Profilstudium Bildungstheorie und Bildungsforschung

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1 Profilstudium Bildungstheorie und Bildungsforschung Master of Arts Erziehungswissenschaft Prof. Dr. Ruprecht Mattig Systematische Erziehungswissenschaft Prof. Dr. Ulrike Mietzner Historische Bildungsforschung Prof. Dr. Peter Vogel Allgemeine Pädagogik Prof. Dr. Lothar Wigger Allgemeine Erziehungswissenschaft

2 Historische und Anthropologische Bildungsforschung Systematische Erziehungswissenschaft Wissenschaftstheorie Erziehungs- und Bildungstheorien

3 Themen und Forschungsschwerpunkte Kultur und Geschichte Bildung und Aufklärung Bildung, Erziehung und Gesellschaft Bildung und Visualität Pädagogik als Wissenschaft Biographieorientierte Jugendforschung

4 Bildung, Erziehung und Gesellschaft Ethische Grundfragen Anerkennung Anerkennung in Subkulturen und Institutionen Anerkennung und Macht Anerkennung und Konkurrenz Anerkennung und Ehre Gerechtigkeit Gerechtigkeit und Gesellschaft Gerechtigkeit und Bildung Illusion der Chancengleichheit Sittlichkeit Moralisches Handeln heute Vernunft und Gesellschaft Erziehung und Ethik

5 Biographieorientierte Jugendforschung Fallanalysen von Jugendlichen auf Basis von qualitativen Interviews oder Materialien Selbst-, Fremd- und Weltsicht von Jugendlichen im gesellschaftlichen Kontext Individuelle Bildungsprozesse Gesellschaftliche Problemlagen und Ressourcen Risikobiografien und Krisenerfahrung Individuelle und gesellschaftliche Konflikte Bewältigungsstrategien und Potenziale

6 Bildung und Visualität Museum, Film und Gedenkstätte als Erinnerungsmedium Verwendung von Bildern in Medien Bilder als Quellen in der Forschung

7 Kultur und Geschichte Gedenkstätten und Museen Interkulturelle Biographien Jugendkultur

8 Bildung und Aufklärung Die Entstehung der modernen Pädagogik im Kontext der Aufklärung Natur als Argument: Inhalte und Strukturen des aufklärungspädagogischen Diskurses Anhalt-Dessau als Pädagogische Provinz Kinder- und Jugendliteratur der Aufklärung Immanuel Kant und die Folgen für die Erziehungswissenschaft

9 Pädagogik als Wissenschaft Erziehungswissenschaftliche Wissenschaftsforschung empirisch historisch theoretisch

10 Leistungen Vermittlung von erziehungswissenschaftlichen Theorien sowie qualitativen Forschungsmethoden (Bildanalyse, Interviewführung und -auswertung, Dokumentenanalyse, Betreuung und Anleitung bei der Entwicklung eigener Fragestellungen und Projekte Einführung in vielfältige erziehungswissenschaftliche Diskurse Strategien zur Informationsbeschaffung über den Wissensstand in dem jeweils untersuchten Bereich (Forschungsstandrekonstruktion) etc.)

11 Ziele und Kompetenzen Entwicklung von Methoden und Theorien zur Beobachtung und Analyse von Bildungsprozessen Beurteilung von adäquaten methodischen Verfahren zur Bearbeitung erziehungswissenschaftlicher Fragestellungen Beurteilung der gegenwärtigen erziehungswissenschaftlichen Theoriebemühungen auf Basis der Wissenschaftsgeschichte der Erziehungswissenschaft/ Pädagogik Erzeugung von erziehungswissenschaftlichen Daten anhand unterschiedlicher Quellen: Interviews, Autobiographien, historische und aktuelle Texte, Bilder, Medien, ästhetische Quellen etc. Umgang und Reflexion mit unterschiedlichen qualitativ und quantitativ erhobenen Daten Theoretische Reflexion von pädagogisch-praktischen Konzepten und ihren Legitimationen Verortung erziehungswissenschaftlicher Theorien, Methoden, empirischer Befunde in den Gesamtzusammenhang erziehungswissenschaftlichen Wissens Beurteilungskriterien für bildungspolitische Programme und Bildungsforschungs Initiativen Strategien zur Informationsbeschaffung über den Wissensstand in dem jeweils untersuchten Bereich (Forschungsstandrekonstruktion)

