ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2002

Ähnliche Dokumente
ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2010/2011

Übungsskript 4 zur Vorlesung. Monetäre BWL

Buchführung und Bilanzierung. Probeklausur

ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2008

ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2005

Bereits in 00 wurde gebucht: Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige betriebliche Erträge

Aufgabe 1 (15 Punkte)

Aufgabe 1 (15 Punkte)

Muster Muster /40270/2005 Testholz Einzelfirma Blatt 1

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2014/15

Die formalen und gesetzlichen Vorschriften werden eingehalten, soweit nichts anderes angegeben ist.

I. Rückstellungen / Rücklagen

Die Reisekosten des Unternehmers sind die Fahrtkosten und die Übernachtung jeweils netto sowie die 18,00 Verpflegungsmehraufwand.

2. Präsenzveranstaltung

Die formalen und gesetzlichen Vorschriften werden eingehalten, soweit nichts anderes angegeben ist. Teil I Punkte:

GEWINNERMITTLUNG Einnahmen-Überschussrechner vom bis

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2016/17

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2008/2009

Universität Kassel/ Frank N. Motzko/ FB 07 Klausur Rechnungswesen I Name: Matr.Nr.:

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2009/2010

ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2010

9.Übung - Lösung Gesamtübung: Eröffnungsbilanz Buchen von Geschäftsvorfällen Jahresabschluss

1. Schularbeit aus Rechnungswesen

Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte. 1. Tag (20. April 2009) Bearbeitungszeit: 120 Minuten

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2008/2009. Ausbildungsberuf: Steuerfachangestellte/r

Rechnungswesen I Abschlussklausur Name: Matr.Nr. Unterschrift: Aufgabe Summe Note Erreichbare Punkte Erreichte Punkte

JAHRESABSCHLUSS. zum 31. Dezember der Firma. Musterfirma Musterweg Musterstadt. Finanzamt: Freiburg-Stadt Steuer-Nr.

Jahresabschluss. zum. 31. Dezember der. DeltiTrade GmbH, Hannover

Ausgewählte Geschäftsvorfälle und deren buchhalterische Behandlung!

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2011/2012

Hier beginnt Alternative B

Rechnungswesen 1 für Steuerfachangestellte - Lösungsheft

ABSCHLUSSPRÜFUNG 2011 IM STAATLICH ANERKANNTEN AUSBILDUNGSBERUF STEUERFACHANGESTELLTE / STEUERFACHANGESTELLTER

Buchführung Grundlagen

Bilanz Vorjahr Vorjahr EUR EUR EUR EUR EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL

Klasse: STO Fach: Rechnungswesen Datum: Fachlehrerin: Fr. Vogel Berufskolleg Bochum KS2 Thema: Lösung Bewertung

XING News GmbH, Hamburg. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 17. August Dezember 2016

Home Office, Fahrtkosten und Sonstige Betriebliche Kosten Steuerforum am 2. Juni 2016

ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2007

1. Buchungen im Personalbereich (relev. Abschnitte im Schmolke/Deitermann: Abschnitt C, )

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2012/13

Home Office, Fahrtkosten und Sonstige Betriebliche Kosten. Steuerforum am 7. März Referentin Dipl.-Kfm. Christine Seyerlein-Busch Steuerberater

GL BEWG-STB Zusammenfassender Fall.doc

Rechtsanwaltskammer Kassel. Abschlussprüfung Sommer 2016

Inhaltsverzeichnis Buchführung was ist das eigentlich? Alles beginnt mit Inventur und Inventar Wie Sie vom Inventar zur Bilanz kommen

JAHRESABSCHLUSS DER. DEUTSCHE WOHNEN MANAGEMENT GMBH, BERLIN (vormals: Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH, Frankfurt am Main)

Betriebswirtschaft. Klausur Rechnungswesen I, Buchführung BW-REW-S

Bilanzierung und Bewertung des Eigenkapitals

JAHRESABSCHLUSS. Diplom-Betriebswirt (FH) H. Michael Bittlingmaier Steuerberater. Frauenstr Worms-Hochheim. zum 31.

Lösungsvorschlag Abschlussprüfung Steuerfachangestellte Sommer 2016 Rechnungswesen

Konto Aktivkonto Passivkonto

Fürstenberg Capital Dritte GmbH. Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni ZWISCHENBILANZ zum 30. Juni Fürstenberg AKTIVA.

