Kooperation E-Medien Österreich



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Transkript:

Helmut Hartmann UB Graz Kooperation E-Medien Österreich 2. Treffen österreichischer MedizinbibliothekarInnen Wien, 7. 12. 2004

Inhalt Auf dem Weg zu Konsortien Vertragsmodelle der Anbieter Erfolgsfaktoren von Konsortien Innovationsfaktoren Finanzierung Bestandsaufbau Lizenzverwaltung Technische Infrastruktur Kooperation E-Medien Österreich seit seit 1. 7. 2005 Hartmann Konsortien Wien 2005 2

Auf dem Weg zu Konsortien 1 Definition Form Loser Zusammenschluss Gesetzlich geregelter Verbund mit eigener Geschäftsführung und eigenem Budget Zweck Bildung von Einkaufs- und Nutzungsgemeinschaften Aufbau bzw. Verdichtung des Ressourcennetzwerks Synergieeffekte in Finanzierung und Administration Plattform für Kommunikation, Information, Innovation Hartmann Konsortien Wien 2005 3

Auf dem Weg zu Konsortien 2 Titelabgleich zwischen Bibliotheken Idee: Was INNERHALB EINER Bibliothek funktioniert, muss auch ZWISCHEN VERSCHIEDENEN Bibliotheken möglich sein. Bibliotheken bestellen aufeinander abgestimmt Druckabos ab und nutzen gemeinsam den e-zugang des verbleibenden Abos. Hartmann Konsortien Wien 2005 4

Vertragsmodelle 1 Cross Access Medizinische Bibliothek 96 ZSS Universale Universitätsbibliothek 344 ZSS Spezialbibl. 15 ZSS Hartmann Konsortien Wien 2005 5

Vertragsmodelle 2 Unique Title List Medizinische Bibliothek 96 ZSS Universale Universitätsbibliothek 344 ZSS Spezialbibl. 15 ZSS Unique Title List 10 Med-Bib-Titel 10 Univ-Bib-Titel 10 Spez-Bib-Titel 30 x Titel gemeinsam nutzbar x = Zahl der mehrfach genannten oder ohnehin schon abonnierten Titel Hartmann Konsortien Wien 2005 6

Vertragsmodelle 3 Subject Collections Medizinische Bibliothek 96 ZSS Medical Collection Universale Universitätsbibliothek 344 ZSS Spezialbibl. 15 ZSS Diverse Subject Collections Special Collection Hartmann Konsortien Wien 2005 7

Vertragsmodelle 4 Full Package Medizinische Bibliothek M Universale Universitätsbibliothek L Alle elektronisch verfügbaren Titel Spezialbibl. S Hartmann Konsortien Wien 2005 8

Entwicklung erfolgreicher Konsortien (nach Hirshon, A.: International Library Consortia: How Did We Get Here? Where are We Going?) Dezentrale Struktur Lose Mitgliedschaft Freiwilligkeit, keine formalrechtliche Bindung Kein Personal Geringer Nutzen Zentralisierte Struktur Feste Mitgliedschaft Vertragliche Bindung Angestelltes Personal Großer Nutzen Hartmann Konsortien Wien 2005 9

Innovationsfaktoren Finanzierung Kleine (Spezial-)Bibliotheken können trotz geringen Budgets ihren LeserInnen breit gestreutes Angebot bieten Mehrjährige Verträge drücken die jährliche Preissteigerung (Deckelung) von ca. 10 auf ca. 6,5 % Nutzung dringend benötigter, ansonsten unfinanzierbarer Zeitschriften gegen geringen Aufpreis Aufnahme neuer Zeitschriften für 1 Jahr gratis (Blackwell Full Package) oder gegen geringfügigen Aufpreis (ACS) Beispiel Springer Konsortium, UB Graz 2004: Differenz Vollpreis Konsortialpreis 94.236! Hartmann Konsortien Wien 2005 10

