PARADIGM SPINE Dynamic Cervical Implant Dynamische Zervikale Stabilisierung
2 DCI
WIEDERKEHRENDER NACKENSCHMERZ ALS FOLGE DER ANSCHLUSSSEGMENT- DEGENERATION Der Goldstandard der Behandlung degenerativer zervikaler Bandscheibenerkrankungen ist die Dekompression mit anschließender Fusion. Obwohl die klinischen Ergebnisse der Fusion gut sind, geht diese Form der Stabilisierung mit hinlänglich bekannten Komplikationen einher. Dazu zählen Pseudarthrosen, das Einsinken von Cages in den Wirbelkörper, der Verlust der sagittalen Balance sowie die symptomatische Degeneration der Anschlusssegmente. 1 Da die Anschlusssegmente nach einer Fusion den Verlust der Beweglichkeit im behandelten Segment kompensieren müssen, führen veränderte Bewegungsmuster im behandelten Segment zu abnormalen Lastübertragungen und dadurch zu erhöhten intradiskalen Drücken, einer erhöhten Beanspruchung der Facettengelenke und zu einem unnatürlichen Bewegungsumfang in den Anschlusssegmenten. 2 Radiologische Studien berichten in bis zu 92 % aller Fälle von einer Degeneration der Anschlusssegmente nach Fusion und bestätigen die Erkenntnisse vieler biomechanischen Studien. 3 Matsumoto et al. beobachteten bei Patienten mit einer Fusion eine signifikant höhere Inzidenz für eine progrediente Degeneration der Anschlusssegmente. Auch wenn die Anschlusssegmentdegeneration nicht immer symp- tomatisch sein muss, zeigt diese Studie, dass klinische Symptome wie Nackenschmerz, Kopfschmerz oder eine steife Schulter, signifikant häufiger bei Patienten mit degenerativen radiologischen Veränderungen auftreten. 4 Mehrere prospektive, randomisiert-kontrollierte Studien vergleichen die Fusion mit bewegungserhaltenden Implantaten und stellen signifikant niedrigere Reoperationsraten mit bewegungserhaltenden Verfahren fest. Delamarter et al. sahen bei Patienten mit einer Fusion 5 Jahre postoperativ eine fünffache Reoperationsrate (14,5 %) verglichen mit einem dynamischen Implantat (2,9 %). 5 Die Bandscheibenprothetik stellt eine vielversprechende Alternative zur Fusion dar, jedoch sind die Indikationen für ihren Einsatz eingeschränkt und es kommt nur eine begrenzte Anzahl an Patienten als mögliche Kandidaten für eine Bandscheibenprothese in Frage. 6 Das DCI Implantat schließt die Lücke zwischen der Fusion und der Bandscheibenprothetik. Nachteile der Fusion werden minimiert und die Vorteile des Bewegungserhalts einer größeren Population zugänglich gemacht. DCI Die Kombination von Goldstandard und Bewegungserhalt. 1 Phillips FM, Carlson G, Emery SE, et al. Spine 1997; 22:1585-1589. 2 Dmitriev AE, Cunningham BW, Hu N, et al. Spine 25; 3:1165 1172. 3 Goffin J, van LJ, Van CF, et al. J Spinal Disord 1995; 8:5-58. 4 Matsumoto M, Okada E, Ichihara D, et al. Spine 21; 35:36-43. 5 Delamarter RB, and Zigler JE. Spine 213; 38:711-717. 6 Auerbach JD, Jones KI, Fras CI et al. Spine J 28; 8.5:711-716. DCI 3
