Mit Stempel und Unterschrift

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1 Mit Stempel und Unterschrift Dokumente zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus Eine digitale Werkstatt für Quelleninterpretation Lehrmaterial 7 Dokumente Arbeitsblätter Kommentare 1 Angeworben zur Zwangsarbeit, Staatsangehörigkeit: ungeklärt - Ostarbeiterin, Mit Foto und Fingerabdruck, Schleifen für den Endsieg, Zum Stellungsbau in Norwegen, Mit 16 Jahren bei Olympia in Erfurt, 1944 > 7 Nach der Sperrstunde, Als Pferdeknecht in Niedersachsen, Ohne P auf der Dorfstraße, Ausgang in Wuppertal, Familie ohne Ernährer, Einsatzfähig oder Rückführung? Grund der Rückkehr: Krankheit, Briefe als Privileg, Ich arbeite beim Bau von Holzbaracken, Schreibt bitte viel, Unter falschem Namen, Aus der Sippenhaft entlassen, Von der Nummer zum Namen, Geboren im KZ, Befreit und verdächtigt, Mit entnazifiziertem Stempel, Ich weiß und kann bezeugen, dass..., Fragen an eine Romni, Nach Flucht ins Arbeitserziehungslager, Versicherungspflicht als Raub, Was ist ein Konzentrationslager? Als Kleinkind im Ghetto, Ohne Stempel und Unterschrift, Ich kenne ein Dorf im Thüringer Land..., 1945

2 Nach der Sperrstunde, 1942 Dokumente 1/5 Originalgröße: 210 mm x 148 mm (DIN A 5)

3 Arbeitsblätter 2/5 Nach der Sperrstunde, Betrachten Sie das Dokument sorgfältig und tauschen Sie sich über Ihre Beobachtungen und Entdeckungen aus. Zu welchen Fragen führt Sie das Dokument? Auf der linken Seite des Dokuments befindet sich ein leeres rechteckiges Feld. Was wird dort einst gewesen sein? Begründen Sie Ihre Antwort. Die Geschichte des Ghettos Litzmannstadt ist gut überliefert. Denn der Judenrat unter Leitung von Chaim Rumkowski hatte im November 1940 veranlasst, dass möglichst viele Vorgänge im Ghetto täglich von Chronisten festgehalten wurden als Dokument für künftige Generationen. So entstand eine akribisch geführte, 2000-seitige Chronik des Ghettos vom bis zum Ein jüdischer Ghettoinsasse versteckte die Chronikbücher in den Tagen der Auflösung des Ghettos vor den Deutschen und übergab sie nach der Befreiung verschiedenen Archiven zur Aufbewahrung. Inzwischen liegt die Chronik als Edition auch in deutscher Sprache vollständig vor. Besorgen Sie sich die Chronik aus einer Bibliothek und vergegenwärtigen Sie sich mit Hilfe der Einträge die Situation, in der Ester M. ab dem 21. Juli 1942 im Ghetto arbeitete. 4 Eine Chronik ist eine wichtige, wenn auch rudimentäre Form der Geschichtsschreibung. Was ist das Besondere daran? Konkretisieren Sie Ihre Argumente: im Folgenden wird ein Teil einer zusammenfassenden Chronik des Ghettos zitiert, die im Jahr 2008 an der Universität Gießen zusammengestellt wurde. Vergleichen Sie diese Zusammenstellung zum Beispiel mit der Edition der historischen Ghetto-Chronik aus den Jahren 1941 bis Welche Unterschiede stellen Sie fest? Die deutschen Behörden verlangen von Rumkowski eine Liste mit Namen von Personen, die ausgesiedelt werden sollen. Rumkowski handelt die Zahl auf herunter die Auswahl obliegt alleine ihm Im Vernichtungslager Chelmno werden bis zum knapp Juden aus Gemeinden des Warthegaus in Gaswagen ermordet Die letzten Sinti und Roma aus dem Ghetto werden nach Chelmno deportiert und ermordet Die Deportation von Juden aus dem Ghetto Lodz nach Chelmno beginnt: Menschen werden bis Mai 1942 Opfer dieser Mordaktion. Die Listen für die Deportation muss Rumkowski unter Aufsicht der Lodzer Kriminalpolizei zusammenstellen. Im Ghetto bleibt das Schicksal der Deportierten unbekannt.

