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1 _Unternehmensberatung Matthias Waehlert seit 2000 selbstständiger Unternehmensberater für Raumplanung, Akustikberatung und Verkaufsschulungen - geprüfter Büroeinrichter / Zentralstelle für Berufsbildung im Handel (zbb) - Arbeitsgestalter / Referent + Seminare - Fachberater für Büroraumakustik (zertifiziert) - Quality-Office-Consultant (Quality-Office-Zertifikat gemäß der Leitlinie Qualitätskriterien für Büroarbeitsplätze ) - 2. Vorsitzender / VDSI Arbeitskreis Büro 1

2 Befragungsergebnisse Fühlen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz durch bestimmte Arbeitsbedingungen regelmäßig beeinträchtigt? Gespräche mithören müssen % / Befragte Personen Einzel- Büro Zweier- Büro Dreier- Büro Vierer- Büro Fünfer- Büro 6-10 Pers.- Büro Pers.- Büro Über 15 Pers.- Büro stark mäßig kaum gar nicht Quelle: n 4226 Lauble Consult GmbH

3 Schallmaskierung Lärm und seine Auswirkungen auf den Menschen Lärm macht krank! (Seneca, ep. 56, 1-2 u. 4) 4 Mehr scheint mir die Stimme abzulenken als ein Geräusch: jene wirkt auf den Geist ein, dies erfüllt nur die Ohren und berührt sie. Zu dem, was mich ohne Ablenkung umrauscht, rechne ich fahrende Wagen, einen Schmied im Haus und einen Sägenden in der Nachbarschaft, oder den, der an der "Schwitzenden Säule" seine Trompete probiert und Flöten, und nicht singt, sondern krakeelt; ferner ist mir lästiger ein Geräusch, das immer wieder unterbrochen wird, als eines, das andauert. (Seneca, ep. 56, 1-2 u. 4) 3

4 Schallmaskierung Bürolärm und seine Auswirkungen auf den Menschen Jede Lärmart hat ihren bestimmten Inhalt und für jede Bezugsperson eine bestimmte Bedeutung, nach welcher sie den wahrgenommenen Schall auf- oder abwertet. Broadbent 1973 Laute, aber inhalts- und bedeutungslose Geräusche beeinträchtigen Wahrnehmungsprozesse weniger als Geräusche, die eine bestimmte Bedeutung haben. Wisner et al Durch Spracheinwirkungen werden Leistungen mehr beeinträchtigt als durch neutralen Lärm. Nemecek und Grandjean störend sei vor allem der Inhalt der Gespräche und nicht deren Lautstärke Miller 1971 Die Wichtigkeit einer Botschaft, die der Lärm für eine Bezugsperson hat, ist eine wichtige variable der Lärmauswirkungen. Diss. ETH-Z Nr Nemecek

5 Ursachenforschung Mensch Maschine OK Arbeitsmittel Arbeitsplatz Arbeitsraum Warum? Arbeitsaufgabe Fehler im Angebot? Konzentrationsmangel? Material OK Methode OK 5

6 Ursachenforschung "Fünf Warums", d.h. man nimmt an, dass man bis zu fünf mal "Warum" fragen muss, um an die eigentliche Wurzel des Problems zu gelangen. Nicht wer? sondern warum? Konzentrationsprobleme Mensch Maschine Arbeitsmittel Störfaktoren im Büro OK Licht Arbeitsplatz Arbeitsraum OK Lärm Straßen, Fluglärm Druckergeräusche OK Gespräche der Kollegen Hin und Her zum: Arbeitsplatz Registratur Besprechungen etc. OK Fehler im Angebot? Konzentrationsmangel? pers. Gespräche am AP Telefon Handy 6

7 Ishikawa-Modell auch: Fischgrätenmodell nach dem Japaner K. Ishikawa benanntes Modell zur Analyse von Ursache- Wirkungszusammenhängen im Bereich Qualitäts-, Sicherheit-, Gesundheits- und Umweltmanagement. Ursachen und dazu passende Maßnahmen (bei den Einflußgrößen Mensch, Maschine, Umgebung, Material, Methode und Einrichtungen) lassen sich anhand des graphischen, einer Fischgräte ähnelnden, Modells gemeinsam in Gruppen (z.b. in Gesundheitszirkeln, Qualitätszirkeln) diskutieren. 7

