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2 DasWerkeinschließlichallerseinerTeileisturheberrechtlichgeschützt.JedeVerwertungaußerhalb des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Verlagesunzulässigundstrafbar.Diesgiltinsbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, MikroverfilmungundEinspeicherungsowieVerarbeitunginelektronischenSystemen. Texte & Illustrationen: Verlag: Lektorat: Gestaltung: Druck & Herstellung: JelisavetaKova editionfederleicht FrankfurtamMain ThomasBerger GerdMohler BertholdDruckGmbH OffenbachamMain 1.Auflage2016 editionfederleicht ISBN

3 Mit Tierkindern auf Entdeckungsreise

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5 Das verlorene Vögelchen Auf einem Baum in einem Nest saßen vier kleine Vögelchen. Die Kleinen warteten auf ihre Mama, derweil passte ihr Papa auf die Vogelkinder auf. Endlich kam sie mit etwas zu essen im Schnabel, sie verteilte das Futter gerecht an ihre Vögelchen, alle waren glücklich und zufrieden. Der Vogelpapa erklärte den vier kleinen Nesthäkchen: Morgen dürft ihr das Fliegen lernen. Alle Vogelkinder freuten sich, bis auf eins. Piepmatz, der 5

6 Kleinste und Schwächste von allen, hatte schreckliche Angst vorm Fliegen. Aber die anderen merkten es nicht und konnten den nächsten Tag kaum erwarten. Vor lauter Aufregung fiel ihnen das Einschlafen schwer. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück war es endlich soweit, Tina, Matze, Fatima und der kleine Piepmatz sollten das Fliegen lernen. Die Vogelmama gab noch kleine Anweisungen und dann stellten sich die Vögelchen in einer Reihe auf. Zuerst Fatima, weil sie die Mutigste von allen war, dann Matze, Tina, und an letzter Stelle wartete Piepmatz. 6

7 Nach einigen Flugversuchen machten sie auf einem Baum eine kleine Rast, der Vogelpapa wollte wissen, ob noch alle Kinder da sind und zählte nach. Erschrocken fragte er: Wo ist Piepmatz? Alle waren wie gelähmt und wussten nicht, was sie machen sollten. Bis Tina schrie: Wir müssen ihn suchen! Die Vogelmama teilte ihre noch verbliebenen drei kleinen Vögelchen in Gruppen auf. Sie sagte: Fatima und Matze, ihr sucht mit Papa. Und Tina, du suchst mit mir! So begann die Suche. Der ganze Nachmittag verging, und als sie sich alle am Abend im Nest wie- 7

8 dertrafen, hatte keiner von ihnen den kleinen Piepmatz gefunden. Sie machten sich sehr große Sorgen um ihn. Was ihm wohl passiert ist? fragte Fatima. Aber keiner wusste es. Die Vogelmama meinte: Am besten ist es, dass wir jetzt alle schlafen gehen und morgen weitersuchen. Bereits in der frühen Morgendämmerung machte sich die Vogelfamilie wieder auf den Weg, um den kleinen Piepmatz zu suchen. Sie suchten den kompletten Vormittag nach ihm, fanden ihn aber nicht. Am Abend waren sie alle sehr traurig und mutlos, weil sie 8

9 ihn wieder nicht gefunden hatten. Sie flogen zu ihrem Nest zurück und machten eine äußerst erfreuliche Entdeckung. Der kleine Piepmatz lag völlig erschöpft im Nest. Alle jubelten vor Freude. Matze, der Neugierigste von allen, wollte natürlich wissen, was passiert war. Mit schwacher Stimme erklärte Piepmatz: Als wir losgeflogen waren, hatte ich so schrecklich große Angst vorm Fliegen, doch dann stellte ich fest, dass es ganz einfach ist. Es dauerte eine Weile bis ich begriff, dass mich derweil ein Adler gepackt hatte und mich zu seinem Nest 9

10 brachte. Er hielt mich eine ganze Nacht und den heutigen Tag dort fest, erst heute Abend gelang es mir zu fliehen. Der Vogelpapa war ganz gerührt und meinte: Wir sind sehr stolz auf dich, dass du es geschafft hast, dich zu befreien, und dass du alleine zurückgefunden hast. Ein paar Tage später unternahm die Vogelfamilie einen Ausflug, dieses Mal durfte der kleine Piepmatz vorausfliegen. Er genoss es und zeigte der Familie, wie gut er schon fliegen konnte. Er und seine Geschwister drehten Loopings in der Luft, sie lachten und waren überglücklich. 10

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