Verkehrssicherheitsbericht 2015
Vorbemerkung Vergleich der überregionalen Unfallentwicklung: Bayern (mit BAB) Mittelfranken (mit BAB) Landkreis (ohne BAB) 2014 2015 2014 2015 2014 2015 VU ges. 368.972 391.125 48.955 51.686 3.555 3.848 VU-P 52.521 53.827 7.133 7.256 562 499 getötete Pers. 619 614 66 73 4 6 verletzte Pers. 69.534 71.161 9.322 9.600 749 633 schwer verletzt 11.632 11.875 1.349 1.508 150 150 leicht verletzt 57.902 59.286 7.973 8.092 599 483 Im Jahr 2015 ist allgemein ein Anstieg der Unfälle zu verzeichnen. Nicht nur die bayerischen und mittelfränkischen Vergleichszahlen liegen gegenüber dem Vorjahr teils deutlich höher, auch die Anzahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Nürnberger Land sind um 8,2% auf 3.848 Unfälle gestiegen. Dies stellt einen Höchstwert im 10-Jahres-Vergleich dar. Entgegen der landesweiten Tendenz sind jedoch die Unfälle mit Personenschaden rückläufig. Auf den Straßen innerhalb des Landkreises ereigneten sich im vergangenen Jahr 499 Unfälle mit insgesamt 633 Verletzten (2014: 562 Unfälle mit 749 verletzten Personen). Nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit einer Erhöhung des Verletztenaufkommens ist somit annähernd wieder das Niveau der vorherigen Jahre erreicht. Ebenso rückläufig sind die Unfallzahlen unter Beteiligung von jungen Erwachsenen (aktuell 277 gegenüber 323 im Vorjahr). Nicht nur die Gesamtanzahl der Unfälle dieser Zielgruppe des Verkehrssicherheitsprogrammes 2020, sondern auch die Anzahl der verletzten Personen liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Diese positive Entwicklung dürfte u.a. auf die Möglichkeit des Begleiteten Fahrens ab 17 Jahren (BF17) zurückzuführen sein. Auf den Straßen des Landkreises verloren im Jahr 2015 sechs Verkehrsteilnehmer ihr Leben. Wie aus der Zusammenfassung im weiteren Verlauf des Berichts ersichtlich, ist hierfür das Zusammentreffen der unterschiedlichsten Unfallfaktoren ursächlich. Der Stand von 2014 (bei Unfällen mit tödlichen Verletzungen) konnte im vergangenen Jahr zwar nicht ganz erreicht werden, jedoch wird im Langzeitvergleich die positive Tendenz durchaus fortgesetzt. Weiterhin ist im vergangenen Jahr ein Anstieg der Schulwegunfälle zu verzeichnen (aktuell 13 gegenüber 10 im Vorjahr). Glücklicherweise erlitten die beteiligten Kinder bzw. Jugendlichen allesamt nur leichte Verletzungen. Wie aus der beiliegenden Aufstellung hervorgeht, handelten überwiegend die Schüler als verkehrsbeteiligte Radfahrer unfallursächlich. Der Anstieg der Gesamtunfälle im Jahr 2015 ist größtenteils durch die drastische Zunahme der Wildunfälle begründet. Mit 849 aktenkundigen Wildunfällen ist ein absoluter Höchstwert im 10- Jahres-Vergleich erreicht (Steigerung um 30% gegenüber dem Vorjahr). Bei nahezu jedem vierten polizeilich aufgenommen Unfall handelt es sich somit um einen durch Wild verursachten Schaden. Lauf a.d. Peg., 03. März 2015 Matthias Link - Sachbearbeiter Verkehr - Polizeiinspektion Lauf a.d. Peg.
