Software installieren, aktualisieren losrobos@users.sourceforge.net Linux-User haben in Dingen Software gegenüber Windows-User einen riesigen Vorteil die Softwareverwaltung, ein Windows- System mit Standart-Software wie etwa dem Internet-Explorer, dem Media-Player usw. ist noch ganz gut mit der Update-Verwaltung aktuell zu halten, auch Microsoft Office funktioniert noch ganz gut, wenn man dann jedoch beginnt weitere Software wie etwa Java, den Adobe Reader, Firefox und Thunderbird und weiß Gott noch was wird die ganze Geschichte schon etwas unübersichtlicher, einmal poppt hier ein Update-Fenster auf, einmal dort. Manche Programme bieten überhaupt keine Update-Verwaltung, aktualisierte Treiber muss man sich sowieso selbst zusammen suchen auch wenn es Tools gibt die dies gut oder weniger gut erledigen (es bedeutet nur noch mehr System-Last). Dieser ganze bunt zusammen gewürfelte Haufen verleitet manche User dazu die automatische Update-Suche komplett zu deaktivieren somit wird aus einem sowieso schon sicherheits-kritischen Betriebssystem das reinste gratis Freudenhaus für Hacker und Schadsoftware-Programmierer. Weiters muss man sich unter Windows wenn man Software im Internet sucht durch zahlreiche Webseiten klicken um vielleicht doch einmal die richtige zu finden, probiert man so einiges an Software (installieren, deinstallieren) so wird das System von Tag zu Tag noch langsamer (da immer Programm-Stücke zurück bleiben) usw. usf. Info: die Linux-Softwareverwaltung übernimmt nicht nur das Installieren und Deinstallieren (sodass das System wieder gleich wie vor der Installation da steht) sowie die Suche nach Software, das Aktualisieren vom System selbst, von selbst installierten Programmen, Treibern usw. Die Softwareverwaltung bedient sich dazu aus den Repositories (Software-Server im Internet) der jeweiligen Distribution. Ubuntu nutzt zur Verwaltung von Software das von Debian entwickelte Shellprogramm apt (advanced package tool) für das es mehrere grafische Oberflächen gibt etwa Synaptic oder das Software-Center Um noch eines vorweg zu nehmen Windows-EXE Dateien lassen sich nicht so einfach auf einem Linux-System installieren dazu benötigt man einen Emulator. Software-Quellen: Software suchen und installieren: Software zu suchen Deinstallieren von Software: Aktualisieren der Installierten Software: Selbst herunter geladene Pakete installieren: Softwareverwaltung auf dem Terminal: selbst herunter geladene Pakete auf dem Terminal installieren: Software die als Shellskript vorliegt installieren: Software kompilieren:
Software-Quellen: Repositories werden auch als Software-Quellen bezeichnet unter einigen Systemen wie etwa Debian muss man einige Quellen erst hinzufügen um auch an Multimedia-Software wie etwa den Flashplayer zu kommen (unter Ubuntu bereits geschehen), auch gibt es weitere Gründe weitere Repositories hinzu zu fügen, etwa um an aktuellere Software oder an Software die in den originalen Repositories nicht verfügbar ist zu kommen. Um weitere Software-Quellen hinzu zu fügen öffnet man unter Ubuntu/Debian das Programm Software-Quellen aus dem Menü System Systemverwaltung. Falls nicht schon geschehen sollte man gleich im ersten Reiter Software von Debian / Software von Ubuntu folgende Quellen aktivieren: main, contrib und non-free Quelltext ist vor allem für Entwickler gedacht, unter Software von Dritt-Anbietern sollten bei Debian folgende Quellen aktiviert sein: us.debian.org, debian-multimedia.org, ftp.debian.org volatile sollte unter Debian 6 deaktiviert sein sind diese Repositories nicht aktiviert oder nicht vorhanden fügen Sie diese per Klick auf den Schalter Hinzufügen hinzu, kopieren Sie dazu einfach folgende Zeilen: Adresse: http://http.us.debian.org/debian/ Distribution: squeeze Komponenten: contrib non-free main Typ: binär Adresse: http://www.debian-multimedia.org Distribution: squueze Komponenten: main non-free Typ: binär Adresse: http://ftp.debian.org/debian Distribution: sqeeze-updates Komponenten: main Typ: binär klicken Sie dann auf die Schaltfläche Schließen - nun erscheint ein neues Fenster das Sie zum Neu Laden auffordert, klicken Sie darauf so werden die Quellen des Betriebssystems mit denen Der Repositorie-Server abgeglichen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit direkt die Datei sources.list - diese benutzt Apt zur Verwaltung der Repositories zu bearbeiten, öffnen Sie dazu ein Terminal werden Sie zu Root: su + Enter-Taste + Administratorpasswort
