BILANZ DES HELFENS 2014 Berliner Pressekonferenz 5. März 2014 Deutscher Spendenrat e.v. GfK GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 1
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 2
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 3
GfK CharityScope: die Methodik im Überblick Befragungsinhalt Befragungsmethode Hochrechnung Stichprobe Monatliche Erfassung der Spenden von deutschen Privatpersonen ab 10 Jahren damit können auch saisonale Effekte und Auswirkungen von Katastrophen analysiert werden Schriftlich (ca. 60% Online (Anteil steigend), ca. 40% Paper & Pencil) in Form eines Tagebuchs, das von den Panelteilnehmern selbst kontinuierlich geführt wird Die Ergebnisse werden auf die Grundgesamtheit (Stand 2013: 67,8 Mio.) der deutschen Bevölkerung ab 10 Jahre hochgerechnet Kontinuierliches Panel von 10.000 deutschen Einzelpersonen ab 10 Jahren (Stand 2013) Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen und gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500. 1 1 Bei Großspenden über 2.500 erfolgt eine Bereinigung der Daten, um eine Vergleichbarkeit über mehrere Jahre zu gewährleisten GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 4
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 5
Kernergebnisse zum Spendenverhalten 2013 (1/2) 1 Eckdaten zur Marktentwicklung 2 3 Das Spendenvolumen erreichte im Jahr 2013 mit 4,7 Mrd. Rekordniveau selbst im Tsunami-Jahr 2005 wurde weniger gespendet als im vergangenen Jahr Das deutliche Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr resultiert in erster Linie aus den Monaten Juni (Spenden für die Flut in Deutschland) und November (Spenden für die Opfer des Taifuns Haiyan) Die Anzahl der Spender liegt nur geringfügig über der des Vorjahres: Insgesamt 23,3 Mio. Personen das sind 34% der deutschen Bevölkerung haben im Jahr 2013 Geld gespendet. Im Tsunami- Jahr 2005 haben dagegen noch 51% der Deutschen gespendet. Dass die Spendeneinnahmen dennoch auf Rekordniveau klettern konnten, ist auf eine deutliche Steigerung der durchschnittlichen Spendenhöhe von 29 auf 33 zurückzuführen Jüngere Menschen zeigen ihr Engagement stärker und zunehmend in Form einer Zeitspende GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 6
Kernergebnisse zum Spendenverhalten 2013 (2/2) 1 2 Spendenanstoß und Spendenzweck Regelmäßige Spenden nehmen zu. Der persönlich adressierte Brief und die Kollekte verlieren an Bedeutung Die Katastrophenhilfe kann deutliche Zuwächse verbuchen. Das geht vor allem zu Lasten der Kinder- und Jugendhilfe Die Spenden für Katastrophen wurden vor allem durch die Medien angestoßen 3 Einflussfaktoren Für die Flut in Deutschland wurden 265 Mio. gespendet Das Spendenvolumen für Katastrophenhilfe lag im November/Dezember 2013 (Taifun Haiyan) 251 Mio. über dem des Vorjahreszeitraums Die Spenden für die Katastrophenhilfe im November und Dezember wurden zu etwa 60% durch neue Spender bzw. Mehreinnahmen bei bestehenden Spendern generiert. Rund 40% gingen zu Lasten anderer Spendenzwecke (z.b. Kinder- und Jugendhilfe, Natur- /Tierschutz oder religiöse Zwecke) Die katholische Kirche und ihre Organisationen verzeichneten rückläufige Spendeneinnahmen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 7
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 8
Das Spendenvolumen erreichte im Jahr 2013 mit 4,7 Mrd. Rekordniveau Gesamtmarkt Spendeneinnahmen von privat (Jahr 2013, in Mio. ) Veränderungsrate in % Tsunami Pakistan Haiti Japan Somalia Flut Deutschland + Taifun Haiyan 4.590-16,1% 3.852 1,4% 3.904 3,8% 4.054 3,7% 4.204 7,6% 4.525-6,0% 4.253-2,2% 4.160 13,1% 4.705 Das Spendenvolumen im Jahr 2013 erreichte Rekordniveau selbst im Tsunami-Jahr 2005 wurde weniger gespendet als im vergangenen Jahr. 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 9
In acht von zwölf Monaten lag das Spendenvolumen über dem des Vorjahres am deutlichsten im Juni und November Spenden im Monatsverlauf (Einnahmen in Mio. ) Im Jahr 2013 lag das Spendenvolumen um +13,1% über dem Vorjahr Flut Deutschland Haiyan 2012 2013-6% +44% 926 868 +134% 664 545 461 343 276 260 241 357 329 295 256 263 276 233 261 271 269 230 310 298 316 318 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 10