Kontenrahmenänderungen 2011/ wegen E-Bilanz

Klasse: STO2 Fach: Rechnungswesen Datum: Fachlehrerin: Fr. Vogel Berufskolleg Bochum KS2 Thema: Lösung Vorbereitung KL1

Hier beginnt Alternative B

Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden,

1. Eine Bilanz ist zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres zu erstellen. 2. Die Bilanz ist nach Beginn der Aufbewahrungsfrist 10 Jahre zu archivieren.

Jahresabschluss der. Villa Auenwald" Seniorenheim GmbH, Böhlitz-Ehrenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2014 bis zum 30.

1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung , ,00

Abschlussprüfung für Rechtsanwaltsfachangestellte Sommer 2016

ABSCHLUSSPRÜFUNG WINTER 2001/2002


ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2012

Jahresabschluss. für die Zeit vom in EUR. Institut für soziale Dreigliederung (staatsunabhängig) Liegnitzer Straße 15

Rechnungsabgrenzungsposten und Rückstellungen. Dipl. Finanzwirt Tobias Teutemacher

JAHRESABSCHLUSS. Sydow & Partner Steuerberater Rechtsanwalt. Schiffgraben Hannover. zum 31. Dezember Fürstenberg Capital II.

BILANZ. Uslarer Badeland e.g. Betrieb eines Hallenbades, Uslar. zum. A. Eigenkapital. B. Rückstellungen. C. Verbindlichkeiten

Lösungsvorschlag Abschlussprüfung Steuerfachangestellte Sommer 2015 Rechnungswesen

90 Minuten Hilfsmittel: - Taschenrechner. Bearbeitungszeit :

ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2017

1. Tag (1. November 2010)

Rechtsanwaltskammer Kassel. Abschlussprüfung Sommer 2011

Buchführung und Bilanzierung. Probeklausur - Lösung

Die formalen und gesetzlichen Vorschriften werden eingehalten, soweit nichts anderes angegeben ist.

Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte. 1. Tag (9. November 2009) Bearbeitungszeit: 120 Minuten

86.000, , , ,00

Bilanz zum 31. Dezember 2014

JAHRESABSCHLUSS Fairmondo eg Online - Plattform

Klasse: STO Fach: Rechnungswesen Datum: Fachlehrerin: Fr. Vogel Berufskolleg Bochum KS2 Thema: Lösung Bewertung

Aufzeichnungshilfe Buchen auf EBK/SBK; Erfolgskonten; Umsatzsteuerkonten; Buchungen beim AV

Finanzbuchhaltung. Bilanzielle Abschreibung von Anlagevermögen

Merkblatt. Pkw-Nutzung durch Unternehmer. Inhalt

Xpert Business Selbsttest für Finanzbuchführung (2)

Lösungsvorschlag Abschlussprüfung Steuerfachangestellte Sommer 2015 Rechnungswesen

Lösungsvorschlag Abschlussprüfung Steuerfachangestellte Winter 2014/2015 Rechnungswesen

Übungsaufgaben Bearbeitungshinweise:

Inhaltsverzeichnis. 3 Laufende Kosten des Firmenwagens 27

Inhaltsverzeichnis 1 Einführung in das betriebliche Rechnungswesen 2 Das System der doppelten Buchführung

per Dezember (14) 2015 Mandant Konto-Nr. Kontobezeichnung USt Saldo Monatsumsatz Jahresumsatz Anfangsbestand

SKR03 Neue Konten 2012:

Vorwort... V Abkürzungsverzeichnis... XV

Jahres abschlus s RICH AG. Heiliggeiststr München. zum 31. Dezember 2012

1a) Ja. (1,0 P.) 1b) Das Handelsregister wird von den Amtsgerichten geführt, in dessen Bezirk das Unternehmen seinen Sitz hat. (2,0 P.

Bitcoin Deutschland AG Informations- und Kommunikationsdienstleistungen, Herford. II. Sachanlagen , , ,82

Rechnungswesen I Abschlussklausur Name: Matr.Nr. Unterschrift:

Lösungsvorschlag Abschlussprüfung Steuerfachangestellte Sommer 2017 Rechnungswesen

1. Tag (24. April 2012)

Kurzfristige Erfolgsrechnung September Handelsrecht SKR 03 BWA-Nr. 1 BWA-Form DATEV-BWA Wareneinsatz KG3 Bezeichnung Sep/2015. %Ges.

