Strukturierte TraumaIntervention Nach einer theoretischen Einführung in die Kindertraumapsychologie wird als Heranführung an die therapeutische Arbeit mit schwerwiegenden traumatischen Erlebnissen die Strukturierte TraumaIntervention/STI (Weinberg 2005) vorgestellt. Dieses Verfahren wird in Dyaden anhand eigener Belastungserlebnisse der Teilnehmer/innen eingeübt und anwendungsreif angeeignet. Die STI ist ein speziell für Kinder ab sieben Jahren entwickeltes Verfahren, um schlecht verarbeitete traumatische Erfahrungen, die noch erinnerbar sind, kindgerecht zu erarbeiten und in die Persönlichkeit zu integrieren. Es bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und Struktur und ist somit in seiner Durchführung für Kind und Therapeut vergleichsweise schonend. Die STI kann auch problemlos bei Jugendlichen und Erwachsenen angewendet werden. Das Wochenende schließt ab mit ressourcen-stabilisierenden Interventionen aus dem Spektrum der traumabezogenen Spieltherapie (Weinberg 2010 und 2005). Dieses kindertraumapsychologische Konzept liegt den weiteren Ausbildungsteilen zugrunde. Literaturempfehlung: Traumatherapie mit KindernStrukturierte Trauma-Intervention und traumabezogene Spieltherapie Dorothea Weinberg Klett-Cotta 2005 (jetzt 7. Auflage) Termine: 26.-27.11.2016 Sa. :10:00-19:00 Uhr So. : 9:00-15:00 Uhr Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragt
Traumabezogene Spieltherapie (In den Seminaren in Nürnberg und Regensburg gibt es zunächst die Möglichkeit, eigene Anwendungserfahrungen mit der STI zur Supervision zu bringen.) Das traumapsychologische Konzept wird um die Thematik der frühen Schädigungen während der ersten drei Lebensjahre und dem Konzept der Komplexen Entwicklungsstörung nach Frühtraumatisierung erweitert. Der Schwerpunkt dieses Wochenendes liegt auf dem Verfahren der traumabezogenen Spieltherapie/tSt. Diese wird anhand von Videodemonstration, Konzeptarbeit, Workshops und konkreten Demonstrationen von Therapeutenverhalten anhand der fishpool-technik erarbeitet und anwendungsreif angeeignet. Die methodischen Bestandteile der tst sind unter anderem: Aufbau guter innerer Instanzen, die Bau-dir-Instruktion, Arbeit mit nicht endenden aggressiven Spielen, Aufbau von Sicherheit im Therapiezimmer, die gezielte Arbeit mit Spaltungen, die Arbeit mit dem Todesthema... Eigene Fälle können zur Supervision mitgebracht werden. Literaturempfehlung: D. Weinberg, Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern, Klett-Cotta 2010 (jetzt 3. Auflage) Literaturempfehlung: Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern Dorothea Weinberg Klett-Cotta 2010 (jetzt 3. Auflage) Termine: 18.-19.3.2017 Sa. :10:00-19:00 Uhr So. : 9:00-15:00 Uhr KollegInnen ohne spieltherapeuthische Ausbildung haben die Möglichkeit Diese in komprimierter Form bei Heidi Zorzi ( h.zorzi@gmx.de) und Hildegard Steinhauser (hildegard.steinhauser@en-tsu.de) nachzuholen. Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragt
Komplexe und frühe Traumatisierung: Bindungs-, Dissoziations- und Dysregulationstherapie An diesem Wochenende findet eine Erweiterung der traumabezogenen Spieltherapie (tst) um bindungstherapeutische Interventionen und Möglichkeiten, bindungstherapeutisch mit dem System zu arbeiten, statt. Des Weiteren wird die Anwendung der tst durch Fallsupervision und Erarbeitung weiterer, sogenannter expliziter Verfahren, vertieft. Die bindungstherapeutische Arbeit ist von besonderer Bedeutung, da Traumaereignisse meist mit der Zerstörung einer gesunden Bindung(sfähigkeit) einhergehen und bindungsgestörte Kinder besonders gefährdet für Traumaerfahrungen sind. Die durch frühe Vernachlässigung und Ablehnung verursachte dissoziative Störung sorgt landläufig für Behandlungsresistenz und erfordert deswegen eine eigene therapeutische Methodik. Insbesondere dissoziierte aggressive Dysregulationen belasten dabei ganze Familiensysteme bis zum Zerbrechen und bedürfen eine spezielle Umgehensweise durch die Bezugspersonen. Teilnahmevoraussetzung für dieses Wochenende ist das zweitägige Fortbildungsseminar zur traumabezogenen Spieltherapie. Zur Vorbereitung dringend empfohlen: Basisqualifikation in der personzentrierten Spieltherapie bei Hildegard Steinhauser oder Heidi Zorzi. Literaturempfehlung: D. Weinberg, Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern, Klett-Cotta 2010 (jetzt 3. Auflage) Literaturempfehlung: Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern Dorothea Weinberg Klett-Cotta 2010 (jetzt 3. Auflage) Termine: 24.-25.6.2017 Sa. :10:00-19:00 Uhr So. : 9:00-15:00 Uhr KollegInnen ohne spieltherapeuthische Ausbildung haben die Möglichkeit diese in komprimierter Form bei Heidi Zorzi ( h.zorzi@gmx.de) und Hildegard Steinhauser (hildegard.steinhauser@en-tsu.de) nachzuholen. Fortbildungspunkte werden bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragt
