Wer ist eigentlich Osama Bin Laden? Monika Adam LW 01 BBS III Stade Als Drahtzieher der Terrorwelle in den USA wird derzeit Osama Bin Laden vermutet, der Gründer und Anführer der radikalislamischen Terrororganisation AL Queida einem internationalen Netzwerk im Kampf gegen Juden und Christen. Dem saudiarabischen Millionär wird aufgrund seiner Finanzkraft und seiner Kontakte zugetraut, die USA auf ihrem eigenen Territorium angreifen zu können. Seit Jahren versucht er offenbar intensiv, an nukleare und chemische Waffen zu gelangen. Er gilt auch als Verantwortlicher von zwei schweren Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998, bei denen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sind. Das FBI setzte damals ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn aus. Als Sohn eines Bauunternehmers verließ Osama 1978 ein Leben im Überfluss und kämpfte zunächst in den 80er Jahren gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan. Nach eigenen Angaben brachte Osama Bin Laden damals Tausende von Ägyptern, Libanesen und Türken nach Afghanistan, damit sie sich dort dem Kampf ihrer Glaubensbrüder anschließen konnten. Damals stand Bin Laden dabei zunächst durchaus auf derselben Seite wie die USA. Nach dem Abzug der Sowjetunion aus Afghanistan wandte sich Bin Laden dann gegen die USA, deren Regierung für ihn aus Ungläubigen besteht. Nach Ansicht Bin Ladens entweihen die US-Soldaten die heiligen Stätten der Moslems in seinem Heimatland Saudi-Arabien durch ihre bloße Anwesenheit. Die USA hätten die arabischen Länder zu Untertanen gemacht - der Freund der USA sei Israel.
Karte von Afghanistan
Petersberg Das sicherste Hotel Deutschlands Auf dem Petersberg bei Bonn liegt das wahrscheinlich sicherste Hotel Deutschlands. Es dient der Bundesregierung seit der Nachkriegszeit als Gästehaus und Tagungsort. Hier findet seit Dienstag dem 27.11.01 die Afghanistan-Konferenz unter dem Dach der vereinigten Nationen statt. Die Konferenz wird von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Bereits im Vorfeld wurden alle Reservierungen von Hotelgästen auf andere Häuser umgebucht. Rings um die Staatsherberge sind Kameras installiert, die das gesamte Gelände überwachen können. Die einzige Zufahrt zu dem Geländekomplex wurde am Sonntag für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Um die Sicherheit der Delegationen kümmern sich das Bundeskriminalamt, der Bundesgrenzschutz und ein Sonderkommando der Bonner Polizei. Das Gästehaus der Bundesregierung ist ein 5-Sterne-Hotel Tagungsort mit Blick auf den Rhein. In der über 100 Jahre alten Herberge übernachteten Staatsgäste aus aller Welt, darunter Michail Gorbatschow, die englische Königin Elisabeth II oder Nelson Mandela. Nach wie vor gehört das Haus der Bundesregierung, wird aber von der privaten Steigenberger-Gruppe betrieben. Seit dem Regierungsumzug 1999 nach Berlin ist es frei buchbar.
Was ist Milzbrand? Seit den Terroranschlägen in den USA am 11. September und den amerikanischbritischen Angriffen auf Afghanistan herrscht in den Vereinigten Staaten und auch in Großbritannien Angst vor weiteren Anschlägen. Befürchtet wird diesmal der Einsatz chemischer oder biologischer Waffen. Inzwischen haben sich in den USA mehrere Menschen in verschiedenen Bundesstaaten mit dem beim Menschen äußerst seltenen Erreger des Milzbrandes angesteckt. Infektion nur bei Kontakt mit Tieren Eine direkte Milzbrandübertragung von Mensch zu Mensch findet nach Angaben des Robert-Koch-Institutes normalerweise nicht statt. Das Bakterium Bazillus anthracis befällt in der Regel Rinder, Schafe, Schweine und Pferde. Nur bei intensivem Kontakt mit den Tieren oder tierischen Produkten ist eine Infektion beim Menschen möglich: Die Erreger dringen durch Einatmen von infizierten Staub oder durch das Essen befallender Lebensmittel in den menschlichen Organismus ein. Das Bakterium ist weltweit verbreitet. Man findet aber es eher in Viehzuchtgegenden. Verschiedene Staaten, darunter auch die USA und Großbritannien selber, haben allerdings auch Milzbranderreger für einen Einsatz als biologische Waffe gezüchtet und besitzen entsprechende Vorräte an gezüchteten Erregern. Keine Quarantäne erforderlich In den USA werden mitunter Impfstoffe zur Vorbeugung eingesetzt. Sie bieten aber keinen sicheren Schutz. Zudem gibt es Meldungen über gefährliche Nebenwirkungen, die oft ein größeres Risiko darstellen als die Erkrankung selber. In Deutschland gibt es daher derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen Milzbrand. Bei konkreten Risiken ist eine antibiologische Chemoprophylaxe erkrankter Menschen für nicht notwendig. Widerstandsfähige Sporen Die Sporen des Bakteriums sind äußerst resistent. Sie können jahrzehntelang lebensfähig bleiben. So berichtete ein britischer Forscher nach Untersuchungen auf einer ehemaligen Testinsel für den Einsatz von Milzbranderregern, er habe bei seinen Arbeiten noch immer Sporen des Erregers gefunden. Die entsprechenden Tests der britischen Regierung waren aber schon 1942 gelaufen, also vor 59 Jahren. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können nach Informationen des Bundesamtes für Zivilschutz ( BZS) bis zu 14 Tage liegen. Das Robert-Koch-Institut gibt 2 bis 7 Tage an. Mit Milzbrand infizierte stellen für andere Menschen nach Ansicht der Mediziner keine Gefahr dar: Das Übertragsrisiko von Mensch zu Mensch wird als gering eingeschätzt. Je nach Infektionsweg entwickeln sich die Formen des Haut-, Lungen- oder Darm-Milzbrand.
Hautmilzbrand Über die Haut ist eine Infektion mit verseuchten tierischen Materialien möglich. Die Erkrankung beginnt mit einer Pustel. Ihr schließt sich eine entzündliche Milzbrand- Karbunkel an. Fieber und Entzündungen an den Lymphknoten sind Begleiterscheinungen der Krankheit. Hautmilzbrand lässt sich mit Antibiotika recht gut behandeln und heilen. Ohne eine solche Behandlung kann die Krankheit auch tödlich verlaufen. Lungenmilzbrand Die Bakterien gelangen hier über Staub oder durch Tröpfchen (z.b. beim Schlachten) in den Körper. Die Erkrankung äußert sich zunächst in Form einer Lungenentzündung mit hohem Fieber, Schüttelfrost und blutigem Husten. Aber auch hier ist eine Behandlung mit Antibiotika möglich. Diese Behandlung muss allerdings schnell erfolgen, da die Erkrankung rasch voranschreitet. Je später die Behandlung einsetzt, umso größer ist die Gefahr, dass diese Erkrankung tödlich ausgeht. Darmmilzbrand Diese noch seltenere Form wird in der Regel durch schlecht gekochtes Fleisch oder von Innereien von erkrankten Tieren ausgelöst. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, blutige Durchfälle oder Bauchfellentzündungen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist auch hier möglich, sie muss aber in einem frühen Stadium der Erkrankung erfolgen.