Curriculum Organspende 1. Auflage Berlin, August 2008 Herausgeber: Bundesärztekammer Texte und Materialien der Bundesärztekammer zur Fortbildung und Weiterbildung
Curriculum Organspende 40 Stunden (Stand 29.08.2008) Teil A 16 Stunden theoretische Fortbildung Teil B 8 Stunden Teilnahme an einem Kriseninterventionsseminar Teil C 16 Stunden Teilnahme an zwei Organentnahmen, davon ggf. eine als Simulation BÄK, Curriculum Organspende, August 2008 2
Teil A: 16 Stunden theoretische Fortbildung Gliederung: Transplantationsgesetz Gemeinschaftsaufgabe Organspende - Partnerschaftliches Prozess-/ Beziehungsmanagement - Dienstleistungen der DSO Organspendeprozess - Indikation zur Organspende - Organprotektive Intensivtherapie - Empfängerschutz / Organ-Report Feststellung des Todes - Hirntod / Hirntoddiagnostik Organverteilung / -transplantation - Dringlichkeit / Erfolgsaussicht / Chancengleichheit Allokationsregeln - Transplantationsmedizin - Organtransplantation aus der Sicht eines Betroffenen Medizinische und ethische Zielbestimmung - Organspende NRW / D Perspektiven - Aktuelle ethische Probleme der Transplantationsmedizin - Aufgaben der Transplantationsbeauftragten - Ggf. spezielle landesgesetzliche Anforderungen an den Transplantationsbeauftragten BÄK, Curriculum Organspende, August 2008 3
Detaillierte Ausführungen der Gliederung Transplantationsgesetz - Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Organspende mit praktischen Beispielen Gemeinschaftsaufgabe Organspende Partnerschaftliches Prozess-/ Beziehungsmanagement - Ablaufbeschreibungen des Organspendeprozesses - Leitlinien oder Dienstanweisungen zur Absicherung der Prozessqualität und der Handlungssicherheit des involvierten Personals - Zusammenarbeit von Koordinatoren und Transplantationsbeauftragten, laufende Kontaktpflege, Treffen der Transplantations-beauftragten Dienstleistungen der DSO - Krankenhausbetreuung - Fortbildungsveranstaltungen - Unterstützung in der Akutsituation - krankenhausindividuelle Kooperationsfestlegungen Organspendeprozess Indikation zur Organspende - Krankheitsbilder und Risikokonstellationen, die die Indikation bzw. Kontraindikation zur Organspende beeinflussen - Fallbeispiele Organprotektive Intensivtherapie - Pathophysiologische Veränderungen im Hirntod/Komplikationen bei der Aufrechterhaltung der Homöostase - Therapiestrategien, Zielgrößen und Monitoringumfang zur Erhaltung der Organqualität - Notwendige Zusatzdiagnostik zur Charakterisierung der Organfunktionen bei Risikokonstellationen Empfängerschutz / Organ-Report - Risiken und Untersuchungsmethoden zur Verhinderung von Übertragungen lebensbedrohlicher Infektionen oder neoplastischer Krankheiten auf die Empfänger von Organen BÄK, Curriculum Organspende, August 2008 4
Feststellung des Todes Hirntod/Hirntoddiagnostik - Kriterien des Hirntodes und seine Abgrenzung gegenüber anderen (pseudo)komatösen Zuständen - Hirntoddiagnostik Indikation - Ablauf Dokumentation Organverteilung/-transplantation Dringlichkeit / Erfolgsaussicht / Chancengleichheit Allokationsregeln - Transplantationsgesetz 12 Vermittlungsstelle - Richtlinien der Bundesärztekammer - Eurotransplant Allokationsregeln Transplantationsmedizin - Vorstellung des Therapiespektrums der Transplantationsmedizin und seiner Ergebnisse Organtransplantation aus der Sicht eines Betroffenen Medizinische und ethische Zielbestimmung Organspende NRW / D Perspektiven - Statistische Daten zur Entwicklung der Organspende in Deutschland und in den einzelnen Organspenderegionen - Vergleich mit internationalen Daten Aktuelle ethische Probleme der Transplantationsmedizin - Sicherung der Freiwilligkeit der Spende - Hilfe für schwerstkranke Patienten bei gleichzeitigem Schutz der Organspender - Gerechte Organallokation - Einführung einer Pflicht zur Spendeentscheidung - Einführung von finanziellen Anreizen bei Organspenden - Probleme der Lebendspende Aufgaben der Transplantationsbeauftragten ggf. spezielle landesgesetzliche Anforderungen an den Transplantationsbeauftragten BÄK, Curriculum Organspende, August 2008 5