Anbau- und Bedienungsanleitung
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- Jasmin Abel
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1 Anbau- und Bedienungsanleitung TouchME Stand: V Lesen und beachten Sie diese Bedienungsanleitung. Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung für die Verwendung in der Zukunft auf.
2 Impressum Dokument Copyright Anbau- und Bedienungsanleitung Produkt: TouchME Dokumentnummer: Ab Softwareversion: Originalsprache: Deutsch Müller-Elektronik GmbH & Co.KG Franz-Kleine-Straße Salzkotten Deutschland Tel: ++49 (0) 5258 / Telefax: ++49 (0) 5258 / [email protected] Internetseite:
3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Zu Ihrer Sicherheit Grundlegende Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Verwendung Aufbau und Bedeutung von Warnhinweisen Entsorgung Hinweise zur Nachrüstung 8 2 Über diese Bedienungsanleitung Zielgruppe dieser Bedienungsanleitung Aufbau von Handlungsanweisungen Aufbau von Verweisen Richtungsangaben in dieser Anleitung Aktuelle Version 10 3 Produktbeschreibung Lieferumfang Tasten des Terminals Anschlüsse des Terminals Applikationen auf dem Terminal Angaben auf dem Typenschild richtig deuten 13 4 Montage und Installation Terminal in der Fahrzeugkabine montieren Kamera an das Terminal anschließen 16 5 Grundlagen der Bedienung Erste Inbetriebnahme Terminal ausschalten Bereiche des Bildschirms Applikationen öffnen Applikation verschieben Geöffnete Applikationen verschieben Fensteranordnung speichern und laden Applikation schließen Tastatur bedienen USB-Stick benutzen USB-Stick einstecken USB-Stick entfernen Inhalt des USB-Sticks auf dem Terminal zeigen Ordner auf dem USB-Stick 24 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 3
4 Inhaltsverzeichnis 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Sprache ändern Grundeinstellungen des Terminals Applikationen aktivieren und deaktivieren Lizenzen für Vollversionen aktivieren GPS-Empfänger GPS-Empfänger aktivieren GPS-Empfänger konfigurieren 30 Parameter für den GPS-Empfänger Einstellungen für den Treiber GPS_PSRCAN GPS-Positionen aufzeichnen Neigungsmodul GPS TILT-Module konfigurieren Screenshots erstellen Pools löschen Tastenbelegung des Joysticks konfigurieren Kamera Kamera aktivieren Kamera bedienen 36 7 Applikation Tractor-ECU Parameter des GPS-Empfängers einstellen 37 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Über TRACK-Leader TRACK-Leader SECTION-Control TRACK-Leader TOP VARIABLE RATE-Control Grundlagen der Bedienung Applikation TRACK-Leader öffnen Navigation starten 41 Ohne einen ISO-XML-Auftrag 41 Mit einem ISO-XML-Auftrag Informationen in der Arbeitsmaske Übersicht und Zweck aller Aufgaben Parallelfahren mit Hilfe der Lightbar und der Leitspur SECTION-View benutzen Bedienung während der Arbeit Führungslinien zur Parallelführung benutzen 48 Führungsmodus wählen 48 Gerade Führungslinien 50 Führungslinien als Kurve 51 Führungslinien nach Kompass 51 Mehrere Führungslinien 51 Führungslinien als Kreise 52 Adaptive Führungslinien 52 Führungslinien löschen 53 4 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
5 Inhaltsverzeichnis Abstand zwischen den Führungslinien einstellen 53 Intervall der Führungslinien einstellen 53 Führungslinien verschieben DGPS kalibrieren 54 Referenzpunkt setzen 55 GPS-Signal kalibrieren 56 Wofür brauchen Sie den Referenzpunkt? 56 Qualität des DGPS-Signals prüfen Feldgrenze 57 Feldgrenze erfassen 57 Feldgrenze löschen Hindernisse erfassen Arbeitsmodus von SECTION-Control ändern Vorgewende bearbeiten Automatische Lenkung TRACK-Leader TOP 64 Aufgaben des Fahrers 65 Automatische Lenkung aktivieren und deaktivieren 65 Führungslinien verschieben 66 Wenden Daten speichern und mit dem PC austauschen Maske Speicher Applikationskarte importieren Konfiguration Einstellungen Allgemein konfigurieren TRACK-Leader konfigurieren SECTION-Control konfigurieren TRACK-Leader TOP konfigurieren Maschinenprofile 78 Neues Maschinenprofil anlegen 78 Vorhandenes Maschinenprofil auswählen 78 Parameter der Maschinen Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus kalibrieren 82 Phasen der Kalibrierung 83 Kalibrierung vorbereiten 83 Erste Befahrung 83 Zweite Befahrung 84 Grenzen der Ausbringung markieren - für Trägheit bei Aus 85 Grenzen der Ausbringung markieren - für Trägheit bei Ein 86 Korrekturwert berechnen 87 Parameter Trägheit ändern 87 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Über ISOBUS-TC Schnellanleitung für Benutzer von Ackerschlagkarteien Schnellanleitung für Benutzer ohne Ackerschlagkartei Einstellen, wie Sie ISOBUS-TC nutzen USB-Stick ISOBUS-TC konfigurieren Bildschirmaufbau in der Applikation ISOBUS-TC 94 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 5
6 Inhaltsverzeichnis Startmaske Maske Aufträge Maske akt. Auftrag Ordner Taskdata auf dem USB-Stick erstellen Maschineneinstellungen für die Ackerschlagkartei exportieren ISO-XML-Stammdaten pflegen Zähler anzeigen Sollwert eingeben Technische Daten Technische Daten des Terminals Belegungspläne CAN-Bus-Anschluss und Spannungsversorgung RS Ethernet polige D-Sub-Buchse Notizen Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
7 Zu Ihrer Sicherheit Grundlegende Sicherheitshinweise Zu Ihrer Sicherheit Grundlegende Sicherheitshinweise Lesen Sie sorgfältig die folgenden Sicherheitshinweise, bevor Sie das Produkt zum ersten Mal bedienen. Bevor Sie den Traktor warten oder reparieren, trennen Sie immer die Verbindung zwischen dem Traktor und dem Terminal. Bevor Sie die Batterie des Traktors aufladen, trennen Sie immer die Verbindung zwischen dem Traktor und dem Terminal. Bevor Sie am Traktor oder an einem angehängten bzw. angebauten Gerät schweißen, unterbrechen Sie immer die Stromzuführung zum Terminal. Führen Sie keine unzulässigen Veränderungen an dem Produkt durch. Unzulässige Veränderungen oder unzulässiger Gebrauch können Ihre Sicherheit beeinträchtigen und die Lebensdauer oder Funktion des Produktes beeinflussen. Unzulässig sind alle Veränderungen, die nicht in der Dokumentation des Produktes beschrieben werden. Halten Sie alle allgemein anerkannten sicherheitstechnischen, industriellen, medizinischen und straßenverkehrsrechtlichen Regeln ein. Befolgen Sie die Straßenverkehrsregeln. Halten Sie das Fahrzeug an, bevor Sie das Terminal bedienen. Das Produkt enthält keine zu reparierenden Teile. Öffnen Sie das Gehäuse nicht. Lesen Sie die Bedienungsanleitung des landwirtschaftlichen Gerätes, das Sie mit Hilfe des Produktes ansteuern werden. Bestimmungsgemäße Verwendung Das Terminal TouchME dient zur Bedienung von landwirtschaftlichen Geräten, die mit ISOBUS- Jobrechnern ausgestattet sind. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch die Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen Betriebs- und Instandhaltungsbedingungen. Für alle aus der Nichteinhaltung resultierenden Schäden an Personen oder Sachen haftet der Hersteller nicht. Alle Risiken für nicht bestimmungsgemäße Verwendung trägt allein der Benutzer. Die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften, sowie die sonstigen allgemein anerkannten sicherheitstechnischen, industriellen, medizinischen und straßenverkehrsrechtlichen Regeln sind einzuhalten. Eigenmächtige Veränderungen am Gerät schließen eine Haftung des Herstellers aus. 1.3 Aufbau und Bedeutung von Warnhinweisen Alle Sicherheitshinweise, die Sie in dieser Bedienungsanleitung finden, werden nach dem folgenden Muster gebildet: WARNUNG Dieses Signalwort kennzeichnet Gefährdungen mit mittlerem Risiko, die möglicherweise Tod oder schwere Körperverletzungen zur Folge haben können, wenn sie nicht vermieden werden. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 7
8 1 Zu Ihrer Sicherheit Entsorgung VORSICHT Dieses Signalwort kennzeichnet Gefährdungen mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben können, wenn sie nicht vermieden werden. HINWEIS Dieses Signalwort kennzeichnet Handlungen, die bei fehlerhafter Ausführung zu Störungen im Betrieb führen können. Bei diesen Handlungen müssen Sie präzise und vorsichtig sein, um optimale Arbeitsergebnisse zu erreichen. Es gibt Handlungen, die in mehreren Schritten durchgeführt werden. Wenn bei einem dieser Schritte ein Risiko besteht, erscheint ein Sicherheitshinweis direkt in der Handlungsanweisung. Die Sicherheitshinweise stehen immer direkt vor dem riskanten Handlungsschritt und zeichnen sich durch fette Schrift und ein Signalwort aus. Beispiel 1. HINWEIS! Das ist ein Hinweis. Er warnt Sie vor einem Risiko, welches beim nächsten Handlungsschritt besteht. 2. Riskanter Handlungsschritt. 1.4 Entsorgung Bitte entsorgen Sie dieses Produkt nach seiner Verwendung entsprechend den in Ihrem Land geltenden Gesetzen als Elektronikschrott. 1.5 Hinweise zur Nachrüstung Hinweis zur nachträglichen Installation von elektrischen und elektronischen Geräten und/oder Komponenten Heutige Landmaschinen sind mit elektronischen Komponenten und Bauteilen ausgestattet, deren Funktion durch Aussendungen elektromagnetischer Wellen anderer Geräte beeinflusst werden können. Solche Beeinflussungen können zu Gefährdungen von Personen führen, wenn die folgenden Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. Komponentenauswahl Verantwortung des Benutzers Achten Sie bei der Komponentenauswahl vor allem darauf, dass die nachträglich installierten elektrischen und elektronischen Bauteile der EMV-Richtlinie 2004/108/EG in der jeweils geltenden Fassung entsprechen und das CE-Kennzeichen tragen. Bei einer nachträglichen Installation von elektrischen und elektronischen Geräten und/oder Komponenten in eine Maschine, mit Anschluss an das Bordnetz, müssen Sie eigenverantwortlich prüfen, ob die Installation Störungen der Fahrzeugelektronik oder anderer Komponenten verursacht. Dies gilt insbesondere für die elektronischen Steuerungen von: Elektronische Hubwerksregelung (EHR), Fronthubwerk, Zapfwellen, Motor, 8 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
9 Zu Ihrer Sicherheit Hinweise zur Nachrüstung 1 Getriebe. Zusätzliche Anforderungen Für den nachträglichen Einbau mobiler Kommunikationssysteme (z.b. Funk, Telefon) müssen zusätzlich folgende Anforderungen erfüllt werden: Es dürfen nur Geräte mit Zulassung gemäß den gültigen Landesvorschriften (z.b. BZT- Zulassung in Deutschland) eingebaut werden. Das Gerät muss fest installiert werden. Der Betrieb von portablen oder mobilen Geräten innerhalb des Fahrzeuges ist nur über eine Verbindung zu einer fest installierten Außenantenne zulässig. Das Sendeteil muss räumlich getrennt von der Fahrzeug-Elektronik eingebaut werden. Beim Antennen-Anbau müssen Sie auf eine fachgerechte Installation mit guter Masseverbindung zwischen Antenne und Fahrzeugmasse achten. Für die Verkabelung und Installation sowie die max. zulässige Stromabnahme beachten Sie zusätzlich die Einbauanleitung des Maschinenherstellers. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 9
10 2 Über diese Bedienungsanleitung Zielgruppe dieser Bedienungsanleitung Über diese Bedienungsanleitung Zielgruppe dieser Bedienungsanleitung Diese Bedienungsanleitung richtet sich an Personen, die das Terminal montieren und bedienen. Aufbau von Handlungsanweisungen Handlungsanweisungen erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie bestimmte Arbeiten mit dem Produkt durchführen können. In dieser Bedienungsanleitung haben wir folgende Symbole verwendet, um Handlungsanweisungen zu kennzeichnen: Art der Darstellung Bedeutung Handlungen, die Sie nacheinander durchführen müssen. Ergebnis der Handlung. Das passiert, wenn Sie eine Handlung ausführen. Ergebnis einer Handlungsanweisung. Das passiert, wenn Sie alle Schritte befolgt haben. Voraussetzungen. Wenn Voraussetzungen genannt werden, müssen Sie die Voraussetzungen erfüllen, bevor Sie eine Handlung durchführen. 2.3 Aufbau von Verweisen Wenn es in dieser Bedienungsanleitung Verweise gibt, sehen sie immer wie folgt aus: Beispiel eines Verweises: [ 10] Sie erkennen Verweise an eckigen Klammern und an einem Pfeil. Die Nummer nach dem Pfeil zeigt Ihnen auf welcher Seite das Kapitel beginnt, in dem Sie weiter lesen können Richtungsangaben in dieser Anleitung Alle Richtungsangaben in dieser Anleitung, wie links, rechts, vorne, hinten, beziehen sich auf die Fahrtrichtung des Fahrzeuges. Aktuelle Version Die aktuelle Version dieser Anleitung finden Sie auf der Internetseite 10 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
11 Produktbeschreibung Lieferumfang Produktbeschreibung Lieferumfang Zum Lieferumfang gehören: Terminal TouchME VESA-Halter mit Schrauben Halter für die Montage des Terminals USB-Stick Anbau- und Bedienungsanleitung Tasten des Terminals Auf dem Gehäuse des Terminals finden Sie einige Tasten, mit denen Sie das Terminal bedienen können. Tasten des Terminals TouchME Tasten auf der Vorderseite Tasten auf der Rückseite Die Tasten auf der Rückseite haben keine Funktion. Funktion der Tasten Schaltet das Terminal ein und aus. Erstellt Screenshots. [ 33] Speichert die Fensteranordnung [ 22]. Keine Funktion Keine Funktion Keine Funktion Keine Funktion Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 11
12 3 Produktbeschreibung Anschlüsse des Terminals 3.3 Anschlüsse des Terminals Übersicht der Anschlüsse Anschluss für: - Kamera CAN-Bus-Anschluss für: - ISOBUS-Grundausrüstung - Joystick Serieller Anschluss RS232 für: - GPS-Empfänger - Neigungsmodul GPS TILT-Module M12-Anschluss für: - Ethernet GSM-Anschluss für eine GSM-Antenne USB-Anschluss für: - USB-Stick 3.4 Applikationen auf dem Terminal Das Terminal wird mit einer Reihe von vorinstallierten Applikationen (Apps) ausgeliefert. Die meisten davon können Sie sofort benutzen. Einige Applikationen können Sie nur eine eingeschränkte Zeit lang testen. Wenn Ihnen die Applikation danach gefällt, können Sie eine Lizenz bei Müller-Elektronik bestellen und die Applikation als Vollversion nutzen. Vollversionen Auf dem Terminal sind folgende Applikationen als Vollversion installiert: ISOBUS-Schnittstelle (ISOBUS-UT) Mit dem Terminal können Sie ISOBUS-Jobrechner bedienen, die mit der Norm ISO11783 konform sind. Die Benutzeroberflächen zur Bedienung eines Jobrechners werden auf dem Bildschirm angezeigt, wenn er an die ISOBUS-Steckdose des Fahrzeugs angeschlossen wird. Die ISOBUS-Schnittstelle hat kein eigenes Symbol. Im Auswahlmenü wird immer das Symbol des angeschlossenen Jobrechners angezeigt. - Applikation Service. In der Applikation Service können Sie: Das Terminal konfigurieren. Andere Applikationen aktivieren und deaktivieren. Lizenzen freischalten. Treiber angeschlossener Geräte aktivieren. GPS-Einstellungen vornehmen. 12 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
13 Produktbeschreibung Angaben auf dem Typenschild richtig deuten 3 - Applikation ISOBUS-TC. Die Applikation ISOBUS-TC dient als Schnittstelle zwischen einer Ackerschlagkartei (also einem Farm Management Information System - FMIS), dem Terminal und dem ISOBUS-Jobrechner. Mit ISOBUS-TC können Sie auf dem Terminal ISO-XML-Aufträge bearbeiten, die Sie zuvor auf Ihrem PC geplant haben. Wenn Sie keine Ackerschlagkartei haben, können Sie die Aufträge direkt am Terminal anlegen und bearbeiten. Die Applikation ISOBUS-TC ist konform mit Teil 10 der Norm ISO Applikation Tractor-ECU. Die Applikation Tractor-ECU dient dazu, alle Einstellungen rund um den Traktor zu erfassen. Sie können darin: Die Position des GPS-Empfängers eingeben. Den GPS-Empfänger als Quelle des Geschwindigkeitssignals festlegen. Testversionen Folgende Applikationen können Sie als Testversionen nutzen: - Applikation TRACK-Leader mit SECTION-Control und mit weiteren Modulen. Die Applikation TRACK-Leader hilft Ihnen das Feld in exakt parallelen Spuren zu bearbeiten. Zusatzmodule der Applikation übernehmen folgende Aufgaben: Automatische Teilbreitenschaltung, um Überlappungen zu minimieren. Automatische Lenkung des Fahrzeugs auf dem Feld. Übertragung der Sollwerte aus einer Applikationskarte an den ISOBUS-Jobrechner. - Applikation FIELD-Nav. FIELD-Nav ist ein Navigationssystem für die Landwirtschaft. Sie können damit den Weg zu jedem Feld finden. Die Bedienungsanleitung finden Sie auf der Internetseite von Müller-Elektronik. 3.5 Angaben auf dem Typenschild richtig deuten Auf der Rückseite des Terminals finden Sie ein Typenschild als Aufkleber. Auf diesem Aufkleber können Sie Informationen finden, mit denen Sie das Produkt eindeutig identifizieren können. Halten Sie diese Angaben bereit, wenn Sie den Kundendienst kontaktieren. Typenschild auf der Rückseite des Terminals Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 13
14 3 Produktbeschreibung Angaben auf dem Typenschild richtig deuten Kundennummer Wenn das Produkt für einen Landmaschinenhersteller hergestellt wurde, erscheint hier die Artikelnummer des Landmaschinenherstellers. Version der Hardware Artikelnummer bei Müller-Elektronik Betriebsspannung Das Produkt darf nur an Spannungen in diesem Bereich angeschlossen werden. Softwareversion Wenn Sie die Software aktualisieren, wird diese Version nicht mehr aktuell. Seriennummer 14 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
15 Montage und Installation Terminal in der Fahrzeugkabine montieren Montage und Installation Terminal in der Fahrzeugkabine montieren HINWEIS Beschädigung durch zu schwache Befestigung Das Terminal ist sehr schwer. Es kann die Befestigung beschädigen und dabei selbst auf den Boden fallen und beschädigt werden. Stellen Sie sicher, dass die Materialien, die Sie für die Montage verwenden, robust sind. Stellen Sie sicher, dass das Terminal stabil montiert ist. Sie haben alle Kabelverbindungen Ihres Terminals getrennt. Sie haben das Montagekit des VESA-Halters griffbereit. 1. Schrauben Sie den Halter zusammen. 2. Befestigen Sie den Halter auf den vier Schrauböffnungen auf der Rückseite des Terminals. 3. Befestigen Sie das Terminal in der Fahrzeugkabine. Verwenden Sie hierzu zum Beispiel die ME- Grundkonsole. Sie gehört zum Lieferumfang der ISOBUS-Grundausrüstung. Ihr Terminal sollte folgendermaßen montiert sein: 4. Prüfen Sie, ob Ihr Terminal stabil montiert ist. Sie können jetzt Kabel an das Terminal anschließen. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 15
16 4 Montage und Installation Kamera an das Terminal anschließen 4.2 Kamera an das Terminal anschließen Kamera mit Kabel und Adapterkabel Stecker zum Anschluss an das TouchME. Das Adapterkabel ist nicht im Lieferumfang der Kamera enthalten. Sie können es separat bestellen. Art.-Nr.: oder Anschluss an den Kabelbaum. Anschluss an das Adapterkabel. Kabelbaum Kamera Kamerastecker Buchse zum Anschluss an den Kamerastecker Kabel zum Anschluss an die Spannungsversorgung. GND (blau) - Masse +12V (braun) - Spannung 12V 1. Schrauben Sie die Kamera mit deren Halterung zusammen, wie in der Montageanleitung des Kameraherstellers beschrieben. 2. Schließen Sie die Kamera an den Kabelbaum an. 3. VORSICHT! Beim Verlegen des Kabelbaums achten Sie darauf, dass die Kabel keine Knickstellen bilden und dass niemand über die verlegten Kabel stolpern kann. 4. Schließen Sie die Kamera an eine Spannungsquelle an. Müller-Elektronik bietet zu diesem Zweck unterschiedliche Stecker an, die Sie an das Kabel anschließen können. 5. Befestigen Sie die Kamera. 16 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