4 Nach der Sperrstunde, 1942 Arbeitsblätter 3/ In den letzten elf Tagen wurden der erst im Oktober 1941 ins Ghetto eingesiedelten Westjuden nach Chelmno verbracht und getötet. Mai bis August Juden aus verschiedenen Gemeinden und Provinzghettos des Warthegaus werden ins Lodzer Ghetto eingesiedelt Juden werden im Laufe des Jahres 1942 direkt nach Chelmno gebracht und ermordet Die Ghetto-Chronik berichtet, dass auffallend große Mengen an Kleidungsstücken und Dingen des täglichen Gebrauchs (u.a. auch Gebetsriemen und Pässe) ins Ghetto gebracht werden. Die Bevölkerung reagiert alarmiert, Gerüchte über massenhafte Tötungen machen die Runde Kinder und Kranke werden aus Heimen und Krankenhäusern brutal verschleppt und nach Chelmno gebracht, wo sie sofort ermordet werden Eine allgemeine Gehsperre wird verhängt Innerhalb von fünf Tagen werden noch einmal knapp Menschen nach Chelmno verschleppt und getötet. Diesmal sind v.a. die Kinder unter zehn Jahren und Menschen über 65 betroffen. Da der Jüdische Ordnungsdienst nach Ansicht der Gestapo zu langsam arbeitet, übernehmen die Deutschen selbst die Durchsuchung des Ghettos. Diese Aktion übertrifft alles bis dahin Bekannte: Mit unglaublicher Brutalität werden Kinder und Greise zusammengetrieben, Menschen aus Krankenhäusern auf die Straße geworfen. Zahlreiche Menschen werden bereits im Ghetto getötet die meisten, weil sie ihre Kinder beschützen wollten. Nach dieser Deportationswelle leben im Ghetto noch Menschen. Das Ghetto hat nun endgültig den Charakter eines Arbeitslagers angenommen, in dem nur derjenige, der arbeitet, eine Existenzberechtigung hat. Quelle: chronologie-zur-geschichte-des-gettos.html Literaturempfehlungen Hanno Loewy, Gerhard Schoenberner (Hg.), Unser einziger Weg ist Arbeit. Das Getto in Lodz Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt, Wien Letzte Tage. Die Lodzer Ghetto-Chronik Juni/Juli 1944, hg. von Sascha Feuchert, Erwin Leibfried und Jörg Riecke, Göttingen Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke (Hg.), Die Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt, 5 Bände, Göttingen 2007.

