Farbe und Farbmanagement

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Transkript:

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 1/6 Farbe und Farbmanagement Warum Farbmanagement? Allein der Begriff Farbmanagement bereitet so manchem das Gefühl, irgendetwas nachholen zu müssen, was er längst ausgearbeitet haben sollte. Gleich beim ersten Öffnen des Programms erhalten viele Photoshop-Anwender diesbezüglich ihre erste kalte Dusche mit der Frage: Wollen Sie Ihre Farbeinstellungen jetzt konfigurieren? Einige klicken das Fenster erst einmal weg und beschließen, sich zu einem späteren Zeitpunkt damit zu befassen. Vielleicht ist dieser Zeitpunkt jetzt gekommen. Farbmanagement braucht jeder, der nicht ausschließlich in einem geschlossenen System von Eingabe- und Ausgabegeräten arbeitet. Keine Angst, es geht am Ende ja darum, mit Hilfe eines speziell abgestimmten Systems die konsistente Farbausgabe auf all Ihren Geräten und auf den Geräten Ihrer Dienstleister zu gewährleisten. Die Fenster-Wegklicker arbeiten nämlich fortan in dem von Adobe immer noch als Voreinstellung gewählten sehr kleinen srgb-farbraum. Die Einstellungen zur Separation in CMYK sehen vielleicht in einem amerikanischen Standard-Druckverfahren gut aus, sind aber für europäische Verhältnisse nicht geeignet. Etwas Beschäftigung mit der Materie kann immense Kosten sparen, die man sich sonst durch das Erstellen mehrerer Proofs und/ oder Andrucke aufhalst - von der Zeitverschwendung gar nicht zu sprechen. Auch die Kreativen in Agenturen werden dankbar dafür sein, dass sie nicht mehr laufend Adrenalin-Schüben ausgesetzt sind, wenn sie ihr Werk auf dem Monitor eines Kollegen besehen und das schöne Klementinenorange plötzlich tomatenrot erscheint - und wie soll das erst im späteren Druck aussehen? Zum echten Verständnis des Themas benötigen Sie ein wenig Theorie über die Entstehung von Farbeindrücken in unterschiedlichen Umgebungen. Es werden viele unterschiedliche Farbmodelle von verschiedenen Erfindern postuliert, von denen Sie einige genauer betrachten sollten. Im folgenden Verlauf erhalten Sie eine kurze Einführung. Farbmodelle und Farbmodi RGB In unserer täglichen Arbeit am Monitor und beim Fernsehen treffen wir auf das RCB-Modell. Das RGB-Modell setzt sich aus den drei primären Lichtfarben Rot, Grün und Blau zusammen. Primärfarbe bedeutet, dass sich diese Farbe nicht aus der Mischung anderer Farben herstellen lässt. Rotes, grünes und blaues Licht addiert sich zu Weiß - es handelt sich hier um eine additive Lichtmischung. Je mehr Farbe man miteinander mischt, desto heller wird das Ergebnis. In einem RGB-Kanal existieren insgesamt 256 Töne: Von 0 bis 255. Eine Mischung aus 255 Grün und 255 Blau ergibt Cyan, eine Mischung aus 255 Blau und 255 Rot ergibt Magenta und eine Mischung aus 255 Rot und 255 Grün ergibt Gelb. Sie sehen, dass die jeweiligen Mischungen der Primärfarben jeweils eine hellere Farbe und die Mischung aus allen Farben reines Weiß/ Licht ergibt. RGB-Lichtmischung. Da dieses Skript mit Farben des CMYK- Modells gedruckt ist, kann die tatsächliche Brillanz der Farben nicht dargestellt werden.

