Umweltbildung an Schulen
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- Hildegard Sternberg
- vor 8 Jahren
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1 Umweltbildung an Schulen Pädagogisches Angebot 2016/2017
2 Liebe Lehrerinnen und Lehrer, der beste Abfall ist eigentlich der, der gar nicht erst anfällt. Deshalb ist die Vermeidung von Abfällen das Gebot der Stunde. Die Themen Abfälle und Wertstoffe können durchaus interessant au ereitet werden. Richtig vermittelt, können Themen wie Littering, Smartphone, Altpapier, aber auch die Verwertung von Bioabfällen die Schülerinnen und Schüler anregen, mitzudenken, mitzureden und mitzumachen. Ziel ist es, zu erkennen, dass es wichtig ist für die Umwelt, Abfälle zu trennen und Wertstoffe zurückzugewinnen. Und dass es wichtig ist, schon beim Einkauf darauf zu achten, möglichst wenige Abfälle entstehen zu lassen. Das Gefühl für die Notwendigkeit der ökologischen Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für Umweltbelastungen soll über diese Unterrichtsthemen gestärkt werden. Angesetzt wird in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, etwa beim Kauf und der Entsorgung eines Handys. Gerne besuchen wir Ihre Schule bzw. Klasse und gestalten mit Ihnen Unterrichtsstunden oder einen ganzen Unterrichtstag. Die pädagogische Umweltbildung ist für die Schulen im Landkreis Heidenheim kostenlos. Wolfgang Forner Betriebsleiter Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim
3 Littering ist kein Kavaliersdelikt Sei keine Dreckschleuder Littering, das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum, ist ein großes Ärgernis. Herumliegende Kaugummis, Zeitungen, Take-Away-Verpackungen oder Getränkeverpackungen verunreinigen die Plätze und verursachen hohe Kosten. Die augenfälligste Auswirkung davon ist, dass es hässlich und ungepflegt wirkt, wenn Abfall herumliegt. Gerade auch in den Schulen spiegelt sich oftmals diese Unsitte, Take-away Verpackungen achtlos wegzuwerfen. Die Ursachen für das Phänomen Littering sind vielfältig. Es ist erwiesen, dass Littering auf verschmutzten Plätzen eher auftritt als auf sauberen Plätzen. Hier setzt der Broken-Windows-Effekt an, ein Konzept, das beschreibt, wie relativ harmlose Beschädigungen oder Verschmutzungen die Wahrscheinlichkeit für weitere erhöhen. Die Schülerinnen und Schüler sollen deshalb das eigene Verhalten im Umgang mit ihren Abfällen überdenken, die Folgen erkennen und auf ihren Konsum achten. Gründe und Motive sollen erörtert werden, warum es zu Littering kommt. Im Unterrichtsgespräch wird auf die verschiedenen Abfallarten eingegangen. Den Schülerinnen und Schülern wird erklärt, dass Abfälle eigentlich Wertstoffe sind, aus denen Neues gemacht werden kann.
4 Handy, Computer und Co Was steckt in deinem Handy Handys sind vom Luxusartikel zum Wegwerfartikel geworden. Den Schülerinnen und Schülern wird der Lebenszyklus eines Handys aufgezeigt. Von den Rohstoffen bis zur Entsorgung. Denn in jedem Stück Abfall steckt ein Teil vom Reichtum dieser Erde. Sie diskutieren, welche Schritte schädlich für die Umwelt sein können. Und was man tun kann, um die Umwelt zu schützen. Ziele: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Aspekten der Produktion von Mikroelektronik am Beispiel Handy auseinander. Sie lernen Faktoren der Umweltbelastung durch Elektroschrott kennen. Lernen Argumente fürs Recycling kennen und reflektieren das eigene Konsumverhalten. Wer bestimmt, ob ein Handy out ist? Warum werfen wir häufig Dinge weg, die eigentlich noch funktionieren? Auch wird der Frage nachgegangen: Wie fair ist Dein Handy? Im Handy stecken Rohstoffe aus der ganzen Welt. Darunter sind etwa 30 verschiedene Edelmetalle und seltene Mineralien. Es wird aufgezeigt, welche Transportwege nötig sind, um die Stoffe eines Handys zu bekommen und ein Handy-Steckbrief wird erstellt. In einer Unterrichtsstunde können ausrangierte Handys auch einmal exemplarisch zerlegt werden. Es wird aufgezeigt, welche Stoffe in den Handys sind und welcher Rohstoff in welchem Baustein steckt.
