Nr. 2 / April AZB 3000 Bern spiegel. Gewalt ist nicht Privatsache: Wie Frauen sich wehren

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1 Nr. 2 / April 2013 AZB 3000 Bern spiegel Gewalt ist nicht Privatsache: Wie Frauen sich wehren

2 Nr. 2 / April 2013 AZB 3000 Bern 2 Editorial Inhalt Gewalt ist nicht Privatsache In Indien wehren sich Frauen mit Hilfe von SWISSAID gegen Gewalt 4 Erfolgreicher Kampf Guinea-Bissau sagt Nein zur Mädchenbeschneidung 6 Kardamom, die feine Alternative Raus aus der Kaffee-Misere, rein in den rentablem Anbau von Kardamom. Kolumbiens Bauern machen es vor 7 Auf Reisen mit Parlamentariern Schweizer Parlamentsmitglieder nehmen in Myanmar (Burma) SWISSAID-Projekte unter die Lupe 8 Liebe Leserin und lieber Leser Am 16. Dezember 2012 wurde in Delhi eine junge Frau von sechs Männern verprügelt, vergewaltigt und anschliessend aus einem fahrenden Auto geworfen. Sie erlag wenige Tage später ihren Verletzungen. Der Fall ist kein Einzelfall, aber die Brutalität der Täter führte landesweit zu Protesten. Die Täter wurden gefasst und des Mordes angeklagt. In Indien ist Gewalt gegen Frauen ein notorisches Problem. Ursachen sind patriarchale Strukturen, ein Macho-Kult mit vielen Kinderheiraten sowie die Armut, die Frauen kaum Freiheiten lässt. An Gesetzen gegen häusliche Gewalt mangelt es in Indien nicht. Doch sie werden nicht umgesetzt. Die Täter schlimmster Verbrechen kommen meist ungeschoren davon. Wichtig ist deshalb die Arbeit in den Dörfern: SWISSAID unterstützt mit Ihrer Hilfe Frauenvereine, die Beratung anbieten und Frauenhäuser führen. Bei meinem Besuch im Süden der Stadt Pune erschütterten mich die Geschichten von Frauen, von so genannten «Survivors» (Überlebenden): Frauen, die mit Benzin übergossen und angezündet wurden, weil man sie weghaben wollte, Frauen, die tätlich bedrängt und verachtet wurden, weil sie dem Hausherrn keinen Sohn gebaren. SWISSAID unterstützt Masum, eine Organisation, die seit über 20 Jahren Frauen hilft und ihnen Schutz bietet. Mediation, Familienplanung und Rechtsberatung gehören ebenfalls zum Pflichtenheft. Nicht alle Gewaltausbrüche führen zu Trennung oder Scheidung. Masum führt auch Männerseminare durch. Ziel ist es, die Frauen zu stärken, und den Männern jenen Respekt beizubringen, der häusliche Gewalt und die Hunderttausende von Abtreibungen von Mädchen verhindert. Das Verbrechen von Delhi hat Indien aufgerüttelt. Aber es wird lange dauern, bis die alten Verhaltensmuster verschwinden. Nichts für Anfänger Biolandbau ist anspruchsvoll. Dennoch gehört der nachhaltigen Landwirtschaft die Zukunft, sagt Forscher Urs Niggli 12 Der schönste Tag im Leben Ihre Hochzeit verschönerte ein glückliches Paar mit einem sinnvollen Geschenk für die Gäste 15 Marktplatz Die SWISSAID-Urkunden sind das ganze Jahr über ein Renner 16 spiegel Gewalt ist nicht Privatsache: Wie Frauen sich wehren Titelbild: Gleichstellung in Indien: Im Rahmen eines SWISSAID-Projekts ist es dieser Familie gelungen, ein neues Einvernehmen zu finden. Auch der Mann hilft nun bei der Hausarbeit mit und muss diese Einstellung auch gegenüber seinen Kollegen immer wieder verteidigen. Foto: Lorenz Kummer, SWISSAID Impressum Herausgeber: SWISSAID, Schweizerische Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit Büro Bern: Lorystrasse 6a, 3000 Bern 5, Telefon Zentrale , Telefon Redaktion , Fax , PK Bern Büro Lausanne: Rue de Genève 52, 1004 Lausanne, Telefon , Fax , Redaktion: Pia Wildberger Bildredaktion: Eliane Baumgartner Konzeption, Layout und Druckvorstufe: Brandl & Schärer AG, Olten Druck: Stämpfli AG, Bern. Gedruckt auf FSC-Papier. Der SWISSAID-Spiegel erscheint mindestens viermal jährlich. Einmal pro Jahr wird von den Spenden ein Betrag von fünf Franken als Abonnementsbeitrag abgezogen, damit uns die Post den günstigen Zeitungstarif zugesteht. Rudolf Rechsteiner, SWISSAID-Präsident SWISSAID trägt das ZEWO-Gütesiegel für gemeinnützige Institutionen. Es steht für uneigennützigen und zweckbestimmten Umgang mit Spenden. SwissaidSpiegel 2/2013

3 Portrait 3 Ali Idrissa verkörpert die Gerechtigkeit Ali Idrissa ist ein viel beschäftigter Mann, oft in Eile zwischen zwei Flügen, immer aber von majestätischer Ruhe, präsent und klar. Er reist durch die Welt, um über den Niger und dessen langen Weg hin zu einem transparenten Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu sprechen. Trotz der riesigen Rohstoffvorkommen des Landes lebt die Bevölkerung in Armut. Im Januar machte er einen Abstecher in die Schweiz und nahm an den von SWISSAID in Genf und Bern organisierten Tagungen über Transparenz im Rohstoff-Sektor teil. Dabei erinnerte er an die Rolle der nigrischen Zivilgesellschaft, die sich für mehr Transparenz bei der Verwendung der Rohstoffeinnahmen einsetzt. Diese Forderung ist nun auch in der neuen Verfassung des Landes verankert. Und er teilte seine Besorgnis über die Situation in Mali und im benachbarten Niger mit. «Wenn sich die Jungen extremistischen Gruppen anschliessen, liegt das auch daran, dass sie in ihrem Land keine berufliche Zukunft haben; und daran, dass un sere Bodenschätze der Bevölkerung weder Arbeitsplätze noch Wohlstand bringen.» An allen Fronten Seit seiner Studienzeit setzt er sich ein gegen Ungerechtigkeiten. Damals war er einer der «Seit fünf oder sechs Jahren habe ich nicht einen Monat am Stück in Niamey verbracht.» Anführer einer Studentenorganisation und kämpfte an vorderster Front für die Demokratie. Er gehörte auch zu den Gründern einer Bürgerrechtsorganisation sowie der Nichtregierungsorganisation ROTAB (Réseau des organisations pour la transparence et l analyse budgétaire), die von SWISSAID unterstützt wird und im Niger die Kampagne «Publish What You Pay» vertritt. Ausserdem engagiert sich Ali Idrissa in der EITI, der Initiative für Transparenz im Rohstoff-Sektor. Es erstaunt also nicht, wenn Ali Idrissa im Niger selbst wie auch international überall anzutreffen ist. «Seit fünf oder sechs Jahren habe ich nicht einen Monat am Stück in Niamey verbracht. Ein ausgeglichenes und stabiles Familienleben ist mir daher nicht vergönnt; diese vielen Reisen sind manchmal schwierig.» Der Familienvater möchte mehr Zeit mit seinem noch sehr kleinen Sohn und seiner Frau verbringen oder mit seinen Freunden, um sich auszutauschen oder seine Familie zu besuchen. Sein Ort des Rückzugs? Bei den Tieren Seinen Kampf für mehr Demokratie und Transparenz führt er auch in den Medien, die er herausgibt oder leitet. Er war zudem einer der Gründer des ersten privaten und unabhängigen Fernsehsenders im Niger. Ein Berufsleben also, das ebenso anforderungsreich ist wie seine Tätigkeit bei der ROTAB. Ali Idrissa ist in Niamey eine bekannte und anerkannte Persönlichkeit, deren unermüdliches Engagement, Kompetenzen und grosse Bescheidenheit Bewunderung hervorrufen. Sein Ort des Rückzugs? Das sind seine Schafe, Tauben und Perlhühner, die er in seinem Hof hält und die ihm sehr wichtig sind. «Ich schaffe es nicht, meine Schafe zu schlachten, zum Beispiel für das Tabaski-Fest. Ich gebe sie lieber einem Freund, damit er sie verkauft», erzählt er mit einem Lächeln. Und eilt davon, um seinen nächsten Flug zu erwischen. Catherine Morand Foto: Eliane Baumgartner, SWISSAID 2/2013 SwissaidSpiegel