17 Montage und Installation Kamera an das Terminal anschließen 4 6. Aktivieren Sie die Kamera. [ 35] Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 17
18 5 Grundlagen der Bedienung Erste Inbetriebnahme 5 Grundlagen der Bedienung 5.1 Erste Inbetriebnahme Bei der ersten Inbetriebnahme müssen Sie mindestens folgende Einstellungen vornehmen: Sprache ändern. Parameter Mit ISO-XML arbeiten? in der Applikation ISOBUS-TC konfigurieren. GPS-Empfänger konfigurieren. [ 29] Position des GPS-Empfängers eingeben. So schalten Sie das Terminal ein: Das Terminal ist montiert und an die ISOBUS-Grundausrüstung angeschlossen. 1. Drücken Sie die Taste und halten Sie sie ca. 3 Sekunden gedrückt. Das Terminal hupt kurz. Der Bildschirm bleibt ca. 10 Sekunden schwarz, bis die Applikationen im Hintergrund geladen sind. Startbildschirm des Terminals erscheint: Sie haben das Terminal gestartet. 5.2 Terminal ausschalten So schalten Sie das Terminal aus: 1. Drücken Sie die Taste und halten Sie sie ca. 3 Sekunden gedrückt. Sie haben das Terminal ausgeschaltet. 5.3 Bereiche des Bildschirms Bereiche des Bildschirms 18 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
19 Grundlagen der Bedienung Applikationen öffnen 5 Hauptfenster In diesem Bereich können Sie Applikationen bedienen. Wenn Sie den Bildschirm im Bereich Hauptfenster berühren, wird die Funktion ausgeführt, deren Symbol Sie berührt haben. Die Bedienung hängt davon ab, welche Applikationen geöffnet ist. Zusatzfenster In den drei seitlich, übereinander angeordneten Zusatzfenstern, können Sie Applikationen anzeigen lassen, die Sie nicht bedienen müssen, die Sie aber sehen möchten. Auswahlmenü Im Bereich Auswahlmenü können Sie Applikationen öffnen. ME-Header In diesem Bereich können ISOBUS- Jobrechner von Müller-Elektronik zusammengefasste Informationen über den Zustand der Landmaschine anzeigen. Der Bereich ist auch als Zusatzfenster nutzbar. Systemsymbole Siehe Tabelle unten. Systemsymbole Symbol Bedeutung Ändert die Helligkeit für Tag und Nacht. Ändert die Anordnung der Applikationen in Fenstern. Hat in diesem Bereich keine Funktion. Wenn es in anderen Bereichen erscheint, dann dient es zum Bestätigen. Hat keine Funktion. Hat keine Funktion. Hat in diesem Bereich keine Funktion. Wenn es in anderen Bereichen erscheint, dann dient es zum Abbrechen oder zum Löschen. 5.4 Applikationen öffnen Eine Applikation ist dann geöffnet, wenn sie im Hauptfenster oder in einem der Zusatzfenster erscheint. So öffnen Sie eine Applikation: 1. Finden Sie das Funktionssymbol der gewünschten Applikation im Bereich Auswahlmenü. Zum Beispiel das Symbol: Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 19
20 5 Grundlagen der Bedienung Applikation verschieben 2. Tippen Sie auf das Funktionssymbol der Applikation: Die Applikation erscheint im Hauptfenster: Das Funktionssymbol der Applikation im Auswahlmenü wird jetzt etwas dunkler dargestellt. Daran erkennen Sie, dass diese Applikation schon geöffnet ist. Ab jetzt können Sie sie nicht mehr aus dem Auswahlmenü öffnen. Wenn davor eine andere Applikation im Hauptfenster offen war, wird sie in das nächste freie Zusatzfenster verschoben. 5.5 Applikation verschieben Sie können jede Applikation aus dem Hauptfenster in eines der Zusatzfenster oder in den ME-Header verschieben. So verschieben Sie eine Applikation aus dem Hauptfenster in ein Zusatzfenster: Sie haben eine Applikation im Hauptfenster geöffnet. Zum Beispiel die Applikation Service: 20 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
21 Grundlagen der Bedienung Geöffnete Applikationen verschieben 5 1. Tippen Sie auf eines der Zusatzfenster: Die Applikation erscheint jetzt im Zusatzfenster: 2. Tippen Sie auf das Zusatzfenster mit der Applikation. Die Applikation erscheint wieder im Hauptfenster. 5.6 Geöffnete Applikationen verschieben Sie können Applikationen zwischen Zusatzfenstern und dem ME-Header verschieben. So verschieben Sie eine Applikation zwischen Zusatzfenstern: Eine Applikation erscheint im Zusatzfenster: Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 21
22 5 Grundlagen der Bedienung Fensteranordnung speichern und laden 1. Mit dem Zeigefinger verschieben Sie das Bild der Applikation nach unten. Berühren Sie dabei die ganze Zeit den Bildschirm: Das Zusatzfenster, in dem die Applikation demnächst angezeigt wird, ist grün markiert. 2. Nehmen Sie den Finger vom Bildschirm. Die Applikation erscheint jetzt in dem anderen Zusatzfenster: 5.7 Fensteranordnung speichern und laden Sie können die Anordnung der Applikationen in Fenstern speichern und laden. So speichern Sie die Anordnung: 1. Halten Sie die Taste so lange gedrückt, bis das Terminal zweimal piept. Die Anordnung wurde gespeichert. So laden Sie die gespeicherte Anordnung: 1. Drücken Sie kurz die Taste: Die Anordnung wird geladen. 5.8 Applikation schließen Wenn Sie nicht genug Platz auf dem Bildschirm haben, um neue Applikationen zu öffnen, können Sie eine Applikation schließen. Die Applikation wird dabei nicht beendet, sondern läuft im Hintergrund weiter. So schließen Sie eine Applikation: 1. Öffnen Sie die Applikation im Zusatzfenster. 2. Verschieben Sie die Applikation ins Auswahlmenü. 22 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
23 Grundlagen der Bedienung Tastatur bedienen Tastatur bedienen Damit Sie auf dem Terminal auch Zahlen oder Texte schreiben können, erscheint auf dem Bildschirm eine Tastatur, sobald es erforderlich ist. Wichtige Symbole Symbol Bedeutung Ändert die Tasten der Tastatur. 12# Abc Löscht Zeichen. Bewegt den Cursor. Speichert die Eingabe. Bricht die Eingabe ab. Wechselt zwischen Groß- und Kleinschreibung. Tastatur zur Text- und Zahleneingabe. Tastatur zur Zahleneingabe Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 23
24 5 Grundlagen der Bedienung USB-Stick benutzen 5.10 USB-Stick benutzen Der USB-Stick muss während der Arbeit immer im Terminal stecken. Er dient als Speicher des Terminals und zum Datenaustausch zwischen dem Terminal und Ihrem PC USB-Stick einstecken 1. Stecken Sie den USB-Stick in die USB-Buchse ein. Das Terminal liest die Daten vom USB-Stick. Je nach Datenmenge kann es unterschiedlich lange dauern. Wenn alle Daten geladen sind, wird die Schaltfläche USB 1 in der Applikation Service grün USB-Stick entfernen Bevor Sie den USB-Stick entfernen, müssen Sie alle Daten speichern. Die hängt davon ab, ob Sie mit ISO-XML-Aufträgen arbeiten: Wenn Sie ohne ISO-XML-Aufträge arbeiten: In der Applikation TRACK-Leader. [ 67] Wenn Sie mit ISO-XML-Aufträgen arbeiten: In der Applikation ISOBUS-TC Inhalt des USB-Sticks auf dem Terminal zeigen Sie können den Inhalt eines USB-Sticks direkt über das Terminal einsehen. 1. Stecken Sie einen USB-Stick in das Terminal ein. 2. Öffnen Sie die Applikation Service. 3. Tippen Sie auf USB 1. Der Inhalt des USB-Sticks wird angezeigt Ordner auf dem USB-Stick Sobald Sie den USB-Stick in das Terminal einstecken, werden auf dem Terminal mehrere Ordner erstellt. Andere Ordner müssen Sie selbst erstellen. Jeder Ordner darf nur bestimmte Daten enthalten, damit die Applikationen auf dem Terminal die Daten nutzen können. ApplicationMaps GIS Dateien: Applikationskarten im Format.shp. Zweck: TRACK-Leader. Für die Verwendung mit VARIABLE RATE-Control. Dateien: Felddaten, wie z.b. Feldgrenzen, in folgenden Formaten:.shp,.dbf,.shx. Zweck: TRACK-Leader. Export und Import für GIS. NgStore Dateien:.iio,.data Zweck: TRACK-Leader. Standardordner für gespeicherte Befahrungen und Felder. 24 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
25 Grundlagen der Bedienung USB-Stick benutzen 5 Screencopy Dateien:.bmp Zweck: Hier werden Screenshots gespeichert. Das Terminal erstellt diesen Ordner automatisch, wenn der Parameter Screenshot im Menü Terminal aktiviert ist und Sie einen Screenshot erstellt haben. TaskData Dateien:.xml Zweck: Der Ordner darf nur XML-Dateien enthalten, die aus einer ISO-XML kompatibler Ackerschlagkartei stammen. Auf diese Daten greift die Applikation ISOBUS-TC zu. Sie müssen den Ordner selbst erstellen. [ 97] GPS Dateien:.txt Zweck: In dem Ordner werden GPS-Positionen in einer Datei gespeichert. Dadurch kann der Kundendienst die gefahrene Strecke rekonstruieren. Der Ordner wird erstellt, wenn Sie den Parameter Daten erfassen und speichern aktivieren. FIELDNav Dateien:.iio,.data Zweck: In dem Ordner wird Kartenmaterial gespeichert. Der Ordner wird erstellt, wenn die Lizenz FIELD-Nav aktiviert ist. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 25
26 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Sprache ändern 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren 6.1 Sprache ändern Wenn Sie das Terminal zum ersten Mal einschalten, kann es passieren, dass die Texte in einer Fremdsprache (auf Deutsch) erscheinen. Wenn Sie die Sprache in der Applikation Service ändern, ändert sich damit die Sprache aller Applikationen und ISOBUS-Jobrechner. Wenn ein angeschlossener ISOBUS-Jobrechner die gewählte Sprache nicht kann, dann wird seine Standardsprache aktiviert Öffnen Sie die Applikation Service. Startmaske der Applikation erscheint: 2. Tippen Sie auf Terminal. Eine Liste mit Parametern erscheint. 3. Streichen Sie mit dem Finger über den Bildschirm von unten nach oben. Neue Parameter erscheinen. 4. Tippen Sie auf Sprache. Eine Liste mit Kürzeln der verfügbaren Sprachen erscheint. 5. Tippen Sie auf das Kürzel Ihrer Sprache. Das Kürzel wird mit einem grünen Punkt markiert Bestätigen Sie. Maske Terminal erscheint. 7. Starten Sie das Terminal neu. 6.2 Grundeinstellungen des Terminals Zu den Grundeinstellungen gehören unter anderem: Sprache, Uhrzeit, Maßeinheiten. Alle Einstellungen, die Sie hier vornehmen, gelten auch in anderen Applikationen und in den angeschlossenen ISOBUS-Jobrechnern Öffnen Sie die Applikation Service. 26 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
27 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Grundeinstellungen des Terminals 6 Startmaske der Applikation erscheint: 2. Tippen Sie auf Terminal. Eine Liste mit Parametern erscheint. Siehe Tabelle unten. 3. Um den Wert eines der Parameter zu ändern, tippen Sie auf den gewünschten Parameter. Ein Fenster erscheint, in dem Sie den Wert des Parameters als Zahl eingeben können oder aus einer Liste auswählen können Bestätigen Sie. 5. Starten Sie das Terminal neu. Parameter im Menü Terminal Parametername Helligkeit Tag Helligkeit Nacht Tastaturbeleuchtung Lautstärke Datum Zeit Zeitzone Sprache Maßeinheiten Screenshot ISOBUS-UT: Function instance Anmeldung als ISOBUS-UT Funktion Helligkeit des Bildschirms am Tag. Helligkeit des Bildschirms in der Nacht. Beleuchtung der Tasten. Lautstärke des Terminals. Aktuelles Datum. Aktuelle Uhrzeit. Zeitverschiebung in Bezug auf die GMT Zeit. Sprache der Applikationen auf dem Bildschirm. Messsystem. Wenn der Parameter aktiviert ist, können Sie am Terminal Screenshots erstellen. Benutzen Sie diesen Parameter, wenn Sie die ISOBUS- Schnittstelle einer bestimmten Function instance zuweisen möchten. Dadurch können Sie einstellen, auf welchem Terminal sich ein ISOBUS-Jobrechner anmelden soll. Aktivieren Sie diesen Parameter, wenn der ISOBUS-Jobrechner auf dem Terminal angezeigt werden soll. Dieser Parameter muss in den meisten Fällen aktiviert sein. Auf wenigen selbstfahrenden Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 27
28 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Applikationen aktivieren und deaktivieren Parametername Funktion Landmaschinen muss der Parameter deaktiviert werden. 6.3 Applikationen aktivieren und deaktivieren In der Anwendung Service können Sie andere Anwendungen, die auf dem Terminal installiert sind, aktivieren und deaktivieren. Die Anwendungen sind in Paketen installiert, in so genannten Plug-ins. Ein Plug-in kann mehrere Anwendungen beinhalten. Sie können ein Plug-in zum Beispiel dann deaktivieren, wenn Sie es nicht benutzen möchten. Dann erscheint es nicht im Auswahlmenü. Name des Plug-ins Camera_ME ISOBUS-TC Tractor-ECU TRACK-Leader Beinhaltet folgende Applikationen Auf dem Bildschirm erscheint das Bild der angeschlossenen Kamera. ISOBUS-TC Tractor-ECU TRACK-Leader SECTION-Control TRACK-Leader TOP VARIABLE RATE-Control FIELD-Nav FIELD-Nav So aktivieren und deaktivieren Sie Plug-ins: 1. - Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Plug-ins. Maske Plug-ins erscheint. 3. Um ein Plug-in zu aktivieren oder zu deaktivieren, tippen Sie darauf. Ein Plug-in ist dann aktiviert, wenn ein Häkchen vor seinem Namen erscheint. 4. Starten Sie das Terminal neu. 6.4 Lizenzen für Vollversionen aktivieren Auf dem Terminal sind mehrere Applikationen vorinstalliert, die Sie zu Testzwecken 50 Stunden lang nutzen dürfen. Danach werden sie automatisch deaktiviert. 28 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
29 Terminal in der Applikation Service konfigurieren GPS-Empfänger 6 Maske Lizenzen Bezeichnung der Maske Häkchen markiert freigeschaltete Applikationen. Applikationen ohne Häkchen sind nicht freigeschaltet. Name der Applikation In Klammern sehen Sie, wie lange Sie eine Testversion noch nutzen können: in Stunden und Minuten. 18-stelliger Buchstabencode der Applikation Für die Aktivierung einer Lizenz benötigen Sie einen Aktivierungsschlüssel. Um ihn zu bekommen, müssen Sie eine Lizenz bei Müller-Elektronik kaufen. Wenn Sie den Aktivierungsschlüssel telefonisch oder per anfordern, geben Sie unseren Mitarbeitern folgende Informationen: Name der Applikation für die Sie eine Lizenz benötigen. Den 18-stelligen Buchstabencode der Applikation. Sie finden Ihn in der Maske Lizenzen. Seriennummer des Terminals - Befindet sich auf dem Typenschild auf der Rückseite des Terminals. Artikelnummer des Terminals - Befindet sich auf dem Typenschild auf der Rückseite des Terminals. So aktivieren Sie eine Lizenz: 1. - Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Lizenzen. 3. Mit dem 18-stelligen Buchstabencode bestellen Sie einen Aktivierungsschlüssel bei Müller- Elektronik. 4. Tippen Sie auf den Namen der Lizenz, die Sie aktivieren möchten. Tastatur erscheint. 5. Geben Sie den Aktivierungsschlüssel ein Bestätigen Sie. Maske Lizenzen erscheint. 7. Starten Sie das Terminal neu. Die Vollversion der Applikation ist jetzt aktiviert. 6.5 GPS-Empfänger Wenn Sie einen GPS-Empfänger an das Terminal angeschlossen haben, müssen Sie ihn aktivieren und konfigurieren. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 29
30 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren GPS-Empfänger GPS-Empfänger aktivieren Um den GPS-Empfänger zu aktivieren, müssen Sie dessen Treiber aktivieren. Ein Treiber ist ein kleines Programm, das ein angeschlossenes Gerät steuert. Die Treiber für die Geräte von Müller-Elektronik sind auf dem Terminal vorinstalliert. Verfügbare Treiber Treibername deaktiviert GPS_PSRCAN GPS_A100 GPS_STD GPS-Empfänger Es ist kein GPS-Empfänger angeschlossen. Wählen Sie diesen Treiber, wenn irgendein GPS-Empfänger an den Jobrechner der automatischen Lenkung angeschlossen ist. Die Signale werden über das CAN-Kabel an das Terminal geleitet. Treiber für die GPS-Empfänger A100 und A101 von Müller- Elektronik. Angeschlossen an die serielle Schnittstelle. Treiber für unbekannte GPS-Empfänger. Angeschlossen an die serielle Schnittstelle. Dieser Treiber ist standardmäßig aktiviert. Der angeschlossene GPS-Empfänger lässt sich dabei nicht konfigurieren. GPS_NovAtel Nicht benutzen. VORSICHT Falscher Treiber Beschädigung des GPS-Empfängers. Bevor Sie einen GPS-Empfänger an das Terminal anschließen, aktivieren Sie immer den passenden Treiber. So aktivieren Sie Treiber: 1. - Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Treiber. 3. Tippen Sie auf GPS. Installierte Treiber erscheinen. 4. Tippen Sie auf den passenden Treiber Bestätigen Sie. 6. Starten Sie das Terminal neu GPS-Empfänger konfigurieren Auf jedem GPS-Empfänger muss die interne Software konfiguriert werden. Folgende GPS- Empfänger von Müller-Elektronik können Sie über das Terminal konfigurieren: A100, A Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
31 Terminal in der Applikation Service konfigurieren GPS-Empfänger 6 Alle anderen GPS-Empfänger müssen Sie nach Herstellerangaben konfigurieren. Funktionssymbol Bedeutung Liest die Konfiguration des GPS-Empfängers. Stellt die Herstellereinstellungen wieder her. GPS-Empfänger A100 oder A101 ist an das Terminal angeschlossen. Der GPS-Empfänger ist direkt an das Terminal angeschlossen. Zusatzgeräte, wie Lightbar oder Neigungsmodul, dürfen nicht dazwischen angeschlossen sein. Treiber GPS_A100 ist aktiviert Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf GPS. Maske Einstellungen erscheint. Bei der ersten Konfiguration erscheint die folgende Meldung: GPS-Empfänger erkannt. Konfiguration lesen? 3. Um zu bestätigen, tippen Sie auf Ja. Um abzubrechen, tippen Sie auf Nein. Das Terminal liest die aktuelle Konfiguration des GPS-Empfängers. Sie sehen jetzt alle konfigurierbaren Parameter. Parameter für den GPS-Empfänger Baudrate Einstellung der Geschwindigkeit, mit der das Terminal Daten an den DGPS-Empfänger sendet. Der Parameter stellt die Baudrate des Terminals ein. Satellit 1 und Satellit 2 Satellit 1 - primärer DGPS-Satellit. Mit diesem Satelliten wird sich der DGPS-Empfänger zuerst verbinden. Satellit 2 - sekundärer DGPS-Satellit. Mit diesem Satelliten wird sich der DGPS-Empfänger erst nach Ausfall des primären Satelliten verbinden. Welchen Satelliten Sie wählen, hängt davon ab, welcher im Moment die beste Verfügbarkeit in Ihrer Region hat. Mögliche Werte: Auto Die Software wählt automatisch den im Moment besten Satelliten. Diese Einstellung wird nicht empfohlen, da sie das Starten des DGPS-Empfängers verlangsamt. Name des Satelliten. Welche Satelliten hier erscheinen, hängt davon ab, welchen Treiber und welches Korrektursignal Sie aktiviert haben. Lenkung Dieser Parameter aktiviert in dem GPS-Empfänger die Unterstützung der Funktion Automatische Lenkung. Sie müssen den Parameter Lenkung konfigurieren, wenn Sie Ihren vorhandenen GPS-Empfänger A100 an den Lenkjobrechner anschließen möchten. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 31
