Logistik I: Materialflusssysteme Planung



Ähnliche Dokumente
REFA-Seminar Produktions- und Lagerlogistik

Thema: Kommissionierung

VDI-Buch. Kommissionierung. Materialflusssysteme 2 - Planung und Berechnung der Kommissionierung in der Logistik

Thema: Kommissionierzeiten und -leistung

Kompakt Edition: Lagerwirtschaft

Herzlich willkommen zur Ausbildung zum Thema Lagereinrichtungen

Reinhard Koether. Technische Logistik ISBN-10: ISBN-13: Inhaltsverzeichnis

Der Materialfluss durch das Lager

Kommissionierung. 4y Spri ringer. Materialflusssysteme 2 - Planung und Berechnung der Kommissionierung in der Logistik

Kommissioniersysteme Bausteine für die Simulation von Kommissioniersystemen

Sonstige lagertechnische Einrichtungen

Parallele manuelle und automatische Kommissionierung bei Distributionsgütern

Übung 3: Lager, Lagerbediengeräte, Lagerkennzahlen

PALEttEnREgALE. Schwergewichte stemmen!

Ungeordneter Warenstrom fließt in den Extender. Das leistungsstarke Ordnungssystem für Ihre Warendistribution

Inhaltsverzeichnis. 1 Einleitung... 1

Ausgewählte Fördertechnik - Stetigförderer für Stückgüter: Gurt- / Bandförderer

DYNAMISCH WIE META. META Dynamik. Systembeschreibung. Regale & Ware in Bewegung

Praxiswissen Materialflußplanung

Neubau Versand und Verpackungsbereich Heinrich Kopp AG Standort Hauptwerk Kahl am Main

PROflow active Das sicherste Durchlaufregal im Markt. Dresden, Alexander Lang, BITO-Lagertechnik

Reibungsloses Warenmanagement im dm Verteilzentrum

Der Begriff der Kommissionierung und Gründe für die Kommissionierung

Kompakt Edition: Lagerwirtschaft

Umlaufregale sind Stetigförderer (Kreis- oder Umlaufförderer), deren Lagerkapazitäten horizontal oder vertikal erweitert sind.

viaflex Shuttle-Systeme

WEISSBUCH DER INTRALOGISTIK UND LOGISTIKTECHNOLOGIE

Kommissioniersysteme Zentrale Anforderungen an die Kommissionierung

Warenverteilzentrum Alzey

Kompakt Edition: Lagerwirtschaft

Reengineering im Warehouse

Hohe Warenverfügbarkeit bzw. Lieferbereitschaft für den Kunden Zeitliche Zwischenpufferfunktion Hohe Flexibilität

Neue Werkzeuge für die Grobplanung von Kommissioniersystemen

Thema: Hochregallager

Sie wollen Ihren Materialfluss optimieren oder neu planen? Wir bieten Ihnen alles aus einer Hand.

Analytische Untersuchung der Flexibilität von Logistiksystemen am Beispiel von Kommissioniersystemen

Checkliste. Für den Einsatz der. freien Open Source Lagerverwaltung

Thema: Kommissionierung

Praxisbeispiel: JCH Die hohe Leistung des neuen automatischen Miniload-Lagers für Behälter von JCH

Die Kommissionierung

AUFTRAGSMANAGEMENT COGLAS WARENEINGANG: WARENEINGANG GEPLANT:

Lehrprogramm Lagerfachkraft U40

Betriebliche Logistik

Berufsprüfung zum/zur Logistikfachmann/-frau EF Musterprüfung nach neuem Konzept Prüfungsfach: Fallstudie 2

Wirtschaftlichkeitsanalyse alternativer Lagersysteme bei der Nemak Dillingen GmbH. Dornbirn, den

Open Shuttle. Die nächste Generation fahrerloser Transportfahrzeuge

Das optisch und ergonomisch optimale Kommissioniersystem. Genial einfach einfach genial

Logistik im Automobilbau

Materialflusssysteme

Prozesse der Intralogistik und die Umsetzung mit Etiscan NAV Connect. Wir erfassen was Sie brauchen

Modul PM 3.2 Logistik II: Distributionszentrum

BISON BI Logistik-Cockpit

Das intelligente Paletten-Shuttle-System für maximale Leistung: DAMBACH MULTIFLEX

