Pflanzenbauempfehlung
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- Hans Busch
- vor 9 Jahren
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1 2010 Pflanzenbauempfehlung Pflanzliche Produktion HERBST 2010 Getreide Raps Schwerpunktprogramm Saatgut Düngung Pflanzenschutz Regionen Eifel-Mosel-Hunsrück und Saar
2 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT Gezielte Sortenwahl Der Schlüssel zum Erfolg Die Sortenwahl bei Wintergetreide ist der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Die Sorte gibt das genetische Ertrags- und Qualitätspotenzial für die nächste Ernte vor und beeinflusst alle nachfolgenden produktionstechnischen Maßnahmen. Die Ertragsfähigkeit einer Sorte gilt für viele Land wirte als entscheidendes Merkmal. In Regionen mit begrenztem Ertragspotenzial und in marktfernen Gebieten werden verstärkt hochqualitative Sorten ins Auge gefasst. Agronomische Merkmale wie Gesundheit, Standfestigkeit, Winterfestigkeit und PELICAN Erträge zum Abheben mehrjährig herausragende LSV Ergebnisse hochertragreich (Traumnote 9/9) gesunde Allroundsorte Frühreife runden die klassischen Kriterien der Sortenwahl ab. Zunehmend werden aber auch spezielle Anforderungen an Sorten gestellt wie beispielsweise Frühsaatverträglichkeit, Spätsaat eignung und Druschfähigkeit. Für diese Anforderungen stellen die europäischen Züchter eine Vielzahl unterschiedlichster Sorten zur Verfügung. In eigenen Sortenversuchen prüft und bewertet die RWZ Rhein- Main eg dieses Sortenmaterial bereits in sehr frühem Stadium und berücksichtigt diese Ergebnisse in der regionalen Vermehrungsplanung. So kann zur Herbstaussaat 2010 ein breites Spektrum von hochqualitativem Z-Saatgut regional bewährter Standardsorten und interessanter neuer Sorten angeboten werden. Wintergerste mit Vorteilen Obwohl die Wintergerste in den letzten Jahren in den meisten Anbauregionen durch hohe und stabile Erträge überzeugt hat, steht sie aufgrund des Wegfalls der Intervention in der Diskussion. Die fehlende Absicherung des Gerstenpreises lässt viele Anbauer über Alternativen nachdenken, die aber mit anderen Risiken verbunden sind. Deshalb sollte die Wintergerste nicht übereilt aus der Fruchtfolge genommen werden, da sie auch viele ackerbauliche Vorteile hat. Neben der besseren Ausnutzung der Winterfeuchte und sicheren Erträgen sind hier insbesondere die Entzerrung der Arbeitsspitzen und das frühzeitige Räumen der Flächen zum Beispiel für den nachfolgenden Winterraps zu nennen. Mehrzeilige Futtergerste Im Bereich der mehrzeiligen Futtergerste (Tab. 1) haben sich in den 2 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
3 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT Tab.1: Sortenübersicht mehrzeilige Futtergerste Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität Sorte Züchter/Vertrieb Zulassungsjahr Ährenschieben Reife Pflanzenlänge Lager Halmknicken Christelle Saaten Union Fridericus KWS-Lochow Highlight DSV/IG Pflanzenzucht Ketos Hauptsaaten Pelican Hauptsaaten EU Souleyka Saaten Union Volume Syngenta EU Ährenknicken Mehltau Netzflecken Rhynchosporium Zwergrost Gelbmosaikvirus Bestandesdichte Kornzahl/Ähre Tausendkornmasse Kornertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Marktwareanteil Hektolitergewicht letzten Jahren folgende Sorten mit normalem Abreifetermin bewährt: Fridericus, Pelican und Highlight. Als interessante neue Sorten ergänzen Christelle und Souleyka dieses Spektrum. Fridericus hat sich aufgrund ihrer ausgeglichenen Sorteneigenschaften zur Aussaat 2009 als Hauptsorte in vielen Regionen etabliert. Die neueren Sorten Pelican und Souleyka verfügen bei guter Gesundheit und mittlerer Standfestigkeit über ein sehr hohes Ertragsvermögen (BSA-Bestnote 9) und werden deshalb im Anbau weiter zulegen. Auf mittleren bis schwächeren Standorten und bei Spätsaaten ist der Anbau der Hybridgerste Volume eine interessante Alternative. Diese verlangt aber eine angepasste Produktionstechnik (unter anderem die Verlagerung des Düngungsschwerpunktes von N1 auf N3). Bei den frühreifen Wintergersten behält Ketos die führende Rolle in Trockenlagen und auf Güllestandorten aufgrund der einmaligen Merkmalskombination aus sehr früher Reife, herausragender Standfestigkeit und sehr guter Qualität. Zweizeilige Futtergerste Im zweizeiligen Futtergerstensortiment (Tab. 2) können die bewährten Sorten Campanile, Finesse und Spectrum sowie die neue hochertragreiche Sorte Canberra empfohlen werden. Campanile überzeugt durch ausgeglichene Sorteneigenschaften und konstante Ertragsleistungen. Finesse hat ein hohes Ertragsvermögen, schwankt aber etwas stärker in den Leistungen. Auf KETOS Frühreif Standfest Topqualität besonders frühreif sehr gute Standfestigkeit, beste Eignung für org. Düngung ideal für Standorte mit Vorsommertrockenheit herausragende Marktwarequalität Standorten mit organischer Düngung oder hoher N-Nachlieferung ist Spectrum aufgrund der sehr guten Standfestigkeit zu bevorzugen. Als neue, frühreife Sorte ist Metaa für den Anbau als Futtergerste zu empfehlen. Braugerste Der Anbau von Sommerbraugerste wurde zur Ernte 2010 aufgrund sehr geringer Braugerstenpreise stark eingeschränkt und die Erträge durch Trockenheit regional negativ beeinflusst. Infolge dessen ist eine Entspannung auf dem Braugerstenmarkt im Laufe des Erntejahres 2011 denkbar. Unter diesem Aspekt kann eine Ausdehnung des Anbaus von Winterbraugerste sinnvoll sein. Die moderne Winterbraugerstensorte Malwinta steht in ihrer Ertragsleistung den gängigen zweizeiligen Futtergersten nur wenig nach. Die Chancen auf einen Zuschlag als Winterbraugerste ist vor allem auf ertragsschwächeren Standorten ein Tab. 2: Sortenübersicht zweizeilige Gerste Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität Sorte Züchter/Vertrieb Zulassungsjahr Verwendung Ährenschieben Reife Pflanzenlänge Lager Campanile Nickerson 2005 Futter Canberra Nickerson 2009 Futter Finesse BayWa 2006 Futter Metaa BayWa 2008 Futter Spectrum Nickerson 2004 Futter Malwinta Saaten Union 2006 Brau Halmknicken Ährenknicken Mehltau Netzflecken Rhynchosporium Zwergrost Gelbmosaikvirus Bestandesdichte Kornzahl/Ähre Tausendkornmasse Kornertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Marktwareanteil Hektolitergewicht Pflanzenbauempfehlung Herbst
4 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT wichtiges Argument bei der Sortenwahl für die Zweinutzungssorte Malwinta. Die neue, sehr frühreife Sorte Salamandre kann in Zukunft eine hochinteressante Alternative darstellen. Roggen Der Anbau von Roggen war zur Ernte 2010 rückläufig. Die verstärkte alternative Nutzung als Substrat für Biogasanlagen verknappt das Angebot bei Brotroggen und führt zu steigenden Preisen. Somit sind zur Herbstaussaat 2010 wieder steigende Anbauflächen zu erwarten. Bei Hybridroggen werden die bewährte Sorte Visello und die neueren Sorten Palazzo und Minello den Anbau dominieren. Sie garantieren dem Anbauer hohe Ertrags- und Qualitätssicherheit. Synthetische Sorten wie Cantor (Robustroggen in Einheiten), Caroass und Carotop sowie Populationsroggensorten wie Dukato ergänzen regional das Sortiment. Grünroggen zur Gewinnung von Biomasse vor der Aussaat von Saatmais gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier werden vor allem die Sorten Vitallo und Protector eingesetzt. Alternativ kommen frohwüchsige und massenbetonte Hybridroggen-, Populationsroggenoder Triticalesorten in Frage. Triticale Bei Triticale werden zur Herbstaussaat 2010 die bewährten Sorten SW Talentro, Cando und Grenado sowie die neue Sorte Agostino im Fokus stehen. Agostino besticht bei hoher Ertragsleistung und guter Standfestigkeit insbesondere durch seine sehr gute Gesundheit. Wo Triticale verstärkt auch als Grünroggenersatz in Biogasanlagen eingesetzt wird, kann die frohwüchsige und massenbetonte Triticalesorte Korpus an Bedeutung gewinnen. Winterhafer Der Anbau von Winterhafer bleibt in wintermilden Lagen eine interessante Alternative zu Wintergerste. Qualitätshafer für Schälmühlen und die Pferdefütterung lässt sich lukrativ vermarkten und Hafer hat einen sehr guten Vorfruchtwert. Die Vorteile von Winterhafer gegenüber Sommerhafer liegen in einem sichereren und höheren Ertrag und einer besseren Qualität. Die Standardsorte Fleuron verfügt bei guter Rückverfestigung des Saatbetts über eine akzeptable Winterfestigkeit und ein sehr hohes Regenerationsvermögen. PHILIPP (E) Die frühe E-Klasse vor Raps frühreifer, begrannter Eliteweizen sehr gute und ausgewogene Qualität standfest, gesund, beste Braunrosttoleranz kurzstrohig, 10 % höhere Mähdruschleistung, einfaches Strohmanagement als früher Stoppelweizen ideale Vorfrucht vor Raps 4 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
