Wirtschaftlichkeit von Precision Farming
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- Ingelore Roth
- vor 10 Jahren
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1 Wirtschaftlichkeit von Precision Farming Dr. Florian Kloepfer , Fachtag Precision Farming; LTZ Augustenberg Außenstelle Forchheim
2 Das KTBL Kernaufgabe Wissenstransfer Kalkulationsdaten erheben und aufbereiten Stand der Technik beschreiben Dieses Vorgehen Neue Verfahren bewerten wird in Gremien Gesprächsplattform bieten mit Ehrenamtlichen FuE-Vorhaben initiieren und koordinieren abgestimmt Zuarbeit für Politik und Verwaltung Mitwirken an nationalen und internationalen Regelwerken
3 Struktur und Arbeitsweise PRÄSIDIUM GESCHÄFTSSTELLE 7 gewählte Mitglieder 1 BMELV-Vertreter Geschäftsführung Verlagswesen und Services Datenmanagement Landbewirtschaftung und Nachhaltigkeit Arbeits- u. Betriebswirtsch. Standortentwicklung Tierhaltung Ökolandbau HAUPT- AUSSCHUSS (40 Mitglieder) Marketing Verlagswesen/ Landtechnik Verwaltung agroxml Betriebswirtschaft, AP-KU Datenbanken/ Webdienste Pflanzenprod./ Gartenb./Weinb. Energie Klimaschutz Systembewertung Standortentwicklung Tierhaltung/ Bauen Ökologischer Landbau ca. 60 Arbeitsgremien Mitglieder 200 weitere Experten Fachleute aus: Forschung, Beratung, Aus- und Weiterbildung, Verwaltung, Praxis, Verbänden und Industrie
4 Informationsangebot Bücher, Hefte, Fachinfos im Internet Kalkulationstools, CD und Internet Tagungen, Workshops, Seminare Hauszeitschrift Landtechnik 4
5 Einsatzbereiche von Precision Farming Precision Farming Teilflächenbewirtschaftung Geräteführung Dokumentation Management Bodenbearbeitung Schlepper Maschinenzeiten Logistik Aussaat Düngung Pflanzenschutz Ertragskartierung Arbeitsgeräte Erntemaschinen Ausbringmengen Erntemengen Maschinenkontrolle mittels Telemetrie Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben Gewannebewirtschaftung 5
6 Beitrag von Precision Farming zur Optimierung des Betriebsmanagements Bereich Vorteile durch Precision Farming Arbeitsplanung Pflanzenbauliche Maßnahmen sind genau definiert (Ort, Art der Arbeit, Einsatzmengen) Arbeit von Fremd- oder Lohnarbeitskräften ist delegierbar und überprüfbar Dokumentation Datengrundlage vorhanden für -Schlagkartei - Arbeitstagebuch - betriebwirtschaftliche Analysen Telemetrie Ferndiagnose, Fernwartung Fahrzeugposition im Reparaturfall bekannt durch GPS Flottenmanagement Bessere Möglichkeiten zur logistischen Steuerung mehrerer Fahrzeuge 6 Überbetrieblicher Maschineneinsatz hohe Maschinenleistung bzw. Auslastung verbesserte Logistik differenzierte Abrechnung durch Aufzeichnungen
7 Investitionen für Precision Farming Komponente Jobrechner je Gerät und Zusatzausstattung für teilflächenspezifischen Pflanzenschutz, Aussaat, Bodenbearbeitung Investitionsbedarf Nachrüstung Ertragserfassung im Mähdrescher Traktorterminal Quelle: KTBL- Folienserie Precision Farming (2007) Zusätzliche Büroausstattung N-Sensoren Ortungstechnik (GPS) Datensammlung, Datenverwaltung Hierfür entstehen weitere Kosten
8 Kosten für teilflächenspezifische Datenerhebungen durch Dienstleister Methode Kosten /ha Ertragskartierung bei Mähdrusch (jährlich) 0 15 Schlagvermessung mit GPS (einmalig) 2 5 Leitfähigkeitsmessung mit EM38 alle (alle 1 15 Jahre) 5 10 Luftbilder (alle 1 4 Jahre) Satellitenbilder (alle 1 4 Jahre) Hofbodenkarten (alle 1 15 Jahre) Quelle: KTBL- Folienserie Precision Farming (2007) 8 Georeferenzierte Bodenbeprobung ohne Analysekosten (alle 1 6 Jahre) 1 ha Raster ha Raster ha Raster 3 6
9 Kosten und Nutzen von Parallelfahrsystemen Arbeitserledigungs- und Betriebsmittelkosten können gesenkt werden durch: geringeren Kraftstoffverbrauch weniger Verschleiß des Traktors und der Maschine weniger Lohnkosten durch geringere Arbeitszeit niedrigerer Aufwand für Dünger, Saatgut und Pflanzenschutzmittel (Fix)Kosten für ein Parallelfahrsystem ergeben sich aus: Abschreibung (Anschaffungspreis/Nutzungsdauer) Zinsansatz evtl. Kosten für einen Korrekturdienst Quelle: KTBL- Heft 67 (2007) Parallelfahrsysteme 9 *Kosten können evtl. reduziert werden, da das Signal auch für die Ertragskartierung genutzt wird.
