ASIIN Akkreditierungsbericht

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1 ASIIN Akkreditierungsbericht Masterstudiengänge International Business in Developing & Emerging Markets (IBDEM) und International Management of Resources & Environment (IMRE) an der TU Bergakademie Freiberg Stand:

2 Audit zum Akkreditierungsantrag für den Masterstudiengängen International Business in Developing & Emerging Markets (IBDEM) und International Management of Resources & Environment (IMRE) an der Technische Universität Bergakademie Freiberg im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens der ASIIN am Beantragte Qualitätssiegel Die Hochschule hat folgende Siegel beantragt: - ASIIN-Siegel für Studiengänge - Siegel der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland Gutachtergruppe Prof. Dr. Jürgen Gabriel Dr. Carsten Roller Prof. Dr. Kati Schmengler Prof. Dr. Frank Schultmann Inge Vogt Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann Hochschule Lausitz Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.v. - VBIO Fachhochschule Düsseldorf KIT - Karlsruher Institut für Technologie Universität Köln KIT - Karlsruher Institut für Technologie Für die Geschäftsstelle der ASIIN: Johanna Höderath 2

3 Inhalt A Vorbemerkung... 4 B Beschreibung der Studiengänge... 5 B-1 Formale Angaben... 5 B-2 Studiengang: Inhaltliches Konzept & Umsetzung... 5 B-3 Studiengang: Strukturen, Methoden und Umsetzung B-4 Prüfungen: Systematik, Konzept & Ausgestaltung B-5 Ressourcen B-6 Qualitätsmanagement: Weiterentwicklung von Studiengängen B-7 Dokumentation und Transparenz B-8 Diversity & Chancengleichheit C Bewertung der Gutachter D Bewertung der Gutachter - Siegel des Akkreditierungsrates E Nachlieferungen F Nachtrag/Stellungnahme der Hochschule ( ) G Bewertung der Gutachter ( ) H Stellungnahme der Fachausschüsse H-1 Fachausschuss 06 - Wirtschaftsingenieurwesen ( ) H-2 Fachausschuss 08 Agrar-, Ernährungswiss. und Landespflege ( ) H-1 Fachausschuss 10 - Biowissenschaften ( ) H-2 Fachausschuss 11 - Geowissenschaften ( ) I Beschluss der Akkreditierungskommission ( )

4 A Vorbemerkung Am 04. April 2012 fand an der TU Bergakademie Freiberg das Audit der vorgenannten Studiengänge statt. Die Gutachtergruppe traf sich vorab zu einem Gespräch auf Grundlage des Selbstberichtes der Hochschule. Dabei wurden die Befunde der einzelnen Gutachter zusammengeführt und die Fragen für das Audit vorbereitet. Herr Prof. Dr. Waldmann übernahm das Sprecheramt. Die Gutachter führten Gespräche mit folgenden Personengruppen: Hochschulleitung, Programmverantwortliche, Lehrende, Studierende. Darüber hinaus fand eine Besichtigung der räumlichen und sächlichen Ausstattung der Hochschule am Standort Freiberg statt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich sowohl auf den Akkreditierungsantrag der Hochschule in der Fassung vom als auch auf die Audit-Gespräche und die während des Audits vorgelegten und nachgereichten Unterlagen und exemplarischen Klausuren und Abschlussarbeiten. Der Begutachtung und der Vergabe des ASIIN-Siegels liegen in allen Fällen die European Standards and Guidelines (ESG) zu Grunde. Bei der Vergabe weiterer Siegel/Labels werden die Kriterien der jeweiligen Siegeleigner (Akkreditierungsrat) berücksichtigt. Der Bericht folgt folgender Struktur: Im Abschnitt B werden alle Fakten dargestellt, die für die Bewertung der beantragten Siegel erforderlich sind. Diese Angaben beziehen sich grundsätzlich auf die Angaben der Hochschule in der Selbstdokumentation, inkl. Anlagen. In den folgenden Abschnitten erfolgt eine separate Bewertung der Gutachter zur Erfüllung der jeweils für das beantragte Siegel relevanten Kriterien. Die Stellungnahme der Hochschule zu dem Akkreditierungsbericht wird im Wortlaut übernommen. Die Empfehlungen der Gutachter und Fachausschüsse sowie der abschließende Beschluss der Akkreditierungskommission werden erst nach und auf Basis der Stellungnahme (und ggf. eingereichter Nachlieferungen) der Hochschule verfasst. Zur besseren Lesbarkeit wird darauf verzichtet, weibliche und männliche Personenbezeichnungen im vorliegenden Bericht aufzuführen. In allen Fällen geschlechterspezifischer Bezeichnungen sind sowohl Frauen als auch Männer gemeint. 4

5 B Beschreibung der Studiengänge B-1 Formale Angaben a) b) c) d) e) f) g) h) Bezeichnung & Profil Konsekutiv / Studiengangs Dauer & Erstmal. Aufnahm Gebühr Abschlussgrad Weiterbildend -form Kreditpkte. Beginn & ezahl en Aufnahme International anwendungso weiterbildend Vollzeit 4 Semester WS 08/ Euro Business in rientiert 120 CP pro Developing & Semester Emerging Markets /MBA International anwendungso weiterbildend Vollzeit 4 Semester WS 99/ max. 75 Euro Management of rientiert 120 CP 40 pro Resources & Semester Environment /MBA B-2 Studiengang: Inhaltliches Konzept & Umsetzung Ziele der Studiengänge Als Ziele gibt die Hochschule folgendes an: Master International Business in Developing & Emerging Markets Der Masterstudiengang ist ein wirtschaftswissenschaftlich orientierter Studiengang, der darüber hinaus durch seinen engen Praxisbezug vor allem durch Praktikum und praxisbezogener Masterarbeit den Studenten eine moderne Ausbildung für eine Beschäftigung im internationalen Management von Unternehmen, von Verwaltungen und internationalen Organisationen anbietet. Die Studenten sollen organisatorische und unternehmerische Managementfähigkeiten im internationalen Kontext erwerben. Dies beinhaltet Beziehungen zwischen Ost-, Südost- und Westeuropa bzw. Beziehungen zu den asiatischen Schwellenländern. Sie sollen sensibilisiert werden für die volkswirtschaftlichen Gegebenheiten dieser Wirtschaftsregionen und lernen, die Problemlösungen zu übertragen. Besonderes Augenmerk wird daher auf das Management von Beteiligungen an Unternehmen im Ausland und multinationaler Unternehmen, auf den Schutz natürlicher Ressourcen, auf allgemeine Entwicklungsherausforderungen der Länder dieser Regionen und auf die aktive Rolle des Staates gelegt. Kompetenzen im Bereich der interkulturellen Kommunikation werden ergänzend vermittelt. Die Studenten erwerben grundlegende Kenntnisse sowohl in den Bereichen Volkswirtschaftslehre, hier insbesondere die Entwicklungsökonomik, als auch in den wichtigsten Bereichen des internationalen Managements. Die Verbindung aus beiden soll den zukünftigen internationalen Managern die notwendige Sensibilität für die Besonderheiten des Managements zwischen Ost-, Südost- und Westeuropa sowie den asiatischen Schwellenländern vermitteln. Master International Management of Resources & Environment Die Studenten erwerben grundlegende Kenntnisse in den Bereichen 5