DIE KOMBINATION VON GOLDSTANDARD UND BEWEGUNGSERHALT = Alle Vorzüge der Fusion + Schutz der Anschlusssegmente Stabilisierung des pathologischen Segments Dämpfung und Schockabsorption im behandelten Segment Schutz der nervalen Strukturen Erhalt der segmentalen Höhe und der sagittalen Balance Erhalt der physiologischen Kinematik in den Anschlusssegmenten Kontrollierte Bewegung in axialer Rotation und Seitneigung zum Schutz der Facettengelenke Einteiliges Implantat: verschleißarm ermüdungsarm Einfache und sichere Anwendung Das dynamische zervikale Implantat (DCI ) wurde entwickelt, um die Vorteile der Fusion, nämlich die effiziente Stabilisierung eines symptomatischen Segments, mit der Philosophie des Bewegungserhalts zu verbinden. Dies ermöglicht dem Chirurgen, ein wesentliches Behandlungsziel zu erreichen: den Schutz der Anschlusssegmente. Das DCI Implantat wurde in einer U-Form konzipiert, um sich der anatomischen Form des Bandscheibenfachs anzupassen. Es stabilisiert die Halswirbelsäule, während es zugleich die Bewegung in Flexion-Extension, der wesentlichen Bewegungsrichtung in der unteren Halswirbelsäule, kontrolliert. Das Implantat absorbiert axiale Kräfte, was im Vergleich zu den meisten Bandscheibenprothesen einen zentralen Vorteil darstellt. Der Schutz der Facettengelenke wird durch die Stabilisierung in axialer Rotation, Seitneigung und Translation erreicht, wodurch ein größeres Indikationsspektrum für die Behandlung mit DCI in Frage kommt. Deshalb stellen z.b. auch degenerative Veränderungen im Bewegungssegment, welche die Facettengelenke einschließen, eine Indikation für das DCI dar, wohingegen die meisten Bandscheibenprothesen kontraindiziert sind. Dr. Guy Matgé Nationales Institut für Neurochirurgie, Centre Hospitalier de Luxembourg, Erfinder des DCI Implantats. DCI 5
DAS DCI -DESIGN Über 9 Jahre klinische Erfahrung und mehr als 9. Implantationen belegen den Erfolg des DCI Implantats. Das DCI Implantat stabilisiert die Halswirbelsäule nach einer direkten chirurgischen Dekompression bei zervikalen Bandscheibenvorfällen, zervikaler Bandscheibendegeneration und zervikaler Spinalkanalstenose. Intelligentes Implantat-Design Einzigartiges DCI -Design für maximale Auflagefläche und tiefe Insertion Ausgezeichnete Dauerfestigkeit und Belastbarkeit Einteiliges Implantatdesign: verschleiß- und ermüdungsarm Anatomisches Design und anteriore Zahnung erhalten die Integrität der Endplatten Rückstellkraft gegen Kyphose durch Federspannung Intervertebrale Stabilisierung mit Bewegungserhalt Komprimierbar in Flexion, erlaubt Extension Stoßdämpfung axialer Kräfte Entlastet und schützt die Facettengelenke Große Auflagefläche zur optimierten Lastverteilung Einfach und elegant 12 anatomische Größen Farbliche Kennzeichnung der Implantate und Instrumente Titan-Legierung: biokompatibel und sichtbar unter Röntgen Einfache und präzise Anwendung Doppelt-funktionelles Design Intervertebrale Stabilisierung Der rigide U-Anteil erhält dauerhaft die foraminale Höhe und entlastet die Facettengelenke Erhöhte Rotationsstabilität zum Schutz der Facettengelenke Erhalt der sagittalen Balance Bewegungserhalt Komprimierbar in Flexion Axiale Stoßdämpfung Erhalt der physiologischen Kinematik im Index- und in den Anschlusssegmenten 6 DCI
