Business Case Nutzung von LTE durch E-Plus Carsten Snider Johannes Wowra Mousie Fasil Yassin Zribi Vorlesung: TIMES Prof. Dr.-Ing. Heinz Thielmann KOM - Multimedia Communications Lab Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz (director) Dept. of Electrical Engineering and Information Technology Dept. of Computer Science (adjunct professor) TUD Technische Universität Darmstadt Merckstr. 25, 64283 Darmstadt, Germany Tel.+49 6151 166150, Fax. +49 6151 166152 www.kom.tu-darmstadt.de
Übersicht Einführung Business Case Zusammenfassung KOM Multimedia Communications Lab 2
Einführung LTE LTE Mobilfunkstandard, Nachfolger von UMTS Erste Live Applikation in 2006 von Nokia Siemens Datenrate von 100 Mbit/s Downstream, 50 Mbit/s Upstream Verschiedene Frequenzen möglich KOM Multimedia Communications Lab 3
Einführung Digitale Dividende Durch die Digitalisierung des Rundfunks werden 300 MHz im UHF Band frei Versteigerung der Frequenzen zum Anbinden ländlicher Gebiete Für diese Gebiete das UHF Band am günstigsten, auf Grund der Reichweite. KOM Multimedia Communications Lab 4
Geschäftsmodell Nach der Frequenzauktion muss sich E-Plus auf den Ausbau der Ballungsgebiete konzentrieren In nächster Zeit werden wir Datendienste vor allem in Stadtzentren anbieten (KPN Manager Eelco Blok) Frühe Umrüstung auf LTE (Thorsten Dirks, Vorsitzender der Geschäftsführung) Ländliche Gegenden können nur durch Kooperation abgedeckt werden KOM Multimedia Communications Lab 5
1. Einordnung in die TIMES Branche Telekommunikation und Information (Infrastruktur) Betreiber der Mobilfunk Infrastruktur, Netzanbieter Vermarkten der Hardware (Handys, Smartphones, etc.) 2. Markt Einschätzung LTE: Neues Marktsegment, hohe Chancen, hohes Risiko Mobiles Internet: Wachstums-Marktsegment, viel Wettbewerb (Datenvolumen: 3,5 Millionen Gigabyte im Jahr 2007 auf 33,5 Millionen Gigabyte 2009) KOM Multimedia Communications Lab 6
3. Wettbewerbs-Einschätzung Wettbewerber: Telekom, Vodafone, O2 / Telefonica Unbekannte Anbieter, z.b. WiMax im Stadtgebiet E-Plus fehlt eine DSL Infrastruktur, welche allen anderen Anbieter besitzen 4. Benötigte Kompetenzen Ausbau der Mobilfunkmasten für LTE Ausbau der Infrastruktur, Backbone Bereich Erfahrung im LTE Betrieb sammeln (Testbetrieb) Lieferanten überprüfen, Endgeräte testen Kooperation mit Ericsson, Nokia Siemens Networks KOM Multimedia Communications Lab 7
5. Einschätzung der eigenen Marktposition Drittgrößter Mobilfunkbetreiber in Deutschland (18 Mio. Kunden) Versorgung von ~90% der Bevölkerung mit EDGE, ~60 % mit UMTS / HSPA Finanzen: 3 Mrd. Umsatz (~16% Marktanteil) EBITDA: 1,3 Mrd. Quelle: KPN Geschäftsbericht KOM Multimedia Communications Lab 8
6. SWOT Analyse Stärken Keine Verpflichtung ländliche Gebiete zu versorgen (Digitale Dividende) Großes UMTS Frequenz Spektrum ( echte mobile Alternative ) Schwächen Weniger potenzielle Neukunden im ländlichen Raum Fehlender Backbone Ausbau Möglichkeiten Größter LTE Netzbetreiber in Städten Mehr Neukunden, größere Produktpalette, mehr Gewinn Bedrohungen Hohe Konkurrenz LTE unausgereift KOM Multimedia Communications Lab 9
7. Benötigte Finanzmittel UMTS Finanzmittel könnten für LTE Ausbau verwendet werden 283 Mil. für neue Frequenzen ausgegeben, Ausbau von UMTS in Stadtbereichen KOM Multimedia Communications Lab 10
8. ROI (Return on Investment) Datenvolumen wird in den nächsten Jahren steigen LTE Betriebskosten sind niedriger als bei UMTS Investitionen im Backbone Bereich erforderlich Spätestens nach 3-4 Jahren ROI erreicht ROI früher als bei Konkurrenten da Investitionen geringer sind KOM Multimedia Communications Lab 11
8. Maßnahmen gegen mögliche Risiken Konkurrenz baut auch auf LTE Muss schneller als Konkurrenz sein, beim Ausbau von LTE E-Plus muss günstiger als alle anderen sein um konkurrenzfähig zu bleiben Schnelle Kundenbindung z.b. Exklusive Produkte Konkurrenz treten als Komplettanbieter auf E-Plus muss Produktpalette erweitern damit Umsatz gesteigert werden kann (Bsp.: Internet zu Hause über LTE) Neue Kompetenzen als Content Provider notwendig (Mobile TV) KOM Multimedia Communications Lab 12
Zusammenfassung Wir haben am wenigsten bezahlt und wir haben genau das bekommen, was wir wollten Große Chance in Stadtzentren, da E-Plus keine Frequenzen aus der Digitalen Dividende hat. Nicht absehbar, ob Sie die Konkurrenz überholen können KOM Multimedia Communications Lab 13