32 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren GPS-Empfänger Korrektursignal Art des Korrektursignals für den DGPS-Empfänger. Welche Korrektursignale verfügbar sind, hängt von dem aktivierten Treiber ab. Mögliche Werte: Für den Treiber GPS_A100 : WAAS/EGNOS Korrektursignal für Europa, Nordamerika, Russland und Japan. E-DIF Interne Errechnung der Korrekturdaten. Diese Einstellung benötigen Sie außerhalb der EU und der USA. Für die Benutzung von e-dif benötigen Sie eine spezielle Ausführung des DGPS- Empfängers A100. Sie können diesen DGPS-Empfänger bei Müller-Elektronik unter der Artikelnummer bestellen. Für den Treiber GPS_NovAtel EGNOS-EU WAAS-US MSAS-JP EGNOS-EU + GL1DE WAAS-US + GL1DE MSAS-JP + GL1DE GPS/Glonass GL1DE 1 GPS/Glonass GL1DE 2 Neigungsmodul Unter diesem Parameter wird das Neigungsmodul GPS TILT-Module konfiguriert. Sie können das Neigungsmodul bei Müller-Elektronik unter der folgenden Artikelnummer bestellen: Einstellungen für den Treiber GPS_PSRCAN Sie haben diesen Treiber aktiviert, weil Sie den GPS-Empfänger für die automatische Lenkung benötigen. Er wird direkt in der Anwendung PSR konfiguriert. Informationen dazu finden Sie in den Anleitungen des Systems automatische Lenkung GPS-Positionen aufzeichnen Bei einigen Fehlern kann es notwendig sein, die Kommunikation zwischen dem GPS-Empfänger und dem Terminal aufzuzeichnen Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf GPS. 32 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
33 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Neigungsmodul GPS TILT-Module konfigurieren 6 3. Tippen Sie auf GPS-Daten. Maske GPS-Daten erscheint. 4. Scrollen Sie nach unten. 5. Tippen Sie auf Trace-Daten. Maske Trace-Daten erscheint. 6. Scrollen Sie nach unten. 7. Setzen Sie ein Häkchen in der Schaltfläche Daten erfassen und speichern. Das Terminal beginnt sofort die Daten aufzuzeichnen. Sie werden auf dem USB-Stick im Ordner GPS gespeichert. Nach einem Neustart wird die Funktion deaktiviert. 6.6 Neigungsmodul GPS TILT-Module konfigurieren Neigungsmodul GPS TILT-Module ist angeschlossen. Traktor steht auf einem ebenen Boden. 1. Messen Sie den Abstand zwischen dem GPS-Empfänger und dem Boden, auf dem der Traktor steht. 2. Schalten Sie das Terminal ein Öffnen Sie die Applikation Service. 4. Tippen Sie auf GPS. Maske Einstellungen erscheint. 5. Scrollen Sie nach unten, bis der Parameter Neigungsmodul auf dem Bildschirm erscheint. 6. Tippen Sie auf Neigungsmodul. 7. In der Zeile Höhe GPS-Empfänger geben Sie den gemessenen Abstand ein. 8. Tippen Sie auf. Meldung: Neigungsmodul wird kalibriert. erscheint. 9. Um zu bestätigen, tippen Sie auf Ja. Position des Neigungsmoduls auf einem ebenen Boden wird kalibriert. Nach der Kalibrierung erscheint in der Zeile Neigung der Winkel 0. Bei jeder Neigung des Traktors ändert sich der angezeigte Winkel. 6.7 Screenshots erstellen Ein Screenshot ist ein Foto des Bildschirms. 1. Stecken Sie den USB-Stick in das Terminal ein Öffnen Sie die Applikation Service. 3. Tippen Sie auf Terminal. 4. Setzen Sie den Parameter Screenshot auf aktiviert. 5. Um einen Screenshot zu erstellen, drücken Sie die Taste. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 33
34 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Pools löschen Der Inhalt des Bildschirms wird als Bilddatei auf dem USB-Stick im Ordner Screencopy erstellt. 6.8 Pools löschen Pools sind Zwischenspeicher des Terminals. In den Pools werden Grafiken oder Texte zwischengespeichert. Mit der Zeit werden die Pools zu groß und verlangsamen die Arbeit des Terminals. Sie können die Pools löschen, um die Arbeit des Terminals zu beschleunigen. Wann löschen? Löschen Sie die Pools: Nach Update der Software eines angeschlossenen Jobrechners. Wenn das Terminal langsamer als sonst arbeitet. Wenn Sie vom Kundendienst darum gebeten werden. So löschen Sie die Pools: 1. - Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Objectpool. Liste mit ISO-Namen von ISOBUS-Jobrechnern erscheint, deren Grafiken und Texte sich im Speicher des Terminals befinden. Am Symbol erkennen Sie, welches landwirtschaftliche Gerät der Jobrechner ansteuert. 3. Tippen Sie auf den Objectpool, den Sie löschen möchten Wählen Sie den Objectpool aus. Der gewünschte Objectpool ist ausgewählt. Sie erkennen es an dem blauen Rahmen Löschen Sie den Objectpool. Es passiert nichts, wenn Sie den falschen Objectpool löschen. Folgende Meldung erscheint: Verzeichnis wirklich löschen? 6. Um zu bestätigen, tippen Sie auf Ja. 7. Bei dem nächsten Neustart wird der aktuelle Pool des Jobrechners geladen. 6.9 Tastenbelegung des Joysticks konfigurieren Das Terminal bietet Ihnen die Möglichkeit, die Funktionen eines ISOBUS-Jobrechners den Tasten des Joysticks zuzuweisen. So aktivieren Sie den Treiber dieser Funktion: Joystick und ISOBUS-Jobrechner sind angeschlossen und unterstützen beide das Protokoll Auxiliary Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Treiber. 3. Tippen Sie auf Auxiliary. 4. Markieren Sie Auxiliary2. 34 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
35 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Kamera Bestätigen Sie. 6. Starten Sie das Terminal neu. So konfigurieren Sie die Tastenbelegung: Sie haben den Treiber Auxiliary2 aktiviert Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Auxiliary. 3. Tippen Sie auf Auxiliary Editor. Wenn der ISOBUS-Jobrechner das Protokoll Auxiliary 2 unterstützt, dann erscheint jetzt eine Liste mit Funktionen des Jobrechners. Wenn keine Liste erscheint, unterstützt der ISOBUS-Jobrechner dieses Protokoll nicht. 4. Tippen Sie auf die Funktion, die Sie einer Taste des Joysticks zuweisen möchten. Eine Liste mit Tasten des Joysticks erscheint. 5. Wählen Sie, welcher Taste die gewählte Funktion zugewiesen werden soll Bestätigen Sie. Liste mit Zuweisungen erscheint. 7. Starten Sie das Terminal neu. Nach dem Neustart erscheint auf dem Hauptbildschirm folgende Meldung: Bestätigen Sie die Zuweisungen. Diese Meldung erscheint jetzt bei jedem Neustart. 8. OK - Bestätigen Sie die Meldung. Auf dem Bildschirm erscheint eine Liste mit erkannten Zuweisungen Bestätigen Sie die Zuweisungen Kamera Kamera aktivieren Um eine Kamera zu aktivieren, müssen Sie das Plug-In Camera_ME aktivieren Öffnen Sie die Applikation Service. 2. Tippen Sie auf Plug-Ins. 3. Tippen Sie auf Camera_ME. Das Plug-In wird mit einem Häkchen markiert. 4. Starten Sie das Terminal neu. Nach dem Neustart erscheint im Auswahlmenü das Symbol der Applikation Kamera Öffnen Sie die Applikation Kamera. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 35
36 6 Terminal in der Applikation Service konfigurieren Kamera Kamera bedienen Die Kamera lässt sich in dieser Softwareversion nicht bedienen. 36 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
37 Applikation Tractor-ECU Parameter des GPS-Empfängers einstellen 7 7 Applikation Tractor-ECU In der Applikation Tractor-ECU können Sie: Die Position des GPS-Empfängers eingeben. Das GPS-Signal für die Ermittlung der Geschwindigkeit auf den CAN-Bus legen. 7.1 Parameter des GPS-Empfängers einstellen In der Maske Einstellungen können Sie die Parameter des GPS-Empfängers konfigurieren Öffnen Sie die Applikation Tractor-ECU. Startmaske der Applikation erscheint. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. Folgende Maske erscheint: 3. Tippen Sie auf die entsprechende Schaltfläche, um die jeweiligen Parameter einzustellen. Parameter Versatz X und Versatz Y Wenn Sie den GPS-Empfänger montiert und angeschlossen haben, müssen Sie seine genaue Position eingeben. Um die Position des GPS-Empfängers genau einzugeben, müssen Sie die Entfernungen des GPS- Empfängers von der Längsachse und vom so genannten Anhängepunkt [ 38] messen. Bei der Eingabe der Entfernungen ist es entscheidend, ob sich der GPS-Empfänger links oder rechts von der Längsachse des Traktors befindet und ob er sich vor oder hinter dem Anhängepunkt befindet. Wo befindet sich der GPS-Empfänger? rechts von der Längsachse links von der Längsachse vor dem Anhängepunkt hinter dem Anhängepunkt So muss die Entfernung eingegeben werden y - y x - x Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 37
38 7 Applikation Tractor-ECU Parameter des GPS-Empfängers einstellen GPS-Empfänger bei ISOBUS-Maschinen Anhängepunkt bei Anbau- und Anhängegeräten GPS-Empfänger Anbau- und Anhängegeräte Selbstfahrer y Entfernung zwischen der Längsachse und dem GPS-Empfänger für Versatz Y x Entfernung für Versatz X Versätze übermitteln? Damit stellen Sie ein, ob die Position des GPS-Empfängers an die Applikation SECTION-Control übermittelt wird. Der Parameter muss in den meisten Fällen aktiviert sein. Geschwindigkeit über CAN Damit stellen Sie ein, ob Sie die vom GPS-Empfänger ermittelte Geschwindigkeit auch in anderen Applikationen oder ISOBUS-Jobrechnern nutzen möchten. Dadurch lassen sich andere Geschwindigkeitssensoren ersetzen. 38 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
39 Parallelführung mit TRACK-Leader Über TRACK-Leader 8 8 Parallelführung mit TRACK-Leader 8.1 Über TRACK-Leader TRACK-Leader ist ein modernes System, das Ihnen hilft, in exakt parallelen Spuren auf dem Feld zu fahren. Durch die Freischaltung zusätzlicher Module, können Sie auch folgende Funktionen nutzen: GPS-gestützte Teilbreitenschaltung; Parallelführung im Vorgewende; Automatische Lenkung; Übergabe von Sollwerten aus einer Applikationskarte an den ISOBUS-Jobrechner. In den nächsten Kapiteln erfahren Sie, welche Module es in dieser Anwendung gibt und welche Lizenzen Sie dafür benötigen Voraussetzungen Funktionen TRACK-Leader Art des Moduls: Basismodul. Es ist die Voraussetzung für alle anderen Module. Um dieses Modul zu benutzen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Plug-in TRACK-Leader muss aktiviert sein. Lizenz TRACK-Leader muss freigeschaltet sein. Folgende Funktionen erhalten Sie nach der Freischaltung: Anzeige paralleler Führungslinien. Anzeige paralleler Führungslinien im Vorgewende. Erfassung von Hindernissen, die sich auf dem Feld befinden. Warnung vor erfassten Hindernissen. Warnung vor Erreichen der Feldgrenze. Speicherung der Arbeitsergebnisse in zwei Formaten. SECTION-View - Anzeige, welche Teilbreiten manuell vom Fahrer ein- und ausgeschaltet werden müssen, um ohne Überlappungen zu arbeiten SECTION-Control Art des Moduls: Zusatzmodul. Mit SECTION-Control können Sie einem angeschlossenen Jobrechner vorgeben, welche Teile des landwirtschaftlichen Gerätes er ausschalten soll, um ohne Überlappungen zu arbeiten. Das können zum Beispiel Teilbreiten bei einer Feldspritze sein. Voraussetzungen Funktionen Um dieses Modul zu benutzen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Plug-in TRACK-Leader muss aktiviert sein. Lizenz TRACK-Leader muss freigeschaltet sein. Lizenz SECTION-Control muss freigeschaltet sein. Das Terminal muss an einen ISOBUS-Jobrechner angeschlossen sein, der von SECTION- Control unterstützt wird oder an die SC-Box von Müller-Elektronik. Der ISOBUS-Jobrechner muss konfiguriert sein. Folgende Funktionen erhalten Sie nach der Freischaltung: GPS-gestützte Teilbreitenschaltung. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 39
40 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung TRACK-Leader TOP Art des Moduls: Zusatzmodul. Mit TRACK-Leader TOP können Sie einem Lenkjobrechner der Firma Reichhardt vorgeben, wie er das Fahrzeug lenken soll, damit es den durch TRACK-Leader angelegten Führungslinien folgt. Voraussetzungen Um dieses Modul zu benutzen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Plug-in TRACK-Leader muss aktiviert sein. Lizenz TRACK-Leader muss freigeschaltet sein. Lizenz TRACK-Leader TOP muss freigeschaltet sein. Ein Lenkjobrechner muss an dem Traktor montiert, installiert und konfiguriert sein. TRACK-Leader TOP arbeitet nur mit Lenkjobrechnern der Firma Reichhardt: Steering ECU PSR, ab Softwareversion Auf dem Lenkjobrechner muss die Unterstützung für TRACK-Leader TOP aktiviert sein. Funktionen Folgende Funktionen erhalten Sie nach der Freischaltung: Automatische Lenkung des Fahrzeuges entlang angelegter Führungslinien Voraussetzungen Funktionen VARIABLE RATE-Control Art des Moduls: Zusatzmodul. Um dieses Modul zu benutzen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Plug-in TRACK-Leader muss aktiviert sein. Lizenz VARIABLE RATE-Control muss freigeschaltet sein. Mit VARIABLE RATE-Control können Sie: Applikationskarten im shp-format importieren. Sollwerte aus der Applikationskarte an einen Jobrechner übertragen. 8.2 Grundlagen der Bedienung Applikation TRACK-Leader öffnen 1. Im Auswahlmenü tippen Sie auf das Symbol Applikation TRACK-Leader erscheint im Hauptfenster: 40 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
41 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung Navigation starten Es gibt zwei Wege eine Navigation zu starten: Aus der Applikation TRACK-Leader, wenn Sie ohne ISO-XML-Aufträge arbeiten. [ 41] Aus der Applikation ISOBUS-TC, wenn Sie mit ISO-XML-Aufträgen arbeiten. [ 42] Mögliche Probleme Wenn Sie die Navigation nicht starten können, weil in der Startmaske das ausgegraute Symbol erscheint, dann kann es folgende Ursachen haben: SECTION-Control ist aktiviert, aber es ist kein ISOBUS-Jobrechner angeschlossen. Sie Arbeiten ohne ISO-XML-Aufträge, aber in der Applikation ISOBUS-TC ist der Parameter Mit ISO-XML arbeiten? [ 92] auf ja eingestellt. Sie arbeiten mit ISO-XML-Aufträgen und haben keinen Auftrag gestartet. Sie haben das Terminal an einen neuen ISOBUS-Jobrechner angeschlossen ohne das Terminal neu zu starten. Ohne einen ISO-XML-Auftrag USB-Stick steckt im Terminal. Sie haben den Parameter SECTION-Control konfiguriert. [ 70] Sie arbeiten ohne einen ISOBUS-Jobrechner und haben ein Maschinenprofil gewählt oder Sie arbeiten mit einem ISOBUS-Jobrechner und haben ihn angeschlossen. Sie haben den Parameter Mit ISO-XML arbeiten? auf Nein eingestellt Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. Folgende Maske erscheint: Wenn statt Navigation der Text kein Gerät erscheint, dann haben Sie eine der Voraussetzungen nicht erfüllt. 2. Tippen Sie auf Speicher. Maske Speicher erscheint: [ 67] Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 41
42 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung 3. Jetzt müssen Sie entscheiden, ob Sie ein Feld zum ersten Mal bearbeiten möchten, oder auf einem Feld arbeiten möchten, dessen Feldgrenze Sie bereits erfasst haben. 4. Wenn Sie ein neues Feld bearbeiten möchten, müssen Sie sicherstellen, dass keine ältere Aufnahme sich im Speicher befindet. Tippen Sie auf, um die geöffnete Aufnahme zu verwerfen. (Die Aufnahme wird nicht vom USB-Stick gelöscht.) In der Maske wird kein Feld angezeigt. 5. Wenn Sie ein Feld bearbeiten möchten, dessen Felddaten Sie bereits gespeichert haben, tippen Sie auf und laden Sie die Felddaten von dem USB-Stick. In der Maske erscheint das Feld, das Sie geladen haben Verlassen Sie die Maske Speicher. Die Startmaske der Anwendung erscheint Starten Sie eine neue Navigation. Die Arbeitsmaske erscheint. Sie beinhaltet nur das Symbol des Fahrzeuges oder zusätzlich auch geladene Feldgrenzen und Befahrungen - je nachdem, was Sie in der Maske Speicher gemacht haben. Wenn in der Mitte des Bildschirms das Symbol erscheint, dann besteht keine Verbindung zum GPS-Empfänger und Sie können nicht weiter arbeiten. Schließen Sie einen GPS-Empfänger an und konfigurieren Sie ihn. 8. Um zu erfahren, welche Informationen in der Arbeitsmaske erscheinen, lesen Sie dieses Kapitel: Informationen in der Arbeitsmaske [ 43] 9. Um zu erfahren, was Sie als nächstes tun sollten, lesen Sie dieses Kapitel: Übersicht und Zweck aller Aufgaben [ 45] Mit einem ISO-XML-Auftrag Benutzen Sie diese Methode, wenn Sie die Applikation ISOBUS-TC nutzen. USB-Stick steckt im Terminal. Der ISOBUS-Jobrechner ist an die Grundausrüstung angeschlossen. Sie haben den Parameter SECTION-Control konfiguriert. [ 70] Sie haben den Parameter Mit ISO-XML arbeiten? auf Ja eingestellt. [ 92] 1. Starten Sie einen Auftrag in der Applikation ISOBUS-TC. Lesen Sie hier, wie Sie dies machen Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 42 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
43 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung 8 Die Arbeitsmaske mit allen Daten aus dem ISO-XML-Auftrag erscheint: Wenn die Arbeitsmaske nicht erscheint, dann haben Sie einige Voraussetzungen nicht erfüllt. Wenn in der Mitte des Bildschirms das Symbol erscheint, dann besteht keine Verbindung zum GPS-Empfänger und Sie können nicht weiter arbeiten. Schließen Sie einen GPS-Empfänger an und konfigurieren Sie ihn. 3. Um zu erfahren, welche Informationen in der Arbeitsmaske erscheinen, lesen Sie dieses Kapitel: Informationen in der Arbeitsmaske [ 43] 4. Um zu erfahren, was Sie als nächstes tun sollten, lesen Sie dieses Kapitel: Übersicht und Zweck aller Aufgaben [ 45] Informationen in der Arbeitsmaske Sobald Sie die Navigation starten, erscheint die Arbeitsmaske. Von hier aus können Sie alle weiteren Aufgaben durchführen, die Sie während der Feldarbeiten brauchen. Auf der nächsten Abbildung sehen Sie die Arbeitsmaske direkt nach dem Start einer Navigation. Arbeitsmaske nach dem Start, bei eingeschaltetem SECTION-Control Navigationsbereich Arbeitsbalken Symbol des Fahrzeugs Aktuelle Statusinformationen Kompass Zustand von SECTION-Control Auf der nächsten Abbildung sehen Sie, welche anderen Informationen in der Arbeitsmaske während der Arbeit erscheinen können. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 43
44 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung Arbeitsmaske während der Arbeit Bildschirm-Lightbar Hinweis vor Erreichen der Feldgrenze Feldgrenze Führungslinie Zähler und Statusinformationen Pfeil, der die Position des GPS-Empfängers symbolisiert Arbeitsbalken Kompass Feldgrenze Die Feldgrenze zeigt der Software die genaue Position des Feldes und dient als Vorgabe für die Berechnung der Gesamtfläche des Feldes. Arbeitsbalken Der Arbeitsbalken symbolisiert das landwirtschaftliche Gerät. Er besteht aus mehreren Vierecken. Jedes Viereck entspricht einer Teilbreite. Die Farbe der Vierecke kann sich während der Arbeit ändern. Siehe auch: SECTION-View benutzen [ 47] Position des GPS-Empfängers Die Mitte des grauen Pfeils über dem Arbeitsbalken entspricht der Position des GPS-Empfängers. Kompass Zeigt, wo der Norden ist. Zähler und Statusinformationen Zähler 44 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
