Truppführerausbildung Verhalten bei Gefahr Stand 2009
Stadt Bexbach Gemeinde Gersheim Stadt Blieskastel Gemeinde Kirkel Stadt Homburg Stadt St. Ingbert Saarpfalz-Kreis Gemeinde Mandelbachtal 4
Gefahr... für Helden...?! 5
Was ist bei rkennen einer Gefahr sofort zu tun? immer Rückmeldung an den inheitenführer Notfallmeldung ( mayday, mayday, mayday ) Bei rkennen einer besonderen Gefahr (z.b. insturz- oder xplosionsgefahr) -> sofort das Kommando Gefahr lle sofort zurück! geben und am Feuerwehrfahrzeug sammeln 6
Verantwortung Der Trupp geht im Gefahrenbereich grundsätzlich gemeinsam vor! Der Truppführer ist für die uftragserledigung und für die Sicherheit seines Trupps verantwortlich! 7
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 8
Für wen oder was können die Gefahren bestehen? Menschen Tiere Sachwerte Umwelt Mannschaft Gerät 9
Für wen besteht welche Gefahr? 10
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 11
temgifte 12
temgifte igenschaften des Brandrauches 13
temgifte Die 3 Gruppen der temgifte Gruppe 1: rstickende Wirkung (Stickstoff, delgase...) Gruppe 2: Reiz- und Ätzwirkung (Chlor, mmoniak...) Gruppe 3: Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen (CO...) 14
Kombination temgifte + bsturzgefahr 15
temgifte 16
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 17
ngstreaktion Die vollständige Präsentation mit allen Graphiken, erhalten Sie bei den usbildungsbeauftragten der Städte und Gemeinden oder dem Kreisausbildungsbeauftragten des Saarpfalz-Kreises. Diese Lehrunterlagen sind nur für usbildungszwecke im Saarpfalz Kreis vorgesehen. 18
ngstreaktion Subjektive Gefahren Paniksturm Massenpsychische rscheinung einer Gruppe von Menschen Panikstarre inzelpsychische Reaktionen einer einzelnen Person (auch bei uns!) Die vollständige Präsentation mit allen Graphiken, erhalten Sie bei den usbildungsbeauftragten der Städte und Gemeinden oder dem Kreisausbildungsbeauftragten des Saarpfalz-Kreises. Diese Lehrunterlagen sind nur für usbildungszwecke im Saarpfalz Kreis vorgesehen. 19
ngst?! Wer hat hier ngst vor wem? Trotz ngst oder gerade deswegen können Mensch und Tier u.a. auch aggressiv reagieren! s ist mit irrationalem Verhalten zu rechnen (besonders bei Kindern, Behinderten, Tieren, Betrunkenen etc.) 20
ngstreaktion ntstehen von Panik und ngst ntstehen von Panik eng begrenzter Raum viele Menschen ein reignis (fiktiv oder real) Das Gefühl, sich in einer Lebensgefahr zu befinden, aus der man sich sofort retten muss. ntstehen von ngst Bedrohung durch Feuer und Rauch persönliches mpfinden einer Gefahrenlage falsche Beurteilung der Situation falsches Verhalten der insatzkräfte fehlende Verhaltensanweisungen Scheinbar aussichtslose Lebenssituation 21
Kombination ngst + bsturz Ludwigshafen 2008 22
ngst Immer positive nweisungen geben! llein das Wort Panik kann Panik erzeugen. negativ Nicht springen! Nicht nach links laufen! Keine Panik! Gehen Sie nicht zum brennenden Haus positiv Gehen Sie zurück, halten Sie sich fest! Gehen Sie nach rechts! Bleiben Sie ruhig! Gehen Sie zur Schule! 23
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 24
usbreitung Flugfeuer Funkenflug WIND 50 m 5 m 100 m 25
usbreitung 26
