Jahresbericht 2013/2014 der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

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1 Jahresbericht 2013/2014 der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

2 Jahresbericht 2013/2014 der Hochschule Albstadt-Sigmaringen Berichtszeitraum: bis Herausgeber: Hochschule Albstadt-Sigmaringen Anton-Günther-Str Sigmaringen Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen teilweise nur die männliche Form gewählt, es ist jedoch immer die weibliche Form mitgemeint. 1

3 INHALT: 1. MEILENSTEINE IM STUDIENJAHR 2013/14 - ERREICHTE ZIELE 1.1 Neuausrichtung des Studienangebots S Lehrqualität S Forschungsaktivitäten S Zusammenarbeit mit Schule und Wirtschaft S Studierendenförderung S Regionalentwicklungsprojekte S Öffentlichkeitsarbeit S ZAHLEN UND FAKTEN 2.1 Studium S Forschung und Entwicklung S Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen S Personal und Finanzen S Baumaßnahmen S PROFIL DER HOCHSCHULE S. 26 2

4 1. MEILENSTEINE IM STUDIENJAHR 2013/14 - ERREICHTE ZIELE 1.1 Neuausrichtung des Studienangebots Neue Fakultät Computer Science/Informatik Der Senat der Hochschule Albstadt-Sigmaringen hat am beschlossen, bis zum Wintersemester 2014/15 eine neue Fakultät Computer Science/Informatik einzurichten. Das Konzept für eine vierte Fakultät war in einer Arbeitsgemeinschaft entstanden, die sich im Auftrag des Rektorats intensiv mit der Neugestaltung der Informatik- Studiengänge auseinandergesetzt und Marktanalysen durchgeführt hatte. Im Oktober stimmte der Hochschulrat und im Dezember der Senat in einer öffentlichen Sitzung der notwendigen Änderung der Grundordnung zu. Ziel ist es, das Profil der Hochschule im Bereich Informatik weiter zu schärfen und ein durchgängiges Bildungsangebot für verschiedene Zielgruppen zu schaffen. Neben den bereits vorhandenen Informatik-Studiengängen werden neue innovative Studienangebote unter dem Dach der Fakultät Computer Science/Informatik angeboten. Den Studierenden stehen verschiedene interessante Bildungsmöglichkeiten und unterschiedliche Bildungswege offen. Die Bachelorstudiengänge haben in den ersten beiden Semestern zahlreiche gemeinsame Module. Nach einer Orientierungsphase können die Studierenden deshalb problemlos zwischen den Studiengängen wechseln. Im Anschluss an das grundständige Studium können sie sich in einen Masterstudiengang einschreiben oder direkt in den Beruf starten und evtl. später neben Beruf oder Familie einen Online-Studiengang belegen. Die auf Berufstätige zugeschnittenen Programme des Open Competence Center for Cyber Security runden das Informatik-Profil der Hochschule ab. Folgende Studiengänge gehören zur Fakultät Computer Science/Informatik: Bachelorstudiengänge: IT Security (NEU im WS 2014/15) Technische Informatik Wirtschaftsinformatik Masterstudiengänge: Business Analytics (NEU im WS 2014/15) Data Science (NEU im WS 2015/16; berufsbegleitend) Digitale Forensik (berufsbegleitend) Systems Engineering Neuer Studiengang IT Security (Bachelor of Science) Der Bachelorstudiengang IT Security wird ab dem Wintersemester 2014/15 angeboten. In sieben Semestern lernen die Studierenden am Standort Albstadt zum Beispiel, wie man Daten sicher speichert und überträgt, wie man Viren oder Trojaner erkennt und bekämpft, wie man Netzwerke sicher entwirft und gegen Angreifer schützt oder wie man digitale Spuren von Kriminellen findet und dokumentiert. Auf dem Stundenplan stehen Fächer aus den Gebieten IT Security, Allgemeine Informatik, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre und Soft Skills. Technik- und Informatikkenntnisse bilden die Grundlage. Da IT-Sicherheit immer stärker im Unternehmensmanagement verankert ist, sind auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse wichtig. 3

5 Neuer Studiengang Business Analytics (Master of Science) Der konsekutive Masterstudiengang Business Analytics, der ebenfalls im Wintersemester 2014/15 in Albstadt startet, ist für Absolventen von Bachelorstudiengängen aus dem Bereich Informatik gedacht, die sich für das schnell wachsende Gebiet der Datenanalyse qualifizieren wollen. Der Begriff Business Analytics steht für Verfahren und Methoden, die auf Basis bestehender Daten Prognosen für künftige Entwicklungen in Unternehmen erlauben. Der Studiengang ist auf drei Semester ausgelegt. Auf dem Studienplan stehen Lehrveranstaltungen zu den beiden begriffsbildenden Disziplinen Business und Analytics mit Pflichtmodulen wie Business Intelligence, Advanced Statistics und Data- and Webmining. Außerdem beschäftigen sich die Studierenden mit Themen wie Big Data, strategisches IT-Management und Semantic Web Neuer Studiengang Data Science (Master of Science) In Kooperation mit der Research Group Data- & Web Science der Universität Mannheim und dem Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik der Universität Tübingen entsteht an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen einer der im deutschsprachigen Raum ersten, gezielt auf das Berufsbild der Data Scientists ausgerichteten Weiterbildungsstudiengänge auf wissenschaftlichem Master-Niveau. Die Entwicklung dieses hochinnovativen Weiterbildungsformats wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. Im Wintersemester 2015/16 soll der berufsbegleitende Masterstudiengang Data Science starten Neuer Studiengang Material and Process Engineering (Bachelor of Engineering) Ab dem Wintersemester 2014/15 wird außerdem der siebensemestrige Bachelorstudiengang Material and Process Engineering am Standort Albstadt angeboten Er ist eine Weiterentwicklung des Studiengangs Textile Produkttechnologie Technische Textilien, der dafür ausläuft. Das neuartige interdisziplinäre Studienangebot zeichnet sich durch zwei Vertiefungsrichtungen aus: Technical Textiles und Advanced Materials. In den ersten beiden Semestern bekommen die Studierenden zunächst einen Überblick über die Werkstoff- und Verfahrenstechnik. Ab dem dritten Semester beschäftigen sie sich in der Vertiefungsrichtung Technical Textiles mit faserbasierten Materialien und deren Herstellung bis hin zum Endprodukt. Ziel ist die Erzeugung bestimmter Funktionen und technischer Eigenschaften. In der Vertiefungsrichtung Advanced Materials stehen moderne Zukunftswerkstoffe wie Metalle, Kunststoffe oder Technische Textilien im Fokus sowie Verfahren, um diese zum Beispiel zu modernen Verbundwerkstoffen oder Smart Materials zu kombinieren. Außerdem geht es um Innovations- und Technologiemanagement Start der Open C³S-Angebote Am Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Albstadt-Sigmaringen startete 2011 das Großprojekt Open Competence Centers for Cyber Security, kurz Open C³S, als deutschlandweit größte Weiterbildungsinitiative im Themengebiet IT-Sicherheit. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen leitet den Verbund von neun im Bereich IT- Sicherheit renommierten Fachhochschulen und Universitäten (Hochschule Albstadt- Sigmaringen, Technische Universität Darmstadt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Hochschule Darmstadt, Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Offenburg, Freie Universität Berlin, Eberhard Karls Universität Tübingen, Ludwig- Maximilians-Universität München). Ziel des Projekts ist es, mit innovativen Aus- und Weiterbildungskonzepten für dringend benötigte Fachkräfte im Bereich IT-Sicherheit zu sorgen. Die deutschlandweit einzigartigen Open C³S-Studienprogramme sind auf Berufstätige, Studierende mit familiären Verpflichtungen und allgemein nicht-klassisch 4

