Die Weiterbildungsschule

Ähnliche Dokumente
Merkblatt Profilwechsel. Kaufmännische Grundbildung. M-Profil E-Profil B-Profil Berufsattest

Die Sekundarschule Solingen informiert über den Wahlpflichtbereich Spanisch. Sekundarschule. Schuljahr 2015/ Jahrgang

AUFGABE 1. Sehen Sie das Schaubild über das deutsche Schulsystem an und und markieren Sie: richtig oder falsch.

Erweitertes Aufnahmeverfahren und Vorbereitungskurs

Ulmer Universitäts-Trainingscamp. 1. bis 24. September 2015

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl

WP-Fach Informationen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5

Mein Zeugnis an der Gesamtschule. was habe ich erreicht? Informationen für die Jahrgangsstufen 9 und 10

Berufsmatura nach der Lehre

Information zum Projekt. Mitwirkung von Menschen mit Demenz in ihrem Stadtteil oder Quartier

Wir machen uns stark! Parlament der Ausgegrenzten

Lehrgang zur Kaufmann/-frau für Büromanagement

schüler online Die zentrale Anmeldung im Internet

Studieren- Erklärungen und Tipps

InteGREATer e.v. Berlin vor Ort

Kochen und Backen Klasse

Vorderthal, 15. April Liebe Eltern,

Versetzungsgefahr als ultimative Chance. ein vortrag für versetzungsgefährdete

Dann zahlt die Regierung einen Teil der Kosten oder alle Kosten für den Dolmetscher.

Nachholbildung für Detailhandelsfachleute Artikel 32 BBV

Oft gestellte Fragen:

Ganztägige Schulformen. Beste Bildung und Freizeit für unsere Kinder

Übergänge- sind bedeutsame Lebensabschnitte!

Sekundarschule Kurzzeitgymnasium. TRITTs. Über. verfahren D V S

Test 2: Universitäts- oder Fachhochschulstudium? 24 Auswertung: Universitäts- oder Fachhochschulstudium? 27

2.3. Promotions- und Übertrittsreglement. I. Kindergarten. II. Primarschule. Im Amtlichen Schulblatt veröffentlicht am 15.

Gliederung. 1. Was ist ein Freiwilliges Soziales Jahr? 2. Das Freiwillige Soziale Jahr am FWG in Kooperation mit der Pestalozzischule

Werden Sie eine Mittagstischfamilie. Viel mehr als nur ein. Mittag. ...gemeinsam essen

Gemeinsame Erklärung zur inter-kulturellen Öffnung und zur kultur-sensiblen Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung und Migrations-Hintergrund.

Sehr geehrter Herr Pfarrer, sehr geehrte pastorale Mitarbeiterin, sehr geehrter pastoraler Mitarbeiter!

Abi online Für das Abitur lernen wann ich will, wo ich will!

Das Leitbild vom Verein WIR

Informationsabend Übertritt in die Sekundarstufe I HERZLICH WILLKOMMEN. 21. September 2015 Elternabend Übertritt 1

Elternzeit Was ist das?

Das Persönliche Budget in verständlicher Sprache

Das Qualifikationsverfahren (QV) für die Ausbildungsmodelle EFZi und 3+1 an der bwd WMB

in der Wichtiges aus unserer Schule

Welche Staatsangehörigkeit(en) haben Sie?... Mutter geboren?...

Eltern-Info: Hilfe für schwache Schülerinnen und Schüler

Reizdarmsyndrom lindern

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit?

Örtliche Angebots- und Teilhabeplanung im Landkreis Weilheim-Schongau

Gemeinsam. Alters- und Pflegewohnheim Klinik Lindenegg

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION

Wir machen neue Politik für Baden-Württemberg

Berufsmaturität Gesundheit &

Statuten in leichter Sprache

Berufspraktikum vom Januar 2016

Leitbild. für Jedermensch in leicht verständlicher Sprache

SEK II. Auf den Punkt gebracht!

Konzept der integrativen Spielgruppe im Kinderhaus St. Anna. Kinderhauses St. Anna Pro Soki

Eva Douma: Die Vorteile und Nachteile der Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit

Betreuung für Kinder mit Herz und Verstand

Alle gehören dazu. Vorwort

Grundschule des Odenwaldkreises. Rothenberg. Fortbildungskonzept

B Kauffrau/Kaufmann EFZ Basis-Grundbildung

Der Übertritt ans Gymnasium

Brückenangebote Schuljahr 2016/17

Informationen zu den Abschlüssen an der RSS Witten bis zur 11. Klasse (Alle Angaben nach bestem Wissen und ohne Gewähr!) Stand Januar 2013

40-Tage-Wunder- Kurs. Umarme, was Du nicht ändern kannst.

Machtmissbrauch. am Arbeitsplatz

Drei Wege zum Berufsabschluss. Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis ein sicherer Wert

BM 2 Berufsmaturität für gelernte Berufsleute

Mehr Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeits-Markt

Gymnasiale Oberstufe am Clemens-Brentano-Gymnasium Dülmen

Der Bildungsrat. des Kantons Zürich. Beschluss vom 15. April 2013

Der Berufswahlprozess in der Schule kant. Rahmenbedingungen

HERZLICH WILLKOMMEN. Informationsabend Übertritt Primar Sek I zum. Schule Ruswil ca Uhr

Informationen zum Ambulant Betreuten Wohnen in leichter Sprache

Info Ganztagsschule 2011/2012. Welche Grundsätze sind wichtig für die GTS?