4 4 Brennpunkt Karten fürs Internet: Deutsch Nicaragua Ecuador Ko PAZIFIK KOLUMBIEN K IMBABURA Ibarra Gewalt ist nicht Privatsache HONDURAS Quito PICHINCHA COTOPAXI Latacunga Rancho Grande Waslala Ambato San Isidoro TUNGURAHUA Matagalpa Guaranda Ciudac/Dario San Dionisio Riobamba Esquipulas Gewalt gegen Frauen gilt in Indien bestenfalls als Kavaliersdelikt. SWISSAID setzt sich darum seit Jahren dafür ein, dass Frauen die Gewalt nicht einfach hinnehmen müssen und dafür, dass Männer lernen, Frauen zu respektieren. Die Vergewaltigung einer jungen Frau in Delhi kurz vor Weihnachten öffnete auch in Europa vielen die Augen: Frauen haben es in Indien schwer. Nur in Afghanistan, Kongo und Pakistan leben sie gefährlicher, ergab eine Studie von Thomson Reuters. Millionen von Inderinnen werden Opfer von Gewalt: Schläge, Vergewaltigung und Kinderheirat sind gang und gäbe. Frauen werden eingeschlossen und zur Prostitution gezwungen die Liste der Gräuel ist lang. SWISSAID setzt sich in Indien darum seit Jahren dafür ein, dass Gewaltopfer Unterstützung erfahren und Männern Achtung vor Frauen beigebracht wird. Dabei arbeitet SWISSAID mit erfahrenen Partner-Organisationen zusammen. So zum Beispiel mit Masum. Die Organisation ist im Gliedstaat Maha- rashtra in 68 Dörfern tätig. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein, für Gesundheit, KARIBIK wirtschaftliche Managua Förderung und politische Teilhabe. Sie schützt das Leben von bedrohten Carazo Rivas Frauen. PAZIFIK Geheimer Besuch COSTA RICA der Beratungsstelle In der Kleinstadt Saswad südlich von Pune führt Masum beispielsweise eine Beratungsstelle für Frauen aus allen Schichten. Warum gerade in Saswad? Hier gibt es einen Markt und ein Spital sowie gute Bus-Verbindungen. Dies erleichtert es den Frauen, einen MyaNMar Vorwand für den Besuch des Zentrums vorzuschützen. Hier erhalten Opfer von Gewalt erste medizinische und psychische Unterstützung sowie Rechtsberatung. KACHIN STATE Im INDIEN Januar hatte Myitkyina ich Gelegenheit, in diesem Frauenzentrum BANGLADESCH mit Bhamo einigen Gewaltopfern CHINA zu sprechen. Offen erzählten sie häufig unter VIETNAM Lashio Tränen von ihren Erlebnissen, die von einer Mandalay erschreckenden Brutalität, Menschenverachtung und Ungerechtigkeit Taunggyi zeugen. Selten hat SHAN STATE LAOS mich ein Projektbesuch Naypyidaw tiefer erschüttert. Die Geschichte von Parva zum Beispiel: Parva BUCHT heiratete VON vor 15 Jahren und hat drei Kinder. Ihr Mann war Rangun Alkoholiker Mawlamyine und konnte die BENGALEN Familie, die Hunger litt, nicht THAILAND versorgen. Vor den Schlägen des Mannes suchte Parva bei ihrer Mutter Schutz. Doch weil auch diese die Familie BOLÍVAR nicht ernähren konnte, CHIMBORAZO kehrte die Frau Alausí zu ihrem Mann zurück. Dieser übergoss sie mit Kerosin und steckte sie in Brand. PERUParva überlebte knapp. Nachdem sie sich zur Beratungsstelle von Masum geschleppt hatte, wurde sie ins Spital eingeliefert, wo sie vier Monate bleiben musste. Nach ihrer Entlassung kehrte sie trotz allem zu ihrem Mann zurück, der sie prompt verprügelte. Nun reichte sie Klage ein und der Gatte wurde verhaftet, kam aber bald wieder frei. Seither lebt Parva unter Polizeischutz im Haus. Ihr Mann hatte Parva immer verboten, das Haus zu verlassen, indien so dass sie keine Ausbildung machen konnte. Indien PAKISTAN MAHARASHTRA CHINA Neu delhi NEPAL MADHYA PRADESH BANGLADESCH Bhopal Indore Jabalpur Nagpur Raipur MYANMAR Chandrapur Mumbai Beed Pune Satara CHHATTISGARH BUCHT VON BENGALEN Fotos: Lorenz Kummer, SWISSAID; SPMM India PANAM Cu N PAZIFIK ECUAD Ta Mule Nga BURUN SAMB SwissaidSpiegel 2/2013