6 Lernergebnisse der Studiengänge Lernergebnisse der Module/ Modulziele Economic Theory, International Economics & Development, Aspect of International Law of resources & Environment, Operations Management & Information Systems, Finance Management, Principles of Environmental & Resource Management, Applied Environmental Management, Strategies in Environmental & Resource Management, und Cultural Studies. Die Befähigung zu selbstständigem und interdisziplinärem Denken und Handeln sowie das Arbeiten im Team bilden eine tragende Säule der Ausbildung. Im Speziellen sollen die Studenten zur Lösung von Managementproblemen im Bereich der Ressourcenwirtschaft und des Umweltschutzes befähigt werden. Die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen, ingenieurtechnischen, ökologischen und gesellschaftlichen Problemen und Fragestellungen stehen dabei im Vordergrund Die Module German Basic Level I, German Basic Level II und German Medium Level bieten die Chance, gute bis sehr gute deutsche Sprachkenntnisse zu erlangen, die für einen beruflichen Einsatz in Deutschland, aber auch dem jeweiligen Heimatland von Vorteil sind. Master International Business in Developing & Emerging Markets Die Studenten sollen Fähigkeiten erwerben, leitende Positionen im Management international agierender Unternehmen auszufüllen Ein besonderes Gewicht wird im internationalen Kontext auf die Beziehungen zwischen Ost-, Südost- und Westeuropa gelegt bzw. den Beziehungen zu den asiatischen Schwellenländern. Die Studenten sollen lernen, ihre Managementfähigkeiten an den volkswirtschaftlichen Gegebenheiten dieser Wirtschaftsregionen und seiner Beziehungen auszurichten. Master International Management of Resources & Environment Die Studenten sollen die Fähigkeiten erwerben, naturwissenschaftliche, technische, wirtschaftliche und geisteswissenschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen; technische Lösungen interdisziplinär, insbesondere hinsichtlich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen zu bewerten und zur Entwicklung von neuen Produktionsverfahren und innovativen Projekten zu nutzen. Sie können aufgrund ihrer allgemeinen Grundlagen- und Methodenkenntnisse auch außerhalb ihrer engeren Ausbildungsrichtung in anderen Industriebereichen Berufschancen erlangen; außerdem Kompetenzen entwickeln, um zukünftige Problemfelder in Wirtschaft und Gesellschaft zu erkennen und in die eigene Arbeit zu integrieren. Darüber hinaus können sie die, zwischen Technik und Mensch, Technik und Umwelt sowie Technik und Sicherheit vorhandenen Beziehungen erkennen und sich der daraus folgenden gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und in der Lage sein, sowohl in interdisziplinären Gruppen als auch selbstständig kreativ zu arbeiten. Die Ziele der einzelnen Module sind dem Modulhandbuch zu entnehmen. Modulbeschreibungen stehen Interessengruppen auf der Homepage der TU Freiberg zur Verfügung. Arbeitsmarktperspektiven und Die Hochschule sieht folgende beruflichen Perspektiven für die Absolventen: 6

7 Praxisbezug Zugangs- und Zulassungsvoraus setzungen Master International Business in Developing & Emerging Markets Zum Zeitpunkt des Akkreditierungsantrags liegt die Anzahl der Absolventen bei zwei, da der Studiengang erst gut zwei Jahre läuft. Valide Aussagen über den Verbleib der weiteren Absolventen lassen sich noch nicht treffen. Master International Management of Resources & Environment Die Absolventen des Masterstudiengangs streben unterschiedliche Wege nach dem Studium an: ein Teil der Absolventen des Studiengangs Master International Management of Resources & Environment verbleiben zu einem guten Drittel in Deutschland, während ein weiteres Drittel den beruflichen Einstieg zumindest zunächst in Europa versucht. Das letzte Drittel schließlich geht zurück Daneben gibt es einige Absolventen, die in das jeweilige Heimatland zurückkehren, um die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten für die dortige wirtschaftliche Entwicklung einzusetzen. Ein gutes Drittel der Ehemaligen arbeitet im Schwerpunktbereich von Master International Management of Resources & Environment, genauer im Energie- oder Umweltsektor, ein Sechstel im ökonomischen Bereich (Finanzierung/Investment bzw. Kommunikation), ein weiteres Sechstel in der Forschung und Lehre. Das übrige Drittel verteilt sich auf andere Bereiche. Die Alumni haben zu mehr als der Hälfte Positionen als Manager bzw. Senior Manager inne. Schließlich verzeichnen die meisten, die schon vor dem International Management of Resources & Environment-Studium berufstätig waren, einen erheblichen Einkommenszuwachs mit dem Abschluss als MBA. Knapp 97 % der Ehemaligen würden den MBA-Studiengang in ihrem Heimatland bzw. ihrer Umgebung weiterempfehlen. Der Praxisbezug des Studiums soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden: Master International Business in Developing & Emerging Markets Die Lehre wird zwar vorwiegend von Hochschullehrern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bestritten, aber auch ergänzt durch kompetente und erfahrene Dozenten aus der Praxis. Das Modul INTMAN wird in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (ein Leibnitz-Institut) angeboten. Außerdem findet in jedem Sommersemester das Modul Scenario Planning statt, welches unter Mitwirkung von Prof. Martin Gillo (aktiver Politiker im Landesparlament Sachsen, Ausländerbeauftragter) ein aktuelles wirtschaftspolitisches Problem unter Verwendung des Szenarienansatzes behandelt. Auch im Sommersemester wird den Studierenden ein computerbasiertes Unternehmensplanspiel angeboten, welches in Kooperation mit Saxeed (Gründernetzwerk von vier Hochschulen) durchgeführt wird. Master International Management of Resources & Environment Darüber hinaus ergänzen Gastdozenten die akademischen Lehrveranstaltungen und bereichern diese aus Sicht der Praxis. 4 Abs. 1 und 2 der Studienordnung-Ordnung legt folgende Zugangsund Zulassungsvoraussetzungen fest: In den Masterstudiengang International Business in Developing and Emerging Markets (IBDEM) kann nur eingeschrieben werden, wer 1. einen Abschluss in einem mindestens sechssemestrigen ersten berufsqualifizierenden Studium an einer Hochschule in einem in der 7