nano /etc/apt/sources.list was dann so aussehen sollte: deb cdrom:[debian GNU/Linux 6.0.0 _Squeeze_ - c't Squeeze Multi-architecture i386/amd64 DVD #1 20110208-21:07]/ squeeze contrib main non-free # Line commented out by installer because it failed to verify: # deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main # Line commented out by installer because it failed to verify: # deb-src http://security.debian.org/ squeeze/updates main # Line commented out by installer because it failed to verify: # deb ://volatile.debian.org squeeze-updates main # Line commented out by installer because it failed to verify: # deb-src ://volatile.debian.org squeeze-updates main deb http://http.us.debian.org/debian/ squeeze contrib non-free main deb cdrom:[debian GNU/Linux 6.0.0 _Squeeze_ - c't Squeeze Multi-architecture i386/amd64 DVD #1 20110208-21:07]/ squeeze contrib main non-free deb http://www.debian-multimedia.org squeeze main non-free deb http://mirror.isoc.org.il/pub/debian/ squeeze main contrib non-free deb http://mirror.isoc.org.il/pub/debian/ squeeze-proposed-updates main contrib non-free deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free deb http://ftp.debian.org/debian sqeeze-updates main unter Ubuntu: mit dem Befehl: sudo nano /etc/apt/sources.list nun können Sie die Text-Datei wie mit einem normalen Text-Editor bearbeiten, Einträge die mit einer # beginnen ignoriert der Paketmanager zum Speichern der Datei geben Sie dann die Tastenkombination: Strg + O ein, und zum Schließen: Strg + X anschließend werden im gleichen Terminal mit dem Befehl: apt-get update die Quellen abgeglichen, unter Ubuntu mit dem Befehl: sudo apt-get update Software suchen und installieren: Unter Ubuntu/Debian gibt es Ubuntu mehrere grafische Oberflächen für die Paketverwaltung apt, zwei davon sind das Software-Center und Synaptic, das Software-Center muss nicht wirklich erklärt werden bietet aber sehr wenig Funktionen darum werde ich mich hier auf Synaptic beschränken. Synaptic ist ebenso wie das Software-Center im Menü System Systemverwaltung zu finden, um Synaptic starten zu können müssen Sie im Abfrage-Fenster dann das Administratorpasswort eingeben (unter Ubuntu das Benutzerkennwort ). Im linken oberen Fenster finden Sie verschiedene Software- Kategorien, darunter eine erweiterte Filter-Auswahl, im größten Fenster finden Sie die einzelnen Pakete mit einer Kurzbeschreibung darunter die genaue Beschreibung des darüber ausgewählten Paketes. Vor jedem Paket finden Sie ein kleines Kästchen das den Zustand des jeweiligen Paketes anzeigt eine Erklärung dazu finden Sie in der Menüleiste - Hilfe Symbolerklärung, schnell gesagt ein leeres Kästchen zeigt nicht installierte Pakete, ein grünes Kästchen dass das Paket installiert ist, ein
grünes Kästchen dass das installierte Paket aktualisiert werden kann. Möchten Sie nun neue Software installieren sollten Sie zuerst auf die Schaltfläche Neu Laden klicken somit werden die Paket-Quellen des Systems mit denen der Repositories abgeglichen. Warten Sie bis der Vorgang abgeschlossen ist eventuelle Fehlermeldungen können Sie hier ignorieren. Um nun Software zu suchen, hierzu können Sie entweder wenn Sie wissen wie das Paket heißt dessen Namen eingeben, einen Begriff was das Programm können soll, oder mit welcher Art von Dateien das Programm umgehen können soll benutzen, klicken Sie dazu auf das Symbol mit der Lupe somit erscheint dann das Fenster in dem Sie den Begriff eingeben können nach einem Klick auf Suchen wird die Ergebnis-Liste im großen Fenster angezeigt. Um nun ein Paket zu installieren klickt man in das kleine Kästchen vor dem Paket, nun erscheint ein Auswahlmenü das je nach Zustand des Paketes die passenden Optionen anzeigt. Klicken Sie auf Zum Installieren vormerken - nun kann es sein das diese Paket einige andere Pakete benötigt um zu funktionieren (Abhängigkeiten) dies wird im darauf folgenden Fenster angezeigt. Klicken Sie auf Vormerken so wir dieses Fenster geschlossen und die zur Installation vorgemerkten Pakete werden mir einem geschwungenen Pfeil im Kästchen markiert zur Installation vorgemerkt
