Ultra-Low-Cost-Computer-Pools mit LTSP



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Transkript:

Michael Scharkow Cord Meyer zu Kniendorf Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Freie Universität Berlin 21. November 2003

Problemstellung Was wir brauchten: 1. Einen neuen PC-Pool, weil der bestehende (19x Desktop4All) ständig durch Lehrveranstaltungen ausgebucht ist. 2. Einige OPAC-Rechner in der Instituts-Bibliothek, weil die vorhandenen alten Win98-PCs ständig mit Viren/Dialern/Datenmüll verseucht sind.

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Problemstellung Was wir hatten: 1. Einige alte Computer (Pentium I, 32MB RAM, VGA, 10MBit LAN), die entweder in der Bibliothek oder in der Rumpelkammer standen. 2. Keine Lust, weitere 20 Windows-Rechner zu administrieren. 3. Kein Geld für ein dutzend neue PCs diverse kommerzielle lizenzen noch mehr Desktop4All

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Die Lösung LINUX (Free/NetBSD geht natürlich auch) Freie hat folgende Vorteile: Das wissen wir ja alle selbst. aber: 20 Linux-PCs administrieren macht auch keinen Spaß! Alte langsame Kisten sind auch mit Linux alt und langsam!

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Linux-Varianten mit X im Netzwerk Filesystem lokal remote Anwendungen lokal remote Standard-Installation ZEDAT-X-Terminals Knoppix-Terminal-Server LTSP

Linux-Varianten mit X im Netzwerk Lokale Anwendungen fallen aus, weil die Rechner zu schwach sind. Lokale Filesysteme fallen aus, weil die Wartung relativ aufwändig (trotz FAI), die störanfällig und die Authentifizierung nicht ganz trivial ist. LTSP = Plattenlose Thin-Clients mit Standardhardware + Linux!

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LTSP ganz kurz 1. Ein LTSP-Server liefert einen Linux-Kernel per DHCP und TFTP, ein minimales Root-FS per NFS an die Clients. 2. Ein LTSP-Client bekommt Kernel und Root-FS, startet lokalen X-Server und fragt den Applikations-Server (X-Client). 3. LTSP- und Applikationsserver müssen nicht unbedingt identisch sein. 4. Lokale Anwendungen sind möglich, ebenso Drucker, Sound, Mosix-Cluster etc.

-Zutaten... Man nehme: Einen nagelneuen Server, auf dem die Nutzer per X-Terminal arbeiten können. Athlon XP 2700, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte ca. 600 EUR Einen beliebigen ungenutzten Tutoren-PC als LTSP-Server (bei uns P2/300, 128 RAM, 4GB HD) 0 EUR Einige ausrangierte PCs ab 486/8MB mit möglichst identischen VGA- und Netzwerkkarten 0 EUR

-Zutaten... Man nehme: Einen nagelneuen Server, auf dem die Nutzer per X-Terminal arbeiten können. Athlon XP 2700, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte ca. 600 EUR Einen beliebigen ungenutzten Tutoren-PC als LTSP-Server (bei uns P2/300, 128 RAM, 4GB HD) 0 EUR Einige ausrangierte PCs ab 486/8MB mit möglichst identischen VGA- und Netzwerkkarten 0 EUR

-Zutaten... Man nehme: Einen nagelneuen Server, auf dem die Nutzer per X-Terminal arbeiten können. Athlon XP 2700, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte ca. 600 EUR Einen beliebigen ungenutzten Tutoren-PC als LTSP-Server (bei uns P2/300, 128 RAM, 4GB HD) 0 EUR Einige ausrangierte PCs ab 486/8MB mit möglichst identischen VGA- und Netzwerkkarten 0 EUR

... und dazu LTSP-Server Debian Woody mit fertigen LTSP-Paketen, DHCPD, TFTPD, NFS. Applikations-Server Gentoo Linux, warum? Paketsystem von BSD-Ports inspiriert, System komplett selbst kompiliert hochoptimiert (-march=athlon-xp, pre-emption-kernel, etc.) sichere Default-Konfiguration, schlankes System aktuelle, einfache Updates, keine Backports ;) macht Spaß

... und dazu LTSP-Server Debian Woody mit fertigen LTSP-Paketen, DHCPD, TFTPD, NFS. Applikations-Server Gentoo Linux, warum? Paketsystem von BSD-Ports inspiriert, System komplett selbst kompiliert hochoptimiert (-march=athlon-xp, pre-emption-kernel, etc.) sichere Default-Konfiguration, schlankes System aktuelle, einfache Updates, keine Backports ;) macht Spaß

Bootmöglichkeiten der Clients Rom-O-Matic liefert Boot-Image (ca. 40kb) für Festplatte (keine drin bei plattenlosen Clients!) Diskette (Nachteil: Diskettenklau, ehrlich!!!) Flash-Rom auf NICs (PXE, Etherboot) (Nachteil: Wir können den c t-flasher nicht bedienen.) Unsere Entscheidung: Disketten (+Warnhinweise an den Laufwerken und genug Ersatzdisketten)

Einige nette Features Der LTSP-Server langweilte sich und versorgt jetzt 6-8 OPAC-Terminals mit einem minimalen Setup Windowmaker, Galeon, Acrobat Reader, KNotes. Vorteil: BIB-Accounts separat von normalen User-Accounts. Problem: Bibliothekspersonal will kein Login auf den Rechnern Lösung: KDM mit host-basiertem Autologin. Der große Server stellt die Kurs- und Homeverzeichnisse auch per Samba für die Windows-Rechner im PC-Pool zur Verfügung, der alte NT4-Server ist endlich obsolet.

Einige nette Features Der LTSP-Server langweilte sich und versorgt jetzt 6-8 OPAC-Terminals mit einem minimalen Setup Windowmaker, Galeon, Acrobat Reader, KNotes. Vorteil: BIB-Accounts separat von normalen User-Accounts. Problem: Bibliothekspersonal will kein Login auf den Rechnern Lösung: KDM mit host-basiertem Autologin. Der große Server stellt die Kurs- und Homeverzeichnisse auch per Samba für die Windows-Rechner im PC-Pool zur Verfügung, der alte NT4-Server ist endlich obsolet.

Vorteile Komplett zentrale Wartung der und Useraccounts. (In diesem Fall nicht ganz, wg. Lastverteilung auf zwei Server.) Einsatz freier in einem Windows-only Institut, Propaganda für Linux und Co. Keine Windows-Rechner mehr, keine Viren und Dialer.

Vorteile Minimaler Kostenaufwand bei der Anschaffung nur ein neuer Server, zum Preis eines Arbeitsplatzrechners. Sinnvolles Wiederverwerten von nicht mehr einzelplatzfähigen Computern. Denkt an den Haushalt Berlins im Allgemeinen und der FU im Besonderen ;)

Links http://www.ltsp.org http://www.romomatic.net http://www.gentoo.org http://www.debian.org Danke! Michael Scharkow Cord Meyer zu Kniendorf cip-admins@kommwiss.fu-berlin.de