6 Studierende zugeschnitten, die im Fernstudium studieren oder sich zu speziellen Fachthemen fortbilden wollen. Das Projekt soll unter anderem zur Öffnung der Hochschulen beitragen, etwa für beruflich Qualifizierte ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung startete die Pilotphase. Die Teilnehmer der Pilotprogramme müssen dank einer BMBF-Förderung im Rahmen des Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen" bis März 2015 keine Studiengebühren bezahlen. Im Januar 2014 startete das Studium Initiale in die Pilotphase. Das Studium Initiale richtet sich grundsätzlich an zwei Zielgruppen: Studieninteressierte ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung und solche mit Hochschulzugang, die Wissenslücken oder Kompetenzdefizite ausgleichen wollen. Die Teilnehmer eignen sich in Vorbereitungskursen fehlendes Fachwissen in den Gebieten Programmierung, Mathematik und Digitale Rechnersysteme an oder frischen altes Wissen wieder auf. Außerdem lernen sie wissenschaftliches Arbeiten und eignen sich weitere Schlüsselkompetenzen sowie fachspezifische Englischkenntnisse an. Es gibt überwiegend Online-Lernphasen und wenige Präsenztermine. Es ist möglich, weitgehend selbstbestimmt zu lernen und sich die Zeit einzuteilen. Teilnehmer ohne Hochschulzugangsberechtigung sollen am Ende für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang IT-Sicherheit oder einen anderen Informatik- Studiengang zugelassen werden können. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen und die Hochschule Darmstadt sind für dieses Teilprojekt verantwortlich. Das Zertifikatsprogramm läuft ebenfalls seit Januar 2014 in der Pilotphase. Es steht für eine gezielte wissenschaftliche Weiterbildung im Bereich Cyber-Sicherheit. Es umfasst 35 in sich abgeschlossene Studienmodule zu den Themenschwerpunkten Sicherheit, Forensik, Kryptografie, Recht, Politik und praktische Informatik. Die achtwöchigen Module können neben Beruf oder Familie absolviert werden. Das Zertifikatsstudium hat keine formellen Zugangsbeschränkungen. Die Teilnehmer haben teilweise die Möglichkeit, ihre Prüfungsleistungen auf den Bachelorstudiengang IT-Sicherheit oder den Masterstudiengang IT Governance, Risk and Compliance Management anrechnen zu lassen. Am Zertifikatsprogramm arbeiten fünf Hochschulen mit: die Freie Universität Berlin, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Ludwig-Maximilians- Universität München, die Ruhr-Universität Bochum sowie die Hochschule Albstadt- Sigmaringen. Um genügend Fachkräfte im Bereich Cyber Security auszubilden, müssen neue Zielgruppen angesprochen werden. Zum Beispiel Berufstätige oder Menschen mit Familienpflichten, für die kein Vollzeitstudium infrage kommt. Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang IT-Sicherheit ist auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Er ist auf neun Semester in Teilzeit ausgelegt und in Module aufgeteilt. Die einzelnen Module können innerhalb von Studienlevels in nahezu unabhängiger Reihenfolge belegt werden. Dadurch ist ein flexibles Lernen möglich. Die Studierenden sind an der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eingeschrieben, die den innovativen Studiengang in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum, dem Center for Advanced Security Research Darmstadt und der Hochschule Offenburg entwickelt hat. Im Wintersemester 2013/2014 und im Sommersemester 2014 wurde im Rahmen eines Probelaufs eine Auswahl an Modulen des Studiengangs auf Zertifikatsbasis angeboten. Bei erfolgreichem Bestehen dieser Module können diese später im Studium angerechnet werden. Der im Rahmen des Projekts entwickelte berufsbegleitende und online-basierte Masterstudiengang IT Governance, Risk and Compliance Management startet im Oktober 2014 im Pilotbetrieb. Das einzigartige Studienangebot richtet sich an Interessierte, die nach einem Erststudium und mindestens einem Jahr relevanter Berufserfahrung ihren Masterabschluss neben Beruf oder Familie erwerben und sich umfangreiche Kompetenzen in den Gebieten IT Governance, IT Risk und IT Compliance Management aneignen möchten. Das sechssemestrige Studium läuft größtenteils online 5

