Konzept Berufswahlvorbereitung Version 8.0

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1 Konzept Berufswahlvorbereitung Version 8.0 Januar 2015/zj Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 1

2 INHALTSVERZEICHNIS GRUNDLAGEN 1. Allgemeine Grundlagen Ziel des Konzepts Bildungssystem Vorgaben der Erziehungsdirektion des Kantons Bern... 8 ZUWEISUNG DER VERANTWORTUNG 3. Allgemeines zur Verteilung der Verantwortung Aufgabe der Schule Weiterbildungsmöglichkeiten der involvierten BWV Lehrkräfte Aufgabe der Jugendlichen und ihren Eltern Die Jugendlichen Die Eltern Verbindungsmöglichkeiten Schule Eltern Jugendliche Aufgabe externer Stellen Aufgaben der Schulsozialarbeit (SSA) Aufgaben der Berufsberatung (BIZ) Austausch / Sitzungen zwischen Schule und externen Stellen BERUFSWAHLAKTIVITÄTEN DER SCHULE MÖSLI 4. Berufswahlfahrplan der Schule Mösli Checkliste Berufswahlfahrplan Schule Mösli Verbindliche Unterrichtsinhalte (Vorgaben Berufswahlunterricht) Ablauf des Berufswahlunterrichts an der Oberstufe Absenzenregelung für die individuelle Berufswahlvorbereitung / Schnupperabsenzen während Schulzeit Berufswahldossier Lehrmittel Berufswahltagebuch (Erwin Egloff, Daniel Jungo) Lehrmittel Berufswahl-Portfolio von Reinhard Schmid Betriebsbesichtigungen Adressen diverser Betriebe, geeignet für Betriebsbesichtigungen Berufswahlpraktika Kurzgespräche mit Berufsberatung an Schule Standortbestimmungen Elternabende Elterngespräche Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 2

3 6.10 Eignungstests / Leistungschecks Stellwerk-Check Multicheck Multicheck Gateway Basis-Check Vorgaben der GIB bzgl. Mathematik und Sprachen Nationaler Zukunftstag Weitere bewährte Unterrichtsinhalte Telefongespräche simulieren (tel. Bewerbungen) Vorstellungsgespräche simulieren Rent a Stift BAM Avanti-Projekt und weitere Projekte ÜBERTRITT IN DIE SEKUNDARSTUFE II 8. Reguläre Berufsbildung auf der Sekundarstufe II Gymnasium Fachmittelschule (FMS) Anmeldung FMS Handelsmittelschule (HMS) Anmeldung HMS Lehre mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) Eidgenössische Berufsattestlehre (EBA) Berufsmaturität (BMS) Projekt Take off erfolgreich ins Berufsleben (ERZ) Case Management Berufsbildung CM BB (ERZ) Projekt BVS Plus Projekt LIFT (BBT) Gängige Brückenangebote Berufsvorbereitendes Schuljahr (BVS) der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern (BFF) BVS Berufsvorbereitendes Schuljahr BSA - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt Allgemeinbildung BSP - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt praktische Ausbildung BSI - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt Integration von Fremdsprachigen Anmeldung BVS Vorlehre Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 3

4 ANHANG 11. Projekte Web - Adressen Diverse Weblinks Diverse Weblinks weiterführende Schulen Sprachaufenthalte, Weblinks Kopiervorlagen Dokumente Berufswahldossier Dokumente Standortbestimmungen Dokumente Berufswahlpraktikum Berufswahlfahrplan der Schule Mösli Bewerbungen, Lehrstellen Eignungstests Berufsvorbereitendes Schuljahr (BFF) Literatur Filme / Dokumentationen GIB Kompetenzraster Impressum Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 4

5 Berufswahlvorbereitung Konzept der Schule Mösli GRUNDLAGEN Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 5

6 1. Allgemeine Grundlagen Die Berufswahlvorbereitung ist für jede Schule spätestens an der Oberstufe eine zentrale, längerfristige und wichtige Unterrichtseinheit. Die Übersicht geht bei dem grossen Angebot und den vielen Pflichtaufgaben jedoch oftmals ein wenig verloren. Es ist deshalb zentral, dass alle Kanäle, die für die Berufswahl der Jugendlichen wichtig sind oder sein können, gebündelt und erwähnt sowie in einen zeitlichen (teilweise verbindlichen) Zusammenhang gebracht werden. Dies erleichtert die Arbeit der darin involvierten Lehrkräfte und führt zu einer effektiveren und effizienteren Unterstützung der Jugendlichen bei deren Berufswahl. Das hier vorliegende umfassende Berufswahlkonzept der Schule Mösli Ostermundigen stützt sich auf das Rahmenkonzept zur Berufswahlvorbereitung Sek I der Erziehungsdirektion Bern (ERZ) 1. Dieses Konzept bezieht sich auf die Situation der Schule Mösli mit den aktuell vorherrschenden Rahmenbedingungen. An der Schule Mösli wird im Modell Manuel unterrichtet; es werden in der Regel an der Oberstufe je eine Sekundar- und eine Realklasse pro Jahrgang geführt. Sämtliche Klassen verfügen über eine heterogene Zusammensetzung und die Leistungsschere geht, besonders auf der Realstufe, zum Teil deutlich auseinander. Die Lehrkräfte halten sich an das Leitbild der Schule Mösli. 2 Für den Berufswahlunterricht verantwortlich sind die Klassenlehrkraft und, sofern dies nicht dieselbe Person ist, Fachlehrkräfte in den Bereichen Deutsch und NMM (Kultur & Gesellschaft und Geographie). Hierbei gilt, dass auf eine möglichst enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung hohen Wert gelegt wird. Bei der Erarbeitung des vorliegenden Konzepts werden Teilbereiche der Real- und Sekundarstufe vermischt. Es ist klar, dass man die Inhalte dieses Konzepts nicht ungefiltert auf alle Klassen anwenden kann, denn gerade zwischen der Real- und Sekundarstufe gibt es unter Umständen erhebliche Unterschiede beim Zeitaufwand oder beim Bedarf an Berufswahlintensität. Der Einfachheit und der Übersicht halber wird bei einigen Kapiteln der Inhalt zusammengefasst und zu Beginn unter dem Titel Das Wichtigste in Kürze notiert. Zudem findet sich im Kapitel 5 eine Checkliste, an der sich Lehrpersonen orientieren können und sollen. Dies dient der einfacheren Handhabung während der Arbeit und erleichtert eine erfolgreiche Implementierung des Berufswahlvorbereitungskonzepts in den Schulalltag. 1.1 Ziel des Konzepts Ziel des vorliegenden Berufswahlvorbereitungskonzepts ist das umfassende Zusammentragen möglichst aller mit der Berufswahl zusammenhängenden Komponenten. Dieses Konzept soll zukünftig als kompakte Sammlung aller wichtigen Teile der Berufswahlvorbereitung dienen und somit Lehrpersonen, die den Berufswahlunterricht durchführen, aktiv und sinnvoll unterstützen und entlasten. Die Lehrkräfte erhalten die Möglichkeit, alle relevanten Inhalte, Vorgaben, Termine und Adressen auf einen Blick in einem Dokument finden zu können, was aktiv zur zeitlichen Entlastung und zur Qualitätssicherung beitragen soll. 1 Rahmenkonzept der ERZ: ereitung.assetref/dam/documents/erz/mba/de/berufsberatung/bwv/rahmenkonzept.pdf 2 Leitbild ersichtlich unter: Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 6

7 1.2 Bildungssystem Das Bildungssystem des Kantons Bern ist mehrstufig aufgebaut. Die folgende Abbildung zeigt die Mehrstufigkeit beginnend bei der Primar- respektive Sekundarstufe I (Volksschule) und die Fortsetzung auf die Ebenen der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe. 3 3 Inhalt aus Website der ERZ dungsgrafik-d.pdf Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 7

8 2. Vorgaben der Erziehungsdirektion des Kantons Bern Die Volksschule ( ) hat den Auftrag, die Jugendlichen bestmöglich auf den Einstieg in die Berufswelt vorzubereiten. Wichtig ist auf diesem Weg nicht nur ein guter schulischer Rucksack, sondern auch eine erfolgreiche, den jeweiligen Möglichkeiten angepasste Berufswahl. Diese wiederum basiert auf einer fundierten Berufswahlvorbereitung in der Schule. 4 Die Volksschule hat somit den Auftrag, die Jugendlichen optimal zu fördern und gleichzeitig zu fordern und sie gemäss den jeweiligen individuellen Möglichkeiten zu Selbstverantwortung zu erziehen. Auch auf Genderfragen soll Rücksicht genommen werden. Es geht nicht darum, dass die in die Berufswahl involvierten Lehrkräfte für jede Schülerin und jeden Schüler eine Anschlusslösung finden und organisieren. Es muss ein Zusammenspiel zwischen den Jugendlichen, deren Eltern, der Schule, der Berufsberatung und allenfalls weiteren externen Behörden sein. Die Erziehungsdirektion hat aufgrund dieser Vorgaben ein Schema mit den Aufgaben der verschiedenen Akteure entwickelt. 5 In diesem Schema werden das System und das Zusammenspiel verdeutlicht. Die Jugendlichen und deren Eltern sind als aktiver Teil hier allerdings nicht speziell hervorgehoben, es ist jedoch klar, dass die Partizipation der Eltern, deren Unterstützung für ihr Kind zu Hause sowie deren Kooperation mit der Schule, vorausgesetzt oder zumindest sehr erwünscht wird. Die Bereiche BIZ und Take off werden in späteren Kapiteln speziell behandelt. 4 Rahmenkonzept der ERZ, Oktober 2010, Seite 4 5 Rahmenkonzept der ERZ, Juni 2013, Schema 1, Seite 6 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 8

9 Ein wichtiger Bestandteil des Bildungsauftrages der Schule ist wie bereits gesagt die Vorbereitung der Jugendlichen auf eine Ausbildung auf Sekundarstufe II und das spätere Berufsleben. Möglichst alle Jugendlichen sollen am Ende der Sekundarstufe I eine Anschlusslösung haben. Im Lehrplan 95 ist die Berufswahlvorbereitung als verbindlicher Auftrag der Schule verankert. Diese ist auf die spezifischen Bedingungen der einzelnen Schule abzustimmen und in einem Konzept festzuhalten. 6 Für die Schule im Speziellen hat die ERZ folgendes Schema entwickelt, das für uns als verbindlich gilt. 7 6 Rahmenkonzept der ERZ, Oktober 2010, Seite 7 7 Rahmenkonzept der ERZ, Juni 2013, Schema 2, Seite 8 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 9

10 Berufswahlvorbereitung Konzept der Schule Mösli ZUWEISUNG DER VERANTWORTUNG Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 10

11 3. Allgemeines zur Verteilung der Verantwortung In diesem Kapitel ist die Rede von der Verantwortlichkeit der verschiedenen beteiligten Personen. Es soll Aufschluss darüber geben, wer wofür verantwortlich ist und somit auch wer in gewissen Bereichen nicht verantwortlich ist. Das Wichtigste in Kürze: Die Hauptverantwortung der Berufsfindung liegt bei den Jugendlichen und ihren Eltern Die Schule bietet Berufswahlvorbereitung, Unterstützung, Aufklärung und Hilfe an und leitet wo nötig weitergehende Unterstützungsmassnahmen ein Die Jugendlichen sollten, unter anderem dank des BWV-Unterrichts, ihre Wünsche mit der Realität in Einklang bringen können Die Verantwortung der Berufswahlvorbereitung wird auf drei Parteien verteilt, die von verschiedenen Seiten unterstützt werden können. Im Zentrum stehen die Schülerinnen und Schüler. Deren Berufsfindung resp. Anschlusslösungsfindung, inklusive aller Interessen und Wünsche im Zusammenspiel mit den individuellen Voraussetzungen, muss absolute Priorität beigemessen werden. Die Jugendlichen selber, deren Eltern und die Schule müssten für das Wohl des Kindes zusammenarbeiten. Die Schule ist nicht verantwortlich dafür, dass die Schülerinnen und Schüler eine Lehrstelle finden. Sie unterstützt die Jugendlichen und ihre Familien allerdings auf dem Weg zu einer Lösung nach Abschluss der Volksschule und leitet wo nötig weitergehende Unterstützungsmassnahmen ein. Nur wenn alle Parteien zusammenarbeiten, kann eine optimale Lösung gefunden werden. So oder so darf bei der Berufswahlvorbereitung nicht vergessen werden, die Wünsche der Realität anzupassen: WOLLEN (Wünsche, Träume ) KÖNNEN (Fähigkeiten, Ressourcen ) HABEN (Arbeitsplatzangebot, Lehrstellenmarkt ) 8 Das Ziel der Schule sowie der Eltern und vor allem der Jugendlichen müsste sein, dass sich ein Berufsziel in der Schnittstelle der dargestellten drei Bereiche ergibt. Dies bedarf einer breiten Aufklärung bezüglich des Angebots, vieler Klassen-, Gruppen- und Einzelgesprächen, ohne jedoch den Arbeitsaufwand und die Verantwortung der Jugendlichen zu übernehmen. Die Jugendlichen müssen sich parallel mit dem Thema Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? sowie Was ist möglich für mich? auseinandersetzen, Einsatz, Initiative und Motivation zeigen und so zu einem realistischen individuellen Weg finden können; mit der Unterstützung der Erwachsenen in ihrem Umfeld. Fazit der Verantwortungsfrage bleibt aber wie folgt bestehen und wird hier nochmals verdeutlicht: Die Verantwortung für die Berufswahlvorbereitung ist auf allen Schultern der drei Hauptparteien verteilt, die Verantwortung der Lösungsfindung bleibt Sache der Jugendlichen und deren Eltern. Die Schule (inkl. allfälliger externer Behörden) und die Eltern müssen Unterstützung, Aufklärung und Hilfe anbieten, die effektiven Schritte soll nach Möglichkeit die Schülerin resp. der Schüler durchführen. 8 Grafik aus Berufswahlunterricht Zj, 2010 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 11

12 Dieses Zusammenspiel ist auch auf bevölkerungs- und gemeindeebene interessant, nicht zuletzt aus dem Grund, dass arbeitslose resp. anschlusslose Jugendliche den Steuerzahler und die Gemeinde sehr belasten. Auch aus diesem Grund ist es uns sehr wichtig, die Schülerinnen und Schüler optimal zu unterstützen und mit ihnen und ihren Eltern gemeinsam eine sinnvolle Lösung finden zu können. Schülerin resp. Schüler Berufswahl Schule Eltern Aufgabe der Schule Das Wichtigste in Kürze: Die Schulleitung und ihre Lehrpersonen sind verantwortlich für die Steuerung des Berufswahlprozesses Gemäss Lehrplan 95 (Seite ZUS10ff) gilt die Berufswahl als Grundlage für spätere Weiterbildungen und beruflicher Veränderung. Die Schule unterstützt die Jugendlichen im o Entscheidungsprozess o Definieren von Neigungen, Fähigkeiten, Erwartungen auf realistischer Basis o Entdecken der Berufs- und Arbeitswelt inkl. geschlechtsspezifischer Einschränkungen o Erstellen des persönlichen Bewerbungsdossiers (inkl. Vorbereitung auf allfällige Vorstellungsgespräche und Unterstützung während Lehrstellensuche) o Verarbeiten von negativen Erlebnissen (bspw. hervorgerufen durch Die Schule und insbesondere Absagen) die involvierten Lehrkräfte haben, wie erwähnt, nicht den Auftrag, den Jugendlichen eine Lehrstelle oder sonstige Anschlusslösung zu vermitteln. Sie sind nicht verantwortlich dafür, dass die Jugendlichen garantiert einer sinnvollen Tätigkeit nach Abschluss des 9. Schuljahres nachgehen können. Die Schule bietet ideale Voraussetzungen und schafft geeignete Rahmenbedingungen, damit die Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, ihren Möglichkeiten entsprechend eine ideale Anschlusslösung an die obligatorische Schulzeit finden zu können. Die Schule zeigt den Jugendlichen die Breite der Arbeitswelt auf, lehrt die Vorgehensweise bei der Stellensuche und unterstützt in spezifischen Fällen die Jugendlichen auf der Suche nach einer Anschlusslösung. Die allgemeine und grobe Thematisierung der beruflichen Zukunft beginnt nicht erst an der Oberstufe, sondern ist in grundsätzlichen und allenfalls subtilen Zügen bereits an der Mittel- oder sogar an der Unterstufe anzusprechen. 9 Grafik aus Berufswahlunterricht Zj, 2010 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 12

13 Lehrkräfte des Berufswahlunterrichts, dies muss nicht ausschliesslich die Klassenlehrkraft sein, haben primär die Aufgabe des Aufzeigens der vielen Möglichkeiten, die die Berufswahl den Jugendlichen bietet. Die Jugendlichen sollen in der Schule einen mehr oder weniger detaillierten Eindruck der diversen Berufsfelder aber auch der Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Besonders auf der Realstufe ist es wichtig, dass man der Klasse klar macht, dass zwar der direkte Weg ans Gymnasium nicht möglich sein wird, man aber dennoch gute Chancen auf einen ordentlichen Berufsweg haben kann, sofern man Willen zeigt und sich anstrengt und bemüht. Oder pathetisch ausgedrückt: Den Tüchtigen gehört die Welt. Besonders für Jugendliche mit geringem Bildungsrucksack stellt sich das Problem, das immer weniger Arbeit für wenig Qualifizierte zur Verfügung steht. Wer sich bereits früh mit wenigen Zukunftsperspektiven ausgestattet sieht, fühlt sich bereits in jungen Jahren zurückgestellt, was die Motivation verschlechtert und die Situation verschlimmern kann. Es ist daher [auch aus der Sicht der Schule] konsequent gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen. 10 Der Schule stehen Stellen zur Verfügung, die beansprucht werden können, so zum Beispiel das BIZ oder die Schulsozialarbeit. Zusätzlich können auch die Schule und namentlich die aktiv unterrichtenden Lehrkräfte versuchen, vermehrt Arbeitgeber in den Berufswahlprozess einzubinden und so viele Brücken wie möglich zu schlagen. Gerade bei Betriebsbesichtigungen oder den Berufswahlpraktika-Wochen (siehe Kapitel 6.5) ist es besonders wichtig, dass die Lehrperson aktiv dabei ist und mit dem Arbeitgeber auch das Gespräch sucht. Die Schule arbeitet bis auf Weiteres mit dem Berufswahltagebuch von Erwin Egloff und Daniel Jungo (siehe Kapitel 6.3) Dieses Lehrmittel eignet sich für den Unterricht und deckt das grundsätzliche zu unterrichtende Themenspektrum ab. Lehrpersonen sind dennoch gefordert, über das Lehrmittel hinaus aktiv zu sein, Besichtigungen zu planen und Übungen zu organisieren sowie die Zusammenarbeit mit externen Stellen zu fördern. Lehrpersonen müssen für den Austausch mit externen Behörden bereit und flexibel für allfällige (Re-)Aktionen zum Wohle der Jugendlichen sein. Der Einsatz alternativer, verbesserter Lehrmittel wird regelmässig geprüft und in Betracht gezogen Weiterbildungsmöglichkeiten der involvierten BWV Lehrkräfte Von der PHBern aber auch von anderen Institutionen werden regelmässig Fachtagungen, Kurse, Weiterbildungsveranstaltungen, Referate bis hin zu vertiefenden Weiterbildungslehrgängen (CAS) angeboten. Hiernach gilt es regelmässig im Internet zu suchen und stets die Augen offen zu halten; insbesondere auch bezüglich Inseraten in schulorientierten Zeitschriften und Zeitungen. Zusätzlich bietet das BIZ regelmässig (ca. einmal jährlich) ein Berufswahlforum an, wo der Austausch zwischen dem BIZ, der Schule und weiteren involvierten Personen stattfinden soll. Eine gute Art der persönlichen Weiterbildung bildet der Besuch der BAM und natürlich der Schnupperbetriebe während der Berufspraktikawochen. 10 Dokument Grobkonzept Berufseinstieg, Gemeinde Ostermundigen, Juni 2011 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 13