Innovationsfaktoren Bestandsaufbau Bestandskontinuität im Sinne lückenloser Archivbestände gedruckter Zeitschriften aus finanziellen Gründen vielfach nicht mehr möglich Rasch wechselnde Relevanz bedingt durch: Neue Fachgebiete Einrichtung neuer Forschungsrichtungen Durchführung zeitlich begrenzter Projekte Neue Zeitschriften Zeitschriften-Teilungen / Spezialisierungen Just-in-Time-Vermittlung für Klientel wichtig Konsortien dynamisieren (im Idealfall e-only) den jeweiligen Bestand durch Substitution / Erweiterung / Verringerung Hartmann Konsortien Wien 2005 11

Innovationsfaktoren Lizenzverwaltung Vereinfachung des Bestellvorgangs: Hunderte Titel unter einem Vertrag, einer Rechnung Verrechnung / Rechnungslegung auf Wunsch zentral Für e-only-titel (eigene wie solche aus CA oder UTL) kein(e) Heftauftragung, Mahnwesen, Bindung, Stellraum allerdings Umstellung Druckabo auf e-only im OPAC und Verlinkung auf EZB zur Bestandsanzeige Eine Statistik für Hunderte Titel erleichtert Controlling Datenbank mit allen relevanten Admin-Angaben: Teilnehmende Bibliotheken und lokale Ansprechpersonen Titel Preise Statistik Hartmann Konsortien Wien 2005 12

Innovationsfaktoren Technische Infrastruktur Verbund-Zugangsplattform EZB ASP-Server der UB Regensburg für gut 250 Bibliotheken Deutsche und englische Oberfläche Zugangsinformationen für BenutzerInnen (Zeitraum, Lizenzumfang) Admin-Instrument: Lizenzverwaltung, Nutzungsstatistik Einmalige Eingabe von Titel-Paketen für ALLE Bibliotheken eines Konsortiums, sofern Cross Access Hartmann Konsortien Wien 2005 13

Kooperation E-Medien Österreich 1 Teilnehmer 2005: 1. Universität Salzburg 2. Universität Linz 3. Universität Wien 4. Universität Graz 5. Medizinische Universität Graz 6. Medizinische Universität Wien 7. Technische Universität Wien 8. Wirtschaftsuniversität Wien 9. Veterinärmedizinische Universität Wien 10. Technische Universität Graz 11. Montanuniversität Leoben 12. Universität Klagenfurt 13. Universität Innsbruck Hartmann Konsortien Wien 2005 14

Kooperation E-Medien Österreich 2 Anbieter E-Zeitschriften 2005: American Chemical Society (Big Deal) Blackwell HSS + STM (Big Deal) Elsevier (Cross Access, ab 2004 Unique Title List) Lippincott, Williams & Wilikins (Cross Access) Nature (GASCO-Beteiligung) Science (GASCO-Beteiligung) Springer (Cross Access) Thieme (Big Deal) Wiley (Cross Access) Hartmann Konsortien Wien 2005 15

Kooperation E-Medien Österreich 3 Anbieter Datenbanken und E-Bücher 2005: MathSciNet (American Mathematical Society) SciFinder (CAS) Georef (CSA) Academic Search Elite und Premiere (EBSCO) Business Search Elite und Premiere (EBSCO) Math Database (EuropeanMathematical Society) RSWB, ICONDA, SCHADIS, MONUDOC, FORS (IRB) Web of Knowledge (ISI) BIOSIS Previews (ISI / OVID) INSPEC (IEE / OVID) Beilstein Crossfire (MDL) Medical Textbooks (OVID) Pschyrembel (de Gruyter) Scopus Hartmann Konsortien Wien 2005 16

Kooperation E-Medien Österreich 4 Organisationsform und Kosten 3 bzw. 2,5-Jahresvertrag der teilnehmenden Einrichtungen untereinander Ansiedelung der Koordinationsstelle an der Universität Graz Schnittstellen zu Kontaktpersonen an jeder teilnehmenden Einrichtung Kostenabgeltung von seiten der teilnehmenden Einrichtungen an die Universität Graz für Personal Kostenaufteilung nach Menge der konsortial bezogenen Ressourcen und gewichtet nach FTEs bzw. Flat Fee für nicht-universitäre oder im Aufbau befindliche Einrichtungen Hartmann Konsortien Wien 2005 17

Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen beantworte ich gerne persönlich oder über E-Mail: helmut.hartmann@uni-graz.at Hartmann Konsortien Wien 2005 18