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3 INHALTSVERZEICHNIS Inhaltsverzeichnis...3 Einleitung...4 Vorbedingungen...5 Benötigte Hardware...5 Hardware zusammenstellen...6 Benötigte Software...6 Installation...7 Firmware Update...7 Basis Konfiguration...8 Default Konfiguration...10 Konfiguration Netzwerk...11 Konfiguration SCMPC (Last.FM Client)...12 Konfiguration Bemused...13 Konfiguration CmdPad...14 Beispiel...15 Michael Vogt Seite 3 von 15

4 EINLEITUNG Dieses Dokument soll helfen, aus einem ASUS Wrt 500GP Access Point einen MP3 Player zu erstellen. Dazu wird die Asus Firmware mit einer OpenWRT 1 Firmware überschrieben. Technische Details werden hier nicht näher betrachtet, da der Hauptzweck dieses Dokumentes die Bauanleitung ist. Technische Details sind im Dokument Diplomarbeit Embedded Linux, Dokumentation zu finden. Achtung: Der Garantieanspruch des Access Points erlischt, wenn eine nicht Original Firmware auf den Router geflasht wird. Ebenfalls besteht die (kleine) Möglichkeit, den Router zu zerstören! 1 Michael Vogt Seite 4 von 15

5 VORBEDINGUNGEN Bevor mit der Installation der neuen Firmware begonnen werden kann, sollte überprüft werden, ob alle benötigten Hardware und Software-Komponenten vorhanden sind. BENÖTIGTE HARDWARE Um den MP3 Player nachzubauen, ist folgende Hardware nötig: Basis - Asus Wrt 500GP AP (Version 1) USB 2.0 Hub (aktive Stromversorgung) USB Creative Sound Blaster Connect Soundkarte USB Keypad USB Memorystick USB Bluetooth Adapter USB Display Crystalfontz 634 USB LCD (20x4 Character Display) Achtung: Mittlerweile gibt es 2 Versionen des ASUS Wrt 500GP AP, wobei die zweite Version noch nicht vollständig von OpenWRT unterstützt ist. Hinweis: Der Typ der USB Soundkarte und des LCD Displays sind Vorschläge, sie können auch durch andere Modelle ersetzt werden. Das LCD Display sollte durch LCD4Linux unterstützt sein, siehe dazu für eine Liste mit unterstützten Modellen. Auf dem Memorystick sollte ein Unterverzeichnis mit dem Namen _mp3 erstellt werden. In dieses Unterverzeichnis werden nun alle MP3 Files kopiert. Formatiert kann der Memorystick mit dem Filesystem FAT oder NTFS werden. Michael Vogt Seite 5 von 15

6 HARDWARE ZUSAMMENSTELLEN Die Hardware wird folgendermassen verbunden: WAN WLAN LAN ASUS Wrt 500gp USB USB 2.0 Hub USB TTL TTY USB Memorystick USB Bluetooth USB Audio USB Keypad USB Display Abbildung 1: Hardware-Verbindungen BENÖTIGTE SOFTWARE Um den Asus Wrt 500GP AP mit der neuen Firmware zu versehen, werden folgende Applikationen benötigt: OpenWRT Firmware, Applikation-Packages und Konfigurationsfiles (http://www.neophob.com/files/mp3player-guide-v1.0.zip ) PuTTY (URL: WinSCP (URL: ASUS Firmware Restoration Tool (wird auf der CD mitgeliefert) JamSE Client auf dem Mobiltelefon (http://jamse.sourceforge.net/) Michael Vogt Seite 6 von 15

