Benutzeranmeldung mit RFID Kartenleser

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1 Applikationsbeschreibung 10/2014 Benutzeranmeldung mit RFID Kartenleser Basic Panels / Comfort Panels / WinCC V13

2 Gewährleistung und Haftung Gewährleistung und Haftung Die Applikationsbeispiele sind unverbindlich und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich Konfiguration und Ausstattung sowie jeglicher Eventualitäten. Die Applikationsbeispiele stellen keine kundenspezifischen Lösungen dar, sondern sollen lediglich Hilfestellung bieten bei typischen Aufgabenstellungen. Sie sind für den sachgemäßen Betrieb der beschriebenen Produkte selbst verantwortlich. Diese Applikationsbeispiele entheben Sie nicht der Verpflichtung zu sicherem Umgang bei Anwendung, Installation, Betrieb und Wartung. Durch Nutzung dieser Applikationsbeispiele erkennen Sie an, dass wir über die beschriebene Haftungsregelung hinaus nicht für etwaige Schäden haftbar gemacht werden können. Wir behalten uns das Recht vor, Änderungen an diesen Applikationsbeispielen jederzeit ohne Ankündigung durchzuführen. Bei Abweichungen zwischen den Vorschlägen in diesem Applikationsbeispiel und anderen Siemens Publikationen, wie z.b. Katalogen, hat der Inhalt der anderen Dokumentation Vorrang. Für die in diesem Dokument enthaltenen Informationen übernehmen wir keine Gewähr. Unsere Haftung, gleich aus welchem Rechtsgrund, für durch die Verwendung der in diesem Applikationsbeispiel beschriebenen Beispiele, e, Programme, Projektierungs- und Leistungsdaten usw. verursachte Schäden ist ausgeschlossen, soweit nicht z.b. nach dem Produkthaftungsgesetz in Fällen des Vorsatzes, der groben Fahrlässigkeit, wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, wegen einer Übernahme der Garantie für die Beschaffenheit einer Sache, wegen des arglistigen Verschweigens eines Mangels oder wegen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten zwingend gehaftet wird. Der Schadensersatz wegen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist jedoch auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt oder wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit zwingend gehaftet wird. Eine Änderung der Beweislast zu Ihrem Nachteil ist hiermit nicht verbunden. Weitergabe oder Vervielfältigung dieser Applikationsbeispiele oder Auszüge daraus sind nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich von Siemens Industry Sector zugestanden. Securityhinweise Siemens bietet Produkte und Lösungen mit Industrial Security-Funktionen an, die den sicheren Betrieb von Anlagen, Lösungen, Maschinen, Geräten und/oder Netzwerken unterstützen. Sie sind wichtige Komponenten in einem ganzheitlichen Industrial Security-Konzept. Die Produkte und Lösungen von Siemens werden unter diesem Gesichtspunkt ständig weiterentwickelt. Siemens empfiehlt, sich unbedingt regelmäßig über Produkt-Updates zu informieren. Für den sicheren Betrieb von Produkten und Lösungen von Siemens ist es erforderlich, geeignete Schutzmaßnahmen (z. B. Zellenschutzkonzept) zu ergreifen und jede Komponente in ein ganzheitliches Industrial Security-Konzept zu integrieren, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Dabei sind auch eingesetzte Produkte von anderen Herstellern zu berücksichtigen. Weitergehende Informationen über Industrial Security finden Sie unter Um stets über Produkt-Updates informiert zu sein, melden Sie sich für unseren produktspezifischen Newsletter an. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 2