Sie können nun weitere Pakete suchen und zur Installation vormerken oder die bereits gewählten Pakete installieren. Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche Anwenden Nun öffnet sich das Hinweis-Fenster welche Änderungen am System vorgenommen werden, es Zeigt die ausgewählten Pakete, die Größe des Downloads, sowie den Festplattenplatz den die Installierten Pakete benötigen. Wollen Sie nun installieren klicken Sie auf die Schaltfläche Anwenden, im folgenden Fenster wird ein Fortschritts-Anzeige des Downloads angezeigt ist dieser Abgeschlossen öffnet sich das Installations-Fenster hier klicken Sie in die Checkbox nach Beendigung des Vorganges schließen. Deinstallieren von Software: Suchen Sie wie oben beschrieben die Software und klicken Sie in das Kästchen zum Entfernen vormerken löscht die Software vom System lässt aber Konfigurations-Dateien bestehen, der Eintrag zum vollständigen Entfernen vormerken löscht ebenfalls die Konfigurations-Dateien es bleibt nichts mehr zurück nach einem Klick auf Anwenden wird wieder Angezeigt was nach einem Klick auf Anwenden am System verändert wird, nach dem Klick auf Anwenden wird die ausgewählte Software gelöscht. Aktualisieren der Installierten Software:
die Einstellungen zur Software-Aktualisierung finden Sie im Programm Aktualisierungsverwaltung im Menü System Systemverwaltung. Sie brauchen sich wie gesagt unter Linux keine große Mühe geben Aktualisierungen für die Software zu suchen, das gesamte System, die Treiber, die selbst über den Paketmanager installierte Software, selbst die Spiele die Sie installiert haben werden über die Aktualisierungs-Verwaltung aktualisiert. Öffnen Sie die Einstellungen (Pfeil) öffnet sich das Programm Software-Quellen, klicken Sie hier auf den Reiter Aktualisierungen und aktivieren Sie wenn nicht schon geschehen die Einträge Ebenfalls sollten Sie die Checkbox vor Auf Aktualisierungen prüfen aktivieren, unter Debian reicht die Einstellung alle zwei Wochen, unter Ubuntu sollte mindestens einmal Wöchentlich automatisch geprüft werden, ebenso können Sie die Aktualisierungs-Verwaltung per Checkbox so einstellen das Sie nicht nur eine Meldung über vorliegende Aktualisierungen bekommen sondern das diese auch automatisch installiert werden. Sind Aktualisierungen für Ihr System vorhanden werden Sie darauf aufmerksam gemacht, ein Klick darauf und die Aktualisierungen werden angezeigt und nach einem Klick auf Install Updates werden diese herunter geladen und installiert. Selbst herunter geladene Pakete installieren: haben Sie selbst per Hand von einer Webseite Software-Pakete herunter geladen können Sie diese Pakete entweder per Mausklick oder per Terminal installieren, am einfachsten ist es wenn Sie mittels der Paketverwaltung das Paket gdebi installieren (Ubuntu/Debian), unter Ubuntu öffnet sich ansonsten per Doppelklick das Software-Center und dieses braucht längere Zeit um zu starten, unter Debian öffnet sich wenn gdebi nicht installiert ist nur das Archivprogramm, ist gdebi installiert klicken Sie unter Ubuntu das.deb -Paket mit der rechten Maustaste an und wählen den Reiter Öffnen mit und aktivieren die Checkbox gdebi, ist gdebi unter Debian installiert öffnet sich dieses automatisch per Doppelklick auf das Installations-Paket. Nachdem gdebi gestartet ist zeigt es Informationen zu dem Paket an sowie wenn benötigt weitere Pakete die das zu installierende Paket zum Funktionieren benötigt ( Details ), klicken Sie auf Installieren wird das gewählte Paket sowie die weiteren benötigten Pakete installiert.