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 2/6 CMYK Offset-Druckmaschinen und die meisten Tintenstrahl-Drucker benutzen das CMYK-Modell. Es stehen die Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key Color) zur Verfügung. Im Gegensatz zum RGB-Modell verhalten sich die Farben im CMYK-Modell umgekehrt. Weißes Licht wird absorbiert. Je mehr Farbe verwendet wird, desto weniger Licht wird reflektiert. Das Licht wird subtrahiert. Auch in diesem Modell spielt der Faktor Licht eine Hauptrolle. Wenn wir einen Gegenstand als rot bezeichnen, passiert Folgendes: Nur die roten Anteile des weißen Lichtes kommen zurück, während die anderen Farbanteile absorbiert werden. Werden alle Farben absorbiert, ist der Gegenstand schwarz. Werden alle Farben zurückgestrahlt, ist er weiß. Die Reinheit der Farben ist von den Pigmenten abhängig. Eine Mischung aus je 100 % Cyan, Magenta und Gelb müsste rein rechnerisch Schwarz ergeben. Durch die unzulängliche Beschaffenheit der Druckfarben geschieht die Absorption und Reflexion des Lichtes nicht wie erwartet. Man erhält bestenfalls einen schmutzigen Braunton. Deshalb wird als vierte Druckfarbe Schwarz hinzugefügt. Um sich bezüglich der Beziehungen der Farben untereinander klar zu werden, kann die Abbildung eines einfachen Farbschemas helfen. Alle unsere Schüler, die Farbkorrekturen in RGB und CMYK erlernen wollen, haben einen Ausdruck davon an ihrem Arbeitsplatz hängen. HSB Das HSB-Modell kann man sich in Form eines Zylinders vorstellen. Das H bedeutet Hue (Farbwinkel). Schaut man von oben auf den Zylinder, sieht man einen Kreis, in dem alle Regenbogenfarben gleichmäßig angeordnet sind. Rot liegt bei 0 bzw. 360, Gelb bei 60, Grün bei 120, Cyan bei 180, Blau bei 240 und Magenta bei 300. Dieser Farbkreis entspricht dem Farbschema der folgenden Abbildung. S bedeutet Saturation (Sättigung). Die höchste Sättigung entspricht der reinsten Farbe. Eine Sättigung von 0 ergibt Weiß, Schwarz oder ein Grau, je nach Einstellung der Helligkeit. B bedeutet Brightness (Helligkeit) und bestimmt, wie hell oder dunkel eine Farbe erscheint. Ein Wert von 0 ergibt Schwarz. Photoshop unterstützt diesen Modus leider nur in begrenztem Maße. Im Dialogfeld des Befehls FARBTON/SÄTTIGUNG aus dem Menü BILD, BEAR- BEITEN können Sie Sektorfarbkorrekturen nach diesem Modell vornehmen. Das CMYK-Modell. In dieser Abbildung erkennt man sofort, welche Komplementärfarbe zu einer Farbe gehört. Als Beispiel: Um in einem Bild im RGB-Modus einen Gelbstich zu entfernen, erhöht man einfach die Werte im Blau-Kanal. Der Dialog FARBTON/ SÄTTI- GUNG. Öffnen Sie ein RGB-Bild, aktivieren Sie die Checkbox FÄRBEN und ziehen Sie den Schieberegler für die Sättigung ganz nach rechts. Wenn Sie jetzt mit dem Schieberegler für den Farbton spielen, sehen Sie die Farben der Sektoren. Mit verringerter Sättigung (Schieberegler nach links) kann man mit dieser Methode auf einfache Art ein Duplex (ein eingefärbtes Schwarz Weiß-Bild) simulieren.

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 3/6 Lab Um Umwandlungen unterschiedlicher Farbräume mit wenig Verlust möglich zu machen, wird ein übergeordneter großer Farbraum nötig, der die Summe aller sichtbaren Farben enthält. Im Jahr 1976 definierte die Commission Internationale d Eclairage eine Norm für die Messung von Farben. Der umfassende Farbraum CIE Lab ist das Ergebnis dieser Bemühungen. Adobe Photoshop und ein Großteil der verschiedenen Scanner-Programme arbeiten intern im Lab-Modus. Dieser Farbraum ist geräteunabhängig und erheblich größer als zum Beispiel ein definierter geräteabhängiger RGB- oder CMYK-Farbraum (siehe Abbildung 3.5 auf der rechten Seite). L ist die Luminanz-Komponente, während die A -Komponente die Grün/ Rot-Achse und die b -Komponente die Blau/-Gelb-Achse beschreibt. Die Helligkeit der im a- oder b-kanal definierten Farben wird durch den Luminanz-Kanal beschrieben. Die gesamte Detailzeichnung eines Bildes findet man als Graustufenbild im L-Kanal (siehe Abbildung). Farbraumdarstellung innerhalb des Cie Lab (Ansicht erstellt mit dem ProfileMaker Pro der Gretag- Macbeth Group Company). Die fünfeckige weiße Kontur zeigt den Umfang des CMYK-Farbraumes Euroscale Coated. Die dreieckige gelbe Kontur zeigt den Umfang des srgb-farbraumes. Sie erkennen, dass viele Druckfarben, die mit Euroskala gedruckt werden könnten, fehlen. Die größere dreieckige orangefarbene Kontur begrenzt den Adobe RGB-Farb-raum. Fast alle druckbaren Farben befinden sich darin als Teilmenge. Das Bild mit allen Kanälen: der L-Kanal, der a-kanal und der b-kanal.

