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Transkript:

Liebe*r Workshopteilnehmer*in, wir freuen uns sehr, dass du an unserem Workshop <<Destination unknown>> teilnehmen möchtest. Wir werden zusammen spannende Stunden verbringen und interessanten Fragen zum Thema Flüchtlingskindern auf den Grund gehen. Als Vorbereitung auf unseren Workshop, besuch doch mal im Internet die Seite www.wo-ist-mila.de und finde heraus wie Milas Flucht verlaufen ist. Wenn du noch mehr über Flüchtlingskinder erfahren möchtest, haben wir dir auch einen Text zusammengestellt, den du zur Vorbereitung auf den Workshop lesen kannst. Wir freuen uns auf dich und viel Spaß beim Lesen! Jetzt lebe ich im Land der Träume, in Deutschland. Aber leben ist eigentlich schon zu viel gesagt. Ich zähle die Stunden meiner Einsamkeit. Ich liege auf der Matratze auf dem Boden. Meine Blicke wandern an den Wänden entlang. Kahle, weiße Wände. Ohne Leben. Durch das Fenster dringt der Lärm der Straße zu mir herauf. Und das Stück Himmel, das ich von meiner Matratze aus sehen kann, ist grau und kalt. Hans-Martin Große-Oetringhaus (Auszug aus einem bisher unveröffentlichten Roman, nach einem Interview mit einem Flüchtling aus Afrika) Flüchtlinge weltweit -- allgemein Derzeit sind fast 51,2 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Davon sind 46 Prozent aller Flüchtlinge Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die größte Gruppe der Flüchtlinge kamen im Jahr 2013 aus Afghanistan (2,5 Millionen), Syrien (2,4 Millionen) und Somalia (1,1 Millionen). Die große Mehrheit der Menschen, die eine internationale Grenze überschreiten, flüchtet in Nachbarländer.

Viele Länder der Welt haben einen Vertrag unterschrieben, die Genfer Flüchtlingskonvention>, in dem sie genau erklären, wer ein Flüchtling ist. Menschen, die Angst haben müssen verfolgt zu werden, weil sie eine bestimmte Religion haben, einer bestimmten Nationalität angehören oder eine bestimmte politische Meinung haben und deshalb ihre Heimat verlassen und Schutz in einem anderen Land suchen, werden Flüchtlinge genannt. In diesem Vertrag verpflichten sich die Länder auch Flüchtlinge zu schützen und sie nicht in gefährliche Regionen abzuschieben>. Auch in der UN-Kinderrechtkonvention steht einiges über die Rechte von Flüchtlingskindern. So heißt es, dass ein Kind, das aus seinem Land flüchten musste, genau die gleichen Rechte hat, wie alle anderen Kinder in dem neuen Land. Außerdem haben diese Kinder ein Recht auf besonderen Schutz und Unterstützung im neuen Land. Wenn es möglich ist, sollen sie mit Ihren Familien wieder zusammen gebracht werden. Gründe der Flucht Über 20 Millionen Kinder und Jugendliche sind weltweit auf der Flucht. Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb sie ihre Heimat verlassen. Sie fliehen vor Bürgerkriegen, aus Angst als Soldat arbeiten zu müssen oder vor Prostitution. Auch werden die Kinder oft genauso wie Erwachsene, wegen ihrer Religion, ihrer Herkunft oder ihrer Meinung verfolgt und müssen deswegen fliehen. Ein weiterer Grund zu fliehen, ist bei manchen Jugendlichen die Familie, da Eltern ihre Kinder verheiraten oder sie beschneiden > wollen. Außerdem verlassen nicht wenige ihr Herkunftsland auf der Suche nach einem besseren Leben, nach einer Arbeit oder nach einer guten Schulbildung. Viele Kinder müssen ihr Land auch ohne ihre Eltern verlassen. So unterschiedlich ihre Geschichten auch sind, eins haben alle Flüchtlingskinder gemeinsam: sie haben keine Hoffnung auf eine gute Zukunft in ihrer Heimat. Die Hoffnung auf ein neues, besseres Leben treibt sie an und gibt ihnen Kraft. Immer wieder hörten wir nachts Schüsse, bis sie eines Tages bei uns ins Haus eindrangen und meinen Vater mitnahmen. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. (Junge aus Afghanistan, 17 Jahre) Flüchtlingskinder in Deutschland Seit einer Änderung des Gesetzes im Mai 2010 gilt die UN-Kinderrechtskonvention für alle in Deutschland lebenden Kinder, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihrer Erlaubnis in Deutschland zu sein. Dennoch sind Flüchtlingskinder weiterhin benachteiligt>. Meine Mutter sagte zu mir: rette du wenigstens dein Leben. Und dann bin ich losgezogen. Die Flucht hat ein Jahr und fünf Monate gedauert, bis ich in Deutschland angekommen war. (Junge, unbegleitet minderjähriger Flüchtling, aus Somalia, 17 Jahre) Kinder, die alleine, ohne ihre Familie flüchten, bezeichnet man als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. In Deutschland leben schätzungsweise 5.000 bis 8.000 Kinder, die ohne Eltern eingereist

