Faktenblatt - Flaggschiffarten Moore
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- Willi Buchholz
- vor 8 Jahren
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1 Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Abteilung Artenmanagement Faktenblatt - Flaggschiffarten Moore Datum 29. August 2007 Zwergmaus (Micromys minutus) Lead Die Zwergmaus ist unser kleinstes einheimisches Nagetier. Sie ist eine hervorragende Kletterin in Röhrichten und Seggenbeständen. Mit ihrem geringen Gewicht, den als Greiffüssen ausgebildeten Pfoten und dem sehr biegsamen Greifschwanz hangelt sie sich gewandt durch das Dickicht. Daher bekommt man diese kleine Moorbewohnerin auch nur mit viel Glück einmal zu Gesicht. Die Zwergmaus klettergewandte Bewohnerin von dichten Röhrichten in Mooren. Foto: Fridli Marti
2 Zwergmaus (Micromys minutus)...1 Lead...1 Schlüsselbegriffe; Botschaften...2 Kurztext: Zwergmäuse Akrobaten in Streuewiesen...3 Fotos...4 Dossier zur Zwergmaus...6 Biologischer Beschrieb...6 Lebensraum...6 Verbreitung...7 Gefährdung...7 Besonderheiten...8 Schlüsselbegriffe; Botschaften Moore bieten einer Vielzahl von teilweise unbekannten oder auch unerwarteten Arten Lebensraum. Die Zwergmaus ist eine solche seltene und kaum zu entdeckende Moorbewohnerin. 2/8
3 Kurztext: Zwergmäuse Akrobaten in Streuewiesen Im Schilf stehen, im Sumpf stecken bleiben wo für uns kaum mehr ein Durchkommen ist, ist das Zuhause der Zwergmaus. Dieses gerade mal 5-8 Gramm schwere Nagetier besiedelte ursprünglich ausschliesslich Röhrichte und Seggenbestände. Inzwischen macht sich die Zwergmaus aber auch Getreidefelder, Rübenschläge und Hecken zu Nutze. Besonders in Haferfeldern tritt sie mitunter in grosser Zahl auf, so dass auch schon der Name Hafermaus verwendet wird. Zu Gesicht bekommen wird man eine Zwergmaus kaum einmal. Einerseits lebt sie sehr heimlich, andererseits ist sie in der Schweiz nur selten zu finden. Ihre Anwesenheit kann sie einem aber trotzdem verraten: Für den Sommer konstruieren die Zwergmäuse Kugelnester, die in cm Höhe zwischen den Halmen verankert werden. Zum Bau dieser Hochnester werden sowohl lebende als auch abgestorbene Halme miteinander verflochten. Diese Nester dienen als Sommerwohnung. Für den Winter legen Zwergmäuse Bodennester an. Die Zwergmaus wird in der Roten Liste als gefährdet geführt. Wofür steht die Zwergmaus? Attraktiv und herzig Kaum bekannt und gesehen Heimliche und gefährdete Bewohnerin von Röhrichten und Seggenbeständen 3/8
4 Fotos Foto 2: Die Zwergmaus - Kletterkünstlerin im Röhricht. Foto: Fridli Marti Foto 3: Die Zwergmaus kleinstes Nagetier der Schweiz. Foto: Fridli Marti 4/8
5 Foto 4: Gut versteckt, aber sehr aufmerksam die Zwergmaus. Foto: Fridli Marti Foto 5: Grossflächige, ungestörte Ufervegetation mit Röhricht oder Grossseggen sind Voraussetzung für das Vorkommen der Zwergmaus (Beispiel Le Fanel, BE). Foto: Rolf Waldis 5/8