10 Parallelfahrsysteme Kosteneinsparungen in einem Markfruchtbetrieb 12 Spezifische Einsparungen [ /ha] Direktkosten Variable Arbeitserledigungskosten Quelle: KTBL- Heft 67 (2007) Parallelfahrsyst eme 10 0 P1 P2 P3 P1 P2 P3 P1 P2 P3 Marktfrucht 3,0 m Marktfrucht 4,5 m Marktfrucht 6,0 m Modellbetrieb und Parallelfahrsystem Kosteneinsparungen pro Hektar für verschiedene Mechanisierungsstufen beim Einsatz von Lenkhilfen P1; Lenkassistenten - P2 und Lenkautomaten - P3
11 Parallelfahrsysteme Kosteneinsparungen in einem Gemischtbetrieb Quelle: KTBL- Heft 67 (2007) Parallelfahrsysteme 11 Spezifische Einsparungen [ /ha] Direktkosten Variable Arbeitserledigungskosten P1 P2 P3 P1 P2 P3 P1 P2 P3 Gemischt 3,0 m Gemischt 4,5 m Gemischt 6,0 m Kosteneinsparungen pro Hektar für verschiedene Mechanisierungsstufen beim Einsatz von Lenkhilfen P1; Lenkassistenten - P2 und Lenkautomaten - P3
12 Parallelfahrsysteme Benötigte Mindesteinsatzflächen in einem Marktfruchtbetrieb Mindestbetriebsfläche [ha] Lenkhilfe Lenkassistent Lenkaut omat Quelle: KTBL- Heft 67 (2007) Parallelfahrsysteme 12 0 Marktfrucht 3,0 m Marktfrucht 4,5 m Marktfrucht 6,0 m Benötigte Mindesteinsatzflächen für verschiedene Mechanisierungsstufen beim Einsatz von Lenkhilfen P1; Lenkassistenten - P2 und Lenkautomaten - P3
13 Parallelfahrsysteme Benötigte Mindesteinsatzflächen in einem Gemischtbetrieb Mindestbetriebsfläche [ha] Lenkhilfe Lenkassist ent Lenkaut omat Quelle: KTBL- Heft 67 (2007) Parallelfahrsysteme 13 0 Gemischt 3,0 m Gemischt 4,5 m Gemischt 6,0 m Benötigte Mindesteinsatzflächen für verschiedene Mechanisierungsstufen beim Einsatz von Lenkhilfen P1; Lenkassistenten - P2 und Lenkautomaten - P3
14 Weiterer Nutzen von Parallelfahrsystemen Ausdehnung der nutzbaren Arbeitszeit Dunkelheit Staubentwicklung Nebel Entlastung des Fahrers (nicht bei Lenkhilfen) Bessere Konzentration auf das Arbeitsgerät Unter Umständen höhere Arbeitsgeschwindigkeiten Höherer Komfort 14
15 Parallelfahrhilfen mit Teilbreitenschaltung oder -anzeige Beispiele Track-Guide (Müller-Elektronik) GSP-Switch (Amazone) Farmnavigator (Satcon) 15
16 GPS-Switch von Amazone Bordcomputersystem, mit dem positionsgenaue Schalt- und Steuervorgänge im Vorgewende und in Randzonen möglich sind. 16
17 Einsparpotenzial von GSP-Switch Quelle: Der fortschritttliche Landwirt 14/2010 (Österreich) 17 Einsparpotenzial von Pflanzenschutz- und Düngemitteln bei unterschiedlichen Schlagformen und Verringerung der Überlappungen am Vorgewende um 2,2 m bzw 0,5 m
18 Kosten des GSP-Switch GPS-Switch inkl. Halterung GPS-Empfänger Referenzsignal EGNOS (kostenlos) Zinsansatz 6% Jährliche Kosten bei einer Nutzungsdauer von 10 Jahren 657 Quelle: Der fortschritttliche Landwirt 14/2010 (Österreich) Jährliche Kosten bei einer Nutzungsdauer von 7 Jahren
19 GSP-Switch Benötigte Einsatzflächen Kultur Anteil Winterweizen 60,00% Zuckerrüben 0,00% Winterraps 15,00% Mais 20,00% Kartoffeln 5,00% Sommergerste 0,00% 19
20 Wirtschaftlichkeit einer teilflächenspezifischen Grunddüngung Einflußfaktoren Größe der Unterschiede in den Flächen Versorgungsstufen der Teilflächen Kosten der Technik Kosten der Erhebung der Nährstoffversorgung 20