Gesundheitlich und Soziale Berufsmatura. Informationsbroschüre Lehrbegleitende Ausbildung

Information über Abschlüsse, Prüfung und Versetzung

Die SPD und die Grünen machen im Niedersächsischen Landtag. Alle Menschen sollen in der Politik mitmachen können.

Senioren ans Netz. schreiben kurze Texte. Lektion 9 in Themen aktuell 2, nach Übung 7

Lern- und Spaßwoche. Klaffer am Hochficht Mo Fr (halb- bzw. ganztags) Fit für die Schule durch Spaß beim Lernen!

Das Schulsystem in Deutschland (Band 2, Lektion 1)

PhysioPlus: Ihr gratis Gesundheits-Check.

Elternbrief Infos Vorstellung neue Mitarbeiter Einladung Elternabend und Elternbeiratswahl - Speiseplan

Studienkolleg der TU- Berlin

Versetzungsregeln in Bayern

Der BeB und die Diakonie Deutschland fordern: Gesundheit und Reha müssen besser werden. So ist es jetzt:

ANE Elternbriefe. Ihr Baby ist nun ein Kleinkind. Arbeitskreis Neue Erziehung e. V. in Leichter Sprache 2

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

Erfahrungsaustausch und Rückblick Cross Mentoring Dr. Karl Straßer Mag. Kathrin Kühtreiber

Meine Entscheidung zur Wiederaufnahme der Arbeit

Hans-Günter Rolff. Zielvereinbarungen

Ergebnisse der Veranstaltung

Wichtige Forderungen für ein Bundes-Teilhabe-Gesetz

Impulse Inklusion 2014 Beteiligungskulturen - Netzwerke - Kooperationen (Leichte Sprache Version)

L10N-Manager 3. Netzwerktreffen der Hochschulübersetzer/i nnen Mannheim 10. Mai 2016

Begleitung beim Berufseinstieg als Gebärdensprachdolmetscher Seminarreihe ab dem 24. April Hamburg (Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)

Das Bildungspaket: Mitmachen möglich machen

MEE. Unterstützung beim Leben mit einer Behinderung. Für Klienten

Internetpräsentation Städtischer Kindergarten Rheinstraße

Verordnung über die Handelsmittelschule (HMSVO)

Hausaufgabenkonzept der Brenscheder Schule

Was ist Peer-Beratung?

Eingewöhnung. Wie ein guter Start gelingt

Umfrage in den 5er-Klassen zu Hausaufgaben in den Nebenfächern im Schuljahr 2014/15

Transkript:

Die sechs Standorte der WBS Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt Volksschulen WBS St. Alban Engelgasse 40, 4052 Basel 061 373 15 20, www.wbs-dalbe.ch WBS Bäumlihof mit WBS-Sportklassen Zu den Drei Linden 80, 4058 Basel 061 606 33 70, www.wbs-baeumlihof.ch WBS De Wette mit WBS-Musikklassen De Wette-Strasse 7, 4051 Basel 061 205 75 75, http://wbs-dewette.ch Herausgeber Volksschulleitung Basel-Stadt Konzept und Text: wortgewandt, Basel Gestaltung: VischerVettiger, Basel Fotos: Pino Covino (1, 3, 7, 9, 13, 15), Lumamarin/photocase.com (19) 2. Auflage 2010 Die Weiterbildungsschule Basel-Stadt Der Schlüssel zu Berufs- und Weiterbildung WBS Holbein Kanonengasse 9, 4051 Basel 061 267 55 35, www.wbs-holbein.ch WBS Leonhard Leonhardstrasse 15, 4051 Basel 061 267 55 60, www.wbs-leonhard.ch WBS Mücke Schlüsselberg 14, 4051 Basel 061 267 81 90, http://wbs.edubs.ch/muecke VOLKSSCHULLEITUNG BASEL-STADT Kohlenberg 27, Postfach 2027, 4001 Basel 061 267 54 61, http://wbs.edubs.ch 21

Inhalt Liebe Eltern Ihr Kind startet nach den Sommerferien in der WBS die letzten beiden Jahre seiner obligatorischen Schulzeit. Das ist eine wichtige Zeit: Ihr Sohn oder Ihre Tochter steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Damit stellen sich ganz neue Fragen. Die Jugendlichen müssen sich in den letzten beiden Schuljahren mit ihrer Zukunft befassen. Nach der 2. Klasse der WBS sollen sie so reif sein, dass sie eine erste berufliche Perspektive haben. Sie haben sich für eine Berufslehre entschieden oder wollen gezielt eine weiterführende Schule besuchen. Um so weit zu kommen, brauchen sie die Begleitung ihrer Lehrpersonen und ihrer Eltern. Deshalb freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen! Wir stehen Ihnen für allgemeine Fragen gerne zur Verfügung. Fragen, die den Schulalltag betreffen, können Sie direkt an die Schulleitung der WBS Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter richten. Mit herzlichen Grüssen Gaby Jenö Leiterin Sekundarstufe I Dr. Christian Griss Leiter Sekundarstufe I A-Zug E-Zug Die Weiterbildungsschule: wichtiger Dreh- und Angelpunkt 4 Der A-Zug: reif für eine berufliche Grundbildung 6 Der E-Zug: Schlüssel zu anspruchsvollen Berufen 8 Gut gerüstet in die Zukuft 10 Schulische Anschlüsse an die WBS 11 Extrazüge 12 Die WBS hilft 14 Kaleidoskop: was die WBS sonst noch ausmacht 16 Die sechs Standorte der WBS 20 3