Landkreis in Zahlen Stand 30.06.2015 (Landesamt für Statistik) ca. 75% der Einwohnerzahl 166.498 124.440 102.760 12.856 5.877 Ackerschlepper und ZGM = reine Sonder-Kfz (Wohnmobile i.d.r. jetzt Pkw) 7.616 1.388 71 zugelassene Kfz: Stand 31.12.2015 130.568 Vorjahr: 127.665
Erläuterungen zu den folgenden Übersichten VU-P: Ein Unfall mit Personenschaden liegt immer dann vor, wenn ein Verkehrsteilnehmer einen Körperschaden erlitten hat bzw. getötet wurde; unabhängig von der Schadenshöhe und Straf- bzw. Bußgeldtatbeständen. schwer verletzt: stationärer Aufenthalt von mindestens 24 Stunden in einem Krankenhaus erforderlich tödlich verletzt: Todeseintritt infolge der Unfalleinwirkung innerhalb von 30 Tagen nach dem Ereignis VU-S: VU-K: Ein schwerwiegender Verkehrsunfall (ohne Personenschaden) ist dann gegeben, wenn ein Straftatbestand und/oder eine Verkehrsordnungswidrigkeit vorliegt, die mit einem Bußgeld höher als 55 zu ahnden ist; unabhängig von der Schadenshöhe. Kleinunfall. Dem Unfall liegt lediglich eine geringfügige Verkehrsordnungswidrigkeit zugrunde, die mit einer Verwarnung bis zu 55 geahndet werden kann; unabhängig von der Schadenshöhe. Alkoholunfall: Blutalkoholkonzentration (=BAK) von mehr als 0,5 Promille bzw. Atemalkoholkonzentration (=AAK) von mehr als 0,25 mg/l beim Unfallverursacher. Beim Vorliegen von Ausfallerscheinungen bezügl. der Person bzw. der Fahrweise ist bereits eine BAK von 0,3 Promille ausreichend. Schulwegunfall: Verkehrsunfall, bei dem ein Schüler bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres auf dem Weg von und zu einer schulischen Veranstaltung, einer Betreuungseinrichtung oder einem Hort verletzt oder getötet wurde (erweiterte Definition ab 01.01.2014). Unfallrate: gibt die relative Unfallgefahrenzahl an. Sie ermöglicht einen Vergleich von Strecken und Knoten hinsichtlich ihrer Unfallgefährlichkeit (=Unfälle pro 1. Mio. Fahrzeugbewegungen). Unfallzahlen: die folgenden Aufstellungen umfassenallestraßenklassen im Landkreis Nürnberger Land (Bundes-, Staats-, Kreis- und Gemeindestraße); ausgenommen: Bundesautobahn (BAB)
Unfallübersicht 2015 2015 VU gesamt 3.848 VU-P (Personenschaden) 499 Verletzte 633 svl: 150 lvl: 483 Entwicklung zum Vorjahr + 293 (+8,2%) - 63 (-11,2%) - 116 (-15,5%) +/- 0-116 (-19,4%) Tote 6 + 2 VU-S (Sachschaden - 961 * + 41 schwerwiegend) (+4,5%) VU-K (Kleinunfall) 2.388 + 315 (+15,2%) Summe VU-P + VU-S 1.460-22 (-1,5%) Alkohol-VU 36-2 (-5,3%) Verletzte 25 + 7 (+38,9%) Tote 1 + 1 VU-Flucht 716 Wildunfälle 849 + 24 (+3,5%) + 196 (+30,0%) * unter die 961 Unfälle der Kategorie VU-S fallen 696 Unfallfluchten (ohne Personenschaden)
Unfallübersicht 2015 gesamt
