Freiwillige Feuerwehr Ilmenau
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- Christel Linden
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1 Freiwillige Feuerwehr Ilmenau Der Gemeindebrandmeister Umsetzung des Fahrzeugkonzeptes der FFw Ilmenau aus dem Jahr 2005 Hier: Beschaffung von 2 Löschfahrzeugen für die - Ortswehr Oerzen (Löschzug Embsen/ Oerzen) - Ortswehr Barnstedt (Löschzug Barnstedt/Kolkhagen) Ziel: Erhaltung des Einsatzwertes der FFw Ilmenau, bei gleichzeitiger Reduzierung des Fahrzeugbestandes 1. Kurzdarstellung 1.1 Antrag Die FFw Ilmenau beantragt für das im Jahr Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Oerzen im Jahr 2011 ein gleichwertiges neues Tanklöschfahrzeug zu beschaffen. Mit der Außerdienststellung des zu ersetzenden Tanklöschfahrzuges wird das in Oerzen vorhandene dann 23 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug ebenfalls außer Dienst gestellt. Ferner beantragt die FFw Ilmenau für das im Jahr Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Barnstedt im Jahr 2013 ein gleichwertiges neues Tanklöschfahrzeug zu beschaffen. Mit der Außerdienststellung des zu ersetzenden Tanklöschfahrzuges wird das in Barnstedt vorhandene dann 25 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug ebenfalls außer Dienst gestellt. 1.2 Begründung Die Ersatzbeschaffung ist zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft der FFw Ilmenau, insbesondere in den Löschzügen Embsen/Oerzen und Barnstedt/Kolkhagen zwingend erforderlich, da die überalterten Fahrzeuge nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen und die Gefahr besteht, dass Sie im Einsatzdienst versagen. Notwendige Reparaturen zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und zur Materialerhaltung gewährleisten nicht dass die Einsatzbereitschaft der überalterten Fahrzeuge sichergestellt werden kann. 1.3 Kosten Nach dem derzeitigen marktüblichen Preisen wird jedes der zu beschaffenden Fahrzeuge ca Euro veranschlagt. (incl. Steuern) Seite 1 /
2 2. Sachdarstellung im Einzelnen: 2.1 Ausgangslage: Fahrzeugbestand A. Fw Oerzen 1 Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) Besatzung 6 FM, kein Wasser, Baujahr 1988, Ausrüstung für eine Löschgruppe 1 Tanklöschfahrzeug (TLF) Besatzung 9 FM, 2400 l Wasser, Baujahr 1978, Ausrüstung für eine Löschgruppe, 1 Mannschaftransportfahrzeug (MTF) Besatzung 8 FM, Baujahr 1988 B. Fw Barnstedt 1 Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) Besatzung 6 FM, kein Wasser, Baujahr 1988, Ausrüstung für eine Löschgruppe 1 Tanklöschfahrzeug (TLF) Besatzung 6 FM, 2400 l Wasser, Baujahr 1978, Ausrüstung für eine Löschgruppe, 1 Mannschaftransportfahrzeug (MTF) Besatzung 8 FM, Baujahr Einsatzschwerpunkte / Aufgaben A. Fw Oerzen Brandbekämpfung bei Klein und Entstehungsbränden als selbstständige Einheit im örtlichen Zuständigkeitsbereich Hier einige Gefahrenpunkte in Oerzen und Neu Oerzen Gaststätte Neu Oerzen, Hof Marquardt direkt im größten Waldgebiet, Pferdestallung mit ca. 25 Pferden incl. Futter, Stroh- und Heuvorräten, KFZ-Werkstatt mit diversen Betriebsstoffen, Beschriftungsfirma, 2 Zimmereiwerkstätten mit großen Lagerflächen, 6 landwirtschaftliche Betriebe mit Betriebsstoffen und Chemikalien, Pferdebetrieb, Gaststätte mit Saalbetrieb mit bis zu 200 Personen, 5 Gästezimmer und eine Wohnung im 2.Obergeschoss. Besonderheit im Ortsteil Neu Oerzen Die Wasserversorgung im Ortsteil Neu Oerzen ist durch eine 100er Stichleitung mit insgesamt 3 Unterflurhydranten und einer maximale Wasserentnahme von 300l/min nicht ausreichend. Seite 2 /