Leitfaden Stammdaten V812. Schleupen AG

Transkript:

Gemeinsame Prüfungsaufgaben der Steuerberaterkammern im Lde Nordrhein-Westfalen Name: ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2002 Ausbildungsberuf: Steuerfachgestellte/r Prüfungsort: Termin: Donnerstag, 2. Mai 2002 RECHNUNGSWESEN Bearbeitungszeit: 120 Minuten Punkt- zahl Note Die Prüfungsklausur besteht aus d r e i A u f g a b e n t e i l e n: 1. Aufgabenteil: 62,0 Punkte 2. Aufgabenteil: 22,0 Punkte 3. Aufgabenteil: 16,0 Punkte Bitte deutlich schreiben und Füllhalter, Kugelschreiber oder Filzstift benutzen.

1. Aufgabenteil (62,0 Punkte) Allgemeine Angaben: Hs John betreibt in Aachen, Friedrichstraße 1, ein Installationsgeschäft. Er ermittelt seinen Gewinn nach 5 EStG; das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Voraussetzungen für die Sonderabschreibung gemäß 7g EStG liegen vor. Hs John legte Ihnen am 02. Februar 2002 die Summen- und Saldenliste Dezember 2001 vor (Anlage I) und beauftragte Sie, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2001 vorzubereiten. Es soll der niedrigstmögliche Gewinn ausgewiesen werden. Aufgabenstellung: Die Sachverhalte 1 7 sind im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten in folgender Weise (siehe Bearbeitungshinweise) zu beurteilen und gegebenenfalls noch zu erfassen. Es sind ausschließlich die Konten der vorliegenden Summen- und Saldenliste zu verwenden. Bearbeitungshinweise: (a) Bilden Sie die jeweils zum 31. Dezember 2001 erforderlichen Buchungssätze. (b) Nennen Sie die Gewinnauswirkungen (gewinnerhöhend, gewinnmindernd bzw. gewinnneutral) und den DM-Betrag. (c) Entwickeln Sie die jeweiligen Bilzsätze zum 31. Dezember 2001. Sachverhalt 1 (4,5 Punkte) Hs John hatte das Geschäft am 01. Juar 1999 erworben. dem Gesamtkaufpreis entfielen 60.000,00 DM auf den Firmenwert. Von Lösungen: (a) Buchungssatz Abschreibung Firmenwert (0,5 P.) 4.000,00 DM (0,5 P.) Firmenwert (0,5 P.) 4.000,00 DM (0,5 P.) (b) Gewinnauswirkung in DM gewinnmindernd (0,5 P.) 4.000,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsatz Firmenwert: 52.000,00 DM./. Abschreibung 4.000,00 DM = 48.000,00 DM (1,5 P.) 4,5 Punkte

Sachverhalt 2 (9,0 Punkte) Hs John hat am 01. September 2001 einen Lkw für 80.000,00 DM zuzüglich 16% Umsatzsteuer gekauft. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. In der Bilz zum 31. Dezember 2000 hatte er für die im Jahr 2001 geplte Anschaffung des Lkw eine Rücklage (= Ansparabschreibung) nach 7g Abs. 3 EStG in Höhe von 30.000,00 DM passiviert. Lösungen: (a) Buchungssätze Abschreibungen auf Sachlagen Abschreibungen auf Sachlagen aufgrund steuerlicher Sondervorschriften Lkw 8.000,00 DM 16.000,00 DM 24.000,00 DM (1,5 Buchungspunkte; 1,5 Rechenpunkte) Sonderposten mit Rücklageteil 30.000,00 DM Erträge Auflösung Sonderposten mit Rücklageteil 30.000,00 DM (1,0 P) (b) Gewinnauswirkungen in DM gewinnminder0,5 P.) 24.000,00 DM (0,5 P.) (0,5 P.) 30.000,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsätze Lkw: 80.000,00 DM./. Abschreibungen 24.000,00 DM = 56.000,00 DM (1,5 P.) Sonderposten mit Rücklageteil: 30.000,00 DM./. Auflösung 30.000,00 DM = 0,00 DM (1,5 P.) 9,0 Punkte