Indikation Das DCI Implantat ist zur ventralen intervertebralen Implantation im Bereich der Halswirbelsäule auf ein bis drei Ebenen von C3 bis C7 indiziert. Die Segmentbewegung wird in Fällen von zervikalen Bandscheibenvorfällen, zervikaler Bandscheibendegeneration und zervikalen Spinalkanalstenosen (zentral oder foraminal) mit oder ohne Myelo-/Radikulopathie bei Patienten mit oder ohne Nackenschmerzen wirksam kontrolliert. DCI Klinisch und wissenschaftlich validiertes Konzept Konzept und Nutzen des DCI Implantats haben sich im klinischen Einsatz seit mehr als 9 Jahren bewährt. Die Leistungsfähigkeit des Implantats wird durch modernste radiologische und biomechanische Untersuchungen belegt. Die folgenden Seiten stellen die wichtigsten Studien vor. Weitere Informationen finden Sie auf www.paradigmspine.com DCI 7
KLINISCHE DATEN Paradigm Spine initiierte 27 eine prospektive, multizentrische Studie, um die klinische Wirksamkeit und Sicherheit des DCI Implantats nachzuweisen (Matgé G, Eif M, Herdmann J et al. BritSpine 212). Alle Patienten wurden nach 3, 6, 12 und 24 Monaten nachuntersucht. Demografische Daten Patienten Anzahl der Patienten 247 Follow-up Rate nach 24 m 78,1 % (n=193) Demografie Weiblich 139 Männlich 18 Durchschnittsalter (Intervall) 49 Jahre (25 82) Indikationen (Mehrfachnennungen möglich) Zervikale Bandscheibenvorfälle 25 (83, %) Zervikale Bandscheibendegeneration 1 (4,5 %) Zervikale Spinalkanalstenose 92 (37,2 %) Behandelte Segmente Fälle Monosegmental 215 Bisegmental 3 Trisegmental 2 Behandelte Segmente 281 C3 C4 13 (5 %) C4 C5 35 (12 %) C5 C6 124 (44 %) C6 C7 19 (39 %) Perioperative Ergebnisse (Durchschnitt) Operationsdauer 75,6 min Geschätzter Blutverlust 34,8 ml Klinische Ergebnisse 6 4 1 % 2 86 % 6 6 4 % 4 4 2 % 2 2 % Neck Disability Index (NDI) 62, % Der NDI zeigt eine erhebliche Verbesserung, die über den gesamten Nachuntersuchungszeitraum erhalten werden konnte. % 1 Prä-Op 3 M 16 M 12 M 24 M 8 6 1 4 1 8 2 8 6 6 4 4 2 2 1 8 6 1 4 1 8 2 68 46 24 2 8 DCI Visual Analog Scale (VAS) Nackenschmerz 62,8 % Prä-Op 3 M 16 M 12 M 24 M Visual Analog Scale (VAS) Armschmerz 71,6 % Prä-Op 3 M 16 M 12 M 24 M Die VAS Nackenschmerz zeigt eine erhebliche Verbesserung, die über den gesamten Nachuntersuchungszeitraum erhalten werden konnte. Die VAS Armschmerz zeigt eine erhebliche Verbesserung, die über den gesamten Nachuntersuchungszeitraum erhalten werden konnte. Betroffener Arm (max) Nicht betroffener Arm (min)
6 4 2 Patientenzufriedenheit 1 1 % 95 % 95 9 % 9 85 % 85 8 % 8 Zufriedenheit nach 24 Monaten (%) 91,7 % 9 85 8 1 1 % 95 % 95 9 % 9 85 % 85 8 % 8 Weiterempfehlung des Eingriffs nach 24 Monaten 96,7 % 24 Monate nach der Operation waren mehr als 91 % der Patienten mit der Behandlung zufrieden. Mehr als 96% der Patienten würden die Behandlung einem Freund mit gleicher Erkrankung weiterempfehlen. 1 95 Sicherheit 9 Implantatbezogene 85 unerwünschte Ereignisse 8 Die Inzidenz implantatbezogener unerwünschter Ereignisse war gering. Drei von 247 Patienten (1,2 %) mussten sich einer Revision im behandelten Segment unterziehen und wurden innerhalb der ersten 6 Monate reoperiert. In zwei Fällen kam es zu einer anterioren Migration, die durch Entfernen des Implantats mit anschließender Fusion (n =1) bzw. durch das Einsetzen eines höheren DCI Implantats (n =1) revidiert wurden. In einem Fall wurde das Implantat aufgrund anhaltender Schmerzen (Zervikobrachialgie) entfernt und das betroffene Segment fusioniert. Es wurden keine posterioren