alias Michael Appelt Copyright 2007 Michael Appelt Copyright 2007 http://www.wintotal.de COMPLETE PC-SICHERUNG VON VISTA Die neue Complete PC-Sicherung von Windows Vista erlaubt es dem Anwender, ein Image seines Systems zu erstellen. Wir stellen im folgenden Artikel dieses Feature näher vor und sagen Ihnen auch, warum Sie mit Fremdprodukten wie Acronis True Image dennoch besser fahren. Imagesicherung Windows Vista ist das erste Betriebssystem mit einer integrierten Image-Lösung, welche als Complete PC-Sicherung bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine Image- Lösung, wie sie auch andere Hersteller mit Produkten wie Acronis True Image anbieten: Das vorhandene Betriebssystem wird komprimiert in eine Image-Datei geschrieben. Diese Image-Datei umfasst dabei alle Informationen, welche sich auf dem Laufwerk befanden, also alle Bestandteile des Systems, Programme und auch alle sonstigen Dateien. Da die Image-Datei bei der Sicherung auch noch komprimiert wird, benötigt eine mit 20 GByte belegte Systempartition im Schnitt zwischen 10 und 15 GByte als komprimierte Image-Datei. Was sich zunächst sehr sperrig anhört, hat folgenden Vorteil: Gegenüber einem herkömmlichen Backup, welches in aller Regel ein funktionierendes Betriebssystem mit installierter Backupsoftware voraussetzt, können Image-Dateien durch spezielle Boot- oder Notfallmedien der Hersteller des Produkts mit wenigen Mausklicks wieder zurückgespielt werden. Wurde das Betriebssystem durch einen fehlerhaften Treiber außer Gefecht gesetzt oder musste die Festplatte in Folge eines Defekts ausgewechselt werden, können Sie das komplette Betriebssystem, welches in eine Image-Datei gesichert wurde, 1:1 wieder zurückspielen. Im Idealfall macht man daher ein Systemimage erst dann, wenn man alle benötigten Programme und Treiber installiert sowie alle Programmanpassungen (Pfade etc.) vorgenommen hat. Sollte dann im Notfall das System wieder hergestellt werden, kann man direkt seine Arbeit fortsetzen. Microsoft hat nun mit der Complete PC-Sicherung genau eine solche Image-Lösung in Vista integriert. Diese wurde aber sowohl in der Home Basic als auch in der Home Premium Edition von Windows Vista weggelassen und fehlt damit mehr als 50 % der Vista-Nutzer. Ein Umsteigen auf eine höhere Vista-Edition alleine wegen der Complete PC-Sicherung lohnt sich aber nicht, da Sie mit Fremdlösungen wie Acronis True Image wesentlich besser und komfortabler arbeiten.
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 2 von 7 Sicherung des PCs Die Complete PC-Sicherung findet sich im Startmenü unter Zubehör -> Systemprogramme -> Sicherungsstatus und konfiguration. Alternativ können Sie auch den sdclt.exe eingeben. Complete PC-Sicherung als Bestandteil von Sicherungsstatus und -konfiguration Wenn Sie links auf Complete PC-Sicherung klicken, sehen Sie, wann die letzte Sicherung erfolgte und können hier auch eine neue Sicherung anlegen. Der Assistent fragt zunächst, wo Sie die Sicherung speichern möchten. Wählen Sie hier ein Sicherungsmedium, welches im Notfall für die Wiederherstellung auch zur Verfügung steht, also eine weitere Partition des Systems oder einen DVD-R(W)-Brenner.