6 Dossier zur Zwergmaus Biologischer Beschrieb Allgemeine Angaben zur Zwergmaus Die Zwergmaus ist unser kleinstes einheimisches Nagetier. Sie wiegt je nach Jahreszeit zwischen 5 und 11 Gramm bei einer Körperlänge von 5-7,5 cm und einer Schwanzlänge von 5-6 cm. Das zierliche Tier hat ein rehbraunes Rückenfell, von dem die weisse Bauchseite meist sehr deutlich abgesetzt ist. Auch der Schwanz ist zweifarbig. Die kurzen Ohren ragen kaum aus dem dichten Fell heraus. Als hochspezialisierte Halmklettererin besiedelte die Zwergmaus ursprünglich Röhricht und Seggenbestände. Mit ihrem geringen Gewicht, den als Greiffüsse ausgebildeten Pfoten und dem sehr biegsamen Greifschwanz ist sie hervorragend auf diesen Lebensraum eingestellt. Die Zwergmaus ist zu etwa 70% nachtaktiv. Der recht hohe Anteil an Tagesaktivität hängt wohl mit der Kleinheit des Tieres zusammen (erhöhter Nahrungsbedarf) und wird durch den deckungsreichen Halmwald ermöglicht. Die Nahrung der Zwergmaus besteht überwiegend aus Sämereien. Neben Samen, die sie auch unreif frisst, ernährt sie sich von allerlei Insekten ihres Lebensraumes. Dabei erjagt sie sogar im Röhricht lebende Kleinschmetterlinge, was ihre Spring- und Kletterkünste belegt. Selbst unsere grössten Heuschreckenarten werden überwältigt. Auch beim Plündern von Gelegen rohrbewohnender Vögel wurden Zwergmäuse schon beobachtet. Im Winter ernähren sie sich fast nur noch von tierischer Kost. Bei Nahrungsverknappung ist dann auch Kannibalismus nicht selten. Die kugeligen Sommernester werden überwiegend nachts errichtet und im Innern mit besonders fein zerschlissenen Pflanzenteilen und Distelsamenhaaren ausgepolstert. Kugelnester, die nur zum Schlafen benutzt werden, haben gewöhnlich nur einen Einschlupf, während die Brutnester über zwei Eingänge verfügen. Die Paarungsspiele der Zwergmaus finden über dem Boden im Halmgewirr statt; nur zum Rammeln begeben sich die Tiere auf den Boden. Nach einer Tragzeit von 21 Tagen werfen die Weibchen 2-3 mal im Jahr 2-6 Junge im gesondert errichteten Brutnest. Beim Transport durch die Mutter verfallen die Kinder in eine ausgeprägte Tragestarre. Im Freiland erreicht die Zwergmaus ein Höchstalter von 18 Monaten. Lebensraum Zwergmäuse leben zwischen hohen Gräsern, zum Beispiel in Schilf- und Röhrichtbeständen oder Getreidefeldern. Gelegentlich findet man sie auch in Hecken oder Reisfeldern. Zwischen den Halmen bauen sie sich Kugelnester, welche sie als Kinderstube oder Schlafplatz benutzen. Meistens leben Zwergmäuse als Einzelgänger oder in Mutter-Kind- Gruppen. Alte Röhrichtbestände mit dicken Halmen kommen weniger als Lebensraum in Frage, da die Zwergmaus nur Stängel mit einem Durchmesser bis etwa 7 mm umfassen kann. 6/8
7 Wittert die Zwergmaus eine Gefahr, so verharrt sie regungslos in einer Art Tarnstellung. Ist die Gefahr vorbei, schleicht sie sich behutsam weg. Wird sie überrascht, kann sie sich auch unvermittelt zu Boden fallen lassen, um so einer Gefahr zu entrinnen. Verbreitung Gefährdung Die Zwergmaus wird in der Schweiz als gefährdet aufgeführt. Gefährdungsfaktoren Fundmeldungen aus dem vorletzten Jahrhundert zeigen, dass die Zwergmaus einmal ein grösseres Gebiet der Schweiz besiedelt hatte. Getreidefelder scheinen als Ersatzlebensräume in Frage zu kommen und die Art ist etwa in Italien immer wieder einmal in Reisfeldern zu finden. In unserem Mittelland dürften viele mögliche Lebensräume jedoch zu trocken bzw. zu wenig eng mit Feuchtgebieten verbunden sein. Hauptgrund für die Gefährdung der Art ist vermutlich der Verlust von grossflächigen Röhricht- und Gross-Seggenbeständen. Reine Schilfbestände reichen offenbar als Lebensraum nicht aus. 7/8