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Gewährleistung und Haftung Aufgabe Lösung Übersicht Hard- und Software-Komponenten Gültigkeit Verwendete Komponenten Alternative Hardware-Konfigurationen RFID Reader mit Kommunikationsbaugruppe (RF120C) direkt an S RFID Reader über IO Link (ET200) einbinden Grundlagen Konfiguration und Projektierung Hardwarekonfiguration S7-Bausteine parametrieren UID-String im Steuerungsprogramm erzeugen Benutzeranmeldung in WinCC projektieren Benutzer zur WinCC-Projektierung hinzufügen Installation und Inbetriebnahme Installation der Hardware Inbetriebnahme Bedienung der Applikation Übersicht UID eines Transponders auslesen Mit UID anmelden Weitere e, Tipps und Tricks, etc Bibliothek Ident-Profil im TIA Portal einfügen Literaturhinweise Historie Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 3

4 1 Aufgabe 1 Aufgabe Einführung/Einleitung Eine Anlage mit unterschiedlichen Anlagenteilen soll mit einem oder mehreren SIMATIC HMI Panels bedient und parametriert werden. Je nachdem, ob ein Benutzer die Anlage bedient, wartet oder Einstellarbeiten durchführt, sind unterschiedliche Benutzerberechtigungen notwendig. Die klassische Anmeldung am Bediengerät erfolgte bisher durch eine manuelle Eingabe des Benutzernamens und des dazugehörigen Passwortes. Diese Art der Anmeldung soll nun durch ein drahtloses Kartenlesesystem realisiert werden. Bezüglich der Datensicherheit bestehen keine speziellen Ansprüche. Die notwendigen Informationen zur Authentifizierung des Bedieners (Berechtigungsstufe) sollen nicht lokal auf der RFID Karte, sondern am HMI-Gerät gespeichert werden. Anhand einer Benutzer-ID, welche auf der Karte gespeichert ist, soll so die Authentifizierung durchgeführt werden. Überblick über die Automatisierungsaufgabe Folgendes Bild gibt einen Überblick über die Automatisierungsaufgabe. Abbildung 1-1 Logging on User 3 User 2 User 3 User 4 User n Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 4

5 2 Lösung 2.1 Übersicht 2 Lösung 2.1 Übersicht Schema Die folgende Abbildung zeigt schematisch die wichtigsten Komponenten der Lösung: Abbildung 2-1 RFID Reader Aufbau S7 CPU HMI Panel Komm.-Modul Die S CPU, das Bediengerät und der RFID-Kartenleser sind mit Profinet oder Profibus miteinander verbunden. Dadurch ist ein Einsatz des Readers unabhängig vom Installationsort der SIMATIC CPU möglich. (Das heißt, die Steuerung kann sich auch in einem anderen Schaltschrank oder Gebäudeteil befinden.) Vorteile Die hier vorgestellte Lösung bietet Ihnen folgende Vorteile Eine Benutzeranmeldung via RFID vereinfacht den Anmeldeprozess, da der Benutzer nicht erst Name bzw. Kennwort eingeben muss. Anmeldungen dieser Art im Normalfall immer eindeutig, frei von Falscheingaben und (je nach Applikation) systemweit einmalig (also keine mehrmals verwendeten Anmeldedaten). Abgrenzung Diese Applikation enthält keine Beschreibung über die Installation der Software des SIMATIC TIA Portal Grundlegende Kenntnisse über dieses Thema werden voraus gesetzt. Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 5

6 2 Lösung 2.2 Hard- und Software-Komponenten 2.2 Hard- und Software-Komponenten Gültigkeit Diese Applikation ist gültig für STEP 7 TIA Portal ab V13 WinCC Advanced/ Comfort ab V13 S S SIMATIC Comfort Panel SIMATIC Basic Panel Verwendete Komponenten Die Applikation wurde mit den nachfolgenden Komponenten erstellt: Hardware-Komponenten Tabelle 2-1 Komponente Anz. Artikelnummer S Steuerung CPU PN/DP Comfort Panel TP700 Comfort Kommunikationsmodul RF180C Anschlussblock für RF180C RFID-Reader RF260R Transponder MDS D200 (RFID-Karte) 1 6ES AN00-0AB0 1 6AV GC01-0AX0 oder Basic Panel GT JD00 1 6GT JD00 1 6GT AC10 n 6GT AD00-0AX0 Je nach Anzahl der Benutzer. Zusätzlich werden noch geeignete Spannungsversorgungen und Anschlusskabel benötigt. Siehe SIMATIC RF Configuration Guide. \3\ Zum Einbau in einen Schaltschrank eignen sich die RFID-Reader RF210R oder RF220R. Sie sind durch ihren mechanischen Aufbau für einen Einbau besser geeignet. Dies hat auf die prinzipielle Vorgehensweise keinen Einfluss. Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 6

