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1 zwischen der Evangelischen Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf/Brüser Berg (Emmaus-Kirche), der Katholischen Kirchengemeinde St. Rochus und Augustinus/Brüser Berg (St. Edith Stein-Kirche) und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bonn (St. Markus-Kirche) Wir, die Evangelische Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf/Brüser Berg (Emmaus-Kirche), die Katholische Kirchengemeinde St. Rochus und Augustinus/Brüser Berg (St. Edith Stein-Kirche) und die Selbständige Evangelisch -Lutherische Kirche (SELK) in Bonn (St. Markus-Kirche), wissen uns im Bekenntnis zur gemeinsamen Taufe als dem grundlegenden Band der Einheit in Christus und dem ökumenischen Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel von 381 verbunden und von der Bitte Jesu, dass alle eins seien (Joh. 17,21), getragen.

2 In großer Dankbarkeit gegenüber Gott für die neu geschenkte geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden, angeregt durch die von den Kirchen des Lutherischen Weitbundes und der katholischen Kirche unterzeichnete Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999) und durch die Charta Oecumenica (2001) und ermutigt durch das Iangjährige geschwisterliche Miteinander unserer Gemeinden, das über ein friedliches Nebeneinander zu einem offenen Miteinander gewachsen ist, unterzeichnen wir diese Partnerschaftsvereinbarung Mit ihr geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu pflegen und zu fördern. Die Vereinbarung beschreibt, was wir an ökumenischer Gemeinsamkeit haben. Dies wollen wir fortführen und intensivieren. Darüber hinaus wollen wir offen bleiben für neue Schritte zur Ausgestaltung des ökumenischen Lebens in unseren Gemeinden, die uns in Zukunft möglich und sinnvoll scheinen. Das haben wir schon gemeinsam! Wir sind dankbar für das seit Anfang der 80iger Jahre gewachsene partnerschaftliche Miteinander, - aus dem heraus die evangelische und römisch-katholische Kirchengemeinde ihre Kirchen und Gemeindezentren mit einem gemeinsamen Kirchplatz gebaut haben, - zu dem die Gemeinde der SELK seit Einweihung ihrer Kirche im Jahr 2003 hinzu gekommen ist, - aus dem heraus das ökumenische Familienzentrum mit evangelischer und katholischer Kindertagesstätte gegründet wurde, und - für die Erfahrung ökumenischer Gastfreundschaft: Verurteilungen und Desinteresse gehören der Vergangenheit an. Wir haben uns füreinander geöffnet und uns dadurch besser verstehen und achten gelernt. Wir erleben das Miteinander als Bereicherung. In der Begegnung verstehen wir auch den eigenen Glauben besser. Das bezeugen die vielen Paare und Familien in unserem Stadtteil, die unterschiedliche Konfessionszugehörigkeit in ökumenischer Verbundenheit leben. In gemeinsamen Feiern, Veranstaltungen, Gesprächen und Aktionen bekräftigen wir als kirchliche Gemeinden die Zusammengehörigkeit im christlichen Glauben. Dazu gehören:

3 Gottesdienste und Feste In gemeinsamen Begegnungen und Feiern nähern sich unsere Gemeinden dem österlichen Geheimnis der Auferstehung Jesu Christi: Andachten in der Passionszeit, Feier des Passahmahls ökumenisch gefeiert. In der Aufnahme frühchristlicher Überliefergen bei der Feier der Osternacht begehen wir in je eigener Tradition mit dem Entzünden der Osterkerze, dem Erklingen des Lumen Christi das Gedächtnis des österlichen Heilswerks Christi. Das ökumenische Gemeindefest mit seiner Begegnung von jung und alt. Die ökumenische Tauferneuerungsfeier. Der ökumenische Herbstabend. Der ökumenisch gestaltete Erntedank. Der ökumenische Gottesdienst am Buß- und Bettag. Die ökumenische Feier des Weltgebetstages, jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes liturgisch gestaltet. Die ökumenischen Schulgottesdienste Die Tradition der ökumenischen Andachten in der Adventszeit. Diakonie/Caritas Der monatliche Samstagstreff von Menschen mit und ohne Behinderung. Die ökumenische Nachbarschaftshilfe. Der Offene Heiligabend zu dem besonders Menschen ohne familiären Anschluss eingeladen sind. Die ökumenische Seniorenarbeit. Kinderbibeltage Die ökumenisch gestalteten Kinderbibeltage mit einem gemeinsamen Familiengottesdienst zum Abschluss.

