INTERACTIONDESIGNPROJEKT IN KOOPERATION MIT CARL ZEISS NADINE BENKENSTEIN UND CORINNA ISMAIER PERIMETRIE MESSUNG IM RAUM
AUFGABENSTELLUNG Themen: 1. Perimetrie (Analyse des Sichtfelds) 2. Data Management 3. Patient Education - Bedienung meist durch Assistent - Analyse und Auswertung werden von Arzt angesehen - Dauer: ca. 20 min. (Geschwindigkeit angepasst) Ablauf: Es erscheinen Lichtpunkte in verschiedenen Bereichen des möglichen Sichtfelds. Wenn der Patient einen Lichtpunkt erkennt, bestätigt er dies mit einem Klick. Neben der Position der Punkte verändert sich auch die Helligkeit, um festzustellen, bei welchen Helligkeitswert man den Punkt noch erkennen kann. Wichtig: Der Test ist zwingend von der Mitwirkleistung des Patienten abhängig. Oftmals sind es vor allem alte Personen die vor dem Gerät einzuschlafen oder sich zu viele Gedanken zu machen ( Mach ich alles richtig? ) dadurch wird dann schnell zu wenig oder zu oft geklickt. Der Patient darf nicht dem Punkt mit den Augen folgen! Zur Sicherheit nimmt eine Kamera die Augen auf, und kann so mögliche Fehler kompensieren bzw. darauf hinweisen. Auswertung: Am Ende wird für den Arzt ein Diagramm mit der Auswertung des Sichtfelds erstellt. Problemstellungen: - Dauer sehr lange - Gefahr Müdigkeit/Stress - Augen folgen den Punkten - Ergonomie (Sitzposition: Rücken in gekrümmter Haltung)
UMGEBUNGSPARAMETER - vor allem ältere Menschen - muss in jeder Praxis einsetzbar sein - muss möglichst platzsparend und variabel einsetzbar sein - muss von Arzthelfern bedienbar und durchführbar sein - Ergebnisse müssen von Arzt auch ohne Beisein bei dem Test auslesbar und interpretierbar sein - möglichst kurze Dauer um mehr Patienten untersuchen zu können - angenehme Untersuchungsgestaltung schaffen (Dauer, Haltung/Sitzposition, Konzentration, etc.) SICHTFELD horizontal vertikal oben 60 Gesamt 200 Binokular 120 unten 60
RECHERCHE Allgemeine Links zu Augenkrankheiten - http://www.behance.net/gallery/3d-visualisierungen-fuer-die-medizinund-wissenschaft/7173509 - http://www.medicalgraphics.de/ - http://cumbia.visus.uni-stuttgart.de/ger/gallery_old/vis/med/ - http://www.flexmedia.de/de/home/galerie/galerie-medizinische-visualisierungen-animationen.html - http://www.me-di-kom.de/web/medizin-grafiken-medi-design- Visualisi.185.0.html Information Design - http://www.adler-schmidt.de/de/information/infogfx/wissenschaft.html - http://www.markwaldundneusitzer.de/de/projekte/projekt. html?hb=1&projekt=32
IDEE bisher: - erscheinen der Lichtpunkte nach Algorithmus - gekrümmte Haltung - Aufmerksamkeit wird durch eine einfache Kamera überprüft - durch einen Drücker bestätigt der Patient, dass er das Erscheinen des Lichtpunktes bemerkt hat - Ausfallstellen werden im Laufe des Tests nochmals abgefragt durch erneutes Erscheinen - der Patient muss immer in die Mitte schauen und kann den Lichtpunkten nicht folgen, was die natürliche Reaktion wäre unsere Idee: - Lichtpunkte erscheinen weiter nach Algorithmus - der Patient sitzt auf einem gemütlichen Stuhl der leicht nach hinten geneigt ist - bei dem Erscheinen des Punktes soll der Patient diesem von seinem Fixpunkt in der Mitte folgen. Die Reaktion wird von der - Eye-Tracking Technik erfasst und mit der Position des Lichtpunktes abgeglichen - Ausfallstellen werden am Ende des Testes nochmals abgefragt, dann aber variierend in der Größe, um die genaue Größe des - Ausfalls abzufragen
VERSUCHE Projektionsfläche: - Räumliches Raster nötig - Projektionsfläche gebogen oder geknickt - mit Projektor von vorne oder hinten arbeiten - Alternative: 3 imacs / 3 Displays nebeneinander (Sichtbereiche oben/unten ausklammern) - Processing Sketch in 2D oder 3D Objekt - ausprobieren, was sich besser eignet, auch in Hinblick auf die räumliche Verzerrung Raster von der Seite von oben
VERSUCHE Nachprüfung der Ausfallstellen
VERSUCHE Grundsätzlicher Aufbau: Person sitzt vor einer Wandkonstellation, die als Projektionsfläche dient. 1) Projektion seitlich an der Person vorbei von oben seitlich von hinten Foto Problematik: Je näher man an die Person herangeht, desto kleiner wird die Projektion und füllt nicht mehr die erforderliche Fläche. Geht man weiter weg, ist der Kopf der Person im Weg und wirft einen Schatten auf die Projektionsfläche.