7 INSTALLATION Als erstes muss die Original-Firmware von Asus mit der OpenWRT Firmware überschrieben werden. FIRMWARE UPDATE Firmware-Update für ASUS WL-500g Premium (Version 1). Übersicht Um eine neue Firmware für diesen Router zu installieren, müssen folgende Schritte erledigt werden: Stromkabel des Routers entfernen Gekreuztes RJ45 Kabel zwischen Workstation und Router Port LAN1 verbinden (nicht WAN!) Auf dem Router den RESTORE Knopf gedrückt halten (schwarzer Knopf, nicht der rote Knopf), danach das Stromkabel wieder mit dem Router verbinden Wenn das POWER LED langsam blinkt, ist der Router im DIAG Modus - der RESTORE Knopf muss nun nicht mehr gedrückt werden Im DIAG Modus hat der Router (per Default) die IP Adresse und akzeptiert neue Firmware Images Jetzt kann das "ASUS Firmware Restoration Tool" verwendet werden, um das Image via TFTP auf den Router zu übertragen. Hinweis: Dieses Tool unterstützt nur eine NIC auf der Workstation - daher alle NIC's ausser der verwendeten RJ45 Verbindung deaktivieren (Virtuelle Adapter, Wireless...). Ist das "ASUS Firmware Restoration Tool" nicht vorhanden, kann auch ein anderer TFTP Client verwendet werden Achtung: Ist die neue Firmware übertragen, darf der Router nicht direkt neu gestartet werden, da der interne Flash Speicher "partitioniert" wird 5 Minuten warten, nachdem das Firmware Restoration Tool dir Firmware übertragen hat sollte genügen. Screenshot des Firmware Restoration Tools von ASUS: Abbildung 2: ASUS Firmware Restoration Tool Michael Vogt Seite 7 von 15

8 BASIS KONFIGURATION Ist OpenWRT als Firmware installiert, muss zuerst die Grundkonfiguration erstellt werden. Dazu verbindet man sich via Telnet auf die IP und setzt das Root Passwort: === IMPORTANT ============================ Use 'passwd' to set your login password this will disable telnet and enable SSH BusyBox v1.8.2 ( :28:10 CEST) built-in shell (ash) Enter 'help' for a list of built-in commands _ - _ - _ _ W I R E L E S S F R E E D O M KAMIKAZE (bleeding edge, r10786) * 10 oz Vodka Shake well with ice and strain * 10 oz Triple sec mixture into 10 shot glasses. * 10 oz lime juice Salute! passwd Changing password for root New password: Retype password: Password for root changed by root Diese Aktion hat zur Folge, dass der SSH Daemon aktiviert wird. Nun können die Packages via SCP auf den Router kopiert werden. Als Ziel sollte /tmp verwendet werden, da dort genügend freier Speicherplatz vorhanden ist (Ramdisk). Abbildung 3: WinSCP Datentransfer zu OpenWRT Hinweis: Als SSH Daemon wird eine abgespeckte Variante verwendet, Dropbear. Dieser SSH Server unterstützt nur SCP (kein SFTP). Wird eine Verbindung mit WinSCP aufgebaut, werden diverse Fehlermeldungen über fehlende Files angezeigt. Diese Fehler können ignoriert werden und stören die Funktion nicht. Michael Vogt Seite 8 von 15

9 Nachdem die Packages auf den Router kopiert sind, können diese installiert werden. Eine Applikation wird mit dem Befehl ipkg install /pfad/file.ipk installiert. Da Packages gegenseitige Abhängigkeiten haben, müssen diese in der richtigen Reihenfolge installiert werden, hier eine mögliche Reihenfolge: 1. kmod-usb-core* 2. kmod-usb-serial* 3. kmod-usb-serial-ftdi* 4. kmod-usb-serial-pl2303* 5. kmod-usb-uhci* 6. kmod-usb2* 7. kmod-sound-core* 8. kmod-usb-audio* 9. kmod-bluetooth* 10. kmod-nls-base_ brcm47xx-1_mipsel.ipk 11. kmod-nls-iso8859-1* 12. kmod-nls-cp437* 13. kmod-nls-utf8* 14. kmod-usb-storage* 15. kmod-fs-vfat* 16. kmod-fs-ntfs* 17. kmod-input-core_ brcm47xx-1_mipsel.ipk 18. kmod-input-evdev_ brcm47xx-1_mipsel.ipk 19. kmod-hid_ brcm47xx-1_mipsel.ipk 20. kmod-usb-hid* 21. pciutils* 22. strace* 23. openntpd_3.9p1-2_mipsel.ipk 24. bluez-libs_3.24-1_mipsel.ipk 25. libpthread_ _mipsel.ipk 26. libexpat_ _mipsel.ipk 27. dbus_ _mipsel.ipk 28. bluez-utils* 29. libncurses_5.6-1_mipsel.ipk 30. alsa-lib_ _mipsel.ipk 31. alsa-utils* 32. cmdpad * 33. libflac_ _mipsel.ipk 34. zlib_ _mipsel.ipk 35. libid3tag_0.15.1b-1_mipsel.ipk 36. libmad_0.15.1b-1_mipsel.ipk 37. libvorbisidec_1.0.2\+svn _mipsel.ipk 38. libiconv_ _mipsel.ipk 39. mpd* 40. mpc* 41. libusb_ _mipsel.ipk 42. lcd4linux* 43. libdaemon_0.12-1_mipsel.ipk 44. argtable_2.7-1_mipsel.ipk 45. confuse_2.5-1_mipsel.ipk 46. libopenssl_0.9.8e-3_mipsel.ipk 47. libcurl_ _mipsel.ipk 48. scmpc* 49. glib1_ _mipsel.ipk 50. libstdcpp_ _mipsel.ipk 51. bemusedlinuxserver* Michael Vogt Seite 9 von 15