5 Brennpunkt 5 Frauenförderung bei SWISSAID SWISSAID setzt sich seit langem für die Gleichstellung von Mann und Frau ein nur so ist Entwicklung gerecht und nachhaltiges Wirtschaften möglich. Je nach Land setzen wir andere Schwerpunkte: In den Sahelländern werden vielfach besonders Frauengruppen unterstützt. In Nicaragua beispielsweise steht neben der klassischen Frauenförderung auch der Mann im Fokus. In den Landwirtschaftsprojekten ist die Gleichstellung integraler Bestandteil von Weiterbildungskursen und Diskussionen. Männer werden darin geschult, ihr Macho-Gehabe zu hinterfragen, andere Kommunikationsmuster zu entwickeln und Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. den Schmuck die Mitgift erstattete er zurück. In sechs Monaten, so hofft Mahajuli, werde sie als geschiedene Frau ein neues Leben beginnen können. Die Gründe für Gewalt gegen Frauen sind erschreckend banal: Frauen kochen angeblich schlecht oder erledigen den Haushalt nicht zur Zufriedenheit des Mannes. Oder es besteht ein Verdacht auf eine aussereheliche Beziehung, oder aber es ist Alkohol im Spiel. Eine Masum-Mitarbeiterin erinnert sich an die Anfänge ihrer Arbeit: «Zu Beginn betrachteten die Frauen häusliche Gewalt als Privatsache.» Erst nach jahrelangem Einsatz hätten Frauen Gewalt als öffentliche Angelegenheit akzeptiert. «Seit 2008 arbeitet Masum gezielt mit Männern zusammen, um die Gewalt an Frauen zu stoppen.» Morddrohungen Die Arbeit der Masum-Mitarbeiterinnen ist weder einfach noch ungefährlich. Sie werden von Familienangehörigen der Opfer oft angepöbelt und bedroht es kam sogar schon zu Morddrohungen. Doch Masum gibt nicht auf, denn Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor weit verbreitet: Die breite Bevölkerung, Polizisten, Anwälte, Spitäler müssen für die Rechte der Frau, für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung stärker sensibilisiert werden. Seit 2008 arbeitet Masum zudem gezielt mit Männern zusammen, um die Gewalt an Frauen zu stoppen. Es werden Männergruppen gebildet, die den Frauen in den Dörfern helfen oder aktuelle Fälle werden mit Männern und Frauen besprochen. Dieser Ansatz ist vielversprechend, Verhaltensänderungen sind jedoch nur langsam zu erwarten. Noch gibt es viel zu tun! Doch unzähligen Frauen konnte in den letzten Jahren dank Masum geholfen werden. Sarah Mader, Programmverantwortliche Heute verdient Parva den Lebensunterhalt für sich und die Kinder als Tagelöhnerin. Sie brauche sehr viel Unterstützung, sagte eine Masum-Mitarbeiterin. Lügen, Eifersucht, Gewalt Eine etwas andere Geschichte erzählte Mahajuli: Mahajuli, schätzungsweise Mitte 20, heiratete vor einem Jahr. Ihr Mann versprach ihr vor der Hochzeit das Blaue vom Himmel. Da der Lohn ihres Mannes hinten und vorne nicht reichte, musste sie sich jedoch massiv verschulden. Gleichzeitig verdächtigte ihr Mann Mahajuli, mit einem Freund ein Verhältnis zu haben, weshalb er sie verprügelte. Da Mahajuli keine Eltern mehr hat, war sie auf sich alleine gestellt. Glücklicherweise suchte sie Rat bei Masum. Die Mitarbeiterinnen trösteten sie und konnten den Gatten zur Einwilligung in die Scheidung bewegen. Da die Beratung von Masum kostenlos ist, konnte die junge Frau den teuren Scheidungsanwalt sparen. Auch Diese Frauen haben gut lachen: Sie kämpfen erfolgreich für die Rechte der Frauen und schützen andere vor Gewalt. Unten: Proteste nach der Vergewaltigung einer Frau. was ihre spende bewirkt 120 Franken Mit dieser Spende ermöglichen Sie in Indien einer Mitarbeiterin der Partnerorganisation Masum eine 12-tägige Ausbildung in den Bereichen Opferbegleitung, gesetzliche Aufklärungsarbeit sowie Prävention. SWISSAID Ihr mutiges Hilfswerk. 2/2013 SwissaidSpiegel

6 6 Mädchenbeschneidung Foto: Rudolf Fischer, SWISSAID Guinea-Bissau sagt Nein zur Mädchenbeschneidung! Mädchenbeschneidung steht im westafrikanischen Guinea-Bissau seit kurzem unter Strafe auch dank SWISSAID. Sogar die religiösen Führer haben die Praxis geächtet. Doch vom Gesetz bis zur Umsetzung in den Dörfern ist es noch ein Riesenschritt. was ihre spende bewirkt Mit 42 Franken lässt sich in Guinea-Bissau eine Frau während 4 Tagen ausbilden, damit sie ihre Dorfgemeinschaft für die Aus wir kungen der Genitalverstümmelung sensibilisieren kann. 375 Franken kostet die zweitägige Ausbildung von 6 Imamen. Als wichtige Persönlichkeiten ihrer Gemeinschaft werden sie ihren ganzen Einfluss geltend machen, damit die Genitalverstümmelung in Guinea-Bissau aufhört. SWISSAID Ihr mutiges Hilfswerk. Die Regierung hat den 6. Februar zum nationalen Tag der «Nulltoleranz» für die Mädchenbeschneidung erklärt. Maria Domingas Gomes, Präsidentin der SWISSAID-Partnerorganisation «Senim Mira Nassequê», bewegt dieser Beschluss besonders. Seit rund zwanzig Jahren kämpft sie dafür, dass die Genitalverstümmelung in Guinea-Bissau verboten wird und sich die Mütter und die Beschneiderinnen von dieser grausamen Praxis abwenden. Sie hat mit ihrer Organisation massgeblich zum Meinungsumschwung im Land beigetragen. Ein Meilenstein ereignete sich im Juni 2011: Damals verabschiedete eine überwältigende Parlamentsmehrheit ein Gesetz, das die Praxis der Mädchenbeschneidung unter Strafe stellte. «Seit der Verabschiedung des Gesetzes wurden drei Beschneiderinnen verurteilt, weil sie in der Region Bafatá Beschneidungen vorgenommen hatten», sagt sie. «Die Organisatoren von so genannten Fanados, den Beschneidungsritualen, erhalten vom Innenministerium keine Bewilligungen mehr.» Das Gesetz funktioniert. Reicht es aus? Die Gefahr besteht nun, dass die Rituale heimlich durchgeführt werden. Und hier engagieren sich Maria und ihre 20 Mitstreiterinnen. Zusammen mit ehemaligen Beschneiderinnen besuchen sie Dörfer im ganzen Land und warnen die Frauen und die traditionellen Dorfchefs vor den traumatischen und manchmal tödlichen Folgen dieser heute illegalen Praxis. Diese Sensibilisierungs- arbeit ist nötig, weil die Tradition «die Mädchen lehrt, dass sie ohne Beschneidung in ihrer Gemeinschaft nicht als rein betrachtet werden können», sagt Maria. Eine Fatwa gegen die Mädchenbeschneidung «Senim Mira Nassequê» beschloss daher, ihre Sensibilisierungsarbeit auf die Imame des Landes auszuweiten. Und hatte Erfolg: Zum nationalen «Nulltoleranz-Tag» zu Beginn dieses Jahres nahmen 130 religiöse Führer eine Fatwa (ein religiöses Rechtsurteil) an, das die Mädchenbeschneidung verurteilt. Noch vor weniger als fünf Jahren war dieses Thema tabu. Heute spricht eine informelle Allianz von politischen und religiösen Führern und der Zivilgesellschaft mit geeinter Stimme. Und dennoch werden in Guinea-Bissau jedes Jahr immer noch fast Mädchen Opfer solcher Verstümmelungen. «Senim Mira Nassequê» muss ihre Arbeit weiterführen, um die radikalsten religiösen Führer dazu zu bewegen, sich gegen die Beschneidung auszusprechen. Vor allem aber muss die Organisation die Beschneiderinnen dazu bringen, ihren Beruf aufzugeben, indem sie ihnen alternative Einkommensmöglichkeiten anbietet. Wenn man weiss, dass eine Familie rund 60 Schweizer Franken für eine Beschneidung ausgibt und an einem Fanado bis zu 50 Mädchen teilnehmen, kann man abschätzen, wie gross die Überzeugungsarbeit von Maria und ihren Mitstreiterinnen sein muss. Sébastien Dutruel SwissaidSpiegel 2/2013