Die Weiterbildungsschule: wichtiger Dreh- und Angelpunkt Die Weiterbildungsschule mit ihren sechs Standorten bietet überall das gleiche Programm aber jeder Standort auf seine Art. Zwei Standorte (De Wette und Bäumlihof) sind grösser als die anderen vier. Die WBS ist keine Quartierschule, deshalb wird der Schulweg Ihres Kindes weiter als noch an der Orientierungsschule. Ihr Standortwunsch wird nach Möglichkeit berücksichtigt. Es wird darauf geachtet, dass die Durchmischung an jedem Standort gleich ist. Das heisst, dass der Anteil der Jungen und Mädchen, der A- und E-Zug-Klassen, der Jugendlichen mit deutscher und nicht-deutscher Muttersprache überall gleich ausgewogen ist. Die WBS ist der Dreh- und Angelpunkt der obligatorischen Schulzeit. Am Ende verlassen uns die Jugendlichen in ganz unterschiedliche Richtungen. Deshalb legen wir Wert auf die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen, mit der Wirtschaft und mit den Gymnasien. Um einen möglichst reibungslosen Übergang zu ermöglichen, steht die WBS auch in regelmässigem Austausch mit den Orientierungsschulen und den Spezialangeboten. WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auch in der Broschüre «Nach der OS: Wie geht es weiter?» des Erziehungsdepartements und im Internet: www.ed.bs.ch. Kurzporträt WEITERBILDUNGSSCHULE Altersstufe und Ziel Dauer Unterricht Beurteilung/Versetzung Klassengrösse maximal Stundenplan Aufnahme Abschluss 10. und 11. Schuljahr* Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung und auf weiterführende Schulen zwei Jahre Allgemeiner Zug (A-Zug) für leistungsschwächere und mittlere Schüler/innen, Erweiterter Zug (E-Zug) für leistungsstärkere Schüler/innen Notenzeugnis (6 bis 1; 6 für beste Leistung) nach jedem Semester und Lernbericht am Ende des ersten und dritten Semesters. Bei sehr guten Leistungen im A-Zug Umstufung in den E-Zug, bei ungenügenden Leistungen im E-Zug Umstufung in den A-Zug A-Zug: 16 Schüler/innen E-Zug: 22 Schüler/innen Fünftagewoche E-Zug definitiv für ein Jahr (ab 13 Punkten in der OS) oder nach erfolgreicher freiwilliger Aufnahmeprüfung (Prüfungstermin: jeweils im März) E-Zug probeweise für ein Semester (12 Punkte in der OS) A-Zug: alle definitiv Für den Eintritt aus einer Privatschule oder von auswärts melden Sie sich bitte für ein Gespräch bei der Volksschulleitung an. Obligatorischer Abschluss mit Schlussprüfung * HarmoS-Zählung, inkl. 2 Jahre Kindergarten 5

A-Zug Der A-Zug: reif für eine berufliche Grundbildung Der A-Zug ist für Schülerinnen und Schüler, die direkt nach der obligatorischen Schulzeit ins Berufsleben einsteigen möchten und die an der OS die Grundanforderungen erreicht oder teilweise erreicht haben. Auch wer Mühe hat mit selbstständigem Arbeiten, ist im A-Zug gut aufgehoben. Die für eine Berufslehre wichtigen Fächer Deutsch und Mathematik (je 6 Lektionen) werden besonders intensiv unterrichtet. Dazu kommt Französisch als einzige Fremdsprache, ausserdem Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften, Sport und Hauswirtschaft. Aus den Pflichtwahlfächern Bildnerisches Gestalten, Textiles Gestalten, Werken und Musik wählen die Schülerinnen und Schüler für beide Jahre dieselben zwei Fächer. Die Freiwahlfächer sind von Standort zu Standort verschieden und ergänzen den Stundenplan. In einer A-Zug-Klasse sitzen höchstens 16 Schülerinnen und Schüler, die von wenigen Lehrpersonen un - terrichtet werden. Die Jugendlichen haben also feste Bezugspersonen, zu denen sie eine gute Beziehung aufbauen können. NOTEN UND ZEUGNISSE An der WBS gibt es Noten von 1 bis 6, wobei 6 die beste Note ist. Am Ende jedes Semesters erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis. In der Mitte des Schuljahres werden der Leistungsstand sowie das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten in einem Lernbericht beschrieben. Anschliessend bespricht die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer den Bericht mit den Jugendlichen und ihren Eltern. Am Ende der 2. Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Schlusszeugnis. Darin werden die Leistungen des letzten Semesters und die Resultate der Schlussprüfungen aufgeführt. Zu den Schlussprüfungen gehört eine Projektarbeit sowie mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen in einzelnen Fächern. WECHSEL IN DEN E-ZUG Wenn Ihr Kind in den meisten Fächern im A-Zug klar unterfordert ist, kann es auf Empfehlung der Lehrpersonen bis nach den Herbstferien probeweise in den E-Zug wechseln. Am Ende des 1. Semesters entscheidet die Schulleitung, ob Ihr Kind definitiv im E-Zug bleiben kann. Wer nach der 1. Klasse in allen Pflicht- und Pflichtwahlfächern einen Notendurchschnitt von mindestens 5,0 erreicht, kann in die 1. Klasse des E-Zugs wechseln. Das bedeutet, dass ein Schuljahr wiederholt wird. Während und nach der 2. Klasse gibt es keine Möglichkeit, in den E-Zug zu wechseln. 6 7