Migrationen, Implantatdeformationen oder Implantatbrüche beobachtet. Reoperationen (außerhalb des behandelten Segments) Insgesamt drei Patienten (1,2 %) unterzogen sich im Verlauf einer weiteren Operation in einem anderen zervikalen oder zerviko-thorakalen Segment. In zwei Fällen erfolgte eine Stabilisierung im an das Anschlusssegment angrenzende Segment: ein Patient wurde 16 Monate postoperativ fusioniert, ein weiterer erhielt 12 Monate postoperativ ein weiteres DCI Implantat. Ein anderer Patient wurde 4 Tage nach initialer Versorgung des Segments C3-C4 mittels DCI mit einem zweiten DCI Implantat im zerviko-thorakalen Übergang behandelt. Reoperationen (außerhalb des behandelten Segments) Reoperationen in den Anschlusssegmenten (, %) Implantatbezogene unerwünschte Ereignisse Implantatbrüche (, %) Reoperationen in anderen zervikalen oder zerviko-thorakalen Segmenten 3 (1,2 %) Implantatdeformationen (, %) Anteriore Migrationen 2 (,8 %) Posteriore Migrationen (, %) Details zu den Reoperationen Initiale Operation Reoperation Zeitpunkt DCI, C3 C4 DCI, C7 Th1 4 d DCI, C5 C6 Fusion, C3 C4 12 m DCI, C6 C7 DCI, C4 C5 16 m Zusammenfassung: Das DCI Implantat ist eine klinisch wirksame und sichere Option zur Behandlung von Nacken- und Armschmerz bei zervikalen Bandscheibenvorfällen, zervikaler Bandscheibendegeneration oder zervikaler Spinalkanalstenose. DCI 9
Radiologische Daten Eine radiolgische in-vivo Analyse des DCI Implantats wurde anhand digitalisierter Röntgenbilder mittels funktioneller Röntgenbildanalyse (Functional X-Ray Analysis - FXA, Aces GmbH) durchgeführt. Die Datenbasis bildeten 57 konsekutiv behandelte Patienten eines Zentrums (Klinik Wirbelsäule & Schmerz, St. Vinzenz-Krankenhaus, Düsseldorf, Germany; Herdmann, et al. Eur Spine J 212; 21:2329). Alle Patienten wurden monosegmental mit einem DCI Implantat versorgt. Das FXA Verfahren wurde verwendet, um den Bewegungsumfang, das Drehzentrum und die Bandscheibenhöhe des behandelten Segments sowie beider Anschlusssegmente zu ermitteln (kranial und kaudal). Analyse des segmentalen Bewegungsumfangs Flexion-Extension 2, 17,5 15, 12,5 1, 7,4 7,5 5,6 4,4 5, 3,3 2,5, Prä-Op 3 M 12 M 24 M Behandeltes Segment (Prä-Op/ Post-Op) Kaudales Anschlusssegment Kraniales Anschlusssegment Das DCI Implantat hat einen signifikant (*) stabilisierenden Effekt auf das behandelte Segment. Der Bewegungsumfang in den Anschlusssegmenten blieb über alle Nachuntersuchungszeitpunkte hinweg im Wesentlichen unverändert. Analyse der Bandscheibenhöhe Die Bandscheibenhöhe im behandelten Segment und in den Anschlusssegmenten wurde zentral im Intervertebralraum gemessen. 125 % 1 % 75 % 1 Kraniales Anschlusssegment 5 % 2 2 % 175 % 15 % 125 % 1 % 75 % 5 % 3 125 % 1 % 75 % 5 % Prä-Op 3 M 12 M 24 M Behandeltes Segment Prä-Op 3 M 12 M 24 M Kaudales Anschlusssegment Prä-Op 3 M 12 M 24 M Prä-Operative Bandscheibenhöhe = 1 % 1 2 3 Die Bandscheibenhöhe im behandelten Segment wurde wiederhergestellt und konnte über den gesamten Nachuntersuchungszeitraum erhalten werden. Die Bandscheibenhöhe in den Anschlusssegmenten blieb über alle Nachuntersuchungszeitpunkte hinweg im Wesentlichen unverändert. 1 DCI
