Lauffeuer 3. Postvertriebsstück G 3667 ISSN März Jahrgang

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1 Lauffeuer 3 Postvertriebsstück G 3667 ISSN Zeitschrift der DEUTSCHEN JUGENDFEUERWEHR März Jahrgang

2 Die Leistungsspange Aus (FwDV) 4 mach (FwDV) 3! Die Jungs und Mädels der Kreisjugendfeuerwehr Untertaunus haben das Lauffeuer-Team bei den ersten Übungen zur Leistungsspange über die Schultern schauen lassen... Richtlinien für den Erwerb der Leistungsspange als Ergänzungslieferung im Heft Die Leistungsspange ist wahrscheinlich für jedes Jugendfeuerwehrmitglied ein wenn nicht sogar das Highlight zum Abschluss seiner/ihrer meist langjährigen Zeit in der Jugendfeuerwehr. Wochenlang bereitet man sich mit seiner Gruppe vor, in dem das in der Jugendfeuerwehrzeit vermittelte Wissen noch einmal intensiv gefestigt wird. So übt man den Löschangriff, trainiert das Kugelstoßen und versucht die super Zeit aus der Schnelligkeitsübung von vergangener Woche nochmals zu unterbieten. Und alles nur für diesen einen Tag: Der Tag der Leistungsspangenabnahme. Bisher wurde der Löschangriff nach den Regeln der Feuerwehrdienstvorschrift 4 (FwDV4) durchgeführt. Am 1. September 2007 wurde in der Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr in Weyhe beschlossen, dass der Löschangriff nun nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3 durchgeführt wird. Diese Regelung ist zum Jahreswechsel in Kraft getreten und so werden alle Leistungsspangengruppen in ganz Deutschland ab 2008 zum ersten Mal nach FwDV3 starten. Die Fotostory in dieser Lauffeuer- Ausgabe soll euch einen Überblick verschaffen und als Übungsstütze für eure Vorbereitungen zur Leistungsspangenabnahme dienen. 1 A Fragenbeantwortung Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird mit der Gruppe ein etwa 15 Minuten langes lockeres Gespräch über die Organisation und Technik der Feuerwehr sowie auch über allgemeine gesellschaftliche und jugendpolitische Themen geführt. Dazu tritt die Gruppe im Übungsanzug der DJF an. So wie hier auf dem Foto zu sehen kann der Helm dabei ruhig abgelegt werden. Der Wertungsrichter führt das Gespräch so, dass er schell ein sehr gutes Bild über das Wissen der zu bewertenden Gruppe bekommt. Auf unserem Foto begrüßt Wertungsrichter Markus Brinkmann die Gruppe und lässt sich gleich den Bewertungsbogen aushändigen, in dem er die Bewertung und den Gesamteindruck eintragen wird. Natürlich hat unsere Gruppe diese Übung mit Bravour gemeistert. B Löschangriff Die wohl anspruchsvollste und komplexeste Disziplin der Leistungsspangenabnahme ist der Löschangriff. Unsere Übung ist eine mögliche Variante der FwDV3. Auf dem Übungsplatz tritt die Gruppe zwischen dem Ablageplatz und der TS an. Von rechts nach links steht der Maschinist vor dem Melder, daneben Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp. Der Gruppenführer steht in angemessenem Abstand vor seiner Gruppe. Damit die Wertungsrichter genau erkennen, wer welche Funktion hat, tragen die Teilnehmer Brusttücher mit taktischen Zeichen. Der Gruppenführer gibt den Einsatzbefehl für die Durchführung des Löschangriffs an die Gruppe und an den Angriffstrupp den Befehl Angriffstrupp zur Brandbekämpfung 1. Rohr zum linken Brandabschnitt über den Rasen vor!. Me A W S Ma A W S Lauffeuer