7 ab. Pro Semester gibt es vier Präsenztermine. Die Studierenden müssen dank einer BMBF-Förderung im Rahmen des Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen" bis März 2015 keine Studiengebühren bezahlen. Die Studierenden sind an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen eingeschrieben, die den in Deutschland einzigartigen Studiengang in Kooperation mit der Eberhard Karls Universität Tübingen, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Center for Advanced Security Research Darmstadt konzipiert hat Neuer Studiengang Energiewirtschaft und Management (Bachelor of Science) Im Juli 2014 beschloss der Senat, dass der Bachelorstudiengang Energiewirtschaft und Management eingerichtet wird. Der Start ist frühestens im Wintersemester 2015/16 geplant. Der Studiengang soll sich mit wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen der Energie-Supply-Chain aus der marktorientierten wie auch aus der unternehmensorientierten Perspektive der Energiewirtschaft auseinandersetzen. Kernkompetenzen und Wissensgebiete der Fakultät Business and Computer Science werden eingebracht und auf das Anwendungsfeld Energiewirtschaft fokussiert. Hierzu zählen: Managementfokus, Entscheidungsorientiertes Handeln, Supply Chain Management, Controlling, Marketing, Finanzierung, Projekt-, Risiko- und Prozessmanagement. 1.2 Lehrqualität Innovative Lehrprojekte Die persönliche und intensive Betreuung der Studierenden ist ein wichtiges Merkmal der Hochschule in einer Zeit, in der die Heterogenität der Studierenden zunimmt. Manchen Studienanfängern fällt der Übergang von der Schule zur Hochschule schwer. Sie müssen sich zunächst an die neuen Lernbedingungen gewöhnen. Oft bereiten die naturwissenschaftlichen-mathematischen Grundlagenfächer Schwierigkeiten. Manche Studienanfänger starten ihr Studium schon mit Wissenslücken aus der Schulzeit. Außerdem spielt das soziale Umfeld der Studierenden eine Rolle. Wer wenig Kontakt zur akademischen Welt hatte, fühlt sich vielleicht nicht gleich wohl. Was auch immer die Gründe für Startschwierigkeiten sind, die Studienanfänger der Hochschule Albstadt-Sigmaringen werden nicht allein gelassen. Sie bekommen Hilfestellung durch innovative didaktische Maßnahmen und Betreuungsangebote, die dank mehrerer Förderprogramme, die die Hochschule einwerben konnte, möglich sind startete das Projekt Mehr Qualität in der Lehre, in das bis 2016 rund zwei Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm für eine Verbesserung der Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ( Qualitätspakt Lehre ) fließen. Die Mittel werden hauptsächlich für zusätzliches Personal eingesetzt. Drei Professorenstellen konnten vorzeitig besetzt und dadurch die Betreuungsrelation in den Grundlagenfächern verbessert werden. Außerdem wurden wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt. Die Professoren und Mitarbeiter unterstützen Studienanfänger oder leistungsschwache Studierende gezielt, kümmern sich um besondere Veranstaltungen wie das stark erweiterte Propädeutikum oder die Nacht der Mathematik, führen Tutorien durch, betreuen offene Lernräume und bauen E-Learning-Angebote aus. Über das Projekt werden außerdem Weiterbildungsmaßnahmen für das Lehrpersonal der Hochschule finanziert. Unter dem Titel "Aktivierung in der Studieneingangsphase" werden seit Oktober 2012 verschiedene Teilprojekte in sechs technisch orientierten Bachelorstudiengängen 6

8 umgesetzt. Die Hochschule erhält dafür insgesamt Euro über das Landesförderprogramm "Willkommen in der Wissenschaft". Ziel ist es, Studienanfänger zu unterstützen und stärker für das Studium zu motivieren. Bis 2015 fließen Euro pro Jahr in das Projekt. Den größten Anteil machen Personalkosten aus. Die Idee des Konzepts ist es, durch gezielte Maßnahmen, die frühzeitig projektorientiertes und forschendes Arbeiten sowie Lernen in Gruppenform fördern, eine größere Lernmotivation für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer (vor allem für Mathematik und Physik) zu schaffen, die Studiendauer zu flexibilisieren und individuell auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen, durch veränderte Lernformen den geänderten Zugangsvoraussetzungen der Studierenden gerechter zu werden, die Studierenden zu einem zielführenden Lern- und Studierverhalten anzuleiten und somit die Studierenden in der Studieneingangsphase zu einer aktiven motivierten Mitarbeit anzuregen. Die laufenden Lehrprojekte bringen nicht nur Studienanfängern Vorteile. Sie bieten auch die Möglichkeit, besonders begabte Studierende und Studierende mit besonderen Vorkenntnissen speziell zu fördern. Zusätzliches Personal kann eingestellt, neue Lehrkonzepte erprobt und Didaktik-Fortbildungen angeboten werden. Die Qualität der Lehre wird dadurch nachhaltig weiterentwickelt. Davon profitieren alle Studierenden der Hochschule. Veranstaltungen wie die neu eingeführte Nacht der Mathematik und die Nacht der Wissenschaft sind zum Beispiel für alle Studierenden ein Gewinn. Von Mai bis November 2013 lief im Studiengang Maschinenbau ein weiteres Projekt - das Transferprojekt Maschinenhaus des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden Studienqualität und Qualitätsmanagement des Albstädter Studienbereichs Maschinenbau analysiert und Empfehlungen ausgearbeitet. Künftig soll es im Studiengang Maschinenbau mehr E- Learning-Angebote begleitend zu den Präsenzveranstaltungen geben. Auch die Betreuung von Selbstlernangeboten wird ausgebaut. Geplant ist auch, den Eingangstest zu verbessern Systemakkreditierung Die Hochschule strebt eine Systemakkreditierung an, um in Zukunft nicht mehr alle Studiengänge einzeln akkreditieren zu müssen. Gegenstand der Systemakkreditierung ist das interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule im Bereich von Studium und Lehre. Mit der Akkreditierung des internen Qualitätssicherungssystems erlangen alle Studiengänge, die das Qualitätssicherungssystem durchlaufen haben, die Akkreditierung. Nachdem eine interne Arbeitsgruppe der Hochschule im Frühjahr 2014 eine SWOT- Analyse ausgearbeitet und diese den Fakultätsräten und den Senatsmitgliedern präsentiert hatte, wurde im April eine schrittweise Einführung der Systemakkreditierung beschlossen. Anschließend wurden die bestehenden Qualitätsmanagementstrukturen unter die Lupe genommen und erste Vorschläge für ein geeignetes Qualitätsmanagementsystem ausgearbeitet. Das QM-System soll im Sommersemester 2015 getestet werden Evaluation Im Frühjahr 2014 wurde entschieden, dass die Hochschule ein neues System zur Vorlesungsevaluation einführt. Das neue System EvaSys, das im Mai und Juni 2014 installiert wurde, löst die teure und aufwändige Cobus-Evaluation ab. Außerdem wurde im Juli 2014 ein einheitlicher Veranstaltungsfragebogen für die ganze Hochschule entwickelt. Für das Wintersemester 2014/15 ist eine Studiengangevaluation in Maschinenbau geplant. 7