10 Nun sind alle benötigten Applikationen auf dem Router installiert. Jetzt müssen sie noch konfiguriert werden. DEFAULT KONFIGURATION Um den MP3 Player zu konfigurieren, können die vorbereiteten Konfigurations-Files auf den Router kopiert werden. Diese liegen im Verzeichnis config und können mit WinSCP direkt auf den Router kopiert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Verzeichnisstruktur beibehalten wird. Nachdem die Files kopiert wurden, muss noch die Berechtigung des MPD Start-Skripts geändert werden. Das File muss das Ausführen File-Flag erhalten (X): Abbildung 4: WinSCP, File-Flags setzten Nun müssen die Applikationen noch aktiviert (=automatisches Starten nach einem Reboot) werden, dazu verbindet man sich mit der Applikation PuTTY (IP Adresse ) auf den Router und gibt folgende Befehle ein (Gelb markiert): /etc/init.d/mpd enable /etc/init.d/lcd4linux enable /etc/init.d/cmdpad enable /etc/init.d/dbus enable /etc/init.d/bluez-utils enable /etc/init.d/bemused enable Michael Vogt Seite 10 von 15

11 KONFIGURATION NETZWERK Per Default ist das Netzwerk fix auf die IP Adresse konfiguriert. Die Konfiguration wird im File /etc/config/network gespeichert und kann folgendermassen geändert werden: 1. Verbindung auf den Router mit PuTTY herstellen 2. Umkonfigurieren auf DHCP: vi /etc/config/network config interface lan option type bridge option ifname "eth0.0" option proto dhcp oder Umkonfigurieren auf eine andere statische Adresse: vi /etc/config/network config interface lan option type bridge option ifname "eth0.0" option proto static option ipaddr x.x option netmask Wurden die Änderungen gemacht, muss der Netzwerkdienst neu gestartet werden, das wird mit folgendem Befehl erledigt: /etc/init.d/network restart br-lan: port 1(eth0.0) entering disabled state device eth0.0 left promiscuous mode device eth0 left promiscuous mode br-lan: port 1(eth0.0) entering disabled state br-lan: Dropping NETIF_F_UFO since no NETIF_F_HW_CSUM feature. device eth0.0 entered promiscuous mode device eth0 entered promiscuous mode br-lan: port 1(eth0.0) entering learning state br-lan: topology change detected, propagating br-lan: port 1(eth0.0) entering forwarding state Hinweis: Die Netzwerkverbindung wird bei diesem Befehl unterbrochen, und PuTTY muss erneut die Verbindung aufbauen. Michael Vogt Seite 11 von 15

12 KONFIGURATION SCMPC (LAST.FM CLIENT) Möchte man die gespielten Songs an Last.fm ( scrobbeln ) übermitteln muss ein Last.fm Account vorhanden sein. Ist dies der Fall, kann die Datei /etc/scmpc.conf editiert werden und am Ende des Files, der Username und dessen Passwort eingeben. Dazu wird der Editor vi verwendet: vi /etc/scmpc.conf. Zuerst muss die Taste I gedrückt werden um in den editier Modus zu gelangen - nun kann das File editiert werden: <...> # audioscrobbler section # username: Your audioscrobbler username # password: Your audioscrobbler password audioscrobbler { username = "username" password = "password" } Wurden die Änderungen ausgeführt, muss der editier Modus mit dem Drücken der Taste ESC verlassen werden. Mit der Eingabe von :wq wird die Datei gespeichert und der Editor wird beendet. Nun werden noch die benötigten Dienste aktiviert: /etc/init.d/scmpc enable echo GMT-1 > /etc/tz /etc/init.d/ntpd enable Jetzt kann der Router neu gestartet werden ( reboot ) nach einem Reboot sollten alle Dienste gestartet sein. Achtung: Memory Stick sollte spätestens jetzt mit dem USB Stick verbunden werden! Michael Vogt Seite 12 von 15