Unfallübersicht 2014 2014 VU gesamt 3.555 VU-P (Personenschaden) 562 Verletzte 749 svl: 150 lvl: 599 Entwicklung zum Vorjahr + 69 (+2,0%) + 89 (+18,8%) + 101 (+15,6%) +24 (+19,0%) +77 (+14,8%) Tote 4-4 VU-S (Sachschaden - 920 * - 71 schwerwiegend) (-7,2%) VU-K (Kleinunfall) 2.073 + 51 (+2,5%) Summe VU-P + VU-S 1.482 + 18 (+1,2%) Alkohol-VU 38-8 (-17,4%) Verletzte 18-12 (-40,0%) Tote 0-1 VU-Flucht 692 Wildunfälle 653-23 (-3,2%) - 16 (-2,4%) * unter die 920 Unfälle der Kategorie VU-S fallen 657 Unfallfluchten (ohne Personenschaden)
Unfallübersicht 2014 gesamt
Unfallübersicht 2013 2013 VU gesamt 3.486 VU-P (Personenschaden) 473 Verletzte 648 svl: 126 lvl: 522 Entwicklung zum Vorjahr + 131 (+3,9%) + 12 (+2,6%) + 40 (+6,6%) + 20 (+18,9%) + 20 (+4,0%) Tote 8 + 3 VU-S (Sachschaden - 991 * + 4 schwerwiegend) (+0,4%) VU-K (Kleinunfall) 2.022 + 115 (+6,0%) Summe VU-P + VU-S 1.464 + 16 (+1,1%) Alkohol-VU 46 + 4 (+9,5%) Verletzte 30 + 12 (+66,7%) Tote 1 +/-0 VU-Flucht 715 Wildunfälle 669 + 8 (+1,1%) + 42 (+6,7%) * unter die 991 Unfälle der Kategorie VU-S fallen 680 Unfallfluchten (ohne Personenschaden)
Unfallübersicht 2013 gesamt
Langzeitbetrachtung 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 VU gesamt 3.359 3.197 3.280 3.355 3.158 3.455 3.174 3.355 3.486 3.555 3.848 VU-P 569 539 517 550 493 503 471 461 473 562 499 Verletzte 776 707 660 677 631 653 605 608 648 749 633 Tote 8 5 11 9 3 13 9 5 8 4 6 VU-P+VU-S 1.424 1.442 1.430 1.441 1.369 1.449 1.408 1.448 1.464 1.482 1.460 VU-K 1.935 1.754 1.850 1.914 1.789 2.006 1.766 1.907 2.022 2.073 2.388 VU außerorts 1.299 1.101 1.111 1.207 1.107 1.254 1.068 1.172 1.214 1.229 1.365 VU innerorts 2.060 2.096 2.169 2.148 2.051 2.201 2.106 2.183 2.272 2.326 2.483 Alkohol-VU 52 58 55 53 54 43 48 42 46 38 36 Verletzte 32 27 26 31 30 19 32 18 30 18 25 Tote 1 0 0 0 0 0 2 1 1 0 1 VU-Flucht 505 571 566 578 592 648 688 707 715 692 716 Wildunfälle 479 422 520 564 482 540 511 627 669 653 849 Kfz 112522 114394 115723 115710 119998 121317 122957 124129 125224 127665 130568 Einwohner 168684 168388 168111 167444 166763 166336 166148 166273 164603 165293 166498 Unfallentwicklung 10 Jahre (unter Berücksichtigung der Gesamtunfälle) 3900 3800 3700 3600 3500 3400 3300 3200 3100 3000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 3848 3555 3486 3455 3359 3355 3355 3280 3197 3158 3174 Im Vergleich zum Vorjahr ist ein deutlicher Anstieg der Unfälle zu verzeichnen. Die erhöhten Unfallzahlen sind insbes. auf die gestiegenen Kleinunfälle (v.a. Wildunfälle) zurückzuführen. Ohne den Anstieg der Wildunfälle (also entsprechend den Vergleichszahlen Wild aus dem Jahr 2014) würde die prozentuale Steigerung der Gesamtunfälle in etwa dem prozentualen Anstieg der Fahrzeugzulassungen im Landkreis entsprechen. Die Zunahme der Unfälle ist im Monatsvergleich kontinuierlich über das gesamte Jahr zu beobachten, lediglich im Monat Dezember war ein leichter Rückgang der polizeilich aufgenommenen Unfälle zu verzeichnen.