9 1.2.3 CHE-Ranking Die Studiengänge Betriebswirtschaft, Facility Management, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen glänzten im Mai 2014 im Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) mit Bestnoten. Alle vier Studiengänge landeten in den Kategorien Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit und Praxisorientierung/Praxisbezug in der Spitzengruppe. Betriebswirtschaft, Facility Management (als Sigmaringer Fach Wirtschaftsingenieurwesen aufgelistet) und Wirtschaftsinformatik erhielten außerdem in der Kategorie Betreuung durch Lehrende Bestnoten, Wirtschaftsingenieurwesen verpasste die Topplatzierung hier nur knapp. Unter können Detailinformationen zu den einzelnen Studiengängen und eine lange Liste mit weiteren Kategorien abgerufen werden. Die vier neu bewerteten Studiengänge der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gehören sehr oft zur Spitzengruppe. 1.3 Forschungsaktivitäten Die Hochschule ist in ihren verschiedenen Fachrichtungen in der Forschung aktiv. Alle Forschungsprojekte haben einen hohen Anwendungsbezug. Dadurch bieten sich ganz besonders gute Kooperationsmöglichkeiten mit Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung. Die im Vorjahr begonnene Verschlankung des Prozesses der Drittmittelverwaltung wurde mit der Umwidmung einer halben Stelle aus dem allgemeinen Haushaltsbereich und ihrer Besetzung zum fortgeführt. Im Berichtszeitraum wurden erfreulich viele öffentlich geförderte Projekte bewilligt. In der folgenden zeitlichen Reihenfolge wurde die Förderung folgender BMBF-Projekte begonnen: Untersuchungen von ionisierender Strahlung auf die frühe pränatale Entwicklung (Prof. Dr. Bergemann und Frau Dr. Kadereit), Personal Health Buddy und Optische Hybrid Sensoren (Prof. Dr. Stoll) durch die Internationale Bodenseehochschule und qualle - Quantifizierung von Allergenen in Lebensmitteln (Prof. Dr. Stoll und Prof. Dr. Bergemann) im Landesprogramm Innovative Projekte. Im Labor von Prof. Dr. Bergemann wurde eine größere Geräteanschaffung gefördert. Folgende drei Anträge wurden aufgrund erfolgreicher Projektskizzen zur Förderung empfohlen: ein BMWi- Projekt zur simulativen Analyse von Energieversorgungskonzepten (Prof. Dr. Gerlach), ein BMBF-Projekt Thermoresponsive Polymere (Prof. Dr. Lübben und Prof. in Bräuning) im Förderprogramm FHprofUnt und ein BMBF-Projekt PharmaSAFE - sichere Verifikation von pharmazeutischen Tabletten (Prof. in Dr. Müller). Wie bereits in den Vorjahren, so wurde auch in diesem Berichtszeitraum wieder die Ausschreibung im hochschulinternen Förderprogramm Fit4Research vorgenommen. Insgesamt wurden nach der Begutachtung durch den Forschungsrat im Juli 2014 dann fünf Anträge mit je Euro gefördert. Darüber hinaus konnten außerhalb dieses Förderprogramms drei weitere Forschungsvorhaben hochschulintern gefördert werden. Die Forschungsaktivitäten der HAWs in Baden-Württemberg werden in der von der Koordinierungsstelle Forschung des Landes erhobenen sogenannten Forschungskennzahl gemessen, in die die eingeworbenen Drittmittel einer Hochschule und die Publikationen aus der jeweiligen Hochschule eingehen. Bei dieser Forschungskennzahl konnte sich die Hochschule Albstadt-Sigmaringen im vergangenen Jahr von einem der hinteren Plätze auf einen Platz im unteren Mittelfeld deutlich verbessern. 8

10 1.3.1 Förderprogramm Start2Research Studierende der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsideen können sich seit Januar 2014 für das Programm "Start2Research" bewerben. Erfolgreiche Bewerber bekommen von der Hochschule nicht nur Geld zur Umsetzung ihres Projekts, sondern werden auch von einem Betreuer unterstützt. Mitmachen dürfen einzelne Studierende oder Teams - auch interdisziplinäre Teams. Sie müssen ihr Vorhaben zunächst in einem Kurzantrag beschreiben und diesen Antrag dann bei einem der drei Dekane einreichen. Voraussetzung ist, dass die Idee thematisch zu einer Studienrichtung der Hochschule passt und innerhalb von sechs Monaten verwirklicht werden kann. Die Studierenden setzen ihre Projekte eigenverantwortlich in Abstimmung mit ihrem Betreuer um. Ein kurzer Abschlussbericht und eine Präsentation der Ergebnisse bei einem Start2Research-Treffen sind obligatorisch Tag der Forschung Am 26. März 2014 präsentierte die Hochschule beim "Tag der Forschung" am Standort Sigmaringen ihre vielfältigen und spannenden Forschungsbereiche und lud zu einem Gastvortrag von Dr. Ulrich Eberl, Wissenschaftsautor und Leiter der Innovationspublikationen der Siemens AG, ein. Der spannende Vortrag zum Thema "Zukunft die wichtigsten Trends der nächsten 40 Jahre lieferte den perfekten Einstieg, um sich anschließend über aktuelle Forschungsaktivitäten an der Hochschule zu informieren. Unter den rund 200 Besuchern der Veranstaltung waren viele Unternehmensvertreter, interessierte Bürger und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung sowie Studierende, Professoren und Mitarbeiter. Es war der erste Tag der Forschung in diesem Format: eine öffentliche Informationsveranstaltung und gleichzeitig ein Treffen der forschenden Kollegen der Hochschule. Der voll besetzte große Hörsaal während des Vortrags zeigte, dass das neue Angebot bei den Zielgruppen sehr gut ankam. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, sich über Forschung in den Bereichen Industrie 4.0, Funktionelle Oberflächen und Technische Textilien, Betriebswirtschaft, Pharmatechnik, Biomedizin, Facility Management, Informatik und Lernforschung zu informieren. Professoren, Mitarbeiter und Studierende stellten ihre aktuellen Projekte mithilfe von Exponaten, Geräten und Plakaten vor, hielten Kurzvorträge und zeigten Filme. 1.4 Zusammenarbeit mit Schule und Wirtschaft Zusammenarbeit mit Schulen Um gezielt auf die Bedürfnisse von zukünftigen Studierenden eingehen zu können und zukünftig Schüler aus der Region vor allem für MINT-Studiengänge gewinnen zu können, verstärkte die Hochschule im Berichtszeitraum die Zusammenarbeit mit Schulen. Vertreter der Hochschule besuchten Schulen der Region und führten Gespräche mit Lehrern. Außerdem waren viele Schülergruppen unterschiedlicher Schulen an der Hochschule zu Gast, lernten die Studiengänge kennen und machten praktische Übungen. Im Wintersemester 2013/14 startete der Studiengang Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit dem Wirtschaftsgymnasium der Albstädter Walther-Groz-Schule das gemeinsame Projekt Schüler-Uni. Interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bekommen im Rahmen der Schüler-Uni die Möglichkeit, den Studienalltag frühzeitig kennenzulernen. Parallel zur Schule können sie Veranstaltungen für Studenten besuchen, erste Erfahrungen sammeln und am Ende auch Prüfungen ablegen. Im Juli 2014 fand das erste MINT-Symposium an der Hochschule mit Vertretern der weiterführenden Schulen aus den Landkreisen Zollernalbkreis und Sigmaringen statt. Ziel war es, gemeinsam zu eruieren, wie Jugendliche und junge Erwachsene für 9