Sachverhalt 3 (14,0 Punkte) a) Hs John hat einen Pkw am 01. Dezember 2001 ausschließlich zu betrieblichen Zwecken für 54.000,00 DM zuzüglich 16% Umsatzsteuer erworben und die Anschaffung (vergleiche Summen- und Saldenliste) zutreffend gebucht. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 6 Jahre. Lösungen: (a) Buchungssatz Abschreibungen auf Sachlagen 5.400,00 DM (0,5 P.) Pkw 5.400,00 DM (0,5 P.) Rechenpunkte:(1,0 P.) (Hinweis: Bei Buchung der 7g-Sonderabschreibung 1,0 Punkte Abzug) (b) Gewinnauswirkung in DM gewinnmindernd (0,5 P.) 5.400,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsatz Pkw: 54.001,00 DM./. Abschreibung 5.400,00 DM = 48.601,00 DM (1,5 P.) 4,5 Punkte

b) Hs John hat dieses Fahrzeug seinem Arbeitnehmer Peter Meier ab dem 01. Dezember 2001 auch zur privaten Nutzung und für Fahrten zwischen Wohnung und der 30 km entfernten Arbeitsstätte überlassen. Ein Fahrtenbuch wird nicht geführt. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs bei Erstzulassung betrug 69.600,00 DM. Hinweis: Berechnen Sie zusätzlich zur allgemeinen Aufgabenstellung die Höhe des geldwerten Vorteils der Überlassung des Fahrzeugs den Arbeitnehmer Peter Meier. Lösungen: Berechnung des geldwerten Vorteils: 1% von 69.600,00 = 696,00 DM (1,5 P.) 0,03% von 69.600,00 x 30 km = 626,40 DM (1,5 P.) geldwerter Vorteil 1.322,40 DM (a) Buchungssatz Löhne und Gehälter 1.322,40 DM (0,5 P.) verrechnete sonstige Sachbezüge 1.140,00 DM (1,0 P.) Umsatzsteuer 182,40 DM (1,5 P.) (b) Gewinnauswirkungen in DM gewinnmindernd (0,5 P.) 1.322,40 DM (0,5 P.) gewinnerhöhend (0,5 P.) 1.140,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsatz 103.200,00 DM + 182,40 DM = 103.382,40 DM (1,5 P.) 9,5 Punkte

Sachverhalt 4 (12,5 Punkte) (a) Am 31. Dezember 2001 steht endgültig fest, dass die Forderung gegenüber der Kundin A. Schmidt aus Köln in Höhe von 9.280,00 DM zu 50% uneinbringlich ist. Der Restbetrag der Forderung wird am 15. Juar 2002 überwiesen. Lösungen: (a) Buchungssatz Forderungsverluste 4.000,00 DM (0,5 P.) Umsatzsteuer 640,00 DM (0,5 P.) Rechenpunkte: (0,5 P.) Forderungen aus L + L 4.640,00 DM (0,5 P.) (b) Gewinnauswirkung in DM (0,5 P.) 4.000,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsätze Forderungen aus L+L: 28.450,00 DM./. 4.640,00 DM = 23.810,00 DM (1,5 P.) (Wertsatz lt. Sachverhalt 3): 103.382,40 DM./. 640,00 DM = 102.742,40 DM (1,5 P.) 6,0 Punkte

(b) Das betriebsübliche Ausfallrisiko der Forderungen beträgt unstrittig 5 %. Hinweis: Berechnen Sie zusätzlich zur allgemeinen Aufgabenstellung die Höhe der Pauschalwertberichtigung. Lösungen: Berechnung der Pauschalwertberichtigung (Aufrundung auf volle DM): Wert laut Summen- und Saldenliste 28.450,00 DM./. Forderungsausfall laut 4 (a) 4.640,00 DM (1,0 P.) verbleibender Wert 23.810,00 DM./. 16% Umsatzsteuer 3.284,14 DM (1,0 P.) Nettobetrag der Forderungen 20.525,86 DM 20.525,86 DM x 5% = 1.026,29 DM aufgerundeter Betrag: 1.027,00 DM Differenz: 1.795,00 DM./. 1.027,00 DM = 768,00 DM (1,0 P.) (a) Buchungssatz Pauschalwertberichtigung auf Forderungen 768,00 DM Erträge aus Herabsetzung der Pauschalzu Forderungen 768,00 DM (1,0 P.) ist die Bruttomethode ebenfalls möglich.) (b) Gewinnauswirkung in DM (0,5 P.) 768,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsatz Pauschalwertberichtigung auf Forderungen: Wertsatz./. Auflösung 1.795,00 DM./. 768,00 DM = 1.027,00 DM (1,5 P.) (Hinweis: Falls der Bilzsatz der Forderungen dieser Stelle um 768,00 DM erhöht werden sollte, ist diese Lösungsvarite ebenfalls richtig.) 6,5 Punkte