7 Landwirtschaft 7 Kardamom, die feine Alternative Der Anbau von Kardamom bietet vielen Bauernfamilien in Kolumbien einen Ausweg aus der Kaffee-Misere. Dabei ist das Gewürz in der kolumbianischen Küche nicht heimisch. Es wird in grossem Stil exportiert. Vom Setzling zur wohlriechenden und rentablen Kapsel: Drei Jahre dauert es, bis die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern die erste Ernte einfahren können. ardamom wird ein weiteres Standbein «Kmeiner Finca», hofft Iván Dario Rincón, ein 39-jähriger Kleinbauer aus dem Südosten Kolumbiens, der 650 Kardamom-Setzlinge gepflanzt hat. Lange lebte er mit seiner Familie hauptsächlich vom Kaffeeanbau. Doch der seit Jahren anhaltende Preiszerfall am Kaffeemarkt sowie Krankheiten und Schädlinge machten den Anbau der roten Kaffeekirsche unrentabel. Die lokale Bauernorganisation ASAP erkannte, dass die Kaffeekrise nicht ausgesessen werden kann und fand mit dem Anbau von Kardamom eine rentable Alternative für ihre Mitglieder. PANAMA KARIBIK Kolumbien PAZIFIK Cupica Nuquí Cartagena Coloso Mamil Sincelejo Montería Simití Caramanta Manizales bogotá Buenaventura Bucaramanga VENEZUELA Kaffee bleibt «Das Gute ist, dass ich deswegen nicht völlig auf den Kaffeeanbau verzichten muss», sagt Bauer Wilson López, der KoluMbiEN die Setzlinge auf den Feldern unproduktiver Kaffeesträucher pflanzte. «Und der Anbau ist vergleichsweise einfach viel einfacher als Biokaffee.» Die schlechte Nachricht: Die Pflanze benötigt drei Jahre bis zur ersten Ernte. Die Bauernorganisation ASAP bildete daher mit Hilfe von SWISSAID einen so genannten Kreditfonds, aus dem die Kleinbauernfamilien Darlehen erhalten, um die Investitionen für die Diversifizierung bis zur ersten Ernte zu bezahlen. Die Bauernorganisation bietet überdies die Setzlinge an, Bio-Dünger sowie Schulungen zum Kardamomanbau. «Ohne den Kredit von 2 Millionen Pesos (rund 1000 Franken) hätte ich nicht auf Kardamom umsteigen können», sagt Iván Dario Rincón. Ökologischer Anbau ist Pflicht Die Familie von Bauer Rincón zählt zu den ersten 60 aus Caramanta, die auf total 30 Hektaren das Gewürz anpflanzen, nach ökologischen Methoden in Mischkulturen und ohne Pestizide oder chemischen Dünger. Mindestens 60 Tonnen Kardamom dürfte die erste Ernte der Bauerngemeinschaft nächstes Jahr betragen. Laut ASAP sollte dies den Bäuerinnen und Bauern einen Netto-Gewinn von 3800 Franken pro Hektare bescheren. Bis 2014 muss auch die Verarbeitungsanlage stehen, in der 180 Landarbeiterinnen und Landarbeiter temporär Arbeit finden. Denn die Bauernvereinigung hat mit Unterstützung von SWISSAID mit der amerikanischen Firma Merit Trade einen Abnahmevertrag ausgehandelt ein Unternehmen, das bereits aus einer be- nachbarten Region Kardamom exportiert. Die Firma beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten für den Bau der Verarbeitungsanlage; den Rest finanzieren die Bauern sowie SWISS AID. Ziel der Bauernvereinigung ist, einen Grossteil der Wertschöpfung vor Ort zu behalten. Mittelfristig wollen sich die Bauernfamilien über die Verarbeitung des Gewürzes finanzieren. Nun haben die Bauernfamilien einen Kredit aufgenommen, die ersten Setzlinge gepflanzt und Weiterbildungsseminare besucht. In einer Gegend, in der 70 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze leben, bleibt ihnen jedoch wenig Spielraum für Experimente und Misserfolge. «Aber bis jetzt ist s Gott sei Dank», so Iván Dario Rincón, «sehr gut gegangen!» Ruben García, Projektleiter in Kolumbien was ihre spende bewirkt Mit 50 Franken finanzieren Sie in Kolumbien einer Bauernfamilie 100 Kardamom-Setzlinge, wobei die Mindestmenge an Setzlingen pro Familie 650 Pflanzen beträgt. 90 Franken kostet ein Ausbildungstag für den Anbau von Kardamom für 30 Produzentinnen und Produzenten. SWISSAID Ihr mutiges Hilfswerk. Fotos: Ruben Garc ia; Rudolf Fischer, SWISSAID ECUADOR 2/2013 PERU BRASILIEN SwissaidSpiegel

8 8 ParlamentarierReise Karten fürs Internet: Deutsch Nicaragua Ec Myanmar (Burma): PAZIF «Wer genauer hinschaut, HONDURAS verliert die Unschuld» Acht Parlamentarierinnen und Parlamentarier reisten im Februar nach Myanmar und nahmen dort SWISSAID-Projekte unter die Lupe und bildeten sich eine eigene Meinung zu Investitionen in den boomenden Rohstoffsektor des Landes. Aus der quirligen Kleinstadt Taunggyi führt eine schmale, geteerte Strasse zum Dorf Naung Lom. Es hat wenig Verkehr im Süden des burmesischen Gliedstaates Shan und meist sind es Motorräder, die unserem Kleinbus ausweichen. Nach fast drei Stunden erreichen wir das abgelegene Dorf eine Ansammlung traditioneller Bambushütten auf Pfählen. Die Dorfbevölkerung der Pa-Oh-Ethnie macht uns in den schönsten Kleidern ihre Aufwartung. Heute ist ein besonderer Tag, denn wir besuchen das Dorf zusammen mit Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Bevor wir das Haus des Dorfvorstehers betreten, ziehen wir die Schuhe aus. Bei ihm versammeln sich die ältesten Dorfbewohner und die Mitglieder der lokalen Entwicklungs- und Projektkomitees. Als «Patron» der Entwicklungsaktivitäten stellt sich ein buddhistischer Mönch vor, der als religiöses Oberhaupt dem hohen Besuch seine Ehre erweist. Am Boden sitzend achten wir angestrengt darauf, die Füsse zu bedecken, denn es wäre ein Affront, sie auf andere zu richten. Zukunftsmusik Vor dem Gespräch besingen die Frauen und Männer, begleitet von Gitarrenklängen, die Zeit ihrer Grosseltern, als Wälder die Hügel bedeckten, sich dort wilde Tiere tummelten, Fische und gute Ernten für volle Mägen sorgten. Doch die Gier der Leute führte dazu, dass die Bäume gefällt wurden, die Fischteiche sowie die Böden austrockneten und die Tiere verschwanden. Nun wollen die Familien aufforsten, damit es dereinst ihren Kindern besser geht. Schockiert erfahren wir, dass die Menschen hier Rancho Grande Waslala San Isidoro Matagalpa Ciudac/Dario San Dionisio Esquipulas Managua Carazo jedes Jahr mindestens Rivas zwei Monate Hunger leiden. SWISSAID PAZIFIK arbeitet COSTA in Naung RICA Lom seit zwei Jahren mit der Organisation SSLDO zusammen («Southern Shan Local Development Organisation»). Diese hilft der Dorfbevölkerung, die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Gemeinsam werden die Probleme analysiert, Lösungen gesucht und Prioritäten gesetzt. MyaNMar Myanmar INDIEN BANGLADESCH BUCHT VON BENGALEN Myitkyina Bhamo Lashio KACHIN STATE Mandalay SHAN STATE Taunggyi LAOS Naypyidaw Rangun CHINA Mawlamyine THAILAND KARIBIK VIETNAM COT BO in PAKIS MADH Mum S MAH SwissaidSpiegel 2/2013