5 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT Weizen dominiert Fruchtfolge Der Winterweizen (Tab. 3) dominiert in fast allen Regionen die Fruchtfolge. Im Vergleich zu anderen Getreidearten sind aber regional größere Unterschiede bezüglich des Qualitätsspektrums und der Sortenwahl festzustellen. E-Weizen Beim E-Weizen wird Akteur auch zur Herbstaussaat 2010 die dominierende Sorte bleiben. Als neuere Sorte mit sehr hoher Qualität und guten agronomischen Eigenschaften kann der frühreife Philipp empfohlen werden. A-Weizen Das Spektrum im A-Weizen ist durch eine enorme Sortenvielfalt NIRVA (A) Früher am Ziel frühreife Empfehlungssorte kurz und standfest gute Ährengesundheit gute Stoppelweizeneignung gekennzeichnet. In Rheinland-Pfalz haben neben guten Qualitäts- und Ertragseigenschaften agronomische Merkmale wie beispielsweise Frühreife Einfluss auf die Sortenwahl bei A-Weizen. Deshalb dominieren hier Cubus und JB Asano den Anbau. Bei beiden Sorten muss auf die erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und die schwache Fallzahlstabilität geachtet werden. In Bezug auf die Merkmale Frühreife und Trockentoleranz ist Nirvana (begrannt) eine interessante Alternative. Wichtige A-Sorten mit normaler bis später Abreife in Rheinland-Pfalz sind Potenzial, Tommi, Türkis und Brilliant. In engen Maisfruchtfolgen ist Pamier aufgrund seiner guten Ährenfusariumtoleranz zu bevorzugen. Neue, interessante Sorten im A- Bereich sind Meister und Linus, die beide sehr ertragreich und fallzahlstabil sind. PREMIO (B) Früher, besser, schneller frühreif ohne Ertragskompromisse kurz und standfest gute Qualität bei stabiler Fallzahl sehr hohes Ertragspotenzial und beeindruckende Ertragsstabilität B-Weizen Anbauer von B-Weizen erwarten von den Sorten in erster Linie stabile Höchsterträge bei mittlerem bis hohem Intensitätsniveau. Hierzu benötigen die Sorten neben einem genetisch hohen Ertragspotenzial auch eine gute Standfestigkeit. Premio und Manager dominieren seit 2009 die B-Sorten. Der frühreife, begrannte Premio überzeugt bei sehr guter Standfestigkeit durch sehr hohe Erträge und stabile Fallzahlen. Der spätreife Manager ist sehr standfest und gesund und verfügt über eine sehr gute Stoppelweizeneignung. Die älteren B-Sorten Dekan, Mulan und Orvantis haben aufgrund mehrjähriger guter Praiserfahrung immer noch eine hohe Anbaubedeutung. Als neue, interessante B-Sorten sind Epert, Smaragd, Julius und Kredo zu nennen. Der neue hochertragreiche Epert stellt mit seiner mittleren bis frühen Abreife eine interessante Alternative zu Dekan und Mulan dar. Smaragd hat bei guter Gesundheit ein sehr hohes Ertragspotenzial und eine gute Stoppelweizeneignung. Primus kann als Nachfolgesorte zu Hattrick gesehen werden. Futterweizen Der Anbau von Futterweizen ist in veredelungsstarken Regionen eine Pflanzenbauempfehlung Herbst
6 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT EXPERT (B) Der robuste Ertrags eperte frühe Abreife robuster B-Weizen für alle Standorte sehr hohes, stabiles Ertragspotenzial ausgeglichene Gesundheit feste Größe. Dominierende Sorten der letzten Jahre waren hier Winnetou, Hermann und Rosario, die konstant hohe Erträge lieferten. Winnetou und Rosario bieten leichte Vorteile im Ertrag, Hermann besitzt die geringere Anfälligkeit gegen Ährenfusarium. Stoppelweizen Zum Anbau von Weizen nach Weizen müssen die angebauten Sorten eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium und eine gute Halmbruchtoleranz aufweisen. Stoppelweizenversuche und mehrjährige Praiserfahrung geben Hinweise auf Sorten mit guter Stoppelweizeneignung. Beim Eliteweizen verfügt der frühreife Philipp über eine akzeptable Stoppelweizeneignung und kann somit auch als Elitevorfrucht vor Raps eingesetzt werden. Beim A-Weizen sind die Sorten Türkis und Pamier als Weizen nach Weizen zu empfehlen. Die meisten Stoppelweizen sind im B-Bereich zu finden. Hier verfügen Manager und Sophytra über eine gute Halmbruchtoleranz. Aus Praiserfahrungen haben auch die Sorten Julius, Dekan, Orvantis und der frühreife Premio gute Stoppelweizeneignung. Als Futterweizensorte ist zu diesem Zweck Hermann als bewährte Sorte zu nennen. Spätsaaten Für Spätsaaten im Qualitätsbereich C und B empfehlen sich robuste, frohwüchsige Winterweizensorten wie Winnetou, Manager, Orvantis und Julius. Für Regionen mit hochqualitativem Weizenanbau sind Spätsaaten mit so genannten Wechselweizen (= Sommerweizen mit erhöhter Winterfestigkeit) wie Taifun, SW Kadrijl und Triso zu empfehlen. Diese Sorten haben E-Qualität und erzielen vergleichbare Erträge zu spät gesätem Winterweizen. Tab. 3: Sortenübersicht Winterweizen Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität Sorte Züchter/Vertrieb Zulassungsjahr Ährenschieben Reife Pflanzenlänge Auswinterung Lager Pseudocercosporella Mehltau Blattseptoria E-Weizen Akteur IG Pflanzenzucht Philipp Hauptsaaten EU A-Weizen Brilliant SW Seed Cubus KWS-Lochow JB Asano BayWa Nirvana Hauptsaaten EU Pamier SW Seed Potenzial IG Pflanzenzucht Tommi Saaten Union Türkis SW Seed B-Weizen Dekan KWS-Lochow Epert Hauptsaaten EU Julius KWS-Lochow Kredo Saaten Union Manager IG Pflanzenzucht Mulan Saaten Union Premio Hauptsaaten EU Primus IG Pflanzenzucht Orvantis Hauptsaaten EU Rosario Hauptsaaten EU Smaragd SW Seed EU C-Weizen Hermann Nickerson Winnetou IG Pflanzenzucht DTR Gelbrost Braunrost Ährenfusarium Spelzenbräune Bestandesdichte Kornzahl/Ähre Tausendkornmasse Kornertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Fallzahl Rohproteingehalt Sedimentationswert Mehlausbeute Volumenausbeute 6 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
7 Anbauempfehlungen Wintergetreide SAATGUT Mit frühreifen Sorten im Vorteil Die frühen Sorten und die begrannten Weizensorten scheinen mit der Trockenheit und Hitze am besten fertig geworden zu sein, denn hier wurden noch halbwegs passable Erträge erreicht, berichtet die Fachzeitschrift Agrarzeitung (Ernährungsdienst) am 21. Juli Das Interesse an frühreifen Getreidesorten stieg in den letzten Jahren kontinuierlich. Neben arbeitswirtschaftlichen Argumenten werden die frühzeitigere Entwicklung der Bestände und die damit einhergehende bessere Ausnutzung der Winterfeuchte in vorsommertrockenen Lagen als größte Vorteile gesehen. Frühreifer Winterweizen kann in der Fruchtfolge auch die deckungsbeitragsschwache Gerste als Rapsvorfrucht ersetzen. Heißer Sommer 2010 belebt Diskussion Die Witterungsbedingungen vor der Ernte 2010 haben die Diskussion zu frühreifen Weizensorten nochmals verstärkt. Während frühreife Sorten wie der begrannte Premio in der Hitze im Juli noch halbwegs normal abreiften und akzeptable Erträge brachten, wurde die Entwicklung üppiger Bestände spätreifer Sorten durch die Hitze regelrecht abgewürgt. Oft wurde nur noch Kümmerkorn ausgebildet und die Erträge enttäuschten sehr. Entsprechend planen viele Landwirte zur Herbstaussaat 2010 verstärkt frühreife Weizensorten in ihr Anbauspektrum ein. Leistungsstarke frühreife Weizensorten Das Leistungspotenzial der frühreifen Sorten ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Dieses belegen die Sortenversuche mit frühreifen Weizensorten, die in vielen Regionen durchgeführt werden. Insbesondere die Sorte Premio bringt Erträge auf dem Niveau bester normalreifer Sorten. Die Nummer Eins aus Frankreich steht auch in Deutschland vor einer deutlichen Ausdehnung der Anbaufläche. Im E-Bereich steht mit Philipp ebenfalls eine kurze, frühe, winterharte Sorte mit bester Qualität zur Verfügung. Eine weitere bewährte frühreife Sorte mit Begrannung ist Nirvana (A). Alle begrannten Sorten haben zusätzlich den Vorteil, dass sie wildund vogelabweisend sind. Interessante frühreife Weizen ohne Begrannung sind Orvantis (B), Epert (B), JB Asano (A) und Cubus (A). Produktionstechnik anpassen Wichtig bei allen frühreifen Sorten ist, dass Düngung, Pflanzenschutz und Wachstumsreglereinsatz den Entwicklungsstadien entsprechend frühzeitiger durchgeführt werden als bei den normalen Sorten. Nach Praiserfahrungen kann in vorsommertrockenen Lagen die N-Düngung bei standfesten Sorten wie Premio auch stärker bestockungs- und schossbetont durchgeführt werden. Sortenübersicht frühreifer Weizen Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität Sorte Züchter/Vertrieb Qualität Begrannung Ährenschieben Reife Pflanzenlänge Neigung zu Lager Mehltau Blattseptoria DTR Gelbrost Braunrost Ährenfusarium Spelzenbräune Bestandesdichte Kornzahl/Ähre Pseudocercosporella Tausendkornmasse Kornertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Philipp Hauptsaaten E ja JB Asano BayWa A nein Cubus KWS-Lochow A nein Nirvana Hauptsaaten A ja Epert Hauptsaaten B nein Orvantis Hauptsaaten B nein Premio Hauptsaaten B ja Fallzahl Rohproteingehalt Mehlausbeute Sedimentationswert Volumenausbeute Pflanzenbauempfehlung Herbst
8 Anbauempfehlungen Wintergetreide PFLANZENSCHUTZ Herbizide gekonnt einsetzen Bereits 10 bis 30 Ungraspflanzen pro Quadratmeter können zu einem Ertragsverlust von 20 bis 30 Prozent führen. Neben ackerbaulichen Maßnahmen ist der gezielte Einsatz geeigneter Herbizide zwingend erforderlich, um die Ungras- und Unkrautkonkurrenz auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Die Herbizidbehandlung im Getreide zählt zu den wirtschaftlichsten Pflanzenschutzmaßnahmen. Für eine erfolgreiche Herbizidanwendung im Herbst ist ein feinkrümeliges und abgesetztes Saatbett bei ausreichender Bodenfeuchte wichtig. Auf klutigen Standorten sollte möglichst nach der Saat gewalzt werden, um die Aktivität von Schnecken zu reduzieren und vor allem aber die Wirksamkeit der Herbizide zu verbessern. Böden mit einem hohen Gehalt an Ton oder Humus sorbieren Wirkstoffe und mindern die Effizienz von bodenwirksamen Herbiziden. Hier ist eine Erhöhung der Aufwandmenge nötig, unter Umständen auch eine höhere Wirkstoffkombination in Verbindung mit einem blattaktiven Partner. Um Auflaufschäden zu vermeiden, muss die Saat mit 2 bis 3 cm Boden abgedeckt sein. Wirkungsgrad entscheidend Diese ackerbaulichen Maßnahmen sind zur Sicherung eines möglichst hohen Wirkungsgrades bei der Applikation von Herbiziden von entscheidender Bedeutung. Bei einem relativ hohen Wirkungsgrad von 97 Prozent auf Ackerfuchsschwanz wird lediglich die Ausgangspopulation zum Zeitpunkt der Aussaat gehalten und keine Reduzierung der Population erreicht (Abb. 1). Gerade zur sicheren Vermeidung von Resistenzen sind Wirkungsgrade von 100 Pro zent anzustreben, damit eventuell immunisierende Biotypen nicht in die Samenphase gelangen. HRAC-Gruppe wechseln Zur Sicherung hoher Wirkungsgrade und Vermeidung von Resistenzen sollte ein Herbizid stets auch unter Berücksichtigung der HRAC Gruppe(n) des/der