Embedding Technologie Design Guide
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- Karlheinz Bieber
- vor 8 Jahren
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1 DESIGN GUIDE EMBEDDING TECHNOLOGIE Version 2.0 Februar 207 Embedding Technologie Design Guide
2 Embedding Technologie Die Zukunft der Elektronik tendiert zu höherer Zuverlässigkeit, mehr Funktionen und zunehmender Miniaturisierung. Eine effiziente Nutzung von immer kleiner werdenden Gehäusevolumen und winzigen Oberflächen gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. ET (Embedding Technologie) dient als Lösung bei reduziertem Bauraum. Aktive oder passive Bauelemente werden mithilfe eines Einbettverfahrens in die Leiterplatte gebracht, so dass diese komplett in den Aufbau integriert sind. Würth Elektronik unterscheidet dabei zwischen drei Herstellungsverfahren:, und. Das Anwendungsspektrum reicht von der Automobilindustrie über die Industrieelektronik bis hin zu Medizintechnik und Sensorik. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Embedding Technologie und praktische Hinweise zum Design: Indikatoren für die Technologiewahl Technologievergleich Verfügbarkeit von Bauelementen Design Rules Die Vorteile der Embedding Technologie auf einen Blick Miniaturisierung Funktionen Zuverlässigkeit Gehäuseersatz Einsparung von Bestückfläche auf den Außenlagen Integrierte Schirmung Kurze Signalwege Plagiatschutz Schutz vor Umwelteinflüssen Vollflächige Fixierung von Bauelementen Wärmemanagement Indikatoren für den Einsatz der Technologien Aktive Bauelemente, die nicht als Bare Die ( Nacktchip ) verfügbar sind Aktive und passive Bauelemente Spektrum der massiven SMD-Bauelemente nutzbar (mit Einschränkungen) Kombination von aktiven und passiven Komponenten Hoch zuverlässige Aufbautechnologie Kupfer- oder Nickel-Palladium-Pad- Metallisierung der Komponenten Aktive Bauelemente, die bisher drahtgebondet wurden Keine passiven Komponenten möglich Aktive Bauelemente mit Pitch < 20 µm
3 Prozessabläufe Variante Strukturierter Innenlagen-Kern mit Footprint für SMD-Bauelemente 2 SMD-Bestückung (bleifrei Reflow) Multilayer verpressen 4 + Je nach Kundenwunsch weitere Leiterplattenprozesse Kupferfolie als Startsubstrat 2 Bestückung (face-down) auf der Kupferfolie mit nicht-leitfähigem Klebstoff (NCA non-conductive adhesive) Multilayer verpressen 4 Öffnen des Kupfers und des Klebstoffes mit dem Laser bis zur Chipmetallisierung Kupfermetallisierung & -strukturierung für die Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen Chip und Leiterplatte Die hier gezeigten Aufbauten dienen nur der Prozessdarstellung. Der tatsächliche Lagenaufbau und die Lagenanzahl werden an die reale Kundenforderung angepasst.
4 Prozessabläufe Variante Strukturierter Innenlagen-Kern 2 Bestückung (face-up) auf dem Kern mit leitfähigem (ICA isotropic conductive adhesive) oder nichtleitfähigem Klebstoff (NCA non-conductive adhesive) Multilayer verpressen 4 Öffnen des Kupfers und des Leiterplatten-Harzes mit dem Laser bis zur Chipmetallisierung Kupfermetallisierung & -strukturierung für die Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen Chip und Leiterplatte Strukturierter Innenlagen-Kern mit Footprint für Flip-Chip 2 Flip-Chip-Bestückung mit ACA- Klebstoff (anisotrop-leitfähiger Klebstoff) Multilayer verpressen 4 + Je nach Kundenwunsch weitere Leiterplattenprozesse Die hier gezeigten Aufbauten dienen nur der Prozessdarstellung. Der tatsächliche Lagenaufbau und die Lagenanzahl werden an die reale Kundenforderung angepasst.