9 Parlamentarierreise 9 Fotos: Eliane Baumgartner, SWISSAID Grosses Interesse im Parlament An der Myanmar-Reise vom 2. bis 12. Februar 2013 beteiligten sich die Ständerätinnen Liliane Maury-Pasquier und Anne Seydoux sowie die Nationalrätinnen Viola Amherd, Yvonne Feri, Doris Fiala und die Nationalräte Martin Näf, Alain Ribaux und Carlo Sommaruga. Neben den SWISS- AID-Projekten im Gliedstaat Shan besuchten sie Projekte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in der Nähe von Yangun. Dank Gesprächen mit Vertretern der Zivilgesellschaft, anderen Schweizer Hilfswerken und dem Botschafter konnten die Teilnehmenden einen ausgezeichneten Einblick in die aktuelle Situation des Landes gewinnen. Die Parlamentsmitglieder bezahlten die Reise aus der eigenen Tasche. Schweizer Parlamentsmitglieder besuchen die Kleinbäuerinnen und -bauern auf den Knoblauchfeldern: Die Betelnuss, die viele Bäuerinnen und Bauern kauen, färbt die Zähne rot. Im Dorf stattet der hohe Besuch aus der Schweiz einen Besuch der Schule ab, die die Kinder nur dank der Hilfe aus der Schweiz besuchen können. Neben den Feldbesuchen reicht es auch für etwas Sightseeing: Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor der goldenen Pagode in Yangun. Sparen gegen Wucherzinsen Konkret bezeichneten die Dorfbewohner den fehlenden Zugang zu Krediten als eines ihrer Hauptprobleme. Die Partnerorganisation von SWISS AID unterstützte die Bäuerinnen daraufhin bei der Gründung einer Spargruppe. Jedes Mitglied macht regelmässig eine kleine Einlage in die gemeinsame Kasse. Aus dem Ersparten werden dann auch mit Hilfe von SWISSAID den Mitgliedern Kleinkredite zugesprochen. Zugleich finanzierte SWISSAID Buchhaltungskurse. Heute spare sie enorm Geld, erzählt eine Bäuerin den Parlamentariern begeistert, denn sie müsse keine Wucherzinsen mehr bezahlen. Anders Bauer Akum Binya. Er lernte in Landwirtschafts-Kursen Dünger selber herzustellen. Seither muss er ihn nicht mehr kaufen und kann sich die Kosten dafür sparen. Die ärmsten Familien im Dorf erhielten zudem einen Wasserbüffel. Fürs Pflügen der kargen Felder müssen sie nun kein Tier mehr mieten und können den Dung als Bio-Dünger nutzen. Jungtiere müssen sie anderen benachteiligten Familien abgeben. Ziviler Ungehorsam Dank den verschiedenen Massnahmen lassen sich die Lebensbedingungen verbessern. Zudem führen sie zu mehr Austausch und einem höheren Organisationsgrad. Sich organisieren zu können wird immer wichtiger, denn die Menschen sehen sich mit Landproblemen konfrontiert, die sie nur gemeinsam angehen können. Die Regierung verkauft ausländischen Firmen ganze Ländereien oder spricht der Armee Gebiete zu, für welche die Bauern dann plötzlich Pacht bezahlen müssen. Nach einer schlechten Ernte verweigerten sie Anfang Jahr die Zahlung. Vor zwei Jahren wäre es unmöglich gewesen, in Myanmar über Landkonflikte zu sprechen. Die Landbevölkerung will an der Öffnung des Landes teilhaben. Neugierig fragen uns die Bewohner von Naung Lom über das politische System der Schweiz aus, über die Pressefreiheit oder die Rechte der Minderheiten. Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur eröffnen sich ihnen neue Perspektiven. Und in Zeiten des Umbruchs sind starke zivilgesellschaftliche Organisationen besonders wichtig, wenn es gilt, die Anliegen der benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu vertreten. Investitionen auf Augenhöhe «Wer genauer hinschaut, verliert die Unschuld», sagte FDP-Nationalrätin Doris Fiala nach der Reise: Myanmar ist nicht nur das boomende Land, in das nach Aufhebung der Wirtschaftssanktionen blind investiert werden soll. Es besteht das erhebliche Risiko, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet und der Ressourcenreichtum zum Fluch wird, weil nur die wenigsten davon profitieren. Die Reisegruppe ist sich denn auch einig: Schweizer Firmen, die in Myanmar tätig werden, müssen die Menschenrechte und Umweltstandards respektieren und so einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes leisten. Denn Myanmar braucht Investitionen «auf Augenhöhe». Caroline Morel, SWISSAID-Geschäftsleiterin was ihre spende bewirkt 250 Franken Ein Büffel kostet in Myanmar (Burma) 250 Franken und kommt einem Geschenk des Himmels gleich. Mit seiner Arbeitskraft lassen sich Felder viel einfacher pflügen als von Hand. Die Folgen: grössere Ernten, höheres Einkommen, weniger Hunger. SWISSAID Ihr mutiges Hilfswerk. 2/2013 SwissaidSpiegel

10 10 Entwicklungspolitik Grusswort von Bundesrat Didier Burkhalter In den meisten Entwicklungsländern hängt die Ernährungssicherheit von den Kleinbauern und ihren Kleinbetrieben ab. Die armen Bauernfamilien bewirtschaften häufig kleine Äcker, die wenig fruchtbar sind und sich weit weg befinden; zudem stehen sie in einem extremen Wettbewerb um Wasserressourcen. Meistens verfügen sie über keinen Zugang zu grossen Bewässerungssystemen. Mit Hilfe ihrer Entwicklungszusammenarbeit, ihren Nichtregierungsorganisationen, ihrer Forschung und ihrem Privatsektor setzt sich die Schweiz dafür ein, dass diese Kleinbauern einen gesicherten Zugang zu Land, aber auch zu Wasser haben. Die Schweiz unterstützt diese Betriebe mit kleinen Staudämmen oder globalen Programmen, die den Erwerb günstiger und wirksamer Kleinbewässerungssysteme ermöglichen. Oder aber indem sie zur Entwicklung von Mikrofinanzprodukten beiträgt, besonders von Mikroversicherungen gegen Niederschlagsschwankungen. In einer immer urbaneren Welt spielt die schweizerische Zusammenarbeit in der Entwicklung der ländlichen Gegenden nach wie vor eine wesentliche Rolle. Die ressourcenschonende kleinbäuerliche Landwirtschaft ist für den Schutz der Umwelt grundlegend. So werden die von der DEZA in Mittelamerika und Afrika unterstützten «Ecoles Bleues» (Blaue Schulen) mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen versorgt. In ihren Schulgärten können nachhaltige Anbaupraktiken geübt werden. Und sie lehren, wie sich der Boden und die Wasserressourcen schützen lassen. Ein weiteres Beispiel: Die von der Schweiz unterstützte weltweite Initiative, die verlangt, dass die unterhalb der Wassereinzugsgebiete gelegenen Städte und Industrien die Bauern im Gebiet flussaufwärts für die nachhaltige Bewirtschaftung der Ökosysteme entschädigen. Aus Sicht der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit spielt die kleinbäuerliche Landwirtschaft für die weltweite Ernährungssicherheit eine sehr grosse Rolle. Deshalb ist es wesentlich, dass sie bei ihrem Kampf für den Zugang zu Wasser unterstützt werden. Das Jahr 2013 das Internationale Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser wird deshalb auch das Jahr der kleinbäuerlichen Landwirtschaft sein. Didier Burkhalter, Vorsteher des Departements für auswärtige Angelegenheiten Foto: Michael Stahl Die Schweiz muss Verantwortung übernehmen Ein globaler Transparenz-Standard für den Rohstoff-Sektor entsteht. Und die Schweiz als grösster Rohstoff-Handelsplatz der Welt muss sich damit auseinandersetzen. Diese Einschätzung teilten alle Referenten von zwei ausverkauften SWISS AID-Tagungen in Bern und Genf Mitte Januar. Bloss: Über die Art und In Genf (oben) und Bern debattierten die Fachleute vor vollen Rängen über Fragen der Transparenz. Weise der Regulierung des Sektors gingen die Meinungen auseinander. Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Zivilgesellschaft forderten die Schweiz heraus und stellten klar, dass die Schweiz Verantwortung übernehmen und den Sektor regulieren müsse. Die angesprochenen Vertreter der Verwaltung, EDA-Staatssekretär Yves Rossier sowie SECO-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, liessen indessen durchblicken, die Schweiz gedenke auch in Zukunft eher auf freiwillige Vereinbarungen zu setzen. SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer forderte den Bundesrat auf, in seinem Rohstoff-Bericht «Nägel mit Köpfen» zu machen. Und in seinen Schlussfolgerungen erklärte auch DEZA-Direktor Martin Dahinden, es entspreche dem «gesunden Menschenverstand», wenn die Schweiz in der Regulierung des hierzulande derart wichtigen Rohstoffhandels eine führende Rolle übernehme. LK swissaid.ch/de/rohstoffhandel-transparenz Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineinchen-Fleisch liess durchblicken, in welche Richtung die Schweiz gehen könnte. Bild unten: Deza-Direktor Martin Dahinden auf dem Podium. SwissaidSpiegel 2/2013