7 2 Lösung 2.2 Hard- und Software-Komponenten Software-Komponenten Tabelle 2-2 Komponente Anz. Artikelnummer WinCC Comfort V13 1 6AV Ausprägung je nach gewünschter Variante. STEP 7 TIA Portal V13 1 6ES Ausprägung je nach gewünschter Variante. Beispieldateien und Projekte Die folgende Liste enthält alle Dateien und Projekte, die in diesem Beispiel verwendet werden. Tabelle 2-3 Komponente _UserLogin_RFID_projects.zip _UserLogin_RFID_de.pdf Diese gepackte Datei enthält ein STEP 7 Projekt mit einem Basic Panel und ein STEP 7 Projekt mit einem Comfort Panel. Dieses Dokument. Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 7

8 2 Lösung 2.3 Alternative Hardware-Konfigurationen 2.3 Alternative Hardware-Konfigurationen Hier werden weitere Möglichkeiten mit alternativen Hardware-Konfigurationen vorgestellt RFID Reader mit Kommunikationsbaugruppe (RF120C) direkt an S Abbildung 2-2 Vorteil Nachteil Geringere Hardwarekosten Standortabhängigkeit zur CPU Höherer Verkabelungsaufwand, sollte die CPU nicht in der Nähe sein Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 8

9 2 Lösung 2.3 Alternative Hardware-Konfigurationen RFID Reader über IO Link (ET200) einbinden Abbildung 2-3 Vorteil Nachteil Neutral Unabhängigkeit vom Standort der CPU Falls dezentrale Peripherie vorhanden, keine weiteren Hardwarekosten Gegebenfalls höherer Verkabelungsaufwand, falls CPU nicht in der Nähe des IO Link Modul ist Der Aufwand für die Verkabelung hängt vom Standort der ET200 ab. Die genannten Hardware-Konfigurationen wurden beispielhaft mit nur einem RFID Reader realisiert. Die genannten Module bzw. Baugruppen unterstützen immer den Anschluss von mehreren RFID Readern. Das bedeutet, sind an einer Anlage mehrere Reader geplant, spart man sich unter Umständen zusätzliche Module oder Baugruppen. Für die Realisierung mit einer ET200+ IO Link ist ein anderer RFID Reader und andere Bausteine notwendig. Diese sind im Applikationsbeispiel nicht aufgeführt. Beitrags-ID: , V1.0, 10/2014 9

10 3 Grundlagen 3 Grundlagen Daten des Transponders (RFID-Karte) Auf dem Transponder können Daten im Anwenderspeicher abgelegt werden. Zusätzlich hat jeder Transponder eine UID. (UID = unique Idendification = eindeutige Kennung) Daten im Anwenderspeicher als Grundlage für die Benutzeranmeldung Die Daten im Anwenderspeicher können auch mit Produkten von Fremdanbietern verändert, d.h. bearbeitet und kopiert, werden. Damit wäre eine einfache Manipulation möglich. Die Empfehlung ist, die UID für die Benutzeranmeldung zu verwenden. UID als Grundlage für die Benutzeranmeldung Die UID beinhaltet Hersteller-Code und fortlaufende Nummer des Herstellers und ist somit weltweit eindeutig. Eine Manipulation erfordert spezielle Hardware und das entsprechendes Fachwissen. Damit ist eine gewisse Grundsicherheit gewährleistet. Da beide Speicherbereiche parallel vorhanden sind, besteht auch in dieser Applikation die Möglichkeit, zusätzlich Prozesswerte auf dem Transponder abzulegen. Im weiteren Verlauf des Beitrages wird nur auf die Verwendung der UID eingegangen. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