5 Projektplanung und Layout-Tipps Ablauf bei Neuprojekten Für die erste Umsetzungsplanung von Projekten mit eingebetteten Komponenten werden folgende Daten und Unterlagen benötigt: BOM (Bill-of-Materials) der Komponenten, die eingebettet werden sollen (nicht die BOM der Außenlage) Inkl. aller mechanischen Abmessungen für die Volumenkalkulation des benötigten Bauraums Inkl. aller Toleranzen der mechanischen Abmessungen Datensätze (bevorzugt Extended Gerber oder ODB++) und Dokumente mit Leiterplattenkontur (inkl. Liefernutzen-Kontur falls gewünscht) Geplanter/gewünschter Bestückplan der Innenlage mit den realen Außenkanten der Bauelemente (inkl. den Abmessungen für die Kontakte wie z. B. Gull-Wing- und J-Leads), sowie die zugehörigen Pick & Place-Daten (falls vorhanden) Layout-Daten (sofern schon vorhanden) Benötigte Lagenanzahl und gewünschte Lagenverbindungen sowie die erforderlichen Kupferstärken der Lagen Benötigte, vordefinierte Lagenabstände (z. B. für Impedanzen oder Isolationsstrecken) Verfügbarkeit und Anforderungen an die Bauelemente Prinzipiell alle SMD Bauelemente nutzbar mit folgenden Einschränkungen: Min. Baugröße EIA 020 Max. Baugröße x mm² (weitere Größen auf Anfrage evtl. möglich) Max. Bauelementedicke abhängig vom Lagenaufbau Keine Flüssigkeiten bzw. Elektrolyte im Bauelement erlaubt Keine Lufteinschlüsse im Bauelement erlaubt (wie z. B. bei Quarzen mit Metalldeckel) Passive Bauelemente: Passive Bauelemente (Kondensatoren und Widerstände) mit Kupferterminierung werden direkt von Würth Elektronik beschafft. Bauformen: EIA 0402 und z.t. EIA 020 Widerstandswerte: E96-Reihe Kondensatorwerte: Bitte anfragen, da nur wenige Werte bei den Herstellern verfügbar Aktive Bauelemente: Bare Dies mit Cu-Pad-Metallisierung Bare Dies mit NiPd-Metallisierung Keine passiven Bauelemente möglich Aktive Bauelemente: Bare Dies mit drahtgebondeten Au-Stud-Bumps Bare Dies mit auf Wafer-Ebene aufgebrachten Au-Stud-Bumps Layout-Tipps Fast alle EDA-Tools können keine Lötstopprahmen auf Innenlagen darstellen. Innenlagen-Lötstopprahmen kann auf einem mechanischem Layer definiert werden. In den EDA-Tools ist es bisher meist nicht möglich ein Microvia zwischen Bauelement und Kupferlage zu definieren. Layout L L2 L L4 L Kann durch eine zusätzliche (virtuelle) Kupferlage erreicht werden. Real L L2 L4 L
6 Design Rules Soweit nicht anders vereinbart, gilt für alle Produkte mit eingebetteten Bauelementen die IPC Die zugehörige Leiterplattenfertigung entspricht IPC-A-600 Klasse II bzw. die Bestückung IPC-A-60 Klasse II. Je nach Design und finaler Aufbauform der Leiterplatte mit eingebetteten Komponenten gelten die bei Würth Elektronik aktuell gültigen Design Rules/Design Guides Basic Design Guide, Starrflex Design Guide, Wärmemanagement Design Guide sowie der HDI Design Guide. Die abweichenden, spezifischen Design Rules sind wie folgt: 00 µm (an Engstellen bis zu 7 µm) 0 µm (an Engstellen bis zu µm) µm End-Ø 0 µm Pad-Ø 7 µm Abstand Pad / Pad 7 µm Abstand nächste Komponente 00 µm Dielektrikum 20 2 µm Höhe Bauteil 0 µm (<0 µm auf Anfrage) Pad-Ø 0 µm Pitch 20 µm Pad-Metallisierung 6 µm Cu oder µm Ni + flash Pd Embedded Component mm x mm Dielektrikum 0 µm Rückseitenkontakt (Microvia oder ICA) auf Anfrage Bei werden die Design Rules lediglich um die Regeln für die innenliegende Lötstoppmaske ergänzt. Die Lötstoppmaske darf NICHT vollflächig designt werden. Die Lötstoppfunktion wird durch Rahmen um die Lötpads definiert. Diese Regel für die Lötstoppmaske gilt für eine Kupferstärke von 8 µm bzw. µm auf der innenliegenden Bestücklage. Für dickeres Innenlagenkupfer bitte die Design Rules separat anfragen. Abstand nächste Komponente 00 µm Diese dargestellten, minimalen Abmessungen für die Kupferleiterbahnen, Microvias und Pads bei gelten nur für die Bestücklage der Komponenten. Die max. Kupferstärke dieser Lage liegt bei 2 µm. Für andere Kupferstärken bitte separat anfragen. Platzierung der Bauelemente Harzfluss Im Prepreg freizustellender Bauraum Dielektrikum 0 µm Pitch 0 µm Embedded Component mm x mm Höhe Bauteil 0 µm ADE79 ACPZ # Pad 7 µm Abstand Pad / Pad 7 µm Klebstoff ACA Min. 200 µm (auch an den Kanten) Den Abmessungen für die Kupferleiterbahnen bei liegen Kupferstärken 8 µm zugrunde. Für Kupferstärken > 8 µm bitte separat anfragen. Im Prepreg wird für Bauelemente Bauraum freigestellt. Es gilt: Alle Punkte innerhalb des Bauraums müssen von der Bauraumgrenze in einer Entfernung von,0 mm erreichbar sein. Mehr Informationen zum Thema Embedding erhalten Sie auf unserer Internetseite unter! Würth Elektronik GmbH & Co. KG Circuit Board Technology Salzstr Niedernhall Germany Tel: [email protected]
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