Bison BI Logistik-Cockpit LEADING BUSINESS IT SOLUTIONS

Gliederung Ausgewählte Logistik-Systemtechnik im Überblick (Verrichtungsorientierte Systeme)

ABERLE PMS EFFIZIENZ ALS MANAGEMENTSYSTEM

Paletten Fördertechnik

Logistik und Produktion

Algorithmen des Supply Chain Management Darstellung, Einsatzgebiete und Vergleich. (2008)

Praxisbeispiel: Cogeferm Zahlreiche Lösungen für die Lagerung und Kommissionierung von Kisten und Paletten

Anforderungen an eine beleglose Kommissionierung aus Sicht des Bosch Automotive Aftermarket Logistikzentrums

Schoeller Industrielogistik

Fehlende Dynamik in der Auftragsabwicklung?

Wie steuert Blum die Logistikprozesse? Peter Geyer Projektleiter IT Dematic

SDS. Das Stückgut-Durchlaufregal-System. ALLES GUT IM BLICK

Logistikberatung Neef GmbH

Unsere Produkte. Wir automatisieren Ihren Waren- und Informationsfluss. Wir unterstützen Ihren Verkaufsaußendienst.

Rohrhandling, Stabstahlhandling & Profilhandling. Ulrich Rotte Anlagenbau u. Fördertechnik GmbH Salzkotten Deutschland Unternehmenspräsentation

1. Fachboden manuell 3 bis 7 m Mann zur Ware. 2. Fachboden mit Kommissioniergerät 3 bis 5 m Mann zu Ware. 3. Durchlaufregal 2,2 m Mann zur Ware

Praxisbeispiel: Gémo Drei verschiedene Lagerlösungen verbessern die Produktivität am Standort von Gémo

PalettenHandling Ein hilfreicher Wegweiser zum ökonomischen Umgang mit Holzpaletten aller Formate.

WAMAS GO LAGERVERWALTUNGSSYTEM

IHRE VORTEILE IM ÜBERBLICK

WAMAS GO! LAGERVERWALTUNGSSYTEM

SCHAFER WO EINS ZUM ANDERN PASST EINFAHRREGALE. Ein System mit vielen Möglichkeiten für zukunftsorientierte Lagerlogistik

Verschieberegale für die Lagerung von Reifen und Rädern Maximales Lagervolumen und sicheres Handling

Analytische Untersuchung der Flexibilität von Logistiksystemen am Beispiel von Kommissioniersystemen

Andreas E. Noll Beratung und Projektmanagement in After Sales und Lagerlogistik

Praxisbeispiel: Special Dog Maximale Lagerkapazität im automatischen Hochregallager in Silobauweise von Special Dog

11 Kommissioniersysteme

Wessels + Müller AG Fahrzeugteile und mehr Erweiterung des Zentrallagers am Standort Lotte

Regalsystem APR12 Einschubregal (Push-Back)

DAS ELEKTRONISCHE KOMMISSIONIERBOARD

Kurzpräsentation Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen. Folie 1

Fachlagerist w/m/d. Ausbildung bei der Eckelmann AG

Lagertechnik Bodenlagerung, Regalsysteme Page 1 of 18

Logistik- Controlling

Praxisbeispiel: Agata Agata verdoppelt die Lagerkapazität seines neuen Logistikzentrums mit herkömmlichen Palettenregalanlagen von Mecalux

1 C. Kommissionierung. Materialflusssysteme 2 Planung und Berechnung der Kommissionierung in der Logistik

1. Die Bodenlagerung in Blöcken ist die verbreitetste Art der Lagerung. Zählen Sie je ein Vor- und Nachteile dieser Lagerform auf:

Praxisbeispiel: B. Braun Maximale Lagerkapazität im effizienten Logistikzentrum von B. Braun

SAP Extended Warehousemanagement mit Materialflusssteuerung für das Lager. März io-consultants, Heidelberg

24-Volt-Antriebstechnik in der Stetigfördertechnik

Campus Intralogistik CeMAT Hannover Messe Mai 2008

Vertical Buffer Family. Scale Your Intralogistics.