Sachverhalt 5 (5,0 Punkte) Am 2. Dezember 2001 wurden Hs John aus der Beteiligung der X-GmbH gutgeschrieben (vergleiche beigefügte Steuerbescheinigung; Anlage II). 2.836,78 DM Hinweis: Prüfen Sie hd der Summen- und Saldenliste die Buchung, die bei Zahlungseingg erfolgte, und nehmen Sie gegebenenfalls erforderliche Korrekturbuchungen vor. Lösung: DM DM (a) Buchungssatz Privatentnahmen allgemein 1.651,29 (1,0 P.) 963,25 (1,0 P.) 52,97 (1,0 P.) 2.667,51 (0,5 P.) Erträge aus Beteiligungen 2.667,51 (0,5 P.) (b) Gewinnauswirkung in DM 5 P.) 2.667,51 (0,5 P.) (c) (entfällt) 5,0 Punkte

Sachverhalt 6 (10,0 Punkte) Für die Anschaffung des Lkw hat Hs John am 1. September 2001 ein Darlehen über 100.000,00 DM aufgenommen, das zu 95% ausgezahlt wurde. Das Darlehen ist am 31. August 2006 in einer Summe zurückzuzahlen. Hinweis: Überprüfen Sie den Ansatz des Darlehens in der Summen- und Saldenliste und nehmen Sie gegebenenfalls erforderliche Korrekturbuchungen vor. Lösung: DM (a) Buchungssätze Damnum/Disagio 5.000,00 (1,0 P.) Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 5.000,00 (1,0 P.) Rechenpunkte: (1,0 P.) Zinsaufwendungen (1,0 P.) 333,33 (0,5 P.) Damnum/Disagio (1,0 P.) 333,33 (0,5 P.) (Aufrundung auf 334,00 DM möglich.) (b) Gewinnauswirkung in DM gewinnmindernd (0,5 P.) 333,33 (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsätze Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 95.000,00 DM + 5.000,00 DM = 100.000,00 DM (1,5 P.) Damnum/Disagio: 5.000,00 DM./. 333,33 DM = 4.666,67 DM (1,5 P.) (5.000,00 DM./. 334,00 DM = 4.666,00 DM) 10,0 Punkte

Sachverhalt 7 (7,0 Punkte) Der Warenbestd laut Inventur zum 31. Dezember 2001 ist zutreffend mit 16.500,00 DM bewertet worden. Hinweis: Ermitteln Sie zusätzlich zur allgemeinen Aufgabenstellung den Wareneinsatz (d). Lösungen: (a) Buchungssatz Warenbestd 7.000,00 DM Wareneingg 7.000,00 DM (1,0 P.) (b) Gewinnauswirkung in DM (in Bezug auf die Warenbestdsveränderung) gewinnerhöhend (0,5 P.) 7.000,00 DM (0,5 P.) (c) Entwicklung Bilzsatz Warenbestd: 9.500,00 DM + 7.000,00 DM = 16.500,00 DM (1,5 P.) (d) Ermittlung des Wareneinsatzes Warenbestd 1. Juar 2001 9.500,00 DM (1,0 P.) + Wareneingg 2001 216.500,00 DM (1,0 P.) = Zwischenwert 226.000,00 DM./. Warenbestd 31. Dezember 2001 16.500,00 DM (1,0 P.) = Wareneinsatz 209.500,00 DM (0,5 P.) 7,0 Punkte