45 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung 8 Geschwindigkeit Sollwert aus der Applikationskarte Status der Automatischen Lenkung TRACK- Leader TOP Status von SECTION-Control: - AUTO - SECTION-Control steuert die Teilbreitenschaltung des ISOBUS- Jobrechners. - MANU - Der ISOBUS-Jobrechner wird manuell bedient. Qualität des GPS-Signals Fläche: - Auf einem Feld ohne Feldgrenze: Bereits bearbeitete Fläche. - Auf einem Feld mit Feldgrenze: Gesamtfläche des Feldes. Erscheint nur wenn Sie die Feldgrenze erfasst haben: - Noch zu bearbeitende Fläche. Befahrene und bearbeitete Flächen Die Flächen hinter dem Symbol der Maschine werden mit grüner Farbe markiert. Die grüne Farbe kann dabei je nach Konfiguration folgende Bedeutung haben: Befahrene Flächen Wenn Sie nur TRACK-Leader benutzen, wird die befahrene Fläche markiert. Sie wird markiert unabhängig davon, ob die Maschine bei der Befahrung die Fläche bearbeitet hat oder nicht. Bearbeitete Flächen Wenn Sie SECTION-Control benutzen, werden bearbeitete Flächen markiert. Flächen, die die Maschine befahren, aber nicht bearbeitet hat, werden dagegen nicht markiert Übersicht und Zweck aller Aufgaben Aufgaben in der Arbeitsmaske In der nächsten Tabelle finden Sie eine Übersicht der Aufgaben, die Sie in der Arbeitsmaske erledigen können. Sie erfahren auch, ob die Aufgaben immer erforderlich sind oder nur dann wenn SECTION-Control [ 70] aktivieret bzw. deaktiviert ist. In der Spalte Funktionssymbole sehen Sie, auf welches Funktionssymbol Sie tippen müssen, um die genannte Aufgabe zu erledigen, oder um weitere Funktionssymbole anzuzeigen, die Sie dafür brauchen. Aufgabe und Verweis zum Kapitel SECTION-Control aus SECTION-Control ein Funktionssymbole AB-Linie anlegen [ 48] erforderlich erforderlich Führungsmodus ändern [ 48] optional optional > Führungsmodus Den Abstand zwischen Führungslinien ändern [ 53] optional optional > Spurbreite Wählen, wie oft Führungslinien gefolgt werden soll [ 53] optional optional > Beete Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 45
46 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung Aufgabe und Verweis zum Kapitel SECTION-Control aus SECTION-Control ein Funktionssymbole Referenzpunkt setzen [ 55] oder GPS- Signal kalibrieren [ 56] Optional: Abhängig vom GPS-Empfänger Optional: Abhängig vom GPS-Empfänger > Aufzeichnung der Befahrung starten erforderlich Die Aufzeichnung startet automatisch, sobald eine Teilbreite beginnt auszubringen. TRACK-Leader: SECTION-Control: Feldgrenze erfassen [ 57] optional optional Aufgaben in der Arbeitsmaske Zusatzaufgabe Funktionssymbole Arbeitsmaske verlassen und die Arbeit abbrechen Wenn Sie die Maske verlassen, werden die Navigation und die Aufzeichnung der Befahrungen abgebrochen. Ansicht vergrößern Ansicht Verkleinern Ansicht zwischen 2D und 3D wechseln Hindernisse erfassen Führungslinien korrigieren > Automatische Lenkung ist deaktiviert und kann nicht bedient werden. Wenn ein Lenkjobrechner angeschlossen ist, erscheint ein anderes Symbol Parallelfahren mit Hilfe der Lightbar und der Leitspur Die Bildschirm-Lightbar unterstützt Sie beim Befolgen der Führungslinie. Sie zeigt Ihnen, wenn Sie die Spur verlassen und wie Sie wieder in die Spur zurück fahren. Es gibt folgende Arten der Bildschirm-Lightbar: Bildschirm-Lightbar im Grafikmodus Bildschirm-Lightbar im Textmodus Zusätzlich zur Bildschirm-Lightbar erscheint auf dem Bildschirm ein Richtungspfeil, der die korrekte Lenkrichtung anzeigt. 46 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
47 Parallelführung mit TRACK-Leader Grundlagen der Bedienung 8 Bildschirm-Lightbar. links: Textmodus; rechts: Grafisch Richtungsanzeige der Lightbar im Textmodus. Aktuelle Abweichung von der Führungslinie. Führungslinie Sie zeigt die optimale Position des Fahrzeuges. Richtungspfeil Dreieck Hier sehen Sie, wie stark und in welche Richtung Sie lenken müssen, um in einer bestimmten Entfernung die ideale Position zu erreichen. Siehe auch Parameter Vorschau [ 71]. Markierung der optimalen Position Aktuelle Abweichung von der Führungslinie Jeder Punkt entspricht einer Abweichung von 30 cm. Position des GPS-Empfängers SECTION-View benutzen SECTION-View ist eine schematische Abbildung der Arbeitsbreite und der Teilbreiten. Sie erscheint als Symbol des Fahrzeugs und kann die Bildschirm-Lightbar ersetzen. SECTION-View in der Kopfzeile und als Arbeitsbalken Wenn Sie ohne einen ISOBUS-Jobrechner arbeiten, können Sie die Anzeige als Hilfe bei der Teilbreitenschaltung nutzen. Wenn Sie mit einem ISOBUS-Jobrechner arbeiten, werden die Teilbreiten automatisch geschaltet. An den Farben erkennen Sie deren momentanen Zustand. Farbe Grau Das müssen Sie tun: Die Aufzeichnung ist ausgeschaltet. Unter der Teilbreite wurde das Feld schon bearbeitet oder das Fahrzeug steht. Gelb Rot Die Aufzeichnung ist ausgeschaltet. Boden unter der Teilbreite ist unbearbeitet. Teilbreite ausschalten. Die Aufzeichnung ist eingeschaltet. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 47
48 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Farbe Blau Das müssen Sie tun: Teilbreite einschalten. Die Aufzeichnung ist eingeschaltet. 8.3 Bedienung während der Arbeit Führungslinien zur Parallelführung benutzen Führungslinien sind parallele Linien, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Sie helfen Ihnen, das Feld in parallelen Bahnen zu bearbeiten. Die erste Führungslinie, die Sie auf dem Terminal anlegen, heißt AB-Linie. Auf dem Bildschirm wird sie meistens mit den Buchstaben A und B markiert. Alle weiteren Führungslinien werden von der AB- Linie aus berechnet und gezeichnet. Der Verlauf der AB-Linie wird bei der ersten Überfahrt, die Sie manuell durchführen müssen, gespeichert. Die Bedienung des Terminals hängt davon ab, welchen Führungsmodus Sie gewählt haben. Führungsmodus wählen Der Führungsmodus entscheidet darüber, wie die Führungslinien angelegt werden und wie sie auf dem Feld verlaufen. Eine Navigation ist gestartet Wechseln Sie zur Maske Navigationseinstellungen. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 2. Tippen Sie auf Führungsmodus. Wenn es bereits Führungslinien gab, erscheint die Meldung: Durch Ändern des Führungsmodus werden vorhandene Führungslinien gelöscht. Weiter? 1. Ja - Bestätigen Sie. Eine Liste erscheint. 2. Tippen Sie auf den gewünschten Führungsmodus. Der Führungsmodus wird mit einem Punkt markiert Bestätigen Sie die Auswahl. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 4. Verlassen Sie die Maske. Sie haben den Führungsmodus geändert und können jetzt eine neue Führungslinie anlegen. Es gibt folgende Führungsmodi: Führungsmodus Parallel 48 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
49 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 In diesem Führungsmodus können Sie das Feld in parallelen, geraden Bahnen bearbeiten. Führungsmodus A+ In diesem Führungsmodus können Sie manuell eingeben, in welcher geographischen Richtung die Führungslinien angelegt werden sollen. Sie müssen dabei nur die Richtung in Grad eingeben (0 bis 360 ) und die Führungslinien werden automatisch und parallel zueinander geführt. Führungsmodus Geglättete Kontur Im Führungsmodus Geglättete Kontur ändert sich die Krümmung der Kurven bei jeder Führungslinie. Die Führungslinien werden in Fahrtrichtung gerader. Führungsmodus Identische Kontur Im Führungsmodus Identische Kontur ändert sich die Krümmung nicht. Verwenden Sie diesen Modus nur bei weichen Kurven. Der Nachteil bei diesem Führungsmodus ist, dass die Abstände zwischen den Führungslinien irgendwann zu groß werden. Dann ist es nicht mehr möglich das Feld genau Spur-an-Spur zu bearbeiten. Wenn die Abstände zwischen den Führungslinien zu groß werden, dann löschen Sie die Führungslinien und legen Sie eine neue AB-Linie an. Führungsmodus Multi A-B In diesem Führungsmodus können Sie bis zu fünf AB-Linien anlegen. Zum Beispiel, um ein L- förmiges Feld bearbeiten zu können. Führungsmodus Multi geglättete Kontur In diesem Führungsmodus können Sie bis zu fünf AB-Linien als geglättete Konturen anlegen. Führungsmodus Kreis Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 49
50 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit In diesem Führungsmodus können Sie kreisförmige Führungslinien anlegen, um Felder zu bearbeiten, die mit einer Kreisberegnungsanlage ausgestattet sind. Führungsmodus Adaptive Kontur manuell In diesem Führungsmodus wird der Weg des Fahrzeugs bei jeder Überfahrt aufgezeichnet. Die nächste Führungslinie wird erst nach dem Wenden angelegt. Sie ist eine exakte Kopie der letzten Überfahrt. Vor jedem Wenden müssen Sie eine Taste drücken. Führungsmodus Adaptive Kontur auto Dieser Modus funktioniert wie Adaptive Kontur manuell, aber das Terminal erkennt automatisch, dass Sie wenden. Gerade Führungslinien Führungsmodus Parallel ist aktiviert. [ 48] 1. Stellen Sie das Fahrzeug an den Anfangspunkt der gewünschten AB-Linie Setzen Sie den ersten Punkt. Punkt A erscheint auf dem Bildschirm. Auf dem Funktionssymbol wird die erste Flagge grün gefärbt: 3. Fahren Sie auf die andere Feldseite Setzen Sie den zweiten Punkt. Punkt B erscheint auf dem Bildschirm. Auf dem Funktionssymbol wird auch die zweite Flagge grün gefärbt. Punkte A und B werden mit einer Linie verbunden. Das ist die AB-Linie. Links und rechts der AB-Linie erscheinen weitere Führungslinien. 50 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
51 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Führungslinien als Kurve Führungsmodus Geglättete Kontur oder Identische Kontur ist aktiviert. [ 48] 1. Stellen Sie das Fahrzeug an den Anfangspunkt der gewünschten AB-Linie Setzen Sie den ersten Punkt. Punkt A erscheint auf dem Bildschirm. 3. Fahren Sie auf die andere Feldseite. Sie müssen dabei nicht in einer geraden Linie fahren. Während der Fahrt wird auf dem Bildschirm eine Linie hinter dem Fahrzeug gezeichnet Setzen Sie den zweiten Punkt. Punkt B erscheint auf dem Bildschirm. Punkte A und B werden mit einer Linie verbunden. Führungslinien nach Kompass Führungsmodus A+ ist aktiviert. [ 48] 1. Stellen Sie das Fahrzeug an den Anfangspunkt der gewünschten AB-Linie. 2. Tippen Sie auf das Symbol: Eine Tastatur erscheint. 3. Geben Sie ein, in welche Himmelsrichtung die Führungslinien führen sollen. Sie können einen Wert zwischen 0 und 360 eingeben Bestätigen Sie. Auf dem Bildschirm werden mehrere parallele Führungslinien gezeichnet, die alle in die Richtung führen, die Sie eingegeben haben. Mehrere Führungslinien Wenn Sie die Bearbeitungsrichtung auf dem Feld mehrmals ändern müssen, können Sie bis zu fünf AB-Linien anlegen. Ein Feld, das mit Hilfe von mehreren Führungslinien bearbeitet wird. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 51
52 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Führungsmodus Multi geglättete Kontur oder Multi A-B ist aktiviert. 1. Legen Sie die erste AB-Linie an. Achten Sie darauf, dass auf den Funktionssymbolen, die Sie dazu benutzen, die Zahl zwischen 1 bis 5 abgebildet ist. Das ist die Nummer des Führungsliniensatzes. 2. Bearbeiten Sie das Feld entlang dieser Führungslinien Wechseln Sie den Führungsliniensatz. Auf diesem Funktionssymbol ist immer die Nummer des nächsten Führungsliniensatzes abgebildet. Alle Führungslinien verschwinden. Auf den Funktionssymbolen erscheint eine neue Zahl Legen Sie jetzt eine neue AB-Linie in eine beliebige Richtung an. 5. Bearbeiten Sie das Feld entlang dieser Führungslinien. 6. Wenn Sie erneut die Funktionstaste drücken, wird die Nummer auf dem Funktionssymbol wieder erhöht und Sie können eine neue AB-Linie anlegen. Wenn Sie keine neue AB-Linie anlegen, werden vorhandene AB-Linien nacheinander angezeigt. Führungslinien als Kreise Führungsmodus Kreis ist aktiviert. 1. Stellen Sie das Fahrzeug an dem äußeren Rand des Feldes, neben der Kreisberegnungsanlage Setzen Sie den ersten Punkt. 3. Umfahren Sie mindestens den halben Umfang des Feldes Setzen Sie den zweiten Punkt. Auf dem Bildschirm erscheinen kreisförmige Führungslinien. Adaptive Führungslinien Führungsmodus Adaptive Kontur manuell oder Adaptive Kontur auto ist aktiviert. 1. Stellen Sie das Fahrzeug an den Anfangspunkt der gewünschten AB-Linie Setzen Sie den ersten Punkt. 3. Fahren Sie auf die andere Feldseite. Hinter dem Pfeilsymbol wird eine Linie gezeichnet Im Führungsmodus Adaptive Kontur manuell markieren Sie das Wendemanöver. 5. Im Führungsmodus Adaptive Kontur auto wenden Sie. Das System erkennt automatisch, dass Sie wenden. Links und rechts der gezeichneten Linie erscheinen neue Führungslinien. 6. Folgen Sie der neuen Führungslinie. 52 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
53 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Führungslinien löschen Sie können zu jeder Zeit die Führungslinien löschen und neue anlegen. 1. Berühren Sie eines der folgenden Funktionssymbole ca. 3 Sekunden lang:. Je nach Führungsmodus können die Symbole anders aussehen. Folgende Meldung erscheint: Sollen die Führungslinien gelöscht werden? 2. Ja - Bestätigen Sie. Die Führungslinien werden gelöscht. In den Führungsmodi Multi A-B und Multi geglättete Kontur werden die Führungsliniensätze neu nummeriert. Abstand zwischen den Führungslinien einstellen Standardmäßig entspricht der Abstand zwischen den Führungslinien der Arbeitsbreite, aber Sie können diesen Abstand ändern. Beispiel Arbeitsbreite der Feldspritze = 18m Sie möchten sicherstellen, dass bei der Bearbeitung nichts ausgelassen wird. Stellen Sie den Parameter Spurbreite auf z.b. 17,80 m ein. Dann werden Sie mit 20cm Überlappung arbeiten. Navigation ist gestartet Wechseln Sie zur Maske Navigationseinstellungen. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 2. Tippen Sie auf Spurbreite. Tastatur erscheint. 3. Geben Sie ein, wie viele Meter es zwischen zwei Führungslinien geben soll Bestätigen Sie. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 5. Verlassen Sie die Maske. Intervall der Führungslinien einstellen Wenn Sie parallel fahren möchten und dabei jede zweite oder jede dritte Führungslinie benutzen, können Sie einstellen, dass diese Führungslinien stärker markiert werden als die anderen. Beispiel Bei Eingabe der Zahl 2 wird jede zweite Führungslinie fett angezeigt, bei der Eingabe der Zahl 3, wird jede dritte Führungslinie fett angezeigt usw. Navigation ist gestartet Wechseln Sie zur Maske Navigationseinstellungen. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 2. Tippen Sie auf Beete. Tastatur erscheint. 3. Geben Sie ein, in welchem Intervall Sie die Führungslinien fett markieren möchten. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 53
54 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 4. - Bestätigen Sie. Maske Navigationseinstellungen erscheint. 5. Verlassen Sie die Maske. Führungslinien verschieben Benutzen Sie diese Funktion, wenn Sie sich zwar in der gewünschten Fahrspur befinden, aber auf dem Terminal wird die Position des Traktors neben der Spur angezeigt. Diese Funktion funktioniert nur in folgenden Führungsmodi: Parallel Geglättete Kontur Identische Kontur Navigation ist gestartet Rufen Sie die nächste Seite mit Funktionssymbolen auf Verschieben Sie die Führungslinien auf die Position des GPS-Empfängers. Führungslinien, Feldgrenze und Befahrungen werden verschoben DGPS kalibrieren DGPS bedeutet Globales Positionssystem mit Differentialsignal. Es ist ein System, das zur Bestimmung der Position Ihres Fahrzeuges dient. Wann kalibrieren? Problembeschreibung Ob und wann Sie das Signal kalibrieren hängt davon ab, welches Signal Sie benutzen: Wenn Sie GPS ohne ein Korrektursignal nutzen, dann müssen Sie das GPS-Signal vor jedem Arbeitsbeginn kalibrieren. Je genauer Sie das tun, desto genauer wird Ihr System arbeiten. Umgekehrt, je ungenauer die GPS-Kalibrierung, desto ungenauer kann das System die Position des Fahrzeugs ermitteln. Wenn Sie ein RTK-Korrektursignal benutzen, müssen Sie weder den Referenzpunkt setzen noch das GPS-Signal kalibrieren. Die Position des Traktors wird von der RTK-Station durch ein Korrektursignal kontinuierlich korrigiert. Im Laufe des Tages dreht sich die Erde und die Satelliten ändern Ihre Position am Himmel. Dadurch verschiebt sich die berechnete Position eines Punktes. Durch die Verschiebung ist sie nach einer bestimmten Zeit nicht mehr aktuell. Dieses Phänomen wird als Drift bezeichnet und lässt sich verringern. Für Sie hat es zur Folge, dass alle Feldgrenzen und Leitspuren, die Sie an einem Tag anlegen, schon nach einigen Stunden etwas verschoben sind. Lösung des Problems Es gibt zwei Wege die Drift auszugleichen: Über den Referenzpunkt - Durch das Setzen des Referenzpunktes und durch die Kalibrierung des GPS-Signals vor jedem Arbeitsbeginn. Kostenlose Möglichkeit für die Benutzung des GPS- Empfängers A100 und mit einer Genauigkeit von bis zu +/- 30cm. Durch die Benutzung eines Korrektursignals. Ein kostenpflichtiger Dienst der GPS-Anbieter. Nur in Verbindung mit einem sehr genauen GPS-Empfänger. Das GPS-Signal wird in regelmäßigen Abständen und automatisch neu kalibriert. Dadurch ist eine Genauigkeit von weniger als fünf Zentimetern möglich. 54 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
55 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Referenzpunkt setzen Beim Setzen des Referenzpunktes sind die Koordinaten des GPS-Empfängers entscheidend. Weil Sie den GPS-Empfänger nicht jedes Mal abmontieren möchten, müssen Sie das Fahrzeug immer an derselben Stelle stellen. Dadurch ist auch der GPS-Empfänger an derselben Stelle. Beim setzen des Referenzpunktes benötigen Sie einen festen Punkt, dessen Position sich in der Zeit nicht ändert. Zum Beispiel einen Baum, einen Grenzstein oder einen Gullideckel. Sie benötigen diesen Punkt, um bei der künftigen Kalibrierung des GPS-Signals, den Traktor an genau derselben Stelle aufzustellen. HINWEIS Datenverlust bei fehlendem Referenzpunkt Wenn Sie den Referenzpunkt in der Zukunft nicht finden können, werden die aufgezeichneten Daten unbrauchbar. Merken Sie sich immer die genaue Position des Referenzpunktes für jedes Feld! Die folgende Abbildung zeigt eine Möglichkeit den Traktor beim Setzen des Referenzpunktes aufzustellen: Traktor beim Setzen des Referenzpunktes GPS-Empfänger auf dem Dach der Traktorkabine Abstand zwischen dem GPS-Empfänger und dem Punkt am Straßenrand auf der X-Achse Linie vom festen Punkt über die Straße Position des Referenzpunktes Abstand zwischen dem GPS-Empfänger und dem Punkt am Straßenrand auf der Y-Achse Sie bearbeiten das Feld zum ersten Mal. 1. Finden Sie in der Feldeinfahrt einen festen Punkt. Zum Beispiel einen Baum, einen Grenzstein oder einen Gullideckel. 2. Zeichnen Sie eine Linie von diesem Punkt über den Weg auf dem das Fahrzeug steht. 3. Stellen Sie das Fahrzeug mit beiden Vorderrädern auf die Linie. 4. Schreiben Sie sich den Abstand zwischen dem festen Punkt und dem Fahrzeug auf. Diesen Abstand müssen Sie auch bei der Kalibrierung des GPS-Signals einhalten. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 55