13 KONFIGURATION BEMUSED Funktioniert die Bluetooth-Steuerung mit dem Mobiltelefon nicht, muss bemused noch konfiguriert werden. Dazu eine Verbindung mit PuTTY auf den Router erstellen. Auf dem Mobiltelefon sollte nun Bluetooth aktiviert werden. Jetzt folgenden Befehl ausführen: sdptool browse Inquiring... Browsing DE:AD:BE:EF:CA:FE... <...> Service Name: COM 1 Service RecHandle: 0x10005 Service Class ID List: "Serial Port" (0x1101) Protocol Descriptor List: "L2CAP" (0x0100) "RFCOMM" (0x0003) Channel: 3 Language Base Attr List: code_iso639: 0x656e encoding: 0x6a base_offset: 0x100 <...> Bluetooth besteht auf verschiedenen Diensten, uns interessiert jedoch nur der COM 1 Dienst. Dieser Dienst hat eine Channel Nummer, im Beispiel oben ist das Nummer drei. Diese Nummer muss nun im File /etc/bemused.conf eingetragen werden, und zwar bei der channel Angabe: cat /etc/bemused.conf # bemused config file Version 1.73 (no changes since 1.71) # lines with a # at the beinning are for comments and not readen by the bemusedserver # You only need to set up options which have no default and which ware not optinal # this is a mpd-hack version by # Path to mpd (if mpd is in path only mpd) (default is mpd) mpddir=/usr/bin/mpd # channel for what the serial port service is registered (with sdptool look in README) # (default 10) # example: # sdptool browse # Inquiring... # <...> # Service Name: COM 1 # Service RecHandle: 0x10005 # Service Class ID List: # "Serial Port" (0x1101) # Protocol Descriptor List: # "L2CAP" (0x0100) # "RFCOMM" (0x0003) # Channel: 3 <<< # Language Base Attr List: # code_iso639: 0x656e # encoding: 0x6a # base_offset: 0x100 channel=3 # directorys where the mp3s are. If more than one seperate them by a m semicolon (must be set) # point this directory to the mpd music directory! mp3dir=/mnt/usbdrive/_mp3/ < > Das File kann mit dem vi Editor editiert werden, siehe oben für eine kurze Einführung. Michael Vogt Seite 13 von 15

14 KONFIGURATION CMDPAD Im Default CmdPad Konfigurations-File sind bereits Keycodes definiert. Diese dürften aber kaum mit dem verwendeten USB Keypad übereinstimmen. Daher müssen diese Keycodes noch angepasst werden. Um eine Taste einem Keycode zuzuweisen, kann cmdpad gestartet werden, wird nun eine Taste gedrückt, wird der entsprechende Keycode angezeigt. cmdpad cmdpad - version Copyright (C) Alessandro Fausto Build with code optimization at Apr :02:29 This is free software, comes with ABSOLUTELY NO WARRANTY, and and you are welcome to redistribute it under certain conditions. To view the licence use cmdpad --copying more Input driver version is Input device ID: bus 0x3 vendor 0x4d9 product 0x1203 version 0x111 Input device name: HID 04d9:1203 no command found for key 81, event PRESS no command found for key 81, event PRESS no command found for key 81, event RELEASE no command found for key 81, event RELEASE no command found for key 80, event PRESS no command found for key 80, event PRESS no command found for key 80, event RELEASE no command found for key 80, event RELEASE Die neuen Keycodes sind im File /etc/cmdpad.conf einzutragen. Michael Vogt Seite 14 von 15

15 BEISPIEL Abbildung 5: MP3 Player in einem Retro Gehäuse Michael Vogt Seite 15 von 15

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