11 Naturwissenschaft und Technik begeistert werden können, wie deren Studierfähigkeit gefördert werden kann und wie man sie gezielt an die Lernwelt Hochschule heranführen kann. Die Teilnehmer entwickelten Ideen, die im Wintersemester 2014/15 weiter ausgearbeitet werden sollen. Es könnte zum Beispiel einen Hochschultag für Fünft- und Sechstklässler oder ein Mathewettbewerb in der Region ins Leben gerufen werden. Eine weitere Idee war es, eine Eingangsklausur Mathematik zu entwerfen und Studienbotschafter bereits in die Mittelstufe zu schicken Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Auch die Kooperationen mit der Wirtschaft wurden im Berichtszeitraum verstärkt. Mit verschiedenen Kooperationspartnern wurden Letters of Intent oder Verträge geschlossen. Studierende setzten Projekte mit Unternehmen um oder schrieben Abschlussarbeiten in der Industrie. Die Hochschule beteiligt sich an der Fachkräfteallianz Zollernalbkreis und erarbeitet gemeinsam mit Vertretern von Schulen, Unternehmen, der Wirtschaftsförderung und der IHK Konzepte, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Einen Beweis dafür, wie gefragt die Absolventen der Hochschule sind, liefert die Karrierebörse der Hochschule, die jedes Jahr nach kürzester Zeit ausgebucht ist so auch die Veranstaltung im November 2013 mit mehr als 60 Ausstellern. Im Juli 2014 fanden die Innovationstage Zollernalb der IHK Reutlingen zu Produktionstechnik und Industrie 4.0 statt, an denen die Hochschule als Partner mit einem Workshop zum Thema Industrie 4.0 beteiligt war. Im selben Monat war die Festo AG & Co. KG im Rahmen ihrer Campus Week mit 130 internationalen Teilnehmern aus Wissenschaft und Industrie an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen zu Gast. 1.5 Studierendenförderung Für das Studienjahr 2013/14 wurden 26 Deutschlandstipendien an leistungsstarke Studierende vergeben. Außerdem erhielten viele Studierende Stipendien für Auslandsaufenthalte: die Fürst-Carl-Stiftung vergab 8 Stipendien, die Philipp- Matthäus-Hahn-Stiftung 24 und 13 Studierende erhielten ein Baden-Württemberg- Stipendium. Ein ERASMUS Studiensemester absolvierten 32 Studierende, ein ERASMUS Praxissemester 23 Studierende. Über das PROMOS-Stipendienprogramm des DAAD wurden insgesamt 27 Studierende gefördert, vom MWK neun Personen und von STIBET zwei Personen. Darüber hinaus glänzten wieder viele Studierende und Absolventen der Hochschule mit herausragenden Leistungen und erhielten dafür Preise. Bei der Absolventenfeier im Oktober 2013 ehrte die Fürst-Carl-Stiftung die zwölf besten Absolventen der Sigmaringer Studiengänge und die Philipp-Matthäus-Hahn-Stiftung zeichnete die 16 besten Absolventen aus Albstadt aus. Stefanie Vollmer erhielt am selben Abend als beste Absolventin der Fakultät Life Sciences den Kern-Hochschulpreis der Firma Kern & Sohn und Ying Fang Chong aus Malaysia den DAAD-Hochschulpreis für herausragende Leistungen ausländischer Studierender Angebote des Career Centers Die Beratungsangebote des Career Centers haben im Studienjahr 2013/14 insgesamt 194 Studierende direkt in Anspruch genommen (persönlich in der Sprechstunde, per E- Mail oder telefonisch). An den 20 Veranstaltungen des Career Centers zu berufsvorbereitenden Themen nahmen insgesamt 316 Studierende teil. Darüber hinaus wurden im Veranstaltungsbereich die Kooperation mit internen (Studium Generale, Gleichstellungsbeauftragte) und externen (VDI, Agentur für Arbeit) Institutionen weiter 10

12 fortgeführt bzw. ausgeweitet, so dass weitere 14 Kooperationsveranstaltungen für die Studierenden über das Career Center stattfinden konnten Angebote des Akademischen Auslandsamts Im Hochschuljahr 2013/14 konnte das Akademische Auslandsamt insgesamt 122 Studierende für ein Auslandssemester vermitteln, davon 81 Studierende für ein komplettes Semester und 41 Studierende für ein Kurzsemester. Die Studierenden gingen an 27 verschiedene Partnerhochschulen in insgesamt 15 Ländern. Den Studierenden der Hochschule steht ein Partnerschaftsnetzwerk von 51 Hochschulen in 25 Ländern zur Auswahl für ihr Auslandssemester. Die Zahl an Austauschstudierenden von Partnerhochschulen (sog. Incomings) konnte erheblich gesteigert werden. 79 Studierende von 11 Partnerhochschulen aus 10 Ländern waren für ein bis zwei Semester an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Das Auslandsamt beteiligt sich nach wie vor an zwei großen Programmen, dem Malaysia- Baden-Württemberg-Programm sowie dem brasilianischen Stipendienprogramm Wissenschaft ohne Grenzen (Ciencia sem Fronteiras). Im Malaysiaprogramm ist die Hochschule eine von drei Projekthochschulen, die für den sechswöchigen Vorkurs am Standort Sigmaringen verantwortlich sind. Für das Brasilienprogramm stellt die Hochschule eine Reihe von Studienplätzen zur Verfügung und leistet so ihren Beitrag an aktiver Entwicklungszusammenarbeit. 1.6 Regionalentwicklungsprojekte Die Hochschule hatte sich Vorjahr am Regionalen Entwicklungskonzept der aus dem Landkreis Sigmaringen und dem Landkreis Konstanz gebildeten Region im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg ausgeschriebenen RegioWIN-Wettbewerbs beteiligt, bei dem es um die Vergabe von EU-Fördermitteln aus dem EFRE-Programm geht. Nach erfolgreichem Bestehen der ersten Auswahlrunde mit dem Entwicklungskonzept Effizienzregion 4.0 wurde im Berichtsjahr dieses Regionale Entwicklungskonzept von der aus den beiden Landkreisen, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, zwei weiteren Hochschulen der Region und weiteren Institutionen gebildeten Arbeitsgruppe weiter konkretisiert. Dabei ist die Hochschule Albstadt-Sigmaringen hervorgehobener Projektpartner in zwei von elf Leuchtturmprojekten im Entwicklungskonzept Effizienzregion 4.0, nämlich in Kooperation mit der Stadt Sigmaringen im interdisziplinären Projekt Innocamp - Innovationscampus Sigmaringen, in dem eine neue Nutzung des Konversionsgeländes der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen projektiert wird, und in Kooperation mit dem Life Science Netzwerk biolago im Projekt DiagNet. Im Berichtsjahr beteiligte sich die Hochschule Albstadt-Sigmaringen zudem als hervorgehobener Projektpartner an dem von der Stadt Albstadt als Träger formulierten Projekt ZAW Zentrum für angewandte Wissenschaften. Im Fokus dieses ZAW sollen vor allem die Verfahrenstechnik und faserbasierte Werkstoffe stehen. Dieses Projekt ist ebenfalls als Leuchtturmprojekt im Regionalen Entwicklungskonzept der Region Neckar- Alb klassifiziert. 1.7 Öffentlichkeitsarbeit Im Studienjahr 2013/14 wurde die Sichtbarkeit der Hochschule in der Öffentlichkeit verbessert. Bewährte Werbemaßnahmen wurden umgesetzt und bewährte Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen lockten zahlreiche Besucher an die Hochschule. Eine besondere Rolle spielten im Berichtszeitraum die Entwicklung eines 11