8 Regel wirtschaftswissenschaftlich geprägten Studiengang besitzt, 2. den Nachweis englischer Sprachkenntnisse durch einen anerkannten Sprachtest wie z. B. dem Test of English as a Foreign Language (TOEFL) mit mindestens 78/79 Punkten (internet-basierter Test) bzw. 213 Punkten (computer-basierter Test) bzw. 550 Punkten (papier-basierter Test) oder dem international English Language Test System/IELTS) mit einem Ergebnis von mindestens 6.0 oder einem äquivalenten Test mit entsprechendem Ergebnis erbringt. Davon ausgenommen sind ausländische Bewerber, deren Landessprache Englisch ist oder deren Bildungsabschluss an einer englischsprachigen Bildungseinrichtung erworben wurde. 3. einen GMAT-Test mit einem Mindestwert von 550 Punkten oder einen GRE mit mindestens 1050 Punkten nachweist. Für eine vorläufige Zulassung ist ein Nachweis der Anmeldung zu einer GMAT oder GRE Prüfung zu erbringen. Bis zum Beginn des Studiums ist der Nachweis der abgelegten Prüfung nachzureichen. 4. Im Übrigen gilt die Immatrikulationsordnung der TU Bergakademie Freiberg. Master International Management of Resources & Environment In den Masterstudiengang International Management of Resources & Environment kann nur eingeschrieben werden, wer 1. einen mindestens sechssemestrigen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss an einer Hochschule in einem in der Regel ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiengang besitzt, 2. in einem Qualifikationsfeststellungsverfahren gemäß der Anlage 2 die erforderliche fachliche Eignung nachgewiesen hat. 3. Der Prüfungsausschuss kann auf Veranlassung der Kommission zur Qualifikationsfeststellung dem Bewerber die Auflage erteilen, innerhalb einer bestimmten Frist, jedoch spätestens bis zur Ausgabe des Themas der Masterarbeit bestimmte Studienleistungen und Prüfungsleistungen zu erbringen. 4. Im Übrigen gilt die Immatrikulationsordnung der TU Bergakademie Freiberg. Die Anerkennungsregelungen für extern erbrachte Leistungen sind nicht verankert. Curriculum Masterstudiengang International Management of Resources & Environment Fachmodul/- prüfung - Lehrveranstaltung 1. Sem. 2 Sem. 3. Sem. 4. Sem. CP V S Ü V S Ü V S Ü V S Ü Pflichtmodule (required courses) Economic Theory International Economics& Development Aspects of International Law of Resources & Environment Operations Management & Information Systems Cost Accounting & Controlling

9 Aspects of Business Management Management of Organizations Principles of Environmental Management Sustainability & Environmental Management & Policy Applied Environmental Management Cases & Strategies in Environmental Management Resources Economics & Evaluation & Environmental Impact Studies Cultural Studies Freie Wahlmodule (free electives) Es sind Module im Umfang von 15 Leistungspunkten aus dem Angebot der TU Bergakademie Freiberg oder einer kooperierenden Hochschule zu wählen. 1 Studierende, die Deutsch nicht zur Muttersprache haben, müssen dabei Deutsch-Module² im Umfang von 12 LP belegen. ³ German Basic Level I A German Basic Level I B German Basic Level II A German Basic Level II B German Medium Level A German Medium Level B Wahlpflichtmodule (core electives) Es sind je nach Angebot Module im Umfang von 6 LP aus folgenden Modulen zu wählen: ² Introduction to Mining Ore Deposits & Economic Geology Oil, Gas & Coal Process Engineering Ecosystems Material Sciences Aspects of International Law of Resources & Environment Masterarbeit inklusive Kolloquium 18 Summe SWS Masterstudiengang International Business in Developing & Emerging Markets Modul 1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. LP V S Ü V S Ü V S Ü V S Ü Pflichtmodule 1 Economic Theory International Corporate Management and MNCs International Marketing International Economics and Development International Banking and Finance in Emerging Markets The Economies in Central and East Europe

10 Public Private Partnership in Emerging and Developing Coun tries and Project Management Competition Policy and Intellectual Property Rights Internship x 12 Master Thesis x 16 Die Fächer werden im Rahmen eines Kooperationsvertra- Studium an der Partnerhochschule ges festgelegt. Der Umfang beträgt 30 Leistungspunkte. Die Prüfungsmodalitäten richten sich nach den Regeln der ausländischen Partnerhochschule. Fachübergreifende Wahlpflichtmodule: Studierende, die Deutsch nicht zur Muttersprache haben, müssen zwei Deutsch-Module aus dem nachstehenden Katalog wählen. Studierende, die Deutsch zur Muttersprache haben, wählen fachübergreifende Module im Umfang von mindestens 8 Leistungspunkten aus dem Angebot der TU Bergakademie Freiberg oder einer kooperierenden Hochschule. Art und Umfang der Lehrveranstaltungen sowie die Zahl der zu erwerbenden Leistungspunkte sind in den Studienordnungen derjenigen Studiengänge geregelt, die das gewählte Modul zum definierten Bestandteil (nicht als Freies Wahlmodul) haben. German Basic Level I A 4 4 German Basic Level I B 4 4 German Basic Level II A 4 4 German Basic Level II B 4 4 German Medium Level A 4 4 German Medium Level B 4 4 Fachspezifische Wahlpflichtmodule: Operations Management Es ist ein Modul aus 2 dem nachstehenden 2 Katalog zu wählen. 6 Multicultural Communication, Language and Rhetoric Scenario Planning and Executive Dialogues Applied Environmental Management International Resource and Environmental Economics and Man agement Summe SWS 120 B-3 Studiengang: Strukturen, Methoden und Umsetzung Struktur und Modularisierung Die Module weisen folgende Größen auf: Master International Business in Developing & Emerging Markets Der Studiengang wurde als modularisiertes Programm entworfen. Im Pflichtbereich sind acht Module zu belegen, in denen wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen gelegt werden sowie spezifische ökonomische Fragestellungen von Transformations-, Schwellen- und Entwicklungsländern betrachtet werden. Die Studierenden absolvieren mindestens ein Semester an einer der Partnerhochschulen des Studiengangs und belegen dort weiterführende Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 30 ECTS-Punkten. Der Wahlpflichtbereich dient der Vermittlung von Grundkenntnissen der deutschen Sprache (in zwei 10