8 Schutz- und Förderungsmassnahmen Konsequenter Schutz der noch verbliebenen grossen Röhricht- und Gross- Seggenbestände Vernetzung von grösseren Feuchtgebieten auch in Ackerbauregionen Besonderheiten Zwergmäuse bauen nicht nur selber Kugelnester, sondern nehmen auch angebotene Nistmöglichkeiten an: Britische Forscher untersuchten die Zwergmaus, indem sie an Latten angebrachte Tennisbälle in Rörichten aufstellten. Die Tennisbälle wurden jeweils mit einem kleinen Loch mit einem Durchmesser von ca. 1.5 Zentimeter versehen. Diese Nistkästen wurden von den Zwergmäusen relativ rasch angenommen und besiedelt. Impressum Herausgeber / : Autor: Bildautoren: BAFU, Bern Fridli Marti, quadra Mollis gmbh, im Auftrag des BAFU Foto 1-4: Fridli Marti, Mollis / Foto 5: Rolf Waldis, Bern 8/8
Faktenblatt - Flaggschiffarten Moore
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Schulen in NRW blühen auf. Die Pflanze des Monats April: Das Hirtentäschelkraut. Das Geheimnis des Namens
1. Warum heißt die Pflanze Hirtentäschel? Schreibe zuerst deine Vermutung auf. Das Wort Täschel wird bei uns nicht benutzt. Wir sagen kleine Tasche oder Täschchen. Tipp: Schau dir die Zeichnungen genau
Tiere im Teich - Frühling
00.05 Endlich ist der Winter vorbei, jetzt kommt langsam der Frühling. An der Oberfläche des Teiches ist es aber noch ziemlich ruhig. Auch im Wasser sieht man noch nicht viel. Aber es wird jeden Tag ein
Der Regenwurm. Der Gärtner liebt den Regenwurm, denn überall wo dieser wohnt, wachsen Blumen, Sträucher und Bäume wunderbar.
Der Gärtner liebt den Regenwurm, denn überall wo dieser wohnt, wachsen Blumen, Sträucher und Bäume wunderbar. - Auf der gesamten Welt gibt es ca. 320 verschiedene Regenwurmarten. 39 Arten leben in Europa.
Gorillas. Ein Vortragsdossier des WWF Schweiz. WWF Schweiz. Hohlstrasse 110 Tel.: +41 (0) Zürich
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B 5 Die Kuh, Teil 1. After
B 5 Die Kuh, Teil 1 Bauer Wilfried hat 60 Milchkühe. Was weißt du über die Tiere und warum liegen sie eigentlich dauernd auf der Wiese und kauen? Beantworte die folgenden Fragen. Aufgabe 1: Wie die Kuh
Lebensraum: Feld Waldreviere zieht sich gerne in Baue zurück die er aber nicht selber baut (Mitbewohner in Dachsbauen)
1 Raubwild: Fuchs: Lebensraum: Feld Waldreviere zieht sich gerne in Baue zurück die er aber nicht selber baut (Mitbewohner in Dachsbauen) Nahrung: - Mäuse, Aas, Fallwild Wildkaninchen, Junghasen, Rehkitze,
Darwins Reise zur Evolution
Fünf Jahre war der junge Darwin mit dem Forschungsschiff Beagle unterwegs. Diese Reise gab ihm den entscheidenen Anstoß zur Entwicklung seiner Evolutionstheorie. Was entdeckte und untersuchte Darwin? Beantworte
Vertikutieren richtig gemacht
Vertikutieren richtig gemacht Hat sich über den Winter Moos und Rasenfilz im Garten breit gemacht? Wenn ja, sollte beides unbedingt entfernt werden, um den Rasen im Frühling wieder ordentlich zum Wachsen
Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Abteilung Artenmanagement Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung Datenherr:
Zooschule. Affen im Zoo. M u s t e r. Materialien für die Grundschule: Heft 4
Zooschule Affen im Zoo Materialien für die Grundschule: Heft 4 8 In der Schule LI-Hamburg Zooschule Hagenbeck Auf dieser Lernkarte findest du Informationen über Mantelpaviane. Lies den Text aufmerksam
Wald. Deine Natur. Die Tiere des Waldes feiern St. Martin Bastelvorlagen mit Anleitung für Laternen
Wald. Deine Natur. Die Tiere des Waldes feiern St. Martin Bastelvorlagen mit Anleitung für Laternen Die Laternen-Grundform für alle Tiermotive Das benötigt Ihr: - 2 Transparentbögen (farbig) in DIN A4
