Konfliktlösungssystem

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1 Konfliktlösungssystem Macht und Urteil Regeln und Vereinbarungen Verhandeln und Interessenausgleich ineffektiv effektiv

2 Konflikt Definition nach F. Glasl im Denken im Wollen im Fühlen führen zu Verhaltensweisen von Person A B die Person B als Beeinträchtigung erlebt

3 Ein Konflikt entsteht durch eine Interaktion zwischen Individuen, Gruppen oder Organisationen, wobei wenigstens eine Konfliktpartei Unvereinbarkeiten und eine Beeinträchtigung in der eigenen Entfaltung erlebt. wird offenkundig, wenn eine Seite versucht, eigene Positionen und Interessen durchzusetzen. und verfestigt sich, wenn die Gründe für die eigene Beeinträchtigung der Gegenseite schuldhaft zugeschrieben werden.

4 Konflikt Definition light Konflikt = Problem + Kommunikationsstörung

5 Konflikt-Arten intra-personal = ich habe Konflikte mit mir persönlicher Konflikt inter-personell = wir haben Konflikte in unserer Gruppe oder mit anderen Gruppen sozialer Konflikt in und zwischen Gruppen Intervention Beratung / Therapie interne oder externe Moderation, z.b. Mediation

6 Konflikt- Issues intra-personal inter-personell Rollenkonflikt Entscheidungs-Konflikt Identitäts-Konflikt Motiv-Ziel-Konflikt Verteilungskonflikt Bewertungskonflikt Beurteilungskonflikt Beziehungskonflikt Issues= hier für Streitgegenstände und Themen

7 Austragungs- Formen intra-personal inter-personell sachlich oder persönlich kalt oder heiß echt oder vorgeschoben latent unbehaglich oder manifest formgebunden oder ungebunden

8 Modelle der Eskalation und Analyse von Konflikten

9 Konflikt-/Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl (1999) 1 Standpunkte: verhärten den Gegner umstimmen Verhärtung Stufe 1-2 Interessenkampf 2 Polarisierung: schwarz/weiß Simplifizierung Debatte (interne) Moderation 3 Misstrauen Empathieverlust Reden nützt nichts mehr! Fakten schaffen Tatsache Stufe 2-3 Positionskampf (externe) Prozessbegleitung Zuspitzung - abnehmende Handlungsoptionen/-alternativen 4 Imagekampagnen sozialer Druck Werbung um Anhänger Koalition 5 direkte, öffentliche Angriffe Demaskierung des Gegners Demaskierung Stufe 4-6 Kampf gegen die Person Vermittlung/Schiedsverfahren 6 Drohung und Gegendrohung Akzeleration Stolperdrähte Ultimaten Bedrohung Ziel der Mediation ist es, Dialog und Handlungsfähigkeit wiederherzustellen 7 Werteumkehrung Verzicht auf Fairness Gegner soll gefügig gemacht werden Begrenzte Schläge 8 Desintegation der feindlichen Infrastruktur Systemfaktoren zerstören Zersplitterung Stufe 7-9 Selbstaufgabe Machteingriff 9 kein Weg zurück! Vernichtung zum Preis der Selbstvernichtung totale Konfrontation Gemeinsamer Untergang Wir haben einen Konflikt Wirkungsbereich Mediation Der Konflikt hat uns Effekte des Konfliktverlaufs win-win Inhalts- und Sachebene win-lose Beziehungsebene lose-lose Thorsten Kubach, 2009

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15 Hintergründe verstehen: Das Eisbergmodell Cut Eisberg

16 Leitbilder Strukturen Abläufe Funktionen Regelungen Normen Werte Menschenbilder Gefühle Tabus Tatsächlich gelebte Kultur Gruppendynamik

17 Eisberg - Modell Sachebene Sichtbarer Konflikt Werte Gefühle Beziehungsebene Sichtweisen Hintergrund = Untergrund Informationen Missverständnisse Beziehungsprobleme Rahmenbedingungen Interessen u. Bedürfnisse

18 Mediator bei der Arbeit

19 Die Dimension der Freiwilligkeit Die Moral bei der Konfliktbewältigung ist höher und Folgekonflikte sind seltener, wenn Betroffene motiviert sind, mitzuarbeiten und eigene Lösungen zu erarbeiten.

20 Die Dimension der Freiwilligkeit Die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Mediation kennt ein Zeitfenster, in dem Konfliktpartner bereit sind sich zu treffen. Glaubwürdigkeit und Stimmigkeit sind dabei grundlegend.

21 Die Dimension der Freiwilligkeit Daher ist der Mediator gefordert, insbesondere präventiv zu arbeiten, indem er seine Dienstleistung zeitnahe anbietet, den rechten Moment abpasst und für gewaltfreie Rahmenbedingungen sorgt.

22 Die Dimension der Freiwilligkeit Wenn sie sich entschuldigen will, hätte sie früher kommen müssen Er kommt nur, weil der Richter ihn zwingt Ich will mich mit der Angelegenheit (noch) nicht konfrontieren. Wie würden Sie darauf eingehen?

23 Motivieren und Gewinnen ohne Macht - Schlüsselbegriff Auftrag Mit einem Auftrag lässt sich der Mediator von seinen Medianden die Macht verleihen, einen Einigungsprozess zu strukturieren, Regeln zu setzen und die Klienten manipulierend zu begleiten. Frei-Willigkeit in einer akuten Konflikt-Not- Situation - hat daher auch den Aspekt der Entscheidung zwischen verschiedenen sauren Äpfeln.

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