5 Bioabfälle Abenteuer Kompost Wo Mistwürmer die Bioabfälle wieder zu Erde machen Die Natur kennt keinen Abfall. Die Schülerinnen und Schüler lernen, welche Abfälle Bioabfälle sind. Sie erkennen, dass Bioabfälle wertvoll für einen nährstoffreichen Kompost sind. Sie lernen beispielhaft, was ein Nährsto"reislauf ist. Schließlich ist die Kompostierung sozusagen das älteste Recyclingverfahren der Welt. Nämlich der biologische Abbau von pflanzlichem Material zu Kompost. Geeignete und ungeeignete Stoffe zur Eigenkompostierung werden besprochen. Die Kinder lernen nebenbei einige wichtige Bodenlebewesen kennen, etwa Kompostwürmer, Asseln, Tausendfüßler oder Springschwänze, die als die Akrobaten des Kompostdschungels gelten.
6 Der Ökologische Fußabdruck - Zukunftsfähigkeit leben Wir alle tun es jeden Tag, fast rund um die Uhr. Nach dem Aufstehen, auf dem Weg zur Schule, beim Mittagessen, beim Schoppen, beim Einsatz von Smartphone und Laptop: wir konsumieren. Wenn wir weiter so verschwenderisch mit Energie, Nahrung und Rohstoffen umgehen, benötigen wir im Jahr 2030, so der WWF, zwei Planeten, um den weltweiten Bedarf an Wasser, Nahrung und Energie zu decken. Es zählt also nicht nur das, was eingekauft wird, sondern auch wie die Waren produziert werden, wie lange wir sie nutzen, wie wir sie entsorgen und ob sie recycelt werden. Der sogenannte Ökologische Fußabdruck zählt die Ressourcen, die wir im Alltag verbrauchen. Und er zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe dafür bereit zu stellen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir unseren Konsum ökologisch verträglicher und zukunftsfähiger gestalten können. Im Blick stehen besonders Verpackungen, Plastik und Müllvermeidung.
7 Der Stoff aus dem die Hefte sind Kein Baum soll sterben für mein Schulheft Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schulheften oder Klopapier und dem Raubbau an den Wäldern in Indonesien? Nicht zuletzt sind unzählige Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht wegen der massiven Abholzung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, woraus Hefte, Bücher oder Zeitschriften gemacht werden und welche Rohstoffe dafür verbraucht werden. Sie erfahren, wie Altpapier gesammelt und wiederverwertet wird. Was darf ins Altpapier, was gehört nicht ins Altpapier. Ist doch für ein erfolgreiches Recycling die möglichst sortenreine Erfassung hochwertiger Altpapiere wichtige Voraussetzung. Auch wird erörtert, dass die mehrfache Nutzung der Papierfasern ein entscheidender Faktor für den Urwaldschutz ist. So sinkt auch der Druck auf die Wälder. Die Vorteile von Recyclingpapier lernen sie ebenso kennen, wie die verschiedenen Papierlabels. Gerade für Kinder ist der Papierkreislauf ideal, um ihnen den schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen nahe zu bringen und sie für den Schutz der Umwelt zu gewinnen. Ein bewusster Umgang mit Papier ist direkter Wald- und Klimaschutz.
8 Vorträge Bei Elternabenden, Arbeitsgruppen, Lehrerkonferenzen, Seminaren oder Fortbildungen. Themen: Vorstellung der Angebote Abenteuer Kompost Recyclingpapier Handy umweltfreundliches Schulmaterial Abfalltrennung in der Schule Littering und andere Themen wie Plastikmüll auf Anfrage. Klassenzimmer Wertstoff-Zentrum Eine erlebnisorientierte Ergänzung zu einem Unterrichtsbesuch ist die Exkursion zu einem Wertstoff-Zentrum oder zum Biokompostwerk im Entsorgungszentrum in Mergelstetten. Diese außerschulischen Lernorte zeigen zugleich den Zusammenhang auf zu einer im eigenen, häuslichen Umfeld gebotenen Abfalltrennung. Anmeldung, Beratung und Information Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Lothar Hänle, M.A., Telefon Internet:
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