usbreitung Formen der Wärmeausbreitung Wärmeleitung Wärmemitführung Wärmestrahlung Funkenflug und Flugfeuer Feuerbrücken Feuerüberschlag 27
usbreitung 28
usbreitung Was fällt noch unter usbreitung? Zum Beispiel: Gefahrstoffe (Stäube, Flüssigkeiten, Gase) uffahrunfälle bei VU s 29
usbreitung Sicherung im Straßenverkehr insatzfahrzeuge möglichst so aufstellen, daß die insatzstelle vor fließendem Verkehr und Folgeunfällen weitestgehend abgeschirmt wird. Maßnahmen der Verkehrslenkung sind ufgaben der Polizei. 30
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 31
tomare Strahlung 32
tomare Strahlung Bestimmte Nuklide (tomarten) haben im Kern ein Ungleichgewicht der bindenden Kräfte. Diese Nuklide streben einen energetisch günstigeren Zustand an. Dies geschieht unter ussendung radioaktiver Strahlung. 33
tomare Strahlung Kontamination Inkorporation Verunreinigung von Oberflächen mit radioaktiven Stoffen Gefahr der Verschleppung und Gefährdung anderer Bereiche Strahlungsintensität besonders hoch, da geringer bstand ufnahme von radioaktiven Stoffen in den Körper Durch Körperöffnungen oder tmung Verweilzeit im Körper kann sehr lange sein (Radiotoxizität bzw. biologische Halbwertzeit) 34
tomare Strahlung insatzgrundsätze Strahlenschutz bstand halten ufenthaltszeit begrenzen bschirmungen ausnutzen Kontamination vermeiden Inkooperation ausschließen 35
tomare Strahlung inteilung nach ktivität (Transport) rbeiten ohne Sonderausrüstung Strahlenschutz möglich - Mindestschutz: P Dosisleistung an ußenfläche nicht höher als 5 µsv/h rbeiten nur mit Sonderausrüstung Strahlenschutz (für eine Gruppe) Dosisleistung in 1 m bstand bis zu 10 µsv/h rbeiten nur mit Sonderausrüstung Strahlenschutz (für einen Zug) Sachverständiger muss anwesend sein Dosisleistung in 1 m bstand bis 0,1 msv/h 36
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion usbreitung tomare Strahlung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 37
Chemische Stoffe 38
Chemische Stoffe 39
Chemische Stoffe Säuren und Laugen Der ph-wert als Maß für die ggressivität sauer Neutraler Bereich basisch 1 3 7 11 14 Salzsäure Reines Wasser ssig Sodalösung Natronlauge 40
Chemische Stoffe?! 41
Chemische Stoffe Ätzende Stoffe, Säuren & Laugen Ätzende Stoffe entfalten eine direkte Reiz- und Ätzwirkung auf ugen, Haut und Gewebe von Menschen und Tieren Säuren und Laugen verursachen Verätzungen der ugen, der Haut und der temwege sowie Zerstörung der Bekleidung und der Geräte 42
Chemische Stoffe Umweltgefährdende Stoffe Schädigen je nach rt und Wirkung Pflanzen, Boden, Grundwasser und Gewässer 43
Chemische Stoffe Giftige und sehr giftige Stoffe Bewirken die Schädigung von Blut, Nerven oder Zellen von Menschen und Tieren 44
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion tomare Strahlung usbreitung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 45
rkrankung / Verletzung 46
rkrankung / Verletzung Verletzungsarten bei insatz Verkehrsunfall Platzwunden Quetschungen Risswunden Schnittwunden Verbrennungen Vergiftungen Frakturen mputationen usw., usw... 47
rkrankung / Verletzung Verletzungsarten bei Hochwassereinsatz?! Treibgut?! Fäkalien?! Strom?! Ratten?! Wasserdruck?! Öl?! Strömung?! Gas?! 48
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion tomare Strahlung usbreitung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 49