darin enthaltenen Wirkstoffe(n) ausgewählt werden (Tab. 1). Dabei sollte die HRAC Gruppe möglichst regelmäßig gewechselt werden. Dauerhafter und wiederholter Einsatz von Wirkstoffen aus der gleichen Wirkstoffgruppe führt zu einer Selektion von immunen Biotypen und damit Tab. 1: HRAC-Klassifizierung von Herbiziden nach Wirkungsmechanismen Klasse A B C E F G H K N O Wirkungsmechanismus ACCase- Hemmer ALS-Hemmer Photosynthese- Hemmer PPO (Protoporphyrinogen Oidase-Hemmer) HPPD-Hemmer (Bleacher) EPSP-Hemmer Glutamin Zellwachstums-Hemmer Lipidbiosynthese-Hemmer Synthetische Au ine, Wuchsstoffe, (wuchsstoffähnl.) Sulfonylharnstoffe Imidazolinone Triazolopyrimidine Triazine Triazinone Phenylcarbamate Harnstoffderivate Benzonitrile Wirkstoffklasse Aryloypropionsäuren Cycloheanone N-phenylphthialimide Triazolinone Diphenylether Carbonsäure - amide Triketone Triazole Isoazolidinone Dinitroaniline Chloracetamide Acetamide Benzamide Thiocarbamate Chlor-Carbonsäuren Getreide Ralon Super Topik Aial 50 Absolute M Alister Ariane C Atlantis Attribut Biathlon Brazzos Broadway Caliban Duo Caliban Top Ciral Concert Falkon Gropper Harmony Millenium Hoestar Super Husar Leus Leus Class Monitor Primus Starane XL IPU-haltige Mittel (z.b. Arelon, Azur, Fenikan, Herbafle, Isofo, Tolkan flo) CTU (Lentipur, Carmina, ) Metrol DP Triofle Sumima Orbit Lotus Leus-Class Fo Bacara (Flurtamone) Fenikan (DFF) Herbafle Herold Picona Triofle Bacara Forte Cadou Herold Malibu Stomp SC, Aqua Boer Ariane C Duplosan DP Duplosan KV Starane XL U-46 M U-46 D Raps Rüben Kartoffeln Leguminosen Agil S Focus Ultra Fusilade Ma Panare Select 240 Targa Super Sencor Golti PowerTwin plus Fo Clomazone Centium Cirrus Basta Artist Brasan Butisan/Fuego Butisan Kombi Butisan Top Colzor Trio Devrinol Kerb 50 W/FLO Nimbus CS Spectrum Boer PowerTwin plus Effigo Butisan Top (Quinmerac) Mais Aramo Accent Arrat Cato MaisTer Motivell Task Titus Artett Gardo Gold Gardobuc Gardoprim Zeagran ultimate Callisto Clio Star Clio Super Laudis Mikado Clio Super Dual Gold Successor Spectrum Stomp SC Terano Ackerbaukulturen Aramo glyphosathaltige Mittel (z.b. Roundup) 8 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
9 Anbauempfehlungen Wintergetreide PFLANZENSCHUTZ verbundenen abnehmenden Wirkungsgraden. Gruppen A und B vermeiden Für die Herbizidbehandlung im Herbst sollte besonders auf die Wirkstoffe der Gruppe F (HPPD Hemmer: Bacara Forte, Herold), der Gruppe E (PPO Hemmer: Orbit) und der Klasse K (Zellwachstums Hemmer: Bacara Forte, Cadou, Herold) zurückgegriffen werden. Der Einsatz von ACCase Hemmern (Aial 50, Ralon Super) und ALS Hemmern (Alister, Atlantis, Absolute M, Falkon, Leus) sollte auf ein Mindestmaß begrenzt werden und nur dort erfolgen, wo aufgrund eines späten Applikationstermins auf diese Wirkstoffe zurückgegriffen werden muss. Die Wirkstoffe aus der Gruppe der ACCase Hemmer und der ALS Hemmer sollten für Herbizidmaßnahmen im Frühjahr aufgespart werden. Unkrautbekämpfung in Wintergerste Bei der Bekämpfung von Windhalm in Verbindung mit einer breiten Mischverunkrautung in der Wintergerste hat sich im letzten Jahr das neu eingeführte Produkt Bacara Forte erfolgreich etabliert. Im Vergleich zum Vorgängerprodukt Bacara wurde mit Bacara Forte eine sichere Dauerwirkung gegenüber Windhalm erreicht. Für eine sichere Klettenlabkrautwirkung dürfen die 1,0 l/ha Aufwandmenge nicht unterschritten werden. Bei dieser Aufwandmenge wird eine leichte Nebenwirkung auf Ackerfuchsschwanz erzielt. Alternativ können zur Bekämpfung von Windhalm und breiter Mischverunkrautung mit vergleichbarer Leistung Mischungen aus 2,5 l/ha Orbit + 1,5 l/ha Arelon Top oder 0,4 l/ha Herold SC eingesetzt werden (Abb. 2). Auf Flächen mit einem starkem Besatz an Kornblumen sollte der Wirkstoff Isoproturon durch Chlortoluron ersetzt werden. In diesen Fällen bietet sich das Hero Twin Set (0,33 l/ha Herold SC + 1,0 l/ha Toluron 700 SC) an, mit dem Windhalm, eine breite Mischverunkrautung und Kornblume sicher erfasst werden. Abb. 1: 97 % Wirkung hält nur die Ausgangspopulation! Ausgangspopulation: 130 Ungraspflanzen/m 2 Abb. 2: Unkrautbekämpfung in Wintergerste Ackerfuchsschwanz + Windhalm und breite Mischverunkrautung Windhalm + breite Mischverunkrautung inkl. Klette Windhalm + breite Mischverunkrautung inkl. Klette, Kornblume, Kamille 1 Bei Klettenlabkraut 1,0 l/ha 2 IPU/CTU-Auflage beachten 7 Ähren/Pflanze 900 Ähren/m Samen/Ähre Quelle: Gesunde Pflanzen 19 / 1962; 25 / 1973; University of California: Weed seed banks and their role in future weed management Hero Twin Set 2 0,6 l/ha + 1,5 l/ha Cadou Forte Set 0,75 l/ha + 0,3 l/ha Bacara Forte 0,8 l/ha1,0 1 l/ha oder Orbit 2,5 l/ha + Arelon Top 2 1,5 l/ha oder Herold SC 0,4 l/ha Hero Twin Set 2 0,33 l/ha + 1,0 l/ha Bei starkem Druck durch Kamille und Kornblume Nachlage von 30 g/ha Pointer SX oder 75 ml/ha Primus + Insektizid + Blattdüngung Yara Vita Getreide 2,0 l/ha Abb. 3: Unkrautbekämpfung in Weizen, Roggen, Triticale Ackerfuchsschwanz + Windhalm und breite Mischverunkrautung etremer Ackerfuchsschwanzdruck Windhalm + breite Mischverunkrautung Windhalm + breite Mischverunkrautung inkl. Klette, Windhalm + breite Mischverunkrautung inkl. Klette, Kamille, Kornblume Ackerfuchsschwanz Samen/m 2 55 % Überlebensfähigkeit Herold SC 0,6 l/ha Cadou Forte Set 0,75 l/ha + 0,3 l/ha Cadou Forte Set 0,75 l/ha + 0,3 l/ha Herold SC 0,4 l/ha End population: 137 Ungraspflanzen/m 2 Orbit + Ciral 3,0 l/ha + 25 g/ha Hero Twin Set 1 0,6 l/ha + 1,5 l/ha Bacara Forte 0,8 l1,0 3 l/ha Orbit + Ciral 2,5 l/ha + 25 g/ha 1 CTU-Auflagen beachten 2 Atlantis im Herbst in Winterweizen mit 400 g/ha + FHS zugelassen 3 Bei Klettenlabkraut 1,0 l/ha 97 % Bekämpfung Pflanzen/m 2 9 % Auflauf Samen/m 2 Atlantis WG 0,4 0,5 2 kg/ha + Genapol 0,81,0 l/ha + AHL 30 l/ha Pflanzenbauempfehlung Herbst
10 Anbauempfehlungen Wintergetreide PFLANZENSCHUTZ Tab. 2: Getreideherbizide zum Herbsteinsatz 2010 im Vergleich Anwendung in den Auflauf (Stadium 0911) VA-K Präparat Wirkstoff Gehalt g/l bzw. g/kg HRAC- Klassifizierung optimaler Anwen dungstermin Aufwandmenge l/ha bzw. kg/ha Verträglichkeit Ackerfuchsschwanz Einjährige Rispe Trespe Weidelgräser Windhalm Ausfallraps Ehrenpreis Hirtentäschel Kamille Klatschmohn Klettenlabkraut Kornblume Stiefmütterchen Storchschnabel Taubnessel Vogelmiere Winterweizen Wintergerste Winterroggen Triticale Arelon Top (IPU) 1 Isoproturon 500 C 3,0 2,0 () () () 3 3 Bacara forte Flufenacet Flurtamone Diflufenican K/F VA- 1,0 0,8 () () () () Boer Prosulfocarb 800 N VA- 5,0 3,5 () () () () Brazzos ab EC 10 Imazosulfuron 500 B 0,025 Cadou SC Flufenacet 500 K Cadou Forte Set Cadou SC + Bacara Forte Carmina Chlortoluron Diflufenican K/F C/F VA- VA- VA- - 0,5 0,3 0,75 + 0,3 3,5 2,5 () () () () () () () () () () () () () Falkon Penosulam Diflufenican B/F VA- 1,0 () () () Fenikan 1 ab EC 11 Isoproturon Diflufenican ,5 C/F 2,5 2,0 () () Herold SC Flufenacet Diflufenican K/F VA- 0,6 4 0,4 () () () () Lentipur 1 Chlortoluron 700 C 3,0 2,0 () () () () Malibu Pendimetha lin Flufenacet K VA- 4,0 3,0 () () () () Orbit Pendimethalin Cinidon-ethyl 333,3 13,3 K/E 3,0 () () () Picona Pendimethalin Picolinafen Stomp Aqua Pendimethalin 455 K Sumima Flumioazin 500 E K/F 3,0 () () VA VA 4,4 2,5 4,4 () () () () () () () () () () 0,06 () = sehr gute bis gute Wirkung; = nicht ausreichend wirksam; = keine Wirkung = IPU/CTU-Auflagen beachten (Fußnote Tab. 3) = Aufwandmenge in Winterrogen gegen Windhalm = Zulassung nur im Nachauflauf = nicht in Triticale Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz, Windhalm und eine breite Mischverunkrautung lässt sich mit einer Mischung aus 0,75 l/ha Bacara Forte + 0,3 l/ha Cadou SC (Cadou Forte Set) sicherstellen. Auf Ackerfuchsschwanzstandorten mit zusätzlich starkem Besatz an Kornblumen ist das Hero Twin Set (0,6 l/ha Herold SC + 1,5 l/ha Toluron 700 SC) zu bevorzugen. Bei sämtlichen Mischungen mit IPU/CTU sind die spezifischen Auflagen wie beispielsweise Drainauflagen zu beachten. Herbizide in Winterweizen, Roggen, Triticale Ackerfuchsschwanz, Windhalm und eine breite Mischverunkrautung lassen sich bei einer Applikation nach der Saat bis EC 10 mit 0,6 l/ha Herold SC sicher bekämpfen. Die Applikation sollte bis EC 10 abgeschlossen sein, da die Wirkung von Flufenacet auf den Ackerfuchsschwanz am höchsten ist, wenn Ackerfuchsschwanz den Herbizidfilm durchwachsen muss. Mit der Zugabe von 0,2 l/ha Herbosol, einem speziellen 10 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
