SIMATIC. Basissoftware für S7 und M7 STEP 7

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1 SIMATIC Basissoftware für S7 und M7 STEP 7 Benutzerhandbuch Wichtige Hinweise, Inhaltsverzeichnis Teil 1: Vorbereitung der Programmiersitzung Teil 2: Konfigurieren und Parametrieren der Hardware Teil 3: Arbeiten mit S7-Zielsystemen Teil 4: Arbeiten mit M7-Zielsystemen Teil 5: Abschließende Arbeiten Anhänge Glossar, Index Dieses Handbuch ist Bestandteil des Dokumentationspaketes mit der Bestellnummer: 6ES7810-4CA03-8AA0

2 Sicherheitstechnische Hinweise! Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck hervorgehoben und je nach Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt: Gefahr bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.! Warnung bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.! Vorsicht bedeutet, daß eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. Hinweis ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll. Bestimmungsgemäßer Gebrauch! Beachten Sie folgendes: Warnung Dieses Produkt darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponenten verwendet werden. Marken SIMATIC, SIMATIC NET und SIMATIC HMI sind eingetragene Marken der SIEMENS AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können. Copyright Siemens AG 1997 All rights reserved Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GM-Eintragung. Siemens AG Bereich Automatisierungstechnik Geschäftsgebiet Industrie-Automatisierung Postfach 4848, D Nürnberg Siemens Aktiengesellschaft Haftungsausschluß Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so daß wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar. Siemens AG 1997 Technische Änderungen bleiben vorbehalten. C79000-G7000-C552

3 Wichtige Hinweise Zweck des Handbuchs Dieses Handbuch soll Ihnen die Grundkonzepte der Basissoftware erläutern und ihre wichtigsten Funktionen vorstellen. Die Software zur Konfigurierung und Programmierung der Automatisierungssysteme SIMATIC S7/M7/C7 ist nach modernen ergonomischen Erkenntnissen gestaltet. Die Bedienung ist leicht erlernbar und weitgehend selbsterklärend. Bei Handlungsanweisungen finden Sie die zugehörigen Menübefehle beschrieben. Auf Anleitungen zum Ausfüllen von Dialogfeldern wurde dagegen verzichtet: entsprechende Erläuterungen finden Sie in der Online-Hilfe. Leserkreis Dieses Handbuch wendet sich an Inbetriebsetzer, Programmierer und Service-Personal, die noch keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Software-Paket STEP 7 haben. Gültigkeitsbereich des Handbuchs Dieses Handbuch ist gültig für die Programmiersoftware STEP 7 Version 4. Es gilt für das Software-Paket STEP 7 Basissoftware und ist Grundlage für die zugehörige Optionssoftware. Normerfüllung Die Software STEP 7 erfüllt die internationale Norm DIN EN (int. IEC ) für Programmiersprachen von speicherprogrammierbaren Steuerungen. Nähere Aussagen finden Sie in den Handbüchern zu den einzelnen Programmiersprachen und in der Normerfüllungstabelle in der NORM_TAB- Datei von STEP 7. iii

4 Wichtige Hinweise Einordnung in die Informationslandschaft S7 Zur Unterstützung Ihrer Konfigurierung und Programmierung eines S7-Automatisierungssystems gibt es eine umfangreiche Anwenderdokumentation, die für eine selektive Benutzung vorgesehen ist. Die folgenden Erläuterungen sollen Ihnen die Nutzung der Anwenderdokumentation erleichtern. Die angegebene Reihenfolge ist ein Vorschlag für den Erstanwender einer SIMATIC-S7. Symbol Bedeutung Die Dokumentation führt in die Methodik ein. Nachschlagewerke und daher nur selektiv zu nutzen. Die Dokumentation wird durch eine Online-Hilfe ergänzt. Fibel /30/ Automatisierungssystem S7-300 Einfach aufbauen und programmieren Handbuch Handbücher zu M7-300/400 Hardware Programmierhandbuch /234/ Systemsoftware für S7-300/400 Programmentwurf Online-Hilfe Basissoftware für S7 und M7 STEP 7 Benutzerhandbuch Umsteigerhandbuch Basissoftware für S7 Von S5 nach S7 /231/ /230/ KOP AWL FUP SCL /233/ /232/ /236/ /250/ Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400 System- und Standardfunktionen GRAPH für S7 HiGraph CFC für S7 /235/ /251/ /252/ /254/ Sprachpakete /xxx/: Literaturnummer des Literaturverzeichnisses Bild 1-1 Informationslandschaft S7 iv

5 Wichtige Hinweise Tabelle 1-1 Informationsinhalte Titel Fibel S7-300 Einfach aufbauen und programmieren Programmierhandbuch Programmentwurf S7-300/400 Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen S7-300/400 Benutzerhandbuch STEP 7 Umsteigerhandbuch Von S5 nach S7 Handbücher AWL, KOP, FUP, SCL 1 Handbücher GRAPH 1, HiGraph 1, CFC 1 1 Optionssoftware zu Systemsoftware für S7-300/400 Inhalt Die Fibel bietet einen sehr einfachen Einstieg in die Methodik des Aufbaus und der Programmierung einer S7-300/400. Sie ist insbesondere für den Erstanwender eines S7-Automatisierungssystems geeignet. Das Programmierhandbuch Programmentwurf S7-300/400 vermittelt das grundlegende Wissen über den Aufbau des Betriebssystems und eines Anwenderprogramms einer S7-CPU. Es sollte vom Erstanwender einer S7-300/400 dazu genutzt werden, sich einen Überblick über die Programmiermethodik zu verschaffen und darauf das Design seines Anwenderprogramms aufzubauen. Die S7-CPUs enthalten in das Betriebssystem integrierte Systemfunktionen und Organisationsbausteine, die Sie bei der Programmierung nutzen können. Das Handbuch gibt Ihnen einen Überblick über die bei S7 verfügbaren Systemfunktionen, Organisationsbausteine und ladbare Standardfunktionen sowie als Nachschlageinformation detaillierte Schnittstellenbeschreibungen für deren Nutzung in Ihrem Anwenderprogramm. Das Benutzerhandbuch STEP 7 erläutert Ihnen die prinzipielle Nutzung und die Funktionen der Automatisierungssoftware STEP 7. Als Erstanwender von STEP 7 ebenso wie als Kenner von STEP 5 verschafft Ihnen das Handbuch einen Überblick über die Vorgehensweise bei der Konfigurierung, Programmierung und Inbetriebnahme einer S7-300/400. Bei dem Arbeiten mit der SW können Sie gezielt auf die Online- Hilfe zugreifen, die Ihnen Unterstützung zu den Detailfragen der SW-Nutzung bietet. Das Umsteigerhandbuch Von S5 nach S7 benötigen Sie, wenn Sie vorhandene S5-Programme konvertieren wollen, um diese dann in S7-CPUs zum Ablauf zu bringen. Das Handbuch gibt Ihnen einen Überblick über die Vorgehensweise und die Nutzung des Konverters; die detaillierte Bedienung der Konverterfunktionen entnehmen Sie bitte der Online-Hilfe. Ebenso erhalten Sie über die Online-Hilfe die Schnittstellenbeschreibung der verfügbaren konvertierten S7-Funktionen. Außerdem werden Ihnen praxisnahe Informationen zu Hard- und Software von SIMATIC S7 gegeben. Die Handbücher zu den Sprachpaketen AWL, KOP, FUP und SCL enthalten sowohl die Benutzeranleitungen als auch die Sprachbeschreibung. Sie benötigen für die Programmierung einer S7-300/400 nur eine der Sprachen, können aber auch bei Bedarf die Sprachen innerhalb eines Projektes mischen. Für den erstmaligen Einsatz der Sprachen ist es empfehlenswert, sich anhand des Handbuchs mit der Methodik der Programmerstellung vertraut zu machen. Bei Arbeiten mit der SW können Sie die Online-Hilfe nutzen, die Ihnen alle Detailfragen zu der Nutzung der zugehörigen Editoren/Compilen beantwortet. Die Sprachen GRAPH, HiGraph, CFC bieten zusätzlich Möglichkeiten, Ablaufsteuerungen, Zustandssteuerungen oder grafische Verschaltungen von Bausteinen zu realisieren. Die Handbücher enthalten sowohl die Benutzeranleitung als auch die Sprachbeschreibung. Für einen erstmaligen Einsatz der Sprache ist es empfehlenswert, sich mit der Methodik der Programmerstellung anhand des Handbuchs vertraut zu machen. Beim Arbeiten mit der SW können Sie zudem die Online-Hilfe nutzen (Ausnahme HiGraph), die Ihnen die Detailfragen zu der Nutzung der Editoren/Compiler beantwortet. v

6 Wichtige Hinweise Einordnung in die Informationslandschaft M7 Zur Unterstützung Ihrer Konfigurierung und Programmierung eines M7-Automatisierungssystems gibt es eine umfangreiche Anwenderdokumentation, die für eine selektive Benutzung vorgesehen ist. Die folgenden Erläuterungen sollen Ihnen die Nutzung der Anwenderdokumentation erleichtern. Die angegebene Reihenfolge ist ein Vorschlag für den Erstanwender eines SIMATIC-M7. Symbol Bedeutung Die Dokumentation führt in die Methodik ein. Nachschlagewerke und daher nur selektiv zu nutzen. Die Dokumentation wird durch eine Online-Hilfe ergänzt. Programmierhandbuch /280/ Systemsoftware für M7-300/400 Programmentwurf Handbuch Handbücher zu M7-300/400 Hardware Online-Hilfe Basissoftware für S7 und M7 STEP 7 Benutzerhandbuch Benutzerhandbuch Systemsoftware für M7-300/400 Installieren und Bedienen /231/ /282/ Pro C/C++ für M7 CFC für M7 Debugger für C /290/ /254/ Referenzhandbuch /281/ Systemsoftware für M7-300/400 System- und Standardfunktionen /291/ Sprachpakete /xxx/: Literaturnummer des Literaturverzeichnisses Bild 1-2 Informationslandschaft M7 vi

7 Wichtige Hinweise Tabelle 1-2 Informationsinhalte M7-Dokumentation Titel Programmierhandbuch Programmentwurf M7-300/400 Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen Benutzerhandbuch STEP 7 Benutzerhandbuch Systemsoftware für M7-300/400 Handbuch ProC/C++ für M7-300/400 Handbuch Debugger für C- Programme Handbuch CFC 1 1 Optionssoftware zu Systemsoftware für M7-300/400 Inhalt Das Programmierhandbuch vermittelt das grundlegende Wissen über den Aufbau des Betriebssystems und eines Anwenderprogramms für M7-CPU/FM. Es sollte vom Erstanwender eines M7-300/400 dazu genutzt werden, sich einen Überblick über die Programmiermethodik zu verschaffen und darauf das Design seines Anwenderprogramms aufzubauen. Das Handbuch gibt Ihnen einen Überblick über die bei M7 verfügbaren System- und Standardfunktionen, die Sie bei der Programmierung nutzen können. Das Benutzerhandbuch STEP 7 erläutert Ihnen die prinzipielle Nutzung und die Funktionen der Automatisierungssoftware STEP 7. Als Erstanwender von STEP 7 ebenso wie als Kenner von STEP 5 verschafft Ihnen das Handbuch einen Überblick über die Vorgehensweise bei der Konfigurierung eines M7-300/400. Beim Arbeiten mit der Software können Sie gezielt auf die Online-Hilfe zugreifen, die Ihnen Unterstützung zu den Detailfragen der Software-Nutzung bietet. Das Benutzerhandbuch STEP 7 erläutert Ihnen die Installation der Systemsoftware für M7-300/400 sowie die Inbetriebnahme und Bedienung der M7-Zielsysteme. Das Handbuch enthält die Benutzeranleitung. Die Sprachbeschreibung finden Sie in der Online-Dokumentation zu Borland C++. Bei Arbeiten mit der Software können Sie die Online-Hilfe nutzen, die Ihnen alle Detailfragen zu der Nutzung der zugehörigen Werkzeuge (Editor/Compiler/Symbolimport-Editor) beantwortet. Das Handbuch beschreibt die Bedienung und den Umgang mit dem Debugger Organon XDB386 für Borland C/C++-Programme. Mit der Sprache CFC (Continuous Function Chart) können Sie Programme durch grafische Verschaltungen von Bausteinen realisieren. Das Handbuch enthält sowohl die Benutzeranleitung als auch die Sprachbeschreibung. Für einen erstmaligen Einsatz der Sprache ist es empfehlenswert, sich mit der Methodik der Programmerstellung vertraut zu machen. Beim Arbeiten mit der Software können Sie zudem die Online-Hilfe nutzen, die Ihnen die Detailfragen zu der Nutzung der Editoren/Compilern beantwortet. vii

8 Wichtige Hinweise Wegweiser Dieses Handbuch ist nach folgenden Themenbereichen gegliedert: Teil 1 enthält allgemeine Informationen zu Begriffswelt, Grundbedienungen der Basissoftware für S7 und M7 sowie zur Vorbereitung der Programmiersitzung. Die ersten vier Kapitel sollten Sie lesen, bevor Sie mit der Software arbeiten. In Teil 2 werden Konfigurieren und Parametrieren der Hardware beschrieben. Die Teile 3 und 4 behandeln die Programmierung von S7- und M7-Automatisierungssystemen. Im Teil 5 sind abschließende Arbeiten wie das Archivieren von Anwenderprogrammen beschrieben. Sie sollten das Handbuch als Erstanwender in folgender Weise nutzen: 1. Lesen Sie die ersten vier Kapitel vor Nutzung der Software, um sich mit der Begriffswelt und der prinzipiellen Vorgehensweise vertraut zu machen. 2. Nutzen Sie die jeweiligen Kapitel des Handbuchs dann, wenn Sie einen bestimmten Bearbeitungsschritt (z.b. Erstellen der Symboltabelle) durchführen wollen. Wenn Sie bereits ein kleines Projekt durchgeführt und dadurch einige Erfahrung gesammelt haben, so können Sie einzelne Kapitel des Handbuchs unabhängig voneinander lesen, um sich über ein Thema zu informieren. Konventionen Hinweise auf weitere Dokumentation sind mit Hilfe von Literaturnummern in Schrägstrichen /.../ angegeben. Anhand dieser Nummern können Sie dem Literaturverzeichnis am Ende des Handbuchs den genauen Titel der Dokumentation entnehmen. Weitere Unterstützung Bei Fragen zur Nutzung der beschriebenen Software, die Sie weder in der Papierdokumentation noch in der Online-Hilfe beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihre Siemens-Ansprechpartner in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen. Die Adressen finden Sie im Anhang von /70/ bzw. /100/ oder in Katalogen und in Compuserve (go autforum). Darüber hinaus steht Ihnen unsere Hotline zur Verfügung: Tel. +49(911) (Fax 7001) Bei Fragen oder Anmerkungen zum vorliegenden Handbuch füllen Sie bitte den Fragebogen am Ende des Handbuchs aus und schicken Sie ihn an die dort angegebene Adresse. Bitte tragen Sie dort auch Ihre persönliche Bewertung des Handbuchs ein. Um Ihnen den Einstieg in das Automatisierungssystem SIMATIC S7 zu erleichtern, bieten wir entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter oder an das zentrale Trainingscenter in: D Nürnberg, Tel / viii

9 Wichtige Hinweise Ständig aktuelle Informationen Ständig aktuelle Informationen zu den SIMATIC-Produkten erhalten Sie: im Internet unter über Fax-Polling Nr Darüberhinaus bietet Ihnen der SIMATIC Customer Support Unterstützung durch aktuelle Informationen und Downloads, die beim Einsatz der SIMATIC- Produkte nützlich sein können: im Internet unter über die SIMATIC Customer Support Mailbox unter der Nummer +49 (911) Verwenden Sie zur Anwahl der Mailbox ein Modem mit bis zu V.34 (28,8 kbaud), dessen Parameter Sie wie folgt einstellen: 8, N, 1, ANSI, oder wählen Sie sich per ISDN (x.75, 64 kbit) ein. Den SIMATIC Customer Support erreichen Sie telefonisch unter +49 (911) und per Fax unter +49 (911) Anfragen können Sie auch per Mail im Internet oder per Mail in der o. g. Mailbox stellen. Besondere Hinweise Der Benutzerteil dieses Handbuchs enthält keine genauen Arbeitsanweisungen in einzelnen Schrittfolgen, sondern soll grundsätzliche Vorgehensweisen verdeutlichen. Genauere Informationen zu den einzelnen Dialogen der Software und deren Bearbeitung finden Sie jeweils in der Online-Hilfe. ix

10 Wichtige Hinweise x

11 Inhaltsverzeichnis Wichtige Hinweise iii Inhaltsverzeichnis xi Teil 1: Vorbereitung der Programmiersitzung 1 Produktübersicht Installieren und Deinstallieren Installationsvoraussetzungen Autorisierung / Nutzungsberechtigung Regeln für den Umgang mit Autorisierungen Installieren / Deinstallieren der STEP 7-Software Einstellen der PG/PC-Schnittstelle Mehrbenutzer-Konfiguration im Windows-Netzwerkverbund Benutzungsoberfläche Starten der STEP 7-Software Benutzungsoberfläche: Fenster Benutzungsoberfläche: Dialogfelder Aufrufen der Hilfefunktionen Speichern und Wiederherstellen der Fensteranordnung Bedienung über Teleservice STEP 7-Projekte und Grundbedienungen Öffnen eines Projekts Komponenten zur Hardware-Konfigurierung und Netzprojektierung Komponenten zur Software-Erstellung Bedienphilosophie Erzeugen und Manipulieren von Objekten Auswahl von Objekten im Dialog Anlegen und Bearbeiten von Projekten Anlegen von Projekten Einfügen und Konfigurieren von Stationen Prinzipielle Vorgehensweise bei der Software-Erstellung Einfügen von Komponenten für die Software-Erstellung in S7/M7-Programme xi

12 Inhaltsverzeichnis 5.5 Software-Erstellung ohne konfigurierte Hardware Sichern von Projekten Zugriff auf Zielsysteme innerhalb eines Projekts Zugriff auf Zielsysteme ohne Projektverwaltung Zugriff auf Zielsysteme ohne konfigurierte Hardware PG/PC-Schnittstellen am Erstellsystem an projektierte Netzeinstellungen anpassen Festlegen von Symbolen Symbole Symboltabelle Unvollständige und mehrdeutige Symbole Arbeiten mit der Symboltabelle Definieren einzelner Symbole im Dialog Exportieren und Importieren von Symboltabellen Teil 2: Konfigurieren und Parametrieren der Hardware 7 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Erstellen einer Konfiguration Übersicht Grundsätzliche Bedienung Beispiel 1: Zentraler Aufbau Beispiel 2: Aufbau mit Schnittstellenmodulen Beispiel 3: Aufbau von C7-Komplettsystemen Beispiel 4: Aufbau erweitern mit Smart Connect Beispiel 5: Aufbau mit Dezentraler Peripherie (PROFIBUS-DP) Beispiel 6: Dezentrale Peripherie mit Intelligenten DP-Slaves Beispiel 7: Multicomputing-Betrieb konfigurieren Parametrieren von Baugruppen Zuweisen von Adressen Speichern, Laden, Lesen, Ändern und Kopieren Bearbeiten einer Stationskonfiguration Konfigurieren von Netzen Netzkonfiguration erstellen Übersicht Netzkonfiguration festlegen im SIMATIC Manager Netzkonfiguration grafisch festlegen NETPRO aufrufen Mit Symbolen in der Netzansicht Netzkonfiguration erstellen Netzansicht mit DP Slaves aufrufen und bearbeiten xii

13 Inhaltsverzeichnis 8.6 Kontextfunktionen für Subnetze, Stationen und Baugruppen in der Netzansicht anwählen Besonderheit für die Konfiguration von MPI-Subnetzen bei S Teilnehmeradresse ändern und Konfiguration über Netz laden Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation Globaldaten Öffnen einer Globaldatentabelle Ausfüllen einer Globaldatentabelle Übersetzen und Laden einer Globaldatentabelle Einstellen von Untersetzungsfaktoren Anzeige und Bearbeitung des GD-Status Beispiele für Konfigurationen Festlegen von Kommunikationsverbindungen Kommunikationsverbindungen Übersicht Erstellen einer Verbindung Eigenschaften von S7-Verbindungen Eigenschaften von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen Kommunikationsverbindungen zu Partnern in anderen Projekten Kommunikationsverbindungen zu Anderen Stationen, zu PGs/PCs oder zu SIMATIC S5-Stationen Laden der Verbindungstabelle ins Zielsystem Teil 3: Arbeiten mit S7-Zielsystemen 11 Erstellen von Anwenderprogrammen Programmieren von S7-CPUs Auswahl der Programmiersprache und des Editors Erstellen von Bausteinen mit KOP, FUP oder AWL Erstellen von Quelldateien in AWL und S7-SCL Erstellen von Bausteinen mit S7-GRAPH Erstellen von Quellen mit S7-HiGraph Programmieren in der Programmiersprache CFC Anlegen und Anzeigen von Meldungen Meldungsprojektierung Übersicht Bausteinbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Symbolbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anlegen und bearbeiten Anwendertexte übersetzen und bearbeiten xiii

14 Inhaltsverzeichnis 12.6 Projektierungsdaten zum Zielsystem transferieren CPU-Meldungen und Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anzeigen Bedienen und Beobachten von Variablen Übersicht Projektieren von BuB-Attributen mit AWL, KOP und FUP Projektieren von BuB-Attributen über die Symboltabelle Ändern von BuB-Attributen mit CFC Transferieren der Projektierungsdaten zum Zielsystem Anzeigen von Referenzdaten Übersicht Referenzdaten erzeugen und löschen Referenzdaten anzeigen Hinweise zur Anzeige von Referenzdaten Anzeigen von Querverweisen Anzeigen von Programmstrukturen Anzeigen von Belegungen Anzeigen von nicht verwendeten Symbolen Anzeigen von Operanden ohne Symbol Laden von Anwenderprogrammen Ermitteln und Ändern des Betriebszustands Speicher- und Ladekonzept Urlöschen der CPU eines Zielsystems Laden von Anwenderprogrammen aus dem PG in ein Zielsystem Laden von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Löschen von Bausteinen in der CPU eines Zielsystems Nachladen von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Bearbeiten von Bausteinen aus der CPU im PG Komprimieren des Anwenderspeichers (RAM) Speichern des RAM-Speicherinhalts der CPU im integrierten EPROM Speichern von Bausteinen und Anwenderprogrammen in einer Memory Card xiv

15 Inhaltsverzeichnis 16 Testen von Anwenderprogrammen Einführung Erzeugen einer Variablentabelle Bearbeiten einer Variablentabelle Verbindungen zu CPU herstellen Trigger einstellen Beobachten und Steuern von Variablen Wissenswertes zum Forcen von Variablen Forceaufträge erstellen und löschen Peripherieausgänge (PA) freischalten Diagnostizieren der Hardware Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über SIMATIC Manager Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über Konfigurationstabellen Diagnose-Symbole Fehlersuche Baugruppentyp-abhängiger Informationsumfang Register im Dialogfeld Baugruppenzustand Allgemeine Daten der Baugruppe anzeigen Inhalt des Diagnosepuffers anzeigen Diagnosealarme anzeigen DP-Slave Diagnose anzeigen Auslastung des Anwenderspeichers anzeigen Zykluszeiten anzeigen Zeitsystem sowie Uhrzeit und Datum einstellen Leistungsdaten anzeigen Verfügbare Bausteine anzeigen Kommunikationsverbindungen anzeigen Stack-Inhalte anzeigen (nur S7-CPUs) xv

16 Inhaltsverzeichnis Teil 4: Arbeiten mit M7-Zielsystemen 18 Einführung in M7-Zielsysteme M7-Optionssoftware Betriebssysteme für M7-300/ M7-Zielsysteme verwalten Installation vorbereiten Datensicherheit bei Netzausfall Installieren von M7 RMOS32 auf Memory Card Installieren von M7 RMOS32 auf Festplatte Installieren von M7 RMOS32 mit MS-DOS auf Festplatte Installieren von M7 RMOS32 mit MS-Windows auf Festplatte Nachinstallation des M7-Betriebssystems Aktualisieren des Betriebssystems für Baugruppentausch im Feld Aktualisieren der Firmware Programme auf M7-Zielsystem übertragen und löschen Abfrage- und Steuerfunktionen für M7-300/ Teil 5: Abschließende Arbeiten 20 Archivieren Archiv-Programme Archivieren von Projekten und Bibliotheken Dearchivieren von Projekten und Bibliotheken Drucken Anhänge A Öffnen und Bearbeiten von Projekten älterer STEP 7-Versionen A-1 A.1 Öffnen von Version 1-Projekten A-2 A.2 Öffnen und Bearbeiten von Projekten aus älteren STEP 7-Versionen (nicht Version 1) A-3 B Objekte und Objekt-Hierarchie B-1 C Literaturverzeichnis C-1 Glossar Glossar-1 Index Index-1 xvi

17 Teil 1: Vorbereitung der Programmiersitzung Produktübersicht 1 Installieren und Deinstallieren 2 Benutzungsoberfläche 3 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5 Festlegen von Symbolen 6

18 -2

19 Produktübersicht 1 Was ist STEP 7? STEP 7 ist die Software zur Konfigurierung und Programmierung von SIMATIC S7-300/400- und SIMATIC M7-300/400-Automatisierungssystemen sowie von Komplettgeräten SIMATIC C7. Bezüglich Programmierung und Konfigurierung verhält sich eine C7 wie eine SIMATIC S STEP 7 besteht aus einer Basissoftware und Optionssoftware, die unter Windows 95 oder Windows NT ablaufen. Basissoftware Die STEP 7-Basissoftware unterstützt Sie in allen Phasen des Erstellungsprozesses von Automatisierungslösungen, wie z.b. bei: Einrichten und Verwalten von Projekten Konfigurieren und Parametrieren der Hardware und der Kommunikation Verwaltung von Symbolen Programmerstellung für S7-Zielsysteme (Zur Programmerstellung für M7-Zielsysteme steht Ihnen Optionssoftware zur Verfügung.) Laden von Programmen auf Zielsysteme Test der Automatisierungsanlage Diagnose bei Anlagenstörungen Die Benutzungsoberfläche der STEP 7-Software ist nach modernen ergonomischen Erkenntnissen gestaltet und ermöglicht einen leichten Einstieg. 1-1

20 Produktübersicht Sprachen in der Basissoftware Die Programmiersprachen KOP, AWL und FUP für S7-300/400 sind integraler Bestandteil der Basissoftware. KOP (Kontaktplan) ist eine grafische Programmiersprache. Die Syntax der Anweisungen ähnelt einem Stromlaufplan. KOP ermöglicht Ihnen eine einfache Verfolgung des Signalflusses zwischen Stromschienen über Kontakte, komplexe Elemente und Spulen. AWL (Anweisungsliste) ist eine textuelle, maschinennahe Programmiersprache. Wird ein Programm in AWL programmiert, so entsprechen die einzelnen Anweisungen weitgehend den Arbeitsschritten, mit denen die CPU das Programm bearbeitet. Zur Erleichterung der Programmierung wurde AWL um einige Hochsprachenkonstrukte (wie z.b. strukturierte Datenzugriffe und Bausteinparameter) erweitert. FUP (Funktionsplan) ist eine graphische Programmiersprache und benutzt zur Darstellung der Logik die von der Booleschen Algebra bekannten logischen Boxen. Außerdem können komplexe Funktionen (z.b. mathematische Funktionen) direkt in Verbindung mit den logischen Boxen dargestellt werden. Weitere Programmiersprachen sind als Optionssoftware erhältlich. Optionale Sprachen für SIMATIC S7 Für die Programmierung der Automatisierungssysteme SIMATIC S7-300/400 stehen folgende Sprachen als Optionssoftware zur Verfügung: SCL für S7 ist eine textuelle Hochsprache nach DIN EN Sie enthält Sprachkonstrukte, wie man sie in ähnlicher Form auch in den Programmiersprachen Pascal und C findet. S7-SCL eignet sich daher besonders für Benutzer, die schon gewöhnt sind, mit einer höheren Programmiersprache zu arbeiten. S7-SCL ist beispielsweise einsetzbar zur Programmierung häufig wiederkehrender oder sehr komplexer Funktionen. GRAPH für S7 ist eine Programmiersprache zur komfortablen Beschreibung von Ablaufsteuerungen (Schrittkettenprogrammierung). Der Prozeßablauf wird dabei in Schritte zerlegt. Die Schritte enthalten insbesondere Aktionen zum Steuern der Ausgänge. Der Übergang von einem Schritt zum nächsten wird durch Weiterschaltbedingungen gesteuert. HiGraph für S7 ist eine Programmiersprache zur komfortablen Beschreibung asynchroner, nicht sequentieller Vorgänge in Form von Zustandsgraphen. Dazu wird die Anlage in Funktionseinheiten gegliedert, die verschiedene Zustände einnehmen können. Die Funktionseinheiten können sich durch Austausch von Nachrichten synchronisieren. CFC für S7 und M7 ist eine Programmiersprache zur grafischen Verschaltung vorhandener Funktionen. Die Funktionen decken einen weiten Bereich von einfachen Logikverknüpfungen bis hin zu komplexen Regelungen und Steuerungen ab. Eine große Anzahl solcher Funktionen steht in Form von Bausteinen in einer Bibliothek zur Verfügung. Sie programmieren, indem Sie Bausteine auf einen Plan kopieren und Bausteinanschlüsse durch Linien verbinden. 1-2

21 Produktübersicht Optionen für SIMATIC M7 Für die Programmierung von Automatisierungssystemen SIMATIC M7-300/400 steht folgende Optionssoftware zur Verfügung: M7-SYS enthält das Betriebssystem M7 RMOS 32 und Systemprogramme. Es ist Voraussetzung für den Einsatz der Pakete M7-ProC/C++ und CFC für M7. M7-ProC/C++ ermöglicht die Einbindung der Borland-Entwicklungsumgebung für die Programmiersprachen C und C++ in die STEP 7-Entwicklungsumgebung. CFC: siehe unter Optionale Sprachen für SIMATIC S7. Borland C++ enthält die Borland Entwicklungsumgebung. Hinweise auf Optionspakete Die Funktionalität des Basispakets können Sie durch folgende Optionspakete erweitern: Teleservice Das Optionspaket bietet die Möglichkeit der Bedienung über das Telefonnetz. DOCPRO Mit diesem Optionspaket können Sie alle Projektierungsdaten, die mit STEP 7 erstellt wurden, in Schaltbüchern organisieren. Schaltbücher ermöglichen das bequeme Verwalten der Poprjektierungsdaten und eine normgerechte Druckaufbereitung. Simulation Mit diesem Optionspaket können Sie zu Testzwecken an das Erstellungssystem (PC/PG) angeschlossene S7-Automatisierungssysteme simulieren. Programmiersprachen Neben den in der Basissoftware enthaltenen Programmiersprachen KOP, FUP und AWL stehen die Programmiersprachen S7-GRAPH, S7-HiGraph, SCL und CFC als Optionspakete zur Verfügung. S7-PDIAG Das Softwarepaket ermöglicht die einheitliche Projektierung der Prozeßdiagnose für SIMATIC S7-300/400. Mit Hilfe der Prozeßdiagnose lassen sich fehlerhafte Zustände außerhalb des Automatisierungssystems erkennen (z.b. Endschalter nicht erreicht). Wegweiser Die Tabellen auf den folgenden Seiten zeigen die Tätigkeiten im Rahmern einer Programmiersitzung und verweisen auf die entsprechenden Kapitel in diesem Handbuch. 1-3

22 Produktübersicht Wegweiser für S7 Beim Programmieren ist keine bestimmte Reihenfolge erforderlich. Es gibt jedoch einige grundlegende Aufgaben, die in den meisten Projekten durchgeführt werden. Die Tabelle 1-1 führt diese allgemeinen Aufgaben für die Erstellung von S7- und M7-Programmen auf und verweist dabei auf die jeweiligen Kapitel. Tabelle 1-1 Prinzipielles Vorgehen und Wegweiser Tätigkeit Anlegen und Bearbeiten von Projekten (Verwendung von Projekten, die mit STEP 7-Version 1 oder Version 2 erstellt wurden) Kapitel 5 (Anhang A) siehe dazu Festlegen von Symbolen Kapitel 6 Konfigurieren des Hardware-Aufbaus und Parametrieren von Baugruppen Kapitel 7 Konfigurieren der Kommunikation Kapitel 8-10 Projektieren von Meldungen Kapitel 12 Programm eingeben Kapitel 11 Handbücher zu Sprachpaketen Referenzdaten erzeugen und auswerten Kapitel 14 Programme auf Zielsystem laden Kapitel 15 Programm testen Kapitel 16, Sprachspezifische Tests sind in den Handbüchern zu den Sprachpaketen beschrieben. Betrieb überwachen / Hardware diagnostizieren Kapitel 17 Dokumentieren der Anlage Handbuch zum Optionspaket Wahlmöglichkeiten bei der Programmerstellung für S7 Die verschiedenen Wahlmöglichkeiten zum Erstellen Ihres S7-Programms sind in Tabelle 1-2 beschrieben. Bei einigen Möglichkeiten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Andere Entscheidungen können Sie nach eigenem Ermessen fällen, z.b. in welcher Programmiersprache Sie Ihr Anwenderprogramm erstellen wollen. 1-4

23 Produktübersicht Tabelle 1-2 Wahlmöglichkeiten beim Erstellen Ihres S7-Programms Wahlmöglichkeit Wählen Sie die Programmiersprache: Kontaktplan (KOP) Funktionsplan (FUP) Anweisungsliste (AWL) weitere als Optionssoftware zur Verfügung stehende Programmiersprachen Beispiel: Wenn Sie mit AWL programmieren, wählen Sie die Eingabeart: Erstellen eines Bausteins im inkrementellen Modus Erstellen eines Bausteins als Text- Datei (AWL-Quelle) Wählen Sie die Adressierungsart: Absolute Adressierung Symbolische Adressierung Wählen Sie die Art der Parametrierung: Übernehmen der voreingestellten Parameter Vergeben prozeßbedingter Parameter Legen Sie die Kommunikationsanforderungen für das Projekt fest: Keine Kommunikation Globaldaten-Kommunikation (mehrere CPUs) Kommunikation über Funktionsbausteine-(mehrere CPUs) Beschreibung Wählen Sie die Programmiersprache, die den Anforderungen Ihres Projekts am besten gerecht wird. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie den Handbüchern zu den einzelnen Programmiersprachen (siehe Literaturverzeichnis im Anhang). Sie können die AWL-Anweisungen direkt in einen Baustein eingeben, wobei die Syntax nach dem Eingeben jeder Anweisung geprüft wird. Sie können AWL-Anweisungen aber auch in eine Text-Datei eingeben. Die Syntax der Anweisungen wird dann beim Übersetzen der Datei geprüft. Es gibt zwei Arten von Symbolen: Globale Symbole, die von allen Bausteinen Ihres Programms verwendet werden. Diese Symbole werden in der Symboltabelle zugeordnet. Symbole, die nur innerhalb eines bestimmten Bausteins verwendet werden ( bausteinlokale Symbole). Diese Symbole werden in der Variablendeklaration des Bausteins erstellt, in dem sie eingesetzt werden. Nähere Informationen zum Konfigurieren der Hardware und Parametrieren von Baugruppen entnehmen Sie Kapitel 7. Welche Parameter Sie vergeben können, entnehmen Sie der Online-Hilfe bzw. den Handbüchern zur jeweiligen Hardware. Bei Lösungen mit nur einer CPU braucht das Thema Kommunikation nicht berücksichtigt werden. Wenn Sie zwischen den CPUs Ihres Projekts Daten austauschen möchten, müssen Sie eine Globaldatentabelle anlegen. In dieser Tabelle werden den Globaldaten, die von den CPUs gesendet oder empfangen werden sollen, Adressen zugeordnet. Damit die CPUs Globaldaten austauschen können, müssen alle Programme in einem Projekt untergebracht sein. In einem Netz können Verbindungen auf komfortable Weise definiert und parametriert und beim Programmieren mit Kommunikationsfunktionsbausteinen benutzt werden. 1-5

24 Produktübersicht Wegweiser für M7 Beim Programmieren ist keine bestimmte Reihenfolge erforderlich. Es gibt jedoch einige grundlegenden Aufgaben, die in den meisten Projekten durchzuführen sind. Tabelle 1-3 führt diese allgemeinen Aufgaben auf und verweist dabei auf die jeweiligen Kapitel. Tabelle 1-3 Prinzipielles Vorgehen und Wegweiser Tätigkeit Anlegen und Bearbeiten von Projekten Kapitel 5 Festlegen von Symbolen Kapitel 6 Konfigurieren des Hardware-Aufbaus und Kapitel 7 Parametrieren von Baugruppen Konfigurieren der Kommunikation Kapitel 8-10 Programm erstellen und testen Projektieren von Meldungen Kapitel 13 Betriebssystem auswählen und übertragen, Programme laden Kapitel 18, 19 Betrieb überwachen / Hardware diagnostizieren Kapitel 17 Dokumentieren der Anlage siehe dazu Handbücher zu Sprachpaketen Handbuch zu Optionspaket Wahlmöglichkeiten bei der Programmerstellung für M7 Die Wahlmöglichkeiten bei der Erstellung von Programmen für M7 sind in Tabelle 1-4 zusammengefaßt. Tabelle 1-4 Wahlmöglichkeiten beim Erstellen Ihres M7-Programms Wahlmöglichkeit Wählen Sie die Programmiersprache: C/C++ CFC (Continuous Function Chart) Diese Programmiersprachen stehen als Optionssoftware zur Verfügung Wählen Sie die Adressierungsart: Absolute Adressierung Symbolische Adressierung Wählen Sie die Art der Parametrierung: Übernehmen der voreingestellten Parameter Vergeben prozeßbedingter Parameter Beschreibung Wählen Sie die Programmiersprache, die den Anforderungen Ihres Projekts am besten gerecht wird. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie den Handbüchern zu den Sprachpaketen. Für die symbolische Adressierung erhalten Sie Unterstützung sowohl in STEP 7 als auch in der Optionssoftware ProC/C++. Nähere Informationen zum Konfigurieren der Hardware und Parametrieren von Baugruppen entnehmen Sie Kapitel 7. Welche Parameter Sie vergeben können sowie die Voreinstellungen, entnehmen Sie der Online-Hilfe bzw. den Handbüchern zur jeweiligen Hardware. 1-6

25 Installieren und Deinstallieren 2 Übersicht Das Setup-Programm ermöglicht Ihnen das menügeführte Installieren der STEP 7-Software. Das Setup-Programm wird mit der unter Windows 95 bzw. Windows NT üblichen Standardprozedur zur Installation von Software aufgerufen. Bei neu ausgelieferten Programmiergeräten (PGs) ist STEP 7 bereits vorinstalliert. Dadurch wird die Erstinstallation stark vereinfacht. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 2.1 Installationsvoraussetzungen Autorisierung / Nutzungsberechtigung Regeln für den Umgang mit Autorisierungen Installieren / Deinstallieren der STEP 7-Software Einstellen der PG/PC-Schnittstelle Mehrbenutzer-Konfiguration im Windows-Netzwerkverbund

26 Installieren und Deinstallieren 2.1 Installationsvoraussetzungen Betriebssystem Microsoft Windows 95 oder Windows NT. Basishardware PC oder Programmiergerät mit Prozessor (oder höher) und RAM-Speicherausbau: mindestens 16 MB, empfohlen 32 MB. Farbmonitor, Tastatur und Maus, die von Microsoft Windows 95/NT unterstützt werden. Ein Programmiergerät (PG) ist ein Personal Computer in spezieller industrietauglicher und kompakter Ausführung. Es ist komplett ausgestattet für die Programmierung der SIMATIC-Automatisierungssysteme. Speicherkapazität Erforderlicher Speicherplatz auf der Festplatte: MB belegt das Basispaket. Der Speicherplatzbedarf ist abhängig vom gewählten Installationsumfang der Basissoftware. Etwa 60 MB abzüglich Hauptspeicherausbau sollte STEP 7 zum Anlegen von Swap-Dateien zur Verfügung haben (d.h. ca 44 MB bei einem Hauptspeicherausbau von 16 MB). Ca. 50 MB sollten Sie für Ihre Anwenderdaten vorsehen. Mindestens 1 MB freien Speicherplatz auf dem Laufwerk C: für das Setup (Setup-Dateien werden nach Abschluß der Installation gelöscht). Erforderlicher Speicherplatz für Optionssoftware: Die Optionssoftware M7 ProC/C++ mit C-Entwicklungsumgebung benötigt ca. 100 MB. Die übrige Optionssoftware von STEP 7 benötigt jeweils zwischen 10 MB und 20 MB. MPI-Schnittstelle (optional) Die MPI-Schnittstelle zwischen Erstellsystem (Programmiergerät oder PC) und Zielsystem ist nur erforderlich, wenn Sie unter STEP 7 über MPI mit dem Zielsystem kommunizieren wollen. Dazu verwenden Sie entweder ein PC/MPI-Kabel, das an die Kommunikationsschnittstelle Ihres Geräts angeschlossen wird oder eine MPI-Baugruppe, die in Ihrem Gerät installiert wird. Bei einigen Programmiergeräten ist die MPI-Schnittstelle bereits eingebaut. Externer Prommer (optional) Ein externer Prommer ist bei Einsatz eines PCs nur dann erforderlich, wenn Sie EPROMs schießen wollen. 2-2

27 Installieren und Deinstallieren 2.2 Autorisierung / Nutzungsberechtigung Einleitung Für die Nutzung der STEP 7-Programmiersoftware wird eine produktspezifische Autorisierung (Nutzungsberechtigung) benötigt. Die so geschützte Software ist nur benutzbar, wenn auf der Festplatte des betreffenden PG/PC die für das Programm oder Softwarepaket erforderliche Autorisierung erkannt wird. Jeweils unterschiedliche Autorisierungen sind z. B. erforderlich für STEP 7, STEP 7-Mini und auch für Optionssoftware. Autorisierungsdiskette Für die Autorisierung benötigen Sie die zum Lieferumfang gehörende kopiergeschützte Autorisierungsdiskette. Sie enthält die Autorisierung und das zum Anzeigen, Installieren und Deinstallieren der Autorisierung erforderliche Programm AUTHORS. Die Anzahl der möglichen Autorisierungen ist durch einen Autorisierungszähler auf der Autorisierungsdiskette festgelegt. Bei der Autorisierung wird der Zähler von 1 auf 0 erniedrigt. Steht der Zähler auf dem Wert Null, ist mit dieser Diskette keine weitere Autorisierung mehr möglich.! Vorsicht Beachten Sie die Hinweise in der Datei LIESMICH.TXT auf der Autorisierungsdiskette und die Regeln in Abschnitt 2.3. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr, daß die Autorisierung unwiderruflich verloren geht. Bei Verlust der Autorisierung... Eine Autorisierung kann beispielsweise verloren gehen, wenn ein Festplattendefekt auftritt und sie keine Möglichkeit mehr haben, die Autorisierung von der defekten Festplatte zu deinstallieren. Bei Verlust der Autorisierung können Sie auf die Notautorisierung zurückgreifen. Sie befindet sich ebenfalls auf der Autorisierungsdiskette. Die Notautorisierung ermöglicht es Ihnen, die Software zeitlich befristet weiter zu nutzen. In diesem Fall wird beim Start die noch verbleibende Zeit bis zum Ablauf der Gültigkeit angezeigt. Innerhalb dieses Zeitraums sollten Sie sich einen Ersatz für die verlorene Autorisierung beschaffen. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihre zuständige SIEMENS-Vertretung. Autorisierung bei der Erstinstallation vornehmen Sie sollten die Autorisierung vornehmen, wenn Sie im Rahmen der Erstinstallation durch eine entsprechende Meldung dazu aufgefordert werden. Gehen Sie so vor: 1. Legen Sie die Autorisierungsdiskette ein, wenn die entsprechende Aufforderung angezeigt wird. 2. Quittieren Sie anschließend die Aufforderung. Die Berechtigung wird auf ein physikalisches Laufwerk übertragen. 2-3

28 Installieren und Deinstallieren Autorisierung später durchführen Wenn Sie die STEP 7-Software starten und keine Autorisierung vorhanden ist, so erhalten Sie eine entsprechende Meldung. Um die Autorisierung nachträglich vorzunehmen, rufen Sie das Programm AUTHORS auf der Autorisierungsdiskette auf. Hinweis Geben Sie bei der Installation der Autorisierung für STEP 7 und STEP 7- Mini als Ziellaufwerk immer Laufwerk C: an. Autorisierung deinstallieren Wird eine erneute Autorisierung notwendig, z. B. wenn Sie das Laufwerk, auf dem sich die Berechtigung befindet, neu formatieren wollen, so müssen Sie vorher die Berechtigung wieder auf die Autorisierungsdiskette zurückspeichern (deinstallieren). Dazu benötigen Sie die Original-Autorisierungsdiskette. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Autorisierung wieder zurück auf die Autorisierungsdiskette zu übertragen: 1. Legen Sie die Original-Autorisierungsdiskette in Laufwerk A: ein. 2. Rufen Sie das Programm AUTHORS.EXE von der Autorisierungsdiskette auf. 3. Wählen Sie den Menübefehl Autorisierung Deinstallieren. 4. Geben Sie im anschließend aufgeblendeten Dialogfeld das Laufwerk an, auf dem sich die Autorisierung befindet, und quittieren Sie den Dialog. Eine Liste mit den Autorisierungen auf dem betreffenden Laufwerk wird angezeigt. 5. Markieren Sie die Autorisierung, die Sie deinstallieren wollen, und quittieren Sie den Dialog. Wenn der Vorgang ohne Fehler abgeschlossen worden ist, erhalten Sie die Meldung Autorisierung <Name> erfolgreich von Laufwerk <X:> entfernt. 6. Quittieren Sie die Meldung. Danach wird wieder das Dialogfeld mit der Liste der restlichen Autorisierungen auf dem Laufwerk angezeigt. Schließen Sie das Dialogfeld, wenn Sie keine weiteren Autorisierungen deinstallieren wollen. Sie können diese Diskette dann erneut zum Autorisieren benutzen. 2-4

29 Installieren und Deinstallieren 2.3 Regeln für den Umgang mit Autorisierungen! Vorsicht Beachten Sie die Hinweise in diesem Kapitel und in der Datei LIESMICH.TXT auf der Autorisierungsdiskette. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr, daß die Autorisierung unwiderruflich verloren geht. Deinstallieren erforderlich Vor dem Formatieren, Komprimieren oder Restaurieren Ihres Festplattenlaufwerks oder vor dem Installieren eines neuen Betriebssystems müssen Sie zuvor eventuell vorhandene Autorisierungen deinstallieren. Backup Enthält ein Backup Ihrer Festplatte Kopien von Autorisierungen, so besteht die Gefahr, daß beim Zurückschreiben der Backup-Daten auf die Festplatte die noch gültig installierten Autorisierungen überschrieben und dadurch zerstört werden. Um den Verlust der Autorisierung durch Überschreiben eines autorisierten Systems mit einem Backup zu verhindern, müssen Sie entweder vor dem Anlegen einer Sicherungskopie alle Autorisierungen entfernen oder die Autorisierungen aus der Sicherung ausschließen. Festplatten- Optimierung Wenn Sie ein Optimierungsprogramm verwenden, das die Möglichkeit anbietet, feste Blöcke zu verschieben, so dürfen Sie diese Option nur verwenden, wenn Sie zuvor die Autorisierungen von der Festplatte auf die Autorisierungsdiskette zurückübertragen haben. Defekte Sektoren Mit der Autorisierung entsteht auf dem Ziellaufwerk ein Sonder-Cluster, der manchmal als defekt markiert wird. Versuchen Sie nicht, diesen zu reparieren. Sie könnten dadurch die Autorisierung zerstören. Schreibschutz Die Autorisierungsdiskette darf nicht schreibgeschützt sein. Kopierschutz Dateien auf der Autorisierungsdiskette können auf ein anderes Laufwerk (z. B. Festplatte) kopiert und von dort benutzt werden. Eine Autorisierung mit diesen kopierten Dateien ist jedoch nicht möglich; dazu ist die Original- Autorisierungsdiskette erforderlich. 2-5

30 Installieren und Deinstallieren Zulässige Laufwerke Auf folgenden Laufwerken / Medien kann keine Autorisierung installiert werden: CD-ROM-Laufwerke RAM-Laufwerke Disketten komprimierte Laufwerke (z. B. DBLSPACE). Bei komprimierten Laufwerken können Sie auf das zugehörige Hostlaufwerk installieren. Das Autorisierungswerkzeug verhindert die Installation von Autorisierungen auf unzulässigen Laufwerken. Speicherort Mit der Autorisierung wird ein Schutzverzeichnis mit Autorisierungsdateien mit den Attributen System und Versteckt angelegt. Die Attribute dürfen nicht verändert werden. Die Dateien dürfen nicht verändert oder gelöscht werden. Die Autorisierung geht sonst unwiederbringlich verloren. Das Schutzverzeichnis AX NF ZZ wird einmal pro Laufwerk angelegt. Es enthält alle auf dem Laufwerk installierten Autorisierungen. Es wird bei der Installation der ersten Autorisierung angelegt und beim Entfernen der letzten Autorisierung wieder gelöscht. Pro Autorisierung werden im Schutzverzeichnis zwei gleichnamige Dateien mit unterschiedlicher Namenserweiterung angelegt. Diese Dateien erhalten den Autorisierungsnamen als Dateinamen. Anzahl der Autorisierungen Auf einem Laufwerk können Sie beliebig viele Autorisierungen installieren, solange der erforderliche Speicherplatz zur Verfügung steht. Eine gegenseitige Störung dieser Autorisierungen ist nicht zu befürchten. Defekte Autorisierung Defekte Autorisierungen auf einem Festplattenlaufwerk lassen sich mit dem Autorisierungswerkzeug AUTHORS nicht mehr entfernen. Sie können sogar die Installation von neuen und gültigen Autorisierungen blockieren. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Ihre zuständige SIEMENS-Vertretung. Autorisierungswerkzeug Benutzen Sie die aktuelle Version V4.x des Autorisierungswerkzeugs AUTHORS und möglichst keine älteren Versionen (V1.x, V2.x). Hinweis Da mit V4.x nicht alle älteren Autorisierungen erkannt werden können, muß in diesen Fällen mit einer älteren AUTHORS-Version gearbeitet werden. 2-6

31 Installieren und Deinstallieren 2.4 Installieren / Deinstallieren der STEP 7-Software Übersicht STEP 7 enthält ein Setup-Programm, das die Installation automatisch durchführt. Eingabeaufforderungen auf dem Bildschirm führen Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Installationsvorgang. Die wesentlichen Phasen der Installation sind: das Kopieren der Daten auf Ihr Erstellsystem, das Einrichten der Treiber für EPROM und Kommunikation, die Autorisierung (falls gewünscht). Hinweis Siemens Programmiergeräte (wie zum Beispiel das PG 740) werden mit installierbarer STEP 7-Software auf der Festplatte ausgeliefert. Vorbereitungen Bevor Sie mit der Installation beginnen können, muß Windows 95/NT gestartet sein. Sie benötigen keine externen Datenträger, wenn sich die installierbare STEP 7-Software bereits auf der Festplatte des PG befindet. Um von Diskette zu installieren, legen Sie Diskette 1 in das Diskettenlaufwerk Ihres Programmiergeräts/PCs ein (meist mit Laufwerk A: oder Laufwerk B: bezeichnet). Um von CD-ROM zu installieren, legen Sie die CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerks ihres PC. Installationsprogramm starten 1. Starten Sie unter Windows 95/NT den Dialog zur Installation von Soft- Gehen Sie so vor: ware durch Doppelklick auf das Symbol Software in Systemsteuerung. 2. Klicken Sie auf Installieren. 3. Legen Sie den Datenträger (Diskette 1) oder die CD-ROM ein und klicken Sie auf Weiter. Windows 95/NT sucht nun selbständig nach dem Installationsprogramm setup.exe. 4. Befolgen Sie Schritt für Schritt die Anweisungen, die Ihnen das Installationsprogramm anzeigt. Das Programm führt Sie schrittweise durch den Installationsprozeß. Sie können jeweils zum nachfolgenden oder vorhergehenden Schritt weiterschalten. Während des Installationsvorgangs werden Ihnen in Dialogfeldern Fragen angezeigt oder Optionen zur Auswahl angeboten. Lesen Sie bitte die folgenden Hinweise, um die Dialoge schneller und leichter beantworten zu können. 2-7

32 Installieren und Deinstallieren Falls schon eine STEP 7-Version installiert ist... Wenn das Installationsprogramm feststellt, daß sich bereits eine STEP 7-Installation auf dem Erstellsystem befindet, wird eine entsprechende Meldung angezeigt, und Sie haben folgenden Wahlmöglichkeiten: Installation abbrechen (um danach alte STEP 7-Version unter Windows 95/NT zu deinstallieren und anschließend die Installation erneut zu starten) oder Installation fortsetzen und damit alte Version durch neue Version überschreiben. Hinsichtlich einer sauberen Software-Pflege sollten Sie vor einer Installation eine eventuell vorhandene ältere Version deinstallieren. Das einfache Überschreiben einer älteren Version hat außerdem den Nachteil, daß bei einem anschließenden Deinstallieren die eventuell noch vorhandenen Teile aus einer älteren Installation nicht entfernt werden. Zum Installationsumfang Zur Festlegung des Installationsumfangs haben Sie drei Auswahlmöglichkeiten: Maximalkonfiguration: alle Sprachen der Benutzungsoberfläche, alle Applikationen und alle Beispiele. Den dazu benötigten Speicherplatz entnehmen Sie bitte der aktuellen Produktinformation. Minimalkonfiguration: nur eine Sprache, keine Beispiele. Den dazu benötigten Speicherplatz entnehmen Sie bitte der aktuellen Produktinformation. Benutzerdefiniert: Sie können den Installationsumfang wählen hinsichtlich Programme, Datenbasis, Beispiele und Kommunikation. Zur Autorisierung Bei der Installation wird überprüft, ob eine Autorisierung auf der Festplatte vorhanden ist. Wird keine Autorisierung erkannt, so erscheint ein Hinweis, daß die Software nur mit Autorisierung benutzt werden kann. Wenn Sie es wünschen, können Sie gleich die Autorisierung vornehmen oder aber die Installation fortsetzen und die Autorisierung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Im erstgenannten Fall legen Sie bitte die Autorisierungsdiskette ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden (siehe Abschnitte 2.2 und 2.3). Zur Memory Card Parametrierung Während des Installationsvorgangs wird ein Dialog zur Memory Card-Parametrierung angezeigt. Wenn Sie keine Memory Cards einsetzen, benötigen Sie keinen EPROM- Treiber. Wählen Sie die Option kein EPROM-Treiber. Ansonsten wählen Sie den Eintrag, der zu Ihrem PG gehört. Wenn Sie einen PC einsetzen, so können Sie einen Treiber für einen externen Prommer auswählen. Dabei müssen Sie zusätzlich die Schnittstelle angeben, an der der Prommer angeschlossen ist (z. B. LPT1). Sie können die eingestellten Parameter nach der Installation ändern, wenn Sie das Programm Memory Card parametrieren in der STEP 7 Programmgruppe aufrufen. 2-8

33 Installieren und Deinstallieren Zum Flash-File-System Im Dialog zur Memory Card-Parametrierung können Sie angeben, ob ein Flash-File-System installiert werden soll. Das Flash-File-System wird z. B. benötigt, wenn Sie bei SIMATIC M7 einzelne Dateien auf eine EPROM-Memory Card schreiben oder dort löschen wollen, ohne den restlichen Inhalt der Memory Card zu verändern. Wenn Sie ein geeignetes Programmiergerät (PG 720/740/760) oder einen geeigneten externen Prommer einsetzen und diese Funktionalität nutzen wollen, so wählen Sie die Installation des Flash File Systems. Zur Einstellung der PG/PC-Schnittstelle Zum Abschluß der Installation... Während des Installationsvorgangs wird ein Dialog zur Einstellung der PG/ PC-Schnittstelle angezeigt. Lesen Sie dazu Abschnitt 2.5 auf Seite Wenn die Installation erfolgreich war, wird dies durch eine entsprechende Meldung auf dem Bildschirm angezeigt. Falls bei der Installation Eingriffe in DOS-Dateien vorgenommen wurden, werden Sie aufgefordert, Windows neu zu starten. Nach dem Neustart können Sie die Oberfläche von STEP 7, den SIMATIC Manager starten. Ansonsten können Sie vom abschließenden Dialog aus gleich den Start des SIMATIC Managers veranlassen. Fehler während der Installation Folgende Fehler führen zum Abbruch der Installation: Wenn sofort nach dem Start von Setup ein Initialisierungsfehler auftritt, so wurde höchstwahrscheinlich setup nicht unter Windows gestartet. Speicherplatz reicht nicht aus: Sie benötigen abhängig vom Installationsumfang ca. 100 MB freien Speicherplatz auf Ihrer Festplatte für die Basissoftware. Defekte Diskette: Wenn Sie feststellen, daß eine Diskette defekt ist, wenden Sie sich bitte an Ihre SIEMENS-Vertretung. Bedienerfehler: Beginnen Sie die Installation erneut und beachten Sie die Anweisungen sorgfältig. Ergebnis Nach einer erfolgreichen Installation ist eine Programmgruppe für STEP 7 eingerichtet. Deinstallieren Benutzen Sie das unter Windows übliche Verfahren zur Deinstallation: 1. Starten Sie unter Windows den Dialog zu Installation von Software durch Doppelklick auf das Symbol Software in Systemsteuerung. 2. Markieren Sie den STEP 7-Eintrag in der angezeigten Liste der installierten Software. Betätigen Sie dann die Schaltfläche zum Entfernen der Software. 3. Falls Dialogfelder Freigegebene Datei entfernen erscheinen, so klicken Sie im Zweifelsfall auf die Schaltfläche Nein. 2-9

34 Installieren und Deinstallieren 2.5 Einstellen der PG/PC-Schnittstelle Einleitung Prinzipielles Vorgehen Baugruppenparametrierung Mit den hier gemachten Einstellungen legen Sie die Kommunikation zwischen PG/PC und dem Automatisierungssystem fest. Während des Installationsvorgangs wird ein Dialog zur Einstellung der PG/PC-Schnittstelle angezeigt. Sie können sich den Dialog auch nach der Installation anzeigen lassen, indem Sie das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen aufrufen. Dadurch ist es möglich, die Schnittstellenparameter auch später unabhängig von einer Installation zu ändern. Zum Betrieb einer Schnittstelle sind erforderlich: Einstellungen im Betriebssystem eine geeignete Baugruppenparametrierung Wenn Sie ein PG über eine MPI-Verbindung einsetzen, so sind keine weiteren betriebssystemspezifischen Anpassungen notwendig. Wenn Sie einen PC mit MPI-Karte oder Kommunikationsprozessoren (CP) einsetzen, so sollten Sie über die Systemsteuerung von Windows 95/NT sicherstellen, daß es zu keinen Interrupt-Konflikten oder Adreßbereichsüberschneidungen kommt (siehe Seite 2-11). Um die Parametrierung der PG/PC-Schnittstelle zu vereinfachen, werden Ihnen in Dialogfeldern vordefinierte Sätze von Grundparametern (Baugruppenparametrierungen) zur Auswahl angeboten. Gehen Sie folgendermaßen vor (ausführliche Beschreibung in der Online- Hilfe): 1. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf PG/PC-Schnittstelle einstellen. 2. Stellen Sie den Zugangspunkt der Applikation auf S7ONLINE. 3. Wählen Sie in der angezeigten Liste die gewünschte Baugruppenparametrierung aus, z. B. eine MPI-Baugruppenparametrierung für den Betrieb der Schnittstelle am MPI-Bus. Wird die von Ihnen gewünschte Baugruppenparametrierung nicht angezeigt, müssen Sie zunächst über die Schaltfläche Installieren... eine Baugruppe bzw. ein Protokoll installieren. Die Baugruppenparametrierung wird dann automatisch erstellt. 4. Lassen Sie sich die Eigenschaften der Baugruppenparametrierung anzeigen. 5. Passen Sie die anwendungsspezifischen Parameter in den Eigenschaften der Baugruppenparametrierung an. Änderungen sind auch dann erforderlich, wenn sich Konflikte mit anderen Einstellungen ergeben (z. B. Interrupt- oder Adreßbelegungen). Nehmen Sie in diesem Fall die entsprechenden Änderungen mit der Hardware-Erkennung und der Systemsteuerung von Windows 95/NT (siehe auch Seite 2-11) vor. 2-10

35 Installieren und Deinstallieren! Vorsicht Eine eventuell angezeigte Baugruppenparametrierung TCP/IP nicht entfernen! Dies könnte den Ablauf von Nicht-STEP 7-Anwendungen beeinträchtigen. Interrupt- und Adreßbelegung prüfen Wenn Sie einen PC mit MPI-Karte einsetzen, so sollten Sie in jedem Fall prüfen, ob der voreingestellte Interrupt und der voreingestellte Adreßbereich frei sind und ggf. einen freien Interrupt und/oder Adreßbereich wählen. Sie können sich die aktuellen Belegungen unter Windows 95/NT wie folgt anzeigen lassen: 1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung das System und wählen Sie im angezeigten Dialogfeld das Register Geräte-Manager. 2. Markieren Sie in der angezeigten Liste den Eintrag Computer und betätigen Sie die Schaltfläche Eigenschaften. 3. In einem weiteren Dialogfeld können Sie sich die Liste der belegten Interrupts (IRQ) oder die Liste der belegten Adreßbereiche (Ein-/Ausgabe (E/A)) durch Markieren des entsprechenden Optionsfeldes anzeigen lassen. Unterschiede zwischen Windows 95 und Windows NT Die Vergabe von Interrupts, Adreßbereichen und anderen Ressourcen muß unter Windows NT in einem eigenen Dialog vorgenommen werden (eine ausführliche Beschreibung finden Sie in der Online-Hilfe). 2-11

36 Installieren und Deinstallieren 2.6 Mehrbenutzer-Konfiguration im Windows-Netzwerkverbund Übersicht Mit STEP 7 können Sie in einer Mehrbenutzer-Konfiguration im Netzwerk arbeiten. Es sind prinzipiell drei Arbeitsweisen möglich (Bild 2-1): Das Projekt liegt auf einem lokalen Plattenlaufwerk und wird von einem anderen Arbeitsplatz mitbenutzt. Beispiel: Arbeitsplatz 2 greift auf Projekt A zu. Das Projekt liegt auf einem Projekt-/Gruppenserver. Beispiel: Arbeitsplatz 1 greift auf Projekt C zu. Die Projekte liegen verteilt auf lokalen Plattenlaufwerken und auf einem oder mehreren Projekt-/Gruppenservern. Beispiel: Arbeitsplatz 2 greift auf die Projekte A, B und C zu. Für den Betrieb im Netzwerk müssen Sie auf STEP 7-Seite keine besonderen Vorkehrungen treffen. Sie sollten jedoch den folgenden Hinweis beachten, um eine möglichst gute Performance zu erreichen. STEP 7- Arbeitsplatz 1 PC-Netzwerk STEP 7- Arbeitsplatz 2 Windows NT-Gruppenserver Bild 2-1 Mehrbenutzer-Konfiguration Hinweis zur Performance nwenn Sie Prozeßvariablen und Meldungen projektieren, um diese später auf ein Bedien- und Beobachtungssystem wie z. B. WinCC oder Protool zu übertragen, dann werden diese Daten in einer Datenhaltung abgelegt. Die Geschwindigkeit beim Arbeiten mit dieser Datenhaltung kann verbessert werden, wenn Sie auf dem Projektserver bzw. Gruppenserver einen Datenbankserver installieren. Hierzu befindet sich auf der Installations-CD eine separates Setup-Programm. Neben der Installation der Software auf dem Server sind je nach Server- Netzwerktyp noch einige weitere Maßnahmen durchzuführen. Die Anleitung dazu finden Sie in der zugehörigen Produktinformation. 2-12

37 Benutzungsoberfläche 3 Übersicht Die Software zur Konfigurierung und Programmierung von SIMATIC S7/M7/C7 ist nach modernen ergonomischen Erkenntnissen gestaltet und deshalb weitgehend selbsterklärend. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit derartigen Oberflächen haben, so können Sie sich in diesem Kapitel über die wichtigsten Bedienelemente und die Begriffswelt informieren. Als Anwender mit Windows 95/NT-Kenntnissen können Sie sich im Abschnitt 3.1 mit dem Starten von STEP 7 vertraut machen und die übrigen Abschnitte des Kapitels überspringen. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 3.1 Starten der STEP 7-Software Benutzungsoberfläche: Fenster Benutzungsoberfläche: Dialogfelder Aufrufen der Hilfefunktionen Speichern und Wiederherstellen der Fensteranordnung Bedienung über Teleservice

38 Benutzungsoberfläche 3.1 Starten der STEP 7-Software Starten Nach dem Start von Windows 95/NT finden Sie auf der Windows-Oberfläche ein Symbol für den SIMATIC Manager, dem Einstieg in die STEP 7-Software. STEP 7 wird am schnellsten mit einem Doppelklick auf das Symbol SIMATIC Manager gestartet. Daraufhin wird das Fenster des SIMATIC Managers geöffnet. Von hier aus lassen sich alle von Ihnen installierten Funktionen sowohl des Basissystems als auch von Optionssoftware ansprechen. Alternativ können Sie den SIMATIC Manager auch über die Schaltfläche Start auf der Task-Leiste in Windows 95/NT starten: Den Eintrag finden Sie unter Simatic/STEP 7 ). Hinweis Nähere Informationen über Windows-Standardbedienungen und -Standardoptionen finden Sie in Ihrem Windows-Benutzerhandbuch oder in der Online-Hilfe zu Windows 95 bzw. Windows NT. SIMATIC Manager Der SIMATIC Manager ist die Einstiegsoberfläche für die Konfigurierung und Programmierung. Sie können: Projekte einrichten Hardware konfigurieren und parametrieren Hardware -Vernetzungen projektieren Programmbausteine programmieren Ihre Programme testen und inbetriebnehmen Der Zugang zur Funktionalität ist objektorientiert gestaltet und intuitiv und leicht erlernbar. Sie können mit dem SIMATIC Manager offline, d.h. ohne angeschlossene Steuerung oder online, d.h. mit angeschlossener Steuerung arbeiten. (Beachten Sie dabei die entsprechenden Sicherheitshinweise.) Weiteres Vorgehen Sie erstellen Automatisierungslösungen in Form von Projekten. Sie erleichtern sich das Arbeiten, wenn Sie sich zuvor mit einigen grundlegenden Themen vertraut machen: der Benutzeroberfläche, der Online-Hilfe, einigen Basis-Bedienungen. 3-2

39 Benutzungsoberfläche 3.2 Benutzungsoberfläche: Fenster Übersicht Die Standardkomponenten eines Fensters sind in Bild 3-1 dargestellt: Systemmenü (Vollbild/Schließen etc.) Titel des aktiven Fensters Schaltflächen für Symbol Vollbild Schließen Titelleiste Menüleiste Funktionsleiste SIMATIC Manager Datei Ansicht Zielsystem Extras Fenster Hilfe S7-Memory Card Erreichbare Teilnehmer Arbeitsbereich: enthält die Information, die Sie sich anzeigen lassen oder bearbeiten Statuszeile Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten Bild 3-1 Fensterkomponenten Titelleiste und Menüleiste Titelleiste und die Menüleiste befinden sich immer am oberen Rand des Fensters. Die Titelleiste enthält den Fenstertitel und Symbole für die Fenstersteuerung. Die Menüleiste enthält alle Menüs, die im Fenster zur Verfügung stehen. Funktionsleiste Die Funktionsleiste enthält Symbole, über die Sie schnell durch Mausklick auf häufig verwendete und aktuell verfügbare Menübefehle zugreifen können. Eine Kurzinformation über die Funktion eines Symbols wird aufgeblendet, wenn Sie den Cursor kurze Zeit auf dem Symbol positioniert lassen, eine zusätzliche Erläuterung wird in der Statuszeile angezeigt. Über die Symbole Erreichbare Teilnehmer und S7-Memory Card ist es möglich, jeweils ein Fenster zu öffnen, in dem alle erreichbaren Kommunikationspartner bzw. der Inhalt einer Memory Card angezeigt werden. Die Memory Card muß zur Anzeige des Inhalts im Schacht Ihres Programmiergeräts stecken. Wenn in der aktuellen Konfiguration keine Zugriffe möglich sind, so werden die Symbole grau dargestellt. Statuszeile In der Statuszeile werden kontextabhängige Informationen angezeigt. 3-3

40 Benutzungsoberfläche 3.3 Benutzungsoberfläche: Dialogfelder Eingabe in Dialogfelder In Dialogfeldern können Sie Informationen eingeben, die für das Ausführen einer bestimmten Aufgabe benötigt werden. Die häufigsten Komponenten von Dialogfeldern sind anhand eines Beispiels in Bild 3-2 erklärt: Textfelder zur Eingabe von Text über die Tastatur Runde Optionsfelder zur Auswahl einer von mehreren Möglichkeiten. Eckige Optionsfelder zur Auswahl einer oder mehrerer Möglichkeiten. Suchen/Ersetzen Suchen nach: A1.0 Nur ganzes Wort/ganze Zeile Groß/Kleinschreibung beachten Suchbereich von Cursorposition abwärts von Cursorposition aufwärts gesamt nur Markierung Suchen in Spalte alle Ersetzen durch: A2.0 Suchen nur in 0.Alle 1.Komponente 2.Komponente 3.Komponente 4.Komponente 5.Komponente Schaltflächen Suchen Ersetzen Alle ersetzen Abbrechen Hilfe Bild 3-2 Beispiel eines Dialogfeldes Listenfelder / Kombinationsfelder Manchmal sind Textfelder mit einem nach unten gerichteten Pfeil versehen. Dieser Pfeil zeigt an, daß für dieses Feld weitere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Klicken Sie auf den Pfeil, um ein Listen- oder Kombinationsfeld aufzuschlagen. Wenn Sie darin einen Eintrag anklicken, wird er automatisch in das Textfeld übernommen. Registerdialoge Der Inhalt mancher Dialogfelder ist wegen der besseren Übersicht in Registern organisiert. Die Bezeichnungen der einzelnen Register befinden sich am oberen Rand des Dialogfelds. Um ein bestimmtes Register nach vorne zu holen, klicken Sie einfach auf die Registerbezeichnung. Registerbezeichnungen Baugruppenzustand Pfad: test01\programm (online) Status: Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Ereignisse: Nr. Uhrzeit Datum Ereignis 1 09:15:22: Netzein gepuffert 2 18:00:22: STOP durch Netzausfall Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: STOP Bild 3-3 Beispiel eines Registerdialogs 3-4

41 Benutzungsoberfläche 3.4 Aufrufen der Hilfefunktionen Online-Hilfe Die Online-Hilfe bietet Ihnen Informationen für die Stelle an, an der Sie sie benötigen. So können Sie schnell und zielsicher Information nachschlagen, ohne in Handbüchern suchen zu müssen. In der Online-Hilfe finden Sie: Hilfethemen: bietet verschiedene Zugänge zum Anzeigen von Hilfeinformation. Hilfe zum Kontext (Taste F1): zeigt Informationen zum markierten Objekt oder zum aktiven Dialogfeld bzw. Fenster an. Einführung: gibt einen knappen Überblick über Anwendung, wesentliche Merkmale und Funktionsumfang einer Applikation. Erste Schritte: faßt erste Handlungen zusammen, die Sie durchführen müssen, um zu einem ersten Erfolg zu kommen. Hilfe benutzen: bietet eine Beschreibung der Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, um bestimmte Informationen in der Hilfe zu finden. Info: liefert Informationen zur aktuellen Version der Applikation. Über das Menü Hilfe können Sie von jedem Fenster aus auf Themen zugreifen, die sich auf die aktuelle Dialogsituation beziehen. Aufrufen der Online-Hilfe Sie können die Online-Hilfe auf verschiedene Arten aufrufen: Wählen Sie einen Menübefehl aus dem Menü Hilfe in der Menüleiste. In einem Dialogfeld klicken Sie auf die Schaltfläche Hilfe. Sie erhalten dann Hilfe zu diesem Dialogfeld. Positionieren Sie den Mauszeiger in einem Fenster oder Dialogfeld auf das Thema, zu dem Sie Hilfe benötigen, und drücken Sie die Taste F1 oder wählen Sie den Menübefehl Hilfe Hilfe zum Kontext. Fragezeichen-Cursor von Windows. Die drei letztgenannten Arten werden als kontextabhängige Hilfe bezeichnet. Aufrufen der Kurzhilfe Eine Kurzhilfe zu Schaltflächen in der Funktionsleiste wird angezeigt, wenn Sie den Cursor auf eine Schaltfläche positionieren und ihn dort kurze Zeit stehen lassen. Schriftgröße ändern Mit dem Menübefehl Optionen Schriftart im Hilfefenster können Sie die Schriftgröße auf Klein, Standard oder Groß stellen. 3-5

42 Benutzungsoberfläche 3.5 Speichern und Wiederherstellen der Fensteranordnung Übersicht Die STEP 7-Applikationen bieten die Möglichkeit, die aktuelle Anordnung von Fenstern zu speichern und zu einem anderen Zeitpunkt wiederherzustellen. Was wird gespeichert? Wenn Sie die Fensteranordnung speichern, werden folgende Informationen aufgezeichnet: Position des Hauptfensters Geöffnete Projekte und Bibliotheken und die zugehörigen Fensterpositionen Reihenfolge von eventuell übereinanderliegenden Fenstern Fensteranordnung speichern Um die aktuelle Anordnung der Fenster zu speichern, wählen Sie den Menübefehl Fenster Anordnung speichern. Fensteranordnung wiederherstellen Um eine gespeicherte Fensteranordnung wieder herzustellen, wählen Sie den Menübefehl Fenster Anordnung wiederherstellen. Hinweis zur Objekthierarchie Beim Wiederherstellen eines Fensters wird nur der Teil der Hierarchie detailliert dargestellt, in dem das Objekt liegt, das beim Speichern der Fensteranordnung selektiert war. 3-6

43 Benutzungsoberfläche 3.6 Bedienung über Teleservice Übersicht Das Optionspaket für Teleservice bietet die Möglichkeit, von einem PG/PC aus über das Telefonnetz eine Online-Verbindung zu einer entfernten Anlage aufbauen. Diese Anlage können Sie dann wie gewohnt mit STEP 7 bearbeiten. Wegen der längeren Reaktionszeiten ist diese Art der Bedienung nur zu Service-Zwecken zu empfehlen. Voraussetzungen Voraussetzungen für die Bedienung über Teleservice sind: Das Optionspaket für Teleservice muß installiert sein. Die entfernte Anlage muß über einen entsprechend parametrierten TS- Adapter und ein Modem an ein Telefonnetz angeschlossen sein. In STEP 7 müssen Sie über PG/PC-Schnittstelle einstellen die Parameter für Teleservice angeben. Über Windows 95/NT muß ein lokales Modem installiert sein und dessen Eigenschaften müssen vollständig eingerichtet sein. Aufruf Wenn das Optionspaket installiert ist, können Sie den Teleservice über den Menübefehl Extras TeleService aufrufen. Hinweis Weitere Information finden Sie in der Dokumentation und in der Online-Hilfe des Optionspakets. 3-7

44 Benutzungsoberfläche 3-8

45 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4 Übersicht Projekte repräsentieren die Gesamtheit aller Daten und Programme einer Automatisierungslösung. Sie dienen dazu, die bei der Erstellung der Automatisierungslösung anfallenden Daten und Programme geordnet abzulegen. Die in einem Projekt zusammengefaßten Daten umfassen insbesondere Konfigurationsdaten über den Hardware-Aufbau und Parametrierungsdaten für Baugruppen, Projektierungsdaten für die Kommunikation über Netze, Programme für programmierbare Baugruppen. Die Hauptaufgaben bei der Erstellung eines Projekts sind somit das Bereitstellen dieser Daten sowie die Erstellung der Programme. STEP 7 gibt Ihnen keine feste Bearbeitungsreihenfolge vor. Sie können mit jeder Teilaufgabe beginnen. Lesehinweise Der erste Teil dieses Kapitel beschreibt die wesentlichen Komponenten, aus denen ein Projekt besteht. Bitte machen Sie sich anhand dieses Kapitels mit den wichtigsten Objekten in einem STEP 7-Projekt und der Begriffswelt vertraut. Im zweiten Teil dieses Kapitels werden grundlegende Handlungen mit den Objekten eines Projekts beschrieben, beispielsweise das Öffnen, Kopieren und Umbenennen. Im Lieferumfang von STEP 7 sind einige Beispiel-Projekte enthalten. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 4.1 Öffnen eines Projekts Komponenten zur Hardware-Konfigurierung und Netzprojektierung Komponenten zur Software-Erstellung Bedienphilosophie Erzeugung und Manipulieren von Objekten Auswahl von Objekten im Dialog