3 Im Brandfall ist ein schnelles Eingreifen und eine damit verbundene entsprechende Wasserversorgung unabdingbar. Zum Vergleich, eine Fahrzeugpume liefert 1000l Wasser bei 10bar in einer Minute, d.h. bei einem Realeinsatz reicht die örtliche Wasserversorgung nicht einmal um ein Fahrzeug bei einer gleichzeitigen Abgabe von nur 800l bei 8bar pro Minute parallel über das Hydrantennetz zu befüllen. Die Versorgung des neuen Bohrbrunnens bringt max. 700l/min. Um einen ausreichenden Brandschutz bzw. eine ausreichende Wasserversorgung im Ortsteil Neu Oerzen im Brandfall zu gewährleisten ist notwendig weiteres Wasser über Tanklöschfahrzeuge an die Einsatzstelle zu bringen. Das Tanklöschfahrzeug aus Oerzen ist aufgrund seines schnellen Eingreifens neben den weiteren Tanklöschfahrzeugen in der Samtgemeinde ein wichtiges Glied in diese Einsatzkette. Weitere Aufgaben der Fw Oerzen: Einfache technische Hilfeleistung als selbstständige Einheit im örtlichen Zuständigkeitsbereich (z.b. Wasserschäden, Tierrettung, Ölspurenbeseitigung usw.) Einheit des Löschzuges Embsen /Oerzen mit dem Schwerpunkt Löschwasserversorgung Überörtliche Hilfeleistung: Einsatz im Löschzug Ilmenau mit dem Schwerpunkt Wassertransport Besonderheiten: Aufnahme von Ausrüstung im Rahmen des Zugkonzeptes Embsen / Oerzen. In das Einsatzgebiet des Löschzuges Embsen/Oerzen fallen auch Teile des Industriegebietes Melbeck/Embsen (Lüneburg Süd) mit den Schwerpunkten Recycling, Lager, Hotel und Bahn. Ein weiteres Großobjekt für diesen Löschzug ist das Schulzentrum Embsen B Fw Barnstedt Brandbekämpfung bei Klein und Entstehungsbränden als selbstständige Einheit im örtlichen Zuständigkeitsbereich Einfache technische Hilfeleistung als selbstständige Einheit im örtlichen Zuständigkeitsbereich (z.b. Wasserschäden, Tierrettung, Ölspurenbeseitigung usw.) Einheit des Löschzuges Kolkhagen / Barnstedt mit dem Schwerpunkt Löschwasserversorgung Überörtliche Hilfeleistung: Einsatz in der Kreisfeuerwehrbereitschaft 1, im 1.Zug (Wassertransport und Brandbekämpfung). Seite 3 /
4 Besonderheiten: Im Löschzug Barnstedt/ Kolkhagen gibt es nur ein wasserführendes Fahrzeug (Fw Barnstedt) trotz der besonderen Gefahrenschwerpunkte Großbäckerei, Kleintierzuchtbetrieb, Biogasanlage, Bebauungsdichte im Ortskern Kolkhagen und Barnstedt. Zusätzliche Gefahren durch Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude z. B. durch Bau- und Dämmstofflager oder Werkstätten (hohe Brandlasten, brennbare Gase). Ausgedehnte Waldflächen an den Gemeindegrenzen. 2.2 Umsetzung des Konzeptes Fw Oerzen Abschaffung des TSF, möglich durch Steigerung des Einsatzwertes im Löschzug Embsen/Oerzen durch die Neubeschaffung des LF 20/16 der Fw Embsen im Jahr Ersatzbeschaffung für das TLF mit dem gleichen Einsatzwert wie das vorhandene Fahrzeug, mind. 2400l Wasser, Ausstattung für eine Löschgruppe für den Brandeinsatz und einfache technische Hilfeleistung. Schaffung von Gewichts- und Ladungsreserve für den Löschzug Embsen Oerzen Mannschaftransport für zusätzlich benötigte Einsatzkräfte durch Erhalt des MTW der Ortswehr Oerzen sichergestellt Fw Barnstedt Abschaffung des TSF, möglich jedoch grenzwertig, da es im Vorfeld keine Einsatzwertsteigerung im Löschdurch Barnstedt / Kolkhagen gegeben hat. Allerdings wird die Abschaffung des TSF teilweise aufgefangen durch die geplante Beschaffung des neuen Löschfahrzuges mit einer Mannschaftsstärke von 9 FM gegenüber 6 vom zu ersetzenden Löschfahrzeug. Ersatzbeschaffung für das TLF mit einem gesteigerten Einsatzwert gegenüber dem vorhandenen Löschfahrzeug (plus drei FM, individuell angepasste feuerwehrtechnische Beladung) Mannschaftransport für zusätzlich benötigte Einsatzkräfte durch Erhalt des MTW der Ortswehr Barnstedt sichergestellt. Seite 4 /