11 4 Konfiguration und Projektierung 4.1 Hardwarekonfiguration 4 Konfiguration und Projektierung 4.1 Hardwarekonfiguration Tabelle 4-1 Nr.1 Aktion 1. Laden Sie das Projekt in Ihre CPU. Die wichtigsten Schritte werden nachfolgend erklärt. 2. Stellen Sie unter "Gerätesicht > Eigenschaften > Baugruppenparameter" des RF180C Moduls folgende Werte ein. Informationen zur Parametrierung des Kommunikationsmodules finden Sie in Beitrag \4\ 3. In der Gerätesicht finden Sie die Eingangsadresse und die Hardwarekennung. Notieren Sie sich die markierten Daten. (Sie benötigen sie im Schritt S7- Bausteine parametrieren.) Beitrags-ID: , V1.0, 10/

12 4 Konfiguration und Projektierung 4.2 S7-Bausteine parametrieren 4.2 S7-Bausteine parametrieren Für eine korrekte Funktionsweise der Applikation müssen der Hardware noch die entsprechenden Parameter übergeben werden. Ausführliche Informationen zur Parametrierung der Ident Bausteine finden Sie in Beitrag \6\ Tabelle 4-2 Nr. Aktion 1. Legen Sie dazu in einem Datenbaustein eine Variable "HW_CONNECT_VAR" an. Den Datentyp "HW_CONNECT_VAR" haben Sie bereits aus der Bibliothek eingefügt. 2. Geben Sie die folgenden Parameter (passend zu Ihrer verwendeten Hardware aus Schritt 1) ein. Die LADDR-Nummer ist dabei die IO-Adresse und die CM_Channel-Nummer ist die Kanalnummer (1 oder 2) auf welche der Reader angeschlossen ist. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

13 4 Konfiguration und Projektierung 4.2 S7-Bausteine parametrieren Nr. Aktion 3. Stellen Sie sicher, dass der Reader korrekt initialisiert wird. Dies wird über ein Reset während des CPU-Anlaufs (OB100/ Startup-OB) erreicht. OB100 Dazu müssen Sie den entsprechenden Baustein der Bibliothek aufrufen. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

14 4 Konfiguration und Projektierung 4.2 S7-Bausteine parametrieren Nr. Aktion 4. Rücksetzung des Fehlers bei Initialisieren falls die CPU vor dem Reader eingeschaltet wird. OB1 Die Status-LED des Readers leuchtet dauerhaft. (Blinken der Status-LED deutet auf eine nicht korrekte Initialisierung hin.) Beitrags-ID: , V1.0, 10/

15 4 Konfiguration und Projektierung 4.2 S7-Bausteine parametrieren Abbildung 4-1 Nr. Aktion 5. Lesen Sie mit dem Read-Baustein die UID. (Der Baustein ist bereits in Ihr Projekt eingefügt.) Vergeben Sie unter ADR_TAG die physikalische Adresse auf dem Transponder ein, ab der gelesen wird. Dies ist für die Nutzung der UID notwendig. (Weitere Informationen zur Adressierung finden Sie in Beitrag ab Seite 40.) Die UID wird immer ab Adresse FFF0 gelesen. Unabhängig welcher Transponder (nach ISO ISO 15693) verwendet wird. Definieren Sie die Länge der zu lesenden Daten am Parameter LEN_Data. Acht Byte sind ausreichend. Die Länge der UID ist immer 8 Byte unabhängig welcher Transponder (nach ISO ISO 15693) verwendet wird. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