21 Grunddüngung Ergebnisse vom Betrieb Münchhoff Rimpau Agrardienste (1500 ha) Kosten Bodenscanner (EM38) GPS gestützte Beprobung Probenanalyse Summe 4,80 /ha 4,20 /ha 2,50 /ha 11,50 /ha Verteilt auf 6 Jahre 1,90 /ha 21
22 Einsparungen bei der Grunddüngung + Einsparungen P 15,10 /ha*a + Einsparungen K 9,00 /ha*a - Kosten 1,90 /ha*a Gesamteinsparung 22,19 /ha*a 22 Betrieb Münchhoff Rimpau Agrardienste (1500 ha)
23 Helm Dosimap 23
24 Kosten für Helm Dosimap Pocket-PC incl. Halterung und 12 V Adapter incl. GPS- Empfänger Ackerschlagkartei Multiplant mobil (incl. Parallelfahrhilfe) 650 Nutzungsdauer 5 Jahre Zinsansatz 4% für die halbe Laufzeit Jährliche Kosten ca
25 25 Kosten der N-Sensordüngung
26 26 N-Sensor Mindesteinsatzfläche
27 Wachstumsreglereinsatz Teilflächenspezifische Ausbringung mit dem N- Sensor Wirkung prozentual monetär /ha Einsparung von Wachstumsregler 10,7 % 2,62 Höherer Kornertrag 1,5 % 14,4 Auswirkung auf die Mindesteinsatzfläche des N-Sensors Quelle: agricon 27 Gesamtnutzen /ha 38,23 38,23 Mindesteinsatzfläche Ha
28 Teilflächenspezifische Bodenbearbeitung Vorteile der teilflächenspezifischen Bodenbearbeitung Höhere Flächenleistung Geringerer Energieverbrauch Weniger Schlupf Notwendige Vorrausetzungen Standortinformationen GPS Grubber mit hydraulisch verstellbarem Zinkenfeld
29 Ergebnisse der teilflächenspezifischen Bodenbearbeitung Quelle: agrarheute.com/ Uni Kasel heute.com/s/precisi on-farming-pdf 29
30 Ergebnisse der teilflächenspezifischen Bodenbearbeitung Quelle: Voßhenrich/Reck leben, RKL gro.de/docs/s4_ Vosshenrich_Rec kleben.pdf 30
31 31 Einsparung durch teilflächenspezifische Herbizidausbringung
32 32 Studien zur Wirtschaftlichkeit von Precision Farming (Wagner 2004)
33 Beispiel Betrieb Neu-Seeland (1 500 ha) Investitionskosten (Ertragskartierung Wetterstation, 2 Terminals, Luftbilder, 2 Jobrechner) Jährliche Abschreibung Jährliche Einsparungen Dünger Saatgut Pflanzenschutz Mehrertrag Summe
34 Weitere Kosten Arbeitszeit des Betriebsleiters 34
35 Vorteile von Precision Farming Steigerung der Flächenerträge um 2 3 % Verringerung des Produktionsmittelaufwands um 5 10% Höherer Deckungsbeitrag bis zu 20 /ha möglich Bessere Verteilung von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln Verbesserung der Produktqualität, z. B. höherer Proteingehalt bei Weizen Höhere Produktionssicherheit, z. B. durch weniger Lagergetreide Informationsgewinn auf dem Betrieb Berücksichtigung von Umweltauflagen Automatische Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen 35
36 Für Precision Farming besonders geeignete Betriebe Betriebe mit hoher Flächenausstattung und ausgeprägten Standortunterschieden auf den Schlägen Intensiv wirtschaftende Ackerbaubetriebe Betriebe mit Fremdarbeitskräften, da genaue Vorgaben zur Arbeitsausführung und Kontrolle möglich Dienstleister, da Nachweis der ausgeführten Arbeiten und leistungsgerechte Abrechnung möglich 36 Überbetrieblicher Maschineneinsatz
37 37 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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