11 Entwicklungspolitik 11 Koexistenz mit Gentechpflanzen warum regeln, was niemand will? Im Januar hat der Bundesrat einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung geschickt, in dem das Nebeneinander von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen und gentechfreier Produktion auf Schweizer Feldern geregelt werden soll. Dieser Schritt erstaunt, haben doch erst kürzlich National- und Ständerat einer Verlängerung des Gentech-Moratoriums bis 2017 zugestimmt. Denn weder die Landwirte noch die Konsumentinnen wünschen gentechnisch veränderte Pflanzen oder Lebensmittel. Sie sehen schlicht keinen Nutzen darin und fürchten unkalkulierbare Risiken. SWISSAID lehnt die vom Bundesrat vorgeschlagene Regelung zur Koexistenz gentechnischer und konventioneller Produktion in der Schweiz ab. Die Schweiz braucht keine Gentechnologie in der Landwirtschaft und darum auch keine Koexistenzregelung. TG Mehr dazu unter SWISSAID und das Bioforum Schweiz laden ein Biolandbau: Luxus oder Überlebensstrategie? Fotos: Sébastien Dutruel; Eliane Baumgartner, SWISSAID Tina Goethe wird Präsidentin ad Interim der SAG Für das Jahr 2013 wird Tina Goethe, bei SWISSAID verantwortlich für das Dossier Ernährungssouveränität, ad Interim das Präsidium der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG übernehmen. Sie vertritt damit Maya Graf, die während ihrer Zeit als Nationalratspräsidentin alle weiteren Mandate vorübergehend niedergelegt hat. Die Dachorganisation von 26 Schweizer Verbänden setzt sich seit über 20 Jahren erfolgreich für eine gentechfreie Landwirtschaft in der Schweiz ein. Mehr unter Podiumsveranstaltung am Biomarché in Zofingen 22. Juni 2013, 10 bis Uhr, Rathaus Zofingen Der Bio-Markt spielt in der Schweiz eine bedeutende Rolle. Er sorgt für fruchtbare Böden, sauberes Trinkwasser und Artenvielfalt. Dass Bio heute ein Riesengeschäft ist, liegt jedoch am Marketing der Grossverteiler, die Bio-Lebensmittel als gesunde Lifestyle- Produkte in einem teuren Nischenmarkt vermarkten. Im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung und Energieknappheit wird der Biolandbau weltweit immer mehr als Überlebensstrategie diskutiert. Auch SWISSAID ist überzeugt, dass Bio das beste Rezept gegen den Hunger ist. Das Bioforum Schweiz und SWISSAID laden zu einer Veranstaltung am Biomarché in Zofingen ein, um die unterschiedlichen Perspektiven auf den Biolandbau zu diskutieren. Eine Biobäuerin aus dem ecuadorianischen Hochland, ein Schweizer Bio-Pionier der ersten Stunde sowie ein Vertreter des Internationalen Bioverbandes IFOAM berichten von ihren Erfahrungen und diskutieren die aktuel- len Entwicklungen. Für eine spannende Diskussion werden darüber hinaus ein Vertreter der Migros sowie die Aargauer Regierungsrätin und Biobäuerin Susanne Hochuli sorgen. Sie konnte sich an einer SWISSAID-Reise nach Ecuador 2007 ein eigenes Bild der Landwirtschaft in dem armen Andenland machen. Im Anschluss an die Veranstaltung bietet ein Apéro Gelegenheit für Gespräche im kleineren Kreis. Mehr dazu unter: Bio gehört die Zukunft: Tina Goethe von SWISSAID (oben) und Regierungsrätin Susanne Hochuli auf dem Feld. Fotos: Archiv SWISSAID 2/2013 SwissaidSpiegel

12 12 biolandbau «Bio hat in Entwicklungsländern ein gewaltiges Potenzial» So einleuchtend die Argumente für den Biolandbau sind, so schwer setzt sich dieser weltweit durch. Weshalb eigentlich? SWISSAID hat bei Urs Niggli, dem Direktor des Forschungsinstituts für Biolandbau nachgefragt. SwissaidSpiegel 2/2013