sind. Im Jahr 2013 stellten 2.485 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl > in Deutschland. Viele sind aufgrund von Erlebnissen im Herkunftsland oder während der Flucht traumatisiert >, haben ihre Eltern verloren oder haben ihre Familien in lebensbedrohlichen Situationen zurückgelassen. Andere haben sich aus eigenem Entschluss auf den Weg gemacht, um ihre Familie finanziell aus Deutschland zu unterstützen oder ihre Chancen auf ein geregeltes Leben zu verbessern. Ankunft in Deutschland Meine Blicke wandern vom Fenster an der kahlen Wand entlang zur Tür. Eine Tür, durch die außer mir nie jemand eintritt. Bei uns zu Hause hatte es immer viel Besuch gegeben. Nachbarn, Freunde und Verwandte gingen in unserem Haus ein und aus. Und auch Fremde genossen das Gastrecht. Hans- Martin Große-Oetringhaus (Auszug aus einem bisher unveröffentlichten Roman, nach einem Interview mit einem Flüchtling aus Afrika) Flüchtlingskinder haben in Deutschland mit vielen Problemen zu kämpfen. Sie müssen mit der Belastung durch schlimme Erfahrungen in ihrer Heimat und ihrer neuen Lebenssituation in Deutschland zurechtkommen und haben Angst zurück in ihre Heimat zu müssen. Flüchtlinge in Deutschland leben zunächst in Sammelunterkünften. Dort leben auch Flüchtlingskinder mit ihren Familien und vielen anderen erwachsenen Flüchtlingen auf engstem Raum zusammen. Die Kinder und Jugendlichen haben wenig Platz, können sich kaum zurückziehen und haben keinen Ort zum Spielen. Die Unterkünfte sind oft auch nicht so sauber wie du es von Hause kennst, wodurch die Kinder schnell krank werden können. Außerdem steht im deutschen Gesetz, dass Flüchtlingskinder nur zum Arzt dürfen, wenn sie starke Schmerzen haben oder sehr krank sind. Sie bekommen keine Medikamente oder Impfungen, die einen vor Krankheiten schützen. Wenn Kinder und Jugendliche ohne ihre Eltern nach Deutschland fliehen, kommen sie nicht in diese Sammelunterkünfte. Sie leben während ihres Asylverfahrens zusammen mit anderen Flüchtlingskindern in einem speziellen Haus, in dem sie wie in einem Kinderheim leben. Es wird zusammen gekocht, gespielt und es wird geschaut, was die Jugendlichen und Kinder schon sehr gut können und wo sie noch etwas Hilfe brauchen, um später im Schulunterricht gut mitmachen zu können. Das Betreuungspersonal in diesen großen Sammelunterkünften ist oft mit ihrer Arbeit überlastet. Auch bei der Suche nach Familienangehörigen oder bei der Klärung des Aufenthaltsstatus (der Aufenthaltsstatus ist die Berechtigung für Ausländer, sich in Deutschland aufhalten zu dürfen) der Kinder werden die Mitarbeiter mit schwierigen Aufgaben konfrontiert. Seit einigen Jahren gibt es aber auch immer mehr Projekte, Erwachsene und Jugendliche, die den Flüchtlingen in Deutschland helfen. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei den