xplosion xplosion ist nicht gleich xplosion... Verpuffung (1 bis 10 m/s) xplosion Deflagration (10 bis 100 m/s) Detonation (> 1000 m/s) 50
xplosion Druckbehälterzerknall und Stichflammen Druckbehälterzerknal (Festigkeitsverlust des Behälters) Stichflammen jede Form, auch flash-over 51
xplosion xplosionsbereich / xplosionsgrenzen (UG/OG) Stoff UG [Vol.- %] OG [Vol.-%] cetylen 1,5 83,0 Wasserstoff 4,0 75,6 Kohlenmonoxid 12,5 75,0 Propan 2,1 9,5 Benzin 0,6 8,0 Diesel 0,6 6,5 [g/m3] [g/m3] Holzstaub 20-50 --- Weizenmehl 20-50 --- 52
xplosion Maßnahmen bei xplosionsgefahr xplosionsfähige tmosphäre Deckung suchen Bereiche absperren und Räumen Zündquellen ausschließen Querlüften Stichflamme, Rauchdurchzündung Wasser am Strahlrohr gebückt vorgehen Türen richtig öffnen Raumtemperatur senken lüften 53
xplosion Maßnahmen bei xplosionsgefahr Druckgefäßzerknall Deckung suchen Behälter kühlen Bereich absperren oder räumen Staubexplosion ufwirbelung vermeiden Sprühstrahl benutzen Keine Belüftung durchführen 54
xplosion Maßnahmen bei xplosionsgefahr Gefahr alle sofort zurück! 55
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion tomare Strahlung usbreitung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 56
lektrizität Richtwerte für Sicherheitsabstände gilt für genormte C-Strahlrohre bei einem Druck von 5 Bar 57
lektrizität Sicherheitsabstände gemäß VD 0132 Gerät nwendungsform Löschmittel Schaumrohr Löschpulver (BC & D) Löschgase Löschpulver (BC) Hohlstrahlrohre Mindestabstände [m] zwischen Löschmittelaustrittsöffnung und unter Spannung stehenden nlageteilen bis 1000 V bis 30 kv bis 110 kv bis 220 kv insatz nur in spannungsfreien nlagen! 380 kv 1 insatz nur in spannungsfreien nlagen! 1 3 3 4 5 Sicherheitsabstände gemäß Herstellerangaben 58
lektrizität HOCHSPNNUNG Lebensgefahr 59
lektrizität Sicherheitsabstände für Mannschaft und Gerät Im Hochspannungsbereich bis 110 kv 3 m bis 240 kv 4 m bis 400 kv 5 m Im Fahrleitungsbereich isenbahn (15 kv) 5 m Straßenbahn (< 1 kv) 1 m 60
lektrizität Photovoltaikanlagen Brand einer Photovoltaik-nlage im Ortsteil Ohlenhof 08.04.2008 Sachschaden 25.000,- Vermutlich durch einen technischen Defekt sind gegen 08.47 Uhr Teile einer Photovoltaik-nlage in der rnst-waldau-straße in Brand geraten.... Im vorliegenden Fall sind insgesamt drei Photovoltaik-Module in Brand geraten. Des Weiteren ist der Wechselrichter stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Brand der drei Photovoltaik-Module konnte mit einem C-Rohr schnell bekämpft werden. Im Bereich des Wechselrichters kam zur Brandbekämpfung ein CO2-Löscher zum insatz.... Die vollständige Präsentation mit allen Graphiken, erhalten Sie bei den usbildungsbeauftragten der Städte und Gemeinden oder dem Kreisausbildungsbeauftragten des Saarpfalz-Kreises. Diese Lehrunterlagen sind nur für usbildungszwecke im Saarpfalz Kreis vorgesehen. 61
lektrizität Photovoltaikanlagen - Gefahren Gefahr durch elektrischen Schlag (wird durch Löschwasser noch verstärkt) - Leitungen vom Modul zum Wechselrichter lassen sich nie komplett stromlos schalten - durch hohe Gleichspannung Gefahr eines Lichtbogens (Brandausbreitung, -entstehung) - Gefährdung durch herabhängende, unisolierte Kabel Gefahr durch toxische Gase Gefahr durch herabfallende Teile 62