Hs John 30.01.2002 Installationsgeschäft für Heizungs- und Summen- und Saldenliste Dezember Blatt 1 Sitärlagen 2001 Alle Konten Konto1 bis 99999 Konto Bezeichnung Monatswert kumulierter Wert Saldo Eröffnungsbilzwert Soll Haben Soll Haben 35 Firmenwert 52.000,00S 52.000,00S 320 PKW 1,00S 54.000,00 54.000,00 54.001,00S 350 LKW 80.000,00 80.000,00S 490 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00S 15.000,00 15.001,00S 510 Beteiligung X-GmbH 12.500,00S 12.500,00S 640 Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 95.000,00 95.000,00 H 870 Kapital 9.502,00 H 9.502,00 H 948 Sonderposten mit Rücklageteil nach 30.000,00 H 30.000,00 H 7g Abs. 3, 7 EStG 977 Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 4.200,00 H 500,00 500,00 4.700,00 H 986 Damnum/Disagio 997 Pauschalwertberichtig. auf Forderungen 1.795,00 H 1.795,00 H Summe Klasse 0 64.502,00S 54.000,00 500,00 149.000,00 95.500,00 213.502,00S 45.497,00 H 140.997,00 H 1000 Kasse 650,00S 650,00S 1200 Bk 19.945,00S 138.316,78 225.346,00 905.111,78 902.441,00 22.615,78S 1400 Forderungen a. Lieferungen u. 35.900,00S 62.350,00 85.650,00 748.200,00 755.650,00 28.450,00S Leistungen 1575 Abziehbare Vorsteuer 16% 14.484,97 66.515,31 66.515,31S 1610 Verbindl. aus Lieferungen u. Leistungen 85.000,00 H 90.000,00 69.500,00 320.000,00 302.660,00 67.660,00 H 1740 Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 8.520,00 8.520,00 8.520,00 H 1775 Umsatzsteuer 16% 8.600,00 103.200,00 103.200,00 H 1780 Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 4.500,00 45.640,00 45.640,00S 1800 Privatentnahmen allgemein 17.000,00 93.100,00 93.100,00S Summe Klasse 1 56.495,00S 326.651,75 397.616,00 2.178.567,09 2.072.471,00 256.971,09S 85.000,00 H 179.380,00 H 2120 Zinsaufwendungen f. lfr. 2.000,00 2.000,00 2.000,00S Verbindlichkeiten 2400 Forderungsverluste 2450 Einstellung in die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 2600 Erträge aus Beteiligungen 2.836,78 2.836,78 2.836,78 H 2730 Erträge aus Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 2739 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageteil Summe Klasse 2 0,00S 2.000,00 2.836,78 2.000,00 2.836,78 2.000,00S 0,00 H 2.836,78 H Die Auswertung entspricht dem derzeitigen Std der Buchführung. Währung: DM

Hs John Installationsgeschäft für Heizungs- und Sitärlagen Konto Bezeichnung 30.01.2002 Blatt 2 Summen- und Saldenliste Dezember 2001 Alle Konten Konto 1 bis 99999 Monatswert kumulierter Wert Saldo Eröffnungsbilzwert Soll Haben Soll Haben 3400 Wareneingg 16% Vorsteuer 16.810,34 216.500,00 216.500,00S 3980 Warenbestd 9.500,00S 9.500,00S Summe Klasse 3 9.500,00S 16.810,34 216.500,00 226.000,00S 0,00 H 0,00 H 4100 Löhne und Gehälter 35.020,00 196.020,00 196.020,00S 4320 Gewerbesteuer 7.500,00 7.500,00S 4500 Fahrzeugkosten 6.000,00 28.500,00 28.500,00S 4824 Abschreibungen auf den Firmenwert 4830 Abschreibungen auf Sachlagen 4850 Abschreibungen auf Sachlagen aufgrund steuerlicher Sondervorschriften 4900 Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.220,69 37.720,69 37.720,69S Summe Klasse 4 0,00S 55.240,69 269.740,69 269.740,69S 0,00 H 0,00 H 8400 Erlöse 16% USt 53.750,00 645.000,00 645.000,00 H 8611 Verrechnete sonst. Sachbezüge 16% USt Summe Klasse 8 0,00S 53.750,00 645.000,00 0,00S 0,00 H 645.000,00 H 9000 Saldenvorträge Sachkonten 0,00 Summe Klasse 9 0,00S 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00S 0,00 H 0,00 H Summe Sachkonten 130.497,00S 454.702,78 454.702,78 2.815.807,78 2.815.807,78 968.213,78S 130.497,00 H 968.213,78 H Die Auswertung entspricht dem derzeitigen Std der Buchführung. Währung: DM