Gliederung Zielsetzungen in der Unternehmenslogistik Bezugsgrößen für logistische Ziele Logistikleistung

Transkript:

Planung Logistik I: Materialflusssysteme Definitionen: Planung zielt auf die optimale Lösung eines Problems in befristeter, meist vorgegebener Zeit unter Berücksichtigung aller wesentlichen Einflussgrößen und Faktoren ab Planung von Materialflusssystemen ist die gedankliche und modellhafte Gestaltung der zur Lösung einer entsprechenden Aufgabenstellung einzurichtenden Arbeitsprozesse einschließlich der hierfür einzusetzenden Arbeitsmittel und Anlagen Prinzipien der Planung Langfristigkeit, Vollständigkeit, Anpassungsfähigkeit, Stabilität, Verbindlichkeit, Kontrollierbarkeit, Realisierbarkeit Planungsebenen in der Logistik Strategische Planungsebene (Strategien, Lieferservice, Kosten, Wirtschaftlichkeit) Taktische Planungsebene (Strukturen, Verkehrsträgerwahl, Kundenzuordnung) Operative Planungsebene (Lagerdisposition, Transport- und Lagertechnik, Tourenplanung) Planung nach dem Bereich Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Absatz-, Logistik-, Finanz-, Kosten-, Ergebnis-, Personal-, Planung Planung nach dem Integrationsgrad integrierte Gesamtplanung Planung sämtlicher Unternehmensbereiche nicht-integrierte Teilplanung Planung einzelner Unternehmensbereiche Planung nach der Datensituation Planung bei Sicherheit Planung bei Unsicherheit mehrere Situation sind zu berücksichtigen Planung nach dem Inhalt Grundsatz-, Ziel-, Strategie-, Maßnahmen-, Planung Planung nach dem Zeitraum langfristige (> 5 Jahre) mittelfristige(1-5 Jahre) kurzfristige (bis 1 Jahr) Planungsfelder (X-Achse: Planungstiefe Y-Achse: Planungsweite) - Planungstiefe Zielplanung, Analysephase, Schaffen einer Planungsbasis, Idealplanung, Grobplanung, Feinplanung, Ausschreibungsphase, Realisierungsphase - Planungsweite Konzernweit, Fabrikbezogen, Produktbereichorientiert, Werkstattorientiert, Subsystem etc. Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 1 -

Grundsätze und Axiome der Logistikplanung 6er Regel richtigen Waren Zeit Ort Menge Qualität Kosten Permanente Planungsbereitschaft Zielplanung / Analyse / Hochrechnung bewerten : innere Regelung: Steuerimpuls Betrieb äußere Regelung: Planungsimpuls Planung Realisierung Betrieb Gleichlauf von Material- und Datenfluss Koordination von Material- und Informationsfluss von der Beschaffung bis zum Kunden Beachtung des Lebenszeitzyklus und Entsorgungskreislauf von Produkten Entwickeln/Produzieren Konsumieren Sammeln/Handhaben Zwischenlagern Demontieren Aufbereiten (von Anfang) 7-Stufen-Methode Systematische Vorgehensweise bei der Planung (1) Aufgabenstellung Formulierung der Aufgabenstellung (2) Planungsdatenanalyse Ermittlung von Basisdaten, Analyse des Ist-Zustandes, Formulierung des Zielzustands (3) Entwurf von Planungsvarianten Alternativen bei Materialfluss, Raumnutzung, Ausbaufähigkeit, Automatisierungsgrad (4) Entwurf von Arbeitsmittelvarianten Entwicklung verschiedener Systemkonzepte (5) Dimensionierung, Überprüfung, Bewertung der Varianten Vergleich der Systemkonzepte, modernen Simulationswerkzeuge, Grobplanung (6) Feinplanung Nochmal Schritt 1-5 mit höhere Detailierungsgrad, Erstellung eines Gesamtkonzepts, Anforderungskatalog erstellen, Basis für ein Lastenheft (7) Realisierung Steuerung, Überwachung, Abnahme, Übernahme des Gesamtssystems an den Kunden Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 2 -