Info: Achten Sie beim herunter laden von Paketen auf die passende Architektur (32Bit/64Bit) und die Distribution, Ubuntu-Pakete funktionieren zwar etwa bestens unter Mint jedoch zumeist nicht unter Debian, ebenfalls sollten Sie darauf achten nicht versehentlicher Weise ein.rpm -Paket herunter zu laden, es besteht zwar die Möglichkeit ein.rpm-paket mittels des Programmes Alien in ein.deb-paket zu konvertieren jedoch fallen einem dann zumeist die Abhängigkeiten auf den Kopf. Softwareverwaltung auf dem Terminal: auch auf dem Terminal ist das Verwalten der Software bestens möglich, hier stehen noch viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung als auf der grafischen Oberfläche, ebenfalls funktioniert es schneller. Alle Befehle funktionieren nur als Administrator, unter Ubuntu einfach dem Befehl sudo voranstellen und unter Debian meldet man sich zuerst als Administrator mit dem Befehl su an alle weiteren Befehle funktionieren unter Debian dann ohne weitere Angabe. Update der Repositories: apt-get update suche von Software mittels eines Begriffes: apt-cache search Begriff Installation eines Paketes: apt-get install Paketname Deinstallation eines Paketes: apt-get remove Paketname löschen von nicht mehr benötigten Abhängigkeiten: apt-get autoremove Update des Systems: apt-get upgrade Update des Systems auf eine neuere Distributions-Version: apt-get dist-upgrade fehlende Abhängigkeiten nach installieren: apt-get install -f ein Paket deinstallieren aber dessen Konfigurations-Dateien installiert lassen: apt-get remove --purge Paketname ein Paket und dessen Abghängigkeiten nur herunter laden nicht installieren: apt-get --download-only Paketname Installation eines Paketes und dessen Abhängigkeiten nur simulieren: apt-get install --dry-run Paketname leeren des Paket-Zwischenspeichers (alle heruntergeladenen und installierten Pakete werden im Verzeichnis /var/cache/apt/archives/ gespeichert (zur Neuinstallation usw.)): apt-get clean leeren des Paket-Zwischenspeichers nur veraltete Pakete: apt-get autoclean Bei Installations-Abbruch reparieren der Pakete: apt-get install -f bei Fehlermeldungen mit dem Inhalt Header (kommt nur bei Ubuntu vor): sudo rm /var/lib/apt/lists/* -vf && apt-get update selbst herunter geladene Pakete auf dem Terminal installieren: ein einzellnes heruntergeladenenes Paket installieren: dpkg -i Paketname ein einzellnes Paket deinstallieren: dpkg -r Paketname
ein Paket neu konfigurieren: dpkg -reconfigure Paketname Software die als Shellskript vorliegt installieren: Manche Programme die man von Webseiten herunter lädt liegen als Shellskript vor, die meisten beinhalten die Datei-Endung.sh, solche Programme sind sehr einfach zu installieren, klicken Sie die Datei zuerst mit der rechten Maustaste an und wählen Eigenschaften Zugriffsrechte und klicken die Checkbox als Programm ausführen an. Öffnen Sie nun ein Terminal und installieren das Programm mit dem Befehl: sh Dateiname als Administrator oder als Benutzer Software kompilieren: etwas schwieriger verläuft die Installation von Programmen die nicht als.deb-paket oder als Shellskript vorliegen, jedoch auch das ist zu schaffen Info: Beim Kompilieren von Software wird der von einem Programmierer geschriebene Quellcode in Maschinensprache übersetzt. Der Quelltext ist dabei stets derselbe, egal, ob Sie das Programm dann auf einem OpenSuse-, Debian- oder