14 3.2 Aufgabe der Jugendlichen und ihren Eltern Das Wichtigste in Kürze: Jugendliche und ihre Eltern sind gemeinsam verantwortlich für die Anschlusslösung nach der obligatorischen Schulzeit (Übergang Sekundarstufe I zu Sekundarstufe II) Die Verantwortung für den Ausbildungsentscheid liegt bei den Jugendlichen und ihren Eltern. Sie werden durch Schule und BIZ unterstützt. Die Stärkung der Eigenverantwortung steht dabei im Vordergrund. Verantwortlich für die Zeit nach der obligatorischen Volksschule sind die Jugendlichen und besonders ihre Eltern. Vieles geschieht im individuellen Bereich und innerhalb der Familie. Oftmals sind nicht nur die Jugendlichen sondern auch die Eltern mit dem Thema überfordert. Umso besser und intensiver sich die Jugendlichen alleine und gemeinsam mit ihren Eltern um die Berufswahl kümmern, sich damit auseinandersetzen und als Team zusammenarbeiten, umso leichter fällt der Weg der Berufswahl. Dies garantiert keine sichere Lehrstelle, aber es entfernt einige Steine auf dem beschwerlichen Weg der Berufswahl Die Jugendlichen Das Wichtigste in Kürze: Die Jugendlichen leisten den grössten Beitrag. Sie setzen sich intensiv mit dem Thema Berufswahl auseinander und versuchen sich zu entscheiden, was sie wollen und was sie können Sie lernen ihre Fähigkeiten und Neigungen einzuschätzen und leiten so ihr vermutlich realistisches Berufsziel ab Termine und Verpflichtungen halten sie ein und nehmen die Unterstützung der Schule und der Eltern an Die Schülerinnen und Schüler müssen ihren Beitrag damit leisten, dass sie sich im Rahmen der Berufswahlvorbereitung, die über die Unterrichtszeit hinausgeht, mit dem Thema auseinandersetzen und sich aktiv auf die Suche nach einer für sie stimmigen Anschlusslösung machen. Das beinhaltet nebst der aktiven Beteiligung an Unterrichtsinhalten auch eine ausserschulische Aktivität, z.b. mittels Besuchen beim BIZ, der BAM oder der aktiven Recherche im Internet. Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen seriös beteiligen, Termine einhalten, aktiv bleiben, selbstständig voranschreiten und auch Hilfe entgegennehmen. Initiative, Selbstständigkeit und Motivation sind in der Phase der Pubertät zwar nicht die einfachsten Attribute, doch sind sie unumgänglich auf dem Weg der erfolgreichen Berufsfindung. Die Jugendlichen müssen sich möglichst frühzeitig, per Beginn des Berufswahlunterrichts in der Schule, Gedanken zu sich selber machen und sich mit der Frage der eigenen Zukunft, des eigenen Willens auseinandersetzen. Dies ist umso schwieriger, da diese Denkphase in die Pubertät fällt, was das nüchterne Denken nicht immer vereinfacht. Fakt bleibt, dass sich die Jugendlichen möglichst selber entscheiden sollen, was sie machen möchten und welchen Weg sie gehen können. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 14

15 3.2.2 Die Eltern Das Wichtigste in Kürze: Eltern unterstützen und beraten ihre Kinder auf dem Weg in die Berufswelt. Dies geschieht durch Diskussionen, Gespräche und Interesse am Thema Eltern sollen in einem nützlichen Mass Druck aufsetzen, die Jugendlichen jedoch nicht überfordern Motivation und Ermutigung sind zentrale Elemente der Berufswahlunterstützung Die Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihr Kind nach der obligatorischen Volksschule eine geeignete Anschlusslösung gefunden hat. Sie dienen überdies als Unterstützung, Ideen- und Haltgeber, Ansprechpartner, Zuhörer und Motivator. Sie sollen nicht über ihre Tochter oder ihren Sohn entscheiden und bestimmen, da sie als Eltern doch am Besten wissen, was das Kind möchte. Das Kind dient auch in der Phase der Berufswahl nicht als Projektionsfläche der eigenen Wünsche und Träume. Die Eltern sollten, nebst der Peer-Group, als wichtigste Gesprächsgruppe im Privaten fungieren und das Kind sowohl auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Realität vorbereiten, aber es auch stets ermutigen und motivieren. Eltern sollen versuchen, in dieser heiklen Phase der Jugendlichen, konstruktive Gespräche zu führen und einen Weg zwischen Druck aufsetzen und Nichteinmischen zu finden. Das Rahmenkonzept der ERZ besagt: Die Eltern unterstützen die Berufswahl ihrer Kinder, indem sie unter anderem an Elterngesprächen und Elternabenden teilnehmen, Interesse für die schulische Entwicklung ihrer Kinder zeigen und mit der Schule kooperieren, sich aktiv an den Standortbestimmungen 8. Klasse beteiligen, an Einführungsveranstaltungen für Eltern und berufskundlichen Veranstaltungen des Berufsberatungs- und Informationszentrums (BIZ) teilnehmen, ihre Kinder in die Einzelberatung des BIZ begleiten, ihre Kinder während Schnupperlehre und Lehrstellensuche unterstützen. 11 Es ist wichtig, dass sich alle Eltern der Ernsthaftigkeit des Themas bewusst sind. Sie müssen daher ein Pflichtgefühl entwickeln, dass auch sie bei der Berufswahlvorbereitung eine Rolle spielen. Das Pflichtgefühl kann geweckt resp. gestärkt werden durch das darauf aufmerksam machen der Verbindlichkeit bei Elternabenden (zum Beispiel jenem auf dem BIZ; siehe Kapitel 6.8) und die unmittelbare Kontaktaufnahme durch die Lehrpersonen bei (unentschuldigten) Absenzen solcher Anlässe. Die Teilnahme an solchen Anlässen gehört zu den elterlichen Pflichten und fördert auch die Jugendlichen bezüglich ihres eigenen Einsatzes für die Berufswahl. Sollten Eltern einem solchen Anlass unentschuldigt fernbleiben, muss die Schulleitung kontaktiert werden und weitere Schritte in Betracht ziehen. 3.3 Verbindungsmöglichkeiten Schule Eltern Jugendliche Das Wichtigste in Kürze: Lehrpersonen sollten Interesse an der Zukunft der Jugendlichen haben und zeigen Kommunikation muss nicht immer via Elterngespräche oder Telefonate stattfinden, sondern kann auch mittels Reflexionsinstrument der Schülerin/des Schülers realisiert werden 11 Rahmenkonzept der ERZ, Juni 2013, Seite 7 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 15

16 Es erscheint auf den ersten Blick logisch, dass die Kommunikation zwischen der Schule und den Eltern vorwiegend über die Jugendlichen laufen wird. Dies auch aufgrund dessen, dass alle Beteiligten sich in der Regel nicht häufig genug treffen können und wollen, um über die aktuelle Situation zu sprechen (was in vielen Fällen zum Glück auch nicht nötig ist). Ein Hilfsmittel zur aktiven Kommunikation und auch zur Erhöhung resp. Aufrechterhaltung des Drucks gegenüber den Jugendlichen ist der regelmässige (schriftliche) Austausch vom Stand der Dinge via Berufswahldossier oder einem ähnlichen Reflexionsinstrument sein. Dies ist zeitschonend und alle drei involvierten Hauptparteien wären stets informiert. Es ist von Vorteil, wenn die Lehrpersonen sich regelmässig in der Klasse erkundigen und wissen, was bei einigen Schülerinnen und Schülern gerade ansteht. Lehrpersonen sollen sich auch die Zeit nehmen, an Elternabenden und -gesprächen das Thema der Überforderung klar anzusprechen und sich damit auseinanderzusetzen. 3.4 Aufgabe externer Stellen Das Wichtigste in Kürze: Die Schule kann durch diverse externe Stellen unterstützt werden. Für die Schule Mösli sind die gängigsten die Schulsozialarbeit (SSA) sowie die Berufsberatung vom Berufsinformationszentrum (BIZ) Externe Stellen, die zur Unterstützung der Berufswahl und zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit dienen, gibt es einige und tendenziell zukünftig eher noch mehr. Für die Schule und im Besonderen für die Lehrpersonen, die Berufswahlunterricht erteilen, sind vor allem die Schulsozialarbeit (SSA) sowie das Berufsinformationszentrum (BIZ) zentral. Diese beiden Stellen helfen und unterstützen die Lehrpersonen und arbeiten, oft auf Wunsch oder nach Bedarf, intensiv mit den Jugendlichen zusammen. In schwierigeren Fällen kann es nützlich sein, wenn die Lehrpersonen, die Berufsberatung und die Schulsozialarbeit enger und regelmässiger zusammenarbeiten. Dies hat einen positiven Effekt auf die Jugendlichen, da sie merken, dass auch hinter den Kulissen (für sie) gearbeitet wird und die Schule gemeinsam mit den externen Stellen ein gut funktionierendes Team darstellt. Lehrkräfte haben die Möglichkeit die SSA direkt anzusprechen, um mit gewissen Schülerinnen oder Schülern einen Termin zu vereinbaren, um sie bei der Berufswahl zusätzlich zu unterstützen. Dieses Vorgehen gilt auch für das BIZ. Zusätzlich zu den Hauptakteuren des BIZ und der SSA gibt es auch noch die Möglichkeit der externen Unterstützung durch diverse weitere Stellen und Projekte oder, je nach Bedarf, durch das Jugendamt. Auf diese Stellen wird im vorliegenden Konzept nicht näher darauf eingegangen, da sie in der Regel nicht mit einbezogen werden müssen Aufgaben der Schulsozialarbeit (SSA) Das Wichtigste in Kürze: Die SSA unterstützt die Jugendlichen nach Bedarf in Einzelgesprächen oder auch während Unterrichtssequenzen mit der Halb- oder Ganzklasse Der Austausch zwischen der (Klassen-)Lehrperson und der SSA ist rege, so dass stets alle Parteien ungefähr auf demselben Wissensstand sind Die SSA dient bezüglich der Berufswahlvorbereitung der aktiven Auseinandersetzung mit der Berufswahl in regelmässigen Sitzungen. Sie unterstützt die Jugendlichen bei der Adressfindung, beim Schreiben von Bewerbungen, beim Üben und Durchführen von Telefonaten und bei sonstigen Anliegen Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 16

17 bezüglich der Berufswahl. Im Besonderen kümmert sich die SSA um die Jugendlichen, die Unterstützung zu Hause nicht abrufen können. Hierauf folgt, meist ausgelöst durch die Initiative der Klassenlehrperson, ein erster Termin, auf welchen zusätzlich Termine mit Einbezug der Eltern folgen können. Die Beratungen durch die Schulsozialarbeit sind abgesehen vom Ersttermin fortan freiwillig. Schweigepflicht ist gewährleistet. Die Ziele der SSA werden wie folgt definiert: Jugendliche werden durch Schulsozialarbeit bei einer positiven Bewältigung des Berufsfindungsprozesses und bei der Entwicklung von möglichen Bewältigungsstrategien im Umgang mit psychosozialen Belastungen unterstützt. Die Schulsozialarbeit unterstützt die Schule bei der Früherkennung und intervention von sozialen Problemen im Hinblick auf die Berufsfindung. 12 Die SSA dient im Besonderen der Unterstützung, aber auch der Motivation, der Verbindlichkeit und der Kontrolle, dass die Jugendlichen beim Thema Berufswahl vorwärtsgehen und nicht stehenbleiben. Die Unterstützung ist hierbei vielfältig und kann auch in Kooperation mit weiteren Involvierten geschehen. Lehrpersonen und besonders Klassenlehrer werden durch den Einbezug der Schulsozialarbeit deutlich entlastet Aufgaben der Berufsberatung (BIZ) Das Wichtigste in Kürze: Die Berufsberatung informiert an den Elternabenden des 8. und 9. Schuljahres und steht für regelmässige Kurzgespräche (KG) der Schule vor Ort zur Verfügung Das weitere Angebot umfasst die Mediathek im BIZ und intensivere Beratungsgespräche nach Anmeldung sowie das Case Management für intensivere Unterstützung Zusätzlich zur SSA hat die Schule Mösli Ostermundigen eine ihr zugeteilte Berufsberaterin oder einen ihr zugeteilten Berufsberater des BIZ. Diese Person organisiert und realisiert einen Elternabend im 8. Schuljahr im BIZ und ist auch bei einem weiteren im 9. Schuljahr (wieder im Schulhaus) zugegen. Ausserdem ist die Person zuständig für regelmässige Kurzgespräche (siehe Kapitel 6.6) im Schulhaus. Es muss allerdings nicht sein, dass die Berufsberaterin oder der Berufsberater des Schulhauses auch speziell alle dortigen Schülerinnen und Schüler bei weiteren Beratungen im BIZ unterstützt. Dies können auch andere Fachpersonen übernehmen. Ziele der Berufsberatung sind natürlich die Unterstützung und Abklärung der geeigneten Berufsfelder für die Jugendlichen. Dies geschieht mittels der Biblio- und Mediathek im BIZ, aber auch bei konzentrierten Beratungsgesprächen, wo die Anwesenheit der Eltern erwünscht ist. Kurzgespräche dienen nur der Beantwortung spezifischer Fragen, die eventuell nicht durchs Internet beantwortet werden können. 3.5 Austausch / Sitzungen zwischen Schule und externen Stellen Im 9. Schuljahr (z.t. bereits im 8. Schuljahr) findet eine Sitzung zwischen der Klassenlehrperson, der Schulleitung, der Schulsozialarbeit sowie der Berufsberatung statt. In diesem Gespräch, das im 2. Quartal des 9. Schuljahres stattfindet, soll geklärt werden, welche Jugendlichen noch welche Art von Unterstützung benötigen und bei wem dies eher nicht mehr nötig scheint. Diese Sitzung garantiert den Austausch aller beteiligter Instanzen und dass keine Schülerin und kein Schüler durch die Maschen fällt. Die Sitzung wird auch dazu genutzt zu entscheiden, ob jemand für ein CM (Case Management; siehe Kapitel 9.1) in Betracht gezogen werden muss. 12 Dokument Berufsfindungskonzept2011.docx, via S. Gaberell, SSA Ostermundigen Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 17

18 Berufswahlvorbereitung Konzept der Schule Mösli BERUFSWAHLAKTIVITÄTEN DER SCHULE MÖSLI Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 18

19 4. Berufswahlfahrplan der Schule Mösli Die folgende schematische Darstellung zeigt den aktuellen Berufswahlfahrplan der Schule Mösli. Er dient der Gesamtübersicht über die drei Schuljahre an der Oberstufe hinsichtlich der Berufswahlvorbereitung. Das Konzept in der so dargestellten Form wird am ersten Elternabend des 7. Schuljahres thematisiert und die Eltern erhalten davon eine Kopie. Eine A4-Version findet sich als Kopiervorlage im Anhang. Schule SchülerInnen Eltern 7. Schuljahr NMM: Ich lerne mich selber kennen: Interessen und Fähigkeiten Elternabende: Bildungsgänge und fakultatives Angebot Standortbestimmung durch LP 1 (evtl. bereits CM in Betracht ziehen) 8. Schuljahr / 1. Semester Elternabend zur Berufswahl mit Berufsberatung in BIZ Informationsabend zu Maturitätsschulen BAM (1. Quartal) NMM: Themenfeld Arbeitswelten + Zukunft Berufswahlvorbereitungsunterricht (Betriebsbesichtigungen / Bewerbungsdossiers entwickeln) Kurzberatungen in Schule Fertigstellung Bewerbungsdossier 8. Schuljahr / 2. Semester Geführtes Berufswahlpraktikum (Woche 11) Kurzberatungen in Schule Elternabend nach Praktikum / Aufgaben SSA Stellwerk 8 (Vergleichstest in Deutsch + Mathematik) Standortbestimmung 8 (evtl. Gesuch CM) 9. Schuljahr / 1. Semester Thematisierung in Familie Besuch des BIZ im Rahmen des Elternabends Anmeldetermin für Beurteilung Zulassung zum gymnasialen Unterricht (1. November) Individuelle BIZ Besuche Individuelle Berufsberatung Besuch von Informationsveranstaltungen Weitere Schnupperlehren während der Ferien Lehrstellenbewerbungen Eignungstests NMM: Zukunft Elterngespräche; Thema Berufswahl konkret Kurzberatungen in Schule Evtl. BAM (1. Quartal) Geführtes Berufswahlpraktikum Real (Woche 46) BWV-Sitzung: SL, LP, BIZ, SSA Mögliche Zwischenlösungen / Brückenangebote prüfen Abklärung Fremdsprachenjahr Anmeldetermin für Beurteilung Zulassung zu weiterführenden Schulen (ca. 1. November) Anmeldetermin BVS /10. Schuljahr (ca. 10. Februar) Lehrvertrag 9. Schuljahr / 2. Semester Stellwerk 9 (Vergleichstest in Deutsch + Mathematik) Meldung von Jugendlichen ohne Anschlusslösung (durch SL) Intensive Zusammenarbeit mit Berufsberatung, ev. Schulsozialarbeit Plan B Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 19

20 5. Checkliste Berufswahlfahrplan Schule Mösli Die Checkliste dient den Lehrpersonen dazu, dass die wichtigsten Themen in der Berufswahlvorbereitung innerhalb des geeigneten oder verlangten Zeitrahmens durchgeführt resp. erledigt werden. 7. SCHULJAHR Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen Checkbox 1. Quartal (Aug/Sep) SL (KL, SSA) EA: Information bzgl. Berufswahlfahrplan Siehe: Kapitel 4 und Kapitel 6.8 Einladung erfolgt durch SL 2. Quartal (ab Okt) Familie Thematisierung in Familie; Nachfrage bei EG durch KL 2. Quartal (Nov) KL, FL Nationaler Zukunftstag Siehe: Kapitel 6.11 SL (KL) EA Bildungsgänge und fak. Angebot Siehe: Kapitel 6.8, 8 und 10 Einladung erfolgt durch SL 3. Quartal (März) KL Standortbestimmung durch KL; Berufswahlvorbereitungsprojekt Projekt gemäss Avanti-Projekt Einschätzung durch KL und FL, allenfalls bereits CM in Betracht ziehen und Anmeldung forcieren; Informationsaustauch mit SL, weiteres Vorgehen besprechen Siehe: Kapitel 6.7 und Quartal (Jun) KL, FL Einführung Berufswahldossier / Unterrichtsbeginn mit Berufswahltagebuch; Kapitel 1 Evtl. bereits mit Kapitel 2 beginnen; Diverse Lerninhalte zum Thema Ich lerne mich selber kennen / Projektwoche avanti Gemäss Schritte 1 und 2 der Vorgaben ERZ / Absprache mit FL bzgl. Aufteilung der Inhalte Siehe: Kapitel 6.2, 6.3 respektive 7.5 und 10 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 20