56 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 5. Starten Sie eine neue Navigation. 6. Tippen Sie nacheinander auf folgende Symbole: > > Auf dem Bildschirm erscheint ein R und ein Punkt, der den Referenzpunkt auf dem Feld markiert. Der Punkt befindet sich unter dem Pfeil. Sie haben den Referenzpunkt gesetzt. GPS-Signal kalibrieren Bei der Kalibrierung des GPS-Signals muss sich der GPS-Empfänger genau an der Stelle befinden, wie beim Setzen des Referenzpunktes. Position des GPS-Empfängers in Bezug auf den Referenzpunkt beim Kalibrieren des GPS-Signals Position des Referenzpunktes GPS-Empfänger auf dem Dach der Traktorkabine Wann kalibrieren? Sie müssen das GPS-Signal in folgenden Fällen kalibrieren: Vor jedem Arbeitsbeginn Wenn Sie feststellen, dass Sie zwar in einer Fahrgasse fahren, aber auf dem Bildschirm eine Abweichung angezeigt wird. Es gibt einen Referenzpunkt für das Feld. 1. Fahren Sie zu der Stelle, an der Sie den Referenzpunkt gesetzt haben. 2. Stellen Sie das Fahrzeug mit beiden Vorderrädern auf der Linie, die Sie beim Setzen des Referenzpunktes gezogen haben. Das Fahrzeug muss in demselben Winkel stehen, wie beim Setzen des Referenzpunktes. Der Abstand vom festen Punkt am Straßenrand muss gleich sein, wie beim Setzen des Referenzpunktes. 3. Tippen Sie nacheinander auf folgende Symbole: > > Ein Fenster erscheint, in dem Sie sehen, um wie viele Meter das Signal seit der letzten Kalibrierung gedriftet ist. Sie haben das GPS-Signal kalibriert. Wofür brauchen Sie den Referenzpunkt? Mit Hilfe des Referenzpunktes können Sie die tatsächlichen GPS-Koordinaten mit den gespeicherten GPS-Koordinaten abgleichen und eventuelle Drifts (Verschiebungen) ausgleichen. Zur Kalibrierung des GPS-Signals braucht man einen festen Punkt auf dem Boden. Den so genannten Referenzpunkt. Bei der Kalibrierung des GPS-Signals werden die gespeicherten Koordinaten des Referenzpunktes mit den aktuellen Koordinaten verglichen und abgestimmt. 56 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
57 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Links - Feld mit kalibriertem GPS-Signal; Rechts - Feld ohne ein kalibriertes GPS-Signal Wenn Sie den Referenzpunkt nicht setzen und das GPS-Signal nicht jedes Mal vor der Arbeit kalibrieren, passiert Folgendes: Die gespeicherten GPS-Koordinaten der Feldgrenze, der Leitspuren etc. unterscheiden sich von den realen. Dadurch können Sie Teile des Feldes nicht bearbeiten, da sie sich laut GPS außerhalb der Feldgrenze befinden. Um eine maximale Präzision zu erreichen: 1. Bei jedem Feld, bei der ersten Bearbeitung, setzen Sie einen Referenzpunkt. 2. Bevor Sie ein Feld bearbeiten, für das Sie schon den Referenzpunkt gesetzt haben, kalibrieren Sie das GPS-Signal. 3. Wenn das Feld groß ist, und Sie es viele Stunden lang bearbeiten, kalibrieren Sie zwischendurch das GPS-Signal. Qualität des DGPS-Signals prüfen Abhängig von der geographischen Lage kann die Qualität des GPS-Signals stark schwanken. Die Qualität des GPS-Signals können Sie in der Navigationsmaske sehen. Auf der Anzeige der DGPS-Verbindung finden Sie folgende Informationen: Balkengrafik Zeigt die Qualität der Verbindung an. Je mehr blaue Balken, desto besser ist die Verbindung. Anzahl verbundener Satelliten Status des Korrektursignals Dieser Status sollte immer mindestens DGPS zeigen, um ausreichende Genauigkeit zu erreichen. Bei Systemen mit RTK wird dort entweder RTK Fix oder RKT Float angezeigt Feldgrenze Feldgrenze erfassen Sie müssen bei jedem neuen Feld die Feldgrenze erfassen. Sie können die Feldgrenze erfassen, während Sie das Vorgewende bearbeiten. Je nachdem, ob Sie mit einem RTK-Korrektursignal arbeiten oder ohne, haben Sie folgende Möglichkeiten: Möglichkeit 1: Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 57
58 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Anwendbar in beiden Fällen. Das Feld umfahren. Die Feldgrenze entlang der Spuren berechnen lassen, die bei der Umfahrung entstanden sind. Das Innere des Feldes bearbeiten. Möglichkeit 2: Empfehlenswert nur mit RTK-Korrektursignal. Das Innere des Feldes bearbeiten. Das Feld umfahren. Die Feldgrenze entlang der Spuren berechnen lassen, die bei der Umfahrung entstanden sind. Diese Methode funktioniert auch ohne RTK-Korrektursignal, allerdings müssen Sie das GPS- Signal vor der Bearbeitung und vor der Berechnung der Feldgrenze kalibrieren. Das liegt an der Drift der GPS-Position zwischen dem Beginn der Arbeit und der Berechnung der Feldgrenze. 1 So erfassen Sie die Feldgrenze, wenn Sie das Feld zuerst umfahren möchten: Sie haben Referenzpunkt gesetzt oder das GPS-Signal kalibriert. (Wenn Sie ohne RTK- Korrektursignal arbeiten) 1. Starten Sie eine neue Navigation Wenn Sie mit SECTION-Control arbeiten, aktivieren Sie den Automatikmodus Wenn SECTION-Control deaktiviert ist, starten Sie die Aufzeichnung. 4. Schalten Sie das Anhänge- bzw. Anbaugerät ein. Es muss arbeiten. 5. Beginnen Sie das Feld zu umfahren. 6. Tipp: Sie können während der Feldumfahrung auch die AB-Linie anlegen. Nach den ersten Zentimetern sehen Sie, dass auf dem Bildschirm hinter dem Arbeitsbalken eine grüne Markierung gezogen wird. Die Spur markiert die bearbeitete Fläche: Wenn keine grüne Spur erscheint, dann kann es folgende Ursachen haben: a) Sie haben das landwirtschaftliche Gerät nicht eingeschaltet (mit SECTION-Control) b) Sie haben das Funktionssymbol nicht berührt (ohne SECTION-Control). 7. Umfahren Sie das gesamte Feld. 8. Halten Sie am Ausgangspunkt an. 58 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
59 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Auf dem Bildschirm sehen Sie eine grüne Spur, die das gesamte Feld umkreist: 9. - Markieren Sie die Feldgrenze. Auf dem Navigationsbildschirm wird um das Feld herum eine rote Linie gezogen. Das ist die Feldgrenze: 2 So erfassen Sie die Feldgrenze, wenn Sie das Feld zuerst bearbeiten: Sie verfügen über ein RTK-Korrektursignal. 1. Starten Sie eine neue Navigation Wenn Sie mit SECTION-Control arbeiten, aktivieren Sie den Automatikmodus Wenn SECTION-Control deaktiviert ist, starten Sie die Aufzeichnung. 4. Bearbeiten Sie das das Feld. Nach den ersten Zentimetern sehen Sie, dass auf dem Bildschirm hinter dem Arbeitsbalken eine grüne Spur markiert wird. Die Spur markiert die bearbeitete Fläche. Wenn keine grüne Spur erscheint, dann kann es folgende Ursachen haben: a) Sie haben das Anbaugerät nicht eingeschaltet (SECTION-Control) b) Sie haben die Funktionstaste nicht gedrückt (TRACK-Leader). 5. Am Ende bearbeiten Sie das Feld entlang der Feldgrenze Markieren Sie die Feldgrenze. Auf dem Navigationsbildschirm wird um das Feld herum eine rote Linie gezogen. Das ist die Feldgrenze. Feldgrenze löschen 1. Berühren Sie das folgende Funktionssymbol ca. 3 Sekunden lang: Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 59
60 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Folgende Meldung erscheint: Soll die Feldgrenze gelöscht werden? 2. Ja - Bestätigen Sie. Die Feldgrenze wird gelöscht Hindernisse erfassen Wenn es auf Ihrem Feld Hindernisse gibt, können Sie deren Position erfassen. Dadurch werden Sie immer gewarnt, bevor es zu einer Kollision kommen kann. Sie können die Hindernisse während der Feldbearbeitung erfassen. Sie werden vor einem Hindernis in folgenden Fällen gewarnt: Wenn Sie in 20 Sekunden oder früher das Hindernis erreichen. Wenn der Abstand zwischen dem Hindernis und dem Fahrzeug kleiner ist, als die Arbeitsbreite des landwirtschaftlichen Gerätes. Die Warnung besteht immer aus zwei Elementen: Grafische Warnung in der oberen, linken Ecke der Arbeitsmaske Feldgrenze Hindernis Akustisches Signal VORSICHT Hindernisse Die Software kann Sie vor Hindernissen warnen. Sie kann weder bremsen noch den Hindernissen ausweichen. Funktionssymbol Bedeutung Ruft zusätzliche Funktionssymbole auf. Erstellt ein neues Hindernis. Löscht alle Hindernisse. Löscht das gewählte Hindernis. Verschiebt das Hindernis.. Speichert das Hindernis. Sie haben eine Navigation gestartet. 60 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
61 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Rufen Sie neue Funktionssymbole auf Fügen Sie ein Hindernis hinzu. Tastatur erscheint. 3. Benennen Sie das Hindernis Bestätigen Sie. Auf dem Bildschirm erscheint ein blinkender roter Punkt. Er markiert die Stelle, an der sich das Hindernis befindet. Daneben erscheint der Abstand zwischen dem Hindernis und dem GPS-Empfänger. 5. Benutzen Sie die Pfeile, um den Punkt so zu verschieben, dass die Abstände auf dem Bildschirm den Abständen auf dem Feld entsprechen Speichern Sie die Position des Hindernisses auf dem Feld. Das Hindernis erscheint jetzt in der Arbeitsmaske Bedienelemente Arbeitsmodus von SECTION-Control ändern Wenn SECTION-Control aktiviert ist, dann können Sie in zwei Modi arbeiten: Automatikmodus Im Automatikmodus werden die Teilbreiten des Jobrechners automatisch geschaltet, wenn sie sich im bearbeiteten Bereich befinden. Manueller Modus Im manuellen Modus schalten Sie die Teilbreiten immer manuell. Zwischen dem manuellen Modus und dem Automatikmodus schalten Welcher Modus aktiviert ist, sehen Sie in der Arbeitsmaske: Automatikmodus ist aktiviert. Manueller Modus ist aktiviert Vorgewende bearbeiten Im Vorgewende können Sie Führungslinien anlegen, die um das Feld herum führen. Vorteile: Sie können das Vorgewende nach dem Inneren des Feldes bearbeiten. Dadurch bleiben nach der Bearbeitung des Vorgewendes keine Spritzmittelreste auf den Reifen. SECTION-Control schaltet die Teilbreiten aus, die sich während der Feldbearbeitung im Bereich des Vorgewendes befinden. Einschränkungen: Bei der Bearbeitung des Vorgewendes kann die automatische Lenkung TRACK-Leader TOP nicht benutzt werden. Der Fahrer muss die Maschine immer manuell steuern. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 61
62 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Funktionssymbol In diesem Zustand ist die Software, wenn das Symbol erscheint Vorgewende ist deaktiviert und wurde bei diesem Feld noch nie aktiviert. Die Feldgrenze wurde noch nicht erfasst. Vorgewende ist nicht aktiviert. Erscheint erst dann, wenn die Feldgrenze erfasst wird. Sie können jetzt das Innere des Feldes bearbeiten. Das SECTION-Control bearbeitet nur das Innere des Feldes. Die Teilbreiten werden beim Übergang ins Vorgewende abgeschaltet. Parallelführung im Inneren des Feldes ist aktiviert. Sie können jetzt das Vorgewende bearbeiten. Das passiert, wenn Sie die Funktionstaste neben dem Symbol drücken Kann nicht gedrückt werden. Ruft ein Fenster auf, in dem Sie die Leitspuren im Vorgewende definieren können. Parallelführung im Vorgewende wird aktiviert. Parallelführung im Inneren des Feldes wird aktiviert. Parameter Folgende Parameter müssen Sie einstellen: Vorgewendebreite Geben Sie hier ein, wie breit das Vorgewende sein soll. Als Grundlage können Sie die Arbeitsbreite der breitesten Maschine, zum Beispiel der Feldspritze, eingeben. Führungslinienabstand Geben Sie hier ein, wie weit die Führungslinien voneinander entfernt sein sollen. Das entspricht in der Regel der Arbeitsbreite des genutzten Arbeitsgerätes. Halbseitenmodus Parameter nur für Sämaschinen. Stellen Sie den Parameter auf ja, wenn Sie mit der Sämaschine Fahrgassen für die Feldspritze anlegen möchten und dabei beide Fahrgassen in einer Überfahrt anlegen. In diesem Modus werden die Führungslinien so angelegt, dass die Sämaschine bei der ersten oder bei der zweiten Überfahrt nur mit einer halben Arbeitsbreite arbeiten kann. 62 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
63 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Ein Feld mit Feldgrenze ist geladen. 1. Neue Navigation starten. Es wird ein Feld mit Feldgrenzen und mit einem unmarkierten Vorgewende angezeigt Rufen Sie die Parameter des Vorgewendes auf. Parameter erscheinen. 3. Geben Sie die Parameter ein Verlassen Sie die Maske. In der Arbeitsmaske wird der Bereich des Vorgewendes orange markiert. 5. Bearbeiten Sie das Innere des Feldes. Nach der Bearbeitung ist das Feldinnere grün und das Vorgewende orange: 6. - Aktivieren Sie die Parallelführung im Vorgewende. - erscheint in der Arbeitsmaske. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 63
64 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit Das Vorgewende wird grau markiert. Im Vorgewende erscheinen Führungslinien. 7. Bearbeiten Sie das Vorgewende Automatische Lenkung TRACK-Leader TOP WARNUNG Vor Inbetriebnahme lesen Sie die beigelegte Bedienungsanleitung PSR ISO TOP. Beachten Sie vor allem die Informationen in dem Kapitel Sicherheit. Seien Sie gerade bei der Benutzung der automatischen Lenkung sehr aufmerksam! Deaktivieren Sie die automatische Lenkung, wenn sich jemand der Maschine während der Arbeit auf 50 Meter nähert. Symbol Funktion Das passiert beim Tippen Automatische Lenkung ist nicht möglich. Nichts Folgende Ursachen sind möglich: Es ist kein Lenkjobrechner angeschlossen. Das Symbol ist in diesem Fall ausgegraut. Der Lenkjobrechner hat die Funktion wegen einer Fehlermeldung gesperrt. Sie haben keine Führungslinie angelegt. Ändert den Arbeitsmodus der automatischen Lenkung Im Bereich Zähler sehen Sie den aktuellen Status: - Automatische 64 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
65 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 8 Symbol Funktion Das passiert beim Tippen Lenkung ist aktiviert Lenkt das Fahrzeug nach links. - Automatische Lenkung ist deaktiviert. Lenkt das Fahrzeug nach rechts Aufgaben des Fahrers Der Fahrer hat folgende Aufgaben: Der Fahrer muss auf die Sicherheit achten. Die automatische Lenkung ist blind. Sie kann nicht erkennen, wenn sich jemand der Maschine nähert. Sie kann weder anhalten noch ausweichen. Der Fahrer muss bremsen und beschleunigen. Der Fahrer muss wenden. Automatische Lenkung aktivieren und deaktivieren WARNUNG Risiko eines Verkehrsunfalls Bei eingeschalteter automatischer Lenkung, kann das Fahrzeug von der Fahrbahn fahren und einen Unfall verursachen. Dabei können Personen verletzt oder getötet werden. Deaktivieren Sie die automatische Lenkung, bevor Sie eine öffentliche Straße befahren. Bewegen Sie den Lenkmotor weg vom Lenkrad. Die Automatische Lenkung funktioniert in folgenden Fällen nicht: Im Führungsmodus Kreis ; Wenn Führungslinien im Vorgewende aktiviert sind. In diesen Situationen müssen Sie das Fahrzeug manuell lenken. So aktivieren Sie die automatische Lenkung: Sie haben den Lenkjobrechner und TRACK-Leader TOP konfiguriert. Sie haben die Führungslinien angelegt. Sie haben das Fahrzeug in eine Fahrspur gestellt, und eine Führungslinie ist aktiviert. Die Automatische Lenkung ist deaktiviert. In der Arbeitsmaske erscheint das Symbol 1. Bewegen Sie den Lenkradmotor zum Lenkrad. (Nur bei Systemen mit Lenkradmotor.) 2. Tippen Sie auf: Das Symbol wird ersetzt durch das folgende Symbol Die automatische Lenkung ist aktiviert. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 65
66 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Bedienung während der Arbeit 3. Wenn Sie mit dem Fahrzeug anfahren, steuert der Lenkradmotor das Fahrzeug so, dass es entlang der aktivierten Führungslinie fährt. So deaktivieren Sie die automatische Lenkung: 1. Tippen Sie auf. In der Arbeitsmaske erscheint folgendes Symbol: Die automatische Lenkung wird deaktiviert. Führungslinien verschieben Die automatische Lenkung steuert das Fahrzeug entlang der aktivierten Führungslinie. Wenn durch die Drift des GPS-Signals die aktivierte Führungslinie nicht mehr der realen Position des Fahrzeugs entspricht, können Sie die Führungslinie manuell verschieben. Sie haben dabei zwei Möglichkeiten: Sie können die Führungslinie für eine Überfahrt verschieben. Nach dem Wenden wird die alte Position wiederhergestellt. Sie können die Führungslinie permanent verschieben. So verschieben Sie die Führungslinie für eine Überfahrt: Die automatische Lenkung ist aktiviert. 1. In der Arbeitsmaske tippen Sie auf: Neue Funktionssymbole erscheinen. 2. Tippen Sie auf oder, um das Fahrzeug zu lenken. Unter der Kopfzeile erscheint eine Information darüber, wie weit und in welche Richtung die Fahrspur verschoben wird. Zum Beispiel >4cm bedeutet, dass das Fahrzeug vier Zentimeter rechts der Führungslinie gelenkt wird. Das Fahrzeug fährt solange parallel zur Führungslinie, bis eine andere Führungslinie aktiviert wird. So verschieben Sie die Führungslinie permanent: Siehe Kapitel: Führungslinien verschieben Wenden Beim Wenden muss der Fahrer die Kontrolle über die Lenkung übernehmen und selbst lenken. So wenden Sie, wenn die automatische Lenkung aktiviert ist: 1. - Deaktivieren Sie die automatische Lenkung. In der Arbeitsmaske erscheint das Symbol deaktiviert.. Die automatische Lenkung ist 2. Übernehmen Sie die Kontrolle und wenden Sie selbst. Die nächste Führungslinie wird erst dann aktiviert, wenn der Winkel zwischen ihr und dem Fahrzeug kleiner wird, als der eingestellte Parameter Einschwenkwinkel. 66 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
67 Parallelführung mit TRACK-Leader Daten speichern und mit dem PC austauschen Aktivieren Sie die automatische Lenkung, sobald die nächste Führungslinie aktiviert ist. 8.4 Daten speichern und mit dem PC austauschen Ein Ziel von TRACK-Leader ist es, die angelegten Feldgrenzen oder Führungslinien auch in der Zukunft nutzen zu können. Dafür müssen Sie die Daten auf dem USB-Stick speichern. Wenn Sie Aufträge mit der Applikation ISOBUS-TC bearbeiten, müssen Sie die Felddaten in TRACK- Leader nicht speichern. Die Daten werden automatisch zusammen mit dem Auftrag in der Datei Taskdata.xml gespeichert Maske Speicher Informationen in der Maske Speicher Name der geladenen Aufnahme Unbearbeitete Fläche Feldgrenze Befahrungen Flächen die Bearbeitet wurden. Zähler: Unbearbeitete Fläche / Gesamtfläche Referenzpunkt Funktionssymbole in der Maske "Speicher" Funktionssymbol Funktion Öffnet ein Menü in dem Sie Applikationskarten laden können. Löscht die Befahrungen in der geöffneten Aufnahme. Löscht die geöffnete Aufnahme. Speichert die geöffnete Aufnahme. Lädt eine gespeicherte Aufnahme. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 67
68 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Daten speichern und mit dem PC austauschen Funktionssymbol Funktion Exportiert Felddaten in ein GIS-Format. Importiert Felddaten aus einem GIS-Format Applikationskarte importieren Eine Applikationskarte ist eine detaillierte Karte eines Feldes. Das Feld ist in dieser Karte in Bereiche geteilt. Die Applikationskarte enthält Informationen darüber, wie intensiv die Arbeiten in jedem Bereich sein sollen. Wenn die Applikationskarte geladen ist, überprüft die Software anhand der GPS-Koordinaten des Fahrzeuges, welche Ausbringmengen laut Applikationskarte erforderlich sind und leitet die Information an den ISOBUS-Jobrechner weiter. Sie können eine Applikationskarte im Format shp importieren, um die Ausbringmengen teilflächenspezifisch zu steuern. Symbol Funktion Durchsucht den USB-Stick nach Applikationskarten. Ändert die Werte der Applikationskarte um einen bestimmten Prozentsatz. Die Lizenz VARIABLE RATE-Control ist als Vollversion freigeschaltet. Die Applikationskarte befindet sich auf dem USB-Stick im Ordner ApplicationMaps Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 2. Tippen Sie auf Speicher. 3. Tippen Sie auf: Maske Applikationskarten erscheint. 4. Tippen Sie auf: Maske Datei auswählen erscheint. 5. Tippen Sie auf die Zeile mit der gewünschten Datei Laden Sie die Datei. Es erscheint eine Liste. Es sind Spaltenüberschriften der Applikationstabelle. 7. Tippen Sie auf die Spaltenüberschrift mit den Applikationsraten. Maske Einheit erscheint. 8. Tippen Sie auf die Einheit, in der die Applikationsraten angegeben sind Bestätigen Sie. 68 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