11 Anbauempfehlungen Wintergetreide PFLANZENSCHUTZ Tab. 3: Getreideherbizide zum Herbsteinsatz 2010 im Vergleich Anwendung in den Nachauflauf (Stadium 1225) H Präparat Wirkstoff Gehalt g/l bzw. g/kg HRAC- Klassifizierung optimaler Anwen dungstermin Aufwandmenge l/ha bzw. kg/ha Verträglichkeit Ackerfuchsschwanz Einjährige Rispe Trespe Weidelgräser Windhalm Ausfallraps Ehrenpreis Hirtentäschel Kamille Klatschmohn Klettenlabkraut Kornblume Stiefmütterchen Storchschnabel Taubnessel Vogelmiere Winterweizen Wintergerste Winterroggen Triticale Alister OD Mesosulfuron Iodosulfuron Diflufenican 9 2,8 150 B/F 0,6-1 Arelon Top (IPU) 1 Isoproturon 500 C 2,5 () Atlantis WG + FHS Mesosulfuron Iodosulfuron + FHS 30 6 B 0,4+0,8 0, ,3 () () () () () () () Aial 50 Pinoaden 50 A 0,9 () Ciral Flupyrsufuron Metsulfuron B 0,025 () () Orbit + Ciral ab EC 1113 K/E/B EC 2,5+ 0,025 () () () () 1113 Fenikan 1 Isoproturon Diflufenican ,5 C/F 2,5 2,0 Hero Twin Set 1 Flufenacet Chlortoluron Diflufenican C/K/F EC 0,50,6+1, ,30,4+1,2 () () () () () () () 1 1 Leus Flupyrsulfuron 500 B 0,02 () () () Pointer SX Tribenuron 500 B 0,03 () () Primus Florasulam 50 B 0,075 () () = sehr gute bis gute Wirkung; = nicht ausreichend wirksam; = keine Wirkung = IPU/CTU-Auflagen beachten (Fußnote Tab. 3) = Aufwandmenge in Winterrogen gegen Windhalm = Zulassung nur im Nachauflauf IPU-Auflagen: - keine Anwendung auf gedränten Flächen zwischen dem 1. Juni und dem 1. März - keine Anwendung auf Böden mit einem mittlerem Tongehalt von 30 % und mehr - keine Anwendung auf den Bodenarten reiner Sand, schwach schluffiger Sand und schwach toniger Sand mit einem C org -Gehalt von kleiner als 1 % - 20 m Abstand zu Gewässern - bei Flächen mit mehr als 2 % Hangneigung muss je nach Höhe der Aufwandmenge zusätzlich ein bewachsener Randstreifen von 10 bis 20 m Breite vorhanden sein (außer bei Mulch- oder Direktsaaten) CTU-Auflagen: - keine Anwendung auf gedränten Flächen - mittleren Tongehalten > 30 %; auf Sandböden mit einem C org -Gehalt kleiner 1,5 % - bei > 2 % Hangneigung 20 m bewachsener Randstreifen erforderlich Positivliste Weizensorten beachten! Additiv, kann die herbizide Wirkung noch weiter verstärkt werden, da durch Herbosol eine bessere Verteilung und Haftung der Wirkstoffe an der Bodenoberfläche erzielt wird. Eine vergleichbare Wirkung liefert das Cadou Forte Set (0,75 l/ha Bacara Forte + 0,3 l/ha Cadou SC). Hier erstreckt sich der mögliche Einsatzzeitraum von EC 0 bis EC 13. Beste Wirkungsgrade werden aber wie beim Produkt Herold SC bei frühen Applikationsterminen erzielt. Für Termine von EC 11 bis EC 13, sowie auf Böden mit einem hohen Sorbtionsvermögen oder bei nicht optimalen Bedingungen für reine Bodenwirkstoffe sollte eine Mischung aus 3,0 l/ha Orbit und 25 g/ha Ciral appliziert werden. Über die Wirkstoffe Flupyrsulfuron und Metsulfuron (Ciral) wird die Wirkung von Orbit ideal ergänzt. Bei angepassten Aufwandmengen bieten diese Herbizide auch eine leistungsstarke und sichere Lösung für die Bekämpfung von Windhalm und einer breiten Mischverunkrautung (Abb. 3). Pflanzenbauempfehlung Herbst
12 Anbauempfehlungen Wintergetreide PFLANZENSCHUTZ Virusvektoren bekämpfen Zunehmend mildere Temperaturen im Herbst führen bei einer stetig vorhandenen Blattlauspopulation und einem latenten Viruspotenzial über Erntereste und Wirtspflanzen zu einer hohen Gefährdung durch den Gelbverzwergungsvirus. Hat ein Virus erst einmal die Getreidepflanze infiziert, gibt es keine Möglichkeit der direkten Bekämpfung. Deshalb müssen sämtliche ackerbaulichen Maßnahmen zur Verhinderung des Virusbefalls im Vordergrund stehen. Die erste Maßnahme ist dabei die richtige Wahl des Saattermins. Der Trend zu Frühsaaten erhöht das Risiko der Virusübertragung durch Blattläuse. Weizensaaten nach dem 15. Oktober werden deutlich geringer mit BYDV befallen als frühere Saaten. Weiterhin kommt der Ausfallgetreidebekämpfung eine zentrale Bedeutung zu. Durch Schwarzbrache auf den abgeernteten Getreideschlägen (auch Ausfallgetreide in Rapsschlägen) kann einer schnellen Vermehrung und Verbreitung der Viren entgegengewirkt werden. Neben der mechanischen Bekämpfung ist vor allem bei gleichzeitigem Auftreten von Problemunkräutern wie Quecke oder Ackerwinde eine Herbizidmaßnahme mit Glyphosat effektiv. Nach Manta was nun? hen, müssen die Virusvektoren mit der Pflanzenschutzspritze bekämpft werden. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Blattläuse unter milden Bedingungen das Getreide über einen sehr langen Zeitraum infizieren können. Neben der Möglichkeit, den Aussaattermin etwas nach hinten zu verschieben und Frühsaaten zu vermeiden, bietet die chemische Bekämpfung mittels Pflanzenschutzspritze dieses Jahr die einzige Möglichkeit der Bekämpfung von Virusvektoren im Getreide (Abb.1). Es gilt daher, den Insektizideinsatz genau abzustimmen um einen möglichst langen Schutz des Getreides zu gewährleisten. Ist ein sehr früher Insektizideinsatz bei noch geringer Blattmasse aufgrund des Läusedruckes notwendig, empfehlen wir den Einsatz von zugelassenen Pyrethroiden, um Virus übertragende Blattläuse schnell und effektiv auszuschalten (z.b. in Tankmischung mit frühen Nachauflaufherbiziden). Mit fortschreitender Entwicklung des Getreides (ab 4 Blatt Stadium) empfehlen wir den Einsatz von 0,3 l/ha BISCAYA gegen neu zufliegende Blattläuse Die kontakt und systemische Wirkung von BISCAYA schützt das Getreide über einen deutlich längeren Zeitraum als die Pyrethroide. Darüber hinaus bietet BISCAYA aufgrund seiner höheren Regenfestigkeit eine größere Unabhängigkeit von Witterungseinflüssen. Dies ist im Herbst von besonderer Bedeutung. Da in dieser Anbausaison keine insektiziden Beizen zur Verfügung ste Auch wenn BISCAYA keine ausgeprägte knock down Wirkung hat, sind im Getreide (ähnlich wie bei der insektiziden Beizung) einzelne Probestiche der Blattläuse zu tolerieren. Wichtig ist, dass der Aufbau von Blattlauskolonien verhindert wird. Denn erst durch die kreisförmige Ausbreitung der Blattläuse werden die so übertragenden Viruserkrankungen ertragsrelevant. Versuche im Herbst 2007 und 2008 haben die Leistungsfähigkeit von BISCAYA gegen Blattläuse bestätigt. Eine Zulassung gegen virusübertragende Blattläuse wird angestrebt. Abb. 1: Insektizidmaßnahmen/Sicherung der elementversorgung im Spuren- Nachauflauf Vektorenbekämpfung (Blattläuse) Biscaya 0,3 l/ha Sumicidin Alpha EC 0,2 l/ha oder Karate Zeon 0,075 l/ha Optimierung der Winterhärte/ Mangan- und Spurenelementversorgung Lebosol Mangan 1,02,0 l/ha oder YaraVita Getreide (Mn, Zn, Cu) 1,0 l/ha oder Epso Combitop (Mn, Zn) 10 kg/ha Mangan- und Spurenelementmangel in Wintergerste 12 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
13 Anbauempfehlungen Winterraps SAATGUT Rapsanbau gefragt wie nie Die Kulturart Winterkörnerraps behauptet sich seit Jahren als hochattraktives Fruchtfolgeglied im Ackerbau. Weltweit wird zur Ernte 2010 erneut mit einer angebotsübersteigenden Nachfrage gerechnet. Die Anbauflächen in Deutschland und der EU bewegen sich auf hohem Niveau. Zur Aussaat 2010 wird eine positive Entwicklung der Anbaufläche erwartet. Hintergründe für die nachhaltige Erfolgsgeschichte des Rapses sind zum einen die sehr guten Deckungsbeiträge. Hohe Erlöse resultieren aus einer aktuell knappen Versorgungslage. Die zu erzielenden Mehrerträge im Vergleich zu den wichtigen alternativen Ackerbaukulturen bleiben trotz guter Entwicklungen wie beispielsweise im Konsumgetreidebereich hoch attraktiv. Zum anderen führten züchterische Leistungen der vergangenen Jahre zu Neuzulassungen mit hervorragenden Sorteneigenschaften hinsichtlich des Ertrages und anderen Parametern wie Pflanzengesundheit, Standfestigkeit oder Winterhärte. Welche Sorte anbauen? Aus der Vielfalt der angebotenen Linien und Hybridsorten diejenigen auszuwählen, die für den jeweiligen Standort mit seinen spezifischen Bedingungen das Optimum darstellen, fällt schwer. Bei der Beizung hingegen sollten keine Kompromisse eingegangen werden. Hervorragende Sorteneigenschaften sollten vom Start weg mit der bestmöglichen Beizausstattung zur Absicherung einer optimalen Pflanzenentwicklung unterstützt werden. Die Verteilung der Anbaufläche auf zwei bis drei Sorten beugt Risiken vor und erleichtert die arbeitswirtschaftliche Planung. Empfehlung Liniensorten GALILEO: Frühsaatgeeignete Liniensorte mit verhaltener Jugendentwicklung, sehr hohe Korn und Ölerträge, geeignet für leichte und mittlere Standorte, standfest mit herausragender Phoma und Verticillium Toleranz, früher Reifezeitpunkt. NK DIAMOND: BSA Neuzulassung 2009, kurze und sehr standfeste Sorte mit sehr hohem Ertragspotenzial, zügige Herbstentwicklung, gute Winterhärte, geeignet für alle Anbaulagen. KING 10: Sehr leistungsstarke BSA Neuzulassung 2009, höchste Erträge im Korn und Ölertrag sowie Ölgehalt (899) in Kombination mit hoher Standfestigkeit, guter Gesundheit bei gleichmäßiger und früher Abreife, Eignung für frühe bis mittlere Aussaattermine auf guten und schweren Standorten. Pflanzenbauempfehlung Herbst
14 Anbauempfehlungen Winterraps SAATGUT Sortenübersicht Winterraps Neigung zu Anfälligkeit für Ertrags- und Qualitätseigenschaften Sortenbezeichnung Züchter/Vertrieb Sortentyp Blühbeginn Reife Pflanzenlänge Auswinterung Lager Phoma Sclerotinia Tausendkornmasse Kornertrag Ölertrag Ölgehalt Glucosinolatgehalt Adriana Limagrain L Galileo SW Seed L King 10 Rapool L NK Diamond Syngenta Seeds L Dimension Rapool H NK Petrol Syngenta Seeds H PR 45 D 03 Pioneer HZH Visby Rapool H sehr positive Ausprägung des Merkmals unterdurchschnittliche Ausprägung des Merkmals ADRIA: Liniensorte mit hervorragender Leistungskombination, kurze bis mittlere Wuchshöhe, standfest, frühreif, gute Gesundheit gegenüber Phoma und Verticillium, für alle Standorte geeignet. Empfehlung Hybridsorten VISBY: MSL- Hybride mit sehr hohem Korn- (9) und Ölertrag (8), spätsaatverträglich aufgrund zügiger Jugendentwicklung, gute Standfestigkeit und Gesundheit, geeignet für enge Rapsfruchtfolgen, breite Standorteignung mit hoher Ertragsstabilität, homogene und frühe Abreife. DIMENSION: Sorte mit außergewöhnlicher Merkmalskombination für die Ertragsparameter Korn- und Ölertrag sowie Ölgehalt (9-9-8), standfeste Sorte mit frühem bis mittelfrühem Reifezeitpunkt, vitale Herbstentwicklung, dabei schossfest, mulchsaatgeeignet, Anbaueignung für mittlere bis schwere Standorte bei normalen Aussaatterminen. NK PETROL: Safecross-Hybride mit besten Kornerträgen und hohen Ölerträgen bei guter Pflanzengesundheit, frühreife Sorte, zeichnet sich durch hohe Vitalität und Stresstoleranz aus, geeignet für Mulchund Spätsaaten. PR 45 D 03: Halbzwerghybride mit sehr geringer Pflanzenlänge und hoher Standfestigkeit, hohe Korn- und Ölerträge, Vorteile bei der Beerntung durch die Kurzstrohigkeit, ver haltene Jugendentwicklung, geeignet für mittlere Aussaattermine auf fast allen Standorten. Präzisionsarbeit Einzelkornsaat Im technischen Bereich ist die Optimierung der Rapsaussaat eine Herausforderung. Mit der Einzelkornsaat lässt sich der Wunsch nach Einsparungen bei den Saatgutkosten mit der pflanzenbaulichen Notwendigkeit für eine optimale Standraumzuteilung der Einzelpflanze kombinieren. Von der Liniensorte Galileo steht Saatgut mit definiertem Kaliber für die Einzelkornsaat zur Verfügung. 14 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