Langzeitbetrachtung 1200 Verletztenaufkommen langjährig 1057 1000 800 966 960 925 947 930 892 879 877 842 806 828 832 860 872 890 887 899 877 870 846 830 810 794 778 776 749 707 660 676 625 653 648 633 605 608 600 400 200 0 1980 1982 1984 1986 1988 1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 Im Jahr 2015 ist das Verletztenaufkommen glücklicherweise wieder rückläufig. Während die Anzahl der schwerverletzten Personen konstant geblieben ist, gingen die Unfälle, bei denen die Beteiligten leichte Verletzungen erlitten, im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. 25 Verkehrstote 1990-2014 Verkehrstote 1990-2015 20 22 21 23 17 15 14 13 14 13 13 13 13 10 8 9 11 10 9 8 11 9 9 8 5 5 3 5 4 6 0 1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014
Häufigste Unfallursachen Die Tabelle beinhaltet die Gesamtunfälle im Jahr 2015 (einschließlich der Kleinunfälle). Berücksichtigt wird bei dieser Auswertung die Hauptursache, d.h. bei Vorliegen mehrerer Ursachen wird die für den Unfall entscheidende ursächliche Handlung angeführt. Durch die Aufnahme der Kleinunfälle in das Diagramm ist der hohe Anteil an Unfällen mit der Ursache Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren begründet. Sogenannte Parkrempler beim Rangieren während des Ein- bzw. Ausparkens werden im Regelfall als geringfügige Verkehrsordnungswidrigkeit geahndet, da eine konkrete Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer in der Regel nicht gegeben ist. Der deutliche Anstieg der Unfälle mit der Ursache ungenügender Sicherheitsabstand ist durch eine Änderung bei der VU-Aufnahme begründet. Unter diese Ursache fallen nicht mehr nur die Unfälle aufgrund zu geringen Abstandes in der Längsrichtung, sondern auch Kollisionen, die auf einen unzureichenden Seitenabstand zurückzuführen sind (beispielsweise bei Berührung der Außenspiegel). Als klassische Hauptunfallursachen sind im Jahr 2015 weiterhin die Vorfahrtsverletzung und die falsche Fahrbahnbenutzung bzw. das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebots anzusehen. Die Anzahl der durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursachten Unfälle (99) ist im Vergleich zum Vorjahr (116) wieder rückläufig. Nach Abzug der Kollisionen, bei denen Fahrbahnglätte (Eis und Schnee) mit ursächlich war, sind bereinigt 77 Unfälle zu verzeichnen, die auf eine nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind.
Unfall und Tageszeit
Unfallörtlichkeiten Straßenklasse gesamt innerorts außerorts VU T SV LV VU T SV LV VU T SV LV Bundesstraßen 141 1 28 106 51 0 4 36 90 1 24 70 Staatsstraßen 278 3 47 134 146 1 16 60 132 2 31 74 Kreisstraßen 159 0 26 67 98 0 9 40 61 0 17 27 Gemeindestraßen 882 2 49 176 823 0 36 152 59 2 13 24 Summe 1460 6 150 483 1118 1 65 288 342 5 85 195 Ca. 77% der Verkehrsunfälle mit Personenschaden und der schwerwiegenden Unfälle ereignen sich somit innerhalb geschlossener Ortschaften. Verletzte nach Beteiligungsarten
Verkehrstote 2015 08.01.2015, 10:10 Uhr Burgthann, St 2401 (Abschnitt 140, km 4,010)- Pattenhofen Ein 53-jähriger Fahrzeugführer übersah beim Überholen eines Sattelzuges das Fahrzeug einer 62-Jährigen, die die Gegenrichtung befuhr. Auf Höhe des Aufliegers kam es zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Verursacher erlitt durch die Kollision schwere Verletzungen, die 62-jährige Unfallbeteiligte verstarb nach einer Notoperation im Krankenhaus. 25.03.2015, 06:15 Uhr Feucht, Schwabacher Straße / Lohweg Im Verlauf einer leichten Rechtskurve fuhr eine 47-jährige Pkw-Fahrerin innerorts aus unbekannter Ursache weiter geradeaus und prallte frontal gegen einen Peitschenmasten. Möglicherweise waren gesundheitliche Probleme ursächlich. Einige Tage nach Einlieferung ins Krankenhaus verstarb die Fahrerin an den erlittenen Verletzungen. 29.03.2015, 00:50 Uhr Neunkirchen a.s., St 2241 (Abschnitt 320, km 0,720)- nach Ortsausgang Unmittelbar nach dem Ortsausgang Neunkirchen a.s. wollte ein 44-jähriger Fahrzeugführer offensichtlich einen vorausfahrenden Pkw überholen. Noch bevor er vollständig auf die Gegenfahrbahn wechseln konnte, erfasste er mit dem Frontbereich seines Fahrzeuges einen 19-jährigen Fußgänger, der mit einem Bekannten in Richtung Neunkirchen a.s. unterwegs war. Während sein Freund am rechten Fahrbahnrand lief, befand sich der 19-Jährige zum Unfallzeitpunkt mittig auf dem Fahrstreifen in Richtung Neunkirchen. Der Jugendliche verstarb durch die erlittenen Verletzungen noch an der Unfallstelle.