11 Arbeitslast & Kreditpunkte für Leistungen Didaktik Semestern). Der freie Wahlbereich bietet eine Auswahl an Modulen. Die Module haben durchgängig einen Umfang von 3-6 Kreditpunkten. Das Praktikum wird mit 12 ECTS-Punkten honoriert. Für die Masterarbeit, die nach Bewertung durch die Gutachter in einem Kolloquium verteidigt werden muss, werden 16 ECTS-Punkte vergeben. Master International Management of Resources & Environment Im Pflichtbereich sind 13 Module zu belegen. Grundlagenorientierte Fachmodule finden sich vorwiegend im ersten Semester, während darauf aufbauende weiterführende Module in den folgenden Semestern absolviert werden. Im Wahl(pflicht)bereich wird unterschieden zwischen free electives und core electives. Erstere werden im Umfang von 15 ECTS-Punkte aus dem Angebot der TU Bergakademie belegt, mit der Einschränkung, dass Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, 12 ECTS-Punkte aus den Deutschmodulen wählen müssen. In den vier Semestern der Regelstudienzeit können die Studierenden in allen Modulen insgesamt 120 ECTS-Punkte erwerben. Die Module haben durchgängig einen Umfang von 3-9 Kreditpunkten. Diese verteilen sich annähernd gleichmäßig auf die vier Semester. Für die Masterarbeit, die nach der Bewertung durch die Gutachter in einem Kolloquium verteidigt werden muss, werden dabei 18 ECTS-Punkte vergeben. Master International Business in Developing & Emerging Markets 1 CP wird gemäß Bericht der Hochschule mit 30 h bewertet. Pro Semester werden 30 CP vergeben. Die Module haben durchgängig einen Umfang von 6 oder 9 Kreditpunkten. Für die Praxisphase werden 12 Kreditpunkte vergeben. Die Abschlussarbeit wird mit 16 Kreditpunkten bewertet. Master International Management of Resources & Environment 1 CP wird gemäß Bericht der Hochschule mit 30 h bewertet. Pro Semester werden 30 CP vergeben. Die Module haben einen Umfang von 3 oder 9 Kreditpunkten. Die Abschlussarbeit wird mit 18 Kreditpunkten bewertet. Folgende didaktische Mittel sind laut Bericht der Hochschule im Einsatz: Master International Business in Developing & Emerging Markets Der Masterstudiengang International Business in Developing & Emerging Markets setzt zur Vermittlung der Inhalte und Kompetenzen auf eine geeignete Mischung von Instrumenten, die Vorlesungen, Präsentationen von Studierenden zu spezifischen Themenbereichen und deren Diskussion, die Erarbeitung von Fallstudien mit schriftlicher Ausarbeitung und mündlicher Vorstellung und Diskussion, als auch Teamwork beinhalten. Teamwork wird insbesondere im Module Scenario Planning and Executive Dialogues (SPAED) trainiert: An drei aufeinanderfolgenden Tagen erarbeiten Studententeams Szenarien und Handlungsalternativen. In einer weiteren Blockveranstaltung von drei Tagen simulieren Studententeams die Gründung und Weiterentwicklung von Unternehmen mit Hilfe eines computergestützten Programms. Master International Management of Resources & Environment Der Masterstudiengang Master International Management of Resources & Environment setzt zur Vermittlung der Inhalte und Kompetenzen nicht nur auf Vorlesungen, sondern integriert auch andere Unterrichtsformen wie Fallstudien, Präsentationen von Studierenden, Diskussionsmöglichkeiten zum Erfahrungsaustausch in das didaktische Konzept. Die Unterrichtsformen mit einem hohen Anteil an eigener Erarbeitungsleistung und einem Schwerpunkt auf der Präsentation von Ergebnissen bereitet die 11

12 Studierenden auf ihren zukünftigen Einsatz im Management von Unternehmen und Organisationen vor. Unterstützung & Beratung Folgende Beratungsangebote hält die Hochschule nach eigenen Angaben vor: Für die Koordination und Organisation der beiden internationalen Studiengänge sind jeweils wissenschaftliche Mitarbeiter der beteiligten Professuren direkt verantwortlich. Die Aufgaben der Betreuung der Studiengänge ist explizit Bestandteil der jeweiligen Stellenbeschreibungen. Darüber hinaus widmen die Studiendekane als Programmverantwortliche einen guten Teil ihrer Zeit für Lehre und organisatorische Angelegenheiten der Studiengänge. Das Internationale Universitätszentrum (IUZ) der Hochschule dient als Anlaufstelle für ausländische Studenten in allen Belangen, die außerhalb des Verantwortungsbereichs der Lehre stehen (Mentoren-System, Beratungen in allen Lebens- und Studienlagen). Im Prozess der Bewerberauswahl werden die Studienkommissionen von der zentralen Zulassungsstelle der TU Bergakademie Freiberg unterstützt. Das Internationale Universitätszentrum (IUZ) und der Arbeitskreis Ausländische Studierende (AKAS) der TU Bergakademie Freiberg bieten zahlreiche unterstützende Leistungen insbesondere bei Ankunft und Eingewöhnungsphase der ausländischen Studierenden. Dies sind z. B. das Mentorenprogramm, Tandemprogramm, internationale Kulturveranstaltungen wie das internationale Wochenende. B-4 Prüfungen: Systematik, Konzept & Ausgestaltung Prüfungsformen Prüfungsorganisa tion Nach den Unterlagen sind folgende Prüfungsformen vorgesehen: Als Prüfungsformen zu den einzelnen Modulen sind in der Regel schriftliche Prüfungen, Referate, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, und Projektpräsentationen vorgesehen. Module können mit mehreren Prüfungsleistungen abgeschlossen werden. Die Abschlussarbeiten werden in der Regel mit einem verpflichtenden Kolloquium abgeschlossen. Nicht bestandene Prüfungen können zweimal wiederholt werden. Die Module werden semesterweise angeboten. Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten. B-5 Ressourcen Beteiligtes Personal Das an den Studiengängen beteiligte Personal setzt sich zusammen aus 24 Professuren, Lehrkräften mit wissenschaftlichen Mitarbeitern und technischem Personal. Für die Koordination und Organisation der beiden internationalen Studiengänge sind jeweils wissenschaftliche Mitarbeiter der verantwortlichen Professuren direkt verantwortlich. Die Aufgaben der Betreuung der Studiengänge ist explizit Bestandteil der jeweiligen Stellenbeschreibungen. Darüber hinaus widmen die verantwortlichen Studiendekane als Programmverantwortliche einen guten Teil ihrer Zeit für Lehre und organisatorische Angelegenheiten der Studiengänge. Das Internationale Universitätszentrum (IUZ) der Hochschule dient als Anlaufstelle für ausländische Studenten in allen Belangen, die außerhalb des Verantwortungsbereichs der Lehre stehen (Mentoren-System, Beratungen in allen Lebens- und Studienlagen). Im Prozess der Bewerberauswahl werden die Studienkommissionen von der zentralen Zulassungsstelle der TU Bergakademie Freiberg unterstützt. 12