46 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.1 Öffnen eines Projekts Projekt öffnen, Inhalt anzeigen Um ein Projekt zu öffnen, geben Sie zunächst den Menübefehl Datei Öffnen ein. Wählen Sie dann ein Projekt in den Folgedialogen aus. Danach wird das Projektfenster geöffnet. Projektfenster Das Projektfenster ist zweigeteilt. In der linken Hälfte wird die Struktur des Projekts dargestellt. In der rechten Hälfte wird der Inhalt des links markierten Objekts angezeigt (siehe Bild 4-1). Klicken Sie im linken Teil des Fensters auf die Kästchen mit einem Pluszeichen, um die vollständige Struktur des Projekts sichtbar zu machen. Sie erhalten dann eine Darstellung ähnlich der in Bild 4-1. SIMATIC Manager - Beispiel Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe Beispiel -< Offline > (Projekt) Beispiel SIMATIC 300-Station(1) CPU314(1) S7 Programm(1) Quellen Bausteine Quellen Symbole Bausteine Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten NUM Bild 4-1 Projektfenster (Beispiel ) Objekt-Hierarchie Gegenstände der realen Welt stehen in Beziehungen zueinander. Diese Beziehungen aus der realen Welt werden bei der Darstellung der Komponenten eines Projekts im Projektfenster durch eine logische Hierarchie veranschaulicht. Projekt An der Spitze der Objekt-Hierarchie in Bild 4-1 steht das Objekt Beispiel als Symbol für das gesamte Projekt. Es kann zum Anzeigen der Projekteigenschaften benutzt werden und dient als Behälter für Netze (zum Projektieren von Netzen), Stationen (zum Konfigurieren der Hardware) sowie für S7- oder M7-Programme (zur Software-Erstellung). Die enthaltenen Objekte werden rechts im Projektfenster angezeigt, wenn Sie das Projektsymbol markieren. Die Objekte an der Spitze der Hierarchie (dazu gehören neben Projekten auch Bibliotheken) bilden die Einstiegspunkte in Dialogfeldern zur Auswahl von Objekten. 4-2

47 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.2 Komponenten zur Hardware-Konfigurierung und Netzprojektierung Übersicht In einem Projekt finden Sie folgende Objekte zur Hardware-Konfigurierung und Netzprojektierung: Netz Station programmierbare Hardware Baugruppe Bild 4-2 Komponenten zur Hardware-Konfigurierung und Netzprojektierung Netz Die Symbole für Netze werden angezeigt, wenn Sie das Projektsymbol markieren. Sie repräsentieren die Information über ein Netz des genannten Typs und dienen zum Einstellen von Netz-Parametern sowie zum Einstieg in die Netzprojektierung (siehe Teil 2 dieses Handbuchs). Nicht benötigte Netz-Symbole können Sie löschen und bei Bedarf über den Menübefehl Einfügen Subnetz wieder erzeugen. Station Das Symbol für eine Station repräsentiert einen Hardware-Aufbau. Wenn Sie eine Station im linken Teil des Projektfensters markieren, sehen Sie im rechten Teil des Projektfensters die enthaltenen Objekte: das Objekt Hardware, mit dem Sie das Werkzeug zum Konfigurieren der Hardware starten können. Die Vorgehensweise ist detailliert im Teil 2 dieses Handbuchs beschrieben. ein oder mehrere Objekte programmierbare Baugruppe, sie werden nur in bereits konfigurierten Stationen angezeigt. Beispielsweise repräsentiert die konfigurierte SIMATIC-300-Station in Bild 4-1 einen Hardware-Aufbau (Baugruppenträger mit Steckplätzen), der eine programmierbare Baugruppe CPU314 enthält. 4-3

48 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.3 Komponenten zur Software-Erstellung S7-/M7-Programme S7- und M7-Programme sind Behälter für die Software und dienen als Ausgangspunkt bei der Software-Erstellung. Inhalt eines S7-Programms Das S7-Programm umfaßt die Software für eine programmierbare Baugruppe aus dem S7-Spektrum. Es enthält Symbol-Information und Behälter für die Bausteine und die Quellen des Programms. S7-Programm Bausteine Quellen Symbole S7-Bausteine (z. B. FB1, OB1) Quellen (AWL-, SCL, GRAPH-, HiGraph- Quellen) Bild 4-3 Mögliche Komponenten in einem S7-Programm Die Behälter Bausteine und Quellen können nur einmal in einem S7-Programm vorkommen. Nicht benötigte Behälter können Sie löschen und bei Bedarf neu einfügen. Bausteine Einen Behälter für S7-Bausteine benötigen Sie z. B. für die Programmierung in AWL, KOP oder FUP. Wenn Sie den Bausteinbehälter öffnen, werden die enthaltenen S7-Bausteine sichtbar. Wenn Sie auf einen Baustein doppelklicken, wird der zugehörige Programm-Code in einem Editor-Fenster angezeigt. Quellen Einen Behälter für Quellen benötigen Sie für die Programmierung in Programmiersprachen, die als Optionssoftware zur Verfügung stehen, sowie für AWL-Textdateien. Symbole Dieses Objekt dient zur Definition von globalen Symbolen. Ein Symbol ermöglicht Ihnen, in Ihren Programmen anstelle von absoluten Adressen mit einer aussagekräftigen symbolischen Bezeichnung zu arbeiten. Pläne Ein weiterer Behälter Pläne mit den Objekten für CFC-Pläne (Continuous Function Chart) wird bei der Optionssoftware CFC benötigt. 4-4

49 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen Inhalt eines M7-Programms Bild 4-4 zeigt die mögliche Struktur eines M7-Programms. M7-Programm Bausteine C-Programme / C++-Programme (für Betriebssystem RMOS) Bausteine (nur für DBs, VAT, UDT s Systemdatenbausteine) DOS/Windows-Programme Pläne Symbole CFC-Pläne Leeres Objekt wird automatisch erzeugt Bild 4-4 Mögliche Komponenten in einem M7-Programm Weiterlesen... Im ersten Teil dieses Kapitel konnten Sie sich mit den wesentlichen Objekten eines Projekts vertraut machen. Der zweite Teil informiert Sie über die grundlegende Tätigkeiten und Handlungen im Zusammenhang mit Objekten. 4-5

50 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.4 Bedienphilosophie Ziel: einfache Bedienung Die grafische Oberfläche soll Ihnen eine möglichst intuitive Bedienung ermöglichen. Sie finden deshalb Objekte vor, die Sie aus Ihrer täglichen Arbeitswelt kennen, z. B. Stationen, Baugruppen, Programme, Bausteine. Die Handlungen, die Sie beim Arbeiten mit STEP 7 durchführen, umfassen die Erzeugung, Auswahl und Manipulation solcher Objekte. Unterschiede zur werkzeug-orientierten Bedienung Bei der herkömmlichen werkzeug-orientierten Bedienung mußte man sich zunächst überlegen, welches Werkzeug zum Lösen einer bestimmten Aufgabe erforderlich ist und dann das Werkzeug aufrufen. Das prinzipielle Vorgehen bei der objektorientierten Bedienphilosophie ist, sich zu überlegen, welches Objekt bearbeitet werden muß und dann das Objekt zu öffnen und zu bearbeiten. Bei der objektorientierten Bedienphilosophie ist die Kenntnis einer speziellen Befehlssyntax nicht mehr erforderlich. Objekte werden an der Oberfläche durch grafische Symbole repräsentiert, die sich durch Menübefehle oder Mausklicks öffnen lassen. Beim Öffnen eines Objekts wird automatisch die geeignete Softwarekomponente aufgerufen, um den Objektinhalt anzuzeigen oder zu bearbeiten. Weiterlesen... Auf den folgenden Seiten sind die grundlegende Aktionen beim Bearbeiten von Objekten beschrieben. Machen Sie sich bitte damit vertraut, da auf diese immer wiederkehrenden Grundbedienungen später aufgebaut wird. 4-6

51 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.5 Erzeugen und Manipulieren von Objekten Übersicht Einige grundlegende Handlungen an Objekten sind für alle Objekte gleich. Diese prinzipiellen Handlungsfolgen finden Sie hier zusammenfassend dargestellt. Die Kenntnis hierüber wird in den nachfolgenden Kapiteln des Handbuchs bei der Beschreibung von Vorgehensweisen vorausgesetzt. Die übliche Handlungsfolge beim Umgang mit Objekten ist: Objekt erzeugen, Objekt auswählen, Aktionen mit dem Objekt durchführen (z. B. kopieren, löschen). Ablagepfad für neue Projekte/ Bibliotheken einstellen Objekte erzeugen Objekte öffnen Vor dem erstmaligen Anlegen neuer Projekte oder Bibliotheken sollten Sie den Ablagepfad für diese Objekte einstellen. Wählen Sie dazu den Menübefehl Extras Einstellungen. Im Register SIMATIC Manager des angezeigten Dialogfelds können Sie dann einen Pfadnamen angeben, unter dem neu erzeugte Projekte oder Bibliotheken abgelegt werden. Der STEP 7-Assistent Neues Projekt unterstützt Sie beim Anlegen eines neuen Projektes und Einfügen von Objekten. Zum Aufruf wählen Sie den Menübefehl Datei Assistent Neues Projekt. In den angezeigten Dialogfeldern können Sie den Aufbau ihres Projektes festlegen und anschließend das Projekt vom Assistenten erzeugen lassen. Wenn Sie den Assistenten nicht benutzen möchten, können Sie mit dem Menübefehl Datei Neu Projekte und Bibliotheken erzeugen. Diese Objekte bilden die Spitze einer Objekthierarchie. Alle weiteren Objekte der Hierarchie soweit sie nicht automatisch angelegt werden können Sie über Befehle im Menü Einfügen erzeugen. Eine Ausnahme sind die Baugruppen einer SIMATIC-Station, die nur im Rahmen der Hardware-Konfigurierung und vom Assistenten Neues Projekt angelegt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Öffnen eines bereits erzeugten Objekts: Doppelklick auf das Objektsymbol Objekt selektieren und Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen Nach dem Öffnen eines Objekts können Sie dessen Inhalt erstellen oder ändern. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Behältern, d.h. Objekten, die selbst Unterobjekte enthalten können (wie z. B. ein Objekt Verzeichnis im Windows-Explorer, in dem wiederum Unterverzeichnisse und Dateien liegen können) und Objekten, die keine weiteren Unterobjekte enthalten (wie z. B. ein Objekt Datei im Windows-Explorer). Wenn Sie ein Objekt des zuletzt genannten Typs öffnen, wird dessen Inhalt durch eine geeignete Software-Komponente in einem neuen Fenster zur Bearbeitung dargestellt. Objekte, deren Inhalt bereits anderweitig benutzt wird, können Sie nicht ändern. 4-7

52 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen Objekt-Hierarchie aufbauen Lassen Sie sich die Objekthierarchie vom Assistenten Neues Projekt aufbauen. Nach dem Öffnen eines Behälters werden die bereits darin enthaltenen Objekte am Bildschirm dargestellt. Über das Menü Einfügen können Sie nun weitere Unterobjekte anlegen, beispielsweise weitere Stationen in einem Projekt. In diesem Menü sind nur die Befehle zum Einfügen solcher Objekte aufrufbar, die im aktuellen Behälter zulässig sind. Objekteigenschaften einstellen Objekteigenschaften sind Daten des Objekts, die dessen Verhalten festlegen. Der Dialog zur Einstellung von Objekteigenschaften erscheint automatisch, wenn Sie ein Objekt neu erzeugen und dabei Eigenschaften festgelegt werden müssen. Jedoch lassen sich die Eigenschaften auch nachträglich ändern: Mit dem Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften wird ein Dialogfeld aufgerufen, in dem sich die Eigenschaften des ausgewählten Objekts ablesen oder einstellen lassen. Mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften können Sie Dialogfelder aufrufen und Daten eingeben, die für das Bedienen und Beobachten sowie für die Meldungsprojektierung erforderlich sind. Um beispielsweise die speziellen Objekteigenschaften eines Bausteins für Bedienen und Beobachten aufrufen zu können, muß der Baustein als B&Brelevant gekennzeichnet sein, d.h. im Register Systembezogen der Bausteineigenschaften muß das Systemattribut s7_m_c mit dem Wert true eingetragen sein. Ausschneiden, Kopieren, Einfügen Die meisten Objekte können Sie wie unter Windows üblich ausschneiden, kopieren, einfügen oder löschen. Die zugehörigen Menübefehle befinden sich im Menü Bearbeiten. Sie können auch durch Ziehen und Loslassen (Drag&Drop) Objekte verschieben oder kopieren. Wenn Sie dabei auf ein unzulässiges Ziel zeigen, wird der Cursor als Verbotszeichen dargestellt. Wenn Sie ein Objekt kopieren, wird damit die gesamte darunter liegende Hierarchie mitkopiert. Dadurch ergeben sich weitreichende Möglichkeiten zur Wiederverwendung von einmal entwickelten Komponenten einer Automatisierungslösung. Drucken Öffnen Sie zunächst das Objekt, um den Inhalt anzuzeigen. Der Befehl zum Drucken befindet sich im ersten Menü des Fensters (z. B. im Menü Datei ). Der Befehl blendet ein Dialogfeld auf, in dem Sie Drucker, Druckbereich und Anzahl der zu druckenden Kopien einstellen können. Bei manchen Dialogfeldern besteht die Möglichkeit, Teile ihres Inhalts auszudrucken. Diese Dialogfelder enthalten eine Schaltfläche Drucken. Klicken Sie auf die Schaltfläche, um den Ausdruck zu starten. 4-8

53 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen Umbenennen von Objekten Änderbare Objektnamen können Sie direkt editieren oder über die Objekteigenschaften ändern. Direktes Editieren: Wenn Sie auf den Namen eines markierten Objekts zweimal langsam klicken oder die Taste F2 betätigen, erscheint ein Rahmen um den Text. Sie können nun die Bezeichnung über die Tastatur ändern. Ändern über Objekteigenschaften: Wählen Sie dazu das gewünschte Objekt aus, und geben Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ändern Sie den Namen im Dialogfeld. Nach dem Schließen des Eigenschaftendialogs ist das Objekt umbenannt und wird mit dem neuen Namen angezeigt. Wenn Sie den Namen eines Objekts nicht ändern dürfen, ist das Eingabefeld im Dialogfeld grau unterlegt, der aktuelle Name wird angezeigt und Texteingaben sind nicht möglich. 4-9

54 STEP 7-Projekte und Grundbedienungen 4.6 Auswahl von Objekten im Dialog Übersicht Die Auswahl von Objekten in einem Dialogfeld ist eine bei unterschiedlichen Arbeitsschritten auszuführende Aktion. Aufruf des Dialogfeldes Das Dialogfeld wird z. B. in der Hardware-Konfigurierung durch die Menübefehle wie Station Neu.../Öffnen... aufgerufen (Eine Ausnahme bildet das Einstiegsfenster SIMATIC Manager ). Aufbau des Dialogfeldes Im Dialogfeld haben Sie die in Bild 4-5 gezeigten Auswahlmöglichkeiten. Einstiegspunkt: Hier wählen Sie den Typ des Objekts aus, in dem Sie die Suche beginnen möchten. (z. B. Projekt, Bibliothek, aber auch Einträge, die den Zugriff auf Laufwerke oder angeschlossene Automatisierungssysteme ermöglichen). Öffnen Ansicht: Hier können Sie zwischen Standardansicht und technologischer Ansicht wählen. Online/Offline: Hier können Sie - nur bei Einstiegspunkt Projekte - zwischen Offline- Sicht (Auswahl aus Projektdaten auf dem PG/PC) und Online-Sicht (Auswahl aus Projektdaten auf dem angeschlossenen Automatisierungssystem) umschalten. Durchsuchen: Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um nach Objekten zu suchen, die nicht in der Liste enthalten sind. Einstieg: Projekt Ansicht: Standardhierarchie Online Offline Name: muster Projekt Ablagepfad: C:\SIEMENS\STEP7\E Durchsuchen... muster Hier wird der Hierarchiebaum der Objekte angezeigt, die Unterobjekte enthalten können. MPI(1) PROFIBUS(1) Ethernet(1) SIMATIC 300-Station(1) S7 Programm Hier wird der Inhalt des links markierten Objekts dargestellt. Objektname: Objekttyp: Alle bearbeitbaren OK Abbrechen Hilfe Name: Hier werden die bekannten Objekte des unter Einstieg angegebenen Typs in einem Listenfeld angezeigt. Sie können einen Namen aus der Liste auswählen oder direkt über die Tastatur eingeben. Objekttyp: Hier können Sie ein Filterkriterium angeben, nach dem die Objektliste gefiltert wird. Dadurch läßt sich die Menge der angezeigten Objekte einschränken. Objektname: Wenn Sie ein Objekt auswählen, wird hier der Objektname eingetragen. Sie können den gewünschten Namen auch direkt eingeben. Bild 4-5 Dialogfeld zur Auswahl von Objekten 4-10

55 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5 Übersicht Dieses Kapitel beschreibt das Anlegen von Projekten und den schrittweisen Aufbau der Projekthierarchie. Außerdem erfahren Sie, wie Sie offline (auf dem Erstellsystem) und online (auf dem Zielsystem) auf Projekte zugreifen können. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 5.1 Anlegen von Projekten Einfügen und Konfigurieren von Stationen Prinzipielle Vorgehensweise bei der Software-Erstellung Einfügen von Komponenten für die Software-Erstellung in 5-7 S7/M7-Programme 5.5 Software-Erstellung ohne konfigurierte Hardware Sichern von Projekten Zugriff auf Zielsysteme innerhalb eines Projekts Zugriff auf Zielsysteme ohne Projektverwaltung Zugriff auf Zielsysteme ohne konfigurierte Hardware PG/PC-Schnittstellen am Erstellsystem an projektierte Einstellungen anpassen

56 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.1 Anlegen von Projekten Neues Projekt Ein neues Projekt können Sie am einfachsten mit dem Assistenten Neues Projekt anlegen. Zum Aufruf wählen Sie den Menübefehl Datei Assistent Neues Projekt. Der Assistent fragt die benötigten Angaben mit Hilfe von Dialogfeldern ab und legt dann das Projekt für Sie an. Wenn Sie ein Projekt selbst anlegen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie den Menübefehl Datei Neu im SIMATIC Manager. 2. Wählen Sie im Dialogfeld Neu die Option Neues Projekt. 3. Tragen Sie einen Namen für das Projekt ein und bestätigen Sie mit OK. Alternativen für die Weiterarbeit Bei der Wahl der weiteren Bearbeitungsreihenfolge eines Projekts haben Sie größtmögliche Flexibilität. Nach dem Anlegen eines Projekts können Sie beispielsweise zunächst die Hardware konfigurieren und anschließend die Software dafür erstellen oder aber unabhängig von einer konfigurierten Hardware mit der Software- Erstellung beginnen. Alternative 1: Zunächst Hardware konfigurieren Wenn Sie zunächst die Hardware konfigurieren möchten, gehen Sie wie in Kapitel 5.2 beschrieben vor. Nach dem Konfigurieren sind die für die Software-Erstellung erforderlichen Behälter S7-Programm bzw. M7-Programm bereits eingefügt. Dann fahren Sie wie in den Kapiteln 5.3 und 5.4 beschrieben mit dem Einfügen der zur Programmerstellung erforderlichen Objekte fort. Erstellen Sie anschließend die Software für die programmierbaren Baugruppen (Kapitel 11). Alternative 2: Zunächst Software erstellen Sie können auch ohne vorherige Hardware-Konfigurierung Software erstellen und die Konfigurierung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Der Hardware-Aufbau einer Station braucht zur Eingabe von Programmen noch nicht festgelegt sein. Die prinzipielle Vorgehensweise ist wie folgt: 1. Fügen Sie die erforderlichen Software-Behälter (S7/M7-Programme) in Ihr Projekt ein (Kapitel 5.5). Dabei entscheiden Sie lediglich, ob der Behälter Programme für S7-Hardware oder M7-Hardware enthalten soll. 2. Erstellen Sie anschließend die Software für die programmierbaren Baugruppen (Kapitel 11). 3. Konfigurieren Sie Ihre Hardware (Kapitel 5.2 und Teil 2 des Handbuchs). 4. Ordnen Sie das M7- bzw. S7-Programm einer CPU zu, nachdem Sie die Hardware konfiguriert haben (Kapitel 5.5). 5-2

57 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Wie Sie Programme auch ohne Hardware-Konfigurierung laden und testen können, ist im Kapitel 5.9 beschrieben. Hinweis Bearbeitung von Projekten aus älteren Versionen von STEP 7 Informationen zum Öffnen und Bearbeiten von Projekten, die mit STEP 7 Version 1 oder einer anderen älteren STEP 7-Version erstellt wurden, finden Sie im Anhang A. Beim Anlegen eines neuen Projekts können Sie im Dialogfeld Neu angeben, ob ein Projekt zur Bearbeitung mit der aktuellen STEP 7-Version oder zur Bearbeitung mit einer älteren STEP 7-Version erstellt werden soll. Projekte älterer Versionen können über den Menübefehl Datei Speichern unter als Projekte im Format und mit dem Funktionsumfang der aktuellen Version gespeichert und anschließend mit dem erweiterten Funktionsumfang dieser Version weiterbearbeitet werden. 5-3

58 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.2 Einfügen und Konfigurieren von Stationen Übersicht In einem Projekt repräsentiert die Station den Hardware-Aufbau des Automatisierungssystems und beinhaltet die Daten zur Konfigurierung und Parametrierung der einzelnen Baugruppen. Einfügen einer Station Konfigurierung durchführen Neue Projekte, die mit dem Assistenten Neues Projekt angelegt wurden, enthalten bereits eine Station. Um eine neue Station in einem Projekt anzulegen, öffnen Sie das Projekt, so daß das Projektfenster angezeigt wird (falls noch nicht geschehen). 1. Markieren Sie das Projekt. 2. Erzeugen Sie das Objekt für die gewünschte Hardware über den Menübefehl Einfügen Station. Sie können im Folgemenü auswählen: SIMATIC 300-Station SIMATIC 400-Station PC/PG SIMATIC S5 Andere Stationen, d. h. nicht SIMATIC S7/M7, SIMATIC S5 Klicken Sie im Projektfenster auf das + vor dem Projektsymbol, falls darunter die Station noch nicht angezeigt wird. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Klicken Sie auf die Station. Sie enthält das Objekt Hardware. 2. Öffnen Sie das Objekt Hardware. Das Fenster HWKonfig wird aufgeblendet. 3. Legen Sie im Fenster Hardware konfigurieren den Aufbau der Station fest. Dazu steht Ihnen ein Baugruppenkatalog zur Verfügung, den Sie mit dem Menübefehl Ansicht Katalog aufblenden können, falls er nicht angezeigt wird. 4. Fügen Sie zunächst einen Baugruppenträger (Rack) aus dem Baugruppenkatalog in das leere Fenster ein. Anschließend wählen Sie Baugruppen aus, die Sie auf die Rack-Steckplätze verteilen. Je Station muß mindestens eine CPU konfiguriert sein. Weitere Informationen zum Konfigurieren finden Sie im Teil 2 dieses Handbuchs. 5-4

59 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Ergebnis der Konfigurierung Nach dem Speichern und Beenden der Hardware-Konfigurierung wird zu jeder programmierbaren Baugruppe, die Sie bei der Konfigurierung angelegt haben, automatisch ein S7- bzw. M7-Programm als Software-Behälter sowie eine Verbindungstabelle (Objekt Verbindungen ) angelegt. Projekte, die mit dem Assistenten Neues Projekt angelegt wurden, enthalten diese Objekte bereits von Anfang an. Falls diese Objekte im Projektfenster noch nicht sichtbar sind, klicken Sie im Projektfenster auf + vor dem Stationssymbol, um die Baugruppe anzuzeigen und auf das Kästchen vor der Baugruppe, um das S7/M7-Programm und das Objekt Verbindungen anzuzeigen. Verbindungstabelle erstellen Eine (leere) Verbindungstabelle (Objekt Verbindungen ) wird automatisch zu jeder programmierbaren Baugruppe angelegt. Die Verbindungstabelle wird zur Definition von Kommunikationsverbindungen zwischen programmierbaren Baugruppen in einem Netz verwendet. Nach dem Öffnen wird ein Fenster aufgeblendet und darin eine Tabelle zur Definition von Verbindungen zwischen programmierbaren Baugruppen angezeigt (Definieren von Verbindungen siehe Teil 2 dieses Handbuchs). Nächste Schritte Nach dem Erstellen der Hardware-Konfiguration können Sie die Software für Ihre programmierbaren Baugruppen erstellen. Die prinzipielle Vorgehensweise ist in Kapitel 5.3 dargestellt. 5-5

60 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.3 Prinzipielle Vorgehensweise bei der Software-Erstellung Übersicht Die Software für programmierbare Baugruppen wird in Programm-Behältern abgelegt. Für SIMATIC S7-Baugruppen heißt ein solches Objekt S7-Programm, für SIMATIC M7-Baugruppen M7-Programm. Bild 5-1 zeigt z. B. ein S7-Programm in einer programmierbaren Baugruppe einer SIMATIC 300-Station. Projekt SIMATIC 300-Station Programmierbare Baugruppe S7-Programm Bild 5-1 S7-Programm in der Projektstruktur Vorgehensweise Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Software für Ihr Projekt zu erstellen: 1. Öffnen Sie das S7- bzw. M7-Programm. 2. Öffnen Sie das Objekt Symbole im S7- bzw. M7-Programm und legen Sie die Symbole fest. (Dieser Schritt ist auch zu einem späteren Zeitpunkt durchführbar.) Weitere Information dazu finden Sie im Kapitel Öffnen Sie den Behälter Bausteine, wenn Sie Bausteine erstellen wollen oder den Behälter Quellen, wenn Sie ein Quellprogramm erstellen wollen. 4. Fügen Sie einen Baustein oder eine Quelle ein (Einzelheiten dazu in Kapitel 5.4). Die Menübefehle dazu lauten: Einfügen S7-Baustein..., bzw. Einfügen S7-Software..., bzw. Einfügen M7-Software Öffnen Sie den Baustein bzw. die Quelle, und geben Sie ein Programm ein. Informationen dazu finden Sie in den Programmierhandbüchern. 6. Dokumentieren Sie das Projekt mit dem Menübefehl Einfügen Projektdokumentation). Zur Dokumentation eines STEP 7-Projekts können Sie alle Projektierungsdaten, die mit STEP 7 erstellt wurden, in Schaltbüchern organisieren. Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn das Optionspaket DOCPRO installiert ist. Je nach Anwendung sind nicht alle Punkte bei der Bearbeitung erforderlich. 5-6

61 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.4 Einfügen von Komponenten für die Software-Erstellung in S7/M7-Programme Bereits angelegte Komponenten Zu jeder programmierbaren Baugruppe wird automatisch ein S7/M7-Programm als Behälter für die Software angelegt. Das S7-Programm enthält bereits: Symboltabelle (Objekt Symbole ), einen Behälter Bausteine für Bausteine mit erstem Baustein, einen Behälter Quellen für Quellprogramme. Das M7-Programm enthält bereits: Symboltabelle (Objekt Symbole ), einen Behälter Bausteine. S7-Bausteine erstellen Sie wollen AWL-, KOP- oder FUP-Programme erstellen. Dazu markieren Sie das bereits angelegte Objekt Bausteine und klicken dann auf den Menübefehl Einfügen S7-Baustein. In einem Folgemenü können Sie den Bausteintyp auswählen (Datenbaustein, Datentyp (UDT), Funktion, Funktionsbaustein, Organisationsbaustein, Variablentabelle (VAT)). Nach dem Öffnen des (leeren) Bausteins können Sie das AWL-, KOP- oder FUP-Programm eingeben. Weitere Information dazu finden Sie in den Handbüchern zu AWL /232/, KOP /233/ und FUP /236/. Hinweis Das Objekt Systemdaten (SDB), das Sie eventuell in Anwenderprogrammen vorfinden, wird vom System erzeugt. Sie können das Objekt zwar öffnen, den Inhalt aus Konsistenzgründen aber nicht ändern. Es dient dazu, nach dem Laden eines Programms Konfigurationsänderungen vornehmen und diese auf das Zielsystem nachladen zu können. Bausteine aus Standardbibliotheken benutzen Quellen/CFC-Pläne erstellen Für die Erstellung von Anwenderprogrammen können Sie auch Bausteine aus den Standardbibliotheken benutzen, die im Lieferumfang enthalten sind. Auf Bibliotheken greifen Sie über den Menübefehl Datei Öffnen zu. Weitere Hinweise zum Benutzen von Standardbibliotheken sowie zum Anlegen eigener Bibliotheken finden Sie in der Online-Hilfe. Sie wollen eine Quelle in einer bestimmten Programmiersprache oder einen CFC-Plan erstellen. Dazu markieren Sie im S7-Programm das Objekt Quellen bzw. Pläne und klicken anschließend auf den Menübefehl Einfügen S7-Software. Wählen Sie im Folgemenü die zur Programmiersprache passende Quelle aus. Nach dem Öffnen der leeren Quelle können Sie das Programm eingeben. 5-7

62 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Programme für M7 erstellen Sie wollen Programme für das Betriebssystem RMOS einer programmierbaren Baugruppe aus dem M7-Spektrum erstellen. Dazu markieren Sie das M7-Programm und klicken anschließend auf den Menübefehl Einfügen M7-Software. Wählen Sie im Folgemenü das zur Programmiersprache bzw. zum Betriebssystem passende Objekt aus. Nach dem Öffnen des angelegten Objekts gelangen Sie in die zugehörige Erstellumgebung. Eine Auflistung der Optionssoftware für SIMATIC M7-300/400 entnehmen Sie Kapitel 1. Symboltabelle erstellen Eine (leere) Symboltabelle (Objekt Symbole ) wird beim Erzeugen des S7/M7-Programms automatisch angelegt. Nach dem Öffnen wird das Fenster Symbol Editor aufgeblendet und darin die Symboltabelle angezeigt (siehe Kapitel 6). Externe Quelle einfügen Sie können Quelldateien mit beliebigen ASCII-Editoren erstellen und bearbeiten. Diese Dateien können Sie anschließend in ein Projekt importieren und in einzelne Bausteine übersetzen. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Selektieren Sie dazu den Behälter Quellen, in den die Quelldatei importiert werden soll. 2. Wählen Sie den Menübefehl Einfügen Externe Quelle. 3. Geben Sie im aufgeblendeten Dialogfeld die Quelldatei an. Die bei der Übersetzung einer importierten Quelle entstehenden Bausteine werden im Behälter Bausteine abgelegt. 5-8

63 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.5 Software-Erstellung ohne konfigurierte Hardware S7-/M7-Programm ohne zugeordnete Hardware Sie können unabhängig von einer speziellen Hardware-Konfiguration direkt unterhalb des Projektes Behälter für S7/M7-Programme anlegen und diese erst später, nach Abschluß der Hardware-Konfigurierung, einer speziellen Hardware-Komponente zuweisen. Programm unabhängig von Hardware einfügen Um ein S7/M7-Programm unabhängig von der Hardware-Konfiguration zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie im Projektfenster das Projektsymbol. 2. Wählen Sie den Menübefehl Einfügen Programm S7-Programm bzw. Einfügen Programm M7-Programm. Das S7- bzw. M7-Programm wird unterhalb des Projekts angelegt. Projekt S7-Programm (keiner Hardware zugeordnet ) SIMATIC 300-Station Programmierbare Baugruppe S7-Programm (zugeordnet) Bild 5-2 Zugeordnetes und nicht zugeordnetes S7-Programm in der Projektstruktur Innerhalb dieses Behälters können Sie nun Software erstellen wie in Kapitel 5.4 beschrieben. Programm einer programmierbaren Baugruppe zuordnen Um ein S7/M7-Programm, das unabhängig von der Hardware-Konfiguration erstellt wurde, einer programmierbaren Baugruppe zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie das nicht zugeordnete S7- oder M7-Programm. 2. Ziehen Sie das ausgewählte Programm per Drag&Drop in die programmierbare Baugruppe, der Sie das Programm zuordnen möchten. Ergebnis: Dabei wird ein eventuell dort schon vorhandenes Programm nach Quittierung einer Meldung überschrieben. Beachten Sie, daß auch die Konfigurationsdaten (Systemdaten) überschrieben werden. 3. Öffnen Sie also nach dem Zuordnen des Programms die Konfigurationstabelle der programmierbaren Baugruppe (siehe auch Kapitel 7) und speichern Sie die Konfiguration erneut ab. 5-9

64 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Programme im Projekt zwischenspeichern Wenn Sie eine Station oder Baugruppe, der ein Programm zugeordnet ist, löschen, so wird ein Dialogfeld aufgeblendet. Sie können nun wählen, ob das Programm auch gelöscht werden soll oder ob es (ohne zugeordnete Hardware) im Projekt gespeichert werden soll. 5-10

65 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.6 Sichern von Projekten Übersicht Um ein Projekt zu sichern, können Sie eine Kopie des Projektes unter einem anderen Namen abspeichern oder das Projekt archivieren. Speichern unter... Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie das Projekt. 2. Wählen Sie den Menübefehl Datei Speichern unter. Das Dialogfeld Speichern unter wird angezeigt. 3. Wählen Sie Speichern mit oder Speichern ohne Konsistenzüberprüfung und schließen Sie das Dialogfeld mit OK. Das Dialogfeld Projekt speichern unter wird angezeigt. 4. Wählen Sie bei Speichern in das Verzeichnis aus, in dem das Projekt gespeichert werden soll. 5. Geben Sie im Feld Dateiname anstelle des Sterns (*) einen Dateinamen an. Ändern Sie die Dateierweiterung nicht. 6. Schließen Sie das Dialogfeld mit OK. Hinweis Es muß sichergestellt sein, daß auf dem ausgewählten Laufwerk genügend Speicherplatz vorhanden ist. Beispielsweise macht es keinen Sinn, ein Diskettenlaufwerk auszuwählen, da ein Projekt in der Regel nicht auf eine Diskette passen wird. Um Projekte auf Disketten zu sichern, müssen Sie diese archivieren. Archive können auf mehrere Disketten aufgeteilt werden. Archivieren Einzelne Projekte oder Bibliotheken können Sie in komprimierter Form in einer Archivdatei ablegen. Dieses komprimierte Ablegen ist auf Festplatte oder auf transportablen Datenträgern (Diskette) möglich. Um auf Komponenten eines archivierten Projekts oder einer archivierten Bibliothek zuzugreifen, muß das Projekt zuvor wieder dearchiviert werden. Das Thema Archivieren ist ausführlich im Kapitel 20 beschrieben. Automatisches Archivieren Sie können einstellen, daß beim Öffnen eines Projekts ein Archiv dieses Projekts als Sicherheitskopie erstellt werden soll. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Einstellungen. 2. Markieren Sie im Register SIMATIC Manager den Eintrag Beim Öffnen eines Projekts oder einer Bibliothek automatisch archivieren. Beachten Sie auch die Einstellungen, die Sie im Register Archivieren machen können. 5-11

66 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.7 Zugriff auf Zielsysteme innerhalb eines Projekts Übersicht Innerhalb eines Projekts können Sie durch die Wahl der Ansicht (Offline/ Online) zwischen den Projektdaten auf Ihrem Erstellsystem (PG/PC) und den zugehörigen Projektdaten auf dem Zielsystem (z. B. CPU) umschalten. Tätigkeiten in der Offline-Ansicht Die Offline-Ansicht benutzen Sie für das Anlegen der Projektstruktur sowie zur Erstellung und Auswahl von Objekten für alle Arten von Projektdaten. Tätigkeiten in der Online-Ansicht Die Online-Ansicht benutzen Sie für Zugriffe auf das Zielsystem. Sie können z. B. die im Menü Zielsystem zur Verfügung stehenden Funktionen ausführen (z. B. Urlöschen..., Betriebszustand..., Uhrzeit stellen..., Baugruppenzustand...) und Auskunft über auf dem Zielsystem geladene Software erhalten. Umschalten Ein Projektfenster mit der Online-Ansicht läßt sich mit dem Menübefehl Ansicht Online aufblenden. Offline-Ansicht des Projektfensters Dies ist die Einstellung für die Erst-Erstellung von Projekten. Im Projektfenster werden der Datenbestand und die Programme des Projekts auf dem Erstellsystem (PG/PC) angezeigt. Projekt SIMATIC 400-Station Programmierbare Baugruppe S7-Programm (zugeordnet) Bausteine Quellen ÄÄ Pläne Symbole Verbindungen Programmierbare Baugruppe SIMATIC 300-Station S7-Programm (keiner Hardware zugeordnet) Bild 5-3 Dargestellte Struktur in einem Projektfenster offline 5-12

67 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Online-Ansicht des Projektfensters Projektfenster, die die Online-Ansicht zeigen, sind im Titel mit dem Zusatz <Online> gekennzeichnet. In den Objekten S7-Programm bzw. M7-Programm in der Online-Ansicht des Projektfensters sehen Sie die Software, die resident auf der CPU eines angeschlossenen Automatisierungssystems geladen ist. STEP 7 ermittelt den Inhalt der Objekte S7-Programm bzw. M7-Programm abhängig von der geladenen Software auf dem Automatisierungsgerät. Die programmierbaren Baugruppen werden in Form von Diagnosesymbolen dargestellt. Die Bedeutung der Symbole ist in der Online-Hilfe des SIMATIC Managers beschrieben (Menübefehl Hilfe Hilfethemen / Bedienelemente ). Am Diagnosesymbol einer CPU können Sie beispielsweise den Betriebszustand der CPU erkennen. Behälter für Quellen und Pläne, Symboltabelle und Verbindungstabelle werden in der Online-Ansicht nicht angezeigt, da sie sich nicht auf dem Automatisierungsgerät (Zielsystem) befinden. Projekt SIMATIC 400-Station Programmierbare Baugruppe S7-Programm Bausteine Programmierbare Baugruppe SIMATIC 300-Station S7-Programm (für Zielsystem-Zugriff ohne HW-Konf.) Bild 5-4 Dargestellte Struktur in einem Projektfenster online Hinweis Wenn Sie Einstellungen an Objekten auf dem Erstellsystem ändern (z. B. Parametrierungsdaten einer Baugruppe), so sind diese zunächst noch nicht auf dem Zielsystem wirksam. Denn dazu müssen Sie die neuen Systemdatenbausteine, in denen diese Einstellungen abgespeichert werden, auf das Zielsystem laden. Wenn Sie ein komplettes Anwenderprogramm laden, werden automatisch die Systemdatenbausteine mit übertragen. Wenn Sie nach dem Laden eines Programms Änderungen an den Einstellungen vornehmen, so können Sie das Objekt Systemdaten nachladen, um die geänderten Einstellungen auf das Zielsystem zu bringen. 5-13

68 Anlegen und Bearbeiten von Projekten Nicht löschbare Objekte Die folgenden Objekte auf dem Zielsystem werden in der Online-Ansicht dargestellt, können aber in der Online-Ansicht nicht gelöscht werden: Systemfunktionen (SFCs) Systemfunktionsbausteine (SFBs) Systemdaten (SDB) Hinweis auf Optionspaket Simulation Mit dem Optionspaket Simulation können Sie Ihr Programm auf einem simulierten Zielsystem ablaufen lassen und testen. Da die Simulation vollständig in der STEP 7-Software realisiert ist, benötigen Sie keine S7-Hardware (CPU oder Signalbaugruppen). Mit der simulierten S7-CPU können Sie Programme für S7-300 und S7-400 CPUs testen. 5-14

69 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.8 Zugriff auf Zielsysteme ohne Projektverwaltung Übersicht Innerhalb eines Projekts können Sie in der Online-Ansicht des Projektfensters auf angeschlossene Automatisierungssysteme zugreifen. In der Online-Ansicht besteht jedoch keine Möglichkeit zur Darstellung von Symbolen (Kapitel 6). STEP 7 bietet auch die Möglichkeit, ohne eine Projektverwaltung direkt an einem angeschlossenen Automatisierungssystem online zu arbeiten. Diese Möglichkeit ist für Inbetriebnahme- und Service-Zwecke vorgesehen. Voraussetzung Die Kommunikation zwischen PG und Zielsystem muß eingerichtet sein. Angeschlossene Automatisierungssysteme anzeigen Klicken Sie auf das Symbol Erreichbare Teilnehmer in der Funktionsleiste des SIMATIC Managers oder wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Erreichbare Teilnehmer anzeigen, um das Fenster Erreichbare Teilnehmer zu öffnen (vgl. Bild 5-5). Im Fenster sind alle Teilnehmer sichtbar, die STEP 7 im Netz ermitteln kann. SIMATIC Manager Erreichbare Teilnehmer Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe Erreichbare Teilnehmer Erreichbare Teilnehmer MPI=2 (direkt) Bausteine Hier klicken SFC0 SFC21 SFC37 SFC40 SFC43 SFC49 SFC52 SFC57 SFC64 SFC1 SFC22 SFC38 SFC41 SFC46 SFC50 SFC55 SFC58 SFB5 SFC20 SFC36 SFC39 SFC42 SFC47 SFC51 SFC56 SFC59 SFB30 Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten NUM Bild 5-5 Direkter Zugriff auf Zielsystem ohne Projektverwaltung Aufrufbare Funktionen Wenn Sie einen Teilnehmer markiert haben, können Sie die im Menü Zielsystem zur Verfügung stehenden Funktionen für diesen Teilnehmer ausführen (z. B. Baugruppenzustand..., Betriebszustand..., Urlöschen..., Uhrzeit stellen...,). Geladene Bausteine bearbeiten Wenn Sie auf einen Teilnehmer doppelklicken, wird ein Behälter Bausteine angezeigt. Darin befinden sich alle Bausteine, die auf dem Zielsystem vorhanden sind. Sie können die Bausteine öffnen und editieren. Geänderte Bausteine können Sie im Bausteinfenster mit dem Menübefehl Datei Speichern unter... auf dem Erstellsystem abspeichern oder mit Zielsystem Laden wieder auf das Automatisierungsgerät laden. 5-15

70 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.9 Zugriff auf Zielsysteme ohne konfigurierte Hardware Übersicht Wenn Sie offline auf einem Erstellsystem ein S7/M7-Programm angelegt haben, das keiner Hardware zugeordnet ist (d. h. es liegt direkt unterhalb des Projekts), können Sie dieses Programm auch auf ein Zielsystem laden, ohne zuvor eine Hardware konfigurieren zu müssen. Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, je nachdem ob ein oder mehrere Automatisierungsgeräte (Zielsysteme) an Ihr Erstellsystem angeschlossen sind. Wenn ein AS angeschlossen ist Gehen Sie ausgehend vom Offline-Projektfenster so vor: 1. Blenden Sie mit dem Menübefehl Ansicht Online ein Fenster mit der Online-Ansicht des Projekts auf. 2. Wählen Sie den Menübefehl Fenster Anordnen, um beide Fenster auf dem Bildschirm nebeneinander anzuordnen. 3. Öffnen Sie im Online-Fenster das S7- bzw. M7-Programm. Es enthält einen Behälter Bausteine. Ergebnis: Es wird automatisch die richtige Adresse des Zielsystems gewählt und die Bausteine auf dem Automatisierungssystem werden angezeigt. 4. Markieren Sie im Offline-Fenster die Objekte, die Sie auf das Zielsystem laden wollen. 5. Ziehen Sie die ausgewählten Objekte per Drag&Drop in den Behälter Bausteine im Online-Fenster. Wenn mehrere AS angeschlossen sind Gehen Sie ausgehend vom Offline-Projektfenster so vor: 1. Blenden Sie mit dem Menübefehl Ansicht Online ein Fenster mit der Online-Ansicht des Projekts auf. 2. Wählen Sie den Menübefehl Fenster Anordnen, um beide Fenster auf dem Bildschirm nebeneinander anzuordnen. 3. Öffnen Sie im Online-Fenster das S7- bzw. M7-Programm. Es enthält einen Behälter Bausteine. 4. Öffnen Sie den Behälter Bausteine. Ergebnis: Es wird das Dialogfeld Teilnehmeradresse festlegen aufgeblendet. Wählen Sie nun eine Teilnehmeradresse über die Auswahlliste zum entsprechenden Eingabefeld aus. Die Liste enthält alle erreichbaren Adressen. Nach Auswahl einer Adresse werden die Bausteine auf dem Automatisierungssystem angezeigt, das die ausgewählte Adresse besitzt. 5. Markieren Sie im Offline-Fenster die Objekte, die Sie auf das Zielsystem laden wollen. 6. Ziehen Sie die ausgewählten Objekte per Drag&Drop in den Behälter Bausteine im Online-Fenster. 5-16

71 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5.10 PG/PC-Schnittstellen am Erstellsystem an projektierte Netzeinstellungen anpassen Übersicht Sie können von Ihrem Erstellsystem (PG/PC) aus über verschiedene Netze (z. B. MPI, PROFIBUS, Industrial Ethernet) auf Zielsysteme (z. B. S7-300) zugreifen. Zu diesem Zweck projektieren Sie ein PG/PC und die Zielsysteme als Teilnehmer an einem solchen Netz. Anschließend ordnen Sie Ihr Erstellsystem mit dem unten beschriebenen Menübefehl dem projektierten PG/PC zu. Dadurch werden die bei der Projektierung vorgegebenen Einstellungen auf die in Ihrem Erstellsystem installierten Baugruppen übertragen. Vorteil Die PG/PC-Schnittstellen an Ihrem Erstellsystem werden entsprechend den projektierten Einstellungen angepaßt. Mit diesen Einstellungen haben Sie in Ihrem Projekt festgelegt, an welchem Netz die PG/PC-Schnittstelle betrieben werden soll und die jeweiligen Parameter (z. B. Adresse, Übertragungsgeschwindigkeit) angegeben. Mit dieser Funktion können Sie auf komfortable Weise die Voraussetzungen für Zugriffe auf Zielsysteme schaffen. Ohne diese Funktion müßten Sie das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen aufrufen (Kapitel 2.5) und die Einstellungen der PG/PC-Schnittstelle selbst mit Ihren projektierten Einstellungen abgleichen. Voraussetzung Sie haben eine PG/PC -Station in Ihr Projekt eingefügt. Für dieses PG/PC haben Sie eine Teilnehmerliste erstellt und den Teilnehmern die in Ihrem PG/PC installierten Baugruppenparametrierungen zugeordnet. PG/PC zuordnen Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Zielsystem PG/PC zuordnen. Wenn eindeutige Zuordnungen möglich sind, brauchen Sie keine weiteren Eingriffe vornehmen. Sind keine eindeutigen Zuordnungen möglich, so wird ein Dialogfeld angezeigt. Sie können im Register Zuordnung eine parametrierte Baugruppe Ihres PG/PC sowie einen projektierten Teilnehmer am Netz (PG/PC) auswählen. Ein eindeutige Zuordnung ist beispielsweise nicht möglich, wenn mehr als eine Baugruppenparametrierung eines Typs an Ihrem Erstellsystem vorhanden ist. Zuordnungen aufheben Um alle Zuordnungen aufzuheben, wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Zielsystem PG/PC-Zuordnung aufheben. 5-17

72 Anlegen und Bearbeiten von Projekten 5-18

73 Festlegen von Symbolen 6 Übersicht In einem STEP 7-Programm arbeiten Sie mit Operanden wie E/A-Signalen, Merkern, Zählern, Zeiten, Datenbausteinen und Funktionsbausteinen. Sie können diese Operanden in Ihrem Programm absolut adressieren (z. B. E 1.1, M 2.0, FB 21), die Lesbarkeit von Programmen steigt jedoch erheblich, wenn Sie dafür Symbole (z. B. Motor_A_Ein oder Bezeichnungen gemäß eines in Ihrer Branche üblichen Kennzeichnungssystems) benutzen. In Ihrem Anwenderprogramm läßt sich dann ein Operand über dieses Symbol ansprechen. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 6.1 Symbole Symboltabelle Unvollständige und mehrdeutige Symbole Arbeiten mit der Symboltabelle Definieren einzelner Symbole im Dialog Exportieren und Importieren von Symboltabellen 6-8 Lesehinweis Im Anschluß an die Kapitel, die Ihnen das nötige Grundwissen über Symbole vermitteln, lernen Sie die Möglichkeiten zur Definition globaler Symbole kennen: Sie können Symbole und ihre zugeordneten Adressen direkt in eine Symboltabelle eintragen (Kapitel 6.4). Dieses Verfahren empfiehlt sich zur Eingabe mehrerer Symbole und zur Ersterstellung der Symboltabelle, weil Sie die bereits definierten Symbole am Bildschirm angezeigt bekommen und so leichter die Übersicht behalten. Sie können in einem Fenster zur Programmeingabe ein Dialogfeld öffnen und darin ein neues Symbol definieren (Kapitel 6.5). Das Vorgehen eignet sich zur Definition einzelner Symbole, beispielsweise wenn Sie während der Programmierung feststellen, daß ein Symbol fehlt oder korrigiert werden muß. Sie ersparen sich so das Anzeigen der Symboltabelle. 6-1

74 Festlegen von Symbolen 6.1 Symbole Übersicht Ein Symbol ermöglicht Ihnen, anstelle von Adressen mit einer aussagekräftigen Bezeichnung zu arbeiten. Man unterscheidet zwischen lokalen und globalen Symbolen. Gültigkeitsbereich Ein globales Symbol ist im gesamten Anwenderprogramm bekannt, d.h. es kann von allen Bausteinen des Programms benutzt werden. Die Bezeichnung muß im gesamten Anwenderprogramm eindeutig sein. Ein lokales Symbol ist nur in dem Baustein bekannt, in dem es definiert wurde. Sie können die gleiche Bezeichnung in verschiedenen Bausteinen für unterschiedliche Zwecke verwenden. Einsatz globaler Symbole Sie können globale Symbole für Eingänge, Ausgänge, Zähler, Merker und Bausteine definieren. Folgende Adressen sind zulässig: E/A-Signale (Prozeßabbild) E, A Peripherie-Eingänge / -Ausgänge PE, PA Merker M Zeiten, Zähler T, Z Codebausteine FB, FC, SFB, SFC, OB Datenbausteine DB Anwenderdefinierte Datentypen UDT Variablentabelle VAT Einsatz lokaler Symbole Lokale Symbole können Sie für Bausteinparameter (Eingangs-, Ausgangsund Durchgangsparameter), für statische oder temporäre Daten eines Bausteins, benutzen. Wo definieren Sie Symbole? Globale Symbole definieren Sie in der Symboltabelle. Lokale Symbole definieren Sie bei der Programmeingabe in der Variablendeklaration des Bausteins. Lesehinweis Der Schwerpunkt des Kapitels liegt auf der Definition von globalen Symbolen. Die Erstellung von lokalen Symbolen wird im Zusammenhang mit der jeweiligen Programmiersprache in den Handbüchern zu den Sprachpaketen beschrieben. 6-2

75 Festlegen von Symbolen 6.2 Symboltabelle Struktur Eine leere Symboltabelle (Objekt Symbole ) wird automatisch erzeugt, wenn Sie ein S7- oder M7-Programm anlegen. Die Struktur ist aus Bild 6-1 ersichtlich. Symbol Editor - S7_Pro1\SIMATIC 300-Station\CPU312...\Symbole Tabelle Bearbeiten Einfügen Ansicht Extras Fenster Hilfe Alle Symbole Symb. aufsteigend A Z mw2 S7_Pro1\SIMATIC 300-Station\CPU312...\Symbole 1 2 Bild 6-1 Sym-A12.0 Sym-A12.1 Symbol Adresse Datentyp Kommentar A 12.0 A 12.1 Struktur der Symboltabelle BOOL BOOL Kom_A12.0 Kom_A12.1 Symbol Der Name des Symbols darf maximal 24 Zeichen lang sein. Eine Symboltabelle kann maximal Symbole enthalten. Adresse Eine Adresse ist die Kennzeichnung für einen bestimmten Operanden. Beispiel: E 12.1 Die Syntax der Adresse wird bei der Eingabe überprüft. Außerdem wird geprüft, ob die Adresse dem angegebenen Datentyp zugeordnet werden darf. Datentyp Sie können unter den verschiedenen Datentypen wählen, die Ihnen STEP 7 zur Verfügung stellt. Das Feld wird mit einem Default-Datentyp vorbesetzt, den Sie jedoch ändern können. Falls Ihre Änderung nicht zur Adresse paßt oder die Syntax falsch ist, erscheint beim Verlassen des Feldes eine Fehlermeldung. Kommentar Allen Symbolen können Sie Kommentare zuordnen. Mit einer Kombination aus kurzen Symbolen und ausführlichen Kommentaren können Sie sowohl Anforderungen an eine gute Programmdokumentation als auch an eine effektive Programmerstellung erfüllen. Ein Kommentar kann maximal 80 Zeichen lang sein. Spalten B/M/K Die Spalten B/M/K zeigen an, ob einem Symbol spezielle Objekteigenschaften zugewiesen wurden: B bedeutet, das Symbol kann mit WinCC bedient und beobachtet werden M bedeutet, dem Symbol wurde eine symbolbezogene Meldung (SCAN) zugeordnet K bedeutet, dem Symbol wurden Kommunikationseigenschaften zugeordnet. 6-3

76 Festlegen von Symbolen Gültigkeitsbereich Die Symboltabelle gilt genau für die Baugruppe, der Sie das Programm zuordnen. Wenn Sie in verschiedenen CPUs die gleichen Symbole verwenden wollen, müssen Sie selbst dafür sorgen, daß die entsprechenden Einträge in den zugehörigen Symboltabellen übereinstimmen (z. B. durch Kopieren). Umsetzung in C-Variablen Aus der Symboltabelle eines M7-Programms können Sie Symbole auswählen und in Verbindung mit der Optionssoftware ProC/C++ in korrespondierende C-Variablen umsetzen. Weitere Informationen entnehmen Sie dem zugehörigen Benutzerhandbuch /290/. 6-4

77 Festlegen von Symbolen 6.3 Unvollständige und mehrdeutige Symbole Zweck Durch die Möglichkeit, unvollständige Symbole zu speichern, können Sie beispielsweise zunächst nur den Namen festlegen und die Adreßangaben zu einem späteren Zeitpunkt nachtragen. Um das Symbol bei der Software- Erstellung (ohne Fehlermeldung) benutzen zu können, müssen jedoch die Bezeichnung des Symbols, die Adresse und der Datentyp eingetragen sein. Durch die Möglichkeit, mehrdeutige Symbole in der Symboltabelle zu speichern, können Sie Einträge in der Symboltabelle kopieren. Insbesondere können Sie die Arbeiten an der Symboltabelle zu einem beliebigen Zeitpunkt unterbrechen und den Zwischenstand speichern. Entstehung mehrdeutiger Symbole Mehrdeutige Symbole entstehen, wenn Sie ein Symbol in die Symboltabelle einfügen, dessen Name (Symbol) und/oder Adresse bereits in einem anderen Symbol vorhanden sind. Dadurch wird sowohl das ursprünglich vorhandene als auch eingefügte Symbol mehrdeutig. Dieser Fall tritt z. B. ein, wenn Sie ein Symbol kopieren und einfügen, um den Eintrag in der Kopie danach leicht zu modifizieren. Kennzeichnung mehrdeutiger Symbole In der Symboltabelle sind mehrdeutige Symbole durch grafische Hervorhebung (Fett) gekennzeichnet. Die veränderte Darstellung weist Sie auf eine erforderliche Nachbearbeitung hin. Sie können alle Symbole anzeigen oder die Anzeige so filtern, daß nur eindeutige oder nur mehrdeutige Symbole angezeigt werden. Beseitigung der Mehrdeutigkeit Ein mehrdeutiges Symbol wird eindeutig, wenn Sie die Komponente (Name und/oder Adresse) ändern, die die Mehrdeutigkeit verursacht hat. Sind zwei Symbole mehrdeutig, und Sie machen ein Symbol eindeutig, so wird das andere ebenfalls wieder eindeutig. 6-5

78 Festlegen von Symbolen 6.4 Arbeiten mit der Symboltabelle Ein Hinweis vorweg... Sie können die Daten für die Symboltabelle auch mit dem von ihnen bevorzugten Tabelleneditor (z. B. Microsoft Excel) erstellen und die erzeugte Datei dann in die Symboltabelle importieren (Kapitel 6.6). Symboltabelle öffnen Sie haben mehrere Möglichkeiten zum Öffnen einer Symboltabelle: Doppelklick auf die Symboltabelle im Projektfenster des SIMATIC- Manager, Markieren der Symboltabelle im Projektfenster des SIMATIC-Manager und Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen. Die Symboltabelle zum aktuellen Programm wird in einem eigenen Fenster angezeigt. Nun können Sie Symbole erzeugen oder ändern. Beim ersten Öffnen nach dem Erzeugen der Symboltabelle ist die Symboltabelle noch leer. Eingeben von Symbolen Um neue Symbole in die Symboltabelle einzutragen, navigieren Sie in die erste leere Zeile der Tabelle und füllen dann die Felder aus. Neue Leerzeilen können Sie mit dem Menübefehl Einfügen Symbol in die Symboltabelle vor der aktuellen Zeile einfügen. Vorhandene Einträge können Sie mit Befehlen im Menü Bearbeiten kopieren und anschließend ändern. Speichern und schließen Sie dann die Symboltabelle. Sie können auch Symbole speichern, die noch nicht vollständig definiert sind (siehe Kapitel 6.3). Sortieren von Symbolen Die Datensätze in der Symboltabelle lassen sich alphabetisch nach Symbolen, Adressen, Datentypen oder Kommentaren sortieren. Die Sortierung ändern Sie durch Auswahl des Sortierkriteriums in der Ansichtsleiste der Symboltabelle oder im Dialogfeld, das Sie mit dem Menübefehl Ansicht Sortieren... aufrufen können. Filtern von Symbolen Mit einem Filter wählen Sie aus allen Datensätzen einer Symboltabelle eine Teilmenge aus. In der Ansichtsleiste der Symboltabelle können Sie einstellen, ob alle Symbole (ein- und mehrdeutige Symbole), nur eindeutige Symbole oder nur mehrdeutige Symbole angezeigt werden sollen. Zusätzliche Möglichkeiten zum Filtern bietet Ihnen das Dialogfeld, das Sie mit dem Menübefehl Ansicht Filtern... aufrufen können. Hier können Sie Kriterien definieren, die die Datensätze erfüllen müssen, um herausgefiltert zu werden. Die einzelnen Kriterien sind mit UND verknüpft. Die herausgefilterten Datensätze beginnen mit den angegebenen Zeichenfolgen. 6-6

79 Festlegen von Symbolen 6.5 Definieren einzelner Symbole im Dialog Übersicht Die hier beschriebene Vorgehensweise zeigt Ihnen, wie Sie beim Programmieren von Bausteinen Symbole über Dialogfelder ändern oder neu definieren können, ohne daß dabei die Symboltabelle angezeigt werden muß. Die Vorgehensweise ist nützlich, wenn Sie nur ein einzelnes Symbol bearbeiten wollen. Um mehrere Symbole zu ändern, sollten Sie die Symboltabelle öffnen und direkt in der Symboltabelle arbeiten. Anzeigen von Symbolen Sie können bei geöffnetem Baustein die Anzeige der Symbole im Bausteinfenster mit dem Menübefehl Ansicht Symbolische Darstellung, ein- bzw. ausschalten. Definieren von Symbolen Um während des Programmierens einzelne Symbole zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Stellen Sie sicher, daß im Bausteinfenster die symbolische Darstellung eingeschaltet ist (Menübefehl Ansicht Symbolische Darstellung.). 2. Markieren Sie im Anweisungsteil Ihres Programms die absolute Adresse, der Sie ein Symbol zuweisen wollen. 3. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. 4. Füllen Sie das angezeigte Dialogfeld aus. Tragen Sie insbesondere ein Symbol ein und schließen Sie den Dialog ab. Ergebnis: Das definierte Symbol wird in die Symboltabelle eingetragen. Angaben, die zu mehrdeutigen Symbolen führen würden, werden abgewiesen. Sie können auch einzelne Symbole einfügen, ohne zuvor eine Adresse auszuwählen (vgl. Schritt 2.). Wählen Sie in diesem Fall den Menübefehl Einfügen Symbol. Editieren in der Symboltabelle Über die Schaltfläche Symboltabelle können Sie ausgehend vom oben beschriebenen Dialog die Symboltabelle zum Bearbeiten öffnen. Dies ist vorteilhaft, wenn Sie mehr als ein Symbol neu eintragen oder ändern wollen. 6-7

80 Festlegen von Symbolen 6.6 Exportieren und Importieren von Symboltabellen Anwendung Sie können die angezeigte Symboltabelle in eine Textdatei exportieren, um sie beispielsweise mit einem beliebigen Texteditor weiterzubearbeiten. Sie können Tabellen, die Sie mit einem anderen Werkzeug erzeugt haben, in Ihre Symboltabelle importieren und hier weiterbearbeiten. Die Import-Funktion läßt sich beispielsweise benutzen, um unter STEP5/ST erzeugte Zuordnungslisten nach Konvertierung in die Symboltabelle aufzunehmen. Zur Auswahl stehen die Dateiformate *.SDF, *.ASC, *.DIF und *.SEQ. Exportieren Sie können die gesamte Symboltabelle, eine durch Filter begrenzte Teilmenge oder in der Tabellendarstellung markierte Zeilen exportieren. Die Eigenschaften von Symbolen, die Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften... einstellen können, werden nicht exportiert. Um die angezeigte Symboltabelle in eine Datei mit einem der Dateiformate *.SDF, *.ASC, *.DIF oder *.SEQ (Zuordnungsliste) zu exportieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie die Symboltabelle. 2. Wählen Sie durch geeignete Filter die Symbole aus, die Sie exportieren möchten. 3. Wählen Sie den Menübefehl Tabelle Exportieren Geben Sie im Dialogfeld Exportieren das gewünschte Dateiformat an, und tragen Sie den Namen der Datei ein, in die Sie die Symboltabelle exportieren wollen. 5. Bestätigen Sie die Eingabe mit Speichern. Behandlung mehrdeutiger Symbole beim Exportieren Beim Exportieren werden genau die Symbole berücksichtigt, die Sie durch geeignete Filter ausgewählt haben (z. B. alle Symbole oder nur die eindeutigen oder nur die mehrdeutigen). Importieren Um eine Symboltabelle, die in den Dateiformaten *.SDF, *.ASC, *.DIF oder *.SEQ vorliegt, zu importieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie die Symboltabelle, in die Sie die Daten importieren möchten. 2. Wählen Sie den Menübefehl Tabelle Importieren Geben Sie im Dialogfeld Importieren das Dateiformat und die Datei an, die Sie importieren wollen. 4. Bestätigen Sie die Eingabe im Dialogfeld mit Öffnen. Eigenschaften von Symbolen, die Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften... einstellen können, werden beim Importieren nicht berücksichtigt. 6-8

81 Festlegen von Symbolen Beispiel: EXCEL- Datei importieren Benutzen Sie für den Import und Export von Daten der Microsoft- Applikation EXCEL das DIF-Format. Gehen Sie beim Importieren so vor: 1. Legen Sie in Excel eine Tabelle mit den vier Spalten Symbol, Adresse, Datentyp und Kommentar an und füllen Sie die Tabelle aus. 2. Rufen Sie mit dem Menübefehl Datei Speichern unter... das zugehörige Dialogfeld auf. 3. Wählen Sie im Dialogfeld den Dateityp.dif (data interchange format). 4. Wählen Sie Verzeichnis und Dateiname und schließen Sie den Dialog. 5. Öffnen Sie die Symboltabelle. 6. Rufen Sie mit dem Menübefehl Tabelle Importieren. das zugehörige Dialogfeld auf. 7. Wählen Sie im Dialogfeld die zuvor erstellte *.dif-datei aus und betätigen Sie die Eingabe mit Öffnen. Hinweise zum Arbeiten mit ACCESS-Dateien Benutzen Sie für den Import und Export von Daten der Microsoft- Applikation ACCESS das SDF-Format. Wählen Sie in ACCESS als Dateiformat Text (mit Trennzeichen). Benutzen Sie als Texttrennzeichen das doppelte Hochkomma ( ). Benutzen Sie als Feldtrennzeichen das Komma (,). 6-9

82 Festlegen von Symbolen 6-10

83 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7 Übersicht Beim Konfigurieren mit STEP 7, legen Sie fest, welche Baugruppen Sie für Ihre Anlage einsetzen, unabhängig davon, ob Ihre Anlage bereits existiert oder nicht. Die Vorgehensweise zum Konfigurieren zentraler und dezentraler Peripherie ist gleich. Sie können die Konfiguration beliebig oft in andere STEP 7-Projekte kopieren, gegebenenfalls modifizieren und in eine oder mehrere existierende Anlagen laden. Beim Anlauf des Automatisierungssystems vergleicht die CPU die mit STEP 7 erstellte Sollkonfiguration mit der tatsächlichen Istkonfiguration der Anlage. Eventuelle Fehler können somit sofort erkannt und gemeldet werden. Beim Parametrieren stellen Sie die Eigenschaften der Baugruppen ein. Sie müssen dazu keine Schalter an der Baugruppe betätigen, sondern geben die Parameter einfach mit STEP 7 ein. Die Parameter werden in die CPU geladen und von der CPU an die entsprechenden Baugruppen übertragen. Baugruppen lassen sich sehr einfach ersetzen, da die mit STEP 7 erstellten Parameter im Anlauf automatisch in die neue Baugruppe geladen werden. Beim Adressieren können Sie die von STEP 7 vergebenen Adressen verändern. D. h. Sie legen fest, über welche Adressen die Baugruppen aus dem Anwenderprogramm heraus angesprochen werden. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 7.1 Erstellen einer Konfiguration Übersicht Grundsätzliche Bedienung Beispiel 1: Zentraler Aufbau Beispiel 2: Aufbau mit Schnittstellenmodulen Beispiel 3: Aufbau von C7-Komplettsystemen Beispiel 4: Aufbau erweitern mit Smart Connect Beispiel 5: Aufbau mit Dezentraler Peripherie 7-12 (PROFIBUS-DP) 7.8 Beispiel 6: Dezentrale Peripherie mit 7-15 Intelligenten DP-Slaves 7.9 Beispiel 7: Multicomputing-Betrieb konfigurieren Parametrieren von Baugruppen Zuweisen von Adressen Speichern, Laden, Lesen, Ändern und Kopieren Bearbeiten einer Stationskonfiguration

84 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.1 Erstellen einer Konfiguration Übersicht Einleitung Im folgenden erhalten Sie einen Überblick, wie Sie einen geplanten Aufbau konfigurieren und die Baugruppen innerhalb dieses Aufbaus parametrieren. Sie können mit STEP 7 sowohl Baugruppen eines zentralen Aufbaus als auch DP-Baugruppen konfigurieren und parametrieren. Die Vorgehensweise ist gleich. Konfigurieren Unter Konfigurieren verstehen wir im folgenden das Anordnen von Baugruppenträgern, Baugruppen und Schnittstellenmodulen in einem Stationsfenster. Baugruppenträger werden durch eine Konfigurationstabelle repräsentiert, die wie der reale Baugruppenträger eine festgelegte Anzahl von steckbaren Baugruppen zuläßt. In der Konfigurationstabelle ordnet STEP 7 jeder Baugruppe automatisch eine Adresse zu. Die Adressen von Baugruppen einer Station können Sie ändern, wenn die CPU freie Adreßzuweisung zuläßt. Wann konfigurieren? Das Konfigurieren ist zwingend erforderlich wenn Sie voreingestellte Parameter einer Baugruppe verändern möchten bei Stationen mit Dezentraler Peripherie (PROFIBUS-DP) bei S7-400 Stationen mit mehreren CPUs oder Erweiterungsbaugruppenträgern Parametrieren Unter Parametrieren verstehen wir im folgenden: das Einstellen von Parametern bei parametrierbaren Baugruppen für den zentralen Aufbau und für ein Netz. Beispiel: Eine CPU ist eine parametrierbare Baugruppe. Die Zyklusüberwachungszeit ist ein Parameter, den Sie einstellen können. das Einstellen von Busparametern, DP-Master- und DP-Slave-Parametern für ein Mastersystem (PROFIBUS-DP). Erstanwender von PROFIBUS-DP Wenn Sie ein DP-Netz konfigurieren wollen und noch keine Erfahrung im Aufbauen von dezentraler Peripherie haben, dann empfehlen wir Ihnen für einen schnellen Einstieg in das Thema die Broschüre /21/ Automatisierungssystem S7/M7, Dezentralisieren mit PROFIBUS-DP und AS-i. 7-2

85 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Vorgehensweise Um einen Aufbau zu konfigurieren und zu parametrieren gehen Sie so vor: Anordnen der Baugruppenträger Baugruppen und Schnittstellenmodule plazieren Parametrieren der Baugruppen Speichern der Konfiguration Laden der Konfiguration in das Automatisierungssystem Bild 7-1 Vorgehensweise bei der Konfigurierung und Parametrierung Voraussetzungen für neue Konfiguration Bevor Sie eine neue Konfiguration eingeben, müssen Sie: ein Projekt angelegt haben, im Projekt das zu konfigurierende Objekt, d. h. eine Station, erzeugt haben und diese Station markiert haben. Die Vorgehensweise finden Sie im Kapitel 5.1 beschrieben (Anlegen von Projekten). Applikation aufrufen Um die Applikation für das Konfigurieren einer Station aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie im Projektfenster des SIMATIC Manager das Objekt Station. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen Alternativ: Doppelklicken Sie auf das Objekt Hardware. Die Benutzungsoberfläche von HWKonfig zum Konfigurieren der Hardware erscheint am Bildschirm. 7-3

86 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.2 Grundsätzliche Bedienung Hauptbestandteile der Oberfläche Für das Konfigurieren eines Automatisierungssystems haben Sie es mit zwei Fenstern zu tun: Mit dem Stationsfenster, in dem Sie die Baugruppenträger für den Stationsaufbau plazieren Mit dem Fenster Hardware Katalog, aus dem Sie die benötigten Hardware-Komponenten auswählen, z. B. Baugruppenträger, Baugruppen und Schnittstellenmodule Falls das Fenster Hardware Katalog nicht eingeblendet ist, wählen Sie den Menübefehl Ansicht Katalog. Mit diesem Menübefehl können Sie den Hardware Katalog ein- oder ausblenden. Grundsätzliche Bedienungen Unabhängig davon, welche Aufbautechnik eine Station hat Sie konfigurieren immer mit folgenden Schritten: 1. Markieren Sie eine HW-Komponente im Fenster Hardware Katalog. 2. Ziehen Sie die ausgewählte HW-Komponente per Drag&Drop in das Stationsfenster. So wird s gemacht Bild 7-2 zeigt die grundsätzliche Bedienung: HWKonfig: Hardware konfigurieren muster\simatic 300-Station(3) Station Bearbeiten Eiinfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe muster\simatic 300-Station(3) UR (0) Stationsfenster Hardware Katalog Hardware Auswahl SIMATIC 300 RACK 300 Profilschiene 6ES ???0 0AA0 In verschiedenen Längen lieferbar? Bild 7-2 Baugruppenträger anordnen 7-4

87 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Detailsicht auf Baugruppenträger Das Stationsfenster zeigt im unteren Bereich eine Detailsicht des eingefügten/markierten Baugruppenträgers. Hier werden Bestellnummern und Adressen der Baugruppen tabellarisch angezeigt. Für einen mit Baugruppen bestückten zentralen Baugruppenträger hat die Tabelle folgenden prinzipiellen Aufbau: Steckplatz BaugruppeBestellnummer MPI-Adr E-Adresse A-Adresse 1 2 PS... CPU... 6ES7... 6ES IM... 6ES DI... DI... 6ES7... 6ES DO... FM... CP... AI... AI... 6ES7... 6ES7... 6ES7... 6ES7... 6ES Zusammenfassung Wie bei Windows-Applikationen üblich, können Sie in STEP 7 per Drag&Drop die gesamte Konfiguration zusammenstellen. Im folgenden zeigen wir anhand von unterschiedlichen HW-Komponenten, was Sie genau beachten müssen. 7-5

88 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.3 Beispiel 1: Zentraler Aufbau Zentralen Aufbau konfigurieren Für den zentralen Aufbau ordnen Sie die Baugruppen neben der CPU auf einem Baugruppenträger und fortführend auf weiteren Baugruppenträgern an. Die Anzahl der bestückbaren Baugruppenträger richtet sich nach der verwendeten CPU. Vorgehensweise Genau wie in Ihrer realen Anlage plazieren Sie mit STEP 7 Baugruppen auf Baugruppenträgern. Der Unterschied: In STEP 7 werden Baugruppenträger durch Konfigurationstabellen repräsentiert, die soviel Zeilen haben wie Baugruppen auf dem realen Baugruppenträger steckbar sind. Umsetzung in Konfigurationstabelle Das folgende Bild zeigt an einem Beispiel die Umsetzung eines realen Aufbaus in die Konfigurationstabelle. UR (0) 1 PS... 2 CPU... 3 IM... 4 DI... 5 DI... 6 DO... 7 FM... 8 CP... 9 AI AI Konfigurationstabelle (oberer Teil des Stationsfensters) Baugruppenträger 0 zentraler Aufbau einer S7-300 Steckplatznummern: Bild 7-3 Vom zentralen Aufbau zur Konfigurationstabelle 7-6

89 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Baugruppenträger auswählen und anordnen Voraussetzung: Stationsfenster und Fenster Hardware Katalog sind geöffnet. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie einen für Ihren Aufbau passenden Baugruppenträger ( Rack ) aus dem Fenster Hardware Katalog. Bei SIMATIC 300 die Profilschiene, bei SIMATIC 400 z. B. einen Universal-Baugruppenträger (UR1) 2. Ziehen Sie den Baugruppenträger per Drag&Drop in das Stationsfenster. Der Baugruppenträger erscheint in Form einer kleinen Konfigurationstabelle im oberen Teil des Stationsfensters. Im unteren Teil des Stationsfensters erscheint die Detailsicht des Baugruppenträgers mit zusätzlichen Angaben wie z. B. Bestellnummer, MPI Adresse, E /A Adressen. 3. Falls Sie die Nummer des Baugruppenträgers ändern möchten: Doppelklicken Sie auf den Titel des Baugruppenträgers im oberen Teil des Stationsfensters. Im Register Allgemein des Baugruppenträgers können Sie die Nummer ändern. Alternativ zu Schritt 2. können Sie auch auf den Baugruppenträger im Fenster Hardware Katalog doppelklicken. Baugruppen auswählen und anordnen Um Baugruppen im Baugruppenträger anzuordnen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie eine Baugruppe aus dem Fenster Hardware Katalog. 2. Ziehen Sie die Baugruppe per Drag&Drop in die entsprechende Zeile des Baugruppenträgers. Hinweis: Einige Komponenten können Sie nur im unteren Teil des Stationsfensters (Detailsicht) anordnen. Dazu gehören: Terminalblöcke für Smart Connect (TB...SC) SC Module AS i Slaves Komponenten für modulare DP Slaves (z. B Baugruppen für ET 200M) 3. Wiederholen Sie die Schritte 1. und 2., bis der Baugruppenträger bestückt ist. Alternativ zu Schritt 2. können Sie auch eine leere Zeile markieren und anschließend auf die Baugruppe im Fenster Hardware Katalog doppelklicken oder Baugruppe markieren und EINGABETASTE drücken. 7-7