VERSUCHE Grundsätzlicher Aufbau: Person sitzt vor einer Wandkonstellation, die als Projektionsfläche dient. 2) Projektion von oben von oben seitlich von hinten Foto Problematik: Zu starke Verzerrung der Projektion.
VERSUCHE Grundsätzlicher Aufbau: Person sitzt vor einer Wandkonstellation, die als Projektionsfläche dient. 3) Projektion direkt oberhalb des Kopfes der Person von oben seitlich von hinten Foto Problematik: Projektion viel zu klein bei Beamerposition direkt über dem Kopf des Patienten. Geht man von der Projektionsfläche weiter weg, wirft der Kopf des Patienten wieder einen Schatten auf die Projektionsfläche.
VERSUCHE Grundsätzlicher Aufbau: Person sitzt vor einer Wandkonstellation, die als Projektionsfläche dient. 4) Projektion von hinten auf einen gespannten Stoff mit zwei Beamern von oben seitlich von hinten Problematik: Die zwei Beamer so anzuordnen und zu steuern, das sich das Bild perfekt ergänzt, könnte schwierig werden. Außerdem ist die Installation der Projektionsfläche an sich auch sehr aufwendig und gegegebenfalls teuerer.
VERSUCHE Grundsätzlicher Aufbau: Person sitzt vor einer Wandkonstellation, die als Projektionsfläche dient. 5) Mini-Beamer mit Servo oberhalb der Person anbringen von oben seitlich von hinten Foto Problematik: Breite der Projektionsfläche wird sehr gut abgedeckt, die Höhe jedoch nur zu 25-30%. Ein zweiter Servo wäre nötig, um den Beamer auch noch nach oben und unten zu bewegen.
VERSUCHE Fazit: Die Projektion mittels eines Beamers zu machen erweist sich eher als problematisch aufgrund der Verzerrungen, der Größe der Projektion und der Positionierung des Beamers in Bezug zum Kopf des Patienten. Letztendlich sind wir zu einer anderen Lösung gelangt, die diese Problematiken umgeht.
KONZEPT Anstatt einer Beamerprojektion wirft ein Laser durch zwei Servos bewegt Lichtpunkte an die Wand wie bisher in der Halbkugel. Per Eye-Tracking wird die Reaktion wie schon in der Idee beschrieben abgefragt und mit den Koordinaten des Lichtpunkts verglichen. 90 Für diese Konzeptidee wird in der Arztpraxis nur eine Raumecke benötigt und ist somit leicht umsetzbar in jeglichen Räumlichkeiten Projektion von oben 152 cm 107,5 cm Laser 215 cm
KONZEPT Projektion seitlich Winkelberechnung über SWS Satz: a = 107,5 cm b = 194 cm c = 222 cm = (a*a+b*b) = cos[(a*a-b*b-c*c):(-2bc)] = 0,64 = 64 Laser 64 107,5 cm
KONZEPT Projektion von hinten Laser 47 cm 152 cm 152 cm Wand 1 Wand 2 194 cm 44 cm 215 cm
UMSETZUNG Die folgenden Bilder zeigen zwei Situationen, die während der Untersuchung auftreten. Hier befindet sich der Patient in der Untersuchung, die Projektionsfläche befindet sich rot umrahmt vor ihm. Am Rechner findet die Steuerung der Untersuchung statt, der Arzt bzw. die Arzthelferin kann wenn nötig direkt eingreifen ohne den Patienten zu stören. Ist die Untersuchung abgeschlossen kann sich der Patient auf seinem Stuhl umdrehen und nun gemeinsam mit dem Arzt die Ergebnisse am Rechner besprechen, den beide gut einsehen können. Nach Abschluss der Untersuchung kann der Patient die Ergebnisse in digitaler oder Druckform mitnehmen.
UMSETZUNG Aufbau der Laser Konstellation mit zwei Servos für die horizontale und vertikale Bewegung des Lasers
TO DO s Sketch programmieren: - horizontale und vertikale Bewegung der Servos erstmal nach Zufallsprinzip - An-/Ausschalten des Lasers mit Mini-Servo mit einbinden - Vergleich der Laser Koordinaten mit Eyetracking Ergebnis der Reaktion des Patienten - Abfrage der Ausfallsstellen durch schnelle Laserbewegung Wie sieht die Ergebniss Vermittlung an den Patienten genau aus? Wie wird der Patient in die Untersuchung eingewiesen? Falls Laser-Variante nicht klappt auf den Projektionsversuch 5 zurückkommen und mit dem Mini-Beamer weiterarbeiten und die nicht abgedeckte Projektionsfläche in der Höhe erstmal vernachlässigen.