E-Zug Der E-Zug: Schlüssel zu anspruchsvollen Berufen Der E-Zug ist für Schülerinnen und Schüler gedacht, die nach der WBS eine weiterführende Schule besuchen oder eine schulisch anspruchsvolle Lehre machen möchten. Sie müssen im Lernbericht an der OS mindestens 13 Punkte erreicht oder die Aufnahmeprüfung bestanden haben. Mit 12 Punkten wird Ihr Kind provisorisch aufgenommen. Die Jugendlichen im E-Zug müssen zielstrebig und eigenständig arbeiten können. Hausaufgaben und Projekte ausserhalb des Unterrichts gehören dazu. Die Klassengrösse im E-Zug beträgt 22 Schülerinnen und Schüler. Die Klasse wird von einer Klassenlehrperson geführt und von mehreren Fachlehrpersonen unterrichtet. Zu den 4 Lektionen Deutsch und 5 Lektionen Mathematik pro Woche kommen zwei Fremdsprachen (Französisch und Englisch) sowie Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften, Sport und Hauswirtschaft. Aus den Pflichtwahlfächern Bildnerisches Gestalten, Textiles Gestalten, Werken und Musik wählen die Schülerinnen und Schüler für beide Jahre dieselben zwei Fächer. Die Freiwahlfächer sind von Standort zu Standort verschieden und ergänzen den Stundenplan. NOTEN UND ZEUGNISSE An der WBS gibt es Noten von 1 bis 6, wobei 6 die beste Note ist. Am Ende jedes Semesters erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis. In der Mitte des Schuljahres werden der Leistungsstand sowie das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten in einem Lernbericht beschrieben. Anschliessend bespricht die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer den Bericht mit den Jugendlichen und ihren Eltern. Am Ende der 2. Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Schlusszeugnis. Darin werden die Leis tungen des letzten Semesters und die Resultate der Schlussprüfungen aufgeführt. Zu den Schlussprüfungen gehört eine Projektarbeit sowie mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen in den einzelnen Fächern. WECHSEL IN DEN A-ZUG UND ÜBERGANG ANS GYMNASIUM Wenn Ihr Kind provisorisch in den E-Zug aufgenommen wurde, muss es am Ende des 1. Semesters über alle Fächer einen Notenschnitt von 4,0 erreichen und die ungenügenden Noten doppelt kompensieren. Das heisst, eine 3 in Französisch wird mit einer 6 in Geografie kompensiert. Ansonsten wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter in den A-Zug umgestuft. Dieselben Bedingungen gelten am Ende der 1. Klasse für alle Schülerinnen und Schüler im E-Zug. Nach der 2. Klasse bringt die Übergangsklasse lernbereite Jugendliche, die den erforderlichen Notenschnitt erreicht haben, ins Gymnasium. 8 9