Verkehrstote 2015 25.05.2015, 12:20 Uhr Altdorf, Ortsverbindungsstraße nach Prethalmühle Ein 83-jähriger Radfahrer befuhr mit seinem Pedelec die Ortsverbindungsstraße nach Prethalmühle. Auf der Abfahrt kam er aus ungeklärter Ursache in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte. Mit schweren Kopfverletzungen wurde der Verunfallte ins Krankenhaus verbracht, wo er einige Tage nach dem Unfall verstarb. 26.08.2015, 14:30 Uhr Feucht, Ortsverbindungsstraße von Brunn nach Fischbach Auf der Ortsverbindungsstraße in Richtung Fischbach wollte ein 51-jähriger Quadfahrer einen vorausfahrenden Pkw überholen. Hierbei übersah er jedoch ein entgegenkommendes Fahrzeug und wollte wieder hinter dem vorausfahrenden Pkw einscheren. Da es jedoch beim Wiedereinscheren zu einer seitlichen Kollision kam, verlor der Quadfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet ins Schleudern und prallte seitlich gegen die Fahrzeugfront des entgegenkommenden Pkw. Hierbei zog er sich schwerste Verletzungen zu, an denen er noch an der Unfallstelle verstarb. 20.12.2015, 17:40 Uhr Schwarzenbruck, B 8 (Abschnitt 2160, km 1,500) Aus ungeklärter Ursache kam ein 86-jähriger Pkw-Fahrer alleinbeteiligt zwischen Pfeifferhütte und Ochenbruck nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum. Sofortige Reanimationsmaßnahmen vor Ort blieben erfolglos. Gesundheitliche Probleme des Verunfallten im Vorfeld der Kollision können nicht ausgeschlossen werden.
Sicherer Schulweg Definition Schulwegunfall: siehe Erläuterungen Schulweg-VU 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 PI Altdorf 3 2 1 2 4 2 2 5 PI Feucht 3 0 2 2 0 0 3 0 PI Hersbruck 4 2 1 1 3 1 2 4 PI Lauf a.d.peg. 6 2 0 3 1 2 3 4 gesamt 16 6 4 8 8 5 10 13 Dienstbereich PI Altdorf: 20.04.2015 Altdorf Ein 11-jähriger Schüler befuhr mit seinem Rad den Oberen Marktplatz und übersah, dass ein vorausfahrendes Fahrzeug verkehrsbedingt abbremste. Mit dem Vorderrad prallte er schließlich gegen das Heck des Pkw und stürzte zu Boden. Hierbei verletzte er sich leicht am linken Knie. 13.05.2015 Winkelhaid Als ein 13-jähriger Schüler mit seinem Rad vom Gehweg in der Bahnhofstraße auf die Fahrbahn einfuhr, übersah er einen entgegenkommenden 43-jährigen Fahrradfahrer. Durch die Kollision und den anschließenden Sturz auf die Fahrbahn verletzten sich beide Beteiligte leicht an der Schulter. 22.06.2015 Burgthann Bei einem Auffahrunfall auf der B 8 wurden zwei 11-jährige Schüler leicht verletzt. Ein 30- jähriger Kraftfahrer übersah das Abbremsen der vorausfahrenden Fahrzeuge und stieß mit dem Frontbereich seines Pkw gegen das Heck des vor ihm befindlichen Kfz. Durch den Aufprall erlitten die beiden Schüler, die auf der Rücksitzbank saßen, leichte Verletzungen.