Ausschreibung Öffentliche Bekanntgabe von Bedingungen, zu denen ein Vertragsangebot erwartet wird, z.b. für Bauarbeiten, Erstellung, eines Lagerverwaltungsprogramms u.ä., die teilweise umfangreichen Bedingungen werden u.u. in einem Lastenheft zusammengefasst mit der Aufforderung an Interessenten, sich durch Vorlage von Offerten zu bewerben. Transportkette: Die Transportkette ist die Folge von technisch und organisatorisch miteinander verknüpften Vorgängen, bei denen Personen oder Güter oder Daten von einer Quelle zu einem Ziel bewegt werden. Supply Chain Management (SCM) Wechsel von der funktionsorientierten Optimierung zur prozessorientierten Optimierung Fördertechnik Fördern Das Fortbewegen von Arbeitsgegenständen oder Personen in einem System Fördertechnik Das Fotbewegen von Gütern in beliebiger Richtung über begrenzte Entfernungen durch technische Hilfsmittel sowie die Ortsveränderung von Personen, soweit diese nicht in den Bereich der Verkehrstechnik fällt, einschließlich der Lehre der Fördermittel selbst Fördermittel Transportmittel, die innerhalb von örtlich begrenzten und zusammenhängenden Betriebseinheiten verfahren werden. Transportmittel dienen zur Ortsveränderung von Personen und/ oder Gütern Fördergutstrom / Förderlesitung Fördermenge pro Zeiteinheit, gemessen an bestimmten Orten oder in bestimmten Bereichen. Er ist abhängig von der Fördertechnik und von der Kapazität der Fördermittel Aufgabe der Fördermittel Ortsänderung, Verteilen, Sammeln, Sortieren, Puffern Hauptgruppen der Fördermittel stetig Förderer Hauptarbeitsbewegung im Dauerbetrieb - Kontinuierlicher / diskret-kontinuierlicher Fördergutstrom - Be- und Entladung im Betrieb - Ortsfeste Einrichtung unstetig Förderer Hauptarbeitsbewegung im Aussetzbetrieb - Unterbrochener Fördergutstrom / Arbeitsspiele - Be- und Entladung im Stillstand - Zum Teil frei verfahrbar Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 3 -

Formen von Stetig-Förderern Bandförderer Rollen- und Kugelbahnen Schaukelförderer Band- oder Gurtförderer Rollenbahnen S-Förderer Gurtkurven Scheibenrollenbahnen C-Förderer Staubandförderer Rollenkurven Unterflusskettenförderer Tragkettenförderer Transferbahnen Kreisförderer Stauförderketten Kugelbahnen Schleppkreisförderer Gliederbandförderer Rutschen Staurollenbahnen Staurollenbahnen - Beispiel (1) Rollenbahn mit integrierten Schaltweichen Betätigung mechanisch, pneumatische oder elektrisch Bei Betätigung wird rückwärtiges Feld deaktiviert Fördern, Stauen, Abziehen (sequentiell) Vorteile Förder und Staubetrieb ist in 2 Richtungen möglich Hohe Belastbarkeit Geräuscharmes Transportieren Lange Lebensdauer Nachträgliche Änderung der Mitnahmekraft durch eingebaute Rutschkupplung Kreisförderer - Beispiel (2) Flurfreier Förderer mit umlaufender Kette und daran befestigten Gehängen Häufige Integration in Produktionsprozesse Vorteile Raumbeweglichkeit - vielseitige Linienführung Flurfreie Fördertechnik Geringer Raumbedarf Gute Anpassung der Gehänge an das Fördergut Relativ geringer Energiebedarf Relativ Unempfindlicher Förderer Nachteile Aufgabe der last meist von Hand Aufgabe der Last in Bewegung Relativ laut Nur für Einzellasten geeignet Nur eine Bewegungsrichtung Keine Stichstrecken Schleppkreisförderer (Power&Free Förderer) - Beispiel (3) Ergänzung eines Kreisförderers mit separater Laufbahn für Gehänge Höhere Flexibilität Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 4 -