13 Fotos: Basile Bornand SWISSAID: Bio ist im Trend, hat in der Schweiz aber nur einen Marktanteil von 6 Prozent. Warum setzt sich Bio nicht überall durch? Urs Niggli: Bio setzt viel Wissen voraus und ist also nur etwas für erfahrene Bauern und Bäuerinnen. Konventionelle oder integrierte Landwirtschaft ist hingegen «dubelisicher»: Gegen Schädlinge hat man Pestizide, für die Fruchtbarkeit Dünger. Ein Bauer muss sich kein Wissen über Bodenfruchtbarkeit, Förderung von Nützlingen, Fruchtfolge auf den Feldern und die technisch anspruchsvolle Anwendung von biologischen Pflanzenschutzmitteln aneignen. Herkömmliche Landwirtschaft ist zudem günstiger, weil der Bauer für die Umweltschäden nicht aufkommen muss. Zu viel Nitrat im Grundwasser bei übermässiger Düngung, Pestizidrückstände in Boden, Wasser und Lebensmitteln, aber auch erodierte Böden das alles bezahlt die Allgemeinheit oder zukünftige Generationen von Bäuerinnen und Bauern. Bio gilt bei uns als Luxus. Warum soll Bio in Entwicklungsländern sinnvoll sein? Bio ist für arme Kleinbauernfamilien in der Dritten Welt günstig und bringt ihnen Unabhängigkeit. Die ökologische Landwirtschaft kommt ohne teures Pestizid, Düngemittel und Gentech-Saatgut aus. Die Bauernfamilien erhöhen ihre Erträge mit vorhandenen Mitteln und mit modernstem Wissen: Allein die geschickte Fruchtfolge sowie intelligente Mischkulturen steigern die Bodenfruchtbarkeit. Schädlinge werden durch die gezielte Förderung von Nützlingen reduziert. Dünger wird aus Ernterückständen, Siedlungsabfällen und Kuh- oder Ziegenmist hergestellt. Bio hat in Entwicklungsländern ein gewaltiges Potenzial. Mit dem Welt-Agrarbericht erhielt der ökologische Landbau 2008 starken Rückenwind, denn gerade in Entwicklungsländern führt er zu höheren Netto-Erträgen, wie Untersuchungen zeigen. Warum hat er sich noch nicht etabliert? Bio kann sich nicht im grossen Stil verbreiten, wenn Forschung, Beratung und Schulung fehlen. In den Entwicklungsländern wurden diese lange vernachlässigt. Erst jetzt zeigt sich ein Wandel. Man merkt, wie wichtig es ist, die lokalen Bauernfamilien zu fördern und mit ihnen zusammen Forschung zu betreiben. Leider setzen viele Organisationen immer noch zu viel Hoffnung und Geld in die Gentechnik. Diese kann die komplexen Probleme aber nicht lösen. «Bio ist nur etwas für erfahrene Bauern und Bäuerinnen.» Wie wird die Bio-Forschung unterstützt? Leider viel zu wenig. Weltweilt werden 51 Milliarden US-Dollar für die Agrarforschung aufgewendet, davon 55 Prozent von der chemischen und Saatgut-Industrie, 45 Prozent von der Öffentlichen Hand. Nur letztere investiert in die biologische Landwirtschaft aber nach sehr optimistischen Schätzungen sind das auch nur maximal vier Promille davon, also weniger als 100 Millionen Dollar. Die Schweiz kann da stolz sein, sie investiert zwischen 5 und 10 Prozent der Gelder in die Bio-Forschung. Bio wird von den Eliten vieler Länder und von Agrarkonzernen stark bekämpft. Ist die Angst um die Absatzmärkte so gross? Offensichtlich, denn zertifizierte Bioprodukte machen nur 0,9 Prozent der Welt-Agrarproduktion aus und sind keine ernsthafte Konkurrenz zur konventionellen Agrarindustrie. In Ländern wie Indien und Brasilien ist Gentech ein Wachstumsmarkt. Doch die Chemie befürchtet einen grundsätzlichen Wertewandel in der Forschung weg von der Idee, dass nur teure Hilfsstoffe die Ernährung garantieren können, hin zur Erforschung einer ökologischen Agrarwirtschaft, die viel Wissen voraussetzt. Auch die Politik vertraut eher auf technische Lösungen. SWISSAID sagt: Bio besiegt den Hunger teilen Sie diese Meinung? In der Welt wird eigentlich genug Nahrung produziert Zugang und Verteilung sind das Problem. Gemäss der Landwirtschaftsorganisation FAO ist die Landwirtschaft sehr ineffizient, über 50 Prozent der Ernte landen nicht auf dem Teller. Hier müssen wir ansetzen. Der Biolandbau, wie ihn SWISS AID propagiert, bringt den Menschen Eigenständigkeit, Unabhängigkeit von Konzernen und Hilfsgütern, hilft die Erträge steigern und ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Landflucht, die in armen Ländern ein massives Problem darstellt. «Die Chemie befürchtet einen grundsätzlichen Wertewandel in der Forschung.» biolandbau 13 Welchen Beitrag kann das FiBL dazu leisten? Wir schulen Bauern und Bäuerinnen in konkreten Projekten und haben für Afrika ein Handbuch* für den Biolandbau veröffentlicht, das von Lehrern und Beratern genutzt wird. In Lateinamerika, Asien und Afrika laufen Langzeitversuche, in denen wir die Produktivität und Wirtschaftlichkeit traditioneller, konventioneller und biologischer Landwirtschaft vergleichen. So wollen wir Bauernfamilien, Wissenschaftlern und Politikern die Skepsis nehmen. Bei Bio tönt alles schön und gut gibt es keine negativen Punkte? Für Bio ist ein globaler Markt entstanden, was eigentlich eine Erfolgsgeschichte darstellt. Bio ist die erste globale Norm mit Zusatzwert im Welthandel. Aber damit sind die Produkte nicht mehr an die lokale Produktion gebunden, und der lokale Charakter des Bio-Landbaus droht verloren zu gehen. Claudia Langenegger *www.organic-africa.net zur Person Der Agraringenieur Urs Niggli, 59, ist seit 1990 Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, das 1973 gegründet wurde und weltweit zu den führenden Forschungseinrichtungen für Biolandbau zählt. Er studierte an der ETH Zürich Agrarwissenschaft und dissertierte zum Thema Unkrautphysiologie. Niggli war im Vorstand der IFOAM tätig (weltweiter Dachverband aller Biobauern) und hat eine Professur an der Universität Kassel. Er ist Vater von vier Kindern und wohnt in Frick. 2/2013 SwissaidSpiegel

14 14 meldungen Fotos: zvg Neue DVD: Bio für 9 Milliarden Menschen Ein Sechstel der Erdbevölkerung leidet unter Mangelernährung oder Hunger. Dabei wäre Nahrung für alle da, sagt die Filmemacherin Marie-Monique Robin. In ihrem überzeugenden ARTE-Dokumentarfilm zeigt sie, dass eine ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend arbeitet, ausreichend Nahrung für alle Menschen bereitstellen könnte. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht sie, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Nahrungs- mittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen. Dabei lässt sie auch Agrarökonomen, Wirtschaftswissenschaftler und Vertreterinnen internationaler Hilfsorganisationen zu Wort kommen. Der Film verschafft einen guten Einblick in die weltweite Bioproduktion und ist schon allein aus diesem Grunde sehenswert. Die Zukunft pflanzen Bio für 9 Milliarden, von Marie-Monique Robin. Die DVD des ARTE-Films ist für ca. Fr. 24. auf deutsch und französisch erhältlich. SWISSAID will Kosten sparen und die Umwelt schonen Als Gönnerin oder Gönner von SWISS- AID erhalten Sie wenige Tage nach Eingang Ihrer Spende bei SWISSAID einen Bestätigungs- und Dankesbrief. Um Papier, Porti, Aufwand kurz Kosten zu sparen, möchten wir die Briefe in Zukunft per ver schicken, wenn Ihnen das recht ist. Erfahrungsgemäss ist mit einer elekt ronischen Verdankung auch den Spenderinnen und Spendern gedient, denn Briefe und Kuverts landen oft im Papierkorb. Bitte schicken Sie uns Ihre vollständige Adresse sowie Ihre auf swissaid.ch, und wir senden Ihnen die Bestätigungs- und Dankesbriefe künftig auf elektronischem Weg. Danke, dass Sie uns helfen, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Die unterschätzte Ökonomie des Für- und Vorsorgens Ein Grossteil der zum Leben notwendigen Arbeit findet im Haushalt oder in der Gemeinde statt. Kochen, Waschen oder die Versorgung von Kindern, Kranken und alten Menschen sind zeitaufwändige Arbeiten, egal ob sie bezahlt oder unbezahlt sind. In Entwicklungsländern kommen unter anderem das Wasserholen und Sammeln von Feuerholz dazu. Der Wert der in der Schweiz geleisteten unbezahlten Arbeit entspricht 47 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Weltweit geht man von zehn bis 39 Prozent aus. (Spar-)Massnahmen zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise berücksichtigen diese Fürsorge- und Vorsorgearbeit nicht. So werden noch mehr Arbeiten in den unbezahlten Sektor delegiert, was die Arbeitslast vor allem der Frauen erhöht. Die Schweizer Plattform WIDE (Women in Development) plädiert für eine Politisierung der so genannten Care-Arbeit. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift «Widerspruch» präsentieren WIDE-Autorinnen umfassende Analysen zur Care-Ökonomie und ihre Bedeutung für die Krisenpolitik in Nord und Süd. Der Band bietet einen gut lesbaren und differenzierten Überblick. TG Care, Krise und Geschlecht, Widerspruch Heft 62, Rotpunktverlag Seiten, Fr SwissaidSpiegel 2/2013