Sicherer Schulweg 24.06.2015 Altdorf Ein 11-jähriger Schüler befuhr mit seinem Fahrrad den Geh- und Radweg in der Fischbacher Straße. Als er die Schulstraße mit dem Rad an der Lichtzeichenanlage überquerte, schaltete das Signal für die Fußgänger bzw. Radfahrer auf rot. Hierdurch erschrak der Schüler, bremste ruckartig ab und verlor die Kontrolle über sein Rad. Beim Sturz auf die Fahrbahn erlitt er leichte Abschürfungen an Hüfte und Armen. 17.09.2015 Altdorf Beim Überqueren der Nürnberger Straße an der Fußgänger-/Radfahrerlichtsignalanlage übersah ein 14-jähriger Radfahrer das für ihn geltende Rotlicht. Im Kreuzungsbereich stieß der Schüler gegen ein bei Grünlicht abbiegendes Fahrzeug und kam so zu Sturz. Hierbei erlitt er jedoch nur leichte Verletzungen. Dienstbereich PI Hersbruck: 30.01.2015 Hersbruck Aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse in der Leutenbachstraße konnte ein 10-jähriger Schüler mit seinem Fahrrad nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte seitlich gegen ein mit geringer Geschwindigkeit fahrendes Fahrzeug. Hierbei verletzte sich der Schüler leicht. 23.02.2015 Hersbruck Eine 13-jährige Schülerin bog mit ihrem Fahrrad in zu engem Bogen nach links in die Leutenbachstraße ab und kollidierte mit einem Kfz, welches sich noch in der untergeordneten Straße befand. Durch den Sturz auf die Fahrbahn erlitt das Mädchen diverse Prellungen an der linken Körperseite.
Sicherer Schulweg 23.02.2015 Hersbruck Beim Abbiegen von der Happurger Straße in Richtung Gymnasium übersah ein 15-jähriger Radfahrer eine Gruppe von Schülern, die gerade den Einmündungsbereich querte. Zwar konnte der Radler einigen Fußgängern noch ausweichen, allerdings erfasste er mit dem Fahrradlenker eine 10-jährige Schülerin, so dass beide Beteiligte stürzten und sich jeweils leicht verletzten. 15.05.2015 Hersbruck Eine 14-jährige Schülerin fuhr mit ihrem Fahrrad verbotswidrig über die Ausfahrt des Parkplatzes auf das Schulgelände ein. Zeitgleich wollte ein 66-jähriger Pkw-Fahrer den Parkplatz über die Ausfahrt verlassen und erfasst die Schülerin mit dem Frontbereich seines Fahrzeuges. Durch den anschließenden Sturz verletzte sich das Mädchen leicht am Knöchel. Dienstbereich PI Lauf a.d. Peg.: 17.03.2015 Röthenbach a.d. Pegnitz Als ein 12-jähriger Schüler mit seinem Fahrrad verbotswidrig den Gehweg der Les-Clayessous-Bois-Brücke in der Himmelgartenstraße befuhr, blieb er aufgrund der geringen Breite mit seinem Fahrradlenker in den Streben des Brückengeländers hängen. Hierdurch verlor er die Kontrolle über das Rad und stürzte auf den Gehweg. Der Schüler erlitt hierbei leichte Verletzungen im Gesichtsbereich und eine Prellung der Hand. 09.06.2015 Schnaittach Eine 13-jähriger Schülerin hielt mit ihrem Fahrrad am rechten Fahrbahnrand, um auf eine zu Fuß gehende Freundin zu warten. Beim Rückwärtsfahren aus einer gegenüberliegenden Grundstücksausfahrt übersah ein 19-Jähriger die Schülerin. Mit dem Heck seines Fahrzeuges erfasste er die Schülerin, die daraufhin auf den Gehweg stürzte und sich hierbei am Unterarm und am Sprunggelenk leicht verletzte.
