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Transkript:

Finanzassistent/in (Bank) Die Ausbildung im Überblick Finanzassistent/in (Bank) ist eine landesrechtlich geregelte eine landesrechtlich geregelte duale Ausbildung an Berufskollegs mit dem Ziel einer Doppelqualifikation: einem Abschluss im staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Bankkaufmann/zur Bankkauffrau nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Zusatzqualifikation Finanzassistent/in im Bereich Banken. Das heißt, die angehenden Finanzassistenten/-assistentinnen besuchen nicht nur den theoretischen Unterricht am Berufskolleg, sondern gehen auch in die Berufsschule und absolvieren den betrieblichen Teil der Ausbildung in einem Finanzunternehmen. Nähere Informationen zur Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau finden Sie unter: Ausbildungsinhalte Während der theoretischen Ausbildung zum Finanzassistenten (Bank) bzw. zur Finanzassistentin (Bank) werden folgende Inhalte vermittelt: allgemeine Wirtschaftslehre mit Volkswirtschaftslehre spezielle Betriebswirtschaftslehre (Bankbetriebslehre) Rechnungswesen (Wirtschaftsrechnen, Buchführung) Datenverarbeitung mit DV-Anwendung Marketing mit Verkaufstraining Fremdsprachen (Wirtschaftsenglisch oder Wirtschaftsfranzösisch) Verbindliche Zusatzqualifikationen zum Finanzassistenten (Bank) bzw. zur Finanzassistentin (Bank): Allfinanzangebote (Versicherungslehre, Bausparen, Immobilienwirtschaft) Steuerrecht Dazu kommen die Ausbildungsinhalte des Ausbildungsberufs Bankkaufmann/-frau im Rahmen der Berufsausbildung: Bankkaufmann/Bankkauffrau Während der Ausbildung im Ausbildungsbetrieb lernen die angehenden Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) die wichtigsten Abteilungen eines Kreditinstitutes kennen und werden durch die berufspraktische Ausbildung mit allen anfallenden Arbeiten und Aufgaben vertraut gemacht Lernorte Die zukünftigen Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) werden an wechselnden Lernorten ausgebildet: In den Berufskollegs sowie in Banken oder sonstigen Kreditinstituten. Während der theoretischen Ausbildung besuchen die Schüler/innen Vorlesungen, Seminare und Übungen. Diese finden in Hörsälen, Seminar- und Seite 1 von 6

Übungsräumen (Computerräume) statt. Da der Unterricht in Teilzeit- oder Blockform stattfindet, verbringen die Teilnehmer/innen ggf. mehrere Abende und die Samstage dort. In Kreditinstituten lernen sie die verschiedenen Bereiche des Bankwesens kennen und gewinnen dabei einen Einblick in die Bedingungen der späteren Arbeitswelt. Hier bewegen sie sich in Büroräumen, auch in Großraumbüros und sonstigen Betriebsräumen. Informationen, an welchen Standorten Lehrgänge für angehende Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) angeboten werden, enthält die Datenbank KURSNET. Ausbildungsbedingungen Worauf man sich einstellen sollte Mobilität Bildungseinrichtungen für angehende Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) gibt es derzeit nur in Baden-Württemberg. Auswärtige Schüler/innen, die den Lehrgang in Block- oder Teilzeitform absolvieren, müssen sich daher während der Unterrichtsphasen eine Unterkunft am Schulort suchen. Theorie und Praxis In Kreditinstituten sind die Auszubildenden in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Sie lernen die verschiedenen Bereiche des Bankwesens kennen und arbeiten mit. Meist sind sie in Büroräumen tätig. Sie lernen mit den verschiedenen, oft branchenspezifischen Softwareprogrammen umzugehen und haben ggf. auch Kundenkontakt. In den Büros sind vielfältige Arbeiten zu erledigen, bei denen ein hohes Maß an Konzentration erforderlich ist. Nur so können Arbeitsaufträge zufrieden stellend ausgeführt und termingemäß erledigt werden. Angeleitet werden die angehenden Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) von ihrem Ausbilder und erfahrenen Kollegen, die sie schrittweise an ihre Aufgaben heranführen. Bereits während der Ausbildung wird selbstständiges Arbeiten erwartet und das Ergebnis laufend kontrolliert. Wenn sie Kunden betreuen und beraten, werden von ihnen gute Umgangsformen und ein freundliches Auftreten verlangt. In der Berufsschule erarbeiten sich die Auszubildenden den theoretischen Hintergrund, den sie für die erfolgreiche Ausübung ihres Ausbildungsberufs benötigen. Den Unterricht besuchen sie meist ein- bis zweimal pro Woche. Am Berufskolleg besuchen die zukünftigen Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) Vorlesungen, Übungen und Seminare. Da sie zudem Hausaufgaben zu erledigen haben und sich auf ausbildungsbegleitende Teilprüfungen vorbereiten müssen, sollte man das Arbeitspensum nicht unterschätzen. Ausbildungsvergütung Für die Ausbildung im anerkannten Ausbildungsberuf erhalten die angehenden Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) von den Ausbildungsbetrieben eine Vergütung. Für die schulische Ausbildung an Berufskollegs und Berufsfachschulen wird keine Vergütung gezahlt. Ausbildungskosten Während der schulischen Ausbildung fallen bei manchen Bildungseinrichtungen Lehrgangsgebühren an. Zudem werden ggf. Nebenkosten, z.b. für Fachliteratur und Arbeitsmittel, erhoben. Darüber hinaus können Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen. Informationen zu den Lehrgangsgebühren enthält die Datenbank KURSNET. Seite 2 von 6

