Kapitel 01.05: Spinnen

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Transkript:

1

2 Inhalt... 1 Inhalt... 2 Die Verwandten der Insekten: Spinnen...3 a) Merkmale des Spinnenkörpers:...3 Merkmale des Spinnenkörpers...4 b) Beutefang bei Spinnen... 5 Spinnenfotos... 6 Genauere Unterteilung der Spinnen...7 Zu den Spinnentieren gehören:...7 Der genaue Stammbaum der Spinnentiere:...7 Fortpflanzung der Spinnen... 8 Ökologischer Nutzen der Spinnen...9 Die Werkzeuge der Spinnen - die Cheliceren...10 Wiederholungsfragen... 11

3 Die Verwandten der Insekten: Spinnen a) Merkmale des Spinnenkörpers: Der Körperbau der Spinnen - von unten gesehen Beschreibe die Spinnenmerkmale und vergleiche diese dann mit den Dir bekannten Insektenmerkmalen. Finde Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Besonderheiten der Spinnen: - 6 Spinnwarzen am Hinterleib - Spinnen töten Beute durch Giftbiss - äußere Verdauung der Beute - Gift wird in Giftdrüsen gebildet - zweigeteilter Körper: Kopfbrustteil - Hinterleib Am Hinterleib erkennt man die Spinndrüse und das Halten des Fadens mit dem Hinterbein

4 Merkmale des Spinnenkörpers Beschreibe den Körperbau: Die Vogelspinne:

5 b) Beutefang bei Spinnen Spinnen erlegen entweder ihre Beute durch Schnelligkeit und Geschick am Boden oder sie weben ein Fangnetz indem sich die Beute verfängt. Kreuzspinne im Netz Spinnennetz im Morgentau Der Netzbau findet ca. alle 1-2 Tage statt. Die Kreuzspinne braucht für den Bau eines Netzes ca. 40 min. Aber nicht alle Spinnen bauen auch Netze. Viele Spinnen bauen gar keine Fangnetze. Sie fangen ihre Beute jagend am Boden durch ihre Schnelligkeit. Man kann also grob zwischen Web- und Fangspinnen unterscheiden. Zu den Webspinnen gehören ca. 30000 Arten (z.b.: Kreuzspinne; Baldachinspinne). Sie fangen ihre Beute im Netz und töten diese durch einen Giftbiss. Dabei gelangt Gift aus den Giftdrüsen in die Beute, welche dadurch gelähmt wird. Dann werden Verdauungssäfte in die Beute gespritzt, welche das Innere des Beutetieres auflösen. (äußere Verdauung). Dieser weiche Brei wird dann von der Spinne aufgesaugt. Fangspinnen, wie die Krabbenspinne oder die Springspinne fangen ihre Beute ohne Netz. Die Krabbenspinnen wartet z.b. in Blüten auf Pflanzenbestäuber. Kommt ein passendes Tier, wird es sofot mit einem lähmenden Gift angespritzt. Springspinnen hingegen lauern auf ihre Beute und springen dann auf sie. Dabei können sie die 25fache Körperlänge weit springen. Haben sie eine Beute erwischt, wird sie sofort gebissen. Zusatzinformationen: http://de.wikipedia.org/wiki/spinnennetz Aufgaben: 1. Warum baut die Kreuzspinne eigentlich ein Netz? 2. Kannst Du auch den Aufbau des Netzes beschreiben? 3. Warum verfängt sich die Webspinne nicht im eigenem Netz? 4. Warum ist es das Spinnennetz fast nie nicht horizontal aufgehängt?

6 Spinnenfotos Netzbau bei der Kreuzspinne Hausspinne Spinndrüsen von unten Eine Spinne hat... Beine?

7 Genauere Unterteilung der Spinnen Zur Gruppe der Spinnen gehören auch Tiere, die Du vielleicht nicht auf Anhieb als Spinne bezeichnen würdest. z.b. gehören auch Skorpione und Zecken zu den Spinnentieren. Zu den Spinnentieren gehören: Milben (Acari) - (z.b. Herbstmilbe, Bienenmilbe, Zecke, Spinnenmilben) Geißelspinnen (Amblypygi) Webspinnen (Araneae) Weberknechte (Opiliones) Palpenläufer o.a. Tasterläufer (Palpigradi) Kapuzenspinnen (Ricinulei) Skorpione (Scorpiones) (z.b. Skorpione und Afterskorpione) Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones) Walzenspinnen (Solifugae) Geißelskorpione (Uropygi) Der genaue Stammbaum der Spinnentiere: Palpenläufer (Palpigradi) Webspinnen (Aranea) Geißelspinnen (Amblypygi) Geißelskorpione (Uropygi) Schizomida Kapuzenspinnen (Ricinulei) Milben (Acari) Weberknechte (Opiliones) Skorpione (Scorpiones) Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones) Walzenspinnen (Solifugae) Zecken: Zecke auf einem Pullover, auf dem Weg nach oben Zusatzinformationen: http://de.wikipedia.org/wiki/zecken

8 Fortpflanzung der Spinnen Bei vielen Arten sucht das Männchen das Weibchen. Auch bei der Kreuzspinne geschieht dies. Das Männchen kommt zum Netz des Weibchens. Wenn es nach der Paarung nicht sehr schnell wieder verschwunden ist, wird es vom Weibchen gefressen. Das befruchtete Weibchen erhält so eine weitere Mahlzeit, welches ihr genug Energie gibt, die kommende Zeit zu überleben. Im Spätsommer kommt es zur Eiablage in einen gewobenen Kokon. Dieser schützt die Eier vor dem Frost des Winters. Während die Mutterspinne im Winter fast immer erfriert, schlüpfen die Jungspinnen im Frühjahr. Wolfspinne

9 Ökologischer Nutzen der Spinnen Spinnen fressen Insekten - viele davon sind für Menschen störend oder gar Schädlinge! Stell Dir mal vor, dass auf einem Quadratmeter Waldboden zwischen 50-150 Spinnen verschiedener Arten leben. Wenn jede von Ihnen am Tag zwei bis drei Insekten frisst, sind das in einem Waldgebiet von 1 ha (100m 100m) bis zu 450 000 Insekten, die pro Tag vertilgt werden. Spinnen sind wichtige Nützlinge, da sie sich von Insekten ernähren. Feinde der Spinnen: Vögel, Frösche, Spitzmäuse, Kröten, Reptilien, Schlupfwespen und auch viele andere Spinnen! Zusatzinformationen: http://de.wikipedia.org/wiki/spinnentiere

10 Die Werkzeuge der Spinnen - die Cheliceren Quelle Bild - public domain - by wikipediauser: Xavier Vázquez : http://commons.wikimedia.org/wiki/image:queliceros.svg A: Haken B: Scheren C: Zangen

11 Wiederholungsfragen 1. Nenne die Merkmale der Spinnentiere 2. Beschreibe ihren Körperbau 3. Ist der Weberknecht eine Spinne? Begründe mit Körpermerkmalen 4. Nenne Feinde der Spinnen 5. Welche Rückschlüsse kann man auf das Skelett der Spinne treffen 6. Beschreibe Jagdmethoden von Spinnen 7. Beschreibe den Netzbau der Kreuzspinne 8. Erkläre die äußerer Verdauung? (Nenne ein Tier, welches eine innere hat) 9. Worin liegen die Gefahren der Hausstaubmilben? 10. Worin liegen Gefahren, die von Zecken ausgehen? 11. Welche Spinnenmerkmale findest Du beim Skorpion? 12. Nenne Ordnungen der Spinnentiere 13. Nenne verschiedene Maßnahmen, wie man sich vor Zecken schützen kann