21 8. SCHULJAHR Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen Checkbox Gemäss Schritte 3 5 der Vorgaben ERZ / Absprache zwischen KL und FL 1. Quartal (ab Aug) 1. Quartal (ab Aug, Wiederholung monatlich) KL / FL BB, SL, (KL) Unterricht BWV, Berufswahltagebuch, Kapitel 2 4; zusätzlich: Betriebsbesichtigungen BAM, Telefongespräche üben Regelmässige Kurzgespräche Siehe: Kapitel 6.1 und 7 Anmeldung via SL/KL Individuell; nach Wunsch/Bedarf der Schülerin oder des Schülers Siehe: Kapitel Quartal (Sep) KL / FL BAM Absprache mit FL bzgl. Exkursion Siehe: Kapitel oder 2.Quartal (Sep/Okt; abhängig vom BIZ) KL, BB EA in BIZ Berufswahl im Zentrum; Schülerinnen und Schüler sind auch anwesend Bei EA Einladung unbedingt Angaben zum Anfahrtsweg machen; klar machen, dass EA nicht in Mösli stattfinden wird Siehe: Kapitel Quartal (Nov - Jan) KL, (FL) EG, Berufswahl intensiv thematisieren Siehe: Kapitel Quartal (Jan) KL Informationsabend zu Maturitätsschulen KL informiert frühzeitig bzgl. Anmeldetermins für die Zulassung ans Gymnasium Siehe: Kapitel 8.1 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 21

22 Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen Checkbox 2. Quartal (Nov/Dez) KL oder FL (Deutsch) Herstellung und Fertigstellung des Bewerbungsdossiers (Brief, LL) Zusätzlich evtl. Motivationsschreiben entwickeln Siehe: Kapitel 6 und 7 Ende 2. Quartal (Dez) KL Berufswahlpraktikum (Woche 11) aufgleisen Schriftliche Informationen an Klasse und an Eltern durch KL. Eltern sollen unterstützen und ihr persönliches Netzwerk nutzen Siehe: Kapitel 6.5 Ende 2. Quartal (Dez/Jan) KL, (FL) Anmeldungen weiterführende Schulen ab 9. Schuljahr sowie GU9 Siehe: Kapitel 8 Ende 2. Quartal (Jan) KL Kontrolle des Berufswahldossiers Vollständigkeit, Sauberkeit. Fliesst als Note ins Zeugnis Siehe: Kapitel Quartal (Feb/März) KL Kontrolle Berufswahlpraktikum Zusammentragen und kontrollieren, wer wann wo die Berufswahlpraktikumswoche absolviert. Kontaktaufnahme mit den Betrieben bezüglich der Besuche 3. Quartal (März; Woche 11) KL Berufswahlpraktikum Siehe: Kapitel Quartal (März) KL (mit SSA) EA zum Berufswahlpraktikum; Informationen Aufgaben/Möglichkeiten SSA Siehe: Kapitel 6.8 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 22

23 Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen Checkbox Vorstellungsgespräche simulieren; Rent a Stift, 4. Quartal KL, (FL) weitere Projekte (doch (Mai/Jun) möglich ) Siehe: Kapitel 7.3 und 7.5 resp Quartal (Mai/Jun) KL / FL (je nach Stundenplan) Stellwerk 8, Durchführung Stellwerk-Check Im Anschluss: Besprechung mit SL und Schlüsse ziehen Siehe: Kapitel Ende 4. Quartal (Jul) KL / FL Berufswahltagebuch fertig unterrichtet Bis und mit Schritt 6 gemäss Vorgabe ERZ beendet Siehe: Kapitel 6.3 Ende 4. Quartal (Jul) KL Kontrolle des Berufswahldossiers Vollständigkeit, Sauberkeit. Zeugnisnote bei NMM: übergreifende Themenfelder (selbstständige Schülerarbeit) Siehe: Kapitel Quartal (Mai) KL Standortbestimmung 8 Vorbesprechung mit SL, Aufgleisen CM Siehe: Kapitel 6.7 und 3.5 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 23

24 9. SCHULJAHR Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen? Checkbox Anmeldung via SL/KL Individuell; nach 1. Quartal Wunsch/Bedarf der Schülerin oder des (ab Aug, BB, SL, (KL) Regelmässige Kurzgespräche Schülers Wiederholung monatlich) Siehe: Kapitel Quartal (ab Aug) KL / FL BWV Unterricht, Thema Zukunft Siehe: Kapitel Quartal (Sep) (KL, FL) BAM Siehe: Kapitel und 2. Quartal (Sep - Dez) KL, (SL, FL) EA und EG, Thema Berufswahl und Brückenangebote Über passenden Zeitpunkt entscheidet KL. EA tend. vor Herbstferien, EG im 2. Quartal. Berufswahlpraktikumswoche deutlich erwähnen. Zudem informieren bzgl. Anmeldedaten für weiterführende Schulen, Brückenangebote, Zwischenlösungen Siehe: Kapitel 6.8 und Quartal (Okt) 2. Quartal (Nov, Woche 46) KL-Real, (FL) KL-Real, (FL) Real: Berufswahlpraktikum 2 vorbereiten und aufgleisen Geführtes Berufswahlpraktikum 2 (REAL) Gemäss des ersten Berufswahlpraktikums in der 8. Klasse Siehe: Kapitel 6.5 Schülerinnen und Schüler (nur Real) sollen gezielt lehrstellenmögliche Schnuppereinsätze leisten Siehe: Kapitel 6.5 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 24

25 Wann? Wer? Verbindliche Inhalte Unverbindliche Inhalte Bemerkungen? Checkbox Übersicht Status Quo. Einladung erfolgt 2. Quartal durch SL. Allenfalls Aufgleisen CM (Nov/Dez) SL, (KL, SSA) Strategiesitzung Siehe: Kapitel Quartal (Nov/Dez) KL Regelmässige Information bzgl. Anmeldungen Zwischenlösung / Brückenangebote in Klasse Termineinhaltung obliegt den Jugendlichen und deren Eltern Siehe: Kapitel 8, 9 und Quartal (Apr/Mai) KL, (FL) Anmeldungen BVS DIN-Wochen Anmeldeformulare ausfüllen und besprechen. Pünktlich zurückgeben wegen Anmeldeschluss Ende 4. Quartal (Juni) KL Kontrolle des Berufswahldossiers Siehe: Kapitel 10 Vollständigkeit, Sauberkeit. Fliesst als Teilnote ins Zeugnis (NMM übergreifend) Siehe: Kapitel Quartal (Apr/Mai) KL / FL Stellwerk-Check 9 Siehe: Kapitel Quartal (Juni) SL, (KL) Meldung von Jugendlichen ohne Anschlusslösung KL informiert SL und diese meldet allenfalls Jugendliche ohne Anschlusslösung Siehe: Kapitel 9 Legende: KL = Klassenlehrer FL = Fachlehrer SL = Schulleitung SSA = Schulsozialarbeit BB = Berufsberaterin / Berufsberater EA = Elternabend EG = Elterngespräch CM = Case Management BIZ = Berufs- und Informationszentrum BWV = Berufswahlvorbereitung Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 25

26 6. Verbindliche Unterrichtsinhalte (Vorgaben Berufswahlunterricht) Im Folgenden soll auf die konkrete Umsetzung des Berufswahlfahrplans im Unterricht eingegangen werden. In diesem Kapitel werden sowohl obligatorische als auch empfehlenswerte Unterrichtsinhalte sowie Projekte und Exkursionen thematisiert. 6.1 Ablauf des Berufswahlunterrichts an der Oberstufe Das Wichtigste in Kürze: Der eigentliche Berufswahlunterricht beginnt im 4. Quartal (Apr-Mai) des 7. Schuljahres anhand des Lehrmittels Die Hochphase des Unterrichts findet zwischen Herbst und Frühling des 8. Schuljahres statt (Vorbereitung für Lehrstellensuche, Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen, usw.), die Berufswahlvorbereitung ist allerdings oft erst am Ende des 9. Schuljahres abgeschlossen Es existieren Bedürfnis- und Interessensunterschiede zwischen der Real- und Sekundarstufe, auf die Rücksicht genommen werden muss Der zeitliche Ablauf des Berufswahlunterrichts betrifft sämtliche drei Schuljahre der Oberstufe, allerdings nicht alle im gleichen intensiven Mass. 7. Schuljahr (Schritte 1 und 2) Im 7. Schuljahr geht es vorwiegend um das Thema der Ich-Findung. Die Jugendlichen sollen sich selber kennenlernen, eigene Stärken und Schwächen sowie Interessen erfahren und benennen können und sich intensiv mit der eigenen Person und dem eigenen Charakter auseinandersetzen; soweit dies in der 7. Klasse bereits möglich ist. Ausserdem werden die Berufsfelder thematisiert und die Jugendlichen werden durch die Lehrperson sanft an das grosse und wichtige Thema herangeführt. Damit begonnen wird in der Regel im 4. Quartal, wobei bereits während des Zukunftstages im Herbst ein Fokus auf Frauen- und Männerberufe gelegt wird. 8. Schuljahr (Schritte 3 6) Im 8. Schuljahr wird der Berufswahlunterricht konkret. Berufsfelder und Berufe werden explizit betrachtet via Medien oder mittels Betriebsbesichtigungen, externe Leute aus der Arbeitswelt werden ins Klassenzimmer geholt (z.b. Rent a Stift), das BIZ und die BAM werden besucht, es gibt einen speziellen Elternabend im BIZ, Informationsveranstaltungen zu Maturitätsschulen und weiterführenden Schulen finden statt, Kurzberatungen an der Schule beginnen, Bewerbungen und Lebensläufe werden geschrieben und entwickelt, eine Berufswahlwoche (Schnupperwoche) wird im 3. Quartal durchgeführt und zusätzliche Unterrichtsinhalte werden in Betracht gezogen (siehe Kapitel 7). Das Ziel im 8. Schuljahr ist es, dass die Jugendlichen ihre Präferenzen bezüglich der Zukunft nach der obligatorischen Schulzeit kennen und benennen können oder sich u.u. bereits für einen gymnasialen Weg entscheiden und diesen verfolgen können. Überdies beginnt die Phase der Schnupperlehren, sei dies tage- oder wochenweise. Dieses Schuljahr ist ein äusserst intensives bezogen auf die Berufswahl und es lohnt sich, besonders auf der Realstufe, viel Zeit einzusetzen und einen hohen Aufwand zu betreiben. Den Jugendlichen muss rasch klarwerden, dass es sich um das Thema Nummer 1 handelt und mit absoluter Priorität zu behandeln ist. Sollte bereits jetzt ersichtlich werden, dass gewisse Jugendliche intensivere Unterstützung durchs BIZ (Stichwort Case Management) benötigen, muss dieser Weg bereits jetzt aufgegleist werden. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 26

27 9. Schuljahr (allenfalls noch Schritte 6 und/oder nicht erledigte Inhalte) Das 9. Schuljahr dient vorwiegend der Anschlussfindung, sei dies mittels einer Anmeldung für eine weiterführende Schule, der Organisation eines Sprachaufenthaltes oder des Abschliessens eines Lehrvertrags. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Projekts Flexibilisierung 9. Schuljahr zusätzliche Schnupperwochen/-tage einzusetzen. Dazu sind bis zu fünf Zeitfenster geplant An der Realstufe existiert eine Besonderheit einer weiteren fixen Berufswahlwoche (Schnupperwoche), die nicht mehr dem Schnuppern als solches dienen sollte, sondern als Arbeitseinsatz in einem gewünschten Berufsfeld angesehen werden muss, in der Hoffnung, dass die Chancen auf eine Lehrstelle im dortigen (oder einem bekannten) Betrieb erhöht werden. Das Ziel wäre, dass mit dem Anmeldeschluss fürs 10. Schuljahr im Mai des 9. Schuljahres alle Jugendlichen eine individuelle Lösung gefunden haben, was in der Regel jedoch kaum realisierbar ist. Es ist klar, dass der Berufswahlprozess bei einigen Schülerinnen und Schüler durchaus bis zur letzten Schulwoche dauern kann. In solchen Fällen wäre es jedoch wünschenswert, wenn bereits im Vorfeld das Projekt Case Management des BIZ in Betracht gezogen worden wäre (siehe Kapitel 9.1) Absenzenregelung für die individuelle Berufswahlvorbereitung / Schnupperabsenzen während Schulzeit Das Wichtigste in Kürze: Schnuppereinsätze während der Schulzeit sind möglich, müssen jedoch via Gesuchsformular so früh wie möglich, aber mindestens 2 Woche vor Beginn bei der Schulleitung eingereicht werden. Das Dispensationsgesuch wird der Schulleitung gemeinsam mit dem Berufswahldossier (Ordner) abgegeben und bei Vollständigkeit und Notwendigkeit des Schnuppereinsatzes allenfalls bewilligt Ablauf: 1) Schnuppertage sind grundsätzlich während der Ferienzeit zu absolvieren 2) Die Jugendlichen verlangen bei der Klassenlehrperson ein Formular, das Absenzen regelt. Dieses wird vollständig ausgefüllt, unterschrieben, rasch retourniert und von der Klassenlehrkraft an die Schulleitung weitergeleitet 3) Gesuche ohne Abgabe des vollständigen Dossiers werden nicht bewilligt 4) Im 7. Schuljahr werden in der Regel keine Schnuppertage während der Schulzeit bewilligt 2) Im 8. Schuljahr können Schnuppertage ab dem 2. Semester aus triftigen Gründen durch die Schulleitung bewilligt werden, sofern die Gesuchstellung wie beschrieben eintrifft 3) Im 9. Schuljahr werden Schnuppertage nur mit realistischer Aussicht auf eine Lehrstelle bewilligt. Für Schnuppereinsätze existieren während 5 Wochen im ersten Semester Zeitfenster, in denen das Schnuppern realisiert werden sollte. Ab dem 8. Schuljahr nimmt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die während der Schulzeit aus Gründen im Zusammenhang mit der Berufswahl abwesend sind, zu. Termine bei der Schulsozialarbeit resp. auf dem BIZ werden gemäss regulärem Absenzensystem gehandhabt (Unterschrift der Eltern im Voraus der Absenz). Schülerinnen und Schüler, die schnuppern gehen wollen resp. müssen, weil es nicht anders machbar ist, können dies ebenfalls. Die Abwesenheit wegen eines Schnuppereinsatzes während der Schulzeit ist in einem normalen Ausmass problemlos machbar, muss jedoch mittels eines Gesuchs (inkl. Vorzeigen des Berufswahldossiers) durch die Schulleitung bewilligt werden. In der 8. Klasse dient das Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 27

28 Schnuppern primär der Berufsfindung, damit sich die Jugendlichen in den Arbeitswelten zu Recht finden und eine Entscheidung ihres persönlichen Weges treffen können. Das Gesuch wird hinsichtlich der Unmöglichkeit eines anderen Termins sowie der Sinnfrage bezüglich des Berufs und des Schnuppereinsatzes geprüft und dementsprechend bewilligt oder nicht bewilligt. Ab dem 9. Schuljahr ist die Phase der Orientierung theoretisch vorbei. Das heisst folglich, dass Gesuche ab dem 9. Schuljahr nur unter der Voraussetzung einer durch den Betrieb angebotenen Lehrstelle bewilligt werden. Sollte keine Lehrstelle angeboten werden, wird das Gesuch in der Regel abgelehnt. Um dem Schnuppereinsatz mehr Gewicht zu verleihen und die Chancen, besonders ab dem 9. Schuljahr, auf einen Lehrplatz zu erhöhen, lohnt es sich, als Klassenlehrer telefonischen Kontakt mit den Vorgesetzten zu suchen und eine (unverlangte) Referenz abzugeben. 6.2 Berufswahldossier Das Wichtigste in Kürze: Das Dossier (Ordner) umfasst sowohl das Berufswahltagebuch und zusätzlich sämtliche wichtigen Dokumente (Kopien der Zeugnisse, Vorlagen des Lebenslaufs, usw.) sowie Inserate, Prospekte, Übersichten versandter Bewerbungen kurz: alles Wichtige rund um die Berufswahl ist in einem Ordner gesammelt Die Jugendlichen bringen das Dossier sowohl an Kurzgespräche als auch an Beratungsgespräche mit Ohne Vorzeigen eines aktuellen Dossiers werden Schnuppereinsätze während der Schulzeit nicht bewilligt Das Dossier wird regelmässig, gemäss Checkliste, benotet. Verantwortung liegt bei Lehrpersonen. Das wichtigste Element aus Sicht der Schule ist sicherlich das Führen eines Berufswahldossiers (Kopiervorlagen im Anhang). Dieses Dossier wird in einem (in der Regel schwarzen) Ordner geführt und soll die Jugendlichen während der ganzen Berufswahlzeit begleiten. Es ist besonders wichtig, dass dieses Dossier stets aktualisiert und sorgfältig geführt und an sämtliche Beratungsgespräche sowie Schnuppereinsätze und Vorstellungsgespräche mitgenommen wird. Das Berufswahldossier dient folgenden Zwecken: 1) Die Jugendlichen selbst sind in der Lage, den Prozess ihrer Berufswahl zu überblicken. 2) Die Partner in der Berufswahl, wie Eltern, Schule, BIZ usw. erhalten eine Übersicht über die bereits erfolgten Schritte der Jugendlichen. So wird das Berufswahldossier zur Grundlage für Beratungsgespräche. 3) Das Berufswahldossier ist Grundlage und Nachschlagwerk für Bewerbungen bzw. Anmeldungen an weiterführende Schulen. 4) Für die Standortbestimmung im Rahmen des Take off erfolgreich ins Berufsleben (siehe Rahmenkonzept) ist das Dossier eine wichtige Informationsquelle zur Beurteilung der Berufswahlkompetenz der Jugendlichen. 13 Das Dossier wird gegen Ende des 7. Schuljahres (im 4. Quartal, ca. Mai) aufgegleist und dessen Handhabung ist den Schülerinnen und Schülern im gleichen Zeitraum klar. Es ist wichtig, dass das Dossier seriös geführt und vollständig gehalten wird, damit die in Punkt 2) erwähnte Übersicht für die unterstützenden Personen in der Berufswahl gewährleistet ist. Das Dossier soll bei ausserschulischen Terminen der Jugendlichen am BIZ stets mitgenommen werden. 13 Dokument Berufswahldossier der ERZ: ereitung.assetref/dam/documents/erz/mba/de/berufsberatung/bwv/rahmenkonzept.pdf Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 28

