Die Spenderdatenbank Arbeitsblatt



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Transkript:

Lehrerinformation 1/5 Arbeitsauftrag Ziel Die Sch kennen das Vorgehen und den Ablauf von der Registrierung bis hin zu einer möglichen Spende. Sie erfahren zudem, wie viele Spender heutzutage existieren. Sie wissen, was die Registrierung der Spender bedeutet und was die Motivation der weltweit registrierten Spender ist. Die Sch beschreiben den Ablauf von der Registrierung bis hin zur Spende. Sie machen sich Gedanken und äussern sich argumentativ zu einer möglichen Registrierung. Material Lösungen Sozialform Zeit EA GA Plenum 40 Zusätzliche Informationen: In der folgenden Zusammenstellung wurde aus Gründen der Komplexität auf die Periphere Blutstammzellspende und auf die Spende von Nabelschnurblut verzichtet. Möchten Sie diese Themen in die Lektion integrieren, so entnehmen Sie die Informationen der Website www.sbsc.ch.

2/5 Aufgabe: Lies die folgenden Beschriebe des gesamten Prozesses und versuche die Reihenfolge korrekt darzustellen. Schneide dazu die einzelnen Textbausteine aus und klebe sie in korrekter Reihenfolge auf ein separates Blatt. Von der Registrierung zur Spende Haben sich die Ärzte aufgrund des Krankheitsverlaufes für eine Transplantation mit Blutstammzellen von einem unverwandten Spender entschieden, wird bei der Swiss Blood Stem Cells ein entsprechender Suchauftrag gestellt. Sofort wird die Suche nach einem kompatiblen Spender eingeleitet. Hierzu werden die im Schweizer Register eingetragenen Typisierungswerte aller Spender mit denjenigen des Patienten verglichen. Parallel wird auch in den internationalen Datenbanken der weltweit registrierten Spender gesucht. Alles erfolgt über ein leistungsfähiges Computersystem. Nur so kann die enorme Datenmenge bewältigt werden. Hat die Suche in der Datenbank ergeben, dass die Gewebemerkmale des Patienten mit denen eines Spenders übereinstimmen könnten, muss an einer Blutprobe des Spenders eine sogenannte Kontrolltypisierung der Gewebemerkmale sowie die Bestimmung der wichtigsten Infektmarker durchgeführt werden. Nur ein Teil der registrierten Spenderinnen und Spender werden im Laufe der Zeit, in der sie in der Datenbank registriert sind, aufgrund einer möglichen Übereinstimmung für weitere Bluttests angefragt. Selbst wenn man für weitere Bluttests angefragt wird, so ist die Chance, Knochenmark oder periphere Blutstammzellen zu spenden, immer noch klein. Wird man nun zu der Kontrolltypisierung aufgeboten, zeigt sich, ob man für diesen Patienten kompatibel ist. Ist man nun für diesen Patienten nicht kompatibel, so heisst das nur, dass man in diesem Fall nicht Blutstammzellen spenden kann. Aber es kann durchaus passieren, dass man einige Zeit später erneut für einen anderen Patienten angefragt wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man nach der Registrierung die Adresse immer aktuell hält. Ist nun ein Spender aufgrund passender Gewebemerkmale weiterhin geeignet und zur Blutstammzellspende bereit, werden ein Termin für die Entnahme und die Entnahmeart festgelegt. Welche Form der Spende angewandt wird, entscheidet das transplantierende Team, der Spendende hat dabei immer ein Mitspracherecht. Dann wird ca. 3 4 Wochen vor der Entnahme im Entnahmezentrum ein ausführlicher Gesundheitscheck durchgeführt: Nur gesunde Menschen kommen für eine Spende in Frage. Ist alles sorgfältig abgeklärt und der Spender gesund, so steht einer Transplantation nichts mehr im Wege. Selbstverständlich hat aber immer die spendende Person das letzte Wort. Einige Tage nach der Online-Registrierung erhält der potenzielle Spender ein Set mit: dem ausgedruckten Fragebogen. Der Spender überprüft nochmals die Angaben und bestätigt mit einer Unterschrift das Einverständnis zur Registrierung. einem Wattestäbchentest, den man selber ganz einfach durchführen kann. Ein Anleitungsfilm zeigt wie. Der potenzielle Spender schickt den Fragebogen und den Wattestäbchentest zurück und erhält einige Wochen später den Spenderausweis.

