FUßGÄNGERFÜHRERSCHEIN

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Transkript:

FUßGÄNGERFÜHRERSCHEIN Planungs- und Durchführungshilfe EW-SEGS-BW5: Bildungswissenschaftliche Anwendungsfehler EW-SEGS-D-SU4: Fächerübergreifende Aspekte des Sachunterrichts Lehramt Grundschule Fakultät für Verkehrswissenschaften Friedrich List Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr Professur für Verkehrspsychologie Autoren Kirstin Bottner Juliane Fuhrmann Anne Ochotzki Antonia Steckel Gutachter: Frau Dr. Rer. Nat., Dipl.-Psych. Susann Richter Dresden, der 08.07.2015

Inhaltsverzeichnis 1. Zielgruppe... 2 1.1. Allgemeines... 2 1.2. Lernvoraussetzungen... 2 2. Lernziele... 3 2.1. Kognitive Lernziele... 3 2.2. Affektive Lernziele... 3 2.3. Psychomotorische Lernziele... 3 3. Ablauf... 4 3.1. Einstieg... 4 3.2. Im Verkehrsgarten... 4 3.3. Station Fußgängerampel... 5 3.4. Station Kreuzung... 6 3.5. Station Straße... 6 3.6. Abschluss... 7 4. Besonderheiten... 8 5. Materialien... 8 6. Anlagen... 8

1. Zielgruppe 1.1. Allgemeines Als mögliche Institution empfehlen wir eine Kindertagesstätte oder eine ähnliche Einrichtung. Die Kinder sollten zwischen vier und sechs Jahren alt sein. Die Lehrpersonen können vier bis sechs Kinder pro Station gut unterrichten. 1.2. Lernvoraussetzungen Uns waren die Lernvoraussetzungen im Vorfeld leider nicht bekannt, da wir die Kinder am Tag der Durchführung erst kennenlernten. Um unsere Stationen und Aufgaben aber trotzdem bestmöglich auf die Kinder abzustimmen, führten wir vor der Stationsarbeit eine kleine Befragung und ein Spiel durch. Bei der Befragung wollten wir herausfinden, welche Erfahrungen die Kinder im Bezug auf Verkehr" schon haben. Wir fragten sie, wie sie in den Kindergarten kommen. An diesen Aussagen hielten wir fest und erkundigten uns, wie sie sich dabei verhalten. Die Kinder riefen sofort, dass man einige Regeln beachten müsse, aber dass das nicht jeder mache und sie auch nicht jeder kenne. Wir wussten also, dass unser Projekt bei einigen Kindern als Festigung dient, einige die Regeln aber auch erst neu kennenlernen. Im Verkehr und besonders beim Überqueren von Straßen ist es wichtig, dass man vorher nach links und rechts schaut. Wir mussten also noch testen, welche Lernvoraussetzungen die Kinder bei diesem Thema mitbringen. Diese Fähigkeit nur anhand eines Gespräches heraus zu finden, ist eher problematisch zu sehen, da die Mehrzahl der Kinder nicht wahrheitsgemäß antworten würde. Also entschieden wir uns für das Rucki-Zucki-Spiel. Durch die einzelnen Strophen, in denen man linke oder rechte Körperteile besingt und sie bewegt, war deutlich zu erkennen, dass die Kinder noch große Probleme hatten, links und rechts sicher zu unterscheiden. 2

2. Lernziele 2.1. Kognitive Lernziele Die Kinder kennen einige Verkehrsregeln. Sie wissen insbesondere, wie man sich an einer Straße mit und ohne Ampel zu verhalten hat. Das heißt, sie wissen, dass man am Straßenrand stehen bleibt, vorher nach Autos schauen muss und an der Ampel auf das grüne Licht wartet. 2.2. Affektive Lernziele Den Kindern ist bewusst, dass es im Straßenverkehr Gefahren gibt, auf die sie achten müssen. Das heißt, sie können Gefahrenquellen einschätzen, beispielsweise wenn ein Auto bei roter Ampel fährt. 2.3. Psychomotorische Lernziele Die Kinder sind in der Lage, sich an einer Straße mit und ohne Ampel korrekt zu verhalten. Das heißt, sie wissen, wie man sich zu verhalten hat und können das Gelernte auf Situationen anwenden. 3