Fedora-System einsetzen möchten. Das ist zwar etwas aufwendiger, als per Mausklick ein vorkompiliertes Paket zu installieren, doch selbst kompilierte Software ist für Ihr System optimiert. Vorausetzungen: folgende Pakete sollten auf dem System per Paketmanager installiert sein: gcc, make und binutils Außerdem brauchen Sie häufig noch eine Reihe weiterer Pakete, etwa Bibliotheken. Welche das sind, hängt von der zu kompilierenden Software ab, für ein KDE-Programm brauchen Sie unter Umständen beispielsweise die KDE- Entwicklerpakete. Solche Pakete sind meist Systembibliotheken mit einem dev oder devel im Namen. Sie finden es heraus welche Abhängigkeiten benötigt werden in den readme und install -Dateien im heruntergeladenen Quellcode-Archiv installieren Sie diese einfach per Paketverwaltung. Quellcode herunterladen und entpacken: entpacken Sie das Archiv einfach per Rechtsklick Hier entpacken oder mit dem passenden Konsolen-Befehl: tar.gz : tar -xzvf Dateiname.tar.gz tar.bz2 : tar -xjvf Dateiname.tar.bz2 Wie die Installation nun genau abläuft liest man in den readme und install -Dateien nach, in den vielen Fällen reicht jedoch der Dreisatz:./configure make und als Administrator: make install ein kleiner Workshop: Schritt 1: Das Prinzip der Installations-Dreisatz Um ein Programm aus dem Quellcode zu installieren, reichen in der Regel in einem Terminal Fenster die drei Befehle./confi gure, make und make install eingegeben im Verzeichnis, das den Quelltext enthält. Der./configure -Befehl bietet meist vielfältige Optionen, der Befehl./configure --help zeigt diese im Einzelnen an. Studieren Sie die Optionen sehr genau: Oft müssen
Sie beim Kompilieren zusätzliche Angaben zu Ihrem System machen, ohne die das Programm nicht arbeiten kann. Auch sollten Sie selbst kompilierte Software immer unterhalb des Verzeichnisses /usr/local installieren, um sie später einfacher wieder finden zu können. Meist geht das mit dem zusätzlichen Parameter --prefix. Der Befehl :./configure prefix=/usr/local stellt beispielsweise sicher, dass die Software später dort installiert wird. Beiliegende Readme- und Install-Dateien verraten mehr über die Besonderheiten bei der Software-Installation. Schritt 2: Los geht s mit configure Wechseln Sie in einem Terminal-Fenster in das Verzeichnis des Quellcodes, und tippen Sie./configure ein. Ein Script mit dem Namen configure überprüft dann zunächst Ihr System und sammelt die dabei gewonnenen Infos etwa über Ihren Prozessor in einer Datei Makefile. Es prüft auch, ob alle notwendigen Entwicklerpakete, die meistens ein devel oder dev im Namen tragen, vorhanden sind. Ansonsten teilt das Script Ihnen mit, welche Pakete fehlen. Läuft configure ohne Fehler durch, ist der wichtigste Schritt schon getan. Achtung: Jedes Programm bringt sein eigenes configure-script mit, das auf die jeweilige Anwendung abgestimmt ist. Starten Sie es deshalb unbedingt aus dem Verzeichnis heraus, in dem der Quellcode des Programms liegt. Schritt 3: Kompilieren mit make Anschließend rufen Sie make auf. Dieser Befehl steuert mit Hilfe des von configure erstellten Makefile den Kompiliervorgang. Das eigentliche Kompilieren des Programms kann je nach Rechnergeschwindigkeit und Quellcode-Umfang einige Minuten bis mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Sie können die Arbeit des Compilers auf Ihrem Bildschirm beobachten. Die