16 4 Konfiguration und Projektierung 4.2 S7-Bausteine parametrieren Nr. Aktion Das Ausführen eines Lesevorganges erfolgt in diesem Beispiel durch die Auswertung von PRESENCE am Read -Baustein: Wird ein Transponder erkannt, ändert der Ausgang seinen Wert. Diese Flanke kann man zum Starten des Lesevorganges nutzen. Die ausgelesene UID steht dann im Instanz-DB (DB3) des Read -Bausteins zur Verfügung. An dieser Stelle ist die Auswertung des RFID Transponders abgeschlossen. Nun können Sie mit der Verarbeitung der Daten zur Verwendung im HMI fortfahren. Prinzipiell könnten Sie die UID schon in dieser Form an das Panel übergeben und im Panel via VBscript in einen String wandeln, den Sie dann zur Benutzeranmeldung verwenden. Das würde allerdings dieses Beispiel auf die Bediengeräte einschränken, die auch Scripte unterstützen. Um eine Benutzeranmeldung via RFID auch an einem Basic Panel nutzen zu können, muss man den UID-String im Steuerungsprogramm erzeugen. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

17 4 Konfiguration und Projektierung 4.3 UID-String im Steuerungsprogramm erzeugen 4.3 UID-String im Steuerungsprogramm erzeugen Dazu bietet sich zum Beispiel die Funktion HTA an (Hexadezimalzahl in ASCII Zeichenkette konvertieren). Im Anschluss kann man dann über CONCAT die Zeichenketten zusammenfassen. In der folgenden Abbildung sehen Sie einen Programmauszug mit den ersten beiden Hexadezimalzahlen. Abbildung 4-2 Da der temporäre String während der Bearbeitung noch unvollständige Daten enthält, verschiebt man ihn nach Abschluss der Zusammenfassung in einen zweiten String. Erst diesen sollte man an das Bediengerät übergeben. Abbildung 4-3 Damit das HMI Panel auch weiß, wann ein neuer String zur Verfügung steht bzw. ein neuer Benutzer angemeldet werden soll, benötigt man noch einen Trigger. Dazu bietet sich der DONE Ausgang des Read -Bausteins an. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

18 4 Konfiguration und Projektierung 4.4 Benutzeranmeldung in WinCC projektieren Damit man im Bediengerät mit der Funktion Grenzwert überschritten arbeiten kann, sollte man nicht nur ein Bit setzen sondern einen dezimalen Wert >1 verwenden. Über die hier verwendete UND-Operation kann man bei Bedarf den Trigger vom Panel aus deaktivieren. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn man nur die UID auslesen möchte, ohne dass ein Benutzer angemeldet wird. An dieser Stelle endet der STEP 7 Teil der Programmierung. Im Beispielprojekt gibt es noch weitere Funktionen, die man zum Ausbauen des Projektes benutzen kann. Zum Beispiel zum Beschreiben eines Transponders und zum Lesen dieser Daten. Außerdem wurde noch ein RESET eingebaut, der vom HMI Panel aus angestoßen wird und dazu dient, eine Animation zum Lese-Status des Transponders zurückzusetzen. 4.4 Benutzeranmeldung in WinCC projektieren Im Bediengerät benötigte Variablen Die Beschreibung beschränkt sich auf die wichtigsten Aspekte. Einige Variablen oder Animationen wurden zum besseren Verständnis hinzugefügt und sind in einer echten Applikation nicht zwingend erforderlich. Prinzipiell werden eigentlich nur zwei Variablen aus der Steuerung auch im HMI benötigt. Trigger (Variablenname: HMI_Data_DB_Trigger_Login ) UID (Variablenname HMI_Data_DB_UID_String ) Der Trigger, damit das Bediengerät weiß, wenn ein neuer Benutzer angemeldet werden soll und der String, der die UID oder (aus WinCC-Sicht) das Benutzerkennwort enthält. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

19 4 Konfiguration und Projektierung 4.4 Benutzeranmeldung in WinCC projektieren Alle weiteren Variablen sind zur Nutzung der Beispielapplikation angelegt worden. Projektier-Schritte in WinCC Tabelle 4-3 Nr. Aktion 1. Aktivieren Sie in den Runtime-Einstellungen des Bediengeräts die Funktion Benutzeranmeldung nur über Kennwort. 2. Projektieren Sie an das Ereignis Grenzwert überschritte der Trigger- Variable die Funktion Anmelden. Übergeben Sie als Parameter den String mit der UID und ein Dummy (für den nicht benötigten Benutzernamen). Setzen Sie mit einer zweiten Funktion den Wert der Trigger-Variable wieder auf 0 zurück. 3. Definieren Sie als oberen Grenzwert 1. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

