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Ein Weihnachtsstück für 7 Personen (3 weibliche und vier männliche) und ist für Kinder ab 10 Jahre geeignet. Inhalt Es gibt kein Weihnachten mehr, weil sich der Weihnachtsmann in den warmen Süden abgesetzt hat. Er hatte genug von den vielen schweren Geschenken, die er den Kindern bringen sollte. Annalena möchte Weihnachten zurückholen und erlebt dabei eine spannende Geschichte. Rollen Oma Luise Annalena Simone Mann1 Mann 2 Mann 3 Vagabund theaterbörse GmbH www.theaterboerse.de 3
Szene 1 Oma Luise und ihre Enkelin sitzen beim Abendbrot Annalena, jetzt leg doch bitte mal das Ding weg! Gleich, gleich, nur noch zwei Minuten! Ach Kind, ich freue mich doch so über deinen Besuch, aber seit du hier bist hast du nur dein Smartphone in der Hand. Gleich, Oma, wenn ich jetzt aufhöre verliere ich mein letztes Leben. Dann ist alles aus. Aber Kind, das ist doch nur ein Spiel. Schau doch, wie hoch der Schnee liegt. Es ist schon so lange her, dass es geschneit hat. Verdammt! Ich habe verloren! Oma, wie kannst du dich über diese Naturkatastrophe freuen? Es hat noch nie geschneit, jedenfalls kann ich mich an Schnee nicht erinnern. Mama hat mir mal ein Bild von einer Schneelandschaft gezeigt. In meiner Kindheit hat es wochenlang geschneit. Wir hatten so viel Spaß im Schnee, und es gab Weihnachten. Weihnachten? Mhm, ich glaube da haben wir mal in der Schule etwas darüber gelesen. War das nicht so ein alter bärtiger Mann, der am Himmel flog und den Kindern Geschenke brachte? Nein, das war der Nikolaus. Der kam immer am 6. Dezember. Weihnachten war etwas ganz Besonderes für uns Kinder, nicht nur wegen der Geschenke, die wir bekamen. Es war ein Fest an dem die ganze Familie zusammen kam. Die Erwachsenen erzählten uns vom Christkind, das die Geschenke bringt. Ob das die Wahrheit war, wussten wir nicht. Wir haben allerhand unternommen, um das Christkind zu sehen. Gesehen haben wir es nie. Das hört sich lustig an. Warum gibt es heute Weihnachten nicht mehr? Die Menschen wurden immer unzufriedener. Die Geschenke wurden größer und größer. Irgendwann hatte Weihnachten, das für uns immer eine besinnliche Zeit war, seinen Zauber verloren. Es gab nur noch Streit in den Familien. Die Alten hatten keinen Platz mehr in der Familie, weil ihre Kinder an Weihnachten lieber in den Süden flogen. Es hat im Dezember nur noch gestürmt und geregnet, und irgendwann verschwand alles was für Weihnachten typisch war. Es gab keine Weihnachtsbäume mehr, weil die in den Wäldern selten geworden waren. Niemand hatte mehr Spaß daran, sein Haus zu schmücken oder den Kindern von Weihnachten zu erzählen. Weihnachten hört sich schön an. Oja, das war sehr schön. Wir haben uns auf Weihnachten gefreut, weil dann ein ganz großer Wunsch in Erfüllung ging. Am Heiligen Abend haben uns die Eltern verboten in die gute Stube zu gehen, weil dorthin der Weihnachtsmann im Auftrag des Christkindes unsere Geschenke brachte und einen wunderschönen Christbaum für uns schmückte. In den Tagen vor Weihnachten zog abends, wenn wir im Bett lagen, ein wundervoller Duft durch unser Haus. Wir mussten aber in unseren Betten bleiben, weil das Christkind bei der Weihnachtsbäckerei nicht gestört werden durfte. Ich will auch Weihnachten feiern! Das geht leider nicht mehr, mein Kind. Das Christkind, der Weihnachtsmann und auch der Nikolaus sind in ein fernes Land ausgewandert. Sie hatten keine Lust mehr auf Weihnachten. Das hat man uns erzählt. Wir könnten sie doch suchen und dazu überreden zurück zu kommen, Oma. theaterbörse GmbH www.theaterboerse.de 4