3 1 Der Ablageplatz: Die Gruppe rollt die Schläuche für die Übung selbst auf und platziert die einzelnen Armaturen so auf dem Ablageplatz, wie es für die Trupps am besten ist. Ob die Schläuche liegen oder stehen, kann jede Gruppe für sich entscheiden. Auf dem Ablageplatz befinden sich vier A-Saugschläuche und ein Saugkorb, drei Kupplungsschlüssel, die Ventil- und die Halteleine, ein doppelt gerollter B-Schlauch, sechs doppelt gerollte C-Schläuche und drei Strahlrohre, ein Verteiler und fünf Handlampen. Bei der Durchführung/Abnahme der LSP ist natürlich stets auf die UVV-Bestimmungen zu achten. Die Gruppe tritt mit im DJF-Übungsanzug, DJF-Helm, festem Schuhwerk, mit Schutzhandschuhen und Brusttüchern mit taktischen Zeichen an Der Angriffstruppführer wiederholt den Befehl und rüstet sich dann mit einer Handlampe und der -mann mit einem Strahlrohr aus. Der Trupp setzt den Verteiler und verlegt seine C-Leitung selbst Lauffeuer 3

4 Der Angriffstruppführer rollt den ersten C-Schlauch vom Verteiler aus und kuppelt den Schlauch am linken Abgang des Verteilers an. Anschließend verlegt er zügig den Schlauch und kuppelt ihn an dem vom Angriffstruppmann als Schlauchreserve ausgerollten zweiten C-Schlauch an Der Angriffstruppmann verlegt nun die Schlauchreserve. Anschließend kuppelt der Trupp das Strahlrohr an. Jetzt kann der Angriffstruppführer das Kommando 1. Rohr Wasser marsch! geben und die Bestätigung des Kommandos durch den Schlauchtrupp entgegennehmen Lauffeuer

5 Parallel zu der Arbeit des Angriffstrupps bereiten Maschinist, Wasser- und Schlauchtrupp die Saugleitung vor. Der Befehl lautet: Wasserentnahmestelle offenes Gewässer Während der Maschinist den Saugkorb, Ventil- und Halteleine und die Kupplungsschlüssel vom Ablageplatz holt, kümmern sich die beiden Trupps jeweils um zwei Saugschläuche, die sie voreinander ablegen Der Wassertrupp kuppelt die Saugschläuche, der Schlauchtrupp unterstützt. Gut zu merken: Der Schlauchtruppführer steht in dem Fall immer hinter dem Wassertruppführer, beide in Blickrichtung Pumpe. Die Truppmänner stehen in Blickrichtung Saugkorb hintereinander Lauffeuer 5

6 Damit die Kupplungen sich nicht lösen und bis zum Anschlag verdreht sind, müssen die Schläuche mit Kupplungsschlüsseln gekuppelt werden. Wenn die Schlüssel gerade nicht benötigt werden, liegen sie im Arbeitsbereich des Wassertrupps. Weil das Wetter in Idstein so gut war und die Schatten daher so dunkel, sieht man den zweiten Schlüssel nicht auf allen Bildern. Keine Angst: Er ist immer da Sind die vier Saugschläuche und der Saugkorb aneinandergekuppelt, nimmt der Wassertruppführer die Halteleine und sichert den Saugkorb z. B. mit einem Zimmermannstich und die Saugleitung mit Halbschlägen Lauffeuer

7 Der Wassertruppmann und der Schlauchtrupp halten die Saugleitung hoch damit der Wassertruppführer problemlos die Leinen anlegen kann. Wenn die Stiche und Schläge fertig sind, wird die Ventilleine angebracht und nach einem Warnruf Richtung Pumpe geworfen. Nun gibt der Wassertruppführer den Befehl Saugleitung hoch. Die Saugleitung wird so in Höhe des Saugstutzens der TS gehalten, dass der Maschinist sie leicht an die TS ankuppeln und dann mit dem Kupplungsschlüssel festziehen kann. Er bestätigt dies durch ein Fertig!. Jetzt gibt der Wassertruppführer den Befehl Saugleitung zu Wasser! Wie ihr wisst, gibt es bei der Leistungsspangenabnahme keine reale Wasserentnahmestelle. Daher wird der Saugschlauch nur symbolisch ins Wasser gelegt. Der Maschinist sichert nun die Halteleine an einem Tragegriff der TS Lauffeuer 7