Anlage II X-GmbH Steuerbescheinigung der ausschüttenden Körperschaft ( 44 KStG 1999, 45a EStG) für Bezüge, für die noch das Anrechnungsverfahren gilt An Firma Hs John, Friedrichstr. 1, 52072 Aachen wurden laut Beschluss vom 23.11.2001 am 02.12.2001 für das Jahr 2000 (Wirtschaftsjahr = Kalenderjahr) folgende Gewinnteile gezahlt: Leistungen, die zur Anrechnung von Körperschaftsteuer berechtigen 3.853,00 DM Anrechenbare Körperschaftsteuer 1.651,29 DM Einnahmen 5.504,29 DM Anrechenbare Kapitalertragsteuer 963,25 DM Anrechenbarer Solidaritätszuschlag zur Kapitalertragsteuer 52,97 DM

2. Aufgabenteil (22,0 Punkte) Aufgabe 1 (10,0 Punkte) Dieter Hermesdorf (D. H.) betreibt in Bonn ein Speditionsbüro für Versdabwicklung in der Rechtsform einer Einzelunternehmung. Die folgenden Sachverhalte sind zur Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2001 noch zu berücksichtigen: Aufgabe: 1. Am 1. März 2001 hat D. H. einen bisher ausschließlich für private Zwecke genutzten Schreibtisch in seinem Büro aufgestellt. Seit diesem Zeitpunkt wird der Schreibtisch ausschließlich betrieblich genutzt. D. H. hatte den Schreibtisch am 1. Juni 1997 für 805,00 DM einschließlich Umsatzsteuer privat erworben. Die Nutzungsdauer wurde mit 10 Jahren gesetzt. Der Teilwert für einen gleichwertigen gebrauchten Schreibtisch betrug 500,00 DM am 1. März 2001. 2. Ferner hat D. H. am 1. April 2001 einen bisher ebenfalls ausschließlich für private Zwecke genutzten Teppich in seinem Büro ausgelegt. Der Teppich (Nutzungsdauer 10 Jahre) war am 1. Juli 1998 für 4.000,00 DM zuzüglich 16% Umsatzsteuer (= 640,00 DM) erworben worden. Zum Zeitpunkt der Einlage hatte der Teppich einen Wiederbeschaffungspreis (=Teilwert) in Höhe von 3.600,00 DM. Mit welchen Beträgen sind die oben gennten Einlagen zu bewerten? (Begründung unter Angabe der Rechtsgrundlage) Lösungen: Zu 1)) Der Schreibtisch ist mit dem Teilwert in Höhe von 500,00 DM zusetzen gemäß 6 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 EStG. Zu 2) Da die Einlage des Teppichs innerhalb von 3 Jahren nach der Anschaffung erfolgte, ist grundsätzlich der Teilwert, höchstens sind jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten als Einlagewert gemäß 6 Abs. 1 Nr. 5 Satz 2 EStG zusetzen. (2,0 P.) (3,0 P.) Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten: Kaufpreis brutto 4.640,00 DM (0,5 P.)./. AfA 1998: 10% linear x 180/360 232,00 DM (1,0 P.)./. AfA 1999: 10% linear 464,00 DM (0,5 P.)./. AfA 2000: 10% linear 464,00 DM (0,5 P.)./. AfA 2001: 10% linear x 90/360 116,00 DM (1,0 P.) = fortgeführte AK zum 1. April 2001 3.364,00 DM (0,5 P.) Der Einlagewert beträgt somit 3.364,00 DM, da der Teilwert mit 3.600,00 DM über den fortgeführten AK liegt. Aufgabe 2 (12,0 Punkte) (1,0 P.) 10,0 Punkte

Aufgabe 2 (12,0 Punkte) Viktor Balda, ledig, keine Kinder, ist kaufmännischer Angestellter bei der Schwabe GmbH in Gummersbach. Außer dem vertraglich vereinbarten Gehalt in Höhe von 2.927,00 EUR erhält er monatlich folgende Sonderleistungen: Mahlzeiten 20 Tagen in der betrieblichen Ktine, Sachbezugswert 50,20 EUR. Der Eigenteil des Arbeitnehmers davon beträgt 27,20 EUR und wird nicht bei der Gehaltsabrechnung einbehalten, sondern bei den täglichen Mahlzeiten jeweils bar bezahlt. Verbilligte Überlassung einer betriebseigenen Wohnung für 250,00 EUR bei einer ortsüblichen Miete von 500,00 EUR. Die Mietzahlung wird bei der Gehaltsabrechnung einbehalten. Der Arbeitnehmerteil zur Sozialversicherung beträgt 665,60 EUR und die Summe der LSt/KiSt/SolZ 795,67 EUR. Die Gehaltsauszahlung erfolgt durch Bküberweisung. Aufgaben: 1. Erstellen Sie in einer übersichtlichen Darstellung die Gehaltsabrechnung für den Monat April 2002. 2. Buchen Sie den Vorgg nach der Bruttomethode.