90 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Konfiguration erweitern Wenn Sie die Konfiguration auf weitere Baugruppenträger ausdehnen wollen, dann gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie geeignete (Erweiterungs-) Baugruppenträger aus dem Fenster Hardware Katalog. 2. Ziehen Sie die Baugruppenträger per Drag&Drop nacheinander in das Stationsfenster. 3. Ordnen Sie dem Baugruppenträger Baugruppen zu, wie unter Baugruppen auswählen und anordnen beschrieben. Wichtig: Die Anschaltungsbaugruppen müssen in allen Baugruppenträgern gesteckt sein, damit eine Kopplung möglich ist! 4. Nur bei S7-400: Ziehen Sie Verbindungen zwischen den Anschaltungsbaugruppen in den Baugruppenträgern Doppelklicken Sie auf die Sende-IM Wählen Sie das Register Ankopplung In diesem Register werden alle nicht gekoppelten Baugruppenträger angezeigt Markieren Sie Baugruppenträger einzeln und koppeln Sie mit der Schaltfläche Koppeln an die gewünschte Schnittstelle der Sende-IM (C1 oder C2) Verbindungslinien zeigen anschließend die Zuordnung der Baugruppenträger untereinander. Sonderfall: Konfigurieren mit CR2 Wenn Sie eine Konfiguration, bestehend aus dem segmentierten Baugruppenträger CR2 (S7-400), mit Baugruppenträgern erweitern wollen, müssen Sie folgende Reihenfolge einhalten: 1. Konfigurieren Sie den Baugruppenträger CR2 mit der Sende-IM. 2. Stecken Sie nur die Empfangs-IMs in die Erweiterungsbaugruppenträger. 3. Ziehen Sie die Verbindungen zwischen den Anschaltungsbaugruppen (IMs) in den Baugruppenträgern wie oben beschrieben. Erst dann können Sie Baugruppen in die Erweiterungsbaugruppenträger stecken. Grund: Da der Adreßraum beim CR2 mit mehreren CPUs mehrfach vorhanden ist, muß der Erweiterungsbaugruppenträger zunächst einem Adreßraum (=einer CPU) zugewiesen sein. 7-8

91 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.4 Beispiel 2: Aufbau mit Schnittstellenmodulen Schnittstellenmodule verwenden Schnittstellenmodule können Sie: direkt in eine CPU oder einen CP stecken, wenn Schächte für Schnittstellenmodule vorhanden sind oder bei Automatisierungssystemen M7 in eine Erweiterungsbaugruppe (EXM) stecken, die einer CPU oder FM zugeordnet ist. Wenn Sie die CPU/EXM in der Konfigurationstabelle angeordnet haben, dann erscheinen unterhalb der betreffenden Zeile weitere Zeilen mit einer besonderen Numerierung (z. B. 2.1). Diese Zeilen repräsentieren die Schnittstellen bzw. Schnittstellenmodul-Schächte. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen einige Beispiele. Tabelle 7-1 Zusammenhang Schnittstellenmodul und Konfigurationstabelle Konfiguration Beispiel Umsetzung des Beispiels in Konfigurationstabelle CPU mit 2 Schnitt- stellenmodul- Schächten kann bis zu 2 Schnittstellenmodule aufnehmen CPU Schnittstellenmodul UR (0) 1 PS... 2 CPU M7-400 CPU oder FM mit Erweiterungsbaugruppe, die bis zu 3 Schnittstellenmodule aufnehmen kann CPU M7-300 EXM CPU EXM UR (0) 1 PS... 2 CPU... 3 EXM 3.1 IF Schnittstellenmodule M

92 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.5 Beispiel 3: Aufbau von C7-Komplettsystemen Einführung In einem C7-Komplettsystem (C7 620) sind in einem Gehäuse integriert: SIMATIC 300-CPU Ein- und Ausgänge (Digital und Analog) Anschaltungsbaugruppe IM 360 für die Kopplung weiterer SIMATIC 300-Baugruppen zeilenorientiertes OP mit Druckerschnittstelle Vereinfachtes Vorgehen Das Komplettsystem C7 wird nicht auf eine Profilschiene montiert Es entfällt daher das Anordnen eines Baugruppenträgers. Voraussetzung Das Stationsfenster und das Fenster Hardware Katalog sind sichtbar. C7 konfigurieren Um ein C7-Komplettsystem zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie ein C7-Komplettsystem aus dem Fenster Hardware Katalog. Diese Systeme sind unter SIMATIC 300 zu finden. 2. Ziehen Sie das C7-Komplettsystem per Drag&Drop in das Stationsfenster. 3. Falls Sie das C7-Komplettsystem erweitern wollen: Wählen Sie Profilschienen als Baugruppenträger aus dem Fenster Hardware Katalog. Ziehen Sie die Baugruppenträger per Drag&Drop nacheinander in das Stationsfenster. Ordnen Sie dem Baugruppenträger Baugruppen zu, wie in Kap. 7.3 beschrieben. Wichtig: Die Anschaltungsbaugruppen müssen in allen Baugruppenträgern gesteckt sein, damit eine Kopplung möglich ist! 7-10

93 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.6 Beispiel 4: Aufbau erweitern mit Smart Connect Einführung Smart Connect besteht aus den Komponenten Anschaltungsbaugruppe IM 464 (nur bei S7-400) Terminalblöcke (TB.. SC) Elektronikmodule (für jeweils ein bis zwei Ein- oder Ausgänge) Zusammenhang Die Ein- und Ausgänge befinden sich auf den Elektronikmodulen. Bis zu 8 Elektronikmodule lassen sich auf einen Terminalblock stecken. Bei Anschaltungsbaugruppe IM 464: Bis zu 8 Terminalblöcke lassen sich über Flachrundkabel an eine Anschaltungsbaugruppe IM 464 anschließen. Die Elektronikmodule können aber nicht konfiguriert werden (nicht parametrierbar). Bei ET 200L: Ein Terminalblock läßt sich über Flachrundkabel an ET 200L anschließen. Konfiguriert werden die Terminalblöcke und Elektronikmodule, indem Sie diese Komponenten per Drag&Drop aus dem Fenster Hardware Katalog in die Detailsicht des DP-Slaves ET 200L (Tabelle im unteren Teil des Stationsfensters) kopieren. 7-11

94 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.7 Beispiel 5: Aufbau mit Dezentraler Peripherie (PROFIBUS-DP) Dezentrale Peripherie Als Dezentrale Peripherie bezeichnen wir Mastersysteme, bestehend aus DP-Master und DP-Slaves, die über ein Buskabel verbunden sind und miteinander über das Protokoll PROFIBUS-DP kommunizieren. Informationen zu DP-Slaves und DP-Master Weil DP-Master bzw. DP-Slaves unterschiedliche Geräte sein können, sind in diesem Kapitel nur die grundsätzlichen Vorgehensweisen beim Konfigurieren erläutert. Einzelheiten zum Funktionsumfang, zu den Zugriffsverfahren etc. finden Sie in den Handbüchern zu den jeweiligen Geräten bzw. in der Online- Hilfe zu speziellen FCs (z. B. DP-SEND und DP-RECEIVE für CP 342-5), siehe /501/. DP-Master Als DP-Master können Sie einsetzen: eine CPU mit fest integrierter oder steckbarer DP-Master-Schnittstelle (fest integriert z. B. CPU DP) ein Schnittstellenmodul, das einer CPU/FM zugeordnet ist (z. B. IF 964-DP in CPU 488-4) einen CP in Verbindung mit einer CPU (z. B. CP 342-5, CP 443-5). DP-Master auswählen und anordnen Um ein DP-Mastersystem anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie einen DP-Master aus dem Fenster Hardware Katalog (z. B. CPU DP) 2. Ziehen Sie die Baugruppe per Drag&Drop in eine zulässige Zeile des Baugruppenträgers. Das Dialogfeld Eigenschaften - PROFIBUS Teilnehmer wird geöffnet. Hier können Sie ein neues PROFIBUS-Subnetz anlegen oder ein bestehendes auswählen Eigenschaften des PROFIBUS-Subnetzes (Baudrate etc.) einstellen die PROFIBUS-Adresse des DP-Masters einstellen 3. Quittieren Sie die Einstellungen mit OK Es erscheint folgendes Symbol: Dieses Symbol ist der Aufhänger für die DP-Slaves des DP-Mastersystems. DP-Slaves auswählen und anordnen Bei der Projektierung von DP-Slaves unterscheiden wir: Kompakte DP-Slaves Modulare DP-Slaves Intelligente DP-Slaves 7-12

95 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen DP-Slaves Als DP-Slaves können Sie z. B. einsetzen: Baugruppen mit integrierten digitalen/analogen Ein- und Ausgängen (kompakte DP-Slaves, z. B. ET 200B) Anschaltungsbaugruppen mit zugeordneten S5- oder S7-Baugruppen (modulare DP-Slaves, z. B. ET 200M) S7-300-Stationen mit Baugruppen, die die Funktion Intelligenter Slave unterstützen (z. B. CP 342-5, CPU 315-2DP) Kompakten DP- Slave auswählen und anordnen Um einen kompakten DP-Slave zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie einen kompakten DP-Slave (z. B. ET 200B) aus dem Fenster Hardware Katalog aus. 2. Ziehen Sie den DP-Slave auf das folgende Symbol für das DP-Mastersystem: Das Dialogfeld Eigenschaften - PROFIBUS Teilnehmer wird geöffnet. Hier können Sie einstellen Eigenschaften des PROFIBUS-Subnetzes (Baudrate etc.) die PROFIBUS-Adresse des DP-Slaves 3. Quittieren Sie die Einstellungen mit OK Ein Symbol wird an das DP-Mastersystem angehängt, das den Typ des DP-Slaves repräsentiert. Im unteren Teil des Stationsfensters wird der Peripherieausbau des kompakten DP-Slaves als Tabelle angezeigt. Wechseln der Ansicht Wenn Sie das Symbol für das DP Mastersystem ( ) markieren, dann werden im unteren Teil des Stationsfensters alle DP-Slaves des DP-Mastersystems angezeigt. Wenn Sie ein DP-Slave-Symbol markieren, dann wird im unteren Teil des Stationsfensters der Aufbau des DP-Slaves angezeigt. Zwischen diesen Anzeigen können Sie einfach wechseln, indem Sie die jeweils vor der Bezeichnung des DP-Slaves/DP-Mastersystems eingeblendete Schaltfläche bzw. benutzen. 7-13

96 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Modularen DP- Slave auswählen und anordnen Um einen modularen DP-Slave zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie eine Anschaltungsbaugruppe für einen modularen DP-Slave (z. B. IM 153 für ET 200M) aus dem Fenster Hardware Katalog. 2. Ziehen Sie die Anschaltungsbaugruppe per Drag&Drop auf das folgende Symbol für das DP-Mastersystem: Das Dialogfeld Eigenschaften - PROFIBUS Teilnehmer wird geöffnet. Hier können Sie einstellen Eigenschaften des PROFIBUS-Subnetzes (Baudrate etc.) die PROFIBUS-Adresse des DP-Slaves 3. Quittieren Sie die Einstellungen mit OK Ein Symbol wird an das DP-Mastersystem angehängt, das den Typ des DP-Slaves repräsentiert. Im unteren Teil des Stationsfensters sind die DP- Anschaltungsbaugruppe und die Steckplätze für die Baugruppen des modularen DP-Slaves (als Tabelle) sichtbar. 4. Ziehen Sie die Baugruppen per Drag&Drop aus dem Fenster Hardware Katalog auf den entsprechenden Steckplatz (Tabelle im unteren Teil des Stationsfensters). Im Hardware Katalog sind die steckbaren Baugruppen jeweils unter der DP-Slave-Anschaltungsbaugruppe angeordnet. ET 200L und DP/ AS-i Link Bei die Konfigurierung der DP-Slaves ET 200L und DP/AS-i Link gelten folgende Besonderheiten: ET 200L ist durch Smart Connect (SC) kanalgranular erweiterbar; siehe Kapitel 7.6 DP/AS-i Link wird mit AS-i Slaves konfiguriert; siehe folgenden Absatz DP/AS-i Link Beim Plazieren des DP/AS-i Links wird automatisch eine Konfigurationstabelle im unteren Teil des Stationsfensters aufgeblendet, in der Sie die AS-i Slaves aus dem Fenster Hardware Katalog plazieren können. DP-Slave erscheint nicht im Fenster Hardware Katalog Falls ein DP-Slave nicht im Fenster Hardware Katalog erscheint, müssen Sie die entsprechende GSD-Datei nach dem Start von STEP 7 in dem Verzeichnis \STEP7\S7DATA\GSD installieren und anschließend den Menübefehl Extras GSD-Dateien aktualisieren aufrufen. Der DP-Salve erscheint dann im Fenster Hardware Katalog unter Weitere Feldgeräte. 7-14

97 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.8 Beispiel 6: Dezentrale Peripherie mit Intelligenten DP-Slaves Was ist ein Intelligenter DP-Slave? Merkmal eines Intelligenten DP-Slaves ist, daß Ein-/Ausgangsdaten nicht unmittelbar von einem realen Ein-/Ausgang dem DP-Master zur Verfügung gestellt werden, sondern von einer vorverarbeitenden CPU der CPU, die zusammen mit dem CP bzw. der integrierten PROFIBUS-DP-Schnittstelle den DP-Slave bildet. DP-Master CPU 315-2DP Operandenbereich (E, A, M,..) Intelligenter DP-Slave CPU PROFIBUS-CP E/A PROFIBUS Bild 7-4 Prinzip des Datenaustauschs zwischen DP-Master und Intelligentem DP- Slave Unterschied: normaler DP- Slave Intelligenter DP-Slave Bei einem normalen DP-Slave wie z. B. einem kompakten (ET 200B) oder modularen (ET 200M) DP-Slave greift der DP-Master auf die dezentralen Ein-/Ausgänge zu. Bei einem Intelligenten DP-Slave greift der DP-Master nicht auf Ein-/Ausgänge des Intelligenten DP-Slaves, sondern auf den Operandenbereich der vorverarbeitenden CPU zu. Das Anwenderprogramm der vorverarbeitenden CPU muß für den Austausch der Daten zwischen Operandenbereich und Ein-/ Ausgängen sorgen. Hinweis: Die projektierten E-/A-Bereiche für den Datenaustausch zwischen Master und Slaves dürfen nicht von E-/A-Baugruppen besetzt sein. Entweder Oder Sie können einen Intelligenten DP-Slave nicht gleichzeitig als DP-Master konfigurieren, d. h. eine als DP-Slave projektierte CPU DP kann nicht gleichzeitig DP-Master für andere DP-Slaves sein! 7-15

98 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Prinzipielle Vorgehensweise Um einen Intelligenten DP-Slave in ein DP-Mastersystem zu integrieren sind zwei Schritte notwendig: Konfigurieren des Intelligenten DP-Slaves (Station als DP-Slave konfigurieren) Einfügen des Intelligenten DP-Slaves (=bereits projektierte Station) in ein DP-Mastersystem Konfigurieren der CPU DP als DP-Slaves Um die CPU DP als Intelligenten DP-Slave zu konfigurieren und in ein DP-Mastersystem einzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Konfigurieren Sie eine Station mit der CPU DP als DP-Slave: Doppelklicken Sie auf die Zeile 2.1 (Schnittstelle) in der Konfigurationstabelle Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Steuerung als Slave nutzen im Register Slave-Konfiguration 2. Konfigurieren Sie in einer anderen Station einen DP-Master (CPU mit integrierter PROFIBUS-DP Schnittstelle oder CP mit PROFIBUS-DP Schnittstelle). 3. Ziehen Sie die CPU DP aus dem Fenster Hardware Katalog (Behälter bereits projektierte Stationen) per Drag&Drop auf das Symbol für das DP-Mastersystem ( ). 4. Doppelklicken Sie auf die erste Zeile des DP-Slaves (dort steht der Name des DP-Slaves, d. h. CPU DP) und wählen das Register Kopplung. In diesem Register treffen Sie die Zuordnung, welche Station hier den Intelligenten DP-Slave repräsentieren soll. 5. Markieren Sie den Intelligenten DP-Slave und klicken auf die Schaltfläche Koppeln. 6. Wählen Sie das Register Slave-Konfiguration und ordnen Sie Masterund Slaveadressen einander zu. Wichtig: Eingangsbereiche des DP-Masters sind Ausgangsbereiche des DP-Slaves und umgekehrt! 7. Bestätigen Sie die Einstellungen mit OK. Hinweis Details zur CPU DP (Adreßbereiche, Diagnose etc.) sind beschrieben im Handbuch Automatisierungssystem S7-300, Aufbauen, CPU-Daten. 7-16

99 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Konfigurieren des CP als DP- Slave Um eine Station mit dem CP DP als Intelligenten DP-Slave zu konfigurieren und in ein DP-Mastersystem einzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Konfigurieren Sie eine Station mit dem CP DP als DP-Slave. Wählen Sie die Option DP-Slave im Register Betriebsart des CPs. 2. Konfigurieren Sie in einer anderen Station einen DP-Master (CPU mit integrierter PROFIBUS-DP Schnittstelle oder CP mit PROFIBUS-DP Schnittstelle). 3. Ziehen Sie den CP DP aus dem Fenster Hardware Katalog (Behälter bereits projektierte Stationen) per Drag&Drop auf das Symbol für das DP-Mastersystem ( ). Ein Dialogfeld wird aufgeblendet, aus dem Sie projektierte Intelligente DP-Slaves auswählen können. 4. Bestätigen Sie die Auswahl mit OK. 5. Konfigurieren Sie in der dann erscheinenden Konfigurationstabelle für den DP-Slave die DP-Kennungen und Adressen für Ein-/Ausgangsbereiche: Ziehen Sie dazu das Universalmodul aus dem Fenster Hardware Katalog (Behälter bereits projektierte Stationen) per Drag&Drop in die Konfigurationstabelle und doppelklicken anschließend auf die entsprechende Zeile. Hinweis Der Datenaustausch zwischen vorverarbeitender CPU und CP DP innerhalb des DP-Slaves ist beschrieben im Handbuchpaket NCM S7 für PROFIBUS (insbesondere Band 1). 7-17

100 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.9 Beispiel 7: Multicomputing-Betrieb konfigurieren Was ist Multicomputing? Multicomputing-Betrieb ist der synchrone Betrieb mehrerer (2 bis 4) CPUs in einem dafür geeigneten zentralen Baugruppenträger der S Synchroner Betrieb Synchroner Betrieb heißt, daß sich die am Multicomputing-Betrieb beteiligten CPUs quasi wie eine CPU hinsichtlich ihrer Betriebszustände und Betriebszustandsübergänge verhalten. Die CPU laufen z. B. gemeinsam an vorausgesetzt, Sie haben überall dieselbe Anlaufart (Neustart oder Wiederanlauf) eingestellt und sie gehen gemeinsam in den Betriebszustand STOP. Synchroner Betrieb heißt nicht, daß in jeder CPU dasselbe Anwenderprogramm laufen muß. Das Anwenderprogramm jeder einzelnen CPU läuft unabhängig von den Programmen in den anderen CPUs. Dadurch ist eine Parallelisierung von Steuerungsaufgaben möglich. Adreßbereiche und Alarme Die am Multicomputing-Betrieb beteiligten CPUs teilen sich einen gemeinsamen Adreßbereich baugruppenweise. Der Adreßbereich einer Baugruppe ist immer exklusiv einer CPU zugeordnet. Was für den Adreßbereich gilt, gilt auch für die Alarmzuordnung: Prozeßund Diagnosealarme einer Baugruppe sind immer an genau eine CPU gerichtet (Parameter Ziel-CPU im Register Eingänge oder Ausgänge von parametrierbaren Baugruppen). Einstellen des Multicomputing- Betriebes Der Multicomputing-Betrieb ergibt sich implizit durch das Stecken einer zweiten (dritten und vierten) multicomputingfähigen CPU in einen für diesen Betrieb geeigneten Baugruppenträger (z. B. Baugruppenträger UR1). Ob eine CPU multicomputingfähig ist, geht aus dem Info-Text des Fensters Hardware Katalog hervor, der bei jeder markierten Baugruppe eingeblendet wird. 7-18

101 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Vorgehensweise Im folgenden sind die Besonderheiten beim Konfigurieren einer Station mit Multicomputing-Betrieb genannt: 1. Stecken Sie alle für den Multicomputing-Betrieb notwendigen CPUs. 2. Doppelklicken Sie jeweils auf eine der CPUs und stellen Sie die CPU- Nummer im Register Multicomputing ein (beim Stecken der CPUs werden die CPU-Nummern automatisch in aufsteigender Reihenfolge vergeben). 3. Für alle Baugruppen, die CPU 1 zugeordnet sein sollen, gehen Sie folgendermaßen vor: Ordnen Sie die Baugruppen an der vorgesehenen Stelle im Baugruppenträger an Doppelklicken Sie auf die Baugruppe und wählen Sie das Register Adressen Wählen Sie im Feld CPU-Nr. die CPU 1 4. Wiederholen Sie die unter 3. genannten Schritte sinngemäß für die Baugruppen, die den übrigen CPUs zugeordnet sein sollen. Die CPU-Zuodnung wird bei alarmauslösenden Baugruppen im Register Eingänge bzw. Ausgänge als Ziel-CPU angezeigt. CPU-Zuordnung sichtbar machen Die Baugruppen, die einer bestimmten CPU zugeordnet sind, können Sie hervorheben durch den Menübefehl Ansicht Filtern CPU-Nr.x-Baugruppen (x = CPU-Nummer). Alle Baugruppen, die nicht der CPU x zugeordnet sind, sind in dieser Ansicht gegraut. Alternativ können Sie auch die betreffende CPU markieren und das PopUp- Menü Zugeordnete Baugruppen filtern wählen. Hinweis Der eingestellte Filter wirkt sich nicht auf die Funktion Drucken und das Dialogfeld Adreßübersicht aus. CPU-Zuordnung ändern Die CPU-Zuordnung können Sie bei allen Baugruppen über das Register Adressen ändern. Laden in Baugruppe Die Stationskonfiguration kann nur komplett in alle CPUs geladen werden. Damit werden inkonsistente Konfigurationen verhindert. Laden in PG Die Stationskonfiguration wird nacheinander von allen programmierbaren Baugruppen (also CPU für CPU ) geladen. Sie haben damit die Möglichkeit, den Ladevorgang abzubrechen, auch wenn nicht alle Konfigurationsdaten (SDBs) geladen sind. In diesem Fall gehen aber Parametrierinformationen verloren! 7-19

102 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.10 Parametrieren von Baugruppen Parametrieren Sie können Eigenschaften von parametrierbaren Baugruppen einstellen. Welche Parameter einstellbar sind, hängt von der Baugruppe ab. Voraussetzung Bevor Sie eine Baugruppe parametrieren, müssen Sie die Baugruppe im Baugruppenträger angeordnet haben. Baugruppe parametrieren Um Baugruppen zu parametrieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie auf die Zeile des Baugruppenträgers mit der Baugruppe, deren Parameter Sie einstellen wollen, oder markieren Sie die betreffende Baugruppe und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Bei DP-Slaves ist dieser Schritt nur in der Detailsicht im unteren Teil des Stationsfensters möglich. Es erscheint ein Dialogfeld mit einem oder mehreren Registern mit Informationen und einstellbaren Parametern für die Baugruppe. Weitere Möglichkeit zur Parametrierung bei S7-300/400 Für Automatisierungssysteme S7-300/400 haben Sie bei einigen Baugruppen die Möglichkeit, Parameter im Anwenderprogramm einzustellen (z. B. bei Analogbaugruppen). Dafür rufen Sie im Anwenderprogramm die Systemfunktionen (SFCs) WR_PARM, WR_DPARM und PARM_MOD auf. Diese Einstellungen gehen aber beim Anlauf (Neustart) verloren. Genaue Informationen über die Systemfunktionen finden Sie im Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400 /235/. Weitere Möglichkeit zur Parametrierung bei M7-300/400 Für Automatisierungssysteme M7-300/400 haben Sie die Möglichkeit, Parameter für Signalbaugruppen im C-Programm einzustellen. Dafür rufen Sie im C-Programm die M7-API-Funktion M7StoreRecord auf. Diese Funktion überträgt die Parameter zu einer Signalbaugruppe. Genaue Informationen über die M7-API-Funktionen finden Sie in den Handbüchern zur Systemsoftware für M7-300/400 /280/, /281/, /282/. 7-20

103 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.11 Zuweisen von Adressen Einführung Wir unterscheiden bei der Zuweisung von Adressen zwischen Teilnehmeradressen und Ein-/Ausgangsadressen (Peripherieadressen). Teilnehmeradressen sind Adressen von programmierbaren Baugruppen (MPI-, PROFIBUS-, Industrial Ethernet-Adressen); sie werden benötigt, um die verschiedenen Teilnehmer eines Subnetzes adressieren zu können z. B. um ein Anwenderprogramm in eine CPU zu laden. Ein-/Ausgangsadressen (Peripherieadressen) werden dazu benötigt, um im Anwenderprogramm Eingänge zu lesen bzw. Ausgänge zu setzen. Um einer programmierbaren Baugruppe eine Teilnehmeradresse zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie auf die Zeile des Baugruppenträgers mit der Baugruppe, deren Teilnehemeradresse Sie einstellen wollen, oder markieren Sie die betreffende Baugruppe und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. 2. Wählen Sie das Register Allgemein. 3. Klicken Sie auf die gewünscht Schaltfläche unter Teilnehmer (z. B. MPI). 4. Weisen Sie der Baugruppe die Teilnehmeradresse (im Fall MPI die MPI- Adresse) zu. Sie können im selben Dialog auch ein Subnetz neu anlegen (z. B. MPI- Subnetz), der Baugruppe ein anderes Subnetz zuordnen oder die Eigenschaften des Subnetzes ändern. Informationen zum Thema Subnetze finden Sie im Kapitel Konfigurieren von Netzen. Zuweisen von Teilnehmeradressen Ein-/Ausgangsadressen Ein- und Ausgangsadressen vergibt STEP 7 bereits beim Plazieren von Baugruppen in der Konfigurationstabelle. Damit hat jede Baugruppe ihre Anfangsadresse (Adresse des ersten Kanals); die Adressen der übrigen Kanäle ergeben sich aus dieser Anfangsadresse. Voraussetzung für Zuweisung Um Ein- und Ausgangsadressen zuweisen bzw. ändern zu können, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: Die Baugruppe steckt in einem zentralen Baugruppenträger oder Erweiterungsbaugruppenträger und die CPU läßt freie Adreßzuweisung zu Die Baugruppe steckt in einem DP-Slave bzw. die Baugruppe ist ein DP- Slave (kompakter DP-Slave) 7-21

104 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Zuweisen von Ein-/Ausgangsadressen Um einer Baugruppe eine Ein- oder Ausgangsadresse zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie auf die Zeile des Baugruppenträgers mit der Baugruppe, deren Anfangsadresse Sie einstellen wollen, oder markieren Sie die betreffende Baugruppe und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. 2. Wählen Sie das Register Adressen. 3. Ändern Sie die voreingestellte Anfangsadresse. Hinweis Bei Baugruppen innerhalb eines Lokalbussegments, gebildet durch eine FM (S7-300) oder bei speziellen FMs (S7-400) vergeben Sie zusätzlich eine weitere Anfangsadresse. Neben der Anfangsadresse für die CPU hat die Baugruppe dann auch eine Adresse für die FM. In der Gesamtsicht der Konfigurationstabelle wird in diesem Fall immer die Anfangsadresse aus Sicht der FM angezeigt! Anzeigen der Adreßübersicht Die Adressen der Ein- und Ausgänge können Sie sich anzeigen lassen: 1. Öffnen Sie die Station, deren Adressen Sie sehen wollen. 2. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Adreßübersicht. 3. Markieren Sie im Dialogfeld Adreßübersicht die Baugruppe, deren zugeordnete Ein- bzw. Ausgänge angezeigt werden sollen (z.b. CPU). 4. Wenn gewünscht, können Sie die Anzeige filtern nach Art der Adressen (z. B. nur Eingangsadressen). Die Adreßbereiche Eingänge und Ausgänge werden angezeigt mit Ortsangabe zu den Baugruppen (DP-Mastersystem, PROFIBUS-Adresse), Baugruppenträger, Steckplatz, Schnittstellenmodul-Schacht). Eingangsadressen mit der Länge 0 (z. B. Adressen von Anschaltungsbaugruppen) sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. 7-22

105 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.12 Speichern, Laden, Lesen, Ändern und Kopieren Einleitung Eine Konfiguration umfaßt im folgenden den zentralen Aufbau, alle zugehörigen Mastersysteme und sämtliche Parametrierungen. Sie erfahren, wie Sie eine erstellte Konfiguration speichern, in das Automatisierungssystem laden und wie Sie eine bestehende Konfiguration auslesen und ändern können. Zentraler Aufbau und Dezentraler Aufbau (PROFIBUS- DP) werden nicht getrennt betrachtet, da die Vorgehensweise dieselbe ist. Konfiguration speichern Um die Konfiguration zu speichern, verwenden Sie den Menübefehl Station Speichern oder Station Speichern und übersetzen. Bei Station Speichern und übersetzen wird die Konfiguration im aktuellen Projekt (als Objekt STATION) gespeichert. Außerdem werden Systemdatenbausteine (SDBs) erzeugt und im (Offline-) Anwenderprogramm der zugehörigen Baugruppe ( SDB-Träger, z. B. CPU) abgelegt. Das Anwenderprogramm befindet sich im Behälter Bausteine ; die Systemdatenbausteine werden repräsentiert durch das Symbol Systemdaten. Hinweis Wenn Sie unvollständige bzw. inkonsistente Konfigurationen speichern und übersetzen, werden keine Systemdatenbausteine unter Systemdaten angelegt. Die dort bereits vorhandenen Systendatenbausteine bleiben erhalten. Bei Station Speichern werden keine Systemdatenbausteine erzeugt. Der Speichervorgang ist kürzer als beim Speichern mit übersetzen, allerdings müssen Sie darauf achten, daß dann Inkonsistenzen entstehen zwischen der im Objekt STATION gespeicherten Konfiguration und der in den Systemdaten gespeicherten Konfiguration! Voraussetzungen zum Laden Die erstellte Konfiguration muß dem tatsächlichen Aufbau entsprechen und wird am Bildschirm angezeigt. Falls zum Parametrieren spezieller Baugruppen Optionspakete notwendig sind, müssen diese ebenfalls geladen sein. Eine Konfiguration kann nur dann in die Station geladen werden, wenn sie konsistent und fehlerfrei ist. Nur dann können Systemdatenbausteine (SDBs) erzeugt werden, die wiederum in die CPU geladen werden. Mit dem Menübefehl Station Konsistenz prüfen... können Sie prüfen, ob aus der aktuellen Stationskonfiguration SDBs erzeugt werden können. Falls keine SDBs erzeugt werden können, zeigt STEP 7 die Fehlerursachen an. 7-23

106 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Konfiguration in Zielsystem laden Um die Konfiguration in das Automatisierungssystem zu laden, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Versetzen Sie die CPU in den Betriebszustand STOP. 2. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Laden in Baugruppe. STEP 7 führt Sie dann über Dialogfelder zum Ergebnis. Die Konfiguration für das gesamte Automatisierungssystem wird in die CPU geladen. CPU-Parameter werden sofort wirksam, die Parameter für die übrigen Baugruppen werden im ANLAUF an die Baugruppen übertragen. Hinweis Teilkonfigurationen, z. B. die Konfigurationen einzelner Baugruppenträger, können nicht in das Automatisierungssystem geladen werden. Aus Konsistenzgründen lädt STEP 7 immer die komplette Konfiguration in das Automatisierungssystem. Konfiguration aus AS lesen Sie lesen eine bestehende Konfiguration aus dem Automatisierungssystem aus, um z. B. auf dieser Basis eine ähnliche Konfiguration zu erzeugen oder um Parametereinstellungen zu verändern. Voraussetzung: Es besteht eine Verbindung zwischen AS und PG. 1. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Laden in PG Es erscheint das Dialogfeld zum Auswählen des Projekts. 2. Wählen Sie das Projekt, in dem die Konfiguration später abgespeichert werden soll und quittieren Sie mit OK. 3. Im anschließend erscheinenden Dialogfeld stellen Sie Teilnehmeradresse, Nr. des Baugruppenträgers und Steckplatz der Baugruppe ein, aus der die Konfiguration gelesen werden soll (i. d. R. CPU). Quittieren Sie mit OK. Dieser Konfiguration können Sie mit dem Menübefehl Eigenschaften Station einen Stationsnamen geben und sie anschließend im voreingestellten Projekt abspeichern (Menübefehl Station Speichern). 7-24

107 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Baugruppen spezifizieren Wenn STEP 7 beim Laden einer Stationskonfiguration in das PG nicht alle Bestellnummern der Komponenten vollständig ermittelt, können Sie diese Komponenten nachträglich spezifizieren. Die unvollständig erscheinenden Bestellnummern spezifizieren Sie folgendermaßen: 1. Markieren Sie die zu spezifizierende Komponente. 2. Wählen Sie den Menübefehl Extras Baugruppe spezifizieren. 3. Im anschließend erscheinenden Dialogfeld wählen Sie die Bestellnummer, die der tatsächlich gesteckten Komponente entspricht. Hinweis Durch das Laden der Stationskonfiguration mit anschließendem Spezifizieren können Sie auch Baugruppen parametrieren, die noch nicht im Fenster Hardware Katalog enthalten sind, allerdings ohne daß Parametrierungsregeln von STEP 7 überwacht werden! Baugruppenzustände auslesen (Systemdiagnose) Sie haben die Möglichkeit, für eine konfigurierte Station die aktuellen Zustände von Baugruppen auszulesen (Hardware diagnostizieren). Voraussetzung: Es besteht eine Verbindung zwischen Automatisierungssystem und PG. 1. Wählen Sie den Menübefehl Station Online öffnen. Das Fenster Hardware diagnostizieren wird geöffnet mit der Stationskonfiguration, wie sie aus den Baugruppen (z. B. CPU) ermittelt wurde. Die Zustände der Baugruppen werden durch Symbole angezeigt. Die Bedeutung der verschiedenen Symbole ersehen Sie aus der Online-Hilfe. Falls Baugruppen gestört sind oder konfigurierte Baugruppen fehlen, werden sie in einem separaten Dialogfeld Gestörte Baugruppen aufgelistet. Von diesem Dialogfeld aus können Sie z. B. unmittelbar zu einer der angezeigten Baugruppen navigieren (Schaltfläche Gehe zu ) bzw. sich den Baugruppenzustand anzeigen lassen (Schaltfläche Eigenschaften ). 2. Außerhalb des Dialogfeldes Gestörte Baugruppen : Doppelklicken Sie auf das Symbol der Baugruppe, deren Baugruppenzustand Sie interessiert. Ein Dialogfeld mit Registern (abhängig vom Baugruppentyp) ermöglicht Ihnen eine detaillierte Analyse des Baugruppenzustands. 3. Wenn Sie das Dialogfeld Gestörte Baugruppen geschlossen haben: Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Gestörte Baugruppen, um den Baugruppenzustand weiterer gestörter Baugruppen analysieren zu können. 7-25

108 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen Konfiguration auf Memory Card übertragen Nach dem Speichern mit übersetzen einer fehlerfreien und konsistenten Konfiguration sind automatisch ladbare Systemdatenbausteine (SDB) erzeugt worden. Um die SDBs in eine Memory Card zu übertragen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Stecken Sie die Memory Card in den Schacht Ihres PGs/PCs. 2. Öffnen Sie das Fenster S7-Memory Card im SIMATIC Manager (Menübefehl Datei S7-Memory Card Öffnen). 3. Öffnen Sie im SIMATIC Manager das betreffende Anwenderprogramm, in dem die SDBs abgelegt sind (Behälter Bausteine ). 4. Ziehen Sie per Drag&Drop das Symbol für Systemdatenbausteine (SDBs) in das Fenster S7-Memory Card. 7-26

109 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7.13 Bearbeiten einer Stationskonfiguration Einführung Im folgenden zeigen wir einige Tips für die Bedienung von HWKonfig. Baugruppen tauschen Wenn Sie bereits eine Konfiguration erstellt haben und eine bereits parametrierte Baugruppe (z. B. CPU oder Analogbaugruppe) durch eine andere ersetzen wollen ohne die Parametrierung bzw. Verbindungsprojektierung zu verlieren, dann gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Ziehen Sie die Baugruppe per Drag&Drop auf den Steckplatz der zu ersetzenden CPU. 2. Bestätigen Sie im Folgedialog das Ersetzen der Baugruppe. Falls die Meldung Der Steckplatz ist bereits belegt kommt, müssen Sie zunächst mit dem Menübefehl Extras Einstellungen Baugruppen austauschen ermöglichen die Funktion aktivieren. Mehrere Zeilen markieren Wenn Sie mehrere Zeilen in einer Konfigurationstabelle markieren möchten, um mehrere Baugruppen zu löschen, dann gehen Sie folgendermaßen vor: Alle Zeilen markieren: Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Alles markieren Zusammenhängenden Bereich markieren: Klicken Sie auf die erste Zeile des zu markierenden Bereichs Halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt und klicken Sie auf die letzte Zeile des zu markierenden Bereichs Mehrere Zeilen markieren: Drücken Sie die Taste STRG, halten Sie sie gedrückt, und klicken Sie dann auf alle Zeilen, die Sie auswählen möchten Baugruppen verschieben Baugruppen oder andere Komponenten können Sie einfach per Drag&Drop auf einen anderen zulässigen Steckplatz innerhalb der Station verschieben. Umgang mit komplexen Stationen Wenn ein komplexer Stationsaufbau vorliegt, z.b. mit vielen Baugruppenträgern, so können Sie die Konfigurationstabellen auf minimale Größe einstellen. 1. Markieren Sie die Konfigurationstabelle. 2. Drücken Sie die rechte Maustaste und wählen Sie im Popup-Menü den Menübefehl Minimale Größe. Diese übersichtliche Darstellung können Sie auch mit dem Menübefehl Extras Einstellungen voreinstellen. 7-27

110 Konfigurieren und Parametrieren von Baugruppen 7-28

111 Konfigurieren von Netzen 8 Übersicht Analog zur Hardware-Konfiguration, bei der Sie den Blick auf einzelne Stationen richten, betrachten Sie bei der Netzkonfiguration das Zusammenspiel aller Kommunikationsteilnehmer und die hierzu notwendigen Einstellungen. Ganz gleich, ob Sie die Kommunikation über Globaldaten oder über Kommunikationsbausteine im Anwenderprogramm durchführen wollen: Grundlage für die Kommunikation ist immer ein zuvor konfiguriertes Netz. Bei der Netzkonfiguration werden sämtliche Einstellungen auf Plausibilität und Konsistenz geprüft. Doppelt vergebene Teilnehmeradressen oder ungültige Einstellungen werden bereits bei der Eingabe erkannt. Unnötige Fehler werden so schon vor dem ersten Einschalten vermieden und Sie sparen dadurch Zeit und Geld. In diesem Kapitel lesen Sie, wie Sie die Konfiguration eines Netzes erstellen und welche Netz- und Stationsparameter einzustellen sind. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 8.1 Netzkonfiguration erstellen Übersicht Netzkonfiguration festlegen im SIMATIC Manager Netzkonfiguration grafisch festlegen NETPRO aufrufen Mit Symbolen in der Netzansicht Netzkonfiguration erstellen Netzansicht mit DP Slaves aufrufen und bearbeiten Kontextfunktionen für Subnetze, Stationen und Baugruppen 8-13 in der Netzansicht anwählen 8.7 Besonderheit für die Konfiguration von MPI-Subnetzen bei 8-14 S Teilnehmeradresse ändern und Konfiguration über Netz laden

112 Konfigurieren von Netzen Netz und Subnetze Das Netz einer Anlage besteht aus einem oder mehreren Subnetzen mit unterschiedlichen Netztypen (PROFIBUS, Industrial Ethernet, MPI, Punktzu-Punkt). An diesen Subnetzen werden die einzelnen Stationen angeschlossen. Beispiel für eine vernetze Anlage Bild 8-1 zeigt ein Beispiel für eine vernetzte Anlage. Das Netz besteht aus zwei MPI-Subnetzen und einem PROFIBUS-Subnetz. Projekt Automatisierungssystem CPU FM CP CPU CPU CPU CP MPI- Adresse MPI- Adresse erstes MPI-Subnetz PROFIBUS- Adresse PROFIBUS-Subnetz MPI-Adresse CPU CPU CPU CP zweites MPI-Subnetz Bild 8-1 Beispiel einer Anlagenkonfiguration 8-2

113 Konfigurieren von Netzen Netzkonfigurationen Eine Netzkonfiguration kann bestehen aus: einem oder mehreren Subnetzen in einem Projekt SIMATIC 300- und SIMATIC 400-Stationen an Subnetzen PGs/PCs, SIMATIC S5-Stationen und Andere Stationen zusätzlich an Subnetzen einem oder mehreren Subnetzen in mehreren Projekten Andere Station Andere Stationen sind im aktuellen Projekt entweder: Geräte von Fremdherstellern oder SIMATIC S7-Stationen, die mit STEP 7 in einem anderen Projekt konfiguriert und parametriert wurden und ggf. Teilnehmer von Subnetzen in dem anderen Projekt sind. Hinweis Wenn Sie eine Station, weil sie in einem anderen STEP 7-Projekt konfiguriert und parametriert wurde, als Andere Station an ein Subnetz anschließen, dann müssen Sie dieser Station dieselbe Teilnehmeradresse geben, wie in dem STEP 7-Projekt, in dem sie konfiguriert und parametriert wurde. 8-3

114 Konfigurieren von Netzen 8.1 Netzkonfiguration erstellen Übersicht 2 Möglichkeiten Sie haben 2 Möglichkeiten, um die Netzkonfiguration zu erstellen: Wenn Sie nur ein oder zwei Subnetze konfigurieren wollen, dann können Sie sehr schnell nebenbei Ihre Netzkonfiguration im SIMATIC Manager und bei der Hardware-Konfiguration festlegen. Mit NETPRO können Sie besonders komfortabel und übersichtlich Ihre Netzkonfiguration erstellen, denn Sie erstellen eine grafische Ansicht Ihres Netzes, in der Sie sämtliche Eigenschaften der Subnetze und Subnetz- Teilnehmer festlegen. Falls Sie Industrial Ethernet-CPs einsetzen wollen, dann müssen Sie zusätzlich die Optionssoftware NCM S7 für Ind. Ethernet installiert haben. Für einige PROFIBUS-CPs benötigen Sie die Optionssoftware NCM S7 für PROFIBUS. Vorgehensweisen Im folgenden Bild sind beide Möglichkeiten kurz aufgezeigt. Netztopologie planen (Subnetze, Kommunikationsteilnehmer) Netzkonfiguration im SIMATIC Manager erstellen im SIMATIC Manager ein Subnetz erzeugen Netzkonfiguration mit NETPRO erstellen Netzansicht anhand der Topologie erstellen Hardware-Konfiguration der Stationen erstellen Teilnehmer mit Subnetzen verbinden bei der Hardware-Konfiguration allen Teilnehmern unterschiedliche Adressen zuweisen Netzparameter für Subnetze eingeben Netzparameter für jeden Teilnehmer eingeben Daten für Netzkonfiguration speichern und über Netz laden Bild 8-2 Vorgehensweisen zur Netzkonfiguration Anmerkung Verstehen Sie die Vorgehensweise als Vorschlag. Es gibt mehrere Wege, ans Ziel zu gelangen. Sie können beispielsweise zuerst sämtliche Stationen im SIMATIC Manager anlegen, die Baugruppen dieser Stationen konfigurieren und dann mit NETPRO die Netzkonfiguration vervollständigen. 8-4

115 Konfigurieren von Netzen 8.2 Netzkonfiguration festlegen im SIMATIC Manager Angaben für Netzkonfiguration Zur vollständigen Netzkonfiguration müssen Sie: die benötigten Subnetze erzeugen, für jedes Subnetz die Subnetz-Eigenschaften/Parameter festlegen (wie z. B. Name des Subnetzes und verwendete Baudrate), für jede vernetze Baugruppe die Netzanschluß-Eigenschaften festlegen (wie z. B. Adresse des Teilnehmers, Name des Subnetzes, an das der Teilnehmer angeschlossen ist). Subnetz anlegen Mit STEP 7 können Sie beliebig viele Subnetze vom Typ MPI, Industrial- Ethernet, PROFIBUS oder Punkt-zu-Punkt anlegen. Um ein Subnetz anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie im SIMATIC Manager das Projekt. 2. Wählen Sie ein Subnetz aus mit dem Menübefehl Einfügen Subnetz... Ergebnis: STEP 7 fügt ein Subnetz des gewählten Typs in das Projekt ein. Festlegen der Subnetz- Eigenschaften Um die Subnetz-Eigenschaften festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Selektieren Sie in Ihrem Projekt das Subnetz, für das Sie die Subnetz- Eigenschaften festlegen wollen (z. B. ein PROFIBUS-Subnetz). 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ergebnis: Es werden zwei Register angezeigt, in denen Sie u. a. den Namen des Subnetzes, die höchste PROFIBUS-Adresse und die Baudrate festlegen können. 3. Legen Sie die Parameter des Subnetzes fest. Hinweis Für PROFIBUS-Subnetze können Sie entweder ein von STEP 7 vordefiniertes Busprofil oder ein benutzerdefiniertes Busprofil festlegen. Informationen zur Wahl des Busprofils finden Sie in der Online-Hilfe bzw. in der Dokumentation zur eingesetzten Baugruppe. 8-5

116 Konfigurieren von Netzen Festlegen der Teilnehmer-Eigenschaften und des Netzanschlusses Voraussetzung: Sie befinden sich in der Ansicht der Konfigurationstabelle und haben bereits eine Baugruppe angeordnet, die über mindestens eine Schnittstelle für den Anschluß an ein Subnetz verfügt (z. B. eine CPU). Um die Teilnehmer-Eigenschaften und den Netzanschluß festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie die Baugruppe. 2. Doppelklicken Sie auf die Zeile, in der sich die Baugruppe befindet, oder wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ergebnis: Es öffnet sich der Registerdialog der Baugruppe. 3. Klicken Sie unter Teilnehmer auf die Schaltfläche des gewünschten Subnetzes. Ergebnis: Es öffnet sich das Fenster zur Einstellung der Netzanschluß- Eigenschaften. 4. Legen Sie die Parameter für den Netzanschluß fest. Selektieren Sie hierzu das Kontrollkästchen Teilnehmer ist mit dem ausgewählten Netz verbunden und wählen Sie Teilnehmeradresse und Subnetz aus. Zu beachten: Wenn Sie das Kontrollkästchen nicht selektieren, dann ist die Baugruppe keinem Subnetz zugeordnet. 8-6

117 Konfigurieren von Netzen 8.3 Netzkonfiguration grafisch festlegen NETPRO aufrufen NETPRO aufrufen Voraussetzung: Bevor Sie NETPRO aufrufen können, müssen Sie ein Projekt im SIMATIC Manager angelegt haben. STEP 7 erzeugt beim Anlegen eines Projektes automatisch ein MPI Subnetz. Um NETPRO aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie im SIMATIC Manager Ihr Projekt. 2. Markieren Sie ein Subnetz (z. B. das MPI-Subnetz). 3. Starten Sie NETPRO durch Doppelklick auf das Subnetz oder wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen. Ergebnis: Es öffnet sich ein Fenster mit der Ansicht zur Netzprojektierung. Stationen, deren Hardware-Konfiguration Sie schon erstellt haben, bevor Sie NETPRO aufgerufen haben, finden Sie bereits in der Netzansicht angeordnet; genauso Baugruppen, die eine Schnittstelle für den Anschluß an ein Subnetz haben. DP-Slaves blenden Sie mit einem speziellen Menübefehl in die Netzansicht ein. NETPRO: Netz konfigurieren [Netz zu Projekt muster ] Netz Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe SIMATIC 300-Station(1) CPU 314 SIMATIC 400-Station(1) CPU 414 SIMATIC 300-Station(2) CPU 314 MPI(1) MPI SIMATIC 300-Station(3) CPU 314 SIMATIC 400-Station(2) CPU 413 Bereit NM Bild 8-3 Beispiel für die Ansicht einer Netzprojektierung Erstellen der Netzansicht Das Erstellen der grafischen Netzansicht in NETPRO ist denkbar einfach. Sie wählen die Symbole für Stationen, DP-Slaves und Subnetze aus einem Katalog aus und plazieren sie per Drag & Drop auf dem Bildschirm. Sie konfigurieren die Stationen mit den gewünschten Baugruppen. Anschließend verbinden Sie die Baugruppen mit dem zugehörigen Subnetz. 8-7

118 Konfigurieren von Netzen Eingeben D der Netzparameter Durch Doppelklick auf eine Station, einen DP-Slave, eine Subnetz- oder Verbindungslinie gelangen Sie in die entsprechende Ansicht/in den Dialog, um die Hardware-Konfiguration einer Station, die Parameter eines Subnetzes oder die Parameter des Netzanschlusses einzugeben. Eine ausführliche Beschreibung zum Eingeben der Netzparameter finden Sie in der Online-Hilfe. 8-8

119 Konfigurieren von Netzen 8.4 Mit Symbolen in der Netzansicht Netzkonfiguration erstellen Netzansicht Jede Netzansicht besteht im wesentlichen aus vier verschiedenen Symbolen, die im folgenden näher erläutert werden. Bild 8-4 zeigt einen Ausschnitt aus einer Netzansicht, in der die unterschiedlichen Symbole eingetragen sind. NETPRO: Netz konfigurieren [Netz zu Projekt muster ] Netz Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe SIMATIC 400-Station(1) CPU 414 CP 441 MPI(1) MPI Symbol für Station Symbol für Subnetz Symbol für Netzanschluß SIMATIC 300-Station(1) CPU 314 Symbol für Schnittstelle des Teilnehmers Bereit NM Bild 8-4 Ansicht zur Netzprojektierung Symbol für Subnetz Waagerechte Linien kennzeichnen immer ein Subnetz. Durch Doppelklick auf diese Linie gelangen Sie in den Eigenschaftsdialog zum Subnetz. In diesem legen Sie alle Parameter fest, die für das Subnetz bedeutsam sind, wie z. B. Name des Subnetzes, verwendete Baudrate und höchste Teilnehmeradresse in einem PROFIBUS-Subnetz. Symbol für Station Große Rechtecke kennzeichnen eine Station. Durch Doppelklick auf diese Station gelangen Sie in den Dialog zur Hardware-Konfiguration, in welchem Sie u. a. die Parameter der eingesetzten vernetzbaren Baugruppen ändern können, wie z.b. Name und Adresse des Teilnehmers. Symbol für Schnittstelle des Teilnehmers Kleine Quadrate kennzeichnen Schnittstellen der Baugruppe (des Teilnehmers) zur Vernetzung. Jede vernetzbare Baugruppe (CPU, CP oder FM) besitzt ein oder mehrere Schnittstellen-Symbole. Beispielsweise enthält eine Station eine CPU und einen Industrial Ethernet- CP. Jede dieser Baugruppen hat ein Symbol für eine Schnittstelle, weil die CPU eine MPI-Schnittstelle und der CP eine Ethernet-Schnittstelle besitzt. 8-9

120 Konfigurieren von Netzen Symbol für Netzanschluß Senkrechte Linien kennzeichen einen Netzanschluß eines Teilnehmers. Durch Doppelklick auf diese Linie gelangen Sie in den Eigenschaftsdialog zum Netzanschluß, in welchem Sie u. a. den Namen des Teilnehmers und ggf. die Teilnehmeradresse festlegen können. Netzanschluß erstellen Einen Netzanschluß können Sie mit NETPRO besonders leicht erstellen: Klicken Sie auf das Symbol für die Schnittstelle des Teilnehmers und halten Sie die Maustaste gedrückt. Ziehen Sie den Mauszeiger an das Subnetz, an das Sie die Schnittstelle anschließen wollen. Ergebnis: NETPRO fügt das Symbol (senkrechte Linie) in die Netzansicht ein. Netzkonfiguration erstellen Voraussetzung: Sie befinden sich in der Netzansicht von NETPRO. Im folgenden finden Sie eine mögliche Handlungsabfolge zur Erstellung einer Netzkonfiguration. 1. Blenden Sie das Fenster Katalog mit dem Menübefehl Ansicht Katalog ein. 2. Markieren Sie im Fenster Katalog ein Subnetz, halten Sie die Maus gedrückt, und ziehen Sie das Subnetz per Drag & Drop in das Fenster der Netzansicht. Fahren Sie für alle benötigten Subnetze so fort. 3. Markieren Sie im Fenster Katalog eine Station, halten Sie die Maus gedrückt, und ziehen Sie die Station per Drag & Drop in das Fenster der Netzansicht. Fahren Sie für alle benötigten Stationen so fort. 4. Speichern Sie die Netzansicht. 5. Als Voraussetzung für den Netzanschluß müssen Sie die vernetzbaren Baugruppen (CPU, CP, FM) für jede Station in der Konfigurationstabelle anordnen. Dazu doppelklicken Sie auf die Station und gelangen in die Konfigurationstabelle (Hardware-Konfiguration siehe Kapitel 7). 6. Nachdem Sie die vernetzbaren Baugruppen für eine Station angeordnet haben, speichern Sie die Hardware-Konfiguration. 7. Ordnen Sie die vernetzbaren Baugruppen für alle weiteren Stationen an und speichern Sie die Hardware-Konfiguration. 8. Wechseln Sie in die Netzansicht zurück und ziehen Sie die Verbindungslinien von den Schnittstellen der Teilnehmer zu den Subnetzen. 9. Doppelklicken Sie auf die Subnetzlinie und geben Sie die Netzparameter für das Subnetz ein. Fahren Sie für alle Subnetze so fort. 10. Doppelklicken Sie auf die Netzanschlußlinie und geben Sie die Netzparameter für den Teilnehmer ein. Fahren Sie für alle Teilnehmer so fort. 11. Speichern Sie die Netzansicht. 12. Laden Sie die Netzkonfiguration ins Zielsystem (siehe Kapitel 8.8). 8-10

121 Konfigurieren von Netzen 8.5 Netzansicht mit DP Slaves aufrufen und bearbeiten DP-Slaves anzeigen Voraussetzung: Sie befinden sich in der Netzansicht von NETPRO. Wenn Sie sich die bereits projektierten DP Slaves anzeigen lassen möchten oder DP Slaves vernetzen wollen, dann blenden Sie die DP Slaves mit dem Menübefehl Ansicht DP Slaves in die Netzansicht ein. Wenn Sie den Menübefehl erneut anwählen, dann werden die DP-Slaves wieder aus der Netzansicht ausgeblendet. DP-Slaves anordnen Voraussetzungen: Sie haben bei der Hardware-Konfiguration in der Konfigurationstabelle einen DP Master einer Station zugeordnet. Sie befinden sich jetzt in der Netzansicht von NETPRO. Ordnen Sie den DP-Slave wie folgt in der Netzansicht an: 1. Markieren Sie in der Netzansicht innerhalb der Station den DP Master, dem der DP Slave zugeordnet werden soll. 2. Klicken Sie im Fenster Katalog auf PROFIBUS DP. 3. Klicken Sie in der Hierarchie bis zum gewünschten DP Slave. Markieren Sie den DP Slave, halten Sie die Maus gedrückt, und ziehen Sie ihn per Drag & Drop in das Fenster für die grafische Netzansicht. 4. Vergeben Sie im automatisch aufgeblendeten Eigenschaftsdialog eine Teilnehmeradresse für den DP Slave. Ergebnis: Der DP Slave erscheint mit seinem Netzanschluß in der Netzansicht. DP-Slaves werden ähnlich wie eine Station dargestellt. NETPRO: Netz konfigurieren [Netz zu Projekt muster ] Netz Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras Fenster Hilfe SIMATIC 400-Station(1) CPU 414 DP- Mas MPI(1) MPI Symbol für DP-Master (markiert) PROFIBUS(1) PROFIBUS ET 200L-SC 32DI Symbol für DP-Slave Bereit Bild 8-5 Beispiel für die Ansicht einer Netzprojektierung mit Ansicht der DP-Slaves NM 8-11

122 Konfigurieren von Netzen DP-Slave parametrieren Wenn Sie einen DP-Slave in der Netzansicht angeordnet haben, dann parametrieren Sie ihn wie folgt: 1. Markieren Sie den DP Slave in der Netzansicht. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften... Ergebnis: Es wird der Objekteigenschaftsdialog zum DP Slave aufgeblendet, in welchem Sie die Parametrierung ändern können. (Durch Doppelklick auf den DP-Slave wechseln Sie in die Ansicht der Konfigurationstabelle.) Mastersystem markieren Sie können ein Mastersystem markieren, um es beispielsweise komplett zu kopieren. 1. Markieren Sie einen DP Master oder einen DP Slave in der Netzansicht. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Markieren Mastersystem. Mastersystem hervorheben Sie können ein Mastersystem farbig hervorheben. 1. Markieren Sie einen DP Master oder einen DP Slave in der Netzansicht. 2. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Hervorheben Mastersystem. 8-12

123 Konfigurieren von Netzen 8.6 Kontextfunktionen für Subnetze, Stationen und Baugruppen in der Netzansicht anwählen Globaldatenprojektierung starten Sie können von NETPRO aus in die Globaldatenprojektierung wechseln. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie in der Netzansicht ein MPI Subnetz, für das Sie Globaldaten-Kommunikation projektieren wollen. 2. Wählen Sie den Menübefehl Extras Globaldaten definieren. Ergebnis: Es wird die GD Tabelle für das MPI Subnetz geöffnet (Globaldaten-Kommunikation siehe Kapitel 9). Verbindungsprojektierung starten Sie können von NETPRO aus in die Verbindungsprojektierung wechseln. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie in der Netzansicht eine Station oder eine programmierbare Baugruppe (CPU, FM) für die Sie Kommunikationsverbindungen projektieren wollen. 2. Wählen Sie den Menübefehl Extras Verbindungen projektieren. Ergebnis: Es wird die Verbindungstabelle der Baugruppe geöffnet (Verbindungsprojektierung siehe Kapitel 10). Kommunikationspartner einer Baugruppe hervorheben Sie können Kommunikationspartner hervorheben, für die Sie Verbindungen in der Verbindungstabelle angelegt haben. Die Kommunikationspartner werden farbig gekennzeichnet. 1. Markieren Sie in der Netzansicht eine programmierbare Baugruppe (CPU, FM). 2. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Hervorheben Verbindungen. Zu beachten: Es können immer nur die Kommunikationspartner einer programmierbaren Baugruppe hervorgehoben werden. Eigenschaften einer Station anzeigen/ändern Um die Eigenschaften einer Station anzuzeigen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Markieren Sie in der Netzansicht eine Station. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften... Ergebnis: Es wird der Objekteigenschaftsdialog der Station geöffnet. Eigenschaften einer Baugruppe anzeigen/ändern Um die Eigenschaften einer Baugruppe anzuzeigen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie in der Netzansicht eine Baugruppe innerhalb einer Station. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften... Ergebnis: Es wird der Objekteigenschaftsdialog der Baugruppe geöffnet. 8-13

124 Konfigurieren von Netzen Weitere Kontextfunktionen für eine Baugruppe Die folgenden Funktionen können Sie ausführen, wenn Sie in der Netzansicht eine Baugruppe markiert haben. Die entsprechenden Menübefehle finden Sie im Menü Zielsystem von NETPRO: Lesen des Baugruppenzustands Ändern des Betriebszustands einer Baugruppe Urlöschen einer Baugruppe Stellen von Datum und Uhrzeit für eine Baugruppe 8.7 Besonderheit für die Konfiguration von MPI-Subnetzen bei S7-300 Besonderheiten zu CPs und FMs bei S7-300 CPs und FMs mit eigener MPI-Adresse haben eine Besonderheit: Ihre MPI- Adresse wird von der CPU automatisch nach folgendem Muster ermittelt: CPU CP CP MPI-Adr. MPI-Adr.+1 MPI-Adr.+2 Bild 8-6 Automatische Vergabe der MPI-Adressen für Baugruppen STEP 7 berücksichtigt den Automatismus beim Festlegen von MPI-Adressen. Regel Bei der Planung der MPI-Adressen der CPUs müssen Sie aus dem oben beschriebenen Grund MPI-Adreßlücken für FMs und CPs vorsehen, damit es nicht zur Doppelbelegung von Adressen kommt. 8-14

125 Konfigurieren von Netzen 8.8 Teilnehmeradresse ändern und Konfiguration über Netz laden Unterschiedliche Teilnehmeradressen Damit Ihr Netz einwandfrei arbeitet, müssen sämtliche Teilnehmer eines Subnetzes unterschiedliche Teilnehmeradressen besitzen. MPI-Subnetz mit Anschluß über die CPU CPUs werden mit der Default-Adresse 2 ausgeliefert. Da Sie diese Teilnehmeradresse nur einmal benutzen dürfen, müssen Sie die voreingestellte Teilnehmeradresse in allen anderen CPUs ändern. PROFIBUS- und Industrial Ethernet-Subnetze mit CPs Die CPs der Stationen, die über diese Subnetze betrieben werden, müssen projektiert und mit Teilnehmeradressen versorgt werden. Diese Adreßvergabe müssen Sie immer über die MPI-Schnittstelle der Station vornehmen, bevor Lade- und Kommunikationsvorgänge über das Subnetz erfolgen können (weitere Informationen hierzu siehe /500/ und /501/). Ändern der Teilnehmeradresse Wenn sich in Ihrem tatsächlichen Aufbau mehrere Baugruppen mit gleicher Teilnehmeradresse befinden, dann ändern Sie die Teilnehmeradresse einer programmierbaren Baugruppe (CPU oder FM) folgendermaßen: 1. Schalten Sie die Baugruppe in den Betriebszustand STOP und verbinden Sie Ihr Programmiergerät über eine Steckleitung mit der Schnittstelle der programmierbaren Baugruppe. 2. Öffnen Sie im SIMATIC Manager Ihr Projekt. 3. Öffnen Sie die Konfigurationstabelle der gewünschten Station. 4. Doppelklicken Sie in die Zeile, in der sich die Baugruppe befindet. Es erscheinen die Register zur Parametrierung der Baugruppe. 5. Klicken Sie im allgemeinen Register auf die Schaltfläche für das gewünschte Subnetz. Es erscheint der Eigenschaftsdialog zum Netzanschluß. 6. Wählen Sie im Dialog die neue Teilnehmeradresse, bestätigen Sie Ihre Eingabe, schließen Sie die Konfigurationstabelle und speichern Sie die Hardware-Konfiguration. 7. Laden Sie die Konfiguration ins Zielsystem mit dem Menübefehl Zielsystem Laden. Hinweis Bevor die Konfiguration in die angeschlossene Baugruppe übertragen wird, müssen Sie die MPI-Adresse des Zielsystems angeben. Beachten Sie bitte bei Änderung der MPI-Adresse, daß Sie die alte MPI-Adresse angeben müssen (denn zu diesem Zeitpunkt ist diese noch die gültige Teilnehmeradresse). 8-15

126 Konfigurieren von Netzen Voraussetzung für Laden über Netz Erst dann, wenn sämtliche Baugruppen eines Subnetzes unterschiedliche Teilnehmeradressen besitzen und Ihr tatsächlicher Aufbau mit der erstellten Netzkonfiguration übereinstimmt, können Sie die Konfiguration über das Subnetz (PROFIBUS oder MPI) in die Zielsysteme laden. Konsistenz prüfen in NETPRO Eine Konfiguration kann nur dann in das Zielsystem geladen werden, wenn sie konsistent und fehlerfrei ist. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor dem Laden die Konsistenz der Netzkonfiguration von STEP 7 überprüfen zu lassen. Eventuelle Fehlerursachen werden dann von STEP 7 angezeigt. Sie verwenden hierzu in NETPRO den Menübefehl Netz Konsistenz prüfen. Konfiguration über Netz in Zielsystem laden Um die Konfiguration über ein Netz in ein Zielsystem zu laden, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wechseln Sie in die Ansicht der Konfigurationstabelle. 2. Schließen Sie Ihr Programmiergerät an das PROFIBUS- oder das MPI- Subnetz an. 3. Schalten Sie die CPU, in die Sie die Konfiguration laden wollen, in den Betriebszustand STOP. 4. Wählen Sie in der Ansicht der Konfigurationstabelle den Menübefehl Zielsystem Laden in Baugruppe... STEP 7 führt Sie dann über Dialogfelder zum Ergebnis. Ergebnis: STEP 7 lädt immer die gesamte Konfiguration (Hardware- und Netzkonfiguration) in das Zielsystem. Konfiguration in andere Zielsysteme laden Wenn Sie an Netze Teilnehmer anschließen wollen, die keine Komponenten aus SIMATIC S7/M7/C7 sind, wie z. B. Automatisierungsgeräte aus SIMA- TIC S5, dann müssen Sie auch in diesen Teilnehmern die Netzkonfiguration abspeichern. Lesen Sie hierzu die Dokumentation zum eingesetzten Teilnehmer. 8-16

127 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9 Übersicht Zentralbaugruppen der SIMATIC bieten Kommunikationsmöglichkeiten quasi von Haus aus. Im folgenden ist erläutert, wie durch die Vereinbarung von Globaldaten die Grenzen zwischen räumlich getrennten Automatisierungssystemen verschwinden, ohne daß auch nur eine Zeile im Anwenderprogramm zu schreiben ist. Die Kommunikation über Globaldaten wird nicht programmiert sondern konfiguriert. Das Konfigurieren des Datenaustausches über Globaldaten ist sehr einfach, denn Sie müssen lediglich eine Tabelle ausfüllen. Das Übertragen der Daten ist eine Systemleistung. Globaldaten-Kommunkation findet zwischen maximal 15 MPI-Teilnehmern statt. Sie ist ausgelegt für eine geringe Datenmenge, die in der Regel zyklisch übertragen wird. Bei einigen Zentralbaugruppen aus dem SIMATIC S7-400-Spektrum ist auch eine ereignisgesteuerte Übertragung mit Hilfe von SFCs möglich. In diesem Kapitel finden Sie beschrieben, wie Sie die Globaldaten- Kommunikation konfigurieren. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 9.1 Globaldaten Öffnen einer Globaldatentabelle Ausfüllen einer Globaldatentabelle Übersetzen und Laden einer Globaldatentabelle Einstellen von Untersetzungsfaktoren Anzeige und Bearbeitung des GD-Status Beispiele für Konfigurationen

128 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.1 Globaldaten Globaldaten Globaldaten (GD) sind Merker, Eingänge, Ausgänge, Zeiten, Zähler und Bereiche in Datenbausteinen (also alle Daten, die von Codebausteinen aus ansprechbar sind, außer den Peripheriebereichen der Ein- und Ausgänge und temporären Daten). Ein konfigurierbarer Teil davon kann mit Hilfe der Globaldaten-Kommunikation zwischen CPUs übertragen werden. GD-Paket Globaldaten, die den gleichen Sender/Empfänger haben, können in einem GD-Paket zusammengefaßt werden. Das GD-Paket wird in einem Telegramm versendet. Ein GD-Paket wird durch eine GD-Paketnummer gekennzeichnet. GD-Kreis Die CPUs, die am Austausch von GD-Paketen teilnehmen, bilden einen GD-Kreis. Ein GD-Kreis wird durch eine GD-Kreisnummer gekennzeichnet. Die Übertragung der Globaldaten findet zwischen S7-CPUs im MPI-Netz statt. Die Globaldaten können über das MPI-Kabel oder über den Kommunikationsbus einer S7-400-Station übertragen werden. Die Sende-CPU sendet die Globaldaten an alle Teilnehmer des GD-Kreises. Die Empfangs-CPUs müssen die Sende-CPU nicht kennen. Der Empfang der Globaldaten wird nicht quittiert. Bild 9-1 zeigt an einem Beispiel die Globaldaten-Kommunikation im MPI- Netz: die S7-400-CPU sendet Globaldaten, die die S7-300-CPUs empfangen. PG MPI S7-400 S7-300 S7-300 Bild 9-1 Globaldaten-Kommunikation im MPI-Netz GD-Kommunikation Kommunikations- Ressourcen der CPU Die Kommunikations-Ressource einer CPU wird als max. Anzahl von GD- Kreisen, denen eine CPU angehören kann, bezeichnet. Welche Kommunikations-Ressourcen Ihre CPU besitzt, entnehmen Sie bitte den technischen Daten Ihrer CPU oder der Online-Hilfe zur GD-Kommunikation. 9-2

129 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.2 Öffnen einer Globaldatentabelle Übersicht Voraussetzungen Aufrufen der GD-Tabelle Zur Globaldaten-Kommunikation erstellen Sie mit STEP 7 eine Globaldatentabelle, die die Konfigurationsdaten für den Datenaustausch festlegt. Bevor Sie die Globaldatentabelle ausfüllen, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Im SIMATIC-Manager muß ein STEP 7-Projekt angelegt sein. Im Projekt muß ein MPI-Netz parametriert sein. Im Projekt müssen mindestens zwei GD-fähige Baugruppen konfiguriert sein. Bei der Globaldatenübertragung über MPI-Netz müssen die Baugruppen vernetzt sein. Wenn Sie ein neues STEP-7-Projekt anlegen, wird darin automatisch ein MPI-Netz angelegt. Erfolgt die Globaldatenübertragung nur über den Kommunikationsbus, brauchen die Baugruppen nicht vernetzt zu werden. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie Ihr Projekt und markieren Sie das MPI-Subnetz. 2. Wählen Sie den Menübefehl Extras Globaldaten definieren. Ergebnis: Damit haben Sie eine neue GD-Tabelle erzeugt bzw. eine vorhandene GD-Tabelle geöffnet, die nun auf dem Bildschirm angezeigt wird (siehe Bild 9-2). GD: Globaldaten definieren - Globaldaten zu Subnetz MPI-Netz(1) GD-Tabelle Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Fenster Hilfe Globaldaten zu Subnetz MPI-Subnetz GD-Kennung GD GD GD GD GD GD Bearbeitungsphase Offline Bild 9-2 Ansicht einer neuen GD-Tabelle 9-3

130 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation GD-Tabellen für Subnetze GD-Tabellen für CPUs Mit dem Menübefehl GD-Tabelle Öffnen Globaldaten für Subnetz können Sie weitere GD-Tabellen aus anwählbaren Subnetzen öffnen. Mit dem Menübefehl GD-Tabelle Öffnen Globaldaten für CPU können Sie, z. B. für Service-Zwecke oder zur Störungssuche, GD-Tabellen aus den Systemdaten der vorhandenen CPUs online und offline auslesen. 9-4

131 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.3 Ausfüllen einer Globaldatentabelle Einträge in die GD-Tabelle In die Globaldatentabelle tragen Sie ein, welche CPUs Daten austauschen sowie die Adreßbereiche der auszutauschenden Daten. Optional können Sie angeben einen Untersetzungsfaktor, der angibt, nach wieviel CPU-Zyklen die Daten gesendet/empfangen werden sollen und einen Adreßbereich (Doppelwort) für Statusinformationen. Das Erstellen von Verbindungen, wie sie für den Datenaustausch über Kommunikationsbausteine erforderlich sind, entfällt für die GD-Kommunikation. GD-Tabelle ausfüllen Beispiel Für jede an der GD-Kommunikation beteiligten CPU müssen Sie eine Spalte der Tabelle ausfüllen. Dabei legen Sie die Operandenbereiche für alle CPUs fest, die an der GD-Kommunikation teilnehmen. Zum Ausfüllen einer GD- Tabelle gehen Sie wie folgt vor: 1. Tragen Sie in der obersten Zeile der Tabelle zunächst alle beteiligten CPUs ein, indem Sie auf dem entsprechenden Spaltenkopf doppelklicken oder über den Menübefehl Bearbeiten CPU. 2. Wählen Sie aus dem folgenden Dialogfeld die jeweils gewünschte CPU aus und bestätigen Sie mit OK. 3. Tragen Sie die zu übertragenden Globaldaten in die jeweils darunterliegenden Zeile der GD-Tabelle ein. Den Editiermodus für einzelne Zellen der GD-Tabelle können Sie mit der Taste F2 anwählen. 4. Definieren Sie in jeder Zeile der GD-Tabelle einen Sender, indem Sie die entsprechende Zelle anwählen und in der Funktionsleiste auf das Symbol Als Sender markieren klicken. 5. Die Globaldaten, die in eine Zeile eingetragen werden, können nur über einen einheitlichen Kommunikationsweg ausgetauscht werden: Entweder über K-Bus oder über MPI-Kabel. Bild 9-3 zeigt ein einfaches Kommunikationsbeispiel und die zugehörigen Einträge in der GD-Tabelle. Station1/CPU1 EB 100 MB 202 GD-Elemente GD-Kennung GD GD GD-Tabelle Station1\CPU1 >> EB 100 MB 202 GD GD Station2\CPU1 MB 200 >> AB 100 Station2/CPU2 MB 200 AB 100 >> : kennzeichnet Sender Bild 9-3 Beispiel zur GD-Kommunikation 9-5

132 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.4 Übersetzen und Laden einer Globaldatentabelle Übersicht Die in der Globaldatentabelle eingegebenen Daten müssen in eine Sprache übersetzt werden, die die CPUs verstehen. Das Übersetzen der Globaldatentabelle geschieht in zwei Phasen. Die jeweilige Phase wird in der Statuszeile am unteren Rand der Bedienoberfläche angezeigt. Phase 1 Beim ersten Übersetzen einer Globaldatentabelle prüft STEP 7: die Gültigkeit der angegeben CPUs in der Kopfzeile der CPU-Spalten. die Syntax der Operanden, die Sie in die Tabellenfelder eingegeben haben. die Größe der Datenbereiche für Sender und Empfänger (Datenbereich für Sender und Empfänger müssen gleich groß sein.). daß die Globaldaten einer Zeile entweder nur über die K-Bus-Verbindung oder über das MPI-Kabel ausgetauscht werden. Ein Mischbetrieb ist nicht möglich. Die einzelnen Globaldaten werden zu Paketen zusammengefaßt. Nach der ersten erfolgreichen Übersetzung befindet sich die Globaldatentabelle in der Phase 1. Die Phase wird in der Statuszeile des Fensters angezeigt. In Phase 1 können Sie Statuszeilen und Untersetzungsfaktoren in der GD-Tabelle bearbeiten. Die in Phase 1 erstellten Konfigurationsdaten sind für eine lauffähige GD-Kommunikation ausreichend. Sie können aus der PG-Datenhaltung in die CPUs geladen werden. Phase 2 Wenn Sie die Statuszeilen und/oder die Untersetzungsfaktorenzeilen in Phase 1 bearbeiten, müssen Sie die GD-Tabelle erneut übersetzen, damit die hinzugekommenen Informationen in die Konfigurationsdaten einfließen. Die Phase 2 ist nur erforderlich, wenn Sie Default-Werte für die Untersetzungsfaktoren ändern oder Eingaben in die Statuszeilen vornehmen möchten. GD-Tabelle: neu oder geändert GD-Tabelle Phase 1 Untersetzungsfaktoren und Statuszeilen ergänzen ergänzte Systemdaten 1. Übersetzung GD-Tabelle 2. Übersetzung Phase 1 GD-Tabelle Phase 2 ergänzte Systemdaten Phase 2 Bild 9-4 Übersetzung einer GD-Tabelle 9-6

133 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation GD-Tabelle übersetzen und laden Die Konfiguration wird in ladbare Systemdatenbausteine (SDB) übersetzt, die im Objekt Systemdaten im Anwenderprogramm der jeweiligen CPU abgelegt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Erzeugen Sie mit dem Menübefehl GD-Tabelle Übersetzen die zur GD-Kommunikation erforderlichen Konfigurationsdaten. 2. Übertragen Sie mit dem Menübefehl Zielsystem Laden die Konfigurationsdaten auf die CPUs. 9-7

134 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.5 Einstellen von Untersetzungsfaktoren Übersicht Der Austausch von Globaldaten läuft wie folgt ab: Die Sende-CPU sendet die Globaldaten am Ende eines Zyklus. Die Empfangs-CPU liest diese Daten zu Beginn eines Zyklus. Mit Hilfe des Untersetzungsfaktors, den Sie in der Globaldatentabelle angeben, legen Sie fest, nach wieviel Zyklen die Datenübertragung bzw. der Datenempfang stattfinden soll. Übertragungszeitpunkt festlegen Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Übersetzen Sie die Globaldatentabelle, falls sich diese noch nicht in Phase 1 befindet (siehe Eintrag in Statuszeile). 2. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Untersetzungsfaktoren, falls in der GD-Tabelle keine Untersetzungsfaktorenzeile angezeigt wird. 3. Tragen Sie die gewünschten Untersetzungsfaktoren ein. Wenn Sie keinen Untersetzungsfaktor angeben, wird die Defaulteinstellung übernommen. 4. Übersetzen Sie die Globaldatentabelle erneut (Phase 2). Geeignete Wahl von Untersetzungsfaktoren Kleine Untersetzungsfaktoren erhöhen die Häufigkeit des Datenaustauschs. Jedoch sollten die folgenden Bedingungen eingehalten werden, um die Kommunikationslast der CPUs gering zu halten: Für den Sender eines GD-Pakets gilt: S7 300 CPUs: Untersetzungsfaktor Sender x Zykluszeit Sender >= 60 ms S7 400 CPUs: Untersetzungsfaktor Sender x Zykluszeit Sender >= 10 ms Für den Empfänger eines GD-Pakets gilt: Untersetzungsfaktor Empfänger x Zykluszeit Empfänger < Untersetzungsfaktor Sender x Zykluszeit Sender Dies bedeutet: Die Daten eines GD-Paketes müssen häufiger empfangen als gesendet werden, da es sonst zum Verlust eines GD-Pakets kommen kann. Ein eventueller Verlust wird im GD-Status angezeigt, falls Sie dies projektiert haben (siehe Kapitel 9.6). 9-8