3. Ablauf 3.1. Einstieg Treffpunkt für den gemeinsamen Tag ist in der Kindertagesstätte. In einem entsprechend großen Raum (bspw. Gruppenraum oder Sportraum) versammeln sich die Kinder und treffen auf die Lehrpersonen. Jedes Kind bekommt ein Namensschild (bspw. aus Maler-Kreppband). Nach einer kurzen Vorstellung durch die Lehrpersonen wird mit einer kurzen Befragung begonnen. Hier finden Fragen wie Was heißt Verkehr für Euch?, Wie kommt ihr zur KiTa?, Platz. Die Kinder sollten darauf mit regen Antworten reagieren und es kommt zu einem lockeren Gespräch. Im Anschluss daran wird gemeinsam das Lied Rucki-Zucki gesungen. Dieses dient der Förderung der rechts/links Koordination und kann etwaig vorhandene Anspannungen der Kinder als auch den Lehrpersonen nehmen. Nun gehen die Lehrpersonen gemeinsam mit den Kindern in den Verkehrsgarten bzw. die alternative Örtlichkeit. 3.2. Im Verkehrsgarten Im Verkehrsgarten werden die Fußgängerführerscheine verteilt. Die Gruppeneinteilung findet anhand der farbigen Bändchen am Führerschein statt. Es folgt eine kurze Erklärung zum Ablauf. Hierbei wird den Kindern der Ablaufplan vorgestellt. Des Weiteren erfahren sie, dass sie in der Gruppe zwischen den einzelnen Stationen rotieren werden und somit letztlich an alle Stationen gelangen. Außerdem wird die Bedeutung des Fußgängerführerscheins erklärt. Für jede besuchte Station gibt es nach guter Mitarbeit einen Sticker in den Führerschein. Das Ziel besteht darin, die Sticker aller Stationen im Führerschein zu sammeln. Abschließend begeben sich die jeweiligen Lehrpersonen mit ihrer Gruppe an ihre Station. 4

3.3. Station Fußgängerampel An der Station Fußgängerampel leitet die Frage: Was seht ihr? / Wie können wir hier die Straße überqueren? in das Thema ein. Darauf könnten folgende Vorschläge der Kinder kommen: Ampel; grünes Männchen; Wir warten bis es grün wird; bei Rot müssen wir warten; o.ä. Die Lehrperson erklärt daraufhin die Bedeutung der Farben und worauf man achten muss. Diese lautet wie folgt: rot: Überqueren der Ampel verboten grün: auf Autos achten, Straße zügig überqueren beim Überqueren der Straße trotz Ampel nach links und rechts schauen auf abbiegende Autos achten Anschließend überqueren die Kinder in der Gruppe die Straße. Die Lehrperson lässt sich die Ampel aus Sicht der Autofahrer erklären. Hierbei regen Fragen wie Was ist hier anders? und Was bedeutet die gelbe Farbe? zum gemeinsamen Erschließen an. Danach hat jedes Kind die Aufgabe, alleine die Straße zu überqueren. Alle anderen Kinder achten auf eventuelle Fehler. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, werden Kinder ausgewählt, die Autos spielen dürfen. Am Ende dieser Station erhalten alle Kinder einen Sticker für eine gute Mitarbeit und richtiges Handeln. 5