Traumapädagogik für Pädagogen in der Jugendhilfe und für (aufnehmende) Eltern Gerne können Sie betroffene Eltern und Erzieher auf folgendes Seminar hinweisen: Der Umgang mit aggressiven Verhaltensdysregulationen Eines der häufigsten und gleichzeitig am schwersten zu begegnenden Probleme im Umgang mit früh bindungs- und gewalttraumatisierten Kindern und Jugendlichen sind Aggressions- und Gewaltausbrüche, die scheinbar aus heiterem Himmel kommen. Sie sind meist völlig unverständlich, sowohl bzgl. Anlass als auch Ausmaß. Ein Kennzeichen solcher aggressiver Affektdysregulationen ist auch das merkwürdige Erinnerungsverhalten, wenn man versucht, im Nachhinein mit ihnen über das Ereignis zu sprechen. Sie vermitteln den Eindruck, dass sie sich weder bzgl. ihrer Taten noch bzgl. deren Ursachen zutreffend erinnern können. Oft genug wirken sie auch emotional nicht wirklich betroffen über ihre Taten, sondern zeigen höchstens ein vages Unbehagen, dass sie mal wieder irgendwas Schlimmes angestellt haben. Diese Kinder lassen sich im üblichen Sinne kaum erziehen, können aber von bestimmten Einstellungs- und Verhaltensänderungen auf Seiten ihrer Bezugspersonen meist gut profitieren. Diese sollen im Seminar vermittelt werden. Literaturempfehlung: Verletzte Kinderseele Ratgeber für Eltern von traumatisierten Kindern Dorothea Weinberg Klett-Cotta 2015 Termine: Sa, 16. Juli 2016 10:00-18:00 Uhr
Dorothea Weinberg, geb. 1960, Dipl. Psych., Mag. Theol., Psychologische Psychotherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Dozentin und Fachbuchautorin. studierte in Marburg Psychologie und Evgl. Theologie. Danach 10 Jahre in einem großen Kinderheim in Nürnberg, wo ihr klar wurde, dass mit den kindertherapeutischen Ausbildungen den früh gestörten Kindern dieses Heimes wenig zu helfen war. Aufgrund dieser Erfahrung und im Kontext ihres NGO-Engagements in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens entwickelte sie in den 90er Jahren zwei kinderspezifische Traumabehandlungsverfahren: Die traumabezogene Spieltherapie und die Strukturierte TraumaIntervention. Durch ihre Erfahrungen im Kleinstkinderheim Centar Duga/Nordwest-Bosnien begann sie, eine eigene Bindungstherapie zu konzipieren, die in Seminaren weitergegeben wird. Durch ausgedehnte Lehrtätigkeit seit 1998 entstand ein interkollegialer Diskurs, der zu einer ständigen Verbesserung der Verfahren führte. Neben vielen Artikeln und Buchbeiträgen führte dies zu zwei umfangreichen Buchveröffentlichungen bei Klett-Cotta: Traumatherapie mit Kindern, 2005 erstveröffentlicht, jetzt in siebter Auflage, und Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern, 2010, jetzt in dritter Auflage. Ratgeber Verletzte Kinderseele für Eltern traumatisierter Kinder. Dorothea Weinberg hat zwei erwachsene Töchter und lebt und arbeitet in eigener Praxis in Nürnberg. www.dorothea-weinberg.de
Wenn Sie diesen Seminarzyklus in Nürnberg buchen wollen, gelten folgende Bestimmungen: Anmeldung und Voraussetzungen: Anmeldungen zu allen drei Teilen der Fortbildung werden bevorzugt. Wer allerdings schon eine traumatherapeutische Ausbildung abgeschlossen hat, kann auch ab Teil zwei teilnehmen. Wer bei uns selbst schon früher die ersten beiden Seminare absolviert hat, kann sich auch nur zum dritten Teil anmelden. Seminargebühren: Alle drei Teile: Zweiter und dritter Teil: Einzelseminar: 990 700 370 Teilnahme- und Zahlungsbedingungen: Fälligkeit der Teilnahmegebühr Die Anmeldung wird erst mit Überweisung der Teilnahmegebühr wirksam. Wir versenden Anmeldebestätigungen per e-mail. Zahlungseingang muss spätestens vier Wochen vor Seminarbeginn erfolgt sein, weil sonst Nachrücker bevorzugt werden. Rücktrittsbedingungen Die TeilnehmerInnen können bis 14 Tage vor Beginn der Fortbildung zurücktreten. Erfolgt der Rücktritt später, so sind wir berechtigt, 50 % der Teilnahmegebühr einzubehalten. Absage von Fortbildungen Bei vorliegender höherer Gewalt sowie bei ungenügender Beteiligung werden Veranstaltungen abgesagt und bezahlte Gebühren in voller Höhe zurückerstattet. Haftung Wir setzen bei den TeilnehmerInnen voraus, dass sie eigene Gewalt-, Sexual- und Bindungstraumatisierungen in Selbsterfahrung bzw. Supervision bearbeitet haben. Wir haften nicht für Schädigungen durch nicht integrierte eigene Traumatisierungen der TeilnehmerInnen.