13 Die Lehrenden beschreiben ihre für den Studiengang / die Studiengänge relevanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wie folgt: zusammenfassende Kurzbeschreibung ggf. mit Auflistungen Personalentwicklung Institutionelles Umfeld, Finanzund Sachausstattung Als Maßnahmen zur fachlichen und didaktischen Weiterentwicklung der Lehrenden gibt die Hochschule an: Weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung bestehen darin, dass die Graduierten- und Forschungsakademie (GraFa), eine zentrale Einrichtung der Hochschule, ein Kursangebot zur Hochschuldidaktik bereitstellt, an dem die Lehrenden auf freiwilliger Basis teilnehmen, um ihre didaktischen und pädagogischen Fertigkeiten zu verbessern. Ggf. ist es sinnvoll Dozentinnen und Dozenten, die weniger gute Ergebnisse in ihrer Evaluation erhalten haben zu verpflichten, das Angebot der GraFa zu nutzen, um ihre Lehre an die Bedürfnisse der Studierenden anzupassen. Die grundlegende Finanzierung der Studiengänge ist im Rahmen der vom Land Sachsen für die Hochschulen bereitgestellten Mittel gewährleistet. Weitere finanzielle Ressourcen konnten und können regelmäßig als Drittmittel eingeworben werden, um die Studiengänge weiterzuentwickeln und die Studienbedingungen zu verbessern. Der Studiengang International Business in Developing & Emerging Markets hat im Jahr 2009 Fördermittel vom BMBF für eine Kooperation mit der Wuhan University of Science and Technology (WUST) in China erhalten. Im Ergebnis wurde eine Vereinbarung über die Aufnahme von International Business in Developing & Emerging Markets Studenten über ein Semester an der WUST getroffen. Dieses Angebot wurde bereits von einigen Studenten genutzt. Darüber hinaus wurden für die Jahre 2010 bis 2012 DAAD-Fördermittel zur Etablierung von zwei Doppelabschlussabkommen akquiriert: mit der Wirtschaftsuniversität Poznan (Polen) und mit WUST (China). Beide Abkommen sind bisher noch in Verhandlung. Der Studiengang International Management of Resources & Environment hatte in den Jahren 1999 bis 2003 im Rahmen des Master-plus-Programms des DAAD eine Anschlussfinanzierung (ca ) erhalten, die insbesondere für die Bereitstellung von Personalmitteln für den Aufbau und die Etablierung des (damals) neuen internationalen Studiengangs verwendet wurde. Des Weiteren konnte der Studiengang für die Organisation und Durchführung der regelmäßig stattfindenden Alumni- Treffen Geld vom DAAD einwerben. Der DAAD stellte ebenfalls Mittel für den Aufbau des Schwesterprogramms in Bangkok zur Verfügung, welches insbesondere für Austauschstudenten verwendet wurde. Die TU Bergakademie Freiberg erhält als staatliche Hochschule Mittel aus dem Etat des Freistaates Sachsen. Darüber hinaus hat die Universität ein sehr hohes Drittmittelaufkommen mit je Professor im Jahre 2009 das größte in Ostdeutschland mit entsprechenden positiven Auswirkungen für die Studierenden. Die beiden Masterstudiengänge sind in die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften integriert, deren Lehrende einen Großteil der Lehrveranstaltungen anbieten. Die relativ kleine Bibliothek mit ihrem Buch- und Zeitschriftenbestand und Datenbanken aller Fachgebiete bietet hervorragende Bedingungen für Literaturrecherchen und das Selbststudium. Die Ausstattung mit Computern ist sehr gut, aber die Nutzung eigener Laptops ist über das campusweit vorhandene Funknetz ebenso möglich. Ein großer Computerpool sowie der kleinere Pool für die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät unterstützen die Studierenden auch bei der Durchführung ihrer Aufgaben im Verlauf des 13

14 Studiums. Ein öffentlicher Internetauftritt des Studiengangs International Business in Developing & Emerging Markets wird überwiegend auf die Bedürfnisse der Bewerber auf Studienplätze ausgerichtet. Zur interaktiven Kommunikation zwischen den Studenten ist eine Facebook-Seite eingerichtet worden. In den Masterstudiengängen Master International Business in Developing & Emerging Markets und Master International Management of Resources & Environment gibt es außerdem eine intensive Nutzung der sächsischen Bildungsplattform OPAL mit der die Wissensvermittlung in den einzelnen Lehrveranstaltungen unterstützt wird, als auch Informationen bereitgestellt werden und schließlich eine interaktive Kommunikation über Lehrinhalte ermöglicht wird. Darüber hinaus wird OPAL von den Master International Business in Developing & Emerging Markets -Verantwortlichen für große Teile der Organisation des Studiengangs eingesetzt. Die Studierenden finden alle relevanten Informationen für ihren Studienablauf innerhalb dieses internetbasierten Systems. B-6 Qualitätsmanagement: Weiterentwicklung von Studiengängen Qualitätssicherung & Weiterentwicklung Instrumente, Methoden & Daten An der TU Bergakademie Freiberg ist seit August 2011 eine Qualitätsmanagementbeauftragte eingesetzt, die die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems bis zum Herbst 2012 begleiten wird. Unabhängig von diesem globalen System der Qualitätssicherung sind in den beiden Studiengängen schon seit Beginn Strukturen implementiert, die Lehrqualität zu erhalten bzw. zu erhöhen und nach Bedarf und auf Aufforderung der Studierenden strukturelle, organisatorische und/oder inhaltliche Änderungen des Studiengangs durchzuführen. Im Sommersemester 2010 wurde erstmalig eine Lehrevaluation unternommen. Befragt wurden die Studenten der Kohorte, die ihr Studium im Oktober 2010 aufgenommen hatten. In dieser ersten Runde wurden das gesamte Programm und ein Lehrmodul, das im selben Semester als Pflichtmodul angeboten wurde, einer Lehrevaluation unterzogen. In einer zweiten Runde wurden die Studenten befragt, die im Oktober 2011 aufgenommen wurden. Einbezogen wurde im Wintersemester 2010/2011 ein Lehrmodul und im Sommersemester 2011 wieder das Programm an sich und drei Module. In Zukunft werden immer ausgewählte Module im Wintersemester und im Sommersemester das Programm und weitere Lehrmodule evaluiert. Die Auswahl der zu evaluierenden Module wird in der Studienkommission festgelegt. Die jeweiligen Fragebögen haben einen Umfang von zwei Seiten mit Bewertungsfragen auf einer Rangskala. Fast alle Fragen haben ein Freifeld, der Fragebogen zum Programm darüber hinaus ein Freifeld für Vorschläge zur Verbesserung des gesamten Programms. Die Erfahrung zeigt, dass gerade diese Freifelder besonders hilfreiche Hinweise enthalten. Die Fragebögen sind an den Fragen der Lehrevaluation der gesamten Universität ausgerichtet und an das International Business in Developing & Emerging Markets -Programm angepasst. Für das Modul werden die Studenten über ihre Einschätzung der Qualität des Lehrpersonals, der Lehrmethoden, der Inhalte des Lehrumfangs und der Qualität des gesamten Moduls befragt. Der Fragebogen für das gesamte Modul beinhaltet Fragen. Die Auswertung der Befragung findet anonym statt. Die Ergebnisse der Lehrevaluation werden in der Studienkommission ausgewertet. Hier werden gegebenenfalls 14