Analyse des Drehzentrums Die medianen Positionen des mittleren Drehzentrums (Center of Rotation COR) aller Patienten wurden berechnet, um die Drehzentren zu den verschiedenen Nachuntersuchungszeitpunkten von präoperativ bis 24 Monate miteinander vergleichen zu können. COR (Prä-Op) COR (Post-Op 3 M) COR (Post-Op 12 M) COR (Post-Op 24 M) 1 % 75 % 5 % 25 % 5 % 25 % % % -25 % -5 % 1 % -75 % -1 % 5 % 25 % % -25 % -5 % -75 % 5 % -1 % 25 % % 1 % 75 % 5 % 25 % % -25 % -5 % Kraniales Anschlusssegment Behandeltes Segment Kaudales Anschlusssegment -75 % -1 % Das Drehzentrum des behandelten Segments verschob sich geringfügig nach kranial hin in Richtung Endplatte. Das Drehzentrum beider Anschlusssegmente blieb unverändert. Zusammenfassung: Das DCI Implantat stabilisiert das behandelte Segment und erlaubt zugleich kontrollierte Bewegung. Die physiologische Kinematik in den Anschlusssegmenten wurde erhalten. Bewegungsanalyse und Quantifizierung von Funktionsaufnahmen Functional X-Ray Analysis (FXA ) ist eine automatisierte Softwaremethode zur präzisen Analyse von Bewegungsmustern und zur Bestimmung verschiedener qualitativer und quantitativer Parameter. Diese Technologie verbindet modernste Verfahren der digitalen Bildbearbeitung, der Objekterkennung und Ausrichtung zur Ermittlung der Relativbewegungen. Mit Hilfe der Vektor- und Matrix-Rechnung werden Relativbewegungen zwischen zwei oder mehreren Bewegungszuständen erkannt und quantifiziert. Mit einer Standardabweichung von,4 +/-,13 stellt die FXA im Vergleich zu manuellen Methoden mit,17 +/- 2, für die Berechnung des Bewegungsumfangs die genauste Methode in der klinischen Forschung und Praxis dar. 1 1 Schulze, M et al. J Biomech 211; 44.9:174-1746. Evaluation eines chirurgischen Eingriffs auf Basis von Funktionsaufnahmen zur Darstellung zweier Bewegungszustände DCI 11
Biomechanische Daten In einer biomechanischen Studie, durchgeführt vom Labor für Biomechanik und Biomaterialien der Medizinischen Hochschule Hannover (PD Dr. Daentzer, Dipl. Ing. Welke), wurden 7 humane Halswirbelsäulenpräparate von C4 C7 auf Höhe C5 C6 mit einer Implantatversorgung gemäß der Multidirectional Hybrid Test Method von Panjabi 1 behandelt. Ein Ziel dieser Studie war es, einen biomechanischen Vergleich zwischen der Fusion (Titan Cage + semi-rigide Platte) der Bandscheibenprothetik (Ball-und-Socket-Design) und dem DCI Implantat durchzuführen, um die Auswirkungen auf das behandelte Segment und die Anschlusssegmente untersuchen zu können. Zunächst wurde der intakte Zustand der Präparate erfasst und das Zielsegment anschließend mit den drei Behandlungsoptionen versorgt. Als Parameter wurden unter anderem der gesamte Bewegungsumfang von C4 bis C7, der jeweilige segmentale Bewegungsumfang sowie der intradiskale Druck gemessen. DCI TM Versuchsaufbau, mit freundlicher Genehmigung der Medizinischen Hochschule Hannover Bewegungsumfang im behandelten Segment Intakte Werte entsprechen 1 %. 12 12 % 1 1 % 8 8 % 6 6 % 4 4 % 2 2 % % Intakt Fusion DCI TM TDR Flexion-Extension Axiale Rotation Seitneigung Das DCI Implantat hat in allen Bewegungsrichtungen eine stabilisierende Wirkung. 1 Panjabi MM. Clin Biomech 27; 22:257-65. 12 DCI