Vorteile Hohe Förderleistung bei dichter Wagenfolge Fördersystem mit hoher Speicherkapazität Überwindung vieler Höhenunterschiede möglich Bei hoher Umgebungstemperatur einsetzbar Unempfindlich gegen Schmutz Be- und Entladung im Stillstand, daher höhere Fördergeschwindigkeit als beim Kreisförderer mögliche Nachteile Für die Pufferung wird je Transport ein Free- Wagen gebunden Vor Materialaufgabenstellen müssen leere Free- Wagen bereitgestellt werden Höhere Investitionsaufwand von P&F-Förderern gegenüber einfachen Kreiskettenförderern Kommissionierung Definition Kommissionieren hat das Ziel, aus einer Gesamtmenge von Gütern (Sortiment) Teilmengen aufgrund von Anforderungen (Aufträge) zusammenzustellen. Kommissionierprinzipien Pick-To-Belt Kommissionierprinzip, bei dem aus dem Fach entnommene Artikeleinheiten direkt auf die Abförderband, meist Zuführung zum Sorter, gelegt wird Pick-To-Box Kommissionierprinzip, bei dem Artikeleinheiten auf Tablaren abgelegt wird und in Gestellen (Boxen) eingeschoben sind, um für eine automatische Kommissionierung über Tablartechnik zur Verfügung zu stehen. Pick-To-Light Kommissionierprinzip, bei dem mit Hilfe einer Anzeige dasjenige Fach gekennzeichnet (aufleuchtet) ist, aus dem der Artikel entnommen werden soll Materialflusstechnische Einheiten Lagereinheit stellen Einheiten dar, in denen ein Artikel im Kommissionierlager bevorratet wird Bereitstelleneinheit werden die Einheiten genannt, die zur Entnahme angeboten werden Entnahmeeinheiten sind die Einheiten eines bestimmten Artikels, die durch den Kommisionierer bei dem Zugriff entnommen werden Greifeinheit umfasst diejenige Menge an Artikel- bzw. Verpackungseinheiten, die ein Kommisionierregal entnimmt Sammeleinheit auch Kommisioniereinheiten genannt, entstehen durch die Bearbeitung der einzelnen Positionen einer Pickliste durch den Kommissionierer Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 5 -

Versandseinheit repräsentiert die Menge der Artikel in der entprechenden Stückzahl, die der Kunde durch seinen Auftrag angefordert hat. Die einzelne Versandeinheit wird häufig mittels eines Ladehilfsmittels gebildet Methoden der Kommisionierung Mann zur Ware (MzW) Ware zum Mann(WzM) Auftragsweise Kommisionierung Batch-Kommisionierung Kommissionierprinzip Mann zur Ware (MzW) Pickliste (geringe Kosten) Nach bestimmten Sortierkriterien zusammengestellte Entnahmepositionen. Die Pickliste kann in vielen Fällen identisch sein mit Lieferschein. ( Sortierung nach Laufweg, nach Kommissionier- Bereich, etc.) RF-Terminal Kommissionierung am Terminal mit Scanner und Monitor Pick to Light siehe oben: Entnahme bei Leuchtanzeige (hohe Leistung) Kommissionierprinzip Ware zum Mann (WzM) Typische Gründe zum Einsatz von WzM Kleine Anzahl von Auftragspositionen bei vergleichsweise großem Artikelstamm Hohe Raumkosten Bereich erhöhter Sicherheit Varianten Automatische Kleinteilelager (AKL) Automatische Palettenlager Paternoster Umlaufregalanlagen Kommissionierroboter Auftragsweise Kommissionierung (einstufig) Auftragsorientiertes Abarbeiten von Bestellpositionen einstufiges Kommisionieren Kommisionierung erfolgt Auftrag für Auftrag Die Integrität der Aufträge wird durch den Prozess gewährleistet Varianten auftragsweiser Kommisionierung Einfache auftragsweise Kommissionierung Sortieren während der Kommissionierung Auftragsweise Kommissionierung in seriellen Zonen Auftragsweise Kommissionierung in parallelen Zonen Einsatzgebiete Kleine Auftragsgrößen Grosses Volumen, Menge, Auftrag Schlechte Transportfähigkeit des Gutes Schlechte Sortierfähigkeit des Gutes Batch-Kommisioneirung (zweistufig) Methode, bei eingehende Bestelldaten gesammelt und aufbereitet werden, damit anschließend artikelweise kommissioniert werden kann. Auftragseingänge zusammenfassen in Batchs 1. Stufe: Kommissionieren 2. Stufe: Sortieren/ Verteilen in einzeln Aufträge Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 6 -