15 Anbauempfehlungen Winterraps SAATGUT Welche Beize ist optimal? Zur optimalen Nutzung des genetischen Potenzials der gewählten Rapssorte ist die bestmögliche Beizausstattung zur Absicherung einer optimalen Pflanzenentwicklung insbesondere im Jugendstadium unerlässlich. Die Kosten für den maimalen Beizschutz sind, bezogen auf die Aussaatfläche, gering und machen sich in jedem Fall bezahlt. Die Standardbeizungen erfassen die ersten Auflaufkrankheiten sowie den Frühbefall mit Rapserdfloh bis etwa zum 4 Blattstadium. Die Saatgutinkrustierung mit Elado verlängert den insektiziden Schutz gegen Erdfloh bis zum 6 bis 8 Blattstadium. Zusätzlich bekämpft werden die Larven der Kleinen Kohlfliege bzw. verschiedener Wurzelfliegen sowie Blattläuse als Virusüberträger. Mit der Verwendung von DMM und Metalayl werden zusätzliche fungizide Effekte gegen Falschen Mehltau erzielt. Wurzel entscheidet über Ertrag Zu Beginn der Vegetationsruhe sollten die Rapspflanzen ca. 68 entwickelte Blätter haben, die Wurzel einen Tiefgang von mindestens 10 cm aufweisen und der Wurzelhals einen Durchmesser von 810 mm erreicht haben. Die Entwicklung der Einzelpflanzen hängt von der Bestandesdichte ab. Zu dichte Bestände im Herbst kehren die Energieeinlagerung in die Wurzel um. Zudem beschatten sich die Pflanzen gegenseitig und versuchen den Lichtmangel durch verstärktes Blattwachstum und Streckung zu kompensieren. Das oberirdische Wachstum wird zu stark gefördert und somit ist die Entwicklung der Wurzel unzureichend. Bei Hybridsorten sollte die Bestandesdichte ca und bei Liniensorten ca Pflanzen je m 2 betragen. Raps als Pfahlwurzler reagiert empfind lich auf Verdichtungen im Boden. Mit der Bodenbearbeitung Feldaufgang und Pflanzenverluste in Abhängigkeit von der Rückverfestigung Gepackter Boden Lockerer Boden Gepackter und gewalzter Boden Keimpflanzen/m Pflanzen/m 2 nach Winter Überlebensrate in % sei es als Pflug oder Mulchsaat müssen Verdichtungen im Boden beseitigt werden. Ein gelockertes Bodengefüge kann die Pfahlwurzel des Rapses über die Vegetationsperiode dann biologisch stabilisieren. Entscheidend für einen optimalen Feldaufgang der Saat ist anschließend ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett. Wichtig für einen gleichmäßigen Aufgang ist ein Steckbrief Aussaat durchgehender Kapillaranschluss an den Unterboden. Die Maßnahmen und Intensität zur Bodenbearbeitung sind abhängig von den örtlichen Verhältnissen. In jedem Fall ist eine gute Rückverfestigung des Unterbodens anzustreben. Hierzu eignen sich Packer mit großem Durchmesser, aber auch Prismenund Cambridgewalzen. Die Saattiefe sollte bei 23 cm liegen. Saattermin: Höhenlagen August schwere Böden August Niederungslagen August Bei Gefahr durch Taubenfraß in Regionen mit geringer Rapsanbau dichte muss 5 Tage früher gesät und im Herbst ein Wachstumsregler eingesetzt werden. Saatstärke bei Liniensorten: Datum Keimfähige Körner/m 2 Saatmenge (kg/ha), je nach TKG ,22, ,83, ,04,0 Die Saatmenge ist vom Standort, Sorte und Saatbett abhängig zu machen. Bei schweren Böden und einem Feldaufgang < 80 % die höhere Saat stärke wählen! Saatstärke bei Hybridraps: Datum Keimfähige Körner/m 2 Saatmenge (kg/ha), je nach TKG ,22, ,53, ,03,5 Saattiefe: 12 cm bei feuchtem Boden 23 cm bei trockenem Boden Optimaler Bestand im Herbst: notwendige Wurzelhalsdurchmesser Pflanzen/m² Anzahl Blätter Saatstärke bei 85 % Feldaufgang 3545 Pflanzen (früh) 1012 Blätter 4555 Körner/m² 1012 mm 4555 Pflanzen (mittel) 810 Blätter 5570 Körner/m² 810 mm 5060 Pflanzen (spät) 68 Blätter 7085 Körner/m² 68 mm Pflanzenbauempfehlung Herbst
16 Anbauempfehlungen Winterraps DÜNGUNG Düngung Düngungsmaßnahmen dienen im Herbst in erster Linie der Sicherung der Bestandesentwicklung. Raps ist eine Kultur mit sehr hohem Nährstoffbedarf. Gegenüber Getreide zeichnet sich Raps vor allem durch einen sehr hohen Bedarf an Kali, Stickstoff, Schwefel und Bor aus. Bis zur Ernte kann Raps bis zu 80 kg Schwefel je ha entziehen. Um diesen Bedarf zu decken, sollten schwefelhaltige Dünger bereits zum Herbst und Vegetationsbeginn appliziert werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass Schwefel nur in Sulfatform und damit in einer schnell verfügbaren Form gedüngt wird. Neben schwefelsaurem Ammoniak sind Ammonsulfatsalpeter oder schwefelhaltige NPK-Dünger geeignet. Mit seinem Rapsstroh bindet Raps bis zu 300 kg Kali je ha, von dem nach der Ernte wieder ein Großteil dem Boden zurückgeführt wird. Um diesen Entzug zu decken, die Winterhärte zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber witterungsbedingtem Stress zu fördern, muss bereits zum Herbst der Kalibedarf mit Kornkali gedeckt werden. Aufgrund der frühen Ernte sollte die verfügbare Zeit für eine Kalkung zu Raps genutzt werden. Auch die PK-Düngung im Herbst sichert eine ausreichende Nährstoffversorgung der Bestände (Tab. 1). Spurenelementversorgung Tab. 1: Grundnährstoff- und Spurenelementdüngung zu Winterraps in kg/ha Raps hat einen hohen Bedarf an Bor, Mangan und Molybdän. Bor und Mangan werden bei hohem ph- Wert und bei Trockenheit im Boden festgelegt. Auf feinerdigen Böden kann es bei Trockenheit zur Trocken Ertragserwartung 4050 dt/ha hohes Ertragsniveau 3040 dt/ha geringes Ertragsniveau trockene Standorte K 2 O unverändert P 2 O unverändert MgO % S % (früh) Bor 0,35 0, %/23 Gaben Mangan 0,15 0,15 verdoppeln/2 Gaben Molybdän 0,08 nur bei zu niedrigem ph-wert Anmerkung: Versorgungsstufe C Tab. 2: Verfügbarkeit von Spurenelementen je nach Standort Standort eigenschaft Bor Kupfer Mangan Zink Molybdän Eisen ph-wert über 7, ph-wert unter 5, Staunässe Trockenheit hoher Humusgehalt Bodenverdichtung (Sauerstoffmangel) hohe P 2 O 5 -Gehalte LWK, NRW +++ = sehr gut verfügbar ++ = gut verfügbar + = verfügbar = sehr starker Mangel - - = starker Mangel = Mangel 16 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
17 Anbauempfehlungen Winterraps DÜNGUNG Ertragseffekte einer RapsAS-Düngung Ertrag (dt/ha) Düngemenge: 240 kg N/ha Düngemenge: 180 kg N/ha (AHL) 100 (ENTEC)-0-80 (KAS) Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eg bietet auch in diesem Jahr wieder RapsAS bzw. RWZ- PowerALZON sowie spezifische Mischungen als NPK an. Hierbei bieten Mischungen als NPK den Vorteil, dass durch die Düngung mit frischem Phosphat und Kali eine optimiertere Düngereffizienz und Pflanzenverfügbarkeit gewährleistet wird. Zur Absicherung der Nährstoffversorgung mit Mikronährstoffen bietet sich im Herbst und Frühjahr der Einsatz von Blattdüngern wie beispielsweise YaraVita Raps FL oder Epso Microtop in Kombinationen mit Pflanzenschutzmaßnahmen an. Bei zu erwartendem Bormangel ist eine Kombination von 1,0 l Lebosol Bor und 2,0 l YaraVita Raps FL zu wählen. fiierung von Bor und Mangan kommen, da durch die eingeschränkte Diffusion nicht genügend Nährstoffe abgegeben werden. Molybdän wird im Gegensatz zu Bor und Mangan bei niedrigen ph-werten festgelegt (Tab. 2). Der Spurennährstoffbedarf muss beim Raps in sehr kurzer Zeit über die Schossphase gedeckt werden. Eine gezielte Blattdüngung ergänzt die Nährstoffaufnahme aus dem Boden zum Bedarfszeitpunkt. Einsatz stabilisierter Dünger Der frühzeitige Einsatz von stabilisierten N-Düngern hat sich im Raps bewährt und entwickelt sich mehr und mehr zum Standard. Mit Raps AS bzw. RWZ-PowerALZON gedüngte Bestände, welche die komplette N-Menge in einer Gabe zu Vegetationsbeginn erhalten, überstehen längere Trockenphasen im Frühjahr besonders gut. Durch eine gleichmäßigere Bereitstellung von Stickstoff werden die Raps pflanzen ausgewogener und be darfs ge rechter ernährt. Die kontinuierliche N-Versorgung der Rapspflanzen ergibt sich aus der unterschiedlichen Wirkgeschwindigkeit der Stick stoffformen Nitrat, Ammonium und stabilisiertem Ammonium (Drei-N-Wirk prinzip). Mit RapsAS bzw. RWZ-PowerALZON gedüngte Rapsbestände reagieren durch die kontinuierliche Stickstoffversorgung mit einem gleichmäßigen Längenwachstum. Dadurch wird die starke Konkurrenz zwischen den Einzelpflanzen verringert. Die Einzelpflanze reagiert mit einer intensiveren Verzweigung und einem sehr guten Schotenansatz. Mit dem Einsatz von RapsAS bzw. RWZ- Power ALZON wird gleichzeitig die benötigte Schwefelversorgung, bei Raps AS zusätzlich auch die Borversorgung, gesichert. Durch eine N-Ernährung auf Basis von Ammo nium werden N-Verluste minimiert und die N-Effizienz bei einem Einsatz dieser Dünger gesteigert. Ein weiterer Vorteil ist die Einsparung von Überfahrten. Mit YaraVita Raps FL optimal versorgt Winterraps reagiert besonders empfindlich auf eine unzureichende Versorgung mit den Spurenelementen Bor, Mangan und Molybdän. Bormangel im Raps führt häufig schon im Herbst zu Hohlräumen in der Wurzel und somit unwiderruflich zu deutlichen Ertragseinbußen. Mangan ist essenzieller Bestandteil von vielen Enzymen und unmittelbar an der Photosynthese beteiligt. Eine ausreichende Manganversorgung verbessert zudem entscheidend die Winterhärte der Rapsbestände. Um Rapspflanzen jederzeit optimal zu versorgen, empfiehlt sich der Einsatz von 1,52,0 l/ha YaraVita Raps FL (50 g/l Bor, 70 g/l Mangan, 4 g/l Molybdän, 133 g/l Magnesium) ab dem 4-Blattstadium im Herbst sowie eine erneute Behandlung in der Hauptstreckungsphase im Frühjahr. Nährstoffgehalte von RapsAS: RWZ-PowerALZON 25 % N 37 % N 11 % Schwefel 8,5 % Schwefel 0,05 % Bor Hohlräume in der Raps wurzel als Resultat einer Unterversorgung mit Bor Pflanzenbauempfehlung Herbst