69 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Maske Applikationskarten erscheint. 10. Sie können die Werte der Applikationskarte einzeln ändern, indem Sie auf die Werte doppeltippen. Oder Sie können alle Werte um einen bestimmten Prozentsatz ändern, indem Sie auf tippen Verlassen Sie die Maske. Sie haben die Applikationskarte geladen. 8.5 Konfiguration In diesem Kapitel finden Sie die Erklärung aller Einstellungen, die Sie konfigurieren müssen. Alle Parameter für die Konfiguration befinden sich in der Maske Einstellungen. Sie sind in folgende Gruppen geteilt: Allgemein - Parameter, die bei jedem Modul von TRACK-Leader Auswirkungen haben. TRACK-Leader - Parameter, mit denen Sie das Parallelfahren konfigurieren. Dadurch werden sie für alle Module benötigt. SECTION-Control - Parameter, die Sie für die automatische Teilbreitenschaltung brauchen. TRACK-Leader TOP - Parameter für die automatische Lenkung TRACK-Leader TOP Demo - Ein Demovideo. Maschinenprofile - Gespeicherte Profile von Maschinen und Fahrzeugen aus Ihrem Fuhrpark. Eine der Gruppen ist immer ausgegraut: SECTION-Control oder Maschinenprofile. Welche, das hängt davon ab, wie Sie den Parameter SECTION-Control in der Gruppe Allgemein konfigurieren. Das müssen Sie konfigurieren Modul TRACK-Leader Kapitel Einstellungen "Allgemein" konfigurieren TRACK-Leader konfigurieren [ 71] SECTION-Control Einstellungen "Allgemein" konfigurieren TRACK-Leader konfigurieren [ 71] SECTION-Control konfigurieren [ 71] TRACK-Leader TOP Einstellungen "Allgemein" konfigurieren TRACK-Leader konfigurieren [ 71] TRACK-Leader TOP konfigurieren [ 76] VARIABLE RATE-Control Keine zusätzlichen Einstellungen nötig Symbole für die Konfiguration Symbol Bedeutung Ja Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 69
70 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Symbol Bedeutung Nein So öffnen Sie die Masken für die Konfiguration: 1. - Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. Maske Einstellungen erscheint. 3. Tippen Sie auf die Schaltflächen, um die Applikation zu konfigurieren Einstellungen Allgemein konfigurieren In diesem Menü können Sie die Darstellung auf dem Bildschirm einstellen und einige Funktionen aktivieren. SECTION-Control Dieser Parameter entscheidet darüber, ob die automatische Teilbreitenschaltung aktiviert oder deaktiviert ist. Wenn ein Auftrag in ISOBUS-TC gestartet ist, lässt sich dieser Parameter nicht ändern. Mögliche Werte: Ja SECTION-Control ist aktiviert. Maschinendaten, wie z. B. die Arbeitsbreite, werden automatisch aus dem angeschlossenen Jobrechner übernommen. Voraussetzung: Ein ISOBUS-Jobrechner muss angeschlossen sein. Nein SECTION-Control ist deaktiviert. Nur die Parallelführung TRACK-Leader ist aktiviert. Wenn kein ISOBUS-Jobrechner angeschlossen ist, dann müssen Sie ein Profil für jede Maschine anlegen. Siehe: Maschinenprofile [ 78] Akustische Warnungen Dieser Parameter entscheidet darüber, ob in der Nähe von Feldgrenzen und erfassten Hindernissen ein Warnton erklingen soll. Mögliche Werte: Ja Nein Gitter anzeigen Schaltet ein Gitternetz in der Navigationsmaske ein. Die Entfernungen zwischen den Gitterlinien entsprechen der eingegebenen Arbeitsbreite. Die Gitterlinien werden an den Achsen Nord-Süd und Ost-West ausgerichtet. 70 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
71 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Fahrtrichtung glätten Wenn der auf dem Dach der Traktorkabine montierte GPS-Empfänger stark schwankt, können die auf dem Bildschirm angezeigten Fahrspuren sehr gezackt sein. Durch die Option Fahrtrichtung glätten werden die angezeigten Fahrspuren geglättet. Die Vorgaben in dieser Anleitung gelten nur bei der Verwendung des GPS-Empfängers A100. Bei anderen GPS-Empfängern können andere Einstellungen richtig sein. Mögliche Werte: Ja Wenn Sie TRACK-Leader TOP benutzen und der GPS-Empfänger A100 an den Lenkjobrechner angeschlossen ist. Nein Wenn Sie kein TRACK-Leader TOP benutzen und der GPS-Empfänger an das Terminal angeschlossen ist TRACK-Leader konfigurieren Empfindlichkeit Einstellung der Empfindlichkeit der Lightbar. Bei wie vielen Zentimetern Abweichung soll eine LED auf der Lightbar eingeschaltet werden? Standardwert: 30cm Dieser Wert bedeutet eine Empfindlichkeit von 15cm nach links und 15cm nach rechts. Vorschau Dieser Parameter entscheidet darüber, wie viele Meter vor dem Fahrzeug die Vorschauanzeige der Bildschirm-Lightbar, die künftige Position des Fahrzeugs berechnet. Standardwert: 8m Siehe auch: Bildschirm-Lightbar im Grafikmodus Einschwenkwinkel Das Programm nimmt ab einem definierten Winkel an, dass das Fahrzeug auf eine Führungslinie einschwenken will. Dann wird diese Führungslinie blau markiert. Fährt das Fahrzeug mit weniger Winkelabweichung zu einer Führungslinie, wird diese nicht als neue aktuelle Führungslinie erkannt. Standardwert: 60 Grad. Wert für TRACK-Leader TOP: 85 Grad SECTION-Control konfigurieren In diesem Konfigurationsschritt konfigurieren Sie die Teilbreitenschaltung für Ihre ISOBUS- Jobrechner. Die Applikation erkennt jeden ISOBUS-Jobrechner anhand seiner ISO-ID und erstellt für jeden ein eigenes Profil. So können Sie für Ihren Düngerstreuer ganz andere Parameter konfigurieren als für Ihre Sämaschine oder Spritze. Parameter SECTION-Control im Menü Allgemein ist aktiviert. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 71
72 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 1. - Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. 3. Tippen Sie auf SECTION-Control. Eine Liste mit Profilen von ISOBUS-Jobrechnern erscheint, die irgendwann an das Terminal angeschlossen wurden. Immer wenn Sie einen neuen ISOBUS-Jobrechner an das Terminal anschließen, wird ein neues Profil erstellt. 4. Tippen Sie auf den Namen des ISOBUS-Jobrechners, für den Sie SECTION-Control konfigurieren möchten. Der angeschlossene Jobrechner ist mit einem blauen Symbol markiert Öffnen Sie die Parameterliste. Liste mit den eingestellten Parametern erscheint. 6. Ändern Sie die Parameter. Auf den nächsten Seiten finden Sie deren Erklärung. Parameter für SECTION-Control Überlappungsgrad Der Grad der Überlappung bei der Bearbeitung einer keilförmigen Fläche. 0% Überlappungsgrad 50% Überlappungsgrad 100% Überlappungsgrad Mögliche Werte: 0% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche erst dann eingeschaltet, wenn sie die Fläche ganz verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 1% über der bearbeiteten Fläche ist. 50% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche erst dann eingeschaltet, wenn sie die Fläche zu 50% verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 50% über der bearbeiteten Fläche ist. Bei 50% Überlappungsgrad, hat die Überlappungstoleranz keine Auswirkungen. 100% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche sofort eingeschaltet, wenn sie die Fläche zu 1% verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 100% über der bearbeiteten Fläche ist. Überlappungstoleranz Benutzen Sie diesen Parameter, um eine zulässige Überlappung zu definieren. Die äußeren Teilbreiten werden erst dann geschaltet, wenn die Überlappung größer wird, als der Wert dieses Parameters. 72 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
73 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Die Überlappungstoleranz betrifft nur äußere linke und rechte Teilbreite. Alle anderen Teilbreiten werden von diesem Parameter nicht betroffen. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie der Parameter Überlappungstoleranz bei einem Überlappungsgrad von 0% wirkt. Die eingestellte Überlappungstoleranz sehen Sie unter den Abbildungen. Überlappungstoleranz bei Überlappungsgrad 0% - In beiden Fällen wurde mit 25 cm überlappend gearbeitet. Überlappungstoleranz 0cm Hier wird die Teilbreite sofort abgeschaltet. Überlappungstoleranz 30cm Hier wird die Teilbreite nicht abgeschaltet, da die derzeitige Überlappung kleiner als 30cm ist. Wenn Sie den Parameter Überlappungsgrad auf 100% eingestellt haben, spielt der Parameter Überlappungstoleranz eine wichtige Rolle beim Verlassen einer bereits bearbeiteten Fläche. Zum Beispiel beim Wenden in einem bereits bearbeiteten Vorgewende. Überlappungstoleranz bei Überlappungsgrad 100% - In beiden Fällen wurde die bearbeitete Fläche um 25 cm verlassen. Überlappungstoleranz 0 Wenn nur 1% der Teilbreite die bereits bearbeitete Fläche verlässt, wird die gesamte Teilbreite eingeschaltet. Überlappungstoleranz 30cm Die Überlappungstoleranz ermöglicht es unnötige Überlappungen zu vermeiden. Die rechte Teilbreite wird erst dann eingeschaltet, wenn die bearbeitete Fläche um mehr als 30cm verlassen wird. Mögliche Werte: Empfehlung: Geben Sie 30 cm als Überlappungstoleranz ein, wenn Sie den GPS-Empfänger A100 benutzen. Toleranz 0 cm Die äußere Teilbreite wird bei jedem Befahren oder Verlassen der befahrenen Spur ein- oder ausgeschaltet. Anderer Wert Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 73
74 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Die äußere Teilbreite wird ein- oder abgeschaltet, wenn die Überlappung größer ist als der Wert. Maximaler Wert Die Hälfte der Teilbreitenbreite der äußersten Teilbreite. Überlappungstoleranz Feldgrenze Benutzen Sie diesen Parameter, um zu vermeiden, dass Teilbreiten an der Feldgrenze bei kleinster Überlappung geschaltet werden. Der Parameter funktioniert so wie Überlappungstoleranz, wirkt jedoch nur beim Überschreiten der Feldgrenze. Bevor Sie den Abstand ändern, vergewissern Sie sich, dass es in der momentanen Situation sicher für die Umwelt und Umgebung ist. Überlappende Düsen (EDS) Dieser Parameter ist nur für Feldspritzen mit der Funktion Einzeldüsenschaltung einsetzbar. Auf anderen Systemen wird er gar nicht angezeigt. Benutzen Sie den Parameter, um einzustellen, wie viele Düsen überlappend arbeiten sollen. Trägheit Trägheit ist die Zeit, die zwischen dem Senden eines Befehls durch den Jobrechner und der Ausführung des Befehles durch die Maschine vergeht. Diese Zeit ist für jede Maschine anders. Für die Konfiguration gibt es zwei Parameter: Trägheit bei Ein (beim Einschalten) Trägheit bei Aus (beim Ausschalten) Wenn Sie einen ISOBUS-Jobrechner haben, der die Trägheitszeiten an SECTION-Control überträgt, müssen Sie diese Parameter nicht ändern. In diesem Fall erscheint als Wert der Text ISO. Beispiel Wenn bei einer Feldspritze eine Teilbreite über eine bereits behandelte Fläche fährt, muss sie sofort ausgeschaltet werden. Dafür sendet die Software ein Signal zum Ausschalten an das Teilbreitenventil. Dadurch wird im Teilbreitenventil der Druck abgebaut. So lange, bis aus den Düsen nichts mehr ausgebracht wird. Das dauert ca. 400 Millisekunden. Das Ergebnis ist, dass die Teilbreite 400 Millisekunden lang überlappend ausbringt. Um das zu verhindern, muss der Parameter Trägheit bei Aus auf 400 ms. eingestellt werden. Jetzt wird das Signal 400 Millisekunden früher an das Teilbreitenventil geschickt. Dadurch kann die Ausbringung zum genau richtigen Zeitpunkt abgebrochen oder gestartet werden. Die folgende Abbildung verdeutlicht wie die Trägheit funktioniert. Auf der Abbildung wird das reale Verhalten angezeigt, nicht die Anzeige auf dem Bildschirm. 74 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
75 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Trägheit bei Aus wurde auf 0 eingestellt. Wenn die eingestellte Verzögerungszeit zu niedrig ist, dann wird überlappend ausgebracht. An dieser Stelle hat das Teilbreitenventil ein Signal zum Ausschalten erhalten An dieser Stelle hörte die Feldspritze auf auszubringen. Mögliche Werte: Trägheit bei Ein Geben Sie hier die Verzögerung beim Einschalten einer Teilbreite ein. z.b. Magnetventil-Armatur 400 ms Elektromotorische Armatur 1200 ms Trägheit bei Aus Geben Sie hier die Verzögerung beim Ausschalten einer Teilbreite ein. z.b. Magnetventil-Armatur 300 ms Elektromotorische Armatur 1200 ms Maschinenmodell Dieser Parameter entscheidet darüber, auf welche Art und Weise der Arbeitsbalken dem Symbol des GPS-Empfängers nachlaufen soll. Mögliche Werte: Selbstfahrer Einstellung für selbstfahrende landwirtschaftliche Geräte. gezogen Einstellung für landwirtschaftliche Geräte, die von einem Traktor gezogen werden. deaktiviert Einstellung für Anbaugeräte. Bildschirm-Lightbar Art der Bildschirm-Lightbar. Mögliche Werte: Deaktiviert Deaktiviert die Bildschirm-Lightbar Grafisch Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 75
76 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Aktiviert Bildschirm-Lightbar im Grafikmodus Textmodus Aktiviert Bildschirm-Lightbar im Textmodus SECTION-View Aktiviert SECTION-View Sehen Sie dazu auch Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus kalibrieren [ 82] TRACK-Leader TOP konfigurieren Folgende Parameter müssen Sie einstellen, um TRACK-Leader TOP benutzen zu können: Höhe GPS-Empfänger Entfernung des GPS-Empfängers von dem Boden. Benötigt für: TRACK-Leader TOP Geräteversatz Sie müssen den Geräteversatz dann eingeben, wenn das landwirtschaftliche Gerät, wie auf der Abbildung, auf der einen Seite seitlich versetzt arbeitet. Ohne diesen Parameter werden manche Flächen doppelt bearbeitet und andere ausgelassen. Arbeit mit einem versetzten Gerät, ohne eingestellten Parameter Geräteversatz Erste Befahrung Zweite Befahrung Doppelt bearbeitete Fläche Unbearbeitete Fläche Dritte Befahrung Funktionsweise Wenn Sie in diesem Parameter einen anderen Wert als 0 eingeben, dann passiert Folgendes: 76 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
77 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 In der Arbeitsmaske erscheint eine rote Leitspur. TRACK-Leader TOP wird der roten Leitspur folgen. Das Symbol der Maschine und das Symbol des Gestänges, werden um den eingegebenen Wert verschoben. Mögliche Werte: Positiven Wert eingeben. z.b.: 90cm Wenn das Anhängegerät nach rechts versetzt ist. Negativen Wert eingeben. z.b.: -90cm Wenn das Anhängegerät nach links versetzt ist. 0 eingeben Wenn Sie einen Jobrechner angeschlossen haben, in dem die gesamte Geometrie des Anhängegerätes eingetragen ist. Zum Beispiel den Jobrechner Spritze von Müller-Elektronik. So ermitteln Sie den richtigen Wert für den Parameter: 1. Stellen Sie sicher, dass der Parameter auf 0 eingestellt ist. 2. Starten Sie eine neue Navigation mit TRACK-Leader. 3. Fahren Sie mit Ihrem Traktor drei Spuren, entlang der Leitspuren, wie auf der Abbildung oben. 4. Messen Sie wie breit die unbearbeitete Fläche zwischen der zweiten und der dritten Befahrung ist. 5. Geben Sie die Hälfte der gemessenen Breite als Wert des Parameters ein. 6. Mit Plus und Minus bestimmen Sie, in welche Richtung das landwirtschaftliche Gerät versetzt ist. Reaktionsgeschwindigkeit Reaktionsgeschwindigkeit und Aggressivität der automatischen Lenkung. Je höher der Wert, desto stärker sind die Lenkbewegungen. Ziel der Einstellung ist es, die Werte so einzustellen, dass das Fahrzeug schnell genug die Spur findet, aber trotzdem ruhig fährt und nicht ständig übersteuert. Beispiele unterschiedlicher Reaktionsgeschwindigkeiten Die Lenkung reagiert zu langsam Die Lenkung reagiert zu schnell Sie können den Wert vor der Arbeit an die Bodenbeschaffenheit anpassen: Wenn der Boden feucht ist und die Lenkung erschwert, erhöhen Sie den Wert. Wenn der Boden trocken ist und die Lenkung leichtgängig, reduzieren Sie den Wert. Der hier eingestellte Wert erscheint auch in der Startmaske der Anwendung PSR (Lenkjobrechner): Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 77
78 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Maschinenprofile Jede Maschine mit der Sie die Software benutzen, kann unterschiedliche Parameter haben. Damit Sie diese nicht jedes Mal vor Arbeitsbeginn einstellen müssen, können Sie die Einstellungen der Maschinen als Maschinenprofile anlegen. Im Bereich Maschinenprofile können Sie Parameter der angeschlossenen landwirtschaftlichen Geräte eingeben und als Profile speichern. Sie brauchen die Maschinendaten in folgenden Fällen: Wenn SECTION-Control deaktiviert ist Wenn das Terminal an keinen Jobrechner angeschlossen ist. Neues Maschinenprofil anlegen Als Maschine wird hier die Kombination von Traktor und landwirtschaftliches Gerät verstanden. Beispiel Wenn Sie zwei Traktoren und zwei Geräte im Fuhrpark haben, müssen Sie unter Umständen vier Maschinenprofile anlegen: Traktor A und Spritze Traktor B und Spritze Traktor A und Düngerstreuer Traktor B und Düngerstreuer Legen Sie immer alle Kombinationen, die Sie benutzen, als Maschinenprofile an. Sie können bis zu 20 Maschinenprofile anlegen. Parameter SECTION-Control im Menü Allgemein ist deaktiviert Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. 3. Tippen Sie auf Maschinenprofile Erstellen Sie ein neues Maschinenprofil. Tastatur erscheint. 5. Benennen Sie das Maschineprofil Bestätigen Sie. Maske Maschine erscheint. 7. Konfigurieren Sie alle Parameter Nach der Konfiguration verlassen Sie die Maske. Vorhandenes Maschinenprofil auswählen Vor der Arbeit müssen Sie immer bestimmen, mit welcher Maschine aus Ihrem Fuhrpark Sie arbeiten möchten. Dafür müssen Sie das Maschinenprofil der Maschine wählen. Parameter SECTION-Control im Menü Allgemein ist deaktiviert Öffnen Sie die Applikation TRACK-Leader. 78 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
79 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 2. Tippen Sie auf Einstellungen. 3. Tippen Sie auf Maschinenprofile. Liste vorhandener Maschinenprofile erscheint. 4. Tippen Sie auf den Namen des Maschinenprofils, das Sie benutzen möchten. Sie haben das Maschinenprofil markiert. 5. Wenn Sie das Maschinenprofil überarbeiten möchten, oder die Einstellungen prüfen möchten, tippen Sie auf verlassen Sie die Maske um die Einstellungen zu speichern. Parameter der Maschinen Sie benötigen die Maschinenparameter in folgenden Fällen: Wenn Sie das Maschinenprofil einer neuen Maschine anlegen möchten Wenn Sie ein Maschinenprofil ändern möchten Auf den folgenden Seiten finden Sie die Erklärung aller Maschinenparameter. Name Name des Maschinenprofils. Arbeitsbreite Dieser Parameter zeigt die eingestellte Arbeitsbreite des Gerätes an. Anzahl Teilbreiten Anzahl der Teilbreiten eingeben. Jede Teilbreite erscheint als ein Teil des Arbeitsbalkens in der Arbeitsmaske. Teilbreiten Öffnet eine Maske, in der Sie die Breite der einzelnen Teilbreiten eingeben können. Überlappungsgrad Der Grad der Überlappung bei der Bearbeitung einer keilförmigen Fläche. 0% Überlappungsgrad 50% Überlappungsgrad 100% Überlappungsgrad Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 79