8 8

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10 10

11 Presse Der Erfolgreiche Weg 4 /

12 Zu geringe Pegelabnahme von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz. Zu erwartende Abnahme: Ca. 4 db (A) M 1/ % Satz und 100 Wortverständlichkeit sehr gut 70% Satz und Wortverständlichkeit gut Jeder Ring ist ca. 1m. 50% Satz und Wortverständlichkeit mangelhaft ungenügend

13 Nachhallzeiten 13

14 14 Sprachverständlichkeit Neben der Nachhallzeit als akustische Kenngröße eines Raumes existieren weitere raumakustische Parameter. Selbst bei gleicher Nachhallzeit in verschiedenen Räumen kann es zu einem sehr unterschiedlichen Maß an Sprachverständlichkeit kommen. Im allgemeinen gilt: Je kürzer die Nachhallzeit ist, desto besser ist die Sprachverständlichkeit. Dies trifft jedoch nur zu, wenn die Sprachverständlichkeit nicht durch zu hohe Hintergrundgeräusche oder andere störende Schalle beeinträchtigt wird. Oft fühlen sich Mitarbeiter gerade durch gut verständliche Gespräche von Kollegen untereinander oder am Telefon gestört. Aufgabe der raumakustischen Planung ist es die Sprachverständlichkeit zu reduzieren Wertebereich STI Sprachverständlichkeit (Sprachübertragungsindex) 0,75 1,00 sehr gut 0,60 0,75 gut 0,45 0,60 befriedigend 0,30 0,45 schlecht 0,00 0,30 sehr schlecht 14

15 Lärmwirkungen Einzelbüros und Gruppenbüros stellen sehr unterschiedliche akustische Anforderungen. Beim Einzelbüro stehen Schallschutz und damit bauphysikalische Maßnahmen im Vordergrund, während im Gruppenbüro Raumakustik d.h. schallschluckende und schallverteilende Maßnahmen wichtiger sind. 15

16 Lärmwirkungen Im Gruppenbüro ist zu beachten, daß sich unter gewissen Umständen - z.b. aufgrund von Abwesenheiten der Mitarbeiter (Außendienst, Urlaub oder Krankheit) - der Eigenlärm erheblich vermindern kann. Dies kann einen mangelnden Grundgeräuschpegel zur Folge haben. Die negative Folge ist eine stärkere Wahrnehmung von Schallspitzen und Sprachinhalten ohne Informationsbedarf. 16

17 17

18 Lärmwirkungen db db db Schallspitzen Grundpegel im kleinen Mehrpersonenraum h Der Vergleich macht deutlich, dass die Schwankungen des Pegels im Großraum geringer sind als im Mehrpersonenbüro. Die Störung durch, Mithören müssen ist im Großraum - geringer als im Mehrpersonenbüro h Schallspitzen Grundpegel im Großraum 18

19 Schalldruckpegel Was ist Schallmaskierung? Schallmaskierung homogenisiert den ständig schwankenden Geräuschpegel in einer Büroumgebung und steigert dadurch das akustische Wohlbefinden der Mitarbeiter. Ein kaum wahrnehmbarer Geräuschteppich verdeckt leisere Geräusche und sorgt für einen konstanten Grundgeräuschpegel. Gespräche aus der Umgebung und z.b. ein Telefonklingeln werden nicht mehr als störend wahrgenommen. Satz,- und Wortverständlichkeit Schallmaskierungspegel 42 db(a) 46 db(a) Grundgeräuschpegel Entfernung 4-6 m 9-15 m 19

20 Schallmaskierung 20

21 Welche Technik wird benötigt? Eine digitale Anlage spielt über ein Lautsprechersystem einen angenehmen, vom Gehör nicht zuordenbaren Klang in den Grundgeräuschpegel ein und kann über eine Zielsteuerung der jeweiligen Arbeitssituation angepasst werden. Das Schallmaskierungssystem wird auf die akustische Bürosituation ein gemessen. Bei Änderung der Bürolandschaft oder der Nutzungsstruktur ist eine schnelle Anpassung problemlos. Das akustisch optimierte Büro! Planungsziel ist ein möglichst hoher akustischer Komfort an den einzelnen Arbeitsplätzen. Mit einem Simulationsprogramm kann das Ergebnis der Planung bereits im Vorfeld nachgewiesen werden. Raumakustische Planung muss alle akustisch relevanten Bausteine in Betracht ziehen. Dazu gehört neben den passiven Elementen wie Akustikdecke, Teppichboden und schallschluckenden Stellwänden als aktiver Baustein die elektroakustische Maskierungstechnik (Soundmasking/Geräuschmaskierung). 21

22 Quelle: Sound Comfort GmbH 22

23 Akustik in der Antike Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 23

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