Bewegungsumfang im kranialen Anschlusssegment Die Werte stellen die Veränderungen im Vergleich zum intakten Zustand dar. 6 6 % 4 4 % 6 2 2 % 4 % 2-2 -2 % Fusion DCI TM TDR Flexion-Extension Axiale Rotation Seitneigung -2 Das DCI Implantat hat nur einen geringen Effekt auf den Bewegungsumfang im Anschlusssegment. Die Fusion führt zu einer Zunahme des Bewegungsumfangs um 39 %. 8 Intradiskaler Druck im kranialen Anschlusssegment 6 Die Werte stellen die Veränderungen im Vergleich zum intakten Zustand dar. 8 4 8 % 6 2 6 % 4 4 % 2 2 % % Fusion DCI TM TDR Flexion-Extension Axiale Rotation Seitneigung Das DCI Implantat hat nur einen geringen Effekt auf den intradiskalen Druck im Anschlusssegment. Sowohl die Fusion, als auch die Bandscheibenprothese führen, insbesondere in axialer Rotation, zu höheren intradiskalen Drücken. Zusammenfassung: Im Vergleich mit der Fusion und der Bandscheibenprothese hat das DCI Implantat einen stabilisierenden Effekt auf das behandelte Segment führt zu einer nur geringfügigen Veränderung der Kinematik im Anschlusssegment. Der intradiskale Druck im kranialen Anschlusssegment erfährt durch das DCI Implantat die geringste Zunahme. DCI 13
Operationstechnik 1. Vorbereitung Der Patient wird in Rückenlage unter leichter Reklination auf dem OP-Tisch gelagert. Zur besseren Röntgendarstellung der betroffenen Segmente können die Schultern unterpolstert und über einen Armzug nach kaudal gezogen werden. Der Zugang wird entsprechend dem standardisierten anterioren Zugang zur Halswirbelsäule nach Cloward gewählt. Mittels Distraktion wird der Zwischenwirbelraum entsprechend den operativen Erfordernisse erweitert, bzw. vor dem Einbringen des DCI Implantats wieder auf die gewünschte Höhe eingestellt. 2. Dekompression Die Diskektomie wird unter Distraktion vervollständigt und eine Dekompression der nervalen Strukturen durchgeführt. Die Vorbereitung des Implantatbetts erfolgt mittels Küretten und Fasszangen, um Bandscheibengewebe von den Endplatten zu entfernen. Die subchondrale Knochenschicht bleibt vollständig erhalten. Um heterotope Ossifikation zu vermeiden, wird ein Entfernen der anterioren Osteophyten nicht empfohlen. 3. Positionierung des Probeimplantats Das Probeimplantat wird mittig ausgerichtet und unter Röntgenkontrolle in den Zwischenwirbelraum eingebracht. Es ist auf eine maximale Auflagefläche zu achten. Zur adäquaten Wiederherstellung der Segmenthöhe stehen 3 Höhen zur Verfügung. Die segmentale Distraktion kann zur Bestimmung der gewünschten Höhe gelöst werden. a) Posterior: 1 2 mm 14 DCI
Mit Hilfe des Tiefenstopps kann eine optimale Einbringtiefe von 1 2 mm innerhalb der posterioren (a) und 2 3 mm innerhalb der anterioren Begrenzung (b) des Wirbelkörpers erreicht werden. Osteophyten werden bei der Bestimmung der Implantatgröße nicht berücksichtigt (b). Eine anschließende Röntgenkontrolle wird empfohlen! b) Anterior: 2 3 mm 4. Einsetzen des Implantats Das ausgewählte DCI Implantat wird leicht komprimiert und fest mit dem Einsetzinstrument verbunden. Es ist darauf zu achten, dass die Markierungen auf dem Implantat und auf dem Einsetzinstrument übereinstimmen. Anschließend wird der Tiefenstopp auf die zuvor gemessene Tiefe eingestellt. Das DCI Implantat wird unter leichter Kompression und unter Röntgenkontrolle mittig in den Zwischenwirbelraum eingebracht