wirtschaftsinformatik im hauptstudium:



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Transkript:

wirtschaftsinformatik im hauptstudium: einführung in erp 03/2000 martin finkbeiner 1

inhalt theoretische grundlagen erp am beispiel sap r/3 praktische anwendung eines r/3 moduls mit uebungen 03/2000 martin finkbeiner 2

theoretische grundlagen standardsoftware vs individualsoftware merkmale pro/contra arten / typen kriterien bzgl. auswahl client-serverarchitektur merkmale pro/contra relationales datenbankmodell erd/erm relationen-modell sql 03/2000 martin finkbeiner 3

standardsoftware vs individualsoftware merkmale pro meist kostengünstiger als individualsoftware kein eigenes entwickler-know-how notwendig i.d.r. schneller einzuführen i.d.r. benutzerfreundlicher hoher reifegrad und hohe qualität wartung und aktualisierung übernimmt der anbieter internationalisierung globalisierung rechtssicherheit durch kontinuitaet contra vielfach nicht unternehmensgerecht und u.u. aufwendig anzupassen allgemeingültige Ausrichtung hoher Speicherbedarf und lange Bearbeitungszeiten mangelnde Effizienz Anpassung der Organisation an die Software mangelnde Anpassungsfähigkeit geringere Flexibilität Abhängigkeitsverhältnis zum Anbieter 03/2000 martin finkbeiner 4

arten typen 03/2000 martin finkbeiner 5

kriterien bzgl. auswahl Allgemeine Beurteilungskriterien Vertrag - Leistungsumfang - Probebetrieb - Service - Garantiebedingungen Wartung - Kosten - Verfügbarkeit Installation - Beratung - Unterstützung - Installation - Schulung Datenschutz/ Kosten Datensicherheit - einmalig - laufend Sonstige - Referenzen - Architektur - Schnittstellen - Plattform 03/2000 martin finkbeiner 6

kriterien bzgl. auswahl Anwendungsbezogene Beurteilungskriterien Funktionalität Leistung Eingabe Ausgabe Benutzer- Dokumentation freundlichkeit - Anforderungen - Anpassung - Flexibilität - Laufzeit - Einfachheit - Medium - Antwortzeit - Prüfung wählbar - Formate - Datenmengen - Fehlerkorrektur - Layout - Geschwindigkeit - Bedienerführung - Bildschirmaufbau - Robustheit - Lernaufwand - Handbuch - Hilfefunktion - Aufbau - Vollständigkeit - Verständlichkeit (vgl. Schwarze, 1994, S. 271 ff.) 03/2000 martin finkbeiner 7

vorgehen bei der auswahl Vorstudie mit grundsätzlicher Zielsetzung und Entscheidung für Standardsoftware Formulierung eines Anforderungskatalogs (grobes Pflichtenheft) zur Marktanalyse und Grobauswahl Marktanalyse und Grobauswahl --> max. 10 bis 20 Pflichtenheft im Sinne einer fachkonzeptionellen Anforderungsdefinition Ausschreibung und Feinauswahl Endauswahl Verfeinerung und Optimierung des Fachkonzeptes sowie Anpassung und Ergänzung der Standardsoftware hinsichtlich betrieblicher Belange Einführung von Standardsoftware 03/2000 martin finkbeiner 8

client-server-architektur begriff: architektur zur verteilung einer (mehrer) anwendung(en) auf einem rechnernetz vergl. gabler wi-lexikon 1997 bestandteile: server netz client server datenbank anwendung www-server präsentation client plattformen: win9x, ntx, win2k linux, unix, x11, etc. mac thin-client www-browser mysap.com workplace gui plattformunabh. www-basiert proprietär plattformabh. netz arten lan (intranet) wan (internet) protokolle tcp/ip ipx/spx (novell) architektur ethernet token-ring (atm) geswitcht nicht-geswitcht 03/2000 martin finkbeiner 9

klassisches C S modell 1 stufig 2 stufig mehr stufig präsentation aplikation datenbank 03/2000 martin finkbeiner 10

erweitertes client-server-modell: 1 stufig 2 stufig 3 stufig mehr stufig präsentation -client präsentation -server web-server aplikation datenbank 03/2000 martin finkbeiner 11

c-s-modell am bsp sap r/3 03/2000 martin finkbeiner 12

und noch eins :-) 03/2000 martin finkbeiner 13

relationales datenbankmodell entity relationship modell (ERM) begriff: methode nach peter chen zur semantischen datenmodellierung (semantik: lehre von der bedeutung sprachlicher zeichen und zeichenfolgen) voraussetzung: das zu modellierende system läßt sich durch objekte (entitäten, entities) und beziehungen (relations) zwischen den objekten beschreiben. elemente: entity relation verbinder kardinalitäten: 1:1, 1:n, n:m 03/2000 martin finkbeiner 14

einige einfache beispiele kunde 1 1 wohnt adresse annahme: ein kunde wohnt an einer adresse und eine adresse gehoert zu einem kunden also ergibt sich eine 1:1 relation wohnt kunde 1 n leiht buch die relation leiht ist ein 1:n beziehung d.h. ein buch kann zu einem zeitpkt zwar nur von einem kunden geliehen werden, ein kunde kann aber zu einem zeitpkt mehrere bücher leihen buch n schrieb m autor die relation schrieb ist ein n:m beziehung d.h. ein buch kann einen aber auch mehrere autoren haben und ein autor kann eines oder mehrere bücher geschrieben haben. 03/2000 martin finkbeiner 15

das ganze im zusammenhang kunde 1 1 wohnt adresse 1 leiht n buch n schrieb m autor 03/2000 martin finkbeiner 16

bewertung vorteile: klare trennung zwischen logischem und physischem entwurf keine fachkenntnisse der später eingestzten datenbanksoftware nötig wenige graphische elemente leichte erlernbarkeit nachteile: schlechte lesbarkeit bei komplexen zusammenhängen wegen fehlender strukturierungsmechanismen SERM strukturiertes ERM 03/2000 martin finkbeiner 17

aus dem erd das relationen-modell ableiten. beispiel kunde: aus der entität wird die relation kunde 1 kunde: kunden-nr name vorname 1 meier horst 2 muellerbettina adresse: im oberen blauen bereich steht die eigentliche relation. die bestandteile: name der relation und die namen der tabellen-felder. detaillierter sieht das ganze im relationen schema aus. adresse: 1 kunden-nr strasse haus-nr plz ort 1 oberstr. 2 10000 irgendwo 2 untere str 3 10001 genauda 03/2000 martin finkbeiner 18

relationenschema das relationenschema fuer die relation adresse: adresse(kunden-nr:int(10), strasse:char(50), hausnr:char, plz:int(6), ort:char(30)) und für kunde : kunde(kunden-nr:int(10), name:char(40), vorname:char(50)) bedeutung der anhänge :int(###) bzw. :char(###), etc. int integer, ganzzahl in der angegebenen länge char zeichenkette in der angegebenen länge und andere. 03/2000 martin finkbeiner 19

ende der theoretischen grundlagen 03/2000 martin finkbeiner 20