MODUL-STUFEN-KONZEPT Untersuchung und Beurteilung der Fliessgewässer in der Schweiz Aktueller Stand & Ausblick 2004 Cercl Eau, 18. März 2004 Methoden zur Beurteilung der Fliessgewässer Morphologie / Hydrologie Chemie / Ökotoxikologie Fotos: EAWAG, AWEL ZH
Methoden zur Beurteilung der Fliessgewässer Biologische Methoden Makrozoobenthos Fische Kieselalgen Wasserpflanzen Fotos: EAWAG, AWEL ZH Stufen Stufe F / R S / C A / T Raum Flächendeckend Région Gewässer - System Cours d'eau Abschnitt Tronçon Ziel Übersicht ökologischer Zustand und Defizite der Gewässer Differenzierte Erfassung, Defizitanalyse, Massnahmenentwicklung Problemanalyse für spezifische Fragestellungen Aufwand (pro Gewässerstrecke) Gering Mittel Gross Bewertung Punkteskala Klassen / Verbal Verbal
Publizierte Methoden 1998 Modul-Stufen-Konzept Ökomorphologie Stufe F Anforderungen an Beurteilungsmethoden Wissenschaftlich fundiert Von allen Beteiligten akzeptiert (Kantone!) Praktikabel als Vollzugshilfe für die Kantone (mit begrenzten Ressourcen anwendbar) Mit vernünftigem Aufwand verlässliche Resultate Resultate: Reproduzierbar Einfach und klar zu kommunizieren Klare Differenzierung des ökologischen Zustandes Beschränkung auf das Wesentliche: kurz und präzis... 3
Zeit Erarbeitung Module Phasen Konzept Erarbeitung Begleitung Konsultation Kantone / Exp. Überarbeitung Probephase Überarbeitung Druck Autoren Begleitgruppe Projektausschuss Kantone Erste Anwendung in Kantonen (Entwurf) Kieselalgen F/R Entwurf seit 2002 für eine erste Anwendungsphase / Erprobung in den Kantonen Foto: P. Niederhauser, AWEL ZH Evaluation der Erprobung, falls nötig Überarbeitung der Methode 2004-2005 Kontakt Fachstellen Sommer 2004
Erste Anwendung in Kantonen (Entwurf) Äusserer Aspekt Einfache visuelle Überprüfung der Anforderungen an die Wasserqualität gemäss Anh. 2 GSchV Entwurf seit 2003 in Kantonen (inkl. Datenbank, Access) Überarbeitung / Evaluation vorgesehen 2004 Kontakt Fachstellen Sommer 2004 Weit fortgeschrittene Methoden Fische F Methode fertig Wird im Frühjahr 2004 publiziert (Druck)
Weit fortgeschrittene Methoden Makrozoobenthos F 2000: Konsultation Kantone 2002-2003: Überarbeitung - Expertengespräche ( round table ) - Wesentliche Veränderungen: Einbezug IBGN Probenahme Bestimmungsniveau / Taxaliste Auswertung / Bewertung 2004:Entwurf fertig Sommer 2004 Publikation für Probephase in Kantonen (inkl. EDV-Programm) Fotos: Bachmann, EAWAG Weit fortgeschrittene Methoden: Chemie F+S Entwurf fertig Frühjahr 2004: Publikation für Probephase in Kantonen Stufe F Gesamter Phosphor Ortho-Phosphat Nitrat Nitrit Ammonium DOC Stufe S Gesamter Phosphor Ortho-Phosphat Nitrat Nitrit Ammonium DOC ph-wert Temperatur Abflussmenge Sauerstoff weitere je nach Fragestellung Pestizide werden in gesondertem Rahmen behandelt
Methoden in Arbeit: Ökomorphologie S / C Entwurf in Praxistest: Information der Kantone über Ökomorphologie Stufe S bis Ende 2004 vorgesehen Ziel der Methode: Analyse ökologischer Defizite in ausgewählten Gewässer(systemen) und Entwickeln von Massnahmen für Aufwertung Vorgehen: Foto: E. Schager, EAWAG 1. Abgrenzen des Gewässersystems 2. Defizitanalyse: Daten Stufe F Ergänzende Erhebungen 3. Entwicklungsziele für Aufwertungen 4. Massnahmen vorschlagen und Prioritäten setzen auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse Methoden in Arbeit: Ökotoxikologie Beurteilung des ökotoxikologischen Potenzials in Fliessgewässern (Screening) Workshop 16. 3. 2004 Verwendete Tests: Zelltoxizität: Lumistox-Test (Microtox) DNA-Schäden (umuc-test) Photosynthese-Hemmung (Toxy-PAM) Östrogene / anti-östrogene Wirkung (YES: yeast estrogen screen) Androgene / anti-androgene Wirkung (YAS: yeast androgen screen) Foto: N. Schweigert, EAWAG Teratogenese: Keimschäden an Zebrafisch-Eiern (DART) Zusammenarbeit zwischen Kantonen ist anzustreben! 7
Methoden in Arbeit Hydrologie in Arbeit Workshop 30. 3. 2004 Abflussregime Feststoffregime / Geschiebe Temperatur Makrophyten in Arbeit Erste Treffen einer Expertengruppe Ziel: standardisierte Erhebungsmethode Fotos: AWEL ZH Übergreifende Teilprojekte Koordination der EDV: Datenmodell Modul-Stufen-Konzept Koordination der EDV: Programme für einzelne Methoden Koordination der Bewertung: Neu 5 Klassen 4 Klassen 5 Klassen entspricht formal den Klassen der WRRL Ausbildung Kontakte zur EU (WRRL)
Übergreifende Teilprojekte (1) Koordination der EDV: Datenmodell Modul-Stufen-Konzept Kantone erheben Daten mit Methoden des MSK, legen diese elektronisch ab. Daten haben verschiedene Nutzer (Kantonsstellen, Bund, Private) Daten müssen ausgetauscht werden können! Datenmodell als Grundlage von Datenbanken Datenmodell ermöglicht systemunabhängigen Austausch von Daten Datenmodell ermöglicht langfristige Sicherung von Daten (unabhängig von Computersystemen) Problem von Kantonen erkannt: z.t. eigene Lösungen (Bsp. Kt. VD: GESREAU) 1. Schritt: Kontakte kant. Fachstellen, Analyse Ausgangslage