8 Jetzt muss sich der Schlauchtrupp um die weiteren C-Leitungen kümmern. Dafür bringt er die übrigen vier C-Schläuche vom Ablageplatz in Höhe Verteiler Lauffeuer

9 Währenddessen verlegt der Wassertrupp die B-Leitung von der Pumpe zum Verteiler Nach dem Ausrollen kuppelt der Maschinist die B-Leitung an den Druckstutzen der TS an und der Wassertrupp verlegt den Schlauch zügig und kuppelt ihn am Verteiler an Steht die B-Leitung, ruft der Wassertruppführer dem Maschinisten zu: Wasser marsch!. Dieser bestätigt den Befehl klar und deutlich mit Verstanden! und Handzeichen und dreht das Ventil auf. Ab jetzt fungiert der Wassertrupp als zweiter Angriffstrupp und steht für weitere Aufgaben zur Verfügung Lauffeuer 9

10 Das Kommando des Angriffstruppführers: 1. Rohr Wasser marsch! bestätigt der Schlauchtruppführer mit einem lauten Verstanden! und gehobenem Arm und dreht das entsprechende Ventil am Verteiler auf. Der Schlauchtruppmann übernimmt in der Zeit die Schlauchaufsicht am C-Schlauch. In Höhe des Verteilers hat sich der Gruppenführer mit seiner Handlampe platziert und gibt dem Wassertrupp jetzt den neuen Einsatzbefehl: Zur Brandbekämpfung 2. Rohr zum rechten Brandabschnitt über den Rasen vor!. Auch dieser Befehl wird vom Wassertrupp durch Wiederholen bestätigt Der Wassertrupp begibt sich zum Ablageplatz und rüstet sich mit Strahlrohr und Handlampe aus. In der Zeit verlegt der Schlauchtrupp vom rechten Brandabschnitt zum Verteiler also genau umgekehrt! die C-Schlauchleitung für den Wassertrupp Lauffeuer

11 Der Schlauchtruppmann rollt den ersten C-Schlauch aus und wartet auf den Wassertrupp, um ihm die eine Schlauchkupplung zu übergeben. Wassertruppführer und -mann kuppeln gemeinsam das Strahlrohr an und geben mit klarem Handzeichen das Kommando 2. Rohr Wasser marsch!. Der Schlauchtruppführer bestätigt den Befehl und rollt erst jetzt den zweiten Schlauch aus Lauffeuer 11

12 51 53 Gemeinsam kuppelt der Schlauchtrupp die Schläuche zusammen. Nun verlegt der Schlauchtruppführer den Schlauch bis zum Verteiler und kuppelt ihn am rechten Abgang des Verteilers an. Jetzt gibt der Schlauchtruppführer den Warnruf Kommt Wasser!, damit der Wassertrupp sich auf das ankommende Wasser (bei der Übung immer nur symbolisch!) einstellen kann. Dann dreht er das entsprechende Ventil auf. Nachdem alle erteilten Befehle ausgeführt wurden, erhält der Schlauchtrupp seinen letzten Befehl. Zur Brandbekämpfung 3. Rohr zum mittleren Brandabschnitt über den Rasen vor! Auch dieser Befehl wird vom Truppführer wiederholt Lauffeuer

13 57 58 Da die beiden nötigen C-Schläuche bereits am Verteiler liegen, muss sich der Trupp nur noch am Ablageplatz mit dem Strahlrohr und einer Handlampe ausrüsten. 59 In der Zeit erhält der Melder vom Gruppenführer den Befehl, Melder übernimmt Verteiler. Auch dieser Befehl wird laut wiederholt. Die gehobene Hand wirkt unterstützend 60 Der Schlauchtruppmann rollt den 1. C-Schlauch aus, übergibt ein Ende dem Melder und verlegt den Schlauch in Richtung Brandabschnitt. Beim Ausrollen darauf achten, dass Verletzungen ausgeschlossen werden Der Melder kuppelt den Schlauch an den mittleren Abgang des Verteilers an. Der Schlauchtruppführer rollt den zweiten Schlauch als Schlauchreserve aus. Gemeinsam kuppeln Führer und Mann den Schlauch und auch das Strahlrohr an Lauffeuer 13