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 4/6 Bitmap Ein Bitmap-Bild besteht aus nur zwei Farben: Schwarz und Weiß. Die Farbtiefe ist 1 Bit. Um ein Farbbild in Photoshop in diesen Modus umzuwandeln, müssen Sie es aus dem Menü BILD, MODUS, GRAUSTUFEN zuerst in den Graustufen-Modus umwandeln. Erst aus einem Graustufenbild können Sie dann eine Bitmap aus dem gleichen Menü erstellen. Eventuell nötige Bearbeitungen an Ihrem Bild sollten Sie unbedingt vor der Umwandlung vornehmen, da Photoshop kaum Bearbeitungsmöglichkeiten im Bitmap-Modus bietet. Fünf Möglichkeiten der Umrechnung in den Bitmap-Modus. Die Konvertierung funktioniert nur aus einer Graustufendatei mit höchstens 8 Bit Datentiefe. Im Feld AUSGABE geben Sie zweckmäßigerweise die Ausgabeauflösung des Druckers, den Sie verwenden werden, ein. Sie haben zur Umrechnung fünf verschiedene Methoden zur Auswahl: SCHWELLENWERT 50 %: Diese Option bedeutet, dass die Pixel, die Werte unter 50 % von Schwarz haben, auf Weiß und Pixel, deren Werte über 50 % von Schwarz haben, auf Schwarz gesetzt werden. Dies ist ein grober Wert, um ein Schwarz-Weiß-Bild zu erstellen. Wollen Sie eine bessere Kontrolle über die Details erhalten, sollten Sie den Befehl SCHWELLENWERT aus dem Menü BILD, EINSTELLUNGEN benutzen. Wenn Sie damit experimentieren, sehen Sie, dass dieser Modus sich nicht unbedingt zur Darstellung von Halbtonbildern eignet. In der Praxis benutzt man den Befehl SCHWELLENWERT häufig, um aus einem Graustufen- oder RGB-Scan von einer Zeichnung das bestmögliche Ergebnis zur Druckausgabe zu erhalten. MUSTER-DITHER oder EIGENES MUSTER: Mit dieser Einstellung können Sie abenteuerliche Muster zur Darstellung von Grau stufen mit nur zwei Farben benutzen. Der Ausdruck Dither bedeutet in diesem Zusammenhang die Art, wie Photoshop die weißen und schwarzen Pixel verteilt, um Graustufen zu simulieren. DIFFUSION-DITHER: Dieses Dithering stellt Graustufen ganz an nehmbar dar. Wie der Name schon sagt, werden die Pixel diffus verteilt, sodass sich kein erkennbares Muster bildet (Zufallsverteilung). RASTEREINSTELLUNG: Mit diesen Einstellungen haben Sie abso lute Kontrolle über die Rasterung Ihrer Bilder. Zur Graustufen ausgabe auf Laserdruckern oder Belichtern. Mit der RASTEREIN STELLUNG lassen sich aber auch interessante Effekte, beispiels weise zur Erstellung von Logos, erzielen.