kompilierten Dateien landen dann zunächst im Verzeichnis, in dem der Quellcode liegt. In seltenen Fällen bricht dieser Vorgang ab, etwa wenn das configure-script die eine oder andere fehlende Bibliothek nicht berücksichtigt hat und der Compiler diese nicht findet. Schritt 4: Installation mit make install Hat der Compiler seine Arbeit abgeschlossen, geben Sie als root den Befehl make install ein. Damit installieren und konfigurieren Sie das neue Programm. make install liest den Installationsteil des Makefile aus und legt die frisch kompilierten Dateien an den richtigen Stellen in Ihrem System ab. Programme landen meist im Verzeichnis /usr/bin, Bibliotheksdateien in /usr/lib und Konfigurationsdateien in /etc. Oft installiert das Programm Hilfedateien (Manpages); mit man Programmname erhalten Sie dann weitere Infos zu Ihrem neuen Tool. Um das frisch installierte Programm zu starten, tippen Sie in einem Terminal-Fenster die Befehlszeile Programmname. Probleme beim Kompilieren Die meisten Probleme bereiten tatsächlich oder scheinbar fehlende devel -Pakete. 1. Fall: configure bemängelt ein fehlendes Paket, Sie wissen aber, dass das Paket schon vorhanden ist. Das Script vermutet dann das Paket an einer anderen Stelle im System und findet es nicht. Ein Beispiel: Wenn Sie etwa von configure die Fehlermeldung gtk-config not found erhalten, so kann das daran liegen, dass unter Suse Linux die Datei im Ordner /opt/gnome/bin liegt und nicht im Verzeichnis /usr/bin. Generell hilft der Aufruf von./configure --help. Damit sehen Sie alle Parameter, die Sie configure selbst mitgeben können. Unter Optional Packages sehen Sie nun beispielsweise den Parameter --with-gtkprefix=pfx, den Sie configure dann mit folgender Befehlszeile mit auf den Weg geben können:./configure --with-gtk-prefix=/opt /gnome/bin Jetzt weiß configure, wo sich die gesuchte Datei befindet. Sie können mit dem Befehl make fortfahren. 2. Fall: configure beendet die Suche nach den benötigten Paketen erfolgreich, der Kompiliervorgang bricht aber während der Ausführung von make mit der Fehlermeldung error: file not found ab. Der Grund: Der Programmierer des configure-scripts hat vergessen, das Vorhandensein des einen oder anderen Pakets überprüfen zu lassen. Sie müssen dann das entsprechende Paket installieren. Eine Liste der benötigten Pakete finden Sie üblicherweise in den Readme- beziehungsweise Install-Dateien des Pakets. Haben Sie die Pakete mit dem Installations-Tool Ihrer Distribution nachgerüstet, geben Sie erneut den Befehl make ein, um den
Kompiliervorgang fortzusetzen. Taucht erneut ein Fehler auf, tippen Sie make distclean ein und starten erneut mit dem configure -Schritt. Die Hilfe Checkinstall : Wenn Sie Software selbst kompilieren, können Sie diese nicht mit apt deinstallieren. Nur selten legen die Programmierer eine De-Installations-Routine bei, hier hilft Ihnen checkinstall weiter (installieren Sie dieses Programm einfach über die Paketverwaltung), anstatt im dritten Schritt wie gewohnt mit make install zu installieren, verwenden Sie den Befehl checkinstall. Dieser erzeugt eine.deb -Datei, die Sie mit dpkg -i Paketname.deb installieren. Bei Bedarf können Sie das Paket dann mit dpkg -r Paketname wieder de-installieren. dieses Dokument liegt unter der Lizenz: GNU FDL http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html, losrobos 2011