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 3 von 7 Sicherungsziel auswählen Im nächsten Schritt geben Sie vor, welche Datenträger in die Sicherung eingeschlossen werden sollen. Vista wählt hier automatisch den Datenträger aus, auf dem Vista installiert ist. Sie können aber auch weitere Datenträger, wie z.b. die Partition mit eigenen Dateien etc., mit in die Sicherung einschließen. Zu sichernde Datenträger auswählen In unserem Beispiel zeigt sich die erste Schwäche der Image-Lösung von Windows Vista: Wir haben das Betriebssystem zu einem bestehenden Windows XP installiert. Da der Bootloader von Vista sich aber auf der Partition von Windows XP befindet (Datenträger Arbeit im Screenshot), sichert die Complete PC-Sicherung auch diesen Datenträger. Ganze 20 GByte kommen so mit in die Sicherung,
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 4 von 7 obwohl eigentlich nur der Bootloader notwendig wäre. Sicherlich ist Vista ohne diesen nicht startfähig. Die Wiederherstellung des Bootloaders wäre aber kein großer Aufwand. Die eigentliche Sicherung erfolgt dann im Hintergrund. Sie können weiter am System arbeiten. Dennoch sollten Sie an keinen Dateien arbeiten, welche von der Sicherung betroffen sind, um möglichen Datenverlust oder fehlerhafte Sicherungen zu vermeiden. Sicherungsvorgang Wiederherstellung Für die Wiederherstellung müssen Sie das System von von der Windows Vista-DVD booten. Sobald der Installieren-Dialog erscheint, wählen Sie im unteren Teil den Link Computerreparaturoptionen. Installations-Dialog beim Booten von DVD
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 5 von 7 Einige Systembuilder statten ihre Systeme mit einer Recovery-Partition aus. Sofern Sie über eine solche verfügen, können Sie mit F8 beim booten (noch bevor das Logo erscheint), den Startdialog aufrufen. Wählen Sie in dem erscheinenden Menü dann erweiterte Startoptionen und hier dann Computer reparieren. Nach Auswahl des Tastaturlayouts wählen Sie in den Systemwiederherstellungsoptionen die Windows Complete PC-Wiederherstellung. Systemwiederherstellungsoptionen Das System durchsucht dann selbstständig alle angeschlossenen Laufwerke nach Complete PC- Sicherungen, erkennbar an der Ordnerstruktur WindowsImageBackup\BackupmitDatum\ und zeigt die empfohlene Sicherung automatisch an. Sie können aber auch eine andere als die vorgeschlagene Sicherung wiederherstellen.
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 6 von 7 Gefundene Sicherung Im Anschluss fasst der Assistent zusammen, welche Datenträger wiederhergestellt und damit auch zuvor neu partitioniert und formatiert werden. Zusammenfassung Die Image-Funktion stellt demnach das Zielsystem wieder genauso her, wie es sich in der Sicherung befand. Genau hier ist eine weitere Schwachstelle der Image-Lösung. Wenn die Zielfestplatte nicht mindestens über die Größe der gesicherten Partition verfügt, kommen Sie hier nicht weiter und erhalten eine Fehlermeldung.
Copyright 2007 http://www.wintotal.de - Seite 7 von 7 In unserem Beispiel haben wir 2 Partitionen mit einer Gesamtgröße von 70 GByte gesichert. Beide Partitionen waren zusammen aber nur mit etwa 35 GByte Daten belegt. Diese Kombination wollten wir auf eine Festplatte mit 60 GByte zurückspielen. Da die Image-Lösung von Microsoft aber Partitionen beim Zurückspielen nicht verkleinern kann, scheiterte unser Versuch, wenngleich der zur Verfügung stehende Platz ausgereicht hätte. Alternativen für Besitzer einer Home-Edition von Vista Leider gehört die Complete PC-Sicherung von Vista nicht zum Leistungsumfang der Home Basicund Home Premium-Editionen von Vista, so dass diese Nutzer auf Fremdlösungen angewiesen sind. Dies ist aber kein großer Nachteil, da Programme wie Acronis True Image wesentlich mehr Komfort bieten. Sie können hier auch inkrementelle und differentielle Images anlegen, diese zeitgesteuert ausführen lassen, bei der Wiederherstellung Einfluss auf die Partitionsgrößen usw. nehmen und erhalten ganz nebenbei noch ein vollwertiges Backupprogramm für normale Backups. Eine ausführliche Vorstellung von Acronis True Image 10 finden Sie hier. Acronis True Image 10 unter Vista