Ausbildungsdauer Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Verkürzungen/Verlängerungen Verlängerungen der Ausbildungszeit (z.b. wegen nicht bestandener Abschlussprüfungen) werden vom Lehrgangsträger intern geregelt. Ausbildungsform Diese Ausbildung in dualer Form wird nur in Baden-Württemberg durchgeführt. Der berufsbegleitende theoretische Unterricht findet in Block- oder Teilzeitform an Berufskollegs statt, die praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb. Nähere Angaben zur Ausbildungsform enthält die Datenbank KURSNET. Ausbildungsaufbau Beispiel für ein Unterrichtsprogramm der theoretischen Ausbildung zum Finanzassistenten (Bank) bzw. zur Finanzassistentin (Bank) im Blockunterricht Fächer Blockunterricht (Durchschnittliche Zahl der Wochenstunden) 1. Schuljahr 2. Schuljahr Allgemeine Wirtschaftslehre 4 4 Rechnungswesen 5 5 Spezielle Betriebswirtschaftslehre 10 10 Datenverarbeitung 2 2 Allfinanzangebote 4 4 Steuerrecht 3 3 Fremdsprache: Wirtschaftsenglisch 3 3 oder -französisch Summe 31 31 Der Unterricht findet in der dualen Ausbildung berufsbegleitend statt und wird im Blockunterricht erteilt. Die Ausbildungszeit ist in 8 Blöcke aufgeteilt. Ein Block dauert 3 bis 5 Wochen. Während dieser Zeit haben die angehenden Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) 31 Wochenstunden Unterricht. Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen Ausbildungsabschluss Die Ausbildung wird mit einer internen Prüfung des Lehrgangsveranstalters abgeschlossen. Der Abschluss in dem anerkannten Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt Die Teilnehmer/innen erhalten nach bestandener Prüfung ein Abschlusszeugnis und eine Urkunde. Seite 3 von 6

Zulassung zur Prüfung Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung sind die bestandene Zwischenprüfung in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres sowie die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrgängen und Unterrichtseinheiten der Lehrgangsträger. Prüfungsinhalte Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung besteht aus der gemeinsamen landeseinheitlichen Schulabschlussprüfung und der Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer. Die mündliche Prüfung ist eine praktische Prüfung, in der Regel ein Beratungsgespräch Prüfende Stelle Die Prüfung wird vor dem Prüfungsausschuss des Lehrgangsträgers und der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Abschlussbezeichnung Die Abschlussbezeichnung lautet: Finanzassistent (Bank)/Finanzassistentin (Bank) Zudem erwirbt man einen Berufsabschluss in dem anerkannten Ausbildungsberuf: Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Für diese Ausbildung ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Bildungsträger legen eigene Zugangskriterien fest. Neben der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife ist für die Zulassung zur Ausbildung als Finanzassistent/in (Bank) ein Ausbildungsvertrag im Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau Voraussetzung. In besonders begründeten Einzelfällen können auch Bewerber/innen mit Fachhochschulreife berücksichtigt werden. Nähere Angaben zu den jeweiligen Zugangsvoraussetzungen zur schulischen Ausbildung enthält die Datenbank KURSNET. Schulische Vorbildung - rechtlich K.A. Schulische Vorbildung - praktiziert K.A. Weitere Ausbildungsvoraussetzungen An manchen Bildungseinrichtungen müssen die Bewerber/innen an einem Auswahlverfahren teilnehmen. Seite 4 von 6