29 Das Dossier ist gemäss Inhaltsverzeichnis des Berufswahldossiers (siehe Kapitel 6.2) in drei grundsätzliche Sparten unterteilt: die ersten vier Kapitel beziehen sich auf die Vorbereitung des Berufswahlentscheides, wohingegen sich die nächsten fünf Kapitel auf Materialien für die Bewerbungen bzw. Anmeldungen für Schulen beziehen. Das letzte und zehnte Kapitel handelt schliesslich von der persönlichen Zielsetzung und bietet Platz für freie Einträge. Die Jugendlichen führen das Dossier in der Regel fortan selbstständig und sollen die Einträge regelmässig mit den Eltern besprechen. Die Eltern sollen aufgefordert werden, die Führung des Dossiers zu begleiten. Somit würde das Dossier zu einer geeigneten Plattform werden, damit die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrpersonen stets auf demselben Wissensstand sind. Das Berufswahldossier wird regelmässig benotet (siehe Checkliste) und fliesst als Ganz- oder Teilnote ins Zeugnis ein. Bewertet werden die Vollständigkeit und Sauberkeit. Es ist besonders wichtig zu erwähnen, dass die Jugendlichen ihr Dossier stets an die Kurzgespräche und/oder Beratungsgespräche mitnehmen und dementsprechend aktuell halten. Bei Dispensationsgesuchen für Schnupperlehren während der Unterrichtszeit ist das aktualisierte Dossier ebenfalls bei der Schulleitung einzureichen. 6.3 Lehrmittel Berufswahltagebuch (Erwin Egloff, Daniel Jungo) Das Lehrmittel Berufswahltagebuch gilt als Hauptlehrmittel in der Berufswahlvorbereitung. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten zu Beginn des Berufswahlunterrichts im 7. Schuljahr dieses Lehrmittel und werden mit diesem während der ganzen Oberstufenzeit arbeiten. Die ersten beiden Kapitel beziehen sich auf die Inhalte des 7., die restlichen Kapitel auf diejenigen des 8. Schuljahres. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass das Lehrmittel alleine für den Berufswahlunterricht nicht genügt; das aktive Üben der neuen Situationen (z.b. Vorstellungsgespräche ) und weitere Unterrichtsinhalte müssen zusätzlich zum Lehrmittel eine hohe Gewichtung erhalten Lehrmittel Berufswahl-Portfolio von Reinhard Schmid Im Frühling 2013 wurde an der Schule Mösli erstmals über das zweite grössere, bekannte Lehrmittel Berufswahl-Portfolio diskutiert. Es wird sich nun zeigen, auf welches Lehrmittel man zukünftig bauen will, mit welchem Lehrmittel die zukünftigen Siebtklassen sich im Frühling 2014 auseinandersetzen werden. 6.4 Betriebsbesichtigungen Betriebsbesichtigungen können nach persönlichem Gusto, auch bezüglich Zeitpunkt und Quantität, organisiert werden. Zu viele Betriebsbesichtigungen scheinen sowohl auf der Real- als auch auf der Sekundarstufe nicht sinnvoll, da solche Anlässe für die Schülerinnen und Schüler tendenziell eher einige schulfreie Stunden denn eine lehrreiche Exkursion darstellen. Dennoch ist es wichtig, der Klasse ungefähr drei verschiedene Betriebe in verschiedenen Berufsfeldern zeigen zu können. Betriebsbesichtigungen dienen nicht der konkreten Situation der Jugendlichen in der Klasse sondern sollen einen Einblick in die Arbeitswelt, in die Welt da draussen, geben. Die Schülerinnen und Schüler sollen sehen und erfahren, was und unter welchen Umständen Menschen zum Teil arbeiten. Deshalb lohnt es sich zum Beispiel auch Berufsfelder aufzuzeigen, die für Sekundarschülerinnen und -schüler bezogen auf deren Zukunft tendenziell weniger realistisch sind als vielleicht für Realschülerinnen und -schüler. Grosse Betriebe sind meistens sehr gerne zu Führungen bereit, auch aufgrund dessen, dass sie selber stets auf der Suche nach geeigneten Lehrlingen sind. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 29

30 Nicht vergessen darf man bei der Planung von Besuchen und Besichtigungen die Manuelisierung und somit das Informieren der weiteren Fachlehrkräfte, die allenfalls davon betroffen sein könnten. Unterrichtsausfälle sowie Schülerinnen und Schüler, die in gewissen Fächern abwesend sein würden, müssen berücksichtigt werden Adressen diverser Betriebe, geeignet für Betriebsbesichtigungen Eine minime Auswahl an geeigneten Betrieben für Besichtigungen: Polygraph, Logistik, KV Stämpfli Wölflistrasse 1 Postfach 8326 CH-3001 Bern Tel Logistik, KV, Detailhandel, Lebensmitteltechnologie Shoppyland Schönbühl Industriestrasse Schönbühl Emmi Milchstrasse Ostermundigen Logistik, Distribution Die Schweizerische Post Distributionsbasis Ostermundigen Milchstrasse Ostermundigen Gastgewerbe, Hotellerie Kongress + Kursaal Bern AG Kornhausstrasse Bern 25 Telefon +41 (0) Berufswahlpraktika Das Wichtigste in Kürze: Im 8. Schuljahr in der Kalenderwoche 11 findet sowohl auf der Real- als auch auf der Sekundarstufe ein Berufswahlpraktikum statt. Die Jugendlichen müssen diese Woche mit Schnuppereinsätzen füllen und so die Arbeitswelt erleben. Im Anschluss findet ein Elternabend statt Im 9. Schuljahr findet auf der Realstufe in der Woche 46 eine zusätzliche Berufswahlwoche statt, die jedoch der konkreten Lehrstellenfindung dienen soll Lehrpersonen besuchen die Jugendlichen vor Ort und dokumentieren allenfalls den Einsatz. Wichtig ist der Austausch zwischen den Arbeitgebern und der Schule Im 8. Schuljahr findet sowohl auf der Sekundar- als auch auf der Realstufe ein Berufswahlpraktikum im Zeitrahmen von einer Woche statt. Dieses Praktikum findet in der Woche 11 statt. Die Jugendlichen sollen die fünf Tage der Schulwoche mit einem oder mehreren Schnupperplätzen füllen, sei dies in einem Bereich, der ihnen bereits zusagt oder aber den sie noch gar nicht kennengelernt haben, dies aber gerne möchten. Das Ziel dieser ersten Berufswahlpraktikumswoche soll das Erfahren der Arbeitswelt sein. Die an der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte besuchen nach Möglichkeit und individuellem Pensum die Schülerschaft. Die besuchenden Lehrkräfte suchen das Gespräch mit den Vorgesetzten und fühlen den Puls und spüren, ob die Woche gut läuft und ob die Tätigkeit etwas für Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 30

31 die Schülerin oder den Schüler sein könnte (Feedback an Klassenlehrperson). Dies dient der weiteren Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Jugendlichen und könnte die spezifische Berufswahlvorbereitung bereits konkretisieren. Die Woche soll durch die Jugendlichen in geeigneter Form reflektiert und nachbearbeitet werden. In der Regel geschieht dies mittels eines Schnupperwochenhefts, kann aber auch in anderer Form durchgeführt werden. Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen nochmals mit der Woche und der Arbeitswelt auseinandersetzen und dies im Anschluss auch präsentieren, im Rahmen des Elternabends im Frühling des 8. Schuljahres. Die Reflexionsarbeiten können benotet werden und fliessen ins Zeugnis mit ein, beispielsweise unter selbstständige Schülerarbeit oder in einem geeigneten Schulfach. Die Planung des Berufswahlpraktikums beginnt frühzeitig, bereits im 2. Quartal des 8. Schuljahres (siehe Checkliste). Die Schülerinnen und Schüler sollen nach Möglichkeit selber die Woche füllen, die Lehrpersonen müssen die Klasse diesbezüglich allerdings eng führen, Druck machen und kontrollieren. Ein bis zwei Wochen vor der Durchführung wird durch die Klassenlehrperson eine Gesamtübersicht erstellt und der Schulleitung abgegeben. Zusätzlich werden die Besuche gemeinsam mit den Fachlehrpersonen aufgeteilt. Unter Umständen bedeutet die Vorbereitung und Kontrolle eine zusätzliche, grosse Belastung für die Klassenlehrperson. Frühzeitiges Planen und Beginnen lohnt sich. Auf der Realstufe findet in der Woche 46 eine zweite Berufswahlpraktikumswoche statt, diesmal jedoch nicht mehr mit dem Ziel des Schnupperns und der Arbeitswelterfahrung. Diese Woche sollte im optimalen Fall dazu verhelfen, dass die Jugendlichen eine Arbeit, die sie auch lernen möchten, ausüben und einen guten Eindruck hinterlassen, so dass dies ihre Chancen auf eine Lehrstelle deutlich erhöht. Die Lehrpersonen spielen hierbei die Rolle der aktiven Referenz, ähnlich wie in der Praktikumswoche im 8. Schuljahr, allerdings mit dem Fokus auf eine Erhöhung der Lehrstellenchance als auf ein einfaches Spüren des Pulses. Ob und in welcher Form die Schnupperwoche im 9. Schuljahr reflektiert werden soll, steht den Lehrpersonen frei. 6.6 Kurzgespräche mit Berufsberatung an Schule In regelmässigen Abständen (ca. monatlich) finden im Mösli die sogenannten Kurzgespräche statt. Hierbei kommt eine der Schule zugewiesene Berufsberaterin resp. ein der Schule zugewiesener Berufsberater ins Schulhaus und führt Gespräche mit interessierten Jugendlichen der Oberstufe, die sich im Voraus durch die Klassenlehrperson für ein solches angemeldet haben. Die Anmeldung läuft via Schulleitung. Diese informiert die Klassenlehrkräfte mittels Formular, das es auszufüllen und zu retournieren gilt. Die Kurzgespräche finden in der Regel vormittags während des Unterrichts im Besprechungszimmer statt, die Reihenfolge der Schülerinnen und Schüler wird im Vorfeld per Mail definiert. Wichtig hierbei: Es handelt sich bei den Kurzgesprächen nicht um Beratungsgespräche für unwissende respektive noch orientierungslose Schülerinnen und Schüler. Die Kurzgespräche dienen der Unterstützung bei offenen Fragen, klaren Informationslücken und Dingen, die rasch besprochen werden sollten. Damit sich die Jugendlichen in der Berufswelt orientieren können, müssen sie sich für ein spezifischeres Beratungsgespräch am BIZ anmelden. Das Berufswahldossier ist durch die Schülerin resp. den Schüler sowohl bei Beratungsgesprächen als auch bei den Kurzgesprächen mitzubringen. 6.7 Standortbestimmungen Das Wichtigste in Kürze: Standortbestimmungen werden im 7. und 8. Schuljahr durchgeführt, mit dem Ziel, die Entwicklung der Jugendlichen im Griff zu behalten und niemanden durch die Maschen fallen zu lassen Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 31

32 Die Standortbestimmung ist ein zentrales Instrument der Schule, um die Situation der Jugendlichen richtig einzuschätzen. Es geht nicht nur darum zu wissen, was die Berufswünsche sind, sondern besonders auch darum zu sehen, ob die Jugendlichen überhaupt bereits eine Art Vorstellung ihrer Zukunft haben und ob auch die Eltern diese Vorstellung unterstützen oder eine Art Gleichgültigkeit auftritt. Standortbestimmungen ermöglichen gefährdete Jugendliche frühzeitig zu erfassen, Mehrfachschwierigkeiten zu erkennen, die Entwicklung der Jugendlichen zu kontrollieren, zweckmässige Massnahmen zu definieren, die Zuweisung ans Case Management zu klären, Vorgehensweisen zu standardisieren. 14 Das Ziel solcher standardisierten Standortbestimmungen wird in demselben Leitfaden wie folgt erläutert: Das Standortgespräch hat zum Ziel, dass alle Beteiligten die Ergebnisse der Standortbestimmung kennen und Klarheit darüber haben - welche Ziele in den drei Bereichen Berufswahl, schulische Leistungen und Schlüsselkompetenzen die Schülerin/der Schüler in nächster Zeit und im 9. Schuljahr anstrebt, - welche Schritte die Eltern übernehmen, - welche Schritte die Lehrperson übernimmt und - wie der Kontakt zwischen der Klassenlehrperson/der Schule und den Eltern bis Ende des 9. Schuljahrs gestaltet wird. Mit der Unterschrift bestätigen die Schülerin/der Schüler, die Eltern und die Klassenlehrperson, dass sie wie besprochen ihren Anteil der Aufgaben übernehmen werden. Alle am Gespräch Beteiligten erhalten eine Kopie der Gesprächs-Zusammenfassung. Die Unterlagen werden nur für das Standortgespräch verwendet und nicht an andere Personen abgegeben. (Sie können jedoch fallbezogen weiterverwendet werden) Hinweis: Falls bei einzelnen Schülerinnen/Schülern der Übergang zu einer beruflichen Grundbildung gefährdet ist, wird sie/er zu unterstützenden Massnahmen der Berufsberatung BIZ (z.b. Case Management, Coaching usw.) angemeldet. Diese Anmeldung erfolgt mit dem Einverständnis der Eltern durch die Klassenlehrperson nach dem Standortgespräch. 15 Standortbestimmungen werden in der Mitte des 7. Schuljahres sowie im 3./4. Quartal des 8. Schuljahres durchgeführt (nicht wie in der Abbildung 15). Sie werden beim ersten, spätestens beim zweiten Elternabend im 7. Schuljahr erwähnt und sind für die Beobachtung und Früherkennung allfälliger Schwierigkeiten ein wichtiges Hilfsmittel. Die Standortbestimmung des 7. Schuljahres liegt vorwiegend in den Händen der Klassenlehrperson und des Klassenteams, um allenfalls Schülerinnen und Schüler, die klar Unterstützung benötigen, bereits fürs CM anzumelden. Im 8. Schuljahr läuft die Standortbestimmung durch ein Formular (downloadbar unter das als Schlüsseleinschätzung für ein allfälliges CM gilt. Die folgende Grafik zeigt die Einbettung der beiden Standortbestimmungen (hier: Einschätzung) in die Berufswahlvorbereitung an der Oberstufe. Welche Kompetenzen braucht es für welchen Wunschberuf? Die Website zeigt systematisch und mit der Praxis abgestimmt auf, welche Kompetenzen in welcher Berufsrichtung verlangt werden Standortbestimmungen und Case Management Berufsbildung (CM BB) Leitfaden für Lehrpersonen der Sekundarstufe 1. Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Gedruckte Fassung, November Standortbestimmung 8. Schuljahr. Leitfaden der ERZ (online noch nicht verfügbar) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 32

33 16 Das Elterngespräch wird an der Schule Mösli einmal jährlich durchgeführt (siehe Kapitel 6.9). Den geeigneten Zeitpunkt entscheidet die Klassenlehrkraft. Punkt 3 auf der obigen Abbildung bezieht sich auf ein allfälliges, zusätzliches Gespräch bei problematischen Ergebnissen der ersten Standortbestimmung. 6.8 Elternabende Das Wichtigste in Kürze: Geplant sind an der Oberstufe mindestens fünf Elternabende, von denen mindestens drei explizit das Thema Berufswahl thematisieren Die Berufswahl, Berufswahlvorbereitung, momentane Berufssituation und die elterliche Auseinandersetzung mit diesen Themen ist bei allen Elternabenden an der Oberstufe angemessen zu erwähnen resp. besprechen Die Teilnahme an den Elternabenden wird von mindestens einem Elternteil vorausgesetzt. Kontrolliert wird die Teilnahme durch eine im Voraus auszufüllende Anmeldung und einer Präsenzliste, die während dem Anlass durchgereicht wird. Bei unentschuldigter Abwesenheit werden weitere Schritte durch die Schulleitung in Betracht gezogen 7. Schuljahr (Aug/Sep) Wie auf dem Berufswahlfahrplan der Schule Mösli ersichtlich (siehe Kapitel 4) finden bereits ab dem 7. Schuljahr Elternabende statt, die mit der Berufswahlvorbereitung zu tun haben. (Thema: Bildungsgänge, gymnasialer Unterricht) Am ersten Elternabend der 7. Klasse werden die Eltern nebst grundsätzlicher Inhalte der Oberstufe über den Berufswahlfahrplan der Schule Mösli informiert, wobei auch das Case Management thematisiert werden soll. Die Eltern müssen wissen, dass 16 Grafik aus dem Leitfaden der ERZ ereitung.assetref/content/dam/documents/erz/mba/de/berufsberatung/cmbb/leitfaden_standortbestimmung_sek_i.pdf (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 33

34 Standortbestimmungen der Schülerinnen und Schüler als Instrument und Hilfsmittel für eine allfällige Aufnahme im Case Management gelten. Die Einladung erfolgt durch die Schulleitung. Anwesend sind zusätzlich die Klassenlehrperson und weitere Fachlehrkräfte. 7. Schuljahr (Feb/Mär) Der zweite Elternabend bezieht sich auf weiterführende Schulen, Bildungsgänge und das fakultative Angebot der Schule Mösli. In einem zweiten, klasseninternen Teil werden diverse klassenbezogene Themen besprochen. Die Einladung erfolgt durch die Schulleitung. Anwesend ist zusätzlich die Klassenlehrperson. 8. Schuljahr (Sep/Okt) Im 1. Semester findet ein Elternabend auf dem BIZ statt. Hier führt die Berufsberatung durch den Abend und stellt zum Einen die Bildungssystematik des Kantons vor (sprich: welche Wege gibt es für die Jugendlichen?) und zum Anderen werden das BIZ und dessen Aufgaben vorgestellt und für ein erstes Beschnuppern zur Verfügung gestellt. Inhaltlich wird praktisch ausschliesslich von der Berufswahl gesprochen. Die Einladung (inkl. Anfahrt) an die Eltern UND Schülerschaft erfolgt durch die Klassenlehrperson, die gemeinsam mit der Berufsberatung durch den Abend führt. 8. Schuljahr (März/Apr) Im 2. Semester, in der Regel nach der Berufswahlpraktikumswoche, findet ein Elternabend im Schulhaus statt, wo die Schülerinnen und Schüler von ihren Erlebnissen erzählen und die Praktikumswoche präsentieren und weitere, offene Fragen geklärt werden können. Die Schulsozialarbeit stellt zudem an diesem Abend ihre Möglichkeiten und ihre Aufgabenbereichen bezüglich der Berufswahlvorbereitung vor. Die Einladung erfolgt durch die Klassenlehrperson. Zusätzlich anwesend ist die Schulsozialarbeit. 9. Schuljahr (Sep/Okt) Der Elternabend im 9. Schuljahr findet ebenfalls im Schulhaus statt. Die Klassenlehrperson thematisiert auch an diesem Abend die Berufswahl und erklärt die weiteren Schritte, besonders bezüglich der Thematik Brückenangebote. Die Einladung erfolgt durch die Klassenlehrperson. Die Berufsberatung ist hier, zumindest teilweise, auch anwesend. 6.9 Elterngespräche An den jährlichen Elterngesprächen sollen ab dem 8. Schuljahr, nebst schulischen Inhalten, auch Berufswahlthemen angesprochen werden. Dies geschieht mit einem klaren Aufbau und soll verbindlich festgeschrieben werden. Im 8. Schuljahr geht es um eine Prognose, wohingegen im 9. Schuljahr der gemeinsame Weg inklusive eines Plans B definiert und abgemacht werden soll. Es geht darum, dass die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen, den Eltern und der Schule (und allenfalls der Schulsozialarbeit) auf den gleichen Nenner gebracht und den Jugendlichen die Wichtigkeit des Themas erneut eingeprägt wird. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 34