135 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation Globaldaten übertragen mit SFCs Bei S7-400 CPUs können Sie mit den Systemfunktionen SFC 60 GD_SND und SFC 61 GD_RCV zusätzlich oder alternativ zur zyklischen Übertragung an jeder beliebigen Stelle im Anwenderprogramm GD-Pakete senden oder empfangen. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß Sie den Datenaustausch konfiguriert, d. h. eine Globaldatentabelle erstellt haben. Als Parameter der SFCs geben Sie die Nummern des GD-Kreises und des GD-Pakets an, die bei der Konfigurierung der Globaldatentabelle erzeugt werden. Geben Sie in der Globaldatentabelle als Untersetzungsfaktor 0 an, werden die Globaldaten nur beim Aufruf der entsprechenden SFC übertragen. Aufbau der GD-Kennung Beim Übersetzen der von Ihnen erstellten GD-Tabelle wird allen Globaldaten eine eindeutige Kennung (GD-Identifier) zugewiesen. Diese GD-Kennung ist wie folgt aufgebaut: GD Kennzeichnung der im Paket enthaltenen Daten GD-Paketnummer GD-Kreisnummer Bild 9-5 Aufbau der GD-Kennung 9-9

136 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.6 Anzeige und Bearbeitung des GD-Status Anzeigen des Status Um Fehler der GD-Kommunikation durch das Anwenderprogramm auswerten zu können, werden Meldungsbits in einem Statuswort gesetzt. Für jedes GD-Paket können Sie pro betroffener CPU ein Status-Doppelwort festlegen. Status-Doppelwörter tragen in der Tabelle die Kennung GDS. Auswerten des Status Wenn Sie das Status-Doppelwort (GDS) einem CPU-Operanden gleichen Formats zuweisen (z. B. MD 120), dann können Sie den Status im Anwenderprogramm oder in der Statuszeile auswerten. Die Statuszeile läßt sich mit dem Menübefehl Ansicht GD-Status ein- und ausblenden. Aufbau des Statusdoppelworts Der GD-Status ist bitorientiert aufgebaut. Die Bedeutung eines gesetzten Bits ist im Bild 9-6 dargestellt. Ein Bit bleibt solange gesetzt, bis es vom Anwenderprogramm oder über PG-Bedienung zurückgesetzt wird. Nicht aufgeführte Bits sind reserviert und z. Zt. ohne Bedeutung. Der GD-Status belegt ein Doppelwort; zum leichteren Verständnis wird in der Darstellung das MD 120 verwendet. MB MD 120 MB 121 MB 122 MB Bereichslängenfehler im Sender DB im Sender nicht vorhanden GD-Paket verloren Syntaxfehler im GD-Paket GD-Objekt fehlt im GD-Paket Längen der GD-Objekte im Sender und Empfänger unterschiedlich Bereichslängenfehler im Empfänger Empfänger hat neue Daten erhalten DB im Empfänger nicht vorhanden Sender hat einen Neustart/Wiederanlauf durchgeführt Bild 9-6 Aufbau des GD-Statusdoppelwortes Gesamtstatus STEP 7 legt über alle GD-Pakete einen Gesamtstatus an (GST). Der Gesamtstatus, ebenfalls ein Doppelwort mit identischem Aufbau wie das Status-Doppelwort (GDS), entsteht durch ODER-Verknüpfung aller Status- Doppelwörter. 9-10

137 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation 9.7 Beispiele für Konfigurationen Beispiel 1: Eine CPU sendet Daten zu mehreren CPUs Im ersten Beispiel für eine Konfiguration sendet die CPU mit dem Namen Station1\CPU1 ein Feld mit 22 Bytes, an einige ausgewählte CPUs im Netz (siehe Bild 9-7). Die Konfiguration gibt an, daß die CPU1 der Station1 die Daten von MB50 bis MB71 sendet. Die anderen CPUs legen die empfangenen Daten an den gleichen oder auch an anderen Operanden ab. Station1\CPU1 22 Bytes Station2\CPU1 Station3\CPU1 Station4\CPU1 Bild 9-7 Beispiel: Eine CPU sendet Daten zu mehreren CPUs Tabelle 9-1 zeigt die Globaldatentabelle für diese Konfiguration. Die Tabelle stellt einen GD-Kreis dar. Für eine CPU 314 können vier GD-Kreise definiert werden. Tabelle 9-1 Eine CPU sendet Daten zu mehreren CPUs GD-Identifier Station1\CPU1 Station2\CPU1 Station3\CPU1 Station4\CPU1 GD 1.1.1»MB50:22 MB50:22 MB110:22 MB110:

138 Konfigurieren der Globaldaten-Kommunikation Beispiel 2: Zwei CPUs tauschen Daten aus In diesem Beispiel für eine Konfiguration sendet die CPU mit dem Namen Station1\CPU1 ein Feld von 10 Bytes mit Beginn bei MB80 an die CPU mit dem Namen Station2\CPU1, die die empfangenen Daten in MB20 bis MB29 ablegt. Die CPU1 der Station2 ist auch als Sender definiert und sendet 20 Bytes, von DB10 mit Beginn bei Adresse 0 an die CPU1 der Station1, die die Daten in den gleichen Operanden ablegt (siehe Bild 9-8). Station1\CPU1 Station2\CPU1 Bild 9-8 Kommunikation über Globaldaten Tabelle 9-2 zeigt die Globaldatentabelle für diese Konfiguration. Die Tabelle stellt einen GD-Kreis dar. Für eine CPU 314 können vier GD-Kreise definiert werden. Tabelle 9-2 Zwei CPUs tauschen Daten aus GD-Identifier Station1\CPU1 Station2\CPU1 GD 1.1.1»MB80:10 MB20:10 GD DB10.DBB0:20»DB10.DBB0:20 Hinweis Weitere Beispiele finden Sie in der Online-Hilfe unter Beispiele für Globaldaten-Kommunikation. 9-12

139 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10 Übersicht Kommunikationsverbindungen oder kurz Verbindungen sind immer dann erforderlich, wenn Sie im Anwenderprogramm einen Datenaustausch über bestimmte Kommunikationsbausteine (SFBs, FBs oder FCs) durchführen wollen. Eine Verbindung legt die Kommunikationsbeziehung für jeweils 2 Teilnehmer fest. Durch das Festlegen einer Verbindung vereinfacht sich die Programmierung der Kommunikation erheblich. Die Festlegung gilt für alle aufgerufenen Kommunikationsbausteine und muß nicht immer wieder neu definiert werden. In diesem Kapitel lesen Sie, wie Sie mit STEP 7 die Verbindungen definieren, welche Besonderheiten Sie beachten müssen und welche Kommunikationsbausteine Sie im Anwenderprogramm einsetzen können. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 10.1 Kommunikationsverbindungen Übersicht Erstellen einer Verbindung Eigenschaften von S7-Verbindungen Eigenschaften von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen Kommunikationsverbindungen zu Partnern in anderen Projekten 10.6 Kommunikationsverbindungen zu Anderen Stationen, zu PGs/PCs oder zu SIMATIC S5-Stationen 10.7 Laden der Verbindungstabelle ins Zielsystem

140 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10.1 Kommunikationsverbindungen Übersicht Einleitung Kommunikationsverbindungen sind immer dann erforderlich, wenn Sie im Anwenderprogramm einen Datenaustausch über bestimmte Kommunikationsbausteine (SFBs, FBs oder FCs) durchführen wollen. Die Kommunikationsverbindung ist eine logische Verbindung und kennzeichnet: die beteiligten Kommunikationsteilnehmer den Typ der Verbindung (z. B. S7-, PtP-, FDL- oder ISO-Transportverbindung) spezielle Eigenschaften (z. B., ob eine Verbindung permanent aufgebaut bleibt, oder ob sie im Anwenderprogramm dynamisch auf- und abgebaut wird). Warum werden Verbindungen festgelegt? Die Verbindung definiert die Kommunikationseigenschaften zwischen zwei Teilnehmern. STEP 7 speichert sämtliche Eigenschaften einer Verbindung und vergibt pro Verbindung für jeden Kommunikationspartner eine eindeutige Kennung, die sogenannte Verbindungs-ID. Nur diese Verbindungs-ID wird von Ihnen bei der Parametrierung der Kommunikationsbausteine benötigt; das erleichtert die Programmierung erheblich. Vorgehensweise Um eine Kommunikationsverbindung zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor. Legen Sie ein Projekt im SIMATIC Manager an. Parametrieren Sie ein Subnetz. Legen Sie fest, welche Teilnehmer miteinander Daten austauschen sollen. Konfigurieren u. vernetzen Sie mind. 2 programmierbare Baugruppen (CPU/FM). Legen Sie die Verbindungen in der Verbindungstabelle an. Bestimmen Sie die Objekteigenschaften der Verbindungen. Laden Sie die Verbindungsdaten in die beteiligten programmierbaren Baugruppen. Bild 10-1 Vorgehensweise zur Erstellung von Kommunikationsverbindungen 10-2

141 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Voraussetzungen Bevor Sie eine Verbindung in die Verbindungstabelle eintragen können, müssen Sie: ein Projekt angelegt haben; ein Subnetz parametriert haben; im Projekt mindestens 2 programmierbare Baugruppen (CPU/FM) konfiguriert und vernetzt haben (zwischen diesen wollen Sie Kommunikationsverbindungen einrichten). Verbindungstabelle aufrufen Sie befinden sich in Ihrem Projekt und haben die Station geöffnet, in der sich die Baugruppe befindet, für die Sie die Verbindungstabelle erstellen wollen. Um eine Verbindungstabelle aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie auf die programmierbare Baugruppe. 2. Selektieren Sie das Objekt Verbindungen. 3. Doppelklicken Sie auf das Objekt oder wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen. Ergebnis: Es öffnet sich das Fenster mit der Verbindungstabelle. CPU414-2DP - Verbindungen projektieren Verbindungstabelle Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Hilfe Station: SIMATIC 400-Station(2) Baugruppe: CPU414-2DP(1) Lokale ID (Hex.) Partner- ID (Hex.) Partner Typ Aktiver Verb.-aufbau Betriebszustandsmeldungen senden 1 4 SIMATIC 400-Station(3)/CPU412-1(1) S7-Verbindung ja ja 2 5 SIMATIC 400-Station(3)/CPU416-1(1) S7-Verbindung nein nein Bereit Reihe: 1 Lok. ID:1 Sel. 1 von 2 Bild 10-2 Ansicht der Verbindungstabelle Lokaler Teilnehmer Für jede programmierbare Baugruppe, die Teilnehmer einer Verbindung sein kann, existiert eine eigene Verbindungstabelle. Wählen Sie in den Feldern im oberen Teil der Verbindungstabelle Station und Baugruppe aus, für die Sie die Verbindungstabelle erstellen wollen (diese Baugruppe wird auch lokaler Teilnehmer oder lokaler Partner genannt). 10-3

142 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10.2 Erstellen einer Verbindung Einleitung In der Verbindungstabelle werden sämtliche Verbindungen angezeigt, die von einer Baugruppe ausgehen. Die Tabelle selbst ist nicht editierbar. Im folgenden wird gezeigt, wie Sie eine neue Verbindung erstellen. Auf ähnliche Art und Weise können Sie auch eine bereits erstellte Verbindung ändern. Neue Verbindung erstellen Voraussetzung: Sie haben die Verbindungstabelle geöffnet. Um eine neue Verbindung zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor: Doppelklicken Sie in der Verbindungstabelle auf eine leere Zeile oder wählen Sie den Menübefehl Einfügen Verbindung... Ergebnis: Auf dem Bildschirm erscheint der folgende Dialog. Neue Verbindung Verbindungspartner Station: SIMATIC 400-Station (2) Baugruppe: CPU414-2DP(2) Verbindung Typ: S7-Verbindung Eigenschaftsdialog aufblenden OK Hinzufügen Abbrechen Hilfe Bild 10-3 Dialog zur Verbindungserstellung Wählen Sie die Station und die programmierbare Baugruppe aus, zu der Sie die Verbindung erstellen wollen. Verbindungspartner Verbindungspartner unspezifiziert Sie wählen im Feld Station als Verbindungspartner unspezifiziert, wenn: Sie die Verbindung nur reservieren und den Partner noch nicht eintragen wollen, der Verbindungspartner ein PG/PC mit WinCC ist oder sich der Verbindungspartner in einem anderen STEP 7-Projekt befindet. Nähere Informationen finden Sie im Kapitel

143 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Verbindungstyp Wählen Sie im Auswahlfeld Typ den Verbindungstyp aus, den Sie verwenden wollen. Wahl des Verbindungstyps Der Verbindungstyp ist abhängig vom Subnetz und dem Übertragungsprotokoll, über das die Verbindung aufgebaut wird, und von der Automatisierungsfamilie, der die Kommunikationspartner angehören. Welche Kommunikationsbausteine (SFBs, FBs oder FCs) Sie einsetzen können, hängt vom Verbindungstyp ab. Die folgende Tabelle soll Ihnen die Wahl des Verbindungstyps für Ihre zu erstellende Verbindung erleichtern. Tabelle 10-1 Wahl des Verbindungstyps Verbindungstyp Subnetztyp Verbindung zwischen SIMATIC... S7-Verbindung PtP-Verbindung FMS- Verbindung FDL-Verbindung MPI, PROFIBUS, Industrial Ethernet Punkt-zu-Punkt (Rechnerprotokoll RK512/3964(R)) PROFIBUS (FMS-Protokoll) PROFIBUS (FDL-Protokoll) S7 S7, S7 PG/PC 1, S7 PG/PC mit WinCC 2 bei MPI zusätzlich: M7 M7, M7 S7, M7 PG/PC 1 S7 Partner in anderem Projekt (S7, PG/PC mit WinCC) S7 S7, S7 S5, S7 Fremdgerät S7 Partner in anderem Projekt (S7, Fremdgerät) S7 S7, S7 S5, S7 PG/ PC, S7 Fremdgerät, S7 Broadcast an alle Teilnehmer S7 Partner in anderem Projekt (S7, S5, PG/PC, Fremdgerät) S7 S7, S7 S5, S7 PG/ PC, S7 Fremdgerät S7 Partner in anderem Projekt (S7, S5, PG/PC, Fremdgerät) Kommunikationsbausteine SFBs USEND, URCV, BSEND, BRCV, GET, PUT, START, STOP, RESUME, STATUS, USTATUS SFBs BSEND, BRCV, GET, PUT, STA- TUS, PRINT FBs READ, WRITE, IDENTIFY, ACCESS, OSTATUS, REPORT FCs AG- SEND, AG-RE- CEIVE 10-5

144 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Tabelle 10-1 Wahl des Verbindungstyps Verbindungstyp Subnetztyp Verbindung zwischen SIMATIC... ISO-on-TCP Verbindung Kommunikationsbausteine ISO-Transportverbindung Industrial Ethernet (ISO-Transportprotokoll) Industrial Ethernet (TCP/IP-Protokoll) S7 S7, S7 S5, S7 PG/ PC, S7 Fremdgerät, S7 unspezifiziert S7 Partner in anderem Projekt (S7, S5, PG/PC, Fremdgerät, unspezifiziert) S7 S7, S7 S5, S7 PG/ PC, S7 Fremdgerät, S7 unspezifiziert S7 Partner in anderem Projekt (S7, S5, PG/PC, Fremdgerät, unspezifiziert) FCs AG- SEND, AG-RE- CEIVE FCs AG- SEND, AG-RE- CEIVE 1 PG/PC mit SAPI-S7-Programmierschnittstelle (= C-Programmierschnittstelle für Zugriff auf SIMATIC S7-Komponenten 2 WinCC = Software, die ein PG/einen PC zur Operator Station (OS) macht Bausteine für S7-Verbindungen Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der einsetzbaren Kommunikationsbausteine vom Typ SFB (System-Funktionsbaustein) für den Verbindungstyp S7. Tabelle 10-2 SFBs für Verbindungstyp S7 SFB 8 SFB 9 SFB 12 SFB 13 SFB USEND URCV BSEND BRCV Kurzbeschreibung Unkoordinierter Datenaustausch über einen Sende- und einen Empfangs-SFB Austausch von Datenblöcken variabler Länge zwischen einem Sende-SFB und einem Empfangs-SFB SFB 14 GET Aus einem Remote-Gerät Daten lesen SFB 15 PUT In ein Remote-Gerät Daten schreiben SFB 19 START In einem Remote-Gerät Neustart durchführen SFB 20 STOP Ein Remote-Gerät in den Zustand STOP versetzen SFB 21 RESUME In einem Remote-Gerät Wiederanlauf durchführen SFB 22 STATUS Gezielte Abfrage des Status eines Remote-Geräts SFB 23 USTATUS Empfang der Statusmeldungen von Remote-Geräten 10-6

145 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Bausteine für PtP- Verbindungen Für den Verbindungstyp PtP-Verbindung können Sie die SFBs BSEND, BRCV, GET, PUT, STATUS einsetzen (siehe Tabelle 10-2). Außerdem ist der SFB PRINT für PtP-Verbindungen einsetzbar: Tabelle 10-3 SFB PRINT für Verbindungstyp PtP-Verbindung SFB Kurzbeschreibung SFB 16 PRINT Daten an einen Drucker senden Weitere Informationen zu SFBs Bausteine für FMS- Verbindungen Nähere Informationen zu den SFBs finden Sie in /235/. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der einsetzbaren Kommunikationsbausteine vom Typ FB (Funktionsbaustein) für den Verbindungstyp FMS- Verbindung. Tabelle 10-4 FB READ WRITE IDENTIFY ACCESS OSTATUS REPORT FBs für Verbindungstyp FMS-Verbindung Kurzbeschreibung Lesen von Variablen aus einem Remote-Gerät Schreiben von Variablen in ein Remote-Gerät Identifiziert das Remote-Gerät für den Anwender Ermöglicht die Koordinierung von Schreib- und Lesezugriffen (Sperren, Freigeben, konsistente Übertragung) Liefert den Status eines Remote-Gerätes auf Abfrage durch den Anwender Melden einer Variablen an das Remote-Gerät Weitere Informationen zu FBs Nähere Informationen zu den FBs finden Sie in der Online-Hilfe zu den FBs und in /501/. Bausteine für FDL-, ISO-TP-, ISO-on-TCP Verbindung Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der einsetzbaren Kommunikationsbausteine vom Typ FC (Function Call) für die Verbindungstypen ISO-Transportverbindung FDL- und ISO-on-TCP-Verbindung. Tabelle 10-5 FC AG-SEND AG-RECV FCs für Verbindungstypen FDL-, ISO-on-TCP-Verbindung und ISO-Transportverbindung Kurzbeschreibung Sendet Daten über eine projektierte Verbindung zum Kommunikationspartner Empfängt Daten über eine projektierte Verbindung vom Kommunikationspartner 10-7

146 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Weitere Informationen zu FCs Nähere Informationen zu den beiden FCs finden Sie in der Online-Hilfe zu den FCs und in /500/ und /501/. Anzahl Verbindungen Die Anzahl der maximal projektierbaren Verbindungen ist abhängig von den Ressourcen der eingesetzten Baugruppe. STEP 7 überwacht die Grenzen und gibt Ihnen eine Meldung aus, wenn die Ressourcen der Baugruppe erschöpft sind. Lokale und Partner-ID Nach Bestätigen des Dialogs Neue Verbindung erscheint in der Verbindungstabelle der angegebene Verbindungspartner und der Verbindungstyp. Gleichzeitig vergibt STEP 7 für die eingerichtete Verbindung eine oder zwei Kennungen (Verbindungs-IDs). Über diese Kennungen ist die Verbindung eindeutig identifizierbar. Die Baugruppe, von der aus die Verbindung betrachtet wird (lokaler Teilnehmer), erhält die Lokale ID; die Baugruppe, zu der die Verbindung führt, bekommt ggf. eine Partner-ID. Die Verbindungs-IDs werden als Hexadezimalzahlen angegeben. Die Lokale ID und die Partner-ID werden von Ihnen bei der Programmierung der Kommunikationsbausteine benötigt. Sie finden ein Beispielprogramm für den Datenaustausch über SFB in /234/. Verbindung für lokalen und Verbindungspartner anlegen? Wenn Sie eine Verbindung in der Verbindungstabelle anlegen, dann müssen Sie folgendes beachten. Sie geben die Verbindung nur 1x, nämlich nur in die Verbindungstabelle für den lokalen Teilnehmer, ein: wenn STEP 7 nur eine Lokale ID für die Verbindung in die Verbindungstabelle einträgt (Besonderheiten finden Sie in der Online-Hilfe erläutert) wenn STEP 7 sowohl eine Lokale ID als auch eine Partner-ID für die Verbindung in die Verbindungstabelle einträgt (STEP 7 trägt automatisch die Verbindung in die Verbindungstabelle des Verbindungspartners ein) 10-8

147 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10.3 Eigenschaften von S7-Verbindungen Einleitung Den Verbindungstyp S7 Verbindung verwenden Sie hauptsächlich für die Verbindung von zwei Baugruppen aus dem SIMATIC S7-/M7-Spektrum. Neben dem Eintrag in der Verbindungstabelle können Sie für jede projektierte S7-Verbindung spezielle Eigenschaften festlegen. Dialog aufrufen Um den Dialog für die Verbindungseigenschaften aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Selektieren Sie in der Verbindungstabelle die gewünschte Verbindung. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ergebnis: Auf dem Bildschirm erscheint der folgende Dialog. Objekteigenschaften Verbindung Verbindung Fest projektierte dynamische Verbindung Aktiver Verbindungsaufbau Betriebszustandsmeldungen senden Identifikation Bausteinparameter Lokale ID: W#16#1 1 Vorgabe ID Netzanschlüsse Lokal Partner Über CP/CPU: SIMATIC 400 Station(1)/CPU414-1(1) SIMATIC 400 Station(2)/CPU413-1(1) CPU414-1(1) (R 0 / S 2) CPU413-1(1) (R 0 / S 2) Schnittstellentyp: Teilnehmeradresse: MPI 2 MPI 3 Adressendetails... OK Abbrechen Hilfe Bild 10-4 Objekteigenschaften für S7-Verbindung Fest projektierte dynamische Verbindung Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn Sie die Verbindung im Anwenderprogramm auf- und abbauen wollen. Dies hat den Vorteil, daß das Netz nur dann belastet wird, wenn Sie die Verbindung benötigen. Das Kontrollkästchen ist nur bei einer SIMATIC M7-Baugruppe anwählbar. Den Verbindungsauf- bzw. -abbau stoßen Sie mit den M7-Funktionen M7KInitiate und M7KAbort im Anwenderprogramm an. Die M7-Funktionen sind beschrieben im Handbuch /281/. Wenn das Kästchen nicht selektiert ist, wird die Verbindung während des Anlaufs automatisch aufgebaut und bleibt bis zum Abschalten des Teilnehmers erhalten. 10-9

148 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn der lokale Teilnehmer die Verbindung aufbauen soll. Der Verbindungsaufbau führt zu einer geringen Verlängerung der Zykluszeit. Wenn Sie das Kontrollkästchen nicht aktivieren, dann übernimmt der Partner den Verbindungsaufbau. Aktiver Verbindungsaufbau Betriebszustandsmeldungen senden Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn der lokale Teilnehmer seine Betriebszustandsmeldungen (z. B. STOP, RUN, DEFEKT) an den Partner senden soll. Die Zustandsmeldungen können dann im Partner über den SFB 23 USTATUS empfangen werden. Lokale ID Es wird die Lokale ID des Teilnehmers angezeigt, von dem aus die Verbindung betrachtet wird (lokaler Teilnehmer). Sie können die Lokale ID ändern. Das ist dann notwendig, wenn Sie bereits Kommunikationsbausteine programmiert haben, und Sie die dort angegebene Lokale ID für die Verbindung verwenden wollen. Vorgabe Über die Schaltfläche Vorgabe können Sie die geänderte Lokale ID wieder auf die zuvor gültige zurücksetzen. Netzanschlüsse In diesem Teil des Dialogfelds wird Ihnen angezeigt, welchen Weg die Verbindung vom lokalen Teilnehmer zum Verbindungspartner nimmt. Sie können den Weg in Abhängigkeit von den kommunikationsfähigen Baugruppen und deren Vernetzung wählen. Besonderheiten finden Sie in der Online-Hilfe erläutert. Beispiel: Der lokale Teilnehmer ist eine CPU, die Teilnehmer eines MPI- Subnetzes und eines PROFIBUS-Subnetzes ist; ihr Verbindungspartner ist eine CPU, die ebenfalls Teilnehmer am selben MPI- und PROFIBUS-Subnetz ist. In diesem Fall können Sie wählen, ob die Verbindung über das MPI- oder das PROFIBUS-Subnetz laufen soll. Lokal: Anzeige des lokalen Teilnehmers der Verbindung Partner: Anzeige des Verbindungspartners der Verbindung Jeweils für den lokalen und den Verbindungspartner: Über CP/CPU: Für den lokalen Teilnehmer können Sie die Baugruppe auswählen, über die die Verbindung läuft (mit Angabe von Rack und Steckplatz der Baugruppe). STEP 7 paßt sofort für den lokalen und den Verbindungspartner die Auswahlfelder Schnittstellentyp: und Über CP/CPU: an. Die Baugruppe des Verbindungspartners können Sie nur für den eingestellten Schnittstellentyp ändern. Schnittstellentyp: Für den lokalen Teilnehmer können Sie die Schnittstelle der Baugruppe auswählen, über die die Verbindung läuft (z.b. PROFIBUS oder MPI einer CPU). STEP 7 paßt sofort für den lokalen und den Verbindungspartner die Auswahlfelder Über CP/CPU: und Schnittstellentyp an. Den Schnittstellentyp des Verbindungspartners können Sie nicht ändern. Teilnehmeradresse: Hier wird die Teilnehmeradresse der Baugruppe angezeigt, die direkt mit dem Subnetz verbunden ist (z.b. MPI-Adresse der CPU)

149 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Adressendetails: Mit dieser Schaltfläche wird ein Dialogfeld aufgerufen, in welchem Sie in Abhängigkeit vom Verbindungspartner Adressierungsinformationen eintragen. Partner PG/PC mit SAPI-S7-Schnittstelle Sie können S7-Verbindungen zu PGs/PCs mit SAPI-S7-Schnittstelle innerhalb eines Projekts anlegen. Beim Erstellen der S7-Verbindung müssen Sie als Verbindungspartner das PG/den PC anwählen, den Sie zuvor im SIMATIC Manager erzeugt haben (Vorgehensweise siehe Kapitel 10.6). Spezielle Adressierungsinformationen für das PG/den PC geben Sie im Dialogfeld Adressendetails ein. Partner PG/PC mit WinCC Sie können S7-Verbindungen zu PGs/PCs mit WinCC innerhalb eines Projekts oder über Projektgrenzen hinweg anlegen. Beim Erstellen der S7-Verbindung müssen Sie als Verbindungspartner unspezifiziert anwählen. Spezielle Adressierungsinformationen für WinCC geben Sie im Dialogfeld Adressendetails ein

150 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10.4 Eigenschaften von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen Einleitung Den Verbindungstyp PtP-Verbindung verwenden Sie hauptsächlich für die Verbindung von zwei Punkt-zu-Punkt-CPs oder für die Verbindung von einem Punkt-zu-Punkt-CP zu einem Drucker. Neben dem Eintrag in der Verbindungstabelle müssen Sie für jede projektierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung spezielle Eigenschaften festlegen. Dialog aufrufen Um den Dialog für die Verbindungseigenschaften aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Selektieren Sie in der Verbindungstabelle die gewünschte Punkt-zu- Punkt-Verbindung. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ergebnis: Auf dem Bildschirm erscheint der folgende Dialog. Objekteigenschaften Verbindung Verbindung Fest projektierte dynamische Verbindung Aktiver Verbindungsaufbau Betriebszustandsmeldungen senden Identifikation Bausteinparameter Lokale ID: W#16# Vorgabe ID Kommunikationsrichtung 1: Lokal > Partner 2: Partner > Lokal 3: Lokal < > Partner Netzanschlüsse Über PtP-CP: Schnittstellentyp: Schnittstelle: Lokal SIMATIC 400 Station(1)/CPU416-1(1) CP441-2 (R 0/S 11) PtP IF_1/RK512 Partner Andere Station(3) Verbindung wird ausgewählt über RK512 CPU-Nr.: 2 OK RK512 CPU-Nr.: 4 OK Abbrechen Hilfe Bild 10-5 Objekteigenschaften für PtP-Verbindung Objekteigenschaften Neben den in Kapitel 10.3 beschriebenen Kontrollkästchen für Verbindung, dem Eingabefeld Lokale ID: und der Schaltfläche Vorgabe legen Sie hier weitere Verbindungseigenschaften fest

151 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Kommunikationsrichtung Legen Sie fest, in welcher Richtung die Kommunikation stattfinden soll, indem Sie die entsprechende Richtung anwählen. Netzanschlüsse In diesem Teil des Dialogfeldes wird der Weg angezeigt, den die Verbindung vom lokalen Teilnehmer zum Verbindungspartner nimmt. Sie können den Weg in Abhängigkeit von den konfigurierten PtP-CPs wählen. Beispiel: Der lokale Teilnehmer ist eine Station, die 2 PtP-CPs enthält. In diesem Fall können Sie wählen, über welchen CP die Verbindung laufen soll. Lokal: Anzeige des lokalen Teilnehmers der PtP-Verbindung Partner: Anzeige des Verbindungspartners der PtP-Verbindung Über PtP-CP: Für den lokalen Teilnehmer können Sie den PtP-CP auswählen, über den die Verbindung laufen soll (mit Angabe von Rack und Steckplatz des CPs). Schnittstellentyp: Anzeige des Schnittstellentyps PtP Schnittstelle: CPs aus SIMATIC S7 besitzen mehrere Kanäle (Schnittstellen), über die die PtP-Verbindungen aufgebaut werden können. Es werden der Kanal und das für den Kanal benutzte Protokoll angezeigt. Den Kanal können Sie auswählen; das Protokoll haben Sie mit der speziellen Projektiersoftware für den CP projektiert. Es sind folgende Protokolle möglich: Protokoll RK512, Protokoll 3964(R), ASCII-Treiber Sondertreiber oder Drucker-Treiber Verbindung wird ausgewählt über RK Multicomputingfähige Automatisierungsgeräte (wie z. B. S7-400) können mehrere CPUs enthalten. Aus diesem Grund müssen Sie eine CPU-Nr. angeben, über die der Partner die Verbindung ansprechen kann. Wenn Sie als Kommunikationsrichtung Partner > Lokal oder Lokal < > Partner gewählt haben und Telegramme über einen SFB empfangen wollen, dann geben Sie hier die Nummer der CPU (1 bis 4) ein, über die der Partner die Verbindung anspricht. RK512 CPU-Nr. Geben Sie hier eine CPU-Nr. an, zu der die Verbindung gehen soll. Wenn Sie als Kommunikationsrichtung Lokal > Partner oder Lokal < > Partner gewählt haben und Telegramme über einen SFB senden wollen, dann geben Sie hier die Nummer der CPU (1 bis 4) ein, zu der die Verbindung geht. Telegramme senden und empfangen (bei RK512) Wenn Sie Telegramme über SFBs senden und empfangen wollen, dann müssen Sie beide Felder, Verbindung wird ausgewählt... und RK512 CPU-Nr., ausfüllen

152 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 10.5 Kommunikationsverbindungen zu Partnern in anderen Projekten 2 Möglichkeiten Für das Einrichten von Verbindungen zu Verbindungspartnern, die in anderen STEP 7-Projekten projektiert wurden, gibt es 2 Möglichkeiten: Verbindung einrichten zu einer Anderen Station... (siehe Kapitel 10.6) Verbindung einrichten zu Verbindungspartner unspezifiziert Eine Andere Station, ein PG/PC und eine SIMATIC S5-Station müssen Sie als Subnetz-Teilnehmer im aktuellen STEP 7-Projekt projektieren. Für einen unspezifizierten Partner ist dies nicht erforderlich. Einsetzbare Verbindungstypen In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der möglichen Verbindungspartner in einem anderen Projekt, in Abhängigkeit vom Verbindungstyp. Außerdem erfahren Sie, welchen Verbindungspartner Sie projektieren. Tabelle 10-6 Verbindungspartner in anderen Projekten Verbindungstyp Partner in anderem Projekt kann sein... S7-Verbindung PG/PC mit WinCC 1, S7 CPU/FM PtP-Verbindung FMS- Verbindung FDL-Verbindung ISO-Transportverbindung ISO-on-TCP Verbindung S7-Station, Fremdgerät S7-Station, S5-Station, PG/PC, Fremdgerät S7-Station, S5-Station, PG/PC, Fremdgerät Verbindung projektieren zu Verbindungspartner... unspezifiziert unspezifiziert im SIMATIC Manager erstellte: Andere Station (für S7-Station oder Fremdgerät), S5-Station oder PG/PC unspezifiziert oder im SIMATIC Manager erstellte: Andere Station (für S7-Station oder Fremdgerät), S5-Station oder PG/PC 1 WinCC = Software, die ein PG/einen PC zur Operator Station (OS) macht Besonderheit bei PtP-Verbindungen Im Unterschied zu den S7-Verbindungen wird für die Projektierung von PtP- Verbindungen zu einem unspezifizierten Partner keine Vernetzung des lokalen Teilnehmers vorausgesetzt. Die Kommunikationspartner müssen Sie erst dann in Ihrer realen Anlage vernetzen, bevor Sie die Verbindung in Betrieb nehmen

153 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Verbindung zu Partner unspezifiziert anlegen FMS-, FDL-, ISO-Transport- und ISO-on-TCP-Verbindungen sind beschrieben in /500/ und /501/. Eine S7- oder PtP-Verbindung zu einem Verbindungspartner unspezifiziert legen Sie wie folgt an: 1. Legen Sie eine S7- oder PtP-Verbindung zu einem Partner unspezifiziert an (Vorgehensweise siehe Kapitel 10.2). 2. Für PtP-Verbindung: Ändern Sie im Objekteigenschaftsdialog der PtP- Verbindung den Namen des Partners von unspezifiziert in einen passenden (Name wird auch in die Verbindungstabelle eingetragen). Die folgenden Schritte sind nur für eine S7-Verbindung notwendig: 3. Rufen Sie den Objekteigenschaftsdialog der S7-Verbindung auf. 4. Klicken Sie im Objekteigenschaftsdialog auf die Schaltfläche Adressendetails. In Abhängigkeit vom Verbindungspartner sind unterschiedliche Einstellungen im Dialogfeld Adressendetails notwendig. Informationen zum Ausfüllen des Dialogfelds erhalten Sie in der Online-Hilfe Kommunikationsverbindungen zu Anderen Stationen, zu PGs/PCs oder zu SIMATIC S5-Stationen Einleitung Ein Datenaustausch über Kommunikationsbausteine ist sowohl innerhalb des STEP 7-Projekts als auch über Projektgrenzen hinweg möglich: zwischen SIMATIC S7-Stationen und Anderen Stationen, zwischen SIMATIC S7-Stationen und PGs/PCs und zwischen SIMATIC S7-Stationen und SIMATIC S5-Stationen Andere Station Andere Stationen sind im aktuellen Projekt entweder: Geräte von Fremdherstellern oder SIMATIC S7-Stationen, die mit STEP 7 in einem anderen Projekt konfiguriert und parametriert wurden. Einsetzbare Verbindungstypen Welche Verbindungstypen Sie zu Anderen Stationen, PGs/PCs und SIMATIC S5-Stationen einsetzen können, finden Sie in den Tabellen 10-1 und

154 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Verbindung anlegen Legen Sie eine Verbindung zu einer Anderen Station wie folgt an (zu einem PG/PC oder einer SIMATIC S5-Station gleiche Vorgehensweise): 1. Erzeugen Sie in Ihrem geöffneten Projekt eine Andere Station mit dem Menübefehl Einfügen Station Andere Station. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften. Ergebnis: Auf dem Bildschirm erscheint der folgende Eigenschaftsdialog (für ein PG/PC erscheint zusätzlich das Register Zuordnung ): Objekteigenschaften Andere Station Allgemein Teilnehmerliste Name Typ Adresse PROFIBUS Teilnehmer(1) PROFIBUS Teilnehmer 2 Neu... Eigenschaften... Löschen... OK Abbrechen Hilfe Bild 10-6 Eigenschaftsdialog für Andere Station 3. Klicken Sie im Register Teilnehmerliste auf die Schaltfläche Neu... und legen Sie in den anschließenden Dialogen das Subnetz fest, dessen Teilnehmer die Andere Station wird. Für Verbindungspartner PG/PC : Ordnen Sie anschließend eine Schnittstelle Ihres PGs/PCs der Projektierung zu. Die genaue Vorgehensweise finden Sie in der Online-Hilfe erläutert. 4. Rufen Sie die Verbindungstabelle auf (siehe Kapitel 10.1). 5. Erstellen Sie eine neue Verbindung mit dem Menübefehl Einfügen Verbindung... (siehe Kapitel 10.2). 6. Wählen Sie als Verbindungspartner die erstellte Andere Station, das PG/PC oder die SIMATIC S5 -Station. 7. Legen Sie den Typ der Verbindung fest und bestätigen Sie Ihre Eingabe. 8. Selektieren Sie die Zeile der Verbindung in der Verbindungstabelle und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften

155 Festlegen von Kommunikationsverbindungen 9. Legen Sie im folgenden Dialogfeld die Objekteigenschaften der Verbindung fest. Für S7-Verbindungen zu einem PG/PC mit SAPI-S7-Programmierschnittstelle: Im Dialogfeld Adressendetails müssen Sie einige Einstellungen vornehmen, d. h. den Verbindungsnamen der Verbindung und den VFD- Namen des PGs/PCs eintragen. Informationen zum Ausfüllen des Dialogfelds erhalten Sie in der Online-Hilfe. Weiteres Vorgehen für Partner PG/ PC mit SAPI Wenn Sie eine S7-Verbindung zu einem PG/PC mit SAPI-S7-Programmierschnittstelle angelegt haben, dann müssen Sie die lokale Datenbasis (LDB) generieren. D. h., Sie speichern die Verbindungsdaten der S7-Verbindung binär oder im ASCII-Format in einer Datei ab. Anschließend laden Sie die Datei in das PG/den PC. Das Generieren der lokalen Datenbasis nehmen Sie im Objekteigenschaftsdialog des PGs/PCs, im Register Teilnehmerliste, vor. Zum Objekteigenschaftsdialog gelangen Sie durch Doppelklick auf das Symbol für PG/PC im SIMATIC Manager. Wie Sie zum Laden in PG/PC vorgehen, finden Sie in der Dokumentation zur Projektierung des PGs/PCs beschrieben Laden der Verbindungstabelle ins Zielsystem Einleitung Beim Speichern der Verbindungstabelle entstehen Verbindungsdaten, die Sie in die betreffende programmierbare Baugruppe laden müssen. Das Laden in die CPU oder FM erfolgt über ein PG/PC, welches Teilnehmer des MPI-, PROFIBUS- oder Industrial Ethernet-Subnetzes ist. Hinweis Wenn STEP 7 nur eine Lokale ID für die Verbindung in die Verbindungstabelle einträgt, dann laden Sie die Verbindungstabelle auch nur in den lokalen Teilnehmer. Besonderheiten finden Sie in der Online-Hilfe erläutert. Wenn STEP 7 sowohl eine Lokale ID als auch eine Partner-ID für die Verbindung in die Verbindungstabelle einträgt, dann müssen Sie beide Verbindungstabellen laden, in jeden Kommunikationspartner seine eigene. 3 Möglichkeiten für das Laden Sie haben 3 Möglichkeiten, um die Verbindungsdaten eines lokalen Teilnehmers in Zielsysteme zu laden: Laden in lokale Station Laden in lokale und Partnerstationen Laden von markierten Verbindungen 10-17

156 Festlegen von Kommunikationsverbindungen Voraussetzungen Das PG/der PC ist Teilnehmer des MPI-, PROFIBUS- oder Industrial Ethernet-Subnetzes, über das die Verbindungsdaten in die programmierbaren Baugruppen geladen werden. Sie haben allen Subnetz-Teilnehmern eindeutige Teilnehmeradressen zugewiesen (siehe Kapitel 8.8). Sie haben die programmierbare(n) Baugruppe(n) der Station(en) und wenn vorhanden die Kommunikationsbaugruppe(n), über die die Verbindungen laufen, in den Betriebszustand STOP geschaltet. Sie befinden sich in der Ansicht der Verbindungstabelle. Laden in lokale Station Bei multicomputingfähigen Automatisierungssystemen (wie z.b. S7-400) können mehrere CPUs in einer Station stecken. Jede dieser CPUs kann eine eigene Verbindungstabelle haben. Mit dem Menübefehl Zielsystem Laden Lokale Station werden die Verbindungstabellen der lokalen Station, d.h. ggf. mehrere, wenn mehrere CPUs in der Station vorhanden sind, in die CPUs der lokalen Station geladen (in jede CPU ihre eigene Verbindungstabelle). Der Menübefehl ist für alle Verbindungstypen einsetzbar. Laden in lokale und Partnerstationen Sie können mit dem Menübefehl Zielsystem Laden Lokale und Partnerstationen von der lokalen Station aus die aktuellen Verbindungstabellen in die CPUs der lokalen Station und in die CPUs aller Stationen, die Verbindungspartner der lokalen Station sind, laden. Der Menübefehl ist für alle Verbindungstypen einsetzbar. In den Partnerstationen werden die vollständigen Verbindungstabellen in die CPUs geladen. D. h., es werden ggf. auch Verbindungen geladen, die nicht zu der lokalen Station führen. Das Laden der Verbindungstabellen in die lokale Station und die Partnerstationen ist immer dann sinnvoll, weil zeitsparend, wenn Sie die Verbindungstabelle für eine CPU in der lokalen Station geändert haben. Laden von markierten Verbindungen Mit dem Menübefehl Zielsystem Laden Markierte Verbindungen können Sie ausgewählte S7- und/oder PtP-Verbindungen aus der Verbindungstabelle des lokalen Partners in die zugehörige CPU in der lokalen Station laden. Dieser Menübefehl ist nur für Verbindungen der Typen S7- und PtP-Verbindung einsetzbar. Sie markieren die zu ladenden Verbindungen, indem Sie die entsprechenden Zeilen in der Verbindungstabelle anklicken. Verbindungen im Zielsystem löschen Um alle Verbindungen einer CPU zu löschen, müssen Sie eine leere Verbindungstabelle in die betreffende CPU laden. (Sie befinden sich in der Ansicht der Verbindungstabelle für diese CPU, wenn Sie das Laden für Lokale Station oder Lokale und Partnerstationen anstoßen.) 10-18

157 Teil 3: Arbeiten mit S7-Zielsystemen Erstellen von Anwenderprogrammen 11 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12 Bedienen und Beobachten von Variablen 13 Anzeigen von Referenzdaten 14 Laden von Anwenderprogrammen 15 Testen von Anwenderprogrammen 16 Diagnostizieren der Hardware 17

158 10-20

159 Erstellen von Anwenderprogrammen 11 Übersicht Zur Erstellung des S7-Programms benötigen Sie eine geeignete STEP 7-Programmiersprache. Sie haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Sprachen und Editoren. Einige Sprachen (KOP, FUP, AWL, S7-SCL) ermöglichen dabei die Erstellung aller für ein Anwenderprogramm benötigten Bausteinarten, mit anderen (S7-GRAPH, S7-HiGraph) können Sie nur bestimmte Bausteinarten erzeugen. Unabhängig davon, welche(n) Editor(en) Sie einsetzen das Ziel der Programmierung ist ein lauffähiges Anwenderprogramm aus Bausteinen. Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick über die prinzipiellen Möglichkeiten der Programmerstellung. Die Bedienung der einzelnen Editoren, die sprachspezifischen Testfunktionen sowie Syntax und Befehlsumfang der verschiedenen Sprachen sind in den Handbüchern zu den einzelnen Programmiersprachen beschrieben. Die Erstellung von M7-Programmen ist im Kapitel 18 beschrieben. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 11.1 Programmieren von S7-CPUs Auswahl der Programmiersprache und des Editors Erstellen von Bausteinen mit KOP, FUP und AWL Erstellen von Quelldateien in AWL und S7-SCL Erstellen von Bausteinen mit S7-GRAPH Erstellen von Quellen mit S7-HiGraph Programmieren in der Programmiersprache CFC

160 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.1 Programmieren von S7-CPUs Voraussetzungen Um ein neues S7-Programm erstellen zu können, erzeugen Sie im SIMATIC Manager ein Projekt. Danach gibt es zwei Möglichkeiten, ein S7-Programm einzurichten, das u.a. das Anwenderprogramm enthält: Sie erstellen das Programm baugruppenunabhängig. In diesem Fall fügen Sie das Objekt für Ihr S7-Programm direkt unter dem Projekt ein. Das so erstellte Programm ordnen Sie erst später einer programmierbaren Baugruppe einer Station zu. Sie bearbeiten das einer Baugruppe zugeordnete S7-Programm (vgl. Bild 11-1). In diesem Fall muß im Projekt mindestens eine SIMATIC 300(400)-Station vorhanden sein, die Sie soweit konfiguriert haben, daß sie eine programmierbare Baugruppe (S7-CPU) enthält. Mit der CPU wird gleichzeitig das S7-Programm eingefügt. Wenn Sie mit globalen Symbolen arbeiten wollen, bearbeiten Sie zuvor die Symboltabelle Ihres S7-Programms, die die Zuordnung von absoluten Adressen und Symbolen (Namen) enthält. In dieser Tabelle können auch die Symbole für Bausteine festgelegt werden. Damit das Programm später auf der CPU auch ablaufen kann, müssen Sie zudem die Hardware vollständig konfigurieren und parametrieren. Dieses kann vor oder nach der eigentlichen Programmierung geschehen. Bausteine, Quellen und Pläne Das S7-Programm können Sie in Form von Bausteinen (im Behälter Bausteine), Quellen oder Plänen hinterlegen. Quellen werden mit einem textuellen oder grafischen Editor erstellt. Pläne sind spezielle grafische Quellen, die mit der Programmiersprache CFC erstellt werden. Quellen und Pläne dienen bei der S7-Programmierung allerdings nur als Basis zur Erzeugung von Bausteinen, da nur Bausteine auf eine S7-CPU geladen werden können. Ob Sie eine Quelle, einen Baustein oder einen Plan erzeugen, hängt von der gewählten Programmiersprache und vom eingesetzten Spracheditor ab. Bild 11-1 zeigt, mit welchen Spracheditoren Sie welche Objekte eines Programms erzeugen können. Nur das Anwenderprogramm mit seinen Bausteinen können Sie auf die CPU laden. Je nach Anforderung gehören dazu Organisationsbausteine (OBs), Funktionsbausteine (FBs), Funktionen (FCs) und Datenbausteine (DBs). Die von Ihnen erstellten anwenderdefinierten Datentypen (UDTs) vereinfachen Ihnen die Programmierung, sie werden jedoch nicht auf die CPU geladen. Im Behälter Bausteine eines Anwenderprogramms kann sich das Objekt Systemdaten befinden. Es enthält Systemdatenbausteine mit Systeminformationen. Anwenderprogramm für S7-CPU 11-2

161 Erstellen von Anwenderprogrammen Projekt1 SIMATIC 300-Station1 Baugruppe (S7-CPU) Verbindungen S7-Programm Symbole Bausteine Objekt: FB x OB x mögliche Erstellsprachen: KOP/FUP/AWL/SCL/GRAPH KOP/FUP/AWL/SCL FC x KOP/FUP/AWL/SCL/HiGraph 1) DB x UDT VAT DB-Editor/SCL/ HiGraph 2) /GRAPH 3) DB-Editor Variablen beobachten (Kap. 16) Systemdaten SDB x Quellen AWL-Quelle SCL-Quelle HiGraph-Quelle GRAPH-Quelle 4) Pläne 1) Erzeugung durch Übersetzen der entsprechenden Quelle, bei Doppelklick öffnet sich jedoch KOP bzw. AWL 2) Erzeugung durch Übersetzen der entsprechenden Quelle.... CFC (für M7) 4) läßt sich mit dem Editor für GRAPH erzeugen 3) Erzeugung gemäß dem mit GRAPH erstellten FB Bild 11-1 S7-Programm in der Projektstruktur mit Zuordnung der Spracheditoren Weitere Informationen Weitere Informationen über das Entwerfen von Programmen entnehmen Sie dem Programmierhandbuch /234/ oder auch den einführenden Teilen der Handbücher zu den Sprachpaketen. Das Einrichten von Projekten und der Umgang mit den Objekten im SIMATIC Manager sind in den Kapiteln 3, 4 und 5 dieses Handbuchs beschrieben. 11-3

162 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.2 Auswahl der Programmiersprache und des Editors Programmiersprachen Zur Erstellung des S7-Programms stehen Ihnen mehrere Programmiersprachen zur Verfügung. Folgende Programmiersprachen sind in der Basissoftware STEP 7 enthalten: FUP (Funktionsplan) oder KOP (Kontaktplan) AWL (Anweisungsliste) Folgende Programmiersprachen können Sie als Optionssoftware erwerben: S7-SCL (Structured Control Language) S7-GRAPH (Ablaufsteuerung) S7-HiGraph (Zustandsgraph) CFC C für M7 Damit haben Sie die Möglichkeit, textuell in maschinennahen Sprachen und in Hochsprachen oder grafisch zu programmieren. Inkrementelle Editoren und Texteditoren Je nach Programmiersprache stehen Ihnen inkrementelle Editoren oder quellorientierte (Text-)Editoren zur Verfügung: Inkrementelle Editoren für KOP, FUP, AWL oder S7-GRAPH: In inkrementellen Editoren für KOP, FUP, AWL und S7-GRAPH erstellen Sie Bausteine, die im Anwenderprogramm abgelegt werden. Inkrementell bedeutet, daß jede Ihrer Eingaben sofort überprüft wird. Die Verwendung von Adressen und Symbolen wird dabei ebenso gepüft wie die spezielle Syntax der Programmiersprache. Quellorientierte (Text-)Editoren für AWL, S7-SCL oder S7-HiGraph: In quellorientierten Editoren erstellen Sie Quellen, die anschließend in Bausteine übersetzt werden. Für die Übersetzung ist es wichtig, daß Sie die vorgeschriebene Syntax der Programmiersprache berücksichtigen. Eine Syntaxprüfung erfolgt erst durch Ihren Befehl zur Konsistenzprüfung oder bei der Übersetzung in Bausteine. Festlegen der Programmiersprache/ des Editors In welcher Programmiersprache und welchem Editor Sie einen Baustein bzw. eine Quelldatei erstellen wollen, legen Sie bei der Erzeugung des Bausteins bzw. der Quelle in den Objekteigenschaften fest. Diesem Eintrag gemäß wird der entsprechende Editor beim Öffnen des Bausteins/der Quelldatei gestartet. Spracheditor starten Den jeweiligen Spracheditor starten Sie im SIMATIC Manager durch einen Doppelklick auf das entsprechende Objekt (Baustein, Quelldatei, etc.), über den Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen oder über das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste. 11-4

163 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.3 Erstellen von Bausteinen mit KOP, FUP oder AWL Worauf basiert KOP? Die Darstellung in der grafischen Programmiersprache KOP (Kontaktplan) ist Stromlaufplänen nachempfunden. Die Elemente eines Stromlaufplanes, wie z. B. Öffner und Schließer, werden zu Netzwerken zusammengefügt. Ein oder mehrere Netzwerke ergeben den gesamten Anweisungsteil eines Codebausteins. Netzwerk 1: Freigabebedingungen #Start #Stop #Spule #Spule Netzwerk 2: Steuerung Motor T6 #Spule #Rueck S_EVERZ #Fehler S Q S #Rueck_Zeit TW DUAL #Akt_Zeit_bin #Spule DEZ #Rueck_Zeit_BCD R Netzwerk 3: Startlampe #Rueck #Start_Lampe #Fehler Netzwerk 4: Stopplampe #Rueck #Stop_Lampe Bild 11-2 Beispiel für Netzwerke in KOP Worauf basiert FUP? Die Programmiersprache FUP (Funktionsplan) benutzt zur Darstellung der Logik die von der Booleschen Algebra bekannten grafischen Logik-Symbole. Netzwerk 1: Grünphase für Fußgänger E0.0 E0.1 >=1 & >=1 T6 M0.0 & M0.0 = T5 Bild 11-3 Beispiel für FUP 11-5

164 Erstellen von Anwenderprogrammen Worauf basiert AWL? Die Programmiersprache AWL (Anweisungsliste) ist eine maschinennahe textuelle Sprache, deren Anweisungen einfache Operationen ausführen. Mehrere Anweisungen können zu Netzwerken zusammengefügt werden. Netzwerk 1: Steuerung Abflußventil U( O #Oeffnen O #Spule ) UN #Schliessen = #Spule Netzwerk 2: Anzeige Ventil offen U #Spule = #Anz_offen Netzwerk 3: Anzeige Ventil geschlossen UN #Spule = #Anz_geschl Bild 11-4 Beispiel für Netzwerke in AWL Erzeugte Bausteine Mit den inkrementellen Editoren für KOP, FUP oder AWL programmieren Sie Bausteine, die im Behälter für Ihr Anwenderprogramm abgelegt werden. Sie können Codebausteine (OBs, FBs, FCs), Datenbausteine (Global- oder Instanz-DB) oder anwenderdefinierte Datentypen (UDTs) erstellen. Da Datenbausteine und UDTs keinen Anweisungsteil besitzen, spielt die Programmiersprache nur bei den Codebausteinen eine Rolle. Zusammenhang mit anderen Editoren Bei fehlerfreien Bausteinen können Sie zwischen den Darstellungen des Bausteins in den Programmiersprachen KOP, FUP und AWL wechseln. Dabei werden Programmteile, die in der Zielsprache nicht darstellbar sind, in AWL dargestellt. Bausteine können Sie aus Quelldateien in AWL erzeugen und hieraus auch wieder Quelldateien generieren. Zugriff auf Symbolik Wenn Sie nicht absolut programmieren wollen, können Sie zugreifen auf Signale oder Bausteine über die Symbole der Symboltabelle und auf lokale Variablen und Parameter, die Sie für Codebausteine in der Variablendeklarationstabelle festlegen. 11-6

165 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.4 Erstellen von Quelldateien in AWL und S7-SCL Worauf basiert SCL? Die Programmiersprache SCL (Structured Control Language) ist eine textuelle Hochsprache und in ihrer Sprachdefinition an die Norm IEC angelehnt. Die PASCAL-artige Sprache vereinfacht durch ihre Hochsprachenbefehle im Gegensatz zu AWL z. B. die Programmierung von Schleifen und bedingten Verzweigungen. SCL eignet sich daher u.a. für Formelberechnungen, komplexe Optimierungsalgorithmen oder die Verwaltung großer Datenmengen. FUNCTION_BLOCK FB20 VAR_INPUT ENDWERT : INT; END_VAR VAR_IN_OUT IQ1: REAL; END_VAR VAR_OUTPUT CONTROL: Bool; END_VAR VAR INDEX : INT; END_VAR BEGIN CONTROL:=FALSE; FOR INDEX:= 1 TO ENDWERT DO IQ1:= IQ1 * 2; IF IQ1 >10000 THEN CONTROL := TRUE; END_IF; END FOR; END_FUNCTION_BLOCK Bild 11-5 Quelldatei in SCL (Funktionsbaustein mit Schleife und Bedingung) Worauf basiert AWL? Die Programmiersprache AWL (Anweisungsliste) ist eine maschinennahe textuelle Sprache, deren Anweisungen einfache Operationen ausführen. Mehrere Anweisungen können zu Netzwerken zusammengefügt werden (vgl. Kapitel 11.3). Erzeugte Quellen und Bausteine Die Texteditoren für AWL bzw. SCL ermöglichen Ihnen die Eingabe eines Programms in einer Quelldatei. Die Quellen werden im Quellbehälter Ihres S7-Programms als AWL-Quelle bzw. SCL-Quelle abgelegt. Eine Quelldatei kann dabei den Code für einen oder mehrere Bausteine enthalten. Mit diesem Editor können Sie Code für OBs, FBs, FCs, DBs und UDTs, also auch für ein komplettes Anwenderprogramm erstellen. Erst durch die Übersetzung der Quelldatei werden die entsprechenden Bausteine erzeugt und im Anwenderprogramm abgelegt. Zugriff auf Symbolik Wenn Sie nicht absolut programmieren wollen können Sie auf die Symbole für Signale oder Bausteine aus der Symboltabelle zugreifen. 11-7

166 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.5 Erstellen von Bausteinen mit S7-GRAPH Worauf basiert S7-GRAPH? S7-GRAPH ermöglicht Ihnen die grafische Programmierung von Ablaufsteuerungen als Schrittketten. Dazu gehört die Erstellung von Funktionsbausteinen für Schrittketten, die Festlegung der Schrittinhalte und der Weiterschaltbedingungen. Den Schrittinhalt legen Sie in einer speziellen Sprache (ähnlich AWL) fest, die Weiterschaltbedingungen werden in einer Kontaktplandarstellung (eingeschränkter KOP-Umfang) eingegeben. E1.1 M2.1 E1.1 M2.1 E1.3 S4 T4 S5 T5 T6 D Vorwaesche N A 1.3 N A 1.0 N A 1.5 Spuelen A 1.1 TIME#0D_0H_ 0M_20S_0MS E1.1 M2.2 S6 T7 Zurueck N A 1.4 Bild 11-6 Beispiel für eine Ablaufsteuerung in Graph Erzeugte Bausteine Mit dem Editor für S7-GRAPH programmieren Sie den Funktionsbaustein, der die Schrittkette beinhaltet. Die Daten für die Schrittkette, z. B. FB-Parameter, Schritt- und Transitionsbedingungen, enthält ein dazugehöriger Instanz-DB. Eine automatische Erzeugung dieses Instanz-DB veranlassen Sie im Editor für S7-GRAPH. Da der so erstellte Funktionsbaustein mit seinem Instanz-DB allein nicht ablauffähig ist, müssen Sie diesen aus einem anderen Codebaustein Ihres Anwenderprogramms aufrufen, den Sie in einer anderen Programmiersprache (z. B. KOP, FUP oder AWL) erstellen. Zugriff auf Symbolik Wenn Sie nicht absolut adressieren wollen, greifen Sie auf die Einträge in der Symboltabelle des S7-Programms zurück. Quelldatei Aus einem mit S7-GRAPH erstellten FB kann eine textuelle Quelldatei (Graph-Quelle) erzeugt werden, die von Operator Panels oder Textdisplays zur Anzeige der Ablaufsteuerung interpretiert werden kann. 11-8

167 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.6 Erstellen von Quellen mit S7-HiGraph Worauf basiert S7-HiGraph? Der grafische Editor für S7-HiGraph ermöglicht Ihnen die Programmierung von Bausteinen Ihres Programms als Zustandsgraph. Dabei zerlegen Sie Ihre Anlage in eigenständige Funktionseinheiten, die jeweils verschiedene Zustände einnehmen können. Für den Wechsel zwischen den Zuständen definieren Sie Weiterschaltbedingungen. Die Aktionen, die den Zuständen zugeordnet sind, und die Bedingungen für die Weiterschaltbedingungen zwischen den Zuständen, beschreiben Sie in einer an AWL angelehnten Lupensprache. Für jede Funktionseinheit erstellen Sie einen Graphen, der das Verhalten dieser Funktionseinheit beschreibt. Die Graphen einer Anlage werden zu Graphengruppen zusammengefaßt. Zwischen den Graphen können Nachrichten ausgetauscht werden. Dadurch kann eine Synchronisation der Funktionseinheiten erreicht werden. Position Nockenschalter Index ausgefahren links drehen Koordinator Werkstück rechts drehen Motor Index eingefahren Gegenlager spannen/lösen Graph für Koordination der Funktionseinheiten Gegenlager Index 0 Motor Graphen für einzelne Funktionseinheiten Bild 11-7 Erstellen von Graphen für Funktionseinheiten (Beispiel) 11-9

168 Erstellen von Anwenderprogrammen Erzeugte Quellen und Bausteine Die im Editor erstellten Graphengruppen werden als HiGraph-Quellen im Quellbehälter Ihres S7-Programms abgelegt. Diese Graphengruppe übersetzen Sie anschließend in Bausteine. Dabei wird pro Graphengruppe eine Funktion (FC) und ein Global-Datenbaustein (DB) erzeugt, die im Anwenderprogramm abgelegt werden. Voraussetzung ist, daß Sie in der Symboltabelle für jede Graphengruppe ein Symbol für die FC und den DB eintragen. Der Symbolname für die FC muß dabei dem Namen der Graphengruppe entsprechen, der Symbolname des DB ist davon abgeleitet. Syntax und Formalparameter werden erst nach der letzten Eingabe für einen Graph (mit Schließen des Arbeitsfensters) geprüft. Die Adressen und Symbole werden erst beim Übersetzen überprüft. Da die so erstellte Funktion mit dem DB allein nicht ablauffähig ist, müssen Sie diese aus einem anderen Codebaustein Ihres Anwenderprogramms aufrufen, den Sie in einer alternativen Programiersprache (z. B. KOP, FUP oder AWL) erstellen. Zugriff auf Symbolik Bei der symbolischen Adressierung greifen Sie auf die Einträge in der Symboltabelle des S7-Programms zurück

169 Erstellen von Anwenderprogrammen 11.7 Programmieren in der Programmiersprache CFC Einleitung Die Optionssoftware CFC (Continuous Function Chart) ist eine Programmiersprache zur grafischen Verschaltung komplexer Funktionen. Sie benötigen für die Anwendung von CFC keine tieferen Programmierkenntnisse oder spezifische SPS-Kenntnisse und können sich auf die branchenorientierte Technologie konzentrieren. Programmeingabe in CFC Das mit CFC erstellte Programm wird in Form von Plänen dargestellt. Sie bestimmen den Ablauf des Programms durch Verschaltung von Bausteinen und Signalen und durch Vorgabe von Ablaufeigenschaften. CFC - [democfc\simatic 400-Station(1)\CPU416-1(1)\...\cfc_reg2] Plan Bearbeiten Einfügen Zielsystem Test Ansicht Extras Fenster Hilfe Text BIT_LGC COMPARE CONTROL CONVERT IMPULS MATH_FP MULTIPLX TIME WRD_LGC S7-Programm(1) Bibliotheken Bibliotheken Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten 1 OB35 cfc_reg1.2 Bild 11-8 Beispiel für grafische Verschaltung mit CFC Vordefinierte Bausteine Viele Standardfunktionen brauchen Sie nicht selbst programmieren, sondern Sie können auf Bibliotheken mit Standard-Bausteinen (z. B. für Logik-, Arithmetik-, Regler- und Datenverarbeitungsfunktionen) zurückgreifen. Integrierte Testfunktion Die integrierte Testfunktion von CFC ermöglicht u.a ein zyklengenaues Aufzeichnen von Variablenwerten und das Einblenden von Werten in Plänen

170 Erstellen von Anwenderprogrammen 11-12

171 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12 Übersicht Dieses Kapitel beschreibt: wie Sie bausteinbezogene Meldungen, symbolbezogene Meldungen (SCAN) und anwenderdefinierte Diagnosemeldungen mit ihren Texten und Attributen anlegen, wie Sie diese Meldungen in unterschiedlichen Sprachen bearbeiten können, wie Sie die beim Projektieren der Meldungen erzeugten Daten mit Hilfe des Transferprogramms S7/WinCC-Mapper (Bestandteil des SW-Paketes Process Control System PCS7 ) in die Datenhaltung eines Zielsystems übertragen und wie Sie CPU-Meldungen (Systemdiagnosemeldungen) anzeigen. Die von Ihnen projektierten Meldungen und die CPU-Meldungen unterstützen Sie bei der System- und Anlagendiagnose, ohne daß für Sie ein großer Programmieraufwand entsteht. Diese Meldungen ermöglichen Ihnen, Fehler schnell zu erkennen, genau zu lokalisieren und zu beheben. Dadurch können die Stillstandszeiten einer Anlage wesentlich verkürzt werden. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 12.1 Meldungsprojektierung Übersicht Bausteinbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Symbolbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anlegen und bearbeiten 12.5 Anwendertexte übersetzen und bearbeiten Projektierungsdaten zum Zielsystem transferieren CPU-Meldungen anzeigen

172 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.1 Meldungsprojektierung Übersicht Einleitung Mit der Funktion S7 Meldungsprojektierung können Sie ereignisabhängige Meldungen und Meldungstypen mit zugeordneten Meldungstexten und Meldungsattributen anlegen und bearbeiten. Außerdem können Sie festlegen, wie und auf welchen Anzeigegeräten die Meldungen angezeigt werden sollen. Welche Meldungen gibt es? Folgende Meldungen können Sie mit der Funktion Meldungsprojektierung anlegen und bearbeiten: 1. Bausteinbezogene Meldungen (siehe Kapitel 12.2) Sie werden einem Baustein (FB) zugeordnet. Für das Erstellen einer bausteinbezogenen Meldung können Sie sogenannte Meldebausteine nutzen, in denen eine Meldefunktion bereits programmiert ist. 2. Symbolbezogene Meldungen (siehe Kapitel 12.3) Sie sind einem booleschen Signal in der Symboltabelle zugeordnet. Mit einer symbolbezogenen Meldung können Sie in einem vorgegebenen Zeitraster ein Signal abtasten, um zu erfassen, ob ein Signalwechsel vorliegt. 3. Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen (siehe Kapitel 12.4) Sie werden über eine System-Funktion (SFC52) realisiert. Mit Hilfe des SFC 52 können Sie einen Eintrag in den Diagnosepuffer schreiben und eine entsprechende Meldung senden, die Sie in der Meldungsprojektierung anlegen. Meldungsnummer Bausteinbezogene und Symbolbezogene Meldungen erhalten automatisch vom System eine 32 Bit lange Meldungsnummer zugeordnet, die von Ihnen nicht verändert werden darf. Für die anwenderdefinierten Diagnosemeldungen können Sie die Meldungsnummer selbst vergeben. Sie bekommen vom System jedoch eine Meldungsnummer vorgeschlagen. Meldung und Meldungstyp Der Unterschied zwischen Meldung und Meldungstyp besteht darin, daß der Meldungstyp die Vorlage für eine Meldung ist. Ein Meldungstyp erhält deshalb auch noch keine Meldungsnummer. In Funktionsbausteinen (FBs) können Sie Meldungstypen für bausteinbezogene Meldungen anlegen und mit den Texten und Attributen als Vorlage an anschließend zugeordnete Instanz-Datenbausteine (DBs) weitergeben. So können Sie auf komfortable Art und Weise Meldungen vom gleichen Typ mit identischen Texten und Attributen anlegen, die Sie anschließend instanzspezifisch modifizieren. 12-2

173 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Sichern und OK in der Meldungsprojektierung Die Dialogfelder innerhalb der Meldungsprojektierung enthalten, abhängig von der jeweils aufrufenden Applikation, entweder die Schaltfläche Sichern oder die Schaltfläche OK. Wenn Sie ein Dialogfeld über die Schaltfläche Sichern verlassen, so werden die von Ihnen projektierten Daten persistent abgespeichert. Wenn Sie ein Dialogfeld über die Schaltfläche OK verlassen, so werden die von Ihnen projektierten Daten im Speicher der aufrufenden Applikation hinterlegt, also noch nicht persistent gespeichert. Diese Daten müssen dann innerhalb der aufrufenden Applikation nochmals gespeichert werden. Hinweis Falls Sie die aufrufende Applikation verlassen, ohne dort zu speichern, so können diese Daten verloren gehen! 12-3

174 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.2 Bausteinbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Einleitung Mit dieser Funktion können Sie Bausteinen eine oder mehrere Meldungen zuordnen. Bausteinbezogene Meldungen können Sie auf komfortable Art und Weise anlegen, indem Sie Systemfunktionsbausteine (SFBs) und Systemfunktionen (SFCs) als Meldebausteine nutzen. Welche Meldebausteine gibt es? Sie haben die Auswahl zwischen den nachfolgend genannten Meldebausteinen, in denen bereits eine Meldefunktion programmiert ist: SFB 33: ALARM, SFB 34: ALARM_8, SFB 35 ALARM_8P, SFB 36 NOTIFY, der SFC 18: ALARM_S und SFC 17: ALARM_SQ sowie SFB 37: AR_SEND (zum Senden von Archiven). Im Referenzhandbuch /235/ finden Sie ausführliche Informationen zu den o.g. Bausteinen. Wann setzen Sie welchen Meldebaustein ein? Die nachfolgende Tabelle hilft Ihnen bei der Entscheidung, welchen Meldebaustein Sie für Ihren Anwendungsfall auswählen. Die Auswahl des Meldebausteins ist abhängig von: der Anzahl der im Baustein zur Verfügung stehenden Kanäle, der Möglichkeit, Meldungen zu quittieren und der Möglichkeit, Begleitwerte mitzugeben. Die letzte Spalte der Tabelle zeigt Ihnen das zu jedem Meldebaustein zugehörige Systemattribut. Meldebaustein: Symbol. Name, Bezeichnung und Nr. Kanäle des Bausteins Quittierung NOTIFY /SFB 36 1 Kanal nein bis zu 10 Begleitwerte ALARM /SFB 33 1 Kanal möglich bis zu 10 Begleitwerte Begleitwerte Systemattribut für diesen Meldebaustein notify alarm ALARM_S /SFC 18 1 Kanal nein 1 Begleitwert alarm_s ALARM_SQ /SFC 17 1 Kanal möglich 1 Begleitwert alarm_s ALARM_8 /SFB 34 8 Kanäle möglich nein alarm_8 ALARM_8P /SFB 35 8 Kanäle möglich bis zu 10 Begleitwerte AR_SEND /SFB 37 1 Kanal dient zum Senden eines Archivs alarm_8p ar_send 12-4

175 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Voraussetzungen Bevor Sie eine bausteinbezogene Meldung anlegen können, müssen Sie: im SIMATIC Manager ein Projekt und ein S7-Programm angelegt haben und in Ihrem S7-Programm den Funktionsbaustein (FB) erzeugt haben, dem Sie die Meldung zuordnen wollen. Die genaue Vorgehensweise zum Anlegen von Projekten und zugehörigen Objekten finden Sie in Kapitel 5. Übersicht über die Vorgehensweise Um bausteinbezogene Meldungen zu projektieren, gehen Sie so vor: Wählen Sie den für Sie geeigneten Meldebaustein aus. siehe Tabelle auf vorheriger Seite Wählen Sie den FB aus, dem die Meldung zugeordnet werden soll, und öffnen Sie ihn. Schritt 1 Füllen Sie die Variablendeklarationstabelle des FBs aus und weisen Sie den Variablen Systemattribute zu. Schritte 2 bis 4 Füllen sie den Anweisungsteil des FBs aus und speichern Sie den Baustein. Schritte 5 und 6 Rufen Sie die Meldungsprojektierung auf. Schritt 7 Legen Sie im FB den Meldungstyp mit Texten, Attributen und Anzeigegeräten an. Schritte 8 und 9 Weisen Sie dem FB Instanz-DBs zu und verändern Sie diese nach Ihren Anforderungen. Schritte 10 bis 13 Transferieren Sie die von Ihnen projektierten Daten in die WinCC-Datenhaltung. Kapitel12.6 Bild 12-1 Vorgehensweise bei der Projektierung von bausteinbezogenen Meldungen 12-5

176 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Vorgehensweise Zum Anlegen von bausteinbezogenen Meldungen gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Funktionsbaustein (FB) aus, für den Sie eine bausteinbezogene Meldung anlegen wollen und öffnen Sie diesen Baustein durch Doppelklick. Ergebnis: Der angewählte Baustein wird im Fenster KOP/AWL/FUP geöffnet und angezeigt. 2. Füllen Sie die Variablendeklarationstabelle aus. Für jeden Meldebaustein, der im FB aufgerufen wird, müssen Sie im aufrufenden FB Variablen deklarieren. Tragen Sie dazu in der Variablendeklarationstabelle (siehe Bild 12-2) in der Spalte Deklaration folgende Variablen ein: beim Deklarationstyp in einen symbolischen Namen für den Meldebausteineingang, z. B. Meld01 (für Meldeeingang 01) und den Typ (muß DWORD sein). beim Deklarationstyp stat einen symbolischen Namen für den aufzurufenden Meldebaustein, z. B. alarm und den entsprechenden Typ, hier also SFB Selektieren Sie den Namen der Variablen, der Sie Systemattribute zuweisen wollen, z. B. Meld01, und rufen Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften das Dialogfeld für die Eingabe der Systemattribute auf. Tragen Sie in die angezeigte Tabelle die folgenden Systemattribute ein: Attribut: S7_server und Wert: alarm_archiv sowie Attribut: S7_a_type und Wert: < Meldebausteintyp >, z. B. alarm, falls Sie einen SFB 33 als Meldebaustein aufrufen wollen. Hinweis Beim Eintragen der Systemattribute wird eine Syntaxprüfung durchgeführt und die fehlerhaften Eingaben werden rot gekennzeichnet. Ergebnis: In der Spalte Name erscheint, falls diese nicht selektiert ist, ein Fähnchen als Symbol dafür, daß Sie der Variablen mit diesem Namen Systemattribute zugewiesen haben. Damit ist der ausgewählte Baustein meldefähig. 12-6

177 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 4. Verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. Falls Sie weitere Systemattribute vergeben wollen, wiederholen Sie die Schritte 3 und 4. Ausführliche Informationen zur Variablendeklarationstabelle und zur Vergabe von Systemattributen für Bausteine und Parameter finden Sie in den Handbüchern /232/, /233/ und /236/. 5. Fügen Sie im Anweisungsteil des FBs den Aufruf für den ausgewählten Meldebaustein ein, hier also CALL alarm, und schließen Sie Ihre Eingabe ab mit der Taste RETURN. Ergebnis: Im Anweisungsteil des FBs werden die Eingangsvariablen des aufgerufenen Meldebausteins, hier also des SFB 33, angezeigt. 6. Weisen Sie der Variable EV_ID den von Ihnen in Schritt 2 vergebenen symbolischen Namen für den Meldebausteineingang, hier also Meld01, zu, wie in Bild 12-2 gezeigt. Speichern Sie den Baustein mit dem Menübefehl Datei Speichern und schließen Sie den Baustein. KOP/AWL/FUP: -[meldtest\s7 Programm(1)\...\FB1 - <Offline>] Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Test Ansicht Extras Fenster Hilfe Adresse Dekl. Name Typ Anfangswert Kommentar 0.0 in out in_out Meld01 DWORD DW#16#0 4.0 stat temp alarm SFB 33 FB1 :?????? Netzwerk 1 :?????? CALL #alarm EN_R := SIG := ID := EV_ID :=#Meld01 SEVERITY := DONE := ERROR := STATUS := ACK_DN := ACK_UP := SD_1 := Datei/Baustein gespeichert Bild 12-2 Beispiel für ausgefüllte Variablendendeklarationstabelle und Anweisungsteil in einem meldefähigen FB 12-7