3.4. Station Kreuzung Bei dieser Station dient die Frage Stellt euch vor, ihr wollt zu dem Baum auf der gegenüberliegenden Seite, wie kommt ihr dorthin? als Einstieg. Hierbei sollen die Kinder überlegen und erzählen, wie sie die Kreuzung überqueren wollen. Als nächstes erklärt die Lehrperson den Kindern, worauf sie achten müssen. An dieser Stelle ist es wichtig, dass die Kinder lernen, dass sie nach Autos sehen, dass sie die Straßen nacheinander überqueren und dass sie bei jeder Straße erneut nach Autos schauen sollen. Danach hat jedes Kind die Aufgabe, alleine die Straße zu überqueren. Alle anderen Kinder achten auf eventuelle Fehler. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, werden Kinder ausgewählt, die in die Rolle eines Autos schlüpfen. Am Ende dieser Station erhalten alle Kinder einen Sticker für gute Mitarbeit und richtiges Handeln. 3.5. Station Straße Die Lehrperson eröffnet die Station mit der Frage Wie läuft man über die Straße, wenn keine Ampel zu sehen ist?. Einige Kinder geben ihr Vorwissen bekannt. Danach geht die Lehrperson auf die Antworten der Kinder ein und weist besonders daraufhin, dass es wichtig ist, dass man am Bordsteinrand stehen bleibt und nach links, nach rechts und wieder nach links schauen muss. Darauf überqueren die Kinder gemeinsam als Gruppe die Straße. Hierbei wird darauf geachtet, dass der Hauptspruch Stop! Hier bleibe ich stehen! genannt wird. Als Zusatzaufgabe können einige Kinder als Autos auf der Straße fahren und die anderen Kinder überqueren die Straße. 6

3.6. Abschluss Zum Abschluss finden sich alle Lehrpersonen und Kinder im Sitzkreis zusammen. Hier wird nun ausgewertet, wie die Kinder das Projekt fanden. Sofern jedes Kind alle Sticker bekommen hat, kann darauf eingegangen werden, dass alle gut mitgearbeitet haben. Außerdem ist hier ein Lob für die erzielten Leistungen und die Disziplin angebracht. Anschließend wird noch ein kleines Bewegungsspiel mit den Kindern gespielt. Hierbei stellt die Lehrperson mit Hilfe von Tüchern oder Tonpapier eine Ampel dar. Die Kinder haben die Aufgabe, sich entsprechend der gezeigten Farbe wie Autos um die Ampel herum zu bewegen. Zuerst kommt das grüne Tuch nach oben (Freie Fahrt für Alle), dann das gelbe Tuch (Kinder müssen abbremsen, langsamer werden) und dann das rote Tuch (STOP für alle Kinder). Daraufhin werden die Farben wieder in Richtung Grün und abermals in Richtung Rot nach oben gehalten. Hält sich ein Kind nicht daran, erhält es eine Verwarnung. Bei der zweiten Verwarnung muss das Kind pausieren. Abschließend erfolgt der Spaziergang zurück in den Kindergarten. Hierbei können die eben erlernten Verkehrsregeln bereits angewandt und somit verinnerlicht werden. 7

4. Besonderheiten Grundlage für dieses Projekt ist ein Verkehrsgarten. Allerdings hat nicht jede Kindertagesstätte die Möglichkeit, auf einen solchen zuzugreifen. In diesem Fall können auch zahlreiche Alternativen gewählt werden. So kann im Sportraum eine kleine Kreuzung mit Kreppband auf den Boden geklebt werden. Auch im Außengelände der Kindertagesstätte kann ein kleiner Verkehrsgarten selbst gestaltet werden. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, ob mit Stöcken, Seilen oder anderen Materialien spielt hierbei keine Rolle. Die Ampelphasen können außerdem von etwaigen Erziehern oder weiteren Lehrpersonen anhand gebastelter Schilder gezeigt werden. 5. Materialien Kreppband (für Namen der Kinder) Fußgängerführerschein (in entsprechender Anzahl der Kinder) Bänder/Tücher oder Tonpapier (in drei Farben: rot, gelb, grün) Verkehrsgarten (oder erwähnte Alternativen) 6. Anlagen Fußgängerführerschein 8

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