(Grundwasserrichtlinie)

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Transkript:

Nationale Umsetzung der RICHTLINIE 2006/118/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 12. Dezember 2006 zum Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Verschlechterung (Grundwasserrichtlinie)

EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) Tochterrichtlinie Prioritäre Stoffe Richtlinie 2008/105/EG über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik vom 16.12.2008 Tochterrichtlinie Grundwasser Richtlinie 2006/118/EG zum Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Verschlechterung vom 12.12.2006 Nationale Umsetzung über VO des Bundes UQN - Verordnung Nationale Umsetzung bis: 13.07.2010 Grundwasserverordnung Nationale Umsetzung bis: 16.01.2009

GW-RL: Umsetzung über Bundesverordnung Kernregelungen der Grundwasser-RL RL,, die über die GrwV in nationales Recht umgesetzt werden müssen, m sind: die Einstufung des chemischen GW-Zustands (gut/schlecht) anhand von Schwellenwerten die Ermittlung und Umkehr signifikant steigender Trends von Schadstoffbelastungen und altlastenbedingten Schad- stoffausbreitungen die Begrenzung und Verhinderung von Schadstoffeinträgen die Vereinheitlichung von Vorgaben zur Beschreibung und Überwachung der Grundwasserkörper rper

GW-RL: Umsetzung über Bundesverordnung Sachstand zur Einführung der Grundwasser-VO VO: VO-Entwurfs mit Stand vom 09.12.2009 wurde vom BMU im Dezember an Bundesressorts, Länder L und beteiligte Kreise gegeben mit Möglichkeit M zur Stellungnahme bis 05.02.2010 Mitte April 2010: Anhörung der Bundesländer nder mit noch- maliger 14-tägiger Frist für f Änderungsvorschlägege Eine zweite fortgeschriebene Fassung befindet sich seit Mai in der Ressortabstimmung Verabschiedung und Inkrafttreten für f r Sommer geplant?

Quantitativer Zustand nach WRRL; Anhang V GW-Entnahmen dürfen: d die GW-Neubildung nicht überschreiten abhängige Landökosysteme nicht schädigen nicht dazu führen, f dass OWK ihre Qualitäts ts- ziele verfehlen

Qualitativer Zustand nach WRRL; Anhang V Parameter: Leitfähigkeit, Schadstoffkonzentration: keine Salz- und andere Intrusionen verbundene OWK oder Landökosysteme dürfen d nicht signifikant beeinträchtigt werden Qualitätsnormen tsnormen werden nicht überschritten Konkretisierung über: Tochterrichtlinie Grundwasser

GW-RL nach Art. 17 WRRL vom 12.12.2006 Wesentliche Inhalte der Grundwasserrichtlinie: Kriterien (und Verfahren) für f r die Beurteilung des chem. Zustands (Qualitätsnormen) tsnormen) Ermittlung signifikant und anhaltender steigender Trends einschließlich lich Festlegung von Ausgangspunkten für f r die Trendumkehr Ableitung von Maßnahmen zur Verhinderung oder Begrenzung des Eintrags von Schadstoffen

Kriterien für f r die Beurteilung des chem. Zustands EU-einheitliche Grundwasserqualitätsnormen gemäß Anhang I; Grundwasser-RL - Nitrat 50 mg/l - Pestizide 0,5 μg/l (Gesamt), 0,1 μg/l (Einzelstoff) darüber hinaus: Schwellenwerte die die Mitgliedstaaten national festzulegen haben

Festlegung von Schwellenwerten für Schadstoffe, die in der Mindeststoffliste nach, Teil B der GW-RL gelistet sind 1. Stoffe, Ionen oder Indikatoren, die natürlicherweise und/ oder infolge menschlicher Tätigkeiten vorkommen können 2. Von Menschen hergestellte synthetische Stoffe 3. Parameter, die Einträge von Salzen oder anderen Stoffen anzeigen 1) Arsen, Cadmium, Quecksilber, Blei, Ammonium, Chlorid, Sulfat Trichlorethylen, Tetrachlorethylen Leitfähigkeit 1) Schwellenwerte können entweder für Sulfat und Chlorid oder für die Leitfähigkeit festgelegt werden und darüber hinaus: für r Schadstoffe, die nach der Bestandsaufnahme zur Einstufung von GWK als gefährdet beitragen

Gegenüberstellung der Schwellenwerte 1) Spektrum der Schwellenwerte Schwellenwert Stoff/Indikator Stoffgruppe Zahl der MS von bis DE Einheit Chlorid 22 24 12.300 250 mg/l Arsen 21 0,75 189 10 Sulfat 21 129,75 4.200 240 mg/l Ammonium 21 0,084 52 0,5 mg/l Blei 20 5 320 7 Cadmium 19 0,08 27 0,5 Quecksilber 18 0,03 1 0,2 Leitfähigkeit 14 485 10.480 --- µs/cm Nickel Metall 11 10 60 Kupfer Metall 10 10,1 2.000 Summe Tri- und Tetrachlorethylen 10 5 40 10 1) Aus dem Bericht der EU-KOM über die Festlegung von Schwellenwerten vom 05.03.2010