alle NATO Marinen hinweg bestehende Gefühl der Kameradschaft. Doch die SNMG 2 leistet auch einen wichtigen und steten Beitrag zur Sicherheit des Seeverkehrs und zum Schutz von Menschenleben auf See. Mit ihrem Unterstützungseinsatz in der Ägäis leistet die NATO einen wertvollen Beitrag zur Unterbindung illegaler Migrationsbewegungen in der Region und verbessert gleichzeitig die Zusammenarbeit der NATO-Partner Griechenland, Türkei und FRONTEX. Gegenseitiges Verständnis und Kameradschaft über Ländergrenzen hinweg machen die multinationalen Einsatzverbände der NATO aus. Der militärische Gruß als Zeichen der Anerkennung und des gegenseitigen Respekts ist ein fester Ausdruck dafür. 15

Der deutsche Kontingentführer und Kommandeur der NATO Unterstützungsmission in der Ägäis, Kapitän zur See Brach, fasste den Tag folgendermaßen zusammen: Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die Schiffe der SNMG 2 gemeinsam in der Ägäis trainieren lassen zu können. Übung und Einsatz schließen sich nicht aus, sondern sind eng miteinander verflochten. Zudem bin ich davon überzeugt, dass wir mit dieser Übung zeigen konnten, dass die NATO im Mittelmeer präsent und einsatzbereit ist. 16

Fregatte LÜBECK grüßt ihre Patenkinder aus dem Einsatz Es ist eine besondere Patenschaft, welche die Fregatte LÜBECK und die Lübecker Matthias-Leithoff-Schule miteinander verbindet. Jedes Jahr sammeln die 200 Soldatinnen und Soldaten des 130 Meter langen Kriegsschiffes auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt mit einem eigenen Glühweinstand Spenden für ihre kleinen Schützlinge. Die Patenschaft mit der Schule für körperbehinderte Kinder geht bereits Jahrzehnte zurück und ist für Schiff und Besatzung ein fester Bestandteil ihrer Identität geworden. Für den Kommandanten der Fregatte Lübeck, Fregattenkapitän Matthias Schmitt, ist die Patenschaft etwas ganz Besonderes: Gerade erst im Frühjahr diesen Jahres haben wir die Kinder der Matthias-Leithoff-Schule bei unserem Besuch in Lübeck zu einer Kakao-Party eingeladen. Es war meiner Besatzung und mir eine besondere Freude den Kindern bei dieser Gelegenheit auch ihr Patenschiff zeigen zu können. Meine Mannschaft hatte sich sogar extra für die Kinder verkleidet. Insbesondere dann, wenn das Schiff sich so fernab der Heimat befindet, ist es dem Kommandanten und der Besatzung wichtig zu zeigen, dass sie ihre Patenkinder nicht vergessen haben. Dieses besondere Engagement wusste auch der Kontingentführer zu schätzen: Obwohl die räumliche Distanz derzeit mehr als 2000km beträgt, unterstreicht diese Aktion einmal mehr die langjährige und besonders nahe Patenschaft der Besatzung der Fregatte LÜBECK und deren Patenkindern. 17

Eine Postkarte nur für ihre Patenkinder. Die Soldatinnen und Soldaten der Fregatte LÜBECK sind auf dem Oberdeck angetreten, um Kinder an der Lübecker Matthias-Leithoff-Schule aus dem Einsatz zu grüßen. Auch die Kreativen unter den Besatzungsangehörigen fanden einen Weg den Kindern der Matthias- Leithoff-Schule ihre Grüße zu übermitteln. 18

So ließ man es sich nicht nehmen, trotz aller Verpflichtungen die das Schiff im Einsatz hat, einen kurzen Moment für einen kleinen Fotogruß zu pausieren. Da man auf See nur schwer an eine Postkarte kommt, bastelte man eben selbst welche. Die Besatzung der Fregatte LÜBECK sammelt sich auf dem Flugdeck des 130m langen Kriegsschiffes um den Kindern an der Matthias-Leithoff-Schule zu zeigen, dass auch in der Ägäis an sie gedacht wird. Mit etwas Arbeit am Computer wird aus einem einfachen Foto eine gelungene Postkarte. 19

Der Staffelstab wird weitergereicht Es waren bald zwei Monate vergangen, seit die Fregatte LÜBECK die Aufgabe als Flaggschiff der NATO Unterstützungsmission in der Ägäis übernommen hat. Schon stand auch für die fast 200 Frauen und Männer der Besatzung der LÜBECK endlich die Heimreise an. Am 30.10.2017 übergab die Fregatte LÜBECK feierlich den sprichwörtlichen Staffelstab an den Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN. Unter der Führung von Kapitän zur See Michael Gemein, operierte das 130m lange Kriegsschiff als Teil des Ständigen NATO Einsatzverbandes 2 (Standing NATO Maritime Group 2) gemeinsam mit Booten und Schiffen der albanischen, griechischen und türkischen Marinen in der Ägäis. Die LÜBECK leistete dabei einen wertvollen Beitrag zur Überwachung des Seeraumes zwischen dem türkischen Festland und den griechischen Inseln und arbeitete eng mit den Anrainerstaaten und der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX zusammen. 20