Gut gerüstet in die Zukunft Schulische Anschlüsse an die WBS LAUFBAHNVORBEREITUNG: WER BIN ICH, WAS WILL ICH? Ziel der WBS ist es, ihre Schülerinnen und Schüler zur Berufsreife zu führen. Nach der 2. Klasse sollen sie eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiterführenden Schule haben. Die WBS legt deshalb viel Wert auf eine vertiefte Laufbahnvorbereitung (LV). Im A-Zug sind zwei Lektionen pro Woche Klassenstunde/Laufbahnvorbereitung vorgesehen, im E-Zug ist es eine Lektion. In der Laufbahnvorbereitung lernen die Schülerinnen und Schüler sich selbst kennen ihre Stärken und Schwä chen, ihre Vorlieben und besonderen Fähigkeiten. Ausserdem erfahren sie, welche beruflichen und schulischen Möglichkeiten ihnen offen stehen. Mit diesen Kenntnissen können sie eine realistische Berufswahl treffen. Der Unterricht ist ganz auf die Praxis ausgerichtet: Welche Berufe gibt es? Wo kann ich mich informieren? Wie schreibe ich eine Bewerbung? Wie teile ich meinen Lohn ein und bezahle meine Rechnungen? Welches sind meine Rechte? Daneben gibt es Betriebsbesichtigungen und -praktika, eine Schnupperlehre (die sich alle Jugendlichen selbst organisieren müssen) und verschiedene weitere Veranstaltungen (siehe Seite 16 ff). WEITER IN DIE SCHULE Es gibt in Basel verschiedene Möglichkeiten für Jugendliche, die nach der WBS noch weiter zur Schule gehen wollen. Die weiterführenden Schulen verlangen, dass bestimmte Notendurchschnitte im WBS-Zeugnis erreicht werden oder dass eine Aufnahmeprüfung bestanden wird. Mit der Wahl der weiterführenden Schule wird bereits ein Vorentscheid über die berufliche Richtung getroffen. WEITERE INFORMATIONEN Die Broschüre «Nach der WBS: Der erste Schritt zur eigenen Laufbahn» des Erziehungsdepartements gibt detaillierte Auskunft über die weiterführenden Schulen und ihre Aufnahmebedingungen. A- Zug* E- Zug * A-Zug: Über eine Umstufung in den E-Zug oder über ein 12. Schuljahr in der Schule für Brückenangebote (SBA) ist der Weg in die weiterführenden Schulen offen. E- Zug Berufspraxis und Schulunterricht: Die berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) oder die berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) verbindet Berufspraxis und Schulunterricht und ist der direkte Weg zum Beruf. Berufsbildung an einer Vollzeitschule: Die Wirtschaftsmittelschule (WMS; ehemals Handelsmittelschule HMS) bereitet auf verschiedene kaufmännische Berufe vor, speziell im Dienstleistungssektor. Die Informatikmittelschule (IMS) bereitet auf den Beruf des Informatikers/der Informatikerin vor. Die Schule für Gestaltung bietet mit der Fachklasse für Grafik die Berufsausbildung zur Grafikerin/zum Grafiker an, in der zudem die Berufsmaturität erlangt werden kann. Berufsmaturitätsschule: Die Berufsmaturitätsschule kann während oder nach der Lehre besucht werden. Die Berufsmaturität (BM) erlaubt es, ohne Aufnahmeprüfung an einer Fachhochschule zu studieren. Schule für Brückenangebote (SBA): Die SBA hilft weiter, wenn der direkte Sprung in die Lehre nicht möglich ist. Im freiwilligen 12. Schuljahr (Basis/Basis-plus), der Kaufmännischen Vorbereitungsschule, einem beruflichen Vorkurs oder der Vorlehre A können die Jugendlichen ihre schulischen Lücken schliessen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Sehr gute Schulleistungen öffnen auch den Weg in die weiterführenden Mittelschulen. Fachmaturitätsschule (FMS): Sie bereitet auf anspruchsvolle Berufsausbildungen oder ein Fachhochschulstudium vor in den Bereichen Gesundheit/Naturwissenschaften, Pädagogik, Soziale Arbeit, Gestaltung/ Kunst, Musik/Theater/Tanz, Kommunikation/Medien. Übergangsklasse WBS Gymnasium (ÜK): Wer gute Schulleistungen erbringt, kann nach einem Jahr ÜK in die 3. Gymnasialklasse eintreten und mit 15 Schuljahren eine eidgenössisch anerkannte Maturität erwerben. 10 11