13 Marketingkonzepts und die Bewerbung der neuen Studiengänge. Besondere Veranstaltungen waren die Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Standorts Albstadt im Dezember 2013 und der Sommerempfang mit Gastredner Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hacker im Juli Entwicklung eines Marketingkonzepts und erste Umsetzungen Die Hochschule schloss im Januar 2014 eine Kooperationsvereinbarung mit der Fachhochschule Nordwestschweiz ab. Der Marketingexperte Prof. Dr. Thomas Helbing übernahm als Projektleiter die Aufgabe, bis zum ein einheitliches und operativ umsetzbares Hochschulmarketingkonzept für die Hochschule Albstadt- Sigmaringen zu erarbeiten. Das Marketingkonzept soll daraufhin abzielen, eine höhere Bewerberzahl (auch überregional/international), eine bessere Annahmequote sowie einen höheren Bekanntheitsgrad der Studiengänge zu erreichen und somit eine höhere Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen. Die konkrete Umsetzung der Maßnahmen soll durch die Hochschuldienste und die Studiengänge erfolgen. Die Fachhochschule Nordwestschweiz erhält im Rahmen der Kooperation umfangreiche Kenntnisse über die deutsche Hochschullandschaft, insbesondere im Bereich der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Der Marketingexperte und sein Team begannen ihre Arbeit im Januar Im Berichtszeitraum erarbeitete der Dienstleister erste Empfehlungen und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulangehörigen auch konkrete Marketingmaßnahmen für die neuen Bachelorstudiengänge IT Security und Material and Process Engineering. Im Rahmen der Imageanalyse wurde eine Umfrage unter verschiedenen Zielgruppen durchgeführt. Außerdem wurden die Erstsemester befragt (Eintrittsbefragung). Der Bewerbungsprozess wurde analysiert, Follow up-maßnahmen wurden erarbeitet und teilweise bereits umgesetzt. Die Hochschule erhielt außerdem Empfehlungen zur kurzfristigen Optimierung der Homepage. Für IT Security und Material and Process Engineering wurden moderne für mobile Geräte optimierte Microsites erstellt (auch Landingpage genannt). Außerdem entstanden Studiengangflyer und Plakate, die zunächst auf Bildungsmessen und Hochschulveranstaltungen eingesetzt und später an fast allen relevanten Schulen in der Region verteilt wurden. Google Adwords wurde als Online-Marketinginstrument eingesetzt. Teil der Werbekampagne waren auch nationale bzw. regionale Pressemitteilungen. Für die Nutzung von Facebook erhielt die Hochschule Kurzkonzepte für IT Security und Material and Process Engineering. Die Google Adwords-Kampagne wurde im Laufe des Semesters auf weitere Studiengänge ausgeweitet. Einzelne Studiengänge und Abteilungen erhielten auf Anfrage spezielle Empfehlungen. Darüber hinaus entstand ein Anforderungsprofil für eine neue Stelle für Hochschulmarketing Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hochschulstandorts Albstadt Seit 1988 hat die Hochschule Albstadt-Sigmaringen ihre beiden Standorte. Am 10. Dezember 2013 fand die Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hochschulstandorts Albstadt statt. Rund 350 Hochschulangehörige, Freunde und Förderer der Hochschule sowie Persönlichkeiten aus der Region waren der Einladung von Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer und Albstadts Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow gefolgt und feierten in der Festhalle Albstadt-Ebingen das Jubiläum und die erfolgreiche Entwicklung der Hochschule. Sie hörten Grußworte von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und dem ehemaligen Landrat Heinrich Haasis. Die Festrede hielt Alt- Ministerpräsident Dr. hc. Erwin Teufel. Umrahmt wurde der Festakt von einer Fotoausstellung zur historischen Entwicklung der Hochschule und einer vielfältigen Forschungsausstellung. Professoren und Mitarbeiter der Hochschule präsentierten unter anderem ein autonom fahrendes Modellauto, eine 3D- Anwendung aus dem Themengebiet Industrie 4.0 und zwei kleine Roboter namens Nao, 12

14 die verschiedene Aktionen ausführten. Alle Besucher der Festveranstaltung erhielten einen Stift mit Hochschullogo als Geschenk und ein Fotoheft mit Bildern aus 25 Jahren Hochschulleben am Standort Albstadt. In der Festhalle standen Rollups aller Studiengänge, die extra für Veranstaltung angefertigt worden waren. Eine Baum-Grafik stellte die Entwicklung der Studiengänge der Hochschule von 1971 bis 2013 dar Sommerempfang mit Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hacker Am 14. Juli fand ein Sommerempfang an der Hochschule statt. Einer der bedeutendsten Wissenschaftsvertreter Deutschlands war als Redner zu Gast. Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hacker plädierte unter dem Motto Mehr Wissenschaft wagen für verstärkte Forschungsaktivitäten auf internationaler Ebene. Rund 250 Hochschulangehörige, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Freunde der Hochschule verfolgten in Sigmaringen Professor Hackers Rede zur Rolle von Forschung und Innovation im Zeitalter der Globalisierung. Zum Programm gehörten außerdem ein Grußwort des Ministerialrats Dr. Hans J. Reiter vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein Grußwort der Landrätin Stefanie Bürkle sowie Ehrungen. Maschinenbau-Professor Dr. Gerd Lichtenberg wurde in den Ruhestand verabschiedet. Bernd Braun, Prof. Dr. Jutta Buttgereit, Prof. Dr. Reinhard Kimmich und Volker Oertel wurden für 25 Jahre im Öffentlichen Dienst geehrt. Die Veranstaltung endete mit einem Stehempfang. 13