178 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 7. Rufen Sie im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Meldung... das Dialogfeld Meldungsprojektierung auf. Meldungsprojektierung Inhalt von: M_attribute\S7-Programm(1)\Bau Meldung Anzeigesprache: Deutsch IN_alarm_8 Allgemein zu ProTool Meldung WinCC Meld SUB 1 Sub_Nr._1 alarm_8 Neue Meldung SUB 3 Sub_Nr._3 Sub_Nr._2 SUB 2 Sub_Nr._2 Sub_Nr._1 Neues Gerät SUB 4 SUB Sub_Nr._4 Sub_Nr._3 5 Sub_Nr._4 Löschen Text SUB 6 SUB 7 SUB 8 Sub_Nr._5 Sub_Nr._6 Sub_Nr._7 Sub_Nr._8 Attribute SUB 1 SUB 2 SUB 3 SUB 4 SUB 5 Sub_Nr._5 SUB 6 Sub_Nr._ SDB Generieren Für die allgemeine Meldung innerhalb einer Gruppe Verriegeln Anzeigeklasse: 0 Quittierphilosophie Störmeldung Betriebsmeldung OK Abbrechen Hilfe Bild 12-3 Dialogfeld Meldungsprojektierung mit mehrkanaligem Meldebaustein 8. Doppelklicken Sie auf den angezeigten Meldungstyp und tragen Sie in den Registern Attribute und Text die gewünschten Meldungsattribute und den gewünschten Meldungstext ein. Falls Sie einen mehrkanaligen Meldebaustein (z. B. ALARM_8 ) selektiert haben, können Sie jeder Subnummer einen eigenen Meldungstext zuweisen. Die Attribute gelten für alle Subnummern. 9. Weisen Sie dem Meldungstyp die gewünschten Anzeigegeräte zu, indem Sie auf die Schaltfläche Neues Gerät klicken und im nachfolgenden Dialogfeld Anzeigegerät einfügen die gewünschten Anzeigegeräte auswählen. Tragen Sie dazu in den folgenden Registerblättern die gewünschten Texte und Attribute für die Anzeigegeräte ein. Verlassen Sie das Dialogfeld mit OK und schließen Sie auch das Fenster KOP/AWL/FUP. Hinweis Zum Bearbeiten der anzeigegerätespezifischen Texte und Attribute beachten Sie bitte die mit Ihrem Anzeigegerät mitgelieferte Dokumentation. Beim Neuanlegen eines Anzeigegerätes wird automatisch ein bereits vorhandener allgemeiner Text als Vorbelegung für Texte des entsprechenden Anzeigegerätes übernommen. 12-8

179 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 10. Nachdem Sie einen Meldungstyp angelegt haben, können Sie diesem nun Instanz-Datenbausteine (DBs) zuweisen und die Meldungen für diese DBs instanzspezifisch bearbeiten. Öffnen Sie dazu im SIMATIC Manager den Baustein, der Ihren zuvor projektierten FB aufrufen soll, z. B. OB1, indem Sie darauf doppelklicken. Tragen Sie im geöffneten Anweisungsteil des OBs den Aufruf ( CALL ), sowie den Namen und die Nummer des aufzurufenden FBs und des DBs ein, den Sie dem FB als Instanz zuweisen wollen. Schließen Sie Ihre Eingabe ab mit der Taste RETURN. Beispiel: Tragen Sie CALL FB1, DB1 ein. Falls der DB1 noch nicht existiert, so bestätigen Sie die Frage, ob der Instanz-DB generiert werden soll, mit Ja. Ergebnis: Der Instanz-DB wird angelegt. Im Anweisungsteil des OBs werden die Eingangsvariablen des zugehörigen FBs, hier z. B. Meld01 und die vom System vergebene Meldungsnummer, hier die 1, angezeigt (siehe Bild 12-4). KOP/AWL/FUP: -[TEST\S7 Programm(1)\...\OB1 - <Offline>] Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Test Ansicht Extras Fenster Hilfe Adresse Dekl. Name Typ Anfangswert Kommentar 0.0 *1.0 temp temp Default ARRAY(1..20) BYTE OB1 :?????? Netzwerk 1 :?????? CALL FB 1, DB1 Meld01 :=DW#16#1 Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten. Bild 12-4 Beispiel für die Anzeige der Eingangsvariablen des FBs im OB 11. Speichern Sie den OB mit dem Menübefehl Datei Speichern und schließen Sie das Fenster KOP/AWL/FUP. 12. Selektieren Sie im SIMATIC Manager den erzeugten Instanz-DB, z. B. DB1 und rufen Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Meldung... die Meldungsprojektierung auf. Ergebnis: Das Dialogfeld Meldungsprojektierung wird geöffnet und der selektierte Instanz-DB mit der vom System zugewiesenen Meldungsnummer wird angezeigt. 12-9

180 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 13. Tragen Sie die gewünschten Änderungen für den jeweiligen Instanz-DB in den verschiedenen Registerblättern ein und fügen Sie weitere Anzeigegeräte hinzu, falls gewünscht. Verlassen Sie die Funktion mit OK. Ergebnis: Damit ist die Meldungsprojektierung für den angewählten Instanz-DB abgeschlossen. Zum Anlegen von Instanz-DBs finden Sie in den Handbüchern /232/, /233/ und /236/ weitere Informationen. 14. Transferieren Sie die von Ihnen projektierten Daten wie in Kapitel 12.6 beschrieben

181 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.3 Symbolbezogene Meldungen zuordnen und bearbeiten Einleitung Mit einer symbolbezogenen Meldung können Sie in einem vorgegebenen Zeitraster ein Signal abtasten, um zu erfassen, ob ein Signalwechsel vorliegt, um dann eine Meldung zu senden. Symbolbezogenen Meldungen (SCAN) werden direkt einem Signal in der Symboltabelle zugeordnet. Zulässige Signale sind alle booleschen Operanden: also Eingänge (E), Ausgänge (A) und Merker (M). Diesen Signalen können Sie in der Meldungsprojektierung verschiedene Attribute, Meldungstexte und bis zu 10 Begleitwerte zuordnen. Die Auswahl von Signalen aus der Symboltabelle wird Ihnen dadurch erleichtert, daß Sie Filter einstellen können. Voraussetzungen Bevor Sie eine symbolbezogene Meldung anlegen können, müssen Sie: im SIMATIC Manager ein Projekt und ein S7-Programm angelegt haben, im S7-Programm das Signal in die Symboltabelle eingetragen haben, dem Sie die Meldung (SCAN) zuordnen wollen, und die Zeile, in der das entsprechende Signal steht (E, A, M), in der Symboltabelle angewählt haben. Die genaue Vorgehensweise zum Anlegen von Projekten und zugehörigen Objekten finden Sie im Kapitel 5. Übersicht über die Vorgehensweise Um eine symbolbezogene Meldung anzulegen, gehen Sie so vor: Selektieren Sie in der Symboltabelle die Zeile mit dem gewünschten Signal. Schritte 1 und 2 Rufen Sie die Meldungsprojektierung auf. Schritt 3 Füllen Sie die angezeigten Registerblätter aus. Schritte 4 bis 10 Speichern Sie Ihre Projektierungsdaten ab, indem Sie einen SDB generieren. Schritte 11 und 12 Laden Sie den generierten SDB in Ihr Automatisierungssystem. Schritt 13 Transferieren Sie die von Ihnen projektierten Daten in die WinCC-Datenhaltung. Kapitel12.6 Bild 12-5 Vorgehensweise bei der Projektierung von symbolbezogenen Meldungen 12-11

182 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Vorgehensweise Um symbolbezogene Meldungen anzulegen, gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager über das entsprechende Projekt und S7-Programm die gewünschte Symboltabelle an und öffnen Sie diese. 2. Wählen Sie das Signal aus, dem Sie eine symbolbezogenen Meldung zuordnen wollen und selektieren Sie die gesamte Zeile. Zulässig sind Eingänge (E), Ausgänge (A) und Merker (M) vom Datentyp BOOL. 3. Rufen Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Meldung... die Meldungsprojektierung auf. Ergebnis: Die Meldungsprojektierung und das Registerblatt Attribute werden geöffnet. 4. Füllen Sie die Registerblätter Attribute und Text aus. Im Registerblatt SCAN-Attribute wird das in der Symbolliste ausgewählte Signal, über das Sie in die Meldungsprojektierung eingestiegen sind, als Absolutoperand und als Symboloperand angezeigt, wie Bild 12-6 zeigt. Meldungsprojektierung Inhalt von: C:\Siemens\step7\s7proj\S7prog\ S Symbole Symbolischer Name S Ventilspannung Allgemeine Daten Meldung Anzeigege... Anzeigesprache Deutsch Neue Meldung Neues Gerät Löschen SDB Generieren Text Attribute SCAN Attribute SCAN Begleitwerte Filter Für die allgemeine SCAN Meldung: Absolutoperand: E 1.1 Symboloperand: SCAN Raster: Ventilspannung 100 ms Sichern Abbrechen Hilfe Bild 12-6 Registerblatt SCAN-Attribute in der Meldungsprojektierung Hinweis Achten Sie darauf, daß das Häkchen im Optionsfeld Meldung gesetzt ist, sonst wird die von Ihnen aktuell bearbeitete Meldung beim Verlassen der Meldungsprojektierung gelöscht. Falls Sie eine Meldung löschen wollen, so entfernen Sie das Häkchen im Optionsfeld, indem Sie darauf klicken. 5. Tragen Sie im Feld SCAN-Raster die gewünschte Überwachungszeit ein. Beachten Sie dabei die Leistungsmerkmale Ihrer CPU, da die hier eingetragene Überwachungszeit evt. die Zykluszeit belasten kann

183 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 6. Das Registerblatt Filter unterstützt Sie bei der Auswahl von Operandentypen und Datentypen aus der Symbolliste, die Sie als Begleitwerte einfügen wollen. Stellen Sie hier die gewünschten Filter ein. 7. Selektieren Sie nun im Registerblatt SCAN-Begleitwerte das Feld für den 1. Begleitwert und klicken Sie auf die Schaltfläche Einfügen. Ergebnis: Die Symboltabelle wird geöffnet und mit den von Ihnen vorgenommenen Filtereinstellungen angezeigt. 8. Wählen Sie in der Symboltabelle die Zeile mit dem Operanden an, den Sie als Begleitwert einfügen wollen (z. B. M 1.0), und klicken Sie auf die Schaltfläche Übernehmen. Ergebnis: Der ausgewählte Operand wird im Registerblatt SCAN- Begleitwerte als Begleitwert eingefügt, wie Bild 12-7 zeigt. Meldungsprojektierung Inhalt von: C:\Siemens\step7\s7proj\S7prog\ Meldung Anzeigesprache Deutsch S Symbole S Ventilspannung Symbolischer Name Allgemeine Daten Anzeigege... Neue Meldung Neues Gerät Löschen SDB Generieren Text Attribute SCAN Attribute SCAN Begleitwerte Filter Für die allgemeine SCAN Meldung: Begleitwert 1: MB 10 Begleitwert 2: Begleitwert 3: Begleitwert 4: Begleitwert 5: Begleitwert 6: Begleitwert 7: Begleitwert 8: Begleitwert 9: Begleitwert 10: Einfügen Löschen Darstellung Absolut Symbolisch Sichern Abbrechen Hilfe Bild 12-7 Registerblatt SCAN-Begleitwerte in der Meldungsprojektierung Hinweis Wie Sie Begleitwerte in Meldungstexte einfügen, finden Sie in der Online- Hilfe zur Meldungsprojektierung beschrieben unter Begleitwerte einfügen

184 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 9. Falls Sie mehrere SCAN-Begleitwerte einfügen wollen, so wiederholen Sie die in Schritte 6 bis 8 und verlassen Sie die Meldungsprojektierung anschließend mit Sichern. Ergebnis: In der angezeigten Symboltabelle haben alle Operanden, an denen eine Meldung hängt, in der Spalte M ein Kreuz eingetragen. 10. Falls Sie mehrere SCAN-Meldungen anlegen wollen, so wiederholen Sie die Schritte 1 bis Klicken Sie nach Abschluß Ihrer gesamten Projektierung innerhalb der Meldungsprojektierung auf die Schaltfläche SDB Generieren, um die projektierten Daten in einen oder mehrere SDBs zu speichern. Ergebnis: Alle in der Datenhaltung der Meldungsprojektierung gespeicherten Daten werden in einen oder mehrere SDBs geschrieben. 12. Verlassen Sie die Meldungsprojektierung mit Sichern. 13. Selektieren Sie im SIMATIC Manager im entsprechenden S7-Programm unter Bausteine den Behälter Systemdaten, der die generierten SDBs enthält, und laden Sie diesen in die gewünschte CPU mit dem Menübefehl Zielsystem Laden. 14. Transferieren Sie die von Ihnen projektierten Daten wie in Kapitel 12.6 beschrieben

185 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.4 Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anlegen und bearbeiten Einleitung Mit dieser Funktion können Sie einen Anwendereintrag in den Diagnosepuffer schreiben und eine entsprechende Meldung senden, die Sie in der Meldungsprojektierung erstellen. Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen werden durch die System-Funktionen SFC 52 (WR_USMSG) realisiert, die als Meldebaustein genutzt wird. Den Aufruf für die SFC 52 müssen Sie in Ihr Anwenderprogramm einfügen und ihn mit der Meldungsnummer versorgen. Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen können im Gegensatz zu den baustein- und den symbolbezogenen Meldungen nur auf einem PG angezeigt werden. Deshalb können Sie diesen Meldungen in der Meldungsprojektierung keine Anzeigegeräte zuordnen. Voraussetzungen Bevor Sie eine anwenderdefinierte Diagnosemeldung anlegen können, müssen Sie: im SIMATIC Mangager ein Projekt angelegt haben und im Projekt das S7-Programm erzeugt haben, dem Sie die Meldung zuordnen wollen. Die genaue Vorgehensweise zum Anlegen von Projekten und zugehörigen Objekten finden Sie im Kapitel 5. Übersicht über die Vorgehensweise Um eine anwenderdefinierte Diagnosemeldung anzulegen, gehen Sie so vor: Selektieren Sie im SIMATIC Manager das gewünschte S7-Programm und starten Sie die Meldungsprojektierung. Schritt 1 Legen Sie eine neue Meldung an. Schritt 2 Füllen Sie die angezeigten Registerblätter aus. Schritte 3 und 4 Ändern oder Kopieren bereits vorhandener Diagnosemeldungen. Schritte 5 und 6 Bild 12-8 Vorgehensweise bei der Projektierung von anwenderdefinierten Diagnosemeldungen 12-15

186 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Vorgehensweise Um eine anwenderdefinierte Diagnosemeldung anzulegen, gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager das gewünschte S7-Programm an und starten Sie die Meldungsprojektierung mit dem Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Meldung Selektieren Sie das angezeigte S7-Programm und klicken rechts auf die Schaltfläche Neue Meldung. Ergebnis: Eine neue anwenderdefinierte Diagnosemeldung mit der Bezeichnung WR_USMSG (<Nr.>) wird eingefügt und der Registerteil Identifikation wird angezeigt, wie Bild 12-9 zeigt. Meldungsprojektierung Inhalt von: C:\Siemens\step7\s7proj\S7prog\ Meldung Anzeigesprache: Deutsch S7_Programm (1) Formalparamet... Meldebaustein Meldungsnum... WR_USMSG (. WR_USMSG A001 1 Neue Meldung Neues Gerät Löschen SDB Generieren Text Identifikation für anwenderdefinierte Diagnosemeldung Meldungsnummer: 1 Eingabe in Hex Dezimal Fehlerklasse A B Meldungsname: WR_USMSG (1) OK Abbrechen Hilfe Bild 12-9 Register Identifikation bei der anwenderdefinierten Diagnosemeldung 3. Füllen Sie die Registerblätter Identifikation und Text für eine neue Meldung aus. Tragen Sie eine Meldungsnummer ein, falls Sie die vom System vorgeschlagene Nummer nicht verwenden möchten, und geben Sie einen Meldungsnamen (=Identifikation) und die Meldungstexte für die kommende und gehende Meldung ein. Zusätzliche Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe zur Meldungsprojektierung

187 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Hinweis Beachten Sie bitte, daß die von Ihnen vergebene Meldungsnummer mit der Nummer übereinstimmt, die Sie in Ihrem Anwenderprogramm beim zugehörigen Aufruf des SFC 52 verwendet haben. Dies wird vom System nicht überprüft! 4. Verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. 5. Falls Sie bereits bestehende anwenderdefinierte Diagnosemeldungen ändern möchten, so wählen Sie das entsprechende S7-Programm und die gewünschte Meldung an und überarbeiten Sie Ihre Einträge, wie in Schritt 1 bis 3 beschrieben. 6. Falls Sie anwenderdefinierte Diagnosemeldungen kopieren möchten, so müssen Sie das gesamte S7-Programm kopieren, das diese Meldungen enthält

188 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.5 Anwendertexte übersetzen und bearbeiten Einleitung Mit der Funktion zum Übersetzen von Anwendertexten können Sie Meldungen und Anwendertexte in jede beliebige Sprache übersetzen. Sie haben damit die Möglichkeit, sich Anwendertexte in der von Ihnen gewünschten Sprache anzeigen zu lassen. Voraussetzungen Sie können Anwendertexte nur in die Sprachen übersetzen, die Sie auf Ihrem PC/PG unter Windows 95 installiert haben. Vorgehensweise Zum Übersetzen von Anwendertexten gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Stellen Sie im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Extras Sprache für Anzeige die Sprachen ein, in die Sie Ihre Anwendertexte übersetzen wollen. 2. Wählen Sie im nachfolgenden Dialogfeld Sprache hinzufügen, entfernen, Standardsprache setzen unter verfügbare Sprachen die jeweils gewünschte Sprache an und klicken Sie auf die Schaltfläche >, um diese als weitere Sprache im Projekt zu installieren. Für jede neu hinzugefügte Sprache wird eine neue Spalte in der Textliste angelegt. 3. Führen Sie Schritt 2. für alle gewünschten Sprachen durch, klicken Sie auf die Schaltfläche Übernehmen und verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. 4. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Baustein an, für den Sie Anwendertexte übersetzen oder bearbeiten wollen und rufen Sie die Funktion zum Übersetzen von Texten im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Extras Texte übersetzen auf. 5. Stellen Sie den Objekttyp Alle ein und verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. Ergebnis: Die Textliste zum ausgewählten Baustein wird in den ausgewählten Sprachen angezeigt. 6. Übersetzen, bzw. bearbeiten Sie die Anwendertexte. Ihnen werden hierzu verschiedene Funktionen im Menü Bearbeiten angeboten (wie z. B. Suchen, Ersetzen, Sortieren usw.). Beachten Sie bitte, daß Sie nur die in der Meldungsprojektierung angelegten Meldungstexte für OPs mit Hilfe der Symbole in der Schaltfläche formatieren können. 7. Nach Abschluß aller Arbeiten speichern Sie die Textliste mit dem Menübefehl Datei Speichern. 8. Mit dem Menübefehl Datei Drucken können Sie die Textliste ausdrucken. 9. Beenden Sie die Funktion, wenn Sie alle gewünschten Anwendertexte übersetzt bzw. bearbeitet haben mit dem Menübefehl Datei Beenden

189 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.6 Projektierungsdaten zum Zielsystem transferieren Einleitung Mit dem Transferprogramm S7/WinCC-Mapper transferieren Sie die erstellten Meldungsprojektierungsdaten in den Datenbestand von WinCC, OSx oder COROS LS_B.. Sie haben dabei die Möglichkeit, verschiedene Transferoptionen auszuwählen. So können Sie z. B. einen Adreß- und Textabgleich durchführen, um sicherzustellen, daß aktuelle Daten übertragen werden. Voraussetzungen Bevor Sie mit dem Transfer beginnen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Sie haben das Setup-Programm AS-OS-Verbindungsprojektierung ausgeführt. Sie haben die Projektierungsdaten für das Anlegen von Meldungen erzeugt, wie in Kapitel 12.2 beschrieben. Einfügen von OS- Objekten Für jedes Bedien- und Beobachtungssystem, auf dem Meldungen angezeigt werden sollen, müssen Sie im SIMATIC Manager ein OS-Objekt erzeugen. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie Ihr STEP 7-Projekt. 2. Wählen Sie den Menübefehl Einfügen WinCC-Objekt OS. Hinweis Beachten Sie bitte, daß die Zahl der OS, für die Daten transferiert werden sollen, die Dauer des Transfers beeinflußt. Auswählen der Transfer-Optionen Beim Transferieren der Projektierungsdaten zum ausgewählten Zielsystem stehen Ihnen folgende Transfer-Optionen zur Auswahl, wie Bild zeigt: Transferdaten: Variablen und Meldungen: Diese Option ist bereits aktiviert, wenn Sie das Dialogfeld zum ersten Mal öffnen. Wenn Sie die Option deaktivieren, wird kein Transfer durchgeführt. Dies ist dann sinnvoll, wenn Sie den Adreß- und Textabgleich oder den Namensabgleich ohne Transfer durchführen wollen, um zunächst zu testen, ob Ihre Einstellungen für das Anlegen von Meldungen korrekt sind. SFC-Visualisierung: Mit dieser Option können Sie SFC-Daten nach WinCC übertragen. Transferumfang: Sie können alle oder nur geänderte Projektierungsdaten in die OS übertragen. Wählen Sie die Option Alles, können Sie gleichzeitig alle vorher übertragenen Daten löschen, falls Sie mit Urlöschen der OS anklicken

190 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Simatic Asistent: AS-Daten in OS tranferieren Sie wählen die Transfer-Optionen. 4(5) Transferdaten Variablen und Meldungen SFC-Visualisierung Protokolle erstellen Querverweislisten Transferprotokoll Transferumfang Nur Änderungen Alles mit Urlöschen der OS Abgleich Variablennamen Adressen, Einheiten, Kennzeichen, Bedientexte WinCC nach Transfer beenden < Zurück Weiter > Fertigstellen Abbrechen Hilfe Bild Auswählen der Transfer-Optionen Abgleich: Variablennamen: Da die symbolischen Namen, unter denen die Informationen fürs Zielsystem abgelegt werden, aus änderbaren Namen gebildet werden, können Namenskonflikte entstehen, wenn die Namen geändert oder neue Symbole oder Bausteine angelegt werden. Durch den Namensabgleich während des Transfers werden mögliche Konflikte erkannt und die Namen gegebenenfalls geändert. Adressen, Einheiten, Kennzeichen, Bedientexte: Wählen Sie diese Option, um sicherzustellen, daß zum Transfer-Zeitpunkt die aktuellen Projektierungsdaten übertragen werden. Dies ist wichtig, wenn Sie zwischen der Projektierung und dem Transfer der Daten Änderungen an Variablenadressen oder Systemattributen für die Texteingabe (z. B. S7_shortcut, S7_unit) vorgenommen haben. Hinweis Beachten Sie bitte, daß die Durchführung des Adreß- und Textabgleichs und des Namensabgleichs die Transferdauer erhöhen. Wenn Sie nur kleine Änderungen, z. B. Änderungen der Ober- oder Untergrenze eines Bausteinparameters, vorgenommen haben, können Sie auf diese Optionen verzichten. Protokolle erstellen: Querverweislisten: Diese Option ist für die Meldungsprojektierung nicht bedeutsam. Transferprotokoll:Wählen Sie diese Option, so wird ein Protokoll über den Transfer der Projektierungsdaten angelegt. WinCC nach Transfer beenden: Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie nach dem Übertragen der Projektierungsdaten nicht mit WinCC weiterarbeiten wollen

191 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Starten des Transferprogramms Um das Transferprogramm zu starten, haben Sie zwei Möglichkeiten: Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS-OS- Verbindungsdaten Transferieren. oder Rufen Sie den S7/WinCC-Mapper über Start Simatic STEP 7 AS- OS-Verbindungsprojektierung aus dem Windows-Startmenü auf. Transferieren der Daten Um die Projektierungsdaten zum Zielsystem zu transferieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie das STEP 7-Projekt, für das Sie Daten transferieren wollen. 2. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS/OS- Verbindungsdaten Transferieren. Ergebnis: Daraufhin wird das Dialogfeld Simatic Assistent: AS-Daten in OS transferieren mit Blatt 1/5 geöffnet. Hier erhalten Sie eine Einführung. 3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 2/5. Wählen Sie hier auf der linken Seite das gewünschte Zielsystem und auf der rechten Seite die Operator Stationen aus, zu denen Sie Daten übertragen wollen, indem Sie diese anklicken. 4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 3/5. Wählen Sie hier die Zuordnung der Programme zu den Operator Stationen, wie das Beispiel in Bild zeigt. Simatic Assistent: AS-Daten in OS transferieren Welche Programme wollen Sie welchen Operator Stationen zuordnen? 3(5) S7-Programme: S7/M7-Programm Subnetz-Typ Verbindungen STANTYPE STANDARD MLC PROFIBUS 5 INST PROFIBUS 15 FURN PROFIBUS 23 DRIVE PROFIBUS 80 > < Operator Stationen: OS(3) DRIVE Verbindung < Zurück Weiter > Fertigstellen Abbrechen Hilfe Bild Zuordnung der Programme zu den Operator Stationen 12-21

192 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 5. Um ein Programm einer OS zuzuordnen, selektieren Sie das gewünschte Programm und ziehen es bei gedrückter linker Maustaste auf die OS, die die Meldungen dieses Programms anzeigen soll. Sie können auch die Tasten zwischen den beiden Listenfeldern für das Ein- und Ausfügen von Programmen nutzen. 6. Wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis Sie alle Programme, deren Meldungen angezeigt werden sollen, den entsprechenden OS zugeordnet haben. Sie können einer OS mehrere Programme oder einem Programm mehrere OS zuordnen. 7. Wenn für eine OS keine Daten transferiert werden sollen, so klicken Sie auf das Kontrollkästchen vor der entsprechenden OS, um diese zu deaktivieren. 8. Klicken Sie in Blatt 3/5 auf die Schaltfläche Verbindung, um festzulegen, über welche Netzwerkverbindung die Kommunikation zwischen der OS und dem Zielsystem stattfinden soll. Im nachfolgenden Dialogfeld Netzverbindung auswählen werden alle projektierten Netzverbindungen aufgelistet. Wählen Sie die gewünschte Verbindung aus und verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. 9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 4/5. Wählen Sie hier die gewünschten Transfer-Optionen aus. Diese sind am Anfang dieses Kapitels und in der Online-Hilfe zum Mapper ausführlich beschrieben. 10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 5/5. Hier werden Ihnen die ausgewählten Transfer-Optionen nochmals angezeigt. 11. Überprüfen Sie die angezeigten Einstellungen und korrigieren Sie diese bei Bedarf, indem Sie zurückgehen und neu auswählen. Wenn Sie sicher sind, daß Ihre Einstellungen richtig sind, so klicken Sie auf die Schaltfläche Transferieren, um den Transfer zu starten. 12. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK und bestätigen Sie den Hinweis, daß gegebenenfalls Daten im Zielsystem überschrieben werden mit Ja. Der Transfer der Daten wird nun gestartet und das Dialogfeld Transferieren zeigt die gerade ausgeführte Operation und den Fortschritt des Transfers an. Durch Klicken auf die Schaltfläche Abbrechen können Sie den Vorgang beenden. Anzeigen des Transferprotokolls Haben Sie im auf Blatt 4/5 die Option Transferprotokoll gewählt, so wird ein Protokoll angelegt, das Auskunft gibt über: bestehende AS-OS-Verbindungen, Fehler, die beim Transfer aufgetreten sind, Variablennamen etc. Um das Transferprotokoll anzeigen zu lassen, wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS/OS- Verbindungsdaten Protokoll anzeigen

193 Anlegen und Anzeigen von Meldungen 12.7 CPU-Meldungen und Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anzeigen Einleitung Mit der Funktion CPU-Meldungen können asynchrone Meldungen von System-Fehlerereignissen und vom Anwender definierte Meldungen ausgegeben werden. (Siehe hierzu auch die Beschreibung der Systemfunktionen SFC 17 und 18 sowie SFC 52 im Referenzhandbuch /235/.) Außerdem können Sie von CPU-Melden aus mit dem Menübefehl Extras Meldungen projektieren die Meldungsprojektierung starten und anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anlegen (siehe hierzu Kap.12.4.) Voraussetzung dafür ist, daß Sie CPU-Melden über ein Online-Projekt gestartet haben. Anzeigemöglichkeiten Mit der Funktion CPU-Meldungen können Sie entscheiden, ob und wie Meldungen für ausgewählte CPUs angezeigt werden. Sie können die Anzeige der CPU-Meldungen so einstellen: daß die Meldungen im Hintergrund in einem Archiv gesammelt werden oder daß das Fenster mit den Meldungen in den Vordergrund kommt, sobald eine neue Meldung eintrifft. Im Fenster CPU Melden können Sie die im Archiv enthaltenen Meldungen durchblättern. Einige Beispiele sind in Bild dargestellt: CPU Melden Datei Bearbeiten Zielsystem Ansicht Extras Hilfe Ereignis-ID: 16# 4303 Datum: Zeit 09:08:47:374 Klasse A/S7-Programm(1) STOP durch Stopschalter-Bedienung Bisheriger BZ: RUN Angeforderter BZ: STOP (intern) Ereignis-ID: 16# 9C41 Störmeldung kommend Datum: Zeit:10:49:17:155 as414_sq/s7-programm(1) Alarm_SQ 05 Test Ereignis-ID: 16# 9C41 Störmeldung gehend Datum: Zeit:10:49:17: Ereignis-ID: 16#1 Betriebsmeldung kommend Datum: Zeit:10:51:18:251 as414/s7-programm(1) Alarm_S Bereit NUM Bild Beispiel für die Anzeige von Meldungen in CPU-Melden 12-23

194 Anlegen und Anzeigen von Meldungen Archivfunktion Zur Archivierung der Meldungen steht Ihnen ein Archiv zur Verfügung, in dem zwischen 40 und 2000 CPU-Meldungen archiviert werden können. Ist die eingestellt Archivgröße überschritten, wird jeweils die älteste vorhandene Meldung gelöscht. Vorgehensweise Um CPU-Meldungen für ausgewählte Baugruppen zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Starten Sie im SIMATIC Manager die Applikation CPU-Melden über ein Online-Projekt. Markieren Sie dazu online ein S7-Programm und rufen Sie mit dem Menübefehl Zielsystem CPU Meldungen... die Applikation CPU-Melden für die ausgewählte CPU auf. Ergebnis: Es erscheint das Dialogfeld Einstellungen, das die angemeldete CPU auflistet. 2. Sie können noch weitere CPUs anmelden, indem Sie Schritt 1 für weitere Programme oder Schnittstellen wiederholen. 3. Klicken Sie die Kontrollkästchen vor den Listeneinträgen an und legen Sie fest, welche Meldungen für die Baugruppe empfangen werden sollen: A: aktiviert ALARM_S-Meldungen (Betriebs- und Störmeldungen) W: aktiviert Anwender- und Systemdiagnosemeldungen. Weitere Hinweise zu den Einstellungen finden Sie in der Online-Hilfe zu CPU-Melden. 4. Legen Sie den Anzeigemodus für die eingehenden Meldungen fest: Vordergrund : Das Fenster mit den CPU-Meldungen erscheint im Vordergrund. Das Fenster wird bei jeder neuen Meldung im Vordergrund aufgeblendet. Hintergrund : Das Empfangen der CPU-Meldungen läuft im Hintergrund. Das Fenster bleibt bei neuen Meldungen im Hintergrund und kann bei Bedarf in den Vordergrund geholt werden. Ignorieren : CPU-Meldungen werden nicht angezeigt und im Gegensatz zu den ersten beiden Fällen nicht archiviert. 5. Legen Sie die Archivgröße fest. Sie haben die Wahl zwischen 40 und 2000 Meldungen. 6. Wenn Sie Ihre Einstellungen beendet haben, schließen Sie das Dialogfeld. Sobald die o.g. Meldungen auftreten, werden Sie in der von Ihnen festgelegten Form in das Archiv geschrieben und angezeigt

195 Bedienen und Beobachten von Variablen 13 Übersicht STEP 7 bietet Ihnen eine komfortable Methode, um variable Größen Ihres Prozesses bzw. Ihres Automatisierungssystems mit WinCC bedien- und beobachtbar zu machen. Der Vorteil gegenüber bisherigen Methoden liegt für Sie darin, daß Sie das Projektieren der Daten nicht mehr für jede Operator Station (OS) einzeln, sondern nur einmalig mit STEP 7 durchführen müssen. Die beim Projektieren mit STEP 7 erzeugten Daten können Sie mit Hilfe des Transferprogramms S7/WinCC-Mapper (Bestandteil des SW-Paketes Process Control System PCS7 ) in die Datenhaltung von WinCC übertragen, wobei die Konsistenz und Verträglichkeit der Daten mit dem Anzeigesystem überprüft wird. WinCC verwendet die Daten in Bildbausteinen und Grafikobjekten. Mit STEP 7 können Sie BuB-Attribute für folgende Variablen projektieren bzw. ändern: Ein-, Ausgangs- und Durchgangsparameter von Funktionsbausteinen. Merker und E/A-Signale Parameter von CFC-Bausteinen in CFC-Plänen. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 13.1 Übersicht Projektieren von BuB-Attributen mit AWL, KOP und FUP Projektieren von BuB-Attributen über die Symboltabelle Ändern von BuB-Attributen mit CFC Transferieren der Projektierungsdaten zum Zielsystem

196 Bedienen und Beobachten von Variablen 13.1 Übersicht Prinzipielle Vorgehensweise Die Vorgehensweise bei der Projektierung von bedien- und beobachtbaren Variablen ist abhängig von der gewählten Programmier- bzw. Projektiersprache und der Art der Variablen, die Sie bedienen und beobachten möchten. Die prinzipielle Vorgehensweise umfaßt aber stets die folgenden Schritte: 1. Weisen Sie den Parametern eines Funktionsbausteins oder den Symbolen in einer Symboltabelle Systemattribute für das Bedienen und Beobachten zu. Bei CFC entfällt dieser Schritt, da Sie die Bausteine schon vorbereitet aus einer Bibliothek entnehmen. 2. Versehen Sie die Variablen, die Sie bedienen und beobachten wollen, in einem Editierdialog mit den benötigten BuB-Attributen wie Grenzwerten, Ersatzwerten und Protokollierungseigenschaften, usw. 3. Transferieren Sie die mit STEP 7 erzeugten Projektierungsdaten mit Hilfe des S7/WinCC-Mappers in Ihr Anzeigesystem (WinCC). Namenskonventionen Damit die Projektierungsdaten für WinCC gespeichert und transferiert werden können, werden sie unter einem vom STEP 7 automatisch vergebenen, eindeutigen Namen abgelegt. Die Namen der bedien- und beobachtbaren Variablen, der CFC-Pläne und der S7-Programme bilden Bestandteile dieses Namens und unterliegen aus diesem Grund bestimmten Konventionen: Die Namen der S7-Programme in einem S7-Projekt müssen eindeutig sein (unterschiedliche Stationen dürfen keine S7-Programme mit gleichem Namen enthalten). Die Namen der Variablen, S7-Programme und CFC-Pläne dürfen keine Unterstriche, Leerzeichen oder Sonderzeichen enthalten. 13-2

197 Bedienen und Beobachten von Variablen 13.2 Projektieren von BuB-Attributen mit AWL, KOP und FUP Einleitung Mit der hier beschriebenen Vorgehensweise können Sie Parameter von Funktionsbausteinen bedien- und beobachtbar machen und zugeordneten Instanz-DBs oder Global-Datenbausteinen in Ihrem Anwenderprogramm die erforderlichen BuB-Attribute zuweisen. Voraussetzung Sie haben ein STEP 7-Projekt, ein S7-Programm und einen FB angelegt. FB-Parametern Systemattribute zuweisen Beim Projektieren von BuB-Attributen mit AWL, KOP und FUP müssen Sie zunächst allen Parametern eines FB, die Sie für das Bedienen und Beobachten vorbereiten wollen, das Systemattribut S7_m_c zuweisen. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Öffnen Sie den Funktionsbaustein (FB). 2. Markieren Sie in der Variablendeklarationstabelle den Parameter, den Sie für das Bedienen und Beobachten vorbereiten wollen. 3. Wählen Sie mit der rechten Maustaste den Menübefehl Objekteigenschaften. Im Dialog Systemattribute geben Sie in einer noch leeren Zeile in der Spalte Attribut die Zeichenkette S7_m_c, in der Spalte Wert true ein. Eigenschaften-Parameter Systemattribute 1 S7_m_c true Wert Zeile einfügen Zeile löschen OK Abbrechen Hilfe Bild 13-1 Register Eigenschaften-Param eter 4. Geben Sie bei Bedarf weitere Systemattribute für den Parameter ein. Eine vollständige Liste der Systemattribute entnehmen Sie der Online-Hilfe. 5. Beenden Sie den Dialog, indem Sie auf die Schaltfläche OK klicken. 6. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle Parameter die Sie für das Bedienen und Beobachten vorbereiten wollen. 13-3

198 Bedienen und Beobachten von Variablen Datenbausteinen WinCC-Attribute zuweisen Um den Instanzen des FB oder Global-Datenbausteinen WinCC-Attribute zuzuweisen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Erzeugen Sie im SIMATIC Manager oder KOP/AWL/FUP-Editor Global- Datenbausteine oder Instanz-DBs, die Sie dem vorbereiteten FB zuordnen. 2. Selektieren Sie im SIMATIC Manager einen Datenbaustein. 3. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Bedienen und Beobachten. 4. Aktivieren Sie im Register-Dialog Bedienen und Beobachten das Optionsfeld Bedienen und Beobachten. 5. Wählen Sie das Register Allgemein. Hier wird der Name des DB angezeigt, wie er in WinCC erscheint (S7-Programmname_DBnr oder S7-Programmname_Symbolischer Name des DB). Tragen Sie bei Bedarf in das Feld Kommentar zusätzliche textuelle Informationen zum Datenbaustein ein. 6. Wählen Sie nun das Register WinCC-Attribute, um die WinCC-Attribute des jeweiligen Datenbausteins zu bearbeiten. Bedienen und Beobachten Bedien- und Beobachtbar Allgemein WinCC-Attribute Parameter AS-Datentyp OS-Datentyp Formatanpassung Länge U_HL U_LL LINK_ON BTRACK U REAL REAL REAL REAL REAL Gleitkommazahl_32-Bit_IEEE754 Gleitkommazahl_32-Bit_IEEE754 Binäre_Variable Binäre_Variable Gleitkommazahl_32-Bit_IEEE754 FloatTOFloat FloatTOFloat FlaotToFloat V REAL Gleitkommazahl_32-Bit_IEEE754 FloatToFlaot 4 QERR QOP_EN REAL REAL Binäre_Variable Binäre_Variable Sichern Abbrechen Hilfe Bild 13-2 Dialogfeld Bedienen und Beobachten, Register WinCC-Attribute 7. Tragen Sie in der angezeigten Tabelle für alle bedien- und beobachtbaren Parameter des FB die gewünschten Attributwerte ein. Die Bedeutung der WinCC-Attribute entnehmen Sie der Online-Hilfe. 8. Schließen Sie das Dialogfeld durch Klicken auf die Schaltfläche Sichern. 9. Wiederholen Sie die Schritte 2. bis 8. für jeden Datenbaustein. 13-4

199 Bedienen und Beobachten von Variablen 13.3 Projektieren von BuB-Attributen über die Symboltabelle Enleitung Unabhängig von der eingesetzten Programmiersprache projektieren Sie mit der hier beschriebenen Vorgehensweise folgende Variablen: Merker E/A-Signale Voraussetzung Bevor Sie beginnen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Sie haben im SIMATIC-Manager ein Projekt angelegt. In diesem Projekt muß ein S7-Programm mit einer Symboltabelle vorhanden sein. Die Symboltabelle muß geöffnet sein. Vorgehensweise Beim Projektieren von BuB-Attributen über die Symboltabelle gehen Sie so vor: 1. Markieren Sie die Zeile in der Symboltabelle, die das Symbol enthält. 2. Wählen Sie dann den Menübefehl Bearbeiten Spezielle Objekteigenschaften Bedienen und Beobachten. 3. Aktivieren Sie im Register-Dialog Bedienen und Beobachten das Optionsfeld Bedienen und Beobachten. 4. Wählen Sie das Register Allgemein. Hier wird der Name des Symbols angezeigt, wie er in WinCC erscheint (S7-Programmname_Symbol). Tragen Sie bei Bedarf in das Feld Kommentar zusätzliche textuelle Informationen zu dem bearbeiteten Symbol ein. 5. Wählen Sie nun das Register WinCC-Attribute, um die WinCC-Attribute des gewählten Symbols zu bearbeiten. 13-5

200 Bedienen und Beobachten von Variablen Bedienen und Beobachten Bedien- und beobachtbar Allgemein WinCC-Attribute Parameter AS-Datentyp OS-Datentyp Formatanpassung Länge Symbol1 BOOL Binäre Variable 1 OK Abbrechen Hilfe Bild 13-3 Dialogfeld Bedienen und Beobachten, Register WinCC-Attribute 6. Tragen Sie in der angezeigten Tabelle die gewünschten Attributwerte ein. Die Bedeutung der WinCC-Attribute entnehmen Sie der Online-Hilfe. 7. Beenden Sie den Dialog Bedienen und Beobachten, indem auf die Schaltfläche OK klicken. Ergebnis: In der Spalte B der Symboltabelle wurde für das bearbeitete Symbol ein X eingetragen, um anzuzeigen, daß dieses Symbol bedienund beobachtbar ist. 8. Speichern Sie die Symboltabelle. Hinweis Beachten Sie, daß die eingegebenen Daten für das Bedienen und Beobachten erst dann festgeschrieben werden, wenn Sie auch die Symboltabelle speichern. Wenn Sie den Symbol Editor beenden, ohne die Symboltabelle zu speichern, werden Ihre Eingaben für die WinCC-Attribute verworfen. 13-6

201 Bedienen und Beobachten von Variablen 13.4 Ändern von BuB-Attributen mit CFC Einleitung Mit CFC erstellen Sie Ihr Anwenderprogramm, indem Sie Bausteine, die bereits bedien- und beobachtbar sind, aus einer Bibliothek auswählen und in einem Plan plazieren und verschalten. Im CFC-Handbuch /254/ finden Sie ausführliche Informationen dazu, wie Sie Bausteine bedien- und beoachtbar machen. Voraussetzung Sie haben in einem STEP 7-Projekt ein S7-Programm eingefügt, einen CFC- Plan angelegt und darin Bausteine plaziert. Vorgehensweise Um die vorbelegten WinCC-Attribute der CFC-Bausteinparameter zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Selektieren Sie den Baustein. 2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften, um die Eigenschaften des CFC-Bausteins zu bearbeiten. Objekteigenschaften Baustein: CFC.1 Allgemein Typ: Name Ablaufeigenschaften Anschlüsse FB1 1 Kommentar: Eingänge: Interner Bezeichner: Instanz-DB Name (Header): Familie: Autor: 4 Einzubauen in OB/Ablaufebenen: FB1 DB11 Spezielle Objekteigenschaften Bedien- und beobachtbar Bedienen und Beobachten... Meldung... OK Abbrechen Hilfe Bild 13-4 Dialogfeld Objekteigenschaften 3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bedienen und Beobachten. 4. Ändern Sie bei Bedarf in der angezeigten Tabelle im Dialog Bedienen und Beobachten die bereits eingetragenen Attributwerte. Die Bedeutung der WinCC-Attribute entnehmen Sie der Online-Hilfe. 5. Schließen Sie das Dialogfeld durch Klicken auf die Schaltfläche OK. 13-7

202 Bedienen und Beobachten von Variablen 13.5 Transferieren der Projektierungsdaten zum Zielsystem Einleitung Mit dem Transferprogramm S7/WinCC-Mapper transferieren Sie die erstellten Meldungsprojektierungsdaten in den Datenbestand von WinCC, OSx oder COROS LS_B.. Sie haben dabei die Möglichkeit, verschiedene Transferoptionen auszuwählen. So können Sie z. B. einen Adreß- und Textabgleich durchführen, um sicherzustellen, daß aktuelle Daten übertragen werden. Voraussetzungen Bevor Sie mit dem Transfer beginnen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Sie haben das Setup-Programm AS-OS-Verbindungsprojektierung ausgeführt. Sie haben die Projektierungsdaten für das Bedienen und Beobachten erzeugt, wie in den Kapiteln 13.2, 13.3 und 13.4 beschrieben. Einfügen von OS- Objekten Für jedes Bedien- und Beobachtungssystem müssen Sie im SIMATIC Manager ein OS-Objekt erzeugen. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie Ihr STEP 7-Projekt. 2. Wählen Sie den Menübefehl Einfügen WinCC-Objekt OS. Hinweis Beachten Sie bitte, daß die Zahl der OS, für die Daten transferiert werden sollen, die Dauer des Transfers beeinflußt. Auswählen der Transfer-Optionen Beim Transferieren der Projektierungsdaten zum ausgewählten Zielsystem stehen Ihnen folgende Transfer-Optionen zur Auswahl, wie Bild zeigt: Transferdaten: Variablen und Meldungen: Diese Option ist bereits aktiviert, wenn Sie das Dialogfeld zum ersten Mal öffnen. Wenn Sie die Option deaktivieren, wird kein Transfer durchgeführt. Dies ist dann sinnvoll, wenn Sie den Adreß- und Textabgleich oder den Namensabgleich ohne Transfer durchführen wollen, um zunächst zu testen, ob Ihre Einstellungen für das Anlegen von Meldungen korrekt sind. SFC-Visualisierung: Mit dieser Option können Sie SFC-Daten nach WinCC übertragen. Transferumfang: Sie können alle oder nur geänderte Projektierungsdaten in die OS übertragen. Wählen Sie die Option Alles, können Sie gleichzeitig alle vorher übertragenen Daten löschen, falls Sie mit Urlöschen der OS anklicken. 13-8

203 Bedienen und Beobachten von Variablen Simatic Asistent: AS-Daten in OS tranferieren Sie wählen die Transfer-Optionen. 4(5) Transferdaten Variablen und Meldungen SFC-Visualisierung Protokolle erstellen Querverweislisten Transferprotokoll Transferumfang Nur Änderungen Alles mit Urlöschen der OS Abgleich Variablennamen Adressen, Einheiten, Kennzeichen, Bedientexte WinCC nach Transfer beenden < Zurück Weiter > Fertigstellen Abbrechen Hilfe Bild 13-5 Auswählen der Transfer-Optionen Abgleich: Variablennamen: Da die symbolischen Namen, unter denen die Informationen fürs Zielsystem abgelegt werden, aus änderbaren Namen gebildet werden, können Namenskonflikte entstehen, wenn die Namen geändert oder neue Symbole oder Bausteine angelegt werden. Durch den Namensabgleich während des Transfers werden mögliche Konflikte erkannt und die Namen gegebenenfalls geändert. Adressen, Einheiten, Kennzeichen, Bedientexte: Wählen Sie diese Option, um sicherzustellen, daß zum Transfer-Zeitpunkt die aktuellen Projektierungsdaten übertragen werden. Dies ist wichtig, wenn Sie zwischen der Projektierung und dem Transfer der Daten Änderungen an Variablenadressen oder Systemattributen für die Texteingabe (z. B. S7_shortcut, S7_unit) vorgenommen haben. Hinweis Beachten Sie bitte, daß die Durchführung des Adreß- und Textabgleichs und des Namensabgleichs die Transferdauer erhöhen. Wenn Sie nur kleine Änderungen, z. B. Änderungen der Ober- oder Untergrenze eines Bausteinparameters, vorgenommen haben, können Sie auf diese Optionen verzichten. Protokolle erstellen: Querverweislisten: Diese Option ist für die Meldungsprojektierung nicht bedeutsam. Transferprotokoll:Wählen Sie diese Option, so wird ein Protokoll über den Transfer der Projektierungsdaten angelegt. WinCC nach Transfer beenden: Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie nach dem Übertragen der Projektierungsdaten nicht mit WinCC weiterarbeiten wollen. 13-9

204 Bedienen und Beobachten von Variablen Starten des Transferprogramms Um das Transferprogramm zu starten, haben Sie zwei Möglichkeiten: Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS-OS-Verbindungsdaten Transferieren. oder Rufen Sie den S7/WinCC-Mapper über Start Simatic STEP 7 AS- OS-Verbindungsprojektierung aus dem Windows-Startmenü auf. Transferieren der Daten Um die Projektierungsdaten zum Zielsystem zu transferieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie das STEP 7-Projekt, für das Sie Daten transferieren wollen. 2. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS/OS-Verbindungsdaten Transferieren. Ergebnis: Daraufhin wird das Dialogfeld Simatic Assistent: AS-Daten in OS transferieren mit Blatt 1/5 geöffnet. Hier erhalten Sie eine Einführung. 3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 2/5. Wählen Sie hier auf der linken Seite das gewünschte Zielsystem und auf der rechten Seite die Operator Stationen aus, zu denen Sie Daten übertragen wollen, indem Sie diese anklicken. 4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 3/5. Wählen Sie hier die Zuordnung der Programme zu den Operator Stationen (siehe Bild 13-6). Simatic Assistent: AS-Daten in OS transferieren Welche Programme wollen Sie welchen Operator Stationen zuordnen? 3(5) S7-Programme: S7/M7-Programm Subnetz-Typ Verbindungen STANTYPE STANDARD MLC PROFIBUS 5 INST PROFIBUS 15 FURN PROFIBUS 23 DRIVE PROFIBUS 80 > < Operator Stationen: OS(3) DRIVE Verbindung < Zurück Weiter > Fertigstellen Abbrechen Hilfe Bild 13-6 Zuordnung der Programme zu den Operator Stationen 5. Um ein Programm einer OS zuzuordnen, selektieren Sie das gewünschte Programm und ziehen es bei gedrückter linker Maustaste auf die OS, die die Meldungen dieses Programms anzeigen soll. Sie können auch die Tasten zwischen den beiden Listenfeldern für das Ein- und Ausfügen von Programmen nutzen

205 Bedienen und Beobachten von Variablen 6. Wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis Sie alle Programme, deren Meldungen angezeigt werden sollen, den entsprechenden OS zugeordnet haben. Sie können einer OS mehrere Programme oder einem Programm mehrere OS zuordnen. 7. Wenn für eine OS keine Daten transferiert werden sollen, so klicken Sie auf das Kontrollkästchen vor der entsprechenden OS, um diese zu deaktivieren. 8. Klicken Sie in Blatt 3/5 auf die Schaltfläche Verbindung, um festzulegen, über welche Netzwerkverbindung die Kommunikation zwischen der OS und dem Zielsystem stattfinden soll. Im nachfolgenden Dialogfeld Netzverbindung auswählen werden alle projektierten Netzverbindungen aufgelistet. Wählen Sie die gewünschte Verbindung aus und verlassen Sie das Dialogfeld mit OK. 9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 4/5. Wählen Sie hier die gewünschten Transfer-Optionen aus. Diese sind am Anfang dieses Kapitels und in der Online-Hilfe zum Mapper ausführlich beschrieben. 10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und öffnen Sie Blatt 5/5. Hier werden Ihnen die ausgewählten Transfer-Optionen nochmals angezeigt. 11. Überprüfen Sie die angezeigten Einstellungen und korrigieren Sie diese bei Bedarf, indem Sie zurückgehen und neu auswählen. Wenn Sie sicher sind, daß Ihre Einstellungen richtig sind, so klicken Sie auf die Schaltfläche Transferieren, um den Transfer zu starten. 12. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK und bestätigen Sie den Hinweis, daß gegebenenfalls Daten im Zielsystem überschrieben werden mit Ja. Der Transfer der Daten wird nun gestartet und das Dialogfeld Transferieren zeigt die gerade ausgeführte Operation und den Fortschritt des Transfers an. Durch Klicken auf die Schaltfläche Abbrechen können Sie den Vorgang beenden. Anzeigen des Transferprotokolls Haben Sie im auf Blatt 4/5 die Option Transferprotokoll gewählt, so wird ein Protokoll angelegt, das Auskunft gibt über: bestehende AS-OS-Verbindungen, Fehler, die beim Transfer aufgetreten sind, Variablennamen etc. Um das Transferprotokoll anzeigen zu lassen, wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras AS/OS-Verbindungsdaten Protokoll anzeigen

206 Bedienen und Beobachten von Variablen 13-12

207 Anzeigen von Referenzdaten 14 Übersicht Sie können Referenzdaten erzeugen und auswerten, um sich das Testen und Ändern Ihres Anwenderprogramms zu erleichtern. In diesem Kapitel erfahren Sie, welche Referenzdaten eines Anwenderprogramms Sie sich anzeigen lassen können und wie Sie die angezeigten Listen durch entsprechende Filtereinstellungen Ihren Anforderungen anpassen. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 14.1 Übersicht Referenzdaten erzeugen und löschen Referenzdaten anzeigen Hinweise zur Anzeige von Referenzdaten Anzeigen von Querverweisen Anzeigen von Programmstrukturen Anzeigen von Belegungen Anzeigen von nicht verwendeten Symbolen Anzeigen von Operanden ohne Symbol

208 Anzeigen von Referenzdaten 14.1 Übersicht Welche Referenzdaten gibt es? Die Referenzdaten des ausgewählten Anwenderprogramms umfassen: Querverweisliste Belegungsplan (für Eingänge, Ausgänge und Merker sowie für Zeiten und Zähler) Programmstruktur Liste der nicht verwendeten Symbole Liste der Operanden ohne Symbol Sie können sich mehrere Listen zu einem Anwenderprogramm oder zu unterschiedlichen Programmen erzeugen und anzeigen lassen. Anwendung Referenzdaten werden beispielsweise benutzt als Übersicht über ein gesamtes Anwenderprogramm, Grundlage für Änderungen und Tests, Ergänzung der Programmdokumentation. Die folgende Tabelle gibt Auskunft darüber, welche Informationen Sie den einzelnen Listen entnehmen können: Tabelle 14-1 Anwendung der Referenzdaten Liste Querverweisliste Belegungsplan Programmstruktur Liste der nicht verwendeten Symbole Liste der Operanden ohne Symbol Anwendung Überblick über die Verwendung von Operanden der Speicherbereiche E, A, M, P, T, Z und Zugriffe auf DBs, FBs, FCs, SFBs, SFCs innerhalb des Anwenderprogramms. Der Überblick, welche Bits der Operanden der Speicherbereiche E, A, und M bzw. welche Zeiten und Zähler innerhalb des Anwenderprogramms bereits belegt sind, ist eine wichtige Grundlage zur Fehlersuche oder für Änderungen im Anwenderprogramm. Aufrufhierarchie der Bausteine innerhalb eines Anwenderprogramms und Überblick über die verwendeten Bausteine und deren Abhängigkeiten. Überblick über alle Symbole, die in der Symboltabelle definiert sind, aber in den Teilen des Anwenderprogramms nicht verwendet werden, für die Referenzdaten vorliegen. Überblick über alle Absolutadressen (Absolutoperanden), die zwar in den Teilen des Anwenderprogramms verwendet werden, für die Referenzdaten vorliegen, für die aber in der Symboltabelle kein Symbol definiert ist. 14-2

209 Anzeigen von Referenzdaten 14.2 Referenzdaten erzeugen und löschen Übersicht Zur Erzeugung von Referenzdaten haben Sie folgende Möglichkeiten: Sie können sich die Referenzdaten vor dem Anzeigen erzeugen bzw. aktualisieren lassen. Sie können einstellen, daß die Referenzdaten automatisch beim Übersetzen einer Quelle bzw. beim Abspeichern eines im inkrementellen Modus erstellten Bausteins erzeugt werden. Die beiden Möglichkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus, sind also nebeneinander benutzbar. Referenzdaten erzeugen vor dem Anzeigen Referenzdaten erzeugen beim Übersetzen/Speichern Vor dem Anzeigen von Referenzdaten wird zunächst geprüft, ob die vorliegenden Referenzdaten aktuell sind. Wenn nicht, wird ein Dialogfeld mit einem Hinweis auf die Inkonsistenz der Referenzdaten angezeigt. Sie können dann entscheiden, ob und in welchem Umfang die Referenzdaten aktualisiert werden sollen. Dabei haben Sie folgende Auswahlmöglichkeiten: nur für geänderte Bausteine Die Referenzdaten zu geänderten und neuen Bausteine werden aktualisiert; Information zu gelöschten Bausteinen wird aus den Referenzdaten entfernt. für alle Bausteine Die Referenzdaten für alle Bausteine werden komplett neu erstellt. nicht aktualisieren Die Referenzdaten werden nicht aktualisiert. Zur Aktualisierung der Referenzdaten werden die Bausteine neu übersetzt. Dabei wird für jeden Baustein der passende Compiler aufgerufen.mit dem Menübefehl Ansicht Aktualisieren können Sie bereits angezeigte Referenzdaten im aktiven Fenster aktualisieren. Um beim Übersetzen eines Bausteins jedesmal auch die Referenzdaten zu aktualisieren, gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie im Fenster KOP/AWL/FUP den Menübefehl Extras Einstellungen. 2. Wählen Sie im angezeigten Dialogfeld das Register Baustein erzeugen. 3. Markieren Sie den Eintrag Referenzdaten erzeugen und bestätigen Sie die Eingabe mit OK. Die Referenzdaten werden nun automatisch beim Übersetzen einer Quelle bzw. beim Abspeichern eines im inkrementellen Modus erstellten Bausteins erzeugt. Löschen von Referenzdaten Zum Löschen von Referenzdaten können Sie den Menübefehl Extras Referenzdaten Löschen im SIMATIC Manager benutzen. 14-3

210 Anzeigen von Referenzdaten 14.3 Referenzdaten anzeigen Referenzdaten anzeigen Zum Anzeigen von Referenzdaten bestehen folgende Möglichkeiten: Sie öffnen einen Baustein im Behälter Bausteine und wählen im Fenster des entsprechenden Spracheditors den Menübefehl Extras Referenzdaten. Dadurch öffnen Sie ein Arbeitsfenster, das die Querverweisliste enthält (Voreinstellung beim ersten Anzeigen der Referenzdaten). oder Sie selektieren in der Offline-Ansicht eines Projekts einen Behälter Bausteine und wählen anschließend im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Referenzdaten Anzeigen. Um die Referenzdaten gleich in der gewünschten Ansicht und gefiltert anzuzeigen, wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Referenzdaten Filtern und Anzeigen. Wenn die Referenzdaten unvollständig sind, wird ein Dialogfeld angezeigt, von dem aus Sie eine Aktualisierung der Referenzdaten anstoßen können (Kapitel 14.2). Hinweis Die Referenzdaten zu einem mit der Einstellung Referenzdaten erzeugen (KOP/AWL/FUP Editor) compilierten Baustein können Sie direkt aus dem Spracheditor heraus anzeigen und sich damit einen aktuellen Überblick über Ihr Anwenderprogramm verschaffen. Voreingestellte Ansicht ändern Die Referenzdaten werden in einem Fenster in der voreingestellten Ansicht Querverweisliste angezeigt. Um die Voreinstellung zu ändern, gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Filtern. 2. Wählen Sie im angezeigten Dialogfeld das Register Einstellungen. 3. Wählen Sie eine andere erste zu öffnende Ansicht aus. 4. Soll die Voreinstellung für andere Programme und weitere Sitzungen mit der Applikation S7 Referenzdaten anzeigen gelten, wählen Sie Als Standortvorgabe speichern an. 5. Schließen Sie das Dialogfeld mit OK. Ansicht umschalten Mit den Befehlen im Menü Ansicht oder den zugehörigen Schaltflächen in der Funktionsleiste können Sie auf eine andere Ansicht der Referenzdaten umschalten (Abschnitte ). Mit dem Menübefehl Fenster Neues Fenster können Sie weitere Fenster öffnen und sich darin andere Sichten auf die Referenzdaten (z.b. Liste der nicht verwendeten Symbole) anzeigen lassen. Lesehinweis Der folgende Abschnitt enthält Hinweise, die allgemein für das Anzeigen von Referenzdaten gelten. Die weiteren Abschnitte zeigen die Möglichkeiten zur Anzeige von Referenzdaten und erläutern die jeweils im Fenster dargestellte Information. 14-4

211 Anzeigen von Referenzdaten 14.4 Hinweise zur Anzeige von Referenzdaten Statuszeile In der Statuszeile des Arbeitsfensters wird eine Kurzbeschreibung der aktuellen Menübefehle oder Meldungen über stattfindende Aktionen angezeigt. Nach Einträgen suchen Mit dem Menübefehl Bearbeiten Suchen können Sie im aktiven Arbeitsfenster nach vorgegebenen Texten suchen. Der gesuchte Text kann entweder ab Cursorposition abwärts oder aufwärts oder gesamt gesucht werden (siehe Bild 14-1). Beachten Sie bitte, daß es sich bei dieser Suchfunktion um eine reine Textsuche handelt, d.h. Sie müssen den gesuchten Text zeichengenau angeben. Listeneinträge sortieren Die Listeneinträge können Sie sortieren, indem Sie auf die Spaltenüberschrift klicken: Buchstabenspalten (z. B. Symbole) werden in alphabetischer Reihenfolge, Zahlenspalten in aufsteigender Reihenfolge geordnet. Darstellung anpassen (Filtern) Die Darstellung der Referenzdaten kann spezifisch für jedes Arbeitsfenster mit dem Menübefehl Ansicht Filtern geändert werden, d.h. Sie können die Listeninhalte entsprechend den aktuellen Anforderungen an den Informationsgehalt anpassen. Einstellungen speichern Die Filtereinstellungen, die Sie vornehmen gelten für alle Fenster mit Referenzdaten zum aktuellen Programm. Sollen die Einstellungen für weitere Sitzungen gelten, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie den Menübefehl Ansicht Filtern. Ein Dialogfeld mit dem Register zur aktuellen Ansicht wird angezeigt. 2. Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor. 3. Markieren Sie im Dialogfeld die Option Als Standortvorgabe speichern. 4. Schließen Sie das Dialogfeld mit OK. Die Einstellungen bleiben bis zum nächsten Anwählen der Option erhalten. 14-5

212 Anzeigen von Referenzdaten 14.5 Anzeigen von Querverweisen Querverweise anzeigen Die Querverweisliste ist die voreingestellte Ansicht beim Anzeigen von Referenzdaten. Sie können diese Voreinstellung ändern (siehe Abschnitt 14.3). Um von anderen Ansichten der Referenzdaten auf die Querverweisliste zuzugreifen, verwenden Sie den Menübefehl Ansicht Querverweise oder betätigen Sie das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste. Nutzen Sie erhalten einen Überblick über die Verwendung von Operanden der Speicherbereiche E, A, M, P, T, Z sowie DB, FB, FC, SFB, SFC innerhalb des Anwenderprogramms. Die Suchfunktion erleichtert Ihnen das gezielte Auffinden bestimmter Operanden und Symbole. Querverweisliste zu proj\test\bausteine\bausteine - Operand Symbol Baustein Art Sprache Details A96.0 FB1 R AWL NE 1 Ze A97.1 FB1 R AWL NE 2 Ze A98.2 FB1 R AWL NE 3 Ze A99.3 FB1 R AWL NE 4 Ze A100.4 FB1 W AWL NE 5 Ze A101.5 FB1 R AWL NE 6 Ze A102.6 FB1 R AWL NE 7 Ze A103.7 FB1 RSuchen AWL NE 8 Ze A104.0 FB1 R AWL NE 9 Ze A105.1 FB1 R nach... AWL NE 8 Ze A182.6 FC1 2 Operand Symbol A183.7 FC1 2 A184.0 FC1 2 A185.1 FC1 2Name: A186.2 FC1 2mb135 A187.3 FC1 2 A188.4 FC1 2 Nur ganzes Wort A189.5 A191.7 FC1 FC1 2 2 A190.6 A268.4 FC1 OB1 2 2 Groß/Kleinschreibung beachten Suchbereich A269.5 OB1 2 von Cursorposition abwärts A270.6 OB1 2 A271.7 OB1 2 von Cursorposition aufwärts A272.0 OB1 2 gesamt A273.1 OB1 2 A274.2 OB1 2 A275.3 OB1 2 Suchen Abbrechen Hilfe A276.4 OB1 2 Bild 14-1 Beispiel für Querverweise (mit sprachabh. Teil zu AWL) Aufbau von Querverweislisten Jede angezeigte Zeile im Fenster entspricht einem Querverweislisteneintrag. Er besteht aus den Spalten Operand, Symbol, Baustein, und Art. Optional können Sie sich die Spalte Sprache Details anzeigen lassen. Die Information in dieser Spalte hängt von der Erstellungssprache des Bausteins ab. Die Bedeutung der einzelnen Spalteneinträge wird in Tabelle 14-2 erläutert: 14-6

213 Anzeigen von Referenzdaten Tabelle 14-2 Spalten in der Querverweisliste Spalte Operand Symbol Baustein Art Sprache Details Inhalt /Bedeutung Absolute Adresse des verwendeten Operanden, Bausteinname Name des verwendeten Operanden Angabe des Bausteins, in dem der Operand verwendet wird Angabe, ob es sich um einen lesenden (Read) oder schreibenden (Write) Zugriff handelt Sprachabhängige Informationen in Kurzform. Die Abkürzungen sind in der Online-Hilfe erklärt. Sortierung Voreingestellt in der Querverweisliste ist die Sortierung nach Speicherbereichen. Wenn Sie mit der Maus auf eine Spaltenüberschrift klicken, wirdnach den Einträgen dieser Spalte geordnet. Einstellungen Öffnen Sie mit dem Menübefehl Ansicht Filtern das Dialogfeld Filter. Wählen Sie das Register Querverweise. Legen Sie die Zeilen- und Spalteneigenschaften nach Ihren Anforderungen fest. Sie können einstellen, welche Spalten Sie ausblenden möchten. In der Voreinstellung werden alle Spalten angezeigt. Die Spaltenbreite können Sie in der auf dem Bildschirm angezeigten Querverweisliste über Mausbedienung an ihre Anforderungen anpassen. Sprung aus Querverweisliste in Programmteil Gehen Sie folgendermaßen vor, um aus der Querverweisliste in den entsprechenden Programmabschnitt zu springen: Doppelklicken Sie mit der linken Maustaste auf den Operanden. Alternative Vorgehensweise: 1. Markieren Sie in der Querverweisliste einen Operanden. 2. Klicken Sie auf die rechte Maustaste, um ein kontextsensitives Menü aufzublenden. 3. Wählen Sie daraus den Menübefehl Gehe zur Verwendungsstelle. Der über das Kontextmenü aufrufbare Befehl steht auch in der Menüleiste zur Verfügung: Bearbeiten Gehe zu Verwendungsstelle Anzeige der Verwendungsstellen aus KOP/FUP/AWL Wenn Sie einen Baustein online oder offline geöffnet haben und einen Operanden markieren, können Sie sich mit dem Menübefehl Bearbeiten Gehe zu Verwendungsstelle eine Übersicht aller Verwendungsstellen dieses Operanden anzeigen lassen. Voraussetzung ist, daß Sie zu diesem Programm Referenzdaten angelegt haben. 14-7

214 Anzeigen von Referenzdaten 14.6 Anzeigen von Programmstrukturen Programmstruktur anzeigen Zur Anzeige der Programmstruktur aktivieren Sie den Menübefehl Ansicht Programmstruktur oder betätigen Sie das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste. Nutzen Die Programmstruktur ist eine grafische Anzeigeform. Es wird die Aufrufhierarchie der Bausteine innerhalb eines Anwenderprogramms dargestellt und ein Überblick über die verwendeten Bausteine, deren Abhängigkeiten und deren Lokaldatenbedarf gegeben. Wahl der Darstellungsform Mit dem Menübefehl Ansicht Filtern öffnen Sie einen Registerdialog. Im Register Programmstruktur können Sie festlegen, wie die Programmstruktur dargestellt wird. Sie haben die Wahl zwischen Baumdarstellung und Paarweise Aufrufbeziehung. Sie können angeben, ob alle Bausteine dargestellt werden sollen oder ob die Hierarchie ab einem bestimmten Startbaustein angezeigt werden soll. Baumdarstellung Rekursionen im Aufruf werden erkannt und in der Baumstruktur grafisch gekennzeichnet. Die Bedeutung der in der Programmstruktur verwendeten Grafikelemente (z. B. von nicht aufgerufenen Bausteinen) ist in der Online- Hilfe erklärt. Programmstruktur zu pro\test\bausteine\bausteine - S7-Programm OB1 <maximal: 66> FB10, DB101 [42] DB10(dbzehn) [42] FC10 DB10(dbzehn) [66] SFB0(CTU), DB100 [66] SFC52(WR_USMSG) [66] FC10 DB10(dbzehn) [66] SFB0(CTU), DB100 [66] SFC52(WR_USMSG) [66] SFB0(CTU), DB100 [42] SFC52(WR_USMSG) [42] Bild 14-2 Beispiel für eine Programmstruktur - Anzeige als Baum 14-8

215 Anzeigen von Referenzdaten Maximaler Lokaldatenbedarf Um Ihnen einen schnellen Überblick über den Lokadatenbedarf der OBs im angezeigten Anwenderprogramm zu geben, können Sie sich in der Baumdarstellung den Maximalbedarf der Lokaldaten pro OB sowie den Lokaldatenbedarf pro Pfad anzeigen lassen. Die Anzeige läßt sich im Register Programmstruktur einund ausschalten. Um dann den Lokaldatenbedarf eines markierten Bausteins zu erhalten, klikken Sie auf die rechte Maustaste und wählen aus dem Kontextmenü den Befehl Bausteininformation aus. Paarweise Aufrufbeziehung Ist die Darstellungsform Paarweise Aufrufbeziehung eingestellt, wird der aufzurufende und der aufgerufene Baustein angezeigt. Abhängig von den Einstellungen im Register Programmstruktur können weitere Informationen angezeigt werden. Sprung aus Programmstruktur in Programmteil Gehen Sie folgendermaßen vor, um aus der Programmstruktur in den entsprechenden Programmteil zu springen: 1. Markieren Sie einen Baustein. 2. Drücken Sie auf die rechte Maustaste. Ein Kontextmenü wird aufgeblendet. 3. Wählen Sie den Eintrag Gehe zu Baustein, um den Baustein selbst zu öffnen oder wählen Sie den Eintrag Gehe zur Verwendungsstelle, um den übergeordneten Baustein zu öffnen und darin auf den Aufruf des markierten Bausteins zu positionieren. Der Eintrag Gehe zur Verwendungsstelle ist nur wählbar, wenn es zu dem markierten Baustein einen übergeordneten Baustein gibt. Die über das Kontextmenü aufrufbaren Befehle stehen auch in der Menüleiste zur Verfügung: Bearbeiten Gehe zu Baustein bzw. Bearbeiten Gehe zu Verwendungsstelle 14-9

216 Anzeigen von Referenzdaten 14.7 Anzeigen von Belegungen Belegungen anzeigen Zur Anzeige der Belegungen aktivieren Sie den Menübefehl Ansicht Belegung Eingänge, Ausgänge und Merker, bzw. Ansicht Belegung Zeiten und Zähler, oder betätigen Sie die entsprechenden Symbole in der Funktionsleiste. Nutzen Sie erhalten einen Überblick, welche Bits der Operanden der Speicherbereiche E, A, und M bzw. welche Zeiten (T) und Zähler (Z) innerhalb des Anwenderprogramms bereits belegt sind. Diese Anzeige ist eine wichtige Grundlage für Fehlersuche oder Änderungen im Anwenderprogramm. Aufbau der Listen der Belegungen Die eine Liste zeigt die Speicherbereiche Eingang (E), Ausgang (A) und Merker (M) an, die andere Liste Zeiten (T) und Zähler (Z). Jede Zeile im Belegungsplan für Eingänge, Ausgänge und Merker beinhaltet ein Byte des Speicherbereichs, in dem die acht Bits je nach Zugriff gekennzeichnet werden. Zusätzlich wird noch angegeben, ob ein Byte-, Wort- oder Doppelwortzugriff vorliegt. Die Bedeutung der Zugriffskennzeichen ist in der Tabelle 14-3 erläutert. Tabelle 14-3 Zugriffskennzeichen im Belegungsplan für Eingänge, Ausgänge und Merker Bedeutung. der Operand ist nicht angesprochen und nicht belegt X der Operand ist direkt verwendet der Operand ist indirekt bearbeitet (Byte-, Wort- oder Doppelwortzugriff) In jeder Zeile des Belegungsplans für Zeiten und Zähler sind 10 Zeiten oder Zähler dargestellt und gemäß Tabelle 14-4 gekennzeichnet. Tabelle 14-4 Zugriffskennzeichen im Belegungsplan für Zeiten und Zähler Zugriffskennzeichen Zugriffskennzeichen Bedeutung. der Operand ist nicht angesprochen und nicht belegt X der Operand wird verwendet 14-10

217 Anzeigen von Referenzdaten Sortierung Diese Listen sind alphabetisch sortiert. Die Einträge können Sie durch Anklicken der Spaltenüberschrift anordnen. Einstellungen Öffnen Sie mit dem Menübefehl Ansicht Filtern den Registerdialog Filtern und wählen Sie das Register Belegungen. Wählen Sie die Speicherbereiche aus, die in der Liste der Belegungen angezeigt werden sollen. Zu jedem Speicherbereich (Eingänge, Ausgänge, Merker, Zeiten, Zähler) können Sie Adreßbereiche angeben, auf die die Anzeige beschränkt werden soll

218 Anzeigen von Referenzdaten 14.8 Anzeigen von nicht verwendeten Symbolen Nicht verwendete Symbole anzeigen Zur Anzeige der nicht verwendeten Symbole aktivieren Sie den Menübefehl Ansicht Nicht verwendete Symbole oder betätigen Sie das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste. Nutzen Sie erhalten einen Überblick über alle Symbole mit folgender Eigenschaft: 1. Die Symbole sind die in der Symboltabelle definiert. 2. Die Symbole werden aber innerhalb der Anwenderprogrammteile, für die Referenzdaten vorliegen, nicht verwendet. Aufbau der Liste Jede angezeigte Zeile im Fenster entspricht einem Listeneintrag. In der Voreinstellung werden alle Spalten (Symbol, Operand, Typ und Operandenkommentar) angezeigt. Die Darstellung einzelner Spalten kann im Register Nicht verwendete Symbole des Dialogfelds Filtern ausgeblendet werden. Das Dialogfeld öffnen Sie mit dem Menübefehl Ansicht Filtern. Die Bedeutung der einzelnen Spalteneinträge wird in der Tabelle 14-5 erläutert. Tabelle 14-5 Spalten in der Liste der nicht verwendeten Symbole Spalte Symbol Operand Typ Operandenkommentar Inhalt /Bedeutung Name des nicht verwendeten Symbols Absolute Adresse des Operanden Datentyp des Operanden, z. B. BOOL, INT, usw. Kommentar zum Operanden aus der Symboltabelle Sortierung Die Einträge können Sie durch Anklicken der Spaltenüberschrift anordnen

219 Anzeigen von Referenzdaten 14.9 Anzeigen von Operanden ohne Symbol Operanden ohne Symbol anzeigen Zur Anzeige der Operanden ohne Symbol aktivieren Sie den Menübefehl Ansicht Operanden ohne Symbol oder betätigen Sie das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste. Nutzen Sie erhalten einen Überblick über alle Absolutadressen (Absolutoperanden), die im Anwenderprogramm verwendet werden, für die aber in der Symboltabelle kein Symbol definiert ist. Aufbau der Liste der Operanden ohne Symbol Jede angezeigte Zeile im Fenster entspricht einem Listeneintrag. Er besteht aus den beiden Spalten Operand und Anzahl der Verwendungen. Die Bedeutung der einzelnen Spalteneinträge wird in der Tabelle 14-6 erläutert. Tabelle 14-6 Spalte Operand Anzahl Spalten in der Liste der Operanden ohne Symbol Inhalt /Bedeutung Absolute Adresse des verwendeten Operanden Angabe, wie oft der Operand im Anwenderprogramm verwendet wird Sortierung Die Einträge sind nach Operanden geordnet

220 Anzeigen von Referenzdaten 14-14

221 Laden von Anwenderprogrammen 15 Übersicht Nach Abschluß der Konfiguration, Parametrierung und Programmerstellung können Sie komplette Anwenderprogramme oder einzelne Bausteine auf ein Zielsystem übertragen. Um die nach dem Konfigurieren der Hardware, dem Projektieren von Netzen oder dem Erstellen einer Verbindungstabelle entstehenden Systemdaten auf das Zielsystem zu übertragen, laden Sie das Objekt Systemdatenbausteine. Die genannten Objekte können Sie im Projektfenster markieren und vom SIMATIC Manager aus laden (Menü: Zielsystem). Daneben besteht auch in der Menüleiste des Fensters, in dem Sie den Inhalt eines der genannten Objekte bearbeiten, die Möglichkeit zum Laden dieses Objekts. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 15.1 Ermitteln und Ändern des Betriebszustands Speicher- und Ladekonzept Urlöschen der CPU eines Zielsystems Laden von Anwenderprogrammen aus dem PG in ein Zielsystem Laden von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Löschen von Bausteinen in der CPU eines Zielsystems Nachladen von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Bearbeiten von Bausteinen aus der CPU im PG Komprimieren des Anwenderspeichers (RAM) Speichern des RAM-Speicherinhalts der CPU im integrierten EPROM Speichern von Bausteinen und Anwenderprogrammen in einer Memory Card