Extrazüge FÖRDERUNG DURCH FREUDE: DIE MUSIKKLASSE Ganzheitlicher Unterricht ist an der WBS kein leeres Versprechen. In den Musikklassen der WBS De Wette wird jeden Tag gesungen und musiziert. Das Rhythmusgefühl wird geschult, die Konzentrationsfähigkeit wird durch das Einstudieren von Musikstücken und Aufführungen gefördert, und die Gruppe wird durch das gemeinsame Singen gestärkt. Zudem schult die Musik die Sinne der Jugendlichen, was sie insgesamt aufnahmefähiger macht. Schülerinnen und Schüler des A- und des E-Zugs werden in der Musikklasse generell gemeinsam unterrichtet. Im A-Zug fällt zugunsten der Musik je eine Lektion Deutsch und Mathematik weg. Die ganze Klasse hat eine halbe Lektion weniger Geschichte und Geografie und eine Lektion weniger Sport. Wer die Musikklasse besuchen will, muss eine kleine Aufnahmeprüfung bestehen, in der Rhythmusgefühl und Musikgehör getestet werden. Ausserdem muss man ein Lied vorsingen können. Weder der Besuch der Musikklasse an der OS noch Instrumentalunterricht sind Bedingung. Die Schule ist gut eingerichtet für alles, was mit Musik zu tun hat es gibt also viel Raum für Eigeninitiative. Auftritte gehören jedes Jahr zum festen Programm. Für die Musikklasse gibt es ein spezielles Anmeldeformular und eine Anmeldefrist. NACHWUCHSFÖRDERUNG DER BESONDEREN ART: DIE SPORTKLASSE Ist ein Junge ein talentierter Eishockeyspieler? Ein Mädchen eine ambitionierte Balletttänzerin? Dann ist die Sportklasse der richtige Ort für die beiden. An der WBS Bäumlihof können sich die sportlichen Jugendlichen den Schulstoff in weniger Pflichtstunden aneignen. Dadurch bleibt mehr Zeit fürs Training. Wer wegen des Sports Prüfungen verpasst, muss sie später nachholen. Die Schülerinnen und Schüler der Sportklasse müssen also nicht nur im Training diszipliniert arbeiten, sondern sich auch sehr für die Schule engagieren. Dafür steht ihnen die gute Infrastruktur im Bäumlihof zur Verfügung: Sportplatz, Schwimmbad, Kraftraum und Turnhallen. Ergänzt wird das Schulprogramm durch Sporttheorie und Ernährungslehre. Die Laufbahnvorbereitung ist speziell auf Berufe im Bereich des Sports ausgerichtet. Die WBS unterstützt mit diesem Angebot die Nachwuchsförderung der Sportvereine. Um in die Sportklasse aufgenommen zu werden, müssen die Jugendlichen in ihrer Sportart zur regionalen oder nationalen Spitze gehören. Im Bereich Ballett/Tanz ist eine gleichwertige Qualifikation notwendig. Trainer oder Trainerin müssen eine Empfehlung aussprechen, ebenso wie der Koordinator der «BaselTalents», dem Basler Nachwuchsförderungsprogramm. In der Sportklasse werden Jugendliche des A- und des E-Zugs generell gemeinsam unterrichtet. Für die Sportklasse gibt es ein spezielles Anmeldeformular und eine Anmeldefrist. HILFE FÜR FREMDSPRACHIGE JUGENDLICHE: DIE FREMDSPRACHENKLASSEN Fremdsprachige Jugendliche, die neu in Basel leben, können ihre schulischen Lücken in Fremdsprachenklassen der WBS Bäumlihof und De Wette schliessen. Überdies erhalten sie intensiven Deutschunterricht. Die Schülerinnen und Schüler der Fremdsprachenklassen werden je nach ihren Möglichkeiten so rasch als möglich in einzelnen Fächern in die Klassen der WBS integriert und gemeinsam mit den anderen Jugendlichen unterrichtet. Sie sollen am sozialen Leben der Klasse und der ganzen Schule teilnehmen. Nach den zwei Jahren an der WBS sollten die Jugendlichen in der Lage sein, eine Lehrstelle oder eine Anschlussschule zu finden. Für eine Anmeldung melden sich Eltern zu einem persönlichen Gespräch bei der Volksschulleitung. 12 13

Die WBS hilft Es gibt Zeiten, da läuft nicht alles rund. Probleme mit der Motivation, plötzlich schlechtere Leistungen in der Schule, Lernschwierigkeiten oder persönliche Krisen können die Jugendlichen belasten. Für solche Situationen ist die WBS eingerichtet. DAS FÖRDERZENTRUM Im Förderzentrum werden alle unten aufgeführten Unterstützungsdienste der WBS zusammengefasst. Alle arbeiten zusammen und prüfen gemeinsam, welches Angebot das richtige ist. Das Förderzentrum ist der Ort, wo Schülerinnen und Schüler auch Antworten auf vielfältige Fragen zum Lernen erhalten: Wie organisiere ich meinen Alltag? Wie lerne ich eigentlich? Was kann ich gegen Prüfungsangst tun? Wie lerne ich, mich besser zu konzentrieren? Darüber hinaus können im Förderzentrum besondere Begabungen speziell gefördert und Defizite aufgeholt werden. Man kann sich auch gezielt auf eine Prüfung vorbereiten. DIE INTEGRATIVE SCHULUNGS- FORM (ISF) Wenn ein Kind ganz spezifische Lernschwächen hat, wird es von den Lehrpersonen mit spezieller Ausbildung in Heilpädagogik individuell betreut. Diese Betreuung vor Ort ist eine wichtige Unterstützung, die es manchen Jugendlichen ermöglicht, in ihrer angestammten Klasse zu bleiben. DIE SCHULSOZIALARBEIT (SSA) Manchmal wachsen den Jugendlichen die Schwierigkeiten über den Kopf. Streit mit den Eltern, Überforderung in der Schule, Mobbing in der Klasse. Die Schulsozialarbeit weiss Rat. Dabei steht die einzelne Schülerin oder der einzelne Schüler immer im Zentrum der Arbeit. Die SSA vermittelt zwischen Jugendlichen, Lehrpersonen und Eltern und fordert die Schülerinnen und Schüler dazu auf, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SSA unterstehen der Schweigepflicht. Sie können von den Jugendlichen, ihren Eltern oder den Lehrpersonen um Rat gebeten werden. An jedem Standort gibt es feste Sprechzeiten. DER SCHULPSYCHOLOGISCHE DIENST (SPD) Eine Schulpsychologin oder ein Schulpsychologe ist jeder Schule zugeteilt. Sie sind Ansprechperson für die Jugendlichen oder ihre Eltern, wenn die Schwierigkeiten schwerer wiegen und psychologische oder therapeutische Hilfe nötig wird. An jedem Standort gibt es feste Sprechzeiten. DER KINDER- UND JUGEND- GESUNDHEITSDIENST (KJD) Zum Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler gehört auch ein gesunder Körper. Was tun gegen chronischen Husten? Wie gehen wir in der Familie mit dem Kiffen um? Unsere Tochter hat einen Freund. Was sollen wir tun? Für solche Fragen gibt es an jedem Standort auch regelmässige Gesundheitssprechstunden mit einer Schulärztin oder einem Schularzt. MITTAGSANGEBOTE ODER: SCHULZEIT = ARBEITSZEIT Viele Familien können die Mittagszeit nicht gemeinsam zu Hause verbringen. Der Arbeitsweg der Eltern ist zu weit oder die Pause zu kurz. Für die Kinder ist es aber wichtig, in dieser Zeit aufgehoben zu sein. Dafür hat die WBS die Mittagsangebote geschaffen. Die Jugendlichen können in der Schule essen (die Mahlzeit müssen sie selbst mitbringen), oder in der WBS Bäumlihof, De Wette, Holbein, Leonhard und Mücke die hauseigene Mensa besuchen. Der Rest der Pause kann mit verschiedenen Tätigkeiten sinnvoll genutzt werden: zum Beispiel im Förderzentrum mit Hilfe einer Lehrperson die Hausaufgaben erledigen oder in der Mediothek lesen und im Internet recherchieren. Einmal in der Woche können die Jugendlichen Sport treiben oder Tastaturschreiben am Computer lernen. Eine Mediothek gibts übrigens an jedem Standort. Sie bietet nicht nur ein grosses Angebot an Büchern, Zeitschriften und Computerarbeitsplätzen, sondern auch den LV-Shop mit Informationen rund um die Berufswahl. Es gibt viele Möglichkeiten. Weitere Informationen gibt es an jedem Standort. 14 15