15 2. ZAHLEN UND FAKTEN 2.1 Studium Aktuelle Studiengänge Bachelorstudiengänge Name Abschluss Abkürzung Betriebswirtschaft B. Sc. BWL Facility Management B. Sc. FM IT Security B. Sc. ITS (NEU im WS 2014/15) Lebensmittel, Ernährung, Hygiene B. Sc. LEH Maschinenbau B. Eng. MAB Material and Process Engineering B. Eng. (NEU im WS 2014/15) Pharmatechnik B. Sc. PHT Technische Informatik B. Eng. TI Textile Produkttechnologie Bekleidungstechnik (heißt Textil- und Bekleidungstechnologie ab dem WS 2014/15) B. Eng. BT (TEX) Wirtschaftsinformatik B. Sc. WIN Wirtschaftsingenieurwesen B. Sc. WIW Textile Produkttechnologie Technische Textilien (läuft aus!) B. Eng. TT Masterstudiengänge Name Abschluss Abkürzung Betriebswirtschaft und Management M. Sc. BWM Biomedical Sciences M. Sc. BMS Business Analytics M. Sc. BA (NEU im WS 2014/15) Digitale Forensik M. Sc. DF Facility Design und Management M. Sc. FDM IT Governance, Risk and Compliance Management M. Sc. GRC (NEU im WS 2014/15) Maschinenbau Rechnerunterstützte Produkterstellung M. Eng. MAM Systems Engineering M. Eng. SE Textil- und Bekleidungsmanagement M. Sc. TBM Wirtschaftsingenieurwesen Produktionsmanagement M. Sc. WIM Namensänderungen Name alt Textile Produkttechnologie Bekleidungstechnik Name neu Textil- und Bekleidungstechnologie (ab WS 2014/15) 14

16 Entwicklung der Studierendenzahl Entwicklung der Auslastung Hochschule gesamt 15

17 2.2 Forschung und Entwicklung Entwicklung der Drittmitteleinnahmen Aktuelle Forschungsbereiche Ingenieurwissenschaften: Rechnergestützte Produkterstellung in Konstruktion und Produktionstechnik Photovoltaische Systeme Innovative Materialien (Produktion und Prozessierung) Informatik: Knowledge Engineering and Information Management Echtzeitsysteme und Softwaretechnik Wissensbasierte Maschinendiagnose Modellgestützte Entwurfs- und Realisierungsmuster für eingebettete Systeme Life Sciences: Therapeutische und diagnostische Systeme der molekularen Zellbiologie Ernährung und Lebensmittelsicherheit Lebensmittelproduktionsanlagen und -systeme Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln Wirtschaftswissenschaften: Internationalisierung und Kooperationen von klein- und mittelständischen Unternehmen Controlling und Internationale Rechnungslegung Governance, Risk & Compliance 16

18 2.2.3 Die größten Forschungsprojekte Mit öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsprojekte, die zu Ende gingen: MERSES Modellgestützte Entwurfs- und Realisierungsmuster für Echtzeitsysteme SEMANCO Semantic Technologies for Carbon Reduction in Urban Planning laufende Forschungsprojekte, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden: Open C³S Open Competence Center for Cyber-Security PlasmaQBaby - Massenspektrometrische Quantifizierung von Proteinbiomarkern MitoFunk - Biologie von Alterungsvorgängen Miesys Test- und Beschreibungsplattform zur Modellierung, Integration und Emulation von verteilten Systemen Pränatale Entwicklung - Wirkung von ionisierender Strahlung auf frühe pränatale Entwicklung 3DTuMiMo - Standardisiertes 3D in vitro Tumor-Stroma-Modell für Brustkarzinome in biomimetischen Hydrogelen zur Testung von Tumortherapeutika Privat geförderte Projekte: Embedded Weighing Management (Erweiterung von Weighing Management Systemen um autonome Fähigkeiten: regelwerkbasierte, selbständige Fehlererkennung und - behebung) Virtual Checkout Display für Waagen (Erstellung des Softwaremoduls VCODisp zur Ansteuerung eines Displays einer Checkout-Waage im Handel) Stecker (Konzeption und Entwicklung des modularen Steckgehäuses sowie Konstruktion der entsprechenden Spritzgussformen und Fertigung eines Formmusters) Reinigung von Oberflächen mit Hochdruckdüsen An Publikationen konnten im Jahr 2013 insgesamt 18 wissenschaftlich geprüfte Journalbeiträge, 19 Beiträge in Fachzeitschriften, Sammelwerken und Normungen und 25 Konferenzbeiträge erstellt werden. Sechs Lehrbücher und Sammelwerke wurden herausgegeben. Über 60 externe Vorträge und ähnliche Tätigkeiten von Hochschulmitgliedern waren 2013 zu verzeichnen. Ausführliche Informationen zum Thema Forschung und zu den Projekten stehen im Jahresbericht 2013 des Instituts für Angewandte Forschung (IAF). Das IAF stellt eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Albstadt-Sigmaringen dar. Es bietet ein Forum für die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft. Das IAF vermittelt Kompetenzen aus allen Fachgebieten der Hochschule. Die Forschungs- und Projektaktivitäten finden entweder innerhalb der Fakultäten oder in eigenen Fachinstituten unter dem Dach IAF statt. 17