Wichtige Schulfächer Schulkenntnisse Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zum Finanzassistenten (Bank) bzw. zur Finanzassistentin (Bank) bilden vertiefte Kenntnisse in den nachfolgend genannten Schulfächern: Schulfach Begründung Mathematik Kenntnisse in Mathematik (vor allem in Zins- und Prozentrechnung) benötigen Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank), wenn sie Finanzierungsbeispiele errechnen. Wirtschafts- und Rechtslehre Um Kunden angemessen in Anlage-, Vorsorge- und Finanzierungsfragen beraten zu können, müssen sie über gültige Rechtsvorschriften, z.b. Steuergesetze, informiert sein. Sonstige Erfahrungen, Fertigkeiten, Kenntnisse Förderlich sind darüber hinaus: Erfahrungen, Fertigkeiten, Kenntnisse Datenverarbeitung Begründung Finanzassistenten und -assistentinnen (Bank) führen viele ihrer Aufgaben am Computer durch, z.b. wenn sie Vorsorge- und Finanzierungsangebote erstellen. Dabei arbeiten sie sowohl mit Standardprogrammen als auch mit fachspezifischen Software-Systemen. Perspektiven nach der Ausbildung Ein Beruf - viele Möglichkeiten Beschäftigung finden Finanzassistenten und -assistentinnen der Fachrichtung Bank in Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassen. Nach ihrer Ausbildung müssen sich Finanzassistenten und -assistentinnen meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht vom Wertpapier- oder Auslandsgeschäft über das Finanz- und Rechnungswesen bis zum Controlling. Am Ball bleiben durch lebenslanges Lernen Um den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, müssen Finanzassistenten und -assistentinnen ihr Fachwissen stets aktuell halten und ihre Fachkenntnisse erweitern. Informationen zu möglichen Anpassungsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET in der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit". Auf der Karriereleiter nach oben? Den ersten Schritt zum beruflichen Aufstieg kann man bereits während seiner Ausbildung tun, indem man ausbildungsbegleitend Zusatzqualifikationen erwirbt, die über die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes hinausgehen. Wer beruflich vorankommen will und eine leitende Position anstrebt, kann eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge fassen. Dies kann eine Weiterbildung als Betriebswirt/in oder Fachwirt/in sein. Seite 5 von 6

Darüber hinaus haben Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit, ein Studium in Betracht zu ziehen. Informationen zu konkreten Aufstiegsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET in der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit". Selbstständigkeit Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Finanzassistenten und -assistentinnen können sich z.b. als unabhängige Finanzdienstleistungsberater/innen oder Börsenmakler/innen selbstständig machen. Ausbildungsalternativen Ausbildungsalternativen Zu diesem Beruf gibt es Ausbildungsalternativen in unterschiedlichen Bereichen. Die Ähnlichkeit der nachfolgend genannten Berufe bezieht sich auf vergleichbare Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalte. Ausbildungsalternative im Bereich Banken / Finanzdienstleistungen Vergleichbare Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalte: Erledigung von Planungs-, Organisations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben in verschiedenen Bereichen wie Rechnungswesen, Organisation und Datenverarbeitung. Ausbildungsalternativen im Bereich Versicherungen Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Versicherung Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Finanzberatung Vergleichbare Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalte: Finanzberatung und Betreuung von Kundinnen und Kunden, Datenaufnahme, -eingabe und -auswertung, Entwicklung speziell zugeschnittener Angebote. Seite 6 von 6