18 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Schadpflanzen bekämpfen Ziel eines jeden Rapsanbauers muss es sein, die Ungras- und Unkrautbekämpfung rechtzeitig und problemorientiert im Herbst, d.h. im Vor- bzw. frühen Nachauflauf durchzuführen. Nur dann ist eine zügige Jugendentwicklung gewährleistet und die Grundlage für hohe und wirtschaftliche Erträge gegeben. Ist der Raps erst etabliert, besitzt er eine hohe Konkurrenzkraft. Mit Quantum erhält der bereits im Mais bekannte Wirkstoff Petho amid (Successor T) eine Zulassung im Raps. Das Produkt Quantum wird von der Firma Stähler nur im Quantum Power Pack mit Echelon (nicht verkapseltes Clomazone) vertrieben. Für die Durchführung einer breit wirksamen Herbizidapplikation steht ein maimaler Zeitraum von drei Wochen zur Verfügung. Die Erfahrung zeigt, dass Behandlungen im Vorauflauf die beste Wirkungssicherheit bieten. Gerade bei Problemunkräutern wie etwa Hirtentäschel, Rauke Arten und Storchschnabel ist ein höherer Wirkungsgrad nur bei Herbizid Applikationen in der ersten Woche nach der Saat zu erzielen. Eine höhere herbizide Wirkung einerseits bedeutet aber anderseits ein höheres Verträglichkeitsrisiko. Neue Produkte 2010 Für den Herbst wird das bekannte Focus Ultra (Wirkstoff: Cycloydim) in der Anwendung weiter optimiert. Mit dem Focus Aktiv Pack wird zusätzlich zum Focus Ultra der Zusatzstoff Dash E.C. beigefügt. Mit Hilfe dieses Zusatzstoffes wird die Wirkung von Focus Ultra auch unter kritischen Bedingungen (niedrige Luftfeuchte, starke Wachsschicht) erhöht und damit eine Reduzierung der Herbizidaufwandmenge möglich. Für das Produkt Brasan ist in diesem Jahr zu beachten, dass es nur noch mit 2,0 l/ha statt 3,0 l/ha angewendet werden darf. Diese Anpassung erfolgte durch EU Vorgaben für den Wirkstoff Dimethachlor. Die Firma Belchim Crop Protection führt in diesem Herbst mit Slu ein neues Molluskizid mit dem Wirkstoff (Eisen III Phosphat) ein. Das Produkt zeichnet sich neben dem Aspekt des Wirkstoffwechsels dadurch aus, dass Eisen III Phosphat eine geringe Toizität auf Menschen, Warmblüter und natürliche Antago Raps muss während der Jugendentwicklung im Herbst ungrasund unkrautfrei sein! Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe: 1. Eine frühzeitige Herbizidbehandlung schaltet Ungräser und Un kräuter aus, so dass sich der Raps konkurrenzfrei etablieren kann. 2. Alle Herbizidmaßnahmen im Frühjahr sind nur als Notmaßnahmen zu sehen, da eine breite Verunkrautung nicht mehr erfasst werden kann. 3. Problemunkräuter wie Hirtentäschel, Ackerhellerkraut, Kamille und Klettenlabkraut werden oft nur während des Auflaufens bzw. im Keimblattstadium sicher bekämpft. 4. Die Konkurrenz des Ausfallgetreides kann zu Bestandeslücken und schwachen Beständen führen. 5. Hoher Unkrautbesatz bedeutet erhebliche Ernteerschwernis. 18 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
19 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Tab. 1: Rapsherbizide zum Herbsteinsatz 2010 im Vergleich Gräser Kräuter Präparat Wirkstoff Gehalt g/l bzw. g/kg HRAC-Klassifi zierung Aufwandmenge l/ha bzw. kg/ha Anwendungstermin Verträglichkeit Ackerfuchsschwanz Ausfallgetreide Einjährige Rispe Windhalm Ehrenpreis Hellerkraut Hirtentäschel Kamille Klatschmohn Klettenlabkraut Knöterich-Arten Kornblume Ochsenzunge/ Ackerkrummhals Stiefmütterchen Storchschnabel Taubnessel Vogelmiere Wegrauke Brasan ** Dimethachlor Clomazone** K 2,0 VA* () () () Butisan Metazachlor 500 K 1,5 K () () Butisan Kombi Metazachlor Dimethenamid-P K 2,5 VA* () () () Butisan Komplett-Pack Metazachlor Dimethenamid-P Clomazone** K/F 2,5 0,25 VA* () () () () Butisan Top Metazachlor Quinmerac K/O 2,0 K () () () Centium 36 CS ** Clomazone ** 360 F 0,33 VA* () Colzor Trio ** Clomazone** Dimethachlor Napropamid ,5 187,5 F/K 4,0 VA* () Cirrus** Clomazone** 500 F 0,24 VA* () Effigo Clopyralid Picloram O 0,35 () 1 Fo Bifeno 480 E 0,3+0,7 Splitting () () () Fuego Metazachlor 500 K 1,5 K () () Kerb Flo Propyzamid 400 K 1,3 1,8 () Nimbus CS** Metazachlor Clomazone** ,3 K/F 3,0 VA* () Quantum Power Quantum + Echelon Pethoamid Clomazone K/F 2,0 0,2 VA* () () - () Stomp Aqua Pendimethalin 455 K 2,0 () () Effigo Kombi Pack Butisan Kombi + Effigo Metazachlor+ Dimethenamid-P Clopyralid+ Picloram K/O 2,5 + 0,33 VA () () Centium-Fuego Kombipack Clomazone** Metazachlor F/K 0,30 1,50 VA* () Fo OS + Effigo Bifeno Cloypyralid+ Picloram E/O 0,3-0,7 + 0,35 () * direkt nach der Saat ** keine Anwendung bei Temperaturen über 25 C; die neuen produktspezifischen Auflagen beachten! Wirkungsklassen = > 95 % () = 9095 % = 8590 % = 6085 % = < 60 % 1 Windenknöterich bis 2-Blattstadium = %; andere Arten schlechter Pflanzenbauempfehlung Herbst
20 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Abb. 1: Ungras- und Unkrautbekämpfung Vorauflauf Mischverunkrautung und Problemunkräuter: inkl. Hirtentäschel, Kamille, Klettenlabkraut, Kornblume, Wegrauke + beste Storchschnabelwirkung, Amarant, Klatschmohn, Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Einj. Rispe + sehr gute Wirkung auf Kornblume und Kamille (bes. auf trockenen Standorten) VA innerhalb von 3 Tagen nach der Saat Nimbus CS 2,53,0 l/ha mittlere Böden bis schwere Böden (> 3 % Humus: 3 l/ha) Butisan Komplett-Pack 2,5 l/ha Butisan Kombi + 0,25 l/ha Centium 36 CS leichte Standorte < 2,5 % Humus VA Centium 36 CS 0,25 l/ha + Butisan Kombi 2,252,5 l/ha Einsatzbedingungen für Brasan, Centium 36 CS, Cirrus, Colzor Trio und Nimbus CS: Kein Einsatz bei Temperaturen über 25 C Innerhalb von 3 Tagen nach der Saat Raps kann innerhalb von 4 Tagen bei ausreichender Bodenfeuchte und hohen Bodentemperaturen aufgelaufen sein. Optimale Kulturverträglichkeit bei 1,5 2,5 cm Saattiefe in einen abge setzten rückverfestigten Boden (feinkrümeliger Boden) Walzen, wenn möglich! Anwendung früh morgens oder abends Nachbehandlung gegen Kamille, Ausfallgetreide und Gräser im 3-Blattstadium Effigo 0,33 l/ha + Graminizid + Fungizid nisten der Schnecken (z.b. Laufkäfer) besitzt. Weitere Merkmale sind die Nasspressung und die hohe Köderdichte von 60 Köderpellets/m 2 bei 7 kg/ha Aufwandmenge. Bayer CropScience wird in diesem Herbst das Produkt Mesurol Schneckenkorn (Wirkstoff: Methiocarb) bedingt durch gesetzliche Bestimmungen nicht mehr für den Ackerbau anbieten. Als Ersatz wird das Produkt Mollustop mit dem Wirkstoff Metaldehyd angeboten. Die Wirkung und anwendungstechnischen Bedingungen von Mollustop sind mit denen der Delicia Schneckenlinsen vergleichbar. Gezielter Herbizid einsatz Abb. 2: Ungras- und Unkrautbekämpfung Nachauflauf Mischverunkrautung: Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Kamille, Klettenlabkraut... EC 10 bester Anwendungstermin gegen: Schierling, Wilde Möhre, Phacelia Mulchsaatflächen: Starker Kamilledruck, Hirtentäschel Zusatzwirkung auf Storchschnabel Problemverungrasung: Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Trespe... Resistenzmanagement durch Wirkstoffwechsel (effektiver Einsatz von Zellwachstumshemmern) Butisan Top 2,0 l/ha früher K 68 Tage nach der Saat Butisan Kombi 2,5 l/ha früher K VA8 Tage nach der Saat Effigo Kombi Pack Nachlage gegen Kamille, Kornblume... in Kombination mit Gräsermittel und Fungizid Effigo 0,33 l/ha + Graminizid + Fungizid 34 Wochen nach der Saat Effigo 0,33 l/ha + Graminizid + Fungizid 34 Wochen nach der Saat Winterspritzung (in der Veg.-Ruhe!) gegen Ausfallgetreide, Trespe,...: Kerb FLO 1,25 l/ha gegen resistenten AFU: Kerb FLO 1,8 l/ha November Im Vorauflauf In den letzten Jahren haben sich Storchschnabel Arten zunehmend zum neuen Problemunkraut im Raps entwickelt. Der Butisan Komplett Pack erfasst eine breite Mischverunkrautung mit besonderer Stärke gegen Storchschnabel Arten. Verantwortlich dafür ist der letztes Jahr im Raps zugelassene Wirkstoff Dimethenamid P. Gleichzeitig wird durch diesen Wirkstoff auch die Wirkung auf Kamille bei trockenen Bedingungen verbessert. Der verkapselte Clomazone Wirkstoff mit 90 g/ ha führt gegenüber nicht verkapselten Clomazone Produkten zu einer besseren Verträglichkeit bei voller Wirkung (Abb. 1). Hirtentäschel Storchschnabel 20
21 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Tab. 2: Graminizide im Winterraps Ungrasspezifische Aufwandmengen je ha Ausfallgetreide Produkt Wirkstoff Gehalt in g/l Gebindegröße Aufwandmenge in l/ha Anwendungstermin Ackerfuchsschwanz Windhalm Einj. Rispe Weidelgräser Rotschwingel Knaulgras Wiesenschwingel Trespen-Arten 2) WG WW WR/WT Quecke Agil-S Propaquizafop l 45 l 20 l 1,0 0,60,8 0,81,0 0,81,0 1,0 0,81,0 0,60,8 0,70,8 0,81,0 n.z. Kerb Flo* Propyzamid l 25 l 20 l 1,25 1,875 1,25 1,8* 1,0 1,25 1,5 1) 1,5 1) 1,5 1) 1,25 1,25 1,25 1,25 Panare Quizalofop-P 32 Select 240 EC* (+ Para Sommer) Clethodim l 20 l 1 (+ 2) l 5 (+ 10) l 1,25 0,8 0,81,0 0,81,2 1,25 11,25 0,8 0,70,8 0,81,0 2,02,25 0,50 (+1,0) 0,40,5 (+0,8-1,0) 0,40,5 (+0,8-1,0) 0,5 (+1,0) 0,40,5 (+0,8-1,0) 0,40,5 (+0,8-1,0) 0,4 (+0,8) 0,40,5 (+0,8-1,0) 0,5 (+1,0) n.z. Hinweis: untere Aufwandmenge nur unter optimalen Bedingungen bzw. bei Zusatz von Designer 0,125 l/ha; gegen Quecke immer FCS-Rapsöl 0,5-1,0 l/ha zusetzen Alle Aufwandmengen können bei Kombinationsspritzungen mit Fungiziden um 10-15% reduziert werden. n.z. = nicht zugelassen 1 = Samen-Auflauf. Aus Bulten oder Rhizomen ist ein Wiederaustrieb zu erwarten. 2 = Zusatz von Netzmittel erhöht die Wirkung * = Achtung: Gegen FOP-resistenten Ackerfuchsschwanz Select + Para Sommer oder in der Vegetationsruhe Kerb Flo einsetzen! Im Nachauflauf Butisan Top bleibt auch in diesem Herbst die Universallösung für den Nachauflauf. Die Behandlung sollte sechs bis acht Tage nach der Saat erfolgen, um höchste Wirkungsgrade sicherzustellen (Abb. 2). Gerade auf Standorten mit starkem Druck an Hirtentäschel, Hellerkraut und Storchschnabel und auf Böden mit einer starken Sorbtion von Bodenwirkstoffen (z.b. Mulchsaaten) bietet sich der Effigo Kombi Pack an. Diese Clomazone freie Splittinglösung bekämpft mit dem neuen Wirkstoff Dimethenamid P die genannten Problemunkräuter. Das Splitting der Herbizidanwendung auf Butisan Kombi im Vorauflauf bis acht Tage nach der Saat und eine Effigo Nachlage in drei bis vier Wochen nach der Saat führt zu keiner zusätzlichen Überfahrt, da Effigo zusammen mit einem Graminizid (Tab. 2) und einem Fungizid ausgebracht werden kann. Mischverunkrautung Ackerhellerkraut 21