80 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Mögliche Werte: 0% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche erst dann eingeschaltet, wenn sie die Fläche ganz verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 1% über der bearbeiteten Fläche ist. 50% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche erst dann eingeschaltet, wenn sie die Fläche zu 50% verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 50% über der bearbeiteten Fläche ist. Bei 50% Überlappungsgrad, hat die Überlappungstoleranz keine Auswirkungen. 100% - jede Teilbreite wird beim Verlassen einer bearbeiteten Fläche sofort eingeschaltet, wenn sie die Fläche zu 1% verlässt. Beim Befahren einer bearbeiteten Fläche wird die Teilbreite erst dann abgeschaltet, wenn die Teilbreite zu 100% über der bearbeiteten Fläche ist. Überlappungstoleranz Siehe hier [ 72] Überlappungstoleranz Feldgrenze Siehe hier [ 74] GPS-Empfänger links/rechts Falls der GPS-Empfänger nicht auf der Längsachse des Fahrzeugs positioniert ist, muss dieser Versatz hier eingestellt werden. Längsachse des Fahrzeugs und der GPS-Empfänger Längsachse des Fahrzeugs GPS-Empfänger Ist rechts der Längsachse des Fahrzeugs Die Position des GPS-Empfängers, die Sie in der Applikation Tractor-ECU eingetragen haben, wird von TRACK-Leader ignoriert, wenn Sie die Maschinenprofile nutzen. Deshalb müssen Sie an dieser Stelle die Werte aus der Applikation Tractor-ECU ignorieren. Mögliche Werte: Negativen Wert eingeben. z.b.: m Wenn sich der GPS-Empfänger links der Längsachse befindet. Positiven Wert eingeben. z.b.: 0.20m Wenn sich der GPS-Empfänger rechts der Längsachse befindet. 80 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
81 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 GPS-Empfänger links/rechts bei asymmetrischen Geräten Wenn Sie ein landwirtschaftliches Gerät benutzen, das asymmetrisch ist, dann ist die Mitte der Arbeitsbreite an einer anderen Stelle als bei symmetrischen Geräten. Um diesen Unterschied auszugleichen, müssen Sie den zuvor eingestellten Parameter GPS- Empfänger links/rechts modifizieren. Asymmetrisches Gerät Abstand zwischen der Längsachse des Traktors und der Mitte der Arbeitsbreite. Um diesen Abstand verändert sich die Mitte des landwirtschaftlichen Gerätes. Gesamte Arbeitsbreite So modifizieren Sie den Wert des Parameters GPS-Empfänger links/rechts für asymmetrische Geräte: 1. Messen Sie die gesamte Arbeitsbreite. 2. Ermitteln Sie die exakte Mitte der Arbeitsbreite. 3. Messen Sie den Abstand zwischen der Mitte der Arbeitsbreite und der Längsachse des Traktors. 4. Modifizieren Sie den Wert des Parameters: - Wenn sich die Mitte der Arbeitsbreite nach rechts verschiebt, addieren Sie den gemessenen Abstand zu dem Wert des Parameters. - Wenn sich die Mitte der Arbeitsbreite nach links verschiebt, subtrahieren Sie den gemessenen Abstand zu dem Wert des Parameters. GPS-Empfänger vorn/hinten Abstand des GPS-Empfängers vom Bearbeitungspunkt. Der Bearbeitungspunkt ist z. B. das Gestänge bei einer Feldspritze. Bei einem Düngerstreuer sind es die Streuscheiben. Die Position des GPS-Empfängers, die Sie in der Applikation Tractor-ECU eingetragen haben, wird von TRACK-Leader ignoriert, wenn Sie die Maschinenprofile nutzen. Deshalb müssen Sie an dieser Stelle die Werte aus der Applikation Tractor-ECU ignorieren. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 81
82 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Mögliche Werte: Negativen Wert eingeben. z. B.: m Wenn sich der GPS-Empfänger hinter dem Bearbeitungspunkt befindet. Positiven Wert eingeben. z. B.: 4.00m Wenn sich der GPS-Empfänger vor dem Bearbeitungspunkt befindet. Maschinenmodell Dieser Parameter entscheidet darüber, auf welche Art und Weise der Arbeitsbalken dem Symbol des GPS-Empfängers nachlaufen soll. Mögliche Werte: Selbstfahrer Einstellung für selbstfahrende landwirtschaftliche Geräte. gezogen Einstellung für landwirtschaftliche Geräte, die von einem Traktor gezogen werden. deaktiviert Einstellung für Anbaugeräte. Bildschirm-Lightbar Art der Bildschirm-Lightbar. Mögliche Werte: Deaktiviert Deaktiviert die Bildschirm-Lightbar Grafisch Aktiviert Bildschirm-Lightbar im Grafikmodus Textmodus Aktiviert Bildschirm-Lightbar im Textmodus SECTION-View Aktiviert SECTION-View Gerätetyp Benutzen Sie diesen Parameter, um die Art des landwirtschaftlichen Gerätes zu bestimmen. Es gibt folgende Gerätetypen: Spritze Düngerstreuer Sämaschine Erntemaschine Unbestimmtes System Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus kalibrieren Dieses Kapitel richtet sich an fortgeschrittene Benutzer. Bevor Sie das Kapitel lesen: Lernen Sie, wie Sie das Terminal bedienen. Lernen Sie, wie Sie SECTION-Control bedienen. Die Standardwerte der Parameter Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus sind für die Arbeit mit den meisten Feldspritzen eingestellt. 82 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
83 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Wann kalibrieren? Kalibrieren Sie die Parameter in folgenden Fällen: Wenn Sie ein anderes landwirtschaftliches Gerät mit SECTION-Control benutzen. Wenn das landwirtschaftliche Gerät beim Befahren einer bereits bearbeiteten Fläche zu spät oder zu früh schaltet. Wenn das landwirtschaftliche Gerät beim Verlassen einer bereits bearbeiteten Fläche zu spät oder zu früh schaltet. In den nächsten Kapiteln erfahren Sie, wie Sie die Parameter kalibrieren. Die Kapitel und Beispiele wurden am Beispiel einer Feldspritze beschrieben. Bei anderen landwirtschaftlichen Geräten müssen Sie analog vorgehen. Sehen Sie dazu auch SECTION-Control konfigurieren [ 71] Phasen der Kalibrierung Die Kalibrierung besteht aus mehreren Phasen: 1. Kalibrierung vorbereiten 2. Feld zum ersten Mal befahren 3. Feld zum zweiten Mal befahren 4. Grenzen der Ausbringung markieren 5. Korrekturwert berechnen 6. Parameter Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus korrigieren Die Phasen werden in den folgenden Kapiteln genauer beschrieben. Kalibrierung vorbereiten Sie benötigen folgende Mittel und Personen, um die Kalibrierung durchzuführen: Zwei Beobachter - zwei Personen, die die bearbeiteten Flächen mit Pflöcken markieren. Werkzeuge zur Markierung der bearbeiteten Flächen: ca. 200 bis 300m Absperrband 8 Pflöcke für die Markierungen auf dem Feld Feldspritze mit klarem Wasser im Tank. Erste Befahrung In dieser Phase der Kalibrierung müssen Sie das Feld in einer Spur befahren. Die folgende Abbildung zeigt, welche Punkte Sie vor und nach der Befahrung markieren müssen. Die Anleitung dafür, finden Sie unter der Abbildung. Ergebnis der ersten Befahrung Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 83
84 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Pflöcke Markieren die äußeren Enden der Teilbreiten vor der Befahrung Absperrband zwischen den Pflöcken Markiert die Grenzen der Befahrung Pflöcke Markieren die äußeren Enden der Teilbreiten nach der Befahrung So bearbeiten Sie das Feld für die Kalibrierung der Trägheit: 1. Neue Navigation mit SECTION-Control starten. 2. Feldspritze am Anfang der Befahrung aufstellen. Die Befahrung sollte nicht in der Nähe der Feldgrenze verlaufen, damit Sie genug Platz für die zweite Befahrung haben. 3. Gestänge ausklappen. 4. Enden der äußeren Teilbreiten mit Pflöcken markieren bis 200 Meter gerade aus fahren, dabei klares Wasser ausbringen. 6. Nach 100 bis 200 Metern, Feldspritze anhalten und ausschalten. 7. Befahrung in TRACK-Leader speichern. Dadurch lässt sich die Kalibrierung wiederholen. 8. Enden der äußeren Teilbreiten mit Pflöcken markieren. 9. Pflöcke mit einem Absperrband verbinden. Dadurch werden die Grenzen der Befahrung auf dem Feld markiert. 10. Das Absperrband auf den Boden mit Steinen oder mit Erde fixieren. Sie haben die erste Befahrung gemacht und die Grenzen der Ausbringung markiert. Zweite Befahrung In dieser Phase müssen Sie, die bei der ersten Befahrung befahrene Fläche in einem 90 -Winkel bearbeiten. VORSICHT Verletzung durch fahrende Feldspritze Beobachter, die bei der Kalibrierung helfen, können vom Gestänge getroffen werden. Weisen Sie die Beobachter ganz genau ein. Erklären Sie ihnen die Gefahren. Achten Sie immer darauf, dass die Beobachter genug Abstand zum Spritzengestänge halten. Halten Sie die Spritze sofort an, sobald einer der Beobachter zu nah an der Spritze ist. In dieser Phase benötigen Sie die Unterstützung von einer oder zwei weiteren Personen. Diese Personen werden die Fahrt und das Verhalten der Feldspritze beobachten und die Grenzen der Ausbringung markieren. Weisen Sie diese Personen genau ein und warnen Sie sie vor möglichen Gefahren. Die folgende Abbildung zeigt wo die Beobachter stehen müssen und was Sie am Ende erreichen müssen. 84 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
85 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 Befahrung 2 Position des ersten Beobachters Position des zweiten Beobachters Diese Linie markiert die Stelle, an der die Düsen anfangen zu spritzen, wenn sie die bearbeitete Fläche verlässt. Diese Linie markiert die Stelle, an der die Düsen aufhören zu spritzen, wenn sie auf die bearbeitete Fläche fährt. Tank ist mit klarem Wasser befüllt. Die Beobachter stehen in einem sicheren Abstand vom Gestänge der Feldspritze. Eine Navigation mit der ersten Befahrung ist gestartet. SECTION-Control ist im Automatikmodus. 1. Stellen Sie die Feldspritze in einem 90 -Winkel zu der befahrenen Fläche in ca. 100m Entfernung. 2. Fahren Sie mit konstanter Geschwindigkeit (z.b.: 8 km/h) über die bereits bearbeitete Fläche. Bringen Sie dabei Wasser aus. 3. Die Beobachter müssen auf den zuvor markierten Befahrungsgrenzen in einem sicheren Abstand von dem Gestänge stehen. 4. Die Beobachter müssen beobachten, an welchen Stellen die Feldspritze aufhört und beginnt zu spritzen, wenn sie die bereits befahrene Stelle passiert. Sie wissen jetzt, wie sich die Feldspritze beim Befahren einer bereits bearbeiteten Fläche verhält. Um noch genauere Ergebnisse zu erhalten, können Sie diesen Vorgang mehrmals wiederholen. Grenzen der Ausbringung markieren - für Trägheit bei Aus In dieser Phase müssen Sie markieren, wo Ihre Feldspritze aufhört auszubringen, wenn Sie auf eine bearbeitete Fläche fährt. Sie müssen auch festlegen, wo sie in der Zukunft mit der Ausbringung aufhören soll. Dadurch erfahren Sie, ob die Feldspritze zu spät oder zu früh ausschaltet. Die folgenden Abbildungen zeigen, welche Linien Sie auf dem Feld markieren müssen, um den Parameter Trägheit bei Aus berechnen zu können. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 85
86 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Linien für den Parameter "Trägheit bei Aus". Links: Feldspritze schaltet zu spät aus. Rechts: Feldspritze schaltet zu früh aus. P Abstand zwischen der gewünschten Ausbringlinie Z und der tatsächlichen Ausbringlinie X X Z Tatsächliche Ausbringlinie Hier hört die Feldspritze auf auszubringen. Gewünschte Ausbringlinie Hier soll die Feldspritze aufhören auszubringen. Eine geringe Überlappung von 10cm sollte dabei aufgrund der Druckabbauzeit geplant werden. In beiden Fällen (links und rechts) ist der Parameter Trägheit bei Aus falsch eingestellt: Links: Feldspritze schaltet zu spät aus. Trägheit muss erhöht werden. Rechts: Feldspritze schaltet zu früh aus. Trägheit muss reduziert werden. 1. Vergleichen Sie die Markierungen auf dem Feld mit den Zeichnungen. Sie wissen jetzt, ob die Feldspritze zu spät oder zu früh ausschaltet. Grenzen der Ausbringung markieren - für Trägheit bei Ein In dieser Phase müssen Sie markieren, wo Ihre Feldspritze beginnt auszubringen, wenn Sie eine bearbeitete Fläche verlässt. Sie müssen auch festlegen, wo sie in der Zukunft mit der Ausbringung beginnen soll. Dadurch erfahren Sie, ob die Feldspritze zu spät oder zu früh einschaltet. Die folgenden Abbildungen zeigen, welche Linien Sie auf dem Feld markieren müssen, um den Parameter Trägheit bei Ein berechnen zu können. Linien für den Parameter "Trägheit bei Ein". Links: Feldspritze schaltet zu spät ein. Rechts: Feldspritze schaltet zu früh ein. 86 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
87 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 P Abstand zwischen der gewünschten Ausbringlinie Z und der tatsächlichen Ausbringlinie X X Z Tatsächliche Ausbringlinie Hier beginnt die Feldspritze auszubringen. Gewünschte Ausbringlinie Hier soll die Feldspritze beginnen auszubringen. Eine geringe Überlappung von 10cm sollte dabei aufgrund der Druckaufbauzeit geplant werden. In beiden Fällen (links und rechts) ist der Parameter Trägheit bei Ein falsch eingestellt: Links: Feldspritze schaltet zu spät ein. Trägheit muss erhöht werden. Rechts: Feldspritze schaltet zu früh ein. Trägheit muss reduziert werden. 1. Vergleichen Sie die Markierungen auf dem Feld mit den Zeichnungen. Sie wissen jetzt, ob die Feldspritze zu spät oder zu früh einschaltet. Korrekturwert berechnen In der letzten Phase haben Sie ermittelt: Welcher Parameter geändert werden muss. Ob die aktuelle Trägheit erhöht oder reduziert werden muss. Jetzt müssen Sie berechnen, um wie viele Millisekunden Sie den falsch eingestellten Parameter ändern. Dafür müssen Sie den so genannten Korrekturwert berechnen. Um den Korrekturwert zu berechnen müssen Sie wissen, wie schnell die Feldspritze bei der Befahrung war. Die Geschwindigkeit muss in cm/millisekunde angegeben werden. In der folgenden Tabelle finden Sie einige Geschwindigkeiten, und die Umrechnung in cm/ms: Geschwindigkeit in km/h Geschwindigkeit in cm/ms 6 km/h 0,16 cm/ms 8 km/h 0,22 cm/ms 10km/ h 0,28 cm/ms So berechnen Sie, den Korrekturwert: 1. [Abstand P] : [Geschwindigkeit der Feldspritze] = Korrekturwert 2. Um diesen Wert muss die aktuell eingestellte Trägheit bei Ein oder Trägheit bei Aus korrigiert werden. Parameter Trägheit ändern Jetzt müssen Sie die Parameter Trägheit bei Ein und Trägheit bei Aus anpassen. 1. Ändern Sie den Parameter nach der Faustformel: - Wenn die Feldspritze zu spät schaltet, braucht sie mehr Zeit. Die Trägheit muss erhöht werden. - Wenn die Feldspritze zu früh schaltet, braucht sie weniger Zeit. Die Trägheit muss reduziert werden. 2. Neuen Wert für den Parameter Trägheit berechnen. Führen Sie diesen Schritt separat für die Parameter Trägheit bei Ein oder Trägheit bei Aus Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 87
88 8 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration Wenn die Feldspritze zu spät ein- oder ausschaltet: Erhöhen Sie die aktuelle Trägheit um den Korrekturwert Wenn die Feldspritze zu früh ein- oder ausschaltet: Reduzieren Sie die aktuelle Trägheit um den Korrekturwert Beispiel Eine Feldspritze ist mit der Geschwindigkeit 8 km/h gefahren. Das entspricht 0,22 cm/ms. Nach der zweiten Befahrung wurde der Abstand P gemessen. Er betrug 80 cm. Der aktuell eingestellte Parameter Trägheit bei Aus beträgt 450 ms. Die Feldspritze wurde beim Befahren einer bearbeiteten Fläche zu spät abgeschaltet. Punkt Z befand sich in Fahrtrichtung vor Punkt X. Die Linien waren wie auf der folgenden Abbildung markiert: Beim Befahren der bearbeiteten Fläche, schaltete die Feldspritze zu spät aus 1. Korrekturwert berechnen: [Abstand P] : [Geschwindigkeit der Feldspritze] = Korrekturwert 80 : 0,22 = Neuen Wert für den Parameter Trägheit bei Aus berechnen. Weil die Feldspritze zu spät ausschaltet, muss die Trägheit bei Aus um den Korrekturwert erhöht werden: 364 (Korrekturwert) (Eingestellte Trägheit bei Aus ) = 814 (Neue Trägheit bei Aus ) 3. Wert 814 bei Parameter Trägheit bei Aus eingeben. Beispiel Eine Feldspritze ist mit der Geschwindigkeit 8 km/h gefahren. Das entspricht 0,22 cm/ms. Nach der zweiten Befahrung wurde der Abstand P gemessen. Er betrug 80 cm. Der aktuell eingestellte Parameter Trägheit bei Aus beträgt 450 ms. Die Feldspritze wurde beim Befahren einer bearbeiteten Fläche zu früh abgeschaltet. Punkt Z befand sich in Fahrtrichtung nach Punkt X. Die Linien waren wie auf der folgenden Abbildung markiert: Beim Befahren der bearbeiteten Fläche, schaltete die Feldspritze zu früh aus. 1. Korrekturwert berechnen: [Abstand P] : [Geschwindigkeit der Feldspritze] = Korrekturwert 80 : 0,22 = Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
89 Parallelführung mit TRACK-Leader Konfiguration 8 2. Neuen Wert für den Parameter Trägheit bei Aus berechnen. Weil die Feldspritze zu früh ein- oder ausschaltet, muss die Trägheit bei Aus um den Korrekturwert reduziert werden: 450 (Eingestellte Trägheit bei Aus ) (Korrekturwert) = 86 (Neue Trägheit bei Aus ) 3. Wert 86 bei Parameter Trägheit bei Aus eingeben. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 89
90 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Über ISOBUS-TC 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC 9.1 Über ISOBUS-TC Die Applikation ISOBUS-TC ist eine Applikation von Müller-Elektronik, die auf den ISOBUS-Terminals eine Schnittstelle zwischen dem ISOBUS-Jobrechner, der Applikation SECTION-Control und der Ackerschlagkartei bildet. Mit ISOBUS-TC können Sie alle Aufträge, die Sie mit Ihrer Ackerschlagkartei geplant haben, auf dem Terminal öffnen und bearbeiten. Alle Informationen, die der Auftrag beinhaltet, werden von ISOBUS-TC an spezialisierte Applikationen des Terminals übertragen. So macht jede Applikation das, was sie am besten kann: Die im Auftrag gespeicherte Applikationskarte, die Feldgrenze und andere Informationen über teilflächenspezifische Arbeiten werden an TRACK-Leader übertragen. Dadurch können Sie das Feld bearbeiten. ISOBUS-TC dokumentiert die Dauer der Arbeiten, die beteiligten Personen und die eingesetzten Maschinen und Betriebsmittel. Nach der Arbeit speichert ISOBUS-TC alle Arbeitsergebnisse auf dem USB-Stick, sodass Sie sie wieder mit der Ackerschlagkartei öffnen können. Die hier beschriebene Version unterstützt die folgenden Funktionen: Aufträge an dem Terminal erstellen. Aufträge, die mit Hilfe einer Ackerschlagkartei geplant wurden, betrachten und abarbeiten. Applikationskarten aus einem Auftrag an TRACK-Leader übertragen. Vorgaben an ISOBUS-Jobrechner übermitteln. Durchführung der Arbeiten dokumentieren. Die Art der dokumentierten Daten hängt von der Art des ISOBUS-Jobrechners ab. Lückenlos Auftragsdaten aufzeichnen. Stammdaten auf dem Terminal anlegen. 9.2 Schnellanleitung für Benutzer von Ackerschlagkarteien Auf dem USB-Stick befindet sich ein ISO-XML-Auftrag den Sie mit einer Ackerschlagkartei erstellt haben. Sie haben den Auftrag mit Hilfe von Maschinendaten erstellt, die Sie zuvor vom Terminal übertragen haben. Sie haben den Parameter Mit ISO-XML arbeiten? auf Ja eingestellt. 1. Stecken Sie einen USB-Stick mit dem Auftrag ins Terminal Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC. 3. Tippen Sie auf Aufträge. 4. Tippen Sie auf den Auftrag, den Sie bearbeiten möchten. Auftragsdaten erscheinen Starten Sie den Auftrag. Der Auftrag wird gestartet. Die an das Terminal angeschlossenen ISOBUS-Jobrechner werden automatisch zum Auftrag hinzugefügt. 90 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