3/5 Der zeitliche Faktor hat bei der Transplantation eine zentrale Bedeutung: Weil die Blutstammzellen sehr kurzlebig sind, müssen Entnahme und Transplantation so aufeinander abgestimmt werden, dass die entnommenen Blutstammzellen spätestens innerhalb von 48 72 Stunden transplantiert werden selbst wenn der Transport über Tausende von Kilometern erfolgt. Bei der Knochenmarkspende wird das Knochenmark mit einer Spritze und in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme findet unter Vollnarkose statt, wird von einem spezialisierten Ärzteteam durchgeführt und dauert in der Regel zwischen 2 und 3 Stunden. Die spendende Person tritt am Tag vor der eigentlichen Knochenmarkspende ins Entnahmezentrum in Basel, Genf oder Zürich ein. Das Spital kann in der Regel bereits am nächsten Tag wieder verlassen werden, vorausgesetzt, dass bei der ärztlichen Nachuntersuchung keine Komplikationen festgestellt wurden. Hier sind einige Tage Ruhe nach der Spende angezeigt. Planen Sie keine grösseren körperlichen Anstrengungen in den ersten Tagen nach der Spende. Wie bei der Blutspende dürfen sich Spender und Empfänger von Blutstammzellen nicht kennen. Sie dürfen voneinander weder Namen noch andere persönliche Informationen erhalten. Diese Regelung wurde zum persönlichen Schutz von Spendern und Empfängern eingeführt. Nach der Entnahme hat der Spender im Beckenkammbereich ein möglicherweise störendes Hämatom (Bluterguss) und während ein paar Tagen Schmerzen beim Sitzen und bei körperlicher Arbeit. Diese Schmerzen dauern jedoch nur einige Tage und können mit Schmerzmitteln gelindert werden. Eine anfängliche Müdigkeit kann ebenfalls einige Tage anhalten. Über mögliche Nebenwirkungen und Risiken wird der Spender rechtzeitig detailliert informiert. Die Transplantation von Blutstammzellen erfolgt nur in dafür spezialisierten Spitälern. Die medizinische Vorbereitung des Patienten richtet sich primär nach der Art und dem Stadium der Krankheit. Sie hat zum Ziel, die kranken, blutbildenden Stammzellen zu eliminieren und dadurch Platz für neue zu schaffen. Dies geschieht entweder durch Chemotherapie und/oder durch Ganzkörperbestrahlung. Die neuen Blutstammzellen werden dem Patienten wie bei einer Bluttransfusion intravenös verabreicht. Dabei sind die sogenannten «Homing Rezeptoren» dafür verantwortlich, dass die Stammzellen den Weg vom Blut ins Knochenmark finden. Hier sollen sie sich vermehren und nach zwei bis vier Wochen neue rote und weisse Blutkörperchen sowie Blutplättchen bilden. Auf der Website www.sbsc.ch kann man sich als Blutstammzellspender registrieren lassen.

Lösung 4/5 Lösung: Auf der Website www.sbsc.ch kann man sich als Blutstammzellspender registrieren lassen. Einige Tage nach der Online-Registrierung erhält der potenzielle Spender ein Set mit: dem ausgedruckten Fragebogen. Der Spender überprüft nochmals die Angaben und bestätigt mit einer Unterschrift das Einverständnis zur Registrierung. einem Wattestäbchentest, den man selber ganz einfach durchführen kann. Ein Anleitungsfilm zeigt wie. Der potenzielle Spender schickt den Fragebogen und den Wattestäbchentest zurück und erhält einige Wochen später den Spenderausweis. Haben sich die Ärzte aufgrund des Krankheitsverlaufes für eine Transplantation mit Blutstammzellen von einem unverwandten Spender entschieden, wird bei der Swiss Blood Stem Cells ein entsprechender Suchauftrag gestellt. Sofort wird die Suche nach einem kompatiblen Spender eingeleitet. Hierzu werden die im Schweizer Register eingetragenen Typisierungswerte aller Spender mit denjenigen des Patienten verglichen. Parallel wird auch in den internationalen Datenbanken der weltweit registrierten Spender gesucht. Alles erfolgt über ein leistungsfähiges Computersystem. Nur so kann die enorme Datenmenge bewältigt werden. Hat die Suche in der Datenbank ergeben, dass die Gewebemerkmale des Patienten mit denen eines Spenders übereinstimmen könnten, müssen an einer Blutprobe des Spenders eine Kontrolltypisierung der Gewebemerkmale sowie die Bestimmung der wichtigsten Infektmarker durchgeführt werden. Nur ein Teil der registrierten Spenderinnen und Spender werden im Laufe der Zeit, in der sie in der Datenbank registriert sind, aufgrund einer möglichen Übereinstimmung für weitere Bluttests angefragt. Selbst wenn man für weitere Bluttests angefragt wird, ist die Chance, Knochenmark oder periphere Blutstammzellen zu spenden, immer noch klein. Wird man nun zu der Kontrolltypisierung aufgeboten, wird sich zeigen, ob man für diesen Patienten kompatibel ist. Ist man nun für diesen Patienten nicht kompatibel, so heisst das nur, dass man in diesem Fall nicht Blutstammzellen spenden kann. Aber es kann durchaus passieren, dass man einige Zeit später erneut für einen anderen Patienten angefragt wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man nach der Registrierung die Adresse immer aktuell hält. Ist nun ein Spender aufgrund passender Gewebemerkmale weiterhin geeignet und zur Blutstammzellspende bereit, werden ein Termin für die Entnahme und die Entnahmeart festgelegt. Welche Form der Spende angewandt wird, entscheidet das transplantierende Team, der Spendende hat dabei immer ein Mitspracherecht.