Batchpicking Artikelweise Kommissionierung Ein Artikel wird gleichzeitig für mehrere Aufträge gepick Auftragszusammenführung beim Sortieren Auträge werden in Batches Zusammengefasst Häufig Konsolidierung der Aufträge Varianten der Batch-Kommissionierung Fixed Batches Floating Batches Voraussetzung des Batch-Verfahrens Güter geeignet für automatische Fördertechnik Massenkommisionierung (viele Positionen / große Mengen) Vortei Mehrere Auftragspositionen pro Kommissionierposition Kürzere Kommissionierzeit Geringe Fehlerrate bei automatischer Sortierung Nachteil Mehr Fördertechnik notwendig Komplizierte Materialflussstreuerung Kommissionierzeit t kom = t bas + n ( tgreif, r + ttot, r + tweg, r ) r = 1 t kom = t bas + t greif + t tot + t weg Basiszeit Übernahme des Auftrags, Sortieren von Belegen, Aufnahme von Kommissionierbehältern Abgabe von Kommissionierbehältern, Weitergabe bzw. abschließende Belegarbeit Greifzeit Hingelangen, Aufnehmen, Befördern, Ablegen Anzahl der Entnahmeeinheiten pro Position, Greifhöhe, -tiefe, Ablagehöhe, Gewicht, Volumen Keine Greifzeit: Öffnen von Verpackungen, Beschriften, Etikettieren, Zurücklegen überzähliger Ware Totzeit Lesen, Suchen, Identifizieren, Kontrollieren, Reagieren Wesentliche Einflussfaktoren: Personal, Information, Ergonomie Wegzeit Wegzeit ist die Zeit, die für die Bewegung (Fahren/Gehen) des kommissionierers zwischen Annahmestelle Entnahmeort Abgabestelle verstreicht. Weg wir aufgegliedert in 3: Basisweg, Gassenweg, Gassenwechselweg Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 7 -

Dynamische Lagerkennzahlen Statische Lagerkennzahlen Wareneingänge / Tag Artikelanzahl Warenausgänge / Tag ABC-Verteilung Umlagerungen / Tag Gesamtdurchschnittsbestand Auftragszahl / Tag Anzahl Paletten/ Artikel Positionen / Auftrag Lagerkapazität Positionen / Tag Lagerfüllungsgrad Zugriffe / Position Flächen-/ Raumnutzungsgrad Gewicht / Zugriff Investitionsaufwand / Lagereinheit Lagerkosten / Lagereinheit Durchschnittlicher Lagerbestandswert Dynamische Kennzahlen Auslagerung pro Jahr Mengenumsc hlag /Jahr = Lagerkapazität Wertmäßige r Umschlag = Umsatz [ /a] Lagerbestand [ ] aktiver Lagerbestand [Stck.] Lagerreich weite = > artikel - /sortimentsbezogen Lagerumsatz [Stck/Tag] Lagerbestand [ ] Lagerreich weite = > kapitalbezogen Lagerumsatz [ /Monat] verfügbarer Lagerbestand Verfügbark eit = 100% > geforderter Bestand artikel - /sortimentsbezogen MTBF Verfügbark eit = > technische MDT + MTBF MTBF : Mean Time Between Failure MDT :Mean Down Time Artikelstammdaten Artikelnummer, Artikelbezeichnung Abmessung, Gewicht, Mengeneinheit, Preise Verpackungs-/ Palettierungsvorschrift (Normmenge, -gewicht, -volumen) Lagerbereichskennzeichen Spezifische Lagerungsvorschriften Min / Max Bestand (Sollvorgaben, Bestellmengen) Inventurvorschrifte Statische Kennzahlen (ABC-Analyse) Statische Lagerung Ladegut verbleibt zwischen Ein-/ Auslagerung am selben Ort, keine Ortsveränderung Bodenblocklagerung - Einfache, kostengünstige, flexibel an örtliche Gegebenheiten anpassbare Lagerung - Hoher Flächennutzungsgrad - Nur LIFO möglich - Nur für Stapelfähige Güter oder bei Verwendung von Stapelhilfsmitteln - Begrenzte Artikelanzahl bei großen Artikelmengen - Manuelle Bedienung Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 8 -