und an die Konkavität der inferioren Endplatte des superioren Wirbelkörpers angepasst. Es wird davon abgeraten, die Endplatte des superioren Wirbelkörpers zu begradigen. Es ist darauf zu achten, dass die Hinterkante des Implantats 1 2 mm von der Dura entfernt positioniert wird. 1 2 mm Um eine Kompression der Dura zu verhindern, ist darauf zu achten, dass das Implantat nicht zu weit posterior platziert wird. Zur optimalen Abdeckung der Endplatten sollte die Verzahnung 2 3 mm innerhalb der anterioren Kante des Wirbelkörpers liegen. Leichte Kompression mit dem CASPAR Retraktor unterstützt die Verankerung der Implantatzähne in den Endplatten. Die endgültige Implantatposition wird unter Röntgenkontrolle bestätigt und die Haut in üblicher Weise verschlossen. DCI 15
Fallbeispiele ROM M12 = 4,8 Fall 1 Weiblich, 42 Jahre, Designerin Anamnese: Seit mehreren Monaten ausgeprägte Zervikobrachialgie rechts. Keine Besserung nach konservativer Therapie. Symptome: Hypästhesie im Bereich C6 rechts mit abgeschwächtem Bizepsreflex rechts. MRT: Bandscheibendegeneration und -vorfall im Segment C5 C6. Diagnose: Bandscheibenvorfall und Protrusion, medial im Segment C5 C6. Operation: Ventrale Diskektomie und Implantation eines DCI Implantats Größe L6 (14 x 16 mm, Höhe 6 mm) im Segment C5 C6. Entlassung: Deutlich rückläufige Schmerzsymptomatik. Komplett regrediente Hypästhesie. Kontrolluntersuchung nach 12 Monaten: Die Patientin ist sehr zufrieden mit der Behandlung. Vollständige Genesung von Nacken- und Armschmerz sowie intakte Sensomotorik. 16 DCI
Fall 2: Weiblich, 56 Jahre, Leiterin einer Werbeagentur Anamnese: Seit über einem Jahr starke Nackenschmerzen mit zunehmender Radikulopathie links. Symptome: Sensomotorisches Defizit C7 links mit abgeschwächtem Trizepsreflex links. Diagnose: Bandscheibenvorfall im Segment C6 C7. Operation: Ventrale Diskektomie und Implantation eines DCI Implantats Größe L5 (14 x 16 mm, Höhe 5 mm) im Segment C6 C7. Entlassung: Deutliche Schmerzregredienz und Verbesserung der Sensomotorik links. Kontrolluntersuchung nach 24 Monaten: Die Patientin ist völlig schmerz- und beschwerdefrei. Keinerlei sensomotorische Defizite. ROM M24 = 5, DCI 17
PRODUKTINFORMATION Sterilcontainer CAC Instrumente Einsetzinstrument CBT 21 Einsetzhilfe CBT 2 Probehülse CBT 11 Drehknopf CBT 12 Probeimplantate Breite Höhe Größe Größe Größe Größe S M L XL Länge Höhe L: 1 mm B: 12 mm L: 12 mm B: 14 mm L: 14 mm B: 16 mm L: 16 mm B: 18 mm 7 mm CBT 1127 CBT 12147 CBT 14167 CBT 16187 6 mm CBT 1126 CBT 12146 CBT 14166 CBT 16186 5 mm CBT 1125 CBT 12145 CBT 14165 CBT 16185 18 DCI
DCI Dynamic Cervical Implant Breite Höhe Größe Größe Größe Größe S M L XL Länge Höhe L: 1 mm B: 12 mm L: 12 mm B: 14 mm L: 14 mm B: 16 mm L: 16 mm B: 18 mm 7 mm CBI 1127 CBI 12147 CBI 14167 CBI 16187 6 mm CBI 1126 CBI 12146 CBI 14166 CBI 16186 5 mm CBI 1125 CBI 12145 CBI 14165 CBI 16185 Material: Titanlegierung TiAI6V4 gemäß ISO 5832-3. Das DCI Implantat wird steril verpackt geliefert. DCI 19
CBM2 Rev. B PARADIGM SPINE Paradigm Spine GmbH Eisenbahnstrasse 84 D-78573 Wurmlingen, Germany Tel +49 () 7461-96 35 99 - Fax +49 () 7461-96 35 99-2 Produkt nicht in den USA erhältlich info@paradigmspine.de www.paradigmspine.com