20 4 Konfiguration und Projektierung 4.5 Benutzer zur WinCC-Projektierung hinzufügen Nr. Aktion 4. Ändern Sie die Erfassungsart der beiden Variablen auf Zyklisch fortlaufend. (Damit werden die Variablen auch ohne Verwendung in einem Bild permanent gelesen.) Damit ist die Projektierung zur Benutzeranmeldung mit RFID abgeschlossen. 4.5 Benutzer zur WinCC-Projektierung hinzufügen UIDs der Transponder unbekannt Die UIDs der Transponder zur Anmeldung am Bediengerät sind zunächst unbekannt. Sie müssen jedoch in der Projektierung hinterlegt sein. Auslesen der Transponder-UIDs Tabelle 4-4 Nr. Aktion 1. Legen Sie zum Auslesen der UIDs eine Beobachtungstabelle an und lassen Sie sich den String des gelesenen UID anzeigen. 2. Weisen Sie die ausgelesene UID über die Benutzerverwaltung am Panel oder die Benutzerverwaltung in WinCC TIA Portal einem Benutzer in der Spalte Passwort zu. Damit ist ein Benutzer erfolgreich für die Anmeldung mit diesem Transponder projektiert. Eine alternative Vorgehensweise zur Beobachtungstabelle ist, das Bediengerät zum Auslesen der UID zu verwenden. Siehe dazu im Kapitel Bedienung der Applikation. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

21 4 Konfiguration und Projektierung 4.5 Benutzer zur WinCC-Projektierung hinzufügen Weitere Informationen zur Benutzerverwaltung Ausführliche Informationen zum Anlegen und Verwalten von Benutzern, sowie zum Exportieren und Importieren von Passwörtern finden Sie in der Hilfe von WinCC TIA Portal. Handbuch WinCC > Prozesse visualisieren > Eine Benutzerverwaltung projektieren > Benutzerverwaltung aufbauen > Benutzer in Runtime administrieren Eine Alternative zur Benutzerverwaltung in WinCC ist im Beitrag beschrieben. Archivierung oder zentrale Verwaltung von Benutzern Zur Archivierung oder zentralen Verwaltung der Benutzer könnten Sie mit Bibliotheken arbeiten. Erstellen Sie dazu eine neue globale Bibliothek und ziehen Sie mit Drag & Drop die gewünschten Benutzer hinein. Nun können Sie diese Benutzer auch mit anderen Engineering PCs austauschen, bei Bedarf editieren und wieder in das aktuelle Projekt einfügen. Austausch von Benutzern über die HTML Eine weitere Möglichkeit ist der Austausch von Benutzern über die HTML Seiten des Bediengerätes (ab Comfort Panel). Beitrags-ID: , V1.0, 10/

22 5 Installation und Inbetriebnahme 5.1 Installation der Hardware 5 Installation und Inbetriebnahme 5.1 Installation der Hardware Nachfolgendes Bild zeigt den Hardwareaufbau der Anwendung. Abbildung 5-1 RFID Reader S7 CPU HMI Panel Komm.-Modul Um dieses Beispielprojekt korrekt zu nutzen ist es notwendig, den RFID-Reader vor der CPU einzuschalten. Sollte der RFID Reader zwischenzeitlich ausgeschaltet worden sein, können Sie ihn mit einer positiven. Flanke am Reset_RFID200.EXECUTE Eingang wieder initialisieren. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