Kaleidoskop: Was die WBS sonst noch ausmacht ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN Die WBS funktioniert dann am besten, wenn sie gemeinsam mit den Eltern zum Wohl der Jugendlichen arbeitet. Der gute Kontakt zu den Eltern ist uns deshalb ein Anliegen. Vor allem in Fragen der Berufswahl sind die Jugendlichen auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Jedes Jahr im Juni werden die Eltern der neu eintretenden Schülerinnen und Schüler an einen Informationsabend an ihrem Standort eingeladen. Dort lernen sie die neue Schule ihrer Kinder und die Lehrpersonen kennen. Während des Schuljahres gibt es Besuchstage und Elternabende, an denen Eltern Fragen stellen können und die Jugendlichen ihre Arbeiten vorstellen. Darüber hinaus gibt es mindestens einmal im Jahr ein Beurteilungsgespräch. DER SCHULRAT In jeder WBS-Schule gibt es einen Schulrat, der aus sieben Personen besteht. Der Schulrat pflegt den Austausch zwischen Schule und Gesellschaft, vor allem in Bezug auf Themen, die den Schulstandort betreffen. Unter der Leitung eines Präsidiums sind alle Anspruchgruppen im Schulrat vertreten: ein Mitglied der Schulleitung, eine Lehrperson, je zwei Vertretungen der Eltern und der Politik. Im Schulrat können die Mitglieder ihre Sichtweise austauschen. Er kann in Konflikten vermitteln, der Schulrat ist aber weder vorgesetzte Stelle der Schulleitungen noch Aufsicht. Die Elternvertretung im Schulrat wird vom Elternrat der Schule gewählt, die Wahl wird von der Schulleitung organisiert. DIE LV-WOCHE In der 1. Klasse ist eine Woche ganz für die Laufbahnvorbereitung reserviert. Die Schülerinnen und Schüler wissen in der Regel noch nicht, welchen Beruf sie erlernen möchten. Während dieser Woche nehmen sie direkten Kontakt mit Betrieben auf und organisieren sich ein bis zwei Praktikumstage. In der Schule stellen sie ein Bewerbungsdossier zusammen und üben Bewerbungsgespräche. DIE BERUFSWAHLAGENDA Jede Schülerin, jeder Schüler der WBS erhält die Berufswahlagenda. Die ist nicht nur zum Eintragen von Hausaufgaben, Trainings und Parties, sondern liefert auch viele nützliche Informationen zur Berufswahl. Und ausserdem gibts jede Woche ein Porträt von jungen Lernenden, die es geschafft haben. Manche ganz schnell, manche auf Umwegen. Aber alle machen Mut. CASTING: AKTIVE BEGLEITUNG IN DIE BERUFSLEHRE Alle Jugendlichen sollen die Chance haben, eine Lehre zu machen. Dafür haben sich die WBS, die Wirtschaft und die Berufsberatung zusammengetan und das Projekt «Casting» gestartet. Wer mitmacht, wird von der Klassenlehrperson individuell begleitet: Wo liegen die Stärken und Schwächen? Was interessiert den Schüler? Welche Berufe kommen für die Schülerin in Frage? Und wie bewirbt man sich richtig? Danach gehts zur Berufsberatung. Wer seinen Berufswunsch geklärt hat, kann mit Personalprofis aus der Wirtschaft Bewerbungsgespräche trainieren. In diesen Gesprächen können sich die Jugendlichen laufend verbessern und ihre Chancen auf dem Lehrstellenmarkt erhöhen. BERUF DES MONATS UND PRAKTISCHE BERUFS- ERKUNDUNG Von Januar bis Mai stellt das Basler Gewerbe jeden Monat an einem der sechs WBS-Standorte ein paar Berufe vor. Das gibt den Jugendlichen die Gelegenheit, von Berufsleuten direkt zu erfahren, worum es bei ihrer Arbeit geht. Konkret und handfest. Zudem werden Erkundungstage in verschiedenen Berufen organisiert, an denen sich die Schülerinnen und Schüler vor Ort ein Bild des besuchten Berufsalltags machen können. LERNEN AM PROJEKT (LaP) Der Name sagt bereits alles. Am Ende der 2. Klasse sollen alle Schülerinnen und Schüler an einer Projektarbeit zeigen, dass sie sich eine Aufgabe selber stellen und lösen können. Sie erleben dabei, wie schwierig und gleichzeitig befriedigend ein langer Arbeitsprozess sein kann. Damit stärkt LaP das Selbstvertrauen der Jugendlichen. Als Projektarbeit gelten zum Beispiel Untersuchungen, Experimente, Befragungen, Texte, musikalische oder gestalterische Produkte. RENT-A-STIFT Rent-a-Stift ist ein Projekt der Abteilung Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung (BBE). Lehrlinge aus verschiedenen Betrieben und Bran chen geben ihre bisherigen Erfahrungen in der praktischen Berufswelt an die Schüler und Schülerinnen der Weiterbildungsschule weiter. Sie können die Fragen der Jugendlichen aus ihrer Perspektive beantworten und Tipps zur Lehrstellensuche geben. Die Vorzüge von Rent-a-Stift liegen auf der Hand: Viele Jugendliche wissen nicht, wie es nach der obligatorischen Schulzeit weitergehen soll und haben Probleme, sich ein objekti- 16 17