5 Kommentare 4/5 Nach der Sperrstunde, Wozu diente die Legitimationskarte? Sie darf die Straßen ( ) nach der Sperrstunde passieren. Arbeit als Chance? Sicherte Zwangsarbeit im Ghetto das Überleben? Was geschah mit Chaim Rumkowski? 1 Wozu diente die Legitimationskarte? Die Legitimationskarte aus dem Ghetto Litzmannstadt wurde am 21. Juli 1942 ausgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zehntausende Juden, die aus Krankheits- und Altersgründen nicht mehr arbeiten konnten, aus dem Ghetto in die Vernichtungslager Auschwitz und Chełmno deportiert worden. Gerüchte über deren Tötung waren im Mai 1942 bis ins Ghetto gelangt. Die Legitimationskarte war Ausweis und Arbeitserlaubnis für Ester M. im Ghetto ein solcher Zwangsarbeits-Platz konnte lebensrettend sein. Denn die Arbeit im Ghetto galt als kriegswichtig, war also aus deutscher Perspektive unverzichtbar. Diese Arbeit sicherte der Frau ein geringes Einkommen, mit dem sie Nahrungsmittel kaufen konnte. Und vor allem ließ sich mit der Arbeit ihre Deportation in andere Lager und damit ihre stets drohende Ermordung aufschieben für wie lange, war ungewiss. Der Legitimationskarte und dem Stempel zufolge war Ester M. als Arbeiterin in der Schuhmacherabteilung des Ghettos untergekommen. Aus anderen Quellen wissen wir, dass in Litzmannstadt vor allem Stiefel und Uniformen sowie Waffenteile und Munition hergestellt wurden. Vermutlich hat sie Stiefel für die Wehrmacht herstellen müssen. 2 Sie darf die Straßen ( ) nach der S p e r r s t u n d e passieren. Die Arbeit im Ghetto wurde in Schichten aufgeteilt. Dafür wurde den Arbeiterinnen und Arbeitern erlaubt, sich auch nach der Sperrstunde in der Regel in den Abend- und Nachtstunden innerhalb des Ghettos zu bewegen. Während der Sperrstunden durften sich Juden ohne eine solche Legitimationskarte nicht auf der Straße blicken lassen. Die Ordnung im Ghetto wurde von einer jüdischen Polizeitruppe kontrolliert, dem jüdischen Ordnungsdienst. 3 Arbeit als Chance? Der Arbeitsplatz in der Schuhmacherei sicherte der Zwangsarbeiterin zunächst ihr Überleben. Da sie kriegswichtige Arbeit verrichtete, ließ sich ihre Deportation hinauszögern. Unser einziger Weg ist Arbeit, hatte Chaim Rumkowski als Devise im Kampf ums Überleben verkündet. Er konnte als vormaliger Textilunternehmer die Deutschen überreden, in Łódź kriegswichtige Produktionen anzusiedeln. Das kam den Zielen der Nationalsozialisten entgegen: Versklavung und Ausbeutung von Juden.

6 Nach der Sperrstunde, 1942 Kommentare 5/5 Zwar gewann Chaim Rumkowski mit seiner Position als Ältester im Judenrat erhebliche Handlungsspielräume und Einflussmöglichkeiten. Aber die Aufträge der deutschen Dienststellen musste er im Ergebnis bedingungslos erfüllen. Allein, wie er die Ziele erreichte, war ihm freigestellt. In diesem Dilemma zwischen deutscher Willkür und dem Versuch, sich selbst und andere zu schützen, gelang es Juden im Ghetto Litzmannstadt, sich zeitweise für die Zwecke der Deutschen unentbehrlich zu machen. Bereits im Dezember 1941 sollte der Judenrat im deutschen Auftrag Namenslisten für die Deportation von Menschen zusammenstellen. Rumkowski gelang es, die Zahl auf zu reduzieren. Er legte fest, dass zunächst kriminelle Juden und deren Familien mit unbekanntem Ziel aus dem Ghetto deportiert werden sollten. Später traf der Deportationsbefehl Familienmitglieder solcher Juden, die außerhalb des Ghettos arbeiten mussten. Danach wurden diejenigen aufgelistet, die nicht in den Fabriken oder in der Verwaltung einen Arbeitsplatz erlangen konnten. 4 Sicherte Zwangsarbeit im Ghetto das Überleben? Nein, heute wissen wir, dass diese Hoffnung für die große Mehrheit falsch war. Zwangsarbeit für Juden schob ihre Ermordung nur auf. Mindestens Juden wurden aus dem Ghetto in die Vernichtungslager Chełmno/Kulmhof und Auschwitz-Birkenau deportiert und dort vergast Sinti und Roma, die aus Österreich nach Litzmannstadt deportiert worden waren, starben im Ghetto oder wurden deportiert und vergast. Und oft waren die Arbeitsbedingungen selbst mörderisch. Mehr als Bewohner starben im Ghetto an Hunger, gingen an Seuchen zugrunde oder erfroren. Dennoch konnte Arbeit in der historischen Situation für Juden ein Hoffnungsmoment sein. Sehr wenige der Jüdinnen und Juden wurden aus dem Ghetto in Zwangsarbeitslager und KZs ins Deutsche Reich verschleppt. Etwa 900 überlebten im Ghetto selbst. Ester M. war eine dieser Überlebenden. 5 Was geschah mit Chaim Rumkowski? Chaim Rumkowski und seine Familie wurden Ende August 1944 aus dem Ghetto Litzmannstadt nach Auschwitz-Birkenau deportiert und vergast.

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