22 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Schädlingsbekämpfung Achtung Schnecken! Die Schneckenbekämpfung im Ackerbau, besonders bei Raps, aber auch bei Wintergetreide hat sich in den letzten Jahren praktisch zu einer Standardmaßnahme entwickelt. Bei optimalen Entwicklungsbedingungen kann es zu etrem hohen Besatzdichten von Ackerschnecken (oder Wegschnecken) kommen. Feuchte Witterungsbedingungen bei grobscholliger Bodenstruktur von Lehm- und Tonböden bieten ausgezeichnete Lebensbedingungen für diese Tiere. Veränderte ackerbauliche Maßnahmen, wie Minimalbodenbearbeitung, konservierende Bodenbearbeitung, Randstreifeprogramme, Flächenstilllegung oder Ausdehnung der Rapsfläche, haben ebenfalls zu einer Ausbreitung der Schnecken beigetragen. Viele Maßnahmen zur Reduzierung von Schneckeneiern oder Schnecken wie mehrmalige mechanische Stoppelbearbeitung oder tiefes Pflügen sind heute praktisch kaum noch durchführbar. Zur effektiven Schneckenbekämpfung sollte der Auflauf der Vorfrucht mit einem zeitigen Glyphosat-Einsatz beseitigt werden. Es gilt, den Acker schwarz zu halten, um den Schnecken die Nahrungsgrundlage zu entziehen. In Regionen mit hohem Schneckendruck sollten bereits eine Woche vor der Saat Kontrollen auf den Ackerschneckenbesatz erfolgen. Der Befall mit Schnecken kann durch das Auslegen von Schneckenfolie oder andere Monitoringsysteme ermittelt werden. Als Schadschwelle wird 1 Schnecke pro m² angesehen. Bei starkem Befall empfiehlt sich der frühzeitige Einsatz von Schnecken-Köder, der je nach Befallsverteilung als Rand-, Befallsherd- oder Ganzflächenbehandlung durchzuführen ist. Ein Wiederholen dieser Maß nahme kann bei feuchter Witterung notwendig sein. Die Kontrolle auf Schneckenbesatz sollte bis zum 4-Blatt-Stadium des Rapses er folgen. In den letzten Jahren wird mit Delicia Schnecken-Linsen ein bewährter Schneckenköder eingesetzt, der sich wie alle Metaldehyd-haltigen Produkte durch seine Nützlingsschonung auszeichnet. Regenwürmer und eine große Zahl von Insekten sowie Säugetiere und Vögel werden durch eine sachgemäße Anwendung in ihren Lebensbedingungen nicht beeinflusst. Delicia Schnecken-Linsen zeichnen sich durch weitere positive Eigenschaften aus: Völlig neue Köderform als Linse (Schmale Bisskante wichtig für kleine Schnecken) Nicht witterungsabhängig, sehr hohe Regenbeständigkeit In vielen Kulturen zugelassen (u. a. in Raps, Getreide, Rüben, Kohl, Ackerbohnen) Keine Staubentwicklung Geringe Aufwandmenge pro ha mit 3 kg/ha bei 3 % Wirkstoffgehalt Gute Flächenabdeckung mit 3033 Linsen pro m² bei großer Streubreite Ausgezeichnete Wirksamkeit bei hoher Wirtschaftlichkeit Einzusetzende Produkte sind der Tabelle 1 zu entnehmen. Feldmäuse nicht vergessen Rechtzeitig nach der Saat muss auf Feldmäuse geachtet werden. Bei entsprechender Vermehrung sollte eine unverzügliche und gezielte Bekämpfung erfolgen. Hierfür eignen sich Ratron Giftweizen bzw. Giftlinsen, welche mittels Legeflinte mit 5 Stück/Loch verteilt werden. Kalkstickstoff Starker Besatz durch Schnecken und Schneckeneier im Boden, hoher Unkrautdruck und drohende Infektionen durch Kohlhernie können mit Kalkstickstoff kontrolliert werden. Nach dem Ausstreuen von Kalkstickstoff entsteht Cyanamid. Durch Cyanamid werden Schneckeneier und Jungschnecken bis zu 90 % reduziert. Auch auf Standorten mit Infektionspotenzial durch Kohlhernie kann der Jungpflanzenbefall durch den Einsatz von Kalkstickstoff vermindert werden. Ebenso sind Teilwirkungen auf flach keimende Unkräuter zu erwarten. Perlka (20 % N, 55 % CaO) wird mit 23 dt/ha vor der Saat ausgebracht. Das nitrifikationshemmende Dicyandiamid verhindert zunächst die Umsetzung des Stickstoffs, so dass die größte Stickstoffmenge erst im Herbst zum 4-Blattstadium des Rapses zum optimalen Zeitpunkt verfügbar wird. Tab. 1: Schneckenköder im Überblick Produkt Aufwandmenge/ha Wirkdauer in Tagen Abstand zu Oberflächengewässer Slu 7 kg (60 Kö/m 2 ) m Mollustop 3 kg (35 Kö/m 2 ) m Patrol Meta Pads 4 kg (35 Kö/m 2 ) m Delicia Schnecken-Linsen 3 kg (32 Li/m 2 ) m 22 Pflanzenbauempfehlung Herbst 2010
23 Anbauempfehlungen Winterraps PFLANZENSCHUTZ Fungizideinsatz im Herbst Ein Fungizideinsatz im Herbst im 6 bis 8 Blattstadium verhindert vor allem bei Frühsaaten, wüchsigen Sorten (Hybriden) sowie hoher organischer Düngung ein Überwachsen der Bestände und fördert eine bessere Wurzelentwicklung. Gerade im Herbst 2006 zeigte sich der Vorteil solcher Maßnahmen Bestände ohne Wachstumsreglereinsatz hatten den Stängel teilweise schon bis zu 25 cm geschoben. Phoma bekämpfen Durch den hohen Anteil von Raps in der Fruchtfolge hat gerade in den letzten Jahren auch in Folge einer warmen Herbstwitterung der Befall mit Phoma deutlich zugenommen. Dieser muss durch einen gezielten Fungizideinsatz im Herbst reduziert werden. Phoma ist die bedeutendste Pilzerkrankung im Raps. Vom Anfangsbefall mit Phoma bis zum Einwachsen in den Rapsstängel mit irreparablen Schäden genügt schon eine Temperatursumme von C. Mit einer Fungizidmaßnahme im Herbst kann diese Temperatursumme um bis zu 300 C erhöht und somit das Einwachsen des Phomapilzes in den Stängel hinausgezögert werden. Da durch den Fungizideinsatz die Rapspflanze gleichzeitig entwässert und die Zuckergehalte erhöht werden, wird eine bessere Konditionierung der Pflanze erzielt. Dadurch wird eine bessere Winterhärte erreicht mit wesentlich geringeren Pflanzenverlusten. Sicher durch den Winter Mit Cara steht ein leistungsstarkes, auch mit Gräserherbiziden mischbares Fungizid zur Verfügung. Die besten Ergebnisse werden bei Anwendung ab dem 4 bis 6 Blattstadium erzielt, beson ders wenn dem Raps noch eine lange Vegetationszeit zur Verfügung steht bzw. bereits Ende September dieses Stadium erreicht wird. Spätere Anwendungen ab dem 8 bis 10 Blattstadium sind sowohl in der Einkürzung als auch der Fungizidwirkung schwächer. Um eine ausreichende Einkürzung zu erzielen, sollte zu solchen Terminen immer eine höhere Aufwandmenge gewählt werden. Bei hohem Pho ma Druck sind ebenfalls die höheren Aufwandmengen der Produkte zu wählen. Durch den Zusatz von 1,52,0 l/ha YaraVita Raps FL wird mittels einer Bor und Mangandüngung die Winterhärte deutlich erhöht und die Ausbildung von Hohlherzigkeit an der Wurzel verhindert. Auswirkungen der Cara-Herbstbehandlung auf morphologische Parameter von Raps (Herbst 2009) 17 cm Anwendungsempfehlung Cara: Gegen Phoma lingam, Cylindrosporium: 0,71,0 l/ha Cara in BBCH 1232 Bei starkem Phoma Auftreten und Phoma anfälligen Sorten: > 1,0 l/ha Cara in BBCH cm + 80 % Sorte: PR 31 W 20 Versuchsansteller: Petersen; Standort: Oppendorf (Schleswig-Holstein), Oktober 2009 Diese Arbeitsunterlage dient der Information und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für eventuelle Fehler wird keine Haftung übernommen. Dieses Werk ist einschließlich aller seiner Einzelbestandteile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Eine Gewähr oder Haftung für das Gelingen der Kultur können wir nicht übernehmen. Copyright Raiffeisen Waren Zentrale Rhein Main eg August 2010 Pflanzenbauempfehlung Herbst
24 Ihre Ansprechpartner in der Region Eifel-Mosel-Hunsrück/Saar Josef Heimer Büchel/Gillenfeld 0173/ Helmut Hees Wittlich/Trier 0173/ Paul Kronz Wittlich 0173/ Waldemar Braband Wittlich 0173/ Reiner Hoffeld Merzig 0170/ Gillenfeld Büchel Wittlich Mosel Michel Reiter Morbach 06533/ Peter Heyer Merzig 0172/ Trier-Ruwer Trier Merzkirchen Birkenfeld Morbach Kurt Schmitt Birkenfeld 0172/ Merzig Marpingen Kusel Frank Hermes Trier 0172/ Saar Saarbrücken Mathias Weber Merzkirchen 0172/ Peter Lang Marpingen 0173/ Klaus Rech Kusel 06381/5061
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Raps Herbst 2011 Seite 1
Raps Herbst 2011 Seite 1 Breitblättrige Unkräuter Problem Breitenwirkung, incl. Klette Hirtentäschel Hellerkraut Storchschnabel Schierling 2,5 ltr Butisan Gold NT 102 gegenüber Butisan Top um 25 % verbesserte
Ertrag und Ertragsstabilität
Fachtagung Qualitätsgetreide Ertrag und Ertragsstabilität von Winterweizen in Mitteldeutschland Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Zentrum für Acker- und Pflanzenbau Dr. Gerhard Strenzfelder
Ernteergebnisse Wintergerste Versuchsstandort Nörvenich
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Pflanzenschutzstrategie LWK 2015
Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide 2015 In den grünen Kästen mit unserem Wasserschutzlogo sind die Tankmischungen aufgelistet, die nach dem heutigen Kenntnisstand und aufgrund der uns zur Verfügung stehenden
Saatstärke: N-Düngung:
A V A L O N Hohe Ertragsleistung auf allen Böden Gute Strohstabilität Niedrige Proteingehalte Ährenschieben 5 mittel Lagerneigung 3 gering Ährenknicken 4 gering bis mittel Bestandesdichte 6 mittel bis
Sortenwahl und Bestandesführung Strategien für Höchsterträge - Andreas Baer