Bodenzeilenlagerung - Zugriff auf jede Säule möglich - Begrenzte Artikelanzahl bei mittleren Artikelmengen - Siehe Bodenblocklagerung Blockregallagerung - Höhere Lagerhöhen - Hoher Volumennutzungsgrad - Geringe Investitionskosten - Geeignet für nicht stapelfähige Lagergüter mit Ladehilfsmittel, jedoch hohe Qualitätsanforderung an die Lagergüter - Bedienung ausschließlich per Frontgabelstabler - Begrenzte Artikelzahl bei großen Artikelmengen Regalzeilenlagerung - Direktzugriff auf jede Lagereinheit - FIFO / LIFO - Lagerung ohne Ladehilfsmittel möglich - Übersichtlichkeit und Ordnung - Kleine bis mittlere Mengen pro Artikel, große Artikelzahl Palettenregale / Kommissionier-Durchlaufregal - Lagerung mit Ladehilfsmittel - Häufigste eingesetzte Lagertechnik - Quer- oder Längseinlagerung - Einfach oder doppeltiefe Lagerung - Raumnutzungsgrad abhängig von eingesetzter Bedientechnik - Manuelle Bedienung per Gabelstabler Hochregallager (HRL) - Silobauweise mit Dach und Wänden und mindestens 12 Meter hoch - Reine Einzweckbauten - Fest eingebaute Regale - Automatische Regalbediengeräte Wabenregal - Lagerung von Langgut, mit Fachlasten 20 t. und Fachlängen bis 6 m. - Mit festen und beweglichen Böden - Regalbedienung manuell, per Kran, Stapler - Breite Lagergasse zur Ein-/Auslagern erforderlich - Geringe bis mittlere Mengen pro Artikel, mittlere Artikelanzahl Kragarmregal - Siehe Wabenregal Schubladenregal - Lagerung von Kleinteilen - Geringe Mengen pro Artikel bei großer Artikelzahl Dynamische Lagerung Ladeeinheiten werden nach der Einlagerung bewegt. Es findet eine Ortsveränderung statt Blocklager - Mehrere Einheiten hintereinander - Trennung von Beschickung und Entnahme - FIFO gewährleistet - Viele Artikel im direkten Zugriff bei gesichertem Nachschub - Leichtes und schweres Stückgut Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 9 -

Palettenblocklagerung - Durchlauf- oder Einschubregal - Schwerkraftgetrieben, oder angetrieben - Artikelreine Kanäle - Hoher Volumennutzungsgrad - Bedienung mit Gabelstabler - Große Mengen bei kleinen bis mittleren Artikelzahlen - Hohe Qualitätsanforderungen an die Lagergüter Rollpalettenlager - Hoher Automatisierungsgrad - Hohe Flexibilität bei der Regalgestaltung - Hohe Umschlagleistung realisierbar durch Trennung von vertikaler und horizontaler Förderung - Lagereinheiten sind staudruckfrei - Aufgrund extrem hoher Umschlagleistung auch gemischte Kanäle möglich Horizontale Umlaufregale - Zentrale Übergangspunkt, häufiger Einsatz in Kommissioniersystemen - Große Artikelzahlen, kleine bis mittlere Mengen - Hohe Kommissionierleistung möglich - Behälter-Umlaufregale: Ebenen einzeln verfahrbar, daher hohe Umschlagsleistung - Prinzip Ware-zum-Mann Vertikale Umlaufregale - Siehe Horizontale Umlaufregal - Lagerung von Kleingut, auch Langgut - Große Artikelzahlen, kleine bis mittlere Mengen - Mehrere Ein-/Auslagerpunkte auf mehreren Ebenen möglich - Schutz vor unerlaubten zugriff - Geringe Standfläche Verschiebelager - Hoher Raumnutzungsgrad - Schutz vor unerlaubten zugriff - Auslagerung manuell oder automatisch Barcodes Unterschiede Anwendungsgebiet Aufbau (1 dim. oder 2 dim.) Frei nutzbarer oder stansardisierter Code Barcodetyp 2/5 interleaved EAN Code 39 Zeichenvorrat numerisch numerisch alphanumerisch Informationsträger Striche / Lücken Striche / Lücken Striche / Lücken Informationsdichte 2,7mm/Zeichen 2,31mm/Zeichen 4,8mm/Zeichen Codelänge variabel (8-20) fest (8 oder 13) variabel (4-10) Nutzzeichenlänge 5 Elemente 7 Module 4 Elemente 7 Module 9 Elemente 12 Module Strichbreiten 2 4 2 Verhältnis 1:2 1:3 1:2:3:4 1:2 1:3 Anmerkung Nachfolger v. Code2/5 Höhere Info-dichte EAN 128 ASCII Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 10 -

2-Dimensionale Barcodes Codablock Datamatrix / Matrixcode (UPS-Code) Maxicode QR, Code PDF 417 Alternative: MDS : Mobile Datenspreicher - S K R I P T E N D E - und erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. http://www.wiso.ferit.info Mit freundlichen Grüßen Ferit Demir Zusammenfassung von Ferit Demir unter wiso.ferit.info - 11 -