Im Rahmen der Übergabemusterung der beiden Schiffe der Einsatzflottille 2 aus Wilhelmshaven lobte Kapitän zur See Gemein das Engagement der Besatzung Fregatte LÜBECK, bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit und begrüßte die Besatzung des Einsatzgruppenversorgers FRANKFURT AM MAIN: Vor Ihnen stehen herausfordernde und zugleich interessante Monate in einem nicht ganz einfachen Seegebiet, in dem der Flüchtlingsstrom zurückgegangen aber dennoch weiterhin präsent ist. Ihre Präsenz in der Ägäis ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität innerhalb der NATO. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit und die gemeinsame Zeit in See. Der Kommandant der LÜBECK, Fregattenkapitän Matthias Schmitt, zog eine positive Bilanz des Einsatzes: Die Besatzung der Fregatte LÜBECK hat in diesem Einsatz bewiesen, dass sie ein herausragendes Team ist, das auch unter den Bedingungen eines Einsatzes fern der Heimat noch außergewöhnlich gut funktioniert. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserer Präsenz ein wichtiges Zeichen für die Solidarität innerhalb der NATO und gegen die Schleuserkriminalität in der Region gesetzt haben. Nach einem anstrengenden Jahr mit vielen Seefahrtstagen freuen wir uns jetzt auf unsere Heimkehr. 21

Auch der Kommandant des Einsatzgruppenversorgers FRANKFURT AM MAIN, Fregattenkapitän Carsten Kauke, freut sich auf den für ihn nun bevorstehenden Einsatz: Meine Besatzung und ich sind hoch motiviert, der NATO bei ihrer Unterstützungsmission in der Ägäis in den kommenden fünf Monaten als Flaggschiff und Führungsplattform zur Verfügung zu stehen. Ich denke, dass wir mit unserem Einsatz hier einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität in der Region leisten werden. Zunächst wünsche ich aber erst einmal den Soldatinnen und Soldaten der 'Lucky Lübeck' eine sichere Heimreise. 22

Bilder aus dem Einsatz Die Fregatte LÜBECK begegnete auf dem Weg in dem Einsatz am 25.08.2017, kurz hinter der Straße von Gibraltar, dem rumänischen Segelschulschiff MIRCEA. Feierlich übernahm die Fregatte LÜBECK am 29.08.2017 die Aufgaben als Flaggschiff in der Ägäis von der Fregatte BRANDENBURG. 23

Auch mit den türkischen Verbündeten wurde fleißig geübt. Aber auch der Spaß sollte natürlich im Einsatz nicht gänzlich fehlen. Im Rahmen einer Olympiade zwischen den Messen an Bord, konnte sich das Team der Unteroffiziermesse als Sieger hervortun. 24

Kommandowechsel an Bord der LÜBECK Es war ein bewegender Abschied für die Besatzungsangehörigen der LÜBECK, als der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Fregattenkapitän Dirk Jacobus, am 30. November 2017 das Kommando über die Fregatte LÜBECK von Fregattenkapitän Matthias Schmitt an Fregattenkapitän Christoph Sallermann übergab. Die Besatzung der Fregatte LÜBECK und das Heeresmusikkorps Hannover stehen während der Übergabe des Kommandos angetreten auf dem Flugdeck. Musikalisch untermalt durch das Heeresmusikkorps Hannover, das auf persönlichen Wunsch von Fregattenkapitän Schmitt noch einmal The Marines Hymn spielte - jenen Marsch, welcher die Besatzung in den vergangenen Monaten regelmäßig auf die Gefechtsstationen gerufen hatte. Neben dem scheidenden Kommandanten, dankte auch der Geschwaderkommandeur der Besatzung für die herausragende Arbeit während der letzten Monate. 25

Nach alter Marinetradition wurde Fregattenkapitän Schmitt im Anschluss durch eine Abordnung des Schiffes, gestellt durch den Ersten Offizier und die Hauptabschnittsleiter, abgepullt und fuhr zu den Klängen von Hells Bells - dem Auslauflied der Fregatte LÜBECK - an Bord eines Marinekutters noch ein letztes Mal an seiner Lucky LÜBECK vorbei. Begleitet durch seine Offiziere, verabschiedet sich Fregattenkapitän Schmitt von seiner LÜBECK und nimmt Kurs auf neue Aufgaben und Herausforderungen. 26

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Schiffsarzt oder SanMeister Immer dieses ärgerliche pieken oder warum Impfen sehr wichtig ist! Wie jeden Herbst/Winter steht auch dieses Jahr die jährliche Grippeschutzimpfung an. Aber warum sind Impfungen so wichtig? Eine Impfung ist die Gabe eines Impfstoffes mit dem Ziel, vor einer (übertragbaren) Krankheit zu schützen. Impfungen wurden als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten entwickelt. Derzeit stehen Impfungen gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten zur Verfügung. Damit wir als Soldaten jederzeit in Deutschland und auch in der Welt einsetzbar sind, gibt es spezielle Impfweisungen: Basisimpfungen Tetanus Diphtherie Polio Keuchhusten Mumps/Masern/Röteln FSME Grippe Hepatitis A Hepatitis B Einsatz/NRF Impfungen Zusätzlich: Typhus Meningokokken Gelbfieber ggf Tollwut 27

Das Ziel ist es uns vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Dies gilt auch für die Grippeschutzimpfung! Die saisonale Grippe hat ihren Höhepunkt jedes Jahr in den Monaten Januar und Februar. Um spezielle Personengruppen wie alte und kranke Menschen oder auch Personen (z.b. Soldaten) die immer einsatzfähig bleiben müssen bestmöglich zu schützen, beratschlagen sich jedes Jahr führende Wissenschaftler, welche Virenstämme in der kommenden Saison am wahrscheinlichsten auftreten. Dieses Jahr hat man noch während der Impfperiode einen weiteren wahrscheinlichen Virusstamm identifiziert und mit in die Impfung aufgenommen. Dies ist auch der Grund, warum die bisherige Impfung unterbrochen wurde und mit dem für 4 Virusstämme entwickelten Impfstoff fortgesetzt wird. Kameraden die bereits geimpft wurden müssen sich nicht nochmals impfen lassen, können dies aber auf Wunsch. 28

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