222 Laden von Anwenderprogrammen 15.1 Ermitteln und Ändern des Betriebszustands Übersicht Betriebszustände beschreiben das Verhalten der CPU zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Die wichtigsten Betriebszustände sind RUN, ANLAUF (Neustart oder Wiederanlauf) HALT und STOP. Eine genaue Darstellung der Betriebszustände und der Betriebszustandsübergänge finden Sie im Programmierhandbuch für S7-300/400 /234/. Zustandsänderungen Änderungen des Betriebszustands werden durch Ereignisse im Programmablauf oder durch Eingriffe des Anwenders veranlaßt. RUN STOP Setzen Sie den Betriebszustand von RUN auf STOP, bevor Sie Anwenderprogramme auf die CPU laden (Kapitel 15.4, 15.5), ein Urlöschen der CPU veranlassen (Kapitel 15.3), den Anwenderspeicher komprimieren (Kapitel 15.9). STOP RUN (Neustart) Wenn Sie vom Zustand STOP aus einen Neustart veranlassen, wird das Programm neu gestartet und zunächst im Betriebszustand ANLAUF das Anlauf-Programm (in Baustein OB100) abgearbeitet. Ist der Anlauf erfolgreich, wechselt die CPU in den Betriebszustand RUN. Ein Neustart ist erforderlich nach: Urlöschen, Laden eines Anwenderprogramms im STOP-Zustand, USTACK/BSTACK-Überlauf, Fehlerbehebung, nachdem die CPU durch einen Programmierfehler im Anwenderprogramm in den Betriebszustand STOP gewechselt hatte, Abbruch des Neustarts (durch NETZ-AUS oder Umschalten am Betriebsartenschalter auf der CPU), Überschreitung der Unterbrechungszeitgrenze für Wiederanlauf. STOP RUN (Wiederanlauf) Wenn Sie vom Zustand STOP aus einen Wiederanlauf veranlassen, wird das Programm an der unterbrochenen Stelle fortgesetzt. Ist der Wiederanlauf erfolgreich, wechselt die CPU in den Betriebszustand RUN. Ein Wiederanlauf ist nur bei S7-400 CPUs möglich. Der Wiederanlauf ist hier nur zulässig, wenn das Programm im STOP-Zustand nicht verändert wurde. Hinweis: In den Objekteigenschaften einer CPU können Sie festlegen, ob nach Netz ein ein Wiederanlauf oder Neustart vorgenommen wird. 15-2

223 Laden von Anwenderprogrammen Priorität der Betriebszustände Werden mehrere Betriebszustandswechsel gleichzeitig angefordert, so wird in den Betriebszustand mit der höchsten Priorität gewechselt. Die Reihenfolge mit abnehmender Priorität lautet: STOP - HALT - ANLAUF - RUN. Der Betriebszustand HALT hat eine Sonderstellung und wird nur zu Testzwecken im ANLAUF oder im RUN eingenommen. Steht z. B. der Betriebsartenschalter an der CPU auf RUN und Sie versuchen, vom PG aus, die CPU in STOP zu schalten, so geht sie in STOP, weil dieser Betriebszustand die höchste Priorität hat. Steht dagegen der Betriebsartenschalter an der CPU auf STOP, so haben Sie vom PG aus keine Möglichkeit, einen Wechsel in einen anderen Betriebszustand zu veranlassen. Betriebszustand ermitteln und umschalten Gehen Sie so vor: 1. Stellen Sie eine Online-Verbindung zum Zielsystem her. Schalten Sie dazu die Ansicht des Projektfensters auf Online um und wählen Sie die Baugruppe oder das S7- bzw. M7-Programm an oder: Markieren Sie im Fenster Erreichbare Teilnehmer das Objekt MPI= Rufen Sie das zugehörige Dialogfeld mit dem Menübefehl Zielsystem Betriebszustand... auf. Der momentane Betriebszustand wird angezeigt. Betriebszustand Pfad: Erreichbare Teilnehmer\MPI=2 Aktueller Betriebszustand: RUN Neustart Wiederanlauf Stop Aktuelle Schlüsselschalter-Stellung: Letzter Betriebszustand: RUN ANLAUF Abbrechen Hilfe Bild 15-1 Dialog Betriebszustand 3. Schalten Sie durch Betätigen der entsprechenden Schaltfläche den Betriebszustand um. Eine Schaltfläche ist kontrastvermindert dargestellt, wenn der entsprechende Zustandswechsel in der aktuellen Situation unzulässig ist. 15-3

224 Laden von Anwenderprogrammen 15.2 Speicher- und Ladekonzept Aufteilung der Speicherbereiche Der Speicher der S7-CPUs läßt sich in drei Bereiche aufteilen: Der Ladespeicher dient zur Aufnahme des Anwenderprogramms ohne Symboltabelle und Kommentare (diese bleiben im Speicherbereich des PG). Beim Ladespeicher kann es sich zielsystemabhängig um RAM-, ROM- oder EPROM-Speicher handeln. Bausteine, die als nicht ablaufrelevant gekennzeichnet sind, werden ausschließlich in den Ladespeicher aufgenommen. Der Arbeitsspeicher (integriertes RAM) dient zur Aufnahme der für den Programmablauf relevanten Teile des Anwenderprogramms. Die Programmverarbeitung erfolgt ausschließlich nur im Zusammenspiel mit dem Arbeitsspeicher und dem Systemspeicher. Der Systemspeicher enthält die zusätzlichen Speicherelemente, die jede CPU dem Anwenderprogramm zur Verfügung stellt, wie z. B.: das Prozeßabbild der Ein- und Ausgänge, Merker, Zähler und Zeiten. Außerdem sind Baustein-, Unterbrechungs- und Lokaldaten-Stack enthalten. Besonderheiten bei S7-300 Der Ladespeicher kann außer einem integrierten RAM- auch einen integrierten EEPROM-Anteil haben (z. B. CPU312 IFM und CPU314 IFM). Besonderheiten bei S7-400 Der Einsatz einer Memory Card (RAM oder EEPROM) ist zur Erweiterung des Ladespeichers unerläßlich. Der integrierte Ladespeicher ist ein RAM- Speicher und dient im wesentlichen dem Nachladen und Korrigieren von Bausteinen. Hinweis Beim ersten Laden bzw. Formatieren von EPROMs wird eine Applikationskennung in den Kennbit-Speicher des EPROMs eingetragen. Beispielsweise lautet die Kennung MC5+_BST bei S7 und M7-DOS bei M7. EPROMs mit der Applikationskennung MC5+_BST sind im oben beschriebenen Zusammenhang einsetzbar. Die Applikationskennung wird automatisch aufgebracht, wenn Sie die Memory Card auf dem PG löschen, um Sie dann neu zu beschreiben. EPROMs mit der Applikationskennung M7-DOS sind für den Einsatz in M7-Systemen vorgesehen und verhalten sich wie ein DOS-Laufwerk. Die Applikationskennung wird automatisch aufgebracht, wenn Sie die Memory Card mit dem Programm ftlforms formatieren (nur auf PG 720/740/760 oder M7-System möglich). 15-4

225 Laden von Anwenderprogrammen Folgerungen aus der Struktur Ihres Ladespeichers Aus der Aufteilung des Ladespeichers in einen RAM- und einen EEPROM- Bereich ergeben sich Konsequenzen für die Möglichkeiten beim Laden Ihres Anwenderprogramms bzw. von Bausteinen Ihres Anwenderprogramms. Tabelle 15-1 zeigt die Lademöglichkeiten: Tabelle 15-1 Ladespeicherstruktur und Lademöglichkeiten RAM Speicherart Lademöglichkeiten Kommunikationsart zwischen Erstell- und Zielsystem EPROM integriert (nur bei S7-300) oder steckbar EPROM steckbar Laden und Löschen von einzelnen Bausteinen Laden und Löschen eines gesamten Anwenderprogrammes Nachladen von einzelnen Bausteinen Laden von gesamten Anwenderprogrammen Laden von gesamten Anwenderprogrammen PG-Zielsystem-Verbindung PG-Zielsystem-Verbindung PG-Zielsystem-Verbindung PG-Zielsystem-Verbindung Externes Laden des EPROMS und Stecken der Memory Card Programme, die im RAM gespeichert sind, gehen verloren, wenn Sie die CPU urlöschen oder die RAM-Memory Card ziehen. Programme auf EEPROM Memory Cards gehen beim Urlöschen nicht verloren und können durch Stecken und Ziehen der Memory Card transportiert werden. Remanenzverhalten Um Datenverlust bei Stromausfall oder beim Urlöschen vorzubeugen, können Sie remanente Speicherbereiche einrichten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Speicherbereiche der S7-CPUs des Programmierhandbuchs für S7-300/400 /234/ sowie in der Online-Hilfe zum Parametrieren von CPUs. 15-5

226 Laden von Anwenderprogrammen 15.3 Urlöschen der CPU eines Zielsystems Nutzen Sie sollten die CPU vor dem Laden Ihres Anwenderprogramms urlöschen, um sicherzustellen, daß sich keine alten Bausteine mehr auf der CPU befinden. Mit Urlöschen können Sie als Nebeneffekt auch ein neues Anwenderprogramm von einer EEPROM-Memory Card in eine CPU laden (siehe Ergebnis unten). Vorgehensweise Mit dem Menübefehl Zielsystem Urlöschen... können Sie eine CPU online vom PG aus urlöschen. Dazu muß sich die CPU in STOP befinden. Die Funktion Urlöschen kann auch über den Betriebsartenschalter an der CPU ausgelöst werden. Wenn Sie eine CPU mit STEP 7 urlöschen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie im Projektfenster online die Baugruppe oder das S7- bzw. M7-Programm oder: Markieren Sie im Fenster Erreichbare Teilnehmer das Objekt MPI= Rufen Sie die Funktion Urlöschen mit den Menübefehl Zielsystem Urlöschen auf und bestätigen Sie die Aktion. Ergebnis des Urlöschens Beim Urlöschen läuft in der CPU folgender Prozeß ab: Die CPU wird zurückgesetzt und das gesamte Anwenderprogramm im Arbeitsspeicher und im RAM-Ladespeicher wird gelöscht. Die Systemparameter sowie die CPU- und Baugruppenparameter werden auf Defaulteinstellungen zurückgesetzt. Die CPU löscht alle bestehenden Verbindungen. Wenn Daten auf einem EPROM vorhanden sind (Memory Card oder integriertes EPROM), kopiert die CPU nach dem Urlöschen den EPROM- Inhalt wieder in den RAM-Bereich des Speichers. Der Diagnosepuffer und die Uhrzeit werden nicht zurückgesetzt. Durch das Laden eines Anwenderprogramms werden alle erforderlichen Informationen auf das Zielsystem übertragen. Parameter der MPI-Schnittstelle Ist beim Urlöschen eine Memory Card gesteckt, so sind die MPI-Parameter gültig, die sich auf der Memory Card befinden. Ist keine Memory Card gesteckt, so bleiben die MPI-Parameter auf der Baugruppe erhalten und sind gültig. Dadurch bleibt die Kommunikationsfähigkeit der Baugruppe bestehen. 15-6

227 Laden von Anwenderprogrammen 15.4 Laden von Anwenderprogrammen aus dem PG in ein Zielsystem Anwendung Ganze Anwenderprogramme laden Sie im SIMATIC Manager in ein Zielsystem, z. B. in der Endphase des Programmtests oder um das fertige Anwenderprogramm zum Ablauf zu bringen. Hinweis Sie können Anwenderprogramme im STOP- und im RUN-P-Zustand in eine CPU laden. Beachten Sie jedoch beim Laden im RUN-P-Zustand, daß das Programm bausteinweise übertragen wird. Überschreiben Sie also mit Ihrem Ladevorgang ein altes Anwenderprogramm, können Konflikte auftreten. Funktion Das gesamte Anwenderprogramm wird in den Ladespeicher geladen, die ablaufrelevanten Teile des Programms auch in den Arbeitsspeicher. Bild 15-2 zeigt das Laden von Programmen aus dem PG in eine CPU: CPU PG Ladespeicher Arbeitsspeicher gesamtes Programm in die CPU laden EPROM RAM RAM ablaufrelevante Teile des Programms Bild 15-2 Anwenderprogramm aus dem PG in eine CPU laden Voraussetzungen Folgende Voraussetzungen müssen zum Laden erfüllt sein: Es besteht eine Verbindung zwischen Ihrem PG und dem Zielsystem. Das zu ladende Programm ist fehlerfrei übersetzt. Vorgehensweise Um ein Programm aus dem PG in die CPU zu laden, markieren Sie im Projektfenster den Baustein-Behälter, den Sie laden wollen und rufen dann den Menübefehl Zielsystem Laden auf. 15-7

228 Laden von Anwenderprogrammen 15.5 Laden von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Anwendung In der Erstellungs- und Testphase eines Anwenderprogramms ergibt sich oft die Notwendigkeit, einzelne Code- und Datenbausteine in die CPU zu laden, um diese dann unter Testbedingungen zum Ablauf zu bringen. Hinweis Sie können Bausteine im STOP- oder im RUN-P-Zustand aus dem PG in die CPU laden. Ändern sich dabei jedoch im RUN-P-Zustand die Parameter eines Bausteins, geht die CPU in STOP. Beachten Sie beim Laden im RUN- P-Zustand auch die Aufrufreihenfolge der Bausteine. Die CPU geht in STOP, wenn sie versucht, nicht vorhandene Bausteine aufzurufen. Funktion Einzelne Bausteine werden stets in den RAM-Ladespeicher geladen. Die ablaufrelevanten Teile der Bausteine werden gleichzeitig auch in den Arbeitsspeicher geladen. Ladeumfang Für den Test einzelner Bausteine müssen Sie zumindest einen OB sowie die darin aufgerufenen FBs und FCs und die benutzten DBs laden. Laden im SIMATIC Manager Sie können mit dem Menübefehlen Zielsystem Laden die markierten Komponenten eines Anwenderprogramms in ein Zielsystem laden. Sie können Bausteine oder das Objekt Systemdatenbausteine einzeln auf das Zielsystem laden. Bausteine, die geladen werden sollen, müssen fehlerfrei übersetzt sein. Ist ein Baustein schon im RAM der CPU vorhanden, so werden Sie beim Laden gefragt, ob der Baustein überschrieben werden soll oder nicht. Laden bei der Bearbeitung von Einzelobjekten Beim Konfigurieren von Hardware und Netzen und beim Programmieren von Bausteinen können Sie das gerade bearbeitete Objekt direkt über das Menü in dem zu Ihrer Tätigkeit gehörigen Hauptfenster laden (Befehl Zielsystem Laden). Beispielsweise können Sie im Fenster Bausteine programmieren den aktuell geöffneten Baustein (Menübefehl Zielsystem Laden) in das Zielsystem laden. 15-8

229 Laden von Anwenderprogrammen 15.6 Löschen von Bausteinen in der CPU eines Zielsystems Anwendung Das Löschen von Bausteinen in der CPU kann während der Testphase des Anwenderprogrammes notwendig werden. Bausteine in der CPU Bausteine sind im Anwenderspeicher der CPU entweder im EPROM oder RAM gespeichert (abhängig von CPU und Ladevorgang). Löschen von Bausteinen aus dem EPROM Die Bausteine, die im EPROM gespeichert sind, können Sie mit den Menübefehl Laden in EPROM-Memory Card auf CPU löschen, wenn diese CPUs einen Schacht für Memory Cards besitzen und diese Funktionalität unterstützen (z.b. CPU 416). Diese Funktion ist nur im Betriebszustand STOP der CPU erlaubt. das integrierte EPROM der CPU 312 wird gelöscht, indem Sie das EPROM wieder mit dem aktuellen RAM-Inhalt, in dem alle Anwenderbausteine gelöscht wurden, überschreiben. Löschen von Bausteinen aus dem RAM Bausteine, die im RAM gespeichert sind, können Sie direkt löschen, indem Sie sie aus der geöffneten CPU entfernen. Der belegte Speicherplatz wird im Ladespeicher und im Arbeitsspeicher freigegeben. Hinweis Sie können Bausteine im STOP- und im RUN-P-Zustand löschen. Beachten Sie jedoch folgendes beim Löschen im RUN-P-Zustand: Wenn das Anwenderprogramm versucht, auf einen gelöschten Baustein zuzugreifen, geht entweder die CPU in STOP oder es wird ein Fehler-OB aufgerufen. Vorgehensweise Um Bausteine in der CPU direkt zu löschen, öffnen Sie das Projektfenster, schalten die Ansicht auf Online,und markieren die zu löschenden Bausteine im Online-Projektfenster. Dann wählen Sie den Menübefehl Datei Löschen oder drücken die DEL-Taste. 15-9

230 Laden von Anwenderprogrammen 15.7 Nachladen von Bausteinen aus dem PG in ein Zielsystem Anwendung Sie können Bausteine, die im Ladespeicher (RAM oder EPROM) bzw. Arbeitspeicher vorhanden sind, mit einer neuen Version überschreiben (nachladen). Dabei wird der vorhandene Stand ungültig. Bausteine im RAM Der vorhandene Baustein im RAM wird bei der Nachladefunktion gelöscht und der geänderte Baustein neu in das RAM geladen. Dabei entstehen im Lade- und Arbeitsspeicher Lücken (siehe Kapitel 15.9 Komprimieren des Anwenderspeichers (RAM)). Bausteine im EPROM Der vorhandene Baustein im EPROM kann nicht gelöscht werden, er wird aber bei der Nachladefunktion für ungültig erklärt. Der ihn ersetzende Baustein wird in das RAM geladen. Vorgehensweise Sie entspricht der Vorgehensweise beim Laden eines Bausteins (siehe Kapitel 15.5). Hinweis Bitte beachten Sie, daß bei ungepuffertem Netzaus oder beim Urlöschen die alten Bausteine wieder gültig werden

231 Laden von Anwenderprogrammen 15.8 Bearbeiten von Bausteinen aus der CPU im PG Anwendung Die Möglichkeit zum Bearbeiten von Bausteinen im PG bietet Ihnen folgenden Nutzen : Sie können in der Testphase einen Baustein direkt in der CPU korrigieren und das Ergebnis dokumentieren. Sie können sich über die Ladefunktion aktuelle Inhalte von Bausteinen aus dem RAM-Ladespeicher der CPU in Ihr PG laden. Beim Laden von Bausteinen aus der CPU in das Programmiergerät müssen Sie zwei Fälle unterscheiden: Erster Fall: Das Anwenderprogramm, zu dem die Bausteine gehören, befindet sich im Programmiergerät. Zweiter Fall: Das Anwenderprogramm, zu dem die Bausteine gehören, befindet sich nicht im Programmiergerät. Dieses hat zur Folge, daß Programmteile, die nicht in die CPU geladen werden können, nicht zur Verfügung stehen. Solche Programmteile sind: die Symboltabelle mit den symbolischen Namen für die Operanden sowie Kommentare Netzwerk-Kommentare eines FUP- oder KOP-Programms Zeilenkommentare eines AWL-Programms anwenderdefinierte Datentypen Fallunterscheidung Anwenderprogramm im PG Um Bausteine aus der CPU zu bearbeiten, öffnen Sie das Projektfenster und schalten die Ansicht online ein. Wenn Sie nun im Projektfenster online einen Behälter Bausteine markieren, wird die Liste der geladenen Bausteine angezeigt. Nun können Sie Bausteine auswählen, öffnen und bearbeiten. Mit dem Menübefehl Datei Speichern können Sie die Änderung offline auf dem PG speichern, mit Zielsystem Laden. können Sie geänderte Bausteine auf das Zielsystem laden. Anwenderprogramm nicht im PG Um Bausteine aus der CPU zu bearbeiten, gehen Sie so vor: Betätigen Sie die Schaltfläche Erreichbare Teilnehmer im SIMATIC Manager. Wählen Sie aus der aufgeblendeten Liste den Teilnehmer (Objekt MPI=... ) aus und öffnen den Behälter Bausteine, um sich die Bausteine anzeigen zu lassen. Nun können Sie Bausteine öffnen und nach Bedarf bearbeiten, überwachen oder kopieren. Rufen Sie anschließend den Menübefehl Datei Speichern unter... auf und tragen Sie im zugehörigen Dialogfeld den Pfad ein, der den gewünschten Speicherort auf dem PG bezeichnet.,mit Zielsystem Laden. können Sie geänderte Bausteine auf das Zielsystem laden

232 Laden von Anwenderprogrammen 15.9 Komprimieren des Anwenderspeichers (RAM) Nutzen Durch mehrfaches Löschen und Nachladen von Bausteinen entstehen im Anwenderspeicher (Lade- und Arbeitsspeicher) Lücken, die den nutzbaren Speicherbereich verringern. Durch Komprimieren werden die vorhandenen Bausteine lückenlos im Anwenderspeicher angeordnet und es entsteht ein zusammenhängender freier Speicherbereich. Bild 15-3 zeigt schematisch, wie belegte Speicherblöcke durch die Funktion Speicher komprimieren verschoben werden. Belegung des Speichers vor der Komprimierung Belegung des Speichers nach der Komprimierung belegter Speicher freier Speicher Bild 15-3 Verschiebung belegter Speicherblöcke durch Speicher komprimieren Möglichkeiten zum Komprimieren Sie haben zwei Möglichkeiten zum Komprimieren des Anwenderspeichers: Tritt beim Laden ein Speicherplatzmangel auf dem Zielsystem auf, so wird ein Dialogfeld aufgeblendet, das Sie auf den Fehler hinweist. Durch Betätigen der entsprechenden Schaltfläche im Dialogfeld können Sie den Speicher komprimieren. Als vorbeugende Maßnahme können Sie sich die Speicherauslastung anzeigen lassen und komprimieren, wenn Lücken in der Speicherbelegung vorhanden sind. Betriebszustand STOP wählen Nur das Komprimieren im Betriebszustand STOP schließt alle Speicherlücken. Wenn Sie im Betriebszustand RUN-P (Stellung des Betriebsartenschalters) komprimieren, so werden die gerade bearbeiteten Bausteine nicht verschoben, da sie geöffnet sind. Im Betriebszustand RUN (Stellung des Betriebsartenschalters) kann die Funktion Komprimieren nicht durchgeführt werden (Schreibschutz!). Vorbeugendes Komprimieren Im Register Speicher des Dialogfelds, das Sie mit dem Menübefehl Zielsystem Baugruppenzustand... aufrufen, können Sie sich die Speicherauslastung anzeigen lassen und ggf. die Komprimierung anstoßen (s. Kapitel 17.11)

233 Laden von Anwenderprogrammen Speichern des RAM-Speicherinhalts der CPU im integrierten EPROM Anwendung Bei CPU-Baugruppen, die ein integriertes EPROM besitzen, können Sie den Inhalt des RAM-Speichers dorthin kopieren, um die Daten bei Spannungsausfall oder Urlöschen nicht zu verlieren. Vorgehensweise Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Lassen Sie sich mit dem Menübefehl Ansicht online ein Fenster mit der Online-Ansicht zu einem geöffneten Projekt anzeigen oder lassen Sie sich das Fenster Erreichbare Teilnehmer anzeigen, indem Sie auf die Schaltfläche Erreichbare Teilnehmer in der Funktionsleiste klicken oder den Menübefehl Zielsystem Erreichbare Teilnehmer anzeigen wählen. 2. Wählen Sie das S7- bzw. M7-Programm in der Ansicht online des Projektfensters oder den Teilnehmer im Fenster Erreichbare Teilnehmer aus. 3. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem RAM nach ROM kopieren. Der Inhalt des RAM-Speichers wird in das integrierte EPROM kopiert

234 Laden von Anwenderprogrammen Speichern von Bausteinen und Anwenderprogrammen in einer Memory Card Anwendung Memory Cards sind portable Datenträger. Sie enthalten elektrisch löschbare Flash-EPROMs als Speicherbausteine. Die gespeicherten Daten bleiben bei Spannungsausfall und beim Urlöschen der CPU erhalten. Memory Cards werden auf dem Erstellsystem beschrieben und dann in eine CPU eingesetzt. Inhalt einer Memory Card Wenn Sie die Schaltfläche S7-Memory Card in der Funktionsleiste des SIMATIC Managers betätigen, wird die Objektstruktur auf der Memory Card in einem Fenster dargestellt. Die Memory Card muß sich dabei im Schacht des Programmiergeräts bzw. im externen Prommer (bei PCs) befinden. Auf Memory Card speichern Um Bausteine oder Anwenderprogramme in einer Memory Card zu speichern, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Prüfen Sie, ob die Memory Card steckt, und klicken Sie auf die Schaltfläche Memory Card in der Funktionsleiste des SIMATIC Managers. 2. Markieren Sie im Projektfenster oder im Projektfenster online einzelne Bausteine bzw. den Behälter Bausteine, den Sie abspeichern möchten. 3. Ziehen Sie die markierten Objekte mit Hilfe der Maus in das Fenster, in dem der Inhalt der Memory-Card angezeigt wird, oder kopieren Sie die Objekte mit den Menübefehlen Bearbeiten Kopieren und Bearbeiten Einfügen. 4. Ist ein Baustein bereits auf der Memory Card vorhanden, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Löschen Sie in diesem Fall den Inhalt der Memory Card und wiederholen Sie die Schritte 2. und 3.. Ergebnis: Die ausführbaren Bausteine werden auf der Memory Card gespeichert. Memory Card löschen Der Inhalt einer Memory Card für S7 kann nur als Ganzes gelöscht werden. Das Löschen einzelner Bausteine ist hier nicht möglich. Dagegen können auf Memory Cards für M7 mit Flash-File-System auch einzelne Objekte gelöscht werden. Um eine Memory Card zu löschen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Prüfen Sie, ob die Memory Card steckt, und klicken Sie auf die Schaltfläche Memory Card in der Funktionsleiste des SIMATIC Managers. Im linken Teil des aufgeblendeten Fensters ist der Behälter sichtbar, der den Inhalt der Memory Card repräsentiert. Im rechten Teil werden die darin enthaltenen Objekte angezeigt. 2. Löschen Sie bei S7 den Behälter im linken Teil des Fensters oder bei M7 den Behälter oder einzelne Objekte des Behälters

235 Testen von Anwenderprogrammen 16 Übersicht Dieses Kapitel informiert darüber, wie Sie sich die aktuellen Werte von Variablen aus Ihrem Anwenderprogramm oder einer CPU anzeigen lassen, den Variablen eines Anwenderprogramms oder einer CPU Werte zuweisen. für die Variablen, die Sie anzeigen oder steuern wollen, eine Variablentabelle erstellen. Sie werden bei der Inbetriebnahme einer Anlage unterstützt und erhalten schnell einen Überblick über den Zustand der Variablen Ihres Systems. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 16.1 Einführung Erzeugen einer Variablentabelle Bearbeiten einer Variablentabelle Verbindungen zu CPUs herstellen Trigger einstellen Beobachten und Steuern von Variablen Wissenswertes zum Forcen von Variablen Forceaufträge erstellen und löschen Peripherieausgänge (PA) freischalten Hinweis In diesem Kapitel wird das Testen eines Programms mit Blick auf die Variablen des Programms beschrieben. Zum Testen des schrittweisen Programmablaufs können Sie den Programmstatus verwenden. Die zugehörigen Befehle finden Sie im Fenster des jeweiligen Editors unter dem Menü Test. Die genaue Vorgehensweise ist in den Handbüchern zu den Programmiersprachen beschrieben. 16-1

236 Testen von Anwenderprogrammen 16.1 Einführung Anwendung Zum Testen von Anwenderprogrammen bestehen folgende Möglichkeiten für Eingriffe in den Programmablauf: 1. An Triggerpunkten können Sie sich die Werte von Variablen anzeigen lassen (Beobachten) oder den Variablen Werte zuweisen (Steuern). Dies gilt für: Ein-/Ausgänge, Merker, Zeiten, Zähler, Peripherie-Ausgänge und Elemente von Datenbausteinen. 2. Außer für Zeiten und Zähler sowie für Elemente einzelner Datenbausteine können Sie feste Werte vorgeben, die das Anwenderprogramm nicht verändern kann (Forcen). Voraussetzung ist, daß die CPU diese Möglichkeit unterstützt (z. B. S7-400). Nutzen Wenn das Anwenderprogramm bereits übersetzt und in eine CPU geladen ist, können Sie Elemente einzelner Datenbausteine und Variablen abfragen, um z. B. eine Anlage oder einen Anlagenteil in Betrieb zu nehmen, das Zusammmenwirken mit anderen Anlagen- oder Anwenderprogrammteilen zu testen. Durch geeignetes Festlegen des Triggerpunktes und der Triggerbedingung erhalten Sie schnell einen Überblick über den Zustand der Variablen Ihres System. Wenn noch kein Anwenderprogramm in die CPU geladen ist, können Sie den korrekten Aufbau der Hardware überprüfen (z. B. Peripherie vorhanden ja/ nein). 16-2

237 Testen von Anwenderprogrammen! Vorsicht Vergewissern Sie sich, daß keine gefährlichen Zustände eintreten können, bevor Sie die Funktionen Steuern oder Forcen ausführen! Die Ausführung von Steuern ist nur dann möglich, wenn der Betriebsartenschalter an der CPU auf RUN-P oder STOP steht. Bevor Sie die Funktion Forcen starten, sollten Sie sicherstellen, daß niemand gleichzeitig auf derselben CPU diese Funktion ausführt. Ein Forceauftrag kann nur mit dem Menübefehl Variable Force löschen gelöscht bzw. beendet werden. Das Schließen des Fensters Forcewerte oder Beenden der Applikation Variable beobachten/steuern löscht den Forceauftrag nicht. Forcen kann nicht rückgängig gemacht werden, d.h. der Menübefehl Bearbeiten Rückgängig ist nicht möglich. Eine Zusammenfassung der Unterschiede zwischen Forcen und Steuern von Variablen finden Sie in Kapitel Wenn die CPU die Funktion Forcen nicht unterstützt, sind alle das Forcen betreffenden Menübefehle im Menü Variable nicht anwählbar. Prinzipielle Vorgehensweise Um die Funktionen Beobachten und Steuern zu benutzen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Erzeugen Sie eine neue Variablentabelle oder öffnen Sie eine bereits vorhandene. 2. Bearbeiten bzw. überprüfen Sie die Variablentabelle. 3. Stellen Sie eine Online-Verbindung zwischen der aktuellen Variablentabelle und der gewünschten CPU mit dem Menübefehl Zielsystem Verbindung herstellen zu her. 4. Wählen Sie mit dem Menübefehl Variable Trigger einen geeigneten Triggerpunkt aus und stellen Sie die Triggerbedingung ein. 5. Die Menübefehle Variable Beobachten und Variable Steuern schalten die jeweilige Funktion ein und wieder aus. 6. Speichern Sie die fertig erstellte Variablentabelle mit dem Menübefehl Tabelle Speichern oder Tabelle Speichern unter, damit Sie sie jederzeit wieder aufrufen können. Abbruch mit ESC-Taste Wenn Sie - bei laufendem Beobachten und Steuern - die Taste ESC drücken, werden Beobachten und Steuern ohne Rückfrage beendet. 16-3

238 Testen von Anwenderprogrammen 16.2 Erzeugen einer Variablentabelle Anwendung Variablentabellen benötigen Sie zum Beobachten und Steuern von Variablen. Hier tragen Sie die Variablen ein, die Sie beobachten oder steuern wollen. Nutzen Die Variablentabelle können Sie speichern, ausdrucken und immer wieder zum Beobachten und Steuern verwenden. Sie können festlegen, in welchem Format (binär, dezimal, hexadezimal, usw.) der Wert der Variablen angezeigt werden soll und mit welchen Werten die ausgewählten Variablen gesteuert werden sollen. Vorgehensweise Um eine Variablentabelle zu erzeugen, haben Sie folgende Möglichkeiten: Wählen Sie im SIMATIC Manager den Behälter Bausteine aus und erzeugen Sie mit dem Menübefehl Einfügen S7-Baustein Variablentabelle ein entsprechendes Objekt. Im Folgedialog können Sie die Tabelle benennen. Die Variablentabelle können Sie durch Doppelklick auf das Objekt öffnen. Wählen Sie in Online-Ansicht ein S7-/M7-Programm aus. Mit dem Menübefehl Zielsystem Variable beobachten/steuern erzeugen Sie eine unbenannte Variablentabelle. Wählen Sie aus der Liste der erreichbaren Teilnehmer eine Verbindung aus. Mit dem Menübefehl Zielsystem Variable beobachten/steuern erzeugen Sie eine unbenannte Variablentabelle. Wenn Sie bereits im Fenster Variable beobachten/steuern arbeiten, können Sie mit dem Menübefehl Tabelle Neu eine neue Variablentabelle erzeugen, die noch keinem S7-/M7-Programm zugeordnet sind. Bereits vorhandene Tabellen öffnen Sie mit Tabelle Öffnen. Im Fenster Variable beobachten/steuern können Sie auch die entsprechenden Symbole in der Funktionsleiste zum Erzeugen oder Öffnen von Variablentabellen benutzen. Hinweis Die Variablentabelle mit der Bezeichnung VAT0 ist für interne Zwecke reserviert; dieser Name kann daher nicht vergeben werden. 16-4

239 Testen von Anwenderprogrammen 16.3 Bearbeiten einer Variablentabelle Beispiel für eine Variablentabelle Bild 16-1 zeigt ein Beispiel für eine ausgefüllte Variablentabelle. Variable beobachten und steuern - Projekt\SIMATIC 300-Station(1)\CPU 314(A)... \VAT1 Tabelle Bearbeiten Einfügen Zielsystem Variable Ansicht Extras Fenster Hilfe Projekt1\SIMATIC 300-Station(1)\CPU 314(A)... \VAT1 Operand Symbol Statusformat Statuswert Steuerwert // Eingänge: E 0.1 switch_le_sin BOOL false EB 1 HEX B#16#06 // Merker: M 0.1 gr_int BIN 2#1 MW 1 DEZ 1 // Ausgänge: A 0.1 gr_ped_sim BIN 2#0 2#1 AD 1 DEZ l#0 // Peripherie: PEB 2 HEX Kein Statuswert vorhanden! PAW 3 HEX Kein Statuswert vorhanden! // Zähler: Z 1 - ZÄHLER C#0 //C#1 // Datenwort: DB1.DBW 1 DEZ Kein Statuswert vorhanden! // Zeiten: T 1 SIMATIC_ZEIT S5T#0ms T 4 SIMATIC_ZEIT S5T#0ms //S5T#20ms MPI = 2 (direkt) ÜB Online Bearbeiten 7 / 23 Bild 16-1 Beispiel für eine ausgefüllte Variablentabelle Tabelle bearbeiten Innerhalb der Variablentabelle können Sie die Felder für Operand, Symbol, Statusformat und Steuerwert bearbeiten. Die zu steuernde Variable geben Sie mit ihrem Operand oder als Symbol an. Falls in der Symboltabelle ein entsprechendes Symbol definiert ist, wird der Eintrag in der Symbolspalte bzw. der Operandenspalte automatisch ergänzt. Das Statusformat legt fest, in welchem Format der ermittelte Statuswert in der Spalte rechts daneben angezeigt werden soll. Das Format wählen Sie über den Menübefehl Ansicht Statusformat wählen... oder durch mehrfachen Mausklick auf das Tabellenfeld, bis das gewünschte Format erscheint. 16-5

240 Testen von Anwenderprogrammen Syntaxprüfung Wenn Sie Variablen in die Variablentabelle eintragen, so wird vor Verlassen der Zeile eine Syntaxprüfung durchgeführt. Fehlerhafte Einträge werden rot gekennzeichnet. In diesem Fall werden Sie durch eine Meldung in der Statuszeile auf den Fehler hingewiesen. Kommentarzeilen Kommertarzeilen werden durch das Kommentarzeichen // eingeleitet. Mit dem Menübefehl Bearbeiten Zeile als Kommentar oder das entsprechende Symbol in der Funktionsleiste können Sie eine Tabellenzeile als Kommentarzeile darstellen. Steuerwert gültig/ ungültig Wenn Sie in der Spalte Steuerwert ein Kommentarzeichen // vor den zu steuernden Wert einer Variablen setzen, so machen Sie diesen Wert dadurch ungültig. Wenn das Kommentarzeichen wieder entfernt wird, so hat der Wert wieder Gültigkeit und kann gesteuert werden. Spalten ein-/ausblenden Sie können einzelne Spalten der Tabelle mit dem Menübefehl Ansicht <Spaltenüberschrift> ein- und ausblenden. Nur die im Menü Ansicht mit einem Häkchen markierten Spalten werden angezeigt. Spaltenbreite einstellen Die Breite einer Spalten können Sie mit der Maus ändern: 1. Cursor auf eine senkrechte Begrenzungslinie in der Spaltenüberschrift positionieren, 2. linke Maustaste drücken, 3. Linie horizontal verschieben 4. Maustaste wieder loslassen. Mit dem Menübefehl Ansicht Spaltenbreiten optimieren können Sie die abhängig von der Länge der Tabelleneinträge ermittelten optimalen Spaltenbreiten für die gesamte Variablentabelle einstellen. Maximale Größe Eine Variablentabelle kann maximal 255 Zeichen pro Zeile umfassen. Ein Umbruch in die nächste Zeile ist nicht möglich. Ihre Länge ist auf 1024 Zeilen festgelegt. Damit ist die maximale Größe erreicht. 16-6

241 Testen von Anwenderprogrammen 16.4 Verbindungen zu CPU herstellen Übersicht Um Variablen beobachten, steuern oder forcen zu können, ist eine Online- Verbindung zu einer CPU erforderlich. Wenn Sie mehrere unterschiedliche Variablentabellen geöffnet haben, muß zu jeder eine Online-Verbindung zu einer CPU aufgebaut werden. Dabei kann jede Variablentabelle mit einer beliebigen CPU verbunden werden. Wenn eine Online-Verbindung besteht, wird in der Statuszeile des Fensters der Begriff online angezeigt. Online-Verbindung zur CPU herstellen Besteht keine Online-Verbindung, definieren Sie diese mit dem Menübefehl Zielsystem Verbindung herstellen zu... zur gewünschten CPU, um die Variablen zu beobachten oder zu steuern. Alternativ können Sie auch auf die entsprechenden Schaltflächen in der Funktionsleiste klicken (Bild 16-2). ON Verbindung zur projektierten CPU ON Verbindung zur direkt angeschlossenen CPU (z. B. MPI=2(direkt)) Bild 16-2 Schaltflächen in der Funktionsleiste zum Herstellen von Verbindungen Online-Verbindung zur CPU abbauen Mit dem Menübefehl Zielsystem Verbindung abbauen brechen Sie die Verbindung zwischen Variablentabelle und CPU wieder ab. 16-7

242 Testen von Anwenderprogrammen 16.5 Trigger einstellen Übersicht Mit der Wahl des Triggerpunktes bestimmen Sie den Zeitpunkt, an dem den Variablen die Steuerwerte zugewiesen und an dem die Statuswerte von Variablen angezeigt werden. Triggerpunkte und Triggerbedingung einstellen Mit dem Menübefehl Variable Trigger können Sie einen der folgenden Triggerpunkte auswählen: Beginn Zyklus, Ende Zyklus oder Übergang von RUN nach STOP (siehe Bild 16-3). als Triggerbedingung einmalig oder permanent wählen. Prozeßabbild der Eingänge Triggerpunkt Beginn Zyklus OB 1 Triggerpunkt Übergang: RUN STOP Triggerpunkt Ende Zyklus Prozeßabbild der Ausgänge Bild 16-3 Triggerpunkte Beim Steuern von Variablen gilt bezüglich der Triggerpunkte: Wenn Sie als Triggerbedingung Einmalig eingestellt haben, so erhalten Sie eine Meldung, falls die ausgewählten Variablen nicht zu steuern sind. Bei der Triggerbedingung Permanent erhalten Sie keine Rückmeldung. Wenn Sie beim Beobachten und Steuern denselben Triggerpunkt einstellen, wird der Statuswert vor dem Steuern angezeigt, weil die Funktion Beobachten vor der Funktion Steuern ausgeführt wird. Um den gesteuerten Wert anzuzeigen, sollten Sie den Triggerpunkt für Beobachten auf Beginn Zyklus und den Triggerpunkt für Steuern auf Ende Zyklus einstellen. Trigger sofort Sie können die Werte ausgewählter Variablen mit dem Menübefehl Variable Statuswerte aktualisieren anzeigen bzw. mit dem Menübefehl Variable Steuerwerte aktivieren steuern. Dieser Auftrag wird einmalig und schnellstmöglich durchgeführt, ohne Bezug zu einer bestimmten Stelle im Anwenderprogramm. Diese Funktionen werden hauptsächlich im STOP-Zustand zum Steuern und Beobachten angewendet. 16-8

243 Testen von Anwenderprogrammen 16.6 Beobachten und Steuern von Variablen Anwendung Mit der Funktion Beobachten können Sie ausgewählte Variablen an vorgegebenen Triggerpunkten beobachten. Mit der Funktion Steuern können Sie ausgewählten Variablen an vorgegebenen Triggerpunkten einen Wert zuweisen und damit gezielt steuern.! Vorsicht Vergewissern Sie sich, daß keine gefährlichen Zustände eintreten können, bevor Sie die Funktion Steuern ausführen! Die Ausführung von Steuern ist nur dann möglich, wenn der Betriebsartenschalter an der CPU auf RUN-P oder STOP steht. Beobachten von Variablen Zum Beobachten von Variablen haben Sie folgende Möglichkeiten: Schalten Sie die Funktion Beobachten mit dem Menübefehl Variable Beobachten ein. Die Werte der ausgewählten Variablen werden, abhängig vom eingestellten Triggerpunkt und der eingestellten Triggerbedingung, in der Variablentabelle angezeigt. Wenn Sie die Triggerbedingung Permanent eingestellt haben, schalten Sie die Funktion Beobachten mit dem Menübefehl Variable Beobachten wieder aus. Aktualisieren Sie die Werte der ausgewählten Variablen einmalig und sofort mit dem Menübefehl Variable Statuswerte aktualisieren. Die aktuellen Werte der ausgewählten Variablen werden in der Variablentabelle angezeigt. Steuern von Variablen Zum Steuern von Variablen haben Sie folgende Möglichkeiten: Schalten Sie die Funktion Steuern mit dem Menübefehl Variable Steuern ein. Das Anwenderprogramm übernimmt die Steuerwerte für die ausgewählten Variablen aus der Variablentabelle, abhängig vom jeweils eingestellten Triggerpunkt und der eingestellten Triggerbedingung. Wenn Sie die Triggerbedingung Permanent eingestellt haben, schalten Sie die Funktion Steuern mit dem Menübefehl Variable Steuern wieder aus. Aktualisieren Sie die Werte der ausgewählten Variablen einmalig und sofort mit dem Menübefehl Variable Steuerwert aktivieren. Weitere Möglichkeiten bieten die Funktionen Forcen und Peripherieausgänge (PA) freischalten. 16-9

244 Testen von Anwenderprogrammen 16.7 Wissenswertes zum Forcen von Variablen Übersicht Sie können einzelne Variablen eines Anwenderprogramms mit festen Werten vorbelegen, so daß sie auch vom Anwenderprogramm, das in der CPU abläuft, nicht verändert oder überschrieben werden können. Voraussetzung ist. daß die CPU diese Möglichkeit unterstützt (z. B. S7-400). Ansonsten sind die zum Forcen gehörigen Menübefehle nicht auswählbar. Anwendung Durch das feste Vorbelegen von Variablen mit Werten können Sie für Ihr Anwenderprogramm bestimmte Situationen einstellen und damit die programmierten Funktionen testen. Allgemeine Hinweise Beachten Sie bitte die folgenden wichtigen Hinweise bevor Sie die Funktion Forcen ausführen.! Warnung Gefahr von Personen und Sachschäden! Vergewissern Sie sich, daß keine gefährlichen Zustände eintreten können, bevor Sie die Funktion Forcen ausführen! Bevor Sie die Funktion Forcen starten, sollten Sie sicherstellen, daß niemand gleichzeitig auf derselben CPU diese Funktion ausführt.! Vorsicht Forcen kann nicht rückgängig gemacht werden, d.h. der Menübefehl Bearbeiten Rückgängig ist nicht möglich. Forcefenster Für eine CPU dürfen Sie nur ein einziges Fenster Forcewerte öffnen. In diesem Fenster werden die Variablen mit den zugehörigen Forcewerten für den aktiven Forceauftrag angezeigt. Ist kein Forceauftrag aktiv, so ist das Fenster leer. In der Titelzeile des Fensters Forcewerte steht der Name der aktuellen Online-Verbindung zur CPU. Forcewerte: MPI = 4 (direkt) Operand Format Forcewert MW 100 HEX W#16#0001 A 20.1 BIN 2#0 Bild 16-4 Forcefenster 16-10

245 Testen von Anwenderprogrammen Vergleich Forcen/ Steuern In der folgenden Übersicht sind die Unterschiede zwischen Forcen und Steuern zusammengefaßt. Tabelle 16-1 Vergleich Forcen/Steuern Merkmal / Funktion Forcen Steuern Peripherieeingänge (PEB, PEW, PED) ja nein Timer und Zähler (T, Z) nein ja Datenbausteine (DB) nein ja Trigger einstellen Funktion wirkt nur auf Variable im sichtbaren Bereich des aktiven Fensters Anwenderprogramm kann die Steuer-/ Forcewerte überschreiben. immer Trigger sofort wirkt auf alle Forcewerte Ersetzen des Forcewertes unterbrechungsfrei wirksam ja nein Nach Beenden der Applikation behalten die Variablen die Werte. Nach dem Auftrennen der Verbindung zur CPU behalten die Variablen die Werte. Adressierungsfehler erlaubt: z. B. EW1 Steuer-/Forcewert: 1 EW1 Steuer-/Forcewert: 0 nein ja ja nein ja ja ja nein nein ja der letzte wird wirksam 16-11

246 Testen von Anwenderprogrammen 16.8 Forceaufträge erstellen und löschen Vorbereitung: Forcefenster anzeigen Vorbereitende Maßnahmen: 1. Erzeugen Sie eine neue Variablentabelle oder öffnen Sie eine bereits vorhandene. 2. Stellen Sie über den Menübefehl Zielsystem Verbindung herstellen zu eine Verbindung zur gewünschten CPU her. 3. Öffnen Sie mit dem Menübefehl Variable Forcewerte anzeigen das Fenster Forcewerte, in dem der aktuelle Zustand der ausgewählten CPU angezeigt wird. Wenn gerade kein Forceauftrag aktiv ist, ist das Fenster leer. Wenn bereits ein Forceauftrag aktiv ist, werden die Variablen mit den zugehörigen Forcewerten fett angezeigt. Forceauftrag erstellen Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Tragen Sie im Forcefenster in der Spalte Operand die Variablen ein, die Sie forcen wollen. 2. Geben Sie in der Spalte Forcewert die Werte ein, mit denen die Variablen fest belegt werden sollen. 3. Starten Sie das Forcen mit dem Menübefehl Variable Forcen. Wenn kein Forceauftrag aktiv ist, werden die Variablen mit den Forcewerten fest belegt.! Vorsicht Wenn bereits ein Forceauftrag aktiv ist, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den bereits aktiven Forceauftrag ersetzen wollen. Stammt der bereits vorhandene Forceauftrag nicht von Ihnen, sprechen Sie sich bitte mit dem Erzeuger dieses Forceauftrags ab. Forceauftrag löschen Ein Forceauftrag kann nur mit dem Menübefehl Variable Force löschen gelöscht bzw. beendet werden.! Vorsicht Das Schließen des Fensters Forcewerte oder Beenden der Applikation Variable beobachten und steuern löscht den Forceauftrag nicht

247 Testen von Anwenderprogrammen 16.9 Peripherieausgänge (PA) freischalten Übersicht Mit der Funktion PA freischalten können Sie Peripherieausgänge (PAB, PAW, PAD) freischalten, um sie dann mit dem Menübefehl Variable Steuerwerte aktivieren im Betriebszustand STOP zu steuern. Vorgehensweise Gehen Sie in folgender Weise vor: 1. Öffnen Sie mit dem Menübefehl Tabelle Öffnen die Variablentabelle (VAT), die die zu steuernden Peripherieausgänge enthält oder aktivieren Sie das Fenster der entsprechenden Variablentabelle. 2. Stellen Sie mit dem Menübefehl Zielsystem Verbindung herstellen zu eine Verbindung zur gewünschten CPU her, damit Sie die Peripherieausgänge der aktiven Variablentabelle steuern können. 3. Öffnen Sie mit dem Menübefehl Zielsystem Betriebszustand das Dialogfeld Betriebszustand und schalten Sie die CPU in den Betriebszustand STOP. 4. Schalten Sie mit dem Menübefehl Variable PA freischalten den Modus PA freischalten ein. 5. Tragen Sie für die zu steuernden Peripherieausgänge in der Spalte Steuerwert die entsprechenden Werte ein. 6. Steuern Sie mit dem Menübefehl Variable Steuerwerte aktivieren die Peripherieausgänge. 7. Sie haben die Möglichkeit, weitere Peripherieausgänge einzutragen und Steuerwerte zu ändern. Beginnen Sie danach wieder bei Schritt Wählen Sie den Menübefehl Variable PA freischalten, um den Modus PA freischalten auszuschalten. Abbruch mit ESC-Taste Wenn Sie - bei laufender Funktion PA freischalten - die Taste ESC drücken, wird PA freischalten ohne Rückfrage beendet. Hinweis Der Menübefehl Variable PA freischalten ist nur im Betriebszustand STOP sinnvoll. Der Modus PA freischalten bleibt so lange aktiv, bis ein Betriebszustandswechsel erfolgt

248 Testen von Anwenderprogrammen 16-14

249 Diagnostizieren der Hardware 17 Übersicht Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie sich Online-Informationen aus einer Baugruppe anzeigen lassen und Ursachen einer Baugruppenstörung ermitteln, Ursachen für die Störung im Ablauf eines Anwenderprogrammes mit Hilfe des Diagnosepuffers und der Stack-Inhalte ermitteln und prüfen, ob ein Anwenderprogramms auf einer bestimmten CPU ablauffähig ist. Beim Diagnostizieren der Hardware entsteht für Sie kein Programmieraufwand. Die angezeigten Informationen ermöglichen Ihnen, Fehler schnell zu erkennen, genau zu lokalisieren und zu beheben. Dadurch können im Fehlerfall die Stillstandszeiten wesentlich verkürzt werden. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 17.1 Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über SIMATIC 17-2 Manager 17.2 Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über 17-3 Konfigurationstabellen 17.3 Diagnose-Symbole Fehlersuche Baugruppentyp-abhängiger Informationsumfang Register im Dialogfeld Baugruppenzustand Allgemeine Daten der Baugruppe anzeigen Inhalt des Diagnosepuffers anzeigen Diagnosealarme anzeigen DP-Slave Diagnose anzeigen Auslastung des Anwenderspeichers anzeigen Zykluszeiten anzeigen Zeitsystem sowie Uhrzeit und Datum einstellen Leistungsdaten anzeigen Verfügbare Bausteine anzeigen Kommunikationsverbindungen anzeigen Stack-Inhalte anzeigen (nur S7-CPUs)

250 Diagnostizieren der Hardware 17.1 Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über SIMATIC Manager Übersicht Um den Zustand der Baugruppe abrufen zu können, benötigen Sie eine Online-Verbindung zum Zielsystem. Diese erhalten Sie über die Online- Ansicht eines Projekts oder über das Fenster Erreichbare Teilnehmer. Ausgangspunkt: Projekt Ausgehend von einem im SIMATIC Manager geöffneten Projekt führen Sie folgende Schritte aus: 1. Lassen Sie sich das Projektfenster in der Ansicht Online anzeigen. 2. Wählen Sie eine Station aus. 3. Markieren Sie eine Baugruppe oder in der Station das S7-Programm. 4. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Baugruppenzustand. Der Registerdialog Baugruppenzustand wird angezeigt. Ausgangspunkt: Erreichbare Teilnehmer Ausgehend vom Fenster Erreichbare Teilnehmer führen Sie folgende Schritte aus: 1. Wählen Sie im Fenster Erreichbare Teilnehmer einen Teilnehmer aus. 2. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Baugruppenzustand. Der Registerdialog Baugruppenzustand wird angezeigt. SIMATIC Manager (Online) Projekt S7-Programm Station CPU Baugruppenzustand Aufruf aus SIMATIC Manager HWKonfig: Hardware diagnostizieren Erreichbare Teilnehmer UR (0) Erreichbare Teilnehmer MPI=2 1 2 PS 307 5A CPU AI-300 Aufruf aus Erreichbare Teilnehmer Baugruppenzustand Hardware diagnostizieren Aufruf aus Konfigurationstabellen (s. 17.2) Bild 17-1 Aufruf von Baugruppenzustand und Hardware diagnostizieren 17-2

251 Diagnostizieren der Hardware 17.2 Baugruppenzustand anzeigen mit Einstieg über Konfigurationstabellen Übersicht Über diesen Weg können Sie sich den Registerdialog Baugruppenzustand auch für Baugruppen ohne eigene MPI-Schnittstelle anzeigen lassen. Die Konfigurationstabelle (online) im Fenster Hardware diagnostizieren enthält eine Übersicht über den Aufbau einer Station auf Ebene der Racks und DP-Stationen mit Ihren Baugruppen. Ein grafisches Symbol bei jeder Baugruppe gibt Auskunft über den aktuellen Status. Konfigurationstabelle Konfigurationstabelle (online) anzeigen Ausgehend von der Projektansicht online im SIMATIC Manager gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie die betreffende Station aus. 2. Öffnen Sie anschließend das darin enthaltene Objekt Hardware (durch Doppelklick oder Menübefehl Bearbeiten Öffnen). Ausgehend vom Fenster Erreichbare Teilnehmer gehen Sie so vor: 1. Markieren Sie einen Teilnehmer. 2. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Hardware diagnostizieren. In beiden Fällen wird das Fenster mit den Konfigurationstabellen angezeigt. Ist eine Baugruppe gestört, so wird neben dem Baugruppensymbol zusätzlich eine rote Markierung angezeigt. (Diese Markierung erscheint auch in der Online-Ansicht des SIMATIC Manager bei Störung einer angezeigten Baugruppe.) Konfigurationstabelle aktualisieren Um die Anzeige in der Konfigurationstabelle zu aktualisieren, muß das betreffende Fenster aktiviert sein. Drücken Sie dann die Funktionstaste F5 oder wählen Sie im Fenster den Menübefehl Ansicht Aktualisieren. Hinweis Ist die Konfigurationstabelle in Fenster HWKonfig bereits offline geöffnet, so können Sie über den Menübefehl Station Online öffnen ebenfalls eine Online-Ansicht der Konfigurationstabellen erhalten. Baugruppenzustand anzeigen Um das Dialogfeld Baugruppenzustand anzuzeigen, gehen Sie so vor: 1. Markieren Sie eine Baugruppe in der Konfigurationstabelle. 2. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem Baugruppenzustand. Alternativ dazu können Sie einen Doppelklick auf die Baugruppe ausführen. Je nach Diagnosefähigkeit der Baugruppe wird eine unterschiedliche Anzahl von Registerseiten im Dialogfeld Baugruppenzustand angezeigt. Die Registerseite Allgemein ist für jede Baugruppe vorhanden. 17-3

252 Diagnostizieren der Hardware 17.3 Diagnose-Symbole Übersicht Diagnose-Symbole erleichtern Ihnen die Fehlersuche im Störungsfall. Sie können mit einem Blick auf ein Baugruppensymbol erkennen, ob dazu Diagnose-Information vorliegt. Bei störungsfreiem Betrieb werden die Symbole der Baugruppentypen ohne zusätzliche Diagnose-Symbole dargestellt. Diagnose-Symbole für Baugruppen Wenn zu einer Baugruppe Diagnose-Information vorliegt, so wird zusätzlich zum Baugruppensymbol ein Diagnose-Symbol angezeigt, oder das Baugruppensymbol wird kontrastvermindert dargestellt. Tabelle 17-1 Diagnose-Symbole für beliebige Baugruppen (Beispiel CPU)! Diagnose-Symbol Roter diagonaler Balken vor dem Baugruppensymbol Roter Punkt mit weißem Kreuz Kontrastverminderte Darstellung der Baugruppe gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen Bedeutung Soll-Ist-Abweichung von der Projektierung: Die projektierte Baugruppe ist nicht vorhanden oder ein anderer Baugruppentyp ist gesteckt. Fehler: Baugruppe ist gestört. Mögliche Ursachen: Erkennung eines Diagnosealarms, eines Peripheriezugriffsfehlers oder einer Fehler-LED Es ist keine Diagnose möglich, weil keine Online-Verbindung besteht oder die CPU keine Diagnose-Information zur Baugruppe liefert (z. B. Stromversorgung, Submodule) Die Baugruppe hat eine Diagnoseinformation zu einer unterlagerten Baugruppe 17-4

253 Diagnostizieren der Hardware Diagnose-Symbole für Betriebszustände Die Betriebszustände von Baugruppen -sofern sie selbst einen Betriebszustand besitzen- werden durch die Symbole in Tabelle 17-2 dargestellt. Tabelle 17-2 Diagnose-Symbole für Betriebszustände (Beispiel CPU) Symbol Beschreibung Betriebszustand grünes Dreieck auf einer Doppellinie ANLAUF rotes Dreieck in einem weißen Kreis STOP rotes Dreieck mit weißem Inhalt in einem weißen Kreis blaues Viereck mit senkrechtem Balken STOP ausgelöst durch Betriebszustand STOP einer anderen CPU im Multicomputing-Betrieb RUN lilafarbener Kreis in einem weißen Kreis HALT Tabelle 17-2 Diagnose-Symbole für Betriebszustände und Forcen Symbol Beschreibung Betriebszustand Rot angedeutete Schraubzwinge über der Baugruppe Auf dieser Baugruppe wird ein Forcen von Variablen durchgeführt, d.h. Variable im Anwenderprogramm der Baugruppe sind mit festen Werten vorbelegt, die vom Programm nicht geändert werden können. Die Kennzeichnung für Forcen kann auch im Zusammmenhang mit anderen Symbolen auftreten (hier mit dem Symbol für den Betriebszustand RUN). 17-5

254 Diagnostizieren der Hardware 17.4 Fehlersuche Übersicht Mit Hilfe von Diagnose-Symbolen können Sie schnell das Vorliegen von Diagnose-Information erkennen und die verursachende(n) Baugruppe(n) ermitteln. Anzeigen von Diagnose-Symbolen Diagnose-Symbole werden im Projekt-Fenster in der Ansicht Online sowie im Fenster der Hardware-Konfiguration mit der Online-Ansicht von Konfigurationstabellen angezeigt. Prinzipielle Vorgehensweise Grenzen Sie Störungen folgendermaßen ein: 1. Beginnen Sie die Fehlersuche in der Ansicht online ihres Projekts und ermitteln die Station(en), die Baugruppen mit einem Diagnose-Symbol enthalten (Projektsicht). 2. Ermitteln Sie anschließend in den Konfigurationstabellen die Baugruppe(n) dieser Station, für die Diagnose-Information vorliegt (Stationssicht). 3. Lassen Sie sich nun die Diagnose-Information zur jeweiligen Baugruppe anzeigen (Baugruppensicht). Schrittweises Vorgehen Gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager die Ansicht Online. 2. Öffnen Sie alle Stationen, so daß die darin konfigurierten programmierbaren Baugruppen angezeigt werden. 3. Stellen Sie fest, bei welcher CPU ein Diagnose-Symbol angezeigt wird, das auf einen Fehler oder eine Störung hinweist. 4. Markieren Sie die zugehörige Station und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen oder doppelklicken Sie auf das Objekt Hardware. Die Konfigurationstabelle(n) der Station wird bzw. werden angezeigt. Baugruppen, zu denen Diagnose-Information vorliegt, sind durch ein entsprechendes Diagnose-Symbol gekennzeichnet. 5. Klicken Sie auf eine Baugruppe, zu der ein Diagnose-Symbol angezeigt wird. Das Dialogfeld Baugruppenzustand zum betreffenden Baugruppentyp wird angezeigt. Nun können Sie die Angaben im Dialogfeld Baugruppenzustand analysieren, um geeignete Maßnahmen zu treffen. 17-6

255 Diagnostizieren der Hardware 17.5 Baugruppentyp-abhängiger Informationsumfang Übersicht Mit Hilfe des Registerdialogs Baugruppenzustand können Sie sich aktuelle Baugruppeninformationen anzeigen lassen. Der Umfang dieser Information hängt vom Typ der ausgewählten Baugruppe ab. Es werden nur die Registerseiten dargestellt, die für diese Baugruppe sinnvoll sind. Neben der Information auf den Registerseiten wird der Betriebszustand bei Baugruppen mit Betriebszustand angezeigt. Beim Aufruf aus den Konfigurationstabellen online wird der Status angegeben, den diese Baugruppe aus Sicht der CPU besitzt (z. B. OK, Fehler, Baugruppe nicht vorhanden). Information zu Baugruppentypen Tabelle 17-3 zeigt, welche Registerseiten bei den einzelnen Baugruppentypen im Dialogfeld Baugruppenzustand vorhanden sind. Tabelle 17-3 Information zum Baugruppenzustand für Baugruppentypen Registerseite CPU oder M7-FM Systemdiagnosefahige Baugruppe Diagnosefähige Baugruppe Nicht diagnosefähige Baugruppe DP-Slave Allgemein X X X X X Diagnosepuffer X X Diagnosealarm X X Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Stacks Kommunikation DP-Slave Diagnose X X X X X X X Beispiele zu Baugruppentypen Systemdiagnosefähig sind z. B. die Baugruppen FM351 und FM354. Diagnosefähig sind die meisten analogen SM-Baugruppen. Nicht diagnosefähig sind die meisten digitalen SM-Baugruppen. 17-7

256 Diagnostizieren der Hardware 17.6 Register im Dialogfeld Baugruppenzustand Registerseiten Tabelle 17-4 zeigt eine Auflistung der möglichen Registerseiten dieses Dialogfelds. Im konkreten Anwendungsfall werden nur die Registerseiten angezeigt, die für die ausgewählte Baugruppe sinnvoll sind (siehe Tabelle 17-3). Tabelle 17-4 Übersicht über die Auskunftsfunktionen Auskunftsfunktion Information Einsatz Allgemein Identifikationsdaten der ausgewählten Baugruppe, z. B. Typ, Bestellnummer, Ausgabestand, Steckplatz im Rack. Die Online-Auskunft aus der gesteckten Baugruppe kann mit den Daten der projektierten Baugruppe verglichen werden. Diagnosepuffer Übersicht über Ereignisse im Diagnosepuffer sowie detaillierte Information zum ausgewählten Ereignis Zum Auswerten der STOP-Ursache einer CPU und zum Auswerten der vorangegangenen Ereignisse auf der ausgewählten Baugruppe. Diagnosealarm Diagnosedaten der ausgewählten Baugruppe Zur Ermittlung der Ursache einer Baugruppenstörung DP-Slave Diagnose Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Bausteine (aus Register Leistungsdaten aufrufbar) Kommunikation Stacks Diagnosedaten des ausgewählten DP-Slave (nach EN 50170) Aktuelle Auslastung von Arbeitsspeicher und Ladespeicher der gewählten CPU oder M7-FM. Dauer des längsten, kürzesten und letzten Zyklus der gewählten CPU oder M7-FM. Aktuelle Uhrzeit, Betriebsstunden und Informationen zur Uhrensynchronisation (Synchronisationsintervalle) Speicherausbau, Operandenbereiche und die verfügbaren Bausteine der angewählten (CPU-/FM-) Baugruppe Anzeige aller Bausteinarten, die im Funktionsumfang der angewählten Baugruppe verfügbar sind. Liste der OBs, SFBs und SFCs, die in dieser Baugruppe eingesetzt werden können. Baudraten, Verbindungsübersicht, Kommunikationsbelastung sowie maximale Größe der Telegramme. Inhalt von B-Stack, U-Stack, L-Stack und Klammerstack werden angezeigt. Zusätzlich können Sie in den Baustein-Editor wechseln. Zur Ermittlung der Ursache eines Fehlers eines DP-Slaves Vor dem Übertragen neuer oder erweiterter Bausteine auf eine CPU. Zur Kontrolle der parametrierten Mindestzykluszeit sowie der maximalen und aktuellen Zykluszeit. Zur Anzeige von Uhrzeit und Datum einer Baugruppe und zur Kontrolle der Uhrzeitsynchronisation Vor und während der Erstellung eines Anwenderprogramms und zur Überprüfung, ob ein existierendes Anwenderprogramm mit einer speziellen Baugruppe verträglich ist. Um festzustellen, wieviele und welche Verbindungen der CPU bzw M7-FM möglich bzw. belegt sind. Zur Feststellung der Ursache eines Übergangs in STOP und zur Korrektur eines Bausteins. 17-8

257 Diagnostizieren der Hardware Angezeigte Zusatzinformation Für jede Registerseite werden folgende Informationen dargestellt: Online-Pfad zur ausgewählten Baugruppe Betriebszustand der zugehörigen CPU (z. B. RUN, STOP) Status der ausgewählten Baugruppe (z. B. gestört, ok) Betriebszustand der ausgewählten Baugruppe (z. B. RUN, STOP), soweit diese über einen eigenen Betriebszustand verfügt (z. B. CP342-5). Der Betriebszustand der CPU und der Status der ausgewählten Baugruppe können nicht angezeigt werden, wenn der Baugruppenzustand aus dem Fenster Erreichbare Teilnehmer gestartet wurde. Registerseite aktualisieren Bei jedem Wechsel auf eine andere Registerseite des Dialogfelds Baugruppenzustand werden die Daten neu von der Baugruppe gelesen. Während der Anzeige einer Seite wird der Inhalt jedoch nicht automatisch aktualisiert. Durch Klicken auf die Schaltfläche Aktualisieren werden die Daten erneut von der Baugruppe gelesen, ohne die Registerseite zu wechseln. Hinweis Die Anzeigetexte, zu denen die Baugruppe keine Daten liefert, sind inaktiv dargestellt und es werden keine Werte angezeigt. Gleichzeitig mehrere Baugruppen anzeigen Sie können den Baugruppenzustand verschiedener Baugruppen abrufen und gleichzeitig darstellen. Dazu müssen Sie in den entsprechenden Baugruppenkontext wechseln, eine andere Baugruppe auswählen und wie bereits in den Abschnitten 17.1 und 17.2 beschrieben vorgehen. Es wird Ihnen dann ein weiterer Registerdialog angezeigt. Zu einer Baugruppe kann jedoch nur ein Registerdialog geöffnet werden. Der zeitliche Vergleich von Zuständen einer Baugruppe ist daher nicht möglich. 17-9

258 Diagnostizieren der Hardware 17.7 Allgemeine Daten der Baugruppe anzeigen Registerseite Allgemein Die Registerseite Allgemein zeigt Ihnen die Identifikationsdaten sowie Informationen über den aktuellen Status der ausgewählten Baugruppe an (siehe Bild 17-2): Identifikationsdaten der Baugruppe Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Betriebszustand der CPU: STOP Status: Fehler Betriebszustand der Bgr: Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Baugruppe (Bgr.) Ortsinformation Systemkennung: S7-300 Bezeichnung: S7 FM-POS Parametrierbarkeit:ja Bestellnummer: 6ES AH00-0AE0 Ausgabestand: 1 Baugruppenträger: 1 Steckplatz: 5 Adresse: E 400 Baugruppenbreite: 1 Ist-Typ: Soll-Typ: Status: FM Positionieren FM Positionieren Baugruppe gestört (Diagnosealarm erkannt) Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-2 Registerseite Allgemein Nutzen Sie können diese Funktion für folgende Zwecke einsetzen: Ermittlung von Typ, Ausgabestand, Bestellnummer einer Baugruppe Ermittlung von Steckplatz und Adreßinformation Prüfung, ob die konfigurierte Baugruppe (Soll-Typ) dem Typ der gesteckten Baugruppe (Ist-Typ) entspricht Information über den Status der Baugruppe, um Hinweise auf eventuelle Baugruppenstörungen zu erhalten

259 Diagnostizieren der Hardware 17.8 Inhalt des Diagnosepuffers anzeigen Diagnosepuffer Jede CPU und jede systemdiagnosefähige Baugruppe (z. B. FM354) hat einen Diagnosepuffer, in den zu allen Diagnoseereignissen in der Reihenfolge ihres Auftretens nähere Informationen eingetragen werden. Beim Urlöschen von CPUs bleibt der Inhalt des Diagnosepuffers erhalten. Diagnoseereignisse Als Diagnoseereignisse werden Ihnen folgende Einträge angezeigt, z. B.: Fehler auf einer Baugruppe Systemfehler in der CPU Betriebszustandsübergänge (z. B. von RUN nach STOP) Fehler im Anwenderprogramm mit SFC 52 eingetragene Anwendermeldungen (siehe /234/) Nutzen Fehler im System können durch den Diagnosepuffer auch nach längerer Zeit noch ausgewertet werden, um die Ursache für einen STOP festzustellen oder um das Auftreten einzelner Diagnoseereignisse zurückzuverfolgen und zuordnen zu können. Organisation des Diagnosepuffers Der Diagnosepuffer ist als Ringpuffer für eine baugruppen-abhängige maximale Anzahl von Einträgen ausgelegt. Wird die maximale Anzahl von Einträgen erreicht, so wird bei einem neuen Diagnosepufferereignis der älteste Eintrag gelöscht. Alle Einträge rücken entsprechend weiter. Dadurch steht der jüngste Diagnoseeintrag immer an erster Stelle. Für die S7-300 CPU 314 sind dies z. B. 100 Einträge (siehe Bild 17-3): 1: 2: 3: 4: 99: 100: 101.E 100.E 99.E 98.E 97.E 2.E 1.E E = Ereigniseintrag Bild 17-3 Organisation der Einträge im Diagnosepuffer Die Anzahl der angezeigten Einträge im Diagnosepuffer ist abhängig von der Baugruppe und ihrem aktuellen Betriebszustand

260 Diagnostizieren der Hardware Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: RUN Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Ereignisse: Alle Einträge anzeigen (kann die Zykluszeit beeinflussen) Nr Uhrzeit Datum Ereignis 1 09:15:22: Netzein gepuffert 2 18:00:22: STOP durch Netzausfall 3 08:22:44: STOP durch nicht geladenen Programmierfehler OB 4 08:22:44: FC nicht geladen 5 08:22:44: Betriebszustandsübergang von ANLAUF nach RUN 6 08:22:44: Manuelle Neustart-Anforderung (OB100) 7 08:22:44: Betriebszustandsübergang von STOP nach ANLAUF 8 08:22:38: Netzein gepuffert Details zum Ereignis: 3 von 10 Ereignis-ID: 16#4562 STOP durch nicht geladenen Programmierfehler OB Bisheriger BZ: RUN angeforderter BZ: STOP (intern) Verursacher PK / OB-Nr. 1 / 1 FC-REF Bausteinnummer 4 Speichern unter Baustein öffnen Hilfe zum Ereignis Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-4 Registerseite Diagnosepuffer Anzeige des Diagnosepuffers Das obere Listenfeld enthält eine Liste aller aufgetretenen Diagnoseereignisse mit folgenden Informationen: Laufende Nummer des Eintrages (das neueste Ereignis hat die Nr. 1) Uhrzeit und Datum des Diagnoseereignisses Angezeigt werden Uhrzeit und Datum der Baugruppe, falls auf der Baugruppe eine Uhr vorhanden ist. Um diese Zeitangaben sinnvoll nutzen zu können, ist es wichtig für Sie, daß Sie die Uhrzeit und das Datum auf der Baugruppe einstellen und gelegentlich überprüfen (siehe Kapitel 17.13). Ereignistext (Kurzdarstellung) Im unteren Textfeld werden zusätzliche Informationen zu dem im oberen Fenster ausgewählen Ereignis angezeigt. Dazu gehören z. B.: Ereignisnummer, Bezeichnung des Ereignisses, Betriebszustandswechsel, der durch das Diagnoseereignis verursacht wurde, Verweis auf Fehlerstelle in einem Baustein (Bausteintyp, -nummer, Relativadresse), die zum Eintrag des Ereignisses führte, Kommendes oder gehendes Ereignis. Ereignisspezifische Zusatzinformationen 17-12

261 Diagnostizieren der Hardware Inhalt in Textdatei speichern Mit der Schaltfläche Speichern unter können Sie den Inhalt des Diagnosepuffers als ASCII Text speichern. Fehler beheben Mit der Schaltfläche Hilfe zum Ereignis können Sie sich zusätzliche Information zu dem im Listenfeld markierten Ereignis anzeigen lassen. Bei Diagnosepuffereinträgen, die auf eine Fehlerstelle (Bausteintyp, -nummer, Relativadresse) verweisen, können Sie den zugehörenden, ereignisverursachenden Baustein öffnen, um die Fehlerursache zu beheben. Wählen Sie das Diagnoseereignis im oberen Listenfeld aus und klicken auf die Schaltfläche Baustein öffnen. Der Baustein wird im Editor (z. B. in AWL) geöffnet und der Cursor steht an der ereignisverursachenden Programmstelle. Sonderfälle Der Diagnosepuffer speichert bis zur maximalen Anzahl alle Diagnoseeinträge. Diese bleiben auch erhalten, wenn zwischenzeitlich ein anderes Anwenderprogramm geladen wurde. Daher kann es vorkommen, daß ältere Diagnoseeinträge sich auf Bausteine beziehen, die nicht mehr in der CPU vorhanden sind. Im ungünstigen Fall liegt unter gleichem Bausteinnamen ein Baustein auf der CPU, der nicht zur Diagnosemeldung gehört. In seltenen Fällen können folgende Konstellationen auftreten: Das Diagnoseereignis ist älter als das Datum der letzten Bausteinänderung: Sie erhalten das Dialogfeld Baustein öffnen mit dem Hinweis, daß der Baustein zwischenzeitlich geändert wurde. Es kann auch sein, daß es lediglich ein namensgleicher Baustein eines anderen Programms ist. Sie können den Baustein trotzdem online in der CPU öffnen und eventuell ändern - oder Sie können den Baustein offline im entsprechenden Programm auswählen und offline ändern. Der ereignisverursachende Baustein ist nicht mehr auf der CPU: Sie erhalten das Dialogfeld Baustein öffnen mit dem Hinweis, daß der referenzierte Baustein in der CPU nicht vorhanden ist. Nach dem Zeitpunkt des Diagnoseeintrages wurde der Baustein gelöscht. Sie können den Baustein offline im entsprechenden Programm auswählen und offline ändern. Hinweis Wenn Sie einen Baustein offline geändert haben, müssen Sie ihn anschließend in die CPU laden, damit die Änderung in Ihrem Programm wirksam wird

262 Diagnostizieren der Hardware 17.9 Diagnosealarme anzeigen Übersicht Für diagnosefähige Baugruppen werden auf dieser Registerseite Informationen zu eventuell aufgetretenen Baugruppenstörungen angezeigt. Standarddiagnose der Baugruppe Im Fenster Standarddiagnose der Baugruppe werden interne und externe Baugruppenstörungen und die zugehörigen Diagnose-Informationen dargestellt. Beispiele für mögliche Anzeigen sind: Baugruppe gestört Kanalfehler vorhanden externe Hilfspannung fehlt Baugruppe nicht parametriert Kanalspezifische Diagnose In diesem Fenster werden Diagnosedaten zu aufgetretenen Kanalfehlern angezeigt. Für jeden gestörten Kanal werden spezifische Diagnose- Informationen ausgegeben. Beispiele für mögliche Anzeigen sind: Digitaleingabe Projektierungs-/Parametrierfehler Digitaleingabe Drahtbruch Analogeingabe Referenzkanal-Fehler 17-14

263 Diagnostizieren der Hardware DP-Slave Diagnose anzeigen Übersicht Die Registerseite DP-Slave Diagnose informiert Sie über Slave-Diagnosedaten, die nach EN 50170, Teil 3, PROFIBUS aufgebaut sind. Strandarddiagnose des Slave Es werden allgemeine und gerätebezogene Diagnose-Informationen zum Slave angezeigt. Allgemeine Diagnose-Informationen zum Slave Die Informationen beziehen sich auf den korrekten Hochlauf oder Ausfall des Slaves. Es werden hier insbesondere Fehler wie Slave kann nicht angesprochen werden, Konfigurationsfehler oder Parametrierfehler angezeigt. Gerätebezogene Diagnosetexte des Slave Die angezeigten Diagnosetexte werden gerätespezifisch anhand der GSD- Datei (=Gerätestammdaten) ermittelt. Ist die Diagnosemeldung nicht in der GSD-Datei hinterlegt, kann die Diagnose nicht als Klartext ausgegeben werden. Kanalspezifische Diagnose Hier werden kanalbezogene Diagnosetexte für konfigurierte Module des DP-Normslaves angezeigt: Zu jeder eingetragenen Diagnosemeldung ist genau der auslösende Kanal angegeben. Ein Kanal ist eindeutig beschrieben durch den Steckplatz der Baugruppe und die Kanalnummer. Gerätespezifische Diagnosetexte werden anhand der GSD-Datei ermittelt. Ist die Diagnosemeldung nicht in der GSD-Datei hinterlegt, kann die Diagnose nicht als Klartext ausgegeben werden. HEX-Darstellung Mit dieser Schaltfläche kann das gesamte Diagnose-Telegramm zusätzlich in hexadezimaler Darstellung ausgegeben werden