12 Mögliche Arbeitsfelder Hochschulen/Universitäten Stiftungen Vereine Soziale Einrichtungen Pädagogische Dienste in Museen Gedenkstätten Weiterbildungseinrichtungen Wirtschaft/pädagogische Verlage

13 Seminare im SoSe 2015 Fallanalysen: Biografieforschung (Wigger) Projekte zur Mikrogeschichte der Erziehung (P. Vogel) Modul 1.1 Bildungstheoretische Legitimationsprobleme und bildungspolitischer Diskurs (Vogel) Modul 1.2 Mit welcher Kultur haben wir es zu tun und wenn ja mit wie vielen? Eine bildungsphilosophische Perspektive auf die Kultur (Hosseini-Eckhardt) Modul 3.1 Lebensphasen und Lebensalter: Bedeutung für Bildung und Biographie (Mietzner) Modul 3.2 Generationenverhältnisse und Generationenbeziehungen aus pädagogischer Sicht (Mattig) Problem- und Entwicklungsfelder Jugendlicher in Sozialisationsinstanzen (Herzog) Modul 4.1 Qualitative Bildungsforschung I (Mattig) Modul 4.2 Qualitative Biographieforschung II (Herzog) Modul 5/6.1 Das Problem der Willensfreiheit (Ahmic) Modul 5/6.2 Wissenschaftsgeschichte der Erziehungswissenschaft (Vogel) Modul 6 Politische Jugend - Jugend in Aufruhr - empirische, theoretische und methodische Zugänge (Mietzner, Neuendank, Hübscher, Vogel, Meyer, Aslan) Neuere Ergebnisse der Bildungstheorie und Bildungsforschung (Wigger) Probleme der Verknüpfung von Theorie und Empirie in der Bildungsforschung (Mattig)

14 BEWEGTEjugend Bewegte Jugend Die Veranstaltungsreihe»BEWEGTEjugend - Jugend in Aufruhr«ermöglicht den Abschluss des Modul 6: Im ersten Teil der Veranstaltung werden durch Vorträge des Lehrstuhlteams inhaltliche, theoretische und methodische Basiskompetenzen vermittelt und in Workshops erprobt (Element 1); darüber hinaus wird im zweiten Teil der Veranstaltung das eigene Forschungsinteresse am Thema individuell und projektförmig vertieft (= Element 2). Die Projektdurchführung (= Element 3) erfolgt im Wintersemester 2015/16 und schließt mit einer Modulprüfung ab. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wird damit einerseits ein Thema angeboten, das theoretisch und methodisch individuelle Spielräume eröffnet und zulässt, das aber andererseits durch die konsekutive inhaltliche Rahmung ein konsistentes Forschungsprogramm ermöglicht. Jugend in Aufruhr MODUL 6 ELEMENT 1 montags von 16:00-18: BEWEGTEjugend: Jugend in Aufruhr Thematische Einblicke und Ausblicke Prof. Dr. Ulrike Mietzner»Wir wollen eine andere Welt«Jugendforschungen zum Thema Politische Jugend Historische und aktuelle Jugendstudien sowie deren Rezeptionsgeschichte werden vorgestellt und diskutiert, Interessen hinter den Studien, ihre Konjunkturen und Instrumente analysiert und ihre Methoden und Ergebnisse reflektiert. Außerdem werden international vergleichende Studien berücksichtigt Ljuba Meyer Jüdische Jugend in Deutschland: 1900 bis 1945 Der Beitrag thematisiert die Lebensbedingungen von Jugendlichen jüdischer Herkunft in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben allgemeinen Aspekten des Themas Jugend sollen spezifische Aspekte der jüdischen Jugend in Deutsch-

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