14 Rohr Wasser marsch! lautet auch hier das Kommando, das der Schlauchtruppführer zum Melder ruft. Dieser bestätigt mit klarem Handzeichen und dreht das entsprechende Ventil am Verteiler auf. Der Maschinist überwacht und bedient bis zum Ende der Übung die TS. Der Melder besetzt und bedient jetzt den Verteiler. Um über den gesamten Ablauf der Übung einen guten Überblick zu haben hält der Gruppenführer sich auf Verteilerhöhe auf. Von der Pumpe aus gesehen steht der Angriffstrupp mit dem ersten Rohr links, rechts der Wassertrupp und in der Mitte befindet sich nun der Schlauchtrupp Lauffeuer

15 C Schnelligkeitsübung Auf die Plätze fertig los! Die Gruppe ist in einer Reihe angetreten und acht Mitglieder haben einen C-Schlauch vor sich liegen oder wie hier auf den Bildern stehen. Die Brusttücher mit den taktischen Zeichen wurden gegen Nummern-Brusttücher ausgetauscht. Mit dem Startkommando greifen sich acht JFMs ihren Schlauch und verlegen sie so schnell wie möglich hintereinander in einer Reihe aus. Bei der Schnelligkeitsübung müssen die C-Schläuche immer zu zweit in numerischer Reihenfolge ( 1 mit 2, 2 mit 3, usw.) gekuppelt werden. Der Gruppenführer verlegt keinen Schlauch; er hat die Aufgabe mögliche Verdrehungen in der verlegten Schlauchleitung zu beseitigen, in dem er die gesamte Schlauchleitung abläuft. Ist die Gruppe fertig, stellt sie sich am Ende der Übungsbahn auf und der Gruppenführer signalisiert mit Handzeichen Fertig! oder Übung beendet! Lauffeuer 15

16 Lauffeuer

17 D Staffellauf Beim Staffellauf muss die Gruppe insgesamt eine Strecke von Metern laufen. Dabei ist es der Gruppe überlassen, wie lang die Teilstrecken der einzelnen Mitglieder sind. Wichtig ist, dass in numerischer Reihenfolge gelaufen wird und die Bahn nicht zur Erzielung eines Vorteils verlassen wird. Die Übergabe des Staffelholzes sollte gut geübt werden. Klappt es nicht, das Holz im Laufen zu übergeben, geht kostbare Zeit verloren. Auch zahlt es sich aus, sich vor der Übung warm zu laufen. Die Übung wird natürlich in Sportkleidung und Sportschuhen absolviert. Lediglich die Brusttücher mit den Nummern sorgen für einheitliches Auftreten. Damit ihr euch bei der Leistungsspangenabnahme besser orientieren könnt, sind am Rand der Bahn Schilder mit Meterangaben aufgestellt. Beim Üben kann man wie hier auf der 400-Meter-Bahn aber auch die aufgezeichneten Hilfslinien auf dem Boden nutzen, um sich passend zu positionieren. Sollte keine 400-Meter-Rundlaufbahn (Stadion) zur Verfügung stehen, so kann der Meter Staffelauf natürlich auch auf einer Alternativstrecke erfolgen Lauffeuer 17

18 1 2 E Kugelstoßen Beim Kugelstoßen geht es um Körperkraft und -gewandtheit. Die Gruppe ist im Sportdress und hat die nummerierten Brusttücher an. Hintereinander wird nun die Kugel gestoßen, entweder auf einer Bahn oder wie hier auf den Fotos von einem festen Punkt aus. In diesem Fall wird die Weite nach jedem Stoß gemessen und addiert. Die Jungs haben es etwas schwerer: Sie müssen mit einer 5 kg schweren Kugel stoßen. Die Mädels können sich mit 4 kg abrackern. Sollte ein Gruppenmitglied übertreten oder die Latte verschieben, ist die erzielte Weite ungültig und es könnte dann schwierig werden, die Mindestweite von 55 Metern zu erreichen. 3 pj Lauffeuer

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