Lösung 5/5 Dann wird circa 3 4 Wochen vor der Entnahme im Entnahmezentrum ein ausführlicher Gesundheitscheck durchgeführt: Nur gesunde Menschen kommen für eine Spende in Frage. Ist alles sorgfältig abgeklärt und der Spender gesund, so steht einer Transplantation nichts mehr im Wege. Selbstverständlich hat aber immer die spendende Person das letzte Wort. Der zeitliche Faktor bei der Transplantation eine zentrale Bedeutung: Weil die Blutstammzellen sehr kurzlebig sind, müssen Entnahme und Transplantation so aufeinander abgestimmt werden, dass die entnommenen Blutstammzellen spätestens innerhalb von 48 72 Stunden transplantiert werden selbst wenn der Transport über Tausende von Kilometern erfolgt. Die Transplantation von Blutstammzellen erfolgt nur in dafür spezialisierten Spitälern. Die medizinische Vorbereitung des Patienten richtet sich primär nach der Art und dem Stadium der Krankheit. Sie hat zum Ziel, die kranken, blutbildenden Stammzellen zu eliminieren und dadurch Platz für neue zu schaffen. Dies geschieht entweder durch Chemotherapie und/oder durch Ganzkörperbestrahlung. Die neuen Blutstammzellen werden dem Patienten wie bei einer Bluttransfusion intravenös verabreicht. Dabei sind die sogenannten «Homing Rezeptoren» dafür verantwortlich, dass die Stammzellen den Weg vom Blut ins Knochenmark finden. Hier sollen sie sich vermehren und nach zwei bis vier Wochen neue rote und weisse Blutkörperchen sowie Blutplättchen bilden. Bei der Knochenmarkspende wird das Knochenmark mit einer Spritze und in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme findet unter Vollnarkose statt, wird von einem spezialisierten Ärzteteam durchgeführt und dauert in der Regel zwischen 2 und 3 Stunden. Die spendende Person tritt am Tag vor der eigentlichen Knochenmarkspende ins Entnahmezentrum ihrer Wahl, in Basel, Genf oder Zürich ein. Das Spital kann in der Regel bereits am nächsten Tag wieder verlassen werden, vorausgesetzt, dass bei der ärztlichen Nachuntersuchung keine Komplikationen festgestellt wurden. Hier sind einige Tage Ruhe nach der Spende angezeigt. Planen Sie keine grösseren körperlichen Anstrengungen in den ersten Tagen nach der Spende. Nach der Entnahme hat der Spender im Beckenkammbereich ein möglicherweise störendes Hämatom (Bluterguss) und während ein paar Tagen Schmerzen beim Sitzen und bei körperlicher Arbeit. Diese Schmerzen dauern jedoch nur einige Tage und können mit Schmerzmitteln gelindert werden. Eine anfängliche Müdigkeit kann ebenfalls einige Tage anhalten. Über mögliche Nebenwirkungen und Risiken wird der Spender rechtzeitig detailliert informiert. Wie bei der Blutspende dürfen sich Spender und Empfänger von Blutstammzellen nicht kennen. Sie dürfen voneinander weder Namen noch andere persönliche Informationen erhalten. Diese Regelung wurde zum persönlichen Schutze von Spendern und Empfängern eingeführt.