35 6.10 Eignungstests / Leistungschecks Es gibt viele Arten von Eignungstests und Leistungschecks, die mehr und mehr von diversen Betrieben und Firmen im Lauf der Lehrlingssuche verlangt werden. Die Jugendlichen können sich bei der Bewerbung also nicht mehr nur aufs Schulzeugnis verlassen, sondern sind oftmals gezwungen, einen passenden Check durchzuführen, um ihre Chancen auf eine Lehrstelle intakt zu halten. In diesem Konzept werden die gängigsten Tests ein wenig genauer vorgestellt. Zusätzlich dazu gibt es im Internet viele Seiten mit Übungsaufgaben speziell für diese Tests (siehe auch Kapitel 12.6) Diverse Betriebe verfügen mittlerweile auch über berufseigene Eignungstest. Die ERZ hat diesbezüglich einen Überblick der diversen Tests aufgeschaltet Stellwerk-Check An der Schule Mösli wird sowohl im 8. als auch im 9. Schuljahr je einmal im Frühling der Stellwerk- Check in den Fächern Deutsch und Mathematik durchgeführt. Dieser Check mit vielerlei Fragen, die dem kantonalen Lehrplan angepasst sind, eignet sich für die Schülerinnen und Schüler, um herauszufinden, wo noch Lücken bestehen, die sie in einem folgenden Schuljahr stopfen sollten. Für die Lehrpersonen und Eltern zeigen sich daraus Gebiete, die der weiteren Unterstützung und Förderung bedürfen. Der Stellwerk-Check ist ein Test, der sich auf die schulischen Fähigkeiten bezieht und der Schülerschaft aufzeigt, auf welchem Level in den geprüften Fächern sie bereits angekommen sind, im Vergleich mit der eigenen Klasse aber auch im überregionalen bis hin zum kantonalen Vergleich. Die individuelle Leistung wird gemessen und verglichen und kann auf jobskills.ch in einen direkten Bezug mit der Arbeitswelt gebracht werden. Im Vorfeld des Tests erhalten die Schülerinnen und Schüler während regulärer Stunden und in der individuellen Lernförderung die Möglichkeit auf der Plattform Testaufgaben als Übung zu lösen, um sich mit dem System vertraut zu machen. Die Schulleitung erstellt für die Klassen die Profile. Zusätzlich muss die Klassenlehrperson im Vorfeld die Einteilung (Real oder Sek) ankreuzen sowie die Klassenprofile (Benutzername und Passwort) ausdrucken. Das Vorgehen ist bei der Testdurchführung stets das Gleiche und auf dem Formular, das durch die Schulleitung abgegeben wird, ersichtlich: die Lehrperson verteilt den Jugendlichen, nach vorgängiger Registrierung, die Benutzernamen und Passwörter und lässt die Schülerinnen und Schüler im Anschluss gemäss Zeitvorgabe den Test durchführen. Die Lehrperson steht dabei als Unterstützung nicht zur Verfügung, ausser bei technischen Problemen. Wer fertig ist, wird in der Regel durch ein Sonderprogramm (stille Einzelarbeit) der Lehrperson beschäftigt. Im Anschluss an die Tests werden die Ergebnisse ermittelt, ausgedruckt und mitsamt der Schulleitung ausgewertet. Die Resultate lassen auf Lücken schliessen, die in der Folge bearbeitet und gefüllt werden können, vorzugsweise in den il-fächern (individuelle Lernförderung) Multicheck Der Multicheck gilt als gängigster Eignungstest und wird von vielen, unterschiedlichen Betrieben mittlerweile verlangt. Es gibt verschiedene Formen dieses Tests, für den sich die Jugendlichen via Internet anmelden können. Die Tests finden in der Regel ausserhalb der Unterrichtzeit in der Region (Stadt) Bern statt und kosten CHF 60.- bis Übersicht der Eignungstests der ERZ Z/MBA/de/berufsberatung/Merkblaetter/27_Eignungstests_bei_der_Lehrstellensuche.pdf Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 35

36 Die verschiedenen Bereiche, in denen sich die Lehrstellensuchenden prüfen lassen können, sind: Kauffrau/Kaufmann, Technisch, Detailhandel & Service, Gewerbe, Gesundheit & Soziales, Beauty sowie EBA/Attestabklärungen hinsichtlich einer Bewerbung für eine Attestlehre. Üben lässt sich der Multicheck kaum, allerdings empfehlen die Verantwortlichen von Multicheck die Übungsunterlagen auf ihrer eigenen Homepage oder Lernaufgaben auf lernareal.ch. Wenn die Resultate des Multicheck nicht zufriedenstellend ausgefallen sind, kann der Test einmal wiederholt werden Multicheck Gateway Das noch junge Lehrstellenportal von Multicheck hat das Ziel, die Jugendlichen mit einem passenden Unternehmen zusammenzuführen. Die Jugendlichen hinterlegen auf diesem Portal eine komplette Bewerbungsmappe und begeben sich somit auf eine Art Online-Stellensuche. Sie haben selbst die Möglichkeit passende und suchende Unternehmen zu kontaktieren, können aber umgekehrt auch von ebendiesen Unternehmen kontaktiert werden. Das Angebot ist für Lehrstellensuchende kostenlos. Der Link: Basis-Check Der Basis-Check ist ebenfalls gefragt, allerdings in unserer Region noch nicht so gängig, wie der Multicheck. Die beiden Checks verfolgen jedoch dasselbe Ziel: individuelle Leistungsdefinierung und Vorabklärung von individuellen Fähigkeiten und Begabungen. Der Basis-Check dauert ca. 3,5 Stunden und ist für jedes Berufsfeld geeignet. Die Kosten belaufen sich auf CHF Die Resultate erhalten die Jugendlichen nach erfolgter Auswertung. Der Check kann einmal wiederholt werden. Übungsmöglichkeiten erhalten die Jugendlichen ebenfalls auf der checkeigenen Homepage oder im Lernareal. Welcher Test für die Schülerinnen und Schüler sinnvoller oder empfehlenswerter ist, ist schwer zu sagen und muss durch die Lehrkräfte auch selten beantwortet werden. Die Firmen sagen in der Regel selber, welchen Test sie sich für die Bewerbung wünschen und die Jugendlichen müssen dementsprechend reagieren und sich anpassen. Die Unterschiede dieser beiden gängigen Leistungstests sind nicht riesig. Es scheint, dass die Jugendlichen ohne zusätzlichen Leistungstest eher selten dieselben Chancen auf eine Lehrstelle behalten und sie früher oder später den einen oder beide Checks durchführen müssen Vorgaben der GIB bzgl. Mathematik und Sprachen Das BZI Interlaken und die GIB Thun zeigen auf ihren Homepages diverse Kompetenzraster für eine grosse Auswahl verschiedenster Berufe. Den Fokus legen sie auf die Fächer Mathematik sowie Deutsch und evtl. Französisch. Die Seiten resp. Kompetenzraster (siehe Kapitel 12.10) eignen sich besonders, um den Jugendlichen die Anforderungen an einen Lehrling aufzuzeigen. Zusätzlich zu den beiden erwähnten Angeboten, bietet auch die Seite der ERZ und des BIZ eine stets aktualisierte Übersicht der Anforderungen und Kompetenzprofile verschiedenster Berufsfelder und richtungen. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 36

37 6.11 Nationaler Zukunftstag Das Wichtigste in Kürze: Der Nationale Zukunftstag findet stets im November statt Er wird an der Oberstufe nur im 7. Schuljahr durchgeführt. Die Mädchen und Jungs sollen einen Einblick gewinnen in den (Arbeits-)Alltag des anderen Geschlechts. Sollte kein solcher Tag organisiert werden können, muss ein Gesuch gestellt werden, damit ein passendes Schulprogramm organisiert werden kann. Der Nationale Zukunftstag findet jährlich am zweiten Donnerstag im Monat November statt. Als Nachfolger respektive Erweiterung des früheren Tochtertags liegt das Augenmerk im Besonderen auf der Thematisierung von Frauen- und Männerberufen. Mädchen und Jungen wechseln die Seiten; dadurch lernen sie untypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen und machen Erfahrungen fürs Leben. Auf diese Weise öffnen sich Horizonte. Mädchen und Jungen bekommen Mut und Selbstvertrauen, ihre Zukunft losgelöst von starren Geschlechterbildern an die Hand zu nehmen. Der Nationale Zukunftstag fördert damit frühzeitig die Gleichstellung von Frau und Mann bei der Berufswahl und bei der Lebensplanung. Er ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schule, Arbeitswelt und Elternhaus. 18 Den Tochter- resp. heute Zukunftstag gibt es seit Das Ziel war von Beginn weg die Gleichstellungsthematik und die Sensibilisierung auf männliche und weibliche Eigenschaften und wie diverse Personen diese klischierten Standards brechen, zum Beispiel indem sie Hausmänner oder Strassenbauerinnen sind. Der Zukunftstag sei wichtig, o weil er Mädchen und Jungen unbekannte Arbeitsfelder und Lebensbereiche erkunden lässt und ihnen damit die Vielfalt ihrer Zukunftsperspektiven aufzeigt. o weil er den Mut und das Selbstvertrauen junger Menschen stärkt, sich bei ihrer Berufswahl und Zukunftsgestaltung an ihren tatsächlichen Wünschen und Talenten zu orientieren und nicht an stereotypen Rollenvorstellungen. o weil er Eltern die Möglichkeit bietet, ihren Kindern das Erwerbsleben zu zeigen und damit in der Familie Gespräche über eine offene Berufswahl anregt. o weil er Schulen die Gelegenheit bietet, Schülerinnen und Schüler neue Horizonte aufzuzeigen und sie im Hinblick auf eine selbstbewusste Zukunftsgestaltung zu fördern. o weil er von Betrieben, Institutionen und Hochschulen genutzt wird, Mädchen und Jungen an untypische Berufe und Arbeitsbereiche heranzuführen und in eine geschlechtersensible Nachwuchsförderung zu investieren. 19 An der Schule Mösli wird er im 6. und 7. Schuljahr durchgeführt. In diesen beiden Schuljahren sollen sich die Mädchen in männlichen Berufsfeldern orientieren und einen Schnuppertag erleben. Die Jungs können in weiblichen Berufsfeldern reinschauen oder auch einen Hausmann begleiten. Betriebsvorschläge finden sich auch online auf der Homepage des Nationalen Zukunftstags. Im 5., 8. und 9. Schuljahr wird der Zukunftstag nicht speziell thematisiert. Wer den Zukunftstag dann bestreiten möchte, der gibt einen oder zwei Halbtage daran. Die Schule Mösli hält am Projekt fest und setzt dies als verbindlich voraus. Termin des Nationalen Zukunftstags: anfangs November. 18 Inhalt der Website (Stand: 1. November 2011) 19 Inhalt der Website (Stand: 1. November 2011) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 37

38 7. Weitere bewährte Unterrichtsinhalte Im Folgenden werden diverse Projekte und Unterrichtsinhalte vorgestellt, die je nach Klassensituation angewendet werden können, nicht aber werden müssen. Es handelt sich um Themen, die bereits realisiert wurden, doch versteht es sich von selbst, dass der pädagogischen Phantasie im Bereich Berufswahlvorbereitung wenig Grenzen gesetzt sind. Es gilt hier ganz klar erneut festzuhalten, dass die Unterschiede der Inhalte und Bedürfnisse zwischen der Sekundar- und Realstufe mitunter massiv sind. Dem muss die unterrichtende Lehrperson unbedingt Rechnung tragen. 7.1 Telefongespräche simulieren (tel. Bewerbungen) Diese Übung dient der Beseitigung der fälschlichen Erwartungshaltung, dass die heutigen Jugendlichen problemlos telefonieren und sich telefonisch bewerben können. Viele Jugendliche haben grossen Stress und spüren beinahe Angstzustände, wenn sie offiziell mit jemandem telefonisch in Kontakt treten müssen. Dies verhindert oftmals die Realisierung von Schnupperstellen oder weiteren Terminen im Bereich Berufswahlvorbereitung. Die hier beschriebene Unterrichtssequenz eignet sich primär für die Realstufe, da sie sehr zeit- und personenaufwändig ist. Unterrichtsbeispiel: Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Vorfeld eine Notiz mit einer Firma, einer lehrlingsverantwortlichen Person (erfundener Name) und einer Telefonnummer (Klassenhandy oder Handy der Lehrperson). Alle haben die gleiche Telefonnummer auf dem Zettel, so entsteht der Eindruck, dass sich das Telefonat an die unterrichtende Lehrperson richten wird. Nun bereiten sich die Jugendlichen auf ihr Gespräch vor und überlegen sich, was sie sagen wollen und müssen. Die Lehrperson verlässt derweil das Zimmer und überlässt die Kontrolle einer zweiten Lehrperson oder einer externen Betreuung (z.b. integrative Fördercoaches, Schulsozialarbeit ) Nun werden die Schülerinnen und Schüler gemäss einer geregelten Reihenfolge ins Besprechungszimmer beordert und müssen ihr Telefonat durchführen. Die Lehrperson mit den anzurufenden Natel befindet sich in einem anderen Zimmer, beispielsweise in einem Gruppenraum, allerdings nicht mehr alleine, sondern mit diversen Leuten, die einen Moment Zeit haben, um Telefonate entgegenzunehmen und die Lehrlinge anzuhören. Dies können andere Lehrpersonen sein, die Schulleitung, aber auch das Hauswarts-Team oder weitere Erwachsene, die sich im Schulhaus befinden. Dadurch, dass sich die Schülerinnen und Schüler innerlich auf ein Telefongespräch mit der bekannten Lehrperson eingestellt haben, entwickelt sich spontan ein Gefühl der Nervosität, das nicht besser simuliert werden könnte. Die folgenden Jugendlichen werden ebenfalls nervös und gehen aus Erfahrung konzentrierter und seriöser zur Sache. Die beteiligten Erwachsenen nehmen sich Notizen des Gesprächs, die im Anschluss an alle Gespräche im Klassenverband diskutiert werden. Das Überraschungsmoment, die Simulation, das Erlebnis und der Lerneffekt sind für den Moment gewaltig, obwohl diese Übung natürlich kein Garant für eine erfolgreiche Lehrstellensuche sein wird. 7.2 Vorstellungsgespräche simulieren Diese Sequenz kann unterschiedlich intensiv durchgeführt werden und ist besonders für die Realstufe sehr zu empfehlen. Das Simulieren von Vorstellungsgesprächen ist sehr wichtig und steuert aufs ähnliche Ziel zu, wie die im vorangegangen Kapitel beschriebene Simulation eines Telefonats. Hierbei können unterschiedliche Formen gewählt werden, sei es mit der Durchführung eines Gesprächs und den nicht aktiv beteiligten Jugendlichen als Publikum mit kritischem Beobachtungsauftrag oder sei es mit vielen externen Beteiligten, die mit allen Schülerinnen und Schülern einzeln ein Vorstellungsgespräch absolvieren. Dementsprechend braucht dieses Projekt unterschiedlich viel Zeit und unterschiedlich viele Involvierte. Es macht jedoch sicherlich Sinn, wenn Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 38

39 Leute aus diversen Berufsfeldern (von Vorteil mit Erfahrung im Lehrlingswesen) ins Schulhaus geholt werden und die Vorstellungsgespräche mit den Jugendlichen durchführen. Die Simulation von Vorstellungsgesprächen kann durch die gewohnte Lehrperson nicht annähernd so gut simuliert werden. Wichtig ist, auf welche Art man dies auch immer durchführt, dass sich die Jugendlichen seriös aufs Gespräch vorbereiten, die Bewerbungsunterlagen dabei haben und sich dem Berufswunsch entsprechend kleiden. Es soll nicht nur um die Gesprächsinhalte sondern möglichst um das Ganze gehen. 7.3 Rent a Stift Rent a Stift ist ein bekanntes und beliebtes Projekt, um den Jugendlichen aus einem anderen Blickwinkel den Berufsalltag aufzuzeigen. Es lohnt sich den Termin frühzeitig zu vereinbaren. Angeboten wird dieses Projekt von der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (GIBB) und kann online gebucht werden. Die Kosten belaufen sich ausschliesslich auf das Bezahlen der Spesen der Lernenden. Die Erziehungsdirektion beschreibt das Projekt wie folgt: Bevor sich Schülerinnen und Schüler für eine berufliche Grundbildung (Lehre) resp. für einen bestimmten Beruf entscheiden, benötigen sie eine Vielzahl von sachlichen Informationen. Sie beschaffen sich diese Informationen aus Broschüren, aus den Medien, in den Berufsberatungs- und Informationszentren BIZ sowie an Besuchstagen von Firmen und in Schnupperlehren. Jugendliche vor dem Einstieg in die berufliche Grundbildung haben aber auch viele persönliche Fragen, auf die sie weniger leicht Antworten finden. Wie viele Hausaufgaben muss ich für die Berufsfachschule erledigen? Wer hilft mir bei Schwierigkeiten am Ausbildungsort? Hier setzt das Projekt Rent-a-Stift an: Lernende aus verschiedenen Betrieben werden ihren wenig jüngeren Kolleginnen und Kollegen in der Schule über ihre Erfahrungen berichten und sie für die berufliche Grundbildung begeistern. Sie werden Vorurteile im direkten Gespräch zwischen Jugendlichen abbauen und offene Fragen beantworten. Die Lernenden stehen von Mitte März bis Ende November zur Verfügung. Als Kosten fallen lediglich die Reisespesen der Lernenden an BAM Stets im August/September findet auf dem Areal der bernexpo (BEA-Areal) die Berner Ausbildungsmesse statt. Hier erhalten die Jugendlichen an vielen Ständen Informationen und Material zu verschiedensten Berufen. Zum Teil können sie sogar selber aktiv werden oder schon erste Kontakte für Schnupperstellen knüpfen. Die Stände werden meistens von Lehrlingen und Lehrlingsbetreuern bedient, was für die Jugendlichen eine ideale Möglichkeit bietet, sich im Gespräch Antworten auf sämtliche offenen Fragen geben zu lassen. Die BAM, die für Schülerinnen und Schüler sowie eine begleitende Lehrperson gratis ist, sollte allerdings nicht ohne konkreten Auftrag besucht werden. Es lohnt sich der Klasse Arbeitsaufträge mitzugeben, zum Beispiel einen Beschreibungsauftrag von zwei Berufen mit konkreten Fragen, die beantwortet werden müssen. Ansonsten droht die Gefahr, dass sich die Jugendlichen auf einen schulfreien, stressfreien Vormittag mit hohem Flirtfaktor einstellen (BAM wird im Volksmund auch Brautanschaumesse genannt). Die erledigten Arbeitsblätter sollten in einer Nachbearbeitung im Schulhaus intensiv thematisiert und weiter verarbeitet werden. Die BAM ist kein Pflichttermin, eignet sich aber für interessierte und aktive Schülerinnen und Schüler, um sich vertieft und auf eine andere Art mit der Berufswahlvorbereitung auseinanderzusetzen. Für die anderen bleibt es ein inhaltsloser Schulausflug mit einer Pflichtaufgabe (Arbeitsblatt), wogegen man sich als Lehrkraft allerdings nur schlecht wehren kann, es sei denn mittels eines Nicht-Besuchs. 20 Inhalte der Website Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 39