Sicherer Schulweg 21.09.2015 Röthenbach a.d. Pegnitz Ein 13-Jähriger fuhr mit seinem Fahrrad verbotswidrig auf dem Gehweg der Rückersdorfer Straße stadtauswärts. Im Anschluss wollte der Schüler den Einmündungsbereich der St 2405 überqueren und noch vor einem herannahenden Pkw auf die Fahrbahn einfahren. Da er den Abstand zum Fahrzeug jedoch unterschätzte, kollidierte er mit dem Frontbereich des Pkw. Durch den Sturz verletzte sich der Schüler leicht am Handgelenk und am Oberschenkel. 24.09.2015 Lauf a.d. Peg. Ohne Fremdeinwirkung stürzte ein 10-jähriger Schüler auf dem Gehweg in der Urlasstraße und fiel in Richtung Fahrbahn. Hierbei wurde er von einem gerade vorbeifahrenden Fahrzeug im Schulterbereich leicht erfasst. Letztendlich erlitt der Schüler nur eine leichte Prellung des Ellenbogens. Verkehrsbeteiligung
Fußgänger und VU Radfahrer und VU 2015 insgesamt 136 Radfahrunfälle, hiervon 128 Radfahrer verletzt (40x schwer, 88x leicht verletzt) 82 Radfahrunfälle mit Radfahrer als Verursacher - davon 37 Radfahrunfälle alleinbeteiligt (ohne Fremdverschulden) 8 Radfahrer standen bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss 9 Unfälle mit Beteiligung eines Pedelecs (siehe ges. Übersicht) 10 Radfahrunfälle waren reine Radfahrersache 8 Unfälle zwischen Fußgängern und Radfahrern Radfahrunfälle in Langzeitbetrachtung 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 gesamt 127 140 141 139 110 131 127 110 128 136 Tote 2 3 2 2 0 1 0 0 1 1 Verletzte 105 114 141 118 106 134 125 104 119 128
Pedelec (Pedal electric cycle) Definition 1 Abs. 3 StVG: Keine Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes sind Landfahrzeuge, die durch Muskelkraft fortbewegt werden und mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kw ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und 1. beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher, 2. wenn der Fahrer im Treten einhält, unterbrochen wird. ( ) Einstufung als Fahrrad -> StVO: es gelten die Vorschriften für Radfahrer also: keine Zulassungs-, Versicherungs- und Kennzeichenpflicht Unfallursachen mit Beteiligung eines Pedelecs gesamt 2015: 9 Unfälle (1x tödlich, 3x schwer und 5x leicht verletzt) (Vergleich 2014: 5 Unfälle - 2x schwere und 3x leichte Verletzungen) 4x alleinbeteiligter Unfall (ohne Fremdverschulden) Fahrfehler, nicht angepasste Geschwindigkeit beim Abbiegen und allgemein bei Kurvenfahrt, Bedienungsfehler 1x Pedelec-Fahrer als Verursacher Abbiegen in zu weitem Bogen ggü. Pkw 4x Pedelec-Fahrer als Beteiligter 02 Vorfahrts- bzw. Vorrangverletzungen ggü. Pedelec u. Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot (MTB und Pkw)
Krafträder und VU 2015 insgesamt104 Unfälle mit der Beteiligung vonkrafträdern (einschl. Kleinkrafträder bis 50 cm 3 mit Versicherungskennzeichen), hiervon 32x schwer verletzt - 70x leicht verletzt 91 Unfälle mit Personenschaden, 13 Unfälle mit schwerwieg. Sachschaden 1 Kradfahrer unter Alkoholeinfluss - 1 Kradfahrer unter Drogeneinfluss Kradunfälle (gesamt) in Langzeitbetrachtung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamtunfälle Kradfahrer Verursacher (Krad 01) 105 88 92 88 101 86 122 104 60 50 43 50 50 42 68 60 davon alleinbeteiligt 37 35 22 31 30 21 40 35 ohne Verschulden (Krad 02 bzw. 03) 45 38 49 38 51 45 54 44 getötete Kradfahrer 1 0 1 0 2 1 1 0 Leichtkrafträder (50cm 3-125cm 3 ) - Motorräder (über 125cm 3 ) - Motorroller (über 125cm 3 )
Junge Erwachsene (JE) Hauptunfallursachen von jungen Erwachsenen 2015 Vorfahrt / Vorrang 34 Abbiegen / Wenden 30 Geschwindigkeit Fahrbahnbenutzung Abstand 15 17 17 Alkoholeinwirkung Überholen Fehlverhalten ggü. Fußgängern Drogeneinwirkung 2 2 2 1 0 10 20 30 40
Senioren Hauptunfallursachen von Senioren im Jahr 2015 Vorfahrt / Vorrang Abbiegen / Wenden 51 55 Abstand 43 Fahrbahnbenutzung 22 Überholen Fehlverhalten ggü. Fußgängern Alkoholeinwirkung sonst. geist. / körperl. Mängel Geschwindigkeit 6 6 5 5 3 0 10 20 30 40 50 60
Unfallflucht - 142 StGB Die Anzahl der Unfallfluchten ist im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht angestiegen und bewegt sich mit 716 Fällen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort annähernd auf dem Niveau des Jahres 2013. Der prozentuale Anteil an den Gesamtunfällen ist jedoch leicht rückläufig (aktuell 18,6% ggü. 19,5% im Vorjahr). Die Aufklärungsquote bewegt sich mit ca. 33% leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
Wildunfälle