15 Änderungen im Programm diskutiert. Die Erkenntnisse der Modulevaluation werden den Lehrenden mitgeteilt und diskutiert. Die Umsetzung der Empfehlungen wird überprüft. Die geschieht im Rahmen einer weiteren Lehrevaluierungsrunde und ggf. durch zusätzliche Befragungen von einzelnen Studenten. Wieder werden die Ergebnisse dieser Befragungen der Kommission vorgelegt. B-7 Dokumentation und Transparenz Relevante Ordnungen Für die Bewertung lagen folgende Ordnungen vor: Studienordnung (in-kraft-gesetzt) Fachspezifische Prüfungsordnungen (in-kraft-gesetzt) Immatrikulationsordnung (in-kraft-gesetzt) Diploma Supplement und Zeugnis Dem Antrag liegen studiengangsspezifische Muster der Diploma Supplements in englischer Sprache bei. B-8 Diversity & Chancengleichheit Konzept Die Hochschule stellt in dem Selbstbericht nur bedingt Informationen zum Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen von Studierendengruppen und Lehrendengruppen vor. Das Studentenwerk bietet neben einer sehr guten Essensversorgung in der Mensa und Cafeteria insbesondere auch preiswerte und gute Zimmer im Wohnheim. Etwa 20% der Studierenden können durch das Studentenwerk mit einem Zimmer versorgt werden. Für internationale Studierende ist dabei in jedem Jahr ein gewisses Kontingent reserviert. Bei finanziellen Schwierigkeiten, was angesichts der oft aus weniger finanzstarken Ländern kommenden Studierenden hin und wieder vorkommen kann, besteht zudem die Möglichkeit, vom Studentenwerk einen Kredit bzw. Hilfen aus weiteren Quellen zu erhalten, mit dem die finanzielle Notsituation überbrückt werden kann. Alle Studenten, die ihr drittes Semester an einer europäischen Partneruniversität fortsetzen, erhalten eine ERASMUS Stipendium. C Bewertung der Gutachter Basierend auf den jeweils zum Vertragsschluss gültigen Kriterien für die Akkreditierung von Studiengängen und den Fachspezifisch Ergänzenden Hinweisen des Fachausschusses 06 - Wirtschaftsingenieurwesen und des Fachausschusses 10 - Biowissenschaften. Zu 1: Formale Angaben Die Gutachter nehmen die Angaben der Hochschule zu Studiengangsform, Regelstudienzeit, Studienbeginn und Zielzahlen an dieser Stelle zur Kenntnis, und beziehen diese Angaben in ihre Gesamtbewertung ein. Die anfängliche Befürchtung, dass die zeitnahe Pensionierung der Programmverantwortlichen Auswirkungen auf die Profilierung der beiden Masterstudiengänge hätte, konnte im Gespräch mit den Vertretern des Rektorats entkräftet werden. 15

16 Zu 2: Studiengang: Inhaltliches Konzept & Umsetzung 2.1 Ziele der Studiengänge Die angestrebten akademischen Abschlüsse werden nach Ansicht der Gutachter nur in Teilen in den Zielen auf Studiengangsebene reflektiert. Die Gutachter halten die akademische Einordnung für den Masterstudiengang International Management of Resources & Environment für angemessen. Dagegen sehen sie bei der Zuordnung des Masterstudiengangs International Business in Developing & Emerging Markets zwar ihrer Intention nach auf der 2. Stufe des Deutschen Qualifikationsrahmens für Hochschulabschlüsse als richtig, diese jedoch in der Umsetzung noch nicht vollständig erreicht. Nach den Anforderungen des Deutschen Qualifikationsrahmens sollen die Absolventen das auf Bachelorniveau aufgebaute Wissen vertiefen und erweitern. Die Gutachter bemängeln jedoch, dass in einigen Modulen eine nur bedingt masteradäquate wissenschaftliche Grundlagenvermittlung stattfindet. Die Gutachter sehen den Grund für die Vermittlung von Basiswissen darin, dass Studierende mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründen zusammenkommen, die vorrangig auf ein einheitliches Niveau gebracht werden müssen. Sie merken an, dass die TU Freiberg gewährleisten muss die erforderlichen Vorkenntnisse über Zusatzangebote sicherzustellen, anstatt sie über Module, die eigentlich Bachelorniveau haben, in das Curriculum des Master zu integrieren. (Siehe auch Kapitel 2.5 und 4) 2.2 Lernergebnisse der Studiengänge Aus inhaltlicher Sicht stufen die Gutachter die in den schriftlichen Unterlagen und in den Gesprächen dargestellten Lernergebnisse als kompatibel mit den formulierten Lernzielen ein. Nach dem Urteil der Gutachter werden die studiengangsbezogenen Lernergebnisse und die sprachliche Ausrichtung der Lehrveranstaltungen in den jeweiligen Studiengangsbezeichnungen reflektiert Lernergebnisse der Module/Modulziele Die Gutachter stellen fest, dass die für den Studiengang insgesamt angestrebten Lernergebnisse in den einzelnen Modulen des Studiengangs konkretisiert sind. Aus den Modulbeschreibungen ist nach Ansicht der Gutachter grundsätzlich erkennbar, welche Kenntnisse (Wissen), Fertigkeiten und Kompetenzen die Studierenden in den einzelnen Modulen erwerben. Um sich ein genaueres Bild zu machen und eine abschließende Bewertung vornehmen zu können, bitten die Gutachter die Hochschule um die Nachlieferung eines Katalogs an Wahlpflichtmodulen beider Masterstudiengänge. Die Modulhandbücher sind für die Interessenträger zugänglich. 2.4 Arbeitsmarktperspektiven und Praxisbezug Die Gutachter halten die dargestellten Arbeitsmarktperspektiven in dem Masterstudiengang International Management of Resources & Environment in den genannten Berufsfeldern unter Berücksichtigung internationaler und nationaler Entwicklungen für nachvollziehbar. Durch die ausgeprägte internationale Ausrichtung haben die Absolventen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Insgesamt gewinnen die Gutachter in den Gesprächen den 16