40 7.5 Avanti-Projekt und weitere Projekte Aktuell verfolgt das Konzept zur Berufswahlvorbereitung der Schule Mösli das Ziel, jährlich mit den beiden 7.-Klassen das Avanti-Projekt der PH Bern durchzuführen. Dieses haben wir bisher zweimal durchgeführt (Stand: Juni 2013) und stiessen beide Male auf eine sehr gute Resonanz. Wir sind bemüht, dies auch in Zukunft durchzuführen, unter der Voraussetzung, dass das Projekt jährlich evaluiert und optimiert wird; durch uns, aber auch durch die PH Bern. Informative Links dazu: Es gibt sehr viele weitere Projekte, die neu entwickelt und aufgegleist und natürlich zum Teil auch wieder verworfen werden. Es wäre müssig und der Aktualität des vorliegenden Konzepts nicht förderlich, wenn nun alle Projekte im Detail beschrieben werden. Im Anhang finden sich Dokumente zu aktuellen Projekten, die für einige Klassen von Interesse sein könnten (siehe Kapitel 10). Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 40

41 Berufswahlvorbereitung Konzept der Schule Mösli ÜBERTRITT IN DIE SEKUNDARSTUFE II Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 41

42 8. Reguläre Berufsbildung auf der Sekundarstufe II In diesem Kapitel werden die verschiedenen Möglichkeiten nach Abschluss der obligatorischen Volksschulzeit aufgezeigt. Hier trennen sich die Wege der Jugendlichen. Aus der Sicht der Lehrperson ist es wichtig, einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu haben. Wie bereits im Kapitel 1.2 ersichtlich, existieren im Kanton Bern diverse Möglichkeiten des Übergangs von der Sekundarstufe I auf die Sekundarstufe II. Die Jugendlichen haben nach der abgeschlossenen Volksschule und entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Chancen die Wahl zwischen der Mittelschulbildung und der beruflichen Grundbildung sowie der Brückenangebote. 8.1 Gymnasium 21 Das Wichtigste in Kürze: Im ersten Semester des 8. und 9. Schuljahres finden Empfehlungsverfahren statt, deren Anmeldeschluss der 1. November ist. Die Jugendlichen bedürfen einer Empfehlung der Klassenlehrkraft, um prüfungsfrei am Gymnasium angenommen zu werden Ein Übertritt ab der 9. Klasse ins Gymnasium in die Quarta resp. nach Abschluss des 9. Schuljahres in die Tertia ist für Mösli-Schulkinder, die nicht bereits die Spez-Sek besuchen, möglich. Für den Weg der Mittelschulbildung drängt sich als Erstes die gymnasiale Maturität und somit der Besuch eines Gymnasiums auf. Die schulische Eignung wird bereits früh an der Oberstufe beobachtet, Anmeldungen fürs Gymnasium laufen im 8. Schuljahr und die Jugendlichen, die nicht bereits in der Spez-Sek sind, verlassen oftmals die Sekundarklasse per Ende dieses Schuljahres. Im ersten Semester des 8. und 9. Schuljahres finden Empfehlungsverfahren statt, deren Anmeldeschluss der 1. November 21 durch Verfasser geänderter Inhalt aus Website der ERZ ABR/Grundbildung/bildungswege-nach-der-Volksschule-version-april-10.pdf (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 42

43 ist. Die Lehrerschaft beurteilt die Sachkompetenz sowie das Arbeits- und Lernverhalten. Die Beurteilung und somit die Empfehlung für die Aufnahme an einem Gymnasium erfolgt nicht nur hinsichtlich erbrachter Leistungen der Jugendlichen sondern auch als Prognose im Hinblick auf das Bestehen im gymnasialen Unterricht. Die Empfehlung berechtigt zum prüfungsfreien Übertritt in eine Quarta. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler nicht empfohlen wurde, dann besteht immer noch die Möglichkeit einer Aufnahmeprüfung, die jeweils bis Mitte März stattfindet. Der gymnasiale Unterricht dauert vom 9. bis 12. Schuljahr und richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit sehr guten Schulleistungen, die gerne weiterhin zur Schule gehen möchten. Die angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten entscheiden sich bei der Anmeldung fürs Gymnasium für ein Schwerpunktfach, das ab dem 10. Schuljahr (Tertia) angeboten wird. Schwerpunktfächer sind je nach Gymnasium Latein, Griechisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Psychologie/Pädagogik (PPP), Bildnerisches Gestalten und Musik. Für die Sprachfächer gelten besondere Regeln, Voraussetzung für die Wahl ist jedoch mindestens der Besuch des Fakultativangebots ab dem 8. Schuljahr. 22 Zusätzlich zum Schwerpunktfach erwerben die Jugendlichen breite und vertiefte Allgemeinbildung in diversen Fachrichtungen. Im Kanton Bern gibt es momentan zwölf kantonale Gymnasien, zwei davon sind bilingual. Zusätzlich zu den kantonalen gibt es drei private, subventionierte Gymnasien. Als Vorbereitung für den gymnasialen Unterricht dienen den Jugendlichen mittelschulvorbereitende Unterrichtseinheiten der Volksschule, die im Mösli als Freifächer oder an anderen Schulen bereits als integrierte Fächer angeboten werden. Das Gymnasium erstreckt sich von der Quarta (9. Schuljahr) bis zur Prima (12. Schuljahr) und eröffnet die Chance, den Bildungsweg via Universität oder weiteren Hochschulen fortzusetzen. Tage der Offenen Tür: Gymnasien (und weitere Schulen der Sekundarstufe II) öffnen für Interessierte jährlich ihre Türen. Diese Daten variieren, finden jedoch meistens zwischen Oktober und Dezember statt. Frühzeitiges Informieren lohnt sich. 8.2 Fachmittelschule (FMS) Das Wichtigste in Kürze: Die Vorgehensweise bezüglich des Aufnahmeverfahrens ähnelt derjenigen der Gymnasien. Die FMS richtet sich jedoch ausschliesslich an Jugendliche, die Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen anstreben Die Fachmittelschule ist eine schulische Möglichkeit für Jugendliche, die ihre Allgemeinbildung vertiefen möchten, sich zudem für den Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen interessieren und eine Ausbildung im Bereich Gesundheit und Soziale Arbeit anstreben. Die Schule endet mit dem Erwerb der Fachmaturität, die den direkten Zugang an Höhere Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH), nicht aber an die Universität ermöglicht. Im Gegensatz zum Aufnahmeverfahren für den Besuch eines Gymnasiums, muss die Schülerin oder der Schüler die neun obligatorischen Schuljahre an der Sekundarschule absolviert haben. Erst im Anschluss beginnt die FMS. Die Jugendlichen, die sich für die FMS entscheiden, können ihre Anmeldung 23 via Klassenlehrkraft einreichen. Im Anschluss werden sie bezüglich der Sachkompetenz, des Arbeits- und Lernverhaltens und der Berufsfeldeignung beurteilt und bestenfalls empfohlen. Bei zu vielen Anmeldungen müssen die Jugendlichen im Frühjahr eine Aufnahmeprüfung absolvieren. 22 siehe auch: g/broschueren_bildungsgrafik/gymer-d.pdf (Stand: ) 23 Formulare unter: (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 43

44 Während der Ausbildung werden vorwiegend Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch) und Kommunikation, Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sowie musische und sportliche Aktivitäten unterrichtet. Ab Beginn des zweiten Ausbildungsjahres beginnt die Spezialisierung auf die Berufsfelder Gesundheit und Soziale Arbeit. Damit eröffnet sich ein weites Spektrum von Gesundheits- und Sozialberufen, so zum Beispiel Dentalhygienikerin/Dentalhygieniker, Fachperson für medizinisch-technische Radiologie oder aber auch Kindererzieherin/Kindererzieher Anmeldung FMS Das Aufnahmeverfahren für die FMS im Detail: Anmeldungen erfolgen bis jeweils 1. Dezember 8.3 Handelsmittelschule (HMS) Auf der Titelseite der Informationsbroschüre der ERZ steht: Auf schulischem Weg zum KV- Abschluss. 25 Diese Aussage gibt bereits die Antwort auf die Eignungsfrage: die HMS richtet sich an Jugendliche, die über den schulischen Weg kaufmännische Berufe anstreben. Absolventinnen und Absolventen der HMS verfügen nach Abschluss der Ausbildung über einen eidgenössischen Berufsabschluss als Kauffrau/Kaufmann EFZ. Die Bildung in beruflicher Praxis ist in den Unterricht integriert und wird durch Betriebspraktika ergänzt. Der HMS-Ausweis ermöglicht den Besuch der berufsmaturitären Schule (BMS), die dann Türen an eine FH oder, via Passerelle, sogar an die Universität öffnet. Prüfungsfrei in eine HMS eintreten kann, wer am Ende des ersten Semesters des 9. Schuljahres den gymnasialen Unterricht besucht oder bezüglich Sachkompetenz (Sekundarschulniveau) sowie Arbeitsund Lernverhalten im Hinblick auf den Unterricht an einer HMS als geeignet beurteilt werden kann. Die Möglichkeit einer Aufnahmeprüfung bei fehlender Empfehlung oder verunmöglichter prüfungsfreier Aufnahme besteht ebenfalls. Die Anmeldungen laufen in der Regel über die Sekundarschule, die Klassenlehrkräfte halten dieselbe Funktion inne, wie bereits vorgängig bezüglich des Gymnasiums oder der FMS erwähnt. Änderungen ab Schuljahr 2015/2016: In Bern, Biel und Thun wird die Ausbildung ausschliesslich auf Niveau Berufsmaturität angeboten. Die Ausbildung ohne Berufsmaturität findet neu nur noch in Tramelan und La Neuveville statt Anmeldung HMS Das Aufnahmeverfahren für die HMS im Detail: Anmeldungen erfolgen bis jeweils 1. Dezember Änderungen ab Schuljahr 2015/2016: Das Aufnahmeverfahren wird demjenigen für die BM1 angeglichen (prüfungsfreier Eintritt aufgrund der Empfehlung der Sekundarschule oder für Lernende aus dem GU9 mit genügendem Semesterzeugnis; alle anderen absolvieren die Aufnahmeprüfung.) Die Änderungen erfolgen aufgrund der im Jahr 2013 beschlossenen Sparmassnahmen (ASP) des Grossen Rates des Kantons Bern weitere Informationen unter: atung/broschueren_bildungsgrafik/fms-d.pdf (Stand: ) 25 Broschüre: dungsgrafik-d.pdf 26 Änderungen und Kurzinformation aus einem Brief vom Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung (bwd) an die Schulleitungen, dat Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 44

45 8.4 Lehre mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) Das Wichtigste in Kürze: Die Lehre EFZ ist die reguläre Lehre mit einer Dauer von 3 bis 4 Jahren inkl. Berufsschule Der traditionellste Weg im kantonalen (und auch nationalen) Bildungssystem ist die Absolvierung einer Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Es stehen viele Berufsfelder und Berufsrichtungen zur Verfügung, innerhalb derer sich die Jugendlichen für einen Beruf entsprechend ihrer persönlichen Fähigkeiten und Interessen entscheiden müssen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und vier Jahren und wird durch berufsfachschulische Sequenzen von ein bis zwei Tagen unterstützt. Zusätzlich zur Lehre kann man die Berufsmaturität anstreben, dies erfolgt entweder berufsbegleitend oder nach Abschluss der Lehre. Die unterschiedlichen Ansprüche an zukünftige Lehrlinge sowie die Vielfalt der Berufswahlmöglichkeiten lassen sich am Besten durch den Besuch auf offiziellen Internetplattformen der ERZ respektive der Berufsberatung 27 überblicken und ersuchen. Es wird hier dementsprechend darauf verzichtet, spezifisch auf die diversen Lehrmöglichkeiten einzugehen. 8.5 Eidgenössische Berufsattestlehre (EBA) Das Wichtigste in Kürze: Die Lehre EBA ist eine verkürzte Lehre, die weniger Gewicht auf die Berufsschule legt, den Jugendlichen allerdings einen Einstieg in die Berufswelt ermöglicht. Sie haben nach Abschluss der EBA-Lehre die Möglichkeit eine EFZ-Lehre fortzuführen Für Jugendliche, die schulische Defizite haben oder bei der Lehrstellensuche mit EFZ-Abschluss kein Glück gehabt haben, bietet sich die Möglichkeit der Absolvierung einer verkürzten Lehre mit eidgenössischem Berufsattest EBA. Hierbei handelt es sich nicht um eine Vor- oder Anlehre, sondern um die Chance, persönlich reifen zu können, ohne den allenfalls schwierigen Weg der schulischen Brückenangebote wählen zu müssen. Die Attestlehre dauert zwei Jahre, konzentriert sich auf praktische Tätigkeiten im Arbeitsgebiet und kann nach Abschluss auf eine EFZ-Ausbildung übertragen werden. Nach Abschluss beginnt der Lehrling die EFZ-Ausbildung auf der Übergangsebene zwischen dem 1. und 2. Lehrjahr desselben Berufs und von Vorteil im aktuellen Lehrbetrieb, diesmal zusätzlich mit der regulären Berufsfachschule. Eine gesamte Ausbildung EBA-EFZ dauert somit im Normalfall vier bis fünf Jahre. Grafisch sieht die Attestlehre im Zusammenhang mit der EFZ-Lehre in etwa so aus, wobei der grüne Pfeil (hell) für den geplanten Übergang steht, wohingegen der rote Pfeil (dunkel) für Spezialfälle gedacht ist: 27 siehe: Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 45

46 Die Fortsetzung der EBA-Lehre im Bereich EFZ ist allerdings nicht obligatorisch und zum Teil auch nicht sinnvoll. Das eidgenössische Berufsattest bestätigt die berufliche Qualifikation und die schulische Grundbildung und erlaubt die Tätigkeit im gelernten Beruf. Als Zwischenweg zwischen EFZ und EBA kann die Technische Fachschule Bern (ehemals LWB/ Lädere ) erwähnt werden. Diese Institution lohnt sich der Prüfung bei kniffligen Fällen. 8.6 Berufsmaturität (BMS) Das Kapitel zur Sekundarstufe II wurde mit dem Fokus auf den gymnasialen Weg mit dem Erreichen des Maturitätsdiploms begonnen. Auch nach der Absolvierung einer Lehre EFZ, via EBA oder HMS, kann das Maturitätsniveau erreicht werden, welches den Jugendlichen erlaubt, weiterführende Schulen auf der Tertiärstufe zu besuchen. Somit schliesst sich der Kreis der Bildungsmöglichkeiten auf der Sekundarstufe II. Die BM wird in zwei Arten unterschieden, die BM1 und die BM2. Die BM 1 wird von angehenden Berufsmaturandinen und Berufsmaturanden während der beruflichen Grundbildung besucht. Es gibt folgende BM-Richtungen, von denen die Jugendlichen eine auswählen können: Technische BM, Gewerbliche BM, Gestalterische BM, Kaufmännische BM, Naturwissenschaftliche BM und Gesundheitlich-Soziale BM. Zusätzlich zum allgemeinbildenden Unterricht werden die Absolventinnen und Absolventen in den für ihre berufliche Laufbahn wichtigen Themengebieten unterrichtet. Die BM 2 ist die öffentliche Berufsmaturitätsschule (BMS) gemeint, die nach Abschluss der beruflichen Grundbildung als einjährige, ganzjährige Ausbildung mit Erhalt des BM-Diploms durchgeführt wird. Via Passerelle ermöglicht die BMS den jungen Erwachsenen zudem den Zugang an eine Universität oder an die Pädagogische Hochschule (PH) sowie direkt an weitere Fachhochschulen (FH). Die BMS wird nicht nach Abschluss des 9. Schuljahres der obligatorischen Volksschule angepeilt, findet in diesem Konzept dennoch Erwähnung, da die Möglichkeit des Besuchs der BMS besonders für schulfähige Realschülerinnen und -schüler als motivierendes Element dienen kann, um die eigene Schulleistung zu verbessern und sich nicht geknickt dem oftmals leider negativ behafteten Dasein in der Realklasse hinzugeben. Das Aufnahmeverfahren für die BMS im Detail: Anmeldungen erfolgen bis jeweils 1. Dezember Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 46

47 9. Projekt Take off erfolgreich ins Berufsleben (ERZ) Das Wichtigste in Kürze: Das Projekt Take off erfolgreich ins Berufsleben ist ein Umsetzungsprojekt für das Case Management Berufsbildung, in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen der ERZ und dem BBT Mit dem Start dieses Projekts (2008) wurde durch den Regierungsrat der Auftrag zur Einführung des Case Management Berufsbildung erteilt Das Projekt Take off erfolgreich ins Berufsleben will die Jugendlichen unterstützen, deren Einstieg ins Berufsleben noch nicht erfolgreich realisiert worden ist. Die Jugendlichen werden ab der ersten Standortbestimmung im 7. Schuljahr eventuell bereits auf der zusätzlichen Schiene (nebst der Schule und den regulären Angeboten des BIZ) der besonderen Beobachtung aufgegleist. An einem runden Tisch können bereits im 7. Schuljahr weitere Massnahmen angesprochen oder bestimmt werden, so zum Beispiel die Aufnahme im Case Management Berufsbildung (CM BB), das im folgenden Kapitel genauer beschrieben wird. Es kann im gesamten Projekt auch zu individuellen Fördermassnahmen oder Begleitungsvorgängen kommen, die nicht explizit erläutert und von Fall zu Fall entschieden werden. 9.1 Case Management Berufsbildung CM BB (ERZ) Das Wichtigste in Kürze: Das CM BB richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die aufgrund vielfältiger Ursachen zusätzliche und fachmännische, zielgerichtete Unterstützung beim Übergang von der Volksschule in die Sekundarstufe II benötigen Schülerinnen und Schüler werden durch Lehrpersonen und evtl. externe Stellen (Berufsberatung, Schulsozialarbeit) beobachtet und bewertet und nötigenfalls frühzeitig beim BIZ bezüglich des CM BB angemeldet Ein Ziel dieses Projekts ist, dass niemand der Jugendlichen am Ende des 9. Schuljahres ohne Lösung und Unterstützung ist Das Take off -Umsetzungsprojekt namens Case Management Berufsbildung der Erziehungsdirektion beginnt faktisch, wie im Kapitel 2 beschrieben, per Ende 7. sicher aber ab dem 8. Schuljahr mit der gezielten Eruierung von Jugendlichen, für die ein CM BB nötig werden könnte. Die Erziehungsdirektion definiert das CM BB auf ihrer Homepage wie folgt: Jugendliche und junge Erwachsene mit erschwerten Startbedingungen erhalten beim Einstieg in eine berufliche Grundbildung, während der Ausbildung oder beim Übertritt ins Erwerbsleben gezielte Unterstützung. Wenn schulinterne Massnahmen nicht ausreichen, unterstützt und begleitet das Case Management Berufsbildung. Jugendliche und junge Erwachsene mit mehrfachen Schwierigkeiten werden individuell begleitet und unterstützt. Mögliche Gründe sind schwache Schulleistungen, ungenügende Motivation, mangelhaftes soziales Verhalten, zu wenig Unterstützung durch die Eltern oder gesundheitliche Probleme. Berufswahl und -entscheid sowie der Einstieg in eine berufliche Grundbildung oder ins Erwerbsleben gelingen nicht. Unterstützt wird zum Beispiel, wer nach der obligatorischen Schulzeit keine Lehrstelle findet, nach einem Lehrabbruch keine Anschlusslösung hat oder den Einstieg ins Erwerbsleben nicht schafft. Das Case Management Berufsbildung kommt nur Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 47