Kaleidoskop: Was die WBS sonst noch ausmacht ves Bild von der heutigen Arbeitswelt zu machen. Die Lehrlinge fanden sich noch vor einem Jahr in der gleichen Position und können den Schülerinnen und Schülern anhand von persönlichen Eindrücken in einer direkten Sprache ein Bild der Berufslehre vermitteln. Dadurch sind die Schülerinnen und Schüler empfänglicher und offener für das Thema. VORBEREITUNG AUF CHECKS Für den Lehreintritt müssen oft spezielle Prüfungen in Allgemeinwissen absolviert werden (Basic check, Multicheck etc.). An der WBS gibt es die Gelegenheit, solche Checks vorzubereiten und in einer authentischen Testsituation zu üben. LV-COACHES Wer ganz konkrete Hilfe bei der Lehrstellensuche braucht, kann sich von einem LV-Coach am Standort begleiten lassen. LAGER UND KOMPETENZ- WOCHEN An der WBS erleben Schülerinnen und Schüler auch Lager, in denen die Gemeinschaft gepflegt wird und viel Sport betrieben wird. Darüber hinaus gibt es Lager zu konkreten Themen oder Projekten. Und für einige Klassen kann jährlich eine LV-Kompetenzwoche durchgeführt werden, in der vor allem das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler und ihre personalen Kompetenzen mit Blick auf die bevorstehenden Vorstellungsgespräche vergrössert und trainiert werden. DIE ORIENTIERUNGSARBEIT Zu Beginn der 2. Klasse wollen die Lehrpersonen wissen, wo ihre Schülerinnen und Schüler stehen. Deshalb führen sie mit den Jugendlichen aller sechs Standorte eine sogenannte Orientierungsarbeit (OA) durch, in der alle dieselben Aufgaben lösen müssen. Jedes Jahr werden zwei Fächer geprüft, wobei eines entweder Deutsch oder Mathematik ist. Die Prüfungen dauern je 90 Minuten und werden benotet. Diese Noten zählen für die Notensetzung im ersten Zeugnis der 2. Klasse. Die Orientierungsarbeiten werden gemeinsam mit den Sekundarschulen des Kantons Basel-Landschaft durchgeführt. So wird die WBS besser vergleichbar mit den Schulen des Nachbarkantons. DIE SCHLUSSPRÜFUNG Zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit gehört an der WBS eine Schlussprüfung in drei Teilen: 1. Die Projektarbeit: Die Schülerinnen und Schüler erstellen im Fach Lernen am Projekt (LaP, s. oben) allein oder in einer Gruppe eine grössere schriftliche oder praktische Arbeit, die sie mündlich präsentieren. Thema und Note der Projektarbeit werden ins Schlusszeugnis aufgenommen. 2. Die schriftlichen Prüfungen finden an allen Standorten zur selben Zeit statt. Die Schülerinnen und Schüler des A-Zugs wählen Deutsch oder Mathematik für die schriftliche Prüfung. Im E-Zug wer den die Schülerinnen und Schüler in beiden Fächern schriftlich geprüft. Die Noten der Prüfungen erscheinen im Schlusszeugnis. 3. Die mündlichen und praktischen Prüfungen finden ebenfalls alle zur selben Zeit statt. Die Schülerinnen und Schüler des A-Zugs legen eine mündliche und eine praktische Prüfung in zwei Fächern ihrer Wahl ab. Im E-Zug wählen die Schülerinnen und Schüler ein Fach für die mündliche oder praktische Prüfung. Die Noten der mündlichen und praktischen Prüfungen erscheinen im Schlusszeugnis. 18 19