Die Anzahl der Spender liegt nur geringfügig über der des Vorjahres die Durchschnittsspende stieg deutlich auf 33 Entwicklung von Spenderzahlen und Spendenhäufigkeit Anzahl Spender im Jahr 2013 in Mio. Tsunami Pakistan Haiti Flut Deutschland + Taifun Haiyan 34,6 29,0 27,7 27,3 23,3 24,6 22,0 22,5 3,5% 23,3 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Anteil Spender an der Bevölkerung in % Spendenhäufigkeit pro Spender Durchschnittspende pro Spendenakt in 50,9 42,6 40,6 40,1 34,3 36,1 32,4 33,2 34,3 4,3 5,0 5,1 5,4 6,3 6,3 6,7 6,5 6,2 31,0 27,0 28,0 28,0 29,0 29,0 29,0 29,0 33,0 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen, repräsentativ für 67,76 Mio. Deutsche ab 10 Jahren im Jahr 2013 GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 11
Jüngere Menschen zeigen ihr Engagement stärker und zunehmend in Form einer Zeitspende Ehrenamtliche Tätigkeit im Jahr 2013 (Anteile in der jeweiligen Altersgruppe in %) 39 36 36 41 39 40 33 Ø 38 Veränderungen vs. Jahr 2012 Der Anteil der im Ehrenamt Engagierten in der Bevölkerung ist im Jahr 2013 um einen Prozentpunkt gestiegen Bei unter 40-Jährigen stieg der Anteil ehrenamtlich Tätiger um drei Prozentpunkte auf 37% Bei über 40-Jährigen blieb der Anteil der Zeitspender auf Vorjahresniveau bei 38% 10 19 20 29 30 39 40 49 50 59 60 69 70+ GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 12
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 13
Durch die Katastrophen gewann im Jahr 2013 die humanitäre Hilfe an Bedeutung Spendenzwecke 1 : Selbsteinschätzung der Befragten (Anteile an den Einnahmen in %) Jahr 2012 2013 100% Veränderungen der Spendeneinnahmen vs. Vorjahr in Mio. 76,8 79,0 Humanitäre Hilfe +522 Kultur-/Denkmalpflege +15 Umwelt-/Naturschutz -5 3,1 2,6 3,1 6,4 1,2 5,4 9,8 8,4 2,4 1,7 Tierschutz Sport Sonstiges/Keine Angaben -15 +31 Einnahmen in Mio. 4.160 4.705 1 Neue Klassifizierung der Spendenzwecke anhand der Angaben der Spender nicht vergleichbar mit den Daten aus den Vorjahren GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 14
Die Katastrophenhilfe hat durch die Flut in Deutschland und den Taifun Haiyan an Bedeutung gewonnen Spendenzwecke 1 nach Selbsteinschätzung der Spender (Anteile an den Einnahmen in %) Krankheit/Behinderung Langfristige Entwicklungshilfe Sonstige soziale Zwecke Kultur-/ Denkmalpflege Umwelt-/ Naturschutz Tierschutz 22,7 20,7 23,5 19,6 18,8 22,5 20,0 23,2 21,0 8,2 2012 Kirche/ Religion 2013 Kinder- und Jugendhilfe Not-/Katastrophenhilfe Sonstige humanitäre Hilfe Nicht humanitäre Zwecke 1 Neue Klassifizierung der Spendenzwecke anhand der Angaben der Spender nicht vergleichbar mit den Daten aus den Vorjahren GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 15
Wer spendet wieviel? Anteile der Altersgruppen an den Spendeneinnahmen (Anteile an den Spendeneinnahmen in %) Anteile an den Spendeneinnahmen Bevölkerung ab10 Jahre 35 Alle Spenden Jahr 2013 9 16 Ø-Spendenvolumen pro Spendergruppe Spender 2013 91 18 17 13 18 16 21 39 181 187 256 269 Bis 39 Jahre 40 49 Jahre 50 59 Jahre 60 69 Jahre 70+ Jahre GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 16
Rund 54% der Spendeneinnahmen über (Online-) Banküberweisung mit steigender Bedeutung Zahlungsart: Anteile an den Einnahmen (Anteile in %) Jahr 2012 2013 4,9 6,3 8,5 33,8 16,6 1,0 14,4 0,9 5,1 8,4 35,1 19,1 1,3 12,5 1,0 4,0 Bareinzahlung Überweisung Bank/Post Online-Überweisung bei Banken Online-Überweisung Homepage Lastschrift/Abbuchung Dauerauftrag Haustürsammlung Kollekte Sonstige 13,7 13,5 Einnahmen in Mio. 4.160 4.705 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 17