Szene 2 Ach Kind, ich bin viel zu alt. Außerdem kann man den Zauber von Weihnachten nur mit dem Herzen sehen. Menschen, die mit ihrem Herzen sehen können, sind in unserer Zeit selten geworden. Sie sind schwer zu finden. Wissen diese Menschen, wo man Weihnachten finden kann? Ja, Kind, diese Menschen wissen das. Dann werde ich diese Menschen suchen und fragen, wo Weihnachten abgeblieben ist. Ich kann dich doch nicht so einfach gehen lassen. Das ist zu gefährlich. Deine Eltern würden mir was Schönes erzählen, wenn dir etwas passiert. Ach Oma, ich bin doch kein kleines Kind mehr und kann sehr gut selbst auf mich aufpassen. Jetzt hast du mich neugierig gemacht und außerdem wäre es doch schön, wenn die Kinder und ihre Eltern wieder Weihnachten feiern könnten. Das wäre sehr schön. Auch ich würde mich freuen, noch einmal Weihnachten mit meinen Lieben zu feiern. Lass uns morgen darüber reden, was wir tun können. Einverstanden? Einverstanden. Morgen werden wir einen Plan aushecken. Du musst unbedingt mitkommen. Ohne deinen weisen Rat schaffe ich das bestimmt nicht. Einverstanden. Es ist früher Morgen. Annalena liegt in ihrem Bett und schläft, als Simone, ihre beste Freundin ins Zimmer gestürmt kommt. Annalena, schnell aufwachen! Wir müssen los! Mann, was ist denn los? Wo kommst du denn her? Du hast mich gestern Abend angerufen, weißt du das nicht mehr? Ich soll heute Morgen ganz früh zu deiner Oma kommen. He, Annalena, jetzt wach endlich auf. Ich bin heute Morgen mit dem ersten Zug hierher gefahren, weil du gesagt hast, dass es ganz wichtig ist. Hast irgendwas von Weihnachten retten erzählt. Du warst völlig aufgelöst. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was los ist. Uuuuuhhh! Annalena streckt sich. Ich habe dich gestern Abend angerufen? Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Das glaube ich jetzt nicht! Du kannst dich nicht daran erinnern, dass du mich angerufen hast? Nein, tut mir leid. Gestern hat mir meine Oma von Weihnachten erzählt, das es früher gab. Ich wollte heute mit ihr los und nach Menschen suchen, die sich an das Fest erinnern und mir vielleicht sagen können, wo sich der Weihnachtsmann aufhält. Genau! Diese Geschichte hast du mir auch erzählt und, dass es dir lieber wäre, wenn ich mitkommen könnte, weil deine Oma nicht mehr so gut gehen kann. Du hast gesagt, dass du deiner Oma und allen Menschen eine Freude machen willst und dass die Menschen Weihnachten brauchen, damit sie für eine kurze Zeit in Frieden leben können. Es tut mir leid, aber ich kann mich an unser Gespräch nicht mehr erinnern. Naja, ist aber bestimmt besser, wenn wir beide losgehen. Meine Oma ist tatsächlich nicht mehr gut zu Fuß. Ich ziehe mir schnell was an und schreibe Oma einen Zettel, damit sie sich keine Sorgen macht. Aber wo wollen wir mit unserer Suche anfangen? Ich habe keine Lust bei dieser Kälte, ohne ein Ziel draußen rumzulaufen. theaterbörse GmbH www.theaterboerse.de 5
Du hast recht. Wir brauchen einen Plan. Wo sollen wir mit unserer Suche beginnen? Ich denke mal, dass wir junge Menschen ausschließen können. Die wissen sicher nichts über Weihnachten. Also brauchen wir einen Ort, an dem sich viele alte Menschen aufhalten. Das wäre ideal. Super Idee, und ich weiß auch schon, wo wir hingehen. Am Bahnhof gibt es so einen Treffpunkt der Bahnhofmission. Ich war da einmal drin, als ich dringend zur Toilette musste. Dort sitzen ganz viele alte Menschen zusammen. Ich glaube die bekommen dort eine warme Mahlzeit. Als ich dort war, haben Frauen gerade Essen verteilt. Okay, das ist schon ein guter Ansatz, aber das reicht noch nicht. Wir müssen noch mehr über Weihnachten wissen und dafür brauchen wir deine Oma. Weihnachten ist ja sicher nicht einfach so verschwunden. Da gab es doch sicher Hintergründe. Du bist ja eine richtige Spürnase. So genau habe ich das meine Oma nicht gefragt, aber das haben wir gleich. Ich höre Oma in der Küche. ruft Oma, kannst du bitte mal kommen! theaterbörse GmbH www.theaterboerse.de 6
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