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 5/6 Das Ausgangsbild ist ein Kreis mit einem linearen Graustufenverlauf. Graustufen Im Graustufenmodus können bis zu 256 (28) Grautöne dargestellt werden. Viele der schönsten Kunstwerke von Fotografen, vor allem Portraits, bestehen einzig aus Graustufen. Keine Farben, die jeder anders wahrnimmt, lenken von der ursprünglichen Form und Aussage ab. Die Malerei mit Licht findet sich hier in ihrer ursprünglichsten Form. Technisch gesehen hat ein Graustufenkanal alles, was man auch zur Darstellung von Farben braucht. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, ein Graustufenbild in RGB zu wandeln, jeder Kanal ist dann identisch. Für Duplexe bis Quadruplexe können Sie Ihr Bild in den CMYK-Modus wandeln. Umgekehrt nutzen Sie einfach den Befehl GRAUSTUFEN aus dem Menü BILD, MODUS. Indizierte Farben Ein Bild im Modus Indizierte Farben besitzt nicht mehr Informationen als ein Graustufenbild der gleichen Farbtiefe besitzen kann. Statt einer grauen Farbe nimmt ein Pixel eine definierte rote, blaue oder eine andere beliebige Farbe ein. Die Beschränkung liegt auch hier bei 256 (28) Farben. Die Information dazu wird als Tabelle im Header der Datei gespeichert. Die Anwendung eignet sich besonders für die Verwendung von Bildern im Internet, es lassen sich aber auch durch Farbumwandlungen (das Anwenden bestimmter Farbtabellen) wunderbare Effekte erzeugen. Nehmen Sie eine beliebige Graustufendatei (je mehr Graustufen, desto schöner das Ergebnis), verwandeln Sie das Bild mit dem Befehl MODUS, INDIZIERTE FARBEN in Indizierte Farben wenden Sie dann aus dem gleichen Menü den Befehl FARB- TABELLE an. Im Dialogfeld FARBTABELLE wählen Sie aus dem Pulldown-Menü SCHWAR- ZER KÖRPER. Wie durch Zauberei erhalten Sie eine feurige Version ihres Graustufenbildes - siehe Abbildung 3.12 auf der rechten Seite am Rand (ja, das lässt sich auch auf das Portrait Ihres/Ihrer Liebhabers/Liebhaberin anwenden :). Versuchen Sie das Experiment alternativ mit der Datei Feuer_grau.tif aus dem Ordner Teil I, Farbe auf der Buch-CD. Der Kreis nach Wandlung in den Bitmap-Modus mit der Einstellung für AUSGABE 1200 dpi unter Verwendung der Methode RAS- TEREINSTELLUNG. Bestätigen mit OK. Weitere Einstellungen: RASTERWEITE 24 Ipi, RASTER- WINKELUNG 180, FORM Linie. Tipp Bessere Ergebnisse für Graustufen lassen sich mit dem Kanalmixer erzielen. Verschaffen Sie sich vor dem Einsatz des Kanalmixers am besten einen Überblick über die Qualität der Farbinformationen in jedem einzelnen Kanal. Jedes Bild will schließlich individuell beurteilt werden, das lässt sich immer noch nicht automatisieren. Den Befehl KANALMIXER finden Sie im Menü BILD, EINSTELLUNGEN. Aus dem Pulldown-Menü des Dialogs FARBTABELLE lassen sich auch eigene Farbtabellen erstellen und dann speichern.

VHS Tübingen - Photoshop - Druckvorstufe 6/6 Das Graustufenbild, nach Anwendung der Indizierten Tabelle. Duplex und Mehrkanal Duplexbilder haben einen ganz eigenen Charme, denken Sie an die sepiagetönten Portraits oder die blaugetönten Landschaften! Wenn diese Technik nicht künstlerisch eingesetzt wird, bietet Sie die Möglichkeit, bestimmte Tonwertbereiche eines Graustufenbildes mit bis zu drei zusätzlichen Farben zu ergänzen, um so eine breitere Dynamik im Tonwertbereich des Bildes zu erzielen. Einen häufigen Einsatz findet die Methode bei Drucksachen mit Schwarz und einer Sonderfarbe. Als Ausgangsdatei zur Umwandlung in den Duplex-Modus benötigen Sie eine Graustufendatei mit 8 Bit Datentiefe. Wählen Sie dann DUPLEX aus dem Menü BILD, MODUS. Nur über das Dialogfeld DUPLEX-OPTIONEN lassen sich die einzelnen Kanäle einer Datei im Duplex-Modus bearbeiten. Unter BILDART können Sie eine Sonderfarbe (Simplex), Duplex, Triplex oder Quadruplex auswählen. Durch einen Klick in das jeweils rechte der acht Farb-Quadrate wählen Sie die gewünschte Farbe. Um die Gradation zu ändern, klicken Sie in das jeweils linke Quadrat. Im Duplex-Modus lassen sich die Einzelkanäle nicht bearbeiten, um beispielsweise Aussparungen einer Farbe vorzunehmen. Dazu müssen sie zuerst in den Mehrkanal-Modus umgewandelt werden. Lesen Sie auch unseren Workshop zum Drucken mit Sonderfarben im Kapitel 6 Kanäle.