Medien und Internet haben als Anstoß für die Spende an Bedeutung gewonnen Was hat den Anstoß zur Spende gegeben? (Einnahmen, Anteile in %) Jahr 2012 2013 Spenden von unter 50-Jährigen Spendenanstoß im Internet: 2011 2,0% 2012 3,2% 2013 4,1% 27,4 11,1 8,4 6,9 1,3 32,3 24,5 9,5 8,0 9,6 1,8 33,9 Persönlich adressierter Brief Kollekte Freunde/persönliche Ansprache Medien (TV, Print, Gala, Radio) Internet Kein direkter Anstoß/ bin Mitglied/ spende regelmäßig Sonstiges/keine Angaben 12,7 12,8 Einnahmen in Mio. 4.160 4.705 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 18
Spenden für die Katastrophen des Jahres 2013 wurden überdurchschnittlich über die Medien initiiert Zugangswege bei Spenden für die Katastrophen 2013 (Anteile an den Spendeneinnahmen in %) 48,8 24,5 26,1 28,5 16,3 8,0 4,4 5,6 9,5 4,3 6,5 9,6 1,8 4,1 3,4 Pers. adressierter Brief Freunde/pers. Ansprache Kollekte Medien (Zeitung, Zeitschrift, Radio, TV, Gala) Internet Alle Spenden 1 Spenden Hochwasserkatastrophe 2 3 Katastrophe Nov./Dez. 1 Differenz zu 100%: andere Zugangswege, keine Angaben zu den Zugangswegen 2 Definition Spenden für die Hochwasserkatastrophe nationale oder lokale Projekte + Katastrophenhilfe 3 Definition: Spenden für Katastrophenhilfe November/Dezember 2013 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 19
Agenda 1 Methodik GfK CharityScope 2 Bilanz des Helfens 2014 2.1 2.2 2.3 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenanstoß und Spendenzweck Spendenjahr 2013: Einflussfaktoren GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 20
Bis 02.06 03. 09.06 10. 16.06 17. 23.06 24. 30.06 Bilanz des Helfens Jahr 2014 265 Mio. wurden direkt für die Flut in Deutschland gespendet, davon allein im Juni 2013 208 Mio. Spenden für die Hochwasserkatastrophe 1 in Deutschland (Einnahmen in Mio. ) 208 101 64 31 2 12 46 3 8 Mai Jun Jul Aug 1 Definition Spenden für die Hochwasserkatastrophe nationale oder lokale Projekte + Katastrophenhilfe GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 21
Im November/Dezember wurden 251 Mio. mehr für Katastrophenhilfe gespendet als im Vorjahreszeitraum Spenden für Katastrophenhilfe 1 im November/Dezember (Einnahmen in Mio. ) 114 +220% +251 Mio. 365 Spenden für Katastrophenhilfe November/Dezember 2013 +251 Mio. vs. Nov./Dez. 2012 +155 Mio. durch neue Spender oder höhere Spenden bestehender Spender + 95 Mio. durch Verschiebungen zwischen den Spendenzwecken, das heißt Verluste für andere Spendenzwecke 2012 2013 1 Definition: Spenden für Katastrophenhilfe November/Dezember 2013 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 22
Die katholische Kirche und ihre Organisationen verzeichneten rückläufige Spendeneinnahmen Organisationstypen: Anteile an den Einnahmen (Anteile in %) Jahr 2012 2013 15,5 16,4 12,9 16,7 Katholische Organisationen Evangelische Organisationen Top 30 nicht konfessionell Sonstige Einnahmen in Mio. 24,3 24,1 43,9 46,4 4.160 4.705 Katholisch Katholische Kirche, Caritas, Adveniat, Misereor, Missio, Malteser, Sternsinger, Don Bosco, Kolpingwerk, Mission der Franziskaner, Steyler Mission, Kirche in Not, Förderkreis Schwestern Maria, Sonstige katholische Organisationen Evangelisch Evangelische Kirche, World Vision, Christoffel Blindenmission, Brot für die Welt, Johanniter, Kindernothilfe, Diakonisches Werk, v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel, Diakonie Katastrophenhilfe, Liebenzeller Mission, ERF Evangeliumsrundfunk, sonstige evangelische Organisationen Top nicht konfessionell 1 Ärzte ohne Grenzen, Aktion Deutschland hilft, ASB; AWO, BUND, Lebenshilfe, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Welthungerhilfe, DRK, DGZRS, DLRG, Gebende Hände, Greenpeace, Heinz Sielmann Stiftung, SOS/Gmeiner, NABU, Plan, IFAW int. Tierschutzfonds, Stiftung Menschen für Menschen, Unicef, Vier Pfoten, Kriegsgräberfürsorge, Weißer Ring, WWF 1 Top 30 nicht konfessionelle Organisationen entsprechend dem in GfK CharityScope gemessenen Spendenvolumen GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 23
Ihre Ansprechpartner Daniela Felser Geschäftsführerin + 49 (30) 467 05 200 Felser@spendenrat.de Gertrud Bohrer Key Account Manager Consumer Panels + 49 (911) 395 3501 gertrud.bohrer@gfk.com GfK 2014 Bilanz des Helfens 2014 05. März 2014 24