Hausaufgaben, spielen mit ihnen, helfen bei Übersetzungen und versorgen sie, wenn sie krank sind. Dadurch entwickeln sich auch viele Freundschaften und Kontakte, die über Jahre halten. Einst hatte ich gehofft, in Deutschland etwas lernen zu können. Ich wollte, sobald es gehen würde, zurückkehren, das hier erworbene Wissen und Können an mein Volk weitergeben. Aber man lässt mich nicht. Wieder habe ich keine Arbeit bekommen. Immer das Gleiche! Hans-Martin Große- Oetringhaus (Auszug aus einem bisher unveröffentlichten Roman, nach einem Interview mit einem Flüchtling aus Afrika) Hinzu kommen schulische Problemen: Vielen fällt es aufgrund ihrer schlimmen Erlebnisse und Problemen mit der deutschen Sprache schwer, dem Schulunterricht zu folgen. Außerdem sind Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit Flüchtlingskindern häufig nicht geschult und haben keinerlei Erfahrungen. Sie sind oft überfordert und können den Kindern keine spezielle Förderung geben. Flüchtlingskinder wohnen häufig außerhalb der Stadt, weit entfernt von Schulen, wodurch sie diese nicht so leicht erreichen können. Für viele junge Flüchtlinge ist es auch schwierig einen Ausbildungsplatz zu finden, da sie häufig die deutsche Sprache nicht gut sprechen. Dies gilt auch bei der Jobsuche. In den ersten drei Monaten in Deutschland ist es ihnen sogar verboten zu arbeiten und in den ersten 15 wird immer erst überprüft, ob ein Deutscher oder ein anderer europäischer Ausländer den Job haben möchte. Noch immer erschwert das Verbot, einen bestimmten Landkreis oder Regierungsbezirk zu verlassen, einen Job weiter entfernt anzunehmen. Einige Kinder, die alleine nach Deutschland einreisen, bekommen manchmal auch nicht die richtige Unterstützung, weil die Behörden die Kinder einfach älter machen, als sie sind, wenn sie ohne ihren Ausweis einreisen. Trotz dieser vielen Probleme versuchen die Kinder und Jugendlichen, die nach Deutschland kommen ihre Situation zu meistern. Sie helfen sich untereinander und bemühen sich einen guten Schulabschluss oder Beruf zu bekommen. Begriffserklärungen: Abschiebung/Rückführung: Wenn der Asylantrag einer Person abgelehnt oder nicht verlängert wurde, hat sie keine Erlaubnis mehr, weiter in Deutschland zu bleiben und wird abgeschoben. Reist sie nicht freiwillig in ihr Heimatland zurück, wird sie in ihr Heimatland zurückgebracht. Dabei kann es sich um einen Flüchtling handeln oder um einen Ausländer, der schon längere Zeit in Deutschland lebt. Diese Menschen wollen aber nicht zurück, deswegen tauchen manche von Ihnen unter. Um dies zu verhindern, werden einige von ihnen in ein Gefängnis gebracht, in dem sie solange bleiben müssen, bis sie abgeschoben werden. Asyl: Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Heim", "Unterkunft" und "Zufluchtsstätte". In vielen Ländern werden Menschen wegen ihrer religiösen oder politischen Überzeugungen verfolgt, verhaftet, gefoltert, mit dem Tode bedroht oder sogar umgebracht. Deswegen fliehen viele Menschen und bitten in anderen Ländern um Asyl. Das heißt, sie möchten dort ohne Verfolgung und Bedrohung leben und arbeiten. In vielen demokratischen Staaten steht in der Verfassung, dass der Staat Asyl gewährt. Auch in Deutschland heißt es in Artikel 16 des Grundgesetzes: "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht." (Quelle: http://www.hanisauland.de/lexikon/a/asyl.html)

Asylantrag: Ein Flüchtling, der nach Deutschland kommt, muss zunächst Asyl beantragen indem er einen sogenannten Asylantrag stellt. Im Asylverfahren wird dann geprüft, ob er in Deutschland leben darf oder nicht. Wenn der Antrag bewilligt wird, darf die Person für einen befristeten Zeitraum in Deutschland bleiben, wird der Antrag aber abgelehnt, wird die Person abgeschoben. Benachteiligung: Manche Menschen haben ohne Grund eine schlechte Meinung von Menschen fremder Herkunft, fremder Religion, bestimmtem Alter oder bestimmter Hautfarbe. Sie behandeln diese Menschen deshalb unfair und ungerecht. Genfer Flüchtlingskonvention: Die Genfer Flüchtlingskonvention definiert, was der Begriff "Flüchtling" bedeutet. Außerdem beinhaltet sie Regeln, die besagen, wie mit Flüchtlingen umgegangen werden soll. Viele Länder auf der Welt haben dieses Abkommen unterschrieben und sich somit verpflichtet, Flüchtlinge zu schützen. Trauma: Ein Trauma ist eine Verletzung der Seele, die nicht verheilen will. Es kann entstehen in Situationen, in denen persönliche Grenzen überschritten werden, also etwas ganz, ganz schlimmes passiert, gegen das man sich nicht wehren kann (Todesangst, Vergewaltigung, etc.). Zwangsbeschneidung: In manchen Kulturen werden jungen Mädchen ohne ihre Erlaubnis, Teile ihrer Genitalien entfernt. Dies wird aber nicht von Ärzten gemacht und meist mit unhygienischen Materialien. Dadurch erkranken viele Mädchen, haben bleibende Schmerzen für ihr ganzes Leben oder können sterben. In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist dieser Eingriff verboten.