48 dann zum Einsatz, wenn die vielfältigen schulinternen Massnahmen auf Sekundarstufe I und Sekundarstufe II nicht zum Erfolg führen. 28 Die Jugendlichen werden von der Lehrperson stets beobachtet. Sollte nun eine Schülerin oder ein Schüler der Klasse in die oben genannte Beschreibung der Zielgruppen passen, meldet dies die Klassenlehrperson der Schulleitung und führt zuerst schulinterne Massnahmen durch (oftmals wird die Schulsozialarbeit mit einbezogen). Sollten diese Massnahmen nicht zum Erfolg führen beziehungsweise sollte sich Misserfolg abzeichnen, muss via Formular (im Anhang) und nach erfolgter Besprechung mit den Eltern der Antrag für eine Aufnahme ins CM BB gestellt werden. Die Lehrperson meldet die Jugendlichen beim BIZ fürs Case Management an. Die Lehrperson beurteilt die Jugendlichen stets auf Selbst-, Sozial- und Sachkompetenzen. Wenn gemerkt wird, dass dort Defizite bestehen, die für die Berufsfindung hinderlich sein könnten, oder dass die Unterstützung von zu Hause ungenügend ist, dann drängt sich eventuell ein CM auf. Weitere Indizien für die Anmeldung fürs Case Management sind bereits bestehende Schullaufbahnschwierigkeiten, der individuelle Gesundheitszustand oder auch bereits eingeleitete Unterstützungsmassnahmen durch externe Fachstellen. Die Aufgaben der Case-Manager: Die Case-Managerin oder der Case-Manager bespricht mit betroffenen Jugendlichen, deren Eltern oder jungen Erwachsenen die aktuelle Situation und holt bei verschiedenen Institutionen wie Schulen, Regionalstelle zur Arbeitsvermittlung, Sozialdienste, Lehrbetriebe usw. weitere Informationen ein. Die Case-Managerin oder der Case-Manager koordiniert die verschiedenen Unterstützungsmassnahmen und sorgt für den Informationsaustausch unter allen Akteurinnen und Akteuren. Gemeinsam werden Zielsetzungen und Massnahmen ausgehandelt. Zielsetzungen sind u.a. eine Lehrstelle finden, diese erfolgreich abschliessen und dann den Einstieg ins Berufsleben schaffen. Damit solche Ziele erreicht werden braucht es konkrete Massnahmen zum Beispiel der Besuch einer Bewerbungswerkstatt oder eines Motivationssemesters, eine Schnupperlehre oder ein Praktikum. Mit einer Vereinbarung erklären sich betroffene Jugendliche oder junge Erwachsene bereit, aktiv in diesem Prozess mitzuwirken und die Abmachungen einzuhalten. 29 Voraussetzungen für einen Antrag zur Aufnahme ins Case Management Berufsbildung sind das Vorliegen von komplexen Situationen mit einer allfälligen Mehrfachproblematik, wie vorgängig beschrieben, und falls schulinterne Massnahmen keinen Erfolg bringen oder versprechen sich Unterstützungsbedarf abzeichnet die zu treffenden Massnahmen die schulinternen Ressourcen übersteigen. Wenn diese Punkte eintreffen, dann kann ein Antrag zur Aufnahme ins CM BB gestellt werden. Vorgehensweise: Die Klassenlehrperson beobachtet und beurteilt diesbezüglich die Jugendlichen und schätzt die Lage unter Berücksichtigung der Standortbestimmung ein. Sollte ein CM BB in Betracht gezogen werden, informiert sie die Schulleitung, die weitere Schritte einleitet Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 48

49 30 Spätestens im 9. Schuljahr geschieht der Antrag mittels des Anmeldeformulars sowie des Formulars Ergebnis Elterngespräch. Die Lehrperson hält die Beobachtung aufrecht, der Austausch zwischen der Lehrperson sowie der Case Managerin respektive dem Case Manager ist rege. Jugendliche, die bis ins zweite Semester des 9. Schuljahres ohne CM-Anmeldung geblieben sind, jedoch noch keine Anschlusslösung gefunden haben, werden durch die Schule dem BIZ gemeldet, das dann weitere Schritte plant und mit den Beteiligten Kontakt aufnimmt BVS Plus (ehemals Projekt Aufstarten ) Das Wichtigste in Kürze: Das Projekt BVS Plus ist für Jugendliche geeignet, die keine Anschlusslösung gefunden haben und nicht an das reguläre BVS zugelassen wurden Die Anmeldung per DIN-Woche 16 des 9. Schuljahres und kann durch Lehrpersonen, durch die Erziehungsberechtigten oder externe Stellen erfolgen Das Projekt BVS Plus hilft ebenfalls Schülerinnen und Schülern, die bei der Lehrstellensuche keinen Erfolg gehabt haben sowie oftmals schulische Defizite aufweisen. Es ist ein Angebot der BFF im Rahmen eines 10. Schuljahres. Das Projekt BVS Plus begleitet Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben und aus diversen Gründen nicht an ein reguläres 10. Schuljahr zugelassen wurden. Die Zielgruppe sind Lernende aus Klassen für besondere Förderung (KbF) oder Realschülerinnen und - schüler, die aus Verhaltens- oder Leistungsgründen Nachteile in der beruflichen Eingliederung oder gegenüber Gleichaltrigen haben. 31 Die BFF beschrieb das frühere Programm wie folgt: Das Bildungsangebot Aufstarten richtet sich vorwiegend an Jugendliche aus Real- und aus Kleinklassen, die aus Verhaltens- und/oder Leistungsgründen und/oder sprachlichen Gründen erhebliche Probleme bei der beruflichen Integration haben und gegenüber Gleichaltrigen stark benachteiligt sind. Sie haben in der Regel das Grafik aus dem Leitfaden der ERZ 31 Inhaltlich aus: (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 49

50 Schuljahr absolviert. Das Ziel besteht darin, dass die Jugendlichen nach diesem Jahr eine berufliche Ausbildung mit Erfolg bestehen und ihr Leben als Berufsleute später selbständig gestalten lernen. 32 Im Projekt BVS Plus erleben die Schülerinnen und Schüler die Struktur der realen Arbeitswelt, inklusive 40-Stunden-Woche und sechs Wochen Ferien. Die Unterrichtsinhalte sehen viele praktische Einsätze, Bewerbungscoachings, Projektwochen, Schnupperlehren, Berufsvorbereitungssequenzen sowie thematische Lernwochen vor. Rund 50% des Schuljahres verbringen die Jugendlichen an externen Arbeitsplätzen. Während des Unterrichts werden nicht nur schulische Lücken gefüllt sowie an Bewerbungsdossiers gearbeitet, es geht auch darum, die Jugendlichen zu sozialen, gesellschaftsund arbeitsfähigen Wesen weiterzuentwickeln. Die Jugendlichen erleben so die Mischung aus Arbeitseinsätzen, Lernsequenzen und intensiver Berufswahl- und Gesellschaftsvorbereitung, die ihnen in ihrem Verhalten und der Alltagsbewältigung den Berufseinstieg erleichtern soll. Die Anmeldung erfolgt entweder durch die Erziehungsberechtigten, die Schule oder durch weitere involvierte Institutionen. Wichtig für eine Aufnahme ist jedoch auch hier die Motivation der Jugendlichen, sich auf das Programm einzulassen und positiv mitzuwirken. Die Anmeldung erfolgt bis spätestens 1. August. Da es sich um ein Angebot der BFF handelt, belaufen sich die Kosten auf CHF zuzüglich Kosten für Material, Exkursionen und weitere Projekte. 9.2 Projekt LIFT (BBT) Das Wichtigste in Kürze: LIFT = Leistungsfähig durch individuelle Förderung und praktische Tätigkeit LIFT will Jugendliche durch Wochenarbeitsplätze auf die Berufswelt vorbereiten Die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen steht auf der gesellschaftspolitischen Agenda ganz oben. Ein nachobligatorischer Bildungsabschluss trägt erheblich zur Integration in die Gesellschaft bei. Mit der Einführung des CM BB sollen möglichst alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance erhalten, eine berufliche Grundbildung zu absolvieren. Längerfristiges Ziel dieser Bestrebungen ist es, die Abschlussquote auf Sekundarstufe II unter den Jugendlichen bis 2015 von 90% auf 95% zu steigern. Das CM BB ist ein strukturiertes Verfahren: Eine fallführende Stelle sorgt über institutionelle Grenzen hinweg während der Phasen der Berufswahl und der Berufsbildung für ein planmässiges, koordiniertes und kontrolliertes Vorgehen. Im Zentrum stehen die Unterstützung zur Selbsthilfe (Empowerment) der gefährdeten Jugendlichen sowie die Effizienz- und Effektivitätssteigerung der eingesetzten Massnahmen durch eine wirksame Führung und Gestaltung der Prozesse. Der Bund fördert die Einführung des CM BB in den Kantonen über den Zeitraum von 2008 bis 2011 mit 20 Millionen Franken. Die Verantwortung für den Vollzug liegt bei den Kantonen. Die operative Umsetzung wird vom BBT gemeinsam mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK unterstützt und in sieben Teilprojekten begleitet. 33 Was als Projekt unter dem Titel Leistungsfähigkeit durch individuelle Förderung und praktische Tätigkeit LIFT im Jahr 2005 gestartet wurde, ist mittlerweile als Case Management Berufsbildung (CM BB) bekannt und wurde im Kanton Bern in das gleichnamige CM BB (siehe Kapitel resp. 9.4) integriert. Das Projekt LIFT wurde im Jahr 2009 beendet und kantonal individuell angepasst respektive wird bis heute lanciert (Stand: ) 33 (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 50

51 10. Gängige Brückenangebote 10.1 Berufsvorbereitendes Schuljahr (BVS) der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern (BFF) Das Wichtigste in Kürze: Das Berufsvorbereitende Schuljahr (BVS) wird auch 10. Schuljahr genannt Die BFF bietet bisher drei Kurse des 10. Schuljahres an; BSA, BSP und BSI Ab 2015 werden das BSA und das BSP neu als BVS zusammen geführt Diese Kursjahre sind die öffentlichen 10. Schuljahre, die vom Kanton subventioniert sind Der Kanton Bern hat ein überdurchschnittlich ausgebautes Brückenangebot, das zukünftig wohl noch stärker auf Jugendliche mit Leistungsschwächen, sozialen, persönlichen und/oder integrativen Schwierigkeiten fokussiert werden wird. Im folgenden Kapitel wird auf das berufsvorbereitende 10. Schuljahr der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern (BFF) eingegangen. Das 10. Schuljahr an der BFF ist eine beliebte Lösung für Jugendliche, die sich noch nicht auf einen Beruf haben festlegen können oder die noch keine Lehrstelle respektive anderweitige Lösung gefunden haben. Es handelt sich hierbei um eine kostengünstige Variante. Das 10. Schuljahr kostet im Gesamten CHF , zuzüglich Kosten für Lehrmittel, Exkursionen und Projektwochen. Die vollständige Anmeldung muss stets bis April/Mai erfolgen (Woche 16/18) und beinhaltet nebst den Beurteilungsberichten von beiden Semestern des 8. Schuljahres und dem offiziellen Anmeldeformular für den jeweiligen Schultyp (siehe die folgenden Kapitel) auch eine Art Selbstbeurteilung sowie eine Fremdbeurteilung derselben Themengebiete durch die Klassenlehrperson. Diese Bogen gilt es mit genügend Zeiteinberechnung und vor allem ehrlich auszufüllen, auch wenn die Antworten eventuell eine Ablehnung der Gesuchstellung zur Folge haben können. Die Anmeldezahlen sind seit Jahren auf einem hohen Niveau. Auch wenn eine Schülerin oder ein Schüler keine schlechten Schul- und Arbeitsleistungen aufweist und im Bogen gut bewertet wird, ist dies leider noch keine Garantie für eine Aufnahme. Dessen muss sich die Klasse bewusst werden und darf sich somit nicht zu fest auf das 10. Schuljahr als Anschlusslösung verlassen. Es melden sich von Jahr zu Jahr tendenziell mehr Schülerinnen und Schüler für das berufsvorbereitende Schuljahr an, als die BFF aufnehmen kann. Das 10. Schuljahr ist auch attraktiv für Schülerinnen und Schüler, die sich ein friedliches zusätzliches Jahr Schulzeit verschaffen wollen. Diesem Zustand muss entgegengewirkt werden und die Lehrkräfte stehen in der Verantwortung, Schülerinnen und Schüler, die sich auf ein solch gemütliches Jahr einlassen wollen, entgegenzutreten und sie klar darauf aufmerksam zu machen, dass eine Aufnahme fürs 10. Schuljahr für sie keine Variante darstellen wird. Die BFF bietet bezüglich des 10. Schuljahres drei Möglichkeiten an: BVS/BSI, Vorlehre oder Triagestelle (z.b. CM BB, Motivationssemester ) Für die schulische Bildung resp. die Vorlehre können die Lehrpersonen die Jugendlichen in den DIN-Wochen anmelden, auch ohne Vorlehrvertrag (siehe Kapitel 10.3) 10.2 BVS Berufsvorbereitendes Schuljahr Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 51

52 Das Wichtigste in Kürze: Das BVS ist ab dem Schuljahr 2015/2016 die Zusammenführung zwischen dem BSA und BSP Das BSI soll auch zukünftig in bekannter Form bestehen bleiben Die BVS integrieren die bisherigen Schwerpunkte Allgemeinbildung (BSA) und Praktische Bildung (BSP) und werden zu einem gemeinsamen Berufsvorbereitenden Schuljahr (BSV). Innerhalb des Typus BVS entscheiden sich die Jugendlichen für einen berufsbezogenen Schwerpunkt. Die Schülerinnen und Schüler werden zukünftig nur noch für ein BVS angemeldet, erhalten dasselbe obligatorische Grundangebot und entscheiden sich individuell im Laufe des 10. Schuljahres für ihr bevorzugtes Berufsfeld. Der Bezug zur Arbeitswelt soll dadurch intensiviert werden. Das BSI bleibt weiterhin bestehen BSA - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt Allgemeinbildung Das Wichtigste in Kürze: Letzte Durchführung im Schuljahr 2014/2015 Das BSA ist für schulinteressierte Jugendliche, die gerne ein weiteres Jahr zur Schule gehen wollen Die Jugendlichen arbeiten vielfach selbstständig und sind fähig, Termine pünktlich einhalten zu können Im BSA werden fünf verschiedene Programme angeboten. Die Schülerinnen und Schüler haben die Wahl zwischen den Schwerpunkten: Handel und Verkehr (Detailhandel, Gastgewerbe, Tourismus, Transport, KV und weitere ; Schwerpunkte sind Sprachen, Tastaturschreiben, kaufmännisches Rechnen, Informatik, Gesellschaft und Politik) Industrie und Technik (Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Haustechnik, Informatik, Planung/Konstruktion und weitere ; Schwerpunkte sind Mathematik, Chemie/Physik und Informatik) Gesundheit (Gesundheitsberufe; Schwerpunkte sind Biologie, Chemie und Physik) Gestalten (Gestaltung und Druck; Schwerpunkte sind bildnerisches Gestalten und Computergrafik) Berufsfindung und Allgemeinbildung (passendes Berufsfeld unklar; Schwerpunkte sind vielfältig, und breit gestaltet) Diese Art des 10. Schuljahres eignet sich für Jugendliche, die nicht schulmüde sind und weiterhin von schulischer Bildung in einem spezifischeren Themenbereich profitieren möchten. Schulische Lücken sollen geschlossen und die Jugendlichen gezielt gefördert werden. Zentral im BSA ist die Berufsfindung sowie die Erweiterung der Allgemeinbildung BSP - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt praktische Ausbildung Das Wichtigste in Kürze: Letzte Durchführung im Schuljahr 2014/2015 Das BSP ist für Jugendliche geeignet, die bereit sind, ein weiteres Jahr zur Schule zu gehen, dies aber mit dem Fokus auf praktische Unterrichtsinhalte Die Jugendlichen arbeiten an 2 3 Tagen mit diversen Materialien und erweitern so ihre handwerklichen Fähigkeiten Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 52

53 Als Gegenstück des BSA gibt es das BSP, mit dem Fokus auf die praktische Ausbildung. Jugendliche, die eher praktisch denn schulisch veranlagt sind, finden hier ein geeignetes Feld, in dem ihre schulischen Lücken zwar ebenfalls gezielt geschlossen werden sollen, sie sich innerhalb der Schulwoche jedoch auch praktisch erweitern und verbessern können. Deutsch, Mathematik, Themenunterricht und Sport gehören bei beiden Angeboten der BFF zum Standardangebot. Im BSP wird jedoch nur noch zwischen zwei Teilbereichen entschieden: Allround (Berufsfelder Metall, Maschinen, Holz, Innenausbau, Verkehr, Logistik, natur, Bau, Fahrzeuge, Gebäudetechnik und Elektrotechnik; Schwerpunkte sind die Horizonterweiterung, Verbesserung eigener Fertigkeiten sowie das Gewinnen des Vertrauens ins eigene Können) Dienstleistung (Berufsfelder Verkauf, Gastronomie, Nahrung, Schönheit, Textilien und Gesundheit; Schwerpunkte sind die Hauswirtschaft und Gastronomie sowie Gesundheit, technisch-textiles Gestalten und Dienstleistungen als Ganzes) Bei der Anmeldung müssen sich die Jugendlichen sowohl für sie interessante Berufsfelder anmelden, sich zwischen den Pflichtwahlfächern entscheiden und sich für eines der eben beschriebenen BSP Programme entscheiden BSI - Berufsvorbereitendes Schuljahr Schwerpunkt Integration von Fremdsprachigen Das Wichtigste in Kürze: Das BSI richtet sich an Jugendliche, die enger unterstützt werden sollten und zudem Bedarf am Deutschunterricht haben Das BSI beinhaltet auch das Thema Integration, um die Jugendlichen besser auf das Leben und Einfügen in der Gesellschaft der Schweiz vorzubereiten Dieses berufsvorbereitende Schuljahr eignet sich für Jugendliche, die noch sprachliche Defizite besitzen. Sie beherrschen das lateinische Alphabet, brauchen aber noch Zeit und Unterstützung, um der deutschen Sprache mächtig zu werden. Oftmals werden Schülerinnen und Schüler, die erst etwa drei Jahre im deutschsprachigen Raum leben, fürs BSI angemeldet; Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Es empfiehlt sich für die Lehrperson vor der Anmeldung fürs BSI Ratschläge beim BIZ einzuholen; meistens sind die betroffenen Jugendlichen im Rahmen des CM bereits durch die Berufsberatung intensiv unterstützt. Der Schwerpunkt im BSI ist somit ganz klar der Deutschunterricht, zum Teil in Halbklassen, der mindestens zehn Lektionen umfasst. Weitere Schwerpunkte nebst der Berufsvorbereitung und der Sprache bilden die Fächer Integration, Themenunterricht, Sport, Tastaturschreiben, Mathematik, Theater und der praktische Unterricht Anmeldung BVS Aufnahmeverfahren fürs Berufsvorbereitende Schuljahr (BVS) der BFF: Die Anmeldungsformulare müssen ab dem Schuljahr 2013/2014 in den DIN-Wochen (April/Mai) eingereicht werden. Die Klassenlehrkraft kann selber entscheiden, ob sie alle Unterlagen der Jugendlichen einsammeln und als Gesamtpaket abschicken will, oder ob sie diese Verantwortung den jeweiligen Schülerinnen und Schülern überlässt. Klar ist jedoch, dass zu spät eingetroffene Anmeldungen die Positionierung auf einer Warteliste zur Folge hat und die Entscheidung über eine definitive Aufnahme für ein BVS verschoben wird. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 53