17 Eindruck, dass das vorliegende Studienprogramm mit seinem wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Fundament auf eine angemessene Marktnachfrage trifft. Für den Masterstudiengang International Business in Developing & Emerging Markets kann noch keine abschließende Stellung bezogen werden, da es bisher erst zwei Absolventen gibt. Den Praxisbezug in den Masterstudiengängen bewerten die Gutachter als stark ausgebildet. Die Gutachter begrüßen, dass die Studierenden auf den Umgang mit berufsnahen Problem- und Aufgabenstellungen in den vorliegenden Studiengängen angemessen vorbereitet werden. 2.5 Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen Die Gutachter diskutieren mit den Vertretern der Hochschule, inwieweit sich die dargelegten Zugangs- und Zulassungsregeln qualitätssichernd für den Studiengang auswirken. Sie merken kritisch an, dass die Zulassungen zu den Studienprogrammen nicht verbindlich und transparent in den Ordnungen geregelt sind. Darüber hinaus halten sie die geschilderten Maßnahmen zum Ausgleich unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen für nicht zufriedenstellend. Es müssen die fachlich-inhaltlichen Anforderungen an einen Bewerber klar definiert und vorab geprüft werden. Speziell für den Masterstudiengang International Business in Developing & Emerging Markets geht aus den Unterlagen und den Gesprächen hervor, dass zwar ein wirtschaftswissenschaftlicher Hintergrund gewünscht wird, aus den Gesprächen mit den Programmverantwortlichen und den Studierenden geht jedoch hervor, dass aber auch Studierende mit ingenieurwissenschaftlichen Hintergründen zugelassen werden. Sollten die Bewerber nicht über die ausreichenden wirtschaftswissenschaftlichen Kompetenzen verfügen, muss die Hochschule Möglichkeiten anbieten, um die Kenntnisse vertiefen bzw. erweitern zu können. Das Gespräch mit den Studierenden unterstützt die Feststellung der Gutachter, dass Bewerber mit fehlenden wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnissen im weiteren Studium inhaltliche Probleme haben. Die Gutachter gewinnen den Eindruck, dass das Ungleichgewicht zu Lasten des Studiengangsniveaus des Masterstudiengangs International Business in Developing & Emerging Markets gehen könnte und daher den Studierenden entsprechende Möglichkeiten geboten werden sollten, um unzureichendes Vorwissen ggf. individuell zu vertiefen und zu erweitern. Die Anerkennungsregelungen für extern erbrachte Leistungen entsprechen nach Einschätzung der Gutachter nicht den Anforderungen, da die Anwendung der Lissabon-Konvention nicht explizit in den Prüfungsordnungen verankert ist. Die Gutachter merken an, dass Regeln vorhanden sein müssen, um das Erreichen der Lernergebnisse auf dem angestrebten Niveau sicherzustellen. 2.6 Curriculum/Inhalte Nach Ansicht der Gutachter sind die Curricula der vorliegenden Masterstudiengänge grundsätzlich an den angestrebten Lernergebnissen ausgerichtet, sie erkennen aber auch einige Inkompatibilitäten. In diesem Zusammenhang hinterfragen die Gutachter, ob das Modul Economic Theory (Makro- und Mikroökonomie) wirklich in einem Semester gelehrt werden kann. Sie empfehlen, die maßgeblichen Inhalte der Makro- und Mikroökonomie auf zwei 17

18 Semester auszuweiten, um das wirtschaftswissenschaftliche Wissen lernzielorientiert vermitteln zu können. Daneben erachten sie die fachlich-inhaltliche Verkopplung und Abstimmung hinsichtlich der wirtschaftswissenschaftlichen Methoden für verbesserungswürdig. Bezüglich des Masterstudiengangs International Business in Developing & Emerging Markets monieren sie, dass die Vermittlung des wirtschaftswissenschaftlichen Fachwissens vorwiegend grundlagenorientiert ist. Speziell die Inhalte aus den Modulen Economic Theory, International Economics and Development, International Banking and Finance in Emerging Markets behandeln nach Ansicht der Gutachter vorwiegend wissenschaftliche Grundlagen, die das angestrebte Masterniveau anzweifeln lassen. Zu 3: Studiengang: Strukturen, Methoden & Umsetzung 3.1 Strukturen und Modularisierung Die Kriterien der ASIIN für die Modularisierung bewerten die Gutachter als erfüllt. Die Modularisierung ist nach Einschätzung der Gutachter dahingehend gelungen, dass inhaltlich abgestimmte Lehr-/Lernpakete geschaffen wurden. Sie nehmen zur Kenntnis, dass der Studienverlaufsplan auf einen Beginn im Wintersemester hin abgestimmt ist. Das Curriculum des Masterstudiengangs International Business in Developing & Emerging Markets sieht einen verpflichtenden Auslandsaufenthalt im dritten Semester ein Auslandssemester vor. Für den Masterstudiengang Master International Management of Resources & Environment ist ein Auslandssemester grundsätzlich in jedem Semester möglich, jedoch nicht verpflichtend. Die Gutachter unterstützten diese Internationalisierungsstrategie der TU Freiberg ausdrücklich. 3.2 Arbeitslast & Kreditpunkte für Leistungen Die Gutachter stellen fest, dass das Kreditpunktesystem den Anforderungen entspricht. Ein Kreditpunkt wird für einen durchschnittlichen studentischen Arbeitsaufwand vergeben. Aus den Gesprächen mit den Studierenden sehen die Gutachter ihre Einschätzung bewertet, dass die Studiengänge prinzipiell innerhalb der Regelstudienzeit studierbar sind. Die Anerkennungsregelungen für extern erbrachte Leistungen sind ihrer Meinung nach nicht in den Prüfungsordnungen in geeigneter Weise verankert. 3.3 Didaktik Die Gutachter halten die im Rahmen des didaktischen Konzepts eingesetzten Lehrmethoden für grundsätzlich angemessen, die Studienziele umzusetzen. In den Auditgeprächen gewinnen sie den Eindruck, dass die eingesetzten didaktischen Instrumente den Lernbedürfnissen der Studierenden in den Masterstudiengängen entsprechen. Die Gutachter erkennen an, dass die Studierenden während des verhältnismäßig hohen Eigenstudiums gut organisiert sind, weisen gleichzeitig darauf hin, dass die autonome Eigenorganisation der Studierenden nicht selbstverständlich ist. In den Gesprächen mit den Studierenden zeigt sich, dass die Studierenden die Internationalität auch für das Studium positiv nutzen. 18