4 Religiöse Bildungsarbeit Ihr dienen ökumenische Veranstaltungen im Rahmen von thematischen Kunstausstellungen, Ökumenische Bibelabende, Glaubensgespräche und Vortragsveranstaltungen. Gemeindebrief Der gemeinsame Gemeindebrief,,WIR ist nicht nur ein wichtiges Kommunikationsmittel, sondern - nach innen wie nach außen - ein unübersehbares Zeugnis des gemeinsamen christlichen Glaubens. Gegenseitige Fürbitte In den Sonntagsgottesdiensten wird bei wichtigen Anlässen (z.b. Erstkommunion, Konfirmation) der ökumenischen Partnergemeinden gedacht. Praktische gegenseitige Hilfe Die gegenseitige Hilfe bei Veranstaltungen, u. a. Bereitstellung von Räumlichkeiten, ist den Gemeinden seit Jahren selbstverständlich geworden. Ökumenischer Arbeitskreis Der Ökumenische Arbeitskreis - bestehend aus Verantwortlichen der drei Gemeinden - trifft sich mindestens zweimal jährlich, um über die Zusammenarbeit zu beraten und sie weiterzuentwickeln. Den Gemeinden ist auch die Zusammenarbeit und das Miteinander in Gremien des Stadtteils ein wichtiges Anliegen. Ökumene bewahren, ausbauen und weiterentwickeln 1. Unsere gemeinsame Mitte ist der Gottesdienst. Wir setzen uns zum Ziel, ökumenische Gottesdienste und Andachten zu pflegen und zu intensivieren. Wir richten dabei unsere Blicke auf eine - jetzt noch nicht mögliche - Mahlgemeinschaft unserer Kirchen.

5 2. Wir entfalten ökumenisches Leben in der Begegnung der Gruppen und Mitarbeitenden. Wir setzen uns zum Ziel, die Kontakte zwischen den Gruppen und Arbeitsbereichen in der Tradition gelebter Gastfreundschaft zu fördern, insbesondere ihr Zusammenwirken bei gemeinsamen Gottesdiensten und Festen. Es sollte selbstverständlich werden, sich gegenseitig zu informieren (persönlich, im Gemeindebrief in den gottesdienstlichen Abkündigungen) und füreinander zu beten (öffentlich im Gottesdienst und persönlich). 3. Wir besinnen uns auf die biblischen Grundlagen, den gemeinsamen Glauben und die verbindenden Traditionen Glauben und die verbindenden Traditionen. Wir setzen uns zum Ziel, im Geiste des Evangeliums aufeinander zuzugehen, um immer besser zu verstehen, gegenseitige Wertschätzung zu zeigen und uns anzunehmen. Wir fördern diesen Prozess durch regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen wie Bibelabende, Glaubensgespräche, Vorträge und Diskussionen. 4. Wir entwickeln gemeinsam das ökumenische Gemeindeleben weiter. Wir setzen uns zum Ziel, über Veränderungen zu informieren und praktische Schritte der ökumenischen Partnerschaft anzuregen und zu begleiten. Dies ist insbesondere Aufgabe des ökumenischen Arbeitskreises. Dabei sind Anregungen aus den Gemeinden ebenso zu berücksichtigen wie ökumenisch bedeutsame Verlautbarungen der Kirchenleitungen. All das wird getragen von unserem gemeinsamen Wunsch und unserer gemeinsamen Hoffnung, dass bei den Christen und Kirchen auf dem Brüser Berg die Offenheit füreinander und die Beziehungen miteinander weiter wachsen und die Einheit der Kirche als großes Ziel mit vielen kleinen Schritten nicht aus den Augen verloren wird. Bonn, den

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