19 2.2.4 Entwicklung des Forschungskennwerts Im vergangenen Jahr verbesserte sich aufgrund von verstärkten Forschungsaktivitäten der von der Koordinierungsstelle Forschung an den HAWs in Baden-Württemberg ermittelte Kennwert der Hochschule Albstadt-Sigmaringen deutlich. Dadurch konnte nicht nur der Abstand zum niedrigsten, sich verschlechternden Kennwert innerhalb der im Berichtsjahr ermittelten Bandbreite zwischen den Hochschulen im Land vergrößert, sondern auch der Abstand zum höchsten Kennwert, der ebenfalls zurückging, verkleinert werden. Im Gegensatz zur in der Forschung führenden HAW und zur forschungsschwächsten HAW im Land Baden-Württemberg konnte die Hochschule Albstadt-Sigmaringen also ihre Forschungsaktivitäten im letzten Jahr ausweiten Neubesetzung von Ämtern An der Spitze des Instituts für angewandte Forschung (IAF) gab es zum einen Wechsel: Nach über 15 Jahren schied Prof. Dr. Holger Möller aus der Leitung des IAF aus und Prof. Dr. Dieter Stoll, der im Juni 2014 in einer Senatssitzung als neuer Leiter des IAF gewählt worden war, übernahm diese Aufgabe zum gewählt. Neben der Leitung des IAF stand im Berichtsjahr auch die Wahl zum Forschungsrat der Hochschule an, diese erfolgte ebenfalls in der Senatssitzung vom Als Mitglieder des Forschungsrats wurden für drei Jahre mit Beginn zum gewählt: Prof. Dr. Thomas Eppler, Prof. Wilfried Funk, Prof. Dr. Jörn Felix Lübben, Prof. Dr. Clemens Möller und Prof. Dr. Holger Möller. Weitere Angehörige des Forschungsrats sind aufgrund ihrer Leitung eines IAF-Fachinstituts: Prof. Dr. Nicolai Beisheim, Prof. Dr. Jörg Bergemann, Prof. Dr. Silvije Jovalekic, Prof. Dr. German Nemirovskij und ebenso Prof. Dr. Dieter Stoll. 18

20 2.3 Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen Werbung um Studierende Visionen 2013 Wege nach der Hochschulreife in Sigmaringen (September 2013) Visionen 2013 Wege nach dem Schulabschluss in Balingen (September 2013) Studieninformationstag (November 2013) Bildungsmessen in Stuttgart, Offenburg, Freiburg und Ravensburg (Januar bis Mai 2014) Girls Day (April 2014) Tag der Technik (Mai 2014) Studiengangspezifische Fachmessen bundesweit Kooperationsprojekte mit Schulklassen, AGs, Girls Day Akademien, Hector Kinderakademien etc. uva. Dialog mit der Öffentlichkeit Beteiligung an den Wissenstagen in Sigmaringen (November 2013) Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hochschulstandorts Albstadt (Dezember 2013) Öffentliche Vorträge der Reihe Hochschule im Gespräch (Oktober 2013 bis Mai 2014) Ringvorlesung zur Zukunft von Mobilität und Verkehr (im WS 2013/14) Tag der Forschung (März 2014) Tag der Technik (Mai 2014) Frauenwirtschaftstag (Oktober 2013) Nachhaltigkeitstag (Juli 2014) Sommerempfang (Juli 2014) Informationsveranstaltungen und Workshops in der Bibliothek für externe Nutzer uva. Hochschule trifft Unternehmen 12. Karrierebörse mit mehr als 60 Unternehmen (November 2013) Workshops und Vorträge des Career Centers Exkursionen und spezielle Veranstaltungen der Studiengänge Symposien Tag der Technik (Mai 2014) Festo Campus Week (Juli 2014) IHK-Innovationstage Zollernalb (Juli 2014) uva. Sonstige Veranstaltungen Absolventenfeier (Oktober 2013) Vergabefeier Deutschlandstipendium (Oktober 2013) Light Night (Mai 2014) Projektpräsentationen uva. 19

21 2.4 Personal und Finanzen Rektorat im Studienjahr 2013/14 Dr. Ingeborg Mühldorfer, Rektorin Prof. Dr. Tobias Häberlein, Prorektor Prof. Dr. Matthias Premer, Prorektor Bernadette Boden, Kanzlerin Hochschulrat im Studienjahr 2013/14 Vorsitzender: Udo J. Vetter, Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Vetter Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG Prof. Dr. Hermann Mettler, Rektor der HSR Hochschule für Technik Rapperswil Dr. Sophie Schwörer, Mitglied der Geschäftsleitung der SchwörerHaus KG Prof. Dr. Gertrud Winkler Prof. Dr. Jonas Rossmanith Prof. Dr. Karl-Reiner Kirchartz bis und Prof. Dr. Barbara Puscher ab Senat im Studienjahr 2013/14 Dr. Ingeborg Mühldorfer, Rektorin Prof. Dr. Tobias Häberlein, Prorektor Prof. Dr. Matthias Premer, Prorektor Bernadette Boden, Kanzlerin Prof. Dr. Andreas Mockenhaupt, Dekan Fakultät Engineering Prof. Dr. Hubert Kempter, Dekan Fakultät Business and Computer Science Prof. Dr. Andreas Schmid, Dekan der Fakultät Life Sciences Prof. Dr. Christa Schröder, Gleichstellungsbeauftragte Prof. Dr. Nicolai Beisheim Prof. Dr. Jörg Bergemann Prof. Dr. Ute Matecki Prof. Hartmut Leschke Prof. Dr. Walter Ruf Prof. Dr. Peter Schwarz Peter Fauler, Mitarbeiter Sabine Leu, Mitarbeiterin Volker Oertel, Mitarbeiter Studierende im Senat im WS 2013/2014: Quoc-Phong Hang Tobias Mayer Wolfram Barth Dennis René Schmidt Studierende im Senat im SS 2014: Quoc-Phong Hang Wolfram Barth Dennis Sebastian Rieber Michael Wolber 20

22 Personalrat im Studienjahr 2013/14 Personalrat im Studienjahr 2013/14: Bis zum (zeitweise geschäftsführend): Sebastian Wolf Peter Stumfol Thomas Lorenz Gabi Frank Jutta Zilian Cornelia Greiner Dr. Sven Hellwig Ab dem : Monika Stauß Sebastian Wolf Filiz Varma Martina Lutz Thomas Bräuer Moritz Schmidt Dr. Sven Hellwig Berufungen im Studienjahr 2013/14 Fakultät Engineering: Manuela Bräuning (Textile Produkttechnologie Bekleidungstechnik, ab ) Matthias Kimmerle (Textile Produkttechnologie Bekleidungstechnik, ab ) Dr. Andreas Knoblauch (Technische Informatik, ab ) später in der Fakultät INF Fakultät Business and Computer Science: Holger Morgenstern (Digitale Forensik, ab ) später Fakultät INF Dr. Susanne Durst (Betriebswirtschaft, ab bis ) Fakultät Life Sciences:

23 Personalsituation Professoren Lehrbeauftragte Mitarbeiter insgesamt wissenschaftliche Mitarbeiter nicht wissenschaftliche Mitarbeiter Stichtag: Entwicklung des Personals 22

24 Herkunft der Einnahmen Hochschuljahr 2013 Entwicklung der Einnahmen 23

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