19 3.4 Unterstützung & Beratung Die Gutachter sehen, dass für die Beratung, Betreuung und Unterstützung der Studierenden nur in Teilen angemessene Ressourcen zur Verfügung stehen. Als positiv erkennen die Gutachter an, dass die Programmverantwortlichen sehr darauf bedacht sind, eine individuelle Förderung zu gewährleisten. In beiden Masterstudiengängen ist es den Studierenden ohne Zeitverlust möglich eine Praxisphase im Ausland zu absolvieren. Aus den Gesprächen mit den Programmverantwortlichen wird deutlich, wie wichtig ihnen die individuelle Betreuung insbesondere der ausländischen Studierenden ist. In den Vor-Ort-Gesprächen überzeugen sie sich zwar von dem engen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden und der guten Betreuung der Studierenden durch die Mitarbeiter der TU Freiberg, dennoch merken die Studierenden im Gespräch an, dass der Betreuungsaufwand durch die halbtags besetzte Koordinatorenstelle nur in Maßen abgedeckt werden kann. Sie würden es begrüßen, wenn die Stelle der Koordinatorin durchaus Vollzeit besetzt werden könnte. Zudem haben die Gutachter den Eindruck, dass die Unterstützung hinsichtlich der Organisation des Auslandaufenthaltes verbesserungswürdig ist. Den Studierenden werden zwar die Informationen zu den Partnerhochschulen zur Verfügung gestellt, aber für konkrete organisatorische Fragen wie Visumsbeschaffung etc. gibt es für die Studierenden offensichtlich keinen konkreten Ansprechpartner. Zu 4 Prüfungen: Systematik, Konzept & Ausgestaltung Nach Einschätzung der Gutachter sind die Prüfungsformen grundsätzlich lernzielorientiert ausgestaltet. Sie gelangen zu dieser Bewertung durch die mündlichen Erläuterungen der Programmverantwortlichen und Lehrenden. Die Studierenden bemängeln, dass der Bearbeitungszeitrum für Korrekturen von Prüfungsleistungen vereinzelt nicht eingehalten wird. Die Gutachter machen in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass für die Studierenden kein Nachteil durch die Verzögerung entstehen darf. Nach Ansicht der Gutachter ist die vorgesehene Prüfungsorganisation aber generell geeignet, die Studierbarkeit im Rahmen der Regelstudienzeit zu ermöglichen. Die vorgelegte Auswahl von Abschlussarbeiten und Klausuren dokumentiert aus Sicht der Gutachter nur partiell das Erreichen der Studienziele auf dem angestrebten Niveau. Eine Hauptursache hierfür sehen die Gutachter in den unterschiedlichen Vorkenntnissen. (Kapitel 2.5) Zu 5 Ressourcen 5.1 Beteiligtes Personal Die Gutachter bewerten die Zusammensetzung und (fachliche) Ausrichtung des beteiligten Personals als angemessen, um das Erreichen der angestrebten Lernergebnisse zum Studienabschluss zu erreichen. Die weit überwiegende Zusammensetzung des Lehrpersonals aus Professoren der beteiligten Fakultäten der TU Freiberg sowie ausländischer Partnerhochschulen sichern den Studienprogrammen aus ihrer Sicht ein Fundament an fachlicher Expertise. 19

20 Aus den Auditgesprächen und der exemplarischen Besichtigung gewinnen die Gutachter den Eindruck, dass das Weiterbildungsangebot für die Lehrenden das angestrebte Ausbildungsniveau unterstützt. 5.2 Personalentwicklung Die Gutachter gewinnen den Eindruck, dass die Lehrenden das Weiterbildungsangebot zunehmend wahrnehmen und bewerten dies positiv. 5.3 Institutionelles Umfeld, Finanz- und Sachausstattung Die Gutachter nehmen die Möglichkeiten, welche sich den vorliegenden Studiengängen grundsätzlich durch den Zugriff auf die sachliche Infrastruktur der TU Freiberg bieten, zur Kenntnis. Die sachliche Ausstattung der TU-Freiberg und ihre Verfügbarkeit für die Studiengänge werden von den Gutachtern als angemessen angesehen, um die Studienziele zu erreichen. Auch finanziell erscheinen ihnen die Masterprogramme nach den erläuternden Ausführungen der Hochschulleitung ausreichend abgesichert. Zu 6 Qualitätsmanagement: Weiterentwicklung von Studiengängen 6.1 Qualitätssicherung & Weiterentwicklung Die Gutachter erfahren in den Gesprächen mit den Studierenden, dass Lehrevaluationen durchgeführt werden und eine zeitnahe Rückkopplung stattfindet, jedoch nicht in regelmäßigen Abständen. Sie empfehlen daher, das Qualitätssicherungskonzept für die vorliegenden Studiengänge weiter zu entwickeln und die gewonnenen Erkenntnisse für kontinuierliche Verbesserungen zu nutzen. 6.2 Instrumente, Methoden und Daten Im Gespräch mit den Vertretern des Rektorats wird - wie im Selbstbericht schon erwähnt - deutlich, dass die Hochschule die Implementation eines hochschulweiten Qualitätssicherungssystems bis Herbst 2012 plant. Die Gutachter begrüßen diesen ganzheitlichen Ansatz auch im Hinblick auf die in Punkt 6.1. aufgezeigten bisherigen Mängel. Zu 7 Dokumentation und Transparenz 7.1 Relevante Ordnungen Die Gutachter nehmen die vorliegenden Ordnungen zur Kenntnis. Die Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen für beide Masterstudiengänge müssen überarbeitet werden. Die konkrete Ausführung hinsichtlich des Überarbeitungsbedarfs ergibt sich aus den in den übrigen Abschnitten dieses Berichts angesprochenen Punkten. 7.2 Diplomat Supplement Die Gutachter nehmen das vorliegende Diplomat Supplement für die Studiengänge zur Kenntnis. Nach ihrem Urteil gibt das Diplomat Supplement hinreichende Auskunft über Ziele, Struktur, Niveau und Inhalt des Studiengangs. Die Gutachter vermissen die Angaben über das 20

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