Lösungen: EUR Zu 1) Bruttogehalt 2.927,00 (0,5 P.) Ortsübliche Miete 500,00 EUR./. gezahlte Miete 250,00 EUR Sachbezugswert 250,00 EUR 250,00 (1,5 P.) Sachbezug Verpflegung Sachbezugswert 50,20 EUR./. Zahlung AN 27,20 EUR bereinigter Sachbezugswert 23,00 EUR 23,00 (1,5 P.) Steuer- und sozialversicherungspflichtiges Gehalt 3.200,00 (0,5 P.) 23,00./. Sachbezug Miete 250,00./. Miete 250,00 Bküberweisung 1.215,73 (3,0 P.) EUR Zu 2) Gehälter 3.200,00 1.215,73 (4,0 P.) EUR Ges. soz. Aufwendungen 665,60 Verbindlichkeiten Sozialversicherung 665,60 (1,0 P.) 12,0 Punkte

3. Aufgabenteil Sachverhalt (16,0 Punkte) Das Eigenkapital der Fürst OHG aus Düren (Gesellschafter: Otto Fürst und Helmut Knies) betrug zum 31. Dezember 2000 327.890,00 DM, während zum 31. Dezember 2001 ein vorläufiges Eigenkapital von 283.330,00 DM ermittelt wurde. In 2001 betrugen die Privateinlagen 23.200,00 DM, die Privatentnahmen 58.000,00 DM. Aufgaben: 1. Ermitteln Sie den steuerlichen Gewinn/Verlust 2001 der Fürst OHG unter Berücksichtigung folgender Angaben: a) Vor zwei Jahren ist zu Recht eine Prozesskostenrückstellung in Höhe von 8.000,00 DM gebildet worden. Da der Prozess in 2001 verloren wurde, hat die Fürst OHG Prozesskosten von 10.000,00 DM (inkl. 2.000,00 DM Gerichtskosten) + 1.280,00 DM USt zu tragen. Die hierfür bereits im Dezember 2001 vorliegenden Rechnungen wurden erst im Juar 2002 beglichen. In 2001 wurden noch keinerlei Buchungen vorgenommen. b) Der Gesellschaftsvertrag der Fürst OHG enthält unter derem folgende Angaben: Der Gesellschafter Otto Fürst erhält als Geschäftsführer ein Jahresbruttogehalt von 84.000,00 DM zuzüglich Weihnachts- und Urlaubsgeld von 8.000,00 DM Der Gesellschafter Helmut Knies erhält von der OHG für die Vermietung eines unbebauten Lagergrundstücks eine vierteljährliche Miete von 3.000,00 DM. Die Grundsteuer in Höhe von jährlich 3.000,00 DM wird vom Gesellschafter getragen. Die vertraglich vereinbarten Vergütungen die Gesellschafter wurden bei der OHG als Aufwd erfasst. 2. Ermitteln Sie die auf die Gesellschafter im Verlagungszeitraum 2001 entfallenden Einkünfte gemäß 15 EStG, wenn der hdelsrechtliche Gewinn/Verlust laut Gesellschaftsvertrag im Verhältnis der Festkapitalkonten (Fürst 100.000,00 DM; Knies 50.000,00 DM) zu verteilen ist.

Lösungen: Zu 1) Betriebsvermögen 31.12.2001 283.330 DM./. Betriebsvermögen 01.01.2001 327.890 DM - 44.560 DM (2,0 P.) + Privatentnahmen + 58.000 DM (1,0 P.)./. Privateinlagen - 23.200 DM (1,0 P.) - 9.760 DM a) Auflösung Rückstellung 8.000 DM Prozesskosten 10.000 DM - 2.000 DM (2,0 P.) Hdelsrechtlicher Verlust - 11.760 DM b) Hdelsrechtlicher Verlust - 11.760 DM + Vergütung Fürst 92.000 DM (2,0 P.) + Pacht Knies 4 x 3.000 DM 12.000 DM (2,0 P.) Steuerrechtlicher Gewinn 92.240 DM Zu 2) 16,0 Punkte