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Fachinfo Pflanzenbau KW 43/16 4238/16 1. Einsatz von Herbiziden zur Spätbehandlung im Raps 2. Wie lange können Herbizide im Herbst eingesetzt werden? 3. Blattlauskontrollen weiterhin durchführen 4. Maisergebnisse
Freistaat Sachsen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Auftreten und Bekämpfung von Beifuß-Ambrosie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Dr. Ewa Meinlschmidt, Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie Gerhard Schröder, Landesamt für Verbraucherschutz,
NRW. Neukirchen Vlyun. Venrath Mittel. Heiden. Düsse. Lage
Ertragsleistung der n auf den Einzelstandorten 2017 in Bodengruppe Bundesland Löß Lehm Sand Ort Kerpen Buir Erkelenz- Venrath Lage Heiden Vlyun Merfeld Breitenhaupt Altenmellrich Meerhof Bodenart/BP L/85
agrar.bayer.de/saatgut
agrar.bayer.de/saatgut Bayer CropScience Deutschland GmbH Elisabeth-Selbert-Straße a D-06 Langenfeld Telefon: +9 (0) 21. 206-0 Telefax: +9 (0) 21. 206-1 Kostenloses AgrarTelefon: 000. 220 2209 BCSD 001266
N 2: Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide 2016
Pflanzenschutzstrategie der Landwirtschaftskammer N 2: Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide 2016 In den grünen Kästen mit unserem Wasserschutzlogo sind die Tankmischungen aufgelistet, die nach dem heutigen
Wintergerste. Sortenübersicht 20 Wintergerste Zweizeilige Sorten 21 Wintergerste Mehrzeilige Sorten 22 Hybrid-Gerste 28
Wintergerste Sortenübersicht 0 Wintergerste Zweizeilige Sorten Wintergerste Mehrzeilige Sorten Hybrid-Gerste Wintergerste Sortenübersicht Wintergerste zweizeilige Sorten Neigung zu Anfälligkeiten für Ertragseigenschaften
Herbstrundschreiben 2014 Allmendingen,
-Seite 1- Sehr geehrter Landwirt, Herbstrundschreiben 2014 Allmendingen, 24.09.14 24-09-2014HerbstPlanzenschutzRundschreiben aktuell wollen wir uns folgenden Themen widmen: - Entsorgung leerer Pflanzenschutzpackmittel
Welche Nährstoffversorgung braucht der Raps für Höchsterträge. M.Sc. Bernhard Bauer
Welche Nährstoffversorgung braucht der Raps für Höchsterträge M.Sc. Bernhard Bauer Nährstoffversorgung heißt nicht nur Düngen! Nährstoff als Baustein Makronährstoffe als Bausteine in der Pflanze N kg P
ANAPOLIS C SAUHOHE ERTRÄGE SAUGUTE FUSARIUMRESISTENZ FUSARIUMRESISTENZ IST ÄHRENSACHE
ANAPOLIS C SAUHOHE ERTRÄGE SAUGUTE FUSARIUMRESISTENZ FUSARIUMRESISTENZ IST ÄHRENSACHE SAUHOHE ERTRÄGE SAUGUTE FUSARIUMRESISTENZ SAUSTARKE BLATTGESUNDHEIT ANAPOLIS SAUGUTE LEISTUNG! SAUHOHE ERTRÄGE SAUGUTE
Fachinfo. Pflanzenbau 37/ Aktuelle Zulassungen 2. Einsatz von Graminiziden im Raps 3. Marktmeinung zum Dünger
Fachinfo Pflanzenbau 37/15 1. Aktuelle Zulassungen 2. Einsatz von Graminiziden im Raps 3. Marktmeinung zum Dünger Das Getreideherbizid Falkon steht im Herbst nicht mehr zur Verfügung. Dafür hat die Fa.
Wintergetreide Herbizide
Informationen für Ackerbau und Grünland 18 / 2013 DIENSTLEISTUNGSZENTREN LÄNDLICHER RAUM Wintergetreide Herbizide Unkrautbekämpfung in Wintergetreide im Herbst Sinnvoll ist ein Herbizideinsatz im Herbst
Herbizide Wirkungsweise und aktuelle Versuchsergebnisse Martin Penzel, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Referat Pflanzenschutz
Herbizide Wirkungsweise und aktuelle Versuchsergebnisse, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Referat Pflanzenschutz Inhalt -Klassifizierung von Herbiziden -zugelassene Herbizide in Blumenkohl -Versuchsaufbau
Sortenempfehlung Winterweizen
Landberatungen Northeim Uslar und Einbeck-Gandersheim-Kalefeld e.v. Sortenempfehlung Winterweizen Nachfolgend finden Sie die LSV-Ergebnisse zum Winterweizen ergänzt um Ergebnisse aus angrenzenden Bundesländern
57. Österreichische Pflanzenschutztage Wels Hermann Michlits Ehrenpreis
Ausfall-Raps Kamille Klettenlabkraut Klatschmohn Knöterich Kornblume 57. Österreichische Pflanzenschutztage 29.11.2016 Wels Hermann Michlits Ehrenpreis Stiefmütterchen Taubnessel Antarktis Steckbrief Steckbrief
Winterroggen. Sortenübersicht 44 Winterroggen, Hybrid-Sorten 45 Winterroggen, Populations-Sorten 47 Winterroggen zur Grünnutzung 48
Winterroggen Sortenübersicht Winterroggen, Hybrid-Sorten Winterroggen, Populations-Sorten Winterroggen zur Grünnutzung Winterroggen Sortenübersicht Winterroggen Neigung zu Anfälligkeiten Ertragseigenschaften
der landwirtschaftlichen Praxis nicht nur die Ungräser, sondern auch die dikotylen
Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen 22 Unkrautbekämpfung 221 Allgemeine Grundsätze und Resistenz Von den Maßnahmen zur Bestandesführung im
VISBY & DIMENSION. Andreas Baer
VISBY & DIMENSION praxistauglich & leistungsstark Andreas Baer z Der D B Beste t iim VISBY verflixt fli t stabil t bil im i Ertrag Et Kornertrag 2008 und 2009 z Leichter und verlustarmer Drusch durch frühe
Gülledüngung bei Winterweizen und Triticale 2013:
Gülledüngung bei Winterweizen und Triticale 213: Versuchsstandort: Unterhatzendorf, Fachschule Hatzendorf Versuchsbeschreibung: Kulturführung allgemein: Anbau: Sorten: Winterweizen: Chevalier, 25 K/m²
Optimale Rapsfruchtfolgen und Produktionstechniken
RAPOOL-FACHTAGUNGEN 2017 Optimale Rapsfruchtfolgen und Produktionstechniken Schwerpunkte o Bedeutung des Rapsanbaus: Anbauumfang und Einkommensbeitrag o Entwicklung von Kennzahlen: Ertrag, Preise, Kosten
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
hh Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Landessortenversuche in Thüringen -Mehrzeilige Wintergerste, Ernte 2003- Vorläufige Versuchsergebnisse Impressum Herausgeber:Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
Unsere Erfahrung für Ihren Erfolg!
Ernteergebnisse Winterweizen 2016 Versuchsstandort Nörvenich Ein- und mehrjährige Auswertungen Empfehlungen für die Aussaat 2016 Unsere Erfahrung für Ihren Erfolg! 1 Vorwort Mit Beendigung der Winterweizenernte
Schaderreger Präparate GHS Auflagen WZ Aufwand Bemerkungen
Breitblättrige Unkräuter Ackerfuchsschwanz, Centium 36 CS NT102, NT127, NT149 Quickdown 05 Bandur Boxer NW 5(5/5/0)m NT1 NW -(15/10/5)m NW701, NW800, NT1 NW -(-/-/0)m NT145, 146, 170 F 0,25 l Im Vorauflauf
NT102 F 0,2 kg + 1,0 l Dash EC
Samen- und Wurzelunkräuter Arrat + FHS 05 NT102 F 0,2 kg + 1,0 l Dash EC Nach dem Auflaufen des Maises gegen Unkräuter. Aufgrund der reinen Blattwirkung müssen alle Unkräuter bei der Behandlung aufgelaufen
31-32 Moddus + Stabilan 400 0,2 + 0,2 ltr Spätkürzung (wenn erforderlich) 37 11,40. beste Kürzung (Zur Brechung der Apikalen Dominanz)
Pflanzenschutz + Blattdünger Hafer 2016 Stand 1.Jänner 2016 bis ES- HaKo Unkräuter BBCH Basis 2015 exkl. UST Express SX (+0,3 Starane XL) 25 g Ab 3 C Nachttemperatur 29 (37) 17,33 Dicopur M (einziger Wuchsstoff)
5. Dialog Wasserrahmenrichtlinie und Landwirtschaft
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Effiziente Nährstoffversorgung im Winterraps Februar 2017
Effiziente Nährstoffversorgung im Winterraps Februar 2017 Roland Stamm, Dipl.-Ing.agr. Fachberater Baden-Württemberg Gliederung Die DüV und deren Auswirkungen auf die N-Düngung Trotz Restriktionen im Herbst
Herbizidresistente Ungräser breiten sich aus
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Mais Raps Getreide Winterraps: Sortenempfehlung Süd 2010 ARTOGA und LADOGA Neuzulassung Hybridraps www.lgseeds.de 2 Artoga 00-Winterraps, Hybridraps ARTOGA 2010 vom Bundessortenamt zugelassen Wüchsige
RGT REFORM. RGT REFORM beste Kombination aus Ertrag und Fusariumresistenz. Ährenfusarium (% Befall) Genius (E) Ertrag satt überall!
RGT REFORM Spitzenerträge mit A-Qualität sehr stabile, herausragend hohe Kornerträge kurz im Wuchs bei ausgezeichneter Standfestigkeit hervorragende Blatt- und Ährengesundheit ÆÆgute Resistenzen gegen
Sortenwahl bei Wintergerste
Sortenwahl bei Wintergerste Als ersträumende Getreideart erbringt sie über die Jahre überwiegend sichere Erträge bei guten Qualitäten. Eignet sich sehr gut als Vorfrucht in Rapsfruchtfolgen. Besonderheiten:
Sortenempfehlungen Winterraps
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Sortenempfehlungen 2017 - Winterraps Hinweise zur Fruchtart Winterraps ist nach Winterweizen die zweitwichtigste Marktfrucht in Sachsen und nimmt
Der Süden setzt auf zweizeilige Wintergerste
Der Süden setzt auf zweizeilige Wintergerste Gefragt sind ertragsstarke Sorten mit guter Standfestigkeit, hoher Strohstabilität und bester Blattgesundheit. Die sichere Kornausbildung ist ein weiteres Plus.
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STAR PLANT. Empfehlungen 2014 UNKRAUTBEKÄMPFUNG
STAR PLANT Empfehlungen 2014 UNKRAUTBEKÄMPFUNG Aufwandmenge/ha Wirkstoff Konzentration g/l g/kg Wirkstoff in gr/ha Anspruch an Bodenfeuchte Anspruch an Temperatur max. Größe der Unkräuter Anwendungsstadium
2. Hinweise zum Einsatz von Herbiziden zur Bekämpfung von AFS 3. Aktuelle Situation Raps 4. Aktuelle Zulassungshinweise
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Rechtzeitig Alternativen
Unkrautbekämpfung im Getreide Rechtzeitig Alternativen zu IPU ausloten! Die Herbizidpalette ist für viele Standorte nicht mehr so umfangreich wie bisher. Welche Alternativen gibt es? Was leisten neue Mittel?
Ungräser und deren Bekämpfung Schwerpunkt Getreide
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Caliban Duo. Getreideherbizid in Winterweizen, Roggen und Triticale
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Parzelle 1 (pfluglos) Sorte Gourmet Z-Saatgut Aussaattermin 29.09.2014 Aussaatstärke Körner/m 2 350,00 dt/ha 2,01 Saatgutkosten* /dt 46,95 Saatgutkosten 94,37 Düngung* (Datum) Dünger kg N/ha dt Ware/ha
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-Pflanzenbauberatung ca. 60 Betriebe im nördlichen Weser Ems Gebiet
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Versuchsbericht Raps2017
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