lektrizität Beachtung der 5 Sicherheitsregeln Die vollständige Präsentation mit allen Graphiken, erhalten Sie bei den usbildungsbeauftragten der Städte und Gemeinden oder dem Kreisausbildungsbeauftragten des Saarpfalz-Kreises. Diese Lehrunterlagen sind nur für usbildungszwecke im Saarpfalz Kreis vorgesehen. Freischalten gegen Wiederein-schalten sichern Spannungsfreiheit feststellen erden und kurzschließen benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken 63
Gefahren der insatzstelle 4 1 C 4 C temgifte ngstreaktion tomare Strahlung usbreitung Chemische Stoffe rkrankung / Verletzung xplosion lektrizität insturz / bsturz 64
insturz / bsturz Wohnhausbrand Feuerwehrmann stürzt in die Tiefe Die vollständige Präsentation mit allen Graphiken, erhalten Sie bei den usbildungsbeauftragten der Städte und Gemeinden oder dem Kreisausbildungsbeauftragten des Saarpfalz-Kreises. Diese Lehrunterlagen sind nur für usbildungszwecke im Saarpfalz Kreis vorgesehen. Das Gebälk war vermutlich bei Dackdeckarbeiten in Brand geraten. Bei einem Dachstuhlbrand in einem infamilienhaus in Bruchköbel ist am Dienstag ein Feuerwehrmann schwer verletzt worden. r war bei den Löscharbeiten durch das Gebälk gebrochen. Der Mann stürzte vom Dachstuhl mehrere Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. r wurde in eine Klinik in Offenbach gebracht. Die Bewohner des Hauses konnten das brennende Haus rechtzeitig und unverletzt verlassen. Das Feuer war am Vormittag bemerkt worden. Das Gebälk war vermutlich bei Dackdeckerarbeiten in Brand geraten. Der Brand konnte nach wenigen Stunden gelöscht werden. Nach ersten rkenntnissen ist nur der Dachstuhl ausgebrannt. Im Ortskern von Bruchköbel musste jedoch bis zum frühen Nachmittag mit Behinderungen gerechnet werden, da die Bahnhofstraße gesperrt wurde. Die Schadenshöhe ist bislang unbekannt. 04.08.2009 65
insturz / bsturz insturzursachen Schwächung der Tragkraft bbrand von Holz rwärmung von Stahl (Festigkeitsverringerung) rwärmung von Stein (Strukturveränderung) Lockerung des Baugefüges Lockerung von Verankerungen und Querverbänden 66
insturz / bsturz insturzursachen Wirkung quellfähiger Stoffe z.b. Korn-/Getreidesilo 67
insturz / bsturz insturzursachen Überlastung von Bauteilen durch Löschwasser durch Brandschutt etc. 68
insturz / bsturz insturzursachen influss durch Witterung freistehende Bauteile 69
insturz / bsturz Ungünstiges Verhalten von Stahl im Brandfall 70
insturz / bsturz 71
insturz / bsturz 72
Besondere Gefahren 73
...das allerwichtigste noch einmal zur Wiederholung: Was ist bei rkennen einer Gefahr sofort zu tun? immer Rückmeldung an den inheitenführer Notfallmeldung ( mayday, mayday, mayday ) Bei rkennen einer besonderen Gefahr (z.b. insturz- oder xplosionsgefahr) -> sofort das Kommando Gefahr lle sofort zurück! geben und am Feuerwehrfahrzeug sammeln 74
rbeitsgruppe Feuerwehr Truppführer Thema: Verhalten bei Gefahr - Guido Deges, Freiwillige Feuerwehr der Stadt St. Ingbert - Patrick Freitag, Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Kirkel - Franz-Josef Schuler, Freiwillige Feuerwehr der Stadt Blieskastel 75
Vielen Dank für ure ufmerksamkeit 76