91 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Schnellanleitung für Benutzer ohne Ackerschlagkartei 9 Die Ausbringraten werden an den ISOBUS-Jobrechner übertragen. Feldgrenzen, Applikationskarten und andere Felddaten werden an TRACK-Leader übertragen. 9.3 Schnellanleitung für Benutzer ohne Ackerschlagkartei Sie haben den Parameter Mit ISO-XML arbeiten? auf Ja eingestellt. [ 92] 1. Stecken Sie einen leeren USB-Stick ins Terminal Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC. 3. Tippen Sie auf Einstellungen Erstellen Sie den Ordner Taskdata Verlassen Sie die Maske. 6. Tippen Sie auf Aufträge. 7. Tippen Sie auf, um einen neuen Auftrag zu erstellen. Ein Formular zur Eingabe der Auftragsdaten erscheint. 8. Füllen Sie das Formular aus. Sie können das Formular auch unausgefüllt lassen und mit einem leeren Auftrag arbeiten. Sie werden die Daten auch nachträglich in der Ackerschlagkartei ausfüllen können Speichern Sie den Auftrag. Folgende Meldung erscheint: Möchten Sie die Änderungen speichern? 10. Um zu bestätigen, tippen Sie auf Ja Starten Sie den Auftrag. Der Auftrag wird gestartet. Die an das Terminal angeschlossenen ISOBUS-Jobrechner werden automatisch zum Auftrag hinzugefügt. Die Ausbringraten werden an den ISOBUS-Jobrechner übertragen. Feldgrenzen, Applikationskarten und andere Felddaten werden an TRACK-Leader übertragen. 12. Bearbeiten Sie das Feld. Sie können eine andere Applikation öffnen. ISOBUS-TC überträgt alle Informationen im Hintergrund weiter. 13. Nach der Arbeit öffnen Sie wieder die Applikation ISOBUS-TC. Maske mit dem aktiven Auftrag erscheint. Wenn nicht, tippen Sie in der Startmaske auf akt. Auftrag Beenden Sie den Auftrag Verlassen Sie die Maske. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 91
92 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Einstellen, wie Sie ISOBUS-TC nutzen Melden Sie den USB-Stick ab. Die Daten werden auf dem USB-Stick, in einem für Ackerschlagkarteien lesbaren Format, gespeichert. 9.4 Einstellen, wie Sie ISOBUS-TC nutzen Zuerst müssen Sie entscheiden, wie Sie die Applikation ISOBUS-TC nutzen werden. Von dieser Einstellung hängt die Bedienung von ISOBUS-TC und von TRACK-Leader ab. Es gibt zwei Szenarien, in denen Sie ISOBUS-TC benutzen können. Mit dem Parameter Mit ISO- XML arbeiten? stellen Sie ein, nach welchem Szenario Sie arbeiten: Ja Wählen Sie diese Einstellung, wenn Sie Aufträge auf Ihrem PC oder auf dem Terminal erstellen möchten. In diesem Fall müssen Sie immer einen Auftrag starten, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Nur so funktioniert der Datenaustausch zwischen ISOBUS-TC, TRACK-Leader und dem ISOBUS- Jobrechner. Sie brauchen dafür die Lizenz ISOBUS-TC. Nein Wählen Sie diese Einstellung, wenn Sie keine Aufträge benutzen. Stattdessen benutzen Sie Applikationskarten im shp-format oder geben Sie die Ausbringraten direkt in dem ISOBUS- Jobrechner ein. In diesem Fall arbeitet ISOBUS-TC nur im Hintergrund. Sie brauchen keine Lizenz dafür. Sie können auch die weiteren Kapitel der Anleitung zum Thema ISOBUS-TC überspringen Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. 3. Tippen Sie auf Mit ISO-XML arbeiten?. 4. Tippen Sie auf Ja, wenn Sie mit Aufträgen arbeiten möchten. Tippen Sie auf Nein wenn Sie weder Aufträge noch die Applikation ISOBUS-TC nutzen möchten Bestätigen Sie. Sie werden gefragt, ob Sie die Einstellung ändern möchten. 6. Tippen Sie auf Ja, wenn Sie bestätigen möchten. 7. Warten Sie bis alle Meldungen ausgeblendet werden. 8. Starten Sie das Terminal neu. 9.5 USB-Stick Der USB-Stick erfüllt zwei Aufgaben: Er dient zur Übertragung der Daten zwischen der Ackerschlagkartei und dem Terminal. Er dient als Speicher während der Arbeit. Beachten Sie immer: Der USB-Stick muss während der Arbeit immer eingesteckt sein. Auf dem USB-Stick muss sich der Ordner Taskdata befinden. [ 97] (Ausnahme: Sie nutzen das Portal farmpilot) 92 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
93 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC ISOBUS-TC konfigurieren 9 Nach der Arbeit müssen Sie den USB-Stick abmelden, damit die Daten korrekt gespeichert werden. Benutzen Sie nur die USB-Sticks von Müller-Elektronik. Wenn Sie andere USB-Sticks benutzen, kann es zu Kontaktproblemen oder zu Schreibfehlern kommen. Dabei können Daten verloren gehen. So melden Sie den USB-Stick ab: 1. - Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC Melden Sie den USB-Stick ab. Alle Daten werden auf dem USB-Stick gespeichert. 3. Ziehen Sie den USB-Stick raus. Wenn Sie den USB-Stick versehentlich abgemeldet haben, ziehen Sie ihn raus und nach 10 Sekunden stecken Sie ihn wieder ein. 9.6 ISOBUS-TC konfigurieren 1. - Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. Maske Einstellungen erscheint. 3. Doppeltippen Sie auf den Parameter, den Sie konfigurieren möchten. Die Erklärung der Parameter finden Sie unten. Eine Auswahlliste oder eine Tastatur erscheint. 4. Geben Sie den gewünschten Wert ein. Parameter Auf den folgenden Seiten finden Sie die Erklärung aller Parameter, die Sie benötigen. Parameter USB Mögliche Werte: aktiviert - USB-Stick steckt im Terminal; Parameter Mit ISO-XML arbeiten? ist auf ja eingestellt; Ordner Taskdata befindet sich auf dem USB-Stick. deaktiviert - kein USB-Stick eingesteckt oder der Parameter Mit ISO-XML arbeiten? ist auf nein eingestellt. verfügbar - USB-Stick eingesteckt. Ordner Taskdata wurde noch nicht erstellt. Parameter farmpilot Dieser Parameter hat in der aktuellen Version keine Funktion. Parameter Mit ISO-XML arbeiten? Siehe Kapitel: Einstellen, wie Sie ISOBUS-TC nutzen Parameter Listensortierung Mit diesem Parameter können Sie einstellen, wie Stammdaten sortiert werden sollen. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 93
94 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Bildschirmaufbau in der Applikation ISOBUS-TC Parameter Funktionsinstanz Benutzen Sie diesen Parameter, wenn Sie die Applikation ISOBUS-TC einer bestimmten Function instance zuweisen möchten. 9.7 Bildschirmaufbau in der Applikation ISOBUS-TC In der Applikation ISOBUS-TC gibt es folgende Masken, die Sie kennenlernen müssen: Startmaske Maske Aufträge Maske akt. Auftrag (aktueller Auftrag) Startmaske Die Startmaske erscheint, wenn Sie die Applikation ISOBUS-TC öffnen. Sie besteht aus einer Reihe von Schaltflächen. Einige davon können ausgegraut sein. An den ausgegrauten Schaltflächen erkennen Sie, wie die Applikation konfiguriert ist. Konfiguration für die Arbeit mit ISO-XML-Aufträgen; USB-Stick mit dem Ordner Taskdata ist eingesteckt. Konfiguration für die Arbeit mit ISO-XML-Aufträgen; Kein USB-Stick eingesteckt oder Ordner Taskdata fehlt. Konfiguration für die Arbeit ohne ISO-XML-Aufträge. 94 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
95 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Bildschirmaufbau in der Applikation ISOBUS-TC Maske Aufträge Die Maske Aufträge enthält eine Liste aller auf dem USB-Stick vorhandenen Aufträge. So rufen Sie die Maske auf: In der Startmaske tippen Sie auf Aufträge. Maske Aufträge Status des Auftrags ISO-XML-Nummer des Auftrags (TSK=Task) Auftragsbezeichnung Aufträge, vor deren Bezeichnung ein Sternchen erscheint, sind Kopien anderer Aufträge. Den Status eines Auftrags erkennen Sie an der Farbe des Symbols, das vor der Bezeichnung des Auftrags steht. Nicht gestartete Aufträge Nicht gestartete Aufträge sind Aufträge, die sich auf dem USB-Stick befinden, aber noch nie gestartet wurden. Dazu können folgende Aufträge gehören: Neu erstellte Aufträge Kopien bestehender Aufträge - wenn ein Sternchen vor der Auftragsbezeichnung erscheint Pausierte Aufträge Pausierte Aufträge sind Aufträge, die unterbrochen, aber nicht abgearbeitet wurden. Ein Auftrag wird automatisch pausiert, wenn während seiner Bearbeitung ein anderer Auftrag gestartet wird. Gestartete Aufträge Gestartete Aufträge sind Aufträge, die gestartet wurden und aktuell bearbeitet werden. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 95
96 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Bildschirmaufbau in der Applikation ISOBUS-TC Angehaltene Aufträge Angehaltene Aufträge sind Aufträge, die angehalten wurden. In der Regel sind es Aufträge, die abgearbeitet wurden. Das Programm hat jedoch keine Möglichkeit die Vollständigkeit der Abarbeitung zu prüfen Maske akt. Auftrag Die Maske akt. Auftrag enthält detaillierte Information zu dem gestarteten Auftrag. So rufen Sie die Maske auf: In der Startmaske tippen Sie auf akt. Auftrag. Dafür muss ein Auftrag gestartet sein. In der Maske Aufträge tippen Sie auf einen Auftrag. Maske akt. Auftrag Status des Auftrags Bezeichnung und Nummer des Auftrags Ausgegraute Parameter lassen sich nicht ändern. Nicht ausgegraute Parameter können Sie ändern. Bedienelemente Funktionssymbol Bedeutung Startet den Auftrag. Stoppt die Bearbeitung des Auftrags. Ermöglicht das Editieren von einigen Auftragsdaten. Kopiert den Auftrag. Verlässt die Maske und fragt, ob Sie Änderungen speichern möchten. 96 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
97 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Ordner Taskdata auf dem USB-Stick erstellen Ordner Taskdata auf dem USB-Stick erstellen Sie müssen den Ordner Taskdata in folgenden Fällen erstellen: Wenn es den Ordner noch nicht gibt. Wenn Sie die Maschineneinstellungen in die Ackerschlagkartei exportieren möchten Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC über das Auswahlmenü. 2. Tippen Sie auf Einstellungen. 3. Stecken Sie einen leeren USB-Stick in das Terminal ein. Im Feld USB erscheint der Text verfügbar Erstellen Sie den Ordner Taskdata. Wenn dieses Funktionssymbol nicht erscheint, dann gibt es den Ordner schon. Folgende Meldung erscheint: Verzeichnis wurde erstellt 5. Bestätigen Sie. In der Maske Einstellungen erscheint das folgende Funktionssymbol: 9.9 Maschineneinstellungen für die Ackerschlagkartei exportieren Bevor Sie mit der Ackerschlagkartei einen Auftrag für die Applikation ISOBUS-TC vorbereiten, muss die Ackerschlagkartei die eindeutige Nummer des Jobrechners kennen, der an der landwirtschaftlichen Maschine montiert ist. Um diese Nummer an die Ackerschlagkartei zu übertragen, müssen Sie einen leeren Auftrag auf dem Terminal erstellen. Diesen Auftrag müssen Sie dann mit der Ackerschlagkartei öffnen. Wann durchführen? Funktionsweise Sie müssen diesen Schritt in folgenden Fällen durchführen: Vor der ersten Inbetriebnahme. Wenn Sie das Terminal an eine neue Maschine anschließen. Wenn Sie ausgewählte Parameter der Maschine im Jobrechner ändern. Dazu gehören unter anderem: Arbeitsbreite, Geometrie oder Düsenanzahl. Wenn die Applikation erkennt, dass die Maschinenbeschreibung im Auftrag anders ist als die im Jobrechner, dann lässt sich der Auftrag nicht starten. Bei diesem Schritt werden alle Parameter, die im Jobrechner der landwirtschaftlichen Maschine gespeichert sind, in einer XML-Datei gespeichert. Diese Daten werden mit einer eindeutigen ID- Nummer versehen. Sie müssen diesen Schritt einmal für jede ISOBUS-fähige landwirtschaftliche Maschine wiederholen. Sie haben das Terminal an den ISOBUS-Jobrechner der Maschine angeschlossen, die Sie zu den Stammdaten hinzufügen möchten. Sie haben den ISOBUS-Jobrechner konfiguriert. 1. Stecken Sie einen leeren USB-Stick in das Terminal ein. 2. Erstellen Sie den Ordner Taskdata. 3. Erstellen Sie einen neuen Auftrag. Sie müssen keine Auftragsdaten in diesem Auftrag eingeben. 4. Starten Sie den Auftrag. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 97
98 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC ISO-XML-Stammdaten pflegen 5. Tippen Sie auf eines der Zusatzfenster. Applikation ISOBUS-TC erscheint im Zusatzfenster. 6. Warten Sie, bis in dem Fester auch Zähler erscheinen. 7. Tippen Sie auf die Zähler. Applikation ISOBUS-TC erscheint im Hauptfenster Beenden Sie den Auftrag Verlassen Sie die Maske Verlassen Sie die Maske Melden Sie den USB-Stick ab. Folgende Meldung erscheint: USB-Stick wird abgemeldet. Bitte warten! 12. Bestätigen Sie. 13. Sie haben die Parameter der Maschine auf den USB-Stick übertragen. 14. Lesen Sie den Auftrag mit Ihrer Ackerschlagkartei ein. Je nachdem, ob Sie die Maschinendaten exportieren, um eine neue Maschine in der Ackerschlagkartei anzulegen oder um die Parameter einer vorhandenen Maschine zu aktualisieren, müssen Sie in der Ackerschlagkartei anders vorgehen. Folgen Sie der Anleitung Ihrer Ackerschlagkartei. HINWEIS Wenn Sie eine Maschine mehr als einmal in der Ackerschlagkartei anlegen, kann es später zu Fehlern in ISOBUS-TC kommen. Legen Sie jede Maschine nur einmal in der Ackerschlagkartei an ISO-XML-Stammdaten pflegen Stammdaten sind Daten, mit denen Sie die Aufträge füllen. Das können Kundennamen, Schläge oder Arbeiterdaten sein. So gelangen die Stammdaten auf den USB-Stick: Aus der Ackerschlagkartei - Sie können die Stammdaten zusammen mit einem Auftrag aus der Ackerschlagkartei auf den USB-Stick speichern. Dadurch können Sie neue Aufträge auf dem Terminal erstellen und sie mit den vorhandenen Stammdaten füllen. Sie sollten jedoch keine neuen Stammdaten auf dem Terminal erstellen. Neue Stammdaten könnten von der Ackerschlagkartei ignoriert und überschrieben werden. Sie können die Stammdaten auf dem Terminal erstellen und auf dem USB-Stick speichern. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sich die Daten nicht mit jedem externen Programm auslesen lassen. Sie lassen sich auch nicht löschen. 98 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
99 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Zähler anzeigen 9 HINWEIS Nicht kompatible Ackerschlagkarteien Bevor Sie anfangen Stammdaten zu pflegen oder auszuwählen, prüfen Sie, ob Ihre Ackerschlagkartei Aufträge mit geänderten Daten importieren kann. Es gibt folgende Kategorien von Stammdaten: Kunden Höfe. Ein Hof kann immer nur einem Kunden zugeordnet werden. Geräte Produktgruppen Schläge. Ein Schlag kann einem Kunden oder einem Hof zugeordnet werden. Arbeiter Die Daten sind hierarchisch verknüpft. Das bedeutet, dass Sie einen Hof immer einem Kunden zuordnen müssen, einen Schlag einem Hof und einem Kunden etc. So legen Sie neue Stammdaten auf dem Terminal an: 1. - Öffnen Sie die Applikation ISOBUS-TC. 2. Tippen Sie auf eine Schaltfläche mit den Stammdaten, die Sie ändern möchten. Eine Liste mit bereits vorhandenen Daten der gewählten Art erscheint. Auf der rechten Seite erscheinen Funktionssymbole, die Ihnen zeigen, was Sie bearbeiten können. 3. Tippen Sie auf ein Funktionssymbol mit dem Plus, um einen neuen Datensatz anzulegen. 4. Tippen Sie auf ein Funktionssymbol mit einem Bleistift, um einen Datensatz zu bearbeiten Nach der Bearbeitung verlassen Sie die Maske. Sie werden gefragt, ob Sie die Änderungen speichern möchten Zähler anzeigen Wenn Sie ISOBUS-TC in Zusatzfenster verschieben, erscheinen dort einige Zähler, die Sie über den aktuellen Status der Arbeit informieren. Der Inhalt der Zähler hängt von dem angeschlossenen ISOBUS-Jobrechner ab. So konfigurieren Sie die Zähler für einen Auftrag: Ein Auftrag ist gestartet. 1. Öffnen Sie die Maske mit den Auftragsdaten. 2. Tippen Sie auf Zähler. Maske Zähler erscheint. 3. Markieren Sie, welche Zähler im Zusatzfenster erscheinen sollen Verlassen Sie die Maske. Wenn Sie die Applikation in einem Zusatzfenster öffnen, erscheinen dort nur die markierten Zähler. Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 99
100 9 Auftragsbearbeitung ISOBUS-TC Sollwert eingeben 9.12 Sollwert eingeben Wenn Sie einem ISOBUS-Jobrechner einen oder mehrere Sollwerte vorgeben möchten, können Sie dies über einen Auftrag machen. Wenn der ISO-XML-Auftrag eine Applikationskarte beinhaltet, können Sie die darin enthaltenen Sollwerte nicht ändern. Sie könnten zwar den Parameter Ausbringraten am Terminal ändern, aber zum Jobrechner wird immer der unveränderte Wert aus der Applikationskarte geschickt. 1. Starten Sie einen Auftrag. 2. Tippen Sie auf Ausbringraten. 3. Tippen Sie auf: Maske Ausbringrate erscheint. 4. Im Feld Menge geben Sie ein, wie viel die Maschine insgesamt ausbringen soll. 5. Im Feld Einheit wählen Sie die Einheit in der Sie die Menge eingegeben haben. Es muss eine Einheit sein mit der das Dosiersystem des Jobrechners arbeiten kann. 6. Im Feld Geräteelement wählen Sie, welchem Dosiersystem bzw. welchem Tank der Sollwert übergeben werden soll. Diese Eingabe ist optional und nur dann möglich, wenn der ISOBUS- Jobrechner so eine Möglichkeit bietet. Wenn eine Maschine mehrere Dosiersysteme hat, können Sie für jedes Dosiersystem einen Sollwert eingeben. Wenn Sie kein Dosiersystem wählen, wird der Sollwert an alle Dosiersysteme übergeben. 7. Im Feld Produkt wählen Sie, was Sie ausbringen möchten. Diese Eingabe ist optional und nur dann möglich, wenn Sie zuvor die Liste mit Produkten in den Stammdaten erstellt oder aus der Applikationskarte übernommen haben. 8. Wenn Sie genauer spezifizieren möchten, aus welchen Komponenten das Produkt besteht, tippen Sie auf Speichern Sie die Daten. Maske Ausbringraten erscheint. 10. Wenn Ihre Maschine mit mehreren Sollwerten arbeitet, können Sie jetzt weitere Sollwerte hinzufügen. 100 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
101 Technische Daten Technische Daten des Terminals Technische Daten Technische Daten des Terminals Betriebsspannung Betriebstemperatur Lagertemperatur Maße (B x H x T) EMV ESD-Schutz Leistungsaufnahme 10V - 32V -30 C C -30 C C 345mm x 254mm x 87mm ISO14982 ISO 10605:2001 Level IV Typisch: 15W Maximal: 60W Bildschirm Ausgänge 12.1" XGA TFT 1 x USB 1 x D-Sub 9 Buchse (CAN und Spannungsversorgung) 1 x D-Sub 9 Stecker (RS232) 1 x D-Sub 25 Buchse 1 x M12 (Industrial Ethernet) 1 x SMA 10.2 Belegungspläne CAN-Bus-Anschluss und Spannungsversorgung 9poliger D-Sub-Stecker Pin Signalname Funktion 1 CAN_L CAN_L out 6 -Vin Versorgungsmasse 2 CAN_L CAN_L in Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 101
102 10 Technische Daten Belegungspläne Pin Signalname Funktion 7 CAN_H CAN_H in 3 CAN_GND CAN-Masse, intern an Masse 8 CAN_EN_out Geschaltete Eingangsspannung, 200mA 4 CAN_H CAN_H out 9 +Vin Versorgung 5 Zündung Zündungssignal Schirm Schirm ESD/EMV-Schirmung RS-232 9polige D-Sub-Buchse Pin Signalname Funktion 1 DCD DCD 6 DSR DSR 2 /RxD /RxD 7 RTS RTS 3 /TxD /TxD 8 CTS CTS 4 DTR Geschaltete Eingangsspannung, 200mA (alternativ DTR) 9 RI 5V (alternativ RI) 5 GND Signalmasse Schirm Schirm ESD/EMV-Schirmung 102 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
103 Technische Daten Belegungspläne Ethernet M12-Buchse: Ethernet Pin Signalname Funktion 1 TD+ weiß-orange 2 RD+ weiß-grün 3 TD- orange 4 RD- grün 5 Pin nicht vorhanden Pin nicht vorhanden Schirm Schirm ESD/EMV-Schirmung polige D-Sub-Buchse 25-polige D-Sub-Buchse Pinbelegung der 25-poligen D-Sub-Buchse Pin Signalname Funktion 13 Cam1 Kamera 1, FBAS/CVBS, 1VSS an 75_ Ω 24 CamPwr 12V, I 250mA 25 CamGND Kamera Masse (Schirm) Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG 103
104 11 11 Notizen Notizen 104 Copyright Müller-Elektronik GmbH & Co.KG
Anbau- und Bedienungsanleitung
Anbau- und Bedienungsanleitung TouchME Stand: V1.20130522 30322535-02 Lesen und beachten Sie diese Bedienungsanleitung. Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung für künftige Verwendung auf. Impressum Dokument
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