23 5 Installation und Inbetriebnahme 5.2 Inbetriebnahme 5.2 Inbetriebnahme Tabelle 5-1 Vorgang Beschreibung 1. Projekt herunterladen Laden Sie das Projektarchiv _RFID_Comfort_Panel_V13.zap13" herunter 2. Projekt dearchivieren Öffnen Sie das SIMATIC TIA Portal und dearchivieren Sie das mitgelieferte Projektarchiv _RFID_Comfort_Panel_V13.zap13 3. Geräte anpassen Öffnen Sie die Geräte Konfiguration und tauschen Sie die S PN/DP und das SIMATIC Comfort Panel TP1200 gegebenfalls gegen Ihre genutzte Hardware aus. 4. Geräte laden Laden Sie das jeweilige Programm in die CPU und in das Comfort Panel Beitrags-ID: , V1.0, 10/

24 6 Bedienung der Applikation 6.1 Übersicht 6 Bedienung der Applikation 6.1 Übersicht Abbildung 6-1 Beitrags-ID: , V1.0, 10/

25 6 Bedienung der Applikation 6.2 UID eines Transponders auslesen 6.2 UID eines Transponders auslesen Abbildung 6-2 Mit der Schalterstellung Lesen können Sie die UID eines beliebigen Transponder(Karte) auslesen. Halten Sie den Transponder/ Karte an den RFID Reader zum Auslesen der UID. Diese wird nun unter RFID Reader als String angezeigt. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

26 6 Bedienung der Applikation 6.3 Mit UID anmelden 6.3 Mit UID anmelden Abbildung 6-3 Mit der Schalterstellung Anmelden können Sie mit Hilfe der UID eines Transponder(Karte) sich anmelden. Hierzu ist es notwendig, dass die UID des Transponders einem Benutzer der Benutzerverwaltung zugeordnet ist. Siehe Kapitel Benutzeranmeldung in WinCC projektieren Halten Sie den Transponder/ Karte an den RFID Reader zum Anmelden. Diese wird nun unter RFID Reader als String angezeigt und der angemeldete Benutzername steht unter Benutzer Beitrags-ID: , V1.0, 10/

27 7 Weitere e, Tipps und Tricks, etc. 7 Weitere e, Tipps und Tricks, etc. 7.1 Bibliothek Ident-Profil im TIA Portal einfügen Tabelle 7-1 Nr. Aktion 1. Laden Sie sich aus Beitrag die Bibliothek Ident-Profil für das TIA Portal und binden Sie diese in Ihr Projekt als Globale Bibliothek ein. \5\ 2. Selektieren Sie die folgend dargestellten S Objekte und kopieren Sie die Objekte in Ihr Projekt. S Programmbausteine PLC-Variablen PLC-Datentypen Den Write -Baustein benötigen Sie nur, wenn Sie auch Daten auf den Transponder schreiben möchten. Beitrags-ID: , V1.0, 10/

28 7 Weitere e, Tipps und Tricks, etc. Nr. Aktion Anschließend kompilieren Sie die S Beitrags-ID: , V1.0, 10/

29 8 Literaturhinweise 8 Literaturhinweise Tabelle 8-1 Themengebiet Titel \1\ Siemens Industry Online Support \2\ Downloadseite des Beitrages \3\ SIMATIC Ident Configuration Guide \4\ Parametrierung des Kommunikationsmodules \5\ Bibliothek Ident- Profil für das TIA Portal Wie projektiere ich die Baugruppenparameter und adressiere die HW_CONNECT-Variable um die RF180C/ ASM456 an die S7-1200/ S CPU mit der Bausteinbibliothek "Ident- Anweisungen" anzubinden? \6\ Handbuch SIMATIC Ident RFID-Systeme Kommunikationsmodul RF120C mit Applikationsbausteinen für S und S \7\ FAQ Wie kann eine geschützte Service-Seite in WinCC (TIA Portal) erstellt werden, ohne eine Benutzerverwaltung zu verwenden? 9 Historie Tabelle 9-1 Version Datum Änderung V1.0 10/2014 Erste Ausgabe Beitrags-ID: , V1.0, 10/

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