264 Diagnostizieren der Hardware Auslastung des Anwenderspeichers anzeigen Registerseite Speicher Auf der Registerseite Speicher werden für jede CPU oder M7-FM356/FM456 die Auslastung des Arbeits- und Ladespeichers sowie die Größe des größten zusammenhängenden freien Speicherbereiches angezeigt (CPU-abhängig). Die Speicherauslastung wird sowohl prozentual in Form eines Balkendiagramms dargestellt als auch absolut in Form einer Tabelle. Ein inaktiv dargestellter Wert bedeutet, daß die Größe dieses Bereichs von der angewählten CPU/FM nicht ermittelt werden kann oder eine Speicherart in der CPU nicht vorhanden ist (z. B. Festwertspeicher im Beispiel von Bild 17-5). Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: STOP Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Arbeitsspeicher Schreib-/Lesespeicher (RAM): Ladespeicher Schreib-/Lesespeicher (RAM): Festwertspeicher (ROM): 98% 26% Maximal: Belegt: Frei: Gr. freier Block Bytes 6390 Bytes Bytes 0 Bytes Maximal: Belegt: Frei: Gr. freier Block Bytes Bytes 958 Bytes 0 Bytes 0 Bytes 0 Bytes 0 Bytes 0 Bytes Komprimieren Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-5 Registerseite Speicher Nutzen Sie wollen ein Anwenderprogramm auf eine CPU/FM übertragen und überprüfen, ob genügend Ladespeicher in dieser CPU/FM zur Verfügung steht oder Sie wollen einem bestehenden Projekt ein zusätzliches Objekt hinzufügen und vorab überprüfen, ob für diese Erweiterung genügend freier zusammenhängender Speicher vorhanden ist

265 Diagnostizieren der Hardware Komprimieren (nur SIMATIC S7) Durch Kopieren und Löschen von Bausteinen entstehen Lücken im Speicher. Mit der Funktion Komprimieren werden die Blöcke im Arbeits- und Ladespeicher so verschoben, daß die Lücken geschlossen sind und der freie Speicherplatz zusammenhängend vorhanden ist. Das Komprimieren ist nur möglich, wenn es vom jeweiligen Baugruppentyp unterstützt wird. Nur das Komprimieren im Betriebszustand STOP schließt alle Speicherlücken. Im Betriebszustand RUN werden die gerade bearbeiteten Bausteine nicht verschoben, so daß auch nach dem Komprimieren noch einige Lücken verbleiben können

266 Diagnostizieren der Hardware Zykluszeiten anzeigen Registerseite Zykluszeit Auf der Registerseite Zykluszeit werden Ihnen für die CPU (bzw. M7-FM356/FM456) folgende Informationen angezeigt: Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: STOP Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks 20 ms 100 ms Parametrierte minimale Zykluszeit Parametrierte maximale Zykluszeit Kürzeste Zykluszeit Aktuelle Zykluszeit Längste Zykluszeit 30 ms 55 ms 71 ms Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-6 Registerseite Zykluszeit Nutzen Diese Registerseite gibt Ihnen Auskunft über die Zykluszeiten des Anwenderprogramms. Wenn die Dauer des längsten Zyklus dicht an der Überwachungszeit liegt, besteht die Gefahr, daß Schwankungen in der Zykluszeit zu einem Zeitfehler führen. Dies können Sie vermeiden, indem Sie die maximale Zykluszeit des Anwenderprogramms vergrößern. Wenn die Dauer des kürzesten Zyklus die parametrierte Mindestzykluszeit unterschreiten würde, wird der Zyklus automatisch von der CPU/FM auf die parametrierte Mindestzykluszeit verlängert, so daß in diesem Fall kein Zeitfehler auftreten kann. Einstellen der Zykluszeit Die maximale und minimale Zykluszeit können Sie bei der Konfigurierung der Hardware festlegen. Dazu führen Sie in der Offline-Ansicht der Konfigurationstabelle einen Doppelklick auf die CPU/FM aus, um ihre Eigenschaften zu definieren. Auf der Registerseite Zyklus/Taktmerker können Sie die Werte einstellen

267 Diagnostizieren der Hardware Zeitsystem sowie Uhrzeit und Datum einstellen Registerseite Zeitsystem Auf der Registerseite Zeitsystem werden Ihnen folgende Daten angezeigt: Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: STOP Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Zeitsystem der ausgewählten CPU Informationen zur Uhrzeitsynchronisation mit anderen Systemen Uhr Zeit auf der Baugruppe: 11:57:40:010 Datum auf der Baugruppe: Korrekturfaktor: 0 Auflösung: 1 ms Uhrzeitformat: BCD Echtzeituhr: vorhanden Uhrzeitsynchronisation Intervall Master/Slave im AS: auf MPI: auf MFI: Anzeige der Betriebsstunden Betriebsstundenzähler: Nr. Betriebsstunden Status Überlauf läuft nicht ja Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-7 Registerseite Zeitsystem Nutzen Es werden Ihnen die Zeitbasis und der Korrekturfaktor, mit der diese Baugruppe arbeitet, sowie Uhrzeit und Datum der angewählten Baugruppe angezeigt. Außerdem erhalten Sie Informationen zur Uhrensynchronisation und zum Betriebsstundenzähler. Uhrzeit und Datum einstellen Mit dem Menübefehl Zielsystem Uhrzeit stellen im Fenster des SIMATIC Manager, der Editoren oder im Fenster der Hardwarekonfiguration können Sie Uhrzeit und Datum auf der ausgewählten Baugruppe einstellen. Tragen Sie die gewünschten Werte im folgenden Dialog in die Felder ein: Uhrzeit und Datum stellen Pfad: Beispiel\Programm (online) Uhrzeit auf der Baugruppe: 11 : 51 : 02 Datum auf der Baugruppe: OK Abbrechen Hilfe Bild 17-8 Uhrzeit und Datum einer Baugruppe einstellen 17-19

268 Diagnostizieren der Hardware Leistungsdaten anzeigen Registerseite Leistungsdaten Die Registerseite Leistungsdaten zeigt Ihnen die Daten der ausgewählten Baugruppe an (siehe Bild 17-9): Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Allgemein Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: STOP Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation Stacks Speicherausbau Arbeitsspeicher: integrierter Ladespeicher: max. steckbarer Ladespeicher: Bytes Bytes Bytes Funktionsumfang Bausteine... Operandenbereiche: Anzahl und Adreßbereich von Ein- und Ausgängen, Zeiten, Zählern, Merkern und Anzahl der temporären Lokaldaten Operandentyp Anzahl Bereich von bis Prozeßabbild (Eingänge) 1024 (Bit) E0.0 E127.7 Prozeßabbild (Ausgänge) 1024 (Bit) A0.0 A127.7 Merker 2048 (Bit) M0.0 M255.7 Zeiten 128 T0 T127 Zähler 64 Z0 Z63 Lokaldaten 1536 (Byte) Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild 17-9 Registerseite Leistungsdaten Nutzen Sie können diese Funktion einsetzen, wenn Sie ein Anwenderprogramm auf eine CPU laden und vorher überprüfen wollen, ob die CPU geeignete Voraussetzungen besitzt, z. B. bezüglich Ladespeicher oder Größe des Prozeßabbilds

269 Diagnostizieren der Hardware Verfügbare Bausteine anzeigen Dialogfeld Bausteine Das Dialogfeld Bausteine können Sie mit der gleichnamigen Schaltfläche im Register Leistungsdaten aufrufen. Es werden alle Bausteinarten angezeigt, die von der Baugruppe bearbeitet werden können: Anwenderbausteine: Die maximale Anzahl von OBs, FBs, FCs und DBs sowie deren max. zulässige Bausteingesamtlänge. Die verfügbaren OBs werden mit ihrer Funktionsbeschreibung aufgelistet. Systembausteine: Die Anzahl von SFCs und SFBs sowie deren max. zulässige Bausteingesamtlänge. Die verfügbaren SFCs und SFBs werden mit symbolischen Namen und Angabe der Bausteinfamilie aufgelistet. Hinweis Es werden nicht die Bausteine angezeigt, die aktuell auf der Baugruppe vorhanden sind, sondern die Standard-Bausteine, die von der Baugruppe zur Verfügung gestellt werden (SFCs/SFBs) bzw. bearbeitet werden können (OBs). Die aktuell geladenen Bausteine können Sie sich im SIMATIC Manager anzeigen lassen. Bausteine BausteintypAnzahl max. Länge Eigenschaften Anwenderbausteine OB: kb Nr. Funktion OB 1Freier Zyklus -Startereignis: Anlauf, Ende... OB10 Uhrzeitalarm -Startereignis: Uhrzeitsignal OB20 Verzögerungsalarm-Startereignis: Timersignal FC: kb FB: kb DB: kb Systembausteine SFC: 36 SFB: 0 Nr. Name Familie Autor SFC0 SET_CLK CLK_FUNC SIMATIC SFC1 READ_CLK CLK_FUNC SIMATIC Nr. Name Familie Autor Schließen Drucken Hilfe Bild Dialogfeld Bausteine Nutzen Bevor Sie ein neues Anwenderprogramm in die CPU laden, können Sie prüfen, welche Standard-Bausteine Ihr Anwenderprogramm enthalten bzw. aufrufen darf, um auf der angewählten CPU ablaufen zu können

270 Diagnostizieren der Hardware Kommunikationsverbindungen anzeigen Registerseite Kommunikation Auf der Registerseite Kommunikation werden Ihnen z. B. die Anzahl und der aktuelle Status der möglichen Kommunikationsverbindungen der CPU bzw. M7-FM356/FM456 angezeigt: Baugruppenzustand Pfad: Projekt\Station\CPU Status: Betriebszustand der CPU: Betriebszustand der Bgr: Allgemein Diagnosepuffer Speicher Zykluszeit Zeitsystem Leistungsdaten Kommunikation STOP Stacks Übertragungsgeschwindigkeiten Eingestellt Maximal Multipointinterface (MPI): bit/s bit/s Kommunikationsbus (K-Bus): bit/s bit/s Verbindungsübersicht Anzahl der Kommunikationsverbindungen: 4 reserviert benutzt Verbindungen zu PG: 1 1 Verbindungenn zu BuB 1 0 projektierte Verbindungen 0 0 Kommunikationsbelastung Telegramm Projektierte maximale Belastung: 20% max. PDU-Größe 240 Bytes Schließen Aktualisieren Drucken Hilfe Bild Registerseite Kommunikation Nutzen Verbindungsübersicht Kommunikationsbelastung Telegramm Mit dieser Funktion können Sie Kommunikationsverbindungen überprüfen und sich z. B. über mögliche oder bereits belegte Verbindungen zwischen der ausgewählten CPU/FM und den angeschlossenen Geräten zu informieren. Neben der maximalen Anzahl der Kommunikationsverbindungen der Baugruppe werden die reservierten und benutzten Verbindungen zwischen CPU/FM356/FM456 und Programmiergeräten bzw. BuB-Systemen (Bedienen und Beobachten) angezeigt. Unter Projektierte Verbindungen werden Verbindungen der CPU/FM356/FM456 angezeigt, die über Kommunikations-Funktionsbausteine projektiert werden können. Die projektierte maximale Belastung der CPU mit Kommunikationsfunktionen kann zwischen 5-50% liegen. Sie wird mit den CPU-Parametern eingestellt. Der hier eingestellte Wert gibt an, bis zu welchem Anteil die CPU mit Kommunikationsaufgaben maximal belastet werden soll. Hier wird die maximale Größe der Ebene-7-Protocol Data Unit (PDU) angezeigt

271 Diagnostizieren der Hardware Stack-Inhalte anzeigen (nur S7-CPUs) Registerseite Stacks Die Registerseite Stacks zeigt den Inhalt des Baustein-Stack (B-Stack) an. Die CPU muß hierfür durch einen Programmierfehler oder durch den Stoppbefehl in den Betriebszustand STOP gewechselt haben. Weitere Stack-Inhalte können Sie über die Schaltflächen U-Stack, L-Stack und Klammerstack anzeigen. Nutzen Die Stack-Inhalte geben Ihnen Informationen darüber, welcher Befehl in welchem Baustein zu dem STOP bei der CPU geführt hat. Weitere Informationen über die Ereignisse, die zum STOP bei der CPU geführt haben, finden Sie im Diagnosepuffer (siehe Kapitel 17.8). B-Stack Im B-Stack werden alle Bausteine aufgeführt, die bis zum Übergang in den STOP-Zustand aufgerufen wurden und noch nicht zu Ende bearbeitet worden sind. Baustein öffnen im B-Stack Mit der Schaltfläche Baustein öffnen können Sie den in der B Stack Liste angewählten Baustein online öffnen und bearbeiten. Der Cursor steht an der Stelle, an der die Bearbeitung nach dem Rücksprung aus dem aufgerufenen Baustein fortgesetzt werden würde. U-Stack Durch Klicken auf die Schaltfläche U-Stack werden Ihnen Daten zur Unterbrechungsstelle angezeigt. Der Unterbrechungsstack (U-Stack) enthält Daten bzw. Zustände, die zum Zeitpunkt der Unterbrechung gültig waren, z. B. Akku-Inhalte und Register-Inhalte Offene DBs und deren Größe Inhalt des Status-Worts Prioritätsklasse Unterbrochenen Baustein Baustein, in dem der Programmablauf nach der Unterbrechung fortgesetzt würde. Baustein öffnen im U-Stack Klicken Sie auf die Schaltfläche Baustein öffnen. Der Baustein wird im Programmeditor geöffnet, der Cursor steht an der fehlerverursachenden Programmstelle und Sie können Ihre Änderungen durchführen. L-Stack Für jeden im B-Stack aufgelisteten Baustein können Sie sich durch Selektieren des Bausteins und Klicken auf die Schaltfläche L-Stack die zugehörigen Lokaldaten anzeigen zu lassen

272 Diagnostizieren der Hardware Der Lokaldaten-Stack (L-Stack) enthält die Lokaldatenwerte der Bausteine, mit denen das Anwenderprogramm bis zum Zeitpunkt der Unterbrechung gearbeitet hat. Für die Interpretation und Auswertung der angezeigten Lokaldaten sind sehr gute Systemkenntnisse erforderlich. Der vordere Teil der angezeigten Daten entspricht den temporären Variablen des Bausteins. Klammerstack Der Klammerstack ist ein Speicherbereich, den die Verknüpfungsoperationen U(, UN(, O(, ON(, X( und XN( verwenden, um Zwischenergebnisse (z. B. das VKE) abzuspeichern. Diese Zwischenergebnisse werden beim Schließen des Klammerausdrucks (Operation Verzweigung schließen, ) ) zur Bildung des Verknüpfungsergebnisses ausgewertet. Die Schaltfläche Klammerstack ist nur aktiv, wenn zum Zeitpunkt der Unterbrechung in dem selektierten Baustein noch offene Klammerausdrücke existieren (maximal 7). Wenn Sie die Schaltfläche Klammerstack betätigen, wird der bausteinspezifische Inhalt des Klammerstack an der Unterbrechungsstelle dargestellt

273 Teil 4: Arbeiten mit M7-Zielsystemen Einführung in M7-Zielsysteme 18 M7-Zielsysteme verwalten 19

274 17-26

275 Einführung in M7-Zielsysteme 18 Übersicht Mit STEP 7 und der M7-Optionssoftware können Sie Hochsprachen wie C oder C++ sowie grafische Programmiersoftware wie CFC (Continuous Funktion Chart) einsetzen, um Anwendungsprogramme für den Automatisierungsrechner M7-300/400 zu erstellen. In diesem Kapitel erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, Anwendungsprogramme für den Automatisierungsrechner M7-300/400 zu erstellen. Für die Erstellung dieser Programme benötigen Sie zusätzlich zu STEP 7 ein M7-Betriebssystem sowie eine Entwicklungsumgebung für M7-Programme. Diese Softwarekomponenten finden Sie in der M7-Optionssoftware. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 18.1 M7-Optionssoftware Betriebssysteme für M7-300/

276 Einführung in M7-Zielsysteme 18.1 M7-Optionssoftware Überblick STEP 7 bietet Ihnen die Grundfunktionalität an, die Sie benötigen um: Projekte zu erzeugen und zu verwalten Zielsystem-Hardware zu konfigurieren und zu parametrieren Netzwerke und Verbindungen zu projektieren Symboldaten zu verwalten Diese Funktionalität ist unabhängig davon, ob Ihr Zielsystem SIMATIC S7 oder SIMATIC M7 ist. Die Zielsysteme SIMATIC S7 oder SIMATIC M7 wirken sich durch unterschiedliche Betriebssysteme und Ablaufsoftware hauptsächlich auf die Programmierung der Anwendungen aus. Für die Erstellung von M7-Anwendungsprogrammen benötigen Sie zusätzlich zu STEP 7 M7-Optionssoftware. Tabelle 18-1 Optionssoftware für die M7-Programmierung Optionssoftware Inhalt M7-SYS Betriebssystem M7 RMOS32 Systembibliothek M7-API MPI-Unterstützung CFC Programmiersoftware für CFC-Anwendungen (CFC = Continuous Function Chart) M7-ProC/C++ Einbindung der Borland-Entwicklungsumgebung in STEP 7 Symbolimport-Editor und -Generator Organon-Debugger xdb386 Borland C++ Borland C/C++-Entwicklungsumgebung Zusammen mit der M7-Optionssoftware unterstützt Sie STEP 7 zusätzlich bei folgenden Tätigkeiten: Daten auf das Zielsystem über MPI übertragen Informationen über das Zielsystem abfragen Bestimmte Einstellungen auf dem Zielsystem vornehmen und das Zielsystem urlöschen 18-2

277 Einführung in M7-Zielsysteme Abhängigkeiten Das folgende Bild zeigt die Abhängigkeiten der M7-Optionssoftware: C/C++-Programme CFC-Programme M7-ProC/C++ CFC Borland C++ M7-SYS Bild 18-1 Abhängigkeiten der M7-Optionssoftware für M7-Programmierung Tabelle 18-2 Zusammenfassung Für die Erstellung von... C/C++-Programmen CFC-Programmen benötigen Sie die M7-Optionssoftware 1. M7-SYS 2. M7-ProC/C++ 3. Borland C++ 1. M7-SYS 2. CFC 3. Borland C

278 Einführung in M7-Zielsysteme Wo Sie Unterstützung finden Die spezifischen Werkzeuge für die Erstellung von M7-Anwendungen sind teilweise in STEP 7 und teilweise in der M7-Optionssoftware integriert. Aus der folgenden Tabelle erfahren Sie, welche Unterstützung Sie in den einzelnen Softwarepaketen finden: Tabelle 18-3 Unterstützung bei der Erstellung von M7-Anwendungsprogrammen Software... Unterstützt Sie... STEP 7 beim Installieren des M7-Betriebssystems, der Verwaltung des M7-Zielsystems, dem Übertragen, Starten und Löschen der M7-Anwendungsprogramme dem Abrufen von Zustands- und Diagnosedaten beim Urlöschen der CPU M7-SYS durch die Dienste des M7-Betriebssystems und der M7-Systemsoftware bei: Programmablaufsteuerung, Speicher- und Ressourcenverwaltung, Zugriff auf Rechner- und SIMATIC-Hardware, Alarmverwaltung, Diagnose, Zustandsüberwachung und Kommunikation M7-ProC/C++ durch integrierte Code-Erzeugung (Integration der Borland-Entwicklungsumgebung in STEP 7) durch Einbindung der Projekt-Symbolik in den Quellcode und durch integrierte Debug-Funktionalität Borland C++ beim Erstellen von C- und C++-Programmen CFC beim Erstellen, Testen und Debuggen von CFC- Programmen und beim Starten und Ablaufen von CFC-Programmen 18-4

279 Einführung in M7-Zielsysteme 18.2 Betriebssysteme für M7-300/400 Einführung Durch seine standardisierte AT-Rechnerarchitektur bildet der Automatisierungsrechner M7-300/400 eine freiprogrammierbare Erweiterung der SIMATIC-Automatisierungsplattform. Die Anwendungsprogramme für SIMATIC M7 können Sie in einer Hochsprache wie C oder auch grafisch mit CFC programmieren. Standard- Betriebssysteme Für Anwendungen, die in den Hochsprachen C und C++ erstellt werden, sind die Dienste des Betriebssystems von entscheidender Bedeutung. Das Betriebssystem übernimmt für die Anwendung folgende Aufgaben: Zugriff auf die Hardware Verwaltung der Ressourcen Systemeinbindung Kommunikation zu anderen Komponenten im System Für AT-kompatible Rechner haben sich MS-DOS und MS-Windows als Standard-Betriebssysteme durchgesetzt. Für die Lösung von Automatisierungsaufgaben sind diese Standard-Betriebssysteme jedoch so nicht geeignet. Mit MS-DOS und -Windows allein ist es nicht möglich Echtzeitaufgaben zu lösen, die spezifische Hardware der SIMATIC S7 und -M7 zu nutzen oder auf Systemdaten zuzugreifen. Deshalb setzen wir auf dem Automatisierungsrechner SIMATIC M7 das Echtzeitbetriebssystem RMOS (RMOS=Realtime-Multitasking-Operating-System) ein. Für die Einbindung in das SIMATIC-System ist RMOS um eine Aufrufschnittstelle, dem M7-API (API = Application Programming Interface) erweitert. Echtzeitbetriebssystem Betriebssystem- Konfigurationen für M7 Das Echtzeitbetriebssystem M7 RMOS32 wird für 32-Bit-Anwendungen zur Lösung zeitkritischer Echtzeit- und Multitasking-Aufgaben eingesetzt. Es ist für M7-Baugruppen in folgenden Konfigurationen verfügbar: M7 RMOS32 M7 RMOS32 mit MS-DOS M7 RMOS32 mit MS-Windows (und MS-DOS) Welche Betriebssystem-Konfiguration Sie für Ihr M7-Zielsystem auswählen, hängt von mehreren Faktoren ab: Welche Art von Anwendungsprogrammen auf dem M7-Zielsystem ablaufen sollen. Welche M7-Baugruppen Sie einsetzen (siehe Tabelle 18-4) 18-5

280 Einführung in M7-Zielsysteme Anwendungsprogramme für M7 Auf dem M7-Zielsystem können je nach der ausgewählten Betriebssystem- Konfiguration folgende Arten von Anwendungsprogrammen ablaufen: Reine M7 RMOS32-Programme zur Lösung zeitkritischer Echtzeit- und Multitasking-Aufgaben MS-DOS und/oder MS-Windows-Programme. Dies bedeutet, daß Sie zusätzlich zu RMOS-Programmen sowohl Standard- als auch eigene MS-DOS- und MS-Windows-Applikationen auf Ihrem Automatisierungssystem einsetzen können. Welches Betriebssystem auf welcher M7-Baugruppe? Tabelle 18-4 Mögliche Betriebssystem-Konfigurationen auf M7-Baugruppen M7-Baugruppe M7 RMOS32 M7 RMOS32 mit MS-DOS M7-300 M7 RMOS32 mit MS-Windows FM356 4 (4 MB) Ja eingeschränkt Nein FM356 4 (8 MB) Ja Ja Ja CPU388 4 (8 MB) Ja Ja Ja M7-400 FM456 4 (4 MB) Ja eingeschränkt Nein FM456 4 (8 MB) Ja Ja Ja FM456 4 (16 MB) Ja Ja Ja CPU486 3 (8 MB) Ja eingeschränkt Nein CPU486 3 (16 MB) Ja Ja Ja CPU486 3 (32 MB) Ja Ja Ja CPU488 3 (8 MB) Ja Ja Ja CPU488 3 (16 MB) Ja Ja Ja CPU488 3 (32 MB) Ja Ja Ja Eingeschränkt bedeutet, daß ein Warmstart von MS-DOS (Ctrl-Alt-Del) nicht möglich ist. Welche Konfigurationen freigegeben sind entnehmen Sie der Produktinformation zu M7SYS. HardwareKonfigurationen mit PROFIBUSDP werden nur mit folgenden Betriebssystemen unterstützt: M7 RMOS32 mit Hauptspeicher von mindestens 8 MB M7 RMOS32 mit MSDOS/Windows mit Hauptspeicher von 16 MB 18-6

281 Einführung in M7-Zielsysteme Zusätzliche Hardware M7 RMOS32 mit MS-Windows ist grundsätzlich nur auf M7-Baugruppen einsetzbar, die über folgende zusätzliche Hardware verfügen: Festplatte über die Erweiterungsbaugruppe MSM378 bzw. MSM478 und VGA-Bildschirm und Tastatur über das Schnittstellenmodul IF962-VGA. M7 RMOS32 mit MS-DOS ist grundsätzlich nur auf M7-Baugruppen einsetzbar, die über folgende zusätzliche Hardware verfügen: VGA-Bildschirm und Tastatur über das Schnittstellenmodul IF962-VGA. Massenspeicher M7-Zentralbaugruppen und M7-Applikationsbaugruppen verfügen über folgende Arten von Massenspeichern (siehe Tabelle 18-5): Memory Cards Festplatte und Diskette Alle programmierbaren M7-Baugruppen können wahlweise mittels der MSM-Erweiterungsbaugruppen mit einer Festplatte und einem 3,5 -Diskettenlaufwerk ausgerüstet werden. Die Diskette können Sie, wie die Memory Card, sowohl am PC/PG als auch am M7-Zielsystem ansprechen. Onboard Silicon Disk (OSD) Dieser Massenspeicher verhält sich wie ein Festplattenlaufwerk, auf dem Anwendungsprogramme gespeichert werden können. Einige M7-400-Baugruppen sind optional damit ausgestattet. Tabelle 18-5 Massenspeicher bei M7-Zielsystemen (aktueller Stand) Massenspeicher Größe M7-300 Baugruppe M7-400 Baugruppe Fesplatte 512MB MSM378 MSM478 Floppy Disk 3,5 1,44MB MSM378 MSM478 Memory Card 1, 2, 4, 8, 16 MB CPU388-3 FM356-4 CPU488/486-3 FM456-4 OSD 4MB optional in FM456 4 Eine Memory Card von 1MB ist nicht für eine Betriebssysteminstallation geeignet. Benutzen Sie diese nur für die Übertragung von Programmen. 18-7

282 Einführung in M7-Zielsysteme 18-8

283 M7-Zielsysteme verwalten 19 Übersicht Wenn Sie Projekte bearbeiten, die programmierbare Baugruppen CPU und FM des SIMATIC M7 Automatisierungsrechners enthalten, so unterstützt Sie STEP 7 bei folgenden Verwaltungstätigkeiten: Installieren des Betriebssystems Aktualisieren der Firmware Aktualisieren des Betriebssystems für den Baugruppentausch im Feld Übertragen von Anwendungsprogrammen auf das Zielsystem Löschen von Softwarekomponenten von dem Zielsystem Baugruppenzustand abfragen und ändern Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 19.1 Installation vorbereiten Datensicherheit bei Netzausfall Installieren von M7 RMOS32 auf Memory Card Installieren von M7 RMOS32 auf Festplatte Installieren von M7 RMOS32 mit MS-DOS auf Festplatte Installieren von M7 RMOS32 mit MS-Windows auf Festplatte Nachinstallation des M7-Betriebssystems Aktualisieren des Betriebssystems für Baugruppentausch im Feld 19.9 Aktualisieren der Firmware Programme auf M7-Zielsystem übertragen und löschen Abfrage- und Steuerfunktionen für M7-300/

284 M7-Zielsysteme verwalten 19.1 Installation vorbereiten Zweck der Installation Zweck der Installation ist, eine vollständige Betriebssystem-Konfiguration einschließlich M7-Systemsoftware auf das Zielmedium, dem Massenspeicher eines M7-Systems zu übertragen. Dieser Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick über die Installationsmöglichkeiten und die prinzipielle Vorgehensweise. Schrittweise Installationsanleitungen finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten sowie in der Online-Hilfe zur M7-Zielsystemverwaltung. Installationsmöglichkeiten Abhängig vom Massenspeicher des M7-Zielsystems unterscheidet man zwischen: 1. Installation auf Festplatte. Bei der ersten Installation ist noch kein lauffähiges Betriebssystem auf dem M7-Zielsystem installiert; es ist noch keine MPI-Verbindung möglich. 2. Installation auf Memory Card. Auf einer Memory Card findet ein vollständiges M7 RMOS32-Betriebssystem mit Anwendungsprogrammen Platz (siehe Tabelle 18-4). Prinzipielles Vorgehen Um ein Betriebssystem (BS) zu installieren: 1. Selektieren Sie das Objekt M7-Programm in Ihrem Projekt. 2. Rufen Sie den Menübefehl Zielsystem M7-Zielsystem verwalten auf. 3. Öffnen Sie das Register BS Installieren 4. Treffen Sie folgende Auswahlen (siehe Bild 19-1): Betriebssystem-Konfiguration Version des Betriebssystems im PG (nur wenn Sie mehrere Versionen von M7-SYS auf dem PG/PC installiert haben) Medium Lokales Laufwerk und Partner Laufwerk, wenn Sie das Medium MPI/RFS benutzen 5. Betätigen Sie die Schaltfläche Installieren. Alle weiteren Tätigkeiten hängen von der ausgewählten Betriebssystem-Konfiguration und von dem Zielmedium ab. 19-2

285 M7-Zielsysteme verwalten M7-Zielsystem verwalten Medium: MPI/RFS Lokales Laufwerk: F: Partner Laufwerk: C: BS installieren Programme FW aktualisieren Betriebssystemversion im PG: Betriebssystemversion im Zielsystem: Mögliche Konfigurationen: M7 RMOS32 M7 RMOS32 & MS-DOS M7 RMOS32 & MS-Windows V V indirekt Datenträger zum Aktualisieren Erzeugen direkt Installieren Schließen Hilfe Bild 19-1 Register BS Installieren Betriebssystemversion Im PG: Wählen Sie hier die Version des Betriebssystems, das Sie auf Ihrem M7-Zielsystem installieren wollen. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie mehrere Versionen des Optionspakets M7-SYS auf dem PG installiert haben. Im Zielsystem: Wenn eine Online-Verbindung zum Zielsystem möglich ist, wird in diesem Register die aktuelle Betriebssystemversion im Zielsystem angezeigt, sofern sie ermittelt werden kann. 19-3

286 M7-Zielsysteme verwalten Betriebssystem auswählen Selektieren Sie eine Betriebssystem-Konfiguration aus dem Feld Mögliche Konfigurationen. Die Auswahl der Betriebssystem-Konfiguration hängt von der Art der Anwendungsprogramme ab, die auf dem M7-Zielsystem ablaufen sollen. Tabelle 19-1 zeigt Ihnen, wann Sie welches Betriebssystem auswählen. Beachten Sie bitte auch die Hardware-Abhängigkeiten in Tabelle Tabelle 19-1 Betriebssystem-Konfigurationen Anwendungsprogramme nur M7 RMOS32-Applikationen M7 RMOS32- und MS-DOS-Applikationen M7 RMOS32-, MS-DOS- und MS-Windows-Applikationen Betriebssystem-Konfiguration M7 RMOS32 M7 RMOS32 & MS-DOS M7 RMOS32 & MS-Windows Der Speicherbedarf von M7 RMOS32 ohne MS-DOS/Windows beträgt maximal 2 MB auf dem Zielmedium. Hinzu müssen Sie noch den Speicherbedarf Ihrer Anwendungsprogramme addieren. Die Tabelle 19-2 zeigt Ihnen welche Massenspeicher Sie für die einzelnen Betriebssystem-Konfigurationen auswählen können. Tabelle 19-2 Mögliche Massenspeicher für M7-Betriebssysteme Betriebssystem Massenspeicher Festplatte Memory Card OSD M7 RMOS32 JA JA NEIN M7 RMOS32 mit MS-DOS JA NEIN NEIN M7 RMOS32 mit MS-Windows JA NEIN NEIN Welche Betriebssystemkonfigurationen auf welchen Massenspeichern freigegeben sind entnehmen Sie der Produktinformation zu M7-SYS. 19-4

287 M7-Zielsysteme verwalten Medium auswählen Im Auswahlfeld Medium sind folgende Installationsmedien angeboten: 1. MPI/RFS: Wählen Sie MPI/RFS (RFS = Remote File System), wenn das Betriebssystem auf die Festplatte des M7-Zielsystems installiert werden soll. Um dieses Installationsmedium benutzen zu können, muß eine MPI-Verbindung zwischen dem Erstellsystem und dem Zielsystem aufgebaut werden. In der Regel wird das Betriebssystem über MPI/RFS auf die Festplatte des M7-Zielsystems installiert. Für weniger umfangreiche Betriebssystem- Konfigurationen, z.b. nur M7 RMOS32, genügt auch eine Memory Card. Bei der Installation über MPI/RFS benötigen Sie immer auch ein Bootmedium (siehe Seite 19-6). 2. Memory Card Wählen Sie Memory Card, wenn das Betriebssystem auf die Memory Card installiert werden soll. Das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme werden vom PG auf die Memory Card übertragen. Anschließend wird die Memory Card in das M7-Zielsystem eingelegt und das Zielsystem davon gebootet. Um eine Memory Card zu benutzen, benötigen Sie ein PG 720/740/760 oder einen PC mit externem Prommer. Hinweis Eine 1,44 MB Diskette kann ein Minimalsystem M7 RMOS32 enthalten, kann jedoch nicht als Zielmedium für die Installation des Betriebssystems auf M7-300/400 verwendet werden. Eine Diskette können Sie als Bootmedium oder als Datenträger für Anwendungsprogramme benutzen. 19-5

288 M7-Zielsysteme verwalten Lokales Laufwerk und Partner Laufwerk auswählen Wenn Sie das Übertragungsmedium MPI/RFS (RFS = Remote File System) für die Installation benutzen: Unter Windows 95 wird eine MPI-Verbindung zwischen dem lokalen Laufwerk eines PC/PG und einem Laufwerk des M7-Zielsystems aufgebaut. Unter Windows NT wird ein anderer Kommunikationsmechanismus für das Remote File System verwendet als unter Windows 95. Es wird kein lokales Laufwerk mehr für die Verbindung zum Zielsystem benötigt, sondern das Partner -Laufwerk wird direkt angesprochen. Im Dialogfeld M7-Zielsystem verwalten müssen Sie, wenn Sie MPI/RFS wählen, kein lokales Laufwerk, sondern nur noch das Partner-Laufwerk angeben. Das Feld Lokales Laufwerk ist unter Windows NT nicht benutzbar. Lokales Laufwerk (nur auf PG/PC mit Windows 95): In dem Listenfeld werden Ihnen die freien Laufwerksbezeichnungen auf dem PC/PG angezeigt, aus denen Sie ein beliebiges Laufwerk auswählen können. Partner Laufwerk: In dem Listenfeld werden Ihnen die Laufwerksbezeichnungen auf dem M7-Zielsystem angezeigt, aus denen Sie den gewünschten Massenspeicher auswählen können. Üblicherweise (falls nicht anders eingestellt) sind die Laufwerke wie folgt zugeordnet: Tabelle 19-3 Zuordnung der Laufwerke (Voreinstellung) auf M7-Zielsystem Laufwerk Partnerlaufwerk-Bezeichnung MS-DOS M7 RMOS32 Floppy Disk A: A: oder B: Memory Card B: M0: Festplatte C:, D:,... C:, D:,... Onboard Silicon Disk D:, E:,... mit Festplatte C: ohne Festplatte M1: Bootmedium Wenn Sie das Betriebssystem auf der Festplatte des M7-Zielsystems installieren, benötigen Sie zusätzlich ein Bootmedium. Als Bootmedium bezeichnen wir einen Datenträger, von dem aus das Zielsystem nach Einschalten der Versorgungsspannung bootet. Das Bootmedium enthält ein minimales M7 RMOS32 Betriebssystem. Beim Booten werden die Teile des Betriebssystems, die für den Ablauf der Anwendungsprogramme und für die Kommunikation notwendig sind, in den Arbeitsspeicher geladen. Nach dem Hochlauf vom Bootmedium kann eine MPI-Verbindung zwischen PC/PG und M7-Zielsystem aufgebaut werden. Bootfähige Datenträger für M7-Zielsysteme sind: 3,5 /1,44 MB-Disketten oder Memory Cards 2 MB 19-6

289 M7-Zielsysteme verwalten MS-DOS und MS-Windows installieren Bevor Sie eine der Betriebssystem-Konfigurationen mit MS-DOS oder MS-Windows installieren, müssen Sie diese Betriebssysteme von Diskette direkt auf dem M7-Zielsystem in folgender Reihenfolge installieren (siehe auch /282/): 1. Installation von MS-DOS V6.22, wenn Sie RMOS mit MS-DOS oder mit MS-Windows installieren 2. Installation von MS-Windows V3.1X, wenn Sie RMOS mit MS-Windows installieren Danach können Sie M7 RMOS32 installieren, wie in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben. Festplatte partitionieren Wenn Sie das Betriebssystem auf die Festplatte installieren, empfehlen wir aus Gründen der Datensicherheit bei Netzausfall (siehe Kapitel 19.2), zwei Partitionen anzulegen. Die Festplatte können Sie mit folgenden Aufrufen partitionieren: hdpart unter M7 RMOS32 (siehe Kapitel 5 in /282/) fdisk unter MS-DOS Zielmedium formatieren In der Regel wird das Zielmedium vor der Erstinstallation des Betriebssystems formatiert. Bei den M7-Betriebssystem-Konfigurationen müssen Sie das Zielmedium in folgenden Fällen formatieren: Betriebssystem Zielmedium wird formatiert... M7 RMOS32 M7 RMOS32 mit MS- DOS/Windows vor jeder Neuinstallation oder Nachinstallation, da M7 RMOS32, wenn es ohne MS-DOS läuft, immer an den Anfang des Speichers geschrieben werden muß. vor der ersten Installation von MS-DOS. Während der Installation von M7 RMOS32 ohne MS-DOS oder MS-Windows werden Sie aufgefordert, das Zielmedium Festplatte zu formatieren. Bitte befolgen Sie dafür die im Dialogfeld aufgeblendeten Anweisungen. 19-7

290 M7-Zielsysteme verwalten 19.2 Datensicherheit bei Netzausfall Konzept Der Automatisierungsrechner M7-300/400 verfügt über mehrere unterschiedliche Massenspeicher: Festplatte, Diskette, Memory Card und OSD, deren Dateisysteme vom Betriebssystem verwaltet werden. Es ist zu beachten, daß bei Netzausfall während eines schreibenden Zugriffs auf den Massenspeicher, die Konsistenz des Dateisystems gefährdet werden kann. Da die Systemsoftware (Betriebssystem, Konfigurationsdateien, etc) auch auf einem Massenspeicher liegt, kann ein Netzausfall während eines Schreibzugriffs dazu führen, daß das System nicht mehr gestartet werden kann. Zur Lösung dieses Problems empfehlen wir, grundsätzlich mit mindestens zwei Massenspeichern (oder zwei Partitionen auf der Festplatte) zu arbeiten: einer, der das Betriebssystem und die systemrelevanten Dateien enthält und auf den keine schreibenden Zugriffe im laufenden Betrieb stattfinden und einer, der die Anwendungsprogramme und die Bereiche der Festwert-, Backup- und Ladespeicher enthält und auf welchem schreibende Zugriffe im laufenden Betrieb erlaubt sind. Prinzipielles Vorgehen Um die Konsistenz der Daten auf dem Massenspeicher im Falle eines Netzausfalles sicherzustellen, haben Sie folgende Möglichkeit: Installieren Sie das Betriebssystem auf eine eigene Partition der Festplatte oder auf einen eigenen Massenspeicher. Sorgen Sie dafür, daß auf der Partition oder den Massenspeicher des Betriebssystems keine schreibenden Zugriffe im laufenden Betrieb stattfinden. Dadurch stellen Sie sicher, daß das Betriebssystem und die Systemdaten nach einem Netzausfall intakt, d.h. daß ein Neustart immer durchgeführt werden kann. Legen Sie die Verzeichnisse für den Backup-Speicher, den permanenten Ladespeicher und den Festwertspeicher nicht auf das gleiche Laufwerk wie das Betriebssystem sondern auf das Laufwerk, auf welches Sie im laufenden Betrieb schreiben. Dafür müssen Sie die Umgebungsvariablen BACKDIR, RAMDIR und ROMDIR in der Datei \ETC\INITTAB auf dem Bootlaufwerk mit den entsprechenden Pfadnamen versehen. Installieren Sie die Anwendungsprogramme nicht auf das gleiche Laufwerk wie das Betriebssystem. 19-8

291 M7-Zielsysteme verwalten 19.3 Installieren von M7 RMOS32 auf Memory Card Ausgangszustand Ihr M7-Zielsystem hat kein Festplatten- und Disketten-Laufwerk. Voraussetzung In diesem Fall können Sie die Memory Card als Zielmedium benutzen. Auf einer Memory Card findet ein vollständiges M7 RMOS32 Betriebssystem mit Anwendungsprogrammen Platz (siehe Tabelle 19-2). Sie benötigen: ein Memory-Card-Laufwerk an Ihrem PG 720/740/760 oder einen PC mit externem Prommer eine Memory Card 2 MB Vorgehen Um ein M7 RMOS32 Betriebssystem auf einer Memory Card in Betrieb zu setzen, sind folgende Schritte erforderlich: 1. Selektieren Sie in Ihrem Projekt das M7-Programm, das der M7-CPU/FM zugeordnet ist. 2. Starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten 3. Öffnen Sie das Register BS installieren 4. Installieren Sie ein M7 RMOS32 Betriebssystem lokal auf der Memory Card indem Sie folgende Auswahlen treffen: Medium: Memory Card Mögliche Konfiguration: M7 RMOS32 5. Wählen Sie die Schaltfläche Installieren. Im Dialogfeld erhalten Sie Meldungen über die aktuellen Vorgänge. Ergebnis: Das Betriebssystem und die vollständige M7-Systemsoftware werden auf die Memory Card übertragen. 6. Übertragen Sie Ihr Anwendungsprogramm mit allen zugehörigen Projektdaten auf die Memory Card. Schalten Sie dafür in das Register Programme und gehen Sie wie unter M7-Programme über Datenträger übertragen, Kapitel vor. Dieser Schritt ist optional. 7. Legen Sie die Memory Card in das M7-Zielsystem ein und starten Sie es über den Betriebsartenschalter. Stellen Sie bei Bedarf das BIOS-Setup ein. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem. Ihr Anwendungsprogramm wird gestartet. M7 RMOS32 mit MS-DOS installieren Die Installation von M7 RMOS32 mit MS-DOS auf Memory Card ist in /282/ beschrieben. 19-9

292 M7-Zielsysteme verwalten 19.4 Installieren von M7 RMOS32 auf Festplatte Ausgangszustand Voraussetzung Vorgehen Ursprünglich ist auf dem M7-Zielsystem noch kein lauffähiges Betriebssystem installiert und noch keine MPI-Verbindung möglich. Um M7 RMOS32 auf der Festplatte des M7-Zielsystems zu installieren benötigen Sie: eine Massenspeicherbaugruppe MSM 378/478 an Ihrem M7-Zielsystem ein Bootmedium (Diskette 1,44 MB oder Memory Card 2 MB) Folgende Schritte sind erforderlich: 1. Selektieren Sie in Ihrem Projekt das M7-Programm, das der M7-CPU/FM zugeordnet ist. 2. Starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten. 3. Öffnen Sie das Register BS installieren. 4. Treffen Sie folgende Auswahlen: Medium: MPI/RFS Mögliche Konfiguration: M7 RMOS32 Lokales Laufwerk (nur auf PC/PG mit Windows 95): das erste freie Laufwerk, z.b. F: Partner Laufwerk: C: für Festplatte 5. Wählen Sie die Schaltfläche Installieren

293 M7-Zielsysteme verwalten Danach werden Sie über Meldungen in Dialogfeldern über das aktuelle Geschehen informiert und zu weiterem Vorgehen angeleitet. Hauptsächlich müssen Sie folgendes tun: 6. Ein Bootmedium (Floppy Disk oder Memory Card) auswählen. Ergebnis: Ein minimales M7 RMOS32-Betriebssystem wird auf dem ausgewählten Bootmedium installiert. 7. Das Bootmedium in das Laufwerk des M7-Zielsystems einlegen und das M7-Zielsystem starten. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem und eine MPI-Verbindung wird zwischen dem PC/ PG und M7-Zielsystem aufgebaut. 8. Über RTI (Remote Terminal Interface) oder an der lokalen Konsole des M7-Zielsystems die Festplatte partitionieren (optional, siehe Kapitel 19.2) und formatieren (siehe /282/). Ergebnis: Die Festplatte wird partitioniert und formatiert. Danach wird das M7 RMOS32-Betriebssystem und eventuelle Anwendungsprogramme auf die Festplatte des M7-300/400 über die MPI-Verbindung installiert. Um Ihr Anwendungsprogramm auf das M7-Zielsystem zu übertragen, öffnen Sie das Register Programme und gehen Sie wie unter M7-Programme über MPI/RFS übertragen, Kapitel vor. 9. Das M7-Zielsystem über Betriebsartenschalter erneut starten und bei Bedarf BIOS-Setup einstallen. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem von der Festplatte. Ihr Anwendungsprogramm falls vorhanden wird gestartet

294 M7-Zielsysteme verwalten 19.5 Installieren von M7 RMOS32 mit MS-DOS auf Festplatte Ausgangszustand Voraussetzung Ursprünglich ist auf dem M7-Zielsystem noch kein lauffähiges Betriebssystem installiert und noch keine MPI-Verbindung möglich. Um M7 RMOS32 mit MS-DOS auf der Festplatte des M7-Zielsystems zu installieren benötigen Sie: eine Massenspeicherbaugruppe MSM 378/478 an Ihrem M7-Zielsystem ein Bootmedium (Diskette 1,44 MB oder Memory Card 2 MB) MS-DOS Installationsdisketten. MS-DOS V6.22 muß auf der Festplatte des M7-Zielsystems installiert sein

295 M7-Zielsysteme verwalten Vorgehen Um ein Betriebssystem M7 RMOS32 mit MS-DOS- auf einem M7-Zielsystem mit Festplatte zu installieren, sind folgende Schritte erforderlich: 1. Selektieren Sie in Ihrem Projekt das M7-Programm, das der M7-CPU/FM zugeordnet ist. 2. Starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten. 3. Öffnen Sie das Register BS installieren. 4. Treffen Sie folgende Auswahlen: Medium: MPI/RFS Mögliche Konfiguration: M7 RMOS32 & MS-DOS Lokales Laufwerk (nur auf PC/PG mit Windows 95): das erste freie Laufwerk, z.b. F: Partner Laufwerk: C: für Festplatte 5. Wählen Sie die Schaltfläche Installieren. Danach werden Sie über Meldungen in Dialogfeldern über das aktuelle Geschehen informiert und zu weiterem Vorgehen angeleitet. Hauptsächlich müssen Sie folgendes tun: 6. Ein Bootmedium (Floppy Disk oder Memory Card) auswählen. Ergebnis: Ein minimales M7 RMOS32 wird auf dem Bootmedium installiert. 7. Laufwerke für Betriebssystem und Daten auswählen (siehe Kapitel 19.2). 8. Das Bootmedium in das Laufwerk des M7-Zielsystems einlegen und das M7-Zielsystem starten. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem und eine MPI-Verbindung zwischen dem PC/PG und M7-Zielsystem wird aufgebaut. Danach wird M7 RMOS32 für MS-DOS und eventuelle Anwendungsprogramme auf die Festplatte des M7-300/400 über die MPI-Verbindung installiert. Um Ihr Anwendungsprogramm auf das M7-Zielsystem zu übertragen, öffnen Sie das Register Programme und gehen Sie wie unter M7-Programme über MPI/RFS übertragen, Kapitel vor. 9. Das M7-Zielsystem über Betriebsartenschalter erneut starten und bei Bedarf BIOS-Setup einstellen. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem von der Festplatte. Ihr Anwendungsprogramm falls vorhanden wird gestartet

296 M7-Zielsysteme verwalten 19.6 Installieren von M7 RMOS32 mit MS-Windows auf Festplatte Ausgangszustand Voraussetzung Ursprünglich ist auf dem M7-Zielsystem noch kein lauffähiges Betriebssystem installiert und noch keine MPI-Verbindung möglich. Um M7 RMOS32 mit MS-Windows auf der Festplatte des M7-Zielsystems zu installieren benötigen Sie: eine Massenspeicherbaugruppe MSM 378/478 an Ihrem M7-Zielsystem ein Bootmedium (Diskette 1,44 MB oder Memory Card 2 MB) MS-DOS und MS-Windows Installationsdisketten. MS-DOS V6.22 und MS-Windows V3.11 müssen auf der Festplatte des M7-Zielsystems installiert sein

297 M7-Zielsysteme verwalten Vorgehen Um M7 RMOS32 mit MS-Windows auf der Festplatte des M7-Zielsystems zu installieren, sind folgende Schritte erforderlich: 1. Selektieren Sie in Ihrem Projekt das M7-Programm, das der M7-CPU/FM zugeordnet ist und starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten. 2. Öffnen Sie das Register BS installieren und treffen Sie folgende Auswahlen: Medium: MPI/RFS Mögliche Konfiguration: M7 RMOS32 & MS-Windows Lokales Laufwerk (nur auf PC/PG mit Windows 95): das erste freie Laufwerk, z.b. F: Partner Laufwerk: C: für Festplatte 3. Wählen Sie die Schaltfläche Installieren. Danach werden Sie über Meldungen in Dialogfeldern über das aktuelle Geschehen informiert und zu weiterem Vorgehen angeleitet. Hauptsächlich müssen Sie folgendes tun: 4. Ein Bootmedium (Floppy Disk oder Memory Card) auswählen. Ergebnis: Ein minimales M7 RMOS32 wird auf dem Bootmedium installiert. 5. Laufwerke für Betriebssystem und Daten auswählen (siehe Kapitel 19.2). 6. Das Bootmedium in das Laufwerk des M7-Zielsystems einlegen und das M7-Zielsystem starten. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem und eine MPI-Verbindung zwischen dem PC/PG und M7-Zielsystem wird aufgebaut. Danach wird M7 RMOS32 für MS-Windows und eventuelle Anwendungsprogramme auf die Festplatte des M7-300/400 über die MPI-Verbindung installiert. Um Ihr Anwendungsprogramm auf das M7-Zielsystem zu übertragen, öffnen Sie das Register Programme und gehen Sie wie unter M7-Programme über MPI/RFS übertragen, Kapitel vor. 7. Das M7-Zielsystem über Betriebsartenschalter erneut starten und bei Bedarf BIOS-Setup einstallen. Ergebnis: Das M7-Zielsystem bootet mit dem neuen Betriebssystem von der Festplatte. Ihr Anwendungsprogramm wenn vorhanden wird gestartet. Automatischer Start von Windows Um Windows automatisch beim Systemhochlauf von der Festplatte zu starten, editieren Sie die Datei AUTOEXEC.BAT folgendermaßen: 1. Ändern Sie den Eintrag remap.bat in call remap.bat 2. Tragen Sie den Aufruf win in der letzten Zeile ein

298 M7-Zielsysteme verwalten 19.7 Nachinstallation des M7-Betriebssystems Ausgangszustand Ist auf der Festplatte des M7-Zielsystem bereits ein Betriebssystem vorhanden, so können Sie eine Nachinstallation über MPI/RFS durchführen, d. h. das Betriebssystem auf Ihrem M7-Zielsystem ändern, erweitern oder mit einer neuen Ausgabe überschreiben. Nachinstallation auf Festplatte Die Tabelle 19-4 zeigt Ihnen, was Sie in den unterschiedlichen Fällen der Nachinstallation auf Festplatte tun müssen. Das Vorgehen gleicht der Vorgehensweise bei der Neuinstallation und ist bereits in den Kapiteln 19.4, 19.5 und 19.6 beschrieben. Tabelle 19-4 Vorhanden M7 RMOS32 M7 RMOS32 mit MS-DOS M7 RMOS32 mit MS-Windows Nachinstallation auf Festplatte M7 RMOS32 Wie M7 RMOS32 Neuinstallation Wie M7 RMOS32 Neuinstallation Wie M7 RMOS32 Neuinstallation Wenn Sie nachinstallieren M7 RMOS32 mit MS-DOS Zielmedium formatieren MS-DOS lokal installieren, und M7 RMOS32 neu installieren Es wird nur eine neue M7 RMOS32-Komponente nachinstalliert Zielmedium formatieren, MS-DOS lokal installieren und M7 RMOS32 neu installieren M7 RMOS32 mit MS-Windows Zielmedium formatieren, MS-DOS und MS-Windows lokal installieren, und M7 RMOS32 neu installieren MS-Windows lokal installieren und M7 RMOS32 neu installieren Es wird nur eine neue M7 RMOS32-Komponente nachinstalliert Hinweis Wenn Sie M7 RMOS32/Windows über MPI/RFS nachinstallieren, darf auf dem Zielsystem Windows nicht gestartet sein. Wenn Sie M7 RMOS32/Windows auf ein M7-Zielsystem mit M7 RMOS32/DOS nachinstallieren, darf M7 RMOS32 nicht gestartet sein, d.h., Sie müssen das M7-Zielsystem von einer DOS-Bootdiskette booten, bevor Sie MS-Windows 3.11 installieren

299 M7-Zielsysteme verwalten Nachinstallation auf Memory Card Eine Nachinstallation von M7 RMOS32 auf Memory Card ist immer eine Neuinstallation. Bitte beachten Sie, daß auf dem Speichermedium nur eine begrenzte Anzahl von Schreibzugriffen möglich ist. Weitere Information Ausführliche Beschreibungen der einzelnen Schritte sowie zusätzliche Information zur Installation der Betriebssystem-Konfigurationen finden Sie in: der Online-Hilfe der M7-Zielsystemverwaltung und dem Benutzerhandbuch der Optionssoftware M7-SYS /282/

300 M7-Zielsysteme verwalten 19.8 Aktualisieren des Betriebssystems für Baugruppentausch im Feld Anwendung In STEP 7 können Sie einen Satz von Disketten oder Memory Cards erzeugen, mit dessen Hilfe die Aktualisierung des Betriebssystems auf der Festplatte bei einem Baugruppentausch im Feld möglich wird, ohne daß hierzu ein PG notwendig ist. Voraussetzung Um den Datenträger für die Aktualisierung zu erstellen, benötigen Sie das Projekt, das die Hardwarekonfiguration mit der zu tauschenden Baugruppe enthält. Vorgehen Um den Datenträger für die Aktualisierung zu erzeugen: 1. Wählen Sie im Dialogfeld M7-Zielsystem verwalten das Register BS installieren. 2. Wählen Sie im Feld Medium den Datenträger für die Aktualisierung: Floppy oder Memory Card. 3. Wählen Sie im Feld Mögliche Konfigurationen das gewünschte Betriebssystem. 4. Wählen Sie im Listenfeld Betriebssystemversion im PG die Version des Betriebssystems, das aktualisiert werden soll. 5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Datenträger zum Aktualisieren Erzeugen. Folgen Sie den Anweisungen, weitere Datenträger einzulegen. Ergebnis: Es wird ein Satz Datenträger erzeugt. Der Vorgang wird mit einer entsprechenden Meldung abgeschlossen. Um das Betriebssystem im Feld zu aktualisieren Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Legen Sie den ersten Datenträger in die getauschte M7-Baugruppe ein und booten Sie sie. Wenn Sie die M7-Baugruppe von diesem Datenträger booten, wird das Betriebssystem auf der Festplatte automatisch aktualisiert. Folgen Sie der Aufforderung Blinken der USR-LED bei M7-300 USR1-LED bei M7-400, weitere Datenträger einzulegen. Die Aktualisierung ist abgeschlossen, wenn folgende LED konstant leuchtet: die USR-LED bei M7-300 CPU/FM die USR1-LED bei M7-400 CPU/FM 2. Entfernen Sie den Datenträger aus dem M7-Zielsystem und booten Sie es von der Festplatte. Hinweis Die erstellten Datenträger enthalten kein vollständiges Betriebssystem. Sie können nicht für den normalen Betrieb des SIMATIC M7 sondern nur für die Aktualisierung des Betriebssystems auf der Festplatte verwendet werden

301 M7-Zielsysteme verwalten Aktualisieren des Betriebssystems auf Memory Card Wenn Sie Baugruppen tauschen, deren Betriebssystem auf der Memory Card installiert war, so müssen Sie eine Nachinstallation durchführen (siehe Kapitel 19.7). Fehlerfall Im Fehlerfall erhalten Sie folgende Anzeige: Anzeige Bedeutung Was Sie tun müssen SF-LED bei M7-300 INTF-LED bei M7-400 leuchtet SF-LED bei M7-300 INTF-LED bei M7-400 blinkt Interner Fehler Falsche Floppy Erzeugen Sie den Datenträger für die Aktualisierung erneut und wiederholen Sie die Aktualisierung. Legen Sie die richtige Floppy ein oder gegebenenfalls erzeugen Sie den Datenträger für die Aktualisierung erneut 19-19

302 M7-Zielsysteme verwalten 19.9 Aktualisieren der Firmware Einführung Auf den M7-300/400 Zentralbaugruppen und Applikationsbaugruppen befindet sich baugruppenspezifische Firmware, wie z.b. das BIOS. Die Aktualisierung der Firmware können Sie über die Zielsystemverwaltung durchführen. Die Firmware kann unabhängig oder zusammen mit der Systemsoftware für M7-300/400 aktualisiert werden. Im Register FW aktualisieren wird die Version der Firmware im Zielsystem und im PG angezeigt. Damit wird die Überprüfung, ob eine Aktualisierung der Firmware notwendig ist, einfacher: Eine Aktualisierung der Firmware ist nur notwendig, wenn die Firmware-Version im Zielsystem älter ist als die Firmware-Version im PG. Wenn Sie das Betriebssystem über MPI/RFS installieren, wird die Firmware- Version automatisch überprüft. Falls die auf dem M7-Zielsystem vorhandene Firmware-Version nicht zu dem installierten Betriebssystem paßt, erhalten Sie eine entsprechende Meldung. Hinweis Bitte beachten Sie die Kompatibilitätshinweise in der Produktinformation zu M7-SYS. Voraussetzung Um die Firmware einer M7-300/400 CPU oder FM zu aktualisieren benötigen Sie ein Bootmedium (Diskette oder Memory Card). Die Aktualisierung muß im Kontext eines Projektes, das die M7-Stationen (CPUs oder FMs) enthält, mit angewähltem M7-Programm durchgeführt werden.! Vorsicht Hardwareschaden: Während des Aktualisierungsvorgangs darf keinesfalls die Netzspannung ausgeschaltet werden, da dadurch die Baugruppe beschädigt werden kann. Datenverlust: Nach der Firmware-Aktualisierung müssen Sie das BIOS-Setup aufrufen (siehe Kapitel 12.4, Referenzhandbuch, Automatisierungssystem S7-400, M7-400, Baugruppendaten bzw. Kapitel 10 im Handbuch Automatisierungssystem M7-300 Aufbauen, CPU-Daten). Wenn Sie mit den Default-Werten arbeiten wollen, speichern Sie diese bitte ab. Haben Sie vor der Aktualisierung Einstellungen im BIOS-Setup geändert, sind diese verloren und müssen neu eingetragen werden

303 M7-Zielsysteme verwalten M7-Zielsystem verwalten Medium: Floppy A: Lokales Laufwerk: F: Partner Laufwerk: C: Programme BS installieren FW aktualisieren Betriebssystemversion im PG: V Firmware-Version im Zielsystem A1.05 Firmware-Version im PG A9.99 Hardware-Ausgabestand: 1 Zur Aktualisierung der Firmware auf dem M7-System benötigen Sie einen speziellen bootfähigen Datenträger (Floppy Diskette oder Memory Card). Wenn Sie das M7-Zielsystem mit diesem Datenträger booten, wird die Firmaware automatisch aktualisiert. Wählen Sie ein geeignetes Medium aus und erzeugen Sie den Datenträger. Bootfähigen Datenträger Erzeugen Schließen Hilfe Bild 19-2 Register FW aktualisieren Versionen und Ausgabestände Listenfeld Betriebssystemversion im PG : Wählen Sie hier die Version des Betriebssystems, das Sie auf Ihrem M7-Zielsystem installieren wollen oder bereits installiert haben. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie mehrere Versionen des Optionspakets M7-SYS auf dem PG installiert haben. Firmware-Version, Hardware-Ausgabestand: Folgende Versionen/Ausgabestände werden angezeigt, wenn eine MPI-Verbindung zum M7-Zielsystem besteht: aktuelle Firmware-Version im PG im Zielsystem vorhandene Firmware-Version, Hardware-Ausgabestand des Zielsystems 19-21

304 M7-Zielsysteme verwalten Vorgehen Um die Firmware eines M7-Zielsystems zu aktualisieren, gehen Sie wie folgt vor: 1. Selektieren Sie den M7-Progrmmbehälter, welcher der M7-Baugruppe (CPU oder FM) zugeordnet ist. 2. Rufen Sie den Menübefehl Zielsystem M7-Zielsystem verwalten auf. 3. Öffnen Sie das Register FW aktualisieren (siehe Bild 19-2). 4. Wählen Sie das Bootmedium, Floppy oder Memory Card. 5. Wählen Sie die Version des Betriebssystems aus dem Listenfeld Betriebssystemversion im PG aus. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie mehrere Versionen des Optionspakets M7-SYS auf dem PG installiert haben. 6. Betätigen Sie die Schaltfläche Erzeugen. Ergebnis: Das Bootmedium wird (mit einer Vorwarnung) formatiert und die neue Firmware wird darauf installiert. 7. Legen Sie das Bootmedium in das M7-Zielsystem ein und starten Sie die M7-CPU/FM. Ergebnis: Wenn Sie das M7-Zielsystem mit diesem Datenträger booten, wird die Firmware automatisch aktualisiert. Die Aktualisierung ist abgeschlossen, wenn folgende LED konstant leuchtet: die USR-LED bei M7-300 CPU/FM die USR1-LED bei M7-400 CPU/FM 8. Entfernen Sie das Bootmedium aus dem M7-Zielsystem und booten Sie es von dem voreingestellten Massenspeicher (Memory Card, Festplatte, etc) Hinweis Wenn die Firmware auf dem Bootmedium inkompatibel zum Baugruppentyp oder älter als die bereits vorhandene Firmware-Version ist, wird die Aktualisierung nicht durchgeführt und die Fehler-LED (SF-LED bei M7-300 und INTF-LED bei M7-400) leuchtet auf. Dies gilt auch wenn versucht wird, die gleiche Firmware-Version zu installieren. Fehlerfall Im Fehlerfall tun Sie folgendes: 1. Entfernen Sie das Bootmedium aus dem M7-Zielsystem. 2. Überprüfen Sie ggf. ob die Version des BIOS der M7-300/400 Baugruppe höher als die Version der neuen Firmware ist. In diesem Fall ist eine Aktualisierung nicht erforderlich und auch nicht möglich. 3. Überprüfen Sie, ob die Station des aktuellen Projektes mit dem Baugruppentyp des M7-Zielsystems übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, passen Sie Ihr Projekt entsprechend an, und führen Sie die die Aktualisierung der Firmware erneut durch

305 M7-Zielsysteme verwalten Programme auf M7-Zielsystem übertragen und löschen Anwendung STEP 7 bietet Ihnen die Möglichkeit, über die M7-Verwaltung M7-Anwendungsprogramme mit allen zugehörigen Projektdaten entweder einzeln oder zusammen mit dem Betriebssystem auf das M7-Zielsystem zu übertragen beliebige Software-Komponenten (M7-Programme) vom M7-Zielsystem zu löschen M7-Programme auf das M7-Zielsystem übertragen und verwalten können Sie auch mit einigen Entwicklungswerkzeugen, die in der M7-Optionssoftware enthalten sind, z.b. CFC oder der Organon Debugger (siehe Dokumentation der entsprechenden Optionssoftware). Die Programme werden auf diese Art jedoch nicht permanent auf den Massenspeicher übertragen, sondern nur temporär in den Hauptspeicher des M7-Zielsystems geladen. Voraussetzung Um Anwendungsprogramme über MPI auf das M7-Zielsystem übertragen zu können, muß bereits ein Betriebssystem vorhanden sein, mit dem der M7-300/400 hochfahren und eine MPI-Verbindung zum PC/PG aufbauen kann. Ansonsten können Sie Ihr Anwendungsprogramm auch zusammen mit dem Betriebssystem installieren. Prinzipielles Vorgehen Um ein Anwendungsprogramm auf das M7-Zielsystem zu übertragen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Selektieren Sie den M7-Programmbehälter, welcher der M7-Baugruppe (CPU oder FM) zugeordnet ist. 2. Rufen Sie den Menübefehl Zielsystem M7-Zielsystem verwalten auf. 3. Öffnen Sie das Register Programme 4. Treffen Sie folgende Auswahlen (siehe Bild 19-3): Programme auf dem Erstellsystem Übertragungs- und Zielmedium Lokales Laufwerk und Partner Laufwerk, wenn Sie das Medium MPI/RFS benutzen 5. Betätigen Sie die Schaltfläche Installieren. Alle weiteren Tätigkeiten hängen von dem ausgewählten Medium ab. Programme auswählen Im Listenfeld Erstellsystem werden Ihnen alle C- und C++-Programme aufgelistet, die innerhalb Ihres Projektes dem M7-Zielsystem zugeordnet sind. Sie können eines oder mehrere davon zur Übertragung auswählen. Im Feld Zielsystem werden die bereits auf dem Zielsystem vorhandenen Programme angezeigt

306 M7-Zielsysteme verwalten Hinweis Bevor Sie ein DOS- oder Windows-Programm übertragen, müssen Sie im Eigenschaften -Dialog des Programms, im Register Komponenten alle Komponenten die übertragen werden sollen, mit der Schaltfläche Hinzufügen auswählen und bei Bedarf den Zielpfad angeben. Wenn die Felder Komponente und Wird installiert auf Zielpfad leer bleiben, wird auf das Zielsystem nichts übertragen. Übertragungsmedien Sie haben zwei Wege für die Übertragung der M7-Anwendungsprogramme von STEP 7 aus: Online über MPI/RFS Offline über Floppy Disk oder Memory Card Lokales Laufwerk und Partner Laufwerk auswählen Wenn Sie das Übertragungsmedium MPI/RFS für die Installation benutzen, so können Sie wie bei der Betriebssysteminstallation ein lokales und ein Partnerlaufwerk auswählen (siehe Seite 19-6). M7-Zielsystem verwalten Medium: Floppy A: Lokales Laufwerk: F: Partner Laufwerk: C: BS installieren Erstellsystem: Programme FW aktualisieren Zielsystem: DOS/WIN-Programm: 5 M7 C++-Programm: 1 Installieren > Löschen Schließen Hilfe Bild 19-3 Register Programme Hinweis Wenn das Betriebssystem auf der Festplatte installiert ist, empfehlen wir aus Gründen der Datensicherheit bei Netzausfall (siehe Kapitel 19.2), die Anwendungsprogramme auf ein anderes Laufwerk als das Betriebssystem zu installieren

307 M7-Zielsysteme verwalten M7-Programme über MPI/RFS übertragen Bei einer Online-Übertragung werden die notwendigen Programmteile direkt über MPI auf den Massenspeicher des Zielsystems übertragen und die entsprechenden Start-Batch-Dateien werden in die Datei \etc\inittab des Zielsystems eingetragen, so daß die Programme beim nächsten Systemhochlauf automatisch gestartet werden. Zusätzlich wird für jedes M7-Programm eine spezielle Beschreibungsdatei übertragen, die alle notwendigen Informationen zum Anzeigen u. Löschen des Programms enthält. Der Name dieser Beschreibungsdatei wird automatisch aus dem Namen des Programms erzeugt, wobei sichergestellt wird, daß dieser Dateiname immer eindeutig auf dem Zielsystem ist. Um M7-Programme über MPI/RFS auf das M7-Zielsystem zu übertragen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Starten Sie das M7-Zielsystem. Für den Systemhochlauf können Sie auch eine bootfähige Diskette oder Memory Card einsetzen. 2. Starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten 3. Öffnen Sie das Register Programme 4. Treffen Sie folgende Auswahlen (siehe Bild 19-3): Medium: MPI/RFS Lokales Laufwerk (nur auf PC/PG mit Windows 95): das erste freie Laufwerk, z.b. F: Partner Laufwerk: C: für Festplatte. Beachten Sie dabei die Hinweise in Kapitel die gewünschten Anwendungsprogramme aus der Erstellsystem - Liste 5. Betätigen Sie die Schaltfläche Installieren. Ergebnis: Es wird eine MPI-Verbindung zum M7-Zielsystem aufgebaut und die ausgewählten Software-Komponenten werden auf das Zielsystemlaufwerk übertragen. Die übertragenen Programme werden im Zielsystem -Feld angezeigt. Die Programme werden beim nächsten Systemstart automatisch gestartet. Bei der Ausführung dieser Schritte werden Sie im Dialogfeld über das aktuelle Geschehen informiert.! Vorsicht Falls auf dem Zielsystem gleichnamige Dateien vorhanden sind, werden diese beim Übertragungsvorgang überschrieben! Es gibt kein automatisches Umbenennen und kein automatisches Backup! 19-25

308 M7-Zielsysteme verwalten M7-Programme über Datenträger übertragen Bei einer offline Übertragung werden zunächst alle Dateien auf eine Diskette bzw. Memory Card kopiert. Zusätzlich wird auf dem Datenträger eine Installationsdatei m7swins.bat angelegt, mit dessen Hilfe die zuletzt selektierten Programme von der Diskette bzw. Memory Card auf die Massenspeicher des M7-Zielsystems übertragen werden können. Die Datei m7swins.bat muß unter dem CLI von M7 RMOS32 ausgeführt werden. Hinweis Bei offline Übertragung über Memory Card auf ein M7-Zielsystem mit M7 RMOS32/DOS müssen Sie in der Datei m7swins.bat der Eintrag M7INSTDRIVE=M0: ändern in M7INSTDRIVE=B: Um M7-Programme offline mittels eines Datenträgers zu übertragen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Starten Sie die M7-Verwaltung mit dem Menübefehl: Zielsystem M7-Zielsystem verwalten 2. Legen Sie den Datenträger in das Laufwerk des PC/PG ein. 3. Öffnen Sie das Register Programme 4. Treffen Sie folgende Auswahlen (siehe Bild 19-3): Floppy Disk oder Memory Card als Medium und die gewünschten Anwendungsprogramme aus der Auswahlliste Erstellsystem 5. Betätigen Sie die Schaltfläche Installieren Ergebnis: Die ausgewählten Software-Komponenten werden auf den Datenträger übertragen. 6. Legen Sie den Datenträger in das M7-Zielsystem ein. 7. Starten Sie den CLI lokal am M7-300/400 oder über Remote Terminal. 8. Rufen Sie das auf dem Datenträger befindliche Batch-File m7swins.bat auf, um die Software-Komponenten auf die Festplatte zu kopieren. Das Batch-File m7swins.bat kopiert immer in das gerade aktive Laufwerk. D.h. für eine Übertragung von Diskette auf die Festplatte geben Sie z.b. folgende Befehlsfolge ein: cd c:\ A:\m7swins.bat 19-26

309 M7-Zielsysteme verwalten! Vorsicht Falls auf dem Zielsystem gleichnamige Dateien vorhanden sind, werden diese beim Übertragungsvorgang überschrieben! 9. Die Batch-Dateien zum Start der Programme werden nicht automatisch in die \etc\inittab des M7-Zielsystems eingetragen. Stattdessen wird eine temporäre Datei \etc\inittab.ins auf dem Datenträger angelegt, die alle notwendigen Einträge enthält. Um die Programme automatisch beim nächsten Systemstart des M7-300/400 zu starten, müssen Sie diese Einträge mit Hilfe eines Editors in die Datei \etc\inittab des M7-Zielsystems übernehmen. Regeln für die Offline-Übertragung Wenn Sie M7-Programme offline über Datenträger auf das Zielsystem übertragen, wird für jedes M7-Programm eine spezielle Beschreibungsdatei auf dem Datenträger hinterlegt, die alle notwendigen Informationen zum Anzeigen u. Löschen des Programms enthält. Der Name dieser Beschreibungsdatei wird automatisch aus dem Namen des Programms erzeugt. Um sicher zu stellen, daß dieser Dateiname immer eindeutig auf dem Zielsystem ist, muß eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein: Die Namen der für eine M7-CPU bzw. M7-FM definierten Programme unterscheiden sich in den ersten 5 Zeichen. Es werden stets alle zu einer CPU bzw. FM gehörenden Programme auf den Datenträger kopiert und von dort auf das M7-Zielsystem übertragen. Hinweis Wenn dies nicht beachtet wird, besteht die Gefahr, daß bei einem späteren Zugriff über MPI eine Software-Komponente nicht mehr in der Zielsystem -Auswahlliste angezeigt wird und somit auch nicht mehr gelöscht werden kann. M7-Programme löschen Um M7-Programme online von dem M7-Zielsystem zu löschen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Führen Sie die Schritte 1. bis 4. wie bei der MPI/RFS-Übertragung von Anwendungsprogrammen aus. 2. Wählen Sie die Software-Komponenten, die gelöscht werden sollen, aus der Zielsystem -Liste aus. 3. Betätigen Sie die Schaltfläche Löschen. Ergebnis: Die ausgewählten Software-Komponenten werden von dem Zielsystemlaufwerk gelöscht

310 M7-Zielsysteme verwalten M7-Programme starten Sie haben folgende Möglichkeiten, Anwendungsprogramme auf dem M7-Zielsystem zu starten: 1. Im laufenden Betrieb per Bedienung über die lokale Konsole oder über Remote Terminal Interface (RTI). Die Bedienung über RTI ist im Benutzerhandbuch M7-SYS beschrieben. 2. Beim Systemhochlauf, durch einen Eintrag in der Datei \etc\inittab. Diese Datei wird gleich nach dem Hochlauf des Betriebssystems gelesen. Sie enthält die Aufrufe aller Programme, die automatisch beim Systemstart ausgeführt werden sollen. Wenn Sie die Anwendungsprogramme zusammen mit dem Betriebssystem oder über MPI/RFS installieren, werden sie automatisch in die Datei \etc\inittab eingetragen. Bei der Übertragung der Programme ohne Betriebssystem über Datenträger (Diskette oder Memory Card), müssen Sie die Einträge selbst vornehmen, wenn die Programme beim Systemstart automatisch ausgeführt werden sollen. Die passenden Einträge finden Sie in der temporären Datei \etc\inittab.ins

311 M7-Zielsysteme verwalten Abfrage- und Steuerfunktionen für M7-300/400 Lesen der Inhalte von Datenbausteinen, Eingängen, Ausgängen und Merkern. Auskunftsfunktionen Mit dem Menübefehl Zielsystem Baugruppenzustand können Sie folgende Informationen über M7-Zentralbaugruppen am PC/PG abfragen: Zeitsystem und CPU-Zeit M7-CPU-Daten Auslastung des Anwenderspeichers Zykluszeiten der CPU Status der Kommunikationsverbindungen Inhalt des Diagnosepuffers Was ist anders? Anders als bei S7-Baugruppen, können Sie für M7-CPU folgende Informationen nicht abfragen: Bausteindaten und Stack-Inhalte Die entsprechenden Register und Felder sind an der Benutzeroberfläche zwar zugänglich, aber ohne Inhalt. CPU-Meldungen Mit der Funktion CPU Meldungen können asynchrone Meldungen von Fehlerereignissen und benutzerdefinierte Meldungen (siehe Kapitel 12.7: CPU-Meldungen anzeigen ) ausgegeben werden. Einstellungen Folgende Einstellungen können Sie an M7-CPU wie an S7-CPU vornehmen : Betriebszustand ändern, CPU urlöschen (siehe Kapitel 15: Laden von Anwenderprogrammen ) Uhrzeit einstellen (siehe Kapitel 17: Systemdiagnose ) Variable abfragen und steuern Mit dem Menübefehl Zielsystem Variable beobachten/steuern stehen folgende Funktionen zur Bearbeitung der Variablentabelle zur Verfügung (siehe Kapitel 16 Testen von Anwenderprogrammen ): Schreiben der Inhalte von Datenbausteinen, Eingängen, Ausgängen und Merkern. Hinweis Das Forcen von Variablenwerten wird auf SIMATIC M7 nicht unterstützt

