Kontamination Teil 2

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Transkript:

Eine Verunreinigung durch unerwünschte, in der Regel schädliche Stoffe Kontamination Teil 2 11.09.2008 1

Manuelle Auswertung 11.09.2008 2

Partikelzähler Laserdiode U/V ~ Partikelgröße Photodiode Zeit 11.09.2008 3

Partikelzähler FCU Schatten wird als elektrisches Signal ausgewertet Partikel wird erkannt, wenn Dichteunterschied zu Trägermedium besteht Wie entstehen Fehlmessungen? Partikel kommen nicht einzeln durch die Messebene Volumenstrom zu klein oder zu groß Ölzusätze/Reaktionsprodukte werde als Partikel erkannt Luftblasen werden als Partikel erkannt 11.09.2008 4

Optische Partikelanalyse (OPA) Fensterdicke 100 µm -> Öl ist transparent 11.09.2008 5

Partikelzähler LNF Aufnahme und Speicherung von 30 Bildern/s Auswertung mehrerer 1000 Bilder. Analysedauer 10-15 Min. Partikelumriß wird bewertet Keine Kalibrierung mit Teststäuben 11.09.2008 6

LNF -> Partikel > 20 µm werden in Verschleißarten eingeteilt Gleitverschleiß Durch Ablösen der Rauheitsspitzen 11.09.2008 7

Durchsichtige Partikel Reaktionsprodukte Langkettige chemische Verbindungen. Länglich und teilweise als durchscheinende Partikel abgebildet. Weiche Partikel. 11.09.2008 8

Plättchenförmige Partikel Ermüdungsverschleiß Runde plättchenförmige Verschleißpartikel entstehen durch Materialermüdung. 11.09.2008 9

Spanförmige Partikel Reibverschleiß Spänchenförmige Partikel. Hinweis auf zerspanenden Verschleiß. 11.09.2008 10

Analyse BOT 341 11.09.2008 11

BOT 341 Partikel > 20 µm 11.09.2008 12

Teststaub Teststaub (ACFTD = Air Cleaner Fine Test Dust) Arizona Road Staub. Grundlage ISO 4406:1987 1992 wurde die Produktion dieses Teststaubes durch die Firma AC Rochester eingestellt. Versuch einen neuen Teststaub zu entwickeln, der eine ähnliche Größenverteilung wie der ACFTD- Staub aufweist. 11.09.2008 13

Teststaub Seit Ende 1997 sind in der ISO 12103-1 vier verschiedene Teststäube genormt Für die Kalibrierung von Partikelzählgeräten hat man einen ausgewählt. Er nennt sich ISO MTD (ISO Medium Test Dust nach ISO 12103- A3). 11.09.2008 14

Teststaub Kalibrierung nach ISO 4402: Als Partikelgröße die längste Ausdehnung Neue Kalibrierung mit ISO-MTD (ISO 11171): Partikelgröße entspricht den Durchmesser eines flächengleichen Kreises. -> Partikeldimension abhängig von Kalibrierung ISO 4402 ISO 11171 µm µm 1 4,2 2 4,6 3 5,1 4 5,8 5 6,4 6 7,1 7 7,7 8 8,4 9 9,1 10 9,8 15 13,6 20 17,5 25 21,2 30 24,9 40 31,7 50 38,2 11.09.2008 15

Elektronenmikroskop Transmissionselektronenmikroskop (TEM) Sekundärelektronenmikroskop (SEM, REM) 11.09.2008 16

Funktionsprinzip REM Erzeugung von Elektronen: Harnadelelektrode Filament- wird zum glühen gebracht 11.09.2008 17

Funktionsprinzip REM An Kathode erzeugte Elektronen über Potentialdifferenz zur Anode beschleunigt Vakuum notwendig, da Elektronen nicht mit Gasmolekülen oder Staub kollodieren sollen. 11.09.2008 18

Raster Elektronenmikroskop Elektronenstrahl trifft auf Objekt-> verschiedene Wechselwirkungen SE: Elektronen relativ geringer Energie (ev). Stammen aus den obersten nm der Oberfläche des Objekts. -> Info über Form des Objekts BSE: Vom Objekt reflektierte Primärelektronen. Typische Energie von kev. Schwere Elemente stärkere Rückstreuung als leichte Elemente. Entspricht somit Materialkontrastbild. 11.09.2008 19

Materialanalyse EDX: Röntgenanalyse, ein kernnahes Elektron wird aus seiner Position herausgeschlagen Diese Lücke wird sofort von einem energiereicheren Elektron aus einem höheren Orbital aufgefüllt. Die Energiedifferenz wird in Form eines Röntgenquants frei. Die dadurch entstandene Röntgenstrahlung ist charakteristisch für den Übergang und das Atom, also das Element. 11.09.2008 20

Lebensdauer Liner: Bei Hochvakuum und sauberen Proben ca. 1 Jahr. Filament (Kathode): Im High Vakuum Betrieb ca. 1000 Stunden. Durch ölige und feuchte Proben wird Lebensdauer reduziert. Austausch bei Thomas Magnete: Ca. alle 200 Stunden Kalibrierung: Auf Glasscheibe geätzte Chromteilchen. Durchführung jeden Monat 11.09.2008 21

Rastereinstellung mit dem REM Auswahl Gitter: Empfehlung bei 5 µm Partikel Grid 0,7 µm Wenn Partikel erkannt: Grid wird mit Faktor 10 zusätzlich unterteilt 11.09.2008 22

Schwellwerte Detection line: Festlegung welche Partikel Aufgrund ihrer Kontrastes bei der Auswertung gezählt werden. Leichte Elemente erscheinen dunkler als schwere. Measure line: Festlegung welche Partikel aufgrund Ihrer Größe bei der Auswertung gezählt werden oder nicht. Measure-Schwelle gestattet die geometrische Vermessung des Partikels unterhalb der Detektionsschwelle 11.09.2008 23

Vermessung der Partikeldaten 1. Partikelerkennung durch Kontraständerung 2. Berechnung des Flächenschwerpunktes 3. Berechnung Dmin,Dmax Umfang, Dmittel, 4. EDX Analyse 11.09.2008 24

Gegenüberstellung Mikroskop A D µm Empfehlung Verstärkung Minimale Partikelgröße µm 0,12 2,29 10 22,9 0,25 1,10 10 11,0 0,40 0,69 10 6,9 OPA- LNF REM Ausdehnung Messzelle µm Auflösung CCD Pixel Pixelauflösung µm Minimale Partikelgröße µm 1600 640 2,5 5-25 1200 480 2,5 5-25 Partikelgröße: (2 3) µm 11.09.2008 25

Bemerkung Mikroskop liefert aussagekräftige Partikelanalyse, falls die richtigen Objektive eingesetzt werden. REM liefert die genausten Partikelverteilungen, und gibt zusätzlich Informationen über die Materialeigenschaften Optische Partikelzähler eignen sich nicht bei komplexen Ölen. Einsatz möglich, wenn Partikel ab 20 µm von Interesse sind. 11.09.2008 26

Ende Teil 2 11.09.2008 27