5 2.3 Zusätzliche Gründe für die Beschaffung von Tanklöschfahrzeugen Fw Oerzen Denkmalgeschütze Gebäude im Mühlenweg 18 und Im Dorfe 13 und 14 auf dem Hof Petersen Waldgebiete Oerzen hat 4 große Waldgebiete die im Osten an Heiligenthal, im Westen an Wetzen, Neu Oerzen sowie Drögenindorf, im Süden an Embsen und im Norden an Südergellersen grenzen. Die Gebiete sind zum Teil sehr schwer zugänglich und ohne nähere Wasserversorgung. - Großes Waldgebiet von 430ha zwischen Oerzen und Wetzen, links und rechts der K20 angrenzend an Neu Oerzen und rechts von der B209 Richtung Drögenindorf; - Großes Waldgebiet von 98ha rechts der B209 zwischen Neu-Oerzen und Drögenindorf, angrenzend an Embsen; - Kleineres Waldgebiet von 20ha zwischen Oerzen und Heiligenthal - Großes Waldgebiet von 78ha links und rechts der K10 Richtung Südergellersen Die gesamte Waldfläche beläuft sich auf 626ha Fw Barnstedt Schutz der Baudenkmale in Barnstedt Im Ortskern sin Einzelobjekte und Objektgruppen als Baudenkmäler ausgewiesen, die zum Teil aufgrund ihrer Bauweise im Falle eines Brandes extrem gefährdet sind. Hier hat die Feuerwehr nur bei rechtzeitiger Alarmierung und durch einen schnellen Löschangriff von einem wasserführenden Fahrzeug eine Chance das Baudenkmal zu retten, bzw. größere Schäden zu verhindern. (siehe Anlage) Historische Waldgebiete Im Einsatzgebiet des Löschzuges Barnstedt/Kolkhagen befinden sich in den Waldgebieten auch besonders ausgewiesene historische Waldgebiete (siehe Anlage). Bei der Waldbrandbekämpfung gilt generell, dass nur mit massivem Einsatz von Löschwasser und Einsatzkräften vor Ort die Möglichkeit besteht den Brand unter Kontrolle zu bringen. Wird die Wassertransportkapazität in der FFw Ilmenau in den Randgemeinden eingeschränkt ist eine effektive Brandbekämpfung in der Brandentstehungsphase nicht mehr möglich. Die Folgen sind erhöhter Einsatz an Personal und Material zur Brandbekämpfung sowie schwere Schäden in den Wäldern. Seite 5 /
6 2.3.3 Sicherstellung der Löschwasserversorgung (Trinkwasserversorgung) bei Ausfall des Hydrantennetzes in der Samtgemeinde Ilmenau In den Einsatzgebieten der Züge Embsen/Oerzen und Barnstedt Kolkhagen muss bei Ausfall der öffentlichen Löschwasserversorgung Wasser aus öffentlichen Gewässern im Pendelverkehr zu den Einsatzstellen gefahren werden. Dieser Aspekt ist zwar nicht ausschlaggebend für die Beschaffung der Tanklöschfahrzeuge, darf aber hier nicht unerwähnt bleiben, zumal die öffentliche Wasserversorgung in der Samtgemeinde Ilmenau nur durch eine Stichleitung und nicht durch ein Ring- oder Verbundnetz sichergestellt wird Anmerkungen zu den Waldgebieten in der Samtgemeinde Ilmenau Durch den Klimawandel muss mit einer Zunahme der Trockenperioden und, damit einhergehend, einer erhöhten Wald- und Flächenbrandgefahr gerechnet werden, davon gehen Wissenschaftler aus (Beispiel: Wolfgang Cramer Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) & Institut für Geoökologie, Universität Potsdam) Seite 6 /
7 2.4 Anlagen Baudenkmale in Barnstedt, Einzelobjekte und Gruppen Feuerwehrhaus Seite 7 /
8 2.4.2 Historische Waldgebiete in und um Barnstedt Seite 8 /
9 2.4.3 Waldgebiete in und um Oerzen aufgestellt: Uwe Hauschild, Gemeindebrandmeister Seite 9 /
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1.2 Im Interesse einer einheitlichen und vergleichbaren Erfassung und Bewertung ist dazu das nachfolgende Muster (Anlage) zu verwenden.
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Richtlinie über die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren Org. Nr.: 1.02.04 Ausgabe 2006 INHALTSVERZEICHNIS Seite 1.) Allgemeines 3 2.) Einteilung der Gemeinden in Ortsklassen 4 3.) Ausrüstung der einzelnen