15 spenden 15 «Mehr Sein, weniger Schein» Katrin und Pietro Lot haben sich für ihr Hochzeitsfest etwas Spezielles einfallen lassen. Sie wurden reich beschenkt und haben auch ihren Gästen ein ganz besonderes Präsent gemacht. Bei Sonnenuntergang gaben sich Katrin und Pietro Lot an einem Strand in Naxos das Ja-Wort und ihr Eheversprechen und drückten so ihre Verbundenheit und Liebe zueinander aus. Die Eheringe steckten dabei in einer sandgefüllten Muschel. Ein griechischer Fotograf hielt den Moment fest, der nur den beiden gehören sollte. Das war am 11. Juli des letzten Jahres. Einen Monat später heirateten die beiden ganz offiziell auf dem Zivilstandsamt in Baden AG. Darauf folgte ein rauschendes Fest im Schützenhaus. «Wir mögen diese anonymen Grossanlässe nicht, lieber haben wir ein familiäres Fest», erzählt Katrin Lot. Bis in die Morgenstunden feierte das Brautpaar mit den über 30 Gästen. Holz-Geissli verzieren die italienischen Mandeln Als besondere Überraschung hatte sich das Paar etwas ganz Spezielles ausgedacht: Alle Gäste und die Koch-Equipe erhielten eine SWISSAID-Ziegen-Urkunde. «Für eine Hochzeit gibt man so viel Geld aus, da wollten wir auch etwas Sinnvolles tun und jemanden beschenken, der nicht so viel zu feiern hat im Leben wie wir», sagt Katrin Lot. Liebevoll verzierte sie die italienischen Mandeln mit einem «Holz-Geissli» und verteilte sie zusammen mit ihrem Mann an die Hochzeitsgäste, nachdem die Hochzeitstorte angeschnitten worden war. Die Lots spendeten mit den Urkunden armen Bauernfamilien Ziegen. «Die Gäste fanden das allesamt eine sehr schöne Idee», er- Das Geschenk für die Gäste kündigten bereits die Tischdekorationen an: Alle bekamen eine SWISSAID-«Geissli»- Urkunde, mit der das Brautpaar arme Bauernfamilien an ihrem schönsten Tag teilhaben liess. zählt Katrin Lot, auch wenn sie einigen erklären musste, worum es bei den Patenschaften geht. Die nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe hat das Paar überzeugt. Und die «Geissli» sahen sie auch in Griechenland überall, einmal okkupierten diese gar den einzigen schattigen Platz am Strand, den das Paar eine Stunde lang gesucht hatte. Zweite Generation mit besonderen «Gschpüri» Woher kommt das Engagement der Sachbearbeiterin und des Aussendienstmitarbeiters für Menschen in der Dritten Welt? Beide sind weit gereist. Wichtiger in Katrin Lots Einschätzung ist jedoch ihre Herkunft. Pietros Vater stammt ursprünglich aus Italien, Katrins Eltern aus Tschechien. «Das hat uns sensibilisiert für die feinen Nuancen und Ungerechtigkeiten», ist Katrin Lot überzeugt. «Als Migranten-Kind bekommt man ein Gefühl für Menschen, denen es weniger gut geht.» Und was liegt den beiden ganz besonders am Herzen? «Mehr Sein, weniger Schein», sagt Katrin Lot sofort. Erholung suchen die beiden draussen in der Natur. In ihrer Wohnung in Baden finden sich viele Kiesel von Spaziergängen an Flussufern, die Pietro Lot heimbringt. Akkurat liegen die Steinchen neben- und aufeinander. Daneben erinnern grosse und kleine Muscheln an Tauchgänge in aller Welt und lange Spaziergänge am Meer. Darunter auch die grosse Muschel vom Strand von Naxos. Pia Wildberger Fotos: Panagiotis Kounoupas, Pia Wildberger, SWISSAID 2/2013 SwissaidSpiegel

16 16 marktplatz Roter SWISSAID- Regenschirm Praktischer und robuster Taschenschirm mit reflektierenden Ecken, ergonomischem Griff und besonders praktischer Hülle. Der Schirm ist leicht und dennoch stabil. Durchmesser: ca. 98 cm Preis: Fr. 29. Mit Bienenfleiss zum Erfolg Unvorstellbar, wie die Welt ohne die emsigen Tierchen aussehen würde. In Kolumbien oder auch im westafrikanischen Guinea-Bissau produzieren Kleinbauernfamilien Honig, der hervorragend schmeckt und sich erst noch gut verkaufen lässt. Mit dieser Spende finanzieren Sie einer Imkerin einen Bienenstock. Preis: Fr. 75. Weitere Geschenke und Urkunden finden Sie unter Bestelltalon Bienenurkunde Anzahl Geschenkurkunden à Fr. 75. über einen Bienenstock. Dank der Honigproduktion finden Familien einen Weg aus der Armut. Die Urkunden können weitergegeben werden. SWISSAID-roter Regenschirm Anzahl für Fr. 29. Holzvögelchen für den Blumentopf Anzahl Set à 6 Stück assortiert Fr. 25. NEU Fotos: Hugo Schild Holzvögelchen im 6er-Set Diese Ziervögelchen wurden von indischen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern gedrechselt und bemalt. Besonders in einem Blumentopf kommen sie sehr schön zur Geltung. Die Vögel bestehen aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. SWISSAID-Fonds für die Zukunft Ich möchte wissen, wie ich bei einem Testament oder einer Schenkung vorgehen kann. Bitte senden Sie mir die überarbeitete Dokumentation. Alle Preise verstehen sich ohne Porto und Versandkosten. Artikel und Urkunden werden Ihnen separat in Rechnung gestellt. Grösse: ca. 6 cm Set à 6 Stück assortiert: Fr. 25. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie den vorgedruckten rosa Einzahlungsschein für Ihre Spende benützen. So können wir Spesen sparen. Ihre allfälligen Bemerkungen schicken Sie uns bitte mit separatem Brief oder mit diesem Talon. Bemerkungen zu meiner Spende. Bitte setzen Sie meine Spende wie folgt ein: Projekt Land Thema Name Vorname Referenz-Nr. Strasse PLZ/Ort Telefon Geburtsdatum Datum Unterschrift Talon bitte einsenden an: SWISSAID, Lorystrasse 6a, 3000 Bern 5. SwissaidSpiegel 2/2013

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