312 M7-Zielsysteme verwalten 19-30

313 Teil 5: Abschließende Arbeiten Archivieren 20 Drucken 21

314 19-32

315 Archivieren 20 Übersicht Das Archivieren von Anwenderprogrammen, Projekten und Bibliotheken führen Sie im SIMATIC Manager durch. Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite 20.1 Archiv-Programme Archivieren von Projekten und Bibliotheken Dearchivieren von Projekten und Bibliotheken

316 Archivieren 20.1 Archiv-Programme Anwendung Einzelne Projekte oder Bibliotheken können Sie in komprimierter Form in einer Archivdatei ablegen. Dieses komprimierte Ablegen ist auf Festplatte oder auf transportablen Datenträgern (Diskette) möglich. Die Archivfunktion bietet Ihnen eine Schnittstelle für den Aufruf Ihres bevorzugten Archiv-Programms. Einsetzbare Archiv-Programme Sie können folgende Archiv-Programme einsetzen: pkzip ab Version 2.04g arj ab Version 2.41a lha ab Version 2.13 winzip ab Version 6.0 Voraussetzungen Sie müssen das Archiv-Programm auf Ihrem System installiert haben. Die Einbindung in STEP 7 wird im Kapitel 20.2 beschrieben. Alle Daten des Projekts müssen ausnahmslos in bzw. unterhalb des Projektverzeichnisses untergebracht sein. Beim Arbeiten mit der C-Entwicklungsumgebung ist es zwar möglich, Daten auch an anderer Stelle abzulegen. Diese würden aber dann nicht in die Archiv-Datei aufgenommen werden. Die Dateinamen müssen der DOS-Namenskonvention entsprechen (8 Zeichen zuzüglich 3 Zeichen für die Dateierweiterung), weil die Archiv-Programme meist DOS-Programme sind. Hinweis Während des Archivierens/Dearchivierens mit DOS-Archivprogrammen (pkzip, arj, lha) ist ein DOS-Fenster aufgeblendet. Sie können im SIMATIC Manager erst weiterarbeiten, wenn es wieder geschlossen ist. In den Eigenschaften des Archiv-Programms können Sie einstellen, daß das DOS-Fenster nach Abschluß des Archivier-/Dearchiviervorgangs automatisch geschlossen wird. Markieren Sie dazu z. B. im WIN 95- Explorer das Archiv-Programm und wählen Sie den Menübefehl Datei Eigenschaften... Wählen Sie im aufgeblendeten Dialogfeld das Register Programm. Schalten Sie die Option Beim Beenden schließen ein und klicken Sie auf die Schaltfläche OK 20-2

317 Archivieren 20.2 Archivieren von Projekten und Bibliotheken Bevorzugtes Archiv-Programm einstellen Um ein Archiv-Programm einzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Einstellungen. Ein Registerdialog wird angezeigt. 2. Wählen Sie auf der Registerseite Archivieren Ihr bevorzugtes Archiv- Programm aus. Voreingestellt ist das Archiv-Programm arj. Suchpfad für Archiv-Programme einstellen Die Standardkonfiguration von STEP 7 geht davon aus, daß die Archiv- Programme im DOS-Suchpfad installiert sind. Falls die Archiv-Programme außerhalb des Suchpfads installiert sind, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Einstellungen. Ein Registerdialog wird angezeigt. 2. Rufen Sie über die Schaltfläche Konfigurieren auf der Registerseite Archivieren das Dialogfeld Archivieren konfigurieren auf. 3. Selektieren Sie aus der Liste Archivier-Programm das Archvierprogramm aus. 4. Tragen Sie in das Feld Programm-Pfad den Pfadnamen des Archiv- Programms ein oder wählen Sie ihn über die Schaltfläche Durchsuchen aus. 5. Schließen Sie die Dialogfelder mit OK. Zielverzeichnisse voreinstellen Sie haben die Möglichkeit, Zielverzeichnisse sowohl für das Archivieren als auch für das Dearchivieren fest einzustellen. Durch diese Einstellungen können Sie sich die Eingabe der Verzeichnisse bei Archivier- und Dearchiviervorgängen ersparen. Um Zielverzeichnisse voreinzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Extras Einstellungen. 2. Wählen Sie im angezeigten Dialogfeld die Registerseite Archivieren. 3. Schalten Sie die Optionen Archiv-Verzeichnis beim Archivieren benützen bzw. Archiv-Verzeichnis beim Dearchivieren benützen ein. 4. Geben Sie jeweils den Pfad in das zugehörige Textfeld ein oder wählen Sie ein Verzeichnis über die Schaltfläche Durchsuchen aus. Für das Dearchivieren können Sie einstellen, daß das Zielverzeichnis auf jeden Fall abgefragt werden soll. 5. Schließen Sie das Dialogfeld mit OK. 20-3

318 Archivieren Archivieren von Projekten/ Bibliotheken Um ein Archiv anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Stellen Sie sicher, daß zu dem Projekt, das Sie archivieren möchten, keine Fenster mehr geöffnet sind bzw. daß die zu archivierende Bibliothek geschlossen ist. 2. Wählen Sie den Menübefehl Datei Archivieren. 3. Wählen Sie im nachfolgenden Dialog das Projekt bzw. die Bibliothek aus, die Sie archivieren möchten. 4. Abhängig von Ihren Archivier-Einstellungen (unter Extras Einstellungen, Register Archivieren ) wird ein weiteres Dialogfeld angezeigt. Dort können Sie das Zielverzeichnis für die Archiv-Datei, den Dateinamen und den Dateityp einstellen. Über den Dateityp ermittelt STEP 7 das zu verwendende Archiv-Programm (z. B. zip für PKZIP). 5. In einem weiteren Dialogfeld können Sie gegebenenfalls spezielle Einstellungen für die Archivierung vornehmen (z.b Speichern auf mehreren Disketten). Das Dialogfeld wird nur angezeigt, wenn Sie in Ihren Archivier-Einstellungen die Abfrage von Optionen aktiviert haben und das Archiv-Programm Optionen unterstützt. Es wird ein DOS-Fenster geöffnet, in dem die Archivierung läuft. Das Projekt bzw. die Bibliothek wird komprimiert und im Zielverzeichnis abgelegt. Kopieren auf Diskette Sie können ein Projekt bzw. eine Bibliothek wie oben beschrieben archivieren und die Archivdatei dann auf eine Diskette kopieren. Es ist auch möglich, im Dialog Archivieren gleich ein Diskettenlaufwerk auszuwählen. 20-4

319 Archivieren 20.3 Dearchivieren von Projekten und Bibliotheken Übersicht Projekte in Archiven können nicht direkt bearbeitet werden. Dazu müssen diese Daten zunächst aus dem Archiv zurückgeholt werden. Bearbeiten archivierter Projekte/ Bibliotheken Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Datei Dearchivieren. 2. Wählen Sie im angezeigten Dialogfeld die Archiv-Datei aus, die das komprimierte Projekt bzw. die komprimierte Bibliothek enthält. Ob die folgenden Dialogfelder angezeigt werden, hängt u.a. von Ihren Einstellungen im Register Archivieren ab, das Sie mit Extras Einstellungen aufrufen können. 3. Wählen Sie gegebenenfalls im nächsten Dialogfeld das Zielverzeichnis, in das die Daten dearchiviert werden sollen. Hinweis Die im Pfad enthaltenen Verzeichnisnamen dürfen nicht länger als 8 Zeichen sein. 4. In einem weiteren Dialogfeld können Sie gegebenenfalls weitere Einstellungen für das Dearchivieren vornehmen. Nach dem Schließen des Dialogs wird ein DOS-Fenster geöffnet, in dem die Dearchivierung läuft. Beim Dearchivieren wird das Projekt bzw. die Bibliothek angelegt und dessen Inhalt aus dem Archiv übernommen. Nun können Sie das Projekt oder die Bibliothek öffnen und bearbeiten oder Teile daraus kopieren und in ein anderes Projekt einfügen. Öffnen von dearchivierten Projekten oder Bibliotheken Dearchivierte Projekte bzw. Bibliotheken werden beim ersten Öffnen im zugehörigen Dialogfeld noch nicht zur Auswahl angezeigt. Gehen Sie in diesem Fall folgendermaßen vor: 1. Betätigen Sie die Schaltfläche Durchsuchen. 2. Wählen Sie im Dialogfeld das Projekt bzw. die Bibliothek aus. Wenn Sie anschließend erneut ein Projekt oder eine Bibliothek öffnen, wird Ihnen auch das dearchivierte Objekt zur Auswahl angeboten. Die Wahl über Durchsuchen ist nur beim ersten Öffnen erforderlich. 20-5

320 Archivieren 20-6

321 Drucken 21 Anwendung Wenn Sie die Programmerstellung für Ihre Automatisierungslösung abgeschlossen haben, können Sie mit der in STEP 7 integrierten Druckfunktion alle wichtigen Daten ausdrucken und sich damit eine Projektdokumentation erzeugen. Projektteile, die Sie drucken können Die folgenden Bestandteile eines Projekts können Sie drucken: Bausteine in Darstellung KOP, FUP, AWL oder anderer Sprache (Optionssoftware) die Symboltabelle mit dem symbolischen Namen absoluter Adressen die Konfigurationstabelle mit der Anordnung der Baugruppen im AS und Baugruppenparametern den Diagnosepufferinhalt die Variablentabelle mit Status-Formaten sowie Status- und Steuerwerten Referenzdaten, d.h. Querverweislisten, Belegungspläne, Programmstrukturen, nicht verwendete Operanden, Operanden ohne Symbol die Globaldatentabelle Auskunftsdaten zu Baugruppen mit Baugruppenzustand Dokumente von Optionspaketen z. B. von Programmiersprachen Prinzipielle Vorgehensweise Zum Ausdrucken gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Öffnen Sie das geeignete Objekt, um die zu druckende Information am Bildschirm anzuzeigen. 2. Blenden Sie das Dialogfeld Drucken mit dem Menübefehl Datei Drucken... im jeweiligen Fenster auf. Je nach Fenster kann der erste Eintrag in der Menüleiste anstelle von Datei auch anders lauten, z. B. Symboltabelle. 3. Ändern Sie bei Bedarf die Druckeinstellungen (z. B. Drucker, Druckbereich, Anzahl der Kopien) im Dialogfeld und schließen Sie es. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Online-Hilfe. Bausteine brauchen nicht geöffnet werden. Sie können diese direkt im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Datei Drucken... ausgeben. 21-1

322 Drucken Drucker einrichten Um einen Drucker einzurichten und das Papierformat (Hochformat oder Querformat) einzustellen, wählen Sie den Menübefehl Datei Drucker einrichten. Seitenformat einstellen Um das Seitenformat für den Ausdruck einzustellen (z. B. A4, A5, Letter), wählen Sie den Menübefehl Datei Seite einrichten. Passen Sie bitte das zum Ausdruck verwendete Formular dem gewünschten Papierformat an. Falls das Formular zu breit ist, wird der rechte Rand auf einem Folgeblatt ausgedruckt. Kopf- und Fußzeilen einstellen Kopf- und Fußzeilen für Ihre zu druckenden Dokumente können Sie im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Datei Schriftfelder einstellen. Druckvorschau Mit dem Menübefehl Datei Druckvorschau können Sie sich die Seitenansicht des Ausdrucks anzeigen lassen. Optionspaket DOCPRO Zum Erzeugen, Bearbeiten und Drucken von standardisierten Schaltbüchern können Sie das Optionspaket DOCPRO einsetzen. Sie erhalten so eine Anlagendokumentation, die die DIN- und ANSI-Norm erfüllt. 21-2

323 Anhänge Öffnen und Bearbeiten von Projekten älterer STEP 7- Versionen Objekte und Objekt-Hierarchie Literaturverzeichnis A B C

324 U-4

325 Öffnen und Bearbeiten von Projekten älterer STEP 7-Versionen A Kapitelübersicht Im Kapitel finden Sie auf Seite A.1 Öffnen von Version 1-Projekten A-2 A.2 Öffnen und Bearbeiten von Projekten aus älteren STEP 7-Versionen (nicht Version 1) A-3 A-1

326 Öffnen und Bearbeiten von Projekten der STEP 7-Versionen 1 und 2 A.1 Öffnen von Version 1-Projekten Übersicht Im SIMATIC Manager haben Sie die Möglichkeit, Projekte wiederzuverwenden, die mit STEP 7, Version 1 erstellt wurden. Dazu wandelt STEP 7 ein Projekt der Version 1 zunächst in ein neues Projekt der Version 2 um. Anschließend können Sie das Projekt als Version 2-Projekt oder als Version 3-Projekt speichern. Folgende Komponenten eines Version 1-Projekts bleiben erhalten: Projektstruktur mit Programmen Bausteine AWL-Quellen Symboltabelle Konfiguration der Hardware Die erhaltenen Programmkomponenten können Sie auch in andere Projekte kopieren. Bausteinversion Die einzelnen Bausteine bleiben in ihren Eigenschaften Bausteine der Version 1. Der in Version 1 generierte Code wird nicht verändert und die Bausteine lassen sich daher nicht im Zusammenhang mit Multiinstanzen verwenden. Wenn Sie die Bausteine in Version 2-Bausteine (multiinstanzfähig) umwandeln wollen, generieren Sie aus diesen AWL-Quellen und übersetzen Sie diese anschließend wieder in Bausteine. Vorgehensweise Um ein Projekt der Version 1 zu öffnen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im SIMATIC Manager den Menübefehl Datei Version 1-Projekt öffnen. 2. Im Dialog S7 Projekt öffnen wählen sie das Projekt der Version 1 aus, das Sie wiederverwenden wollen. Ein Version 1-Projekt erkennen Sie an der Dateierweiterung *.s7a (siehe Voreinstellung für Typ ). 3. Im folgenden Dialog Neues Projekt geben Sie den Namen des Projekts ein, wie es in Version 2 heißen soll. 4. In einem weiteren Schritt wird man gefragt, ob man das Projekt als Projekt der Version 2 oder als Projekt der aktuellen Version öffnen möchte. Je nach Quittierung wird das Projekt dann in Version 2 oder der aktuellen Version geöffnet. Ergebnis: STEP 7 wandelt das Version 1-Projekt in ein Projekt der Version 2 um. Das neue Projekt wird im SIMATIC Manager geöffnet. A-2

327 Öffnen und Bearbeiten von Projekten der STEP 7-Versionen 1 und 2 A.2 Öffnen und Bearbeiten von Projekten aus älteren STEP 7-Versionen (nicht Version 1) Übersicht Mit dem Menübefehl Datei Öffnen können Sie auch Projekte aus älteren STEP 7-Versionen öffnen. Wenn Sie ein solches Projekt öffnen, steht Ihnen beim Bearbeiten des Projekts nur der Funktionsumfang der älteren STEP 7-Version zur Verfügung. Umwandeln in Projekt der aktuellen STEP 7-Version Mit dem Menübefehl Datei Speichern unter können Sie das Projekt als Projekt der aktuellen STEP 7-Version speichern, wenn Sie im zugehörigen Dialogfeld bei Dateityp STEP 7-Projekt auswählen. Hinweis Projekte einer neueren STEP 7-Version lassen sich nicht mehr als Projekte einer älteren Version speichern. A-3

328 A-4

329 Objekte und Objekt-Hierarchie B Überblick Objekte dienen als Behälter, als Träger von Funktionen, die auf dem Objekt operieren (z. B. zum Start einer bestimmten Applikation) oder als Träger von Eigenschaften dieses Objekts. Die Tabellen B-1 und B-2 zeigen die wichtigsten Objekte und ihre grafische Darstellung auf der Oberfläche im Überblick. Bei den in den Tabellen genannten Objekten (ausgenommen Plan/Pläne) handelt es sich um Objekte der STEP 7-Basissoftware. Wenn Sie Optionssoftware installiert haben, können weitere Objekte auftreten, die in der Dokumentation zur jeweiligen Optionssoftware beschrieben sind. Objekte als Träger von Eigenschaften Objekte können sowohl Funktionen als auch Eigenschaften (z. B. Einstellungen) tragen. Nach dem Selektieren eines Objekts können Sie mit dem Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen das Objekt bearbeiten. mit dem Menübefehl Bearbeiten Objekteigenschaften ein Dialogfeld aufblenden und darin objektspezifische Einstellungen vornehmen. Auch ein Behälter kann Träger von Eigenschaften sein. Hinweis Wenn Sie Einstellungen an Objekten auf dem Erstellsystem ändern (z. B. Parametrierungsdaten einer Baugruppe), so sind diese zunächst noch nicht auf dem Zielsystem wirksam. Denn dazu müssen sich die Systemdatenbausteine, in denen diese Einstellungen abgespeichert werden, auf dem Zielsystem befinden. Wenn Sie ein komplettes Anwenderprogramm laden, werden automatisch die Systemdatenbausteine mit übertragen. Wenn Sie nach dem Laden eines Programms Änderungen an den Einstellungen vornehmen, so können Sie das Objekt Systemdaten nachladen, um die Einstellungen auf das Zielsystem zu bringen. B-1

330 Objekte und Objekt-Hierarchie Behälter In einem Behälter können sich weitere Behälter oder Objekte befinden. Diese werden angezeigt, wenn Sie den Behälter öffnen. Tabelle B-1 Behälter-Objekte Symbol Objekt Beschreibung liegt in Behälter: Projekt Bibliothek SIMATIC 300-Station SIMATIC 400-Station repräsentiert die Gesamtheit aller Daten und Programme einer Automatisierungslösung. kann S7-Programme/M7-Programme enthalten und dient zur Ablage von Bausteinen repräsentiert Komponente des Hardware-Aufbaus mit einer oder mehreren program. Baugruppen (steht an der Spitze einer Objekthierarchie) (steht an der Spitze einer Objekthierarchie) Projekt CPUxxx CPxxx FMyyy repräsentiert eine programmierbare Baugruppe Hinweis: Die Systemdaten von Baugruppen, die keinen remanenten Speicher haben (z. B. CP441), werden über die CPU der Station geladen. Solchen Baugruppen ist deshalb kein Objekt Systemdaten zugeordnet und sie werden nicht in der Projekthierarchie angezeigt. Station S7-Programm Behälter für Software zu S7-CPU-Baugruppen; programmierbare Baugruppe oder Projekt M7-Programm Behälter für Software zu M7-CPU-Baugruppen; programmierbare Baugruppe oder Projekt SW Programm Behälter für Software zu Nicht-CPU-Baugruppen (z. B. programmierbare CP- oder FM-Baugruppen) programmierbare Baugruppe oder Projekt Bausteine (in Ansicht offline) Behälter für Bausteine (Liste siehe unter Baustein) S7-Programm Bausteine (in Ansicht online) Enthält die ausführbaren Programmteile, die resident im Zielsystem geladen sind. S7-/M7-Programm (online) Quellen Behälter für Quellprogramme in Textform S7-Programm (z.b AWL-Quelle) Pläne* Behälter für grafische CFC-Quellen (CFC-Plan) S7-/M7-Programm * Der Behälter Pläne sowie das Objekt Plan wird beim Einsatz der Optionssoftware CFC benötigt. B-2

331 Objekte und Objekt-Hierarchie Objekte als Träger von Funktionen Wenn Sie ein Objekt öffnen, wird ein Fenster aufgeblendet, in dem Sie das Objekt bearbeiten können. Ein Objekt ist entweder Behälter oder Träger von Funktionen. Eine Ausnahme bilden die Stationen: Sie sind sowohl Behälter (für programmierbare Baugruppen) als auch Träger von Funktionen (zum Konfigurieren der Hardware). Bei Doppelklick auf eine Station werden die darin enthaltenen Objekte angezeigt: die programmierbaren Baugruppen und die Stationskonfiguration (Station als Behälter). Nach dem Öffnen einer Station mit dem Menübefehl Bearbeiten Objekt öffnen können Sie diese Station konfigurieren und parametrieren (Station als Träger einer Funktion). Der Menübefehl hat die gleiche Auswirkung wie ein Doppelklick auf das Objekt Hardware. Tabelle B-2 Objekte als Träger von Funktionen und Eigenschaften Symbol Objekt Beschreibung /Inhalt liegt im Objekt: Netz Hardware Programmierbare Baugruppe Verbindungen ÄÄ Symbole Baustein (offline) Baustein (online) Systemdaten (SDB) ÁÁ Quelle (z. B. AWL-Quelle) ÁÁ C-Programm* dient zum Start des Werkzeugs für die Netzprojektierung und zur Einstellung von Netzeigenschaften dient zum Start des Werkzeugs für die Hardware-Konfigurierung repräsentiert die Parametrierungsdaten einer programmierbaren Baugruppe. dient zur Definition von Verbindungen im Netzwerk dient zur Zuordnung von Symbolen zu Signalen und anderen Variablen Es gibt: Codebausteine (OB, FB, FC, SFB, SFC) Datenbausteine (DB) anwenderdefinierte Datentypen (UDT) Variablentabellen (VAT) Das Objekt repräsentiert Systemdatenbausteine Quellprogramm in Textform C-Quellprogramm, C++-Quellprogramm, DOS/Windows-Quellprogramm Projekt Station Station Baugruppe S7-/M7-Programm Bausteine Bausteine Quellen M7-Programm Plan grafische CFC-Quelle Pläne * Um C-Programme zu erstellen, wird die Optionssoftware C für M7 benötigt. B-3

332 Objekte und Objekt-Hierarchie B-4

333 Literaturverzeichnis C /21/ Broschüre: Automatisierungssystem S7/M7, Dezentralisieren mit PROFIBUS-DB und AS-I /30/ Fibel: Automatisierungssystem S7-300, Einfach aufbauen und programmieren /70/ Handbuch: Automatisierungssystem S7-300, Aufbauen, CPU-Daten /71/ Referenzhandbuch: Automatisierungssysteme S7-300, M7-300 Baugruppendaten /72/ Operationsliste: Automatisierungssystem S7-300 /100/ Installationshandbuch: Automatisierungssysteme S7-400, M7-400, Aufbauen /101/ Referenzhandbuch: Automatisierungssysteme S7-400, M7-400 Baugruppendaten /102/ Operationsliste: Automatisierungssystem S7-400 /230/ Umsteigerhandbuch: Basissoftware für S7, Von S5 nach S7 /232/ Handbuch: AWL für S7-300/400, Bausteine programmieren /233/ Handbuch: KOP für S7-300/400, Bausteine programmieren /234/ Programmierhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400 Programmentwurf /235/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400 System- und Standardfunktionen /236/ Handbuch: FUP für S7-300/400, Bausteine programmieren /250/ Handbuch: SCL für S7-300/400, Bausteine programmieren /251/ Handbuch: GRAPH für S7-300/400, Ablaufsteuerungen programmieren /252/ Handbuch: HiGraph für S7-300/400, Zustandsgraphen programmieren /253/ Handbuch: C für S7-300/400, C-Programme erstellen /254/ Handbuch: CFC für S7 und M7, Technologische Funktionen graphisch verschalten C-1

334 Literaturverzeichnis /270/ Handbuch: S7-PDIAG für S7-300/400 Prozeßdiagnose für KOP, FUP und AWL projektieren /280/ Programmierhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400, Programmentwurf /281/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400, System- und Standardfunktionen /282/ Benutzerhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400, Installieren und Bedienen /290/ Benutzerhandbuch: ProC/C++ für M7-300/400, C-Programme erstellen /291/ Benutzerhandbuch: ProC/C++ für M7-300/400, Debugger für C-Programme /500/ Handbuch: SIMATIC NET, NCM S7 für Industrial Ethernet /501/ Handbuch: SIMATIC NET NCM S7 für PROFIBUS /800/ DOCPRO Schaltbücher normgerecht erstellen (nur auf CD) /801/ TeleService für S7, C7 und M7 Fernwartung eines Automatisierungssystems (nur auf CD) /802/ S7-PLCSIM Programmtest mit simulierter S7-CPU (nur auf CD) /803/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400 STEP 7 Standardfunktionen Teil 2 (nur auf CD) C-2

335 Glossar Adresse, absolut Eine absolute Adresse ist die Kennzeichnung für einen bestimmten Operanden und gibt die Zelle im Speicher an, unter der der Operand abgelegt ist. Beispiele: Eingang E 12.1; Merkerwort MW25; Datenbaustein DB3. Adressierung, absolut Bei der absoluten Adressierung wird die Adresse des zu bearbeitenden Operanden angeben. Beispiel: Die Adresse A 4.0 bezeichnet das Bit 0 im Byte 4 des Prozeßabbilds der Ausgänge. Adressierung, direkt Bei der direkten Adressierung enthält der Operand die Speicheradresse des Wertes, mit dem die Operation arbeiten soll. Der Operand kann dabei absolut oder symbolisch adressiert sein. Adressierung, symbolisch Bei der symbolischen Adressierung wird der zu bearbeitende Operand symbolisch angegeben (anstelle einer Adresse). Der Adresse wird ein Symbol zugewiesen. Alarm SIMATIC S7 kennt 28 verschiedene Prioritätsklassen, die die Bearbeitung des Anwenderprogramms regeln. Zu diesen Prioritätsklassen gehören u.a. Alarme, z. B. Prozeßalarme. Bei Auftreten eines Alarms wird vom Betriebssystem automatisch ein zugeordneter Organisationsbaustein aufgerufen, in dem der Anwender die gewünschte Reaktion programmieren kann (z. B. in einem FB). SIMATIC M7 unterstützt das Auslösen, Erkennen und Bearbeiten von Diagnosealarmen und Prozeßalarmen. Die Reaktion auf Alarme ist frei programmierbar. ANLAUF Der ANLAUF ist ein Betriebszustand der CPU, der beim Übergang vom Betriebszustand STOP in den Betriebszustand RUN durchlaufen wird. Der ANLAUF wird ausgelöst durch Betätigung des Betriebsartenschalters auf der CPU, nach Netz-Ein oder durch Bedienung am Programmiergerät. Anweisungsliste (AWL) Die Anweisungsliste ist eine maschinennahe, textuelle Programmiersprache. Glossar-1

336 Glossar Das Anwenderprogramm enthält alle Anweisungen und Deklarationen sowie Daten für die Signalverarbeitung, durch die eine Anlage oder ein Prozeß gesteuert werden kann. Es ist einer programmierbaren Baugruppe (z. B. CPU, FM) zugeordnet und kann in kleinere Einheiten (Bausteine bei S7 und Tasks bei M7) strukturiert werden. Arbeitsspeicher Der Arbeitsspeicher ist ein RAM-Speicher in der CPU, auf den der Prozessor während der Programmbearbeitung des Anwenderprogramms zugreift. Baugruppe, programmierbar Programmierbare Baugruppen sind Zentralbaugruppen (CPUs), Funktionsbaugruppen (FMs) und Kommunikationsprozessoren (CPs). CPUs, FMs und CPs können Anwenderprogramme bearbeiten, sie kommunizieren über den Kommunikationsbus (K-Bus) miteinander. Baustein Bausteine sind durch ihre Funktion, ihre Struktur oder ihren Verwendungszweck abgegrenzte Teile des Anwenderprogrammes. Es gibt bei STEP 7: Codebausteine (FB, FC, OB, SFB, SFC) Datenbausteine (DB, SDB) anwenderdefinierte Datentypen (UDT) Betriebsart Mit dem Betriebsartenschalter der Zentralbaugruppe können folgende Betriebsarten eingestellt werden: RUN mit Zugriffsmöglichkeit auf das STEP 7-Anwenderprogramm z. B. mit dem Programmiergerät ( RUN-P ), RUN mit Zugriffsschutz (RUN), STOP und Urlöschen ( MRES ). Anwenderprogramm Betriebsartenschalter Mit dem Betriebsartenschalter wird auf der Zentralbaugruppe die gewünschte Betriebsart eingestellt. Betriebssystem Zusammenfassende Bezeichnung für alle Funktionen, welche die Ausführung der Benutzerprogramme, die Verteilung der Betriebsmittel auf die einzelnen Benutzerprogramme und die Aufrechterhaltung der Betriebsart in Zusammenarbeit mit der Hardware steuern und überwachen (z. B. MS-DOS). Betriebszustand Die Automatisierungssysteme von SIMATIC S7/M7 kennen folgende Betriebszustände: STOP, ANLAUF, RUN und HALT. Glossar-2

337 Glossar Betriebszustand ANLAUF Der Betriebszustand ANLAUF wird beim Übergang vom Betriebszustand STOP in den Betriebszustand RUN durchlaufen. Er kann ausgelöst werden durch den Betriebsartenschalter oder nach Netz-Ein oder durch Bedienung am Programmiergerät. Man unterscheidet zwischen den Anlaufarten Neustart und Wiederanlauf. Bei S7-300 wird ein Neustart durchgeführt. Bei S7-400 wird abhängig von der Stellung des Anlaufartenschalters entweder ein Neustart oder ein Wiederanlauf durchgeführt. Bei M7-300/400 wird ein Neustart durchgeführt. Betriebszustand HALT Der Betriebszustand HALT wird aus dem Betriebszustand RUN durch Anforderung vom PG erreicht. In diesem Betriebszustand sind spezielle Testfunktionen möglich. Betriebszustand RUN Im Betriebszustand RUN wird das Anwenderprogramm bearbeitet, das Prozeßabbild wird zyklisch aktualisiert. Alle digitalen Ausgänge sind freigegeben. Betriebszustand STOP Der Betriebszustand STOP wird erreicht durch: Betätigung des Betriebsartenschalters durch einen internen Fehler auf der Zentralbaugruppe durch Bedienung am Programmiergerät Alle Baugruppen werden in einen sicheren Zustand geschaltet. Bei S7: Im Betriebszustand STOP wird das Anwenderprogramm nicht bearbeitet. Bestimmte Programmierfunktionen sowie Bedien- und Beobachtungsfunktionen sind aber möglich. Bei M7: Im Betriebszustand STOP können Anwenderprpogramme weiter bearbeitet werden. Bibliothek Ein Behälter für mehrfach verwendbare Bausteine, Quellen und Pläne. CFC Programmiersprache zur komfortablen Beschreibung kontinuierlicher Vorgänge durch grafische Verschaltung komplexer Funktionen. Codebaustein Ein Codebaustein ist bei SIMATIC S7 ein Baustein, der einen Teil des STEP 7-Anwenderprogramms enthält. Im Gegensatz dazu enthält ein Datenbaustein nur Daten. Es gibt folgende Codebausteine: Organisationsbausteine (OB) Funktionsbausteine (FB) Funktionen (FC) Systemfunktionsbausteine (SFB) Systemfunktionen (SFC) Glossar-3

338 Glossar Bausteine werden im Behälter Bausteine unter dem S7-Programm abgelegt. Datenbaustein (DB) Datenbausteine sind Datenbereiche im Anwenderprogramm, die Anwenderdaten enthalten. Es gibt globale Datenbausteine, auf die von allen Codebausteinen zugegriffen werden kann und es gibt Instanz-Datenbausteine, die einem bestimmten FB-Aufruf zugeordnet sind. Defaultwert Der Defaultwert ist eine sinnvolle Grundeinstellung, die immer dann verwendet wird, wenn kein anderer Wert eingegeben wird Diagnoseereignis Ein Diagnoseereignis führt zu einem Eintrag im Diagnosepuffer der CPU. Die Diagnoseereignisse unterscheiden sich nach: Fehler auf einer Baugruppe Fehler in der Prozeßverdrahtung Systemfehler in der CPU Betriebszustandsübergänge der CPU Fehler im Anwenderprogramm Anwenderdefinierte Diagnoseereignisse Diagnosepuffer Der Diagnosepuffer ist ein gepufferter Speicherbereich in der CPU, in dem Diagnoseereignisse in der Reihenfolge des Auftretens abgelegt sind. DP Dezentrale Peripherie (siehe Peripherie, dezentral) DP-Kennung Eindeutige Kodierung von Steckplätzen des DP-Slaves. Kodiert sind Art der Baugruppe, Länge des Adreßbereichs und Konsistenz (Byte, Wort). Beispiel: 2DE für zweikanalige Digitaleingabebaugruppe. DP-Master Ein Master, der sich konform zur PROFIBUS-DP-Norm (EN 50170, vormals DIN E 19245, Teil 3) verhält, wird als DP-Master bezeichnet. DP-Slave Ein Slave, der am PROFIBUS mit dem Protokoll PROFIBUS-DP betrieben wird, heißt DP-Slave. Eingabe, inkrementell Bei der inkrementellen Eingabe eines Bausteins wird jede Zeile bzw. jedes Element sofort auf Eingabefehler (z. B. Syntax) geprüft. Eventuelle Fehler werden markiert und müssen vor Beenden der Eingabe korrigiert werden. Die inkrementelle Eingabe ist z. B. möglich bei den Programmiersprachen AWL, KOP, FUP, GRAPH und HiGraph. Glossar-4

339 Glossar Eingabe, quellorientiert Bei der quellorientierten Eingabe werden die Bausteine oder das gesamte Anwenderprogramm in einer Quelle editiert. Eine Syntaxprüfung erfolgt erst bei der Übersetzung. Die quellorientierte Eingabe ist z. B. möglich bei den Programmiersprachen AWL und SCL. Erstellsystem Ein Erstellsystem dient zur Erstellung von Anwenderprogrammen für das Zielsystem. Ein Erstellsystem ist z. B. ein Programmiergerät mit Windows und STEP 7-Software. Funktion (FC) Funktionen sind gemäß IEC Codebausteine o h n e Gedächtnis. Eine Funktion bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionen zur Programmierung von häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z. B. Berechnungen. Wichtig: Da kein Gedächtnis vorhanden, müssen die berechneten Werte direkt nach dem FC-Aufruf weiterverarbeitet werden. Funktionsbaugruppe (FM) Eine Funktionsbaugruppe (FM) ist eine Baugruppe, die die Zentralbaugruppe (CPU) der Automatisierungssysteme S7-300 und S7-400 von zeitkritischen bzw. speicherintensiven Prozeßsignalverarbeitungsaufgaben entlastet. FM verwenden in der Regel den internen Kommunikationsbus zum schnellen Datenaustausch mit der CPU. Beispiele für FM-Anwendungen: Zählen, Positionieren, Regeln. Funktionsbaustein (FB) Ein Funktionsbaustein ist gemäß IEC ein Codebaustein mit statischen Daten. Ein FB bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionsbausteine zur Programmierung von häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z. B. Regelungen, Betriebsartenanwahl. Funktionsplan (FUP) Der Funktionsplan FUP ist eine grafische Programmiersprache. FUP benutzt zur Darstellung der Logik die von der Booleschen Algebra bekannten logischen Boxen. Globaldaten Globaldaten sind Daten, die von jedem Codebaustein (FC, FB, OB) aus ansprechbar sind. Im einzelnen sind das Merker (M), Eingänge (E), Ausgänge (A), Zeiten, Zähler und Elemente von Datenbausteinen (DB). Auf Globaldaten kann entweder absolut oder symbolisch zugegriffen werden. Globaldaten- Kommunikation Globaldaten-Kommunikation ist ein Verfahren mit dem Globaldaten zwischen CPUs übertragen werden (ohne Kommunikations-Funktionsbausteine). Instanz-Datenbaustein Ein Instanz Datenbaustein speichert die Formalparameter und statischen Daten von Funktionsbausteinen. Ein Instanz-Datenbaustein kann einem FB- Aufruf oder einer Aufrufhierarchie von Funktionsbausteinen zugeordnet sein. Glossar-5

340 Glossar Laden von ladbaren Objekten (z. B. Codebausteine) aus dem Ladespeicher einer angeschlossenen programmierbaren Baugruppe in das Programmiergerät. Kommunikations- Funktionsbaustein Die Kommunikations-Funktionsbausteine sind Systemfunktionsbausteine für den Datenaustausch und für das Programmanagement. Beispiele für Datenaustausch: SEND RECEIVE GET Beispiele für Programmanagement: Setzen der Zentralbaugruppe des Kommunikationspartners in den STOP- Zustand Abfragen des STATUS der Zentralbaugruppen des Kommunikationspartners Konfigurieren Auswählen und Zusammenstellen einzelner Komponenten eines Automatisierungssystems bzw. Installieren von benötigter Software (z. B. Betriebssystems auf M7-Automatisierungsrechner) und Anpassen an den speziellen Einsatz (z. B. durch Parametrieren der Baugruppen). Konsistente Daten Als konsistente Daten werden Daten bezeichnet, die inhaltlich zusammengehören und nicht getrennt werden dürfen, z. B. Uhrzeitangaben. Kontaktplan (KOP) Der Kontaktplan ist eine grafische Programmiersprache. Die Syntax der Anweisungen ist aus dem Stromlaufplan entstanden. Laden in PG Laden in Zielsystem Laden von ladbaren Objekten (z. B. Codebausteine) vom Programmiergerät in den Ladespeicher einer angeschlossenen programmierbaren Baugruppe. Ladespeicher Der Ladespeicher ist Bestandteil einer programmierbaren Baugruppe. Er beinhaltet vom Programmiergerät erzeugte Objekte (ladbare Objekte). Er ist entweder als zusteckbare Memory Card oder als fest integrierter Speicher realisiert. Bei SIMATIC M7 kann der Ladespeicher auch als Verzeichnis auf der Festplatte definiert sein. M7-Programm Ein Behälter für CFC-Pläne und C-Programme für programmierbare M7-Baugruppen, der auch die Symboltabelle enthält. Meldungstabelle Tabelle zur Definition von Meldetexten und Zuordnung dieser Meldetexte zu Meldeereignissen. Glossar-6

341 Glossar Memory Card Memory Cards sind Speicher für Anwenderprogramm und Parameter im Scheckkarten-Format für programmierbare Baugruppen und CPs. Merker (M) Speicherbereich im Systemspeicher einer SIMATIC S7 CPU. Auf ihn kann schreibend und lesend zugegriffen werden (bit-, byte-, wort- und doppelwortweise). Der Merkerbereich kann vom Anwender zum Speichern von Zwischenergebnissen verwendet werden. MPI-Adresse In einem MPI-Netz muß jeder programmierbaren Baugruppe eine eigene MPI-Adresse zugewiesen werden. MRES MRES ist die Stellung des Betriebsartenschalters für Urlöschen. Multiinstanz Bei der Verwendung von Multiinstanzen enthält der Instanz-Datenbaustein die Daten für mehrere Funktionsbausteine einer Aufrufhierarchie. Netz Ein Netz ist die Verbindung von Netzteilnehmern über Verbindungskabel zum Zwecke der Kommunikation. Netzübergang Übergang zwischen Subnetzen eines Gesamtnetzes. Dabei kann es sich auch um den Übergang zwischen (Sub-) Netzen mit unterschiedlichen Eigenschaften handeln (z. B. Übergang zwischen PROFIBUS und Industrial Ethernet). Neustart Bei S7: Beim Anlauf einer Zentralbaugruppe (z. B. nach Betätigung des Betriebsartenschalters von STOP auf RUN oder bei Netzspannung EIN) wird vor der zyklischen Programmbearbeitung (OB 1) zunächst entweder der Organisationsbaustein OB 101 (Wiederanlauf; nur bei S7-400) oder der Organisationsbaustein OB 100 (Neustart) bearbeitet. Bei Neustart wird das Prozeßabbild der Eingänge eingelesen und das STEP 7- Anwenderprogramm beginnend beim ersten Befehl im OB1 bearbeitet. Bei M7: Bei Neustart wird das Prozeßabbild der Eingänge eingelesen. Anwenderprogramme werden weiterbearbeitet und über die Betriebszustände ANLAUF und RUN benachrichtigt. On-Board Silicon Disk (OSD) Eine OSD (On-Board Silicon Disk) ist ein speziell gepufferter Arbeitsspeicher, der auch bei Ausfall der Versorgungsspannung seinen Inhalt nicht verliert. Die OSD ist direkt in der M7-CPU integriert. Online/Offline Bei Online besteht eine Datenverbindung zwischen Automatisierungssystem und Programmiergerät, bei Offline nicht. Glossar-7

342 Glossar Operand Ein Operand ist Teil einer STEP 7-Anweisung und sagt aus, womit der Prozessor etwas tun soll. Er kann sowohl absolut als auch symbolisch adressiert werden. Organisationsbaustein (OB) Organisationsbausteine bilden die Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem der S7-CPU und dem Anwenderprogramm. In den Organisationsbausteinen wird die Reihenfolge der Bearbeitung des Anwenderprogrammes festgelegt. Parametrieren Unter Parametrieren versteht man das Einstellen des Verhaltens einer Baugruppe. Peripherie, dezentral Dezentrale Peripherie sind vom zentralen Baugruppenträger räumlich abgesetzte Analog- und Digitalbaugruppen. Charakteristisch für die dezentrale Peripherie ist die Aufbautechnik. Zielsetzung dieser Aufbautechnik ist das Einsparen von Verdrahtungsaufwand (und damit Kosten) durch prozeßnahes Einsetzen der Peripheriebaugruppen. Plan Spezielle grafische Quelle, die mit der Programmiersprache CFC erstellt wird. Ein Plan wird im Behälter Pläne unter dem S7-Programm bzw. M7-Programm abgelegt. Programm Oberbegriff für S7- und M7-Programme. Programmiergerät (PG) Personal Computer in spezieller industrietauglicher und kompakter Ausführung. Ein PG ist komplett ausgestattet für die Programmierung der SIMATIC-Automatisierungssysteme. Programmiersprache Eine Programmiersprache dient zur Erstellung von Anwenderprogrammen und stellt dazu einen bestimmten Sprachvorrat in Form von grafischen oder textuellen Anweisungen zur Verfügung. Diese Anweisungen werden vom Anwender mit einem Editor eingegeben und in ein lauffähiges Anwenderprogramm übersetzt. Projekt Ein Behälter für alle Objekte einer Automatisierungslösung unabhängig von der Anzahl der Stationen, Baugruppe und deren Vernetzung. Prozeßabbild Die Signalzustände der digitalen Ein- und Ausgabebaugruppen werden in der CPU in einem Prozeßabbild hinterlegt. Man unterscheidet das Prozeßabbild der Eingänge (PAE) und das der Ausgänge (PAA). Prozeßabbild der Ausgänge (PAA) Das Prozeßabbild der Ausgänge wird am Ende des Anwenderprogramms vom Betriebssystem auf die Ausgangsbaugruppen übertragen. Glossar-8

343 Glossar Prozeßabbild der Eingänge (PAE) Das Prozeßabbild der Eingänge wird vor der Bearbeitung des Anwenderprogramms vom Betriebssystem von den Eingangsbaugruppen gelesen. Pufferung Bei SIMATIC S7 können Informationen, die sich in RAM-Bereichen befinden (im Arbeitsspeicher): mittels einer Pufferbatterie gesichert werden; in diesem Fall bleiben der Inhalt des Arbeitsspeichers und des Schreib-/Lesespeicherbereichs des Ladespeichers immer erhalten, ebenso Zähler, Zeiten und Merker (Bereich ist parametrierbar). ohne Pufferbatterie (Wartungsfreiheit) gesichert werden; in diesem Fall ist eine (CPU-spezifische) Maximalzahl von Daten aus dem Arbeitsspeicher, dem Schreib-Lesespeicher des Ladespeichers sowie eine Maximalzahl von Zeiten, Zählern und Merkern permanent im Backup-Puffer der CPU speicherbar. Quelle Eine Quelle (Textdatei) ist Teil eines Programms, der mit einem grafischen oder textuellen Editor erstellt wird und aus dem durch Übersetzen das lauffähige S7-Anwenderprogramm bzw. der Maschinencode für M7 entsteht. Querverweisliste Die Querverweisliste ermöglicht den Überblick über die Verwendung von Operanden der Speicherbereiche E, A, M, T, Z, P und DB innerhalb des S7-Programms. RAM-Speicher Der RAM-Speicher (Random Access Memory) ist ein Schreib-Lese-Speicher, bei dem jede Speicherzelle einzeln adressierbar und inhaltlich veränderbar ist. RAM-Speicher werden als Daten- und Programmspeicher eingesetzt. Referenzdaten Referenzdaten dienen zur Kontrolle des S7-Programms und umfassen die Querverweisliste, den Belegungsplan, die Anwenderprogrammstruktur, die Liste nicht verwendeter Operanden und die Liste der Operanden ohne Symbol. remanent Daten werden remanent genannt, wenn sie nach dem Ausfall der Versorgungsspannung den gleichen Wert wie vor dem Spannungsausfall haben. Die Remanenz wird erreicht durch zwei Pufferungen: a) Spannungspufferung, b) Backup-Pufferung. (siehe auch Pufferung). S7-Programm Ein Behälter für Bausteine, Quellen und Pläne für programmierbare S7-Baugruppen, der auch die Symboltabelle enthält. SAPI-S7-Schnittstelle C-Programmierschnittstelle eines PGs oder PCs für den Zugriff auf SIMATIC S7-Komponenten. Glossar-9

344 Glossar Schnittstelle, mehrpunktfähig (MPI) Die Mehrpunktfähige Schnittstelle ist die Programmiergeräte-Schnittstelle von SIMATIC S7/M7. Sie ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von mehreren Programmiergeräten, Text Displays, Operator Panels an einer oder auch mehreren Zentralbaugruppen. Die Teilnehmer an der MPI können miteinander kommunizieren. SCL Pascal-ähnliche Hochsprache nach IEC zur Programmierung von komplexen Aufgaben in einer SPS, z. B. Algorithmen, Datenverarbeitungsaufgaben. SIMATIC Manager Grafische Benutzeroberfläche für SIMATIC-Anwender unter Windows 95. Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) sind elektronische Steuerungen, deren Funktion als Programm im Steuerungsgerät gespeichert ist. Aufbau und Verdrahtung des Gerätes hängen also nicht von der Funktion der Steuerung ab. Die speicherprogrammierbare Steuerung hat die Struktur eines Rechners; sie besteht aus CPU (Zentralbaugruppe) mit Speicher, Ein-/Ausgabebaugruppen und internem Bus-System. Die Peripherie und die Programmiersprache sind auf die Belange der Steuerungstechnik ausgerichtet. Station Gerät, das als zusammengehörige Einheit an ein oder mehrere Subnetze angeschlossen werden kann, z. B. Automatisierungssystem, Programmiergerät, Operator Station. Stationskonfiguration Objekt mit den Konfigurationsdaten und Parametern einer Station. Die Konfigurationsdaten und Parameter werden in Systemdatenbausteinen (SDBs) abgelegt. Steuerkommando FREEZE Der DP-Master schickt das Steuerkommando FREEZE an eine Gruppe von DP-Slaves und veranlaßt die DP-Slaves, die Zustände ihrer Eingänge auf den momentanen Wert einzufrieren. Steuerkommando SYNC Der DP-Master schickt das Steuerkommando SYNC an eine Gruppe von DP- Slaves und veranlaßt die DP-Slaves, die Zustände ihrer Ausgänge auf den momentanen Wert einzufrieren. Subnetz Ein Subnetz umfaßt alle Netzteilnehmer, die ohne Netzübergänge miteinander verbunden sind. Es kann Busverstärker enthalten. Glossar-10

345 Glossar Symbol Ein Symbol ist ein vom Anwender unter Berücksichtigung bestimmter Syntaxvorschriften definierter Name. Dieser Name kann nach der Festlegung, wofür er stehen soll (z. B. Variable, Datentyp, Sprungmarke, Baustein) bei der Programmierung und beim Bedienen und Beobachten verwendet werden. Beispiel: Operand: E 5.0, Datentyp: BOOL, Symbol: Taster Notaus. Symboltabelle Tabelle zur Zuordnung von Symbolen (=Name) zu Adressen für Globaldaten und Bausteine. Beispiele: Notaus (Symbol), E 1.7 (Adresse), Regler (Symbol), SFB 24 (Baustein) Syntaxprüfung Bei der inkrementellen Eingabe von STEP 7-Programmen wird nach der Eingabe einer jeden Zeile eine Syntaxprüfung durchgeführt, d.h. es wird geprüft, ob z. B. eine STEP 7-Anweisung vollständig eingegeben wurde. Bei quellorientierter Eingabe wird die Syntaxprüfung bei der Übersetzung durchgeführt. Systemdaten Ein Objekt mit dem Konfigurationsdaten und Parametern einer Station. Systemdatenbaustein (SDB) Systemdatenbausteine sind Daten für eine programmierbare Baugruppe, die Systemeinstellungen und Baugruppenparameter enthalten. Die Systemdatenbausteine werden beim Konfigurieren einer Station erzeugt. Systemfehler Systemfehler sind Fehler, die innerhalb eines Automatisierungssystems (also nicht im Prozeß) auftreten können. Systemfehler sind z. B. Programmfehler in der CPU und Defekte auf den Baugruppen. Systemfunktion (SFC) Eine Systemfunktion (SFC) ist eine im Betriebssystem der CPU integrierte Funktion, die bei Bedarf im Anwenderprogramm wie eine Funktion (FC) aufgerufen werden kann. Systemfunktionsbaustein (SFB) Ein Systemfunktionsbaustein (SFB) ist ein im Betriebssystem der CPU integrierter Funktionsbaustein, der bei Bedarf im STEP 7-Anwenderprogramm wie ein Funktionsbaustein (FB) aufgerufen werden kann. Systemspeicher Der Systemspeicher ist auf der S7-CPU integriert und als RAM-Speicher ausgeführt. Im Systemspeicher sind die Operandenbereiche (z. B. Zeiten, Zähler, Merker) sowie vom Betriebssystem intern benötigte Datenbereiche (z. B. Puffer für Kommunikation) abgelegt. Bei M7 ist der Systemspeicher kein eigener Bereich, sondern im Anwenderspeicher integriert. Teilnehmeradresse Unter einer Teilnehmeradresse wird ein Gerät (z. B. PG) oder eine programmierbare Baugruppe (z. B. CPU) in einem Netz (z. B. MPI, PROFIBUS) angesprochen. Glossar-11

346 Glossar übersetzen Erzeugen eines lauffähigen Anwenderprogramms aus einer Quelle. Urlöschen Beim Urlöschen werden folgende Speicher der CPU gelöscht: Arbeitsspeicher Schreib-/Lesebereich des Ladespeichers Systemspeicher Bei S7/M7/C7 bleiben die MPI-Parameter und der Diagnosepuffer erhalten. Bei M7 wird zusätzlich das Betriebssystem neu gebootet, wenn der M7 über den Betriebsartenschalter urgelöscht wurde. Bei SIMATIC HMI-Geräten werden sämtliche Puffer gelöscht. Die MPI-Adresse wird auf den Defaultwert zurückgesetzt. Variable Eine Variable definiert ein Datum mit variablen Inhalt, das im STEP 7-Anwenderprogramm verwendet werden kann. Eine Variable besteht aus einem Operanden (z. B. M 3.1) und einem Datentyp (z. B. Bool) und kann mit einem Symbol (z. B. BAND_EIN) gekennzeichnet werden. Variablentabelle (VAT) In der Variablentabelle werden die Variablen zusammengestellt, die beobachtet und gesteuert werden sollen inkl. der zugehörigen Formatangaben. Verbindungstabelle Tabelle zur Definition der Kommunikationsverbindungen zwischen programmierbaren Baugruppen in einem Netz. VFD VFD (Virtual Field Device virtuelles Feldgerät) ist eine Abbildung eines Automatisierungssystems in eine geräteneutrale Beschreibung. Beschrieben werden die Daten und das Verhalten des Automatisierungssystems aus Sicht eines Kommunikationspartners. Einem physikalischen Gerät können mehrere VFDs zugeschrieben werden, die Projektierung erfolgt mit einem entsprechenden Projektierwerkzeug. Ein VFD wird durch seinen Namen eindeutig identifiziert. Für ein VFD können mehrere Verbindungen projektiert sein, die durch ihren Namen eindeutig identifiziert werden. Wiederanlauf Beim Anlauf einer Zentralbaugruppe (z. B. nach Betätigung des Betriebsartenschalters von STOP auf RUN oder bei Netzspannung EIN) wird vor der zyklischen Programmbearbeitung (OB 1) zunächst entweder der Organisationsbaustein OB 100 (Neustart) oder der Organisationsbaustein (OB 101) (Wiederanlauf, nur bei S7-400) bearbeitet. Bei Wiederanlauf wird das Prozeßabbild der Eingänge eingelesen und die Bearbeitung des STEP 7-Anwenderprogramms an der Stelle fortgesetzt, an der es beim letzten Abbruch (STOP, Netz-Aus) beendet wurde. Bei M7 ist ein Wiederanlauf nicht möglich. Glossar-12

347 Glossar Zähler (Z) Zähler sind Bestandteil des Systemspeichers der CPU. Der Inhalt dieser Zähler kann durch STEP 7-Anweisungen verändert werden (z. B. vorwärts, rückwärts zählen). Zeiten (T) Zeiten sind Bestandteile des Systemspeichers der CPU. Der Inhalt dieser Zeiten wird asynchron zum Anwenderprogramm vom Betriebssystem aktualisiert. Mit STEP 7-Anweisungen wird die genaue Funktion der Zeit (z. B. Einschaltverzögerung) festgelegt und ihre Bearbeitung (Start) angestoßen. Zentralbaugruppe (CPU) Die CPU (central processing unit) ist eine Zentralbaugruppe des Automatisierungssystems, in der das Anwenderprogramm gespeichert und bearbeitet wird. Sie beinhaltet das Betriebssystem, die Bearbeitungseinheit und Kommunikationsschnittstellen. Zielsystem Als Zielsystem wird das Automatisierungssystem bzw. eine Komponente davon bezeichnet, worauf das Anwenderprogramm abläuft. Zielsysteme sind z. B. SIMATIC S7, M7 und C7. Zyklusüberwachungszeit Überschreitet die Bearbeitungszeit des Anwenderprogramms die eingestellte Zyklusüberwachungszeit, so erzeugt das Betriebssystem eine Fehlermeldung und die CPU geht in den STOP-Zustand. Zykluszeit Die Zykluszeit ist die Zeit, die die CPU für die einmalige Bearbeitung des Anwenderprogramms benötigt. Glossar-13

348 Glossar Glossar-14

349 Stichwortverzeichnis A Ablaufsteuerungen, 11-8 Adreßbelegung, prüfen, 2-11 Adressen, zuweisen, 7-21 Adreßübersicht, 7-22 Andere Station, 10-14, Definition, 8-3 Anfangsadresse, 7-21 Anlegen, Verbindung, 10-8 Anlegen und Anzeigen von Meldungen, 12-1 Anweisungsliste, 11-6 Anwenderdefinierte Diagnosemeldungen anlegen und bearbeiten, anzeigen, Übersicht über die Vorgehensweise, Anwenderprogramme, 11-2 erstellen, 11-1 laden in Zielsystem, 15-7 testen, 16-2 Anwenderspeicher Auslastung, Auslastung anzeigen, Darstellung, komprimieren, 15-12, Anwendertexte, übersetzen und bearbeiten, Anzeigemöglichkeiten, für CPU-Meldungen und anwenderdefinierte Diagnosemeldungen, Anzeigen angeschlossene AS, 5-15 nicht verwendete Symbole, Operanden ohne Symbol, Arbeitsspeicher, 15-4 Archivieren, 20-4 AS-OS-Verbindungsprojektierung, 12-21, Aufbau, zentraler, 7-6 Ausdrucken, zur Projektdokumentation, 21-1 Auslastung des Anwenderspeichers, Auswahldialog, von Objekten, 4-10 AUTHORS.EXE, 2-4 Autorisierung, 2-3 Originaldiskette, 2-4 übertragen, 2-4 AWL, 11-6 B B-Stack, Basissoftware, 1-1 Baugruppe auswählen und anordnen, 7-7 parametrieren, 7-20 spezifizieren, 7-25 Baugruppenkatalog, 5-4 Baugruppenträger, 7-6 auswählen und anordnen, 7-7, 7-10 segmentiert, 7-8 Baugruppenträger (Detailsicht), 7-5 Baugruppenzustand anzeigen, 7-25, 17-2 M7-300/400, Baumdarstellung, 14-8 Bausteinbezogene Meldungen Übersicht über die Vorgehensweise, 12-5 anlegen, 12-6 zuordnen und bearbeiten, 12-4 Bausteine einfügen, 5-7 erstellen, 11-7 erstellen in KOP/FUP/AWL, 11-6 erzeugen mit S7-HiGraph, erzeugen mit S7-GRAPH, 11-8 in Memory Card speichern, laden in PG, laden in Zielsystem, 15-8 löschen, 15-9 nachladen, Bausteinstack (B-Stack), Bausteinversion, A-2 Bedienen und Beobachten von Variablen, 13-1 Behälter, B-2 Belegungen anzeigen, Belegungsplan, Benutzungsoberfläche, 3-3 Beobachten und Steuern von Variablen, 16-9 Betriebsstundenzähler, Betriebszustand Diagnose-Symbole, 17-5 ermitteln/ändern, 15-2 Betriebszustandsmeldungen, senden, Bibliotheken, 5-7 archivieren, 20-4 Index-1

350 Stichwortverzeichnis Bootmedium, 19-6 BRCV, 10-6 Browser, 4-10 BSEND, 10-6 BuB-Attribute, 13-1 ändern mit CFC, 13-7 projektieren mit AWL, FUP, KOP, 13-3 projektieren über die Symboltabelle, 13-5 C C7-Komplettsystem, Aufbau, 7-10 CFC, Programm, 18-1 CP DP, 7-17 CPU DP, 7-16 CPU-Daten anzeigen, 17-10, CPU-Meldungen, M7-300/400, CPU-Speicherstruktur, 15-4 CPU-Meldungen anzeigen, Archivgröße, konfigurieren, D Deinstallieren, STEP 7, 2-9 Dezentrale Peripherie, 7-12 Diagnose. Siehe Systemdiagnose Diagnose-Symbole, 17-4 Diagnosealarm, Diagnoseereignis, Diagnosepuffer Inhalt, 17-11, Organisation, Dialogfelder, 3-4 DOCPRO, 21-2 DP-Master, 7-12 DP-Slave, 7-12, 7-13 auswählen und anordnen, 7-13 intelligenter, 7-15 DP/AS-i Link, 7-14 DP-Slave Diagnose, in der Netzansicht anordnen, 8-11 in NETPRO anzeigen, 8-11 Drucken, 4-8, 21-1 Bausteine, 21-1 Diagnosepufferinhalt, 21-1 Globaldatentabelle, 21-1 Konfigurationstabelle, 21-1 Projektbestandteile, 21-1 Referenzdaten, 21-1 Symboltabelle, 21-1 Variablentabelle, 21-1 Drucker, einrichten, 21-2 E Editoren inkrementell, 11-4 quellorientiert, 11-4 Ein-/Ausgangsadressen, 7-21 zuweisen, 7-22 Einfügen Bausteine, 5-7 Hardware-Komponente, 5-4 Erreichbare Teilnehmer, 5-15 Erstellen, S7- und M7-Programme, 1-4, 5-6 Erstellsystem, 5-12 Erweiterungsbaugruppe (EXM), 7-9 ET 200L, 7-14 Exportieren, Symboltabelle, 6-8 F FBs für FMS-Verbindungen, 10-7 für Kommunikationsverbindungen, 10-5 FCs für FDL-Verbindungen, 10-7 für ISO-on-TCP-Verbindungen, 10-7 für ISO-Transportverbindungen, 10-7 für Kommunikationsverbindungen, 10-5 FDL-Verbindung, 10-5, Fehlende Symbole anzeigen, Fehler, während der Installation, 2-9 Fehlersuche, 17-6 Fenster Hardware Katalog, 7-4 Flash-File-System, 2-9 FMS-Verbindung, 10-5, Index-2

351 Stichwortverzeichnis Forceauftrag, Forcefenster, Forcen Unterschiede zu Steuern, Variablen, Formatieren, M7-Zielmedium, 19-7 Funktionseinheiten in S7-HiGraph, 11-9 Funktionsleiste, Symbole, 3-3 Funktionsplan, 11-5 FUP, 11-5 G GD, 9-2 GD-Kommunikation, 9-2 Siehe auch Globaldaten-Kommunikation GD-Kreis, 9-2 GD-Paket, 9-2 GD-Status, 9-10 GD_RCV, 9-9 GD_SND, 9-9 Gestörte Baugruppen. Siehe Systemdiagnose GET, 10-6 Globaldaten, 9-2 Globaldaten-Kommunikation, 9-1, 9-2 Beispiele, 9-11 konfigurieren, 9-3 testen, 9-10 Globaldatentabelle, 9-3 übersetzen und laden, 9-6 GRAPH, 11-8 Graphengruppen, 11-9 GSD-Datei, 7-14, H Hardware diagnostizieren, 7-25, 17-2 HiGraph, 11-9 HiGraph-Quellen, Hilfe (online) aufrufen, 3-5 Themen, 3-5 I Identifikationsdaten der CPU, 17-10, Importieren externe Quelle, 5-8 Symboltabelle, 6-8 Industrial Ethernet, 5-17, 10-5 Inhalt, des Diagnosepuffers, Installationsvoraussetzungen, 2-2 Installieren, STEP 7, 2-7 Intelligenter DP-Slave, 7-15 Interruptbelegung, prüfen, 2-11 ISO-on-TCP-Verbindung, 10-6, ISO-Transportverbindung, 10-6, K Klammerstack, Kombinationsfeld, Definition, 3-4 Kommentarzeichen, 16-6 Kommentarzeile, 16-6 Kommunikations-Ressourcen, 9-2 Kommunikationsbausteine, 10-5 Kommunikationsbelastung, der CPU, Kommunikationskonfiguration, Beispiele, 9-11 Kommunikationsverbindungen Anzahl, 10-8 anzeigen, erstellen, 10-4 Vorgehensweise, 10-2 Kommunikationsbausteine, 10-5 Überblick, 10-1, 10-2 überprüfen, Komprimieren des Anwenderspeichers, 15-12, im Betriebszustand RUN, im Betriebszustand STOP, Konfiguration erstellen, 7-2 erweitern, 7-8 ins Zielsystem laden, 7-24 laden aus AS, 7-24 speichern, 7-23 Konfigurationstabelle, aufrufen, 7-3 Konfigurieren, 7-2 der Globaldaten-Kommunikation, 9-3 von Baugruppen, 7-1 von Netzen, 8-1 zentralen Aufbau, 7-6 Konsistenz, prüfen, 7-23 Kontaktplan, 11-5 Kontextabhängige Hilfe, 3-5 KOP, 11-5 Kopf- und Fußzeilen, 21-2 Kopierschutz, 2-3 L L-Stack, Inhalt des, Index-3

352 Stichwortverzeichnis Lademöglichkeiten, 15-5 Laden Anwenderprogramme in Zielsystem, 15-7 Bausteine in PG, Bausteine in Zielsystem, 15-8 der Netzkonfiguration in Zielsystem, 8-16 Verbindungstabelle, Ladespeicher, 15-4 Leistungsdaten, einer Baugruppe, Listeneinträge, sortieren, 14-5 Listenfeld, 3-4 Lokaldaten-Stack, Lokale ID, 10-8 Lokaler Teilnehmer, 10-3 Löschen Bausteine in der CPU, 15-9 Memory Card, programmierbare Baugruppe, 5-10 Station, 5-10 STEP 7-Objekte, 4-8 M M7-300/400 Baugruppen, 18-6 Betriebssysteme, 18-5 M7-Anwendungsprogramm auf Zielsystem übertragen, löschen, starten, übertragen über Datenträger, übertragen über MPI, M7-Zielsystem Bootmedium, 19-6 Zielmedium, 19-2, 19-5 M7-Betriebssystem auswählen, 19-4 installieren, 19-2 installieren auf Festplatte, 19-10, 19-12, installieren auf Memory Card, 19-9 Nachinstallation, M7-Programm, 5-6 im Projekt zwischenspeichern, 5-10 ohne konfigurierte Hardware, 5-9 programmierbarer Baugruppe zuordnen, 5-9 Mastersystem hervorheben (in NETPRO), 8-12 markieren (in NETPRO), 8-12 Mehrbenutzer-Konfiguration, 2-12 Meldebausteine, Übersicht, 12-4 Meldung und Meldungstyp, 12-2 Meldungsnummer, 12-2 Meldungsprojektierung Anzeigegeräte zuweisen, 12-8 Daten nach WinCC transferieren, 12-19, 13-8 Memory Card, Konfiguration laden auf, 7-26 löschen, parametrieren, 2-8 MPI, 5-17, 10-5 MPI-Adresse, von FMs und CPs, 8-14 MPI-Schnittstelle, 2-2 Multicomputing-Betrieb, 7-18 N Nachladen von Bausteinen, Namenskonventionen, für Projektierungsdaten, 13-2 NETPRO Ansicht am Bildschirm, 8-7 aufrufen, 8-7 DP-Slaves anzeigen, 8-11 Globaldatenprojektierung starten, 8-13 Kommunikationspartner anzeigen, 8-13 Kontextfunktionen, 8-13 Verbindungsprojektierung starten, 8-13 Netz, Definition, 8-2 Netzanschluß Eigenschaften festlegen, 8-6 erstellen, 8-10 PtP-Verbindung, S7-Verbindung, Symbol, 8-10 Netzansicht erstellen (Übersicht), 8-7 Symbole, 8-9 Netzkonfiguration, 8-3 Besonderheiten bei MPI-Subnetzen, 8-14 Definition, 8-1 erstellen (2 Möglichkeiten), 8-4 über Netz laden, 8-16 Netzkonfiguration erstellen, Vorgehensweise, 8-10 Netzparameter, eingeben (Übersicht), 8-8 Netzwerke, 11-5, 11-6 Nicht verwendete Symbole anzeigen, Notautorisierung, 2-3 Index-4

353 Stichwortverzeichnis O Objekt ausschneiden, kopieren, einfügen, 4-8 auswählen, 4-10 Eigenschaften, 4-8 öffnen, 4-7 umbenennen, 4-9 Objekte, B-1 Funktionen, B-3 Objekthierarchie, B-1 aufbauen, 4-8 Offline-Ansicht, 5-12 Online-Ansicht, 5-12, 5-13 nicht löschbare Objekte, 5-14 Online-Hilfe aufrufen, 3-5 Themen, 3-5 Online-Verbindung, zur CPU herstellen, 16-7 Operanden, ohne Symbol, Optionspakete, 1-3 Optionssoftware, 18-2 Organisation des Diagnosepuffers, OS-Objekt, einfügen, 12-19, 13-8 P PA, freischalten, Parametrieren, 7-2 im Anwenderprogramm, 7-20 von Baugruppen, 7-20 Partner-ID, 10-8 Peripherieausgänge, freischalten, PG/PC-Schnittstelle, 2-10 anpassen, 5-17 Pläne, 11-2 PRINT, 10-7 PROFIBUS, 5-17, 10-5 PROFIBUS-Adresse, 7-13 PROFIBUS-DP, 7-12 PROFIBUS-Subnetz, 7-13 Programmerstellung, allgemeine Vorgehensweise, 1-4 Programmiergerät, laden in, 7-24 Programmierschritte M7, 1-6 S7, 1-4 Programmiersprachen, 1-2, 11-4 AWL, 11-6 CFC, festlegen, 11-4 FUP, 11-5 KOP, 11-5 S7-GRAPH, 11-8 S7-HiGraph, 11-9 SCL, 11-7 Programmstruktur anzeigen, 14-8 Aufbau von, 14-8 Projekt aus älterer STEP 7-Version, A-3 Projektdarstellung, 5-12 Projekte, 11-2 anlegen, 5-2 archivieren, 20-4 aus älteren STEP 7-Versionen, 5-3 Bearbeitungsreihenfolge, 5-2 öffnen, 4-2 sichern, 5-11 umbenennen, 4-9 Projektfenster offline, 5-12 online, 5-13 Projektierungsdaten, 13-2 transferieren, 12-19, 13-8 Voraussetzungen zum Transferieren, 12-19, 13-8 PtP-Verbindung, 10-5, 10-12, Netzanschluß, unspezifizierter Partner, PUT, 10-6 Q Quelldateien in AWL, 11-7 in S7-GRAPH, 11-8 in SCL, 11-7 Quellen, 11-2, erstellen in AWL/SCL, 11-7 externe, 5-8 Querverweisliste, 14-6 Index-5

354 Stichwortverzeichnis R RAM-Speicher, sichern, Referenzdaten, 14-2 Anwendung, 14-2 anzeigen, 14-4 Darstellung, 14-5 erzeugen, 14-3 Registerdialog, 3-4 Remote File System Windows 95, 19-6 Windows NT, 19-6 RESUME, 10-6 Ringpuffer (Diagnosepuffer), RK512, S S7 Meldungsprojektierung, Übersicht, 12-2 S7-GRAPH, 11-8 S7-HiGraph, 11-9 S7-Programm, 5-6 im Projekt zwischenspeichern, 5-10 ohne konfigurierte Hardware, 5-9 programmierbarer Baugruppe zuordnen, 5-9 S7-SCL, 11-7 S7/WinCC-Mapper, Transferieren der Daten, 12-21, S7-Verbindung, 10-5, 10-9, Netzanschluß, S7-CPU programmieren, 11-2 SAPI-S7-Programmierschnittstelle, 10-6 Schnittstelle des Teilnehmers, Symbol, 8-9 Schnittstellenmodul, 7-9 SCL, 11-7 SDB, 11-2 Seitenformat, einstellen, 21-2 SFB 12 BSEND, 10-6 SFB 13 BRCV, 10-6 SFB 14 GET, 10-6 SFB 15 PUT, 10-6 SFB 16 PRINT, 10-7 SFB 19 START, 10-6 SFB 20 STOP, 10-6 SFB 21 RESUME, 10-6 SFB 22 STATUS, 10-6 SFB 23 USTATUS, 10-6 SFB 8 USEND, 10-6 SFB 9 URCV, 10-6 SFBs für Kommunikationsverbindungen, 10-5 für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, 10-7 für S7-Verbindungen, 10-6 SFC 60 GD_SND, 9-9 SFC 61 GD_RCV, 9-9 Sichern, Projekte, 5-11 SIMATIC Manager, 3-2 Simulation, 5-14 Smart Connect, 7-11 Software, erstellen, 5-6 Speicher- und Ladekonzept, 15-4 Speicherauslastung, Speicherbereiche, 15-4 Speicherkonzept, in der Meldungsprojektierung, 12-3 Speichern der Konfiguration, 7-23 in einer Memory Card, RAM-Inhalt der CPU im integrierten EPROM, Spracheditoren, 11-2 starten, 11-4 Stack-Inhalte anzeigen, Standardbibliothek, 5-7 START, 10-6 Station, 5-4 anlegen, 5-4 konfigurieren, 5-4 Stationsfenster, 7-4 STATUS, 10-6 Statuszeile, Beispiel, 3-3 STEP 7 aufrufen der Software, 3-2 Basissoftware, 1-1 Benutzungsoberfläche, 3-3 Definition, 1-1 Fehler während der Installation, 2-9 Installation, 2-7 Programmiersprachen, 1-2 STOP, 10-6 Station Andere, 8-3 Symbol, 8-9 Subnetz anlegen, 8-5 Definition, 8-2 Eigenschaften festlegen, 8-5 Symbol, 8-9 Index-6

355 Stichwortverzeichnis Symbol für Netzanschluß, 8-10 für Schnittstelle des Teilnehmers, 8-9 für Station, 8-9 für Subnetz, 8-9 Symbolbezogene Meldungen anlegen, Begleitwerte zuordnen, Übersicht über die Vorgehensweise, zulässige Signale, zuordnen und bearbeiten, Zuordnung zur Symboltabelle, Symbole bedien- und beobachtbar, 13-6 Funktionsleiste, 3-3 für Betriebszustände, 17-5 für Diagnose, 17-4 global, 6-2 lokal, 6-2 nicht verwendete, STEP 7-Objekte, B-1 Symboltabelle, 6-3, 11-2 editieren, 6-6 importieren/exportieren, 6-8 Systemattribute für Meldungsprojektierung, 12-6 in der Symboltabelle, 6-3 zuweisen, 13-3 Systemdatenbausteine, 11-2 Systemdiagnose, 7-25, 17-1 Systemspeicher, 15-4 T Teilnehmer, lokaler, 10-3 Teilnehmeradresse ändern, 8-15 zuweisen, 7-21 Teleservice, 3-7 Testen, Anwenderprogramme, 16-2 Texteditoren, 11-4 Transferieren von AS/OS-Verbindungsdaten, Vorgehensweise, 12-21, Transferprotokoll, 12-20, 13-9 anzeigen, 12-22, Triggerbedingung, 16-8 Triggerpunkte, 16-2 einstellen, 16-8 Übersetzen und bearbeiten, von Anwendertexten, Übersicht Meldebausteine, 12-4 S7-Meldungsprojektierung, 12-2 Übertragen, M7-Anwendungsprogramm, Übertragungsmedium, Uhrensynchronisation, Uhrzeit und Datum einstellen, Umbenennen, Projekte, 4-9 unspezifizierter Partner, 10-4 PtP-Verbindung, Unterbrechungsstack (U-Stack), Untersetzungsfaktor, 9-8 URCV, 10-6 Urlöschen, der CPU, 15-6 USEND, 10-6 USTATUS, 10-6 V Variable bedienen und beobachten, 13-1 beobachten und steuern, 16-9 M7-300/400, Variablentabelle, 16-4 bearbeiten, 16-5 Beispiel, 16-5 Darstellung der, 16-6 Maximale Größe einer, 16-6 Nutzen, 16-4 speichern, 16-3 Syntaxprüfung, 16-6 Verbindungen Andere Station, erstellen, 10-4 fest projektiert dynamisch, 10-9 PG/PC, Punkt-zu-Punkt-, SIMATIC S5-Station, zu Partnern über Projektgrenzen, Verbindungs-ID, 10-8 Verbindungspartner, 10-4 unspezifiziert, 10-4 Verbindungstabelle, 5-5, 10-3 laden, Verbindungstyp, 10-5 Verfügbare Bausteine anzeigen, Version 1-Projekt, A-2 U U-Stack, Inhalt, Index-7

356 Stichwortverzeichnis Vorgehensweise beim Transferieren von AS/OS-Verbindungsdaten, 12-21, Netzkonfiguration erstellen, 8-10 W Wegweiser, 1-4 WinCC, 10-6 WinCC-Attribute, zuweisen, 13-4 Windows NT, 2-12 Zeitsystem und CPU-Zeit einstellen, Zielsystem, 5-12 Konfiguration laden in, 7-24 laden aus, 7-24 Zugriff auf Zielsystem mit Projektverwaltung, 5-12 ohne konfigurierte Hardware, 5-16 ohne Projektverwaltung, 5-15 Zugriffskennzeichen, Zustandsgraphen, 11-9 Zykluszeiten, Z Zeitsystem, anzeigen, Index-8

357 An Siemens AG AUT E 146 Östliche Rheinbrückenstr Karlsruhe Absender: Ihr Name: _ Ihre Funktion: _ Ihre Firma: _ Straße: _ Ort: Telefon: Bitte kreuzen Sie Ihren zutreffenden Industriezweig an: Automobilindustrie Chemische Industrie Elektroindustrie Nahrungsmittel Leittechnik Maschinenbau Petrochemie Pharmazeutische Industrie Kunststoffverarbeitung Papierindustrie Textilindustrie Transportwesen Andere _ C79000 G7000-C

358 Vorschläge und Anmerkungen zur Anwenderdokumentation Ihre Anmerkungen und Vorschläge helfen uns, die Qualität und Benutzbarkeit unserer Dokumentation zu verbessern. Bitte füllen Sie diesen Fragebogen bei der nächsten Gelegenheit aus und senden Sie ihn an Siemens zurück. Geben Sie bitte bei den folgenden Fragen Ihre persönliche Bewertung mit Werten von 1 = gut bis 5 = schlecht an. 1. Entspricht der Inhalt Ihren Anforderungen? 2. Sind die benötigten Informationen leicht zu finden? 3. Sind die Texte leicht verständlich? 4. Entspricht der Grad der technischen Einzelheiten Ihren Anforderungen? 5. Wie bewerten Sie die Qualität der Abbildungen und Tabellen? Falls Sie auf konkrete Probleme gestoßen sind, erläutern Sie diese bitte in den folgenden Zeilen: 2 C79000 G7000-C552-01

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