54 Informationsveranstaltungen finden zwischen November und Januar statt. Hier lohnt sich ein frühzeitiger Besuch der Website Vorlehre Das Wichtigste in Kürze: Die Vorlehre ist keine Attestlehre (EBA) Die Vorlehre ist eine einjährige Lehre ohne Berufsabschluss, geeignet für schulschwächere Jugendliche, um deren Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern Lehrpersonen haben neu auch die Möglichkeit, die Jugendlichen für eine Vorlehre anzumelden, auch ohne Vorlehrvertrag. Dies geschieht dann, wenn das BVS nicht als die geeignete Lösung betrachtet wird Die Vorlehre wurde früher Anlehre genannt und ist nicht zu verwechseln mit der Attestlehre EBA. Die Website der ERZ richtet sich diesbezüglich direkt an die Jugendlichen und beschreibt die Vorlehre wie folgt: Während der Vorlehre arbeitest du drei Tage pro Woche in einem Betrieb und besuchst zusätzlich an zwei Tagen pro Woche den Unterricht an einer Berufsfachschule. Du lernst die praktische Seite deines künftigen Berufs kennen, verbesserst deine persönlichen und schulischen Kompetenzen und kannst dich durch Engagement profilieren. Damit verbesserst du deine Chancen bei der Lehrstellensuche. 35 Die Vorlehre ist tendenziell für Jugendliche gedacht, die per Juni/Juli der 9. Schuljahres keine Lösung gefunden haben. Berufsfachschulen für Vorlehr-Absolventen aus Ostermundigen befinden sich in der Stadt Bern. Eine Vorlehre eignet sich sicherlich besonders für tendenziell schulschwächere Jugendliche, die spezifische Lücken füllen und sich im Brückenangebot auch physisch betätigen möchten. Die Jugendlichen können sich fristgerecht per Ende Juli selbstständig bei der zuständigen Berufsfachschule anzumelden, Nachmeldungen seien aber bis Januar möglich. Eine Vorlehrstelle lässt sich auch im Lehrstellennachweis suchen und finden, allerdings müssen die Betriebe explizit auf das Thema Vorlehre hingewiesen werden, damit es mit einem Stellenangebot klappt. Ab dem Schuljahr 2013/2014 können Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler in den DIN-Wochen auch für eine Vorlehre anmelden, selbst dann, wenn noch kein Vertrag unterschrieben worden ist. Falls der Jugendliche in der DIN-Woche 25 (Juni) immer noch keinen Vorlehrvertrag hat, wird die Anmeldung hinfällig und ein Besuch der Triagestelle oder eines Motivationssemesters ist angezeigt (z.b. CM BB, SEMO Standard, SEMO Plus) Weitere aktuelle Informationen unter: 34 BFF Bern (Stand: ) 35 (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 54

55 Berufswahlvorbereitung Konzept der Schule Mösli 3072 Ostermundigen ANHANG VARIABLER THEMENINHALT Die Inhalte der folgenden Kapitel sind z. T. frei ergänzbar (Unterrichtsinhalte), unvollständig, mit variablen Terminen, geänderten/ungültigen (Web-)Adressen,, und müssen allenfalls vor Gebrauch überprüft werden. Schule Mösli Kilchgrundstrasse Ostermundigen 4. August Projekte Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 55

56 Projekte zum Thema Berufswahl gibt es viele und vermutlich werden es immer mehr. Hier werden einige vorgestellt, mit denen sich die Schule Mösli bereits aktiv oder zumindest passiv auseinandergesetzt hat. Projekt avanti 36 (siehe Seite 40) Das fünftägige modulare Projekt avanti setzt sich mit den verschiedenen Berufsrichtungen und damit zusammenhängenden Rollenklischees der Geschlechter auseinander. Das Ziel ist, dass Mädchen und Jungs geschlechtsuntypische Rollenbilder kennenlernen und so Vorurteile abbauen, damit der Horizont ihrer persönlichen Berufswahl im besten Fall erweitert werden kann. Idealerweise findet die Projektwoche vor dem Beginn der eigentlichen Berufswahl statt. Die Lehrkräfte werden aktiv in die Woche miteinbezogen. Projekt doch möglich 37 In diesem Projekt wird das Thema Migration und Chancen auf dem Arbeitsmarkt thematisiert. Dies geschieht nicht auf eine trockene Art, sondern wird die Klasse von Migrantinnen und Migranten, die vor noch nicht allzu langer Zeit in derselben Situation bezüglich Lehrstellensuche gewesen sind, besucht. Die so genannten Vorbilder führen die Klasse mit Spielen, Fragerunden und Diskussionen an das Thema heran und bereitet sie auf Schwierigkeiten vor, ohne ihnen den Mut zu nehmen. Die Lehrperson nimmt an dieser Sequenz nicht teil. Projekt Flying wisniñas 38 Ähnlich wie im vorangehenden Projekt wird auch hier das Thema Migration aufgegriffen, allerdings vorwiegend bezogen auf Migrantinnen. Es unterstützt junge ausländische Frauen beim Übergang von der Schule zum Beruf. Junge Migrantinnen, die in der Schweiz eine Ausbildung gemacht haben, informieren junge Frauen und Mädchen im Alter von Jahren und erzählen von ihren Erfahrungen bei der Berufswahl, Ausbildungsplatzsuche und während der Ausbildung. Angebot eines Schulbesuchs der Migros Aare Die Migros Aare (aber zum Beispiel auch Stämpfli Druck AG) entsenden im Rahmen der Lehrstellensuche (und im eigenen Interesse auch gleich der Lehrlingsfindung) immer öfter Personalverantwortliche, die sich Zeit nehmen, und im Schulhaus mit der Klasse das Thema aus ihrer Sicht erarbeiten und u.a. Bewerbungsdossiers besprechen, Vorstellungsgespräche simulieren und weiteres Projekt win3 drei Generationen 39 Ein Projekt der Pro Senectute versucht eine Brücke zu schlagen zwischen den drei Generationen Jugendliche Lehrpersonen (aktiv Berufstätige) Senioren. Der Gedanke richtet sich nicht speziell an das Thema Berufswahl, doch wurden bereits gute Erfahrungen mit ehemaligen und nun pensionierten Senioren aus dem Management Bereich, die der Klasse viele Inputs aus Sicht der Privatwirtschaft haben aufzeigen können und sie gut in Sachen Bewerbungsdossier/Vorstellungsgespräch unterstützten. Der Erfolg und die Nützlichkeit dieses Projekts bezogen auf die Berufswahl hängen allerdings eng mit dem Lebenslauf und der Art der Senioren zusammen (Stand: ) 37 (Stand: ) 38 en%2ftopbox%2fsuche%2fprojekte%2findex.html%3flang%3dde%26frommonth%3d1%26fromyear%3d1996%26tomonth%3d12%26toy ear%3d2008%26prioritaet%3d0%26search%3d%26kategorie%3darray%26send%3dtrue%26offset%3d20 (Stand: ) 39 (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 56

57 Berufsinformationstage 40 Auf der Homepage der Berufsberatung werden laufend Informations- und Besuchstage diverser Berufsrichtungen aufgeschaltet. Besonders im Gesundheitsbereich besteht die Tendenz Schnupperlehrlinge an so genannten Gesundheitstagen in einer grösseren Masse zu informieren und so wohl bereits im Voraus zu selektionieren. Der Kantonale Tag der Gesundheitsberufe findet ungefähr im Oktober statt, letzter Termin 25. Oktober hlmann=3&id_zihlmann=6&id_zihlmann=7&id_zihlmann=9&id_zihlmann=10&id_zihlmann=12&id_zihlmann=13&id_zihlmann=14&id_zihl mann=15&id_zihlmann=16&id_zihlmann=17&id_zihlmann=19&id_zihlmann=20&id_zihlmann=21&id_zihlmann=22&id_zihlmann=23 (Stand: ) Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 57

58 12. Web - Adressen Im folgenden Kapitel soll eine Auswahl der gängigsten und oftmals benötigten Adressen, Weblinks, Schulnamen angegeben werden. Diese Liste ist unvollständig. Einzelne Links könnten eventuell nicht mehr funktionieren Diverse Weblinks Allgemeines zur Berufswahl: (Berufsinformationen) (bezieht sich auf EBA Ausbildungen) (bezieht sich auf EBA Ausbildungen) (welche Kompetenz braucht es für welchen Wunschberuf?) Lehrstellensuche: Häufig eignet sich der Besuch bei grossen Firmen (Post, Coop, Swisscom ), die ihre Lehrstellenangebote direkt und zum Teil exklusiv auf der firmeneigenen Homepage veröffentlichen. Zum Berufswahldossier / Berufswahlfahrplan: Diverse Berufsfelder / Berufsverbände: (Gesundheitsberufe) (Gesundheitsberufe) (Gesundheitsberufe) (Gastgewerbe) (Gastgewerbe) (Sozialberufe) (Reinigung) (öffentlicher Verkehr, diverse Berufe) (mechanisch technische Berufe) (Bäcker/Konditor) Stellwerkcheck, Multicheck, Basischeck: Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 58

59 Kompetenzprofile / Anforderungen: Übungen für Eignungstests / Leistungschecks: Diverse Weblinks weiterführende Schulen Mittelschulen: (alle öffentlichen Mittelschulen auf einen Blick) Fachmittelschulen: (Fachmittelschule Bern) ntonbern.html (Überblick über alle FMS im Kanton Bern) Handelsschulen: p=_export_pdf Berufsfachschulen: EXPORT_PDF Lehrwerkstätten: EXPORT_PDF (Technische Fachschule Bern/ehemals Lehrwerkstätte, Lädere) Brückenangebote / 10. Schuljahr: Sprachaufenthalte, Weblinks Es gibt diverse Anbieter für Sprachaufenthalte, vielfach auch private, nicht-institutionelle. Die folgenden Anbieter sind grössere Betriebe und bekannte Spezialisten und stellen nur eine minimale Auswahl des Gesamtangebots dar Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 59

60 13. Kopiervorlagen Dieser Teil des Anhangs besteht aus diversen Kopiervorlagen, Medientipps und Projektvorschlägen. Die Inhalte sind sicher nicht vollständig und können angepasst/ergänzt werden. Kopiervorlagen und Dokumente finden sich in komplett gedruckter Papierform im Ordner im Lehrerzimmer und als elektronische Dateien auf dem Laufwerk L:\ des Intranets der Schule Mösli Dokumente Berufswahldossier Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\Berufswahldossier Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Dokument der ERZ Berufswahldossier Ein Werkzeug für die Jugendlichen offizielle Kopiervorlagen des Berufswahltagebuchs Dispensationsgesuch für Schnupperstellen während Unterrichtszeit 13.2 Dokumente Standortbestimmungen Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\Standortbestimmung Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Leitfaden zu den Standortbestimmungen der ERZ.pdf Standortgespräch 8. Klasse.pdf Vorbereitung Standortgespräch Lehrpersonen.doc Anmeldung BIZ.doc Elternbrief.doc Planung und Termine.doc 13.3 Dokumente Berufswahlpraktikum Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\Berufswahlpraktikum Oberstufe Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Anmeldeblatt BW Praktikum.docx Auftrag.docx Auftrag Berufswahlpraktikum.docx Bericht.docx besuchte Betreuer-Info.docx Betreuer-Info.docx Elterninfo Berufswahlpraktikum.docx Schnupperlehr-Beurteilung.docx Schnupperwoche 11 Übersicht.docx Woche 11 Plan Besuche.docx Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 60

61 13.4 Berufswahlfahrplan der Schule Mösli Schule SchülerInnen Eltern 7. Schuljahr NMM: Ich lerne mich selber kennen: Interessen und Fähigkeiten Thematisierung in Familie Elternabende: Bildungsgänge und fakultatives Angebot Standortbestimmung 1 (evtl. bereits CM in Betracht ziehen) 8. Schuljahr / 1. Semester Elternabend zur Berufswahl mit Berufsberatung in BIZ Informationsabend zu Maturitätsschulen BAM (1. Quartal) Besuch des BIZ im Rahmen des Elternabends Anmeldetermin für Beurteilung Zulassung zum gymnasialen Unterricht (1. November) NMM: Themenfeld Arbeitswelten + Zukunft Berufswahlvorbereitungsunterricht (Betriebsbesichtigungen / Bewerbungsdossiers entwickeln) Kurzberatungen in Schule Fertigstellung Bewerbungsdossier Individuelle BIZ Besuche Individuelle Berufsberatung Besuch von Informationsveranstaltungen 8. Schuljahr / 2. Semester Geführtes Berufswahlpraktikum (Woche 11) Kurzberatungen in Schule Elternabend nach Praktikum / Aufgaben SSA Stellwerk 8 (Vergleichstest in Deutsch + Mathematik) Standortbestimmung 2 (evtl. Gesuch CM) Weitere Schnupperlehren während der Ferien Lehrstellenbewerbungen Eignungstests 9. Schuljahr / 1. Semester NMM: Zukunft Elternabend, Elterngespräche; Thema Berufswahl konkret Kurzberatungen in Schule Evtl. BAM (1. Quartal) Geführtes Berufswahlpraktikum Real (Woche 46) BWV-Sitzung: SL, LP, BIZ, SSA Mögliche Zwischenlösungen / Brückenangebote prüfen Abklärung Fremdsprachenjahr Anmeldetermin für Beurteilung Zulassung zu weiterführenden Schulen (ca. 1. November) Anmeldetermin BVS /10. Schuljahr (ca. 10. Februar) Lehrvertrag 9. Schuljahr / 2. Semester Stellwerk 9 (Vergleichstest in Deutsch + Mathematik) Meldung von Jugendlichen ohne Anschlusslösung (durch SL) Intensive Zusammenarbeit mit Berufsberatung, ev. Schulsozialarbeit Plan B Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 61

62 13.5 Bewerbungen, Lehrstellen Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\Bewerbungen Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Beispiele Bewerbungen (Ordner) Dossier Inhalt und Aufbau.docx Kurzbeurteilung-Schnupperlehre.pdf Lehrbetriebsliste Coiffeuse EFZ.pdf Lehrbetriebsliste Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.pdf Lehrbetriebsliste Restaurationsfachfrau EFZ.pdf Gastrobetriebe.docx Checkliste Gastgewerbe.docx CM BB (Dokumente für eine Aufnahme fürs CM BB im Ordner) 13.6 Eignungstests Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\Eignungstests Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Stellwerk-Check Referenzrahmen Math und Deutsch, 8. und 9.pdf Checklist.pdf Vorbereitung und Durchführung.pdf Auswertung und Interpretation.pdf Geometrievorlage und Formelsammlung.pdf Multicheck Broschüre Multicheck Junior.pdf Broschüre Multicheck Interpretation.pdf Interpretation und Auswertung.pdf Flyer Mutlicheck Gateway.pdf 13.7 Berufsvorbereitendes Schuljahr (BFF) Kopiervorlagen am Ende des physischen Ordners oder ersichtlich im Mösli Intranet unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\BVS BFF Folgende Dokumente sind unter dem Laufwerk :\Lehrpersonen abgespeichert: Anmeldeformular BVS.pdf Anmeldung BSP.pdf Anmeldung BSA.pdf Anmeldung BSI.pdf Lehrerkommentar.pdf Anmeldung BVS Plus.pdf Information BVS Plus.pdf Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 62

63 13.8 Literatur Es gibt unzählige Literatur zum Thema Berufswahl, Berufsfindung, Lehrstellensuche und Bewerbungen. Hier sind, zusätzlich zum obligatorischen Berufswahltagebuch, nur diejenigen erwähnt, mit denen bereits gute Erfahrungen erzielt wurden. Berufswahltagebuch. Erwin Egloff / Daniel Jungo. Schulverlag Elternratgeber. Erwin Egloff / Daniel Jungo. Schulverlag So klappts mit der Lehre. Irmtraud Bräunlich Keller. Beobachter Buchverlag Filme / Dokumentationen Filme, die im Unterricht gut haben angewendet werden können. Der Ernst des Lebens Mit John durchs letzte Schuljahr. SF Dok. Dokumentation. Das Schweizer Fernsehen begleitet eine 9. Klasse aus dem Kanton Aargau auf ihrem Weg zur Lehrstelle. Blind Date Vorstellungsgespräche Berufswahl. SDBB. Halb Dokumentation. Vorstellungsgespräche werden sowohl aus der Sicht der angehenden Lehrlinge als auch aus der Sicht der Arbeitgeber betrachtet. Eignet sich ideal, um das Thema Vorstellungsgespräche zu durchleuchten und thematisieren GIB Kompetenzraster Das Kompetenzraster der GIB Thun findet sich im Internet unter folgendem Link: (Stand: ) Diverse Berufsrichtungen werden gemäss Kompetenzraster eingeteilt und anschaulich gemacht. Das Kompetenzraster bezogen auf die Sprache bezieht sich genau wie das mathematische Kompetenzraster auf eine Einteilung von A1 bis C2, anlehnend an das europäische Sprachenportfolio. In der Mathematik werden folgende Teilbereiche eingestuft: Funktionale Zusammenhänge & Sachsituationen Zahl Operationen Terme und Variablen Raum, Form, Veränderung Grössen und Messen Datenanalyse und Wahrscheinlichkeit Mathematische Symbolsprache verstehen und verwenden; Hilfsmittel nutzen Argumentieren, kommunizieren, darstellen Modellieren, Probleme lösen, aus Fehlern lernen Die Sprachkompetenzen werden ebenfalls zwischen A1 bis C2 eingestuft, dies in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Die Sprachkompetenz-Einstufung sowie einige Beispiele dazu finden sich online oder intern im Lehrerlaufwerk unter L:\Berufswahlkonzept\Kopiervorlagen\GIB Kompetenzraster. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 63

64 14. Impressum Auftraggeber / Genehmigung: Autor / Koordination: Arbeitsgruppe 2011/2012: Martin Frei, Schulleiter Lars Ziörjen, Schulleiter Stv. Rahel Trachsel Binia Fröhlich Ivo Baumgartner Dominik Häusermann Erste Version: 24. April 2012 Verabschiedung: 01. Mai 2012 Letzte Aktualisierung: 4. August 2015 Das vorliegende Konzept bezieht sich ausschliesslich auf die Berufswahlvorbereitung und den Berufswahlfahrplan an der Schule Mösli. Viele Teile überschneiden sich mit anderen Schulen, doch wurde das Konzept ohne Rück- und Absprache mit diesen entworfen. Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 64

65 Berufswahlvorbereitung: Konzept der Schule Mösli Ostermundigen 65

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